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Pressemitteilungen


Hier können Sie nachlesen, was die Presse über handicap-network
bisher schrieb:

Die Inhaltsübersicht

- Teilnahme von o&s online & service GmbH an neuem EU-Projekt
-
Delegation italienischer Politiker zu Besuch bei Handicap-Network
-
Augsburger Allgemeine am 26.08.2003
Der Persönliche Assistent schützt vor Vereinsamung

-
Augsburger Allgemeine am 08.07.2003 - Augsburg aktiv
Einfach Barrieren abbauen
Behinderten-Organisationen und Firmen stellen sich vor

-
Augsburger Allgemeine am 20.06.2003 - Signale 2003
Ein "Handicap" als Erfolgsrezept
Bei o&s online & service stehen Signale für Integration auf Grün
-
Augsburger Allgemeine am 13.05.03 / Aus Schwaben und Oberbayern
Service von Behinderten für Behinderte
Internet-Portal informiert über Wissenswertes und bietet Menschen mit Handicap Einkaufsmöglichkeiten
- kobinet-nachrichten / 14.05.2003
- Klaus Kreuzeder besuchte am 26.03.2003 die
handicap-network Redaktion

- Lokale Agenda 21 / Februar 2003
Behindertenfreundliches Unternehmen: die
Erfahrungen bei EDV Konkret

-
Augsburger Allgemeine am 11.12.02 / Seite 3
„Die Leute sind alle nur hier, weil sie echt gut sind"
-
Augsburger Allgemeine am 20.11.02
Wo Behinderte einkaufen können

-
Augsburger Allgemeine am 15.09.01
Ein Netzwerk für Behinderte

- Stadtzeitung Augsburg am 25.10.01:
Internet-Portal für Behinderte

- Chip Online am 25.01.02
Internet-Portal speziell für behinderte Menschen mit Handicap
- Stadtzeitung Augsburg am 30.11.01
Neuer Online-Dienst
Behinderter hilft den Behinderten

- Charmanter Besuch in der handicap-network Redaktion

Teilnahme von o&s online & service GmbH an neuem EU-Projekt

21.10.2005 - Nach erfolgreicher Mitarbeit an den EU-Projekten Equal I und Agil ist o&s Mitglied des neuen eTen-Projektes Orthosim, dem europäischen Simulationsservice-Anbieter für orthopädische Chirurgie.


Foto: Adapting S. L.
Die Projektpartner beim Kick-off Meeting im Juni 2005 in Valencia

Orthosim Logo

Dabei handelt es sich um einen telematischen Service, der durch Computersimulation einen objektiven Einblick in die Komplexität von orthopädie-bezogenen Problemen bietet. O&S online & Service GmbH ist in diesem Projekt für die Marktanalyse und die Einrichtung eines Markt-Bezugssystems für Deutschland zuständig.

Das Projekt wird von der Adapting S. L. in Valencia koordiniert und die Partner sind biomechanische Institute, Chirurgen und Marktforscher, die aus Spanien, Frankreich, der Tschechoslowakei und Deutschland kommen. Das nächste Treffen findet im Rahmen eines Workshops Mitte November in Paris statt und o&s freut sich auf ein Wiedersehen mit allen Akteuren.

Das Projekt wird unterstützt von:

eTen

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Delegation italienischer Politiker zu Besuch bei Handicap-Network

Augsburg – Vom 26.04.- 29.04.2005 besuchte eine Delegation von sieben italienischen Politikern, die seit 2002 als Partnerstadt des Projektes Equal I , initiiert von der AIP Augsburg Integration Plus, dem Netzwerk für ExistenzgründerInnen in Augsburg und Umgebung auf transnationaler Ebene zusammenarbeitet, die Stadt am Lech., um sich über beschäftigungs-, sozial-
und wirtschaftspolitische Fragen zu informieren.



Großes Interesse zeigten die italienischen Akteure an dem Internetportal Handicap-Network und dem angegliederten Shop. Nach einer Begrüßung der Geschäftsführerin Silke Poelmeyer folgte eine ausführliche Präsentation des
Portals und des Shops durch den technischen Leiter Wolfram Metzner und
dem Webmaster Juergen Winter in den Räumlichkeiten von EDV-Konkret, der Mutterfirma o&s online & service GmbH, die einerseits als Projektträger von Handicap-Network fungiert, andererseits als Beratungsstelle für ExistenzgründerInnen innerhalb des Projektes Equal I arbeitet.

Es gab viele Fragen der italienischen Gäste, vor allem nach den Möglichkeiten einer Internetapotheke und der Anzahl der Mitarbeiter, die ein solches Projekt benötigt. Während der Präsentation erfolgte auch reger Informationsaustausch, bei dem die Augsburger erfuhren, dass es in Rimini z. B. nur ein barrierefreies Hotel gibt und in dieser Stadt aufgrund der Touristen und Freunden der italienischen Lebensart die Arbeitslosigkeit gegen Null tendiert.

Nach der Präsentation versammelten sich die Gäste und Gastgeber zu einer Kaffepause in der angrenzenden Gaststätte „Zur Alten Weberei“, die auch zum Firmenkomplex von EDV-Konkret gehört, um bei Kaffee und Kuchen Gedanken auszutauschen.


© alle Fotos by handicap-network

Die Gäste aus Rimini, wie auch EDV-Konkret werden beim Equal II-Projekt zusammenarbeiten und vielleicht können wir uns auf eine italienische Variante
von Handicap-Network in naher Zukunft freuen.

