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 Die Inhaltsübersicht

-
Krampfadern? - "Alles wird gut", Moderne Kompressionstherapie wird zum Trendsetter
- Krampfadern - ein Generationenschicksal?! Die "Ader"
fällt nicht weit vom Stamm

- Revolutionärer Vacustyler mit Inhalationsgerät: Für einen optimierten Stoffwechsel sowie gesündere und schönere Beine!
- Schön und fit: Auch im Winter zeigt "frau" gerne Bein
- Venenleiden: Bei schweren Beinen immer den Arzt fragen
- Gesunde Venen - Das können Sie alles dafür tun!

 


Krampfadern? - "Alles wird gut", Moderne Kompressionstherapie wird zum Trendsetter


Quelle: medi Bayreuth

Bayreuth (ots) - 14.06.2005 - Es ist nicht schick, Krampfadern zu haben, aber schick ist die Therapie bei Venenleiden: medizinische Kompressionsstrümpfe in trendigen Farben von mediven®.

Venenleiden - Eine Zivilisations- und Volkskrankheit

Die Fakten: Laut der Bonner Venenstudie haben 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland Veränderungen an den Beinvenen. 23 Prozent der 18- bis 79-Jährigen, also fast ein Viertel, haben sogar richtige Krampfadern.

Das Fatale: Venenleiden bereiten am Anfang kaum Beschwerden, deshalb gehen Betroffene oft nicht oder zu spät zum Arzt. Schwere, geschwollene Füße und Beine am Abend werden als Banalität abgetan und können doch Anzeichen für eine eventuell vorliegende Venenschwäche sein.

Die Chance: Ein Arztbesuch schafft Gewissheit, ob die Venen gesund sind. Als erster Test dient ein Computer-Venencheck (im Sanitätshaus vor Ort).

Gesunde Venen haben intakte Venenklappen und pumpen das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen. Bei ausgeleierten Venen schließen die Venenklappen nicht mehr, das Blut versackt förmlich in den Beinen. Unbehandelt können daraus Krampfadern entstehen, die Wohlbefinden und Gesundheit erheblich beeinträchtigen.

Kompression: Eine Therapie ohne Nebenwirkungen

Es gibt ein überraschend einfaches Mittel bei Venenleiden und zur Vorbeugung, das Beine schön und gesund erhält und an jedem Bein ein optischer Gewinn ist: medizinische Kompressionsstrümpfe von mediven® für alle, die ihre Beingesundheit nicht dem Zufall überlassen wollen und Wert auf ein modisches, gepflegtes Outfit legen. Sie werden bei Notwendigkeit vom Arzt verordnet und im Sanitätsfachhandel individuell angepasst.

Medizinische Kompressionsstrümpfe sind in vielen individuellen Ausführungen (Knie-, Schenkelstrümpfe, Strumpfhosen) und Farben erhältlich. Menschen, die von ihren schmerzenden und geschwollenen Beinen geplagt sind, erfahren einen spürbaren Gewinn an Lebensqualität.

Auf leichten Beinen durch den ganzen Tag: Die Venen werden beim Tragen des Kompressionsstrumpfes zusammen gedrückt, der Blutfluss bekommt wieder den erforderlichen Schwung.

Adé dicker brauner Gummistrumpf

Forschung, Technologie und Industrie haben dafür gesorgt, dass moderne Kompressionsstrümpfe bei voller medizinischer Wirksamkeit nicht länger von Nylons zu unterscheiden sind. medi Bayreuth, seit 55 Jahren ein führender Hersteller von medizinischen Kompressionsstrümpfen, bereichert jetzt die Kompressionstherapie wieder durch neue Trendfarben, die der Hingucker der Saison sind.

Sommer 2005: Den Kompressionsstrumpf wagen ...

Die Sommermode präsentiert sich dieses Jahr extravagant von bunt bis frech: Citrin, Koralle, Malchit, Rhodonit und Iolith heißen die fünf neuen der elf Trendfarben, in denen die Kompressionsstrümpfe von mediven® neben den bewährten Basisfarben zu haben sind.

Die Kompressionsstrümpfe von mediven® sind mit dem Wohlfühlfaktor Clima-Comfort® ausgestattet. Diese besondere Technologie von medi Bayreuth sorgt für einen zuverlässigen Klimaausgleich im ganzen Strumpf. Die atmungsaktiven Hightech-Fasern nehmen die Feuchtigkeit der Hautoberfläche auf und transportieren sie schnell nach außen.

Jetzt brauchen Venenpatientinnen ihre Beine nicht länger unter langen Hosen verstecken, sondern machen sie zum Hingucker in medizinischen Kompressionsstrümpfen von mediven®, die ein tolles Bein formen. Ob zum leichten Sommerkleid, dem neuen Kostüm oder Capri-Hosen - die Trendfarben von mediven® lassen sich zu allen Outfits perfekt kombinieren.

Quelle: medi Bayreuth


Krampfadern - ein Generationenschicksal?! Die "Ader" fällt nicht weit vom Stamm


Quelle: medi Bayreuth

Bayreuth (ots) - 12.05.2005 - "Dem Schicksal seinen Lauf lassen", so denken viele Frauen, die den ersten Besenreiser an ihrem Bein entdecken, "vielleicht habe ich ja Glück und es bleibt dabei." Die Mutter hat Krampfadern und trägt nur noch lange Hosen, die Oma leidet bereits seit Jahren am so genannten offenen Bein. Aber Frauen müssen sich nicht damit abfinden, dass ihnen dieser Leidensweg vorgezeichnet ist.

Unbehandelt schreiten Venenleiden immer weiter fort, doch es gibt ein Mittel, das ohne jede Nebenwirkung die Erkrankung eindämmt und zusätzlich ein tolles Bein formt: medizinsche Kompressionsstrümpfe (z.B. mediven® elegance). Kompressionsstrümpfe haben heute nichts mehr mit der alten Vorstellung von fleischfarbenen Gummistrümpfen zu tun. Bestehend aus atmungsaktiven High-Tech-Fasern gibt es sie jetzt in vielen attraktiven Farben, die modisch voll im Trend sind.

Kompressionsstrümpfe üben einen mechanischen Druck von außen auf die Venen aus. Dadurch werden ausgeleierte Venen zusammen gedrückt, das Blut kann entgegen der Schwerkraft aus den Beinen wieder zurück zum Herzen fließen - der Blutfluss bekommt wieder den erforderlichen Schwung.

