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Die Inhaltsübersicht

- Blindenschriftdrucker:
Günstige Ink-Jet-Technologie löst Prägeverfahren ab
Marktchancen bei Beschriftung von Verpackungen
-
Backofen mit Lift – Braten in Augenhöhe
-
Innovation für Beinamputierte! Clever Bone® bringt Power in den Alltag
-
Gedanken steuern Computer Hilfe für Gelähmte und Schlaganfallpatienten durch Braim-Computer-Interfaces (BCI)
-
Deutsche Physiker entwickeln Brille für Farbenblinde
Computergesteuerter Sehtest bestimmt Farbfehlsichtigkeit

-
Die kleinsten Displays der Welt - für blinde Computerbenutzer
-
Satellitennavigationsgerät für blinde Menschen

- Software für Behinderte


Blindenschriftdrucker: Günstige Ink-Jet-Technologie löst Prägeverfahren ab
Marktchancen bei Beschriftung von Verpackungen

Bern - 11.05.2006 - Studenten der Berner Fachhochschule http://www.bfh.ch haben einen Blindenschrift-Drucker entwickelt, der mit Ink-Jet-Technologie arbeitet. Der neue Drucker ermöglicht es, die Braille-Schrift mit schnell trocknender Tinte auf jedem Untergrund zu drucken. Sogar auf Normalpapier funktioniert die Methode, bei der 0,3 Millimeter hohe Punkte aufgetragen werden. Laut Entwickler waren die ersten Tests mit 30 Blinden äußerst erfolgreich. Deren Bewertung lobte die Technik: Sie sei gut lesbar und die Punkte würden gut erhalten bleiben. Das Studentenprojekt wurde kürzlich mit dem Burgdorfer Innovationspreis http://www.burgdorfer-innopreis.ch ausgezeichnet.

Bisher am Markt erhältliche Braille-Drucker verwenden im Gegensatz zum Ink-Jet-Ansatz die Prägetechnik. Diese sind vor allem sehr teuer und benötigen spezielles Papier, damit die Schrift durch Stapeln und oftmaliges Lesen nicht zerstört wird. Der neue Drucker kann Papiere, Medikamentenschachteln und sonstige Verpackungen bedrucken. In mehreren internationalen Forschungsprojekten wurden bereits alternative Verfahren entwickelt. Diese sind jedoch alle entweder zu teuer oder in ihrer Druckgeschwindigkeit zu langsam und daher für einen Blindenschriftdrucker ungeeignet, erklären die Entwickler.

Über drei Jahre lang haben die Studenten an dem Blindenschrift-Drucker, bei dem es sich um einen umgebauten Business-Drucker handelt, gearbeitet. Die größten Probleme hat dabei Entwicklung des Verfahrens für den Blindenschrift-Druckkopf bereitet. Insbesondere die saubere Abstimmung zwischen Tinte und Druckkopf kostete viel Zeit, erklärt Fritz Bircher, der betreuende Professor des Projekts. Der Prototyp ist 60 mal 40 Zentimeter groß und noch relativ schwer. Das Serienprodukt werde jedoch mit einem herkömmlichen A4-Printer vergleichbar sein. Der Blindenschriftdrucker soll auf dem Markt 1.000 Euro kosten - mit Betriebskosten von etwa 6,4 Cent pro A4-Seite. Das Druckverfahren wurde bereits zum Patent angemeldet. Sowohl Tinte wie Druckkopf sind soweit entwickelt, dass eine industrielle Fertigung sofort umgesetzt werden könne, so die Entwickler.

Der Markt für derartige Produkte sei relativ begrenzt, schränkt Bircher ein. Wesentlich bessere Marktchancen erwarten die Entwickler in der Beschriftung von Verpackungen. Hier steht die Beschriftung von Medikamentenschachteln im Vordergrund, da gesetzliche Vorschriften im EU-Raum die Beschriftung sämtlicher Pharmaka in Blindenschrift in naher Zukunft verlangen.

