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Die Inhaltsübersicht

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Betina - neue Stadtführerin in Magdeburg
- Madagaskar
- Malediven
- Mauritius
- Mexiko

Betina – neue Stadtführerin in Magdeburg

Nach einjähriger Entwicklungszeit haben die ADI private Informatikakademie Magdeburg und deren fünf Partner ein auf GPS-basierendes sowie Internet- und datenbankgestütztes Handgerät entwickelt, das vor allem Individualtouristen und kleinen Gruppen die Wege und Sehenswürdigkeiten von Magdeburg zeigen und erklären wird. Das System hat den Namen Betina erhalten weil es nicht nur Fußgängern, Rad- und Autofahrern den Weg durch die Stadt leiten kann, sondern als behindertengerechter touristischer Informationsassistent (BETINA) auch Rollstuhlfahrern in deutsch, englisch und französisch den Weg zu weisen vermag. Nach der Vorstellung des Systems läuft nun ein dreimonatiger Praxistest. Das Handgerät ist ab sofort in Tourismusbüro Magdeburg auszuleihen Auskünfte zu dem System BETINA sind erhältlich bei:

ADI private Informatik-Akademie gGmbH

Prof. em. Dr. Dr. h.c. Franz Stuchlik, Geschäftsführer
Halberstädter Straße 21 - D-39112 Magdeburg
Tel.: 0391 611 950 / Fax.: 0391 611 9522 /
E-Mail: stuchlik@iamd.de

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Madagaskar

Madagaskar (offiziell République de Madagascar), die viertgrößte Insel der Welt, hat ihren Platz im Indischen Ozean zwischen dem 12. und 26. Grad südlicher Breite und dem 43° und 50° östlicher Länge. Sie liegt der Südostküste Afrikas gegenüber, von der sie 500 km zu Mosambik trennen. Die Landesnatur ist überwiegend gebirgig mit der höchsten Erhebung von 2 886 m, mit vielen Tafelbergen und Vulkanen, nach Osten steil, nach Westen in weiten Stufen abfallend.

Fläche: 587 041 km², mit Nebeninseln rund 587 700 m².

Einwohner: Bevölkerung ca. 13,1 Mill. Einwohner.

Städte:
Antananarivo (Hauptstadt, 1 420 m) ca. 1,05 Mio. Einwohner
Fianarantsoa (1 200m) ca. 130 000 Einwohner
Toamasina [Tamatave] ca. 128 000 Einwohner
Antsiranana [Diego Suarez] ca. 121 000 Einwohner
Antsirabe ca. 120 000 Einwohner
Mahajanga [Majunga] ca. 100 000 Einwohner
Toliara [Tuléar] ca. 55 000 Einwohner
Amtssprache
Malagasy und Französisch, daneben etliche einheimische Sprachen wie Howa. Kaum Englisch; Straßenschilder hauptsächlich in Malagasy.

Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Std. (wahrend der europäischen Sommerzeit +1 Std.).

Klima:
Das tropische Klima Madagaskars ist durch Höhenlagen und vorherrschende Windrichtungen nicht einheitlich. Im Hochland ist es gemäßigter und trockener als an der heißen, feuchten Küste. Zwei Jahreszeiten werden unterschieden. Zum einen von Januar bis März die und von April bis Oktober die Regenzeit.
Die Ostseite ist stets dem Südostpassat ausgesetzt. Von Oktober bis April setzt der heiße, regenreiche Sommer ein mit Durchschnittstemperaturen von 29°C, teilweise sogar tagsüber bis ca. 35°C. In den Monaten Mai bis September kommt es dann zu gelegentlichen Regenfällen und leicht fallenden Temperaturen.
Trockene Ostwinde im Winter und regenreiche Monsunwinde im Sommer erreichen die Nord- und Westküste. Hier ist es in der Regenzeit sehr heiß und feuchtwarm, mit durchschnittlichen Temperaturen von 26°C. Eher gemäßigt sind die Temperaturen in der Trockenzeit. Sehr trocken mit seltenen Regenfällen ist der Süden des Landes. Temperaturen zum Wohlfühlen z.B. auch in Taolanaro (Fort Dauphin), welches ein Klima hat, das man mit dem an der Côte d'Azur vergleichen kann.
Ein angenehmes Klima hat das Hochland mit einer Durchschnittshöhenlage von 1400 m und Durchschnittstemperaturen um die 20°C. Von Oktober bis April ist hier Sommer, mit Temperaturen, die selten über 30°C steigen. Manchmal kommt es zu starken Regenfällen mit Gewittern. Der Winter ist eher trocken und kühl mit Temperaturen bis auf 5°C.
Beste Reisezeit: Frühjahr und Herbst im Hochland erleben, Juli bis November an der Ostküste, Juli bis September an der Westküste, ganzjährig im Süden und von Juni bis Oktober auf der Insel Nosy-Bé.