Der Arzt entscheidet über die erforderliche Therapie und verordnet das Tragen von Kompressionsstrümpfen bei Notwendigkeit. Im Sanitätshaus werden die Strümpfe individuell angepasst.

Also, keine Unvernunft walten lassen: schmerzende, geschwollene Beine oder gar Krampfadern nicht lange ignorieren. Je früher "Frau" sich um gesunde und schöne Beine kümmert, desto besser! Weitere Informationen zum Thema Venenleiden gibt es im neuen Gesundheitsportal unter www.medi.de.

Quelle: medi Bayreuth


Revolutionärer Vacustyler mit Inhalationsgerät: Für einen optimierten Stoffwechsel sowie gesündere und schönere Beine!

24.11.2004 - Auf der Medica 2004 präsentiert Weyergans High Care eine absolute Innovation in der Therapie von Cellulite und Venenleiden: Den revolutionären Vacustyler - eine mit Weltraumtechnik ausgestattete Röhre -, kombiniert mit einem Aeroionen-Inhalationsgerät und  einer Magnetfeldtherapie-Einheit.


Quelle: Weyergans High Care AG
Der neue Vacustyler ist eine Innovation und ein Meilenstein in der Behandlung von Cellulite und Venenleiden. Die Kombination des patentierten Vacustylers mit einem Aeroionen-Inhalationsgerät sowie einer Magnetfeldtherapie-Einheit sorgt für eine effektive Therapie.

 "Der neue Vacustyler ist ein Meilenstein in der Behandlung von
Cellulite und ihren Folgeerkrankungen wie Krampfadern, Lymphödeme
oder anderen Venenleiden." Rudolf Weyergans, Geschäftsführer von
Weyergans High Care, weiß, wovon er spricht, denn: Der revolutionäre
Vacustyler nutzt ein bewährtes und bislang einzigartiges Verfahren
aus der bemannten Raumfahrt, bei dem mittels Unterdruck die
Durchblutung in den Beinen angekurbelt wird. Durch die Kombination
mit einem Aeroionen-Inhalations-Gerät und einer
Magnetfeldtherapie-Einheit wird der Behandlungserfolg weiter
gesteigert. "Da sich Gefäßleiden mittlerweile zu einer Volkskrankheit
entwickelt haben, sind innovative Therapieformen wie die
intermittierende Unterdruckwellen-Behandlung dringend gefordert,"
meint  Dr. Schink, Facharzt für Innere Medizin und Oberarzt der
Klinik Fallingbostel.

Einzigartige Anwendung

Bei der etwa dreißigminütigen Behandlung liegt der Patient von der
Taille bis zu den Füßen im Vacustyler - einer futuristisch
aussehenden Röhre. Während der hier herrschende Unterdruck (Vakuum)
die Blutgefäße in bis in die kleinsten Kapillare weitet und mit
Plasma füllt, transportiert im Wechsel einsetzender Normaldruck
Schlackestoffe und verbrauchtes Blut in Richtung Rumpf. Das heißt:
Das Gewebe wird einerseits mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen
versorgt, andererseits gereinigt. Über das Inhalationsgerät Iono Med
atmet der Patient derweil Negativ-Ionen ein, die den gesamten
Stoffwechsel anregen. Auch die kombinierte Magnetfeldtherapie erhöht
den Behandlungserfolg, da sie die Gefäße zusätzlich weitet und so die
Durchblutung noch mehr fördert (Abrechnung über Selbstzahlersatzung).

 Überzeugende Behandlungsergebnisse

Das Ergebnis sind gesündere und schönere Beine sowie ein
gesteigertes Wohlbefinden! So sorgt die hochwirksame Therapieform
nachweislich für sicht- und fühlbar straffere Haut, reduziert
Cellulite und Besenreiser, regeneriert Gelenke und Muskulatur,
lindert phlebologische Erkrankungen wie Krampfadern, Lymphödeme und
Ulcus (offenes Bein) sowie psychovegetative Erschöpfungszustände.
Auch bei arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) sowie zur
Thrombosenprophylaxe lässt sich der Vacustyler bestens einsetzen.
Dabei ist die Behandlung für den Patienten stets angenehm und
entspannend.

Einfache Handhabung

Auch im Hinblick auf ihre Handhabung zeigen sich die Geräte
äußerst komfortabel. So ist die Intensität des Unterdrucks zwischen
-20 und -70 mbar wählbar. Sowohl der Vacustyler, als auch das
Inhalationsgerät lassen sich mit minimalem Personalaufwand pflegen
und bedienen. Sie sind äußerst energiesparsam und zeichnen sich durch
eine hohe Rentabilität sowie schnelle Amortisation aus.
Selbstverständlich entsprechen sie höchsten Qualitätsanforderungen
und sind ISO-zertifiziert.

Anwendung auch in Kliniken

Den Vacustyler gibt es in zwei Varianten: Für kosmetische Zwecke
und als zugelassene Therapie für den klinischen Bereich ("Vacumed").
Hier dient er zur Behandlung von fortgeschrittenen Gefäßerkrankungen
wie der Schaufensterkrankheit bis hin zu schwarzen Zehen.

Quelle: www.weyergans.com


Schön und fit: Auch im Winter zeigt "frau" gerne Bein

26.10.2004 - Vorbei sind die Zeiten, in denen im Winter für
die modebewusste Frau das Outfit meist von langen Hosen und dicken,
unförmigen Pullis bestimmt war. Knappe Röcke, bunte Strümpfe und
auffällige Accessoires sind heute das Aushängeschild der Winter-Mode.
Doch, um ungeniert Bein zeigen zu können, sollte "frau" auf ihre zwei
tragenden Säulen achten. Denn: Laut der aktuellen Bonner Venenstudie
haben 90 Prozent der Menschen in Deutschland Veränderungen an den
Beinvenen. 23 Prozent der 18- bis 79-Jährigen, also fast ein Viertel,
haben sogar richtige Krampfadern. Frauen sind weitaus häufiger
betroffen - wo doch gerade für sie schöne Beine ganz besonders
wichtig sind.

Was tun? Schwere, müde oder geschwollene Beine ernst nehmen! Wenn
von Venenproblemen bereits die eigenen Eltern oder Großeltern
betroffen sind, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man selbst
betroffen ist. Also nicht warten, bis die Beschwerden gravierend oder
Krampfadern deutlich sichtbar werden, sondern beim Arzt abklären
lassen, was mit den Venen los ist!