Quelle: pts

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Backofen mit Lift – Braten in Augenhöhe
 

Backofen von Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
Pressebild: Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH

07.10.2005 - Siemens hat einen Backofen mit einem völlig neuen Design-Konzept vorgestellt. Das Gerät namens liftMatic ist sehr einfach zu bedienen, ist besonders energieeffizient und eröffnet Küchenplanern ungewöhnliche Möglichkeiten bei der Gestaltung. Der liftMatic hängt wie ein Oberschrank an der Wand und wird von unten befüllt. Das Essen ist so immer in Augenhöhe. Profis und Hobbyköche müssen sich nicht mehr bücken und können das Essen von drei Seiten erreichen. Der Boden fährt auf Knopfdruck sanft nach unten und wieder nach oben. Stößt der Lift dabei auf ein Hindernis, etwa einen darunter stehenden Topf oder ein Glas, stoppt er automatisch.

Da das Gerät nach unten geöffnet wird, bleibt die Wärme im Inneren besser erhalten als bei Geräten mit heute üblicher Klapptür. Weil Wärme aus physikalischen Gründen nach oben steigt, wird sie im liftMatic wie unter einer Glocke gehalten. Bei 200 Grad und 15 Sekunden offener Tür sinkt die Temperatur bei einem herkömmlichen Herd um fast 100 Grad, beim liftMatic nur um 15 Grad. Der Boden besteht aus einer leicht zu reinigenden Glaskeramik, auf der Brot, Hörnchen oder Pizza direkt gebacken werden können. Der Boden kann bis zu einem Viertel Liter Flüssigkeit aufnehmen, so dass in der Praxis keine Flüssigkeit auslaufen kann.

Zudem verfügt der liftMatic über eine besondere Heizung, die die Backzeit um bis zu 30 Prozent reduziert. Eine Tiefkühlpizza ist ohne Vorheizen in zehn Minuten fertig. Die Selbstreinigungsautomatik erspart jegliches Putzen im Herd. Auf Knopfdruck wird der Innenraum so stark erhitzt, dass alle Rückstände des Kochens zu Asche zerfallen. Diese kann dann mit einem Tuch einfach abgewischt werden.

Quelle: Siemens InnovationsNews

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Innovation für Beinamputierte! Clever Bone® bringt Power in den Alltag

02.03.2005 - In Deutschland sind 200.000 bis 300.000 Menschen beinamputiert. Um ein annähernd normales Leben führen zu können, benötigen die Betroffenen eine optimale Beinprothese. Daher wurde jetzt das Clever Bone®-System von der Firma medi Bayreuth entwickelt. Dieser "schlaue Knochen" ist ein neuartiges, patentiertes, energierückgebendes Beinprothesen-System, dessen Hauptbestandteil Karbonstäbe sind.


Bild: medi Bayreuth
Das Clever Bone®-System simuliert das Wadenbein-Schienbein-Prinzip und lässt Beinamputierte leicher laufen.


Das Hightech-Prinzip: Leichte Karbonstäbe, die wie Federn horizontal nachgiebig sind, bilden die Verbindung zwischen Amputationsstumpf und Fußteil der Prothese. Die vom Anwender beim Auftreten der Prothese eingebrachte Energie wird aufgenommen, wirkt stoßdämpfend und wird dann zur Bewegung der Prothese weiter genutzt. Die neuartige Konstruktion - nach dem Schien- und Wadenbein-Muster - realisiert auf diese Weise leichteres Laufen bei niedrigem Gewicht der Prothese. Anders als die sonst erhältlichen starren Prothesenrohre imitieren die beiden Karbonstäbe optimal die flexiblen Funktionen des Unterschenkels. Clever Bone® bietet die beste Annäherung an den natürlichen Gang - der gesamte Bewegungsapparat wird geschont, Rücken- und Hüftprobleme langfristig reduziert. Das Clever Bone®-System wurde speziell für eher muskelschwache Anwender, beispielsweise ältere Personen, entwickelt.

In einer Studie in Zusammenarbeit mit dem TÜV Süddeutschland und der Sporthochschule München konnte gezeigt werden, dass Clever Bone® das Gehen von beinamputierten Menschen unterstützt und erleichtert. Gleichzeitig wird die erhaltene Gegenseite geschont und somit entlastet. Zudem gleicht das System unebene Wegstrecken wie Pflastersteine aus; Schrägen- und Treppensteigen ist besser möglich. Die Ermüdung durch das Tragen der Prothese ist verringert. Kurzum, der gesamte Aktionsradius des Anwenders wird vergrößert! Fazit der Studie: Statische Prothesenpassteile sind nicht mehr zeitgemäß und schränken den Anwender nicht nur in seiner Lebensqualität, sondern auch in seinem "ganz normalen" Alltag erheblich ein. Das Clever Bone®-System dient als Ersatz für das starre Modularrohr der Prothese und kann sowohl nachträglich als auch bei Erstversorgungen eingesetzt werden. Es ist für Unterschenkel-, Knieexartikulations- und Oberschenkelprothesen geeignet. Die Beinprothese verbessert die Lebensqualität der Beinamputierten enorm, denn sie unterstützt alltägliche Aktionen wie Einkaufen gehen oder Hausarbeit verrichten und macht Freizeitaktivitäten wieder möglich, die der Prothesenträger auch vor seiner Amputation durchgeführt hat.

