Mit tasmanischen Teufeln spielen
23.09.2004 - Barrierefreier Tourismus ist jetzt auch auf Tasmanien möglich. Unter dem Banner "The Devils Playground" (Spielplatz der Teufel) bietet ein Verband von sechs Häusern in verkehrsgünstiger Lage Selbstversorgungsunterkünfte für Gäste mit Mobilitätseinschränkungen oder körperlichen Behinderungen an. Das wichtigste Haus dieser Gruppe ist ein Motel mit 46 Zimmern für insgesamt 120 Gäste sowie einem Restaurant. Weitere Information dazu ist auf der Website http://www.domainsnext.com/comingsoonheader.php?
domain=thedevilsplayground.com erhältlich oder zu bekommen von:
Kerry Winberg Tel 00061 03 6343 3119 / Fax 0061 03 6344 7917
E-Mail info@thedevilsplayground.com.au
Eine Ferienwohnung - besonders für Gehörlose
25.08.2004 - Im Pfarrhaus in Thelkow, einem 300 jährigen, sanierten Fachwerkhaus, bieten Rosemarie und Jürgen Stegmann eine gemütliche Ferienwohnung. Da sich die Ferienwohnung in der ersten Etage befindet ist sie für Mobilitätseingeschränkte weniger geeignet. Besonders für Gehörlose dürfte der Urlaub hier jedoch zum Erlebnis werden, denn Rosemarie Stegmann ist Gehörlosenseelsorgerin im Ruhestand und beherrscht die Gebärdensprache. In der schönen Umgebung des Recknitztales, nur 40 Kilometer von der Ostsee entfernt bieten sich hier viele Möglichkeiten, einen erholsamen Urlaub zu verbringen. Die Ferienwohnung ist 30qm groß und besitzt eine extra Küche. Zusätzlich ist die Nutzung der Diele mit 20 qm möglich. Ein zusätzlicher Stellplatz für ein oder mehre Zelte ist kostenlos möglich. Interessenten können sich unter www.fewo-stegmann.m-vp.de schon einmal ein Bild von dieser Ferienwohnung machen oder sich notwenige Information schicken lassen von:
Rosemarie und Jürgen Stegmann - Unterdorf 01(Pfarrhaus) - 18195 Thelkow
Tel. 038205 80 073 / Fax 038205 80 072 / E-Mail: stegmann-thelkow@t-online.de
Tipps für Reisen in die Tschechische Republik
Gemeinsam mit der Tschechischen Tourismuszentrale hat das Zentrum Paraple einen Reiseführer für mobilitätseingeschränkte Besucher der Tschechischen Republik herausgegeben. Die 66seitige handliche Broschüre enthält unter dem Titel "Wheeling the Czech Republic" in deutscher und englischer Sprache viele nützliche Tipps zur Anreise mit dem Flugzeug, dem Zug oder dem Auto sowie Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten in Böhmen und Mähren. Einschließlich der Liste von Hotels und Pensionen sowie Angaben hinsichtlich deren Zugänglichkeit ist diese kleine Broschüre ein informatives Material für alle Reisende mit Mobilitätseinschränkungen, welche die Tschechische Republik besuchen möchten. Die Broschüre kann bestellt werden bei:
Centrum Paraple
Ovcárská 471
CZ 108 00 Praha 10
Tel. 0042 27 47 478
Fax 0042 27 40 01 313
E-Mail: paraple@paraple.cz
Reisethrombose: Gefahr nach zwei Wochen - Tipps zur Vorbeugung
22.07.04 - Eine Reisethrombose kann noch zwei Wochen nach dem Flug oder einer Bustour Ursache für eine lebensbedrohliche Lungenembolie sein. So lange haftet ein entstandenes Blutgerinnsel oft an der Venenwand, bevor es sich ablöst und in die Lunge geschwemmt wird, schreibt das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Der Wiener Venenexperte Prof. Hugo Partsch schätzt, dass etwa 7,5 Prozent aller Beinvenenthrombosen durch lange Reisen entstehen.
Einfache Übungen, die im Sitzen möglich sind, helfen, die Durchblutungsstörungen zu vermeiden: Öfter abwechselnd Zehen und Fersen anheben; die Zehen am Boden oder im Schuh fest nach unten biegen; mehrmals das Gesäß anheben, ohne aufzustehen; die Füße mit etwas Abstand parallel nebeneinander stellen und dabei die Oberschenkel zusammenpressen. Ausreichendes Trinken beugt ebenfalls vor - und natürlich öfter einmal aufstehen und im Flieger oder Bus auf und ab gehen.
Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 7/2004 liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.
ots-Originaltext: Wort und Bild - Senioren Ratgeber
Zu Standardzielen und versteckten Plätzen der Maremma
Neben der gesunden Mischung aus Sonne, Meer, einer bezaubernder Landschaft und kulinarischen Genüssen der Toskana, die jede für sich allein unvergesslich machen können sind, neben Besuchen in Florenz und Pisa auch Besuche der Abtei San Galgano und bei den Cowboys der Maremma vorgesehen. Einzelheiten zu diesem Angebot finden sich im Internet unter www.amici-d-italia.com oder sind erhältlich von:
Elisabeth Amolsch -
Loc. Canonica
I-58020 Scarlino (GR)
Tel. / Fax 0039 - 0566 - 38046
E-Mail: info@amici-d-italia.com
08.06.2004 - Die Karawanen ziehen wieder Richtung Süden - die Urlaubszeit hat begonnen. Tausende begeben sich auf stundenlange Autofahrten - bevorzugt nachts, um kilometerlangen Staus zu entgehen - oftmals ohne
Pause. Schlechte Karten für die Gesundheit der Beine - auch bei Langstreckenflügen in engen Sitzreihen. Denn die Thrombosegefahr steigt durch die Unbeweglichkeit beim Sitzen, durch Hitze und durch die zu geringe Aufnahme von Flüssigkeit. Geschwollene Beine (= Ödeme)
sind den meisten Reisenden nur zu gut bekannt.
Und doch sind sich die Mediziner uneins, ob es die Thrombosegefahr tatsächlich gibt oder nicht. Eine Studie des britischen Mediziners John H. Scurr aus England belegt "Ja" (The Lancet, Bd. 357, S.1485-1489).
Ziel der Studie war es, die Häufigkeit tiefer Venenthrombosen bei Passagieren nach Langstreckenflügen festzustellen und die Wirksamkeit des Tragens von speziell entwickelten Reisestrümpfen (mediven travel(R)) zu untersuchen. Dafür wurden 200 Freiwillige getestet, von
denen 100 den Reisekniestrumpf mediven travel erhielten, die andere Hälfte flog ohne Strumpf. Das Resultat: Keiner der Strumpfträger erlitt eine tiefe Venenthrombose, zehn Prozent der Teilnehmer ohne Reisestrumpf entwickelten hingegen nach dem Flug eine tiefe Venenthrombose im Unterschenkel.
In einer weiteren Studie bewies der Reisestrumpf, dass auch das Anschwellen der Beine minimiert wird (Dr. med. H.J. Schingale, "Reisebedingte Ödembildung - Ausmaß und Folgen", Venensprechstunde Juli 2002).
Der Kniestrumpf, der speziell für gesunde Reisende entwickelt wurde, stammt aus dem Hause medi Bayreuth. mediven travel(R) gibt es in fünf verschiedenen Größen und zwei verschiedenen Längen in den Farben Schwarz und Caramel. Er ist zum Preis von rund 36 Euro im
Sanitätsfachhandel erhältlich.
Weitere Informationen gibt es unter:
www.medi.de.
ots Originaltext: medi Bayreuth
Wandererlebnis für Alle
24.05.2004 - Am 14. April haben im Thüringer Wald "Wanderwochen für Alle" begonnen. In Kooperation mit dem InnoRegio-Projekt "Barrierefreie Modellregion" hat der Reiseveranstalter ‚Wirthwein´s Wanderwelt' interessante Schnupperangebote für Menschen mit und ohne Handicap entwickelt. Sie biete dem Gast an jeweils fünf Tagen zwischen April und Oktober ein unvergessliches Naturerlebnis im Thüringer Wald. Wanderfreunde mit und ohne Mobilitätseinschränkung sind in gemütlichen Pensionen unweit des Rennsteigs untergebracht und werden auf ihren Ausflügen in die Umgebung durch fachkundige Begleiter betreut. Weiter Informationen gibt es dazu im Internet www.wirtheins-wanderwelt.com oder über die Anschrift:
Wirthweins Wander Welt
Goethestraße 39
99817 Eisenach
Tel. 03691 72 35 40
Fax 03691 72 35 41
E-Mail: info@wirthweins-wanderwelt.com
Fünf Milliarden Euro durch barrierefreien Tourismus
Geographen und Verkehrswissenschaftler der Uni Münster erstellten Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums
Bis zu fünf Milliarden Euro im Jahr könnte die Tourismusbranche zusätzlich erwirtschaften, wenn sie auch die Bedürfnisse von behinderten und älteren Menschen optimal berücksichtigen würden. Bis zu 90.000 Arbeitsplätze könnten so geschaffen werden. Das ist das Ergebnis einer Studie vom Institut für Geographie und dem Institut für Verkehrswissenschaft der Universität Münster und den Beratungsunternehmen Neumann Consult und Reppel+Lorenz, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt wurde. Mit 20.000 verschickten und 4400 beantworteten Fragebögen ist die Untersuchung die bisher umfangreichste ihrer Art.
