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Prionen sind ansteckend
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Jeder 3. Europäer
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+++ Newsticker am Freitag +++
"Ahnung" von Alkohol beeinflusst Libido

29.04.2005 - Um sich andere Menschen "schön zu trinken", muss man nicht tatsächlich mehrere Gläser leeren. Diesen verblüffenden Schluss legen Experimente amerikanischer und deutscher Psychologen nahe. Sahen ihre Versuchsteilnehmer unterbewusst im Zusammenhang mit Alkohol stehende Wörter, hatte dies merklichen Einfluss auf ihre Libido. Ihre Resultate präsentieren die Forscher im Fachblatt "Addiction".


Foto: photoCase

Die Resultate zeigten, wie anfällig das Gehirn für subtile Reize sei, so Ronald Friedman von der University of Missouri, Columbia. "Es ist Besorgnis erregend, dass Erwartungen an Alkohol und an Drogen aktiviert werden können, ohne dass man es bemerkt."

Alkohol kann sich sehr unterschiedlich auf das Liebesleben auswirken. Einerseits kann er helfen, potenzielle Geschlechtspartner kennen zu lernen. Sollte sich eine gemeinsame Nacht ergeben, kann er diese jedoch auch zum Scheitern verurteilen. Friedman und seine Kollegen untersuchten nun, ob sich entsprechende Erwartungen bzw. Befürchtungen auch ohne Alkoholkonsum auslösen lassen.

Zunächst befragten die Forscher 82 Studenten im Alter von 18 bis 27 Jahren, ob sich Alkohol förderlich oder hemmend auf ihre Libido auswirke. Einen Monat später setzten sie die jungen Männer vor einen Bildschirm, der in rasanter Folge unterschiedliche Buchstaben und Wörter zeigte. Danach zeigten sie ihnen Fotos von Frauen und baten sie, deren Attraktivität oder Intelligenz einzuschätzen.

Waren unter den Wörtern auch solche wie "Bier" oder "Schnaps", veränderte sich die Einschätzung der Männer gemäß den Erwartungen an Alkohol: Gingen sie von einem förderlichen bzw. hinderlichen Effekt aus, vergaben sie deutlich höhere bzw. niedrigere Punktzahlen als solche Männer, die lediglich Wörter wie "Kaffee" oder "Wasser" gesehen hatten. Auf die Einschätzung der Intelligenz hatten die Alkohol-Andeutungen dagegen keinen Einfluss.


Forschung: Ronald S. Friedman und Denis M. McCarthy, Department of Psychological Sciences, University of Missouri, Columbia; Jens Förster und Markus Denzler, Social Cognitin Laboratory, International University, Bremen

Veröffentlicht in Addiction, Vol. 100(5), Mai 2005, pp 672-81, DOI 10.1111/j.1360-0443.2005.01056.x

Quelle: Scienceticker





Endstation Säugling: Über die Muttermilch entgiften Babys ihre Mütter

München - 29.04.2005 (ots) - Frauen entgiften ihren Körper, indem sie beim Stillen die Schadstoffe an ihre Kinder weitergeben. Wie die Zeitschrift natur+kosmos berichtet in ihrer Maiausgabe, sind die Folgen wissenschaftlich umstritten.


Bild: photoCase

Zu den Giften, die die Babys verkraften müssen, gehören Umweltgifte wie DDT, Dioxin und PCB. Diese sind zwar in Deutschland längst verboten, jedoch sehr langlebig. Sie verteilen sich weiträumig in der Umwelt, gelangen über die Nahrung in die Tiere und letztlich reichern sie sich auch im Körper des Menschen an. Mütter haben jedoch weniger Gifte im Blut als andere Menschen, weil sie die Schadstoffe über die Nabelschnur und die Muttermilch an ihren Nachwuchs übertragen.

Allerdings muss das den Babys nicht unbedingt schaden: "Viele dieser Stoffe sind erst wirksam, wenn sie metabolisiert werden", sagt der Chemiker Michael Braungart, Leiter des Hamburger Umweltinstituts. "Bei Neugeborenen aber funktioniert die Leber noch nicht richtig." Daher rauschten die schädlichen Substanzen bei ihnen zum Teil einfach durch, ohne ihre schädliche Wirkung entfalten zu können. Auf der anderen Seite hätten Studien gezeigt, dass Flaschenkinder ein Viertel weniger PCB im Blut haben als Brustkinder und diese Belastung deutlich die Entwicklung des Gehirns beeinträchtigt, berichtet Andres Gies vom Umweltbundesamt.

