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Die Inhaltsübersicht

-
Stricker - Hand - Bikes
- Herzschrittmacher-Kontrolle
aus der Ferne
- Die menschliche Hand

Stricker - Hand - Bikes

Bilder-Stricker-Handbikes


Stricker Hand-Bikes

bieten hervorragende Qualität und durchdachte Lösungen,
die an die individuellen Wünsche der Kunden angepaßt werden

Unsere Modelle in der Übersicht:
     
Hand-Bikes    
     
City 7 das Allround - Bike    mit 20 Zoll Antriebsrad und Zahnriemen  
Ultra 24 plus mit Kettenschaltung    20 Zoll Rad   
Ultra Sport Sportversion mit 24 Zoll oder 26 Zoll Rad auch mit Scheibenbremse  
City Kid II das Bike für die Kleinen mit 16 Zoll Rad  
     
Zugmaschinen mit Motor    
     
electro Drive mit Radnaben - Motor      
electro Drive Smart elektro-Antrieb mit Hilfskurbeln  
  Zum Shop  
 
City 7
Handbikes-City7
 

Das Allround - Bike mit wartungsfreiem Zahnriemen und 7 Gang Shimano Nabenschaltung.
Für das problemlose Biken zum Einkaufen, zur Schule, zur Arbeit im Urlaub.
Äußerst wartungsfrei für den Freizeitradler der sich nicht ständig um Schaltung und Kette kümmern will.
Einstellbar auf fast alle Rollstühle mit integrierten Fußrasten
Für Rollstühle mit abnehmbaren Fußrasten gibt es spezielle Adapter.

auch mit automatischem
RÜCKWÄRTSGANG !
 
     
Technische Daten
 
Ausstattung
     
  • 20 # Laufrad
  • Alu - Hohlkammerfelge
  • 7 Gang Shimano Schaltung
  • Zahnriemen
  • Anbaurahmen in Breite, Neigung und Länge verstellbar
  • Gewicht ab 11,5 kg (je nach Ausstattung)    

serienmäßig:

Automatikeinraster, Rücktrittbremse und zusätzliche V-Brake Feststellbremse.Front - und Rücklicht, Klingel, Computer horizontale Handgriffe,

Sonderausstattung
:
Ergogriffe, Schaltung an den Handgriffen, Mountain-Drive, Anbauständer, Gepäckträger, Rückwärtsgang, auch mit Rohloff 14 Gang Nabe lieferbar.

    Hier können Sie das City 7 bestellen!
City 7 Jugendausttattung


Kurze 3-fach verstellbare
Kurbeln wie bei City-Kid (Standardmaß: 170 mm)
Jugendmaß:
102,5 mm
125 mm
und 147,5 mm




 
Um 3 cm kürzere Seitenarme,
um das Bike näher an den Rollstuhl zu bringen


Um 8 cm kürzeres
Steuerrohr
(anstatt 92 cm
Achsabstand
84 cm
Achsabstand


    Hier können Sie das City 7 mit Jugendausstattung bestellen!
City 7 Tetraausstattung

Kinnschaltung
 

Tetraspezialgriffe steglos

Tetra-Sternschraube


 
 
automatischer Rückwärtsgang mit integrierter Rücktrittbremse
  Hier können Sie das City 7 mit Tetraausstattung bestellen!
 
 Ultra 24plus          jetzt mit 2 x 24 Gängen
     
  Das Bike für den sportlichen Allrounder der ein kompaktes Antriebsrad schätzt.



Mit der neuen SRAM Dual Drive Nabe 3 x 8 Naben/Kettenschaltung. Ergibt 24 Gänge die wahlweise über ein große(38 Z.) und kleines(19) Kettenblatt angetrieben werden.
 
     
  Durch das Spezialrücktrittsystem
(als Sonderausstattung) kann auch beim Ultra 24 über das Rückwärtsdrücken der Kurbeln das Bike abgebremst werden
Zum Rückwärtsfahren kann die Bremse ausgeschaltet werden.
Beim Vorwärtskurbeln schaltet sich der Rücktritt automatisch wieder ein !
     
  Zwei Kettenschutzröhrchen aus Teflon verhindern das Verschmutzen durch die Kette.
     
