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Die Inhaltsübersicht

- Warum die Sonne bei Neurodermitis nutzt - und wann sie schadet
- Ökotest: Skandal um krebsverdächtige Cremes für Kleinkinder weitet sich aus
- Björns langer Weg der Leiden /
RTL berichtet über Heilerfolg bei schwerer Neurodermitis
- AHIT-Therapie: Erfolge bei Neurodermitis und ermutigende Ergebnisse bei Krebserkrankungen
- Neue Hoffnung für Neurodermitis-Patienten
- Schick die Neurodermitis in den Urlaub!
- TAG DER HAUT in Deutschland am 5.5.2005
- Europäische Experten äußern Unverständnis über US-Warnhinweise zu Neurodermitis-Medikamenten
- Pollenflug kreuzt Neurodermitis!
- Neue Therapieverfahren für Neurodermitis-Patienten
- Mehr Information für Neurodermitiker: www.aktion-hautnah.de
Aktionswoche Neurodermitis: juckfrei, schubfrei, besser leben
-
Haut desinfiziert sich selbst - Gefährdete Körperstellen besonders geschützt
-
Neurodermitis-Patienten oft auch anfälliger für Viren
-
Neues Präparat gegen Neurodermitis testen
Hautklinik der Universität Jena sucht Teilnehmer
für Studie
- Jetzt online: rette-deine-haut.de
- Neue Patientenbroschüren zum Thema Neurodermitis
-
Hautklinik der Universität Jena sucht Freiwillige für Studie
- Welche Cremes helfen Neurodermitikern wirklich?
-
Neurodermitisschulungen an der Dermatologischen Universitätsklinik
-
Härtet Dreck wirklich ab? Die Hygienethese gerät ins Wanken
- Versorgung von chronisch Hautkranken und Allergikern in Gefahr
-
Das atopische Ekzem
- Was ist Neurodermitis?

Warum die Sonne bei Neurodermitis nutzt - und wann sie schadet

Bonn - 24.04.2006 (ots) - Wenn die Sonne häufiger scheint und die Temperaturen steigen, können viele Menschen mit Neurodermitis aufatmen. Der Grund: Die UV-Strahlung unterstützt das Abheilen von Entzündungen und lässt den oftmals unerträglichen Juckreiz verschwinden. Allerdings kommt es darauf an, im Umgang mit der Sonne das richtige Maß zu finden und ein paar Regeln zu beachten, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt.

Trockene, rissige Haut, Entzündungen und Juckreiz: Die Symptome der Neurodermitis können für Betroffene zur Qual werden. Linderung verspricht jedoch häufig der Beginn der warmen Jahreszeit, da sich die langwelligen UVA-Strahlen der Sonne positiv auf die kranke Haut auswirken. Mit ihrer antibakteriellen Wirkung lassen die UVA-Strahlen bestehende Entzündungen leichter abheilen und normalisieren das bei Neurodermitis überschießende Immunsystem. Darüber hinaus hemmen sie bestimmte Entzündungszellen, die in der Haut von Neurodermitikern besonders häufig vorkommen.

Viel hilft nicht viel

Dabei kommt es darauf an, die positive Wirkung der Sonne zu nutzen, ohne Sonnenbrand oder Hautkrebs zu riskieren. Neurodermitiskranke sollten sich daher ebenso wenig wie andere Menschen ungeschützt der Sonne aussetzen, da jeder Sonnenbrand einen neuen Schub auslösen kann. Besondere Vorsicht ist geboten bei denjenigen, die ein Medikament einnehmen. So sollten Patienten mit schwerer Neurodermitis, die eine innerliche Behandlung mit einem Immunsuppressivum durchführen, auf Sonnenbäder verzichten und für einen guten Sonnenschutz sorgen. Da Immunsuppressiva das bei Neurodermitis überaktive Immunsystem herabsenken, könnte eine starke Sonneneinstrahlung diesen Effekt auf unerwünschte Weise verstärken. Doch auch bei anderen Medikamenten kann die Sonne unliebsame Reaktionen auslösen: Zahlreiche Wirkstoffe wirken photosensibilisierend, machen die Haut also empfindlicher gegen UV-Licht. In Verbindung mit der Sonne kann es bei Medikamenten auch zu Hautreaktionen oder Allergien kommen. Dazu gehören unter anderem Teerprodukte, bestimmte Antibiotika, Chemotherapeutika, Rheumamittel, entwässernde Mittel sowie Antidepressiva, die Johanniskraut enthalten.

Schwitzen kann Juckreiz verstärken

Bei Neurodermitis ist die Haut besonders stark von so genannten Mastzellen durchsetzt, die entzündungs- und juckreizfördernde Moleküle enthalten. Diese Moleküle können freigesetzt werden und Juckreiz auslösen, sobald die Haut durch Schweiß und extreme Temperaturen gereizt wird. Betroffene sollten daher auf atmungsaktive oder weite Kleidung achten, um unnötige Hautreizungen durch Schwitzen zu vermeiden. Gleichzeitig ist auch für Neurodermitiker ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor unverzichtbar. Für viele ist es aber schwierig, ein geeignetes Produkt zu finden, da sie empfindlich auf bestimmte Zusatzstoffe wie Konservierungs- oder Duftstoffe reagieren. Wer unsicher ist, sollte daher seinen Hautarzt um Rat fragen, bevor er sich für ein Sonnenschutzmittel entscheidet, das unter Umständen teuer ist und dennoch nicht vertragen wird.

Wissenswertes für Patienten mit stark ausgeprägter Neurodermitis enthält die Informationsbroschüre "Immuntherapie - Behandlung schwerer Psoriasis und Neurodermitis". Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V. bietet das 16 Seiten starke Heft kostenlos an. Bestelladresse: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V., Gotenstr. 164, 53175 Bonn oder im Internet unter www.dha-immuntherapie.de.


Quelle: Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.


Ökotest: Skandal um krebsverdächtige Cremes für Kleinkinder weitet sich aus

Hamburg - 22.03.2006 (ots) - Der "Blackout" bei Ökotest weitet sich zum handfesten Skandal aus: Im neuesten Ökotest-Ratgeber "Kleinkinder" werden beim Test von Neurodermitis-Medikamenten ausgerechnet jene Cremes mit "sehr gut" benotet, die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Zusätzlich gesundheitsgefährdend ist, dass die krebsverdächtigen Cremes Douglan, Elidel und Protopic für Kinder unter zwei Jahren gar keine Zulassung besitzen, ohne dass der Kleinkinder-Ratgeber von Ökotest darüber informiert.

Nach anfänglichem Abwiegeln hat der Geschäftsführer des Frankfurter Magazins, Jürgen Stellpflug, einen handfesten Fehler von Ökotest inzwischen zugegeben. Die krebsverdächtige Creme "Protopic 0,1 %", von Ökotest in der pharmakologischen Begutachtung mit "sehr gut" benotet ("nur geringe Nebenwirkungen"), ist in der Tat weder für Kinder noch für Jugendliche als Arzneimittel zugelassen, sondern lediglich für Erwachsene. In den USA wird wegen potentiell krebsauslösenden Inhaltsstoffen davor gewarnt. Dies hatte die Krankenkasse SECURVITA in der vergangenen Woche aufgedeckt und den Deutschen Presserat eingeschaltet. Ökotest wurde aufgefordert, einen Warnhinweis an betroffene Eltern umgehend per Internet zu veröffentlichen. Dies hat Ökotest verweigert.

Die FAZ berichtet in diesem Zusammenhang von einem weiteren gravierenden Fehler von Ökotest: Während Ökotest seine positive Haltung zu den umstrittenen Cremes damit zu verteidigen versuchte, die Warnung der US-Gesundheitsbehörde vor den krebsverdächtigen Cremes würde "von allen europäischen Experten" für "verfehlt" gehalten, berichtet die FAZ das genaue Gegenteil: Nach Informationen der Zeitung bereitet die europäische Arzneimittelzulassungsbehörde EMEA zur Zeit einen Beschluss vor, dass diese krebsverdächtigen Cremes einen deutlichen Warnhinweis auf der Packungsbeilage tragen müssen. In den USA hat die Gesundheitsbehörde FDA bereits im Januar 2006 durchgesetzt, dass eine solche offizielle Warnung vor der Krebsgefahr auf den entsprechenden Arznei-Infos aufgedruckt sein muss.

"Ökotest bedient sich einer ganz ähnlichen Argumentation wie Novartis, der Hersteller der Elidel-Creme", kritisiert Norbert Schnorbach, Sprecher der SECURVITA. "Dass ein Pharma-Unternehmen die Krebsgefahr herunterspielt, überrascht nicht. Wenn aber ein kritisches Verbrauchermagazin wie Ökotest die gleichen Bewertungen verwendet wie das Pharmaunternehmen, dann ist die kritische Distanz verlorengegangen, die man von seriösen Warentestern gerade bei Arzneimitteln verlangen muss."