Liegt tatsächlich eine behandlungsbedürftige Venenschwäche vor,
verschreibt der Arzt in der Regel die Basistherapie: und das sind
medizinische Kompressionsstrümpfe. Dick, braun, hässlich? Nein, die
modernen Kompressionsstrümpfe von heute, sind nicht nur medizinisch
wirksam, sondern auch farbenfroh und perfekt auf die aktuelle Mode
abgestimmt (z.B. mediven(R) elegance). Sie werden im Sanitätshaus
individuell angepasst.

Nicht zuletzt sollte "frau" auch die Hautpflege (z.B. von mediven(R)) nicht vergessen. Denn überheizte Räume und wenig frische Luft lassen im Winter die Haut austrocknen und spröde werden. Zusätzlich: Venenleiden sind meist mit einem Ungleichgewicht der Hautverbunden.

Mehr Wissenswertes zum Thema "Schöne und fitte Beine" gibt es im
Internet unter www.medi.de.

ots Originaltext: medi Bayreuth


Venenleiden: Bei schweren Beinen immer den Arzt fragen

22.06.2004 -Ein Interview mit Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer der eurocom, Europäische Herstellervereinigung für medizinische
Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel, Düren
  
Frage: Ist es Ihrer Meinung nach richtig, bei Venenleiden von
einer Volkskrankheit zu sprechen?
  
Dr. Pohlen: Das ist auf jeden Fall richtig. Die aktuelle Bonner
Venenstudie belegte im vergangenen Jahr, dass 90 Prozent aller
erwachsenen Deutschen Veränderungen am Venensystem haben - angefangen bei leichten Veränderungen wie Besenreisern bis hin zum schwersten Stadium der chronischen Venenerkrankung, dem so genannten offenen Bein.
  
Frage: Wie entstehen Venenleiden überhaupt?
  
Dr. Pohlen: Die Venen müssen das Blut gegen die Schwerkraft von
den Beinen hoch zum Herzen transportieren. Besonders wichtig sind
hier die Beinmuskeln: Sie sorgen dafür, dass das Blut durch die Venen
nach oben gepumpt wird und sich nicht in den Beinen staut. Dafür aber
müssen die Muskeln bewegt werden. Dadurch, dass viele Menschen heute
überwiegend im Stehen oder Sitzen arbeiten, fehlt diese Bewegung.
Bewegungsmangel, ebenso wie erbliche Veranlagung und Übergewicht,
sind Ursachen für Venenleiden.
  
Frage: Sind Besenreiser zwingend ein Hinweis auf kranke Venen?
  
Dr. Pohlen: Besenreiser sind in vielen Fällen ungefährlich, können
aber durchaus auch ein Hinweis auf eine tiefer liegende Krampfader
sein. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, mit einem Arzt darüber zu
sprechen.
  
Frage: An wen sollen sich Betroffene wenden, wer kann ihnen
weiterhelfen?
  
Dr. Pohlen: Bei Verdacht auf eine Venenerkrankung sollten sich
Betroffene zunächst an ihren Hausarzt wenden. Je früher man einen
Arzt aufsucht, desto besser. Denn unbehandelt können Venenleiden nach
einer bestimmten Zeit chronisch werden.
  
Frage: Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
  
Dr. Pohlen: Das Mittel der Wahl ist die Kompressionstherapie.
Frühzeitig angewendet kann sie verhindern, dass die Krankheit weiter
voranschreitet. Bei dieser Therapie trägt der Patient
Kompressionsstrümpfe, welche einen genau definierten Druck auf die
Beine ausüben. Kranke Venen, die alleine nicht mehr in der Lage sind,
genügend Druck aufzubauen, um das Blut nach oben zu pumpen, werden so ideal unterstützt.
  
Herzlichen Dank für das Gespräch.
  
Mehr Informationen zu Venenleiden und deren Therapie im Internet:
www.venen-forum.de
  
ots Originaltext: EUROCOM


Aus der Broschüre mit freundlicher Genehmigung
von Prof. Dr. med. Eberhard Paul,
Leiter der Hautklinik am Klinikum Nord, Nürnberg


Was ist das Venensystem und wie funktioniert es?
Welche Kräfte transportieren das Blut zum Herzen?
Krankhafte Veränderungen der Venen und ihre Folgen
Was sind erste Anzeichen einer Venenerkrankung?
Das sind die Risikofaktoren für ein Venenleiden
Schwangerschaft – Dauerstress für die Venen!
Eine Krankheit mit vielen „Gesichtern“
Wie soll die Haut bei Venenerkrankungen gepflegt werden?
„Offenes“ Bein – Was ist jetzt zu tun?
So beugen Sie aktiv vor
Wie Sie ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern können

Gesunde Venen – Das können sie alles dafür tun!


Die Erkrankungen der Venen, die zu jahrelangen Beschwerden und
Behandlungsbedürftigkeit und schließlich zu einem „offenen Bein“ (Ulcus
cruris) führen können, sind aufgrund ihrer Häufigkeit als echte
Volkskrankheit anzusehen. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen
belegen, dass ca. 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands
deutlich ausgeprägte Venenveränderungen zeigen. Wenn auch nicht jede
dieser Störungen zur chronisch-venösen Insuffizienz fortschreitet, so muss
aber doch etwa jeder Vierte mit zunehmenden Beschwerden rechnen.
Bei vielen Patienten mit Venenleiden besteht eine unerklärliche
Gleichgültigkeit der Krankheit gegenüber. Die über Jahre chronischen
Beschwerden wechselnden Ausmaßes werden oft schicksalhaft hingenommen.
So befinden sich nur etwa 10 % der Patienten mit chronisch venöser
Insuffizienz in ärztlicher Behandlung. Ebenfalls eine Minderzahl dürfte
aktiv bemüht sein, durch entsprechende Verhaltensmaßnahmen und
aktives körperliches Training dem Fortschreiten der Venenprobleme
gegenzusteuern. Hier gilt natürlich: Je früher die Vorbeugung einsetzt,
um so effektiver ist sie! Wie Sie wirksam vorbeugen können und was Sie
tun können, um dem Fortschreiten der Venenprobleme Einhalt zu gebieten,
erfahren Sie in diesem Leitfaden für Betroffene.

Was ist das Venensystem und wie funktioniert es?

