Madagaskar (offiziell République de Madagascar),
die viertgrößte Insel der Welt, hat ihren Platz
im Indischen Ozean zwischen dem 12. und 26. Grad südlicher
Breite und dem 43° und 50° östlicher Länge.
Sie liegt der Südostküste Afrikas gegenüber,
von der sie 500 km zu Mosambik trennen. Die Landesnatur
ist überwiegend gebirgig mit der höchsten Erhebung
von 2 886 m, mit vielen Tafelbergen und Vulkanen, nach Osten
steil, nach Westen in weiten Stufen abfallend.
Fläche:
587 041 km², mit Nebeninseln rund 587 700 m².
Einwohner:
Bevölkerung ca. 13,1 Mill. Einwohner.
Städte:
Antananarivo
(Hauptstadt, 1 420 m) ca. 1,05 Mio. Einwohner
Fianarantsoa (1 200m) ca. 130 000 Einwohner
Toamasina [Tamatave] ca. 128 000 Einwohner
Antsiranana [Diego Suarez] ca. 121 000 Einwohner
Antsirabe ca. 120 000 Einwohner
Mahajanga [Majunga] ca. 100 000 Einwohner
Toliara [Tuléar] ca. 55 000 Einwohner
Amtssprache
Malagasy und Französisch, daneben etliche einheimische
Sprachen wie Howa. Kaum Englisch; Straßenschilder
hauptsächlich in Malagasy.
Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Std. (wahrend der europäischen
Sommerzeit +1 Std.).
Klima:
Das tropische Klima Madagaskars ist durch Höhenlagen
und vorherrschende Windrichtungen nicht einheitlich. Im
Hochland ist es gemäßigter und trockener als
an der heißen, feuchten Küste. Zwei Jahreszeiten
werden unterschieden. Zum einen von Januar bis März
die und von April bis Oktober die Regenzeit.
Die Ostseite ist stets dem Südostpassat ausgesetzt.
Von Oktober bis April setzt der heiße, regenreiche
Sommer ein mit Durchschnittstemperaturen von 29°C, teilweise
sogar tagsüber bis ca. 35°C. In den Monaten Mai
bis September kommt es dann zu gelegentlichen Regenfällen
und leicht fallenden Temperaturen.
Trockene Ostwinde im Winter und regenreiche Monsunwinde
im Sommer erreichen die Nord- und Westküste. Hier ist
es in der Regenzeit sehr heiß und feuchtwarm, mit
durchschnittlichen Temperaturen von 26°C. Eher gemäßigt
sind die Temperaturen in der Trockenzeit. Sehr trocken mit
seltenen Regenfällen ist der Süden des Landes.
Temperaturen zum Wohlfühlen z.B. auch in Taolanaro
(Fort Dauphin), welches ein Klima hat, das man mit dem an
der Côte d'Azur vergleichen kann.
Ein angenehmes Klima hat das Hochland mit einer Durchschnittshöhenlage
von 1400 m und Durchschnittstemperaturen um die 20°C.
Von Oktober bis April ist hier Sommer, mit Temperaturen,
die selten über 30°C steigen. Manchmal kommt es
zu starken Regenfällen mit Gewittern. Der Winter ist
eher trocken und kühl mit Temperaturen bis auf 5°C.
Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst im Hochland erleben,
Juli bis November an der Ostküste, Juli bis September
an der Westküste, ganzjährig im Süden und
von Juni bis Oktober auf der Insel Nosy-Bé.
Kleidung:
Das ganze Jahr über leichte, atmungsaktive Sommerkleidung
und leichte Wollsachen sowie Übergangskleidung für
die kühlere Zeit und das Hochland sind angebracht.
Im Reisegepäck sollten nicht fehlen: Regenschutz, gute
Sonnenbrillen und eine leichte Kopfbedeckung als Sonnenschutz.
Stromspannung:
In Antananarivo, Toamasina 110 und 220 Volt Wechselstrom,
50 Hz. Rundstecker; Birnen mit Bajonetteinhängung.
Adapter mitnehmen. Es kann vorkommen, daß in kleinen
Orten elektrischer Strom nur während der Dunkelheit
vorhanden ist. Ausserdem sollte man sich nicht über
übliche Stromausfälle ärgern.