Letztlich, da sind sich alle Experten einig, gebe es jedoch keine Alternative zur Muttermilch. Sie ist so nahrhaft, und das Stillen hat so viele Vorteile für die Entwicklung des Kindes und auch für die Mutter, dass man die Schadstoffspuren in Kauf nehmen solle. Vielmehr müssten neue Chemikaliengesetze dafür sorgen, dass die Vorkommen der Gifte in der Muttermilch geringer werden.

Quelle: Natur + Kosmos



Prionen sind ansteckend

22.04.2005 - Nicht nur Mikroorganismen, auch abnorm gefaltete Proteine können ansteckende Krankheiten hervorrufen. Den beinahe endgültigen Beleg für diese Prionen-Hypothese präsentiert eine internationale Forschergruppe im Fachblatt "Cell". Im Labor vermehrte Prionen riefen bei ihren Versuchstieren die gleiche Gehirnerkrankung hervor, wie sie nach direkter Übertragung auftrat.

Laut der Prionen-Hypothese können abnorm gefaltete Prionproteine normalen Vettern ihre Struktur aufzwängen und so einen fatalen Schneeballeffekt bewirken. Zu den resultierenden Krankheiten, den transmissiblen spongiformen Encephalopathien (TSE), werden unter anderem die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit gezählt sowie Kuru, Scrapie und die als "Rinderwahnsinn" bekannte BSE. Mikroben bzw. Erbgut sollen keine kausale Rolle spielen. "Die Belege für die Prionen-Hypothese waren stark, jedoch fehlte der endgültige Beweis", erläutert Claudio Soto von der University of Texas in Galveston.

Bislang war es nicht gelungen, Prionen im Labor in größeren Mengen und in Reinform herzustellen und dann - losgelöst von dem ursprünglich erkrankten Tier - ihre Wirkung zu testen. Soto und seine Kollegen gaben nun Hirnextrakte TSE-kranker Hamster zu Hirnextrakten nicht erkrankter Tiere und setzten das Gemisch intensiven Schallwellen aus. Nach einiger Zeit gaben sie einen Teil des Gemischs erneut zu Gehirnextrakt nicht erkrankter Tiere und wiederholten die Prozedur. Tatsächlich wurde normal gefaltetes Prionprotein dabei in die abnorm gefaltete Variante überführt.

Die Forscher wiederholten diese Schritte immer wieder, bis das Gemisch aufgrund der immer stärkeren Verdünnung kein Prion-Molekül des erkrankten Tieres hätte enthalten dürfen. Dann injizierten sie das Material nicht erkrankten Hamstern. Binnen vier Monaten erkrankten diese an einer TSE, die sich nicht von der Erkrankung der Ausgangstiere unterscheiden ließ. Die Resultate seien beeindruckend, kommentieren Wen-Quan Zou und Pierluigi Gambetti von der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio, in der gleichen Ausgabe der Zeitschrift. Gleichwohl sei "nicht auszuschließen, dass neben den Prionen auch RNA oder andere Moleküle aus dem ursprünglichen Hirnextrakt vermehrt wurden." Den definitiven Beleg könnten wohl erst Versuche mit künstlich erzeugten Prionen erbringen.


Forschung: Joaquín Castilla,Paula Saá,Claudio Hetz und Claudio Soto, Department of Neurology, University of Texas Medical Branch, Galveston, und Centro de Biología Molecular, Universidad Autónoma de Madrid, und Instituto de Ciencias Biomédicas, Universidad de Chile, Santiago

Veröffentlicht in Cell, Vol. 121, 22. April 2005, pp 195-206, DOI 10.1016/j.cell.2005.02.011

Quelle: Scienceticker



Zahnärzte und Politik ziehen positive Bilanz zum Festzuschusssystem


Berlin - 22.04.2005 (ots) - Das zum 1. Januar 2005 eingeführte System befundbezogener Festzuschüsse für Zahnersatz in der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein Zukunftsmodell! Das ist die gemeinsame 100-Tage-Bilanz von Zahnärzteschaft, Bundesgesundheitsministerium und Gesundheitspolitkern aller Parteien anlässlich einer Veranstaltung von Kassenzahnärztlicher Bundesvereinigung und Bundeszahnärztekammer in Berlin.