Um Venenerkrankungen besser verstehen zu können, muss man sich
zunächst mit dem gesunden Venensystem auseinandersetzen. Es besteht
aus dem tiefen Venensystem, eingebettet in die Muskulatur, den oberflächlichen Venen im Unterhautfettgewebe und den Verbindungsvenen
(Perforantes). Mit dem aufrechten Gang hat das Venensystem beim
Menschen eine besondere Herausforderung zu bewältigen: Das Blut
muss gegen die Schwerkraft über ca. 1,5 Meter zum Herzen transportiert
werden. Die dadurch entstehenden neuen Probleme wurden von der
Natur durch das Ausbilden von Venenklappen gelöst, die aber auch anfällig
sind und zu Störungen Anlass geben können.
Die Hauptmenge des Blutes wird über das tiefe System zum Herzen
gepumpt. Der Motor ist der Druck der Muskulatur, der – in Verbindung
mit dem Klappensystem – den Blutfluss nur in eine Richtung zulässt.

Die Beinmuskelpumpe
unterstützt den Blutrückfluss
zum Herzen:
Die angespannten Muskeln drücken die zwischen ihnen verlaufende Vene des tiefen Sytems zusammen, das Blut wird herzwärts gepresst. Der abfallende Druck in der Vene bei Entspannung der Muskulatur "saugt" nun wieder Blut an, das auf die gleiche Weise weiter nach oben transportiert wird.
 

Die tiefen Venen sind nicht zu sehen oder zu tasten. Sie sind in ihrem
Verlauf (außer in der Kniekehle) in Muskeln eingepackt. Nur die Venen
des oberflächlichen Systems sieht man bei krankhaften Erweiterungen
deutlich als Krampfadern hervortreten. Das Wort „Krampfader“ soll
von dem mittelalterlichen Wort „Kramp“ hergeleitet sein, was so viel
wie „Krummadern“ bedeutet, da die Gefäße oft stark geschlängelt verlaufen.
Die nächtlichen Muskelkrämpfe sind auch weniger Ausdruck von
Magnesiummangel – wie oft angenommen –, sondern durch vielfältige
Störungen bedingt, wobei die chronische Stauung eine der Komponenten
sein kann.

Basis-Info zum Venensystem
Das Venensystem der Beine besteht aus einem tiefen System, eingebettet in die Muskulatur, dem oberflächlichen System und den Verbindungsvenen (Perforantes). Alle diese Venen enthalten Ventile in Form von Venenklappen,
die den Blutfluss in nur eine Richtung zulassen.

Welche Kräfte transportieren das Blut zum Herzen?

Kräfte außerhalb des Beines
Durch die Atmung werden Druckschwankungen im Brust- und Bauchraum
ausgelöst, die wie eine Saugpumpe das Blut zum Herzen fördern.
Gleichzeitig wird diese Wirkung durch die Herzaktion verstärkt, wobei
während der Erschlaffungsphase des Herzmuskels das Blut vom Herzen
angesaugt wird.

Pumpfunktion des Beines: die Muskelpumpe
Da die überwiegende Menge des Blutes durch die tiefen Leitvenen fließt,
die in die Muskulatur des Beines eingelagert sind, wird durch die
Bewegung der Muskulatur und durch den Druck der Muskeln auf die
Venen eine wichtige Pumpfunktion ausgelöst. Besonders wichtig ist dabei
die Wirkung der Wadenmuskulatur, die bei Bewegungen im Sprunggelenk
betätigt wird. So ist auch eine Versteifung des Sprunggelenkes von sehr
nachteiliger Folge für das Bein. Chronische Stauungen, Schwellungen und
ein „offenes“ Bein sind oft die unausweichlichen Folgen.

Krankhafte Veränderung der Venen und ihre Folgen

Das System der Beinvenen ist störanfällig. Die Folge ist ein verminderter
Abfluss des Blutes, der wiederum zu einer allgemeinen Schwellung des
Gewebes führt. Jede Störung des Blutflusses ist von einer Störung der
Venenventile, d. h. der Venenklappen, begleitet. Die Ursache kann z. B. eine
angeborene (familiäre) Schlaffheit der Venenwand sein. Dadurch weiten
sich die Venen aus, so dass die Klappen nicht mehr schließen können, als
Folge davon fließt ein Teil des Blutes wieder durch die undichte Klappe
zurück. Dieses „Pendelblut“ belastet den nächsttiefer liegenden
Venenabschnitt. So kann sich die Venenschwäche von der Leiste schrittweise

Das Bild zeigt links eine
gesunde Vene mit funktio-
nierenden Klappen und
rechts eine Krampfader:
Hier sind die Klappen
geschädigt, das Blut staut
sich zurück, die Gefäßwände
verlieren ihre Elastizität.
 
nach unten ausbreiten, bis auch die tiefste Venenklappe in der
Knöchelregion nicht mehr schließt. Es entsteht eine chronische Venenschwäche (chronisch-venöse Insuffizienz).

Ein ganz ähnlicher Mechanismus kann auch ausgelöst werden, wenn es
z. B. durch Ruhigstellung der Extremität, durch eine Verletzung, einen
Schlag oder auch durch Belastungen der Venen in der Schwangerschaft zu
einer Thrombose (Blutgerinnsel) in einem der Venensysteme kommt. Die Folgen für die Venenklappen im thrombosierten Abschnitt sind katastrophal:
Der Organismus heftet den Blutpfropf (Thrombus) durch
Einsprossen von Gefäßen an der Venenwand fest und fixiert ihn. Somit
verklebt jedoch nicht nur der Thrombus mit der Venenwand, sondern mit
dem Thrombus verwächst auch die Venenklappe mit der Venenwand. Die
Venenklappe verliert dadurch ihre Beweglichkeit und büßt ihre
Schließfunktion ein. Die Folgen für die tieferliegenden Venenabschnitte sind
die gleichen wie bereits bei der angeborenen Venenschwäche beschrieben:
Zunächst staut sich das Blut am tiefsten Punkt der Venenschwäche, der
meist im Bereich der Innenknöchel liegt. Ein „postthrombotisches
Syndrom“ ist entstanden.

Durch die chronische Stauung kommt es im Laufe der Jahre zu einer
Verfestigung des Gewebes durch Neubildung von Bindegewebe. Bei
weiterem Fortschreiten bildet sich eine Narbe, in deren Bereich die
feinen Blutgefäße immer rarer werden, bis spontan oder durch eine
kleine Verletzung die Oberhaut aufreißt und ein Venengeschwür
(Knöchelgeschwür, „offenes“ Bein) entsteht.