Feiertage:
1. Januar, 29. März, Karfreitag, Ostersonntag, 1. Mai,
Himmelfahrt, Pfingstmontag, 26. Juni, 15. August, 1. November,
25. und 30. Dezember.
Öffnungszeiten:
Geschäfte - Mo bis Sa von 8/8.30 bis 18/19 Uhr. Zwischen
12 und 15 Uhr meist geschlossen. Banken - Mo bis Fr 8 bis
11 Uhr und Mo bis Do noch 14-16 Uhr. Büros - Mo bis
Fr 8 bis 17.30 Uhr.
Malediven

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Die
Inselrepublik Malediven breitet sich ca. 800 km südwestlich
von Sri Lanka im Indischen Ozean aus. Sie erstreckt sich
über ca. 130 km von West nach Ost und über ca.
750-890 km von Nord nach Süd; die südlichsten
Atolle liegen bereits südlich des Äquators - bis
1 Grad südl. Breite. (Die Koralleninseln ragen im Schnitt
1 bis 2 m über den Meeresspiegel und sind von einer
Lagune umgeben.) Das Staatsgebiet der Malediven umfaßt
annähernd 1200 Koralleninseln, die in 19 Atollgruppen
. Nur sind 219 bewohnt, davon sind 75 als Touristeninseln
ausgebaut.
Fläche:
ca. 298 km².
Bevölkerung:
ca. 253 000 Einwohner.
Städte:
Male
(Hauptstadt, am südlichen Ende des Nord-Male-Atolls)
ca. 63 000 Einwohner.
Amtssprache:
Maledivisch- Dhivehi; Englisch versteht man fast überall
(gilt besonders für Male und die Touristeninseln sowie
die jüngere Bevölkerung).
Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +4 Std. (während
der europäischen Sommerzeit +3 Std.).
Klimainformationen:
Entsprechend ihrer Lage haben die Malediven ein tropisches
Klima mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen um die 28-31°C
, tagsüber ca. 26-31°C, nachts ca. 24-28°C.
Die Wassertemperaturen liegen bei ca. 26-28°C mit einer
Luftfeuchtigkeit ca. 75-80 %, die Schwüle wird jedoch
durch eine fast ständig wehende Brise gemildert. Von
April bis September wehen Südwest-Monsunwinde und von
November bis April die Nordost-Monsunwinde. März/April
sind die heißesten Monate. Eine Regenzeit existiert
nicht wirklich, allerdings ist mit dem meisten Regen (teilweise
auch über einige Tage) während der Zeit des Südwest-Monsuns
zu rechnen. Im ganzen fällt der Regen in kurzen, heftigen
Schauern sehr häufignachts.
Beste Reisezeit: Oktober bis ca. Ende März.
Kleidung:
Das ganze Jahr über leichte, atmungsaktive Sommerkleidung.
Mit im Gepäck sollten Sonnenschutz und stabile Badeschuhe
(wegen der Korallenriffe) sein. Das Nackt- oder Oben-ohne-Baden
ist nicht gestattet. Dezente Kleidung ist bei Besuchen bzw.
Ausflügen zu den bewohnten Inseln oder Male (moslemische
Bevölkerung) zu tragen. Auch Männer sollten mindestens
Shorts und T-Shirt tragen.
Öffnungszeiten:
Büros: Sa bis Do 7.30-14.30 Uhr.
Läden: in Male Sa bis Do 8-12 Uhr, 12.30-19 Uhr (oft
bis spät abends), teilweise auch Fr ab 14 Uhr.
Feiertage:
Freitag ist der wöchentliche Ruhetag. 1. und 2. Januar,
26. und 27. Juli, 3. November, 11. und 12. November, 10.
Dezember, außerdem noch 10 weitere, jährlich
wechselnde islamische Feiertage.
Medikamente:
Auf eine gute Reiseapotheke sollte geachtet werden. Werden
Medikamente regelmäßig benötigt, müssen
sie in ausreichender Menge mitgeführt werden. Bei größere
Mengen, ist ein ärztliches Attest, möglichst mit
englischer Übersetzung, mitzunehmen.
Stromspannung:
In Male und auf den Touristeninseln (Generatorstrom) 220
Volt Wechselstrom, 50 Hz. Adapter mitnehmen.