"Das Festzuschusssystem funktioniert. Die Patienten nehmen die Neuregelung nach anfänglichem Zögern gut an. Das zeigt die Entwicklung der Abrechnungszahlen", erläuterte Dr. Jürgen Fedderwitz, der Vorsitzende der KZBV, die Erfahrung der letzten Wochen.

"Wir wollen aber auch nichts schönreden. Wie bei jeder Reform gab es auch hier die erwarteten Anlaufschwierigkeiten durch verunsicherte Patienten und die Widerstände betroffener Interessengruppen. Das Fazit nach 100 Tagen: Der Gesetzesauftrag ist erfüllt, das Versorgungsniveau bleibt in vollem Umfang erhalten. Das neue System stellt die Patienten in der Regel nicht schlechter, bei manchen Behandlungen stellt es sie sogar besser. Und die Teilhabe am wissenschaftlichen Fortschritt ist gesichert."

Nach Angaben des Zahnärztechefs arbeiten Zahnärzte und Krankenkassen unter Hochdruck weiter an einer reibungslosen Umsetzung des Systems. Fedderwitz: "Nur ein transparentes System überzeugt unsere Patienten. Nur ein reibungsloser Verwaltungsablauf macht es zum Erfolgsmodell."

Quelle: Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung



Ultraschall ist unbedenklich - Schwangerschafts-Studie: Reifung der Kinder nicht beeinträchtigt

Baierbrunn (ots) - 08.04.2005 - Die mehrfache Ultraschallkontrolle einer Schwangerschaft beeinträchtigt die Reifung der Kinder nicht. Das ergab, laut einem Bericht des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, eine neue Studie der Universität von Westaustralien in Perth. Die Forscher verglichen die Entwicklungsdaten von mehr als 2700 Kindern. Die eine Hälfte war während der Schwangerschaft fünfmal per Ultraschall untersucht worden, die andere nur einmal. Die Forscher fanden weder bei der Körpergröße, noch in der neurologischen Entwicklung, beim Sprech- und Ausdrucksvermögen oder im Sozialverhalten auffällige Unterschiede. Diese Studie widerlegt eine zehn Jahre alte Untersuchung. Sie hatte zu der Behauptung geführt, die wiederholten Ultraschalluntersuchungen führten zu Wachstumsstörungen. Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 4/2005 A liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

Quelle: Wort und Bild -Apotheken Umschau


Gebrochene Wirbel schmerzfrei heilen
Aufblasbarer Ballo und Biozement bewahren vor weiteren Einbrüchen

Kypholastie-Studie: Bildtext: Links eine Wirbelsäule vor und nach der Behandlung mit Kunststoffzement, rechts mit Biozementplomben. Copyright: Medizinische Universitätsklinik Heidelberg
Kyphoplastie-Studie :
Bildtext:
 Links eine Wirbelsäule vor und nach der Behandlung mit Kunststoffzement, rechts mit Biozementplomben.
Copyright: Medizinische Universitätsklinik Heidelberg

Heidelberg - 01.04.2005 - Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg www.med.uni-heidelberg.de haben die erfolgreiche Behandlung von eingebrochenen Wirbeln jetzt erstmals in zwei wissenschaftlichen Studien belegt. Mit Hilfe eines aufblasbaren Ballons und eingespritztem Biozement lassen sich die Wirbel wieder aufrichten. Die Kyphoplastie www.kyphoplastie.de , so der Name des Verfahrens, ist vor vier Jahren in Heidelberg erstmal angewendet eworden. Die Patienten haben kaum noch Schmerzen, sind beweglicher und neue Frakturen treten seltener auf als bei den medikamentös behandelten Osteoporose-Patienten.

"Bemerkenswert ist vor allem, dass die Patienten ein Jahr nach der Kyphoplastie weniger weitere Wirbeleinbrüche erlitten haben als die Patienten der Vergleichsgruppe, die nur mit Medikamenten gegen Knochenschwund und stabilisierenden Maßnahmen behandelt werden", so Christian Kasperk, Leiter der Sektion Osteologie in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Patienten, die bereits einen eingebrochenen Wirbelkörper haben, tragen ein sehr hohes Risiko, weitere Brüche zu erleiden, führt der Experte aus. Bilder mit einem Computertomographen haben jedenfalls gezeigt, dass der aufgerichtete Wirbel deutlich an Höhe und Umfang zunimmt und dass die wieder gewonnene Höhe des eingebrochenen Wirbelkörpers noch nach einem Jahr konstant bleibt.