"Gefragt haben wir nur nach Übernachtungsurlauben, nicht nach dem Tagestourismus", erläutert Dr. Peter Neumann den Ansatz der Studie. Während im Bundesdurchschnitt rund 75 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Jahr eine Reise antritt, die länger als fünf Tage dauert, sind es bei den Menschen mit Behinderungen lediglich 54 Prozent. Der Rest der Befragten verreist nicht, weil die Barrieren zu hoch sind. "48 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie häufiger verreisen würden, wenn es mehr barrierefreie Angebote gäbe", so Neumann. "Interessanterweise wird häufig nicht die Unterbringung als Problem angesehen, sondern die Kultur- und Freizeitangebote und die Fortbewegung am Urlaubsort."
Dabei muss zwischen den unterschiedlichen Beeinträchtigungen differenziert werden: Sehbehinderte Menschen geben weniger Probleme an. "Das mag daran liegen, weil sie häufiger mit einer Begleitperson verreisen, nicht daran, dass die Barrieren für sie geringer sind", erläutert Neumann, der vor anderthalb Jahren seine eigene Beratungsfirma als Spin-Off aus dem Institut für Geographie gegründet hat. "Viele der Befragten würden auch gerne einmal ohne Begleitperson verreisen können."
Immerhin 60 Prozent derjenigen, die häufiger verreisen würden, gäbe es adäquate Angebote, gaben an, sie seien bereit, dafür auch ein entsprechendes Entgelt zu bezahlen. Aus diesen Zahlen errechneten die Verkehrswissenschaftler Dr. Werner Allemeyer und Matthias Peistrup das enorme Potenzial von bis zu fünf Milliarden Euro zusätzlich. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Am Grund der Maßnahmen-Pyramide stehen "Aufgeschlossenheit und Aufmerksamkeit", dann folgen Informationsangebote, pragmatische Angebote, differenzierte Angebote und maßgeschneiderte Angebote. "Es lohnt sich nicht, dass zum Beispiel jedes Hotel maßgeschneiderte Angebote, die in der Regel teurer sind, entwickelt", so Neumann.
Pragmatische Angebote rechnen sich aber auf jeden Fall. Denn es dürfe nicht vergessen werden, dass nicht nur die Reisenden, sondern auch die Anwohner vor Ort von barrierefreien Angeboten profitieren würden. "Abgesenkte Bürgersteige helfen ebenso der Mutter mit Kinderwagen wie dem Rollstuhlfahrer", erläutert der Geograph. Hochrechnungen auf der Basis der Bundesstatistik zeigen, dass 8,1 Prozent der Deutschen einen Schwerbehindertenausweise hättne, für 20 bis 30 Prozent eine barrierefreie Umwelt notwendig sei. "Und komfortabel ist sie für alle", fügt Neumann hinzu. Außerdem werde die Bevölkerung immer älter, die Zahl der Behinderungen nehme zu. "Wer nicht in eine barrierefreie Umgebung investiert, wird langfristig nicht stehen bleiben, sondern zurückfallen", warnt er. Gefordert seien nicht nur private Investoren, sondern auch die öffentliche Hand, die ein entsprechendes Umfeld schaffen müsste.
Zur Unterstützung der Tourismus-Praktiker hat Neumann zusammen mit Reppel+Lorenz im Auftrag des ADAC eine Planungshilfe zur erfolgreichen Entwicklung barrierefreier Angebote erarbeitet. Hier werden Problemsituationen und Schwachpunkte erläutert, wie sie umgangen werden können. Außerdem zu finden sind Positivbeispiele wie die Urlaubsregion "Fränkisches Seenland" oder die behindertengerechten Stadtführungen in Erfurt, Marburg und München.
Quelle: Uni Münster
Toskana-Reiseführer: „Picchio Bello“
So
heißt der neue Toskana-Reiseführer, dessen Tipps
nicht nur die Rollitauglichkeit sondern auch einiges an
Insiderwissen umfasst.