Nähere Informationen rund um die Themen Prothetik und Amputation bietet das Internet unter www.stolperstein.com

Quelle: www.medi.de

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Gedanken steuern Computer - Hilfe für Gelähmte und Schlaganfallpatienten durch Brain-Computer-Interfaces (BCI)

Deutsche Forscher favorisieren Einsatz von BCI ohne operativen Eingriff

Göttingen, 17. Februar 2005 - Mit der in den letzten Jahren stark verbesserten neurowissenschaftlichen Technik konnte erstmals begonnen werden, elektrische, magnetische und stoffwechselbedingte Vorgänge des Gehirns zur Steuerung von Computern, externen Maschinen und Prothesen zu benutzen. Mit Brain-Computer-Interfaces (BCI) können vollkommen gelähmte, so genannte "eingeschlossene" Patienten kommunizieren, ohne zu sprechen oder irgendeinen Muskel benutzen zu müssen. "Die Patienten lernen mit Gedanken und Vorstellungen bestimmte elektrische oder magnetische oder metabolische (Blutfluss) Signale im Gehirn willentlich zu erzeugen: Diese werden über die unter der Kopfhaut implantierten BCIs an einen Rechner geleitet, der sie dann zur Auswahl von Buchstaben und Wörtern benutzt," sagt Prof. Dr. Niels Bierbaumer, Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen anlässlich der 30. Göttinger Neurobiologenkonferenz und 6. Tagung der Deutschen Neurowissenschaftlichen Gesellschaft in Göttingen. Vor allem an Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose, an der zum Beispiel der Maler Jörg Immendorff leidet, werden solche Gehirn-Computer-Schnittstellen (Brain-Computer-Interface BCI) eingesetzt.


Foto: University of Rochester

"Eingeschlossene" Patienten verfügen über ein waches Gehirn und ein funktionierendes Gehör bei vollkommener Lähmung aller willentlichen Muskeln. Dieses ist einer der schrecklichsten Zustände, in die ein Mensch krankheitsbedingt geraten kann. Durch die neue Technik wurde ein wichtiger Beitrag zu Lebenswille und Lebensqualität neurologisch Schwerkranker erbracht. In Deutschland werden die BCIs an der Kopfhaut, also ohne einen operativen Eingriff, angebracht. In Amerika dagegen werden sie direkt ins Gehirn implantiert. Beide Methoden zeigen bisher Erfolge.

BCIs werden zunehmend auch zur Steuerung von Prothesen oder gelähmten Körperteilen benutzt. Bisher wurden einem Patienten mit Querschnittslähmung 100 Metallelektroden direkt ins Gehirn eingepflanzt, was die präzise Steuerung von Prothesen sehr erleichtert. Aber auch Elektroden an der Kopfhaut (EEG) angebracht, können bereits Signale von Vorstellungen und Gedanken auffangen, welche man zur Bewegungssteuerung benutzen kann: die Personen denken eine Bewegung und dieses Signal wird an eine intelligente Prothese geleitet, welche die Bewegung ausführt. Dazu gibt es allerdings erst einzelne Versuche an Einzelfällen, welche aber sehr erfolgreich verliefen.

Quelle: Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen

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Deutsche Physiker entwickeln Brille für Farbenblinde
Computergesteuerter Sehtest bestimmt Farbfehlsichtigkeit

Göttingen (pte, 07. Feb 2005 15:53) - Der Göttinger Physiker Markus Gregor hat eine Farbkorrekturbrille für Farbenblinde entwickelt. Mit dem Gerät können wichtige Sehfehler korrigiert werden. Weltweit leiden etwa 180 Mio. Menschen darunter, dass sie Farben nicht richtig erkennen und unterscheiden können. Ursache dieser Farbfehlsichtigkeit ist ein genetischer Defekt, der hauptsächlich bei Männern auftritt. Die Brille könnte Abhilfe schaffen, berichtet die BioRegio Niedersachsen http://www.bioregion.de .