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Augsburger Allgemeine am 26.08.2003

Der Persönliche Assistent schützt vor Vereinsamung


Begleiter für behinderte und alte Menschen helfen bei der Bewältigung der Alltagsprobleme

Augsburg (ute)

Von diesem Beruf hat noch keiner gehört: "Persönlicher Assistent im Bereich der Alten- und Behindertenarbeit". Und doch wird ihm die Zukunft gehören, so Johanna Golling von der Augsburger Aus- und Weiterbildungs-Einrichtung EDV-Konkret. Ihre auf die Belange von Behinderten spezialisierte Tochterfirma online & service bildet von Ende September an Persönliche Assistenten aus. Die Maßnahme wird als Modell im Rahmen des EU-Projektes Agil aus europäischen und bayerischen Mitteln gefördert.

Auf die Idee ist das Team von online & service gekommen. "Wir haben in unserer Arbeit feststellen müssen, dass behinderte und alte Menschen, die nicht schwer pflegebedürftig sind, oft am Tag mit vier bis fünf verschiedenen Personen umgehen müssen, die Hilfeleistungen geben", so Silke Poelmeyer. Ein Blick in die Statistiken untermauert die Notwendigkeit: Die Zahl der Schwerbehinderten wächst, weil der Grad der Behinderung mit zunehmendem Alter zunimmt, es gibt immer mehr alte Menschen und die Leistungen der Pflegekasse werden immer stärker eingeschränkt. Behinderte und alte Menschen bekommen nur noch die pflegerische Grundversorgung, das heißt, Körperpflege, Ernährung und Mobilität werden nach einem der Pflegestufe entsprechenden genau umrissenen Zeitplan gewährleistet. Dabei bleibt die nötige Ansprache oft auf der Strecke.

Die Persönlichen Assistenten sollen nun dafür sorgen, dass auf fremde Hilfe angewiesene Menschen nicht vereinsamen, dass sie aus ihren vier Wänden rauskommen und dass sie bei Behördengängen Unterstützung finden. Haben Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz, dann können die Assistenten im Betrieb für Verständnis werben.

Im Gegensatz zu den Arbeitsassistenten, die von der Hauptfürsorgestelle bei der Regierung kommen und auch weiterhin sowohl in der Wiedereingliederung als auch bei der Vorbeugung von Arbeitslosigkeit eine wichtige Hilfe sind, sind die Persönlichen Assistenten noch spezieller im Umgang mit Behinderten geschult und können auf deren unterschiedliche Bedürfnisse reagieren. Laut Poelmeyer können sie bei den Sozialstationen, bei privaten Pflegediensten angestellt oder auch privat von den Betroffenen engagiert werden.

In drei Ausbildungsmodulen werden die Persönlichen Assistenten geschult: Kommunikation und Rhetorik, Recht, Pflegeversicherung, Betriebswirtschaft, Haushaltsmanagement, Behindertenarten und Spätfolgen stehen unter anderem auf dem Plan. Jede Einheit dauert knapp drei Monate und schließt mit einer Prüfung ab. Im vierten Modul ist ein Praktikum vorgesehen. Die Ausbildung ist vor allem gedacht für Frauen, die nach der Erziehungszeit oder einer Zeit der häuslichen Pflege wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen, aber auch für medizinisches Personal, das im eigentlichen Beruf nicht mehr arbeiten kann. Auch Menschen mit Behinderungen, die anderen helfen können, können die Ausbildung machen. Kosten entstehen keine.

Interessenten wenden sich bitte an

o&s online & service GmbH
Ulmer Str. 160
D-86156 Augsburg

Telefon: 0821 252797-0
Telefax: 0821 252797-1
Telefonhotline: 0821 5428321
E-Mail: redaktion@online-und-service.de

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Augsburger Allgemeine am 08.07.2003 - Augsburg aktiv

Einfach Barrieren abbauen
Behinderten-Organisationen und Firmen stellen sich vor


Ein riesiges Programm mit Vorführungen und Präsentationen von Gruppen, Verbänden und Firmen erwartet die Besucher bei "Augsburg aktiv" von Donnerstag, 10., bis Samstag, 12. Juli, auf dem Augsburger Rathausplatz. Der ist dann fest in den Händen der Selbsthilfegruppen und Behinderten.

Am Donnerstag und Freitag stehen die Veranstaltungen unter der Leitung des Augsburger Behindertenbeirates, der sich auch vorstellen wird. "Na und" ist das Motto des Aktionsprogrammes auf der Bühne, das von der Bayerischen Staatsregierung unterstützt wird. Bereits am Donnerstag ist eine Roadshow mit behinderten und und nicht behinderten Künstlern geplant.

Es gibt Gesprächsrunden mit prominenten Gästen zum Thema "Integration von Menschen mit Behinderung". Stündlich finden an beiden Tagen "Rollitouren" statt, bei denen Nichtbehinderte im Rollstuhl die täglichen Problemstellungen für Rollstuhlfahrer hautnah erleben können.

Motto "Mitmachen"

"Mitmachen" heißt es in der "Action Area". An beiden Tagen können beispielweise Freiwillige aus dem Publikum beim Rollstuhltraining Drehungen und Tricks üben. Beim Rollstuhlstreetball spielen Rollstuhlteams auf einen Basketballkorb, außerdem sind eine Rollstuhlstaffel und ein "Rollstuhl-Dreierwurf-Contest" geplant.