Quelle: SECURVITA Krankenkasse

Björns langer Weg der Leiden /
RTL berichtet über Heilerfolg bei schwerer Neurodermitis

Ludwigshafen - 19.01.2005 - (ots) - Von trockener bis hin zu nässender und eiternder Neurodermitis mit blutigen Rissen der Haut - Björn S. (12) aus Düsseldorf hat von Geburt an gelitten. RTL berichtete jetzt über das Schicksal des Jungen aus Düsseldorf - und über einen außergewöhnlichen Heilerfolg.

Neurodermitis gilt der Schulmedizin als unheilbar - eine bittere Prognose für mehr als drei Millionen Patienten in Deutschland. "Neurodermitis ist zu besiegen", sagt dagegen Dr. Horst Kief aus Ludwigshafen. Der Fall Björn S. aus Düsseldorf und die Erfahrung aus rund 12.000 Neurodermitis-Behandlungen belegen, dass die von dem Mediziner entwickelte und patentierte AHIT® -Therapie wirkt.

Die Leidensgeschichte von Björn: Allergie und Asthma, häufige Begleiter der Neurodermitis, machen ihm zu schaffen. Als 10-jähriger erkrankt er an Windpocken. Mit dieser Kinderkrankheit verschlimmert sich auch seine Neurodermitis. Am ganzen Körper ist die Haut leuchtend rot und verkrustet. Das Leben des Jungen wird zur Qual. Björn wird ausgegrenzt und gehänselt. In den schlimmen Phasen, so die Mutter, "waren die Nächte ein einziger Alptraum". Salben, eine Vielzahl von Therapien und Arztbesuchen - nichts half. Dank einer einzigartigen Therapie hat der Junge die Hauterkrankung jetzt überwunden. Die Autologe Immuntherapie AHIT® ist ein therapeutisches Prinzip zur Behandlung von Krankheiten, die auf eine Fehlfunktion des Immunsystems zurückzuführen sind. Substanzen, die das Immunsystem regulieren, werden aus dem Blut und/oder Harn des Patienten gewonnen, anschließend konzentriert und aktiviert und so zu pharmazeutischen Präparaten aufgearbeitet.

Diese Form der Nutzung und Verarbeitung körpereigener Substanzen schlägt eine Brücke zwischen Ansätzen der Naturheilkunde und den Erkenntnissen der modernen Immunologie und kann somit als wegweisend gelten. Im Allgemeinen konnte bei ca. 40 Prozent der behandelten Neurodermitis-Patienten ein dauerhafter und vollständiger Rückgang der Krankheitssymptome und bei weiteren 40 Prozent eine nachhaltige Verbesserung des Krankheitsbildes erreicht werden.

Quelle: Praxis Dr. Horst Kief



AHIT-Therapie: Erfolge bei Neurodermitis und ermutigende Ergebnisse bei Krebserkrankungen

Ludwigshafen - 19.12.2005 (ots) - Tobias (12) spielt auf dem Schulhof Fußball - ein ganz normaler Junge. Das war nicht immer so. Noch vor kurzem wurde er wegen seines Aussehens gehänselt und ihn quälte ein unerträglicher Juckreiz. Tobias litt unter Neurodermitis. Dank einer einzigartigen Therapie hat er die Hauterkrankung erfolgreich überwunden. Bereits kurz nach seiner Geburt zeigten sich die ersten Symptome - eine trockene Haut, die zu Verschorfung neigte und Juckreiz, der bleiben sollte. Mit allen Mitteln kämpften Tobias' Eltern gegen die Krankheit an - viele Salben, viele Therapien, viele Ärzte. Doch die Erkrankung verschlimmerte sich. Nach einer Windpocken-Erkrankung mit zehn Jahren verstärkte sich die Neurodermitis. Am ganzen Körper war die Haut leuchtend rot und mit Verkrustungen übersät. Das Leben des Jungen wurde zu einer Qual.

Von den Eltern eines anderen betroffenen Kindes erfuhr Tobias' Mutter von der AHIT-Therapie, die Dr. Horst Kief, Ludwigshafen, entwickelt hatte. Dabei werden aus körpereigenen Substanzen Wirkstoffe gewonnen, die das Immunsystem anregen, erkrankte Zellen zu bekämpfen. Bereits zwei Monate nach Beginn der Behandlung trat eine deutliche Besserung ein und schon nach einem halben Jahr war Tobias faktisch beschwerdefrei.

Die AHIT (Autohomologe Immuntherapie) ist eine Therapie, die sich Erkenntnisse aus der klassischen Immunologie und der Naturheilkunde zunutze macht. Dr. Horst Kief, der diese Therapie über fast 20 Jahre entwickelt, erprobt und optimiert hat: "Diese Medikamente sind 'Rezepturarzneimittel', die individuell angefertigt werden. Das heißt: Aus körpereigenen Stoffen des Patienten werden Substanzen des Immunsystems isoliert, konzentriert und zu Medikamenten aufbereitet!" Damit besitzt die AHIT-Therapie die Nebenwirkungsarmut von Naturheilverfahren und ist besonders gut verträglich. Die AHIT-Therapie wurde bereits in gut 15.000 Fällen unterschiedlichster Ausprägungen angewandt. Beobachtungen und Untersuchungen der letzten Therapie-Generationen belegen Erfolge in gut 90% der Fälle. Die AHIT ist ausgerichtet auf Erkrankungen wie z.B. Neurodermitis, Asthma, Schuppenflechte (Psoriasis) oder auch Rheuma.

Neben der Behandlung dieser Krankheiten kann die AHIT-Therapie auch erfolgreich bei unterschiedlichen Krebserkrankungen angewandt werden. Zur Unterstützung einer klassischen Krebstherapie oder als singuläre Therapie kann AHIT das Fortschreiten der Krankheit aufhalten oder sogar zu einer Rückbildung führen. Bei einigen Tumorvarianten, wie Prostata- oder Eierstocktumoren ist die Therapie auffallend häufig erfolgreich. Derzeit läuft eine von Dr. Kief initiierte Studie der Universität Heidelberg, die in Kürze abgeschlossen sein wird.

Quelle: Praxis Dr. Horst Kief


Neue Hoffnung für Neurodermitis-Patienten

Hamburg (ots) - 20.09.2005 - Neurodermitis-Patienten können ihre Beschwerden mit neuen Therapien deutlich lindern. Dabei kann die Zahl von durchschnittlich 14 Krankheitsschüben pro Jahr um mehr als ein Drittel reduziert werden, wie die Zeitschrift VITAL berichtet. Zugleich werden auftretende Hautbeschwerden deutlich gemildert. Ideal ist eine Kombination mehrerer Behandlungsmethoden, denn: "Eine erfolgreiche Neurodermitis-Therapie ist ein Puzzle, das aus vielen Steinen besteht", sagt der Münchner Dermatologe Professor Dietrich Abeck.

Neu sind Pilz-Wirkstoffe gegen Juckreiz. Diese Immunmodulatoren wie Pimecrolimus bei leichter und Tacromilus bei schwerer Neurodermitis werden aus natürlichen Pilzarten gewonnen. Als Salbe aufgetragen blockieren sie ein Enzym, das für die Hautentzündung verantwortlich ist. Nebenwirkungen sind bisher nicht bekannt. Vorsicht ist allerdings bei gleichzeitiger Licht- oder UV-Behandlung geboten. Bei der Lichttherapie gibt es eine neue UV-freie Methode, die so genannte Lichtimpfung mit einem Flächenlaser. Sie zerstört falsch programmierte T-Lymphozyten, die für die Neurodermitis-Schübe verantwortlich sind. Auch scheint sich dadurch die Produktion der T-Zellen im Knochenmark zu verlangsamen. Die Kosten werden bisher aber nur von einigen Privatversicherungen übernommen.

Zugleich gibt es eine neue Kombination aus Neurodermitis-Schulung und Entspannungstraining. Dabei lernen Betroffene ihren Körper in einstündigen Sitzungen besser kennen. Unterstützt wird dies durch Yoga und autogenes Training. Bei der Hautpflege wirkt Johanniskraut vorbeugend und lindernd, wie eine Pilotstudie der Uni Freiburg zeigt. Dessen Inhaltsstoff Hyperforin mindert als Salbe aufgetragen Entzündung und Juckreiz. Auch Histaminika, ursprünglich gegen Allergien eingesetzt, lassen sich wirkungsvoll gegen den Juckreiz einsetzen. Dabei kommen so genannte Tages-Histaminika als Tablette oder Salbe zum Einsatz, die auch entzündungshemmende Eigenschaften haben. Im Gegensatz zu früheren Medikamenten machen diese Histaminika nicht mehr müde.

Quelle: VITAL


Schick die Neurodermitis in den Urlaub!

Hamburg (ots) - 02.06.2005 - Wann lockt die Ferne mehr als in der warmen Jahreszeit? Wann hat die Natur einen größeren Reiz als im Sommer? Nur was tun, wenn einem die Haut einen Strich durch die Rechnung macht?