Mauritius
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Die
Republik Mauritius liegt im Indischen Ozean etwa 850 km
vor der Ostküste Madagaskars bzw. 1800 km vor der Festlandsküste
Südostafrikas. Sie setzt sich aus der Hauptinsel Mauritius,
der Nebeninsel Rodrigues sowie mehreren kleineren Inseln
zusammen.
Fläche:
2045 km², z.T. gebirgig mit Höhen bis zu 800 m.
Auf die Insel Rodrigues entfallen 109 km².
Einwohner:
Bevölkerung ca. 1,2 Millionen Einwohner, davon
37 000 Einwohner auf Rodrigues.
Städte:
Port
Louis (Hauptstadt und einziger Hafen) ca. 150 000 Einwohner
Beau Bassin-Rose Hill 93 000 Einwohner
Quatre Bornes 65 400 Einwohner
Curepipe 64 100 Einwohner
Vacoas-Phoenix 56 800 Einwohner
St. Brandon und Port Mathurin auf Rodrigues
Amtssprache
Englisch; oft auch Französisch im Geschäftsleben.
Umgangssprache ist Kreolisches Französisch, außerdem
Hindi, Urdu, Tamil, Bhojpuri, Gujrati oder einer der chinesischen
Dialekte (Mandarin, Hakka) gesprochen.
Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden (während
der europäischen Sommerzeit +2 Std.).
Klima:
Die Jahreszeiten sind den europäischen umgekehrt. In
Mauritius herrscht Seeklima vor, von November bis April,
dem mauretanischen Sommer ist es tropisch, im Winter von
Mai bis Oktober subtropisch. Unter dem Einfluss des Südost-
Passats erhält die Ostseite 1500-4000mm, die Westseite
im Schatten der Gebirge dagegen nur 800 mm Niederschlag
pro Jahr, welcher von Januar bis Mai besonders zahlreich
ist. Eine Trockenzeit gibt es nicht. Je nach Höhenlage
liegen die mittleren Temperaturen zwischen 25 und 19°C,
an der Küste im Februar bis 35°C. Zwischen Januar
und März herrschen Wirbelstürme vor.
Beste Reisezeit: Die beste Zeit zum Reisen ist Ende März
bis Mitte Juni und September - November.
Kleidung:
Leichte,
atmungsaktive Baumwollkleidung in den Monaten November bis
April und für die Abende leichte Stolen und Jacken.
Von Mai bis Oktober ist tagsüber Sommerkleidung, morgens
und abends auch leichte Wollkleidung, Pullover und Jacken
empfehlenswert.
Wollsachen
sind bei Aufenthalt im Bergland für die Abende und
die frühen Morgenstunden angebracht. Mit im Gepäck
sollte sein: Regenschutz und gute Sonnenbrille.
Verpflegung:
Preisbeispiele im Restaurant: (in MR)
Frühstück ab ca. 70
Mittagessen ab ca. 120
Abendessen ab ca. 250
10% Regierungssteuer kommen jeweils noch hinzu.
Bedienung/Trinkgeld:
10% Trinkgeld ist gängig, wenn es nicht bereits auf
der Rechnung mitgerechnet ist.
Nahverkehrsmittel:
Busverkehr
zu fast allen Orten.
Taxen für Ausländer das häufigste Verkehrsmittel.
Der Preis ist vor Antritt der Fahrt abzumachen, auch die
leere Rückfahrt muß in Mauritius bezahlt werden.
Preis je km liegt bei 20 MR.
Öffnungszeiten:
Banken: Mo bis Fr 9.15-15.15 Uhr, Sa 9.15-11.15 Uhr.
Läden: Port Louis Mo bis Fr 9.30-17 Uhr, Sa 9.30-12
Uhr; Grand Baie Mo bis Sa 10-18 Uhr; So 9.30-12 Uhr; andere
Orte Mo, Di, Mi, Fr, Sa 10-18 Uhr, Do und So 9.15-11.15
Uhr.
Feiertage:
1. und 2. Januar, 12. März, 1. Mai, 1. November, 25.
Dezember sowie zahlreiche jährlich wechselnde Feiertage.
Stromspannung:
220/240 Volt Wechselstrom, 50 Hz. Stecker-Adapter (engl.)
nötig, oft an der Hotel-Rezeption zu bekommen.