Technische Daten
 
Ausstattung
     
  • 20 # Laufrad
  • Alu - Hohlkammerfelge
  • SRAM Dual Drive - Nabe 3 x 8 Gänge
  • 2 Kettenblätter 19/38 Z.
  • insgesamt 48 Gänge
  • Anbaurahmen in Breite, Neigung und Länge verstellbar
  • Gewicht ab 11,5 kg (je nach Ausstattung)
  serienmäßig:

Automatikeinraster, Ergobügelgriffe steglos, Drehgriffschaltung  auf beiden Seiten, V-Bremse am Ergogriff, 2. Bremsgriff am Rahmen, Anbauständer

Sonderausstattung:
Rücktritt mit Automtikeinschalter

Tetraausrüstung mit Rücktrittbremse, Kinnschaltung 7 Gang, Schalthebel für 3-Gang und Hebel für Umwerfer.
Tetra Sternhebel
     
  Hier können Sie das Ultra 24plus bestellen!
 
Ultra Sport  26# oder 24#   jetzt mit 2 x 24 Gängen
     

Für den sportlich ambitionierten Biker gibt es jetzt wieder von uns ein Hand-Bike mit großem 26 Zoll Antriebsrad !
Dadurch ist das Bike auch renntauglich.
Es kann mit unterschiedlich breiten Kurbeln ausgerüstet werden. Dadurch ist eine auch eine tiefe Kurbelposition möglich. Trotzdem bleibt der große Lenkeinschlag erhalten.
Der kleinste Gang ist sehr stark untersetzt: 0,75 m pro Kurbelumdrehung deshalb sind auch Steigungen kein Problem.

 
     
  • hervorragender Geradeauslauf
  • niedriger Abrollwidersctand
  • universell einstellbarer Rahmen
  • keine störende Teile verbleiben am Rollstuhl
  • stufenlose Höhenverstellung der Kurbeln
  • dadurch breite oder schmale Kurbeln wählbar!
  • großer Übersetzungsbereich von 912 % !
 
     
Kurbelbreite :
7,5 cm oder 13 cm


Kurbelhöhe: 78 - 89cm
stufenlos einstellbar.
 
     
  SCHEIBENBREMSEN

ab sofort gibt es das Ultra Sport gegen Aufpreis mit Scheibenbremse:
diese können auch nachgerüstet werden!
  • Standard Scheibenbremse mit Bowdenzug
  • Hydraulische Sachs Scheibenbremse (solange Vorrat reicht)
     
Technische Daten
 
Ausstattung
     

  • 26 # Laufrad mit schmaler 26x1 Decke
  • Alu - Hohlkammerfelge
  • SRAM Dual Drive - Nabe 3 x 8 Gänge
  • Schaltwerk, Nabenschaltung mit Drehgriffschaltung
  • 2 fach Kettenblatt 19/38 Zähne
  • Anbaurahmen in Breite, Neigung und Länge verstellbar        
  serienmäßig:

Automatikeinraster, V-Brake am Ergo-Griff
2.Bremshebel am Rahmen
Griffschaltung auf beiden Seiten,  Bullhornkurbeln
Front - und Rücklicht, Klingel, Computer, Anbauständer


Auch als Tetraausführung lieferbar ! siehe Ultra 24 pro

  Tiefe Kurbelposition
Steuerrohr l = 78 cm
Bullhornkurbel l = 13 cm

Hohe Kurbelposition
Steuerrohr l = 89 cm
Bullhornkurbel l = 7,5 cm

Sonderausstattung:
Scheibenbremse

   
  Hier können Sie das Ultra Sport bestellen!
 
City Kid II
     
  Für Kinder bis zu einer Körpergröße von ca. 130cm
  • kurze 3 fach
    verstellbare Kurbeln
  • Aluminium/Chromo Rahmen
  • Kette komplett geschützt
  • stufenlose Höhenverstellung
    der Kurbeln
  • unterschiedliche Primärübersetzung
    wählbar
  • auch mit Zahnriemen erhältlich
 
  City_Kid1 zusätzliche
leichtgängige
V-Bremse
     
   
Kid3-150pix   Kettenblatt vollständig durch Kunststoffscheiben geschützt.
Kettenröhrchen zum Schutz
gegen Schmutz
     
Technische Daten
 
Ausstattung
     
  • 16 # Antriebsrad
    mit Alufelge
  • 3 Gang SRAM Spectro Schaltung
    oder 7 Gang(Sonderausstattung) Shimanoschaltung
  • Anbaurahmen in Breite, Neigung und Länge verstellbar          
 

 

serienmäßig:

Rücktritt und 2. Bremse
Front - und Rücklicht, Klingel, Computer


Sonderausstattung:

Rückwärtsgang

     
  Hier können Sie das City Kid II bestellen!
 
electro Drive                      
     


Das neue Zuggerät electroDrive erschließt bisher ungekannte neue Möglichkeiten der Fortbewegung im Rollstuhl. Endlich können auch weitere Wege ohne Auto zurückgelegt werden.