Was sind erste Anzeichen einer Venenerkrankung

- Abendliches Schweregefühl in den Beinen
- Schwellung der Knöchelregion (Socken oder Kniestrümpfe bilden
tiefe Furchen)
- Spannungsgefühl, Gefühl des „Ameisenlaufens“
- Nächtliche Wadenkrämpfe
- Zunehmende Gefäßzeichnung (erweiterte Venen an Ober- und
Unterschenkel)

Das sind die Risikofaktoren für ein Venenleiden

- Eine vererbte Bindegewebs- und Venenschwäche
oder auch angeborene Anomalien des Venensystems
- Übergewicht
- Körperliche Untätigkeit
- stehender Beruf,
Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum
- bei Frauen: hormonelle Einflüsse (Pille, Schwangerschaft)

Schwangerschaft – Dauerstress für die Venen!

Durch die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft steigt die
Volumenbelastung des Venensystems, und durch die Auflockerung des
Gewebes erhöht sich der Venendruck gleichmäßig. Gleichzeitig kommt in
der fortgeschrittenen Schwangerschaft die stauende Komponente der sich
ausbreitenden Gebärmutter hinzu, wodurch die Dehnbarkeit des
Venensystems oft überfordert wird. Es bilden sich Krampfadern auch an
atypischen Stellen aus, die sich aber nach der Geburt meist zurückbilden.
Trotzdem erhöht jede Schwangerschaft das Risiko einer Krampfaderbildung.

Eine milde Kompressionstherapie schon im Frühstadium einer
Schwangerschaft durch Kompressionsstrümpfe der Klasse I (z. B. von
Belsana) verhindert eine Überdehnung der Venen und beugt irreversiblen
Schäden und Komplikationen vor. In der zweiten Schwangerschaftshälfte
oder bei bereits bestehenden Venenleiden sollten sich die Frauen zu
Strümpfen der Kompressionsklasse II entschließen.

Eine Krankheit mit vielen „Gesichtern“

Zunächst kann die Haut der Unterschenkel den Wechsel zwischen täglicher
Schwellung und nächtlicher Entstauung reaktionslos tolerieren. Nach
einiger Zeit kommt es aber doch zu einer Bindegewebsvermehrung und
Verfestigung des Gewebes. Durch wiederholte kleine Blutaustritte aus den
überlasteten Venen entstehen außerdem Ablagerungen eines eisenhaltigen
Pigmentes (Hämosiderin), meist zuerst ober- und unterhalb der
Innenknöchel, jedoch auch an anderen Stellen der Unterschenkel (s. Abb.
Ulcus cruris und Dermopathie). Die gestaute und gespannte Haut wird
dünner, reizbarer, trocken und rau, nicht selten in Verbindung mit Juckreiz,
z. B. nach dem abendlichen Ausziehen der Strümpfe. Hier sollte der
Juckreiz nicht durch Kratzen bekämpft werden, da kleinste Verletzungen
entstehen können, in die Krankheitskeime eindringen und zu einer
großflächigen Entzündung führen können, besonders wenn gleichzeitig
auch ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) besteht.

Ulcus cruris bei
Krampfadern und
Dermopathie




Ulcus cruris,
umgeben von Dermopathie (verfestiges und verfärbtes Gewebe)
 
Zur Glättung der Haut sollten stattdessen allergenarm zusammengesetzte
Mittel eingesetzt werden. Dennoch kann es geschehen, dass spontan oder
nach kleinsten Verletzungen die Oberhaut so in Mitleidenschaft gezogen
wird, dass ein „offenes Bein“ entsteht. Dies ist eine negative Entwicklung,
die in den meisten Fällen durch ein konsequentes Vorbeugen hinausgeschoben
oder gar ganz verhindert werden kann.

Warum sind die Beine „gestaut“ und geschwollen?

Entscheidend für die Entwicklung und das Fortschreiten krankhafter
Veränderungen am Venensystem ist der erhöhte Druck in den Venen, der
sich bis in die kleinsten Verzweigungen wie eine Druckwelle mit jedem
Schritt fortpflanzt und den Druck auch in den feinsten Gefäßen, den
Kapillaren, erhöht.

Wie kann man dem krankhaften Zustand gegensteuern?

1. Durch Hochlagern der Beine oder durch die Nachtruhe: Die Schwellung
verschwindet bis zum nächsten Morgen.

2. Durch einen Kompressionsverband oder Kompressionsstrumpf: Der Druck
des Strumpfes oder der Binden stellt wieder das Gleichgewicht her, und das
Bein kann nicht mehr schwellen. Ein weiterer Vorteil des Kompressionsstrumpfes ist die Tatsache, dass die Venen zusammengedrückt werden und die Venenklappen dadurch wieder funktionsfähig werden können. Bei Patienten mit chronischer-venöser Stauung und gleichzeitiger Gelenkarthrose eignet sich auch die „apparative Kompression“ zur Beseitigung
chronischer Stauungen. Dabei werden die Beine von aufblasbaren
Manschetten eingehüllt und dann durch den wechselnden Manschettendruck
sanft entstaut.

Suchen Sie rechtzeitig einen Arzt auf!

Nur Ihr Arzt kann abklären, welche Venen erkrankt sind und mit welcher
Technik eine Behandlung durchgeführt werden kann. Bei der Untersuchung
krankhafter Venenverhältnisse haben die Ultraschall-Doppler-
Untersuchung und die farbcodierte Duplexsonographie einen ganz wichtigen
Stellenwert erlangt. Der Doppler ermöglicht es, nicht nur die Durchgängigkeit
einer Vene zu beurteilen, sondern auch die Richtung des Blutflusses zu bestimmen, womit man einen Hinweis auf die Funktionsfähigkeit der Klappen
erhält. Ergänzt wird diese Technik durch funktionelle Tests, die z. B. die
Auffüllgeschwindigkeit der Venen in einer Ruhephase messen.

Vor operativen Eingriffen ist in vielen Fällen auch noch eine Röntgenkontrastdarstellung des Venensystems notwendig. Die therapeutischen Maßnahmen reichen vom Veröden kleinerer und dünnerer Venenabschnitte bis zum „Stripping“ der oberflächlichen Stammvenen, damit
sich krankhafte Veränderungen in einem zunächst festgelegten
Venenabschnitt nicht „dominoartig“ auf tiefer gelegene Venenabschnitte
ausbreiten können. Beim Veröden injiziert der Arzt ein Mittel in die Vene,
das die Venenwand angreift und reizt. Dadurch wird das Blut stimuliert,
das Gefäß mit einem Gerinnsel (Thrombus) zu verschließen.