Mexico
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Mit
Mexiko beginnt die Reihe der mittelamerikanischen Länder,
die Nord- mit Südamerika verbindet. Die unmittelbaren
Nachbarn der vereinigten Mexikanischen Staaten (Estados
Unidos Mexicanos) sind im Norden die USA, im Osten der Golf
von Mexiko, im Süden Guatemala, im Südosten Belize
und schließlich im Westen der Stille Ozean.
Fläche:
1 958 201 km².
Einwohner:
Bevölkerung ca. 86,5 Mill. Einwohner.
Städte:
Mexico
City (2230 m ü.Meer, Hauptstadt) ca. 22 Mill. Einwohner
Guadalajara (1710 m) 3,3 Mill. Einwohner
Monterrey (580 m) 2,6 Mill. Einwohner
Puebla (2310 m) 1,25 Mill. Einwohner
León 981 000 Einwohner
Ciudad Juárez (1144 m) 604 000 Einwohner
Mérida (Meereshöhe) 600 000 Einwohner
Tijuana 570 000 Einwohner
San Luis Potosi (2020 m) 543 000 Einwohner
Chihuahua (1392 m) 485 000 Einwohner
Acapulco (Meereshöhe) 457 000 Einwohner
Veracruz (Meereshöhe) 445 000 Einwohner
Mexicali (Meereshöhe) 401 000 Einwohner
Mazatlán (Meereshöhe) 280 000 Einwohner
Oaxaca (1600 m) 226 000 Einwohner
Amtssprache:
Spanisch; Englisch oft nur den Touristenorten und das auch
widerwillig.
Zeitverschiebung:
Der östliche Teil einschl. Mexico City = Mitteleuropäische
Zeit (MEZ) -7 Std., Gebiet Sinoloa, Sonora, Mazatlán,
Baja California Sur = MEZ -8 Std. (während der europ.
Sommerzeit -8 bzw. -9 Std.), Gebiet Baja California Norte
(Tijuana) = MEZ -9 Std., (hier Sommerzeit vom ersten Sonntag
im April bis zum letzten Sonntag im Oktober, d.h. die Uhr
wird um eine Stunde vorgestellt, daher keine Änderung
des Zeitunterschieds während der europ. Sommerzeit).
Klima:
Hier vermischen sich in der Natur die Grenzen zwischen der
tropischen und der subtropischen Klimazone. Unterhalb 800
m, im südlichen Landesteil und bei Yucatán,
findet man die heiße Zone in der es tropisch, feucht
ist mit durchschnittlichen Temperaturen über 25°C
und hoher Luftfeuchtigkeit. In der gemäßigte
Zone bei 800 bis 2000 m liegen die Durchschnittstemperaturen
zwischen 18 und 22°C. Am angenehmsten ist das Klima
in einer Höhe von 1500 m. Oberhalb der 2000 m, wie
z.B. in Mexiko City trifft man auf die kalte Zone mit Durchschnittstemperaturen
bei etwa 15°C. Hier wird es nur im Sommer um die Mittagszeit
sehr warm. April und Juni sind die heißesten Monate.
Von: Oktober bis Mai ist Trockenzeit und von Juni bis September
Regenzeit, in der es meist heftig aber meist von kurzer
Dauer regnet.
Im
Gebiet Mexico City ist oft sehr schlechte Luft und eine
Art Smogglocke liegt über der Stadt. Haben Reisende
Atemprobleme, sollten diese sich mit Medikamenten entsprechend
anpassen.
Kleidung:
Unterschiedlich je nach Jahreszeit, Klimazone und Höhenlage.
In der Trockenzeit von Oktober bis Anfang März wärmere
Kleidung einpacken, Sommerkleidung von Mitte März bis
Mai. In der Regenzeit von Juni bis September Sommer- sowie
Übergangskleidung und Regenschutz. In Mexico City und
allen höhergelegenden Orten auch Wollsachen. Um Belästigungen
zu vermeiden, sollten Frauen auf freizügige Kleidung
(Trägerhemden, Shorts u.ä.) verzichten. Von den
Herrn wird in besseren Hotels und Restaurants Jackett und
Krawatte erwartet.
Stromspannung:
110 Volt Wechselstrom, 60 Hz. Flachstecker (wie in USA üblich);
Zwischenstecker mitführen.