Drehgas

Wig-Wag
Ausrüstung
für Tetraplegiker


Akkus
abgenommen
     
Gerade auf unebenen Wegen oder am Berg erweist sich das electro Drive als unverzichtbare Zughilfe.

Es entlastet den sonst mitschiebenden Begleiter und ermöglicht unabhängige Touren auch ohne Begleitperson.

Das electroDrive wird in Sekunden an den Stuhl angeklemmt. Die kleinen Räder sind vom Boden abgehoben; unebenes Gelände ist so kein Problem mehr. Es können Steigungen bis 15% bewältigt werden. Mit unserer gefederten Radstandverlängerung (GRV) sind noch größere Steigungen machbar.

Die intelligente Steuerung bremst bei Bergabfahrten und speist dabei Energie in die Akkus zurück. Die V-Brake gibt zusätzliche Sicherheit und dient als Feststellbremse. Der Feststeller des Bremshebel kann auch leicht von Tetras bedient werden. Nach Abnahme der Akkus kann das Drive ohne Rampe mühelos im Auto verstaut werden.

     
     
Technische Daten
 
Ausstattung
     
  • Fahrgewicht 28 kg
  • Transportgewicht 14 kg
  • Geschwindigkeit 6 km/h
  • Wendekreis 1,2 m
  • Antrieb 24V  Radnabenmotor
  • Leistung 250 W dauer
  • Akkus 2 x 12V/17Ah
  Gepäckträger, abnehmbarer Anbauständer Fahrradcomputer, Automatikraster, V-Brake, elektronisches Ladegerät

Sonderzubehör: Ladekabel fürs Auto (Aufladen während der Fahrt z.B. im Urlaub)

Einkaufskorb
     
  Hier können Sie das electro drive bestellen!
 
electro DriveSmart
     
  Elektrische Zughilfe
mit Hilfskurbeln Geschwindigkeit
bis 16 km/h (entspricht den gesetzlichen Bestimmungen), der Tretsensor schaltet den Motor bei Beginn des Kurbelns ein und stoppt sofort beim Beenden der Drehbewegung.
Ein Vorwahlhebel legt fest, wieviel Kraft
der Motor dazu spendieren soll. Damit sind auch sehr steile Berge zu bewältigen. Aber auch im Flachland ist dieses Gerät für ausgedehnte Fahrten von über 20 km ein neues Lebensgefühl. Besonders für Menschen mit eingeschränkter Armkraft, wird hier endlich die Möglichkeit des Trainings und der leichten Fortbewegung auf
unnachahmliche Weise kombiniert. Sie können natürlich auch ohne Motorkraft fahren und dann sogar die Akku's zu Hause lassen
     

Cockpit:
  
Ein/Aus Schalter
  
Einstellpoti für
die Motorleistung
  
Schaltungshebel

Die Antriebsakkus sind zum Transport oder
zum Laden leicht abnehmbar.
     
Technische Daten
   
     

Mechanik:
Bike mit 7 fach Kettenschaltung und Berguntersetzung (14 Gänge) Anbau ständer, Tetraspezialgriffe, Rücktritt oder Griffbremse und zusätzliche Feststellbremse Kinnschaltung oder Griffschaltung

  Elektronik: Nabenscheibenläufermotor mit Freilauf, tretsensorgesteuerte Elektronik, Akku's 24 V 12 Ah Bleigel (kein Memoryeffekt) abnehmbar, elektronisches Ladegerät








     
  Hier können Sie das electro drive smart bestellen!
+++ Kontakt +++


o&s online & service GmbH
Ulmer Str. 160
D-86156 Augsburg

Telefon: 0821 252797-0
Telefax: 0821 252797-1
Telefonhotline: 0821 5428321
E-Mail: redaktion@online-und-service.de





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Herzschrittmacher-Kontrolle aus der Ferne

Eine neue Technik gibt Patienten mit Herzschrittmacher oder implantiertem Defibrillator ein sicheres Gefühl: Mit dem „Home Monitoring Service“ ist der Arzt jederzeit über die Herzsituation informiert, ohne dass der Patient ihn aufsuchen muss.

