"Schlüssellochmedizin" als Chance für Osteoporose-Patienten
24.05.2006 - Die Radiologie macht es möglich: Wo früher operiert werden musste, reicht heute ein kleiner Nadelstich. Denn Radiologen können mithilfe Bild gebender Verfahren während der Behandlung "live" ins Innere der Patienten schauen. Eine Methode dieser "Schlüssellochmedizin" ist die Vertebroplastie - ein Verfahren, das schnelle Schmerzlinderung für Osteoporosepatienten bietet. Dabei werden gebrochene Wirbelkörper mit medizinischem Zement stabilisiert. Eingebracht wird der Zement durch eine kleine Nadel. Im Computertomographen (CT) kontrollieren Radiologen die Ausbreitung des Stoffes im Knochen. Aktuelle Studienergebnisse werden derzeit auf dem 87. Deutschen Röntgenkongress in Berlin vorgestellt.
Besonders häufig sind ältere Frauen von Osteoporose betroffen. Ist der Knochen zu stark angegriffen, brechen die Wirbel unter der Last des Körpers zusammen. Abhilfe schafft hier die Vertebroplastie: Mit CT-Bildern erkennen Radiologen dreidimensional das genaue Ausmaß der Krankheit. Mit medizinischem Zement stabilisieren sie dann die beschädigten Wirbel. Damit der Zement nicht in das umliegende Gewebe gelangt, muss der Verlauf ständig am Bildschirm überprüft werden. Der Zement härtet nach wenigen Minuten aus und ist sogar belastbarer als der Knochen selbst. Der Eingriff dauert maximal 60 Minuten und findet unter lokaler Betäubung statt. Nach wenigen Stunden Ruhezeit ist der Patient wieder auf den Beinen und kann nach ein bis zwei Tagen die Klinik verlassen. Teilweise wird die Behandlung sogar ambulant durchgeführt.
"Die Patienten schildern eine deutliche Schmerzlinderung schon direkt nach der Behandlung", so Dr. Ralf-Thorsten Hoffmann, Leiter des Funktionsbereichs Angiographie und Interventionelle Radiologie am Klinikum der Universität München. "Wir können damit den Betroffenen ein Stück Lebensqualität zurückgeben." Denn die beschädigten Knochen verursachen starke Schmerzen und schränken die Patienten gravierend in ihrer Bewegungsfreiheit ein. Fehlende Bewegung aber verschlimmert die Krankheit noch. Diesen Teufelskreis können Ärzte mit der Vertebroplastie durchbrechen.
Radiologen greifen heute immer mehr in Therapieverfahren ein. Ihre Tätigkeit ist nicht mehr nur auf die Diagnose von Krankheiten beschränkt. "Interventionelle Radiologie" nennen die Fachleute das. Der Blick in den Körper macht Operationen häufig überflüssig, die Körperoberfläche wird stattdessen nur noch durch einen Nadelstich verletzt. Methoden der "Schlüssellochmedizin" - wie die Vertebroplastie - erfolgen zudem meistens bei örtlicher Betäubung.
Quelle: Deutsche Röntgengesellschaft e. V.
Osteoporose und Ernährung
Calciumgehalt wird oft unterschätzt Schwalbach / Frankfurt am Main - 15.05.2006 (ots) - Knapp drei Viertel der Befragten einer aktuellen EMNID-Umfrage (1) wissen, dass Calcium der wichtigste Nahrungsbestandteil zum Schutz vor Osteoporose ist. Dennoch sind viele ratlos, wenn es um den tatsächlichen Calciumgehalt von einzelnen Lebensmitteln geht. Bei der Befragung landeten Milch, Käse, Brokkoli und Bananen als vermeintlich gute Calciumlieferanten auf den ersten Rängen. Doch Vorsicht: Bananen sind zwar reich an Kalium, aber ihr Calciumanteil ist verschwindend gering. Und großes Glas Milch (0,3 L) deckt gerade ein Viertel des täglichen Calciumbedarfs. Wer seinen täglichen Speiseplan auf eine ausreichende Versorgung mit dem Mineral hin überprüfen möchte, kann dafür z.B. die neue Calcium-Drehscheibe einsetzen.

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Nach der Empfehlung von Fachgesellschaften sollten Frauen nach den Wechseljahren täglich 1.300 bis 1.500 mg Calcium zum Schutz vor Knochenschwund zu sich nehmen (2,3). Selbst mit einer ausgewogenen Ernährung kann dann schnell eine Calciumlücke entstehen.
Für den richtigen Dreh mit dem Calcium
Einen Überblick über den Calciumgehalt der wichtigsten Lebensmittel, kann man sich jetzt mit Hilfe einer neuen Calcium-Drehscheibe verschaffen: Einfach die Lebensmittelgruppe einstellen und den Calciumwert des gesuchten Nahrungsmittels ablesen. Was tun, wenn Unsicherheit über eine ausreichende Calciumzufuhr besteht? Der sicherste Weg für eine kontinuierliche und ausreichende Versorgung mit dem wichtigen Knochenmineral nach den Wechseljahren ist die tägliche Ergänzung mit Calciumtabletten. Osteoporosepatienten, die bereits ein Bisphosphonat gegen Knochenabbau verschrieben bekommen, können ihren Arzt nach der passenden Kombination aus einem modernen Bisphosphonat und täglichem Calcium fragen.
Deutschland schließt die Calciumlücke
Wenn Sie neugierig auf das Thema Calcium und Osteoporoseschutz geworden sind, können Sie kostenlos die Calcium-Drehscheibe und Informationsmaterial anfordern: Eine frankierte Postkarte an das Aktionsbüro "Stabilitätspakt für die Knochen", Postfach 19 03 80, 50500 Köln schicken. Ein Versand ist nur innerhalb der Bundesrepublik Deutschland möglich.
Literatur
1. Omnibus Calciumversorgung. Februar 2006. Emnid TNS Healthcare GmbH
2. FAO/WHO expert consultation on human vitamin and mineral requirements, Update March 2002
3. DVO Leitlinien zur Osteoporose, http://lutherhaus.de/osteo/leitlinien-dvo/
Quelle: Alliance for a Better Bone Health
Osteoporose: "Kinderkrankheit im Alter"
Baierbrunn - 26.04.2006 (ots) - Osteoporose - Knochenentkalkung - ist eine Kinderkrankheit, die sich erst im Alter zeigt. In jungen Jahren wird mit viel körperlicher Aktivität, mit toben, rennen und raufen die Grundlage für einen stabilen Knochenbau gelegt - oder nicht. Eine Generation von vorm Fernseher und Computer sitzender Kids legt gerade die Grundlage für große Probleme in späterer Zeit. Konsequenz: "Dem Turnunterricht in Schulen müsste ein größerer Stellenwert eingeräumt werden", fordert Professor Helmut Minne vom Zentrum für Endokrinologie und Knochenstoffwechsel in Bad Pyrmont im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".
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Eine finnische Studie habe gezeigt, dass sportliche junge Mädchen 40 Prozent mehr Knochenmasse besitzen als träge Altersgenossinnen. Im Jugendalter kann der allgegenwärtige Schlankheitswahn mit häufigen Diäten bis hin zur Mangelernährung die Knochenreifung weiter behindern. Auch Rauchen und übermäßiger Alkoholgenuss gehören zu den Faktoren, die sich im Alter durch erhöhte Knochenbrüchigkeit rächen.
Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau
Genaue Messung der Ein- und Auslagerung von Kalzium in Knochen möglich
03.04.2006 - Osteoporose, ein meist altersbedingter Knochenschwund, ist in Europa ein verbreitetes und weiterhin zunehmendes Gesundheitsproblem. Folgen der Osteoporose sind eine Zunahme von Erkrankungen infolge von Knochenbrüchen sowie eine geringere Lebensqualität der Betroffenen - verbunden mit hohen Kosten für das Gesundheitswesen. Ursache ist u.a. ein Mangel an Kalzium, weshalb es zu einem Abbau der Knochenmasse in Verbindung mit einer Zerstörung in der Knochenarchitektur kommt und schließlich die Stabilität der Knochen insgesamt nachlässt. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben in den letzten Jahren ein Verfahren entwickelt, mit dem die Ein- und Auslagerung von Kalzium in die Knochen sowie Einflüsse auf den Kalziumaustausch genauestens verfolgt werden können. Im Vergleich zu anderen Verfahren hat die Mainzer Methode den Vorteil, dass nur eine kleine, kompakte Apparatur benötigt wird.
Die Rate der osteoporosebedingten Knochenbrüche steigt in den westlichen Industrieländern rapide an. In der Europäischen Union erleidet etwa jeder achte Europäer in der Gruppe der über 50-Jährigen einen Bruch an der Wirbelsäule oder am Oberschenkelhalsknochen. Hauptbetroffene sind Frauen, insbesondere Mütter, nach der Menopause. Durch das steigende Durchschnittsalter der Risikogruppe werden die Auswirkungen dieses weltweiten Gesundheitsproblems immer stärker ausgeprägt. Zwar ist eine zuverlässige Messung der Knochendichte bereits seit mehr als 20 Jahren möglich. Eine Methode, die eine Änderung im Knochenaufbau umgehend und nicht erst nach einigen Wochen zuverlässig anzeigen würde, existierte jedoch bislang nicht. Damit könnte beispielsweise eine erfolgreiche Beeinflussung der Knochendichte durch Ernährung oder Medikamente dokumentiert werden. Dies leistet das neue am Institut für Physik in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kernchemie entwickelte Verfahren. Es nutzt dabei das im natürlichen Kalzium vorkommende langlebige Radionuklid 41Ca.
Kalzium ist mit einem Massenanteil von etwa vier Prozent das fünfthäufigste Element in der Erdkruste. Das am häufigsten vorkommende Isotop 40Ca hat daran einen Anteil von 97 Prozent. Das radioaktive Isotop 41Ca dagegen ist in der Natur extrem selten. So besteht z.B. das menschliche Skelett zu etwa 1 kg aus Kalzium, 41Ca hat daran nur einen nicht wägbaren Anteil von weniger als 1 Mikrogramm. Weil es so selten vorkommt und weil es nur sehr langsam zerfällt, eignet sich 41Ca hervorragend als Substanz, um die Einlagerung und die Auslagerung von Kalzium in die Knochen über einen Zeitraum von mehreren hundert Tagen verfolgen zu können. "Mit der von uns entwickelten Methode können wir genau messen, ob Kalzium im Knochen eingebaut bzw. überproportional abgebaut wird", erläutert Dr. Klaus Wendt vom Institut für Physik.
Für die Untersuchungen wird 41Ca künstlich durch Neutronenbeschuss von 40Ca erzeugt und den Testpersonen in kleinsten Mengen verabreicht. Anhand der Kalzium-Ausscheidungen über den Urin wird dann festgestellt, wie viel 41Ca schnell ausgespült und wie viel längerfristig eingelagert wird. Nach einer schnellen "Ausspülungsphase" der ersten 100 bis 200 Tage sind dann über den 41Ca-Nachweis umfangreiche Untersuchungen möglich, die den Einfluss von unterschiedlicher Ernährung, wie zum Beispiel salzarm und salzreich, oder Arzneimittelgaben auf den Kalzium-Austausch ermitteln. Die Kalzium-Messungen erfolgen mit der hochauflösenden Resonanzionisations-Massenspektrometrie (RIMS), einer Kombination aus Laserspektroskopie und Massenspektrometrie. Dabei verwenden die Mainzer Physiker drei Diodenlaser, vergleichbar den Lasern in einem CD-Spieler, zur Anregung und Ionisation des zu untersuchenden Kalziumisotops, und ein kleines, kommerziell erhältliches Massenspektrometer zur Mengenbestimmung.
"Wir haben jetzt die Methode so weit entwickelt, dass wir bei den Kalzium-Messungen mit diesem Verfahren im weltweiten Vergleich einmalige Resultate erzielen", erläutert Wendt. Eine andere Methode, die Beschleunigermassenspektrometrie (AMS), liefert zwar ebenfalls gute Messergebnisse, die Apparatur ist jedoch viel aufwändiger als die RIMS-Anlage. Außerdem können mit dem Mainzer Verfahren auch kleine Probenmengen untersucht werden.
Zur Zeit wird die Methode auch für andere Elemente, wie etwa Uran, weiterentwickelt. Die Kalzium-Untersuchungen wurden durch die Unterstützung der Europäischen Union, die im 5. Forschungsrahmenprogramms ein Projekt zur Osteoporose-Prävention unter der Bezeichnung "Osteodiet" aufgelegt hatte, vorangetrieben. Kalzium-Untersuchungen sind aber nicht nur in der Biomedizin von Bedeutung. Japanische Wissenschaftler interessieren sich für das Verfahren im Hinblick auf den anstehenden Rückbau von Atomanlagen, wo sich im Beton, der etwa zu einem Drittel aus Kalzium besteht, infolge von Neutronenbestrahlung das radioaktive Isotop 41Ca bildet. Auch auf diesem Gebiet haben die Mainzer Forscher erste erfolgreiche Messungen durchgeführt. In Zukunft ist auch ein Einsatz in der Altersdatierung denkbar: "Das übliche C14-Verfahren, mit dem z. B. auch das Alter des Ötzis bestimmt wurde, erlaubt eine Alterdatierung nur bis zu etwa 20.000 Jahren", so Wendt. "Mit 41Ca könnte es möglich werden, einige 100.000 Jahre in die Vergangenheit zurückzuschauen."
Quelle:
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Mechanismus des Knochen-Abbaus im Körper geklärt
Neuer Ansatzpunkt im Kampf gegen Knochenschwund
Hamburg - 14.03.2006 - Hamburger Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Komplexbildung zweier Proteine ausschlaggebend für den Abbau von Knochensubstanz ist. Solche genetisch bedingten Störungen im Knochenabbau führen zu der Marmorknochen-Krankheit Osteopetrose, bei der sich die Knochen verdicken und aufgrund mangelnder Flexibilität brechen. Diese seltene Erbkrankheit ist sozusagen das Gegenteil der sehr viel häufigeren Knochenschwund-Erkrankung Osteoporose, unter der in Deutschland etwa 30 Prozent der Frauen nach den Wechseljahren leiden. Die Ergebnisse hat das Forscher-Team um Thomas J. Jentsch vom Zentrum für Molekulare Neurobiologie (ZMNH) der Universität Hamburg http://www.uni-hamburg.de in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature http://www.nature.com veröffentlicht.

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Die ZMNH-Wissenschaftler konnten zeigen, dass das Protein Ostm1 mit dem Protein CIC-7 einen molekularen Komplex bildet, der Chlorid-Ionen durch die Zellwand transportiert. Dadurch sind die beiden Proteine essenziell dafür, dass die Lysosomen funktionieren, die in der Zelle für den Abbau und das Recycling von Zellabfall zuständig sind. Zusätzlich wirken Ostm1 und CIC-7 in Zellen, die für den Abbau von Knochenmaterial spezialisiert sind. Fehlt Ostm1 als Partner, ist der Transporter CIC-7 so instabil, dass das Zellrecycling ausfällt und die Osteoklasten keine Knochen abbauen können. Deshalb sammelt sich Zellabfall an, worunter die Körperzellen leiden.
Das führt nicht nur zu einer Zunahme der Knochendichte. Bei manchen Patienten sterben auch Gehirn- und Nervenzellen ab, was zur Erblindung führen kann. Die Marmorknochen-Krankheit Osteopetrose tritt etwa im Verhältnis 1:20.000 bis 1:40.000 auf und gehört damit zu den seltenen Erbkrankheiten. "Mit unserem Verständnis, wie der Mechanismus des Knochenauf- und abbau funktioniert, kann man jetzt auch besser eingreifen", betont Thomas J. Jentsch im pressetext-Interview. Bereits zwei Pharmakonzerne würden Komponenten entwickeln um den Proteinkomplex zu hemmen, was für eine Verdichtung des Knochens führe, so Jentsch weiter. Bei der Knochenschwund-Erkrankung Osteoporose wäre dieser Effekt positiv. "Wir suchen jetzt nach weiteren Interaktionspatnern, um den Komplex auszuschalten", wirft der ZMNH-Forscher abschließend einen Blick in die Zukunft.
Quelle: pte
Rezept
gegen Knochenschwund:
Weniger Fernsehen, mehr Sport treiben
Osteoporose
droht zur neuen Gesellschaftskrankheit zu werden -
Reader's Digest gibt Ratschläge zur Vorbeugung
Stuttgart
- 20. Februar 2006 - Wer im Alter nicht unter
Knochenschwund leiden will, sollte schon in jüngeren
Jahren auf die
richtige Ernährung und viel Bewegung achten. Weniger
Fernsehen und
Computerspielen, dafür mehr Sport treiben und an der
frischen Luft
sein, lautet die Devise. "Im Kindesalter werden die
Weichen für eine
knochengesunde Lebensweise gestellt", sagte Professor
Eckhard Schönau
von der Poliklinik für Kinder und Jugendliche an der
Uni Köln
gegenüber Reader's Digest. Das Magazin widmet in seiner
März-Ausgabe
dem Thema Knochenschwund - der Osteoporose - ein ganzes
Kapitel und
gibt dabei wichtige Tipps zur Vorbeugung.
Die
Zahlen sind alarmierend. 15 Prozent der deutschen Kinder
und
Jugendlichen kämpfen mit massivem Übergewicht.
Tendenz steigend. Seit
Jahren stellen Experten fest, dass Kinder zunehmend wenig
Muskeln
haben und unsportlich sind. Wenn sie sich dann mal bewegen,
verhalten
sie sich oftmals ungeschickt, was sich in einer zunehmenden
Zahl von
Sturzverletzungen und Knochenbrüchen niederschlägt.
"Ein stabiles,
leistungsfähiges Skelett entsteht nur durch viel Bewegung
und gesunde
Ernährung", sagt Schönau, der zugleich Spezialist
für
Knochenstoffwechsel ist. Er rät deshalb zu einigen
Änderungen im
Lebensstil.
Erste
Regel: Gesunde Knochen brauchen Kalzium. Deshalb ist es
wichtig, Milchprodukte, aber auch Gemüse wie Brokkoli,
Fenchel,
Grünkohl, Mangold und Spinat zu verzehren. Auch kalziumreiche
Mineralwasser sind wichtig. So empfiehlt die Deutsche Gesellschaft
für Ernährung für zehn- bis 15-Jährige
eine tägliche Kalziummenge von
1100 bis 1200 Milligramm. Zum Vergleich: Ein Becher Jogurt
enthält
173 Milligramm Kalzium.
Zweite
Regel: Die Knochen und der gesamte Organismus brauchen
Vitamin D. Wer zu wenig davon hat, bei dem nimmt die
Koordinationsfähigkeit ab. Der Tagesbedarf an Vitamin
D liegt bei
etwa fünf Mikrogramm. Rat der Experten: Mit zwei Fischmalzeiten
pro
Woche ist dieser Wert gut zu erreichen. Wer nicht so gerne
Fisch ist,
sollte raus ans Licht. Denn die Haut bildet mit Hilfe des
Sonnenlichts Vitamin D.