Neurodermitiker kennen die Qualen, die Hitze und blühende Wiesen mit sich bringen können: juckender Schweiß, Quaddeln, entzündliche Hautreaktionen auf Pollen und Gräser und vieles mehr. Um die Sommerferien richtig zu genießen, sollte man aber nicht aus der Haut, sondern bewusst mit seiner Haut in Urlaub fahren. Mehr Informationen, Links und Tipps zu Reisezielen mit speziellen Angeboten für Neurodermitiker bietet jetzt die Aktion Haut!Nah vom Deutschen Neurodermitis Bund e.V. im Internet unter www.aktion-hautnah.de.

Einige allgemeine Ratschläge: Neurodermitiker sollten gemäßigte Klimazonen mit Temperaturen zwischen 10 und 28°C aufsuchen. Besonders geeignet für die gereizte Haut sind das Hochgebirge und die See, da dort die Luft weit weniger Schadstoffe und Allergene enthält. Ohne diese Reizstoffe, die einen Schub verursachen können, tritt eine deutliche Besserung des Befindens ein.

Zu der sauberen Luft gesellt sich eine intensivere UV-Strahlung, die bei Neurodermitis entzündungshemmend wirkt. Ein oftmals kühler und schweißtrocknender Wind, blutbildende Sauerstoffarmut in der Höhe sowie salz- und jodreiches Aerosol am Wasser lindern den Juckreiz. Bei dem Aerosol handelt es sich um winzige Tropfen in der Seeluft, die heilsame Stoffe aus dem Meer transportieren und die natürliche Widerstandskraft der Haut anregen. Die klimatische Umstellung fordert den gesamten Organismus heraus und erneuert die Haut. Wer Erholung mit einem Erlebnisurlaub in der Ferne verbinden will, sollte einen Aufenthalt am Toten Meer ins Auge fassen.

In jedem Fall sollte vor dem Urlaub ein Arzt zu Rate gezogen werden, um sich über die Vorbeugung und Behandlung von eventuell auftretenden akuten Schüben aufklären zu lassen.

Quelle: presseportal


TAG DER HAUT in Deutschland am 5.5.2005 - Bundesweite Informationskampagne zu Haut und Hautproblemen

Boppard/Köln (ots) - 03.05.2005 - Was hilft bei Neurodermitis? Welche Wirkstoffe können Falten wirklich reduzieren? Bei welchen Inhaltsstoffen können Allergien auftreten? Über 64.000 individuelle Hautberatungen in der Apotheke täglich bestätigen, dass in der Öffentlichkeit beim Thema Haut und Hautgesundheit ein starker Informationsbedarf besteht*. 5,5 ist der Optimalwert des Säureschutzmantels der Haut. Daher dreht sich rund um den 5.5., dem TAG DER HAUT, alles um das größte Organ des Menschen. In Zusammenarbeit mit Apothekern und Dermatologen wird eine große Informationskampagne gestartet, mit dem Ziel, die Bevölkerung für das Thema Haut zu sensibilisieren.

Im Zeichen der Hautgesundheit beraten teilnehmende Apotheker in der TAG DER HAUT-Aktionswoche vom 18.04. bis 07.05.2005 als kompetente Fachkräfte intensiv ihre Kunden zum Thema Allergien, Anti-Ageing, Vorbeugung von Hautproblemen und diversen anderen Themen. Mit den unterschiedlichsten Aktionen zum TAG DER HAUT planen die Apotheken ein umfangreiches und aufklärendes Programm für ihre Kunden.

Hautinformation rund um die Uhr unter www.tagderhaut.de

Neben der persönlichen Beratung in der Apotheke finden Interessierte
alles Wissenswerte rund um die Haut im großen Informationsportal www.tagderhaut.de. Durch einfache Eingabe der Postleitzahl des Wohnortes kann dort auch die teilnehmende Apotheke oder ein Dermatologe gefunden werden. Von Pflegetipps bis hin zu neuesten dermatologischen Erkenntnissen sind dort alle Haut-Fakten übersichtlich zusammengestellt. Ein umfangreicher Hauttest ermöglicht jedem, genau zu bestimmen, welcher Hauttyp er ist und welche Inhaltsstoffe in Reinigungs- und Pflegeprodukten entsprechend empfehlenswert sind.

Quelle: presseportal


Europäische Experten äußern Unverständnis über US-Warnhinweise zu Neurodermitis-Medikamenten

München - 25.04.2005 (ots) - Mitte Februar diesen Jahres fand ein Treffen von Kinderärzten statt, die die amerikanische Gesundheitsbehörde "Food and Drug Administration" (FDA) beraten. Dabei empfahlen die Mitglieder dieses Beratungsgremiums der FDA die Aufnahme eines Warnhinweises ("black box warning") in die Fachinformation der topischen (äußerlich anwendbaren) Calcineurininhibitoren Tacrolimus und Pimecrolimus. Die Warnung bezieht sich auf ein mögliches Krebsrisiko bei der Verwendung dieser Substanzen, die bei der Behandlung des atopischen Ekzems (Neurodermitis) eingesetzt werden.

Eine entsprechende Veröffentlichung auf der Internetseite der FDA führte zu Debatten und Diskussionen unter Experten, ängstigte Patienten und verunsicherte Ärzte. Gibt es tatsächlich neue Daten, die eine Überprüfung der Anwendungsempfehlungen dieser Präparate rechtfertigen? Nach sorgfältiger Prüfung der von Gesundheitsbehörden und den beteiligten Unternehmen zur Verfügung gestellten Informationen nahm jetzt der Präsident der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV), Professor Dr. Dr. Johannes Ring, zu dem Vorgang Stellung. Der Münchener Hautarzt und Allergologe ist auch Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).

Ring zeigte sich enttäuscht über die von der FDA formulierten Stellungnahmen gegen die topischen Calcineurininhibitoren. Diese könnten Patienten und Ärzte davon abhalten, die neuen Arzneimittel Pimecrolimus Creme (Elidel) und Tacrolimus Salbe (Protopic) bei der Behandlung des atopischen Ekzems zu verwenden. "Es gibt bisher keinen klinischen Beweis dafür, dass diese topischen Präparate bei Neurodermitis das Krebsrisiko erhöhen", sagte Ring. Er bedauerte, dass die Diskussion über die Änderung der Fachinformationen von Pimecrolimus und Tacrolimus auf Basis der FDA-Warnung viele Patienten in unnötige Angst und Aufregung versetzt hat - insbesondere auch Eltern von Kindern mit Neurodermitis. "Es ist schwer nachzuvollziehen, wie die FDA ihre Schlussfolgerungen rechtfertigt, da die verfügbaren Daten keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Verwendung der topischen Medikamente und Krebserkrankungen bei Menschen zeigen."

Die Stellungnahmen der FDA basieren weitgehend auf tierexperimentellen Studien, bei denen die Substanzen in oraler Form und zudem in deutlich höheren Dosen verabreicht wurden, als sie bei der Behandlung von Menschen üblich sind. Zur Behandlung der Neurodermitis werden Pimecrolimus und Tacrolimus in Form von Cremes oder Salben angewendet. So liegt beispielsweise die Pimecrolimus-Dosis, die bei normaler Anwendung des Präparates Elidel in die Blutbahn gelangt, unter der Nachweisgrenze.

Es gibt bisher keine Hinweise dafür, dass bei Menschen eine erhöhte Krebsgefahr durch die örtliche Anwendung von Pimecrolimus oder Tacrolimus besteht. Dabei werden derzeit über sieben Millionen Menschen mit diesen Substanzen behandelt. Darüber hinaus liegen keine Beweise für eine systemische Immunsuppression durch Kurzzeittherapie oder intermittierende Langzeitbehandlung der Neurodermitis mit diesen Substanzen vor. Einzelne Fälle von Lymphomen nach der topischen Anwendung der Arzneimittel sind von unabhängigen Experten im Hinblick auf die Kausalität als "unwahrscheinlich" oder "unzureichender Beweis" eingestuft worden. Bei Personen, die mit topischen Calcineurininhibitoren behandelt wurden, ist die Lymphom-Rate derzeitig deutlich niedriger als in der Allgemeinbevölkerung.

"Pimecrolimus und Tacrolimus haben ihren Nutzen in der topischen Neurodermitis-Therapie weltweit an Millionen von Patienten gezeigt. Wir würden es äußerst bedauern, sollten diese Patienten nun durch rein theoretische Risikoabwägungen von der Anwendung der Medikamente abgeschreckt werden", sagte EADV-Präsident Ring. "Wir bitten alle Gesundheitsbehörden, die diese Arzneimittel erneut überprüfen, ihre Entscheidungen ausschließlich auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu treffen, so dass zukünftig zuverlässige Informationen zum Nutzen von Patienten und Ärzten verfügbar sind."

Ring befürchtet, dass ein atopisches Ekzem durch die Stellungnahmen der FDA wieder häufiger mit systemischen Immunsuppressiva oder starken topischen Kortikosteroiden behandelt wird. Er sagte: "Es ist wichtig, dass Arzt und Patient gemeinsam die Vor- und Nachteile aller möglichen Behandlungsformen abwägen können, um so die am besten geeignete Therapie auszuwählen."