Zusätzliche Untersuchungen an Tieren haben gezeigt, dass der Biozement auch allmählich von Blutgefäßen durchsetzt und neues Knochenmaterial entlang der Blutgefäße aufgebaut wird. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Biozementplomben im Laufe von Jahren durch normales Knochengewebe ersetzt werden. "Grundlagen des Erfolgs sind eine sorgfältige Auswahl der Patienten und eine interdisziplinäre Behandlung", meint Kasperk. Die Heidelberger Kyphoplastie-Studie wird gemeinsam von Unfallchirurgen, Radiologen und Hormon- und Knochenstoffwechselspezialisten durchgeführt.

Nachfrage und Bedarf sind nach Angaben der Forscher sehr hoch, da Wirbelkörperfrakturen die häufigste Komplikation des Knochenschwundes (Osteoporose) sind, an der allein in Deutschland rund fünf Mio. Menschen leiden. Etwa 1,7 Mio. Frauen und 800.000 Männer haben Wirbelfrakturen. Etwa die Hälfte der meist älteren Betroffenen muss mit chronischen Schmerzen, beeinträchtigter Mobilität und Pflegebedürftigkeit leben.

Quelle: pressetext.deutschland


Tomaten auch gekocht essen - Erhitzen setzt einen Schutzstoff gegen Krebs und Gefäßleiden frei

Baierbrunn - 01.04.2005 (ots) - Wer mit natürlichen Mitteln seine Abwehrkräfte gegen Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärken möchte, sollte Tomaten öfter auch gekocht genießen, rät das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Durch Erhitzen wird Lycopin, ein Schutzstoff gegen freie Radikale, für den Körper leichter verwertbar. Freie Radikale sind bei der Entstehung von Krebs und Erkrankungen der Blutgefäße beteiligt. Nachteil des Kochens: Bis zu 90 Prozent des Vitamin C geht verloren. Darum sollten frische Tomaten, zum Beispiel aufgeschnitten zum Frühstück und Abendessen, natürlich auf dem Speiseplan bleiben. Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 4/2005 A liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Vorsicht mit Franzbranntwein - Alkohol trocknet die Haut bettlägeriger Patienten aus

Baierbrunn- 11.03.2005 (ots) - Regelmäßige Einreibungen mit Franzbranntwein sind nicht geeignet für bettlägerige Patienten. „Der Alkohol trocknet die Haut zu sehr aus“, begründet dies Prof. Ralf Uwe Peter, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung (DGfW) im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.


Bild: photoCase

Auch von reiner Vaseline oder Melkfett zur Pflege rät er ab, weil beides ebenfalls die Haut reizt. Falsche Hautpflege und Lagerung führen bei vielen Pflegebedürftigen häufig zu tiefen Wunden. Wichtigste Vorbeugemaßnahme ist, den Bettlägerigen möglichst alle zwei Stunden umzulagern. Die richtige Lagerung kann in Kursen, etwa bei Pflegekassen oder Wohlfahrtsverbänden erlernt werden.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau



Joghurt hilft gegen Mundgeruch


11.03.2005 - Joghurt hat nicht nur einen günstigen Einfluss auf die Darmflora. Auch die Ökologie der Mundhöhle kann die vergorene Milch auf "kultivierte" Art wieder ins Lot bringen, haben japanische Zahnmediziner entdeckt. Hatten ihre Versuchsteilnehmer wochenlang reichlich Joghurt gelöffelt, enthielt ihr Atem deutlich weniger übel riechende Verbindungen.


Bild: photoCase

Insbesondere die Konzentration von nach faulen Eiern riechendem Schwefelwasserstoff sank um bis zu 80 Prozent, fanden die Forscher um Nobuko Maeda von der Tsurumi University in Yokohama. Zudem waren am Ende der Joghurt-Phase deutlich weniger Plaques und problematische Zahnfleischtaschen zu erkennen, berichtet die Gruppe auf der Tagung der International Association for Dental Research in Baltimore. Offenbar hielten die Bakterien im Joghurt ihre schädlichen Vettern im Zaum.

Maeda und Kollegen konnten 24 Freiwillige für ihre Untersuchung gewinnen. Zu Beginn der Studie durften diese weder Joghurt noch andere Lebensmittel verspeisen, die Streptokokken und Lactobazillen enthalten - beispielsweise Käse oder Eingelegtes. Es folgten sechs Wochen, in denen die Teilnehmer zweimal täglich 90 Gramm auf traditionelle Weise hergestellten, zuckerfreien Joghurt zu sich nahmen. Die gaschromatographische Analyse ergab, dass die Konzentration flüchtiger Schwefelverbindungen im Atem der Teilnehmer mit Mundgeruch merklich zurückging.