Kleidung:
Das ganze Jahr über leichte, atmungsaktive Sommerkleidung und leichte Wollsachen sowie Übergangskleidung für die kühlere Zeit und das Hochland sind angebracht. Im Reisegepäck sollten nicht fehlen: Regenschutz, gute Sonnenbrillen und eine leichte Kopfbedeckung als Sonnenschutz.

Stromspannung:
In Antananarivo, Toamasina 110 und 220 Volt Wechselstrom, 50 Hz. Rundstecker; Birnen mit Bajonetteinhängung. Adapter mitnehmen. Es kann vorkommen, daß in kleinen Orten elektrischer Strom nur während der Dunkelheit vorhanden ist. Ausserdem sollte man sich nicht über übliche Stromausfälle ärgern.

Feiertage:
1. Januar, 29. März, Karfreitag, Ostersonntag, 1. Mai, Himmelfahrt, Pfingstmontag, 26. Juni, 15. August, 1. November, 25. und 30. Dezember.

Öffnungszeiten:
Geschäfte - Mo bis Sa von 8/8.30 bis 18/19 Uhr. Zwischen 12 und 15 Uhr meist geschlossen. Banken - Mo bis Fr 8 bis 11 Uhr und Mo bis Do noch 14-16 Uhr. Büros - Mo bis Fr 8 bis 17.30 Uhr.

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Malediven

Die Inselrepublik Malediven breitet sich ca. 800 km südwestlich von Sri Lanka im Indischen Ozean aus. Sie erstreckt sich über ca. 130 km von West nach Ost und über ca. 750-890 km von Nord nach Süd; die südlichsten Atolle liegen bereits südlich des Äquators - bis 1 Grad südl. Breite. (Die Koralleninseln ragen im Schnitt 1 bis 2 m über den Meeresspiegel und sind von einer Lagune umgeben.) Das Staatsgebiet der Malediven umfaßt annähernd 1200 Koralleninseln, die in 19 Atollgruppen . Nur sind 219 bewohnt, davon sind 75 als Touristeninseln ausgebaut.

Fläche: ca. 298 km².

Bevölkerung: ca. 253 000 Einwohner.

Städte:
Male (Hauptstadt, am südlichen Ende des Nord-Male-Atolls) ca. 63 000 Einwohner.

Amtssprache:
Maledivisch- Dhivehi; Englisch versteht man fast überall (gilt besonders für Male und die Touristeninseln sowie die jüngere Bevölkerung).

Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +4 Std. (während der europäischen Sommerzeit +3 Std.).

Klimainformationen:
Entsprechend ihrer Lage haben die Malediven ein tropisches Klima mit durchschnittlichen Jahrestemperaturen um die 28-31°C , tagsüber ca. 26-31°C, nachts ca. 24-28°C. Die Wassertemperaturen liegen bei ca. 26-28°C mit einer Luftfeuchtigkeit ca. 75-80 %, die Schwüle wird jedoch durch eine fast ständig wehende Brise gemildert. Von April bis September wehen Südwest-Monsunwinde und von November bis April die Nordost-Monsunwinde. März/April sind die heißesten Monate. Eine Regenzeit existiert nicht wirklich, allerdings ist mit dem meisten Regen (teilweise auch über einige Tage) während der Zeit des Südwest-Monsuns zu rechnen. Im ganzen fällt der Regen in kurzen, heftigen Schauern sehr häufignachts.
Beste Reisezeit: Oktober bis ca. Ende März.

Kleidung:
Das ganze Jahr über leichte, atmungsaktive Sommerkleidung. Mit im Gepäck sollten Sonnenschutz und stabile Badeschuhe (wegen der Korallenriffe) sein. Das Nackt- oder Oben-ohne-Baden ist nicht gestattet. Dezente Kleidung ist bei Besuchen bzw. Ausflügen zu den bewohnten Inseln oder Male (moslemische Bevölkerung) zu tragen. Auch Männer sollten mindestens Shorts und T-Shirt tragen.