Quelle: DGAKI



Pollenflug kreuzt Neurodermitis!

Hamburg - 06.04.2005 (ots) - Die Temperaturen steigen, in Kürze ist wieder Pollenflugsaison. Für viele Neurodermitiker und Allergiker beginnt eine Leidenszeit. Dabei kann sich schon glücklich schätzen, wer weiß, wodurch ein Schub oder eine allergische Reaktion ausgelöst werden. Besonders tückisch sind so genannte Kreuzallergien. Eine Kreuzreaktion liegt vor, wenn zum Beispiel ein Birkenpollenallergiker gleichzeitig auch auf Äpfel oder Birnen allergisch reagiert. Hilfestellung zum Verständnis der verwirrenden Zusammenhänge bietet jetzt die Aktion Haut!Nah vom Deutschen Neurodermitis Bund e.V. Unter www.aktion-hautnah.de finden Betroffene sowohl eine Tabelle zu bekannten Kreuzreaktionen als auch einen Pollenflug-Kalender.

Kreuzallergien sind ein häufiges Phänomen. Über die Hälfte aller Allergiker, die auf Pollen von Frühblühern wie Birke, Erle oder Hasel reagieren, haben auch mit dem einen oder anderen Nahrungsmittel Probleme. Oft tritt die Nahrungsmittelallergie nur während der jeweiligen Pollensaison auf. Dann sollte in dieser Jahreszeit auf die kreuzreagierenden Lebensmittel verzichtet werden. Bisweilen kann bereits die Zubereitung helfen, denn manche allergische Reaktion lässt sich durch das Kochen der Nahrung vermeiden. So wird der allergen wirkende Bestandteil zerstört, und das Lebensmittel wird auch für einen Allergiker wieder gut verträglich.

Aber warum reagiert der Körper gleichzeitig auf so unterschiedliche Dinge wie Birkenpollen und Äpfel oder Birnen? Grundlage sind keine unterschiedlichen Allergien. Vielmehr erkennt das Immunsystem bei einer Kreuzallergie bestimmte Strukturen als ähnlich, die sowohl im Pollen als auch im Lebensmittel enthalten sind. Das Immunsystem ist nicht in der Lage, zwischen den Eiweißstrukturen in der Birne und im Birkenpollen zu unterscheiden und gibt daher in beiden Fällen dieselbe Antwort.

Quelle: Deutscher Neurodermitis Bund e.V.



Neue Therapieverfahren für Neurodermitis-Patienten


Wien -15.03.2005 - Neue Ergebnissen aus dem Bereich der Hautforschung werden derzeit bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Dermophazie http://www.gd-online.de in Wien vorgestellt. Die Themenpalette umfasst die Entwicklung neuer Wirkstoffe, Maßnahmen zur Qualitätssicherung und neue Strategien zur Behandlung chronischer Hautleiden wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. "Von besonderem Interesse sind vor allem die innovativen Therapieverfahren zur Linderung chronischer Hauterkrankungen", erklärte Werner Aberer von der Universitätshautklinik Graz http://www.kfunigraz.ac.at/dermatologie , der gemeinsam mit Claudia Valenta vom Institut für Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie der Universität Wien http://www.univie.ac.at/pharm-technologie die wissenschaftliche Tagungsleitung inne hat. "Mit den so genannten topischen Immunmodulatoren und den Biologicals stehen seit kurzem innovative, hochwirksame und gleichzeitig sichere Medika-mente zur Verfügung", erklärte Aberer.

Eine bessere Behandlungschance für alle unter Neurodermitis leidenden Patienten versprechen so genannte topische Immunmodulatoren, das sind neue kortisonfreie Wirkstoffe, die frühzeitig Juckreiz und Hautausschlag stoppen. Als Neurodermitis wird der juckende Hautausschlag bezeichnet, der für alle Betroffenen zu einer starken körperlichen und psy-chischen Belastung werden kann. Hierbei ist die Haut extrem trocken, schuppig, gerötet und rissig. Oft bricht die Erkrankung, die auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen ist und durch äußere Einflüsse wie Hausstaubmilben, Pollen oder psychischen Stress ausgelöst wird, bereits in den ersten Lebensmonaten aus. Sie ist gekennzeichnet von hefti-gen Kratz-attacken, bei denen sich die Betroffenen die Haut blutig reiben. Neurodermi-tis tritt in jedem Alter auf: In Deutschland und Österreich leiden etwa fünf Prozent der Bevölkerung daran, etwa die Hälfte der Betroffenen sind Kinder.

Zur Behandlung der Neurodermitis galten lange Zeit kortisonhaltige Zubereitungen als Mittel der ersten Wahl. Mit den so genannten topischen Immun-modulatoren Pimecrolimus und Tacrolimus stehen heute jedoch Behandlungsalternativen zur Verfügung, die als nebenwirkungsärmer und besser ge-eignet für die Langzeittherapie gelten. Anders als Kortisonpräparate sollten sie möglichst schon frühzeitig angewandt werden, um das Auftreten von Ekzemschüben bereits im Ansatz zu stoppen, erklärte Thomas Luger von der Universitätshautklinik Münster http://medweb.uni-muenster.de/institute/derma/ .

Erstmals konnten auch neue Wege der Langzeitkontrolle bei Schuppenflechte vorgestellt werden, um das schwer zu behandelnde chronisches Hautleiden in den Griff zu bekommen. Allein in Deutschland und Österreich leiden weit über zwei Millionen Menschen an der so genannten Psoriasis. "Neue Wirkstoffe, die unmittelbar in den Entzündungsprozess eingreifen, bringen für viele Patienten Hoffnung", erklärte Monika Schäfer-Korting vom Institut für Pharmazie der Freien Universität Berlin http://www.chemie.fu-berlin.de . "Mit den so genannten Biologicals, von denen jetzt die ersten Präparate für die Behandlung zugelassen sind, haben wir die Möglichkeit, die Schuppenflechte bei stark betroffenen Patienten auch über einen langen Zeitraum unter Kontrolle zu bekommen", sagte die Expertin. Bisher werden akute Krankheitsepisoden vor allem mit Kortison oder Medikamenten behandelt, welche die Zellteilung, vor allem von Zellen des Immunsystems, unterdrücken. Nach Absetzen dieser Substanzen kommt es häufig zu Rückfällen. Die neuen Wirkstoffe dagegen sind für eine Behandlung über einen längeren Zeitraum gedacht.


Quelle: pressetext.austria



Mehr Information für Neurodermitiker: www.aktion-hautnah.de


Hamburg - 03.03.2005 (ots) - Der neue Internet-Auftritt der Aktion Haut!Nah ist online. Mit insgesamt 278 einzelnen Seiten informiert die Aktion Haut!Nah, eine Initiative vom Deutschen Neurodermitis Bundes e.V., rund um das Thema Neurodermitis.



Da ist für jeden was dabei! Die Seite www.aktion-hautnah.de bietet jedem Neurodermitiker neue Informationen, die ihn seine Erkrankung besser verstehen und bewältigen lassen. Von den Ursachen einer Neurodermitis über die Symptome bis hin zu neuen Behandlungsmethoden - die Seite lässt keine Frage unbeantwortet. Zusätzlich bietet der Internetauftritt zahlreiche Tipps, um einer Neurodermitis vorzubeugen: Die richtige Ernährung und Kleidung sowie die Hautpflege spielen eine wichtige Rolle. Auch die Vorbereitung auf das Arztgespräch ist Bestandteil der Seite und bietet Neurodermitikern oder Eltern betroffener Kinder Hilfestellung. Ein Risikoanalyse-Check hilft Interessierten einzuschätzen, ob sie tatsächlich unter einer Neurodermitis leiden.

Die neue Seite der Aktion Haut!Nah ging im Rahmen der Aktionswoche Neurodermitis vom 21. bis 27. Februar 2005 online. Die Aktionswoche wurde von der Aktion Haut!Nah mit der Zielsetzung ins Leben gerufen, Betroffenen und Interessierten individuelle Unterstützung und Beratung in allen Fragen zum Thema Neurodermitis anzubieten.

Herzstück der Aktionswoche waren bundesweite Informationsabende, die in Zusammenarbeit mit Universitätskliniken durchgeführt wurden. Mehr als 1.000 Interessierte nahmen an den Veranstaltungen in München, Köln, Hamburg, Dresden und Frankfurt teil.

Aber nicht nur der neue Internetauftritt der Initiative wurde im Rahmen der Aktionswoche vorgestellt. Weitere interessante und wichtige Serviceangebote sind unter anderem


- Patientenbroschüren zu speziellen Themen wie Kleidung, Ernährung, Kosmetik und Behandlung eines Schubes - ein Vorlesebuch "Das juckt Jens nicht mehr" für Kinder, das altersgerecht von den Problemen der kleinen Patienten erzählt und alltagstaugliche Tipps gibt - und vieles mehr...

Quelle: Deutscher Neurodermitis Bund e.V.