Durch die körpereigenen Heilungskräfte wird das Gerinnsel an die
Venenwand angeheftet. Im günstigsten Falle verschmelzen Thrombus
und Venenwand zu einem bindegewebsartigen Strang: die Vene ist jetzt verödet.
Während sich die Technik des Verödens eher für kleinere und engere
Gefäße eignet, sollten großkalibrige Krampfadern bevorzugt operativ
angegangen werden. Neben dem radikalen „Stripping“ der oberflächlichen
Stammvene sind auch Techniken in Erprobung, die eine Verengung des
Gefäßes durch Hitzeeinwirkung oder Laserbehandlung herbeiführen.

Auch gibt es Techniken, die krankhaften Veränderungen möglichst gezielt
anzugehen, um damit den operativen Eingriff „klein“ und auch ambulant
durchführbar zu machen. All den Techniken ist aber eins gemeinsam: In
den meisten Fällen gelingt es trotz sorgfältigster Technik nicht mehr, die
ursprüngliche Unversehrtheit des Venensystems wiederherzustellen.
Deshalb ist in der Regel auch nach der Behandlung das Tragen eines
Kompressionsstrumpfes notwendig.

Was Sie über Kompressionsstrümpfe wissen müssen


Die heutigen Kompressionsstrümpfe haben mit den früheren „Gummistrümpfen“
kaum noch etwas gemeinsam. Viele Hersteller (z. B. Belsana
in Apotheken) bieten die Strümpfe nicht nur in den verschiedenen
Kompressionsklassen und Längen an (z. B. Kniestrumpf, Schenkelstrumpf
und Strumpfhosen), sondern auch in den unterschiedlichsten modischen
Farben und Materialqualitäten. Ein Kompressionsstrumpf muß also nicht
„hässlich“ sein. Oft kann man am Bein den Unterschied zu modischen
„blickdichten“ Strümpfen gar nicht mehr erkennen.

Ein Kompressionsstrumpfsoll einerseits straff sitzen, andererseits aber auch leicht anziehbar sein. Dies lässt sich nicht immer miteinander vereinbaren. Oft ist das Anziehen eines Strumpfs der Kompressionsklasse II (für mittlere
Stauung) für ältere oder auch übergewichtige Patienten eine unerfüllbare
Morgengymnastik, trotz aller Anziehhilfen und Tricks (z. B. Anziehen der
Strümpfe mit Gummihandschuhen, um die Griffigkeit zu erhöhen).
Deshalb ist es oft besser, Kompromisse zu machen und lieber Strümpfe
einer niedrigeren Kompressionsklasse zu wählen, die dann auch getragen
werden können. Ein Strumpf, der nur in der Schublade liegt (davon gibt es
eine große Zahl), kann nicht wirken!

Jeder Strumpfhersteller hält für seine Kunden detaillierte Anleitungen
zum korrekten Anlegen der Kompressionsstrümpfe bereit. Auch bieten
Ihnen die Hersteller Informationen über Anziehhilfen und über die korrekte
Pflege des Strumpfgewebes an.

Wann Sie Kompressionsstrümpfe tragen sollten

- Bei chronischer Venenschwäche (angeboren oder erworben) mit
Krampfaderbildung und abendlicher Schwellung der Beine mit
lästigem Schweregefühl
- Zur Vorbeugung von Venenthrombose und Embolie bei gefährdeten
Menschen (z. B. nach Operationen und Unfällen)
- Nach oberflächlicher und tiefer Venenthrombose
- Zur Sicherung des Therapieerfolges nach Venenverödung oder
-operation, nach Eingriffen an den Venen (z. B. Stripping). Viele
Patienten glauben irrtümlich, dass sie nach einer Venenoperation auf
die Kompression durch einen Strumpf verzichten könnten. Dies ist
meist nicht der Fall!

Wann sind Kompressionsstrümpfe nichtangezeigt oder
verbieten sich gar?


- Bei fortgeschrittener Verschlusskrankheit der Beinarterien. Durch die
Kompression von außen würde die Durchblutung noch weiter verschlechtert,
und Schmerzen oder gar Gewebezerstörung würden drohen.
- Kompressionsstrümpfe können auch Allergien auslösen, z. B. bei
gleichzeitiger Latexallergie!

Es gilt der Leitspruch:
Wenn ein Verband oder ein Strumpf schmerzt,
dann muß er unbedingt entfernt werden.!

Wann sollte das Bein besser gewickelt werden?

- Bei offenen Beinen (Ulcuskrankheit), wenn ein Salbenverband aufgebracht
werden muss.
- Bei allen Ekzemen oder Entzündungen der Haut, die eine äußere
Salbenbehandlung notwendig machen. Der Strumpf könnte rein mechanisch
nicht über den Verband gezogen werden, und außerdem schädigt
das Fett der Salben die elastischen Fäden der Strümpfe! Beim Anlegen
eines Kompressionsverbandes mit „kurzzugelastischen“ Binden ist die
Wickeltechnik entscheidend – das erfordert etwas Geschick und
Erfahrung. Ist der Verband zu locker angelegt, rutscht er bald; ist er aber
zu fest oder ungleichmäßig straff angelegt, kommt es zu Schnür-Furchen,
die selbst wieder zu Stauungen und Schmerzen führen.

Übrigens:
Kompressionsbinden können nachts entfernen, da beim
Liegen die Beine bereits sponatn entstauen.-

Wie soll die Haut bei Venenerkrankung gepflegt werden?

Die Haut von venös gestauten Beinen mit Krampfadern wird durch die
ständige Schwellung und Stauung über die Jahre durch Bindegewebsvermehrung
dauerhaft verfestigt und in der Durchblutung gestört. Die Haut ist meist trocken und spröde, oft zeigt sie auch trockene Schuppung. Regelmäßige Hautpflege ist wichtig, um die Funktionen der Haut zu erhalten und Spätschäden wie z. B. Ekzeme oder Unterschenkelgeschwüre zu vermeiden.

1. Reinigung:
Verwenden Sie zum Waschen und Duschen keine Seifen, sondern seifenfreie
Waschemulsionen mit hautneutralem pH-Wert. Seifen lassen die
Haut aufquellen und trocknen zu sehr aus. Auch ist das Neutralisierungsvermögen
bei älterer Haut eingeschränkt, so dass der pH-Wert der
Hautoberfläche dauerhaft verändert werden kann. Dies schädigt die
Hornschichtbarriere und ermöglicht Bakterien und anderen schädlichen
Substanzen den Eintritt durch die Haut.Waschcremes aus der Apotheke
reinigen die Haut mild, in speziellen Produkten unterstützt eine Pflegekomponente
auf pflanzlicher Basis die Schutzfunktion der Hautoberfläche
(z.B. frei öl-Wasch&Duschcreme).

