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Sonnenkampagne „Face the Sun“ startet
Hautkrebsrisiko bei jungen Erwachsenen nimmt stark zu
Berlin 10.05.2006 – Am 9. Mai 2006 startete die bundesweite Sommerkampagne der Deutschen Krebshilfe und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) unter dem Motto „Face the Sun“ . Sie richtet sich besonders an Menschen zwischen 17 und 25 Jahren. Denn jeder fünfte Mann und jede zehnte Frau zwischen 20 und 40 Jahren haben bereits ein erhöhtes Risiko für das Maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs). Das Risikopotential ist in dieser Altersgruppe so groß wie in keiner Generation zuvor. „Ein erheblicher Anstieg von Hautkrebs-Neuerkrankungen könnte in den nächsten Jahrzehnten die Folge sein“, betonte Professor Dr. Eckhard Breitbart, Zweiter Vorsitzender der ADP, bei der Vorstellung der Kampagne in Berlin.

Jährlich erkranken in Deutschland über 110.000 Menschen neu an weißem Hautkrebs (Basalzell- oder Stachelzellkrebs) und 22.000 an schwarzem Hautkrebs (Malignes Melanom). Wer schon einmal an einem Hautkrebs erkrankt war, trägt ein stark erhöhtes Risiko für das erneute Auftreten dieser Erkrankung. Aktuell befinden sich 520.000 Personen wegen einer Hautkrebserkrankung in medizinischer Behandlung. Neben dem persönlichen Leid der Betroffenen verursachen die steigenden Erkrankungszahlen auch hohe Kosten im Gesundheitssystem.
Das Risikopotential für das Maligne Melanom wird bereits in den ersten Lebensjahren entwickelt. Wer einmal in der Kindheit Pigmentmale durch UV-Strahlung erworben hat, kann im Laufe seines Lebens immer mehr entwickeln. „Auch ohne weitere Sonnenbrände kann sich die Anzahl der Pigmentmale bereits innerhalb von vier Jahren verdoppeln. Dabei stellen die nach der Geburt erworbenen Pigmentmale den höchsten Risikofaktor für das Maligne Melanom dar“, so Breitbart.
Die Risikofaktoren für den Hautkrebs sind klar definiert und können von einem erfahrenen Arzt schnell identifiziert werden. Frühzeitig entdeckt, ist Hautkrebs zu 100 Prozent heilbar. Deshalb setzen sich die Deutsche Krebshilfe und die ADP für ein bundesweites, qualitätsgesichertes Hautkrebs- und Risikogruppen-Screening im Rahmen der gesetzlichen Krebs-Früherkennung ein, über das zur Zeit im Gemeinsamen Bundesausschuss beraten wird.
Die Information und Aufklärung über Hautkrebs steht im Fokus der diesjährigen Sommerkampagne 2006 der Deutschen Krebshilfe und der ADP, die sich besonders an die 17- bis 25-Jährigen wendet. „Jeder kann sich mit einfachen Verhaltensregeln schützen: In der Sonne nicht aus-, sondern anziehen und die Mittagssonne meiden“, erklärt Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.
Der natürliche Teint ist nicht nur gesund, sondern auch schön. „Braune Haut ist uns in der Model-Szene schon lange ein Dorn im Auge. Das macht alt und ist total out!“ so Yannis Nikolaou, Geschäftsführer von 'Place Models'. Die Modelagentur wird zusammen mit der Deutschen Krebshilfe und der ADP das „Sun Face 2006“ küren. Als Hauptpreis winkt ein Vertrag der Agentur mit Fotoshooting. Beworben wird der Modelwettbewerb mit Edgar Cards, die in 16 Städten in 3.175 Gastronomiebetrieben ausliegen. Die Vorauswahl findet auf einer interaktiven Web-Plattform statt, auf der die Fotos mit dem persönlichen Sommermotto der Teilnehmer veröffentlicht werden können. Die Internetseite www.face-the-sun.de ist speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten und für die aktuelle Kampagne konzipiert.
Neben allen relevanten Infos zum Thema Haut und Sonne gibt es auf der genannten Site außerdem interessante Download-Bereiche und trendige „Face the Sun“-T-Shirts zum Bestellen. In 15.000 bundesdeutschen Fahrschulen des Bundesverbandes der Fahrlehrer e.V. stehen in diesem Sommer nicht nur die Verkehrsregeln, sondern auch die Sonnenregeln hoch im Kurz. Wer an dem Sun-Quiz auf der Kampagnen-Website teilnimmt, kann einen Chevrolet Matiz gewinnen. Außerdem werden Promotion-Teams auf Sommer-Festivals bundesweit für den richtigen Sonnenschutz mobil machen. Die Sängerin Diane wird sich auf ihren Konzerten für das Thema stark machen. Denn helle Köpfe wissen: Umdenken ist angesagt, um das Hautkrebs-Risiko zu minimieren.
Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.
WHO-Studie findet keinen Beleg für Hirntumor-Risiko durch Nutzung von Mobiltelefonen
Berlin (ots) - 30.01.2006 - Deutsche Teilergebnisse der internationalen Interphone-Studie veröffentlicht Die Nutzung von Mobiltelefonen erhöht nicht die Gefahr an einem Hirntumor zu erkranken.
Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Studie mehrerer deutscher Universitäten, die im Rahmen der Interphone-Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt wurde.
Quelle: photocase
Das deutsche Forscherteam hat seit dem Jahr 2000 844 Patienten, bei denen ein Hirntumor diagnostiziert worden war, untersucht. Diese Daten verglichen sie mit den Angaben von 1.535 gesunden Kontrollpersonen. Die Wissenschaftler kamen dabei zu dem Schluss, dass eine regelmäßige Nutzung eines Handys nicht mit einem höheren Risiko verbunden ist, an einem Gliom oder Meningeom zu erkranken. Das gilt auch bei intensiver Nutzung des Mobiltelefons.
Die deutschen Teilergebnisse stimmen somit grundsätzlich mit den bereits veröffentlichten Teilergebnissen aus Großbritannien, Dänemark und Schweden überein. Keinen Beleg fanden die deutschen Wissenschaftler für eine Häufung von Tumoren auf der Kopfseite, auf der nach Angaben der Patienten üblicherweise telefoniert wurde. Für Personen, die seit zehn Jahren und mehr ein Mobiltelefon nutzen, konnte keine abschließende Aussage getroffen werden. Ein möglicherweise leicht erhöhtes Risiko für Gliome lässt sich aufgrund der geringen Fallzahlen erst im Kontext mit der internationalen Auswertung bewerten. In den bisher veröffentlichten Teilstudien des Interphone-Projektes der WHO hatte sich kein derartiger Hinweis gezeigt.
In Deutschland arbeiteten an der Studie das Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universität Mainz, die Arbeitsgemeinschaft (AG) Umweltepidemiologie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und die AG Epidemiologie und International Public Health der Universität Bielefeld.
Die Interphone-Studie ist die weltweit größte Studie, die den Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko von Hirntumorerkrankungen erforscht. Mehr als 7.000 Patienten mit einem Gliom, Meningeom oder Akustikusneurinom sollen befragt werden, dazu die doppelte Anzahl nicht erkrankter Personen. Teams aus 13 Ländern gehen dabei nach einem gemeinsam verfassten Studienprotokoll vor und ermöglichen somit eine unmittelbare Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Neben Deutschland sind die skandinavischen Länder, Großbritannien, Frankreich, Italien, Israel, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada beteiligt.
Trotz der ersten veröffentlichten Teilergebnisse wird eine abschließende Bewertung erst mit Vorliegen der internationalen Auswertung möglich sein. Mit dem Abschluss der vollständigen Studie ist im Laufe des Jahres 2006 zu rechnen.
Darüber hinaus haben die deutschen Mobilfunknetzbetreiber gemeinsam mit der Bundesregierung das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Erkenntnisse über biologische Wirkungen und Mechanismen elektromagnetischer Felder zu vertiefen und vorhandene Wissenslücken zu schließen. Bis voraussichtlich 2006 werden unter der Leitung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mehr als 50 Forschungsprojekte durchgeführt.
Weitere Informationen: Die englische Zusammenfassung der Studie ist nachzulesen unter: http://aje.oxfordjournals.org/
Information der Universität Bielefeld zur Studie: http://bis.uni-bielefeld.de/infomanager/SilverStream/Pages/
Das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm: http://www.emf-forschungsprogramm.de/
Das Informationszentrum Mobilfunk ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde.
Quelle: Informationzentrum Mobilfunk
Deutsche Mädchen im Bräunungswahn: Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen steigt
Hamburg - 18.01.2005 (ots) - HEALHTY LIVING-Umfrage zeigt: Jede vierte Gymnasiastin geht regelmäßig auf die Sonnenbank / Dermatologen diagnostizieren mehr Hautkrebsneuerkrankungen / Maßnahmen des Bundes gescheitert
Hamburg - Immer mehr Teenager erkranken am oft tödlichen schwarzen Hautkrebs, dem so genannten malignen Melanom. Der Grund: Sie legen sich zu früh und vor allem zu oft unters Solarium, weil Braunsein in vielen Cliquen zum guten Aussehen gehört. Wie eine von der Zeitschrift HEALHTY LIVING in Auftrag gegebene Umfrage des Instituts für Jugendforschung unter 656 Teenagern ergibt, setzt sich inzwischen jedes fünfte minderjährige Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren häufig der schädlichen Kunstsonne aus, von den Gymnastinnen sogar jede Vierte regelmäßig. Maßnahmen des Bundes, ein von der WHO weltweit gefordertes Zutrittsverbot für Jugendliche in Sonnenstudios zu erwirken, sind bisher gescheitert.

Bild: Photocase
Einer aktuellen dermatologischen Studie zufolge muss in Deutschland künftig mit 140 000 Hautkrebsneuerkrankungen pro Jahr gerechnet werden, bisher war man von 120 000 Fällen ausgegangen, teilte Dr. Rüdiger Greinert vom Dermatologischen Zentrum Buxtehude HEALTHY LIVING mit. "Die Schäden an den Hautzellen, die zu Hautkrebs führen, werden im Jugendalter angelegt, wenn sich die Haut noch entwickelt", sagt Greinert und warnt: "Je früher man anfängt, sich der UV-Strahlung auszusetzen, desto länger ist die Zeitspanne, während der man erkranken kann." Er fordert daher wie viele seiner Kollegen die Einführung eines Solariengesetzes, das Minderjährigen den Zutritt zum Sonnenstudio verweigert.
Ein 2003 als Alternative zu einem Solariengesetz vom Bundesamt für Strahlenschutz, Dermatologen und Solarienbetreibern gemeinsam entwickeltes freiwilliges Qualitätszertifikat für Sonnenstudios erwies sich als Flop. Zu den Kriterien gehört neben standardisierten Geräten und geschultem Personal auch ein Zutrittsverbot für Jugendliche. Von 12 000 Sonnenstudios haben bis heute gerade Mal 48 ein solches Zertifikat beantragt.
