Bild-Handicap
Zur Startseite
Zu den News
Behinderungen von A-Z
Online-Shop für Behinderte
Wir über uns
Behindertensport-Wettbewerbe-Termine
Unser Gästebuch
Zur Rechtsabteilung
Technische Besonderheiten
Lexikon
Reisetipps für Behinderte
Zu Handicap B
Zu Handicap C
Zu Handicap D
Zu Handicap E
Zu Handicap F
Zu Handicap G
Zu Handicap H
Zu Handicap I
Zu Handicap J
Zu Handicap K
Zu Handicap L
Zu Handicap M
Zu Handicap A
Zu Handicap N
Zu Handicap O
Zu Handicap P
Zu Handicap Q
Zu Handicap R
Zu Handicap S
Zu Handicap T
Zu Handicap U
Zu Handicap V
Zu Handicap W
Zu Handicap X
Zu Handicap Y
Zu Handicap Z
Die Jobbörse-Angebote-Gesuche
ursachen
auswirkungen
therapiemöglichkeiten
fördermöglichkeiten
gesellschaftliche integration
selbsthilfegruppen
spezielle einrichtungen
rechtslage
 
 
 

Bild-Bandscheibenschaden
 
 

Die Inhaltsübersicht

- Rückenschmerzen: Zwei Drittel plagen sich mit dem Kreuz - Schon Teenager betroffen - Zum Arzt geht jedoch nur jeder zweite
- Eiweiß-Therapie: Neue Hilfe bei starken Rückenschmerzen
- Das unerkannte Rückenleiden, die Spinal Stenose
- Neue Hoffnung für Rückenschmerzpatienten: Prodisc, die künstliche Bandscheibe, setzt sich durch
-
Fast jeden zweiten Mann plagt der Rücken, jeden zehnten sein bestes Stück
- Künstliche zervikale Bandscheibe der nächsten Generation zeigt ausgezeichnete frühe klinische Ergebnisse: klinische Studien in USA angestrebt
- Tests zur Muskelharmonie als aktive Rückenprävention
- Künstliche Bandscheiben bewährt - Erste Langzeitbeobachtungen ermutigend
- Die weltweit größte Studie beweist: Akupunktur lindert Kreuz- und Knieschmerzen
-
Rückenschulen verfehlen Hauptzielgruppen
- "Milchaufschäumer" gegen Rückenschmerzen
- Medizinsensation durch deutsche Technologie
- Künstliche Halswirbelbandscheiben der nächsten Generation erfolgreich implantiert
- Gute Erfahrungen mit Bandscheibenprothese
- Erstmals künstliche Bandscheibe bei Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule in Magdeburg eingesetzt

Rückenschmerzen: Zwei Drittel plagen sich mit dem Kreuz -
Schon Teenager betroffen - Zum Arzt geht jedoch nur jeder zweite

Berlin (ots) - 29.11.2005 - Zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland leiden unter Rückenschmerzen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Umfrage des BKK Bundesverbandes unter 4.008 repräsentativ ausgewählten Personen ab 14 Jahren, die von tns healthcare (emnid) durchgeführt wurde. Betroffen sind vor allem Übergewichtige, Ältere (über 50 Jahre) und Frauen.

Streckübungen
Bild: Photocase

Bereits 40 Prozent der Teenager haben Rückenschmerzen Ein alarmierendes Ergebnis der Umfrage: Vier von zehn Teenagern (41 Prozent der 14- bis 19-Jährigen) kennen regelmäßig auftretende Probleme mit dem Rücken aus eigener Erfahrung. Bei den unter 30-Jährigen (20 bis 29 Jahre) klagt jeder zweite über Rückenschmerzen (52 Prozent). Positive Nachricht: Übergewicht als zusätzlicher Risikofaktor für Rückenbeschwerden spielt bei den unter 30-Jährigen kaum eine Rolle. Allerdings sind bereits die 30- bis 39-Jährigen hart an der Grenze zum Übergewicht, denn sie haben einen durchschnittlichen Body Mass Index (BMI) von 24,9 (als Normalgewicht gilt ein BMI von 18,5 bis 24,9). Mit zunehmendem Alter der Befragten nimmt der BMI, das Verhältnis von Körpergröße zu Gewicht, deutlich weiter zu und damit wächst auch die Gefahr für Rückenprobleme: Bei den 40- bis 49-Jährigen liegt der BMI bei 25,8; bei der Altersgruppe zwischen 50 und 59 Jahren bei 26,3. Die älteste Gruppe, 60 und mehr Lebensjahre, weist einen BMI-Wert von 26,9 auf.

Nur jeder Zweite geht zum Arzt - Praxisgebühr schreckt nicht ab Unter Rückenproblemen leiden 61 Prozent der Befragten, jedoch nur knapp die Hälfte von ihnen begibt sich in medizinische Behandlung. Danach gefragt, warum die anderen Frauen und Männer auf einen Arztbesuch verzichtet haben, zeigt sich: Ein Viertel meint, dass die Schmerzen nicht schlimm genug gewesen sind. 13 Prozent glauben, dass die Beschwerden von selbst wieder verschwinden und zwölf Prozent behandeln ihren Rücken lieber selbst. Acht Prozent haben keine Zeit zum Arzt zu gehen oder glauben, der Arzt könne ihnen nicht helfen. Nur vier Prozent geben an, dass sie aus Kostengründen auf medizinische Behandlung verzichten. Die Praxisgebühr hält also offenbar kaum jemand vom Arztbesuch ab.

Je älter die Befragten sind, desto häufiger therapieren sie ihre Rückenschmerzen lieber selbst. Fast ein Fünftel der über 60-Jährigen (17 Prozent), die nicht beim Arzt waren, greift auf bewährte Hausmittel zurück. Bei den unter 30-Jährigen dagegen verlassen sich viele auf ein ärztliches Urteil. Nur fünf Prozent setzen auf Selbsttherapie.

Massagen statt Medikamente

Die meisten Ärzte verordnen bei Rückenschmerzen Massagen (31 Prozent), so die Aussage der Befragten. Erst dahinter rangieren Medikamente (21 Prozent), Spritzen (20 Prozent) und Krankengymnastik (17 Prozent). Nach der besten Strategie gegen Rückenbeschwerden gefragt, setzt die überwiegende Mehrheit der Umfrageteilnehmer auf Bewegung: 87 Prozent meinen, dass spezielle Gymnastik am wirksamsten gegen Rückenschmerzen ist und 76 Prozent befürworten zudem einen gezielten Muskelaufbau. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) aller Befragten hält eine Psychotherapie für hilfreich.