Mitmachen können die Besucher außerdem bei verschiedenen Quiz-Spielen, besispielweise beim Gebärdendolmetscher-, beim Blindenschrift- und beim Tastquiz. Am Freitagabend 17 Uhr hat sich Fred Rai mit seinem Pferd Spitzbub angesagt.

An beiden Tagen informiert der Behinmdertenbeirat der Stadt über die verschiedenen Fachbereiche, die von Baulichkeit und Wohnen über Kommunikation, Verkehr und Mobilität, Schule und Ausbildung bis hin zu sozialen Dienstleistungen und ilfe und Arbeit und berufliche Integration reichen.

"Unser Anliegen ist es mit dieser Veranstaltung die Barrieren abzubauen, denn wir Behinderten möchten keine Sonderstellung, sondern ein gutes Miteinander und Füreinander erreichen", erklärt Fachbereichssprecherin und Mitorganisatorin Carmen Sturm.


HANDICAP-NETWORK nahm mit einem Stand bei der Veranstaltung
"Augsburg aktiv" teil. Hier sehen Sie einige Fotos:

Bühnenprogramm "NA UND!"

Unser Stand auf dem Rathausplatz

© Fotos by handicap-network

Rollstuhl-Basketball-Wettbewerb

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Augsburger Allgemeine am 20.06.2003 - Signale 2003

Ein "Handicap" als Erfolgsrezept

Bei o&s online & service stehen Signale für Integration auf Grün

Vom Redaktionsmitglied Thomas Zapp

Behinderung ist "normal", die "Normalität" wird zur Ausnahme. Bei der Firma o&s online & service in Pfersee werden gesellschaftliche Klischees auf den Kopf gestellt. In den Büroräumen auf dem Dierig-Gelände weisen sechs von sieben MitarbeiternInnen das auf, was man gemeinhin eine "Behinderung" nennt.

Silke Poelmeyer, eine der drei Gründer von o&s, ist die einzige, die nicht unter diese Definition von "Behinderung" fällt. Sie selbst sieht das jedoch ganz anders. "Ohne meine Brille fühle ich mich auch behindert", sagt sie

Das vorurteilsfreie Miteinander ist die Besonderheit und die Stärke des 2001 gegründeten Unternehmens. Bei o&s entwickeln Menschen mit Behinderungen ein Internet-Portal für behinderte Menschen. Auf der Seite www.handicap-network.de findet man Informationen zu Sport, behindertenspezifischen Rechtsfragen, Reiseangeboten und einen Internet-Shop für Pflege, Wellness, Hilf- und Heilmittel.

Auf ihr Shop-Angebot sind Silke Poelmeyer und Johanna Golling, Mitgründerin von o&s, besonders stolz. "Wir können momentan 600 Produkte vermitteln, stehen aber in Verhandlungen mit mehreren Herstellern", erklärt Johanna Golling. Zu dem sollen bald mehr Produktvergleiche angeboten werden.

Beim Münchener Businessplan-Wettbewerb wurde die Augsburger Firma mit dem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Auf der selben Veranstaltung mussten sich die GründerInnen jedoch auch entmutigende Worte anhören. "Sie wollen was mit Internet machen? Das ist doch zum Scheitern verurteilt" lautete ein Urteil eines Experten. Diesem Bedenkenträger würde Johanna Golling heute gerne die Fakten präsentieren. "Wir sind schuldenfrei", sagt sie stolz.

Endlich kurze Wege

"Von einer Ideee muss man von Anfang voll überzeugt sein und das war ich", erklärt Golling. Die Mutter von zwei Kindern kennt die Probleme Behinderter aus eigener Erfahrung. Seit sie als Kind an Kinderlähmung erkrankte, ist ihr linkes Bein gelähmt. Bis heute zieht sie es beim Gehen nach. "Auf Kopfsteinpflaster verliere ich leicht das Gleichgewicht. Da gerate ich schnell in Panik", sagt sie.

Um behindertengerechte Hilfsmittel zu bekommen, musste sie oft lange Wege in Kauf nehmen. Und dann habe man nicht mal gewusst, ob das gesuchte Teil im Laden überhaupt vorhanden war. Das brachte Johanna Golling auf die Idee, im Internet Hilfe anzubieten: Handicap-Network war geboren.

Daniel Hütter, der die Newsseiten des Internet-Portals www.handicap-network.de einpflegt, ist vollständig blind. Der 22-Jährige kann nur helle und dunkle Töne unterscheiden. Daniel ertastet auf einer mit dem Computer gekoppelten Braillezeile den Bildschirminhalt. Kleine Metallstifte schießen aus Löchern hervor und übersetzen Daniel die Zeile, auf der der Cursor gerade steht, in Blindenschrift. Das technische Zubehör hat das Arbeitsamt Augsburg bezahlt.

Daniel mit Braille-Tastatur

Dass bei dem Behinderten-Dienstleiter überwiegend Menschen mit einem Handicap arbeiten, sei jedoch nicht geplant gewesen. "Wir waren bei der Einstellung der Leute nicht blauäugig. Wir stellen nach Leistung ein. Gegen unseren Daniel hatte ich durchaus meine Vorbehalte.Er musste uns während eines Praktikums überzeugen", betont Johann Golling.