Öffnungszeiten:
Büros: Sa bis Do 7.30-14.30 Uhr.
Läden: in Male Sa bis Do 8-12 Uhr, 12.30-19 Uhr (oft bis spät abends), teilweise auch Fr ab 14 Uhr.

Feiertage:
Freitag ist der wöchentliche Ruhetag. 1. und 2. Januar, 26. und 27. Juli, 3. November, 11. und 12. November, 10. Dezember, außerdem noch 10 weitere, jährlich wechselnde islamische Feiertage.

Medikamente:
Auf eine gute Reiseapotheke sollte geachtet werden. Werden Medikamente regelmäßig benötigt, müssen sie in ausreichender Menge mitgeführt werden. Bei größere Mengen, ist ein ärztliches Attest, möglichst mit englischer Übersetzung, mitzunehmen.

Stromspannung:
In Male und auf den Touristeninseln (Generatorstrom) 220 Volt Wechselstrom, 50 Hz. Adapter mitnehmen.

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Mauritius

Die Republik Mauritius liegt im Indischen Ozean etwa 850 km vor der Ostküste Madagaskars bzw. 1800 km vor der Festlandsküste Südostafrikas. Sie setzt sich aus der Hauptinsel Mauritius, der Nebeninsel Rodrigues sowie mehreren kleineren Inseln zusammen.

Fläche: 2045 km², z.T. gebirgig mit Höhen bis zu 800 m. Auf die Insel Rodrigues entfallen 109 km².

Einwohner: Bevölkerung ca. 1,2 Millionen Einwohner, davon 37 000 Einwohner auf Rodrigues.

Städte:
Port Louis (Hauptstadt und einziger Hafen) ca. 150 000 Einwohner
Beau Bassin-Rose Hill 93 000 Einwohner
Quatre Bornes 65 400 Einwohner
Curepipe 64 100 Einwohner
Vacoas-Phoenix 56 800 Einwohner
St. Brandon und Port Mathurin auf Rodrigues
Amtssprache
Englisch; oft auch Französisch im Geschäftsleben. Umgangssprache ist Kreolisches Französisch, außerdem Hindi, Urdu, Tamil, Bhojpuri, Gujrati oder einer der chinesischen Dialekte (Mandarin, Hakka) gesprochen.

Zeitverschiebung:
Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden (während der europäischen Sommerzeit +2 Std.).

Klima:
Die Jahreszeiten sind den europäischen umgekehrt. In Mauritius herrscht Seeklima vor, von November bis April, dem mauretanischen Sommer ist es tropisch, im Winter von Mai bis Oktober subtropisch. Unter dem Einfluss des Südost- Passats erhält die Ostseite 1500-4000mm, die Westseite im Schatten der Gebirge dagegen nur 800 mm Niederschlag pro Jahr, welcher von Januar bis Mai besonders zahlreich ist. Eine Trockenzeit gibt es nicht. Je nach Höhenlage liegen die mittleren Temperaturen zwischen 25 und 19°C, an der Küste im Februar bis 35°C. Zwischen Januar und März herrschen Wirbelstürme vor.
Beste Reisezeit: Die beste Zeit zum Reisen ist Ende März bis Mitte Juni und September - November.

Kleidung:
Leichte, atmungsaktive Baumwollkleidung in den Monaten November bis April und für die Abende leichte Stolen und Jacken. Von Mai bis Oktober ist tagsüber Sommerkleidung, morgens und abends auch leichte Wollkleidung, Pullover und Jacken empfehlenswert.

Wollsachen sind bei Aufenthalt im Bergland für die Abende und die frühen Morgenstunden angebracht. Mit im Gepäck sollte sein: Regenschutz und gute Sonnenbrille.

Verpflegung:
Preisbeispiele im Restaurant: (in MR)
Frühstück ab ca. 70
Mittagessen ab ca. 120
Abendessen ab ca. 250
10% Regierungssteuer kommen jeweils noch hinzu.

Bedienung/Trinkgeld:
10% Trinkgeld ist gängig, wenn es nicht bereits auf der Rechnung mitgerechnet ist.