Derzeit sind etwa 600 Arten von Bakterien als Bewohner von Mundschleimhaut, Zahnzwischenräumen und Mandeln bekannt. Indem sie Speisereste verwerten, produzieren einige von ihnen Schwefelverbindungen und organische Säuren wie Propion- oder Buttersäure, die dem Atem eine faulige Note verleihen. Erst kürzlich hatten israelische Forscher berichtet, dass es in schweren Fällen von Mundgeruch helfen kann, die Schlupfwinkel der Mikroben per Laser zu beseitigen. Üblicherweise genügt jedoch eine sorgfältige Mundhygiene, etwa die regelmäßige Anwendung eines Zungenreinigers.


Forschung: Kenichi Hojo und Nobuko Maeda, Department of Oral Microbiology, Tsurumi University School of Dental Medicine, Yokohama; und andere

Präsentation auf der 83rd General Session of the International Association for Dental Research, Baltimore

Quelle: Scienceticker




Fünf Mal höheres Unfallrisiko für arme Kinder

London (pte, 04. Mär 2005 14:05) - Kinder aus armen Verhältnissen kommen fünf Mal häufiger bei Unfällen ums Leben als Kinder aus reichen Familien. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Sicherheitsstudie der britischen Health Development Agency (HDA) http://www.hda-online.org.uk unter der Leitung von Elizabeth Towner von der University of the West of England http://www.uwe.ac.uk , berichtet die BBC. Ausschlaggebend für den Unfalltod von Kindern sind vor allem die fehlenden Sicherheitsmaßnahmen im privaten und öffentlichen Bereich, die sozialen Verhältnisse und gesellschaftlichen Unterschiede, das geringe Sicherheitsbewusstsein seitens der Familien und die mangelhafte Sicherheitspolitik der Regierung.


Bild: photoCase

Die HDA analysierte die Todesfälle von Kindern bis zum 14. Lebensjahr in Wales und England im Zeitraum von 1975 bis 2000. Die Studie ergab, dass Kinder am häufigsten durch Autounfälle, Brände, Ertrinken und Stürze starben, während Vergiftungen und Stromunfälle weit weniger häufig geschahen als angenommen. Darüber hinaus entdeckten die Experten eine starke Diskrepanz bei der Häufigkeit von Unfalltoden in armen und reichen Familien. Maßgebliche Gründe für die höhere Sterblichkeitsrate von ärmeren Kindern sind das Fehlen von Sicherheitsmaßnahmen, die oft gefährlichere Umgebung sowie mangelnde elterliche Aufsicht, erklären die Experten. Des weiteren zeigt die Studie eine Reduktion der Kindertodesfälle von 1.1000 Kindern im Jahr 1979 auf 261 Kinder im Jahr 2000.

"Der Bericht enthält eine Fülle von Daten und Richtlinien, die nicht nur bei der Prävention von unvorhergesehenen Kindertodesfällen helfen, sondern auch das Problem der Ungleichheit zwischen den verschiedenen sozialen Gesellschaftsschichten ausgleichen sollen. Die Ergebnisse sollen als Basis für die Entwicklung neuer Sicherheitsmaßnahmen und -vorkehrungen genutzt werden", erklärt Mike Kelly von der HDA.

Als Fazit der Studie fordert die Royal Society for the Prevention of Accidents (Rospa) http://www.rospa.org.uk eine verstärkte Forcierung der Sicherheitspoltitk. "Wir müssen daran arbeiten, die Zahl der Kindertodesfälle zu reduzieren und eine sichere Umwelt für unsere Kinder schaffen. Dazu brauchen wir die Hilfe der Regierung und ein höheres Bewusstsein für Sicherheitsbelange", resümiert Towner.


Quelle: pressetext.austria



Durchbruch bei der Verringerung des CJD-Risikos

London (pte, 25. Feb 2005 13:15) - Wissenschafter des University College London http://www.ucl.ac.uk haben eine Waschlösung entwickelt, die das Übertragungsrisiko während operativen Eingriffen verringert. Das Team geht davon aus, dass die Lösung bis Ende dieses Jahres für den Einsatz in Krankenhäusern zur Verfügung stehen kann. Es wurde befürchtet, dass die krankmachenden Proteine bei der routinemäßigen Sterilisation nicht zerstört werden. Bei Eingriffen an Patienten, die ohne es zu wissen erkrankt sind, könnte es so über die Instrumente zu einer Übertragung kommen.