Quelle:
HEALTHY LIVING
Mit Wärme gegen Krebs
16.12.2005 -Die Chancen der Hyperthermie standen im Zentrum eines Symposiums, das kürzlich in der onkologischen Fachklinik Bad Trissl im oberbayerischen Oberaudorf stattgefunden hat. Die Klinik arbeitet eng mit der Hyperthermie-Einheit des Klinikums München-Großhadern zusammen und zählt zu den wenigen Anwendern dieses aufwendigen Verfahrens. Durch die gezielte Erwärmung des Tumorbereichs auf 42 Grad lässt sich die Wirkung der Chemo- oder Strahlentherapie verstärken. Abgeschlossene und laufende Studien zeigen bereits erstaunliche Erfolge der regionalen Tiefenhyperthermie.
Er ist zwar selten, aber äußerst bösartig. Wenn der Krebs an der Bauchspeicheldrüse, das so genannte Pankreaskarzinom, anfängt, sich durch Schmerzen bemerkbar zu machen, hat er oft schon Metastasen gebildet. Für eine Heilung ist es dann meist zu spät. Operation, Chemo- und Strahlentherapie erreichen nicht viel: Nur ca. fünf Prozent der Patienten leben nach der Diagnosestellung noch länger als fünf Jahre.
Da kommt es schon einem kleinen Wunder gleich, wenn es gelingt, diesen Krebs zu stoppen. Das scheint mit einem Verfahren möglich, das auf die gezielte Erwärmung des Tumors durch elektromagnetische Wellen setzt: Der regionalen Tiefenhyperthermie. Der Pionier dieses Verfahrens, Prof. Dr. Rolf Issels vom Klinikum München-Großhadern, ist selbst überrascht von den Erfolgen, die er mit der Überwärmungstherapie speziell bei Pankreaspatienten erzielen konnte. Auf einem Symposium des Tumorzentrums Münchens in der onkologischen Fachklinik Bad Trissl (Oberaudorf) über "Die Chancen der Hyperthermie" berichtete Issels von seinem Vorhaben, eine europaweite Studie aufzulegen, um die Möglichkeiten der Hyperthermie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs systematisch zu erforschen.
Für andere Krebsarten gibt es bereits gesicherte Ergebnisse aus nationalen und internationalen Forschungsprogrammen. Zum Beispiel konnten mit einer Kombination aus Hyperthermie und Chemotherapie 85 Prozent der Hochrisiko-Weichteilsarkome, das sind ausgedehnte Tumoren im Bauch oder an den Knochen, unter Kontrolle gebracht werden. "Das ist sehr ermutigend", so Issels, "besonders weil wir bei diesen oft sehr großen Karzinomen eine Operation und damit eine Verstümmelung der Kranken vermeiden konnten".
Die Wirkung der regionalen Tiefenhyperthermie bei Tumoren am Gebärmutterhals ist inzwischen so gut belegt, dass sie in Holland längst zur Standardbehandlung gehört. Auch für schwarzen Hautkrebs, fortgeschrittenen Darmkrebs, für Blasen-, Prostata und Rektumkarzinom sowie bei Wiederauftreten von Brustkrebs liegen positive Erfahrungen vor, die durch Studien belegt sind.
Dr. Oliver Ott, Radiotherapeut an der Universitätsklinik Erlangen, setzt auf die Dreifach-Kombination von Strahlentherapie, Chemotherapie und Hyperthermie. "Krebszellen sind wärmeempfindlich. In überwärmte Tumorzellen können Krebsmedikamente besser eindringen und eine Strahlentherapie wird effektiver. Wir benutzen die Hyperthermie, um die Wirkung der beiden anderen Therapieformen zu verbessern", erklärte der Wissenschaftler auf der Tagung. Ott behandelt auf diese Weise ausschließlich Patienten, bei denen der Krebs noch keine Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat. Darum kann er nicht nur gute Ansprechraten, sondern auch tatsächliche Heilungen vorweisen. Große Erfahrung besitzen die Erlanger Strahlentherapeuten in der Behandlung des Harnblasenkrebses. Wo sonst die Urologen die befallene Blase einfach entfernen, gelingt es ihnen durch eine spezielle Kombination von Radio-, Chemo-und Überwärmungstherapie in vielen Fällen dieses wichtige Organ zu erhalten.
"Zauberkugeln" verschonen die gesunden Zellen
Spannende Zukunftsperspektiven eröffnet die Hyperthermie-Forschung mit den so genannten Liposomen. Dr. Martin Hossann vom Klinikum Großhadern beschrieb das Prinzip dieser "Zauberkugeln": Dabei werden Zytostatika - die Krebsmedikamente - in kleine Fettkapseln verpackt. Wenn man diese dann den Patienten spritzt, reichern sie sich im Tumor an. Bei einer Temperatur von 42 Grad, wie sie während der Hyperthermiebehandlung erreicht wird, schmelzen die Kapseln und geben ihren Inhalt konzentriert an den Krebs ab. "In Zellkulturen konnten wir bereits eine sechsfach höhere Anreicherung des Wirkstoffs im Tumor erreichen. Aber das ist nicht der einzige Vorteil. Durch den gezielten Einsatz der Zytostatika direkt auf die Krebszellen bleiben die gesunden Zellen verschont und die Nebenwirkungen einer Chemotherapie verringern sich drastisch", erklärte Hossann.
Die praktische Anwendung der Hyperthermie war das Thema von Dr. Bernhard Weber, Chefarzt für Innere Medizin in der Klinik Bad Trissl. "Besonders wichtig ist eine exakte Temperaturmessung. Nur wenn wir 42 Grad Celsius im Tumor erreichen, kann die Behandlung helfen. Wir dürfen diese Temperatur aber auch nicht überschreiten, um keinen Schaden anzurichten", so Weber. Gemessen wird mit Sonden, die eigens für die Hyperthermie entwickelt wurden. Das ganze Verfahren ist sehr aufwendig und viele technische Parameter sind zu beachten. Deshalb werden die Patienten während der Therapie nicht nur vom Arzt, sondern auch von einer Ingenieurin überwacht.
Kann man mit der Überwärmung Krebskranke heilen?
"Mit der Hyperthermie alleine sicher nicht", so Weber, "doch in Kombination mit Strahlen- oder Chemotherapie gelingt es uns fast immer, Leiden zu lindern, Leben zu verlängern und die Lebensqualität zu erhöhen". Spektakulär war der Fall einer 64-Jährigen, die mit einem inoperablen Krebs an der Bauchspeicheldrüse nach Bad Trissl eingewiesen wurde. Nach einem Zyklus Hyperthermie und Chemotherapie kam der Tumor zum Stillstand und Tumormarker waren nicht mehr nachweisbar.
Die Frau blieb kein Einzelfall. Inzwischen gibt es noch andere Patienten sowohl in Großhadern als auch in Bad Trissl, bei denen dieser besonders bösartige Krebs den Rückwärtsgang eingelegt hat.
Quelle:
Tumorzentrum München an den Medizinischen Fakultäten der LMU und der TU
Hodenkrebspatienten können Vater werden
76 Prozent zeugten innerhalb von 20 Jahren Kinder
Bergen - 02.11.2005 - Wissenschafter des Helse Bergen Haukeland Universitetsykehus http://www.helse-bergen.no/english haben nachgewiesen, dass die meisten Männer, die gegen Hodenkrebs behandelt worden sind, später in der Lage sind Kinder zu zeugen. Es zeigte sich, dass 76 Prozent der Patienten innerhalb von 20 Jahren Väter wurden. Der Untersuchung lagen die Daten von 544 Teilnehmern zugrunde. Die Forscher schreiben im
Journal of the National Cancer Institute, http://jncicancerspectrum.oxfordjournals.org dass die Vaterschaftsrate bei Patienten, die sich einer höher dosierten Chemotherapie unterziehen mussten, am niedrigsten war. Aber auch in dieser Gruppe konnte die Hälfte der Männer in der Folge Kinder zeugen.
Hodenkrebs gehört bei Männern zwischen dem 20 und dem 40 Lebensjahr zu den am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen. Rund 95 Prozent der Patienten kann durch eine Behandlung geheilt werden. Bisher standen laut BBC nur wenige zuverlässige Daten zur Quantifizierung der Vaterschaften zur Verfügung. Für die aktuelle Studie konzentrierten sich die Wissenschafter auf die Daten von 1.433 Männern, die in Norwegen zwischen 1980 und 1994 gegen Hodenkrebs behandelt worden waren. Diese Patienten wurden in der Folge eingeladen, zwischen 1998 und 2002 an einer Folgestudie teilzunehmen. 554 Männer versuchten nach der Behandlung Vater zu werden. 71 Prozent waren innerhalb von 15 Jahren ohne den Einsatz von eingefrorenem Samen erfolgreich. Innerhalb von 20 Jahren wurden 76 Prozent der Männer Vater.
Laut Studie hing der Erfolg dieser Versuche von der Art der erhaltenen Behandlung ab. Nur 48 Prozent der Männer, die eine höher dosierte Chemotherapie erhalten hatten, wurden Vater. Dabei handelte es sich um Dosierungen von mehr als 85mg Cisplatin. Im Gegensatz dazu wurden 92 Prozent der Männer Vater, die nach der Entfernung des betroffenen Hodens nur medizinisch beobachtet wurden. Durchschnittlich vergingen zwischen der Diagnose und der Geburt des ersten Kindes 6,6 Jahre. Aber auch in diesem Bereich kam es durch die Art der Behandlung zu Unterschieden. Rund 22 Prozent der Paare, die nach der Behandlung Eltern werden wollten, berichteten, dass sie dabei Unterstützung brauchten. Die leitende Wissenschafterin Marianne Brydoy erklärte, dass es wichtig sei, auch weiterhin vor der Behandlung die Aufbewahrung von Sperma anzubieten, da eine mögliche Unfruchtbarkeit derzeit nicht vorhergesagt werden könne.
Quelle: pte
Hautkrebs: Impfung statt Chemotherapie -
Zell- und Genforschung ermöglicht neue Wege
Tübingen (pte) 22.09.2005 - Hautkrebs soll sich nach Einschätzung von Dermatologen schon bald mit sogenannten therapeutischen Impfungen behandeln lassen. Im Bereich des metastasierenden schwarzen Hautkrebses gäbe es hier vielversprechende Ansätze, ist Martin Röcken, Leiter der Tübinger Hautklinik, im Vorfeld des heute beginnenden internationalen Dermatologenkongresses http://www.esdr.org überzeugt. Gegenüber pressetext erläutert er derzeitige Forschungsansätze und fasst Auswirkungen auf die Krebstherapie zusammen.
Laut Röcken werden momentan zwei Behandlungsansätze verfolgt: "Einerseits geht es um die Weiterentwicklung bestehender Impfmethoden, die darauf abzielen, körpereigene Wächter- und Effektorzellen nach vollzogener Laborbehandlung wieder dem Körper zuzuführen" , so Röcken, der darauf hinweist dass damit das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen die Tumorzellen entscheidend gestärkt werden könne. "Andererseits konzentriert sich die Forschung auf die Frage, warum es überhaupt zu asozialem Verhalten von Tumorzellen kommt und wie der Wachstum dieser Zellen durch direkt in die krankhafte Kaskade eingesetzte Zellmoleküle zum Stillstand gebracht werden kann", so Röcken weiter.