Telefon:
Vorwahl nach Mexiko: 0052.
Vorwahl
von Mexiko nach Deutschland: 9849. In Ladengeschäften,
in Kaufhäusern und an Zeitungsständen kann man
Telefonkarten kaufen. Ferngespräche aus Telefonzellen
sind billiger als im Hotel.
Feiertage:
1. und 6. Januar, 5. Februar, 21. März, Gründonnerstag
bis Ostersonntag, 1. und 5. Mai, 16. September, 12. Oktober,
1., 2. und 20. November, 12. und 25. Dezember. Die Regierungsstellen
sind in der Zeit von Mitte Juli bis Mitte September sowie
Mitte bis Ende Dezember nur schwach besetzt. Fallen Feiertage
auf einen Dienstag oder Donnerstag, wird das häufig
für ein verlängertes Wochenende genutzt.
Öffnungszeiten:
Geschäfte - Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 10
bis 19 Uhr; Mittwoch und Samstag 11-20 Uhr. Banken - Montag
bis Freitag 9-14.30 Uhr, einige wenige Filialen sind auch
am Wochenende geöffnet; Wechselstuben in der Zona Rosa
Mo bis Fr 10-21 Uhr. Regierungsbüros: Mo bis Fr 8-15
Uhr, Sa 8-13 Uhr; andere Büros: Mo bis Fr 9-14 und
16-18.30 Uhr (in Mexiko-Stadt vereinzelt kurze Mittagspausen,
ohne das Büro zu schließen, Bürostunden
dann 9-16.30 Uhr). Flughafenschalter haben 24-Stunden-Service.
Lebensmittelgeschäfte, auch Supermärkte: täglich
9-20 Uhr, einige samstags bis 24 Uhr.
Gebräuche:
An öffentlichen Ständen oder durch die Schuhputzjungen
auf der Straße ist das Schuhputzen gängig und
kostet etwa 3-4 mexN$.
Geschichte/Politik:
Auf die Geschichte Mexikos kann man Jahrtausende zurück
blicken. Viele hochentwickelte Kulturen gab es auch schon
vor dem Aztekenreich, welches die Spanier unter ihrem Feldherren
Cortés eroberten. Unter den Olmeken entstand die
erste Kultur um 1500 bis 300 v. Chr. Mit den ersten pyramidenförmigen
Tempelanlagen. Die Mayas gründeten während der
klassischen Kulturperiode von ca. 250 v. bis 900 n. Chr.
ganze Stadtstaaten in den Wäldern von Chiapas und auf
Yucatán. Während der Zeit nach 900 lösten
die Tolteken, Mixteken und zuletzt die Azteken, die sich
bereits Mexica nannten, einander ab. Spanische Seefahrer
erreichten 1517 unter Cortés die Küste Yucatáns.
König Montezuma wurde von ihnen erst gefangen genommen,
dann getötet. Cortés wurde von Kaiser Karl V.
zum Gouverneur von "Neu-Spanien" ernannt, dann
wurde die indianische Bevölkerung millionenfach massakriert.
Von spanischen Missionsorden wurde die Christianisierung
gewaltsam durchgesetzt. Zu Kämpfen gegen die spanische
Kolonialherrschaft kam es 1810 und der Krieg dauerte bis
1821 bis der siegreiche mexikanische Armeeführer Agustin
de Iturbide die Unabhängigkeit proklamieren und sich
zum ersten Kaiser der Vereinigten Staaten von Mexiko krönen
ließ. Im Jahre 1823 wurde Mexiko zur Republik ernannt.
Etwa 50 Regierungen folgten bis 1850. Ab 1867 regierte Porfiro
Diaz 30 Jahre lang als Diktator, was dem Land zwar Modernisierungen
aber auch Armut brachte. Die Revolution brach 1910 aus und
dauerte sieben Jahre bis zur Proklamation der mexikanischen,
bis heute geltenden Verfassung. Die grundsätzlichen
Ziele sind die Bodenreform, soziale Gerechtigkeit, Ausbau
des Bildungswesens und die Einschränkung der kirchlichen
Macht.