Die Wissenschafter testeten 400 verschiedene Kombinationen von Chemikalien. Es zeigte sich, dass eine Chemikalie die Prionen, die BSE verursachen, vollständig zerstören kann. Es soll ausreichend sein, die chirurgischen Instrumente eine Stunde lang in einem Lösungsbad zu belassen. Das National Institute for Clinical Excellence http://www.nice.org.uk erstellt derzeit Richtlinien für Chirurgen, die das Übertragungsrisiko bei Operationen minimieren sollen. Eine Veröffentlichung dieser Richtlinien wird laut BBC nicht vor Mai 2006 erwartet.


Quelle: pressetext.austria


Studie: Rhodiola rosea macht Nachtarbeit erträglich

München - 25.02.2005 (ots) - Eine gute Nachricht für alle, die sich für ihre Mitbürger die Nächte um die Ohren schlagen müssen: Gegen den gefährlichen toten Punkt und die lähmende Schwere der Schichtarbeit ist ein Kraut gewachsen. Wissenschaftler fanden heraus, dass die Inhaltsstoffe von Lentaya aus der sibirischen Hochgebirgspflanze Rhodiola rosea die nächtliche Leistungsfähigkeit steigern, ohne aufzuputschen.



"Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da ..." - für dieses muntere Evergreen von Theo Mackeben haben viele Frauen und Männer nur ein müdes Lächeln übrig. In ihren Nächten ist an Schlaf nicht zu denken: In der Notaufnahme von Kliniken, in Nobelhotels und Großmarkthallen, hinter den Tresen von Kneipen und Diskotheken, an den Mikrofonen des Verkehrsfunks, vor den Schalttafeln der Elektrizitätswerke und hinter den Lenkrädern von Bussen, Bahnen und Brummis machen Frauen und Männer die Nacht zum Tage, um unser Leben zu erleichtern. Mittlerweile arbeitet gut die Hälfte aller Beschäftigten auch an Wochenenden, in der Nacht oder in Schichtarbeit, und es werden immer mehr.

"Nachtarbeit und Wechselschicht können aber sehr belastend sein", sagt der Münchner Internist und Betriebsarzt Dr. Peter Kramer. "Die 'Maschine Mensch' ist nun einmal nicht für Dauerbetrieb geeignet, der Organismus braucht normalerweise die Nacht, um sich zu regenerieren. Wer Schicht arbeitet, muss sich deshalb mehr anstrengen, um die gleiche Leistung zu erbringen wie bei der Arbeit tagsüber. Konzentrationsfähigkeit und Feinmotorik sind nach einem 24-stündigen erzwungenen Wachzustand ähnlich beeinträchtigt wie bei einem Blutalkoholspiegel von 1 Promille!"

Hier bietet die bei uns noch wenig bekannte Pflanze Rhodiola rosea (z. Deutsch: Rosenwurz) eine überraschend wirksame Hilfe. Den Beweis lieferte eine wissenschaftliche Studie, an der 33 Ärztinnen und 23 Ärzte teilnahmen. Die jungen Mediziner arbeiteten vorwiegend im Nachtdienst unter erschwerten Bedingungen. Die nach streng wissenschaftlichen Kriterien ("doppel-blind randomisiert") durchgeführte Studie ergab: Ärzte, die während der sechswöchigen Untersuchung regelmäßig den Rhodiola rosea-Extrakt einnahmen, waren auch nach einem anstrengenden Nachtdienst deutlich leistungsfähiger als ihre Kollegen, die ein gleich aussehendes Scheinpräparat ohne Inhaltsstoffe ("Placebo") erhielten.

Auch bei der Konzentrationsfähigkeit und den Gedächtnisleistungen schnitt die Rhodiola rosea-Gruppe wesentlich besser ab. Mittlerweile weiß man auch, dass die Vitalstoffe Magnesium und Vitamin B1 die Rhodiola rosea-Wirkung unterstützen. In dieser Kombination sorgt das Nahrungsergänzungsmittel Lentaya (Apotheke) für Wachheit und gesteigerte Aufnahmefähigkeit. Bei Nacht- und Schichtarbeit spielt auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle, betont Betriebsarzt Dr. Peter Kramer.