Aktionswoche Neurodermitis: juckfrei, schubfrei, besser leben
Hamburg – 03.02.2005 (ots) - Vom 21. bis 27. Februar lädt die Aktion Haut!Nah vom Deutschen Neurodermitis Bund e.V. (DNB) zu ihrer Aktionswoche Neurodermitis ein. Ziel der Aktionswoche, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) als "Gesundheitstag" registriert hat, ist die individuelle Unterstützung und Beratung von Neurodermitikern.     

Herzstück der Aktionswoche Neurodermitis sind bundesweite Patientenveranstaltungen. Zu diesen wird in Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken in Hamburg, Dresden, Köln, Frankfurt und München eingeladen. Die Veranstaltungsabende sind kostenlos. Bekannte Experten aus den einzelnen Städten geben Antworten auf alle Patientenfragen, unter anderem: Wodurch wird bei mir ein Schub ausgelöst? Welche Basispflege ist zu welcher Jahreszeit optimal für meine Haut? Gibt es bestimmte Lebensmittel, die ich vermeiden sollte? Welche neuen Therapiemöglichkeiten gibt es?   

Anlässlich der Aktionswoche stellt die Aktion Haut!Nah weitere interessante Serviceangebote für Betroffene vor, die ab dem 21. Februar zur Verfügung stehen:     

- ein Kostenmerkblatt, das Interessierte und Betroffene auf einen      Blick darüber informiert, welche Kosten für die Behandlung der Neurodermitis von den Kassen getragen werden     

- ein neuer Online-Auftritt www.aktion-hautnah.de mit umfangreichen Informationen.     

- ein Risikoanalyse-Check für Betroffene und für besorgte Eltern     
Neurodermitis ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern.  
  
Schätzungen gehen davon aus, dass in den industrialisierten Ländern bis zu 20 Prozent der Kinder und 10 Prozent der Erwachsenen betroffen sind. Geprägt wird das Krankheitsbild durch einen unerträglichen Juckreiz, der so stark sein kann, dass sich der Patient blutig kratzt. Mit der Aktion Haut!Nah hat der DNB im Jahr 2004 eine neue Initiative für Neurodermitis-Patienten ins Leben gerufen. Schirmherrin ist die Erfolgsautorin Hera Lind, selber Mutter von drei Kindern mit Neurodermitis.

Quelle: Deutscher Neurodermitis Bund e.V.



Haut desinfiziert sich selbst - Gefährdete Körperstellen besonders geschützt

Baierbrunn -01.02.2005 (ots) - Eine hauteigene Substanz schützt gefährdete Körperstellen vor krankheitserregenden Darmkeimen. Die bereits vor einigen Jahren bei Patienten mit Schuppenflechte entdeckte Substanz „Psoriasin“ tötet die Mikroben ab, berichtet das Apothekenmagazin "Gesundheit". Nun konnten Forscher um Prof. Jens-Michael Schröder von der Universitätshautklinik in Kiel nachweisen, dass auch Menschen mit gesunder Haut Psoriasin bilden. Die Konzentration ist an bakterienreichen Orten wie der Achselhöhle, dem Anus oder den Fingern besonders hoch. Das hauteigene Antiseptikum wirkt, indem es den Mikroben das für sie lebenswichtige Spurenelement Zink entzieht.

Quelle: Wort und Bild – Gesundheit


Neurodermitis-Patienten oft auch anfälliger für Viren

25.01.2005 - Manche Patienten mit Neurodermitis sind auch anfälliger für Virus-Infektionen als Gesunde - warum, ist unbekannt. Mediziner des Universitätsklinikums Bonn wollen diese Wissenslücke schließen. Das auf fünf Jahre angelegte Projekt wird vom US-amerikanischen National Institute of Health (NIH) mit 1,2 Millionen Euro gefördert. Nach Schätzungen erkranken bis zu 10 Prozent aller Deutschen im Laufe ihres Lebens an einer Neurodermitis. Auch wenn die Krankheit mit der Zeit ausheilen kann, bleibt die erhöhte Anfälligkeit für Virenerkrankungen oft lebenslang bestehen.

So mancher Skiläufer kennt die Symptome: Nach einem Sonnentag auf der Piste beginnen die Lippen plötzlich unangenehm zu kribbeln und zu jucken. Ursache des "Gletscherbrandes" ist eine Herpes-Infektion, die erst durch die starke UV-Strahlung in großer Höhe zum Ausbruch kommt. Im Normalfall bleiben die juckenden Bläschen auf die Lippen beschränkt. "Bei Neurodermitis-Patienten kann das Virus aber den gesamten Körper befallen und so schwere Krankheitsbilder hervorrufen, dass die Betroffenen stationär behandelt werden müssen", erklärt der Direktor der Bonner Klinik und Poliklinik für Dermatologie Professor Dr. Dr. Thomas Bieber.

Bei Menschen mit Neurodermitis verlaufen Virusinfektionen häufig schwerer als im Normalfall. Biebers Arbeitsgruppe ist Teil eines Forschungskonsortiums, das den Grund für diese Beobachtung herausfinden möchte. "Was die immunologischen Vorgänge in der Haut bei Neurodermitis anbelangt, ist unsere Expertise weltweit anerkannt", erklärt Bieber die Teilnahme der Bonner an dem aus US-Mitteln finanzierten Projekt.

Das National Institute of Health hatte das Forschungsprogramm vor dem Hintergrund möglicher Terrorakte mit Pockenviren ausgeschrieben. Die zur Pockenschutzimpfung eingesetzten Vacciniaviren können bei manchen Menschen schwere Erkrankungen auslösen. Zu den Risikogruppen zählen wegen ihrer erhöhten Anfälligkeit für Virusinfektionen auch Neurodermitis-Kranke. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, eine sicherere Form der Pockenimpfung zu entwickeln.

Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


Neues Präparat gegen Neurodermitis testen
Hautklinik der Universität Jena sucht Teilnehmer für Studie

20.12.04 - Wenn Sie gelegentlich unter juckenden Hautentzündungen (Ekzemen) im Gesicht oder am Körper leiden, kann die Ursache eine Neurodermitis sein. Diese kann hervorgerufen werden durch trockene Haut, ungünstige klimatische Bedingungen, Infekte, Stress oder Allergene. Die Therapie einer Neurodermitis erfordert oft individuelle Therapiekonzepte. Dabei muss nicht nur der Auslöser für die Erkrankung beseitigt werden, sondern es muss auch eine stadiengerechte Ekzemtherapie erfolgen, deren Erfolg durch eine regelmäßige Hautpflege mit geeigneten Cremes bestimmt wird. Glycerin ist ein lange bekanntes und in Pflegecremes eingesetztes "Befeuchtungsmittel". Es erhöht die Feuchtigkeit und Regenerationsfähigkeit der Haut.

Dermatologen der Jenaer Universitäts-Hautklinik wollen nun die Wirksamkeit einer neuartigen, glycerinbasierten Creme bei Patienten mit Neurodermitis (Synonym: endogenes Ekzem, atopische Dermatitis) testen und mit einer glycerinfreien Creme vergleichen. Für diese Studie werden ab sofort Neurodermitiker gesucht. Die Probanden müssen zwischen 12 und 60 Jahren alt sein, leichten bis mittelschweren Ekzembefall der Arme aufweisen und keine nachgewiesene Allergie gegen Salbeninhaltsstoffe, insbesondere gegen Konservierungsmittel, haben.

Die Anwendung der Präparate erfolgt über vier Wochen mit anschließender zweiwöchiger Nachbeobachtung. Insgesamt finden sieben Visiten in wöchentlichen Abständen statt. Probanden, die bis zum Ende an der Studie teilnehmen, erhalten 150 Euro Aufwandsentschädigung.

Interessierte können sich ab sofort in der Jenaer Hautklinik melden bei Maria Breternitz oder Doreen Kowatzki unter Telefon 03641 / 937390 oder 937440 bzw. per E-Mail an: Maria.Breternitz@med.uni-jena.de oder Doreen.Kowatzki@med.uni-jena.de.

Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena


Jetzt online: rette-deine-haut.de

30.11.2004 - Infos zu Neurodermitis - jetzt endlich auch aus Teenie-Sicht. Die neue Internet-Seite www.rette-deine-haut.de der Aktion Haut!Nah macht es möglich. Seit Mitte September ist sie online.

"Neurodermitis, das ist doch eine Kinderkrankheit." Stimmt häufig,
aber nicht immer. Zwar kann nach der Pubertät eine Besserung der
Krankheit eintreten, jedoch bleiben typische Stellen wie Ellenbogen,
Kniekehlen, Nacken und Augenlider häufig trotzdem ein Leben lang
betroffen.

Quelle: Deutscher Neurodermitis Bund e.V
Infos zu Neurodermitis – jetzt endlich auch aus Teenie-Sicht.
Die neue Internet-Seite www.rette-deine-haut.de
der Aktion Haut!Nah macht es möglich.