Beide Ansätze, die in laufenden Studien weiter erprobt werden, seien für die Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden und die Verbesserung von Heilungschancen zukunftsweisend, ist Mark Berneburg, Privatdozent der Uniklinik Tübingen, überzeugt. "Angesichts der Verdopplung von Hautkrebserkrankungen innerhalb aller zehn Jahre und dem damit verbundenen Umstand, dass der schwarze Hautkrebs in absehbarer Zeit zu den häufigsten Krebsarten zählen wird, müssen hier neue Wege zur Bekämpfung gefunden werden", so Berneburg. Der stattfindende Kongress sorge hierbei für neue Impulse und ermögliche einen wertvollen Erfahrungsaustausch.
Neben dem Thema der Tumorerkrankungen befasst sich der die nächsten drei Tage in Tübingen stattfindende internationale Kongress außerdem mit neuesten Forschungsansätzen im Bereich der schweren Autoimmunkrankheiten und Allergien sowie der Stammzellen- und Gentherapie. Erklärter Fokus der Teilnehmer aus der ganzen Welt sei vor allem auch die Frage der Umsetzung neuer Forschungsergebnisse in die Praxis, so Röcken gegenüber pressetext abschließend.
Quelle: pte
Azathioprin erhöht nach Transplantation Hautkrebsrisiko -
Wissenschafter weisen nach wodurch Risiko erhöht wird
London (pte) 16.09.2005 - Es war bereits bekannt, dass es sich bei Azathioprin um ein an Schadstoffen reiches Medikament handelt, das das Hautkrebsrisiko erhöhen kann. Wissenschafter von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org haben jetzt nachgewiesen, dass Azathioprin die DNA verändert. Eine Krebserkrankung kann die Folge sein, wenn der Patient zusätzlich ultraviolettem Licht ausgesetzt ist. Das Team um Peter O'Donovan untersuchte, welche Reaktionen das Medikament bei Zellen im Labor auslöst. Die Forscher erklärten gegenüber dem Fachmagazin Science, http://www.sciencemag.org dass die Betroffenen beim Kontakt mit Sonnenlicht besonders vorsichtig sein sollten. Azathioprin wird auch bei der Behandlung von Erkrankungen eingesetzt, die eine Kontrolle des Immunsystems erfordern. Dazu gehören Arthritis und chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
Die Analyse ergab, dass sich die aktive Form des Medikaments in der DNA ansammelt. Werden diese Zellen einer geringen Menge von UVA Licht ausgesetzt, kommt es in der Folge zu Mutationen der DNA. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass diese Mutationen Hautkrebs verursachen können. Bei der Untersuchung der Haut von Patienten, die Azathioprin einnahmen, wurde eine ähnliche Ablagerung des Medikaments in der DNA nachgewiesen. Diese Patienten schienen zusätzlich ungewöhnlich empfindlich auf eine Menge UVA Licht zu reagieren, die in etwa ein oder zwei Minuten Kontakt mit der Sonne an einem typischen englischen Sommertag entspricht. Es wird angenommen, dass Hautkrebs bei Transplantationspatienten 50 bis 250 Mal häufiger auftritt als in der allgemeinen Bevölkerung. 20 Jahre nach einer Transplantation sind zwischen 60 und 90 Prozent der Patienten betroffen.
Die Mitautorin Jane McGregor erklärte, dass jenes Verfahren, mit dem der Körper normalerweise präkanzeröse Läsionen unter Kontrolle halte, verloren gehe. "Interagiert Azathioprine mit UVA Licht, kommt es zur Bildung eines neuen Photoprodukts, das nicht wieder repariert werden kann. Die Folge ist, dass es wahrscheinlich zum Aufbau einer großen Menge von Mutationen kommt." Schwierigkeiten sind laut BBC jedoch nur in jenen Körperbereichen zu erwarten, die mit UVA Licht in Kontakt kommen. Theoretisch besteht laut McGregor das Risiko, dass auch andere Patientengruppen von der Erhöhung des Hautkrebsrisikos betroffen sein könnten. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass das hohe Risiko bei Transplantationspatienten mit der Dosierung des Medikaments, der Dauer der Einnahme und dem Cocktail der anderen eingenommenen Medikamente in Zusammenhang stehe.
Quelle: pte
Hautkrebs bei unter 40-Jährigen im Steigen
Experten: Auch in Europa ähnliche Tendenzen
Rochester - 10.08.2005 - Experten der Mayo-Klinik http://www.mayoclinic.org in Minnesota haben entdeckt, dass Hautkrebs bei den unter 40-Jährigen stark im Steigen ist. Besonders die beiden Formen des nicht-Melanom-bildenden-Krebses, der so genannte weiße Hautkrebs, sind extrem angestiegen. An den beiden Krebsarten erkrankten bisher meist nur Personen über 50. Die Experten machen die Zerstörung der Ozonschicht sowie verändertes Verhalten beim Sonnenbaden dafür verantwortlich, berichtet BBC-online http://news.bbc.co.uk . Ähnliche Prognosen stellten die Fachleute auch für Europa.
Weißer Hautkrebs tritt vor allem bei älteren Menschen auf. Dabei wird das Basaliom oder Basalzellkarzinom vom Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom unterschieden. Da beide Arten hauptsächlich durch UV-Licht ausgelöst werden, bilden sie sich oft im Gesicht. Diese beiden Arten von Hautkrebs werden meist operiert und bilden so gut wie nie oder zumindest sehr selten Metastasen. Sie können aber lokal das umgebende Gewebe zerstören, so dass bei großen Tumoren die Operation schwierig ist. Beide Arten wachsen nur langsam.
Das US-Forscherteam hat im Journal of the American Medical Association festgestellt, dass die Inzidenzrate beim Basaliom von 18,2 pro 100.000 auf 29,1 im Vergleichszeitraum 1976 bis 1979 und 2000 bis 2003 gestiegen ist. Beim Spinaliom stieg sie sogar von 0,9 auf 4,1 pro 100.000. Das Team um Leslie Christenson warnt auch jüngere Menschen davor, sich zu lange dem Sonnenlicht auszusetzen. "Da bisher nur Patienten über 50 betroffen waren, wurde den beiden Erkrankungen keine Aufmerksamkeit bei Jüngeren geschenkt", so der Experte. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch die britische Forscherin Sara Hiom vom britischen Cancer Research. "Beim Sonnenbaden sollten Cremes mit Schutzfaktor 15+, T-Shirt und Sonnenbrillen zur Grundausstattung zählen, damit Sonnenbrände vermieden werden", so Hiom.
Quelle: pte
Wirksamkeit eines Medikaments gegen Hodenkrebs nachgewiesen -
Eine Dosis Carboplatin entspricht mehreren Wochen Bestrahlung
London (pte) - 22.07.2005 - Eine einzelne Dosis eines Medikaments gegen Hodenkrebs ist so wirksam wie zwei oder drei Wochen Strahlenbehandlung. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Barts and The London, Queen Mary's School of Medicine and Dentistry http://www.smd.qmul.ac.uk gekommen. Die Wissenschafter regen an, dass Carboplatin zum bevorzugten Behandlungsansatz für die am meisten verbreitete Form von Hodenkrebs werden soll. Es könnte sogar möglich werden, dass Chirurgen bei einer Operation nur mehr den betroffenen Teil des Hodens entfernen müssen. Die Ergebnisse der Studie wurden in The Lancet http://www.thelancet.com veröffentlicht.
Die aktuelle Studie verglich die Daten von fast 1.500 Patienten, die entweder mit einer Bestrahlung oder mit dem Medikament behandelt wurden. Es zeigte sich, dass eine einzelne Carboplatin-Injektion bei der Verhinderung eines erneuten Auftretens der Erkrankung so effektiv war wie zwei oder drei Wochen täglicher Bestrahlung. Zwei Jahre nach der Behandlung mit dem Medikament waren 97,7 Prozent der Behandelten frei von Krebs. Bei der zweiten Teilnehmergruppe waren es 96,7 Prozent. In den ersten drei Monaten nach der Behandlung mit Carboplatin fehlten diese Teilnehmer seltener bei der Arbeit und litten deutlich weniger unter Energielosigkeit. Die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens einer weiteren Krebserkrankung im verbleibenden Hoden schien ebenfalls geringer zu sein. Das Risiko lag bei der Medikamentengruppe bei eins zu 200, bei der Bestrahlungsgruppe bei eins zu 50.
Der leitende Wissenschafter Tim Oliver erklärte, dass diese groß angelegte Studie nach 20 Jahren Forschung und Unsicherheit nachgewiesen habe, dass eine Dosis Carboplatin kurzfristig so sicher wie eine Bestrahlung und weniger belastend sei. Damit könnten Verfahren wie die Lumpektomie und eine Chemotherapie zur Bewahrung der Hoden für Seminome im ersten Stadium eingesetzt werden. In Großbritannien wird laut BBC jährlich bei fast 2.000 Männern Hodenkrebs diagnostiziert. Die Häufigkeit der Erkrankungen hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt. Die Diagnose erfolgt bei den meisten Patienten im ersten Stadium, solange die Erkrankung noch auf die Hoden beschränkt ist. Die am häufigsten auftretende Form in diesem Bereich ist das Seminom. Die Behandlung besteht im Normalfall aus einem chirurgischen Eingriff und einer Strahlenbehandlung.
Quelle: pte
Großteil der Hodenkrebspatienten kann Vater werden -
Unfruchtbarkeitsrisiko geringer als erwartet
London (pte) - 20.07.2005 - Der Großteil der Hodenkrebspatienten kann später Vater werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Institute of Cancer Research und des The Royal Marsden NHS Foundation Trust http://www.icr.ac.uk gekommen. Die Forscher befragten über 200 Männer, die zwischen 1982 und 1992 eine entsprechende Behandlung erhalten hatten. 77 Prozent der Teilnehmer wurden auf natürlichem Weg Vater, weitere zehn nach einer Fruchtbarkeitsbehandlung. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Journal of Cancer http://www.nature.com/bjc/index.html veröffentlicht.
Es zeigte sich, dass Patienten nach einer Chemotherapie, die auf einen chirurgischen Eingriff folgte, über ein erhöhtes Unfruchtbarkeitsrisiko verfügten. Das Risiko war bei jenen Teilnehmern geringer, die nur mit einem Verfahren behandelt wurden. Das Risiko war jedoch laut BBC geringer als erwartet. 83 Prozent der Männer gaben zusätzlich an, dass das Sexualleben mit ihren Partnerinnen zufrieden stellend sei. Der leitende Wissenschafter Robert Huddart erklärte, dass man nachgewiesen habe, dass der Großteil der Männer nach einer Chemotherapie oder einer Strahlenbehandlung Vater werden kann. Wichtig sei jedoch, dass die Testosteronwerte der Patienten überwacht werden, da niedrige Werte die Libido beeinträchtigen können.
Quelle: pte
Hodenkrebs nimmt stark zu - Verdoppelung der Erkrankungszahl seit 1980
Baierbrunn (ots) - 20.05.2005 - Ein starker Anstieg der Zahl an Hodenkrebsfällen in Deutschland macht den Ärzten Sorgen. Weltweit erkranken nur in Dänemark mehr junge Männer an diesem Krebs. „Warum die Zahl der Neuerkrankungen gerade in Deutschland seit Jahren steigt, ist nicht geklärt“, sagt Prof. Christoph Clemm vom Tumortherapiezentrum im Münchener Klinikum rechts der Isar im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Eine aktuelle Studie des Berliner Robert-Koch-Instituts hat eine Verdoppelung der Erkrankungszahl seit 1980 ergeben. Betroffen sind überwiegend junge Männer zwischen 20 und 35 Jahren. Besonders sie sollten ihre Hoden regelmäßig abtasten. Jede Schwellung muss vom Arzt abgeklärt werden. Hodenkrebs ist heute zu 90 Prozent heilbar – je früher er erkannt wird, desto größer ist die Heilungschance.
Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau
Solariumverbot für Jugendliche ?
17.03.2005 - Geht es nach den führenden Gesundheitsexperten der WHO, so soll Jugendlichen bis 18 Jahren der Besuch im Solarium verboten werden. Denn die Bestrahlung durch UV-Licht führt bei Jugendlichen, anders als bei Erwachsenen, zu einem erhöhten Risiko einer Hauterkrebserkrankung, berichtet die BBC. " Als Konsequenz der Besuche im Sonnenstudio konnten wir eine signifikant höhere Zahl an Hautkrebserkrankungen feststellen", erklärte Kerstin Leitner von der WHO.

Bild: photoCase
Die aktuelle Studie der WHO stellt einen direkten Zusammenhang zwischen der Benutzung von Solarien und dem Anstieg der Hautkrebserkrankungen fest. Schuld daran ist die starke Emission von UV-Licht durch das Gerät, welches die Strahlenmenge des Sonnenlichts an einem normalen Sommertag um das Mehrfache übersteigt. Darunter leide besonders die empfindliche Haut der Jugendlichen, erklären die Experten. Hinter der Beliebtheit der Solarien vermuten die Forscher soziale Gründe. Da in vielen Kulturen ein brauner Teint als modisch und trendig gilt, werden Solarien vor allem jetzt im Frühjahr genutzt um sich für den Sommer vorzubräunen. "In den vergangenen Jahren konnten wir einen steigenden Trend in Bezug auf die Benutzung von Solarien registrieren. Besonders Jugendliche sind zu einer exzessiven Nutzung von Sonnenbänken übergegangen um voll im Trend zu liegen", erklärte Leitner.
Weltweit registriert die WHO jährlich 132.000 Todesfälle durch bösartige Formen von Hautkrebs. Allein 66.000 Menschen sterben jährlich an der gefährlichsten Form des Hautkrebs, dem so genannten malignem Melanom. Die höchsten Hautkrebsraten finden sich dabei in besonders hellhäutigen Nationen wie Neuseeland, Australien, Nord-Amerika und Nord-Europa. Die WHO fordert nun die Einführung strenger Maßnahmen bei der Benutzung von Solarien, denn bisher haben nur Frankreich und Kalifornien diesbezüglich ein Verbot für Jugendliche verhängt.
Quelle: pressetext.austria
Hautkrebs-Test setzt neue Maßstäbe
Kiel (ek) 17.03.2005 - Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Projektes "Hautkrebs-Test" in Schleswig-Holstein sprechen für sich: In dem jetzt vorliegenden Abschlussbericht konnten die Wirksamkeit und Akzeptanz des Programms nachgewiesen werden. So war die Anzahl der früh erkannten und damit gut behandelbaren Hauttumoren des mit mehr als 366.000 Teilnehmern weltweit einmaligen Projektes viel höher als erwartet. Es spricht alles dafür, den "Hautkrebs-Test" ab dem 20. Lebensjahr bundesweit einzuführen. Die Resultate werden zurzeit in den entsprechenden bundespolitischen Gremien geprüft und diskutiert.

Bild: photoCase
"Über 3.000 frühzeitig entdeckte bösartige Hautkrebserkrankungen in Schleswig-Holstein in einem Jahr, das sind 3.000 größere Chancen auf Heilung. Und über 366.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten das Projekt zur weltweit größten Studie zur Hautkrebsprävention. Das ist ein großer Erfolg und ein weiteres gesundheitspolitisches Plus sowohl für das Land als auch für die Patientinnen und Patienten. Die Konsequenz aus diesen Ergebnissen kann nur heißen: Der Hautkrebs-Test muss Kassenleistung werden", sagt Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht. Zumal damit gerechnet werden müsse, dass es noch ein Mehrfaches an unerkannten bösartigen Hauttumoren gäbe.
Von den 3.000 bösartigen Hauttumoren sind 2.115 Basalzellkrebse, 376 Stachelzellkrebse und 568 Maligne Melanome. "Werden diese Ergebnisse berücksichtigt, liegt die bundesweite Häufigkeit von Hautkrebs wahrscheinlich wesentlich höher als bisher angenommen," so Professor Dr. Eckhard Breitbart, Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention. Nach neuesten Hochrechnungen des Schleswig-Holsteinischen Krebsregisters erkranken jedes Jahr über 140.000 Menschen neu an Hautkrebs, davon 100.000 am Basalzellkrebs, 22.000 am Stachelzellkrebs und 22.000 am Malignen Melanom.
44 Prozent der beim "Hautkrebs-Test" entdeckten Melanome wurden so frühzeitig erkannt, dass sie problemlos durch einen kleinen operativen Eingriff entfernt werden konnten. Weitere Schäden konnten dadurch verhindert und die Gesundheit und die Lebensqualität der Betroffenen schnell wieder hergestellt werden. Langfristig wurden dadurch die Kosten für umfangreiche und aufwändige Behandlungen im späteren Stadium der Hautkrebserkrankung, wie zum Beispiel rekonstruktive Eingriffe, Chemo- und Immuntherapie, eingespart.
Für ein flächendeckendes Angebot sorgten 1.673 speziell geschulte Ärzte. Dabei bewährte sich das zweistufige Untersuchungsverfahren: Von den mehr als 366.000 Teilnehmern wurden knapp 59.000 von ihren betreuenden Ärzten (Nicht-Dermatologen) mit einem Hautkrebs-Verdacht oder einem erhöhten Hautkrebs-Risiko zum Dermatologen überwiesen. Da abklärende Untersuchungen und weitere Maßnahmen nur von diesem Facharzt durchgeführt werden durften, konnte ein hoher Qualitätsstandard gewährleistet werden.
Einmalig ist die kontinuierliche und hohe Inanspruchnahme des "Hautkrebs-Testes" über die gesamte Laufzeit von Juli 2003 bis Juni 2004. Es bleibt eine Herausforderung, die Männer in stärkerem Maße dafür zu gewinnen, denn 74 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Doch 99 Prozent der Männer haben den "Hautkrebs-Test" in positiver Erinnerung. Bei den Frauen waren es 92 Prozent, so die Ergebnisse der Infratest-Studie im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention.
Mit dem Projekt ist es erstmals gelungen, innerhalb eines Jahres die Inanspruchnahme der gesetzlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchungen in Schleswig-Holstein zu steigern. Im 2. Halbjahr 2003 nahmen beispielsweise im Vergleich zum Vorjahr 51 Prozent mehr Frauen die Kombination aus Gesundheits- und Krebs-Früherkennungsuntersuchung, 38 Prozent mehr Frauen und Männer die Gesundheitsuntersuchung und 23 Prozent mehr Männer die Krebs-Früherkennungsuntersuchung in Anspruch. Diese Steigerungen sind auf die ausführliche Beratung über das Angebot der gesetzlichen Krebs-Früherkennungs- und Gesundheitsuntersuchungen beim "Hautkrebs-Test" sowie den Präventionspass zurückzuführen. Die Ergebnisse des "Hautkrebs-Testes" zeigen, dass mit zielgruppengerechter Information und direkter Ansprache durch die Ärzte das Interesse für Prävention und Gesundheitsförderung erhöht werden kann. Die 'Generalprobe' in Schleswig-Holstein hat ebenfalls bewiesen: Der "Hautkrebs-Test" setzt neue Maßstäbe und ist bundesweit umsetzbar.
Dr. Klaus Bittmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH), formuliert nach diesen Erkenntnissen eine klare Forderung: "Das Screening auf Hautkrebs muss Kassenleistung werden." Daher werde er sich dafür einsetzen, dass sich die Akzeptanz auf der Bundesebene erhöhe, diese erweiterte Hautkrebs-Früherkennung in die normale Regelversorgung einzuführen. "Die IKK hat den Nutzen der Hautkrebs-Früherkennung schon lange erkannt", erklärt Ralf Hermes, Vorstand der IKK Schleswig-Holstein. "Die IKK bietet den Hautkrebs-Test daher ihren Versicherten weiter an und wird sich dafür einsetzen, diese Leistung in den Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung mit aufzunehmen."
Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, betont: "Die Deutsche Krebshilfe stellt die Prävention und Früherkennung in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Der "Hautkrebs-Test", den wir finanziell gefördert haben, zeigt, dass Screening-Aktionen von der Bevölkerung gut angenommen werden." Früh erkannt - heilbar, so lautet die Botschaft, mit der vielen Menschen die Angst vor dem Krebs genommen werden kann.
Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.
Neuer Ansatz für Früherkennung von Hodenkrebs
03.03.2005 - Einen nicht-invasiven Ansatz zur Früherkennung von Hodenkrebs stellt eine dänische Arbeitsgruppe im Fachblatt "Human Reproduction" vor. Anhand verdächtiger Zellen im Ejakulat kann der Krebs demnach entdeckt werden, noch bevor er in andere Körperregionen gestreut hat.
Eine derart frühe Entdeckung könnte den betroffenen Männern die Fruchtbarkeit erhalten, erläutern Christina Høi-Hansen vom Kopenhagener Rigshospitalet und ihre Kollegen. Möglicherweise könnte dann nämlich auf Bestrahlung oder Chemotherapie - zusätzlich zur Entfernung des betroffenen Hoden - verzichtet werden. Allein in Deutschland wird jährlich bei etwa 2.600, meist jüngeren Erwachsenen Hodenkrebs festgestellt.
Zwar sei bekannt, dass die Samenflüssigkeit Zellen eines noch nicht aus dem Gewebeverband ausgebrochenen Hodentumors enthalten könne, erläutert Høi-Hansen. "Die Methoden zum Nachweis solcher Carcinoma-in-situ-Zellen waren jedoch umständlich, aufwändig und für den klinischen Einsatz nicht ausreichend verlässlich." Die Medizinerin und ihre Kollegen testeten nun, ob sich diese Zellen anhand eines von ihnen produzierten Proteins (AP-2-gamma) aufspüren lassen, das in normalen Hodenzellen fehlt.
Der Antikörper-Test schlug bei fünf von zwölf Hodenkrebs-Patienten an, allerdings auch bei einem von 104 vermeintlich nicht betroffenen Männern. Der 23-Jährige war wegen ausbleibenden Nachwuchses in der Klinik vorstellig geworden. Erst eine nachträglich anberaumte Gewebeentnahme offenbarte zahlreiche Karzinomzellen in einem seiner Hoden. Nach Entfernung des Hodens erwarten der Mann und seine Partnerin derzeit ihr erstes Kind, berichten Høi-Hansen und ihre Kollegen. Ihrer Ansicht nach sollte die Tauglichkeit des vergleichsweise einfachen Tests nun in größeren Studien genauer untersucht werden.