Seine Tipps für alle, die nachts schaffen müssen:

- Ihr Magen arbeitet ausschließlich in Tagschicht und liebt regelmäßige Mahlzeiten. Nehmen Sie deshalb das Mittag- und Abendessen in jeder Schichtart zur gleichen Zeit ein.

- Essen Sie vor der Nachtschicht, etwa zwischen 19.30 und 20.30 Uhr. Nehmen Sie in der Nacht eine leichte Mahlzeit zu sich. - Kaffee, Tee und Cola bitte nur in Maßen! Gute Durstlöscher sind Früchte- und Kräutertees, kalt oder warm.

- Schützen Sie sich auf dem Heimweg nach der Arbeit mit einer Sonnenbrille vor dem grellen Tageslicht und sorgen Sie im Schlafzimmer für Dunkelheit. Sonst produziert Ihr Gehirn wach machende Hormone und Sie finden keinen erholsamen Schlaf.


Quelle: Stroebel Communications GmbH & Co KG



Versandapotheken: Stiftung Warentest bescheinigt mangelhafte Qualität

Berlin 25.02.2005 (ots) - "Versandapotheken Auwwweh!" mit diesem Titel überschreibt die Stiftung Warentest in der neuesten Ausgabe ihrer Zeitschrift "test" einen groß angelegten Testkauf bei 20 Versandapotheken. Jede zweite erhielt dabei die Testnote "mangelhaft". Hauptkritikpunkte hierbei waren zu lange Lieferzeiten, Falschlieferungen sowie schlechte bis gar keine Beratung.


Bild: photoCase

Für Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände kein überraschendes Ergebnis. "Die Stiftung Warentest bescheinigt dem Versandhandel genau die Schwächen, die anonyme Versender nun einmal haben. Deswegen hat die ABDA auch massiv vor der Einführung des Versandhandels gewarnt." Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte daher weiterhin seine Arzneimittel aus der Apotheke vor Ort beziehen. Nur im direkten Kontakt zwischen Patient und Apotheker ist eine optimale Beratung möglich.

Lediglich eine der getesteten Versandapotheken bekam dagegen das Beratungsurteil "gut". "Wir nehmen unsere Beratungsaufgabe ernst," sagt Wolf. "Deswegen haben wir im vergangenen Jahr eine Beratungsoffensive gestartet. In deren Rahmen müssen die Apotheken zum Beispiel auch mit unangemeldeten Testkäufen durch die Apothekerkammern rechnen. Wolf empfiehlt den Patienten zusätzlich, sich für eine Hausapotheke zu entscheiden. Diese führt ein aktuelles Arzneimitteldossier und kann so sicher zu Wechselwirkungen und Doppelverordnungen beraten. "Und wenn der Kunde einmal nicht in die Apotheke kommen kann, bringt ihm ein Apothekenmitarbeiter via Homeservice die Medikamente an die Haustür - am gleichen Tag und mit Beratung."

Übrigens: Nimmt man die Versandgebühr hinzu, bieten die Versandapotheken in aller Regel auch keine Preisvorteile: Bei einem Test der ARD Wirtschaftssendung "Plusminus" in der vergangenen Woche waren sogar drei Fünftel der Versandapotheken teurer als die öffentliche Apotheke um die Ecke.


Quelle: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände



Forscherteam beweist Existenz des "Sechsten Sinns":
Emotionales Frühwarnsystem schützt vor Irrtümern und Gefahren


Rom (pte, 18. Feb 2005 14:00) - Die Existenz des sechsten Sinns konnten nunmehr amerikanische Wissenschafter beweisen. Ein US-amerikanisches Forscherteam der Washington University von St. Louis http://www.artsci.wustl.edu konnte in der äußeren Hirnrinde, im Bereich zwischen den beiden Hemisphären des Gehirns, den Ort dieses Entscheidungszentrum eruieren. "Es ist uns gelungen den Bereich im Gehirn zu orten, der im Volksmund als "sechster Sinn" beschrieben wird", stellt Joshua Brown, der Leiter des Forschungsteams fest.

In einem Bereich hinter der Hirnrinde, der als Sitz des menschlichen Entscheidungszentrums gilt, konnten die Forscher den Ort festlegen, der für die menschliche Entscheidungsfindung im Bereich zwischen Vernunft und Emotion verantwortlich ist. Der als bisher inexsistent geglaubte, schwer in Worte fassbare und emotionale Sinn bestimmt das menschliche Verhalten und macht unbewusst auf etwas aufmerksam, das im eigentlichen Sinne nicht fassbar oder ausdrückbar ist. Er wirkt auf eine kaum wahrnehmbare Weise, beispielsweise in Situationen, die aus undefinierbaren Gründen als unangenehm und feindlich empfunden werden.