Dritte
Regel: Noch so viel Kalzium und Vitamin D helfen nicht,
wenn es an Bewegung mangelt. Schon jetzt treiben 40 Prozent
der
erwachsenen Deutschen keinen Sport, in Österreich sind
es rund 35
Prozent. Doch ohne Bewegung schwinden die Muskeln und damit
die
Knochen. Deshalb ist es wichtig, Sport zu treiben, der die
Knochen
fordert und deren Wachstum fördert - zum Beispiel Volleyball,
Tennis,
Gewichtheben oder Seilspringen.
Wie
wichtig die Beachtung der drei Regeln ist, beweisen neue
Zahlen. Derzeit leiden in Deutschland rund sechs Millionen
Menschen
unter Osteoporose, ist Österreich haben rund 700.000
Betroffene mit
den schmerzhaften Folgen der fehlenden Knochenpflege zu
tun. Und die
Experten warnen: "Statistisch gesehen erleiden zwischen
30 und 40
Prozent aller Frauen und 20 bis 25 Prozent der Männer
irgendwann nach
dem 50. Geburtstag einen Knochenbruch aufgrund von Osteoporose",
sagt
Professor Helmut Minne, ärztlicher Direktor der Bad
Pyrmonter
Reha-Klinik Fürstenhof. Die Weltgesundheits-Organisation
(WHO) rät
deshalb jeder Frau über 65 Jahre und jedem Mann über
70 Jahre,
regelmäßig eine Knochendichte-Messung vornehmen
zu lassen.
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema
stehen
wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die März-Ausgabe
von Reader's Digest
ist ab 27. Februar an zentralen Kiosken erhältlich.
Quelle: presseportal
Neue
Strategien gegen Osteoporose -
Forscher finden Signalmoleküle, die Knochendichte regulieren
Bonn/Jerusalem - 04.01.2006 - Ein internationales Forscherteam der Universitäten von Bonn http://www.uni-bonn.de und Jerusalem sind der Osteoporose weiter auf die Spur gekommen. Die Forscher haben festgestellt, dass Mäuse mit einem bestimmten Gendefekt eine geringere Knochendichte aufweisen. Eine entscheidende Rolle spielen die so genannten Cannabinoidrezeptoren, berichten die Wissenschaftler in den Fachzeitschriften Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) und Human Molecular Genetics.
Meliha Karsak vom Bonner Life&Brain-Zentrum hat gemeinsam mit ihren Kollegen der Universität Jerusalem festgestellt, dass der Cannabinoidrezeptor CB2 eine wesentliche Rolle bei der Knochendichte spielt. "Wir kennen heute zwei Typen von Cannabinoidrezeptoren, CB1 und CB2", erklärt Karsak. Der CB1-Rezeptor wird von den Nervenzellen im Gehirn gebildet und ist zum Beispiel für die psychische Wirkung von Cannabis verantwortlich. "Der CB2-Rezeptor kommt dagegen nicht in Nervenzellen vor. Seine Funktion war bislang unbekannt." Der Bonner Hirnforscher Andreas Zimmer hat Mäuse gentechnisch so verändert, dass ihr CB2-Rezeptor nicht mehr funktionierte. Das Ergebnis war verblüffend: "Die Tiere verloren nach und nach die stabilisierenden Knochenbälkchen", berichtet Karsak. "Auch war bei ihnen die Zahl der Osteoklasten - das sind bestimmte Zellen, die Knochengewebe abbauen können - um fast die Hälfte erhöht."
Die Forscherin konnte mit einer Kollegen aus Israel und England nachweisen, dass Osteoklasten wie auch ihre Gegenspieler, die für den Knochenaufbau zuständigen Osteoblasten, auf ihrer Oberfläche CB2-Rezeptoren tragen. Signalmoleküle wie die vom Körper gebildeten Endocannabinoide, scheinen auf diesem Weg das Knochenwachstum regulieren zu können. Unterstützt wird diese These durch ein weiteres Experiment mit Mäusen, denen die Eierstöcke entfernt worden waren. Der daraus resultierende Östrogen-Mangel führt normalerweise zum Abbau von Knochensubstanz und schließlich zu Osteoporose. Die Wissenschaftler haben die Mäuse mit einem Wirkstoff behandelt, der spezifisch an den CB2-Rezeptor bindet. Auf diese Weise konnte der durch den Eingriff bedingten Knochenverlust abgeschwächt werden.
Wie sich die Tierversuche auf den Menschen umlegen lassen, haben nun Wissenschaftler in Frankreich untersucht. Tatsächlich fand sich bei Osteoporose-Patientinnen eine bestimmte Variante des CB2 Gens häufiger als bei Gesunden. "Wer diesen Defekt in seinen Erbanlagen mit sich herumträgt, muss jedoch nicht zwangsläufig erkranken. Allerdings tragen Frauen mit dieser Mutation ein dreifach höheres Osteoporose-Risiko", so die Wissenschaftlerin. Der Ergebnisse machen deutlich, dass der CB2-Rezeptor für den Erhalt der normalen Knochenmasse essenziell ist. Darüber hinaus bietet dieses Wissen völlig neuartige Therapiemöglichkeiten. Bei vielen Frauen mit Osteoporose, bei denen der CB2-Rezeptor funktioniert - es also andere Ursachen gibt - könnte man versuchen, den Rezeptor durch Medikamente zu stimulieren und so den Knochenverlust zu bremsen. Bei Patientinnen mit CB2-Defekt machen die jüngsten Resultate Hoffnung.
Quelle: pte
Knochenfestigkeit per Laser bestimmen
26.10.2005 -
Ein neues Verfahren zur Ermittlung der Knochenfestigkeit haben britische und amerikanische Forscher entwickelt. Indem sie einen Laser durch die Haut auf den Knochen richten und das reflektierte Licht analysieren, ermitteln sie sowohl die Mineraliendichte als auch die Menge an Bindegewebsproteinen. Ihre Methode stellen sie im "Journal of Bone and Minerals Research" vor.

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"Die Knochenfestigkeit zu bestimmen, war bislang nur mit Röntgenstrahlung möglich", erläutert Edward Draper vom Imperial College London. Die Röntgenstrahlung könne jedoch nur die Knochenmineralien erfassen und nicht das ebenfalls wichtige Kollagen. "Die neue Technik liefert uns ein vollständigeres Bild, sodass wir das Risiko von Knochenbrüchen aufgrund von Osteoporose besser vorhersagen können."
Bei ihren Tests an Mäusen richteten die Forscher Infrarot-Laserpulse durch die Haut auf die Handwurzelknochen der Tiere. Indem sie die aus der Haut stammenden, etwas früher am Detektor eintreffenden Photonen ausblendeten, konnten sie das vom Knochen zurückgeworfene Licht analysieren. In den Spektren fanden sich die optischen Fingerabdrücke von Calciumphosphat-Mineralien und Kollagen in unterschiedlichen Anteilen - je nachdem, ob normale Mäuse oder solche mit reduzierter Mineralisierung untersucht wurden.
Draper und seine Kollegen hoffen, dass ihr Messverfahren einmal für Reihenuntersuchungen eingesetzt werden kann, insbesondere bei Heranwachsenden. Die Messung der Knochenfestigkeit der Mädchen könne Hinweise auf ein erhöhtes Bruchrisiko in späteren Jahren liefern, so der Forscher. Je früher solche Probleme erkannt würden, desto besser könne über Sport und Ernährung gegengesteuert werden.
Forschung: Edward R. Draper, Division of Surgery, Oncology, Reproductive Biology and Anaesthetics, Faculty of Medicine, Imperial College London und Royal Veterinary College, University of London; und andere
Veröffentlichung Journal of Bone and Mineral Research, Vol. 20(11), November 2005, pp 1968-72
Osteoporose mit Astrophysik erklärbar
System zur Kartierung des Weltalls erfasst Knochenschwund-Risiko genauer
München - 20.10.2005 - Auf den ersten Blick wirken die beiden Wissenschaftsdisziplinen extraterrestrische Physik und Knochenmedizin nicht zusammengehörig. Verkleinert man jedoch das Weltall auf rechnerischem Weg und schrumpft die Sternsysteme zu Punkten, kommt ein Bild zum Vorschein, das der Struktur eines durch Osteoporose geschädigten Knochens gleicht. Das System zur Kartierung des Weltalls erfasst das Osteoporose-Risiko wesentlich präziser als andere Methoden. Die Forscher des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik http://www.mpe.mpg.de haben das Verfahren zusammen mit Medizinern des Münchner Klinikums rechts der Isar http://www.med.tu-muenchen.de entwickelt.
Bisher wurde Osteoporose mithilfe von Knochendichtemessungen, die den Mineralgehalt des Knochens angibt, erfasst. Das Verfahren weist allerdings einige Schwachpunkte auf, da es immer wieder Patienten gibt, die zwar normale Werte aufweisen, dennoch unter so genannten osteoporotischen Frakturen leiden. Wie die beiden Forscher der unterschiedlichen Disziplinen auf diese Idee gekommen sind, schildert Christoph Räth von der Abteilung Theorie und komplexe Plasmen am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching im pressetext-Gespräch. "Der Mediziner Thomas Link hat das Problem der Osteoporose geschildert und Bilder gezeigt", so der Wissenschaftler, der daraufhin die Ähnlichkeit der Struktur mit jener des Weltalls und den dort vorkommenden Strukturen erkannt hat.
Erfasst wird das ganze mit Magnetresonanztomographen. "Es handelt sich dabei nicht um eine bessere Bildgebung, sondern um eine anspruchsvollere und erweiterte Auswertung des Bildmaterials", erklärt Räth, der sich mit Fragen der theoretischen Astrophysik wie etwa der Entstehung des Weltalls beschäftigt. Vor Zeiten gab es nichts weiter als eine heiße Ursuppe, erfüllt mit Energie und ersten, einfachen Teilchen. Darin liefen physikalische Prozesse ab, die sich in der Rückschau bisher nur erahnen lassen. Das Ergebnis dieser Prozesse ist der Kosmos, wie er sich den heutigen Messungen darstellt: mit großen Massen, konzentriert in Galaxien, zwischen denen sich riesige, fast leere Räume erstrecken. Vor rund 20 Jahren kamen die Forscher zur Erkenntnis, dass das All einer Schaumstruktur gleicht. Die Mehrzahl der Galaxien liegt auf virtuellen Kugelschalen, die aneinander kleben wie in einem kosmischen Schwamm. Der Schaum erweist sich als äußerst komplex. Bei der Charakterisierung dieser Strukturen wurden nun verfeinerte mathematische Beschreibungen entwickelt. Sie geben für jeden Raumpunkt an, ob er isoliert steht oder zu einer linien- oder gar flächenartigen Struktur gehört, und wie stark er mit seiner Umgebung vernetzt ist. Beides liefert ein Maß für die räumliche Anordnung und Verteilung der Galaxien
"Diese Verfahren bestimmen die Dimensionalität für Strukturen", erklärt Räth. Das sei auch bei der Osteoporose anwendbar. Auch dabei verändern sich die Strukturen. Die beiden Wissenschaftler haben zunächst die Knochenstruktur von Patienten mittels hoch auflösender Magnetresonanztomografie analysiert. Diese Struktur bildet wasserstoffhaltige Gewebe ab und liefert, da die Hohlräume des Knochens mit Knochenmark gefüllt sind, ein Negativbild der knöchernen Substanz. Auf die so dargestellte schwammartige Struktur wenden die Physiker dann das Verfahren an, das für die Analyse der Weltallbilder entwickelt wurde und gewinnen Aufschluss über die räumliche Architektur des Knochens.
Quelle: pressetext.austria
NEU: Fosavance - Neues Medikament gegen Knochenschwund
München (ots) - 12.09.2005 - Erste und einzige Kombination eines Bisphosphonats mit Vitamin D in einer Tablette zugelassen / Nur einmal pro Woche einzunehmen
Neuer, wichtiger Meilenstein im Kampf gegen die Volkskrankheit Osteoporose: Das weltweit am häufigsten verordnete Bisphosphonat Alendronat gibt es ab sofort auch als feste Kombination mit Vitamin D. Das neue Fosavance vereint damit als erstes und einziges Osteoporose-Medikament in einer Tablette zwei wichtige Substanzen zur modernen Behandlung des Knochenschwunds: Der Wirkstoff Alendronat stoppt den Abbau der Knochen, das Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung. Fosavance ist in Deutschland zugelassen zur Therapie der postmenopausalen Osteoporose bei Patienten mit Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Die Kombi-Tablette vermindert das Risiko für Wirbel- und Hüftfrakturen bei wöchentlich nur einer Einnahme (Wochen-Tablette).
Die meisten Menschen wissen, dass für den Bau stabiler Knochen Kalzium nötig ist. Doch nur wenigen ist es auch geläufig, dass bei der Knochenbildung Vitamin D die Schlüsselrolle spielt: Kalzium kann nämlich nur bei ausreichender Versorgung mit Vitamin D über den Darm aufgenommen und dann in den Knochen eingebaut werden. Fehlt es an Vitamin D, wird nicht nur zu wenig Kalzium aufgenommen, sondern es können auch die Muskeln geschwächt werden. Die möglichen Folgen: Die Stürze und Knochenbrüche werden häufiger, die Patienten leiden unter starken Schmerzen und kommen häufiger in die Klinik. Mit den Knochenbrüchen steigt auch die Gefahr der Pflegebedürftigkeit.
Durch die in der neuen Kombination enthaltenen Wirkstoffe wird diesem Risiko nicht nur auf einen Schlag, sondern auch besonders einfach vorgebeugt: Fosavance enthält 70 Milligramm des stark wirksamen Bisphosphonats Alendronat und 2.800 I.E. (= internationale Einheiten) Vitamin D. Mit der einmal wöchentlichen Einnahme von Fosavance wird die therapeutische Wirkung des Bisphosphonats voll entfaltet und die wissenschaftlich empfohlene Zufuhr von Vitamin D unterstützt.
Osteoporose ist weltweit ein beängstigend schnell wachsendes Gesundheitsproblem. Allein in Deutschland sind über sechs Millionen Menschen daran erkrankt, davon 4,8 Millionen Frauen.
Unheilvolle Folgen der Osteoporose sind unter anderem Knochenbrüche im Bereich der Wirbelsäule und der Hüfte. Frauen stürzen häufiger als Männer und tragen mehr Verletzungen davon.
Dr. Jutta Semler, 1. Vorsitzende des Kuratoriums Knochengesundheit: "Von 2,5 Millionen Wirbelkörperfrakturen jährlich sind 1,7 Millionen Frauen betroffen. Von den 117.000 Patienten, die einen Oberschenkelhalsbruch erleiden, sind 87.000 Frauen. Nur bei der Hälfte aller Betroffenen wird das Krankheitsbild erkannt, noch nicht einmal bei 10 Prozent entsprechend dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt. Dabei ist die Krankheit ohne Behandlung fortschreitend, schmerzhaft, behindernd und teuer."
Quelle presseportal
Knochenstark! Mit Krafttraining gegen Osteoporose
Frankfurt (ots) - 02.09.2005 - Rund sieben Millionen Menschen in
Deutschland sind von Osteoporose (Knochenschwund) betroffen. Aber
Osteoporose ist kein auswegloses Schicksal. Im Rahmen einer
Osteoporosetherapie und -prävention ist ein gezieltes Muskeltraining
eine effektive Methode mit hohem Erfolgspotential.
Die Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin berichtet im Herbst von
einer Untersuchung, wonach sich die Lebensqualität chronisch
Rückenschmerzkranker durch die Teilnahme an der Medizinischen
Kräftigungstherapie (MKT) bei Kieser Training wesentlich verbessert
habe. Von einer Therapie zur Verbesserung der Lebensqualität können
Osteoporosepatienten häufig nur träumen.
Wörtlich übersetzt heißt Osteoporose "poröser Knochen". Durch die
Abnahme der Knochenmasse verlieren die Knochen an Stabilität. Im
fortgeschrittenen Stadium besteht ein erhöhtes Risiko, dass bereits
einfache Stürze und alltägliche Handgriffe wie das Heben eines
schweren Gegenstandes zu einem Knochenbruch führen können.
Osteoporose führt zu Größenverlust, Witwenbuckel, chronischen
Rückenschmerzen, Hängebauch, Verlust der Taillen-Kontur und letztlich
der persönlichen Unabhängigkeit.
Für das Auftreten der Osteoporose sind verschiedene Faktoren
verantwortlich. Wesentlich an der Entstehung beteiligt ist aber ein
chronischer Mangel an muskulärer Belastung. Ziel der
Osteoporoseprävention muss es also sein, genügend Muskelkraft und
-masse aufzubauen. Die Kräfte, die beim Krafttraining auf den Knochen
wirken, regen die Aktivität der Knochenbildungszellen an. Diese
Aufbauprozesse erhalten oder verbessern die Knochengesundheit. Um
Knochenschwund vorzubeugen oder zu therapieren, ist ein gezieltes
Krafttraining, wie es bei Kieser Training angeboten wird, eine
wichtige und bislang zu wenig beachtete Maßnahme.
Durch die ausgewogene Kräftigung der Muskulatur reduziert sich das
Sturzrisiko. Die Gefahr von Verletzungen und Knochenbrüchen nimmt ab.
Der gesamte Körper ist belastbarer und damit steigt auch die
Lebensqualität.
Kieser Training AG ist mit über 110 TÜV-geprüften Betrieben in
Deutschland Marktführer für gesundheitsorientiertes Krafttraining.
Jeder Kunde erhält ein individuelles Programm, das alle wichtigen
Muskeln und Muskelgruppen umfasst. Neben dem Krafttraining zur
Vorbeugung von Beschwerden und Erkrankungen hat Kieser Training die
Kräftigungstherapie zur Behandlung von chronischen Rückenschmerzen
entwickelt, deren Wirksamkeit in der jüngsten Studie erneut
wissenschaftlich bestätigt wurde.
Quelle: presseportal
Einfacher
Fingernageltest für Osteoporose entwickelt -
Disulfidverbindung liefert entscheidende Hinweise
Limerick - 11.07.2005 - Wissenschafter haben ein Verfahren
für einen Osteoporosetest entwickelt, der einfach auf
der Untersuchung des Fingernagels eines Patienten beruht.
Fingernägel und Knochen enthalten eine entscheidende
Verbindungssubstanz, die ihre Festigkeit beeinflusst. Das
Team um Wissenschafter der University of Limerick http://www.ul.ie
geht davon aus, dass geringe Werte dieser Substanz im Fingernagel
auch auf geringe Werte im Knochen hinweisen. Ihr Test biete
eine kostengünstige und leicht zugängliche Möglichkeit,
um festzustellen, ob weitere Untersuchungen erforderlich
sind. Das Verfahren wurde für die Medical Futures -
Innovation Awards http://www.medicalfutures.co.uk
nominiert, deren Gewinner laut BBC gegen Ende des Jahres
bekannt gegeben werden.