Forschung: Christina E. Høi-Hansen und Niels E. Skakkebæk, Klinik for Vækst og Reproduktion, Risgshospitalet, Kopenhagen; und andere
Online-Veröffentlichung Human Reproduction, DOI 10.1093/humrep/deh759
Quelle: Scienceticker
Lakritze verhindert bei Herpes Krebserkrankung
New York (pte, 02. Mär 2005 14:15) - Wissenschaftler der New York University http://www.nyu.edu haben nachgewiesen, dass die in Lakritze enthaltene Glycyrrhizinsäure verhindern kann, dass das Herpesvirus die Entstehung eines Kaposi-Sarkoms auslöst. Diese Krankheit führt zu der Bildung von Tumoren unter der Hauptoberfläche. Das Karposi-Sarkom tritt bei Menschen mit einem geschädigten Immunsystem häufig auf. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Clinical Investigation http://www.jci.org veröffentlicht.

Bild: photoCase
Das Team bewies, dass Glycyrrhizinsäure Zellen abtöten kann, die das Herpesvirus in sich trugen, das mit dem Kaposi-Sarkom in Zusammenhang gebracht wird. Die Säure konnte laut BBC die Aktivitäten der entscheidenden Gene blockieren, die die Fähigkeit des Virus kontrollieren in einer Zelle latent zu verbleiben und trotzdem eine Erkrankung auszulösen. Als Ergebnis wurde die Produktion wichtiger Proteine aus dem Gleichgewicht gebracht. Damit wurde die empfindliche Balance zwischen Virus und Zelle gestört und so das Absterben der infizierten Zellen verursacht. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass mit diesem Ansatz erstmals ein antiviraler Wirkstoff gefunden wurde, der speziell auf die Gene abzielt, die für das latente Vorhandensein des Virus entscheidend sind.
Quelle: pressetext.austria
Sonne stoppt Krebserkrankungen der Haut
Zwei Studien bestätigen unabhängig voneinander Wirksamkeit
Stockholm /Albuquerque - 03.02.2005 - Sonne kann bei Hautkrebs helfen. Eine Studie des Karolinska Institutet http://info.ki.se hat die Wirkamkeit von Sonnenstrahlen beim Non-Hodgkin-Lymphom untersucht. Die zweite Studie von Wissenschaftern der University of New Mexico http://www.unm.edu konzentrierte sich auf maligne Melanome. Das Journal of the National Cancer Institute http://jncicancerspectrum.oupjournals.org geht davon aus, dass die Bildung von Vitamin D durch die der Sonne ausgesetzte Haut von entscheidender Bedeutung sein könnte. Experten warnten bisher davor, dass zuviel Sonne Krebs verursachen kann und rieten dazu sich entsprechend zu schützen.

Foto: pixelquelle.de
Die schwedische Studie wurde vom Karolinska Institutet in Zusammenarbeit mit der Uppsala Universitet http://www.uu.se und dänischen Wissenschaftern durchgeführt. Sie wies nach, dass die UV-Strahlung der Sonne und von entsprechenden Lampen das Risiko einer Krebserkrankung um 30 bis 40 Prozent verringerte. Diese Ergebnisse basieren auf Interviews mit mehr als 3.000 Lymphom-Patienten und 3.000 gesunden Personen. Die Wissenschafter der University of New Mexico untersuchten den Einfluss von Sonnenlicht auf das Risiko an einem malignen Melanom zu sterben. Es zeigte sich, dass Patienten, die mehr Zeit an der Sonne verbrachten, seltener an den Folgen ihrer Erkrankung starben.
Frühere Studien hatten laut BBC darauf hingewiesen, dass von der Sonne geschädigte Hautzellen absterben und so das Krebsrisiko verringern. Es ist laut den Studienautoren auch denkbar, dass die erhöhte Produktion von Vitamin D das Krebsrisiko herabsetzt. Experten von Cancer Research UK halten es auch für möglich, dass bereits an einem Melanom erkrankte Patienten, die sich viel an der Sonne aufhielten, zu weniger aggressiven Tumoren neigten.
Quelle: pressetext.austria
Leben mit dem Harnblasenkrebs
Tumorzentrum Jena lädt zum Seminar für Patienten zu aktuellem Stand der Therapie
Jena 25.01.05 - Leben mit dem Harnblasenkrebs - diesem Thema widmet sich am kommenden Samstag, dem 29. Januar, ein Patientenseminar des Tumorzentrums am Jenaer Uniklinikum. Betroffene, deren Angehörige, Ärzte und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich dabei einen Überblick über den aktuellen Stand der Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei Blasenkrebs zu verschaffen. Prof. Dr. Jörg Schubert, Direktor der Klinik für Urologie am Universitätsklinikum Jena, wird dazu in einem Vortrag einen Überblick über moderne Therapieformen und deren Nutzen geben. Die Frage "Wie weiterleben nach dem Krebs?" beantwortet ein Vortrag aus Patientensicht.
Gleichzeitig soll auf dem Seminar auch über die Gründung einer Thüringer Selbsthilfegruppe Blasenkrebs beraten werden. Bisher müssen sich Patienten, die an Harnblasenkrebs erkranken, auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe nach Berlin oder Dortmund wenden.
Das Seminar ist kostenlos und offen für alle Interessierten. Die Veranstaltung findet am 29. Januar 2005, im Hotel Esplanade in Jena statt. Beginn ist um 13.00 Uhr.
Seminar Harnblasentumor für Erkrankte, deren Angehörige und Interessierte
Samstag , 29. Januar, 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Hotel Steigenberger ESPLANADE, Carl-Zeiss-Platz 4, Jena
Ansprechpartner:
Anja Käpplinger
Tumorzentrum, Uniklinikum Jena
Tel.: 03641/933114
E-Mail: tumorzentrum@med.uni-jena.de
Keine Zunahme von Hirntumoren seit Einführung des Mobilfunks
Schwedische Forschergruppe veröffentlicht drittes Teilergebnis der WHO-Interphone-Studie
Berlin (ots) 02.12.2004 - Es gibt keine Anzeichen, die auf ein erhöhtes Hirntumorrisiko durch Handynutzung hindeuten. Das ist das Ergebnis einer soeben abgeschlossenen schwedischen Teiluntersuchung im Rahmen des Interphone-Projektes der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das auch für Langzeitnutzer und Personen, die viel telefonieren, gilt.
Die Untersuchung wurde von einer schwedischen Forschergruppe um Prof. Maria Feychting am Institut für Umweltmedizin (IMM) des schwedischen Karolinska-Instituts durchgeführt. Sie basiert auf der Auswertung von Daten zu 644 Hirntumorpatienten und 674
Vergleichspersonen.
Die Studie untersuchte auch die Häufigkeitsentwicklung von Hirntumoren in den vergangenen Jahrzehnten in Skandinavien. In den späten 70er und frühen 80er Jahren, als der Mobilfunk noch keine weit verbreitete Technologie war, wurde dabei eine Erhöhung der Hirntumorrate in den skandinavischen Ländern festgestellt, die sich allerdings überwiegend auf die höchsten Altersgruppen beschränkt und überdies mit der Einführung verbesserter Diagnoseverfahren wie der Computertomographie einhergeht. Dagegen ist die Hirntumorrate seit 1984 mit der Einführung der Mobiltelefonie stabil geblieben oder sogar leicht zurückgegangen.
Bei der Veröffentlichung handelt es sich um das dritte Zwischenergebnis der Interphone-Studie. Im Rahmen dieser im Oktober 2000 gestarteten, weltweit größten Studie erforschen Teams aus 13 Ländern den Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko von Hirntumorer-krankungen. Eine abschließende Bewertung wird erst mit der Veröffentlichung der internationalen Auswertung möglich sein.
Die Interphone-Studie wird von der WHO koordiniert. Sie wird nach einem gemeinsam verfassten Studienprotokoll auf gleiche Weise in 13 Ländern durchgeführt. Neben Deutschland sind die skandinavischen Länder, Großbritannien, Frankreich, Italien, Israel, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada beteiligt.
Darüber hinaus haben die deutschen Mobilfunknetzbetreiber gemeinsam mit der Bundesregierung das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die
Erkenntnisse über biologische Wirkungen und Mechanismen elektromagnetischer Felder zu vertiefen und vorhandene Wissenslücken zu schließen. Bis voraussichtlich 2006 werden unter der Leitung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mehr als 50 Forschungsprojekte durchgeführt.
Weitere Informationen:
Institute of Environmental Medicine (IMM) at the Karolinska
institutet, Stockholm: http://www.imm.ki.se/eng/index.htm
Das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm:
http://www.emf-forschungsprogramm.de/
Information der International Agency for Research on Cancer
(IARC): http://www.iarc.fr
Quelle:
IZMF - Informationszentrum Mobilfunk e.V
Hohe Heilungsrate mit einer gern gesehenen Nebenwirkung
03.08.04 - Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 100.000 Menschen neu an Hautkrebs. Wie kaum eine andere Krebsart ist Hautkrebs frühzeitig erkenn- und therapierbar. Seit etwa 1995 wird zur Behandlung von Vor- und Frühstufen des verhornenden Plattenepithelkarzinoms (aktinische Keratosen, Morbus Bowen) und von oberflächigem Hautkrebs (Basalzellkarzinom) Photodynamische Therapie (PDT) in der Dermatologie angewendet.
Die Wirksamkeit auf die Vor- und Frühstufen des vorverhornenden Plattenepithelkarzinoms sind als gut oder sehr gut zu bezeichnen, diejenige auf die basalzellkarzinome (Basaliome) bedürfen noch einer sorgfältigen Überprüfung. In international veröffentlichten klinischen Studien wird die hohe Wirksamkeit dieser Therapie mit Heilungsraten von 70 bis 90 %, sehr guten kosmetischen Ergebnissen und hoher Patientenzufriedenheit dokumentiert.
Bei der Photodynamischen Therapie handelt es sich um eine Behandlung mit rotem oder grünem sichtbaren Licht nach Auftragen einer Farbstoff-ähnlichen Substanz auf die Haut. Eine kleine Menge des Methlyester der 5-Aminolävulinsäure (ALA), einem natürlichen, im menschlichen Körper vorkommenden Baustein des roten Blutfarbstoffes, wird auf die erkrankten Stellen in Form einer Salbe aufgetragen. Sie reichert sich bevorzugt in den erkrankten Hautzellen an und wird zu Vorstufen des roten Blutfarbstoffes (Porphyrinen) weiterverarbeitet, die sich durch sichtbares Licht anregen lassen. Bei dieser Anregung kommt es zu einer Energieübertragung auf Sauerstoff, der toxisch auf die zelluläre Umgebung wirkt. Das Verfahren ist weitgehend selektiv, da geschädigte oder bösartig veränderte Zellen die Aminolävulinsäure stärker anreichern als gesunde Zellen. Nach Einwirkzeit und Bestrahlung mit ungefährlichem Rotlicht (633nm) kommt es zu photooxidativen Reaktionen in den Zellen mit nachfolgendem Zelluntergang.
Während der Bestrahlung tritt gewöhnlich deutliches Brennen oder eine sonnenbrandähnliche Empfindung auf, die in der Regel gut zu tolerieren ist. Auch die anderen Nebenwirkungen wie Wärmegefühl, Rötung, Ödeme und Verkrustungen werden von den Patienten gut toleriert. Als positiver Nebeneffekt dieser Behandlung zeigt sich häufig eine straffere und verjüngte Haut im Behandlungsgebiet.