Nahverkehrsmittel:
Busverkehr zu fast allen Orten.
Taxen für Ausländer das häufigste Verkehrsmittel. Der Preis ist vor Antritt der Fahrt abzumachen, auch die leere Rückfahrt muß in Mauritius bezahlt werden. Preis je km liegt bei 20 MR.

Öffnungszeiten:
Banken: Mo bis Fr 9.15-15.15 Uhr, Sa 9.15-11.15 Uhr.
Läden: Port Louis Mo bis Fr 9.30-17 Uhr, Sa 9.30-12 Uhr; Grand Baie Mo bis Sa 10-18 Uhr; So 9.30-12 Uhr; andere Orte Mo, Di, Mi, Fr, Sa 10-18 Uhr, Do und So 9.15-11.15 Uhr.

Feiertage:
1. und 2. Januar, 12. März, 1. Mai, 1. November, 25. Dezember sowie zahlreiche jährlich wechselnde Feiertage.

Stromspannung:
220/240 Volt Wechselstrom, 50 Hz. Stecker-Adapter (engl.) nötig, oft an der Hotel-Rezeption zu bekommen.

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Mexico

Mit Mexiko beginnt die Reihe der mittelamerikanischen Länder, die Nord- mit Südamerika verbindet. Die unmittelbaren Nachbarn der vereinigten Mexikanischen Staaten (Estados Unidos Mexicanos) sind im Norden die USA, im Osten der Golf von Mexiko, im Süden Guatemala, im Südosten Belize und schließlich im Westen der Stille Ozean.

Fläche: 1 958 201 km².

Einwohner: Bevölkerung ca. 86,5 Mill. Einwohner.

Städte:
Mexico City (2230 m ü.Meer, Hauptstadt) ca. 22 Mill. Einwohner
Guadalajara (1710 m) 3,3 Mill. Einwohner
Monterrey (580 m) 2,6 Mill. Einwohner
Puebla (2310 m) 1,25 Mill. Einwohner
León 981 000 Einwohner
Ciudad Juárez (1144 m) 604 000 Einwohner
Mérida (Meereshöhe) 600 000 Einwohner
Tijuana 570 000 Einwohner
San Luis Potosi (2020 m) 543 000 Einwohner
Chihuahua (1392 m) 485 000 Einwohner
Acapulco (Meereshöhe) 457 000 Einwohner
Veracruz (Meereshöhe) 445 000 Einwohner
Mexicali (Meereshöhe) 401 000 Einwohner
Mazatlán (Meereshöhe) 280 000 Einwohner
Oaxaca (1600 m) 226 000 Einwohner

Amtssprache:
Spanisch; Englisch oft nur den Touristenorten und das auch widerwillig.

Zeitverschiebung:
Der östliche Teil einschl. Mexico City = Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -7 Std., Gebiet Sinoloa, Sonora, Mazatlán, Baja California Sur = MEZ -8 Std. (während der europ. Sommerzeit -8 bzw. -9 Std.), Gebiet Baja California Norte (Tijuana) = MEZ -9 Std., (hier Sommerzeit vom ersten Sonntag im April bis zum letzten Sonntag im Oktober, d.h. die Uhr wird um eine Stunde vorgestellt, daher keine Änderung des Zeitunterschieds während der europ. Sommerzeit).

Klima:
Hier vermischen sich in der Natur die Grenzen zwischen der tropischen und der subtropischen Klimazone. Unterhalb 800 m, im südlichen Landesteil und bei Yucatán, findet man die heiße Zone in der es tropisch, feucht ist mit durchschnittlichen Temperaturen über 25°C und hoher Luftfeuchtigkeit. In der gemäßigte Zone bei 800 bis 2000 m liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen 18 und 22°C. Am angenehmsten ist das Klima in einer Höhe von 1500 m. Oberhalb der 2000 m, wie z.B. in Mexiko City trifft man auf die kalte Zone mit Durchschnittstemperaturen bei etwa 15°C. Hier wird es nur im Sommer um die Mittagszeit sehr warm. April und Juni sind die heißesten Monate. Von: Oktober bis Mai ist Trockenzeit und von Juni bis September Regenzeit, in der es meist heftig aber meist von kurzer Dauer regnet.

Im Gebiet Mexico City ist oft sehr schlechte Luft und eine Art Smogglocke liegt über der Stadt. Haben Reisende Atemprobleme, sollten diese sich mit Medikamenten entsprechend anpassen.