2. Pflege:
Gegen die Trockenheit und Verhärtung der Haut helfen regelmäßige
Behandlungen mit einem Hautöl, wie z. B. frei öl. Man kann erheblich
einsparen, wenn man frei öl nach dem Duschen oder Baden auf die noch
feuchte Haut aufträgt und locker verreibt.Wichtig ist, beim Auftragen
mit der Hand locker über die Haut zu gleiten, auf die geschädigte Haut
darf keinesfalls Druck ausgeübt werden.
Bei der Verwendung von Salben darf man keinesfalls zu sparsam
sein, als Anhaltspunkt kann man z. B. „Fingereinheiten“
wählen. Ein Salbenstrang von der Länge eines Zeigefingers
reicht zur Behandlung eines Unterschenkels aus. Bei trockener
und schuppender Haut sollte man noch etwas großzügiger sein,
mit nichts erreicht man auch nichts!

Zur Rehabilitation und Stabilisierung der Haut empfehlen sich auch
Pflegeprodukte mit Hautfeuchthaltern wie Harnstoff (z. B. in frei öl soft-
Creme-Fluid). Harnstoff stellt die Geschmeidigkeit der Haut wieder her,
und Lotionen haben den Vorteil, dass sie leichter aufzutragen und einzumassieren sind als die fettreichen Cremes oder Salben.

Vorsicht Allergie!

Wichtig ist ebenfalls, dass gerade Venenpatienten nicht ständig verschiedene
Hautpflegeprodukte „ausprobieren“, sondern bei einer Rezeptur bleiben,
um die Entwicklung von Allergien zu vermeiden. Da die äußere
Behandlung bei Venenpatienten über Jahre hinweg notwendig ist, ist auch
die Gefahr für die Entwicklung einer Allergie recht groß.
Wenn ein Produkt, das Sie vielleicht jahrelang gut vertragen haben, plötzlich
zu Juckreiz und Rötung der Haut führt, sollten Sie an eine
Kontaktallergie denken und den Hautarzt aufsuchen!

Merke:

Unbekannte oder in ihrer Zusammensetzung unbekannte Hautpflege-
Produkte immer erst einige Tage an gesunder Haut, z. B. am
Unterarm vortesten. Nur Cremes und Salben anwenden, deren Zusammensetzung vom Hersteller detailliert angegeben ist.
Sonst tappen Sie in die Allergiefalle!

Der Hautarzt wird dazu einen Pflastertest (Epicutan-Test) am Rücken
durchführen, so wird der verantwortliche Stoff identifiziert und im
Allergiepass festgehalten. Dieser Stoff muss dann zeitlebens gemieden
werden. Bei jedem Kauf eines Hautpflegeprodukts müssen dann die
Inhaltsstoffe mit dem Allergiepass verglichen werden. Wenn ein
Inhaltsstoff im Allergiepass vermerkt ist, sollte auf den Kauf des jeweiligen
Hautpflegeprodukts unbedingt verzichtet werden. Oft haben Patienten
mit offenen Beinen zahlreiche Allergien, so dass die Behandlung immer
problematischer und kniffliger wird.
Wenn Sie als Venenpatient eine neue Creme oder Salbe anwenden wollen,
sollten Sie diese nicht sofort am kranken Bein anwenden, sondern erst an
einem Testareal, an dem die Haut gesund ist. Dazu bietet sich die Haut der
Unterarminnenseiten oder der Ellenbeugen an.Kontaktallergien benötigen
meist einige Zeit zur Entwicklung. Sie müssen für diesen Test also etwa
eine Woche veranschlagen. Ist die Haut im Testareal dann immer noch
glatt, nicht gerötet und nicht juckend, können Sie das Produkt auch getrost
am kranken Bein anwenden.

„Offenes“ Bein – Was ist jetzt zu tun?


Wenn durch langdauerndes Fortschreiten von chronischer Stauung,
Entzündung und Bindegewebsvermehrung doch ein offenes Bein entstanden
ist, ist energisches Handeln notwendig. Suchen Sie auf jeden Fall
Ihren Arzt auf! Nur er kann über die jetzt nötigen diagnostischen und
therapeutischen Schritte entscheiden. Es gibt „viele Wege, die nach Rom
führen“! Bei der Vielzahl der Medikamente, die zur Wundbehandlung
angeboten werden, kann man sich dies leicht vorstellen. In der Regel wird
Ihr Arzt solche Mittel wählen, mit denen er die meiste Erfahrung hat.
Wichtig ist jedoch, dass die Allergie-Situation des Patienten ganz individuell
berücksichtigt wird, dass Infektionen im Gewebe bekämpft werden
und dass das Bein konsequent und wirksam gewickelt wird. Auf Hygiene
und Körperpflege an den betroffenen Stellen brauchen Sie übrigens nicht
zu verzichten: Ein offenes Bein kann durchaus gebadet werden!

In der Regel wird man ein Unterschenkelgeschwür – besonders wenn es
das erste Mal auftritt – durch fachgerechte Behandlung problemlos zur
Abheilung bringen können. Mit jedem Rückfall wird die Situation jedoch
kritischer, weil jedes Geschwür Narben hinterlässt, wodurch die örtlichen
krankhaften Veränderungen verschlimmert werden. Außerdem wird die
spontan neu gebildete Oberhaut über den Geschwüren jeweils dünner und
verletzlicher, so dass der Rückfall immer rascher vorprogrammiert ist. In
fortgeschrittenen Fällen, wenn die Geschwüre nur noch sehr zögerlich
heilen, muss man zweckmäßigerweise operativ eingreifen und das gesamte
entzündete und vernarbte Gewebe entfernen. Dann hat man wieder einen
gut durchbluteten Wundgrund, auf dem transplantierte Spalthaut (z. B.
vom Oberschenkel) anwächst. Dadurch erhält man wieder eine stabile
Haut an der Problemzone, die auch mechanisch belastbar ist. Etwa 80 %
sog. unheilbarer Unterschenkelgeschwüre heilen nach einem solchen
Eingriff wieder dauerhaft ab. Viele Menschen haben völlig unbegründete
Vorurteile gegen Hautverpflanzungen. In vielen Fällen ist dieser wenig
belastende Eingriff die einzige Möglichkeit, dem Venenleiden wieder einen
günstigen Verlauf zu geben!