Häufiges Sitzen führt nicht automatisch zu Beschwerden

Laut BKK-Umfrage sitzen die Deutschen an einem normalen Wochentag durchschnittlich 8,3 Stunden; zu Hause 3,4 Stunden, während der Arbeit 2,7 Stunden. Doch langes Sitzen führt offenbar nicht automatisch zu Rückenschmerzen. Wie die Studie zeigt, sind selbst Personen, die mehr als acht Stunden täglich sitzen, nicht häufiger von Rückenschmerzen betroffen als die übrigen Befragten. Ihr Rezept: Sie treiben regelmäßiger Sport als der Durchschnitt.

Bewegen hilft - Schmerzrisiko sinkt um zwölf Prozent

Die Mehrheit aller Befragten (64 Prozent) ist mindestens einmal pro Woche sportlich aktiv, dabei werden Radfahren (40 Prozent), Laufen oder Jogging und Schwimmen (jeweils 24 Prozent) am häufigsten genannt. Menschen, die regelmäßig Sport treiben, sind nachweislich weniger von Rückenschmerzen geplagt: Wer regelmäßig trainiert, senkt sein Rückenschmerz-Risiko durch den körperlichen Ausgleich um zwölf Prozent.

Wir stärken Ihnen den Rücken

Schon eine halbe Stunde täglich bewusst bewegen, stärkt den Rücken und beugt nachweislich Rückenerkrankungen vor. Gemeinsam mit dem Verband der Rückenschullehrer geben die BKK einfache, aber wirksame Rückentipps in "Wir stärken Ihnen den Rücken" - diese Anleitung im Scheckkartenformat passt in jede Hosentasche.

Wissenswertes über die Ursachen von Rückenerkrankungen, Informationen über ganzheitliche Behandlungen von Rückenbeschwerden gibt es in der Broschüre "Haltung bewahren".

Die Klinik Physikalische Medizin und Rehabilitation der Charité und die Zentraleinrichtung Hochschulsport der Humboldt-Universität zu Berlin haben ein Trainingsprogramm am Arbeitsplatz "Rückenfit am PC" entwickelt, das es als CD gibt. Dieses in Kooperation mit dem BKK Bundesverband entstandene hochwertige Programm ist im Internet zu beziehen unter: www.rueckenfit-am-pc.de

Quelle: BKK

Zum Seitenanfang

Eiweiß-Therapie: Neue Hilfe bei starken Rückenschmerzen

Hamburg (ots) - 15.11.2005 - Eine neue Therapie mit körpereigenem Eiweiß bietet Hilfe bei hartnäckigen Rückenschmerzen. Die entzündungshemmenden Eiweißstoffe sind wirksamer als Kortison und gänzlich ohne Nebenwirkungen. "80 Prozent der behandelten Rückenpatienten sind nach einem Jahr immer noch schmerzfrei und eine riskante Operation bleibt ihnen durch dieses körpereigene Medikament erspart", betont Dr. Martin Marianowicz, Päsident der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft, in der neuen Ausgabe der Zeitschrift VITAL.

Bei der so genannten "Orthokin-Therapie" wird dem Patienten zunächst Blut abgenommen. Beschichtete Glaskügelchen stimulieren die weißen Blutkörperchen, einen entzündungshemmenden Stoff zu produzieren: das Anti-Interleukin-1. Die Substanz wird im Labor isoliert und zum Arzt des Patienten zurückgeschickt, der das körpereigene Bio-Medikament in den Rückennerv injiziert. Der Nerv beruhigt sich, die Rückenschmerzen lassen nach, und der Teufelskreis von Entzündungen ist durchbrochen.

Die Therapie wird bereits seit Jahren bei Arthrose-Behandlungen eingesetzt. Eine Studie der Uni Bochum hat die Wirksamkeit jetzt auch bei Rückenpatienten bewiesen. 40 Prozent der Patienten waren danach beschwerdefrei, bei weiteren 40 Prozent hatten sich die Beschwerden so sehr gebessert, dass keine Operation notwendig war. Gesetzlich Versicherte müssen die meist ambulant durchgeführte Orthokin-Therapie bislang noch selbst bezahlen, private Kassen übernehmen die Kosten auf Antrag. Die Herstellung und Lagerung von acht Spritzen kostet rund 1200 Euro.

Quelle: VITAL

Zum Seitenanfang

Das unerkannte Rückenleiden, die Spinal Stenose
Diagnose und Behandlung einer schleichenden Volkskrankheit

München - 18.10.2005 - Ein steifer Rücken, bohrende Schmerzen beim Gehen und Stehen, Beschwerden, die es unmöglich machen, eine längere Strecke zurück zu legen, ohne anzuhalten; das Bedürfnis, sich auszustrecken, um die Schmerzen für Momente los zu werden - immer mehr Menschen kennen dieses zermürbende Leiden, das zwanghafte Stehen bleiben, die so genannte Schaufensterkrankheit. Bislang konnte jedoch nur wenigen geholfen werden. Die wahre Ursache ist selbst für Fachärzte der Orthopädie nur schwer zu erkennen. Viele Patienten resignieren und versuchen, mit den lähmenden Schmerzen zu leben. Eine schleichende Volkskrankheit greift zunehmend um sich: bald werden mehr Menschen von der Spinal Stenose betroffen sein als von Bandscheibenvorfällen.


Copyright: Alpha-Klinik
Rückenleiden: Spinal Stenose


Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule engen den Wirbelkanal ein, das Rückenmark wird gequetscht und verursacht zunehmend unerträgliche Schmerzen, ein Leiden, das sogar zu Lähmungen führen kann.


Copyright: Alpha-Klinik
Rückenleiden: Spinal Stenose


Großflächige Öffnungen des Rückens, das Abfräsen der verengenden Knochenformationen mittels grober Instrumente, schmerzhafte und komplizierte Operationen mit niedrigen Erfolgschancen stellten lange Zeit die einzige Option für die Betroffenen dar. Inzwischen aber wurden innovative Verfahren und völlig neuartige Operationsmethoden entwickelt. Zu den führenden Kapazitäten auf diesem Gebiet zählt dabei Drs. Dekkers von der Alpha-Klinik in München. Besonders versteht sich der erfahrene Mediziner und Operateur auf die Diagnose von Rückenleiden, erste Anzeichen der Spinal Stenose erkennt er umgehend, wobei er der individuellen Krankheitsgeschichte des Patienten große Bedeutung zumisst. Hunderten konnte er bereits helfen, durch sachkundige Diagnose und gezielte Behandlung. Die Erfahrung des Rückenspezialisten gründet nicht zuletzt auf insgesamt über fünftausend Operationen. Einen immer größeren Bereich nimmt dabei die Behandlung der Spinal Stenose ein. Fünfhundert Patienten konnte er bereits durch schonende Operationen von diesem Leiden befreien. Mittels der minimalen Invasivmethode werden - mitunter nur unter einer örtlichen Betäubung - die verengenden Elemente vorsichtig abgeschliffen. "Viele meiner Patienten", sagt Drs. Dekkers, "hatten bereits geglaubt, alles versucht zu haben, um ihren unerträglichen Schmerzen Einhalt zu gebieten. Sie haben sich selbst aufgegeben, nur weil die Ursache ihrer Leiden nie richtig diagnostiziert worden ist."