Im Teenie-Alter ist es besonders schlimm, als "Rothaut" verspottet
zu werden. Viele Jugendliche ziehen sich in dieser Situation zurück,
werden zu Einzelgän-gern oder leiden auf andere Weise unter der
Hauterkrankung. Sie müssen schon sehr gute Freunde haben oder sehr
selbstbewusst sein, um sich völlig unbeeinflusst zu entwickeln. Hinzu
kommt, dass Hilfsangebote dünn gesät sind. Die meisten Infos richten
sich an Eltern kleiner Kinder oder an Erwachsene. Als Jugendlicher
stehst du oft zwischen den Generationen und damit zwischen allen
Stühlen.

Die Aktion Haut!Nah wendet sich jetzt mit der Internet-Seite
www.rette-deine-haut.de speziell an Jugendliche.
www.rette-deine-haut.de bietet Dir die Infos, die Dich wirklich
interessieren und die Hilfe, die Du brauchst. Neurodermitis wird
endlich einmal aus Teenie-Sicht betrachtet. Es finden sich viele
Infos zu Kleidung, Ernährung und Hautpflege. Aber auch zu Liebe, Sex,
Disco & Co. Darüber hinaus kannst du E-cards verschicken und andere
interaktive Tools nutzen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob du
Neurodermitis hast oder wie sich die Krankheit bei dir entwickeln
kann, dann mach die Risikoanalyse auf www.rette-deine-haut.de . Surfe
doch mal rein und schaue, was es Neues gibt.

Die Aktion Haut!Nah wurde im April diesen Jahres vom Deutschen
Neurodermitis Bund e.V. (DNB) ins Leben gerufen. Seit fast 20 Jahren
ist der Deutsche Neurodermitis Bund e.V. als kompetente
Selbsthilfe-Organisation bundesweit tätig - jetzt auch mit der Aktion
Haut!Nah.

Quelle: Deutscher Neurodermitis Bund e. V. (DNB)



Neue Patientenbroschüren zum Thema Neurodermitis

18.11.04 - Mit der kalten Jahreszeit beginnt wieder die Neurodermitis-Saison. Um Betroffene und Interessierte rechzeitig über die juckende
Hauterkrankung zu informieren, bietet die Aktion Haut!Nah des
Deutschen Neurodermitis Bundes e.V. (DNB) jetzt neues und auf die
individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Informationsmaterial.
Sieben Patientenbroschüren behandeln den Umgang mit der Erkrankung im
Alltag sowie die Faktoren, die den Krankheitsverlauf und die
Häufigkeit auftretender Schübe beeinflussen können. Sie geben Tipps
zu den Themen Ernährung, Stress, Kleidung, Kosmetik und Hautpflege.
Am häufigsten und schlimmsten betroffen von dem quälenden Juckreiz
sind Kinder. Drei der sieben Broschüren richten sich deshalb an
Eltern, deren Kinder unter Neurodermitis leiden.Darüber hinaus organisiert die Aktion Haut!Nah auch lokale Patienteninformationsveranstaltungen.  

Weitere Informationen zum Krankheitsbild Neurodermitis und zum
Serviceangebot der Aktion Haut!Nah gibt es auf der Internetseite
www.aktion-hautnah.de. Eine spezielle Seite für Jugendliche
www.rette-deine-haut.de befasst sich mit den Themen der Teenies und
bietet die Möglichkeit, das individuelle Neurodermitis-Risiko zu
analysieren und E-cards an Freunde zu versenden.  

Broschüre: Aktion Haut!Nah neurodermitis für Kinder

Die Aktion Haut!Nah wurde im April diesen Jahres vom Deutschen
Neurodermitis Bund e.V. (DNB) ins Leben gerufen. Ziel der Initiative
ist es, mit Neurodermitis-Patienten und deren Angehörigen in Dialog
zu treten, um Fragen zu der komplexen Hauterkrankung individuell zu
beantworten. Denn bei Neurodermitis gibt es kein allgemein gültiges
Schema - weder in Bezug auf die auslösenden Faktoren noch in Bezug
auf den Krankheitsverlauf oder die Behandlung. Grundlage zur
Verbesserung der Lebensqualität ist für Neurodermitiker ein besseres
Verständnis ihrer individuellen Situation.  

Seit fast 20 Jahren ist der Deutsche Neurodermitis Bund e.V. als
kompetente Selbsthilfe-Organisation bundesweit tätig - jetzt auch mit
der Aktion Haut!Nah.


Quelle: Deutscher Neurodermitis Bund e.V.


Hautklinik der Universität Jena sucht Freiwillige für Studie

09.11.04 - Zunehmend treten seit Jahren Handekzeme als berufsbedingte Krankheiten auf. Den Betroffenen kann dadurch Berufsunfähigkeit und damit ein Verlust der Arbeitsstelle drohen. Solche Ekzeme werden bisher hauptsächlich mit Kortison-Salben behandelt. Diese können jedoch bei unsachgemäßer Anwendung unerwünschte Nebenwirkungen haben. Als neue Therapiemöglichkeit stehen seit kurzer Zeit in Deutschland für die Behandlung der Neurodermitis, des sog. "atopischen Ekzems", neue Wirkstoffe zur Verfügung. Diese "topischen Immunmodulatoren" versprechen dank der guten Erfahrungen in der Behandlung der Neurodermitis auch für die beruflich bedingten Ekzeme an den Händen eine gute Wirksamkeit.

Unter der Leitung der Hautklinik der Universität Jena startet jetzt bundesweit eine Studie, in der erstmals die Wirksamkeit und Verträglichkeit eines topischen Immunmodulators in der Behandlung von Berufsekzemen überprüft wird. Die Jenaer Dermatologen versprechen sich davon eine neue effektive Therapiemöglichkeit für die Betroffenen bei geringeren Nebenwirkungen. Für die Teilnahme an dieser Studie sucht die Hautklinik Betroffene, die an einem berufsbedingten Handekzem leiden und zwischen 18 und 50 Jahre alt sind.

Die Behandlungszeit der Patienten beträgt vier Wochen. In dieser Zeit wird die Salbe täglich von den Patienten selbst aufgetragen. Die Nachbeobachtungszeit dauert zwei Monate, die teilnehmenden Patienten müssen sich insgesamt fünf Mal in der Hautklinik vorstellen.

Interessierte melden sich bei der Leiterin der Abteilung für Allergologie und Berufsdermatologie PD Dr. Andrea Bauer oder bei Michaela Heitmann unter Telefon 03641 / 937424 oder 937301.


Welche Cremes helfen Neurodermitikern wirklich?
Bei ÖKO-TEST gewannen die neuen kortisonfreien Cremes Elidel und Douglan mit dem Wirkstoff Pimecrolimus


11.10.2004 - Viele Neurodermitiker suchen ihr Leben lang nach dem richtigen Medikament, um ihren quälenden Juckreiz zu lindern. Das Angebot an Cremes ist groß und unübersichtlich. Die Zeitschrift ÖKO-TEST prüfte jetzt in ihrer Oktober-Ausgabe 24 Präparate zur
Neurodermitis-Behandlung, 13 rezeptpflichtige und neun nicht
rezeptpflichtige. Das Ergebnis: Alle nicht-rezeptpflichtigen
Therapeutika fielen durch und wurden mit "mangelhaft" bewertet. Unter
den rezeptpflichtigen Cremes erhielten nur die Medikamente Elidel und
Douglan mit dem Wirkstoff Pimecrolimus die Bestnote "sehr gut". Die
Suche nach einer Therapie, die Linderung bringt, lässt viele
Neurodermitiker nahezu verzweifeln. Irgendwann greifen viele zu
alternativen Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Bioresonanz- oder
Eigenurin-Therapie. Oder sie betreiben "Ärzte-Hopping" - das Springen
von einem Arzt zum anderen auf der Suche nach dem besten Experten,
der endlich die richtige Empfehlung bereit hält.


Quelle: Aktion Haut!Nah
Die Zeitschrift ÖKO-TEST prüfte 24 Präparate zur Neurodermitis-Behandlung. Es gewannen die neuen kortisonfreien Cremes Elidel und Douglan mit dem Wirkstoff Pimecrolimus.

Wer die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift ÖKO-TEST liest, wundert
sich nicht über die Unzufriedenheit der Betroffenen. Die meisten der
getesteten Präparate wirken entweder nur mangelhaft oder enthalten
Hilfsstoffe, die bei Neurodermitikern eine zusätzliche Belastung der
ohnehin geschwächten Haut bedeuten. In 16 von 24 Cremes fanden die
Tester zum Beispiel PEG/PEG-Derivate. Es handelt sich dabei um
Emulgatoren für die Mischung von Fett und Wasser. Leider können sie
dazu führen, dass die Neurodermitis-Haut noch durchlässiger für
Schadstoffe wird. Ein weiterer Punkt, den die Tester beanstandeten:
Zehn der 24 Präparate enthielten mehr als zehn Prozent Paraffine,
Erdölprodukte oder Silikone in der Lipidphase.