So beugen Sie aktiv vor
Wenn man verstanden hat, was zur Entstehung von Venenproblemen führt,
kann man auch die notwendigen Vorbeugemaßnahmen ableiten. Die
Entwicklung zum offenen Bein kann in jeder Phase durch ein entsprechendes
„vernünftiges“ Verhalten gebremst oder gar verhindert werden. Durch
einfache Vorsorgemaßnahmen läßt sich ein Fortschreiten der Venenerkrankung
also aufhalten. Die einfache Zauberformel für aktive
Vorbeugung lautet: laufen, laufen, laufen!

Laufen – aber richtig!
Viele Venenpatienten, gerade in den fortgeschritteneren Stadien, laufen
falsch, indem sie aufgrund von Schmerzen im Bereich der Sprunggelenke
diese möglichst wenig bewegen. Dadurch wird der Gang staksig oder
watschelnd. Sie verzichten damit auf die Wirkung der Wadenpumpe, die für
die Entstauung des Gewebes so wichtig ist. Es ist jedoch unerläßlich, sich
trotz Schmerzen zur Bewegung der Wadenmuskelpumpe zu zwingen! Am
einfachsten gelingt dies mit der Nähmaschinen-Bewegung, die man zu jeder
Gelegenheit durchführen kann, z. B. im Sitzen am Schreibtisch oder bei
jeder anderen Gelegenheit, auch im Auto oder Flugzeug.
 
Übung im Sitzen: Diese Gymnastik kann man auch am Schreibtisch ganz einfach durchführen. Setzen Sie sich mit geradem Rücken auf den vorderen rand des Stuhls. Abwechselnd Zehen und fersen so hoch wie möglich anheben. 20 x hintereinander schnell durchführen, nach einer kurzen Pause wiederholen (aktiviert die Sprunggelnks- und Wadenmuskelpumpe).  

Im Stehen kann die Wadenpumpe ebenfalls aktiviert werden, indem man sich abwechselnd von den Fersen auf die Zehenspitzen stellt (Hacken-Spitzen-Gang).Zweckmäßigerweise sollte man dabei irgendwo mit den Händen Halt suchen. Außerdem kann man die Sprunggelenke wieder beweglich machen,
indem man beim Gehen wippende Gangbewegungen ausführt
oder „schleicht“. Dies sieht nicht elegant aus, aber in Situationen, in
denen man sich nicht beobachtet fühlt, sollte man die Gelegenheit nutzen.

Wie Sie ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern können

Auf einen einfachen Nenner gebracht lautet der Slogan:
Schlecht sind Stehen und Sitzen. Lieber Laufen und Liegen!


Es helfen alle Maßnahmen, die den Pumpmechanismus des Venen-Muskel-
Systems stärken. Zum Beispiel:

1. Kräftigen der Muskeln, z. B. durch Walken (schnelles Gehen),
Radfahren,Wandern,Tanzen, Schwimmen, Aquajogging (hier hilft auch
der Wasserdruck beim Entstauen). Möglichst täglich eine kleine Übungseinheit
absolvieren.

2. Flaches bequemes Schuhwerk. Keine hohen Absätze tragen, da
dadurch die Muskelpumpe behindert wird.

3. Treppenlaufen. Steigen Sie lieber einmal ein bis zwei Stockwerke
früher aus dem Lift und laufen den Rest nach oben! Das Abwärtslaufen
der Treppen ist eher ungünstig, deshalb hier den Lift benutzen.

4. Möglichst oft barfuß laufen.

5. Die Beine bei jeder Gelegenheit hochlegen, um das Venensystem zu
entlasten.

6. Bei längerem Sitzen – z. B. bei Flugreisen – mit den Füßen
„Nähmaschinenbewegungen“ durchführen, damit die Muskelpumpe der
Wadenmuskulatur betätigt wird und eine Entstauung der Unterschenkel
herbeigeführt wird.

7. Sitzen Sie bequem, aber nicht zu weich und nicht zu hoch (evtl.
Beine hochlegen oder Füße auf einen Schemel setzen).

8. Sitzen Sie nicht mit übergeschlagenen Beinen, sitzen Sie aber auch
nicht auf der Stuhlkante oder längere Zeit auf der Bettkante. Durch
den verstärkten Druck in der Kniekehle wird der Rückfluss des Blutes
behindert.

9. Lymphdrainagen-Massagen und intermittierende Kompressionen sind
zwar hilfreich, wirken jedoch nur zeitlich begrenzt und sind dann besonders
angebracht, wenn z. B. durch eine Arthrose in den Gelenken die
Bewegung und der Sport nur eingeschränkt möglich sind.

10. Tonisierung der Venen, z. B. durch kalte Güsse (Kneipp), auch
Wechsel-Güsse (hier schadet eine kurzfristige warme Dusche nicht, wenn
man mit dem kalten Guß endet).

11. Bei extremer Belastung (z. B. Flugreisen oder langes Stehen) sind
auch venentonisierende Medikamente kurzfristig zu empfehlen.

12. Wenn man bei absehbarer starker Belastung des Venensystems mit
den obigen Mechanismen die Schwellung der Beine nicht verhindern kann,
sind auch Stützstrümpfe der Kompressionsklasse I angezeigt.

13. Gewicht reduzieren! Übergewicht belastet Ihre Beine.

14. Ernähren Sie sich ballaststoffreich und sorgen Sie für regelmäßigen
Stuhlgang. Beim Stuhlgang möglichst starkes Pressen meiden! Eine ausreichende
Trinkmenge ist dabei sehr wichtig.

Alle Vorbeugemaßnahmen müssen an den Grad der Störung angepasst
werden. Entscheidend ist, dass die Schwellung verhindert oder beseitigt
wird. So wird die schädliche Vernarbung des Gewebes abgewendet.

Das sollten Venenkranke übrigens unbedingt meiden:

- Sauna-Besuche
- Sonnenbäder
- Einengende Kleidung (z. B. Gürtel)
- Kraftsport, Heben und Tragen schwerer Gegenstände

Sie sehen also: Erkankungen der Venen müssen Sie nicht als „schicksalsgegeben“ hinnehmen! Sie können selbst eine ganze Menge dafür tun, dass Ihre Venen gesund bleiben bzw. die Venenerkrankung nicht weiter fortschreitet.
Gutes Gelingen dabei!

Quelle: www.professor-paul.de



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