Quelle: pts

Zum Seitenanfang

Neue Hoffnung für Rückenschmerzpatienten:
Prodisc, die künstliche Bandscheibe, setzt sich durch


Quelle: obs/Clinica House Gmbh

Hamburg (ots) - 04.10.2005 - Implantat hält Wirbelsäule beweglich / Studie belegt Patientenzufriedenheit / Nach 15 Jahren Erprobung Aufbau eines bundesweiten Kompetenznetzwerkes für Bandscheibenchirurgie

"87 Prozent der Patienten sind mit der künstlichen Bandscheibe Prodisc zufrieden", sagt Andreas Schmitz, Neurochirurg aus Jena, auf einem Pressegespräch des Bochumer Implantate-Spezialisten Clinical House. "Im Vergleich: Bei der Versteifung der Wirbelsäule war das nur bei 62 Prozent der Fall. Der Patient erholt sich nach diesem minimal-invasiven Eingriff schnell und kehrt rasch in Beruf und Familie zurück". Er zitiert eine aktuelle vergleichende Zwei-Jahres-Studie aus den USA, die auf dem diesjährigen Eurospine-Kongress der Wirbelsäulenchirurgen in Barcelona vorgestellt wurde. Autor ist Professor J. Zigler vom texanischen Rücken-Institut an der Texas Back Institute Research Foundation. Schmitz, der schon mehr als 300 Implantate eingesetzt hat, erklärt: "Ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche Prothesenimplantation ist die richtige Indikationsstellung." Das sind in erster Linie Patienten unter 60 ohne Osteoporose.

"In der Wirbelsäulenchirurgie steht ein Paradigmenwechsel unmittelbar bevor", sind sich die Experten des Pressegespräches in diesem Zusammenhang einig. Das Hightech-Implantat aus Titan ersetzt die faserig und spröde gewordene natürliche Bandscheibe. Die Operation dauert durchschnittlich nur 90 Minuten. "Durch ihr einzigartiges 'semi constrained design' ermöglicht die Prothese eine Rotationsbewegung, die die natürlichen Bewegungen der Wirbel nachahmt", erläutert Professor Burkhard Rischke, Chefarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Klinikum Pinneberg und Leiter des Kompetenzzentrums für Bandscheibenchirurgie. Bei schweren Bandscheibenvorfällen war bislang die operative Versteifung (Fusion) des betroffenen Wirbelsäulensegmentes eine gern gewählte Lösung. "Die dadurch gewonnene Stabilität reduziert allerdings die Beweglichkeit. Außerdem werden die angrenzenden Wirbelsegmente stark belastet", beschreibt Rischke die Hauptnachteile des bisher häufig praktizierten Verfahrens. Der Chirurg betont zudem die über 15-jährige klinische Erfahrung, auf die Arzt und Patient bauen können. Prodisc wurde bislang mehr als 10.000 Mal erfolgreich implantiert.

"Im Bereich der modernen Bandscheibenchirurgie besteht sowohl bei Ärzten als auch bei Betroffenen noch viel Aufklärungsbedarf", weiß Dirk-Rolf Gieselmann, Geschäftsführer von Clincial House. Das Unternehmen unterstützt deshalb den Aufbau von Kompetenzzentren. Diese zertifizierten Einrichtungen setzen die Prodisc-Methode regelmäßig ein. Zusätzlich schulen sie ihre zuweisenden Fachkollegen und bieten Patienteninformationsveranstaltungen oder Bandscheibensprechstunden an. In Kombination mit einem Arzt-Such-Service im Internet (www.die-kuenstliche-bandscheibe.de) können Rückenchmerzpatienten bereits jetzt schnell und unkompliziert versierte Spezialisten in ihrer Region finden.

Quelle: Clinica House GmbH

Zum Seitenanfang

Fast jeden zweiten Mann plagt der Rücken, jeden zehnten sein bestes Stück

Berlin (ots) - 27.05.2005 - Das Kreuz mit dem Kreuz lässt Deutschlands Männer am häufigsten leiden. 42 Prozent klagen über Rückenprobleme, 15 Prozent davon sogar über sehr starke Beschwerden. Über Potenzprobleme berichten elf Prozent der Männer. Dies sind Ergebnisse einer aktuellen Studie für das Männerlebensart- und Lifestyle-Internet-Portal www.epicure.tv. Basis der Untersuchung ist eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa unter 1.000 deutschen Männern. Auf Rang zwei nach den Rückenschmerzen rangiert in der Umfrage von www.epicure.tv die anhaltende Erschöpfung beziehungsweise das Burnoutsyndrom: 16 Prozent aller Männer leiden darunter. Fast ebenso viele Befragte klagen über Schlaflosigkeit sowie über Kreislaufprobleme. Gut jeder zehnte Mann räumt in den Interviews Erektionsstörungen ein. „Knapp die Hälfte von ihnen gibt an, sogar stark ausgeprägte Beschwerden zu haben“, sagt der Männergesundheitsexperte und www.epicure.tv-Chef Sascha Rusch. Entsprechend wächst auch die Nachfrage nach Levitra & Co. Depressionen sind hingegen nur für sieben Prozent der Männer ein Thema. Fast ebenso viele Befragte leiden unter Albträumen. „Männer, die aktiv etwas für ihre Gesundheit tun, klagen seltener über starke Beeinträchtigungen des körperlichen Wohlbefindens als Männer, denen ihre Gesundheit egal ist“, sagt Rusch. Anders sehe es bei psychischen Beschwerden aus: Gesundheitsbewusste Männer leiden laut der Studie von www.epicure.tv fast ebenso häufig unter Schlaflosigkeit, Erektionsstörungen, Depressionen und Albträumen wie die übrigen Männer, die sich um ihr körperliches Wohlbefinden nicht sonderlich kümmern. Aktuelle Beeinträchtigung des Wohlbefindens Rückenprobleme: 42 Prozent Anhaltende Erschöpfung/Burnout: 16 Prozent Schlaflosigkeit: 15 Prozent Kreislaufprobleme: 12 Prozent Erektionsstörungen: 11 Prozent Depressionen: 7 Prozent Albträume: 5 Prozent

Quelle: presseportal

Zum Seitenanfang

Künstliche zervikale Bandscheibe der nächsten Generation zeigt ausgezeichnete frühe klinische Ergebnisse: klinische Studien in USA angestrebt

Taunton, Grossbritannien (ots/PRNewswire) 17.03.2005- Pearsalls Limited, ein Unternehmen für Medizinprodukte mit Sitz in Grossbritannien, gab die frühen klinischen Ergebnisse seiner neuartigen künstlichen zervikalen Bandscheibe bekannt, die neun Patienten im Royal Orthopaedic Hospital in Birmingham (Grossbritannien) implantiert worden war.