Quelle: idw Informationsdienst Wissenschaft
Hautkrebs: Cremen statt schneiden
Neue Therapieoptionen bei Hautkrebs
05.07.2004 - Die Neuerkrankungsrate bei Hauttumoren steigt jährlich um zwei bis acht Prozent. Jedes Jahr erkranken alleine in Deutschland mehr als 100.000 Menschen an Hautkrebs, etwa 2.000 sterben daran. Am häufigsten ist der helle Hautkrebs, vor allem das Basalzellkarzinom, das etwa 10 mal so häufig wie der allerdings wesentlich bösartigere schwarze Hautkrebs (Melanom) auftritt. Aber nicht nur Hautkrebs ist auf dem Vormarsch, auch die Behandlungsmöglichkeiten haben gerade beim hellen Hautkrebs enorme Fortschritte gemacht. So stehen neuerdings neben den bisher üblichen, invasiven Behandlungsverfahren auch nicht- oder minimalinvasive Methoden zur Verfügung. Diese sind sowohl für die häufigste Vorstufe von Hautkrebs, den sogenannten aktinischen Keratosen, als auch für oberflächliche und frühe Formen von hellem Hautkrebs geeignet und machen früher übliche operative Techniken in vielen Fällen überflüssig.
Zu diesen neuen, sehr wirkungsvollen Behandlungsmethoden gehört der Einsatz von Immuntherapeutika in Cremeform und auch die photodynamische Therapie als weitere schonende Alternative, die ein Wirkstoff in Cremeform und die anschließende Bestrahlung mit rotem Licht kombiniert. "Die mit einer hohen Erfolgsquote verbundene Behandlung der Frühformen ist bei Hautkrebs viel leichter möglich als bei anderen Krebsformen. Die neuen Behandlungsoptionen erweitern dabei ganz wesentlich unsere Möglichkeiten", so Professor Roland Kaufmann, Direktor der Universitätshautklinik der J. W. Goethe-Universität Frankfurt a. M, der wesentlich an der Entwicklung der photodynamischen Therapie beteiligt war.
Die neuen Verfahren haben mehrere Vorteile gegenüber der klassischen Operation. Da sie spezifisch auf erkrankte Zellen wirken, können die Cremes auch über die direkt befallenen Areale hinaus aufgetragen werden. So lässt sich besser als bei einer Operation sicherstellen, dass alle erkrankten Zellen erfasst und bei mehreren benachbarten Stellen auch solche behandelt werden, die klinisch schwer erkennbar sind. Die Zahl der Rezidive ist gering. Auch hinterlassen die sanften Behandlungsmethoden keine Operationsnarben, was besonders bei im Gesicht auftretenden Tumoren von großer Bedeutung ist. Schließlich wird auch die Behandlung von operativ schwer zugänglichen Tumoren erleichtert.
Bei der Photodynamischen Therapie wird eine Creme aufgetragen, deren Wirkstoff sich besonders stark in Tumorzellen anreichert, wo sie besonders stark zu einer Substanz verstoffwechselt wird, die diese Tumorzellen dann anfällig für eine Lichtbestrahlung macht. Nach einigen Stunden wird diese photosensibilisierende Substanz durch die Bestrahlung mit Rotlicht aktiviert. In einer lichtinduzierten Reaktion werden Sauerstoffradikale freigesetzt, die zum Tod der Tumorzelle führen. Obwohl erst vor kurzer Zeit zugelassen, ist diese Methode bereits gut erprobt und bei vielen oberflächlichen Hautkrebsformen zu einer neuen Standardtherapieoption geworden.
Die Behandlung mit Immun-Creme setzt auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Die an den erkrankten Hautstellen aufgetragene Creme regt die lokale Ausschüttung von Zytokinen an und fördert die Vernichtung des Tumors durch das Immunsystem. Die Zahl der eingesetzten Immunmodulatoren wächst. Voraussichtlich in diesem Jahr wird das zur Behandlung von Feigwarzen bereits erfolgreich eingesetzte Imiquimod die Zulassung für die Anwendung beim Basalzellkarzinom und möglicherweise bei aktinischen Keratosen erhalten.
Trotz aller Vorteile gibt es jedoch auch einen Wehrmutstropfen. Denn noch werden die neuen Therapieformen nicht von den Kassen getragen. Die Folge: die Kosten für die Medikamente müssen von den Patienten selbst übernommen werden. "Die Cremes sind ziemlich teuer - da können schnell ein paar Hundert Euro zusammen kommen", so Kaufmann. Seiner Ansicht nach wäre es wünschenswert, wenn die neuen Therapien von den gesetzlichen Krankenkassen so schnell wie möglich anerkannt würden oder sich die Kosten infolge einer breiteren Anwendung auch auf Herstellerseite senken ließen. Das Argument, dass sie zu teuer seien, greife allerdings zu kurz. Denn "durch eine frühzeitige und schonende Behandlung können spätere eingreifendere und aufwändigere Methoden vermieden und daher eher Folgekosten gesenkt werden", so Kaufmann. Das führe mittelfristig nicht zu einer stärken Belastung sondern zu einer Entlastung der Kassen.
Quelle: Klinikum der Johann Wolfgang-Goethe Universität, Frankfurt a. M.
Neue Strategien bei Hautkrebs im Gesicht
02.06.2004: Das so genannte Basalzellkarzinom - eine Form von Hautkrebs, die überwiegend im Gesicht auftritt -, gilt als gut behandelbar: Metastasen bildet dieser Tumor nur extrem selten. Bei bis zu einem Drittel der Patienten beginnt er nach der Operation jedoch erneut zu wuchern und kann dann doch noch gefährlich werden, wenn er "verwildert". Dies lässt sich durch eine zweizeitige Operationsstrategie vermeiden, berichten Experten auf dem 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in Aachen.
Jährlich erkranken in Deutschland schätzungsweise 80 von 100000 Männern und 63 von 100000 Frauen an einem so genannte Basalzellkarzinom. Damit gehört dieser Hauttumor, der in 80 Prozent der Fälle im Gesicht auftritt, mit schätzungsweise 58000 Neuerkrankungen jährlich zu den häufigsten Krebsarten - und die Fallzahlen steigen. Denn Sonnenschäden sind ein wesentlicher Risikofaktor für diese Krebsart.
Der Tumor bildet - im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs (Melanom) - allerdings nur extrem selten Tochtergeschwülste (Metastasen). In den meisten Fällen kann er darum vergleichsweise einfach behandelt werden: Er wird operativ entfernt.
Dennoch kann sich die Geschwulst als "Wolf im Schafspelz"entpuppen: Wenn der Tumor zu spät behandelt wird oder immer wieder zu wuchern beginnt, kann ein sogenanntes "verwildertes" Basaliom (Basalioma terebrans) entstehen. Dieses zerstört nicht nur die Weichteile des Gesichts, sondern auch die darunterliegenden Knorpel und Knochen und kann daher sogar zum Tode führen. Leider gibt es bislang jedoch noch keine Möglichkeit, die Bösartigkeit eines Basalzellkarzinoms aufgrund einer feingeweblichen Untersuchung abzuschätzen, berichten MKG-Chirurgen aufgrund neuer Untersuchungen (1) auf dem 54. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie in Aachen.
In den meisten Fällen wird der Tumor operativ entfernt. Prinzipiell gibt es dabei zwei Strategien: Erstens, die so genannte einzeitige Technik, bei der der Tumor entfernt, im Schnellverfahren feingeweblich untersucht, und die Wunde sofort verschlossen wird. Zweitens, das so genannte zweizeitige Vorgehen, bei dem der Tumor entfernt und die Wunde für einige Tage nur mit künstlicher Haut bedeckt wird. Die Wunde wird erst dann geschlossen, nachdem der Schnittrand des Tumors komplett mikroskopisch untersucht wurde und sicher ist, dass der Tumor vollständig im Gesunden entfernt werden konnte. Denn immerhin ist bei sieben bis 30 Prozent der Fälle eine Nachresektion erforderlich. Studien (2), die auf der Fachtagung präsentiert werden, belegen nun, dass die zweizeitige Strategie der einzeitigen überlegen ist. Mit diesem Vorgehen lassen sich Heilungsraten von 98,5 Prozent erzielen. "Vor allem lässt sich durch dieses Vorgehen die Zahl der Fälle erneuten Tumorwachstums (Rezidiv) deutlich reduzieren", berichten MKG-Chirurgen vom Universitätsklinikum Eppendorf der Universität Hamburg. "Die Ergebnisse sind besser als die der auch heute noch angewandten alternativen Verfahren, wie das einzeitige Operationsverfahren, die Kryochirurgie oder die Chemo- und Strahlentherapie", betonen MKG-Chirurgen von der Universitätsklinik Bonn.
Kongress-Schwerpunkt: Die Rekonstruktion der Gesichtshaut nach Tumor-Op.
Wenn Hauttumoren wie Basalzellkarzinome oder Melanome im Gesicht entfernt werden müssen, spielen neben funktionellen natürlich auch ästhetische Aspekte eine Rolle. Standardverfahren zur Deckung kleinerer Defekte ist die so genannte Nahlappenplastik, bei der Haut- und Unterhautgewebe aus der Umgebung in den Defekt quasi "verschoben" oder "hineingedreht" wird.
Bei größeren Defekten sind aufwendigere rekonstruktive Operationsverfahren nötig: Das Spektrum reicht von der Gewebe-Expansion (Dehnungsplastik), bei der das benachbarte Gewebe zunächst durch Silikonballons aufgedehnt und vermehrt wird, bis hin zu aufwendigen Transplantationen, bei denen Gewebe in einer anderen Körperregion entnommen und in den Defekt verpflanzt wird. In diesen Fällen muss der MKG-Chirurg die Blutgefäße von Transplantat und umgebender Region unter dem Operationsmikroskop miteinander verbinden. "Wenn große Teile der Wange, von Nase, Stirn, Kinnregion oder Ohrmuschel verloren gegangen sind, lässt sich die Form mit den Mitteln der modernen plastischen Chirurgie annähernd wiederherstellen", erklärt Professor Rainer Schmelzle vom Universitätsklinikum Eppendorf.
Langzeitergebnisse
Auf der Aachener Tagung stellen mehrere Forschergruppen ihre Langzeitergebnisse mit den verschiedenen Operationsverfahren vor. So berichten beispielsweise MKG-Chirurgen aus Bremen (3), dass Sensibilitätsstörungen nach einer Nahlappenplastik bei 11 Prozent der Fälle auftreten. Seltener (3,6 Prozent) sind solche Störungen nach Dehnungsplastiken und sehr viel häufiger nach Vollhaut- oder Spalthauttransplantaten. Entsprechend beurteilen Patienten die Ergebnisse: Dehnungsplastik und Nahlappenplastik hat mit über 95 Prozent die höchste Rate zufriedener Patienten, während nach einem Vollhauttransplantat "nur" 76 Prozent der Patienten das Ergebnis mit "sehr gut bis gut" beurteilen. Rostocker MKG-Chirurgen (4) berichten, dass nach Lappenplastik mehr als die Hälfte der Patienten bei Nachuntersuchungen über Störungen von Temperatur- und Schmerzempfinden im betroffenen Bereich berichten. Subjektiv zufrieden waren 90 Prozent der Patienten.