Die implantierten Geräte sind mit einer Antenne ausgestattet, die über ein Sendergerät Daten an ein Handy schickt. Von dort gelangen sie an das „Biotronik Service Center“ des Geräte-Herstellers, wo sie bearbeitet per Fax oder Internet an den Arzt weitergeleitet werden. So ist der Herzspezialist laufend informiert und hat jederzeit die Möglichkeit, therapeutisch einzugreifen.

Der Sender des Systems, der „Cardio Messenger“, ist leicht und sicher zu bedienen. Der Patient kann den etwa 220 g schweren „Cardio Messenger“ ständig bei sich tragen. Nachts kann der Sender neben dem Bett aufgestellt werden. Selbst bei Aufenthalten im Ausland oder auf Reisen kann der Arzt die Herzsituation des Patienten überwachen.

Bewährt hat sich das Verfahren in klinischen Studien bislang bei 1500 Herzkranken. Der Datentransfer funktioniert schnell - meistens innerhalb von wenigen Minuten - und zuverlässig. Fast 90 % der Studienteilnehmer fühlen sich durch das System sicherer, da der Arzt bei schwerwiegenden Herzereignissen schnell informiert ist und notwendige Schritte einleiten kann. Zudem ist der Mediziner durch die kontinuierliche Datenübermittlung in der Lage, sich ein umfassendes Bild über die Herzsituation seines Patienten zu machen. So kann die Behandlung weiter optimiert werden.

Herzschrittmacher oder implantierte Defibrillatoren werden z.B. bei ausgeprägten Herzrhythmusstörungen sowie bei schwerer Herzschwäche eingesetzt. (BSMO)

Quelle: Biotronik Pressekonferenz
www.lifeline.de

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Die menschliche Hand:

Werkzeug und Schlüssel zur Welt
Zur Therapie von Handerkrankungen und -verletzunge
n

  Mehr als jedes andere Körperteil kennzeichnet den Menschen seine Hand. Sie war es, die seine Vorreiterstellung unter den Tieren und schließlich auch den Primaten begründete. Die "Herrentiere" ("Primates") nämlich charakterisiert, dass sie die Daumen bzw. Großzehen den übrigen Fingern oder Zehen gegenüberstellen können. Der Mensch brachte es hierin, im Zusammenhang mit dem aufrechten Gang, zu einer - evolutionär gesehen - unnachahmlichen Perfektion. Durch die mit der Zweibeinigkeit verbundene Umgestaltung der Wirbelsäule, des Beckens und der Beine nämlich verloren die Füße ihre Greiffunktion; dafür vollzog sich die Entwicklung der Hand zu einem hoch differenzierten Greifwerkzeug. Als er es erstmals verstand, seine beiden Hände als herstellende Werkzeuge einzusetzen, war endgültig der qualitative Sprung des Menschen aus dem Tierreich vollführt und die gesamte technische und kulturelle Entwicklung der Menschheit vorgezeichnet. Mit Dürer spätestens wurden sie zum Gegenstand künstlerischer Erhebung und Zeichen der "Gottesebenbildlichkeit" des Menschen. Bezeichnenderweise haben die Figuren im Comic und Cartoon, auch diejenigen, die besonders menschenähnlich sind bzw. Menschen darstellen sollen, in der Regel nur vier Finger, wovon einer daumenähnliche Beweglichkeit aufweist. Vordergründig steht dahinter die Konvention der Zeichner: Fünf Finger - zumal in Bewegung - sind für den Cartoonisten ziemlich schwierig zu realisieren. Die tiefere Bedeutung: Bei Walt Disney & Co. geht es ja gerade nicht um das Unterscheidende zwischen Tier- und Menschenwelt. Nicht nur die drolligen Gesichter und Körperformen, vor allem die zeichnerische Amputation des fünften Fingers bedeutet letztlich eine Beschneidung der menschlichen Dignität - sonst könnten wir womöglich gar nicht über bestimmte Dinge, die diesen Figuren widerfahren, lachen.