Besonders motiviert

Die Sorge vieler Arbeitgeber, das Behinderte häufiger krank sind, können Silke Poelmeyer und Johanna Golling entkräften. "Wer mit einer Behinderung leben muss, lässt sich von einem Schnupfen nicht von der Arbeit abhalten. Der ist nämlich ganz andere Schmerzen gewohnt", sagt Golling. Ihre Mitstreiterin Poelmeyer ergänzt: "Unsere Mitarbeiter hängen sich voll rein. Sie sind hochmotiviert, weil sie einen Arbeitsplatz haben. Lohnkostenzuschüsse für den Arbeitgeber seien sicherlich hilfreich, aber nicht ausschlaggebend für die Einstellung gewesen.

Bei o&s hat sich eine besondere Arbeitsatmosphäre entwickelt. "Der Umgang ist sehr persönlich". Einem unseren Referenten für Computerkurse müssen wir die Brote schneiden oder den Mantel anziehen.

Doch dass der tägliche Umgang vor lauter Rücksicht und"political correctness" zu steif wird, kann Silke Poelmeyer ebenfalls nicht bestätigen. Die besten Witze kämen nämlich von den Behinderten selbst. Am meisten musste sie über einen Cartoon lachen, der bei einem Kollegen im Büro hängt: Unter der Zeichnung eines Blinden, der eine Wand abtatstet, steht "Satanische Verse auf Raufasertapete entdeckt".

"Viele Firmen lassen das Arbeitspotenzial der Behinderten brach liegen. Schön blöd!, sagt Silke Poelmeyer. "Wir möchten ein Zeichen gegen Arroganz und Borniertheit setzen", ergänzt Johanna Golling. Und nachdenklich fügt sie hinzu:
" Wir müssen uns bewusst sein, dass ein Unfall in einem Moment jeden zu einem Behinderten machen".


o&s-Team
© Fotos (2) by Thomas Zapp

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Augsburger Allgemeine am 13.05.03
/ Aus Schwaben und Oberbayern

Service von Behinderten für Behinderte
Internet-Portal informiert über Wissenswertes und bietet Menschen mit Handicap Einkaufsmöglichkeiten


Von unserem Redaktionsmitglied Uschi Ernst-Flaskamp

Augsburg

Projektleiter Jürgen Winter ist schwerhörig, sein Textbearbeiter Daniel Hütter ist blind, eine Verwaltungskraft ist Spastikerin. Zusammen mit anderen behinderten und nicht behinderten Mitarbeitern bilden sie das sechsköpfige Team der Firma Online & Service, das das Internet-Portal www.handicap-network.de gestaltet. Seit kurzem sind sie im Netz und sind stolz darauf, dass täglich 800 Besucher bei ihnen reinschauen.

Die Idee, ein Internet-Portal für Behinderte zu gestalten, wurde vor fünf Jahren geboren, erzählt Silke Poelmeyer. Sie leitet zusammen mit Johanna Golling seit 1989 die Augsburger Schulungs- und Weiterbildungsfirma EDV Konkret. Angefangen haben die Unternehmerinnen mit Angeboten für Frauen, die nach einer Familienpause wieder Anschluss an das moderne Berufsleben suchten. Mit zwei Schulungsräumen und einer Kinderbetreuung für eine Hand voll Buben und Mädchen ging los, was sich heute mächtig ausgewachsen hat. EDV Konkret hat auf dem Gelände einer Augsburger Textilfirma mehrere Gebäudekomplexe belegt und arbeitet mit zwölf fest angestellten Mitarbeitern und 15 freien Dozenten. Dazu gehört das Kinderhaus Konkret mit 150 Plätzen, das als Kindergarten und Krippe von einem angegliederten Verein betrieben wird. Hier sind 18 Erzieherinnen beschäftigt. Die ehemalige Werkskantine wird als Casino und als öffentliche Gaststätte mit drei Mitarbeitern geführt.



In allen Firmenbereichen arbeiten Behinderte, sagt Johanna Golling. Und das habe sich bewährt. Golling (54) ist Mutter zweier Töchter und hat selbst ein Handicap: Sie hatte Kinderlähmung. „Für uns ist das nichts Besonderes, jeder Mitarbeiter bringt 100-prozentige Leistung.“ Das Betriebsklima sei aber mit Sicherheit freundlicher, die Leute seien hilfsbereiter und das „Wir“-Gefühl sei deutlich ausgeprägter als in anderen Firmen, weiß Silke Poelmeyer. Vor drei Jahren wurde EDV Konkret als besonders behindertenfreundlicher Arbeitgeber vom Behindertenbeirat der Stadt Augsburg ausgezeichnet.

Die Neugründung von Online & Service mit „handicap-network“ ist daher eine konsequente Weiterentwicklung der Integrationsarbeit bei EDV Konkret. Laut Johanna Golling gibt es kein vergleichbares Angebot für Menschen mit Behinderungen. Im Internet-Portal www.handicap-network.de können sich Interessierte umfassend über Krankheiten und Behinderungen informieren.

Von Autismus bis Tourette sind die Stichworte alphabetisch geordnet, mit viel Wissenswertem angereichert und werden ständig aktualisiert. Handicap-network arbeitet dafür mit Universitäten, Selbsthilfeorganisationen und Ärzten zusammen. In einer Jobbörse werden Stellen ausgeschrieben, in der Abteilung Recht finden Interessierte Gesetzestexte und aktuelle Urteile. Das Angebot ist für die Nutzer kostenlos, betont Silke Poelmeyer.