Bild: photoCase

Die zervikale Bandscheibe von Pearsalls, auch als Neodisc(TM) bekannt, besteht aus einem gummiartigen Kern, der von einer textilen Struktur umhüllt ist, und ahmt die biomechanischen Eigenschaften der natürlichen Bandscheibe nach. Die Operationen wurden von Dr. Andre Jackowski, Miterfinder des Produkts, durchgeführt. Jackowski war von den frühen Ergebnissen begeistert. "Die ersten vier Patienten haben gerade ihre Sechsmonats-Evaluation hinter sich. Ihre ursprünglichen Symptome sind behoben und alle gemessenen Scores haben sich signifikant verbessert", sagte er. "Alle neun Patienten machen gute Fortschritte und sind sehr zufrieden mit ihren Ergebnissen."

Es wird erwartet, dass künstliche Bandscheiben die erfolgsreichste Produktklasse in der jüngsten Geschichte der Medizinprodukte darstellen werden. Während für die erste Generation der Produkte für den Lumbalbereich der Verkauf in den US-Märkten begonnen hat, glauben viele, dass die Anwendungen im Zervikalbereich noch höhere Bedeutung erlangen werden. "Wir freuen uns sehr, dass unser Produkt so gute Ergebnisse zeigt", kommentierte Lawson Lyon, Managing Director of Pearsalls. "Wie geplant sind wir dabei, bei der FDA die Zulassung für den Beginn der klinischen Studien in den USA zu beantragen."

Quelle: Pearsalls Ltd.

Zum Seitenanfang


Tests zur Muskelharmonie als aktive Rückenprävention

Bergisch Gladbach (ots) 06.12.2004 - Der häufigste Grund den Orthopäden aufzusuchen sind Rückenbeschwerden. In der Wirtschaft gehen 27 Prozent der Krankheitstage zu Lasten der Muskel-/Skeletterkrankungen. Rückenerkrankungen bilden hier mit über 60 Prozent den höchsten Anteil. Dabei entstehen manifeste Erkrankungen wie chronische Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle u.a. schleichend. Es gilt, individuelle Risikofaktoren frühzeitig deutlich zu machen.

Qualifizierte Muskeltests zeigen immer wieder, dass die wenigsten
Menschen ein ausgewogenes Rumpfkraftverhältnis aufweisen, obwohl das
häufig die Ursache für Rückenschmerzen ist. Selbst bei aktiven
Sportlern sind deutliche Defizite feststellbar. Die wenigsten
Menschen können die Folgen eines ungünstigen Kraftverhältnisses aber
richtig einschätzen.

Immer mehr Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern daher im Rahmen
von Gesundheitsaktionen individuelle Messungen zur Überprüfung der
Kraftverhältnisse an.

Der Back-Check von Dr. Wolff ermöglicht in kurzer Zeit eine
wissenschaftlich evaluierte Beurteilung des Muskelstatus einer
Person. Dabei lässt sich neben den meist verwendeten Funktionen
"Flexion" (Bauchmuskulatur)und "Extension" (Rückenmuskulatur) auch
die Muskelkraft der Beine, Arme-/Schulter- sowie Nackenmuskulatur
bestimmen. Die individuellen Ergebnisse werden mit Referenzwerten
verglichen und sind als Ausdruck für die Probanden verfügbar.

Die Back-Check Ergebnisse bilden den Ist-Zustand der Testperson ab
und sind für viele eine gute Motivation, das eigene
(Gesundheits-)Verhalten kritisch zu reflektieren und wenn nötig zu
verändern. Besonders angesprochen werden durch die Messung einseitig
belastete und sportlich inaktive Personen. Dieser Personenkreis
arbeitet sowohl in der Produktion, als auch am Schreibtisch.

Kleine und große Betriebe aus unterschiedlichen Bereichen setzen
den Back-Check mit seiner modernen Messtechnik und der leicht
verständlichen Ergebnisdarstellung kombiniert mit einer individuellen
Beratung bereits gezielt ein. Er findet hohe Akzeptanz und ist eine
gute Basis für ein weitergehendes Betriebliches
Gesundheitsengagement.

Mehr Informationen: www.he-consult.de

Zum Seitenanfang

Künstliche Bandscheiben bewährt - Erste Langzeitbeobachtungen ermutigend

23.11.2004 - Bandscheibenprothesen für die Halswirbelsäule bewähren sich offenbar auch längerfristig, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Neurochirurgen der Universität Magdeburg haben 50 Patienten bis zu 14 Monate nach der Operation beobachten können und kamen dabei zu dem positiven Resultat. Früher musste die geschädigte Halswirbelsäule häufig künstlich versteift werden. Der Einsatz der Bandscheibenprothesen stellt für bestimmte Patienten seit etwa drei Jahren eine Alternative dar. „Die Beweglichkeit ist sofort nach der Operation gegeben“, berichtet der an der Studie beteiligte Neurochirurg Dr. Boris Jöllenbeck. Die Patienten hatten weniger Schmerzen, wurden früher aus dem Krankenhaus entlassen, und 80 Prozent von ihnen waren bereits nach drei Monaten wieder beruflich aktiv.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Zum Seitenanfang

Die weltweit größte Studie beweist: Akupunktur lindert Kreuz- und Knieschmerzen

Düsseldorf (ots) 04.11.2004 - gerac-Studie veröffentlicht erste Ergebnisse und beweist, dass Nadeln den Schmerz doppelt so wirksam lindern können, wie traditionelle Therapieformen in der Schulmedizin

Wer bereits erfolgreich Akupunktur angewandt hat, den verblüffen die Ergebnisse der weltweit größten Akupunkturstudie, die jetzt in Berlin veröffentlicht wurde, nicht. Wer bei Kreuz- und Knieschmerzen bisher aber auf konventionelle, schulmedizinische Ansätze gebaut hat, für den werden die Resultate der Initiative Deutsche Akupunktur (German Acupuncture Trials, kurz gerac) verblüffend sein. Denn die Studie beweist, dass Akupunktur besser gegen chronische Kreuz- und Knieschmerzen wirkt als eine normale Standardtherapie.  

Die Studie

Über 1.000 Patienten wurden zunächst in drei Behandlungsgruppen eingeteilt. Dabei erhielt eine Gruppe das übliche Standardprogramm, bestehend aus Massagen, Krankengymnastik und Schmerzmedikamenten. Die zweite Gruppe erhielt Akupunktur nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die dritte Gruppe wurde mit einer für gerac neu entwickelten Akupunktur behandelt, bei der in nicht chinesische Akupunkturpunkte gesetzt wurde. Nicht erlaubt während dieser Zeit waren Zusatztherapien wie Spritzen oder bei Kreuzschmerzen Krankengymnastik.