Neues Verfahren kann belastende Transplantation ersparen.
Um insbesondere älteren oder kranken Patienten nach der Entfernung großflächiger Tumoren aufwendige Transplantationen zu ersparen, haben MKG-Chirurgen von der Universitätsklinik Bonn (5) bei einer klinischen Studie mit 40 Patienten eine neue Strategie erprobt. Die Ärzte deckten die Wunde für einige Wochen mit Hydrokolloidverbänden ab. Geschützt vor Krankheitskeimen und im feuchtwarmen Milieu begannen Bindegewebszellen aus der Tiefe sich in der Wunde auszubreiten. Dies geschieht selbst dann, wenn die Wunde bis auf den Knochen geht. Danach genügt die Transplantation so genannter Spalthaut, die leichter gewonnen werden kann als ein Vollhaut-Transplantat. "Wir sehen diese Behandlungsmöglichkeit deshalb als gute Alternative für die Rekonstruktion von größeren Weichteildefekten im Kopf- und Gesichtsbereich", erklären die Experten.
1) Morphometrische Untersuchung von Basaliomen - ein Beitrag zur Prognoseschätzung?
Appel, Thorsten, Dr. Dr. et al.: Klinik für MKG-Chirurgie, Universität Bonn
2) Die Therapie von Basalzellkarzinomen im Gesichtsbereich mit Hilfe der fraktionierten histologischen Schnittrandkontrolle, modifiziert nach Mohs; Far, Frederik et al., Klinik für MKG-Chirurgie, Universitätsklinikum Bonn
Gesichtshautrekonstruktionen nach Basaliomen
Friedrich, Reinhard E., Prof. Dr. Dr. et al.: Klinik für ZMKG-Chirurgie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
3) Ergebnisse von Weichteilrekonstruktionen nach Basaliomresektionen
Rustemeyer, Jan, Dr. Dr. et al.: Klinik für MKG-Chirurgie, ZKH St.-Jürgen-Strasse, Bremen
4) Lokale Lappenplastiken der Haut - Wie ist das funktionelle und ästhetische Langzeitergebnis?
Henkel, Kai-Olaf, PD Dr. Dr., et al., Klinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie, Universität Rostock
5) Rekonstruktion und Konditionierung von großflächigen Hauttumordefekten im MKG-Bereich mittels Hydrokolloidverbänden
Bergé, Stefaan, PD Dr. Dr., et al., Klinik für MKG-Chirurgie, Universitätsklinikum Bonn
Quelle: http://awmf.org
Blauer
Ratgeber - Hautkrebs |
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe
Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Hautkrebs"
hier downloaden:
Hautkrebs.pdf - 683 kb
Quelle: www.krebshilfe.de
Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden,
um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:
Krebsrisiko
Handy
Ist das Telefonieren mit dem Handy gesundheitsschädlich? |
Waren
1992 erst etwa 200.000 Menschen in Deutschland auch unterwegs
erreichbar, werden Ende des Jahres 2000 dagegen schon fast
50 Millionen Menschen in Deutschland von Zeit zu Zeit ein
Handy ans Ohr halten. Ob diese Art des Telefonierens gesundheitsschädlich
ist, ob sie möglicherweise sogar gut- und bösartige Tumoren
des Gehirns auslösen kann, diese Diskussion hat den Fortschritt
der Mobilfunk-Technologie von Anfang an begleitet. Auf internationalen
Kongressen tendierten die meisten Experten 1999 zu einer
vorsichtigen Entwarnung: Derzeit können keine Mechanismen
dingfest gemacht werden, über die die Telefone Krebs auslösen
könnten.
Politiker
wie Wissenschaftler sind sich jedoch einig darüber, daß
weiterer Forschungsbedarf zur möglichen biologischen Wirkung
des Mobilfunks besteht, unabhängig davon, ob diese Wirkung
dann auch ein Gesundheitsrisiko beinhalten würde. Mit endgültigen
Ergebnissen der derzeit durchgeführten und geplanten sogenannten
epidemiologischen Studien kann in etwa zwei bis vier Jahren
gerechnet werden.
| Welche
Art von Strahlung könnte problematisch sein?
|
Das
Stichwort, das im Zusammenhang mit Handys in der Regel als
erstes fällt, lautet Elektrosmog - ein Wort, das Fachleuten
Unbehagen bereitet, da es sich in Wirklichkeit um sogenannte
elektromagnetische Felder bzw. Radiowellen handelt. Zur
Übertragung der Gespräche strahlen die Sendemasten der Mobilfunk-Anbieter
Funkwellen mit 890 bis 960 Megahertz im D-Netz und mit 1710
bis 1880 Megahertz im E-Netz ab, die Sender haben meist
eine Leistung um zehn Watt bis maximal 50 Watt. Die Handys
selbst senden und empfangen über eine eingebaute Antenne
mit einer Leistung von maximal zwei Watt; moderne Geräte
liegen meist darunter. Das Signal wird dabei nicht gleichmäßig
gesendet, sondern "gepulst" mit 217 Hertz, also
sozusagen aufgeteilt in kleine Portionen.
| Arbeiten
schnurlose Telefone für zu Hause mit der gleichen Technik
wie Handys? |
Ältere
Geräte strahlen ein gleichmäßiges schwaches Signal ab. Die
modernen schnurlosen Telefone arbeiten jedoch immer häufiger
ebenfalls "gepulst" mit einer ähnlichen Technik
wie Handys, dem sogenannten DECT-Standard (die Abkürzung
steht für Digital European Cordless Telecommunications).
| Gibt
es Überlegungen zur gesetzlichen Regelung? |
Bereits
1974 beschäftigten sich internationale Gremien mit Grenz-
und Richtwerten für elektromagnetische Felder. 1992 wurde
eine wissenschaftliche Kommission zum Schutz vor nicht-radioaktiven
Strahlen (d.h. auch vor dem "Elektrosmog") gegründet,
die International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection
ICNIRP.
Sie arbeitet als nicht-staatliche Organisation mit der Weltgesundheitsorganisation
WHO zusammen
und legt wissenschaftliche Ergebnisse und Empfehlungen vor,
die als Grundlage für nationale Gesetzte herangezogen werden
können.
Im
April 2000 legte das Bundesministerium
für Umwelt den Entwurf einer Novelle vor, mit der
die deutsche Verordnung über elektromagnetische Felder innerhalb
des Bundes-Immissionschutz-Gesetzes überarbeitet werden
soll. Die derzeit gültige Fassung der Verordnung stammt
von 1997. In ihr sind zum einen Grenzwerte und Vorschriften
zur Prüfung aufgenommen, die die Leistung der Sendeanlagen
berücksichtigen, zum anderen werden Sicherheitsabstände
vorgeschrieben.
Abstand
halten von sehr starken elektromagnetischen Feldern ist
notwendig wegen der am längsten bekannte Auswirkung von
hochfrequenter Energie auf Gewebe, der Erwärmung. Während
ein handelsübliches Mikrowellengerät Lebensmittel aber mit
mehreren hundert Watt erhitzt, reicht die Sendeleistung
der Mobilfunktürme mit meist weit weniger als 50 Watt schon
in wenigen Metern Entfernung nicht mehr aus, um Gewebe meßbar
thermisch zu beeinflussen. Auch die Sendeleistung der modernen
Handys selbst ist dazu zu schwach. Eine Freisprecheinrichtung,
wie sie zum Beispiel im Auto benutzt wird, schafft auf jeden
Fall ausreichend Abstand, und die Handyhersteller sind mit
der Entwicklung von verbesserten Abschirmungen der Signale
zur Kopfseite hin befaßt. Das Wärmegefühl, das Vieltelefonierer
am Ohr oder der Wange verspüren können, stammt in aller
Regel von den Akkus oder Batterien, mit denen das Gerät
betrieben wird, und nicht von der eingebauten Antenne.
| Wie
sehen die internationalen Studienergebnisse aus? |
Welche
anderen biologischen Effekte der Mobilfunk haben kann, ist
weitgehend unbekannt, auch wenn bisher nur wenig darauf
hindeutet, daß selbst Vieltelefonierer ein größeres Risiko
eingehen. Viele der bisher vorliegenden Studienergebnisse
sind widersprüchlich, und einige Studien kranken auch daran,
daß bereits die Durchführung von Messungen unter Fachleuten
unterschiedlich beurteilt und eingesetzt wird. Dadurch können
Ergebnisse aus verschiedenen Studien unter Umständen nicht
ohne weiteres mit einander verglichen werden. So haben neue
Untersuchungen aus Großbritannien beispielsweise gezeigt,
daß sich die Signale der Sendetürme keineswegs so gleichmäßig
ausbreiten, daß man einfach einen Kreis um den Mast ziehen
und alle innerhalb dieses Kreises lebenden Menschen als
"exponiert", also der Strahlung ausgesetzt bezeichnen
könnte. Schon Zementmauern mit einem vergleichsweise hohen
Wassergehalt schwächen das Signal auf ein Niveau ab, das
im freien Gelände erst in größeren Entfernungen erreicht
wird.
Und
während einige Eigenschaften des Mobilfunks vergleichbar
mit schon länger bekannten Technologien sind und daher auch
von ihren biologischen Auswirkungen vermutlich ähnlich,
ist das gepulste Signal etwas Neues, das daher auch neu
erforscht werden muß.
| Welche
Untersuchungen laufen derzeit, um neue und vergleichbare
Daten zu erhalten? |
Die
derzeit laufenden und die von der Weltgesundheitsorganisation
WHO
geplanten Studien konzentrieren sich daher darauf, eine
wirklich aussagekräftige Datenbasis zu schaffen. So sollen
in der WHO-Studie Menschen, bei denen eine Hirntumorerkrankung
festgestellt wurde, möglichst bald nach der Diagnose zu
ihren Lebensgewohnheiten befragt werden. Dazu gehört auch
das Telefonieren mit dem Handy. Als Vergleichsgruppe dienen
gesunde Personen aus der Bevölkerung. In Deutschland sind
an dieser internationalen Untersuchung die Universitäten
Bielefeld und Mainz
und das Deutsche
Krebsforschungszentrum beteiligt.
Vertieft
werden muß nach Meinung vieler Experten auch die Suche nach
Auswirkungen des Mobilfunks, die vielleicht nicht unmittelbar
ein Gesundheitsrisiko darstellen, bereits vorhandene Unregelmäßigkeiten
oder Schäden im Gewebe aber verstärken oder den Stoffwechsel
beeinflussen und so indirekt zur Bildung einer Krebsgeschwulst
beitragen könnten. Im Mai 2000 fand beispielsweise in Köln
eine Fachveranstaltung
statt, auf der internationale Experten neue Erkenntnisse
über die möglichen Zusammenhänge zwischen sichtbarem Licht,
niederfrequenten elektromagnetischen Feldern, dem Stoffwechsel
des Hormons Melatonin und der Krebsentstehung diskutierten.
| Wo
kann man sich noch informieren? |
Auch
wenn die Forschung zum Thema elektromagnetische Felder noch
längst nicht abgeschlossen ist, will das Bundesumweltministerium
die Vorsorge zum Schutz der Bevölkerung vor elektromagnetischen
Feldern verbessern. Am 19.10.99 startete deshalb ein Bürgerforum
Elektrosmog, das den Anstoß zu einem breiten gesellschaftlichen
Dialog über das mit Elektrosmog möglicherweise verknüpfte
Gesundheitsrisiko geben sollte. Die Ergebnisse sind auf
der Internet-Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz
und Reaktorsicherheit unter "Downloads" nachzulesen.