Derzeit füllt sich Schritt für Schritt auch der Shop. Johanna Golling will hier Behinderten ein Angebot machen, das ihren Bedürfnissen entspricht. Von Kleidung über Schuhe, medizinische Hilfsmittel bis zu Nahrungsergänzungsmittel gibt es alles unter einem Dach. Golling weiß selbst, wie anstrengend Einkaufen für Menschen mit Handicap sein kann. Sie legt wert darauf, dass alle Angebote überprüft werden. Sie will, dass der Shop einmal zu einem „Otto-Katalog für Behinderte“ wird. Einmalig sei, dass die Interessenten nicht zu den Herstellern weitergeleitet werden.

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www.kobinet-nachrichten.de / 14.05.2003 - 14:52

www.handicap-network.de

Augsburg (kobinet) Seit kurzem im Netz ist das Internet-Portal www.handicap-network.de, das von einem sechsköpfigen Team der Firma Online & Service gestaltet wird. Die Idee zu diesem Projekt hatte bereits vor fünf Jahren Silke Poelmeyer und Johanna Golling, die seit 1989 die Augsburger Schulungs- und Weiterbildungsfirma EDV Konkret leiten.

«Angefangen haben die Unternehmerinnen mit Angeboten für Frauen, die nach einer Familienpause wieder Anschluss an das moderne Berufsleben suchten», berichtet die «Augsburger Allgemeine» in ihrer aktuellen Ausgabe. Die Neugründung von Online & Service mit handicap-network ist eine Weiterentwicklung der Integrationsarbeit bei EDV Konkret.

Das neue Internet-Portal bietet umfassende Informationen über Krankheiten und Behinderungen. Von Autismus bis Tourette sind die Stichworte alphabetisch geordnet, mit viel Wissenswertem angereichert und werden ständig aktualisiert, wird berichtet. Handicap-network arbeite dafür mit Universitäten, Selbsthilfeorganisationen und Ärzten zusammen. Im weiteren Abgebot findet sich eine Jobbörse, Gesetzestexte und aktuelle Urteile sowie aktuelle News für behinderte Menschen. In einem Einkaufs-Shop werden von Kleidung über Schuhe, medizinische Hilfsmittel bis zu Nahrungsergänzungsmittel für Menschen mit Handicap angeboten. Nach Angaben der Portalbetreiber werden alle Angebote überprüft. Der Shop soll einmal ein «Otto-Katalog für Behinderte» werden. «Mal draufklicken», empfiehlt die kobinet-Redaktion. hjr

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Klaus Kreuzeder besuchte am 26.03.2003 die handicap-network Redaktion
Foto: © by online und service

Der Saxophonist von Weltklasse, Klaus Kreuzeder, besuchte kürzlich die Redaktion des Internet-Portales www.handicap-network.de.

Klaus Kreuzeder erkrankte mit 1 ½ Jahren an Polio und ist seit dieser Zeit auf den Rollstuhl angewiesen. Seine Karriere als Saxophonist startete er mit 16 Jahren. Von 1973 bis 1982 spielte er als Profi bei der Jazz-Rock-Band AERA viele hundert Auftritte und machte allein sechs LPs mit dieser Gruppe. 1984 spielte er mit Stevie Wonder die ersten vier gemeinsamen Konzerte. Zur gleichen Zeit entsteht mit dem Gitarristen Willi Herzinger in München das Instrumental – Duo „Sax as sax can, welches durch ausserordentliche Straßenmusik Furore macht und dann zehn Jahre mit Henry Sincigno an der Gitarre durch die Welt tourt. Seither stand und steht er mit Größen wie Sting, Al Jarreau, Udo Lindenberg oder Xavier Naidoo auf der Bühne.
Mit Franz Benton bildet er das Duo „BIG little GIG“ , mit dem grandiosen Pianisten David Gazarov das neue Instrumental-Duo „SAX & KEYS“ (Sax & Tasten).

Er eröffnete in Helsinki im Januar 2003 mit dem finnischen Staatspräsidenten das "Europäische Jahr der Menschen mit Behinderung 2003".

Neben der Musik ist er als Vorstandsmitglied in der Petra-Kelly- Stiftung, der Jazz-Musiker-Initiative München (J.I.M.) und in der Behinderten- Bewegung politisch aktiv.

Durch sein vielfältiges Engagement wurde Klaus Kreuzeder in die Redaktion von handicap-network zum Gedankenaustausch eingeladen. Dort konnte er sich vor Ort eine Überblick der Arbeit von Menschen mit Körperbehinderung für Portal-User mit Behinderung oder Erkrankung, die ein Handicap haben, aber trotzdem informierte Gesprächspartner für Mediziner sein wollen, machen.

Klaus Kreuzeder war von der Professionalität der Website und vor allem vom kostenlosen Service, den die Redaktion ihren Usern zur Verfügung stellt, begeistert.

Den Vorschlag zur Zusammenarbeit im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nahm er gerne an.
handicap-network darf sich auf diese Kooperation freuen !