  Man ist versucht, sogar zu sagen, dass die Entwicklung der Hand die den Menschen in ihren sozialen und kulturellen Dimensionen kennzeichnende Sprache mit ermöglicht hat - nicht nur wenn er mit Händen (und Füßen) spricht. Da die Schnauze - bei den meisten Tieren wichtigstes Greiforgan - ihre Funktion eingebüßt hatte, der Mensch nun die Hände zum Greifen und Halten von Essen etwa einsetzte, kam es, unterstützt durch die Gehirnentwicklung und Schädelwölbung und damit verbundene Ausprägung des charakteristischen menschlichen Gesichts, zu ihrer Rückbildung und dann zur Kinn- und Mundbildung, denen die Sprachentfaltung folgte. Also alles "aus einer Hand". - Apropos: In schier unübersehbar vielen Deutschen Sprichwörtern und Redensarten spielt die Hand eine zentrale Rolle. Alles, was der Mensch tut, alle seine Handlungen und Werke, gehen schließlich wortgeschichtlich auf die Hand zurück. Von alters her bedeutet "handeln" etwas "mit den Händen fassen, berühren, bearbeiten". Im Mittelhochdeutschen kam dies in Bedeutung des "Handwerks", damals auch Kunstwerke umfassend, zum Tragen und seit dem 16.Jahrhundert wird "handeln" auch in kaufmännischer Bedeutung verwendet, im Sinne von "Handel treiben" und "Geschäfte machen". Wenn es ums Liebesleben geht, ist eine Redensart schnell bei der Hand: Nachdem man Händchengehalten hat und einer, indem er verspricht, einen auf Händen zu tragen, um jemandes Hand anhält, reicht man die Hand fürs Leben, um schließlich in festen Händen zu sein. Ziemlich handfest ist die ganze Angelegenheit. Schon seit frühester Zeit gilt die Hand als Symbol der Gewalt über etwas, des Besitzes ("alle Fäden in der Hand haben", "jemand in der Hand haben"), aber auch des Schutzes ("in guten Händen sein"). Daraus erklären sich auch die vielen Ableitungen des Grundwortes und deren Bedeutung, wie z.B. "vor-handen" sein, "ab-handen" kommen, etwas aushändigen usf.
Doch genug der "Wortklauberei". Eines liegt auf der Hand: Wird der Mensch an einer seiner zentralsten Körperpartien verletzt, so ist er damit auch an einer seiner empfindlichsten Stellen getroffen, und zwar auch im übertragenen Sinne. Wem die Hände gebunden sind, der hat nun einmal nicht mehr freie Hand, zu tun oder zu lassen, was er möchte...
Das Gebilde Hand: Hoch kompliziert und "ach so verletzlich"

   Das Fatale daran: Durch die exponierte Stellung und den ständigen Gebrauch kommen Verletzungen an den Händen besonders leicht vor. Zudem stehen Handverletzungen mit 40% an oberster Stelle aller berufsgenossenschaftlich versicherten, unfallbedingten Körperschäden; noch gar nicht bedacht die vielen Schädigungen und Beeinträchtigungen, unter denen Betroffene von Geburt an zu leiden haben, oder solche, die - anlagebedingt bzw. -begünstigt - im Laufe eines Lebens, durch den Verschleiß etwa, auftreten können. Es liegt nicht zuletzt an der Vielzahl der anatomischen Strukturen der Hand und ihrer komplexen Vernetzung, dass der "Operationsatlas Handchirurgie" auf nahezu 600 Seiten in komprimierter Form Operationstechniken für die unterschiedlich möglichen Verletzungen und Erkrankungen der Hand differenzierend entfaltet.