Im Idealfall kann ein Mensch bis zu 10.000 Farbunterschiede erkennen. Bei Farbenblinden sind zwar alle Farbrezeptoren im Auge vorhanden, aber mindestens ein Rezeptor weicht in seiner Sensitivität ab. Dadurch ist das Farbunterscheidungsvermögen in bestimmten Farbbereichen geringer. "Ist der Rot-Rezeptor zu zehn Prozent eingeschränkt, wird eine rote Verkehrsampel schon als grün wahrgenommen", so Gregor. Um die Sehschwäche zu lindern, muss der Grad der Störung im gesamten sichtbaren Farbbereich exakt bestimmt werden. "Ungenaue Messungen und nicht individuell angepasste Sehhilfen waren die Hauptursachen dafür, warum die bislang im Markt angebotenen Produkte den Betroffenen nicht den erhofften Erfolg brachten", erklärt der Wissenschaftler.

Mit einem computergesteuerten Sehtest gelang dem Forscher der Durchbruch. Mit diesem Verfahren kann der Grad der Farbfehlsichtigkeit mit einer so hohen Präzision bestimmt werden, dass die Abweichung nur noch im Prozentbereich liegt. Auf der Basis hat der Physiker eine Farbkorrektursehhilfe, die mit einem speziellen mathematischen Optimierungsverfahren berechnet und aus gängigen Filtermaterialien kombiniert wurde, entwickelt. Erste Untersuchungen an 40 Probanden haben den Erfolg bestätigt. Alle Patienten konnten die gängigen Farbverwechslungsbereiche erstmals richtig unterscheiden.

Der Forscher arbeitet derzeit an der Serienreife des Produkts, in dem von ihm gegründeten Unternehmen Optics Ing.enium http://www.optics-ingenium.com . Das auf Life Sciences spezialisierte Beratungsunternehmen BioRegioN hat für Optics Ing.enium den Business Plan erstellt und unterstützt das junge Unternnehmen auch bei der Suche nach Investoren.

Quelle: pressetext.deutschland

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Die kleinsten Displays der Welt - für blinde Computerbenutzer

04.06.2004 - Die kleinsten und leichtesten Braille-Displays der Welt wurden vom 12. bis 14. Mai 2004 auf der Blindenhilfsmittel-Messe SightCity Frankfurt 2004 im Sheraton Airport präsentiert.

Blinde nutzen als "Bildschirm" am PC sogenannte "Braille-Displays": Punktschrift-Lesezeilen - also Ausgabegeräte - die mit dem Finger gelesen werden und den Bildschirminhalt in Braille-Schrift darstellen. Blinde Menschen können mit diesen Displays am PC arbeiten, im Internet surfen uvm. - sie dienen also deren Integration in Alltag, Schule und Beruf.

Die vorgestellte Braillezeile "PocketVario", mit 24 Braillezeichen (=24 Buchstaben) wiegt gerade mal 380g und kann tatsächlich in der Tasche mitgenommen werden. Die nächst größere "SuperVario" mit 40 Braillezeichen wiegt 560 g. Beide verfügen über eine serielle Schnittstelle, USB- und Bluetooth-Anbindung. Batteriebetrieben (USB und seriell) haben sie eine Betriebszeit von ca. 100 Stunden; per Funk mit Bluetooth ca. 20 bis 30 Stunden. SuperVario passt ideal zu modernen Laptops und ist im Volumen mehr als 40% kleiner als bisher bekannte Zeilen.

Eine Miniaturisierung der PC-Ausgabegeräte, wie es mit den Braillezeilen "SuperVario" und "PocketVario" gelungen ist, stellt für blinde Menschen einen weiteren Meilenstein für die Teilname am "ganz normalen Leben" dar; der PC-Arbeitsplatz ist damit auch für Blinde mobil.

Alleine in Deutschland gibt es etwa 30 Firmen, die sich mit Hilfsmitteln für Blinde und Sehbehinderte befassen. International ist in den letzten 25 Jahren eine sehr wettbewerbsorientierte Branche entstanden, die global agiert.

