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Woche des Behindertensports soll integrieren

05.10.2004 - Ein Beitrag zur Integration und eine Demonstration der vielfältigen sportlichen Angebote für Menschen mit Behinderungen - das ist die erste bundesweite Woche des Behindertensports vom 4. bis 10 Oktober. Sie soll zeigen, dass sportliche Bewegung behinderten Menschen zu einem besseren, gesünderen und längeren Leben verhelfen kann.
  
Behindertensportvereine aus dem gesamten Bundesgebiet bieten während der Woche des Behindertensports vielfältige Schnupperangebote und Tage der offenen Tür an. Fitness-, Ausdauer- oder Funsport werden dabei ebenso geboten wie nützliche Gesundheitstipps. Genutzt werden können diese Offerten von Menschen mit wie ohne Behinderungen. Dabei zeigt sich, dass sportliche Betätigung für behinderte Menschen viele Facetten hat und das ganze Jahr hindurch Aktivität ermöglicht. Sie reichen vom Rehabilitationssport als einer ärztlich verordneten Ergänzung der medizinischen Rehabilitation über den Breitensport bis hin zu behinderten Leistungssportlern, die damit ihren Willen dokumentieren, persönliche Grenzen auszuloten. In Deutschland leben rund 6,6 Millionen Menschen, die als schwerbehindert anerkannt sind. Über 340.000 Menschen sind in den 3.500 Sportvereinen Behinderter organisiert, darunter 30.000 Kinder und Jugendliche. Die BARMER unterstützt den Reha- und Behindertensport mit etwa zehn Millionen Euro jährlich.
  
Die Woche des Behindertensports ist Teil der Initiative "Deutschland bewegt sich!" von BARMER, ZDF und Bild am Sonntag, an der sich bereits mehr als zehn Millionen Menschen beteiligt haben. Die Initiative soll bewegungsorientierte Sportarten populärer machen und damit das Gesundheitsrisiko Bewegungsmangel bekämpfen. Informationen zu "Deutschland bewegt sich" gibt es im Internet unter www.barmer.de. Näheres zur Woche des Behindertensports - auch zu Angeboten vor Ort - gibt es auf der Homepage des Deutschen Behindertensportverbandes unter www.dbs-npc.de oder per Telefon unter 0203/71 74 188.


ots Originaltext: Barmer Ersatzkasse


Bergsteigen

Seit einigen Jahren leiten Übungsleiter des DRS gemeinsam mit Kollegen des Schweizerischen Behinderten-Sportverbandes (SVBS) Familien- und Jugendlager.

Mehr zum Klettern und Gipfelstürmen bei:

Klaus Herzog
Altenbödinger Str. 40
53773 Hennef
Telefon & Fax 0 22 42 - 72 66


ROLLSTUHL-BASKETBALL
Autor: Horst Strohkendl
Klassifizierung zu den Paralympischen Spielen

Quelle: www.dbs.npc.de

Um startberechtigt zu sein für Rollstuhl-Basketball, muss ein Spieler eine dauerhafte Körperbehinderung in den unteren Gliedmaßen haben, die ihn daran hindern zu lau
fen, zu springen und zu pivotieren wie ein nichtbehinderter Spieler. 
Wenn die Spieler diese Voraussetzungen erfüllen, werden sie durch das Spieler-Klassifizierungssystem des Inter-
nationalen Rollstuhl-Basketball-Verbandes (IWRF) für das Spiel eingestellt. Durch die Klassifizierung werden die Spieler, entsprechend ihrem Ausmaß der körperlichen Funktionen, mit Punkten von 1,0 bis 4,5 bewertet. Diese Punkte werden dann addiert, die in der Summe, für die fünf Spieler auf dem Feld, die Zahl von 14 Punkten zu keiner Zeit des Spieles überschreiten dürfen. Dies sichert jedem Spieler, unabhängig vom Grad seiner Behinderung, eine integrale Rolle innerhalb der Mannschaftsstruktur. Beobachtungen der Rumpfbewegungen und der Sitz-
stabilität während eines wirklichen Wettkampfes, ohne medizinische Diagnose, bilden die Basis der Spieler-
Klassifizierung.