   Die Hand, als unterstes Teil der oberen Gliedmaßen durch das Handgelenk mit dem Unterarm verbunden, besteht selbst aus drei unterscheidbaren Grundelementen: dem Handrücken, dem Handteller und den Fingern. Sieben Handwurzelknochen machen das knöcherne Grundgerüst der Hand aus. Sie sind durch feste Bänder zu einer Einheit verbunden. Es folgen die Mittelhandknochen und die einzelnen Knochen der Fingerglieder mit ihren Gelenken. Man spricht hierbei von den fünf Strahlen, wobei der Daumen einer jeden Hand jeweils den ersten Strahl bildet. Dieser differenzierte Knochenaufbau mit seinen jeweiligen Gelenken und eine Vielzahl von Muskeln machen die große Beweglichkeit der Hand und damit die Wahrnehmung ihrer vielfältigen Aufgaben möglich. Dabei kommt - wie gesagt - dem Spitzgriff, der Fähigkeit, den Daumen den anderen Fingern gegenüberzustellen, eine zentrale Rolle zu. Die vielen Muskeln welche die Hand insgesamt bewegen, befinden sich am Unterarm, wobei die Beugemuskeln und ihre Sehnen durch den Handteller, die Streckmuskeln und -sehnen über den Handrücken verlaufen. Zum Schutz und zur besseren Funktion verlaufen die Sehnen in sog. Sehnenscheiden Sie halten zusammen mit den Bändern die Knochen und Muskeln in ihrer Lage und sorgen derart für die Stabilität des Gebildes. Daumen und kleiner Finger besitzen noch spezielle Muskeln im Handteller, welche die Beweglichkeit weiter erhöhen. Die gesunde Hand weist in der Regel eine sehr gute Blutversorgung auf; dafür sorgen spezielle Blutadern - die bekannteste von ihnen: die Pulsader, die sich unterhalb des Daumensattels bzw. Handgelenk ertasten lässt. Hoch empfindliche Nervenendigungen in der Haut der Hand ermöglichen u.a. den Tastsinn, die Temperaturempfindung und das Schmerzgefühl. Zum Teil sind diese mit speziellen Gehirnregionen direktgeschaltet, was Präzision und Geschicklichkeit gewährleistet - undenkbar sonst das Klavierspiel eines Virtuosen...

   Eine ganze Zunft und "Wissenschaft" gründet auf ihnen: den Handlinien in der Hohlhand bzw. im Handteller. Sie entstehen durch feste Verwachsungen der Haut mit der Unterlage - einmal von ihrer spirituellen Bedeutung abgesehen. Die feinen Linien auf den Fingerkuppen sind bei jedem Menschen individuell ausgeprägt und erlauben bekanntlich durch Abdruck seine Identifizierung. Auch in anderer Hinsicht sind die Hände unsere persönlichste Visitenkarte. So manche Frau achtet bei Männern in erster Linie auf Formschönheit und Gepflegtheit der Hände - behaupten sie jedenfalls... Ob nun zum Streicheln, Kosen und Massieren oder zum höflichen Shake-hands eingesetzt, die soziale Komponente der Hand und damit das Erscheinungsbild und Anfühlgefühl für andere ist nicht zu vernachlässigen. Krankhaft vermehrte Schweißdrüsen, die sich von Natur gehäuft im Handteller befinden, können übrigens heutzutage sogar schon operativ entfernt bzw. zum "Versiegen" gebracht werden.
Die Handchirurgie: Alle Hände voll zu tun

   Während viele oberflächliche Wunden an der Hand auf Grund der guten Blutversorgung in der Regel rasch abheilen, gibt es schwere Schäden, die chirurgisch versorgt werden müssen. Dass die Handchirurgie manchmal wahre Wunder vollbringen muss, um die Funktionstüchtigkeit der Hand wiederherzustellen, lässt sich leicht denken angesichts des Wunderwerks Hand. Bei angeborenen Handfehlbildungen oder auch unfallbedingten Handdeformitäten etwa ist es heute nicht unüblich, Zehen an die Stelle des Daumen zu transplantieren, um die Greiffunktion wieder herzustellen. Vor einiger Zeit lieferte der spektakuläre Fall der weltweit ersten (von einem Toten) vollständig transplantierten Hand den Medien Stoff und löste gleichermaßen medizinische wie ethische Diskussionen aus...
Die Handchirurgie insgesamt hat es nicht nur zu tun mit unterschiedlichen Frakturen und Luxationen (Ausrenkungen); außer an Knochen, Gelenken und Kapsel-Band-Apparat sind ja auch zahlreiche Verletzungen an den Sehnen, an der Haut und an den Weichteilen möglich. Letztere umfassen etwa unterschiedliche Formen von Hauttransplantationen, aber auch die Versorgung von nicht zu unterschätzenden Verletzungen des Fingernagels und Nagelbetts. Hinzu kommt die Vielzahl rheumatischer und degenerativer Veränderungen, Sehnenscheidenstenosen, Knochennekrosen, Instabilitäten, Handgelenkganglien und die sog. Dupuytrensche Kontraktur. Ein zentrales Gebiet der Handchirurgie ist auch die operative Behandlung von den relativ weit verbreiteten, schmerzhaften Nervenkompressionssyndromen, insbesondere des sog. Karpaltunnelsyndroms. Zudem fallen mikrochirurgische Eingriffe an Nerven und Gefäßen sowie sog. motorische Ersatzoperationen in ihre Zuständigkeit - geradezu "raffinierte" Eingriffe, bei welchen durch entsprechende Sehnenverlagerungen fehlende Bewegungsmöglichkeiten der Hand kompensiert, d.h. sozusagen auf Umwegen verbessert oder sogar wiederhergestellt werden.
Doch all dies ist im wahrsten Sinne kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Denn trotz ausgeklügelter moderner OP-Techniken und scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten gelingt es nach Expertenmeinung nicht immer, die Funktion der Hand vollständig wiederherzustellen. Etwa ein Drittel aller Handverletzungen führen zu bleibenden Schäden. Ein zentraler Grund: die mangelhafte Nachbehandlung und damit verbundene Inaktivitätsschäden, die bereits nach kürzester Zeit auftreten können. Deshalb plädieren Fachleute für eine frühzeitige, engmaschige, möglichst stationäre Rehabilitation handverletzter Patienten, wobei chirurgische Versorgung und Nachbehandlung Hand in Hand arbeiten sollten. Die Rehabilitation sollte dabei auch potenziell psychische Aspekte mit umfassen, denn schließlich bedeuten ästhetische und funktionelle Versehrtheit gerade an den Händen mehr als nur eine Traumatisierung im rein körperlichen Sinn.
Prof. Dr. med. K. M. Peters, Chefarzt der Orthopädie
Zur Rehabilitation bei operativ versorgten Verletzungen der Hand