Hersteller dieser neuen Ausgabegeräte ist das Hilfsmittelunternehmen BAUM Retec AG in Wiesenbach bei Heidelberg. BAUM Retec AG entwickelt, produziert und vertreibt seit über 20 Jahren innovative Produkte und Dienstleistungen ausschließlich für blinde und sehbehinderte Menschen.

Quelle: ots Originaltext: BAUM Retec AG www.baum.de

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Satellitennavigationsgerät für blinde Menschen

Madrid - Neu ist die Idee nicht. Schon häufiger gab es Satellitennavigationsgeräte für blinde Menschen. Meist sind diese jedoch viel zu groß, viel zu ungenau und zu schwer gewesen. Dass sie unbezahlbar waren, ist fast schon nebensächlich.

Nun wurde am 4. Juni 2003 wieder ein Prototyp in Madrid vorgestellt. Er heißt «Tormes» und soll blinden Menschen genaue Ortangaben liefern und damit zu mehr Unabhängigkeit verhelfen. Es wurde in wesentlichen Details zu den bisherigen Geräten verbessert.

Tormes ist ein tragbarer Computer mit Braille-Eingabe und Sprachausgabe und soll im Jahr 2004 verfügbar sein. Tormes kann den Benutzer seinen genauen Standort sagen aber auch einen Weg zu einem Ort ansagen. «Blinde können damit zum Beispiel Taxi-Lenkern Richtungsanweisungen geben», erklärte Jose Luis Fernandez Coya, selbst blind und als Leiter der Forschungsabteilung von ONCE tätig.

Alle bisherigen System stützen sich auf GPS (Global Positioning System), welches eine weltweite Ortung und Positionsbestimmung ermöglicht. Allerdings ist das US-Satellitennavigationssystem mit einer Genauigkeit von 15 bis 20 Metern nicht ausreichend genau. GPS kann zwar genauere Daten liefern, doch ist es ein militärisches System der USA und in der zivilen Verwendung in der Genauigkeit absichtlich beschränkt.

Die Wissenschaftler haben - so vermeldet die ESA - daher als Verbesserung der GPS Ortung eine Verfeinerung durch (European Geostationary Navigation Overlay Service) zurückgegriffen. ENGOS basiert auf geostationären Satelliten und korrigiert das GPS-Signal auf eine Genauigkeit von zwei Metern. Damit kann man einzelne Straßen unterscheiden, man kann auch erkennen, auf welchen Gehsteig man sich befindet - meldet die ESA. Weiters warnt EGNOS den Benutzer, wenn das Signal keine verlässliche Ortung zulässt.

Doch auch dies war noch nicht die Lösung. In Gebäuden und in Häuserschluchten wird das Signal abgeschwächt und ist teilweise gar nicht mehr empfangbar. Um auch diese Probleme zu lösen, haben ESA Mitarbeiter ein Projekt gestartet, dass sich SISNet (Signal in Space through Internet) nennt. SISNet liefert die von Häusern abgeschirmten Daten über das Internet via Mobilfunk (GSM) an Tormes.

Nun werden die Tests mit den Prototypen anlaufen. In Zukunft könnte zur Ortung das derzeit erst im Aufbau befindliche europäische Satellitennavigationssystem Galileo verwendet werden.

Quelle: kobinet-nachrichten.de

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Software für Behinderte

Der Software-Autor Markus Lemcke schrieb bereits einige nützliche Programme für behinderte Menschen, u.a. eine Bildschirmlupe und einen Dateimanager für Behinderte. Der neueste Streich von Lemcke ist der Mausmanager; er ist ebenfalls vor allem für behinderte Anwender interessant.

Mit der Software wird die Handhabung mit den Maustasten vereinfacht und in Kombination von Mausklick und Hotkey die gedrückte Maustaste eingerastet, so dass dem Benutzer Drag & Drop-Operationen im Windows Explorer erheblich leichter fallen. Die Einrast-Funktion setzt wahlweise nach einer einstellbaren Zeitspanne ein.  Darüber hinaus kann der Mausmanager per Tastenklick die Zusatztasten Strg, Umsch und Alt sowie oft eingesetzte Tastaturkombinationen wie Strg-d oder Strg-h via Mausklick aktivieren. Das nützliche Tool rundet den Funktionsumfang mit der Option ab, direkt aus dem Programm heraus die Mauseigenschaften der Windows-Systemsteuerung aufzurufen und anzupassen.

Mehr dazu mit Download-Möglichkeit:

www.marlem-software.de

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