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Die Therapiemöglichkeiten

 


 

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Die Inhaltsübersicht

-
TSM Tinnitus Selbstmanagement
- Hilft Hirnstimulation bei Tinnitus
-
Tinnitus möglicherweise von Wirbelsäule verursacht

 

TSM Tinnitus Selbstmanagement

Die Ursachen für Tinnitus sind vielfältig. Tinnitus wird oft durch Stress oder Überforderung verursacht, tritt häufig in Folge von Hörsturz auf oder ist begleitet von Schwerhörigkeit, Schwindel oder Hyperakusis.
Die seelischen Belastungen und Beeinträchtigungen können Folgeerscheinungen wie z. B. Rat- und Hoffnungslosigkeit, Depressionen, Angst-, Schlafstörungen, Rückzug und Verlust von Selbstvertrauen nach sich ziehen. Trotz intensiver Forschung gibt es bisher kein Patentrezept gegen Tinnitus.

TSM Programm ( TINNITUS-SELBSTMANAGEMENT )

bietet Ihnen einen ganzheitlichen Weg zur Linderung der Ohrgeräusche, des Leidensdruckes und der Folgeerscheinungen.

Sie können sich die Flyer als .pdf-Datei hier downloaden:

Flyer - Ein Tag für mich 45 kb

und

Flyer - TSM (Tinnitus-Selbstmanagement) 55 kb

Internet: www.tinnitustherapie-praxis.de

Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden, um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:


Hilft Hirnstimulation bei Tinnitus?

Tübinger Forscher untersuchen neue Behandlungsmethode. Tinnitus-Betroffene können sich für Studie anmelden

15.01.2004 - "Tinnitus" - Woher kommt das ständige Pfeifen, Summen, Zischen oder Rauschen, unter dem fast 3 Millionen Menschen allein in Deutschland leiden? Mit internationaler Unterstützung der amerikanischen
Tinnitusgesellschaft (ATA) und gefördert durch die Tübinger
Universität erforschen die Neurowissenschaftler Christian Gerloff und
Christian Plewnia, welche Rolle das Gehirn für die Entstehung von
Tinnitus spielt. Mit einer in der wissenschaftlichen Zeitschrift "Annals
of Neurology" veröffentlichten Untersuchung konnten sie zeigen, dass
bei einigen Patienten Hirnareale, in denen normalerweise die
Verarbeitung von Tönen und Sprache stattfindet, auch an der Wahrnehmung
von Tinnitus entscheidend mitbeteiligt sind. Dabei hat eine gezielte
kurzzeitige Abschwächung der Hirnaktivität in diesen Arealen bei
einigen Patienten zu einer vorübergehenden Abnahme des Tinnitus
geführt. Untersuchungen sollen jetzt zeigen, ob sich durch diesen
völlig neuen Ansatz die Lautstärke von Tinnitus verringern lässt und
wie lange günstige Effekte bestenfalls anhalten. Patienten, die an
dieser etwa vier Wochen dauernden Studie teilnehmen möchten, können
unter der Nummer 0 70 71 / 29-8 61 19 nähere Informationen erhalten.

Die Forscher vermuten, dass in vielen Fällen fehlgerichtete
Anpassungsvorgänge des Gehirns nach Hörschädigung für die quälenden
Geräusche verantwortlich sind. Ähnlich wie beim Phantomschmerz, bei
dem Patienten Schmerzen in einem amputierten - also nicht mehr
vorhandenen - Körperglied empfinden, können Patienten selbst nach
Entfernung des Innenohrs weiterhin ein dauerndes störendes Ohrgeräusch
- Tinnitus - aus diesem nicht mehr vorhandenen Ohr wahrnehmen. Die
beiden Tübinger Wissenschaftler gehen davon aus, dass genau diese
Empfindung ihren Ursprung im Gehirn selbst haben muss, und versuchen
nun, durch eine gezielte Hirnstimulation die fehlerhafte Aktivität der
betreffenden Hirnregionen zu normalisieren. Diese Untersuchungen sollen
zeigen, ob sich durch diesen völlig neuen Ansatz die Lautstärke von
Tinnitus verringern lässt und wie lange günstige Effekte bestenfalls
anhalten.

Um dabei möglichst präzise vorzugehen, werden die Zielregionen für
die Stimulation mit bildgebenden Verfahren wie der
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und der Kernspintomographie
festgelegt. Dann wird mit einem sog. Neuronavigationssystem eine
magnetische Spule genau über dem Zielareal positioniert und das Areal
durch wiederholte Entladung der Magnetspule in seiner Funktion
beeinflusst. Bei dieser Form der Stimulation handelt es sich um die
transkranielle Magnetstimulation (TMS), eine Methode, die seit mehreren
Jahren fuer diagnostische Zwecke in der Neurologie verwandt wird und bei
der die Zellen der Hirnrinde durch die Schädeldecke hindurch mit
starken Magnetimpulsen beeinflusst werden. Operative oder andere
belastende Eingriffe sind dazu nicht nötig.


Quelle: Uni Tübingen

Ansprechpartner für nähere Informationen:

Universitätsklinikum Tübingen
und Hertie-Institut für Klinische Hirnforschung
Priv.-Doz. Dr. med. Christian Gerloff, Oberarzt der Neurologischen
Klinik
Dr. med. Christian Plewnia, Assistenzarzt
Hoppe-Seyler-Str. 3, D-72076 Tübingen
Tel. 0 70 71 / 29-8 04 12, Fax 0 70 71 / 29-52 60
E-mail: christian.gerloff@uni-tuebingen.de


Tinnitus möglicherweise von Wirbelsäule verursacht

20.08.03
Der Hauptauslöser von Tinnitus ist Stress. Offenbar ist jedoch viel häufiger als bislang angenommen die Halswirbelsäule für die Ohrgeräusche verantwortlich. Dies teilt die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation unter Berufung auf eine Studie der Berliner Charité mit. Dabei sei ein so offensichtlicher Zusammenhang zwischen Störungen des Hörapparats und der Beweglichkeit der Halswirbelsäule festgestellt worden, dass jeder Tinnitus-Patient künftig unbedingt entsprechend untersucht werden müsse. Viele Patienten hielten ihren chronischen Tinnitus vor allem für psychisch bedingt und unheilbar, meint Privatdozentin Annett Reißhauer. Sollten die Beschwerden wichtige körperliche Ursachen haben, könne die Chirotherapie in vielen Fällen eine Verbesserung bewirken.

Dass auch bislang als therapieresistent geltenden Tinnitus-Kranken geholfen werden kann, zeigt eine Untersuchung der Universität Witten/Herdecke. Selbst nach Jahren ist Tinnitus demnach noch behandelbar. Chronische Erkrankungen, die schon seit Jahren bestünden, hätten unabhängig von der Dauer und des Grades der Beschwerden eine ebenso gute Prognose wie Ohrgeräusche, die erst vor wenigen Monaten aufgetreten seien, so die Universität.

Außerdem widersprächen die Ergebnisse der Studie der bisherigen Lehrmeinung, dass schwere und schwerste Symptome des Tinnitus generell stationär behandelt werden müssten. Die ambulante Versorgung der Betroffenen zeige eindeutige Vorteile, heißt es weiter. Im Rahmen der Untersuchung wurden die Patienten einer speziell entwickelten ambulanten Kurzzeittherapie, einer Mischung aus psychologischer Behandlung und Wahrnehmungstraining, unterzogen.

Quelle: www.gesundheitspilot.de



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