Kleidung:
Unterschiedlich je nach Jahreszeit, Klimazone und Höhenlage. In der Trockenzeit von Oktober bis Anfang März wärmere Kleidung einpacken, Sommerkleidung von Mitte März bis Mai. In der Regenzeit von Juni bis September Sommer- sowie Übergangskleidung und Regenschutz. In Mexico City und allen höhergelegenden Orten auch Wollsachen. Um Belästigungen zu vermeiden, sollten Frauen auf freizügige Kleidung (Trägerhemden, Shorts u.ä.) verzichten. Von den Herrn wird in besseren Hotels und Restaurants Jackett und Krawatte erwartet.

Stromspannung:
110 Volt Wechselstrom, 60 Hz. Flachstecker (wie in USA üblich); Zwischenstecker mitführen.

Telefon:
Vorwahl nach Mexiko: 0052.

Vorwahl von Mexiko nach Deutschland: 9849. In Ladengeschäften, in Kaufhäusern und an Zeitungsständen kann man Telefonkarten kaufen. Ferngespräche aus Telefonzellen sind billiger als im Hotel.

Feiertage:
1. und 6. Januar, 5. Februar, 21. März, Gründonnerstag bis Ostersonntag, 1. und 5. Mai, 16. September, 12. Oktober, 1., 2. und 20. November, 12. und 25. Dezember. Die Regierungsstellen sind in der Zeit von Mitte Juli bis Mitte September sowie Mitte bis Ende Dezember nur schwach besetzt. Fallen Feiertage auf einen Dienstag oder Donnerstag, wird das häufig für ein verlängertes Wochenende genutzt.

Öffnungszeiten:
Geschäfte - Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag 10 bis 19 Uhr; Mittwoch und Samstag 11-20 Uhr. Banken - Montag bis Freitag 9-14.30 Uhr, einige wenige Filialen sind auch am Wochenende geöffnet; Wechselstuben in der Zona Rosa Mo bis Fr 10-21 Uhr. Regierungsbüros: Mo bis Fr 8-15 Uhr, Sa 8-13 Uhr; andere Büros: Mo bis Fr 9-14 und 16-18.30 Uhr (in Mexiko-Stadt vereinzelt kurze Mittagspausen, ohne das Büro zu schließen, Bürostunden dann 9-16.30 Uhr). Flughafenschalter haben 24-Stunden-Service. Lebensmittelgeschäfte, auch Supermärkte: täglich 9-20 Uhr, einige samstags bis 24 Uhr.

Gebräuche:
An öffentlichen Ständen oder durch die Schuhputzjungen auf der Straße ist das Schuhputzen gängig und kostet etwa 3-4 mexN$.

Geschichte/Politik:
Auf die Geschichte Mexikos kann man Jahrtausende zurück blicken. Viele hochentwickelte Kulturen gab es auch schon vor dem Aztekenreich, welches die Spanier unter ihrem Feldherren Cortés eroberten. Unter den Olmeken entstand die erste Kultur um 1500 bis 300 v. Chr. Mit den ersten pyramidenförmigen Tempelanlagen. Die Mayas gründeten während der klassischen Kulturperiode von ca. 250 v. bis 900 n. Chr. ganze Stadtstaaten in den Wäldern von Chiapas und auf Yucatán. Während der Zeit nach 900 lösten die Tolteken, Mixteken und zuletzt die Azteken, die sich bereits Mexica nannten, einander ab. Spanische Seefahrer erreichten 1517 unter Cortés die Küste Yucatáns. König Montezuma wurde von ihnen erst gefangen genommen, dann getötet. Cortés wurde von Kaiser Karl V. zum Gouverneur von "Neu-Spanien" ernannt, dann wurde die indianische Bevölkerung millionenfach massakriert. Von spanischen Missionsorden wurde die Christianisierung gewaltsam durchgesetzt. Zu Kämpfen gegen die spanische Kolonialherrschaft kam es 1810 und der Krieg dauerte bis 1821 bis der siegreiche mexikanische Armeeführer Agustin de Iturbide die Unabhängigkeit proklamieren und sich zum ersten Kaiser der Vereinigten Staaten von Mexiko krönen ließ. Im Jahre 1823 wurde Mexiko zur Republik ernannt. Etwa 50 Regierungen folgten bis 1850. Ab 1867 regierte Porfiro Diaz 30 Jahre lang als Diktator, was dem Land zwar Modernisierungen aber auch Armut brachte. Die Revolution brach 1910 aus und dauerte sieben Jahre bis zur Proklamation der mexikanischen, bis heute geltenden Verfassung. Die grundsätzlichen Ziele sind die Bodenreform, soziale Gerechtigkeit, Ausbau des Bildungswesens und die Einschränkung der kirchlichen Macht.