Soziale
Spannungen:
Es gibt über 90 Millionen Mexikaner, von denen etwa
80 Prozent spanisch- indianischer Abstammung sind, sogenannte
Mestizen. Es gibt über fünfzig verschiedene Volksgruppen
reiner Indianer, die etwa 10 Prozent ausmachen. Höchstens
5 Prozent ist der Anteil der weißen Bevölkerung.
Trotz gewünschter Gleichheit und Demokratie haben Menschen
mit heller Hautfarbe weitaus bessere Aufstiegschancen als
die Indianer, als vernachlässigte Randgruppe.
Wirtschaft:
Bergbau, mit sehr produktiven kleinen und mittleren Bergbauunternehmen,
spielt eine große Rolle, da Mexiko zahlreiche Vorkommen
an mineralischen Bodenschätzen besitzt. Es werden 45
unterschiedliche Metallerze und Mineralien gefördert.
Mexiko ist nach Russland, den USA und Saudi-Arabien der
viertgrößte Erdölproduzent. Durch die Expansion
auf dem Erdölsektor kam es zu einer eindrucksvollen
Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes.
Aber auch die Landwirtschaft ist für Mexiko von Bedeutung.
Sie beschäftigt 40% der Arbeitskräfte, hat aber
nur einen Anteil von etwa 9% am Bruttoinlandsprodukt. Unter
einem Mangel an Produktivität leidet auch die Forstwirtschaft.
Die Abholzung der tropischen Regenwäldern des Südens
nimmt furchteinflößende Formen an. Eine Spitzenposition
hält Mexiko im Tourismus der Drittweltländer.
Er ist einer der wichtigsten Devisenbringer Mexikos.
Vegetation:
Fast 30 000 Spezies an blühenden Pflanzen einschließlich
1000 Orchideenarten sind hier beheimatet. In 58 staatlichen
Parks und Biosphären- Naturschutzgebiete findet man
eine sehr artenreiche Flora. Europäische Nutzpflanzen
wie Mais, Tomaten und Tabak stammen aus Mexiko. In den Wüstengebieten
gibt es Arten, die in ihrem Gewebe große Feuchtigkeitsmengen
speichern. Feigenkakteen kommen zahlreich vor. Gegenüber
der Wüste zeigt die Gras- und Strauchsteppe einen stärkeren
Bewuchs und kann sich nach häufigem Niederschlägen
in üppiges Gras verwandeln. Viele Arten von Kakteen,
ferner Mesquitesträucher, Yuccapalmen und die "Chaparrales"
genannten Dornensträucher, ferner Agaven und den, von
den Indios "Peyotl" genannten, berauschend wirkenden
Kaktus finden hier ihre Heimat. Reich an Laub- und Nadelwald
sind die Westliche, die Östliche und die Südliche
Sierra Madre sowie der Vulkangürtel, die das Zentrale
Hochland einfassen. Am und nahe dem Südwestlichen Küstenstreifen
am Golf von Mexiko steht immergrüner Tropenwald. In
den amphibischen Küstenbereichen wachsen Sumpfpflanzen,
Bambus und Mangroven. Von umfangreichen Busch wird die Pazifikküste
Mittel- und Südmexikos sowie der Norden der Halbinsel
Yucatán geprägt. Im Süden der Halbinsel
Yucátan, in Chiapas, Tabasco und Veracruz gibt es
noch tropischen Regenwald.
Tierwelt:
Durch rücksichtslose Jagd wurde die reiche und zum
Teil einzigartige Fauna stark reduziert. Die letzten, offiziell
geschützten Tiere wie beispielsweise Jaguar, Puma,
Ozelot, Luchs, Ameisenbär und Luchs, haben sich in
die Berge und Urwälder zurückgezogen, wo man sie
nur noch selten zu sehen bekommt. Reichlich dagegen gibt
es Affen, Papageien, Kolibris, Leguane, Schildkröten,
Schlangen (dabei einige sehr giftige) Pelikane und andere
Wasser- und Sumpfvögel. In Baja California kann man
auch Seelöwen, Robben, Seeotter, Pelikane, Meeresschildkröten
und andere Küstenbewohner antreffen, die hier ein noch
unbehelligtes Leben führen. Im Frühjahr kann man
im Naturpark Ojo de Liebre an der Westküste (bei Guerro
Negro) trächtige Wale, die von weither in die gut geschützte
Bucht kommen beim Kalben zusehen. Hier hegen sie auch ihre
Jungen in den ersten Wochen. Delphine sind an der Südküste
von Yucatan und im Golf von Mexiko keine Seltenheit. Die
zutraulichen Tiere begleiten oft die Ausflugs- oder Fährboote
bis zum Hafen.