1-Punkte-Spieler können die Beine nicht bewegen und nur geringe oder gar keine Rumpfkontrolle ausüben. Die Sitzbalance ist sowohl vorwärts als auch seitwärts deutlich behindert und sie benutzen die Arme, um in eine aufrechte Position zurückzukehren, wenn sie die Balance verloren haben. Diese Spieler verlieren in Kontaktsitua-
tionen ihre Balance und Rebounden in der Regel über dem Kopf mit nur einer Hand.

2-Punkte-Spieler besitzen in der Regel keine Beinfunktionen, verfügen aber teilweise über eine Rumpfkontrolle nach vorne. Sie verfügen nicht über freie Seitwärtsbewegungen oder eine Rumpftorsion. Sie besitzen begrenzte Sitzstabilität in Kontaktsituationen, dabei greifen oft die Hände an den Rollstuhl oder die Oberschenkel, um bei Kollision aufrecht zu bleiben.

3-Punkte-Spieler verfügen über gewisse Beinfunktionen und über normale Rumpffunktionen beim Beugen nach vorne bis zum Boden, beim Aufrichten sowie etwas Rumpftorsion. Die Spieler haben keine gute Rumpfstabilität zur Seite, sie sitzen jedoch stabiler in Kontaktsituationen und können ohne Mühe mit beiden Händen über dem Kopf Rebounds annehmen.

4-Punkte-Spieler besitzen normale Rumpffunktionen, aber aufgrund von gewissen Schwächen in den Bein-funktionen sind sie nicht in der Lage, nach beiden Seiten in gleicher Weise kontrollierte Rumpfbewegungen auszuführen. Stabil beim Rollstuhlkontakt und beim Rebound, mit normalen Vorwärts- und Torsionsbewegungen.

4,5-Punkte-Spieler sind die am wenigsten behinderten auf dem Spielfeld. Gewöhnlich besitzen sie nur geringe Einschränkungen an den Beinen oder eine einseitige Unterschenkel-Amputation. Ihnen sind normale Rumpf-
bewegungen in alle Richtungen möglich und sie sind sehr stabil in allen Konfliktsituationen. 

Es gibt Spieler, die nicht genau in eine der Kategorien des Klassifizierungssystems passen. In diesen Fällen kann der Klassifizierer einen halben Punkt mehr oder weniger zu einer bestimmten Klasse hinzufügen. Dadurch entstehen Spielerwertungen 1,5 Punkten, 2,5 und 3,5 Punkten. Die 14 Mannschaftspunkte auf dem Spielfeld werden dadurch nicht verändert. 

Spieler mit geistiger Behinderung. 
Um startberechtigt zu sein für Basketball der geistig Behinderten müssen alle Spieler die Kriterien der minimalen Behinderung erfüllen, wie sie vom Weltverband für Athleten mit geistiger Behinderung - INAS FID - niedergelegt sind.


BOCCIA

Frühkindlich Hirngeschädigte CP-ISRA

BC1: CP1 + CP2, starten mit Hilfsmitteln
BC2: Nur CP2, keine Hilfsmittel erlaubt
BC3: Schwache CP1, starten mit geringen Hilfsmitteln

BOGENSCHIESSEN

Bogenschießen stehend: = ARST
Bogenschießen Rollstuhl 1: = ARW1
Bogenschießen Rollstuhl 1: = ARW2
 
ARST: Bogenschützen dieser Klasse haben geringe Behinderungen an den Armen und/oder
Beinen und zeigen bis zu einem gewissen Grade Einschränkungen der Muskelkraft, der Koordination und/oder der Gelenkbeweglichkeit.
ARW1: Bogenschützen dieser Klasse sind Athleten mit Arm- und Beinbehinderungen. Es sind Athleten mit Einschränkungen des Bewegungsumfangs, der Kraft und der Koordination der Arme sowie mit schwacher bis nicht vorhandener Rumpfkontrolle.
Die Beine werden als nicht funktionell eingeschätzt aufgrund von Amputationen und/oder ähnlichen Einschränkungen des Bewegungsumfangs und der Koordination. Sie führen den Wettkampf im Rollstuhl durch.
ARW2: Bogenschützen dieser Klasse sind Athleten mit Lähmungen im unteren Teil des Körpers ein-
schließlich der Beine. Sie führen die Wettkämpfe im Rollstuhl aus.

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