Nur die Medikamente mit dem Wirkstoff Pimecrolimus überzeugten
vollständig: Als einzige wurden die kortisonfreien Cremes Elidel und
Douglan mit dem Gesamturteil "sehr gut" bewertet. Das Fazit der
Tester: "Bei den rezeptpflichtigen Therapeutika für Neurodermitis
schneiden Douglan und Elidel, zwei Medikamente auf der Basis so
genannter Immunmodulatoren, mit dem Gesamturteil "sehr gut" ab.
Immunmodulatoren sind kortisonfreie Wirkstoffe, die selbst an
empfindlichen Hautarealen wie Gesicht und Genitalien eingesetzt
werden können. Sie haben nur geringe Nebenwirkungen und ersetzen
zunehmend Kortisonpräparate."

Der Wirkstoff Pimecrolimus wird aus dem Naturstoff Ascomycin
gewonnen. Die Creme Elidel ist speziell für die Behandlung von
Neurodermitis entwickelt worden. Sie wirkt nicht nur schnell und
effektiv gegen den Juckreiz, sondern kann bei rechtzeitiger Anwendung
sogar neue Schübe verhindern und den Hautzustand stabilisieren.
Weitere Informationen zum Umgang mit dem Krankheitsbild
Neurodermitis, zur Ernährung, zur kortisonfreien Behandlung des
Juckreizes erhalten Betroffene und Interessierte über die
Internetadresse www.aktion-hautnah.de .

ots Originaltext: Aktion Haut!Nah


Neurodermitisschulungen an der Dermatologischen Universitätsklinik

07.10.2004 - Juckreiz, gerötete Haut, Kratzspuren: Typische Anzeichen der Neurodermitis. Allein in Deutschland sind ungefähr drei Millionen Menschen, vor allem Kinder, von dieser Hauterkrankung betroffen. Wie Eltern mit der Neurodermitiserkrankung ihres Kindes richtig umgehen und den Alltag in der Familie meistern können, vermitteln die Neurodermitisschulungen der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V. (AGNES) an der Dermatologischen Universitätsklinik Erlangen. Anmeldungen hierzu sind wieder ab sofort möglich. Ab November beginnt außerdem erneut eine Ausbildung zum/zur Neurodermitistrainer/-in.

Die Anmeldung zu allen Kursen ist ab sofort bei Andrea Strasser unter Telefon und Fax 09131/85-33850 sowie per E-Mail unter Andrea.Strasser@derma.imed. uni-erlangen.de möglich.

Die aus sechs Doppelstunden bestehenden Neurodermitisschulungen an der Erlanger Universitätshautklinik sind nach Altersstufen differenziert. Eltern von Kindern bis zu sieben Jahren nehmen an Elternkursen teil. Für Familien mit Kindern von acht und zwölf finden kombinierte Eltern-Kindkurse statt. Zudem gibt es reine Jugendlichenkurse für 13- bis 18-jährige. Die Kosten werden unter Umständen von der Krankenkasse übernommen. Unterstützung bei der Antragsstellung leistet das Team der Dermatologischen Klinik.

Neurodermitis ist zwar eine anlagenbedingte Erkrankung, eine Vielzahl von Faktoren wie zusätzliche Allergien, mangelnde Hautpflege oder psychische Belastungssituationen können jedoch die Erkrankung auslösen, aufrechterhalten oder verschlimmern. Ein Team aus Ärzten, Psychologen, speziell geschulten Krankenschwestern und Diätassistentinnen klärt daher über Behandlungsmöglichkeiten, richtige Ernährung, Umwelteinflüsse und Bewältigungsstrategien auf. Sechs Doppelstunden bieten genügend Raum, um den Umgang mit dem Juckreiz, Änderungsstrategien zum Kratzverhalten sowie Tipps zum Cremen und Salben praxisnah zu vermitteln. Das Team der Universitätsklinik bemüht sich dabei umfassend alle Lebensbereiche (bis hin zur Berufswahl bei den Älteren), die bei Neurodermitis eine Rolle spielen, zu behandeln.

Die Ausbildung zum/zur Neurodermitistrainer/-in wird mittlerweile zum sechsten Mal angeboten. Der Kurs wird am 13. und 14. November 2004 sowie am 15. und 16. Januar 2005 stattfinden und wendet sich direkt an medizinisches, psychologisches und pädagogisches Fachpersonal. Die Teilnehmer lernen medizinische Hintergründe der Neurodermitis kennen und werden gezielt im Umgang mit erkrankten Kindern und deren Eltern geschult.

Quelle: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg


Härtet Dreck wirklich ab? Die Hygienethese gerät ins Wanken

Hamburg (ots) - 07.07.2004 - "Dreck härtet ab!" Ist diese Behauptung
noch zeitgemäß? Dänische Wissenschaftler gingen der Frage in einer Studie mit mehr als 24.000 Kindern nach, die jetzt im British Medical Journal veröffentlicht wurde. Die Ergebnisse der Untersuchung von Dr.
Christine Stabell Benn und Mitarbeitern sind eindeutig und
gleichzeitig widersprüchlich: Auf der einen Seite ist der Kontakt mit
Bakterien oder Bestandteilen von Bakterien nicht unbedingt schädlich.
Auf der anderen Seite sollten Infektionen verhindert werden.

Die Mediziner suchten mit ihrer Studie in erster Linie Belege für
die Hygienethese, nach der ein Übermaß an Hygiene das Risiko für
Allergien und Hautkrankheiten erhöht. Mit dieser Theorie wird die
Beobachtung erklärt, dass in hoch entwickelten und industrialisierten
Ländern mehr Kinder unter Neurodermitis leiden. Die neue Studie
bringt jetzt die Hygienethese zum Teil ins Wanken. Denn die
Wissenschaftler konnten zeigen, dass mit der Zahl an Infektionen im
Kleinkindalter, wie zum Beispiel Erkältungen, Durchfall und
Mittelohr-Entzündung, das Neurodermitis-Risiko steigt. "Wichtig sind
vor allem die Vermeidung von Auslösefaktoren und eine frühzeitige
Behandlung der Neurodermitis" betont Thomas Schwennesen, der
Vorsitzende vom Deutschen Neurodermitis Bund (DNB)  e.V. Hamburg.
Schwennesen sieht sich in seiner Meinung durch die neue Studie
bestätigt. Mehr als die Hälfte der untersuchten Kleinkinder im Alter
zwischen sechs und 18 Monaten machten mindestens eine
Infektionskrankheit durch. Jeder Zehnte litt unter Neurodermitis. Das
etwas überraschende Ergebnis der Untersuchung: Eine Ansteckung mit
Infektionskrankheiten hat die Kleinkinder nicht vor Neurodermitis
geschützt. Im Gegenteil: Erkältungen, Durchfall oder
Mittelohr-Entzündungen ließen das Ekzem-Risiko statistisch um acht
Prozent steigen.

Andererseits litten Kinder mit älteren Geschwistern oder mit
Haustieren seltener unter Neurodermitis als der Durchschnitt.
Gleiches galt für Kinder, die auf einem Bauernhof lebten oder eine
Kinderkrippe besuchten. Während also Infektionen vermieden werden
sollten, kann das Spielen mit anderen Kindern, in der Natur oder auch
mit Haustieren sogar vor Allergien schützen. "Zumindest so lange
nicht bereits eine Allergie vorliegt" mahnt Thomas Schwennesen.

ots Originaltext: Deutscher Neurodermitis Bund e.V.


Versorgung von chronisch Hautkranken und Allergikern in Gefahr / Scharfer Protest von Patienten- und Ärzteverbänden gegen Gesundheitsreform: Medikamente nicht aus eigener Tasche zahlen!

Berlin - 30.04.04 - Patienten mit chronischen Hauterkrankungen wie
Neurodermitis oder Schuppenflechte sowie Allergien gehören zu den
großen Verlierern der Gesundheitsreform. Sie müssen dringend
benötigte Medikamente seit Jahresbeginn aus eigener Tasche zahlen.
Für viele bedeutet dies eine jährliche finanzielle Zusatzbelastung im
vierstelligen Euro-Bereich. "Das ist unzumutbar", protestieren
medizinische Fachgesellschaften und Patientenverbände unisono. In
einer gemeinsamen Resolution fordern sie die Bundesregierung auf, den
leidgeprüften Patienten weiterhin eine medizinische Standardtherapie
zu ermöglichen, die den wissenschaftlichen Leitlinien entsprechen.
  
Nicht verschreibungspflichtige Medikamente aus der Apotheke werden
seit dem 1. Januar nicht mehr von der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) erstattet. Weil diese Neuregelung auch die
Versorgung vieler Schwerkranker betrifft, hat der Gemeinsame
Bundesausschuss (GBA) am 16. März 2004 mit Wirkung zum 1. April eine
Liste mit Ausnahmeregelungen verabschiedet. Diese enthält jedoch
entgegen ersten Ankündigungen wichtige dermatologische oder
antiallergische Präparate nicht. "Wir wurden von der Entscheidung des
GBA völlig überrascht", erklärt Prof. Harald Gollnick, Präsident der
Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). "Vor allem die
Tatsache, dass mit den Harnstoff-Präparaten und den Basistherapeutika
für schwere Verlaufsformen chronischer Dermatosen zwei Therapien
gestrichen wurden, die in der Entwurfsliste sogar noch verzeichnet
waren, können wir so nicht hinnehmen."
  