Der
Wissenschafter Mark Towler untersuchte die Eigenschaften
von Fingernägeln und Knochen. Er führte Tests
mit Proben von zehn Personen mit und zehn Personen ohne
Osteoporose durch. Es zeigte sich, dass die Werte der Disulfidverbindung,
die für die Verbindung eines Proteinmoleküls mit
dem anderen erforderlich ist, bei Menschen mit Osteoporose
geringer sind. Bei Fingernägeln ist diese Verbindung
für die Bindung des Keratins erforderlich, das den
Nägeln ihre Stärke verleiht. In der Folge untersuchten
die Wissenschafter weitere 200 Personen, bei denen ebenfalls
Scans der Knochen durchgeführt wurden. Dabei stimmten
die Ergebnisse der Scans mit geringen Werten der Disulfidverbindung
überein. Die Wissenschafter suchen derzeit nach weiteren
Finanzierungsmöglichkeiten zur Fortsetzung ihres Projekts.
Sie wollen herausfinden, welche Werte der Disulfidverbindung
auf ein Osteoporoserisiko oder auf eine bereits bestehende
Erkrankung hinweisen.
Quelle:
pte
Osteoporose-Therapie
wird oft aus Unwissen abgebrochen -
Kommunikationslücken brechen europäischen Frauen
die Knochen
Nyon, Schweiz (pte) - 09.06.2005 - Gravierende Mängel bringt eine in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien durchgeführte Pan-Europäische Studie zum Thema Osteoporose ans Tageslicht. Denn in 85 Prozent der untersuchten Fälle wird auf Grund eines Kommunikationsproblems zwischen Arzt und Patient die Behandlung von Osteoporose zu früh eingestellt. Besonders viele Frauen sind sich zwar der Schwere der Erkrankung bewusst, nehmen aber dennoch keine Medikamente ein, da ihnen die Vorteile der medikamentösen Therapie nicht klar sind. Dadurch riskieren sie nicht nur Knochenbrüche und ein höheres Sterberisiko, sondern leiden auch unter möglichen Folgeschäden wie Immobilität und Unabhängigkeitsverlust. Das sind die Ergebnisse einer Studie der International Osteoporosis Foundation (IOF) http://www.osteofound.org.
An der Untersuchung, die im Zeitraum von Januar bis April 2005 stattgefunden hat, haben europaweit 500 Praktiker und 500 Osteoporose-Patienten teilgenommen. Derzeit wird von den Ärzten bei einer Osteoporoseerkrankung am häufigsten eine Bisphosphonat-Behandlung begonnen. Diese sollte laut Angaben der Ärzte (60 Prozent) durchschnittlich drei bis fünf Jahre dauern. Doch 51 Prozent der Patienten erklären, nie darüber aufgeklärt worden zu sein, wie lange sie die Osteoporose-Therapie durchführen müssen. 34 Prozent der befragten Patienten geben an, dass sie entweder nicht wussten, was diese Tabletten bewirkten oder fälschlicherweise annahmen, dass sie keinerlei Wirkung haben. Zwar wussten neun von zehn Betroffenen, dass es sich um eine ernsthafte Erkrankung handelt, doch wurde von den Ärzten berichtet, dass sie beobachten können, wie 85 Prozent der Patienten die Therapie abbrechen. Bei 75 Prozent der Betroffenen führt vor allem die Bewusstmachung der positiven Effekte einer Behandlung zur Fortsetzung der Therapie.
"Die Ergebnisse der Studie machen den Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Osteoporose-Behandlung sichtbar. Die Ursachen für das Missmanagement liegen klar in einem Kommunikationsdefizit zwischen Arzt und Patient. Besonders Ärzte sollten darum verstärkt dahingehend sensibilisiert werden, dass sie während der Konsultation mehr auf die Patienten eingehen", erklärte IOF-Geschäftsführer Daniel Navid.
Quelle: pte
Neuer Ansatz zur Behandlung von Osteoporose -
Viel versprechende Blockade körpereigener Cannabinoide
Aberdeen - 23.05.2005 - Wissenschafter der University of Aberdeen www.abdn.ac.uk haben entdeckt, dass das Blockieren von im Körper natürlich vorkommenden Cannabis-ähnlichen Substanzen den Knochenschwund bei Osteoporose verringern kann. Diese Ergebnisse legen laut BBC auch nahe, dass der Cannabiskonsum negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Knochen haben könnte. Das Team konzentrierte sich auf die Auswirkungen endogener Cannabinoide auf die Knochen. Diese Substanzen funktionieren auf die gleiche Art und Weise wie Cannabis. Sie hängen sich an Rezeptoren im Körper an, die eine Rolle bei einer ganzen Reihe von Vorgängen im Körper spielen. Dazu gehört zum Beispiel auch die Kontrolle des Appetits. Die Ergebnisse der Studie wurden in Nature Medicine www.nature.com/nm veröffentlicht.
Die aktuelle Studie hat nachgewiesen, dass diese Rezeptoren auch in den Knochenzellen vorhanden sind. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Knochendichte und der Abnahme der Knochenmasse. Die Wissenschafter entdeckten zusätzlich, dass Medikamente, die die Cannabinoidrezeptoren blockieren, zur Verhinderung eines Knochenschwundes höchst wirksam sind. Der leitende Wissenschafter Stuart Ralston, jetzt an der University of Edinburgh, www.ed.ac.uk erklärte, dass mit diesen Erkenntnissen ein völlig neuer Ansatz zur Behandlung von Osteoporose und anderen Knochenerkrankungen zur Verfügung stehe. Die Cannabinoid-Expertin Ruth Ross von der University of Aberdeen ergänzte, dass Cannabinoidrezeptor-Blocker seit kurzen für die Behandlung von Fettsucht als sicher und wirksam gälten. Die Forscher entdeckten ebenfalls, dass Medikamente, die diese Rezeptoren stimulieren, schädlich für die Knochen waren und einen erhöhten Knochenschwund verursachten, der seinerseits zu Osteoporose führen kann.
Quelle:. presstext.austria
Prof. Rita Süssmuth und Bundestagsabgeordnete verschiedener Fraktionen unterstützen Nationale Initiative gegen Osteoporose
Sinsheim (ots) - 03.05.2005 - Prof. Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D. und Schirmherrin der Nationalen Initiative gegen Osteoporose (NIO), die Bundestagsabgeordneten Dr. Erika Ober (SPD), Detlef Parr (FDP) und Annette Widmann-Mauz (CDU), die Patientenbeauftragte der Bundesregierung Helga Kühn-Mengel (SPD) sowie die Europaabgeordnete Dr. Angelika Niebler (CSU) haben sich im April 2005 in einer überparteilichen Interessensgruppe zusammengeschlossen, um sich für eine bessere Versorgung der Osteoporose-Patienten einzusetzen.
Vor dem Hintergrund vorherrschender Versorgungsdefizite verfolgen sie gemeinsam mit der 2002 gegründeten Nationalen Initiative gegen Osteoporose (NIO) folgende Ziele:
- Anerkennung der Osteoporose als eine der häufigsten chronischen Krankheiten
- Gewährleistung und Bereitstellung von Ressourcen zur Diagnose und rechtzeitigen Therapie für Osteoporose-Risiko-Patienten bereits vor einem ersten Knochenbruch
- Verbesserung der Qualität der Versorgung von Osteoporose-Patienten, um osteoporosebedingte Knochenbrüche zu verhindern
- Stärkung der Patienten-Selbsthilfe
- Etablierung adäquater Präventionsmaßnahmen für besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen
Die NIO ist ein zeitlich begrenztes, zielgerichtetes Bündnis, dem sich die deutschen Mitgliedsorganisationen des "Dachverband Osteologie e.V." (DVO), des "Dachverband deutschsprachiger Osteoporose-Selbsthilfeverbände und patientenorientierter Osteoporose-Organisationen e.V." (DOP) und der von der WHO ausgerufenen und vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung unterstützten "Bone and Joint Decade" sowie eine Sponsorengruppe der "International Osteoporosis Foundation" (IOF) angeschlossen haben. Sie wird im Rahmen der "Invest in Your Bones"-Kampagne von der IOF gefördert.
Die Forderungen der NIO orientieren sich an evidenz-basierten Osteoporose-Leitlinien. Weitere Informationen und fortlaufende Entwicklungen werden unter www.n-i-o.org veröffentlicht.
Quelle: presseportal
Vitamin D und Kalzium verhindern Knochenbrüche nicht
Ausgewogene Ernährung bei älteren Menschen sinnvoller
Aberdeen - 28.04.2005 - Die Einnahme von Vitamin D oder Kalzium trägt bei älteren Menschen nicht dazu bei, Knochenbrüche zu verhindern. Studien von Wissenschaftern der University of Aberdeen http://www.abdn.ac.uk und der University of York http://www.york.ac.uk konzentrierten sich auf Personen, die aufgrund einer Osteoporose bereits einen Knochenbruch erlitten hatten. Osteoporose-Experten argumentierten laut BBC, dass die Einnahme von Nahrungsergänzungen jedoch auch keinen Schaden verursachen würde. Sie halten eine ausgewogene Ernährung bei älteren Menschen für sinnvoller.

Bild: photoCase
Wissenschafter der University of Aberdeen wählten 5.300 Patienten über 70 Jahren nach dem Zufallsprinzip aus entweder ein Blindpräparat, eine tägliche Dosis Vitamin D, Kalzium oder beide Präparate gemeinsam einzunehmen. Die Teilnehmer wurden zwischen 24 und 62 Monate lang begleitet. Laut der in The Lancet http://www.thelancet.com veröffentlichten Studie erlitten 698 Personen einen Knochenbruch. Die Häufigkeit der Knochenbrüche zwischen den einzelnen Gruppen war nicht unterschiedlich. Die im British Medical Journal http://bmj.bmjjournals.com veröffentlichte zweite Studie kam bei 3.314 Teilnehmerinnen über 70 Jahren zu einem ähnlichen Ergebnis. Beide Studien untersuchten nur die Auswirkungen der Einnahme von Vitamin D und/oder Kalzium bei Menschen, die bereits einen Knochenbruch erlitten hatten aber keine weiteren Medikamente einnahmen.
Quelle: pte
Walking gegen Knochenschwund
27.04.2005 (rgz). In Deutschland sind rund fünf Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt. Was bislang als typisches Frauenleiden galt, wird nachweislich auch zu einer Bedrohung für männliche Knochen. Einer Studie der International Osteoporosis Foundation zufolge ist heute jeder vierte Patient mit Hüftfraktur männlich. Doch der Gefahr, an Knochenschwund zu erkranken, lässt sich mit regelmäßiger Bewegung vorbeugen. Denn bei jeder Bewegung übertragen die Sehnen den Zug und Druck der Muskeln auf die Knochen.
Dabei motiviert der physikalische Reiz die Knochenzellen, neue Knochenmasse aufzubauen. Und selbst ältere Menschen können durch gezieltes Training ihre Knochen kräftigen. Dazu empfehlen Experten neben Schwimmen und Gymnastik vor allem Walking und Wandern. Um zudem bis ins hohe Alter eine hohe Knochendichte zu erhalten, braucht unser Körper Calcium in ausreichender Menge. Leider deckt unsere Nahrung oft nur rund die Hälfte des täglichen Bedarfs an diesem so wichtigen Mineral. Optimal ergänzen lässt sich unser Calciumhaushalt mit Caltrate 600+D ( www.caltrate.de ), denn die schmackhaften Soft Chews - mit Schoko- oder Vanillearoma - enthalten auch den Calciumkurier Vitamin D, der die Aufnahme des Calciums in den Knochen unterstützt. Wer's lieber anders mag, in der Apotheke gibt's Caltrate 600+D auch als Brausetabletten mit frischem Zitronengeschmack und in der praktischen Caplettenform zum Schlucken.
Quelle: djd
Anzeichen für Knochenschwund häufig übersehen
26.04.2005 - Röntgenbilder älterer Patienten liefern Hinweise auf Knochenschwund, die jedoch häufig nicht beachtet werden. Entsprechende Resultate präsentieren kanadische Mediziner im Fachblatt "Archives of Internal Medicine". Ihrer Ansicht nach sollten Ärzte daher genauer hinschauen und eine entsprechende Therapie einleiten - auch dann, wenn die Aufnahmen aus völlig anderen Gründen angeordnet wurden.
Bild: photoCase
"Das wichtigste Resultat unserer Studie ist das Ausmaß der nicht diagnostizierten und nicht behandelten Osteoporose bei älteren Patienten mit Wirbelkörperfrakturen", schreiben die Mediziner um Sumit Majumdar von der University of Alberta in Edmonton. Solche Brüche seien ein typisches Zeichen für Knochenschwund (Osteoporose).
Majumdar und Kollegen begutachteten nachträglich Brustkorb-Röntgenaufnahmen von 459 mindestens 60 Jahre alten Männern und Frauen, die in die Notfallambulanz ihres Krankenhauses eingeliefert worden waren. In 72 Fällen stellten die Mediziner Wirbelfrakturen fest. Die Brüche wurden jedoch in nur 43 der ursprünglichen Berichte erwähnt und lediglich dieser 18 Patienten erhielten bereits eine entsprechende Behandlung.
Forschung: Sumit R. Majumdar, Division of General Internal Medicine, Department of Medicine, University of Alberta, Edmonton; und andere
Veröffentlicht in Archives of Internal Medicine, Vol. 165(8), pp 905-9
Quelle: Scienceticker
"Gold-Rosi" Mittermaier: Schützen Sie Ihre Knochen, bevor es zu spät ist
München - 19.04.2005 - "Der schleichende Knochenschwund wird bei uns leider immer noch nicht ernst genommen, auch von vielen Ärzten nicht", beklagt die ehemalige Spitzensportlerin Rosi Mittermaier. "Es ist erschreckend, wie wenige Patienten eine wirksame Therapie erhalten". Die zweifache Olympiasiegerin macht jetzt deshalb zusammen mit dem Münchner Orthopäden und Olympia-Arzt Dr. Volker Smasal mobil gegen die Gleichgültigkeit. Als Botschafterin der Initiative gegen Knochenschwund will Rosi Mittermaier für mehr Aufklärung sorgen und verrät hier, was sie selbst alles für ihre Knochen tut.

Knochendichtemessung beim Olympia-Arzt: Rosi Mittermaier, Botschafterin der Initiative gegen Knochenschwund, und Olympia-Arzt Dr. Volker Smasal. © Initiative gegen Knochenschwund
Bild: Stroebel Communications
"Ich lasse meine Knochendichte messen, um das Risiko frühzeitig zu erkennen". Die Sportlerin empfiehlt diese Untersuchung besonders Frauen ab 50 Jahren, aber auch allen anderen, wenn sie sich wenig bewegen, Schlankheitsdiäten halten oder stark rauchen. Dass sie von Osteoporose bedroht sind, wird vielen Betroffenen nämlich erst klar, wenn es bereits zum Knochenbruch gekommen ist. Rosi Mittermaier: "Dabei können Osteoporose bedingte Knochenbrüche zum chronischen Dauerschmerz, zum Verlust der Beweglichkeit und in letzter Konsequenz sogar zum Tod führen". Bei rechtzeitiger Diagnose dagegen kann die drohende Entwicklung oft erfolgreich gestoppt werden. Olympia-Arzt Dr. Volker Smasal, dem auch Sport-Stars wie Annie Friesinger, Franziska Schenk und Gunda Niemann vertrauen: "Neben Kalzium und Vitamin D werden heute vor allem die modernen Bisphosphonate zur Behandlung eingesetzt. Besonders Alendronat, der Wirkstoff von Fosamax, kann nachweislich das Risiko drohender durch Osteoporose bedingte Knochenbrüche an den Wirbeln und der Hüfte verringern. Untersuchungen mit Fosamax bei über 17.000 Patienten zeigten, dass mit Hilfe dieses Medikaments sogar bereits verlorene Knochenmasse wieder aufgebaut werden konnte".
"Bewegung hält meine Knochen stark". Sport und Gymnastik sind ein absolutes Muss. Die als "Gold-Rosi" beliebte Rennläuferin hält sich auch mit 54 Jahren daran: "Neben Skilaufen, Radfahren und Nordic Walking habe ich auch den Golfsport für mich entdeckt". Sie empfiehlt außerdem allen Frauen, zu Hause regelmäßig Gymnastik zu treiben.
"Ebenfalls wichtig: eine knochenbewusste Ernährung". Empfehlenswert ist alles, was viel Kalzium enthält, gleichzeitig aber phosphatarm ist.
Orthopäde Dr. Volker Smasal, der in seiner Münchner Praxis bei Rosi Mittermaier die Messung vornahm, erläutert: "Bei der Knochendichtemessung bestimmt der Arzt den Knochenzustand in verschiedenen Bereichen des Skeletts und prüft das bestehende Risiko für einen osteoporotischen Knochenbruch. Die Untersuchung ist einfach und schmerzlos, kann schnell durchgeführt werden und ist im Vergleich zu Röntgenaufnahmen sehr strahlungsarm". Ganz besonders bewährt hat sich - so der Mediziner - die moderne DXA-Technik. "Dabei tastet ein einziger Röntgenstrahl Wirbelkörper und Schenkelhalsknochen ab. Ein Computer errechnet aus den Werten die individuelle Knochendichte."
Die Krankenkassen zahlen die Untersuchung paradoxerweise erst dann, wenn der Patient bereits einen Knochenbruch erlitten hat! "Frauen mit Risikofaktoren sollten jedoch nicht so lange warten, sondern rechtzeitig ein Gespräch mit ihrem Arzt suchen", empfehlen die Olympiasiegerin und der Olympia-Arzt übereinstimmend.
"Die Veranlagung zu Osteoporose kann auch vererbt sein" fügt Dr. Smasal ergänzend hinzu: "Deshalb sollten Frauen, deren Großmutter, Mutter oder Schwester unter Osteoporose litten, einen Rundrücken hatten oder wegen eines Knochenbruchs am Unterarm, Schenkelhals oder Rückenwirbel behandelt werden mussten, ebenfalls beizeiten ihr eigenes Risiko durch die Knochendichtemessung bestimmen lassen".
Weitere Informationen im Internet unter: www.initiativegegenknochenschwund.de
Quelle:
Stroebel Communications GmbH & Co KG
Zwiebeln gegen Knochenschwund?
12.04.2005 - Zwiebeln schmecken nicht nur gut, sie könnten vielleicht auch gegen Osteoporose helfen. Schweizer Forscher haben einen Inhaltsstoff des Gemüses entdeckt, der im Laborversuch die Aktivität von Knochensubstanz abbauenden Zellen hemmt. Ihre Resultate präsentieren sie im "Journal of Agricultural and Food Chemistry".