   Nach erfolgter operativer Versorgung bedürfen Handverletzungen in der Regel einer intensiven Nachbehandlung. Zur Sicherstellung einer intensiven, zeitgerechten und dem Heilverlauf entsprechenden Nachbehandlung empfiehlt sich bei Patienten mit komplexen Handverletzungen nach erfolgreicher operativer Behandlung eine stationäre Rehabilitation.
Zu komplexen Handverletzungen oder Kombinationsverletzungen der Hand führen ernste, in der Regel offene Traumata der Hand, die mit einer Beeinträchtigung von mindestens zwei funktionell bedeutsamen Strukturen der Hand einhergehen. Einer möglichst frühzeitigen Mobilisation kommt eine entscheidende Bedeutung zu, da bereits nach einer Woche eine vom Patienten nicht gebrauchte Hand deutliche Inaktivitätsschäden aufweist.

   In der Rhein-Sieg-Klinik Nürnbrecht werden alle Patienten mit komplexen Handverletzungen nach erfolgter operativer Behandlung einem Therapieregiem unterzogen, das folgende Komponenten umfasst:

- Einzelgymnastik (täglich 2 x 20 min.)
- Ergotherapie (täglich als Einzeltherapie)
- Manuelle Lymphdrainagen mit anschließenden Kompressionsverbänden (3 bis 5 x pro Woche)
- Ultraschallbehandlungen (täglich)
- Ansteigende Armbäder (täglich)
- Handbäder (1 bis 2 x täglich, zum Teil mit Zusätzen)

   Ergänzend können eine dynamische oder statische Schienenbehandlung, Narbenmassage, klassische detonisierende Massagen in Kombination mit Wärmeanwendungen bei erhöhtem Muskeltonus im Schultergürtel, Muskelaufbautraining mit und ohne Geräte für die Schulter-, Arm- und Handmuskulatur, Schmerztherapie zur Unterstützung der bewegungserweiternden Therapie mittels TENS und Kryotherapie, Entspannungstraining als autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen sowie eine Gesprächstherapie zur Traumaverarbeitung und Schmerztherapie erforderlich sein.
Die Rehabilitation handverletzter Patienten ist sehr aufwendig. Handverletzungen haben eine große sozioökonomische Bedeutung, da sie an erster Stelle aller berufsgenossenschaftlich versicherten unfallbedingten Körperschäden stehen. Trotz des Einsetzens moderner Operationstechniken gelingt es bei der Behandlung von Handverletzungen nicht immer, die komplexen Funktionen der Hand wieder vollständig herzustellen, so dass ein Drittel aller Handverletzungen zu bleibenden entschädigungspflichtigen Schäden führen.


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