Übermäßige soziale Härte für Patienten
  
Die DDG und der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD)
sind federführend bei der Protestaktion gegen die Neuregelung, an der
sich auch Patientenorganisationen und weitere Ärztegesellschaften
beteiligen. "Im dermatologischen Bereich sind von dieser Regelung
über 50 Prozent aller Verordnungen betroffen. Für deren Kosten müssen
die Versicherten jetzt selbst aufkommen", beklagt BVDD-Präsident Dr.
Erich Schubert. Der Ausschluss aus der Erstattungsfähigkeit betrifft
praktisch sämtliche dermatologische Diagnosen und somit fast alle
hautkranken Patienten. Nach Schätzungen sind dies etwa 15 bis 20
Millionen Menschen in Deutschland. Besonders problematisch sei, dass
vergleichsweise risikoarme Medikamente von der Erstattung
ausgeschlossen wurden, während risikoträchtige und deswegen
rezeptpflichtige Präparate weiterhin erstattet werden. So müssten
Patienten mit Heuschnupfen die Behandlung mit bewährten
Antihistaminika selbst bezahlen, wohingegen die Therapie mit
Kortisonpräparaten trotz möglicher Nebenwirkungen von den Kassen
getragen wird. Dr. Schubert: "Dafür haben weder die Patienten noch
wir Ärzte Verständnis."
  
Welche finanziellen Belastungen auf die Patienten zukommen, zeigt
das Beispiel Schuppenflechte: Im ersten Quartal mussten
Psoriasis-Patienten einer Würzburger Hautarzt-Praxis zwischen 78 und
461,74 Euro für die von der Erstattung ausgeschlossenen Präparate
selbst zahlen. Der Freiburger Experte für Pharma-Ökonomie Priv.-Doz.
Dr. Matthias Augustin: "Nach unseren Berechnungen entsteht für
chronisch Hautkranke eine jährliche Zusatzbelastung im vierstelligen
Eurobereich. Diese zusätzlichen finanziellen Bürden müssen von den
Betroffenen ohne Obergrenze selbst aufgebracht werden, weil
rezeptfreie Arzneimittel nicht auf die sogenannte
1-Prozent-Chroniker-Regelung angerechnet werden dürfen." Angesichts
der Tatsache, dass z.B. Neurodermitispatienten bisher schon
durchschnittliche Kosten in Höhe von 1200,- Euro jährlich für
spezielle Pflegemittel, Ernährung und Zuzahlungen für Therapien
aufbringen mussten, bedeutet dies für viele eine nicht zu
bewältigende zusätzliche Belastung: "Diesen Patienten werden soziale
Härten auferlegt, wie sie bislang im bundesdeutschen Sozialsystem
beispiellos sind", bilanziert Augustin.
  
Therapieabbrüche drohen
  
Wegen der erheblichen Kostenbelastung drohen jetzt immer häufiger
Therapieabbrüche und Behandlungseinschränkungen, weil ein Teil der
chronisch Kranken die notwendigen Medikamente nicht mehr bezahlen
kann. "Dies führt unweigerlich zu einer erheblichen Verschlimmerung
des Krankheitsbildes und damit mittel- und langfristig zu deutlich
höheren Kosten in der medizinischen Versorgung", beklagt
DDG-Präsident Prof. Gollnick. "Damit werden alle Bestrebungen einer
pharmakoökonomischen Gestaltung der Therapie konterkariert."
  
Gleiches Recht für alle Krankenversicherten
  
Die ab 1. April wirksame Ausgrenzung medizinisch notwendiger
Standardtherapeutika bei schwerwiegenden Hauterkrankungen und
Allergien aus dem Leistungskatalog der GKV stellt für drei Millionen
Neurodermitiker und Schuppenflechtekranke, mehrere Millionen an
Heuschnupfen, Asthma oder einem allergischen Kontaktekzem Leidende,
Menschen mit chronischen Wunden und viele andere schwer Hautkranke
eine erhebliche Diskriminierung gegenüber anderen gesetzlich
Krankenversicherten dar. Nach geltender höchst richterlicher
Rechtsprechung ist der GKV verpflichtet, die Kosten zu übernehmen,
wenn ohne die von einem Vertragsarzt verordnete fachgerechte
Behandlung "eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung,
eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte
Beeinträchtigung der Lebensqualität" zu erwarten ist. Diesem
Rechtsgrundsatz hat der GBA in der so genannten "Chronikerregelung"
vom Januar 2004 ausdrücklich Rechnung getragen und ihn auch bei der
Festlegung von Ausnahmen noch einmal bekräftigt. Tatsächlich aber
begrenzt die ab 1. April geltende Regelung Ausnahmen sachwidrig und
willkürlich auf 40 Wirkstoffe. Die damit verbundene Ausgrenzung von
Standardtherapeutika bei schweren Hauterkrankungen und Allergien ist
rechtswidrig.
  
Die Unterzeichner der Resolution fordern daher gleiches Recht für
alle Versicherten und eine Korrektur der GBA-Entscheidung.
  
    
ots Originaltext: Dialogpartner Öffentlichkeitsarbeit der Hautärzte
in Klinik und Praxis


Das atopische Ekzem

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von
Priv.-Doz. Dr. med. W. Nürnberg
Ärztlicher Direktor
Ostseeklinik Kühlungsborn

Sie können diesen Beitrag "Das atopische Ekzem" hier als .pdf-Datei herunterladen.

Quelle: www.ostseeklinik-kuehlungsborn.de



Was ist Neurodermitis

Neurodermitis ist eine Hautkrankheit. Andere Bezeichnungen dafür sind allergisches Ekzem, Atopisches Ekzem, Atopische Dermatitis oder Neurodermitis constitutionalis.

Sie ist durch Ekzeme, Juckreiz und trockene Haut gekennzeichnet. Manchmal kann die Haut auch verstärkt Schuppen bilden. Neurodermitis tritt in Schüben auf, zwischen denen relativ beschwerdefreie Intervalle liegen. Die Krankheit ist nicht ansteckend.

Auch im beschwerdefreien Zustand kann der Arzt einen Neurodermitiker an bestimmten Kennzeichen, den Stigmata, erkennen.

Am häufigsten tritt Neurodermitis bei Babies und Kleinkindern auf. Bei vielen Kindern verschwinden die Symptome mit dem Schulalter, können manchmal aber später wiederkehren. Ersterkrankungen im Erwachsenenalter sind weniger häufig.

Atopische Veranlagung

Neurodermitis, Heuschnupfen und allergisches Asthma gehören zu den atopischen Erkrankungen. Im Laufe eines Lebens können sich die Symptome von einem Organ zum anderen verschieben, zum Beispiel von der Haut zu den Atemwegen.

Die Veranlagung, auf äußere oder innere Reize mit einer atopischen Erkrankung zu reagieren, ist angeboren. Es kann aber dennoch der Fall sein, daß ein Kind von seinen Eltern zwar die Veranlagung geerbt hat, aber nie in seinem Leben die Symptome auftreten.

Auslösefaktoren

Häufig besteht bei Neurodermitis eine erhöhte Bereitschaft zu Allergien, zum Beispiel auf Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Textilfarbstoffe oder Nahrungsmittel. Diese Stoffe können - wenn der Betroffene dagegen allergisch ist - einen Neurodermitis-Schub auslösen. Weitere mögliche Auslöser sind Streß, psychische Spannung und Umweltfaktoren, wie Zigarettenrauch oder Schadstoffe in der Wohnung.

Häufigere Begleiterkrankungen

Durch die empfindliche, oft aufgekratzte Haut können Bakterien und Pilze eindringen und selbst Entzündungen hervorrufen. Einige Betroffene haben häufig Bindehautentzündungen an den Augen. Viren sind bei dem geschwächten Immunsystem manchmal besonders aktiv. So haben viele Neurodermitiker verstärkt Warzen. Auch Herpes kann sich ausbreiten, daher sollten sich Neurodermitiker vor Ansteckung schützen.>

Formenvielfalt

Neurodermitis ist eine sehr individuelle Krankheit. Unterschiede bestehen darin, in welchem Lebensalter sie auftritt, welche Körperstellen betroffen sind und welche Auslöser oder Trigger sie immer wieder neu entfachen können. Daher muß in jedem Einzelfall individuell nach Auslösern und Therapiemöglichkeiten gesucht werden.

© mit freundlicher Genehmigung:

Deutscher Neurodermitis Bund e. V., Spaldingstraße 210, 20097 Hamburg
Tel..- 0 40 / 23 08 10, Fax: 0 40 / 23 10 08;
HautLine: 01 90 / 25 10 51
HautFax: 01 90 / 25 20 52, (Talkline 0.62 € /Min)
www.dnb-ev.de
email: info@dnb-ev.de



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