"Unser Ziel war es zunächst, die Akupunktur auf ihre anhaltende, schmerzlindernde Wirkung zu testen", so Dr. Albrecht Molsberger, der zum Leitungsstab der gerac-Studie zählt und seit über 20 Jahren Praxis, Lehre und Forschung erfolgreich verbindet. Nach drei Monaten Behandlungsdauer hat das Ergebnis selbst die kühnsten Erwartungen übertroffen. Während die Standardtherapie lediglich bei knapp 30 Prozent der Patienten half, war die Wirkung der Akupunktur nahezu doppelt so groß.  

Dabei übertrifft in allen Bereichen die Chinesische Akupunktur zwar nicht signifikant, aber deutlich erkennbar die neue gerac Akupunktur. "Besonders auffällig ist, dass bei Patienten nach der Chinesischen Akupunktur der Schmerzmittelverbrauch am geringsten ist. Dieser Punkt muss jetzt genauer untersucht werden ", sagt der Düsseldorfer Mediziner.

Dennoch ist Dr. Molsberger, der maßgeblich an der Studie mitgearbeitet hat und diese unermüdlich vorangetrieben hat, sichtlich zufrieden mit den ersten Ergebnissen. "Jetzt sind wir erstmal so weit, dass wir nach 35 Jahren intensiver Forschung in einer der größten Studien der Welt eine Therapieform gefunden haben, die praktisch ohne Nebenwirkungen langfristig nahezu doppelt so gut wirkt, wie ein Schmerzmittel. Das ist schon eine wissenschaftliche Sensation und dass Akupunktur hilft, das ist erst mal das, was zählt." Genau das ist auch der Punkt für die Verhandlungen des Gemeinsamen Bundesausschusses, der im Frühjahr 2005 tagt. Dort werden Krankenkassen, Vertreter und Ärzte über die Aufnahme der Akupunktur als Kassen-Regelleistung beraten und die gerac-Studie soll mit ihren Ergebnissen eine entscheidende Grundlage bieten. "Wir sind gespannt", so Molsberger. "Denn man sieht ja, dass jeder Nadelstich besser wirkt als manche Pille."

Quelle: Kafka Kommunikation

Zum Seitenanfang


Rückenschulen verfehlen Hauptzielgruppen

Heidelberger Studie belegt einseitige Nutzung der Vorbeugemaßnahme gegen Rückenschmerzen / Prävention erreicht die Risikopersonen häufig nicht

28.10.2004 - Rückenschul-Kurse werden kaum von Personen besucht, die davon profitieren könnten. Nutzer sind vor allem Personen mit einem geringen Risiko für Rückenschmerzen. Dies hat ein Forscherteam der Medizinischen Fakultät Heidelberg erstmals in einer repräsentativen, bundesweiten Untersuchung mit über 6.000 Teilnehmern festgestellt.

Der Medizinsoziologe Dr. Sven Schneider und der Orthopäde Professor Dr. med. Marcus Schiltenwolf, beide Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Volker Ewerbeck), wurden im Oktober 2004 auf dem Schmerzkongress in Leipzig für ihre Forschungsarbeit mit dem mit 500 Euro dotierten Posterpreis ausgezeichnet.

Rückenschulen bringen ihren Besuchern bei, wie sie durch gezieltes Training, eine kontrollierte Körperhaltung und richtiges Verhalten im Alltag ihre Rückenprobleme frühzeitig vermeiden oder lindern können. Denn neben dem altersbedingten Verschleiß der Wirbelsäule gelten vor allem ungünstige Körperhaltungen sowie stark rückenbelastende Bewegungen als Auslöser für Rückenschmerzen. Zwar klagen zwei von drei Deutschen innerhalb eines Jahres über Rückenschmerzen. Aber nur jeder sechste Deutsche hat mindestens einmal in seinem Leben eine Rückenschule besucht.


Prof. Dr. Marcus Schiltenwolf ist Leiter der Tagesklinik für orthopädische
Schmerztherapie. / Foto: Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg.

Prof. Dr. Marcus Schiltenwolf ist Leiter der Tagesklinik für orthopädische Schmerztherapie. / Foto: Stiftung Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg.

Die Heidelberger Wissenschaftler haben den anonymen "Bundesgesundheitssurvey" des Robert-Koch-Instituts, Berlin, ausgewertet, eine repräsentative Stichprobe von 6.159 Bürgern im Alter von 18 bis 79 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Teilnahme an Rückenschul-Kursen unterschiedlicher Anbieter (Arbeitgeber, Volkshochschulen, Krankenkassen etc.) setzten sie in Beziehung zu anderen persönlichen Daten.

Typische Nutzer von Rückenschulen sind gesundheitsbewusste Frauen

Typische Nutzer von Rückenschulen sind danach weibliche Teilzeitbeschäftigte oder Hausfrauen aus der Mittelschicht, die Sport treiben und sich gesund ernähren. Typische Nichtnutzer sind Männer mit Vollzeitjobs und niedrigem Sozialstatus, die einen passiven, ungesunden Lebensstil pflegen.

"Mit ihren Präventionsangeboten erreichen die Krankenkassen oder andere Anbieter nicht die eigentlichen Zielgruppen, sondern häufig gesunde Mitversicherte", erklärt Dr. Sven Schneider. "Natürlich profitieren auch die typischen Teilnehmer von solchen Rückenschulen. Gerade die Hochrisikogruppen wie körperlich schwer belastete Arbeiter mittleren und höheren Alters mit passivem, ungesundem Lebensstil nehmen diese Angebote jedoch nur selten wahr."

Eine psychische Barriere für Risikopersonen sei möglicherweise die typische Teilnehmerstruktur der Kurse (meist sportliche, jugendorientierte und mehrheitlich weibliche Teilnehmer), meinen die Heidelberger Wissenschaftler. Die Kurse würden zudem häufig nachmittags angeboten, dann also, wenn die eigentliche Zielgruppe noch arbeitet.

Rückenschulen sollten neben gesundheitsbewussten Personen vor allem gefährdete Bevölkerungskreise erreichen. Gefährdete werden aber eher nicht durch die Angebote angesprochen. Hier liegt für die Anbieter ein großes Potential, Rückenschulangebote auf die beschriebenen Risikogruppen zu konzentrieren und diesbezüglich auszuweiten. Die seit Jahren steigenden Krankheitskosten wegen Rückenschmerzen und Wirbelsäulenerkrankungen belegen diese Notwendigkeit.