Soziale Spannungen:
Es gibt über 90 Millionen Mexikaner, von denen etwa 80 Prozent spanisch- indianischer Abstammung sind, sogenannte Mestizen. Es gibt über fünfzig verschiedene Volksgruppen reiner Indianer, die etwa 10 Prozent ausmachen. Höchstens 5 Prozent ist der Anteil der weißen Bevölkerung. Trotz gewünschter Gleichheit und Demokratie haben Menschen mit heller Hautfarbe weitaus bessere Aufstiegschancen als die Indianer, als vernachlässigte Randgruppe.

Wirtschaft:
Bergbau, mit sehr produktiven kleinen und mittleren Bergbauunternehmen, spielt eine große Rolle, da Mexiko zahlreiche Vorkommen an mineralischen Bodenschätzen besitzt. Es werden 45 unterschiedliche Metallerze und Mineralien gefördert. Mexiko ist nach Russland, den USA und Saudi-Arabien der viertgrößte Erdölproduzent. Durch die Expansion auf dem Erdölsektor kam es zu einer eindrucksvollen Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes.
Aber auch die Landwirtschaft ist für Mexiko von Bedeutung. Sie beschäftigt 40% der Arbeitskräfte, hat aber nur einen Anteil von etwa 9% am Bruttoinlandsprodukt. Unter einem Mangel an Produktivität leidet auch die Forstwirtschaft. Die Abholzung der tropischen Regenwäldern des Südens nimmt furchteinflößende Formen an. Eine Spitzenposition hält Mexiko im Tourismus der Drittweltländer. Er ist einer der wichtigsten Devisenbringer Mexikos.

Vegetation:
Fast 30 000 Spezies an blühenden Pflanzen einschließlich 1000 Orchideenarten sind hier beheimatet. In 58 staatlichen Parks und Biosphären- Naturschutzgebiete findet man eine sehr artenreiche Flora. Europäische Nutzpflanzen wie Mais, Tomaten und Tabak stammen aus Mexiko. In den Wüstengebieten gibt es Arten, die in ihrem Gewebe große Feuchtigkeitsmengen speichern. Feigenkakteen kommen zahlreich vor. Gegenüber der Wüste zeigt die Gras- und Strauchsteppe einen stärkeren Bewuchs und kann sich nach häufigem Niederschlägen in üppiges Gras verwandeln. Viele Arten von Kakteen, ferner Mesquitesträucher, Yuccapalmen und die "Chaparrales" genannten Dornensträucher, ferner Agaven und den, von den Indios "Peyotl" genannten, berauschend wirkenden Kaktus finden hier ihre Heimat. Reich an Laub- und Nadelwald sind die Westliche, die Östliche und die Südliche Sierra Madre sowie der Vulkangürtel, die das Zentrale Hochland einfassen. Am und nahe dem Südwestlichen Küstenstreifen am Golf von Mexiko steht immergrüner Tropenwald. In den amphibischen Küstenbereichen wachsen Sumpfpflanzen, Bambus und Mangroven. Von umfangreichen Busch wird die Pazifikküste Mittel- und Südmexikos sowie der Norden der Halbinsel Yucatán geprägt. Im Süden der Halbinsel Yucátan, in Chiapas, Tabasco und Veracruz gibt es noch tropischen Regenwald.

Tierwelt:
Durch rücksichtslose Jagd wurde die reiche und zum Teil einzigartige Fauna stark reduziert. Die letzten, offiziell geschützten Tiere wie beispielsweise Jaguar, Puma, Ozelot, Luchs, Ameisenbär und Luchs, haben sich in die Berge und Urwälder zurückgezogen, wo man sie nur noch selten zu sehen bekommt. Reichlich dagegen gibt es Affen, Papageien, Kolibris, Leguane, Schildkröten, Schlangen (dabei einige sehr giftige) Pelikane und andere Wasser- und Sumpfvögel. In Baja California kann man auch Seelöwen, Robben, Seeotter, Pelikane, Meeresschildkröten und andere Küstenbewohner antreffen, die hier ein noch unbehelligtes Leben führen. Im Frühjahr kann man im Naturpark Ojo de Liebre an der Westküste (bei Guerro Negro) trächtige Wale, die von weither in die gut geschützte Bucht kommen beim Kalben zusehen. Hier hegen sie auch ihre Jungen in den ersten Wochen. Delphine sind an der Südküste von Yucatan und im Golf von Mexiko keine Seltenheit. Die zutraulichen Tiere begleiten oft die Ausflugs- oder Fährboote bis zum Hafen.