Weitere Informationen, Tourdaten, CDs usw. unter : www.klauskreuzeder.de

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Lokale Agenda 21 / Februar 2003

Behindertenfreundliches Unternehmen: die Erfahrungen bei EDV Konkret


Silke Poelmeyer von EDV Konkret/o&s Online & Service GmbH hat mit ihren behinderten Mitarbeitern durchgehend positive Erfahrungen gemacht: Ihr bereits vom Behindertenbeirat ausgezeichnetes behindertenfreundliches Unternehmen profitiere vom hohen Fachwissen, habe motivierte Mitarbeiter, positive zwischenmenschliche Kontakte und weniger Ausfallzeiten wegen Krankheit. Außerdem war durch die finanzielle Förderung von technischer Ausstattung die Festeinstellung von zusätzlichen Mitarbeitern möglich.
Einer der ersten behinderten Mitarbeiter war der Fachinformatiker und spastisch behinderte Jens Günther, der seit 8 Jahren bei EDV Konkret beschäftigt ist.
Der Umzug von EDV Konkret in behindertengerechte Räume und die Förderung durch das Integrationsamt hatte seine Einstellung ermöglicht. Als Behinderter müsse man auf die Menschen zugehen und sie von seinen Leistungen überzeugen; seinen Arbeitsplatz hat er durch eine Initiativbewerbung bekommen.
Der blinde Kaufmann für Bürokommunikation Daniel Hütter absolviert nach einer schulischen Ausbildung zurzeit eine Trainingsmaßnahme bei EDV Konkret und arbeitet mit besonderer Software. Der tägliche Weg zur Arbeit wurde mit einem mehrwöchigen Mobilitätstraining einstudiert.
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Augsburger Allgemeine am 11.12.02 / Seite 3

„Die Leute sind alle nur hier, weil sie echt gut sind"

Am Computer-Arbeitsplatz spielen körperliche Gebrechen keine Rolle - Augsburger Internet-Seite von Behinderten für Behinderte

Von unserem Redaktionsmitglied Bernhard Junginger

  Die meisten Menschen fänden den Bilderwitz, der an der Pinnwand im Büro der Augsburger Firma O & S Online & Service GmbH hängt, geschmacklos. Ein Ertrinkender im Schwimmbad ist abgebildet, der verzweifelt ruft: „Ich kann nicht schwimmen." Der Rollstuhlfahrer am Beckenrand antwortet: „Ich kann nicht laufen, trotzdem schrei' ich nicht rum wie blöd." Doch die vier Computer-Spezialisten, die in dem lang gezogenen Raum bei gedämpftem Licht konzentriert an ihren Rechnern sitzen, können herzlich über den Cartoon lachen. Sie alle sind selbst schwerbehindert. Der Blinde, die Spastikerin, der Hörgeschädigte und der schwer Herzkranke erstellen hier die Internetseite „ http://www.handicap-network.de". Das Portal bietet vielfältige Informationen rund um das Thema Behinderung.

  Webdesigner Jürgen Winter füttert seinen Computer gerade mit den neuesten Erkenntnissen zu Alzheimer, einer Hirnkrankheit, die vor allem ältere Menschen betrifft. „Die Stamm-Leserschaft unserer Seite steigt stetig", freut sich Winter. Früher, als der heute 35-Jährige noch „DJ Phoenix" war und in Discos für den richtigen Sound sorgte, war die Musik das Wichtigste in seinem Leben. Doch vor zehn Jahren ist ihm eine schwere Lautsprecher-Box auf den Kopf gefallen. Seither hört er nur noch ein Rauschen. Während seiner Umschulung zum Mediengestalter ist er zum Computer-Fan geworden: „Das Internet ist ein tolles Medium für Schwerhörige. Es hat mir die Musik ersetzt." Nur das dezente Hörgerät hinterm Ohr erinnert heute an seine Behinderung. Durch ein digitales Flächenmikrofon bekommt er alles mit, was im Raum gesprochen wird.

  Am gegenüberliegenden Ende des Raumes scheint Daniel Hütter ganz in den Text auf seinem Bildschirm versunken. Dabei ist der 22Jährige seit Geburt blind. Im rumänischen Siebenbürgen aufgewachsen, konnte er bis zu seinem elften Lebensjahr weder lesen noch schreiben, weil es weit und breit keine Schule für Blinde gab. 1990 kam er mit seiner Familie nach Deutschland, wo er im Rekordtempo Grund- und Hauptschule nachholte und seine mittlere Reife machte. Im Juli 2002 schloss er seine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation ab. „Auf meine Bewerbungen bekam ich meistens gleich Absagen. Bei O & S konnte ich als Praktikant anfangen", berichtet er. Silke Poelmeyer, die nichtbehinderte Geschäftsführerin, gibt zu:„,Ich konnte mir anfangs überhaupt nicht vorstellen, was ein Blinder bei uns tun könnte." Daniel Hütter überzeugte sie. Mit Hilfe eines Computerprogramms, das Text hörbar macht, übernimmt der Blinde die Textbearbeitung bei der Firma. Und die Firma übernimmt den Blinden von Januar an in ein festes Arbeitsverhältnis.


Die Behinderten erstellen in Augsburg ein Internetportal rund um das Thema Behinderung. Unser Bild zeigt von links Jens Günther, Jürgen Winter, Daniel Hütter und Roswitha Heitz. Bild: Christina Bleier

  Das vor rund einem Jahr gegründete Unternehmen verdient mit der Online-Einkaufsmöglichkeit, die einmal zum Otto-Katalog für Behinderte werden soll, mit Internet-Werbebannern, mit Auftragsarbeiten für andere Firmen und als Partner von Projekten der Europäischen Union. Dass außer der Chefin nur Schwerbehinderte bei O & S arbeiten, „dahinter steckt in keiner Form ein sozialer Gedanke„, stellt Geschäftsführerin Poelmeyer klar: „Die Leute sind alle nur hier, weil sie echt gut sind." Auch Roswitha Heitz, die sich bescheiden als „Mädchen für alles" bezeichnet, hat mit Leistung überzeugt. Die Bewegungen der blonden Verwaltungsangestellten wirken abgehackt, wenn sie spricht, holpern die Worte manchmal. Sie ist Spastikerin. Die 35-Jährige ist verheiratet und hat eine siebenjährige Tochter. Als die in die Schule kam, fand die gelernte Programmiererin Roswitha Heitz bei O & S einen Job. „Ich habe immer Glück gehabt", strahlt sie.