Der Ort der Rückenschule kann dazu beitragen, dass Risikogruppen erreicht werden. "Als besonders effizient haben sich betriebsinterne Rückenschulkurse für Arbeiter erwiesen, welche neben Kräftigungsübungen auch Bewegungs- und Haltungsschulungen am Arbeitsplatz vermitteln", sagt Professor Schiltenwolf. An solchen Angeboten herrsche derzeit jedoch ein gravierender Mangel.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

Zum Seitenanfang

"Milchaufschäumer" gegen Rückenschmerzen

11.10.2004 - Rund jede dritte Krankschreibung in Deutschland beruht auf Rückenschmerzen - häufig verursacht durch einen Bandscheibenvorfall. Sind diese Schmerzen langanhaltend und unerträglich, ist mitunter eine Operation der einzige Ausweg. Eine Option ist hier ein neues nichtoperatives Verfahren, bei dem ein Gerät - ähnlich dem Prinzip eines Milchaufschäumers - Bandscheibengewebe entfernt. Neben wenigen anderen Kliniken führt das Universitätsklinikum Bonn diese Methode, die sogenannte Nucleoplastie, neuerdings durch.


Autor: Dr. Inka Väth/Uni Bonn
Orthopäde Kraft (l) demonstriert Assistenzarzt Lars Lahaye den "Milchaufschäumer".


In den Industrieländern ist der Bandscheibenvorfall eine Volkskrankheit. "Ursachen sind eine angeborene Bindegewebsschwäche sowie eine Fehl- oder Überbelastung der Wirbelsäule", sagt Dr. Clayton Kraft, Oberarzt an der Klinik für Orthopädie des Universitätsklinikums Bonn. Die zwischen den Wirbelknochen liegenden Bandscheiben sorgen für die Beweglichkeit unserer Wirbelsäule und sind gleichzeitig wichtige Stoßdämpfer. Sie bestehen aus einem sehr festen Ring aus Fasergewebe, in dessen Mitte sich eine weichere Masse, der so genannte Gallertkern, befindet. Bei einem Bandscheibenvorfall, ausgelöst durch eine Schwäche des Bindegewebes, verrutscht dieser zentrale Kern. Der Bindegewebsring wölbt sich vor und kann sogar reißen. Der Betroffene hat dann starke Schmerzen bis hin zu Lähmungen, wenn die nach außen verlagerte Gallertmasse auf Nerven drückt. "Jeder Bandscheibenvorfall äußert sich anders. Betrifft er die Lendenwirbelsäule tritt der Ischiasschmerz auf - ein heftiger Schmerz, der sich bis in die Beine zieht", sagt der Bonner Privatdozent Kraft.


Autor: Kurt Dederichs vom Foto + Medienzentrum 4.33/UKB
Oberarzt Kraft (li) und Dr. Oliver Diedrich im Einsatz.

Nur selten muss operiert werden

Die meisten Bandscheibenvorfälle kriegt eine konservative Behandlung, wie unter anderem Schmerztherapie, Physiotherapie und Muskelaufbau, wieder in den Griff. Erst bei Lähmung, geringer Blasenkontrolle oder fortdauernden Schmerzen, die einen Verlust der Lebensqualität für den Patienten mit sich bringen, wird eine operative Entfernung von zerstörtem Bandscheibengewebe notwendig. "Ist die Bandscheibe nur leicht vorgewölbt und der Faserring nicht gerissen, können wir die betroffenen Nerven alternativ auch nichtoperativ von dem peinigenden Druck befreien", sagt Oberarzt Kraft. Bei der sogenannten Nucleoplastie liegt der Patient auf dem Bauch und ist nur örtlich betäubt. Die Ärzte legen vom Rücken her mit einer Nadel unter Röntgenkontrolle einen Kanal genau in die Mitte der Bandscheibe. "Da die Nerven nur Millimeter entfernt liegen, ist hier Maßarbeit von uns gefordert", erklärt Orthopäde Kraft. In den gelegten Zugangskanal führen die Ärzte die langen Nadel eines Dekompressors, die an der Spitze ein Spiralgewinde hat. Mediziner nennen dieses Gerät auch "Milchaufschäumer". Seine sich schnell drehende Spiralnadel schneidet in das Gewebe und saugt so bis zu ein Gramm Gallertmasse aus der Bandscheibe ab. Der Eingriff dauert eine halbe Stunde und der Patient kann bereits am nächsten Tag wieder normal herumlaufen. "Wir können mit der Nucleoplastie unseren Patienten eine echte Alternative zu einer Operation anbieten", sagt der Bonner Privatdozent Kraft. "Und das mit weniger Aufwand und Risiko bei gleichzeitig guten Erfolgschancen."


Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität

Zum Seitenanfang

Medizinsensation durch deutsche Technologie

München (ots) 06.10.2004 - Durch ein nicht einmal 3,5 Millimeter dickes
Mini-Röhrchen für Zängchen und Optik konnte jetzt erstmals ein
Bandscheibenvorfall in der zierlichen Halswirbelsäule endoskopisch
unter voller Sicht und fast ohne Narbe entfernt werden.

Mit einem minimal invasiven 55-Minuten-Eingriff unter
Livekontrolle auf einem Bildschirm schrieb der Wirbelsäulenchirurg
Drs. Horst Dekkers in der Alpha Klinik für Knie- und
Wirbelsäulenchirurgie München Medizingeschichte, als er das
zehnjährige Bandscheibenmartyrium am sechsten Halswirbel einer jetzt
48 Jahre alten Patientin denkbar schonend beendete. Mit dem einzigen
Endoskop dieser Art konnte der Chirurg jeden Millimeter des
Operationsfeldes unmittelbar einsehen, während er sanft
Bandscheibengewebe von den Ausmaßen 18 mal 10 Millimeter mit einer
extrem schlanken Op-Zange abtrennte, erfaßte und herauszog. Durch die
Sichtkontrolle konnte das Eingriffsrisiko für den Nervenstrang der
Halswirbelsäule auf ein vertretbares Minimum reduziert werden.

Die Operierte, eine verheiratete Niederländerin, hatte stets eine
schwere, offene Operation, bei der Knochenteile entfernt und Wirbel
durch Platten fixiert werden, wegen des Lähmungsrisikos abgelehnt. In
den vergangenen sieben Jahren wurden ihre Kopfschmerzen bis in
Augennähe und ihre Konzentrationsstörungen jedoch mehr und mehr
unerträglich.