Kulinarisches:
Die Küche bietet regionale Unterschiede aufgrund der
verschiedenen Regionen. Während in den Ebenen die deftig-scharfen
Rindfleischgerichte bevorzugt werden, ißt man in den
Küstenregionen raffinierte Kompositionen aus Langusten,
Garnelen und Fisch aller Art. Die Basis der meisten Gerichte
ist die "Tortilla", ein feiner Fladen aus Maismehl,
welcher Nahrung und Werkzeug zugleich ist. Mit ihr werden
Suppen gelöffelt und auch Gemüse gegabelt. Es
gibt sie in Streifen geschnitten, wenn sie die Nudel ersetzt
oder knusprig geröstet als Beilage zu Gerichten aus
Schweinefleisch, Huhn, Rindfleisch oder den braunen "Frijoles"
- den Bohnen, die man in fast allen Gerichten finden kann.
Für den europäischen Gaumen überraschend,
sind die indianischen Spezialitäten, gemixt mit der
Kochkunst der spanischen Eroberer. Die 200 verschiedenen
Chilisorten machen die mexikanische Küche so scharf
und verleihen jedem Gericht eine eigene Note. In den Cantinas
findet man eine große Auswahl an Biersorten. Üblich
ist als Ausgleich des Mineralstoff- und Vitaminhaushaltes
eine Prise Salz auf dem Rand einer Bierdose sowie etwas
Zitronensaft.
Sitten
und Gebräuche:
Höfliche Umgangsformen und taktvolles Benehmen ist
unentbehrlich. Von Ungeduld und Unpünktlichkeit hält
man nichts. Nicht ernst nehmen sollte man eine leicht ausgesprochene
Einladung aus. Sie ist erst dann von Relevanz, wenn sie
wiederholt wird und eine genaue Zeit angegeben wird, ansonsten
ist es pure Höflichkeit.
Kleidung:
Möglichst keine kurzen Hosen oder Badekleidung außerhalb
der Touristenzentren tragen, da die Mexikaner auf korrekte
Kleidung Wert legen. Die Kirchen kann man mit kurzen Hosen
und nackten Schultern gar nicht betreten. Im Umgang mit
der indianischen Bevölkerung ist Feingefühl zu
zeigen. Sie standen jahrhundertelang im Schatten der Eingewanderten
und man sollte ihnen mit Achtung und Respekt gegenüber
ihrer Lebensführung entgegentreten. Will man ihre farbenprächtigen
religiösen Riten fotografieren sollte man fragen und
sich generell dabei sehr zurücknehmen.
Souvenirs:
Auf den Märkten findet man fast alles. Auch Souvenirs
jeder Art. Während es in den Läden und Kaufhäusern
feste Preise gibt, muss man auf dem Markt handeln. Auch
farbenfrohes, geheimnisvolles oder auch surrealistisches
Kunsthandwerk ist hier zu finden. Mehrere Materialien finden
ihre Anwendung: Silber (Mexiko ist der weltgrößte
Hersteller von Silbererzeugnissen), Gold (Schmuckstücke
von erstaunlicher Verarbeitung zwischen 14 und 18 Karat),
Kupfer (vom kleinen traditionellen Schmuckstück bis
zum großen Küchengerät - in Santa Clara
del Cobre befindet sich das Nationalmuseum für Kupferwaren),
Onyx (ein marmor-ähnlicher Edelstein für Zierobjekte),
Keramik (eine erstaunlich reiche Auswahl von gebrannter
Keramik, die in Oaxaca schwarz und in Tlaquepaque rot ist,
bis zu feinen Fayencen und Glaskeramik), Lackarbeiten (Schatullen,
Tabletts und Möbel), Stoffe (Baumwolle, Wolle, Seide
und alle sonstigen Naturfasern mit größter Phantasie
in Stickereien, Kleidung und Teppichen) und auch Masken
(eines der reizvollsten Kunsthandwerke in Mexiko: Abbilder
von Göttern und Teufeln).