Bild: photoCase
Die Gruppe um Rudolf Brenneisen von der Universität Bern studierte junge Ratten. Die Tiere hatten in den ersten Lebenswochen Tetracyclin erhalten, ein vom Körper in der Knochensubstanz abgelagertes Antibiotikum. Erhielten die Tiere mit der täglichen Futterration ein Gramm Küchenzwiebel (Allium cepa), schieden sie nach Absetzen des Antibiotikums sehr viel weniger davon mit dem Urin aus als Altersgenossen, die reguläres Futter erhielten. Offenbar lief der Abbau von Knochensubstanz bei ihnen langsamer ab.
Durch aufwändige Analysen und Versuche an Zellkulturen konnten Brenneisen und Kollegen den verantwortlichen Inhaltsstoff identifizieren. Dabei handelt es sich um das kurze schwefelhaltige Peptid gamma-Glutamyl-S-propenylcysteinsulfoxid (GPCS). Je mehr GPCS die Forscher in Kulturen mit Knochen abbauenden Rattenzellen gaben, desto weniger rege fraßen sich diese Osteoklasten in Elfenbeinscheibchen hinein.
Kein anderer der untersuchten Zwiebel-Inhaltsstoffe habe eine ähnliche Hemmwirkung entfaltet, schreiben die Forscher. Daher sei der im Fütterungsversuch beobachtete Effekt vermutlich allein dem GPCS zuzuschreiben. Auf welche Weise das Peptid den Knochenabbau bremse und ob es das auch beim Menschen tue, müsse in weiteren Studien untersucht werden.
Forschung: Herbert A. Wetli, Rudolf Brenneisen und Roman C. Mühlbauer, Forschungsgruppe Phytopharmakologie, Bioanalytik & Pharmakokinetik und Forschungsgruppe Knochenbiologie, Departement Klinische Forschung, Universität Bern; und andere
Vorab-Veröffentlichung Journal of Agricultural and Food Chemistry, DOI 10.1021/jf040457i S0021-8561(04)00457-1
Quelle: Scienceticker
Kostenloser Leser-Service: Aktionspaket Osteoporose
Köln (ots) - 08.04.2005 - Alle 30 Sekunden bricht in Europa ein Knochen - Auslöser ist die Osteoporose, auch Knochenschwund genannt. Allein in Deutschland leiden 4 bis 6 Millionen Menschen an dieser Erkrankung, betroffen sind in erster Linie Frauen nach den Wechseljahren. Die "Aktion Osteoporose" hat es sich zum Ziel gesetzt, den Wissensstand zu dieser Erkrankung zu verbessern. Patienten, die an Osteoporose leiden, oder auch an Gesundheitsthemen Interessierte, können gegen Einsendung einer frankierten Postkarte ein kostenloses Aktionspaket bestellen. Das Paket enthält eine Boschüre zum Thema "Osteoporose", ein Küchen-Mini-Poster sowie eine weitere knochengesunde Überraschung. Das Paket kann unter folgender Adresse bestellt werden:
Aktion Osteoporose
Postfach 19 03 80
50500 Köln
Der Versand der Pakete erfolgt kostenlos, ab sofort - solange der Vorrat reicht (nur innerhalb Deutschlands). Die Aktion Osteoporose ist eine Initiative der Alliance for Better Bone Health (sanofi-aventis Gruppe sowie Procter & Gamble Pharmaceuticals GmbH).
Quelle: presseportal.de
Prävention der Osteoporose: Das Rückgrat stärken!
30.03.2005 - Zunehmende Lebenserwartung und veränderte Lebensgewohnheiten mit geringer körperlicher Alltagsaktivität sind wesentliche Ursachen dafür, dass Osteoporose zu einem wachsenden Gesundheitsproblem mit erheblichen sozialen und finanziellen Folgen geworden ist. Krafttraining kann die Beschwerden deutlich lindern, wie Dr. Monika Siegrist nun in ihrer am Lehrstuhl für Bewegungs- und Trainingslehre (Prof. em. Manfred Grosser) der TU München angefertigten Dissertation "Stellenwert verschiedener Trainingsprogramme in der Prävention der Osteoporose" nachgewiesen hat. Ihr Fazit: Im Rahmen der Osteoporose-Prävention kann bereits eine systematische Wirbelsäulengymnastik Kraft und Befinden deutlich verbessern. Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, bei der die Knochenmasse reduziert und die Mikroarchitektur des Knochengewebes gestört ist. Das Risiko für Brüche steigt. Älteren Frauen wird zur Vorbeugung geraten, körperlich aktiv zu sein, ohne dass sie genaue Hinweise zur Art des Trainings erhalten. In der Dissertation von Dr. Monika Siegrist wurden zwei Krafttrainingsprogramme mit einer Wirbelsäulengymnastik verglichen, um so differenziertere Aussagen über den Nutzen der verschiedenen Trainingsarten zu erhalten. Hintergrund der Arbeit bildeten die bisherigen Erkenntnisse zum Knochenstoffwechsel und zum Einfluss der Muskulatur auf den Knochen. Daneben wurden die altersspezifischen Veränderungen in diesen Bereichen und die Effekte körperlicher Aktivität auf die Psyche einbezogen, um die Wirkung der Trainingsprogramme unter verschiedenen Aspekten beurteilen zu können.

Bild: photoCase
69 postmenopausale Frauen im Alter zwischen 50 und 70 Jahren mit leicht erniedrigter Knochendichte (Osteopenie) trainierten zweimal pro Woche. Sie mussten gesund sein und durften keine in den Knochenstoffwechsel eingreifenden Medikamente einnehmen. Alle Frauen beteiligten sich an einer Wirbelsäulengymnastik. 26 von ihnen trainierten zusätzlich im Rahmen eines konventionellen Krafttrainings an neun Krafttrainingsgeräten, weitere 23 ergänzten die Wirbelsäulengymnastik mit oszillierenden Trainingsgeräten unter Verwendung von Zusatzlasten. Untersucht wurden Veränderungen der Knochenparameter, Muskulatur, Befindlichkeit sowie Rücken- und Nackenschmerzen.
In allen drei Gruppen zeigte sich ein positiver Effekt: Der Knochenverlust in der Lendenwirbelsäule war geringer als altersbedingt zu erwarten. Am Collum ließ das konventionelle Krafttraining die Knochenfläche größer werden - vermutlich eine Anpassung an die mechanischen Reize. Die Teilnehmerinnen am Krafttraining gewannen in Armen und Beinen deutlich an Kraft, während Wirbelsäulengymnastik allein nur die Beinkraft verbesserte. Die dynamische muskuläre Leistungsfähigkeit stieg vor allem in der konventionellen Krafttrainingsgruppe, in geringerem Maß auch in der Wirbelsäulengymnastik. Besonders die Teilnehmerinnen dieser Gruppe gaben im gesamten Studienzeitraum an, sich besser zu fühlen und weniger Schmerzen zu haben.
Im Rahmen der Osteoporose-Prävention kann also bereits eine systematische Wirbelsäulengymnastik Kraft und Befinden deutlich verbessern, so das Ergebnis der Untersuchung. Die umfassende Steigerung der muskulären Leistungsfähigkeit und den Knochen betreffende Anpassungen sind vor allem durch konventionelles Krafttraining erreichbar. Das oszillierende Training in Verbindung mit Zusatzgewichten steigert in erster Linie die Kraft.
Quelle: Technische Universität München
Osteoporose nach den Wechseljahren
Köln- 21.03.2005 (ots) - Das geht an die Knochen: Allein in Deutschland leiden 4 bis 6 Millionen Menschen an Osteoporose (Knochenschwund), Tendenz steigend. Vor allem für Frauen nach den Wechseljahren sind die Folgen oft schwerwiegend. Eine Behandlung mit Medikamenten ist darum bei diesen Patienten häufig unerlässlich.
Zu einer möglichen Osteoporose-Therapie gehört auch die Verabreichung eines Bisphosphonats, z.B. Risedronat, und die ausreichende Versorgung mit Calcium. Die regelmäßige Einnahme aus zwei verschiedenen Packungen, aber nicht zur gleichen Zeit, ist für den Patienten allerdings umständlich. "Vereinfachungen könnten die Therapie-Erfolge steigern und Kosten senken, sagte Professor Johann D. Ringe, Leverkusen, am Rande eines internationalen Osteoporose-Kongresses am vergangenen Wochenende. Diese Anforderungen erfüllt jetzt eine neue, praktische Kombinations-Packung mit Risedronat und Calcium. Neben der einfachen und patientenfreundlichen Einnahme gibt es noch ein Plus: Den Patientinnen entstehen keine Mehrkosten.
Eine effektive Osteoporose-Therapie sollte schnell wirksam sein, das Risiko osteoporotisch bedingter Knochenbrüche nachweislich senken und längerfristig vor Knochenbrüchen schützen. Für Risedronat sind die Forderungen erfüllt: Studien zeigen, dass bereits nach 6 Monaten das Risiko für Wirbelkörperbrüche unter dieser Therapie signifikant gesenkt wird. Eine weitere Studie bestätigte zudem, dass im Zeitraum von 6-7 Jahren mit regelmäßiger Risedronat-Gabe die Zahl der Knochenbrüche nicht weiter zunahm.
Nach den Wechseljahren sollten Frauen täglich 1.300 - 1.500 mg Calcium zu sich nehmen, tatsächlich sind es bei Frauen dieses Alters aber nur 800 - 900 mg pro Tag (Deutsche Gesellschaft für Ernährung, 2000). Dies ergibt eine Calciumlücke von 400 - 700 mg, die Osteoporosepatientinnen über eine Nahrungsergänzung mit Calciumtabletten schließen müssen. Calcium ist für die Knochenneubildung wichtig, und natürlich auch unter der Therapie mit Bisphosphonaten gegen Osteoporose.
In der neuen Medikamenten-Packung für 4 Wochen sind 4 Blister mit je einer Tablette 35 mg Risedronat (die nur einmal in der Woche eingenommen wird) und sechs Calcium-Tabletten mit je 500 mg zur Nahrungsergänzung (für alle anderen Tage in der Woche) enthalten. Die Gefahr einer falschen Einnahme, das heißt Bisphosphonat gleichzeitig mit Calcium, wird so vermindert. Den Patienten gefällt's. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass solch eine Packung das Einnahmeverständnis verbessert und von Patienten vorgezogen wird. Die positive Bilanz: Ein Schutz vor Knochenbrüchen ist jetzt ganz einfach - und das, wie gesagt, ganz ohne Mehrkosten gegenüber der üblichen Medikamenten-Packung mit der Risedronat-35 mg - Wochentablette.
Quelle:
Alliance for Better Bone Health
Zusammenhang zwischen Osteoporose und Zöliakie nachgewiesen
St. Louis (pte, 01. Mär 2005 13:15) - Osteoporosepatienten sollten zusätzlich auf Zöliakie untersucht werden. Wissenschafter der Washington University School of Medicine http://medicine.wustl.edu haben nachgewiesen, dass eine Osteoporose das Risiko auch an Zöliakie zu erkranken um das 17-Fache erhöht. Diese Glutenunverträglichkeit tritt laut BBC bei rund einem Prozent der Bevölkerung auf. An der Studie nahmen 840 Personen teil. In den Archives of Internal Medicine http://archinte.ama-assn.org sprechen sich die Wissenschafter für einen entsprechenden Behandlungsansatz und die Untersuchung aller Osteoporosepatienten aus.
Bild: photoCase
Obwohl Zöliakiepatienten generell über eine geringe Knochendichte verfügen, war der Vorteil einer Untersuchung aller Osteoporosepatienten bis heute nicht bekannt. Das Team testete 266 Patienten mit Osteoporose und 574 gesunde Teilnehmer. Personen mit einem positiven Zöliakietest erhielten in der Folge eine glutenfreie Ernährung. Der leitende Wissenschafter William Stenson erklärte, dass das Zöliakierisiko eine entsprechende Empfehlung rechtfertige. Zuerst sollte bei Osteoporosepatienten ein einfacher Bluttest auf das Vorhandensein von Antikörpern gemacht werden. Ist dieser Test positiv, sollte in einem weiteren Schritt eine genauere Darmbiopsie vorgenommen werden. Eine glutenfreie Ernährung könnte dann bei der Behandlung der Osteoporose Vorteile bringen. Laut Stenson führte das Einhalten einer glutenfreien Diät bei Patienten mit beiden Krankheiten nach einem Jahr zu einer Verbesserung der Knochendichte.
Quelle: pressetext.austria
Mikro-CT-Scanner für die Untersuchung am lebenden Organismus
01.02.2005 - Osteoporose ist eine Krankheit, bei der die Knochendichte abnimmt und damit die Anfälligkeit für Knochenbrüche in belasteten Körperregionen, insbesondere der Wirbelsäule, dem Handgelenk und der Hüfte, steigt.
Osteoporose wurde mit dem Alterungsprozess und Östrogenmangel (nach der Menopause) in Zusammenhang gebracht. Diese Krankheit zeigt sich in räumlichen und zeitlichen Veränderungen des Knochenaufbaus und in daraus folgenden Veränderungen der Knochenstärke als Konsequenz des Alterungsprozesses oder von Östrogenmangel. Der Aufbau und die Stärke der Knochen sind aber nur sehr schwer zu messen und deshalb greifen Forscher und Kliniker in den meisten Studien auf die Knochenmineraldichte (BMD - Bone Mineral Density) zurück, die einfacher zu bestimmen ist als die beiden anderen Werte.
Die Stärke eines Knochens hängt mit der Knochenmenge, der Geometrie (dem Aufbau) des Knochens sowie der Qualität des Matrixgewebes zusammen. Die Messung dieser Parameter kann nicht in vivo durchgeführt werden. Das Ziel des MIAB-Projekts war die Quantifizierung von Veränderungen der Dichte, Geometrie und des Aufbaus von Knochen im Zeitablauf. Dafür wurde ein Mikro-CT-Scanner entwickelt, der Veränderungen am Aufbau der Knochen von Tieren als eine Funktion der Alterung, des Östrogenmangels und der Medikamenteneinnahme überwachen sollte.
Der innovative Mikro-CT-Scanner ist ein hochauflösender Scanner mit niedrig dosierten Röntgenstrahlen für die In-Vivo-3D-Rekonstruktion mit einer detaillierten Feststellbarkeit von bis zu 9 Mikronen in kleinen Labortieren. Die Nutzung von Computermodellen erlaubt die exakte Überwachung des Knochenaufbaus und seiner Veränderungen während der Lebensdauer eines Tieres sowohl unter als auch ohne Berücksichtigung der Einflüsse durch Krankheit oder Medikamente. Das System erlaubt die nichtinvasive Rekonstruktion jedes Querschnitts innerhalb des menschlichen Körpers. Mit dem Programm zur Bildwiedergabe können realistische 3D-Bilder erzeugt werden. Außerdem kann das Objekt durch Rotation, Verschiebung, Vergrößerung sowie Bewegung um und innerhalb des Objekts verändert werden. Das Subsystem zur physiologischen Überwachung misst überdies die Herzfrequenz, die Atmung und die Temperatur des Tieres in Echtzeit und gibt diese wieder.
Durch die Entwicklung des Mikro-CT-Scanners können kleine lokale Veränderungen an den Knochen von lebenden Ratten im Zeitablauf erkannt werden, indem einfach zwei Datensätze mit ähnlichen Ausrichtungen überlagert werden. Auf diese Weise können neue und interessante wissenschaftliche Ergebnisse mit Hinblick auf die Ätiologie und die Behandlung von Osteoporose gewonnen werden, die dieses System nicht nur zu einem nützlichen Forschungsinstrument machen, sondern auch die potenziellen kommerziellen Chancen verdeutlichen.
Quelle: SKYSCAN B.V.B.A.
Keratin-Knochenersatz aus Neuseeland könnte Knochenheilung revolutionieren
24.01.2005 - Forscher der University of Otago haben ein auf Keratin basierendes Hilfsmittel entwickelt, das eine schnellere, bessere und natürliche Knochenheilung unterstützt. Der Keratin-Knochenersatz, entwickelt von Dr. George Dias und Dr. Phil Peplow, könnte bald in der Heilung schwerer Brüche Einsatz finden und bisher verwendete Materialien wie Stahlplatten oder Titanschrauben ersetzen.
Keratin ist ein Protein, das in Haaren, Haut oder Fingernägeln, aber auch in Hörnern, Hufen und der Wolle von Tieren zu finden ist. Es ist widerstandsfähig und vielseitig einsetzbar und wird bereits für die Entwicklung verschiedener medizinischer und anderer Materialien verwendet. Materialien aus Keratin lassen sich in fast jeder Konsistenz erzeugen - von Hydrogel bis zu Substanzen, die fast so hart sind wie Knochen.
Der von Dr. Dias und Dr. Peplow entwickelte Keratin-Knochenersatz hat eine Vielzahl von Vorteilen. Er wird nicht vom Körper abgestoßen und ist komplett biologisch abbaubar, d.h. der Patient behält keine Stahlplatten oder andere Materialien im Körper zurück. Das Material ist darüber hinaus absolut ungiftig und erzeugt keine Reizungen im Körper.
Als Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg hat Dr. Dias in seiner langjährigen Tätigkeit bereits fast alle verfügbaren Materialen wie Edelstahl, Titan oder chemische Polymere verwendet, glaubte aber immer, dass es noch bessere Möglichkeiten der Knochenheilung geben muss. "Eines Tages schaute ich auf meine Fingernägel - die aus Keratin bestehen - und dachte, dass dies das ideale Material für einen Knochenersatz wäre", so Dr. Dias. Er schloss sich mit Dr. Peplow zusammen, um die Einsatzmöglichkeiten von Keratin näher zu ergründen.
"Beim Studium der wissenschaftlichen Literatur stellten wir fest, dass ein entsprechender Einsatz durchaus möglich wäre, dass es aber bisher niemand geschafft hatte, ein Keratinextrakt zu entwerfen, das im Körper eingesetzt werden kann," erläutert Dr. Peplow. In Zusammenarbeit mit Dr. Rob Kelly von der Biotechnologie-Firma Keratec entwickelten sie ein elastisches und bewegliches Material, das aus Schafswolle gewonnen wird. Keratec ist in der Lage, etwa 90 Prozent des Keratins aus Schafswolle zu extrahieren.
Erste Tests des gewonnenen Materials waren sehr vielversprechend. "Ich war von unseren ersten Testergebnissen sehr überrascht, denn es gab nichts, was wir ändern mussten. Es traten keinerlei Reaktionen oder Abstoßungen auf - Vorgänge, die man häufig findet, wenn sich ein fremdes Protein im Körper befindet. Der Körper behandelte das Keratin wie ein Stück eines abgebrochenen Knochens und begann den normalen Regenerationsprozess," so Dias. "Nach einer gewissen Zeit gab es im Körper keinerlei Anzeichen mehr für den Keratin-Knochenersatz, und an seiner Stelle bildete sich neuer Knochen."