Der sensationelle Eingriff wurde möglich, als ein Feinmechaniker
nach Vorstellungen des Chirurgen Dekkers vor wenigen Wochen ein
unvorstellbar winziges Endoskop fertigstellte. Innerhalb eines
äußeren Durchmessers von 3,48 Millimeter sind vier Funktionen
untergebracht: ein optisches System mit Stablinsen, 1,2 Millimeter
dick; eine Mini-Zange, 1,7 Millimeter dick; zwei Spülkanäle, jeweils
0,9 Millimeter dick. Das zierliche Operationsinstrument kann an den
Wirbelknochen vorbei unmittelbar an das herausgequetschte
Bandscheibengewebe herangeführt werden. Mit behutsamen Bewegungen
wird das störende Material erfaßt, gelöst und entfernt. In jeder
Sekunde des äußerst schonenden Eingriffs hat der Chirurg das
Operationsfeld live im Blick: Was die Linsen des Objektivs aufnehmen,
überträgt ein Sensorchip auf einen Monitor. Das neue
Halswirbel-Endoskop ist gerade halb so dick wie ein modernes
endoskopisches Op-System von 6,3 Millimeter Durchmesser für die
Lendenwirbelsäule.

Dr. Horst Dekkers sprach nach dem erfolgreichen Eingriff von
einem bewegenden Fortschritt: "Wir verfügen erstmals über ein Set von
Instrumenten und Objektiven, das uns in die Lage versetzt, jeden
einzelnen Punkt der Wirbelsäule möglichst schonend und risikoarm zu
erreichen. Jetzt auch in der zierlichen, besonders sensiblen
Halswirbelsäule."

Weltrekord-Endoskop für die Halswirbelsäule

Das Edelstahl-Außenrohr (3,48 mm) von 95 Millimeter Arbeitslänge
enthält: Optiksystemröhrchen (innen 1,2 , außen 1,4 mm),
Arbeitsröhrchen für Mini-Zange (innen 1,7, außen 1,9 mm) und zwei
Spülkanäle von 0,9 mm Durchmesser. Vergleich: Ein schlankes
Lendenwirbel-Endoskop hat rund 6,3 Millimeter Durchmesser.

ots Originaltext: Alpha Klinik

Zum Seitenanfang

Künstliche Halswirbelbandscheiben der nächsten Generation erfolgreich implantiert

Taunton, England (ots/PRNewswire) 03.04.2004 - Die Pearsalls Limited, ein in Grossbritannien niedergelassener Hersteller medizinischer Geräte, gab die ersten erfolgreichen Implantationen der neuartigen künstlichen
Halswirbelbandscheiben des Unternehmens an drei Patienten im Royal
Orthopaedic Hospital in Birmingham bekannt. Die Pearsalls Cervical
Disc oder NeoDisc(TM) besteht aus einem in eine Textilstruktur
eingebetteten Elastomerkern. Sie soll die biomechanischen
Eigenschaften natürlicher Bandscheiben möglichst eng nachvollziehen.

Die chirurgischen Eingriffe wurden von Dr. Andre Jackowski, einem
Miterfinder des Geräts, vorgenommen. Dr. Jackowski verlieh seiner
völligen Zufriedenheit mit dem bisherigen Verlauf der Implantate
Ausdruck. "Allen drei Patienten geht es nach der Implantation dieser
nächsten Generation künstlicher Bandscheibenimplantate extrem gut",
kommentierte er. "Die Vorrichtung verhielt sich während des
chirurgischen Eingriffs einer natürlichen Bandscheibe sehr ähnlich.
Dies stellte einen deutlichen Kontrast zu den mechanischen
Bandscheibenprothesen dar, die ich bisher eingesetzt habe. Die
Operationen waren unproblematisch und schnell und erforderten keine
komplexen oder anspruchsvollen Techniken."

Viele Fachleute erwarten, dass künstliche Bandscheiben in der
neueren Geschichte medizinischer Geräte die erfolgreichste
Produktkategorie werden könnten. Produkte der ersten Generation
sollen ab dem vierten Quartal 2004 zunächst in US-amerikanischen
Märkten kommerziell eingeführt werden.

"Die Erzielung dieses Meilensteins in der Entwicklung der
Pearsalls Cervical Disc stellt den Höhepunkt jahrelanger Forschung
dar, die in überlegener Technologie für Patienten und Chirurgen
resultierte", so Lawson Lyon, Geschäftsführer bei Pearsalls. "Wir
werden hier in Europa klinische Studien fortsetzen, während wir uns
auf die zentralen Studien in den USA vorbereiten."

Die Pearsalls Cervical Disc ist das erste einer Reihe von
Produkten auf Basis von Pearsalls Plattformtechnologie, die sich auf
hoch entwickelte Fasermatrizen stützt, die mit computergesteuerter
Stickung positioniert werden, um so die Entwicklung biologischen
Gewebes zu fördern. Künftige Produkte umfassen u. a. künstliche
Lendenwirbelbandscheiben und eine Familie an fusionsvermeidenden
Geräten, die auf Grundlage derselben Kerntechnologie entwickelt
werden.

Zum Seitenanfang

Gute Erfahrungen mit Bandscheibenprothese

18.08.2004 - Eine klinische Studie über Erfahrungen mit der cervikalen Bandscheibenprothese haben nun Magdeburger Neurochirurgen vorgelegt. Seit einigen Jahren wird bei Verschleiß der Bandscheiben untersucht, ob eingesetzte künstliche Bandscheiben zu besseren klinischen Ergebnissen führen als die allgemein bisher angewandte alleinige Entfernung von erkranktem Bandscheibengewebe und die Versteifung der betroffenen Bewegungssegmente.

Die Arbeitsgruppe von Dr. Boris Jöllenbeck und Professor Raimund Firsching aus der Klinik für Neurochirurgie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat im "Zentralblatt für Neurochirurgie" (Ausgabe 2004; 65: 123 - 127) eine aktuelle Studie über erste klinische Erfahrungen mit der cervikalen Bandscheibenprothese vorgelegt.

Außer einer Multicenterstudie, zu der mehrere Kliniken zum Teil mit sehr kleinen Fallzahlen beigetragen haben, gibt es bisher keine einzige klinische Studie weltweit über erste Langzeitergebnisse. Die Magdeburger Ärzte berichten über 50 Patienten, die über einen Zeitraum zwischen ein und vierzehn Monaten nach dem Einsatz einer künstlichen Bandscheibe für die Halswirbelsäule nachuntersucht werden konnten. An der Klinik für Neurochirurgie der Universität Magdeburg werden seit drei Jahren mit Erfolg Bandscheibenprothesen implantiert.

Die Studie bestätigt beachtliche Ergebnisse. So konnten 80 Prozent der Patienten innerhalb von drei Monaten wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Klinikdirektor Professor Firsching: "Bleibende Komplikationen wurden nicht beobachtet, Infektionen ebenfalls nicht. Die Operationstechnik hat kein höheres Risiko als die bisher übliche Versteifung der Bewegungssegmente." In einer Selbsteinschätzungsskala scheinen die Patienten sogar besonders schnell beschwerdefrei nach der Operation zu werden, da die Beweglichkeit der Halswirbelsäule erhalten bleibt. Die Methode erscheint besonders sinnvoll in der jüngeren Altersgruppe der unter 60-jährigen mit Bandscheibenvorfällen der Halswirbelsäule. Die Methode eignet sich nicht bei abnormer Beweglichkeit der betroffenen Bewegungssegmente und Osteoporose, Knochenschwund. Eine Gefährdung gegenüber der herkömmlichen Methode der Wirbelversteifung ist aus den bisherigen Langzeitbeobachtungen nicht erkennbar.

