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LEICHTATHLETIK
Autor: Horst Strohkendl
Klassifizierung zu den Paralympischen Spielen

Quelle: www.dbs.npc.de

In der Leichtathletik nehmen Wettkämpfer aller 6 Behinderungs-
kategorien teil.
  • Sehbehinderte Athleten, vertreten durch den Internationalen Blinden-Sportverband (IBSA).

  • Athleten mit geistiger Behinderung, vertreten durch den Internationalen Sportverband für Personen mit einer Behinderung der Intelligenz (INAS-FID).

  • Athleten mit Hirnschädigung, vertreten durch die Cerebral Palsy - International Sport and Recreation Association (CP-ISRA).

  • Amputierte und Athleten mit anderen Behinderungen (Les Autres), vertreten durch die Internationale Sportorganisation für Körperbehinderte (ISOD).

  • Athleten mit Rückenmarkschäden, die in Rollstühlen Wettkämpfe bestreiten, vertreten durch den Internationalen Stoke Mandeville Rollstuhlsport-Verband (ISMWSF)
Die Klassen sind entsprechend strukturiert:
Klassen 11, 12, 13 betreffen die verschieden Grade der Sehbehinderung
Klasse 20 betrifft die Athleten mit geistiger Behinderung
Klassen 32 - 38 betreffen die verschieden Schweregrade der frühkindlichen Hirnschädigung
Klassen 42 - 46 betreffen die verschieden Schweregrade von Amputierten und anderen Körperbehinderten (Les Autres)
Klassen 51 - 58 betreffen die verschieden Schweregrade der Rückenmarkverletzten.
Der Buchstabe "T" bezeichnet Bahn-Wettbewerbe (Track),
der Buchstabe "F" die Technischen Disziplinen (Field).
Die niedrigere Klassennummer bezeichnet den höheren Grad der Behinderung.
Je größer die Klassennummer, desto geringer ist der Grad der Behinderung.

"Track"-Klassen
T11 B1 Athleten
T12 B2 Athleten
T13 B3 Athleten
T20 Athleten mit geistiger Behinderung
T32 CP2 Es gibt keine Wettbewerbe in der Klasse T32. Die Athleten starten zusammen mit Athleten der Klasse T33 (siehe unten)
T33 CP3. T32 Athleten starten in dieser Klasse.
T34 CP4 
T35 CP5 
T36 CP6 
T37 CP7 
T38 CP8
T42 Einseitige Oberschenkel-Amputation oder kombinierte Arm-/Bein-Amputationen
T43 Doppelte Unterschenkel-Amputation oder kombinierte Arm-/Bein-Amputationen
T44 Einseitige Unterschenkel-Amputation oder mäßige Funktionseinschränkung, die das Gehen mit einem oder beiden Beinen ermöglicht.
T45 Doppel-Oberarm-Amputationen oder Doppel-Unterarm-Amputationen
T46 Einseitige Oberarm-Amputation, einseitige Unterarm-Amputation oder normale Beinfunktionen mit einem Körperschaden am Rumpf und/oder Armen.
T51 Leichte Schwäche in den Schultern, Ellenbogen kann normal gebeugt werden, aber begrenzte Funktionen ihn zu strecken. Das Handgelenk kann zurück gebeugt werden, aber nicht vorwärts, keine Fingerfunktionen. Keine Rumpf- und Beinfunktionen.
T52 Gute Schulter-, Ellenbogen- und Handfunktionen; begrenzte Fingerfunktionen. Keine Rumpf- und Beinfunktionen.
T53 Normale Arm- und Handfunktionen, begrenzte oder keine Rumpffunktionen, keine Beinfunktionen.
T54 Normale Arm- und Handfunktionen; Bewegungsumfang des Rumpfes von gering bis normal; einige Beinfunktionen können vorhanden sein.

Technische Disziplinen ("Field")
F11 B1
F12 B2
F13 B3
F20 Athleten mit geistiger Behinderung
F32 CP2. Keine Wettbewerbe in der Klasse F32. Die Athleten starten zusammen mit den Athleten der Klasse F51 (siehe unten).
F33 CP3
F34 CP4
F35 CP5
F36 CP6
F37 CP7
F38 CP8
F42 Schließt einseitig Oberschenkel-Amputierte, Doppelte Unterschenkel-Amputation und Athleten mit kombinierten Arm-/Beinamputationen ein; auch Athleten, die Schwierigkeiten bein Gehen haben, so z.B. Athleten mit einer Behinderung eines Beines durch Kinderlähmung.
F43 Doppelte Unterschenkel-Amputationen oder Athleten mit kombinierten Bein-/Arm-Amputationen. Die Athleten mögen auch normale Funktionen im Wurfarm mit Verbindung mit reduzierten Funktionen in den Beinen oder gewisse Balance-Probleme haben.
F44 Einseitige Unterschenkel-Amputation.
Athleten mit normalen Funktionen im Wurfarm und geringen Funktionseinschränkungen in den Beinen sowie leichte Balance-Schwierigkeiten.
F45 Doppelte Oberarm-Amputation und Doppelte Unterschenkel-Amputation.
F46 Einseitige Oberarm-Amputation und einseitige Unterarm-Amputation. Gehen mit normalen Funktionen im Wurfarm; minimale Rumpf- und Beinbehinderungen; reduzierte Funktion des Wurfarms.
F51 Leichte Schwäche in den Schultern. Arme können im Ellenbogengelenk normal gebeugt werden, sind aber eingeschränkt bei der Streckbewegung. Das Handgelenk kann gestreckt, aber nicht gebeugt werden. Keine Fingerbewegungen. Keine Rumpf- und Beinbewegungen.
F32 Athleten CP2 starten in dieser Klasse.
F52 Normale Schulter- und Ellenbogenfunktionen; gewöhnlich bestehen gute Handgelenkfunktionen, aber keine Fingerbewegungen. Keine Rumpf- und Beinbewegungen.
F53 Normale Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenkfunktionen, aber mit leichten Einschränkungen der Fingerfunktionen. Keine Rumpf- und Beinbewegungen.
F54 Uneingeschränkte Funktion der Arme und Hände. Keine Rumpf- und Beinbewegungen.
F55 Normale Arm- und Handfunktionen. Rumpf kann in der Senkrechten aufgerichtet werden und eine Torsion der Wirbelsäule ausgeübt werden. Keine Beinfunktionen.
F56 Normale Arm- und Handfunktionen. Rumpf kann gestreckt werden und eine Torsion ausgeübt werden; beim Sitzen im Rollstuhl kann frei nach vorne gebeugt und wieder aufgerichtet werden; geringe Beinfunktionen.
F57 Normale Arm- und Handfunktionen. Rumpf kann gestreckt werden und eine Torsion ausgeübt werden; der Sportler kann sich frei nach vorne beugen und wieder aufrichten  und frei zu beiden Seiten bewegen, ohne die Balance zu verlieren; vermehrte Beinfunktionen im Vergleich zur Klasse F56.
F58 Normale Arm- und Handfunktionen, normale Rumpf-
funktionen; mehr Beinfunktionen als F57.

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