Die von den Wissenschaftlern entwickelte und inzwischen patentierte Technologie soll nun in weiteren Schritten von Keratec für die Weiterentwicklung des Keratin-Knochenersatzes und für die Neuentwicklung vielfältiger anderer medizinischer Anwendungsmöglichkeiten genutzt werden.
Quelle: Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund / Institut Ranke-Heinemann
Osteoporose-Schutz beginnt schon im Kindesalter /
Gemüse und Obst sind wichtig für Knochenaufbau
Mannheim (ots) 12.01.2005 - Osteoporose - also Knochenschwund - entwickelt sich mehr und mehr zu einer Volkskrankheit. So vermeldet der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie, dass etwa die Hälfte der Frauen und immerhin ein Drittel aller Männer über 50 Jahren vom Knochenschwund betroffen sind, Tendenz steigend. Die geschätzten Kosten für die Behandlung und die Folgekosten der Osteoporose in Deutschland belaufen sich auf sechs Milliarden Euro.

Foto: handicap-network.de
Was viele nicht wissen: Je ausgewogener und gesünder unsere Ernährung ist und je mehr wir uns bewegen, umso besser sind unsere Knochen für den altersbedingten Knochenschwund vorbereitet. Die Ernährungsempfehlung "5 am Tag" ist ein wichtiges Element in der langfristig angelegten Osteoporose-Vorbeugung, denn die positive Wirkung von Obst und Gemüse auf den Knochenaufbau lässt sich schon in frühen Jahren nachweisen. Das belegen zwei Studien, die im Jahr 2004 in der renommierten Zeitschrift "American Journal of Clinical Nutrition" veröffentlicht wurden.
So beobachtete eine Forschergruppe aus Memphis, USA [1], dass Mädchen, die täglich mehr als drei Portionen Obst und Gemüse zu sich nahmen, eine größere Knochendichte hatten als eine Vergleichsgruppe, die wenig Obst und Gemüse verzehrte. Zugleich verringerte sich die Ausscheidung des für die Knochenbildung wichtigen Calciums bei den Mädchen mit hohem Obst- und Gemüsekonsum. Eine im Oktober 2004 veröffentlichte Studie einer nordirischen Forschergruppe [2] stellte ferner fest, dass sich ein hoher Obst- und Gemüseverzehr positiv auf die Knochendichte von Mädchen auswirken kann.
Eine hohe Knochendichte spielt in der Vorbeugung von Knochenschwund eine wichtige Rolle: So wird der Knochenschwund zwar von einer altersbedingten Verminderung der Sexualhormone ausgelöst, bei einer ausreichenden Ausgangsknochenmasse macht sich der Knochenabbau jedoch langsamer bemerkbar. Sprich: Je mehr Knochenmasse ein Mensch in jungen Jahren aufbaut, desto geringer ist das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Knochenmasse bildet sich allerdings nur dort heraus, wo der Knochen gut ernährt und durch Bewegung ausreichend belastet wird.
Eine "knochenfreundliche" Ernährung ist reich an Calcium und Kalium, den Vitaminen D, C und K sowie an Mineralstoffen wie Magnesium, Selen und Zink. Calcium ist nicht nur in Milchprodukten enthalten, sondern auch in Brokkoli, Lauch, Sellerie und Zwiebeln sowie in Nüssen und Mandeln. Spinat, Kresse, Fenchel und Grünkohl wiederum sind reich an Kalium. Die in Obst, Gemüse und Kräutern enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine - vor allem die Vitamine C und K - unterstützen die Aufnahme von Calcium aus der Nahrung und tragen somit indirekt zu einer höheren Knochendichte bei.
Wer von Kindesbeinen an bei "5 am Tag" mitmacht und täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst verzehrt, legt einen Grundstein für gesunde Knochen bis ins Alter. Und nicht nur das: Obst und Gemüse stärken außerdem das Immunsystem und können der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bestimmten Krebsformen vorbeugen. Weitere Informationen unter www.5amtag.de .
[1] Tylavski et al., Fruit and Vegetable intakes are an independent predictor of bone size in early pubertal children. American Journal of Clinical Nutrition, vol 79, no 2, 311-317
[2] McGartland et al., Fruit and vegetable consumption and bone mineral density: the Northern Ireland Young Hearts Project. American Journal of Clinical Nutrition, vol 80, no 4, 1019-1023
Welt-Osteoporose-Tag hat Dringlichkeit gezeigt: Betroffenen muss geholfen werden
28.10.2004 - Ein Viertel aller über 50-jährigen Frauen leidet unter mindestens einem Wirbelkörperbruch bei Osteoporose. Damit können
Körpergrößenverlust, verminderte Lungenfunktion, chronische
Schmerzen, Einschränkungen im Alltag und emotionale Probleme
einhergehen. Zum ersten Mal wurde nun - wie es für medikamentöse
Therapien üblich ist - durch eine klinische Studie der Wirknachweis
für ein orthopädisches Hilfsmittel erbracht. Die Rückenorthese
Spinomed(R) führte bei Patienten mit osteoporose-bedingten
Wirbelkörperfrakturen zu sensationellen Ergebnissen, die im März 2004
im American Journal of Physical Medicine & Rehabilitation
veröffentlicht wurden(Pfeifer M, Begerow B, Minne HW: Effects of a
New Spinal Orthosis on Posture, Trunk Strength and Quality of Life in
Women with Postmenopausal Osteoporosis. Am J Phys Med Rehabil 2004;
83: Seite 177-186).
Quelle: medi Bayreuth
Die Rückenorthese Spinomed(R)ist nicht nur einfach ein Hilfsmittel für Osteoporose-Patienten, sondern ein richtiges Trainingsgerät mit Bio-Feedback-Mechanismus.
Es wurden randomisiert zwei Gruppen à 31 Teilnehmerinnen mit einem
Durchschnittsalter von 73 Jahren gebildet, die abwechselnd (je sechs
Monate) als Anwendungs- und Beobachtungsgruppe dienten
("Überkreuz-Design"). Im Durchschnitt hatten die Frauen bereits zwei
Wirbelkörperbrüche erlitten. Der Verlust der Körpergröße lag bei
beiden Gruppen bei circa neun Zentimetern. Die Frauen trugen die
Rückenorthese Spinomed(R) über sechs Monate mindestens zwei Stunden
täglich. Untersucht wurden die Rumpfmuskelkraft, der Kyphosewinkel
(Rundrücken, im Volksmund auch Witwenbuckel genannt) die Körpergröße,
die Lebensqualität (Schmerzen, Wohlbefinden und Limitationen im
Alltag) sowie die Lungenfunktion.
Die Anwendung der Rückenorthese führte zu einer Zunahme der
Rumpfmuskelkraft und verbesserte dadurch die Körperhaltung bei den
Patientinnen. Der "Witwenbuckel" konnte deutlich reduziert werden
(Abnahme des Kyphosewinkels um 11 Prozent) und es wurde sogar eine
Zunahme der Körpergröße um sechs Millimeter festgestellt. Durch die
Zunahme der Muskelkraft konnte auch eine verbesserte Standsicherheit
erreicht werden. Dies beugt Stürzen und damit weiteren Knochenbrüchen
vor. Zusätzlich berichteten die Patientinnen über eine Verbesserung
der Lebensqualität: Sie litten weniger unter Schmerzen, es waren
weniger Ruhepausen im Alltag nötig und sie empfanden eine höhere
Belastbarkeit. Das überzeugendste Resultat war aber die hohe
Zufriedenheit der Patientinnen! Denn 90 Prozent der Frauen wollten
nach Ablauf der Studie die Orthese nicht mehr abgeben.
Damit ist Spinomed(R) die erste Orthese, deren Wirksamkeit durch
eine evidenz-basierte Studie nachgewiesen ist. Bisher wurden
Stützkorsette oder Rumpfmieder allein aufgrund der Erfahrung des
verordnenden Arztes verschrieben. Mit dieser Studie wurde nun ein
neuer Standard gesetzt, der angesichts der Gesundheitsreform in
Deutschland einen wegweisenden Beitrag leistet. Denn zukünftig muss
auch für medizinische Hilfsmittel ein Wirksamkeitsnachweis gefordert
werden, der die Zulassung unter Zuteilung einer Hilfsmittelnummer
bewirkt.
Spinomed(R) wird bei Notwendigkeit vom Arzt verordnet und im
Sanitätshaus individuell angepasst. Den Großteil der Kosten übernimmt
die Krankenkasse. Derzeit muss der Patient 10 Euro zuzahlen.
Betroffene und Interessierte finden weitere Informationen im
Internet unter www.medi.de.
ots Originaltext: medi Bayreuth
Welt-Osteoporose-Tag am 20. Oktober
"Gold-Rosi": Knochenfreunde und Knochenfeinde
Ski-As Rosi Mittermaier macht sich als Botschafterin der
Initiative gegen Knochenschwund stark für Vorbeugung und optimale
Behandlung
11.10.2004 - Die zweifache Olympiasiegerin Rosi Mittermaier engagiert sich jetzt ganz besonders intensiv für die Bekämpfung der Volkskrankheit
Osteoporose, die vor allem Frauen bedroht. "Beim Skilaufen musste ich
ja stets mit dem Risiko eines Knochenbruchs leben. Aber gegen die
Knochenbrüche im Alltag aufgrund von Knochenschwund kann man wirklich
etwas unternehmen", stellt die als "Gold-Rosi" gerühmte
Spitzensportlerin mit Nachdruck fest. Als Botschafterin der
Initiative gegen Knochenschwund( www.initiativegegenknochenschwund.de ) empfiehlt sie allen Frauen, ganz gleich ob jung oder schon älter, beim Essen "knochenfreundliche" Lebensmittel zu bevorzugen und sich vor "Knochenfeinden" in Acht zu nehmen.

Quelle: Stroebel Communications GmbH & Co KG
Rosi Mittermaier, Botschafterin der Initiative gegen Knochenschwund: Knochenfreunde (Daumen hoch) und Knochenfeinde (Daumen runter)
Knochenfreunde: Empfehlenswert ist alles, was viel Kalzium
enthält, gleichzeitig aber phosphatarm ist. Zu viel Phosphat macht
die Knochen aufbauende Wirkung von Kalzium zunichte. "Knochenfreunde"
sind - auf Rosis Tisch (s. Foto) auf der rechten Seite - Milch, Käse
und Joghurt, grünes Gemüse wie z.B. Brokkoli und Lauch, Salate und
Kräuter, Obst und Südfrüchte, Nüsse und kalziumreiche Mineralwässer.
Knochenfeinde dagegen vermindern die Kalziumaufnahme oder steigern
unnötig die Ausscheidung des wichtigen Knochenminerals. Dazu gehören
- auf unserem Foto auf der linken Seite - Cola, Limonaden und Kaffee,
Fleisch- und Wurstwaren, phosphathaltige Fertigprodukte, zu viel Salz
und zu viel Zucker, aber auch Zigaretten und zu viel Alkohol.
"Was die Behandlung der Osteoporose angeht, ist Deutschland leider
ein Entwicklungsland. Es ist erschreckend, wie wenig Patienten eine
wirksame Therapie erhalten", beklagt die Botschafterin der Initiative
gegen Knochenschwund. "Dabei gibt es in der Behandlung von
Knochenschwund große Fortschritte: Die so genannten Bisphosphonate
können den gefährlichen Abbau der Knochenmasse stoppen. So
verbesserte das am häufigsten untersuchte Bisphosphonat Alendronat
(Handelsname: Fosamax) bereits nach drei Monaten die Knochendichte in
den untersuchten Körperstellen signifikant. Nach einem Jahr Einnahme
senkte dieses Bisphosphonat das Risiko eines Knochenbruchs um bis zu
50 Prozent."
"Knochenschwund müssen Frauen heute nicht einfach hinnehmen",
unterstreicht Rosi Mittermaier. "Früherkennung, Diagnose und die
richtige Therapie können Knochenbrüchen wirksam vor-beugen."
ots Originaltext: Stroebel Communications GmbH & Co KG
Neues Osteoporose-Medikament zeigt erstmals Wirksamkeit bei der Behandlung älterer Frauen
Seattle, Washington (ots/PRNewswire) 06.10.2004
Beim diesjährigen Kongress der American Society of Bone and
Mineral Research (ASBMR) vom 22. bis 26.09. wurden neue Ergebnisse
präsentiert, die zeigen, dass ein neues, antiosteoporotisch wirksames
Medikament, Protelos(R)(Strontiumranelat), der erste Wirkstoff ist,
der bei osteoporosekranken Frauen über 80 Jahren das Auftreten von
Wirbel- und anderen Frakturen erheblich verringert(1). Frakturen
dieser Art können die Mortalitätsrate in dieser Altersgruppe
drastisch erhöhen (2).
Über einen Versuchszeitraum von 3 Jahren zeigte sich, dass
Protelos(R) im Vergleich zu einem Placebo das Risiko einer
Wirbelfraktur um 32 Prozent (p=0.013) und das anderer Frakturen um 31
Prozent (p=0.011) senkt(1). Protelos(R) erwies sich den Berichten
zufolge als gut verträglich, besonders im oberen
Gastrointestinaltrakt.
"Die sind gute Neuigkeiten für alle älteren, an Osteoporose
erkrankten Frauen, die bisher nur begrenzte Möglichkeiten zur Senkung
des Risikos von Wirbel- und Hüftfrakturen hatten", erklärte der Autor
der Studie, Professor Ego Seeman vom Austin Hospital der Universität
Melbourne, Australien, und Vorstandsmitglied der Internationalen
Osteoporose-Stiftung IOF.
Protelos(R) erhielt kürzlich die Genehmigung zur Vermarktung
innerhalb der Europäischen Union für die Behandlung von
postmenopausaler Osteoporose zur Senkung des Risikos von Wirbel- und
Hüftfrakturen (3). Es ist der erste erhältliche Wirkstoff mit einer
doppelten Wirkungsweise auf den Knochenmetabolismus, indem
gleichzeitig die Knochenbildung gefördert und die Knochenresorption
reduziert wird. Dadurch verlagert sich das Gleichgewicht im
Knochenhaushalt zugunsten der Knochenbildung, was eine höhere
Knochendichte bedeutet (3,4,5).
Ergebnisse früherer Studien zeigten, dass Protelos(R) über einen
Zeitraum von 3 Jahren bei osteoporosekranken Frauen in der
postmenopausalen Phase das Risiko neuer Wirbelfrakturen um 41 Prozent
(P<0.001) und das Risiko neuer Hüftfrakturen um 36 Prozent (p=0.046)
gesenkt hat (6,7). Protelos(R) erwies sich auch bei der Senkung des
Risikos von Wirbelfrakturen bei Patienten, die bisher keine Frakturen
erlitten hatten, als wirksam (8).
Protelos(R) wird in Form einer Portionseinheit täglich eingenommen, ist einfach in der Verabreichung und unterliegt im Gegensatz zu anderen Wirkstoffen keinen Beschränkungen. Es hat sich als effektiv bei der Senkung des Risikos von Frakturen erwiesen, unabhängig von der Ernsthaftigkeit der Erkrankung des Patienten und unabhängig vom jeweiligen Alter. Die hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit sowie die kürzliche Zulassung zum europäischen Markt machen Protelos(R) zu einem erstklassigen Wirkstoff bei der Behandlung aller Fälle von postmenopausaler Osteoporose.
Literaturnachweis:
1. Seeman E, Vellas B, Roux C, et al. First demonstration of
the efficacy of an anti-osteoporotic treatment in very elderly
osteoporotic women. ASBMR 2004.
2. Center JR, Nguy TV, Schneider D et al. Mortality after all
major types of osteoporotic fracture in men and women: an
observational study. Lancet. 1999; 353:878-882.
3. Europäische Zusammenfassung der Produktmerkmale (European
Summary of Product Characteristics)
4. Marie PJ, Ammann P, Boivin G, et al. Mechanisms of action
and therapeutic potential of strontium in bone. Calcif Tissue Int.
2001;69:121-129.
5. Ammann P. Strontium ranelate: mode of action and benefits
for bone quality. Osteoporos Int. 2003; 14: S105 (SY21).
6. Meunier PJ, Roux C, Seeman E, et al. The effects of
strontium ranelate on the risk of vertebral fracture in women with
postmenopausal osteoporosis. N Engl J Med.2004; 350: 459-468.
7. Reginster JY. Patients at high risk of hip fracture benefit
from the treatment with Strontium ranelate. Osteoporos Int. 2004; 15:
S18 (OC39).
8. Reginster JY, Rizzoli R, Balogh A, et al. Strontium
ranelate reduces the risk of vertebral fractures in osteoporotic
postmenopausal women without prevalent vertebral fracture. Osteoporos
Int. 2004; 15: S113 (409SA).
ots Originaltext: CPR Worldwide
Gefahr
für Frauenknochen häufig zu spät erkannt
Neue
Studie ergab: Das Osteoporose-Risiko wird oft übersehen
oder
einfach ignoriert / Selbst nach dem ersten Bruch keine
fachgerechte Behandlung
17.08.2004 - Schon die Vorstellung lässt einen erschaudern:
Alle 30 Sekunden bricht sich jemand in Europa einen Knochen
als Folge einer
Osteoporose. Mal ist es der Arm, oft die Hüfte, besonders
häufig das
Knochengerüst eines Rückenwirbels. Frauen über
50 sind besonders
häufig die Leidtragenden. Knochenschwund gilt für
die
Weltgesundheitsorganisation bereits als das zweitschwerste
Gesundheitsproblem überhaupt, nur noch übertroffen
von den
Herz-Kreislauf-Krankheiten. Das Risiko wird aber oft erst
erkannt,
wenn es bereits gekracht hat und selbst dann erhalten viele
Betroffene keine adäquate Behandlung. Das ist das bestürzende
Ergebnis der neuen Umfrage der Internationalen Osteoporosestiftung
(IOF) bei 1.683 Frauen in neun europäischen Ländern,
die jetzt
anlässlich eines Mediziner-Kongresses in Nizza vorgestellt
wurde.

Gesunder Knochen Osteoporotischer
Knochen
Die Gefahr des Knochenschwunds wächst besonders dramatisch
nach
der Lebensmitte. Die von der IOF und dem Europäischen
Institut für
Frauengesundheit (EIWH) gemeinsam durchgeführte Studie
richtete sich
deshalb an Frauen von 50 Jahren und älter. Aus Deutschland
waren 199
Frauen beteiligt.