Quelle: Klinikum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Zum Seitenanfang

OTTO-VON-GUERICKE-UNIVERSITÄT MAGDEBURG Medizinische Fakultät

Neue Methode an der neurochirurgischen Uni-Klinik
Erstmals künstliche Bandscheibe bei Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule in Magdeburg eingesetzt

Erstmals wurde am 14. Mai 2002 in Magdeburg in der Klinik für Neurochirurgie der Otto-von-Guericke-Universität eine künstliche Bandscheibe implantiert. Bereits kurze Zeit nach dem Eingriff war der Patient völlig beschwerdefrei. Bislang wird dieses Verfahren in Deutschland erst an wenigen ausgewählten Zentren angewendet. Erste Erfahrungen mit der neuartigen Methode sind sehr ermutigend.

Der plötzliche Schmerz im Nacken, häufig verbunden mit Ausstrahlung in eine Schulter und einen Arm ist ein Erlebnis, das viele Menschen haben. Gelegentlich ist die Ursache hierfür ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule, der in jedem Lebensalter, besonders nach dem 30. Lebensjahr auftreten kann. Wenn sich die Schmerzen nicht zurückbilden, wird eine Untersuchung durch den Arzt erforderlich, eine Abklärung kann durch ein Kernspintomogramm der Halswirbelsäule erreicht werden. Liegt ein Bandscheibenvorfall vor, so wird bisher weltweit bei hinreichenden Krankheitszeichen die operative Entfernung empfohlen. Dabei wird die Bandscheibe an der Halswirbelsäule ganz ausgeräumt und die beiden benachbarten Wirbel werden fest miteinander verblockt, entweder durch Knochenzement oder durch andere Materialien, die in den Zwischenwirbelraum eingefügt werden, gegebenenfalls wird eine Versteifung auch mittels einer Platte und Schrauben an der Halswirbelsäule erzielt.

In allen Fällen geht ein Teil der Beweglichkeit der Halswirbelsäule verloren. Dies bedeutet jedoch, dass bei der nach der Operation weiterhin in der Regel nicht wesentlich eingeschränkten Bewegung des Kopfes eine Mehrbelastung der benachbarten Segmente der verblockten Wirbel mechanisch notwendig wird. Eine Folge ist, dass nach einigen Jahren auch die benachbarten Wirbel besonders durch Abnutzungserscheinungen betroffen sind und erneute Bandscheibenoperationen in der darüber und darunterliegenden Segmenthöhe erforderlich werden. So können operative Verblockungen in mehreren Höhen sich als notwendig erweisen.

Es ist nun überlegt worden, ob sich die mechanischen Eigenschaften einer Bandscheibe durch ein Implantat nachahmen lassen. Erfahrungen mit Implantaten, z.B. an den Zähnen und den Gelenken haben gezeigt, dass das Material Titan sich besonders gut mit Knochen verbindet. Bestimmte Kunststoffmaterialien erlauben Funktionen, die auch mehrere Millionen Bewegungen praktisch ohne Abnutzung überstehen.

Es ist nun gelungen, ein Implantat für die Zwischenwirbelräume der Halswirbelsäule aus Titan und Kunststoff herzustellen, die in speziellen Größen angeboten, sich in jeden Zwischenwirbelraum einbringen lassen.

In Magdeburg ist erstmalig am 14. Mai 2002 eine solche Bandscheibenersatzoperation in der neurochirurgischen Universitätsklinik Magdeburg (Direktor: Prof. Dr. med. Raimund Firsching) durchgeführt worden. Die Aufnahmen vor der Operation zeigten einen deutlichen Bandscheibenvorfall auf der rechten Seite, der Patient klagte über unerträgliche Schmerzen mit Ausstrahlung vom Nacken in die rechte Schulter bis über den rechten Ober- und Unterarm in die rechte Hand. Die Schmerzen führten zur Arbeitsunfähigkeit. Nach Entfernen des Bandscheibenvorfalls und Einfügen der künstlichen Bandscheibe kam es zur raschen Besserung, die Schmerzen haben sich auf der rechten Seite vollständig zurückgebildet, nachdem die Bandscheibe ausgeräumt war. Die Funktionsaufnahmen der Halswirbelsäule beim „Kopfvornüberbeugen“ und „In den Nacken legen“ zeigen die gute Beweglichkeit der künstlichen Bandscheibe.

Seit der ersten OP wurden in den vergangenen Tagen bereits zwei weitere Eingriffe in der Klinik für Neurochirurgie der Uni Magdeburg durchgeführt, darunter auch bei einer 33-jährigen Kinderkrankenschwester, die als Rechtshänderin mit einer Lähmung im linken Arm ihre kleinen Patienten nicht mehr links halten konnte. Aufgrund der starken Schmerzen war die junge Frau seit längerem arbeitsunfähig. Nach der Operation wird sie nun ihren Beruf wieder ausüben können.

In Deutschland gibt es noch nicht einmal einhundert implantierte künstliche Bandscheiben. An einigen Zentren, wie an der neurochirurgischen Universitätsklinik Magdeburg, wird an diesem Projekt gearbeitet. Man wird in einigen Jahren sehen, ob diese künstlichen Bandscheiben eher bei jüngeren Patienten oder auch bei älteren Patienten eingepflanzt werden sollten.

Weitere Auskünfte erteilt gern:
Prof. Dr. med. Raimund Firsching, Direktor der Klinik für Neurochirurgie der Otto-von Guericke-Universität Magdeburg, Tel. 0391-6 71 55 34, Internet:
http://www.med.uni-magdeburg.de/fme/zchi/knch/

Pressestelle des Universitätsklinikums, Leipziger Straße 44, D-39120 Magdeburg Tel.: 0391)-6 71 51 62, 6 71 57 50, Fax: 0391-6 71 51 59
e-mail: kornelia.suske@medizin.uni-magdeburg.de,
Internet: http://www.med.uni-magdeburg.de/

Zum Seitenanfang


home / news / handicap a-z / shop / sport / über uns / gaestebuch /
jobboerse / recht / technik / glossar / reisen /sexualität
/
mobilität / terminkalender / archiv / impressum / linkliste



Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesen Themen? Dann wenden Sie sich an uns:
Fragen und Anmerkungen für den Webmaster:
redaktion@online-und-service.de
© 2002 - 2005 by o&s online & service GmbH


 

 
Zu BandscheibenschadenBehinderten-BegleithundZu BlindheitZu Blutdruck