Im
Auftrag des Bundesumweltministeriums hat die Programmgruppe
Mensch, Umwelt, Techik im Forschungszentrum Jülich einen
Leitfaden
für Gemeinden und Städte zum Umgang mit dem aus Bürgersicht
oft problematisch und kontrovers gesehenen Thema Elektrosmog
entwickelt.
Ausführliche
Informationen zu allen Fragen von ionisierender, d.h. im
weitesten radioaktiver, und nicht-ionisierender Strahlung
bietet das Bundesamt
für Strahlenschutz, auch als Broschüren.
Hautkrebs
hat viele Gesichter. Angefangen von der nur umgrenzt wachsenden
Wucherung bis hin zum äußerst bösartigen Melanom
(Pigmentkrebs), das schon frühzeitig in den Körper
eindringt und Tochtergeschwülste verursacht.
Weniger
Sonne
Dabei
lässt sich kaum eine andere Krebsart so eindeutig mit
persönlichen Verhaltensweisen in Verbindung bringen,
wie es beim Hautkrebs der Fall ist. Der alarmierende Anstieg
der Krankheit in den letzten Jahren gilt als Folge des weitverbreiteten
Wunsches nach Bräune um jeden Preis. Übermäßige
Sonnenbestrahlung gehört zu den Risikofaktoren für
die Entstehung von Hautkrebs. Ein Risiko, das sich vermeiden
lässt.
Darüber
hinaus können zusätzliche Einflüsse die Wirksamkeit
der ultravioletten Strahlen steigern - so z.B. Teer oder
die Zusätze in Parfums.
Für
sie besteht ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken,
- wenn sie ihre Haut über Jahre hinweg intensiver UV-Strahlung
aussetzen (z.B. Sonnenbäder);
- wenn sie jahrelang regelmäßig Solarien benutzen
(v.a. wenn sie sich dabei einen Sonnenbrand zuziehen); Anmerkung:
Höhensonne für kosmetische Zwecke ist verboten!
- wenn sie einen Freiluftberuf ausüben; gefährdet
sind z.B. Seeleute, Land-, Forst- und Bauarbeiter;
- wenn sie mehr als 50 Pigmentmale haben;
- wenn sie einen lichtempfindlichen Hauttyp haben (Hauttyp
I oder II nach Fitzpatrick), d.h. keine oder leichte Bräunung
bzw. Hautrötung/Sonnenbrand nach Aufenthalt in der
Sonne
- wenn in ihrer Familie oder bei ihnen schon einmal Hautkrebs
festgestellt wurde;
- wenn sie in früheren Jahren innerlich mit Arsen behandelt
wurden, z.B. wegen einer Schuppenflechte ;
- wenn sie als Kind oder Jugendliche(r) häufig Sonnenbrand
hatten;
- wenn sie an ihrem Arbeitsplatz mit Teer zu tun haben oder
hatten.
Hautkrebs
lässt sich frühzeitig erkennen
Hautkrebsvorstufen
und der Hautkrebs selbst sind sicht- und fühlbar. Daher
kann man sie frühzeitig und einfach erkennen, weshalb
Menschen ab einem Alter von 40 Jahren ihre Haut und
insbesondere die dem Licht ausgesetzten Bereiche - auf Veränderungen
hin beobachten sollten. Ebenso muss im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen
auf Hautkrebs, die die gesetzlichen Krankenkassen für
Frauen ab 30 und Männern ab 45 vorsehen, ein besonderes
Augenmerk auf mögliche bösartige Hautveränderungen
gerichtet werden. Vorraussetzung hierfür ist natürlich
die Betrachtung des völlig entkleideten Körpers.
Gerade bei bösartigen Erkrankungen der Haut, die sich
äußerlich sichtbar entwickeln, bietet die regelmäßige
Selbstbeobachtung eine große Chance, Krebs bereits
in einem frühen Stadium zu erkennen.
Ein
Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen notwendig:
- wenn sie überdurchschnittlich viele und/oder unregelmäßige
Pigmentmale haben;
- wenn ein Pigmentmal anders ist als alle anderen;
Anmerkung: Wenn sie Hautveränderungen an einem Pigmentmal
(Form, Farbe, Größe) feststellen, suchen sie
bitte umgehend einen Arzt auf!
- wenn eine neue Hautveränderung (Flecken, Krusten)
im Erwachsenenalter entsteht, die nicht innerhalb weniger
Wochen wieder abheilt;
- wenn sie raue Stellen (Keratosen) an ständig dem
Licht ausgesetzten Körperstellen (z.B. Stirn, Handrücken)
tasten;
- wenn sie weißliche Flecken/Verdickungen an der Unterlippe
oder im Mund bemerken, v.a. wenn sie (Pfeifen-) Raucher
sind.
Diese
Anzeichen bedeuten nicht, dass zwangsläufig eine bösartige
Veränderung vorliegt . Aber man muss unbedingt einen
Arzt aufsuchen. Außerdem sollten sie sich regelmäßig
zur Inspektion ihrer Haut bei ihrem Arzt vorstellen, wenn
sie zu den Personen mit erhöhtem Hautkrebsrisiko gehören.
Denken
sie daran: Bei rechtzeitiger Erkennung besteht bei jedem
Hautkrebs eine fast 100% Aussicht auf Heilung. Falls sie
daher irgendwelche Verdachtsmomente oder Zweifel an der
Gutartigkeit eines Muttermals haben, fragen sie ihren Arzt.
Am besten sofort.
Krebsfrüherkennung
dient Ihrem Schutz. Hautkrebs ist der einzige Krebs, der
sichtbar ist. Je eher Hautkrebs erkannt wird, desto größer
sind die Heilungschancen. Nutzen Sie deshalb alle Möglichkeiten
zur Vorsorge. Die regelmäßige Selbstkontrolle und die gesetzliche
Krebsfrüherkennungsuntersuchung (KFU) gehören dazu.
Hauttumore entwickeln sich meistens sehr langsam. Zwischen
Auslösung und Sichtbarwerden können Jahrzehnte liegen. Gerade
die UV-Dosis, die man als Kind und Jugendlicher erhalten
hat, ist zum Beispiel ein bestimmender Faktor für die Entstehung
von Hautkrebs.
Wer
zur Risikogruppe gehört, sollte sich jeden Monat von Kopf
bis Fuß selbst genau anschauen und mindestens einmal im
Jahr einen Hautarzt aufsuchen.
Krebsrisiko
Holzschutzmittel |
Bis
vor wenigen Jahren enthielten die meisten Holzschutzmittel
Insektizide, in der Regel Lindan und den Pilzhemmer Pentachlorphenol,
kurz PCP. In der ehemaligen DDR kamen bis 1990 auch noch
Mittel auf den Markt, denen das in Westdeutschland fast
vollständig verbotene DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan)
zugesetzt war. Die Verwendung von Holzschutzmitteln wurde
zudem generell für sehr viele Anwendungsbereiche empfohlen.
Sowohl DDT, Lindan wie auch PCP "gasen" allerdings
noch jahrelang aus. Sie können dann beispielsweise über
die Lungen, die Haut und über kontaminierte Nahrung vom
Menschen aufgenommen und im Fettgewebe angereichert werden.
Auch in die Muttermilch treten sie über. Während der Verarbeitung
kommen Heimwerker zudem noch mit Lösemitteln und anderen
Inhaltsstoffen zumindest kurzfristig in Kontakt.
Als Folge lassen sich bei hochbelasteten Personen Schäden
des Immun- und Nervensystems, der Fruchtbarkeit und diverse
unspezifische Organstörungen feststellen. Symptome einer
akuten Vergiftung, die v.a. bei Heimwerkern nach unsachgemäßen
Umgang auftraten, waren dagegen Kopfschmerzen, Schwindel,
Schweißausbrüche, Atemnot und manchmal Hautschäden. Ob Krebs
durch Holzschutzmittel ausgelöst werden kann, gilt immer
noch nicht als gesichert.
| Wie
ist die Situation heute einzuschätzen? |
Die
Empfehlungen zur Verwendung von Holzschutzmitteln sehen
heute ganz anders aus als etwa in den 70er Jahren. Die meisten
bautechnischen Vorschriften für den Innen- und Außenbereich
wurden geändert. In fast allen Bereichen kann inzwischen
ohne Holzschutzmittel gearbeitet oder auf schadstoffarme
Produkte ausgewichen werden. Im privaten Bereich empfiehlt
das Umweltbundesamt
den völligen Verzicht auf Holzschutzmittel, ganz besonders
aber in Saunen und bei Kinderspielzeug.
Allerdings sind immer noch Produkte auf dem Markt, in der
Regel für die professionelle Anwendung im Außenbereich,
die Insektizide und Pilzmittel enthalten. Sie unterliegen
engmaschigen Prüfungen. PCP wurde jedoch 1989 als Zusatz
zu Holzschutzmitteln ganz verboten; die Herstellung und
Verwendung von Lindan und anderen potentiell gesundheitsgefährlichen
Stoffen in Holzschutzmitteln ist weitgehend eingeschränkt.
Auf keinen Fall darf bei Sanierungstätigkeiten angefallenes
Holz, das mit früheren Holzschutzmitteln behandelt wurde,
verbrannt werden, da hierdurch gefährliche Dioxine und andere
Giftstoffe freigesetzt werden. Die Gemeindeverwaltungen
informieren über die sachgerechte Entsorgung.
| Was
bringen alternative Mittel mit natürlichen Inhaltsstoffen? |
Die
meisten Holzbehandlungsmittel haben eine lange Tradition
und dienen nicht nur der Konservierung, sondern vorrangig
der Holzbearbeitung und Verschönerung. Dazu gehören beispielsweise
Bienenwachszubereitungen und Leinöl. Bei bestimmungsgemäßem
Gebrauch ist gegen ihre Verwendung nichts einzuwenden.
Es gibt jedoch auch spezielle Konservierungsmittel mit dem
Zusatz "Biologisch" oder "Öko". Auch
hier rät das Umweltbundesamt
zur Vorsicht bei der Verwendung oder zum völligen Verzicht:
Der Zusatz "Bio" ist nicht als Garantie für Verträglichkeit
und ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe zu werten. Er
wird auch bei Produkten verwendet, die lediglich einige
biologische Substanzen enthalten, in ihrer Zusammensetzung
ansonsten jedoch herkömmlichen Mitteln entsprechen. Das
Amt verweist deshalb in seinem Faltblatt "Holzschutz"
auf anerkannte Gütesiegel, beispielsweise die des Instituts
für Bautechnik in Berlin oder das sogenannte RAL-Siegel.
Zudem können selbst rein biologische Mittel für empfindliche
Menschen zu einer Allergiequelle werden. Dies gilt v.a.
für Produkte, die ätherische Öle aus Zitrusfrüchten oder
Zeder enthalten.
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