Viele der befragten Frauen erwiesen sich als ahnungslos
über ihr
wachsendes Risiko: Gerade mal 28 Prozent waren sich im Klaren
darüber, dass sie durch einen Osteoporosebedingten
Knochenbruch für
immer behindert bleiben könnten. Dass die Krankheit
sogar zum Tod
führen kann, wussten nur zwei Prozent. Dabei droht
dieses Schicksal
nach einem Schenkelhalsbruch in zwölf bis 20 Prozent
der Fälle.
Mängel zeigte die Umfrage aber auch in der ärztlichen
Versorgung:
Nur bei einem Viertel der Frauen wurde die Knochendichte
gemessen.
Das Thema Osteoporose kam in der Arztpraxis nur bei 42 Prozent
der
Frauen zur Sprache. Obwohl jede zehnte Frau seit ihrem 50.
Geburtstag
mindestens einmal einen Knochenbruch erlitten hat, wurde
selbst nach
mehreren Brüchen nur ein Viertel der Betroffenen mit
einem Medikament
gegen Osteoporose versorgt. "Dabei könnte bei
adäquater
Frühdiagnostik und einer spezifischen medikamentösen
Behandlung der
Mehrzahl der Frauen dieser Krankheitsverlauf erspart werden",
betonte
der Bad Pyrmonter Osteoporose-Experte Professor Dr. Helmut
Minne,
Vorstandsmitglied der IOF, bei der Präsentation der
Ergebnisse.
Zur effektiven Behandlung einer Osteoporose stehen heute
die
modernen Bisphosphonate zur Verfügung, mit denen sich
das Risiko
schmerzhafter Wirbelbrüche in klinischen Studien schon
nach nur einem
Jahr um mehr als 50 Prozent reduzieren ließ. In der
längsten bisher
zur Osteoporose-Behandlung durchgeführten internationalen
Studie
wurde die gute Wirkung des Bisphonates von Alendronat sogar
über zehn
Jahre hinweg wissenschaftlich belegt. "Im
Hinblick auf Frühdiagnostik und Therapie ist die
Bundesrepublik im Vergleich zu allen übrigen westeuropäischen
Ländern
Schlusslicht", bedauerte Professor Helmut Minne. "In
Deutschland
erhält allenfalls jeder fünfte Patient überhaupt
eine Therapie und
weniger als zehn Prozent werden systematisch behandelt.
Hier spielt
vermutlich vor allem die Sorge, das Verordnungsbudget für
Medikamente
zu überschreiten, eine Rolle. Auch die Ergebnisse der
neuen Umfrage
zeigen die große Herausforderung an die Ärzte,
Osteoporose besser zu
diagnostizieren und zu behandeln", resümierte
der international
angesehene Experte.
ots
Originaltext: Stroebel Communications
Osteoporose:
Auch Schlanke trifft sie - Mollige tragen sogar einen Schutz
in sich
Baierbrunn (ots) 11.08.2004 - Die Osteoporose zu deutsch
Knochenschwund ist keineswegs nur eine Krankheit Übergewichtiger.
Auch wenn übermäßige Pfunde ein höheres
Risiko bedeuten, sind große, sehr
schlanke Frauen ebenfalls gefährdet, berichtet das Gesundheitsmagazin
"Apotheken Umschau". Mollige Frauen tragen sogar
einen Schutz in
ihren Fettdepots: Sie speichern das Hormon Östrogen,
das vor
Knochenschwund schützt. Doch auch dabei kommt es auf
das richtige Maß
an: Jedes überflüssige Pfund belastet geschädigte
Wirbel und Knochen
zusätzlich. Die Basis für Knochengesundheit wird
übrigens in jungen
Jahren gelegt. Wer sich bis zum 30. Lebensjahr kalziumreich
mit viel
Milch, Kefir, Quark und Käse ernährt und sich viel
bewegt, baut den
besten Schutz gegen die Osteoporose auf.
ots-Originaltext:
Wort und Bild - Apotheken Umschau
Das
neue Osteoporose-Mittel Bonviva hilft Frakturen verhüten-
selbst nach einem behandlungsfreien Zeitraum von über
zwei Monaten
Basel,
Schweiz und Philadelphia, Pennsylvania (ots/PRNewswire)
Vergleichsstudie mit täglicher Verabreichung und Intervall-Therapie
02.08.04 - Eine im August im Journal of Bone Mineral Research
veröffentichte
Studie hat gezeigt, dass das neue Osteoporose-Mittel Bonviva(R)
(Ibandronat-Natrium) bei täglicher Einnahme das Risiko
von
Wirbelfrakturen bei Frauen mit postmenopausaler Osteoporose
bedeutend
reduzieren kann. Das Präparat trägt aber auch
nach einem
behandlungsfreien Zeitraum von mehr als 2 Monaten noch zur
Senkung
des Risikos bei.[1] Damit konnte zum ersten Mal gezeigt
werden, dass
auch eine Bisphosphonat-Therapie mit längeren
Verabreichungsintervallen das Wirbelfrakturrisiko signifikant
senken
kann.
Diese Studie diente als Basis für die im Mai 2003 in
den USA
erteilte Genehmigung für die Boniva-Tabletten Formulierung
(2,5 mg
einmal täglich) und die im Februar 2004 in Europa erteilte
Genehmigung für Bonviva-Tabletten für die Behandlung
der
postmenopausalen Osteoporose. Der andere wichtige Aspekt
der Studie,
der auch im Journal of Bone Mineral Research diskutiert
wurde, ist,
dass das Präparat zum ersten Mal auf anhaltende Wirksamkeit
bei
Intervall-Behandlung getestet wurde. Die Studie bestätigte
die
Vermutung, dass Intervall-Behandlungen mit längeren
behandlungsfreien
Zeitträumen (in diesem Fall zwei Monate) möglich
und wirksam sind.
Diese Entdeckung führte zur Entwicklung einer monatlich
oral
verabreichten und einer vierteljährlich intravenös
verabreichten
Bonviva-Therapie. Die Studie zeigte weiterhin, dass Bonviva
im
Allgemeinen gut verträglich war.
"Bisphosphonate müssen traditionell sehr regelmässig
eingenommen
werden, was eventuell für Patienten unbequem sein kann
und daher oft
zum Behandlungsabbruch führt", sagte Charles Chestnut,
M.D.,
Professor, Department of Radiology, University of Washington,
Seattle, USA, Leitender Wissenschaftler und Verfasser des
Artikels.
"Osteoporose ist ein chronischer Krankheitszustand
und es ist sehr
wichtig, dass Patienten sich an die Einnahmevorschriften
halten,
damit die Therapie Erfolg hat."
Professor Chestnut sagte, dass die in der aktuellen Ausgabe
von
JBMR veröffentlichten Studie die Grundlage für
die Entwicklung
verschiedener Ibandronat-Therapien bietet, die den Patienten
das
Einhalten der Einnahmevorschriften leichter machen als die
in dieser
Studie getesteten täglich verabreichte und Intervall-Therapien.
Roche and GlaxoSmithKline, die dieses Medikament gemeinsam
entwickeln, beabsichtigen nicht, Antrag auf Zulassung der
spezifischen in der Studie getesteten Intervallformulierungen
zu
stellen. Sie haben jedoch im Mai 2004 einen zusätzlichen
Antrag auf
Zulassung eines neuen Medikaments oder sNDA (supplemental
new drug
application) gestellt, und zwar für die monatlich verabreichte
Formulierung. Es wird erwartet, dass ein ähnlicher
Antrag der EMEA
für Bonviva zur Genehmigung vorgelegt wird. Ein Antrag
auf Zulassung
für die vierteljährliche intravenöse Formulierung
wird später
ebenfalls folgen. Die beiden Unternehmen beabsichtigen nicht,
die
aktuell zugelassene einmal tägliche Fornulierung zu
vermarkten.
Die Studie und deren Ergebnisse
Die Veröffentlichung präsentiert Ergebnisse von
BONE (Oral
IBandronate
Osteoporosis Vertebral Fracture Trial in North America and
Europe), einer dreijährigen, doppelblinden, randomisierten,
Plazebo-kontrollierten Studie an 2.946 Frauen im Alter zwischen
55
und 80 Jahren mit postmenopausaler Osteoporose. Den Teilnehmerinnen
wurde entweder einmal täglich (1 Dosis zu 2,5 mg) oder
intermittierend (12 Dosen zu 20 mg jeden zweiten Tag zu
Beginn jedes
dreimonatigen Intervalls) ein Plazebo oder Bonviva oral
verabreicht.
Alle Teilnehmerinnen erhielten ausserdem täglich Kalzium
(500 mg) und
Vitamin D (400 IU).
Nach drei Jahren hatten die täglich und die intermittierend
verabreichte Ibandronat-Formulierung das Risiko neuer Wirbelfrakturen
im Vergleich zum Plazebo um 62% bzw 50% gesenkt. Das Risiko
von
Wirbelfrakturen betrug 4,7 Prozent, 4,9 Prozent und 9,6
Prozent für
die drei Gruppen (tägliche Verabreichung, intermittierende
Verabreichung, Plazebo). Bei Patienten mit einem höheren
Risiko für
andere als Wirbelfrakturen wurde das Risiko bis zu 69% gesenkt.
Sowohl die intermittierend als auch die täglich behandelte
Gruppe
erzielten im Verlauf der drei Jahre eine signifikante Erhöhung
der
Knochendichte in der Lendengegend (6,5 Prozent, 5,7 Prozent
und 1,3
Prozent für tägliche Verabreichung, intermittierende
Verabreichung,
Plazebo) und in der Hüfte (3,4 Prozent, 2,9 Prozent
und 0,7 Prozent
für tägliche Verabreichung, intermittierende Verabreichung,
Plazebo).
Beide Therapiemethoden waren allgemein gut verträglich.
Über Bonviva
Bonviva, ein wirkungsvolles Bisphosphonat, ist bisher in
klinischen Studien mit über 9.000 Teilnehmerinnen getestet
worden.
Das fortdauernde klinische Entwicklungsprogramm beschäftigt
sich mit
der Auswertung von monatlich oral bzw. vierteljährlich
intravenös
verabreichten Formulierungen bei Frauen in der Postmenopause
mit
Osteoporose.
Bonviva ist für die Behandlung und Vorbeugung von Osteoporose
bei
Frauen in der Postmenopause indiziert. Bei dieser Zielgruppe
bewirkt
Bonviva eine Reduktion der Knochenumsatzrate, eine Erhöhung
der
Knochendichte und eine Senkung des Wirbelfrakturrisikos.
ots Originaltext: GlaxoSmithKline Plc and Roche
18.05.2004 - Wer es nicht selbst erlebt, kann es nicht glauben - aber es
stimmt: Osteoporose macht einsam! Wer nicht mehr ausgelassen zum
Tanzen oder einfach nur schmerzfrei spazieren gehen kann, verkriecht
sich zu Hause und nimmt nicht mehr aktiv am Leben teil. Durch die
fortschreitende Verkrümmung des Rückens werden nicht nur das
Sichtfeld und die Lungenfunktion eingeschränkt, sondern auch das
Selbstbewusstsein. Die betroffenen Patienten fühlen sich oftmals wie
"gebeugte Mütterlein".
Dass Osteoporose eine Volkskrankheit darstellt, liegt auf der
Hand: Allein in Deutschland sind sieben Millionen Menschen von
Knochenschwund betroffen. Von ihnen sind 2 Millionen Frauen und
800.000 Männer an Osteoporose mit Wirbelkörperbrüchen erkrankt. Jedes
Jahr erleiden etwa 205.000 Patienten Wirbelkörperbrüche und ca.
130.000 Patienten Oberschenkelhalsbrüche. Jede vierte Frau über 50
Jahre lebt mit dem Risiko osteoporose-bedingter Knochenbrüche - und
die Alterspyramide weist immer mehr ältere Menschen auf.
Eine aktuelle Studie, die im März 2004 im American Journal of
Physical Medicine & Rehabilitation veröffentlicht wurde, hat nun die
Wirkung einer Orthese - eines Stützkorsetts - nachgewiesen, mit denen
Osteoporose-Patienten wieder aktiv am Leben teilnehmen können. Diese
Rückenorthese - Spinomed(R) - führte bei Patienten mit
osteoporose-bedingten Wirbelkörperfrakturen zu sensationellen
Ergebnissen: Verbesserung der Rückenmuskulatur, bessere
Standfestigkeit und damit weniger Stürze, Aufrichtung der Wirbelsäule
und damit Erhöhung der Körpergröße und Verbesserung der
Lungenfunktion - und nicht zuletzt mehr Lebensqualität durch
erhebliche Schmerzreduktion!
Die Rückenorthese Spinomed(R) wird bei Notwendigkeit vom Arzt - in
der Regel vom Orthopäden - verordnet und im Sanitätshaus individuell
angepasst. Den Großteil der Kosten übernimmt die Krankenkasse.
Derzeit muss der Patient lediglich 10 Euro zuzahlen.
Informationen für Betroffene bietet das Internet unter
www.medi.de.
ots Originaltext: medi Bayreuth
München / Haar - 12.05.2004 - Das jetzt veröffentlichte Endergebnis des nationalen Frakturregisters bestätigt: Millionen Knochenschwund-Betroffene erhalten keine wirksame Therapie und leiden unter schmerzhaften, teils lebensgefährlichen Knochenbrüchen.
Alarmierende Zustände: In Deutschland sind schätzungsweise über
fünf Millionen Menschen von Osteoporose betroffen, aber nur die
wenigsten werden effektiv therapiert. Eine wirksame Therapie bleibt
oft auch dann aus, wenn es zur Fraktur gekommen ist. Dies belegen die
Zahlen des Frakturregisters. Demnach wird die Krankheit selbst bei
Patienten mit hüftgelenksnaher Fraktur meist erst sehr spät oder gar
nicht erkannt.
Bei circa 60 Prozent der Frakturpatienten, die in eine Rehabilitationsklinik eingeliefert wurden, wurde ein Verdacht auf Osteoporose geäußert. Trotzdem wurde in fast 97 Prozent der Fälle keine Knochendichtemessung durchgeführt, die dem Arzt eine sichere Diagnose ermöglicht hätte. Dabei ist Früherkennung wichtig, damit Patienten rechtzeitig behandelt werden. Nur so lassen sich schwere Folgeschäden für die Patienten verhindern. Gerade in dieser Hinsicht sind die Zahlen des Frakturregisters jedoch erschreckend: Lediglich ca. 20 Prozent der Patienten aus Rehabilitationskliniken und nur ca. sechs Prozent der Patienten aus Akutkliniken erhielten nach ihrer Entlassung eine effektive Therapie mit Bisphosphonaten. Und das, obwohl Deutschland über ausreichend hochwirksame Medikamente verfügt. Eine Therapie mit Bisphosphonaten kann das Risiko von Knochenbrüchen verringern und die Erkrankung aufhalten.
Die Daten machen klar: In Deutschland sind Knochenschwund-Patienten dramatisch unterversorgt. Auch aus volkswirtschaftlicher Sicht ist dieser Zustand skandalös. Für die Pflege der Betroffenen, die unter den Folgeschäden einer unbehandelten Osteoporose leiden, muss das Gesundheitssystem zur Zeit jährlich zwischen vier und fünf Milliarden Euro aufwenden - unnötige Kosten, die durch eine gezielte medikamentöse Therapie eingespart werden könnten. Die Krankheit wird jedoch kaum erkannt, und viel zu selten erfolgt eine effektive Therapie. Deshalb ist es wichtig, ausführliche Aufklärung zu leisten und die Menschen zu motivieren, ein beratendes Gespräch mit ihrem Arzt zu suchen.
Knochen-Woche: Checken Sie Ihr Osteoporose-Risiko!
Vom 17. bis zum 23. Mai findet die bundesweite "Knochen-Woche"
statt.
Die Initiative gegen Knochenschwund ruft auf: "Denken Sie diese
Woche besonders an Ihre Knochen!" Vereinbaren Sie einen Termin bei
Ihrem Arzt und fragen Sie nach Ihrem Osteoporose-Risiko. Den
Osteoporose-Risiko-Test der Initiative gegen Knochenschwund erhalten
Sie kostenfrei unter 0800 / 066 12 79.
Mehr Informationen unter:
www.initiativegegenknochenschwund.de
ots Originaltext: Initiative gegen Knochenschwund
DKFZ: Neuer Ansatz für die Osteoporose-Forschung
25.03.2004 - Die Entwicklungsbiologie könnte eine neue Strategie für die Osteoporose-Forschung liefern. Vor kurzem schloss dazu das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) einen Lizenzvertrag mit ProSkelia Pharmaceuticals in Paris ab. Basierend auf Forschungsergebnissen von Professor Christof Niehrs, Leiter der Abteilung Molekulare Embryologie des DKFZ, will die Firma in den kommenden zwei Jahren nach neuen Wirkstoffen zur Behandlung von Knochenerkrankungen beim Menschen suchen.
Ziel des neuen Therapieansatzes ist der Rezeptor LRP 5, der unter anderem auf der Oberfläche knochenbildender Zellen (Osteoblasten) vorkommt. Bindet daran ein bestimmtes Protein, Dkk1 (Dickkopf 1), wird die Knochenbildung blockiert. Mitarbeiter von ProSkelia testen nun Wirkstoffe, die das Andocken von Dkk1 an LRP 5 verhindern und dadurch einen normalen Knochenaufbau ermöglichen sollen. Die Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skeletts, bei der die Knochendichte so stark abnimmt, dass der Knochen porös und brüchig wird. Infolgedessen steigt das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden. Weltweit sind rund 150 Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen, ein Drittel davon sind Frauen jenseits der Wechseljahre.
Die Familie der Dickkopf-Gene entdeckten Christof Niehrs und Kollegen an befruchteten Eiern des afrikanischen Krallenfrosches Xenopus. Der ungewöhnliche Name stammt aus der Beobachtung, dass Tiere, die das Dickkopf-Gen in unnatürlich großer Menge aktivieren, einen vergrößerten Kopf entwickeln. Diese Entwicklungskontrollgene regulieren über zelluläre Signalwege die Ausbildung des Wirbeltierbauplans. "Wir wissen, dass es auch beim Menschen ein Dickkopf-Gen gibt, das vermutlich eine entsprechende Rolle bei der Knochenbildung spielt, wie wir es in unseren Untersuchungen an Fröschen festgestellt haben", erläutert der Entwicklungsbiologe die mögliche Bedeutung seiner Forschung für den Menschen. Mit dieser Eigenschaft rückt das Dickkopf-Gen in den Fokus der Osteoporose-Forschung, die nach Möglichkeiten sucht, die Knochenbildung anzuregen oder den Knochenabbau zu bremsen.
Der Lizenzvertrag mit ProSkelia Pharmaceuticals umfasst die Anwendung der DKFZ-Patente für die Gene und Proteine von Dkk1 und Kremen. Kremen-1 und -2 sind ebenfalls Rezeptoren für Dkk1 und daher auch mögliche Ziele für ein Therapeutikum. Die Kooperation sieht vor, dass Christof Niehrs und sein Team weiterhin die Signalwege und die grundsätzlichen biochemischen Fragen zu Dkk1 beforschen, während ProSkelia nach einem LRP 5 Antagonisten sucht.