Kulinarisches:
Die Küche bietet regionale Unterschiede aufgrund der verschiedenen Regionen. Während in den Ebenen die deftig-scharfen Rindfleischgerichte bevorzugt werden, ißt man in den Küstenregionen raffinierte Kompositionen aus Langusten, Garnelen und Fisch aller Art. Die Basis der meisten Gerichte ist die "Tortilla", ein feiner Fladen aus Maismehl, welcher Nahrung und Werkzeug zugleich ist. Mit ihr werden Suppen gelöffelt und auch Gemüse gegabelt. Es gibt sie in Streifen geschnitten, wenn sie die Nudel ersetzt oder knusprig geröstet als Beilage zu Gerichten aus Schweinefleisch, Huhn, Rindfleisch oder den braunen "Frijoles" - den Bohnen, die man in fast allen Gerichten finden kann. Für den europäischen Gaumen überraschend, sind die indianischen Spezialitäten, gemixt mit der Kochkunst der spanischen Eroberer. Die 200 verschiedenen Chilisorten machen die mexikanische Küche so scharf und verleihen jedem Gericht eine eigene Note. In den Cantinas findet man eine große Auswahl an Biersorten. Üblich ist als Ausgleich des Mineralstoff- und Vitaminhaushaltes eine Prise Salz auf dem Rand einer Bierdose sowie etwas Zitronensaft.

Sitten und Gebräuche:
Höfliche Umgangsformen und taktvolles Benehmen ist unentbehrlich. Von Ungeduld und Unpünktlichkeit hält man nichts. Nicht ernst nehmen sollte man eine leicht ausgesprochene Einladung aus. Sie ist erst dann von Relevanz, wenn sie wiederholt wird und eine genaue Zeit angegeben wird, ansonsten ist es pure Höflichkeit.

Kleidung:
Möglichst keine kurzen Hosen oder Badekleidung außerhalb der Touristenzentren tragen, da die Mexikaner auf korrekte Kleidung Wert legen. Die Kirchen kann man mit kurzen Hosen und nackten Schultern gar nicht betreten. Im Umgang mit der indianischen Bevölkerung ist Feingefühl zu zeigen. Sie standen jahrhundertelang im Schatten der Eingewanderten und man sollte ihnen mit Achtung und Respekt gegenüber ihrer Lebensführung entgegentreten. Will man ihre farbenprächtigen religiösen Riten fotografieren sollte man fragen und sich generell dabei sehr zurücknehmen.

Souvenirs:
Auf den Märkten findet man fast alles. Auch Souvenirs jeder Art. Während es in den Läden und Kaufhäusern feste Preise gibt, muss man auf dem Markt handeln. Auch farbenfrohes, geheimnisvolles oder auch surrealistisches Kunsthandwerk ist hier zu finden. Mehrere Materialien finden ihre Anwendung: Silber (Mexiko ist der weltgrößte Hersteller von Silbererzeugnissen), Gold (Schmuckstücke von erstaunlicher Verarbeitung zwischen 14 und 18 Karat), Kupfer (vom kleinen traditionellen Schmuckstück bis zum großen Küchengerät - in Santa Clara del Cobre befindet sich das Nationalmuseum für Kupferwaren), Onyx (ein marmor-ähnlicher Edelstein für Zierobjekte), Keramik (eine erstaunlich reiche Auswahl von gebrannter Keramik, die in Oaxaca schwarz und in Tlaquepaque rot ist, bis zu feinen Fayencen und Glaskeramik), Lackarbeiten (Schatullen, Tabletts und Möbel), Stoffe (Baumwolle, Wolle, Seide und alle sonstigen Naturfasern mit größter Phantasie in Stickereien, Kleidung und Teppichen) und auch Masken (eines der reizvollsten Kunsthandwerke in Mexiko: Abbilder von Göttern und Teufeln).

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