  „Mit Behinderten konnte ich früher selbst nichts anfangen", erzählt Ex-Fahrlehrer Walter Gehring. „Ein Herzinfarkt, ein Bandscheibenschaden - heute bin ich selbst schwerbehindert", sagt er. „Eine Computer-Schulung und der Arbeitsplatz haben mich aus meinen Depressionen geholt." Gerade stellt er Bilder von einem speziellen Treppengeländer in das elektronische Einkaufszentrum.

  „Durch die Behinderungen unserer Mitarbeiter entstehen der Firma keinerlei zusätzliche Kosten", betont Silke Poelmeyer. Das Flächenmikrofon für Jürgen Winter, die Blinden-Software für Daniel Hütter oder die spezielle Tastatur für Roswitha Heitz: alles wird vom Integrationsamt oder dem Arbeitsamt finanziert- mit Geld, das Unternehmen zahlen müssen, die nicht den geforderten Prozentsatz an Behinderten beschäftigen.

  Poelmeyer ist an der Computer-Schulungsfirma EDV-Konkret beteiligt, die sich gleich nebenan befindet. Dort hat sie schon viele Jahre lang mit Behinderten zusammengearbeitet. Ihre Erfahrung: „Anders als viele Arbeitgeber glauben, sind diese Leute seltener krank. Die kennen Schmerzen, wegen Kopfweh bleiben die nicht daheim."

  Dafür, dass ein körperliches Gebrechen gerade bei der Arbeit am Computer keinen Unterschied mache, sei Jens Günther das beste Beispiel. Der an Armen und Beinen gelähmte 30-Jährige ist bei EDV-Konkret einer der beliebtesten Kursleiter und sorgt dafür, dass insgesamt 130 Computer reibungslos funktionieren. Auch wenn es bei O & S Probleme mit der Technik gibt, kommt er mit seinem Elektro-Rollstuhl angerollt und kümmert sich darum. „Behinderten wird oft nicht zugetraut, in einem ganz normalen Beruf zu arbeiten", sagt er: „Die meisten Leute denken nur an einfache Arbeiten in einer Behindertenwerkstätte." Im Beruf durch Kompetenz überzeugen, nicht über das Schicksal klagen, sondern es selbst meistern - das ist sein Motto, das auch die vier Computer-Spezialisten sofort unterschreiben würden. Die nötigen Hilfen, wie der Rollstuhl oder das Hörgerät, gehören ganz selbstverständlich dazu - ebenso wie eine gewaltige Portion Humor: „Den Witz mit dem Ertrinkenden und dem Rollstuhlfahrer, den find' ich wirklich klasse", schmunzelt der gelähmte Netzwerkadministrator Jens Günther.

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Augsburger Allgemeine am 20.11.02

Wo Behinderte einkaufen können
Auch viele Infos und Tipps

(ull). Das Internetportal www.handicap-network.de ist zwar noch im Aufbau begriffen, aber bereits jetzt stellt es eine enorme Hilfe für Behinderte Menschen dar. Die Seite eines Augsburger Dienstleistungsunter-nehmers enthält ein reichhaltiges Angebot an Neuigkeiten und Informationen zum Thema Behin-derung. So gibt es eine Jobbörse und "technische Besonderheiten". Im Mittelpunkt des Angebots steht ein virtuelles Kaufhaus für Behinderte, das ein bequemes Einkaufen von zu Hause aus ermöglicht. Das Angebot soll durch die Anregung der User stetig erweitert werden.
Ein Plus der Seite: je ein Lexikon zu allen bekannten Behinderungen und medizinischen Fachbegriffen mit mehreren tausend Stichpunkten.

www.handicap-network.de

Übersichtlichkeit:......@@@@@
Idee:......................@@@@@
Spaßfaktor:...................@@@
Informationsgehalt:....@@@@@
Aktualität:..................@@@@

Gesamturteil:............@@@@
   

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Augsburger Allgemeine am 15.09.01

Ein Netzwerk für Behinderte


  Neues Unternehmen bereitet Internet-Portal vor - Von Uni wissenschaftlich begleitet

  Den Behinderten helfen, über ihre Behinderung zu erhalten, ihnen Einkaufs- und Forschungsmöglichkeiten zu bieten sowie zahlreiche Adressen zu vermitteln - dies hat sich eine neues Projekt vorgenommen: Die Augsburger online & service GmbH (i.G.) will ein umfassendes Internet-Portal (handicap-network) erstellen.

  "Ende des Jahres soll das Portal im Internet abrufbar sein", erklärt die Geschäftsführerin Silke Poelmeyer, die gleichzeitig auch Chefin der EDV Konkret GmbH ist, die die Vorarbeiten für das Projekt geleistet hat. Das Portal will allen regionalen Organisationen die Möglichkeit bieten, in diesem Netzwerk präsent zu sein. Viel tausend Adressen wurden und werden noch gesammelt. Als einmalig bezeichnet Poelmeyer das Vorhaben, eine Shopping-Mall anzubieten. Über das Internet können sich Behinderte über spezielle Produkte, aber auch über die Bereiche Kliniken, Kurhotels, Ärzte, Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen informieren.