Das
Buch beschreibt über 27 Orte mit ihren Sehenswürdigkeiten
aus 8 Provinzen der Toskana. Als Besonderheit für die
Neuauflage 2003 - dem Europäischen Jahr der Menschen
mit Behinderung - wurden alle Informationen auf „barrierefrei“
geprüft.
Hier
die Inhaltsschwerpunkte:
Orte
– Sehenswertes, Tipps – Ausflüge, über
500 Feste und Veranstaltungen, über 40 Märkte,
individuelle Einkaufstipps, Sprachführer und Menükarte.
(Alle Informationen auch für Reisende mit Mobilitätseinschränkung)
Der
Reiseführer kann direkt über
www.picchio-bello.com/deutsch/orderform
oder
über den regulären Buchhandel bezogen werden und
kostet 8,90 € zzgl. Versandkosten. Die Deutsche Ausgabe
hat die ISBN-Nummer 88-900907-9-0.
Weitere
Informationen zum Reiseführer, u.a. eine kleine Lesekostprobe
des Inhalts findet man unter :
www.picchio-bello.com/deutsch
Quelle:
www.wheel-it.de/portal
Handicap Tauchreise nach Bodrum in der Türkei
Reise vom 13.04.2001 bis 20.04.2001 - Bericht von Barbara Ritter
Die
Reisebegleitung und auch gleichzeitig unser Tauchbegleiter
war HSA Instructor Eren Erol aus Flensburg, er hat uns in
dieser einen Woche viel von seiner Heimat vermittelt und
die Tauchgruppen eingeteilt.
Die
Gruppe war für mich ganz neu, da ich mit meiner Tochter
Manuela aus Wuppertal komme. Ich selbst bin behindert und
nutze einen Rollstuhl (Multiple Sklerose), aber dieses war
von Anfang an für niemanden ein Problem, zudem in der
Flensburger Gruppe der Ole auch als Behinderter dabei war.
Direkt
nach der Ankunft am Flughafen in Izmir, wurden meine Tochter
und ich mit einem PKW (von der Reisegesellschaft) abgeholt,
nach einer Fahrt von ca. 3 Stunden kamen wir im Hotel Karia
Royal in Bodrum an. Das Hotel konnte ich eigenständig
über eine kleine Rampe erreichen. Das Personal war
sehr freundlich und hilfsbereit, das Zimmer, der Speisesaal
und alle anderen Räumlichkeiten empfand ich als sehr
behindertenfreundlich, also ich habe mich in diesem Hotel
sehr wohl gefühlt.
Wir
wurden jeden morgen von Mitarbeitern der " Yunus Scuba
School" abgeholt und zum Hafen gebracht.
Nachdem das Schiff beladen war konnten wir auch an Deck.
Jeden morgen fuhren wir hinaus zu wunderschönen , verschiedenen
Tauchgebieten. Das Wasser sehr klar und angenehm warm und
die Unterwasserwelt einfach faszinierend, ich habe viele
Arten von Fischen, Muscheln und Krebsen gesehen.
Unser Skipper, Yunus selbst, Eren und die Crew tauchten
mit und zeigten uns in den Tauchgebieten die Unterwasserwelt
mit ihren vielen Besonderheiten. Ich bin leider kein besonders
guter Schreiber, so dass ich euch gar nicht genau mit Worten
schildern kann, wie wunderbar es war.
Die Rollstühle von Ole und mir wurden gut verstaut,
mit Hilfe konnten wir uns auf dem sehr geräumigen Schiff
bewegen. Von Vorteil war für uns, das wir sitzend von
einer großen Plattform ins Wasser kippen konnten.
Vor dem Abtauchen und auch anschließend haben die
Mitarbeiter von Yunus uns beim an- und ausziehen der Tauchklamotten
sehr tatkräftig unterstützt, so dass wir ohne
riesige Anstrengungen jeden Bootstauchgang geniessen konnten.
Die Verpflegung an Bord war sehr gut.
Also ich fahre auf jeden fall wieder nach Bodrum und freue
mich, wenn ich mit Yunus und seinen Leuten wieder abtauchen
kann.
Das Schiff ist mit allem ausgerüstet was ein Taucher
braucht, d.h. wer wollte konnte sich die komplette Ausrüstung
ausleihen.
Barbara Ritter, barbara_ritter@web.de
Eren Erol, eren-erol@foni.net