ProSkelia ist ein unabhängiges Biopharmazie-Unternehmen mit Sitz in Paris, das zurzeit etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen forscht schwerpunktmäßig auf den Gebieten Knochenerkrankungen und Hormonstörungen.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Die Stabsstelle Technologietransfer sichert und vermarktet Erfindungen, Forschungsergebnisse und Technologien des DKFZ. Die Verwertungsstrategie umfasst Patentierung, Lizenzierung, Kooperationsvereinbarungen mit der Industrie und Ausgründungen von Start-Up-Firmen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum
Witwenbuckel adé! Wirkung einer Rückenorthese bei Osteoporose zum ersten Mal wissenschaftlich nachgewiesen
Bayreuth - 18.03.2004 - Ein Viertel aller über 50-jährigen Frauen leidet unter mindestens einem Wirbelkörperbruch bei Osteoporose. Damit können Körpergrößenverlust, verminderte Lungenfunktion, chronische Schmerzen, Einschränkungen im Alltag und emotionale Probleme einhergehen. Zum ersten Mal wurde nun - wie es für medikamentöse Therapien üblich ist - durch eine klinische Studie der Wirknachweis für ein orthopädisches Hilfsmittel erbracht. Die neu entwickelte Rückenorthese Spinomed(R) führte bei Patienten mit osteoporose-bedingten Wirbelkörperfrakturen zu sensationellen Ergebnissen, die in diesen Tagen im American Journal of Physical Medicine & Rehabilitation veröffentlicht wurden. Es wurden randomisiert zwei Gruppen à 31 Teilnehmerinnen mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren gebildet, die abwechselnd (je sechs Monate) als Anwendungs- und Beobachtungsgruppe dienten ("Überkreuz-Design").
Im Durchschnitt hatten die Frauen bereits zwei Wirbelkörperbrüche erlitten. Der Verlust der Körpergröße lag bei beiden Gruppen bei circa neun Zentimeter. Die Frauen trugen die Rückenorthese Spinomed(R) über sechs Monate mindestens zwei Stunden täglich. Untersucht wurden die Rumpfmuskelkraft, der Kyphosewinkel (Rundrücken, im Volksmund auch Witwenbuckel genannt) die Körpergröße, sowie die Lebensqualität (Schmerzen, Wohlbefinden und Limitationen im Alltag) und die Lungenfunktion. Die Anwendung der Rückenorthese führte zu einer Zunahme der Rumpfmuskelkraft und verbesserte dadurch die Körperhaltung bei den Patientinnen. Der "Witwenbuckel" konnte deutlich reduziert werden (Abnahme des Kyphosewinkels um 11%), und es wurde sogar eine Zunahme der Körpergröße um sechs Millimeter festgestellt. Durch die Zunahme der Muskelkraft konnte auch eine verbesserte Standsicherheit erreicht werden. Dies beugt Stürzen und damit weiteren Knochenbrüchen vor. Zusätzlich berichteten die Patientinnen über eine Verbesserung der Lebensqualität: Sie litten weniger unter Schmerzen, es waren weniger Ruhepausen im Alltag nötig und sie empfanden eine höhere Belastbarkeit. Das überzeugendste Resultat war aber die hohe Zufriedenheit der Patientinnen! Denn 90% der Frauen wollten nach Ablauf der Studie die Orthese nicht mehr abgeben. Damit ist Spinomed(R) die erste Orthese, deren Wirksamkeit durch eine evidenz-basierte Studie nachgewiesen ist. Bisher wurden Stützkorsette oder Rumpfmieder allein aufgrund der Erfahrung des verordnenden Arztes verschrieben. Mit dieser Studie wurde nun ein neuer Standard gesetzt, der angesichts der Gesundheitsreform in Deutschland einen wegweisenden Beitrag leistet. Denn zukünftig muss auch für medizinische Hilfsmittel ein Wirksamkeitsnachweis gefordert werden, der die Zulassung unter Zuteilung einer Hilfsmittelnummer bewirkt.
Quelle der Studie: Pfeifer M, Begerow B, Minne HW: Effects of a New Spinal Orthosis on Posture, Trunk Strength and Quality of Life in Women with Postmenopausal Osteoporosis. Am J Phys Med Rehabil 2004; 83: Seite 177-186.
ots Originaltext: medi Bayreuth
Neue
Studie
Noch immer Unterversorgung bei Osteoporose-Behandlung
Berlin
- 16.02.2004 - Die Zahlen sind dramatisch: In Deutschland
gibt es zur Zeit vier bis sechs Millionen Osteoporose-Kranke.
Die Weltgesundheits-organisation (WHO) hat die Stoffwechsel-Erkrankung
der Knochen in die Liste der zehn wichtigsten Krankheiten
aufgenommen. Laut WHO wird sich die Zahl der Oberschenkelhalsbrüche,
eine der häufigsten Folgen der Osteoporose, bis zum
Jahr 2025 weltweit verdoppeln. Zur Zeit erleiden in Deutschland
mehr als 120000 Menschen einen Oberschenkelhalsbruch. Die
jährlichen Kosten für die Behandlung dieser Frakturen
und ihrer Folgekosten liegen in Deutschland bei 4,5 bis
5 Milliarden Euro. Auf
Initiative der Bundesapothekerkammer wurde die Versorgung
in den Bundesländern Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg
untersucht. Diese Studie schlägt jetzt Alarm: Die Osteoporose
noch immer ein Stiefkind der Therapie. Die Patienten sind
unterversorgt. Fast die Hälfte (45 Prozent) der Patienten
werden überhaupt nicht behandelt. Nur 10 bis 15 Prozent
der Versicherten erhielten eine dem Stand der Wissenschaft
entsprechende Kombinationstherapie aus einem Bisphosphonat,
Calcium und Vitamin D. Man muss dabei berücksichtigen,
dass viele Patienten kein Calciumpräparat mehr verordnet
bekommen, diese jedoch frei verkäuflich erwerben können.
Doch selbst wenn alle Patienten ein Calciumpräparat
einnähmen, würden in Bayern lediglich 17,6 Prozent,
in Sachsen 25,4 Prozent und in Baden-Württemberg 14,5
Prozent der Behandelten leitliniengerecht behandelt. Noch
schlimmer: Die verordneten Bisphosphonate reichten nur für
50 bis 56 Prozent der Tage des Jahres 2002. Lediglich bei
22 Prozent (Bayern) bis 28 Prozent (Sachsen) der behandelten
Patienten wurde der Jahresbedarf an Bisphosphonaten zu mehr
als 80 Prozent abgedeckt. Damit liegt Deutschland im Therapievergleich
weit hinter Frankreich, England, Italien und Spanien.
Eine
Verbesserung der Versorgung ist dringend erforderlich. Bisphosphonate
ersparen Osteoporose-Patienten schmerzhafte Knochenbrüche.
Richtig eingesetzt, können Bisphosphonate die Zahl
der Oberschenkelhalsbrüche halbieren. Allein durch
zielgerichtete Prävention und damit Vermeidung der
Hälfte der Frakturen könnten schätzungsweise
zwei Milliarden Euro eingespart werden. Kurz- und mittelfristig
ließen sich bei den direkten Frakturkosten etwa 400
Millionen Euro einsparen. Zudem würde die Lebensqualität
der Betroffenen deutlich verbessert.
Quelle: ABDA
Knochendichtemessung
mangelhaft - Osteoporose-Expertin: „Ärzte setzen
Messung unkritisch ein“
Baierbrunn
- 10.02.2004 - Jährlich bricht allein bei deutschen Frauen
200.000mal ein Wirbelkörper. Ursache meistens: Osteoporose,
die
Rückbildung der Knochensubstanz. Deshalb gab es nicht
nur unter
Ärzten böses Blut, als die Knochendichtemessung
zur Vorsorge aus dem
Erstattungskatalog der Krankenkassen gestrichen wurde. Doch
die
renommierte deutsche Osteoporose-Expertin Dr. Jutta Semmler,
Berlin,
weist den Ärzten wegen ihrer „unkritischen“
Handhabung dieser
Untersuchung eine Mitverantwortung zu. „Als Vorsorgeuntersuchung
für
alle ist die Knochendichte nicht geeignet“, sagt sie
im Interview mit
dem Apothekenmagazin "Gesundheit". Sie solle erst
im Rahmen einer
gründlichen Untersuchung, die auch andere Faktoren einbezieht,
eingesetzt werden. Und: Die deutschen Ärzte müssten
sich sorgfältiger
schulen. Als Prüferin zur Knochendichtemessung, so berichtet
Dr.
Semmler, lasse sie „auch mal Hochschullehrer durchfallen“.
Originaltext: Wort und Bild - Gesundheit
Initiative
gegen Knochenschwund: Alarmsignal Sturz - oft ein erstes
Anzeichen für Osteoporose
Haar - 06.02.2004 - Wenn Osteoporosebetroffene stürzen,
dann kommt es dabei oft zu schwerwiegenden, teils sogar lebensbedrohlichen
Brüchen.
Wichtige Erkenntnisse zu diesem Thema liefert eine aktuelle
Studie.
90 Prozent aller Hüftfrakturen bei älteren Menschen
sind die Folge
eines Sturzes, so ein Ergebnis der EPIDOS-Studie (Epidémiologie
de
L'Ostéoporose). "Ein Sturz ist häufig die
Ursache von Knochenbrüchen
und damit auch ein erstes Alarmsignal für Osteoporose",
erklärt Prof.
Dr. Pientka, Direktor der Medizinisch-Geriatrischen Klinik
an der
Ruhr-Universität Bochum. "Vielfach wird jedoch
versäumt, Patienten
nach einem Sturz auf Osteoporose zu untersuchen." Dabei
haben
Osteoporosepatienten ein deutlich erhöhtes Risiko,
bei einem Sturz
einen Knochenbruch zu erleiden. Dieser kann schwerwiegende,
oft sogar
lebensbedrohliche Folgen haben.
Diesen riskanten Brüchen kann man jedoch vorbeugen.
Am
effektivsten ist eine doppelte Bruchprophylaxe: Erstens
eine
medikamentöse Verbesserung der Knochendichte. Für
die Therapie eignet
sich zum Beispiel ein nachweislich hochwirksames Osteoporosemedikament,
wie das Bisphosphonat mit dem Wirkstoff Alendronat. Zweitens
sollten Muskelkraft, Koordination und Balance trainiert
werden. Dazu empfiehlt der Experte insbesondere Krafttraining,
das chinesische Schattenboxen Tai-Chi und Übungen,
die das Sturzrisiko verringern. Wie wichtig körperliche
Fitness sein kann, um Brüche zu verhindern, zeigt die
EPIDOS-Studie. Dort erwies
sich das Risiko für eine Hüft- oder Oberarmfraktur
als wesentlich
höher, wenn die körperliche Verfassung schlecht
war. Weitere
Fallrisikofaktoren waren in dieser Untersuchung ein unsicherer
Gang,
eingeschränktes Sehvermögen und geringer Wadenumfang.
"Da
Osteoporosepatienten ein besonders großes Knochenbruchrisiko
haben,
ist es wichtig, Stürze zu verhindern", so Pientka.
"Darum rate ich
meinen Patienten dazu, über die medikamentöse
Therapie hinaus ihre
Muskulatur zu stärken."
www.initiativegegenknochenschwund.de
kostenfreie Infohotline: 0800-177 11 07
Was
ist Osteoporose ?
Definition
Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Erkrankung des
gesamten Skeletts, charakterisiert durch eine Verringerung
der Knochenmasse und Verschlechterung der Gewebsstruktur.
Der Knochen verliert an Stabilität und Elastizität.
Infolgedessen nimmt die Brüchigkeit des Knochens zu.
In gleichem Maße steigt das Risiko, schon ohne entsprechenden
Sturz o.ä. einen Knochenbruch zu erleiden.Die
verstärkte Brüchigkeit kann zu einem langsamen,
kaum bemerkten, "Zusammensintern" des Knochens
führen. Im Bereich der Wirbelkörper kann sich
dadurch ein sogenannter "Witwenbuckel" ausbilden,
und die Körpergröße nimmt ab.
Wie
können Sie vorsorgen?
Die erste Regel ist: Ausgewogen kochen ist gut für
die Knochen. Calcium ist der wichtigste Grundstoff für
den Knochenaufbau. Aus dem Grunde sollten immer calciumreiche
Nahrungsmittel ganz oben auf der Speisekarte stehen. Besonders
gute Calciumlieferanten sind Milch und Milchprodukte wie
Joghurt oder Käse; aber auch viele anderen Nahrungsmittel
enthalten Calcium. Optimal versorgt ist der Körper
mit 800 mg pro Tag. Ältere Menschen, Schwangere, Stillende
und Frauen nach der Menopause haben jedoch einen deutlich
erhöhten Bedarf: Empfohlen werden mindestens 1000 mg
Calcium täglich.Weiterhin
benötigen Sie Vitamin D in ausreichender Menge, um
Calcium aus dem Dünndarm aufzunehmen. Es ist in vielen
Nahrungsmitteln enthalten (u.a. Meeresfisch). Die Bildung
von Vitamin D im Körper wird durch die ultraviolette
Strahlung, also durch Sonnenlicht beeinflußt. Sie
können einem Vitamin D - Mangel vorbeugen, indem Sie
sich viel an der frischen Luft aufhalten und dabei Arme,
Beine und Gesicht der Sonne aussetzen. Insbesondere im Winter
kann eine Zugabe von Vitamin D - Produkten angebracht sein.Ein
wichtiger Teil der Osteoporose - Vorsorge ist regelmäßige
Bewegung. Das Prinzip ist einfach: Bei Bewegung üben
die Muskel einen Reiz auf die Knochen aus und aktivieren
damit die Knochenbildung. Knochen verhalten sich dabei wie
Muskeln. Bei starker Beanspruchung nehmen sie an Substanz
zu, bei geringer Beanspruchung vermindert sich die Knochenmasse.Bleiben
Sie gesund !!!
Thema Knochendichtemessung
Entscheidung
gegen das frühzeitige Erkennen von Osteoporose ? So
scheint es zumindestens vielen Beteiligten im Kampf gegen
die Erkrankung Osteoporose. Die Fakten: Am 10. Dezember
1999 hat der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen
beschlossen, daß die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)
nur dann noch eine Kassenleistung ist, wenn bereits eine
Fraktur vorliegt. Dies bedeutet, daß präventive
Knochendichtemessungen nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt
werden. Selbst im Falle von sogenannten Hochrisikopatienten
wie zum Beispiel bei einer Langzeiteinnahme von Cortison
muß erst ein Bruch abgewartet werden, bevor die Knochendichtemessung
kostenfrei vorgenommen werden darf. Die Osteodensitometrie
wird jedoch von Wissenschaftlern als derzeit einzige Methode
angesehen, die im Zusammenhang mit anderen Untersuchungsmethoden
rechtzeitig vor einem Knochenbruch Auskunft geben kann,
ob die Diagnose Osteoporose vorliegt. Eine frühzeitige
Behandlung könnte eingeleitet werden, die ermöglicht
Knochenbrüche zu vermeiden. Wer Osteoporosepatienten
mit Brüchen und den damit zusammenhängenden Schmerzen
und Leiden gesehen hat, wird verstehen, daß die Vermeidung
der Brüche das oberste Ziel der Betroffenen ist. Die
Ursache: Die Entscheidung gegen die Osteodensitometrie hat
der Bundesausschuss mit der Argumentation getroffen, daß
eine Analyse der Fachliteratur eine klare Belegung durch
Daten und Fakten im Hinblick auf den präventiven Nutzen
der Knochendichtemessung nicht ergeben habe. Eine Hinterfragung
ist derzeit, da die Analyse bisher nicht veröffentlicht
wurde, nicht möglich. - 2 - Wissenschaftler, wie Herr
Professor Dr. Dr. Keck, Wiesbaden, ebenso wie die IOF (International
Osteoporosis Foundation) sehen den präventiven Nutzen
der Osteodensitometrie jedoch als erwiesen an und empfehlen
die Untersuchungsmethode allen Hochrisikopatienten. Die
Forderung: Die Entscheidung des Bundesausschusses geht sogar
so weit, daß die Methode nicht einmal auf die sogenannte
Igel-Liste gesetzt wird. Dies bedeutet, die Untersuchungsmethode
wird - auch wenn der Patient die Kosten hierfür selber
tragen würde - nicht empfohlen. Der Bundesselbsthilfeverband
für Osteoporose e.V. als größte Patientenorganisation
in Deutschland fordert daher im Namen von 17.000 Mitgliedern
im ersten Schritt die Aufnahme der Osteodensitometrie in
die Igel-Liste. Somit bleibt dem Patienten die Möglichkeit
zu entscheiden und ggfs. die Kosten selbst zu übernehmen.
Im zweiten Schritt sollte die Datenlage des präventiven
Nutzen weitreichend überprüft und dokumentiert
werden. Erst im vergangenen Jahr wurden Daten des sogenannten
EU-Reports veröffentlicht, die eindeutig belegen, daß
sich die Zahl der Osteoporose-Patienten in Deutschland bis
zum Jahr 2012 verdoppeln wird. Ein frühzeitiges Eingreifen
und die Vermeidung von Knochenbrüchen muß also
das oberste Ziel sein.
Statement
Anläßlich
einer Pressekonferenz "Osteoporose: Knochenbrüche
vermeiden durch aktive Selbsthilfe" erläuterte Hildegard
Kaltenstadler, Präsidentin des BfO, Würzburg
Der
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO) - vor
15 Jahren von Betroffenen gegründet - hat es sich zur
Aufgabe gemacht, bundesweit den Betroffenen "Hilfe
zur Selbsthilfe" zu vermitteln. Er gründet und
betreut daher örtliche SHG`s (Selbsthilfegruppen).
In diesen Gruppen wird zur notwendigen Unterstützung
der medizinischen Therapie u.a. auch Rehasport angeboten.
Gute Information, ständige gegenseitige Motivation
tragen wesentlich zum Erfolg der Therapie bei. Deshalb darf
die Bedeutung der Selbsthilfearbeit nicht mehr nur verbal
gelobt werden, sondern sie muß auch eine finanzielle
Unterstützung - insbesondere auch durch die Krankenkassen
- erfahren. Untersuchungen haben ergeben, daß jede
in die Selbsthilfe investierte Mark 3-fache Kosten im Gesundheitswesen
spart. Der BfO als einziger bundesweiter Selbsthilfeverband
vertritt die Interessen aller Betroffener. Er setzt sich
ein für den Erhalt der notwendigen Diagnostik, der
individuellen Therapie und der Möglichkeit der Therapiekontrolle
durch die Knochendichtemessung. Angeregt durch die Aussagen
im EU-Report wird sich der BfO verstärkt der Prävention
widmen. Gerade durch die Aufklärung älterer Menschen
kann vorbeugend noch einiges erreicht werden. Bitte unterstützen
Sie uns durch Ihre Pressearbeit, den Gedanken der Selbsthilfe
allen Betroffenen näher zu bringen.