  In News Groups sollen sich Behinderte austauschen können. Nach Angaben von Poelmeyer wird das Projekt von der Uni Augsburg wissenschaftlich begleitet. Eine Zusammenarbeit besteht mit dem Integrationsfachdienst im Berufsausbildungswerk sowie dem Behindertenbeirat der Stadt Augsburg. Es ist geplant , dass die Mitarbeiter später in die Geschäftsleitung einsteigen und sich an der GmbH beteiligen können.
Laut Poelmeyer werden die Hälfte der Mitarbeiter an dem Projekt selbst behindert sein. In Deutschland gibt es mehr als sechs Millionen Menschen mit einem Behinderungsgrad von 50 Prozent. Und fast jeder Dritte, so Poelmeyer sei aktuellen Studie zufolge, online.
Die Gründerfirma EDV Konkret engagiert sich seit 13 Jahren in der Erwachsenen- Weiterbildung. In Zusammenarbeit mir dem Arbeitsamt lag der Schwerpunkt bei den Frauen und Behinderten. Die Mitarbeiterzahl der Augsburger Firma liegt derzeit bei 16

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Stadtzeitung Augsburg am 25.10.01:

Internet-Portal für Behinderte

Augsburg. Unter www.handicap-network.de wurde ein Internet-Portal für behinderte Menschen eingerichtet. Nähere Infos zu diesem Service auch bei Silke Poelmeyer, 0821-22793-11. oder schriftlich bei o & s online und service, Kirchbergstraße 23, 86157 Augsburg.

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Chip Online am 25.01.02

Internet-Portal speziell für behinderte Menschen mit Handicap


Augsburg (ddp/smk) - Das im Aufbau befindliche Internet-Portal Handicap-Network.de wendet sich speziell an Behinderte. Die Webseite bietet neben Informationen für Menschen mit Down-Syndrom, Hörschwäche, Epilepsie, Parkinson-Syndrom oder Querschnittslähmung Service-Angebote und künftig einen E-Commerce-Bereich.

  Geplant sind unter anderem eine Jobbörse und ein Shopping-Bereich, der Bücher, Möbel, Mode, Schuhe und andere Produkte für Behinderte anbietet.

  "Es gibt unzählige Angebote für Behinderte im Internet, aber man findet sie nicht", sagte Geschäftsführerin Silke Poelmeyer von der Augsburger Betreiber-Firma Online & Service. Das liege nicht zuletzt am "Scheuklappen-Denken" der Behindertenverbände, die jeweils nur für ihre eng definierte Zielgruppe da seien.

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Stadtzeitung Augsburg am 30.11.01

Neuer Online-Dienst
Behinderter hilft den Behinderten

  "Für Behinderte gibt es noch keine Adresse, im Internet, die umfassende Informationen und Leistungen anbietet. Wir haben auch vor, einen Verkaufsbereich für Produkte für Behinderte anzubieten - das gibt es bisher nirgends."

So beschreibt Silke Poelmeyer, Geschäftsführerin der Online & Service GmbH, die Arbeit ihres Mitarbeiters Jürgen Winter.

Sie sieht ihren Betrieb als zukünftige Integrationsfirma, die überwiegend Behinderte einstellt und Online-Angebote für Behinderte und andere Menschen macht.

Leistung zählt

  Dass Poelmeyer einen Behinderten angestellt hat, war für sie überhaupt kein Problem: "Wichtig ist für uns die Leistung, nicht irgendeine Behinderung." Die Firmen-Chefin sieht es eher als Einengung an, dass der Gesetzgeber die Zuschüsse für eine Integrationsfirma daran koppelt, dass die Hälfte der Belegschaft Nicht-Behinderte sein müssen. "Wir müssen dann schon darauf achten, dass wir nicht zu viel Behinderte einstellen."

  Der ifd Schwaben ist ein Kooperationsprojekt der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg und der Diakonischen Werke im Auftrag des Arbeitsamtes und der Regierung von Schwaben. Dabei werden Menschen mit meist schweren Behinderungen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz sowie bei Problemen am Arbeitsplatz unterstützt. Andererseits steht man aber auch für Firmen als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

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Charmanter Besuch in der handicap-network Redaktion




Am Mittwoch, den 17.04.02 besuchte die Staatsministerin a. D. Frau Stamm MdlB die handicap-network Redaktion.

  Im Mittelpunkt stand die Präsentation des handicap-network Portals. In diesem Zusammenhang bedauerte Frau Stamm die globale Entwicklung und den Wettbewerbsdruck, der dazu führt, dass die Loyalität gegenüber Behinderten ständig abnimmt, sodass die allgemeine Entwicklung in dieser Richtung eher negativ zu beurteilen ist.

  Außerdem zeigte Frau Stamm großes Interesse an unserer Job-Börse, hält
dies für eine gute Möglichkeit, über die Bewerber-Tipps an einen Arbeitsplatz zu kommen, zumal die Seite nicht nur für Arbeitssuchende, sondern auch für Arbeitgeber sehr interessant ist, die ihre Angebote auf dieser Seite präsentieren können.

Frau Stamm ist Vorsitzende der Lebenshilfe Bayern mit insgesamt 30 000 Mitgliedern.


Auf diesem Foto sehen Sie die Frau Golling im Gespräch mit Frau Stamm. Im Hintergrund telefoniert Frau Poelmeyer, die Geschäftsführerin der und online-und-service GmbH.


Frau Stamm im Gespräch mit Herrn Schaad (Dierig).


Hier begrüßen die Mitarbeiter den hohen Besuch.

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