©
mit freundlicher Genehmigung der Osteoporose Selbsthilfegruppe
AugsburgMitglieder
des Bundesverbandes für Osteoporose e. V. Düsseldorf.
Der
Beitrag für jedes Mitglied beträgt € 28 .--.
Dieser Betrag beinhaltet eine Unfall - Haftpflichtversicherung
bei
Aktivitäten in der Gruppe, sowie die viermal jährliche
erscheinende Information - Zeitschrift " Aktuell ".
Besuchen
Sie bitte auch die Homepage unseres Bundesverbandes : www.bfo-aktuell.de.
Trockengymnastik
Augsburg – Pfersee
|
| montags
|
dienstag
|
donnerstag |
| 9.45
Uhr
|
9.45
Uhr |
| 10.45
Uhr
|
17.00
Uhr
|
10.30
Uhr |
11.30
Uhr
17.45
Uhr
|
|
| Warmwassergymnastik
in Klinik – Vincentinum
|
Donnerstag
17.00
Uhr |
17.30
Uhr |
Ansprechpartner:
Frau Gertrud Schädel Telefon : 0821 62278 (Gruppenleiterin)
Die
Osteoporose Selbsthilfegruppe Augsburg unternimmt
vielfältige
Aktivitäten, z. B. Leichte Wanderungen an jedem 1 Mittwoch
im Monat !
Gruppentreffen und Therapiefahrten.
In
Kooperation der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung
des Landratsamtes Augsburg werden auf diesen Seiten unter
den Rubriken "Darmkrebs"
und "Osteoporose"
monatliche Ernährungstipps veröffentlicht. Ein herzliches
Dankeschön an Frau Oswald, die uns diese wertvollen Tipps
zur Verfügung stellt.
Aktiv
gegen Osteoporose – durch richtige Ernährung
vorbeugen!
von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für
Ernährung Volkskrankheit
Osteoporose
Die Osteoporose, das heißt der schleichende Knochenschwund,
zählt zu den weltweit 10 bedeutendsten Volkskrankheiten.
In Deutschland sind derzeit ca. 5 – 7 Millionen Menschen
an Osteoporose erkrankt. Frauen sind dabei etwa dreimal
so häufig betroffen wie Männer.
Vorbeugung
in jungen Jahren
Zur Verhinderung dieser chronischen Erkrankung ist die Vorbeugung
durch richtige Ernährung in jungen Jahren wichtig.
Die Entwicklung einer Osteoporose ist ganz entscheidend
von dem in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter aufgebauten
Höchstmaß an Knochensubstanz abhängig. Das
„Bankkonto Knochenmasse“ wird bereits in der
Kindheit angelegt; nur bis zum 30. Lebensjahr kann ein Maximum
an Knochenmasse aufgebaut werden. Schon ab dem 40. Lebensjahr
geht danach altersbedingt jährlich ungefähr ein
Prozent der Knochenmasse verloren. Je mehr Kalzium der Knochen
folglich in jungen Jahren einlagert, desto geringer ist
das Risiko einer Osteoporose im Alter!
Kalziummangel
im Überfluss
Viele Jugendliche und junge Erwachsene in Bayern, im Alter
von 10 – 25 Jahren, nehmen jedoch nicht genügend
Kalzium auf, wie aus dem Vergleich der Empfehlungen für
die Nährstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft für
Ernährung und der Bayerischen Verzehrsstudie hervorgeht.
Neben dem geringen Verzehr von Milch und Milchprodukten
kommen bei Jugendlichen noch weitere ungünstige Faktoren
dazu: Cola-Getränke und viele Fertiggerichte enthalten
den „Kalziumräuber“ Phosphat. Auch mangelnde
Bewegung hemmt die Einlagerung von Kalzium in die Knochen.
Täglich
kalziumreich ernährt
Eine ausreichende Versorgung mit Kalzium wäre aber
gar nicht so schwer: 1/2 Liter Milch und 2 - 3 Scheiben
Käse liefern die täglich empfohlene Kalziummenge
von ca. 1000 mg. Aber nicht nur Milch und Käse, sondern
auch Dickmilch, Joghurt, Kefir und Buttermilch sind gute
Kalziumquellen. Das Erhitzen der Milch oder der unterschiedliche
Fettgehalt haben keinen negativen Einfluss auf den Kalziumgehalt.
Bei der Auswahl von Käse sollte man beachten, das Hart-
und Schnittkäse mehr Kalzium enthalten als Weichkäse
und dass Käse mit niedrigem Fettgehalt mehr Kalzium
enthält als Käse mit hohem Fettgehalt. Der Vorteil
von Milch und Milchprodukten ist, dass hier der Körper
das enthaltene Kalzium besonders gut verwerten kann.
Beim Mineralwasser lohnt es sich auf das Etikett zu schauen,
denn bezüglich des Kalziumgehalts gibt es extreme Unterschiede.
Eine gute Kalziumquelle, z. B. bei Kuhmilcheiweißallergie,
sind kalziumreiche Mineralwässer (> 150 mg Kalzium/Liter)
und mit Kalzium angereicherte Fruchtsäfte.
Kartoffel–Quarkauflauf
für 4 Personen
500
g Pellkartoffeln in Scheiben geschnitten,
in eine Auflaufform schichten;
500 g Quark vermengen mit
1 Zwiebel gewürfelt und
Petersilie gehackt;
1 Eigelb
50 g Vollkorngrieß
1/8 l Milch
Muskat
Paprika
1 Eiweiß steif geschlagen, unterheben und
über Kartoffeln geben;
50 g Emmentaler gerieben zum Überbacken darüber
streuen.
Garzeit: 30 - 40 Minuten bei 180°C
Beilage:
Dazu schmecken kalziumreiche Gemüsesorten, z. B. Brokkoli,
Lauch oder Blattspinat.Pro
Portion etwa: kcal 313 kJ 1311 EW 27,4 g F 7 g KH 34 g Ca
342 mgFür
die Beantwortung von Fragen stehen wir Ihnen gerne
am Verbrauchertelefon zur Verfügung:
0821/3102-692 (Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00
Uhr)In
der Infothek der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung,
Bismarckstr. 62, 86391 Stadtbergen finden Sie interessante
Literatur zu diesem und weiteren Themen der Ernährung
(Dienstag von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr,
Donnerstag von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung).
Während der Schulferien ist die Infothek geschlossen!
Bismarckstr. 62
86391 Stadtbergen
0821/3102-690
FAX: 0821/3102-14690
Ernährungstipp
mit Rezept im Mai
von
Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für
Ernährung
Folsäure – ein unterschätztes Vitamin
Nach
der Entdeckung der Folsäure in den 40er Jahren war
sich die Wissenschaft der großen Bedeutung für
die Gesundheit lange nicht bewusst. Jüngere Untersuchungen
zeigen jedoch, dass gerade Folsäure nicht nur ein kritisches
Vitamin hinsichtlich der Versorgung darstellt, sondern unentbehrlich
ist in der Schwangerschaft und im Zusammenhang mit der Entstehung
von Arteriosklerose.
Mangel
problematisch in der Schwangerschaft
Der Körper benötigt Folsäure für die
Zellteilung und Zellneubildung. Internationale Studien belegen,
dass eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin das
Risiko von Fehlgeburten und schweren Missbildungen beim
Kind, wie dem offenen Rücken (Neuralrohrdefekt), verringern
kann. Daher sollten Frauen mit Kinderwunsch schon vor Beginn
der Schwangerschaft und besonders während dieser neun
Monate und in der Stillzeit auf eine ausreichende Folsäureversorgung
achten.
Schutzfaktor
für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Das Vitamin mindert nachweislich das Risiko für Arteriosklerose
und senkt die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall.
Neuere Forschungen haben gezeigt, dass bei Arteriosklerose
nicht nur zu viel Cholesterin, sondern auch zu viel der
Aminosäure Homocystein im Blut ist. Folsäure fördert
den Abbau unerwünscht hoher Homocysteinmengen und kann
so das Arteriosklerose-Risiko senken. Zudem schützt
Folsäure möglicherweise vor bestimmten Krebsarten,
wie z. B. Dickdarm-, Brust- und Pankreaskrebs. Die Empfehlungen
für die Zufuhr von Folsäure wurden nicht zuletzt
deshalb auf 400 µg (ab 10 Jahren/ 600 µg Schwangere
und Stillende) pro Tag erhöht.
Bevölkerung
nur mäßig versorgt
Im Ernährungsbericht 2000 weist die Deutsche Gesellschaft
für Ernährung darauf hin, dass die Versorgung
mit Folsäure in Deutschland generell unzureichend ist.
Dieses Defizit hat vor allem zwei Ursachen: erstens essen
wir zu wenig gute Folsäurelieferanten. Zweitens können
durch Lagerung oder Zubereitung bis zu 80 % des Vitamins
zerstört werden.
Um Versorgungsdefiziten zu begegnen empfiehlt Karin Oswald
von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung:
- Essen Sie viel Gemüse - besonders Blattgemüse
und Blattsalate, wie z. B. Spinat, Mangold oder Feldsalat.
Auch andere Gemüse wie z.B. Kohlgemüse, Spargel,
Tomaten, Gurken und Kartoffeln sind gute Folsäurelieferanten.
- Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Nüsse, einige
Obstsorten (z. B. Erdbeeren, Kirschen), Vollkornprodukte,
Fleisch, Fisch, Milch/-produkte, Weichkäse und Eier
weisen ebenfalls nennenswerte Mengen des Vitamins auf.
- Innereien wie Leber und Niere liefern zwar sehr große
Mengen an Fol-säure, sind aber wegen der gleichzeitig
enthaltenen Schadstoffe nur eingeschränkt zu empfehlen.
- Je frischer und naturbelassener die Lebensmittel sind,
desto höher ist ihr Gehalt an Folsäure. Denn das
Vitamin ist sehr hitze- und sauerstoff-empfindlich sowie
wasserlöslich. Daher sollten folsäurereiche Lebens-mittel
weder lange gelagert noch stark erhitzt oder lange gekocht
werden. Das Kochwasser sollte wenn möglich mitverarbeitet
werden.
- Geeignete Zubereitungsverfahren, wie Dünsten in wenig
Wasser oder Garen im Wasserdampf bzw. Dampfdrucktopf, können
dazu beitragen, die Vitaminverluste bei der Zubereitung
zu verringern.
- Vermeiden Sie außerdem zu starkes Zerkleinern bei
der Zubereitung und längeres Warmhalten der Speisen.
Eine ausgewogene Ernährung, die häufig frisches,
möglichst unerhitztes Gemüse, Obst, Salate und
Vollkornprodukte beinhaltet, trägt zu einer guten Folsäureversorgung
bei. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich bereits frühzeitig
mit einer bewussten Ernährung optimal versorgen und
in Absprache mit ihrem Arzt zusätzlich Folsäure
über geeignete Präparate aufnehmen.Spinatsalat
mit Radieschen
für 4 Personen350
g Blattspinat waschen, evtl. zerkleinern
150 g Radieschen waschen und raspeln
1 Schalotte würfeln
1 Bund Salatkräuter hacken
2 EL Balsamicoessig mit
4 EL Oliven- oder Rapsöl
Salz, Pfeffer gut verrühren und den Salat anmachen.
20 g Erdnüsse und
1 gekochtes Ei grob hacken und darüber streuenBeilage:
Dazu schmeckt ein Vollkornbaguette mit Weichkäse.
Pro Portion etwa: kcal 165 kJ 689 EW 6,4 g F 14 g KH 3 g
Folsäure 158 µgFür
die Beantwortung von Fragen stehen wir Ihnen gerne
am Verbrauchertelefon zur Verfügung:
0821/3102-692 (Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00
Uhr)
In
der Infothek der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung,
Bismarckstr. 62, 86391 Stadtbergen finden Sie interessante
Literatur zu diesem und weiteren Themen der Ernährung
(Dienstag von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr,
Donnerstag von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung).
Während der Schulferien ist die Infothek geschlossen!
Bismarckstr. 62
86391 Stadtbergen
0821/3102-690
FAX: 0821/3102-1469
Acrylamid in Lebensmitteln –
Welche Ernährungsempfehlungen können nach heutigem
Kenntnisstand gegeben werden?
von
Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für
ErnährungIm
April diesen Jahres machten die Schwedischen Behörden
auf ein bislang nicht bekanntes Risiko aufmerksam. Mit einer
neuen Analysemethode hatten schwedische Wissenschaftler
zum Teil hohe Mengen von Acrylamid in Lebensmitteln nachgewiesen.
Aufgrund von Tierversuchen stuft das Bundesinstitut für
Risikobewertung Acrylamid als wahrscheinlich krebserregend
ein. Um die krebserregende Wirkung beim Menschen eindeutig
nachzuweisen, sind jedoch wissenschaftliche Langzeitstudien
notwendig.
Wie
entsteht Acrylamid in Lebensmitteln?
Acrylamid entsteht unter bestimmten Bedingungen bei der
Herstellung von Lebensmitteln im gewerblichen und privaten
Bereich. Soweit wir heute wissen, entsteht Acrylamid, wenn
Zucker mit dem Eiweißbaustein Asparagin bei hohen
Temperaturen reagieren. Dieser Vorgang findet bei der trockenen
Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel ab etwa 120°C
statt, also beim Backen, Braten, Grillen und Frittieren
und lässt die typische braune Farbe, den Geruch und
den Geschmack von Gebratenem und Gebackenem entstehen. Große
Mengen Asparagin und auch reichlich Stärke, aus der
Traubenzucker gebildet werden kann, enthalten Kartoffeln
und Getreide. Dies erklärt auch, dass Pommes frites
und Kartoffelchips zu den am höchsten belasteten Produktgruppen
gehören. Acrylamid wurde aber auch in Keksen, Kräcker,
Popcorn, Gebäck, einigen Sorten Knäckebrot, Cornflakes,
in vorgerösteten Frühstückscerealien sowie
weiteren stärkehaltigen und unter hohen Temperaturen
hergestellten Lebensmitteln nachgewiesen. Die Werte schwanken
zum Teil erheblich zwischen den Chargen und zwischen Produkten
verschiedener Hersteller.
Welche
Lebensmittel enthalten kein bzw. kaum Acrylamid?
Alle unerhitzten Lebensmittel und solche, die gedünstet
oder gekocht werden, sind nach heutigem Kenntnisstand frei
von Acrylamid. Auch beim Garen von Kartoffeln im Schnellkochtopf
bei Schonstufe wird die kritische Temperatur von 120°C
nicht erreicht. In gebratenem oder gegrilltem Fleisch und
Fisch wurde bisher kein bzw. nur sehr wenig Acrylamid nachgewiesen.
Möglichst
abwechslungsreich ernähren und schonend garen
Um das gesundheitliche Risiko gering zu halten, empfiehlt
die Staatliche Beratungsstelle für Ernährung,
sich abwechslungsreich - mit reichlich Gemüse und Obst
– zu ernähren und Lebensmittel mit hohen Acrylamidgehalten
nur selten zu verzehren. Dies gilt insbesondere für
Pommes frites und Kartoffelchips sowie sehr dunkel gebackene
Backwaren. Angebrannte und stark gebräunte Pommes frites
und Chips sollte man nicht mehr verzehren.
Auch in der Kinderernährung sollte verstärkt darauf
geachtet werden, dass Kinder sich abwechslungsreich ernähren
und acrylamidreiche Lebensmittel nur selten verzehren. Ein
Verbot allein genügt aber nicht, sondern es sollten
Alternativen gesucht werden, die den Kindern ebenfalls schmecken,
z. B. Pfannkuchen statt Pommes frites, Haferflocken statt
Cornflakes, Tortilla-Chips statt Kartoffelchips oder Zwieback
statt Kekse.
Auch eine nährstoffschonende Zubereitung, wie Dünsten
und Dämpfen, ist zu empfehlen. Hier bleibt der natürliche
Geschmack der Lebensmittel erhalten, die empfindlichen Wirkstoffe
werden geschont und die Bildung von schädlichen Stoffen
vermieden.
Vergolden
statt verkohlen
Im Haushalt sollten die betroffenen Lebensmittel nur so
lange wie nötig und so niedrig wie möglich erhitzt
werden. Als Faustregel für die Zubereitungsarten Backen,
Braten, Grillen und Frittieren kann man sich bei der Zubereitung
von stärkehaltigen Lebensmitteln merken: besser nur
vergolden statt verkohlen!
Beachten
sie dabei die folgenden Empfehlungen:
- Beim Frittieren sollten Sie die Temperatur von 175°C
nicht überschreiten. Die Temperatur sollte mit einem
Fett-Thermometer bzw. mit der Temperaturanzeige des Gerätes
geprüft werden. Das Frittiergut sollte in kleinen Portionen
- Mindestmenge 100 g – frittiert werden, so dass die
Frittierzeit möglichst kurz ist.
- Im Backofen sollte bei der Zubereitung von Lebensmitteln
wie Pommes frites, Backofenkartoffeln oder Rösti eine
Temperatur von 200°C (180°C bei Umluft) nicht überschritten
werden. Die Produkte sollten auch hier so kurz wie möglich
erhitzt werden, eine zu starke Bräunung ist zu vermeiden.
Die Verwendung von Backpapier verhindert eine zu starke
Kontaktbräune und mindert daher die Acrylamidbildung.
- Da sich Acrylamid an der Außenfläche bildet,
spielt auch das Verhältnis von Außen- zu Innenfläche
des Lebensmittels eine Rolle. Also besser größere
statt kleinere Pommes frites verwenden.
- Beim Backen und Braten von Kartoffeln kann die Acrylamidbildung
vermutlich verringert werden, wenn die Kartoffeln vorgegart
werden.
Von seiten des Gesetzgebers werden Firmen, deren untersuchte
Produkte erhöhte Acrylamidgehalte aufweisen, auf die
Belastung hingewiesen und aufgefordert, ihre Produktionsverfahren
zu überprüfen und abzuändern. Weitere
Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im Internet
unter
www.vis.bayern.deFür
die Beantwortung von Fragen stehen wir Ihnen gerne
am Verbrauchertelefon zur Verfügung:
0821/3102-692 (Montag bis Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00
Uhr)In
der Infothek der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung,
Bismarckstr. 62, 86391 Stadtbergen finden Sie interessante
Literatur zu diesem und weiteren Themen der Ernährung
(Dienstag von 9.00 Uhr bis 12.30 Uhr, Donnerstag von 14.00
Uhr bis 17.30 Uhr und nach Vereinbarung).
Bismarckstr. 62
86391 Stadtbergen
0821/3102-690
FAX: 0821/3102-14690