Um die Existenz des sechsten Sinns zu beweisen ließen die Forscher eine Gruppe Jugendlicher einen aufwändigen Test absolvieren. Die Jugendlichen mussten eine entweder weiße oder blaue Kugel am Computerbildschirm betrachten, die innerhalb eines Wimpernschlages zu einem Pfeil wurde. Der Pfeil konnte sich dabei in zwei entgegen gesetzten Richtungen am Bildschirm bewegen. Die Aufgabe der Jugendlichen war es, den Pfeil zu beobachten und gemäß der Ausrichtung des Pfeils einen Knopf zu drücken. Um die Sache zu verkomplizieren, erschien von Zeit zu Zeit ein zweiter Pfeil, welcher von den Jugendlichen jedoch unbeachtet bleiben sollte. Dies war eine Komplikation, welche die Forscher als Konfliktsituation geschaffen hatten, in der die meisten Jugendlichen Fehler machten.

Das Spezielle an der Untersuchungssituation war die Tatsache, dass ein blauer Pfeil mit großer Wahrscheinlichkeit das Auftauchen des zweiten Verwirrungspfeils nach sich zog. Nach mehrmaligem Durchlaufen des rasanten Tests zeigte sich, dass sich die Jugendlichen weniger häufig irrten, so als ob ihr Gehirn den Trick mit der Farbe aufgedeckt hätte, auch wenn sich die Jugendlichen selbst dessen nicht bewusst waren. Mit der zunehmenden Leistungsverbesserung konnten die Forscher, gleichzeitig mit dem Erscheinen des Täuschungspfeils, einen Anstieg der Gehirnaktivitäten feststellen.

"Die Untersuchung beweist, dass diese Zone für das Aufspüren der Täuschung zuständig war und in weiterer Folge die Person dazu angeleitet hat, ihr Verhalten zu ändern. Das Individuum selbst nimmt von dieser Änderung keine Notiz, doch seine Reflexe verbessern sich. Übertragen auf eine Situation im wirklichen Leben bedeutet dies, dass das endogene System rechtzeitig Alarm gegeben hätte um einem Irrtum zu entkommen", resümiert Brown.

Die Entdeckung könnte entscheidende Auswirkungen im Bereich der Psychiatrie haben, denn auf diese Weise könnten die neurologischen Wurzeln für das anormale gemeinschaftliche Verhalten von schizophrenen Patienten und Patienten mit obsessiven Verhaltenszwängen erklärt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten nämlich, dass sich die Hirnrinde gesunder Menschen von der psychisch Kranker unterscheidet.


Quelle: pressetext.austria


Hüftgelenksfrakturen: Risikopatienten unerkannt und unterversorgt

11.02.2005 - Bochum, Bereits seit Jahren warnt die Europäische Kommission vor einem exponentiellen Ansteigen von Hüftgelenksfrakturen aufgrund der demografischen Entwicklung. Derzeit rechnet man in Deutschland mit Folgekosten von jährlich 2,5 bis 3 Milliarden Euro - was bislang gesundheitsökonomisch kaum Beachtung fand. Alarmierend sind nun die Ergebnisse der umfassendsten deutschen Studie zur Versorgungssituation nach Hüftgelenksfrakturen an 16.500 Patienten: Das präventive Potenzial bleibt ungenutzt, dem Verdacht auf Osteoporose gehen Mediziner meist nicht nach, Medikamente sowie Strategien der Mobilitätsverbesserung werden kaum eingesetzt. Dabei ließe sich damit schon das Frakturrisiko um die Hälfte senken. Möglich wurden diese Ergebnisse vor allem durch das erste wissenschaftliche Callcenter IBEKOM, gegründet an der Ruhr-Universität.

Geißel der späten Lebensjahre
Hüftgelenksfrakturen: Risikopatienten unerkannt und unterversorgt
RUBIN 1/05 präsentiert RUB-Versorgungsforschung

Bereits seit Jahren warnt die Europäische Kommission vor einem exponentiellen Ansteigen von Hüftgelenksfrakturen aufgrund der demografischen Entwicklung. Derzeit rechnet man in Deutschland mit Folgekosten von jährlich 2,5 bis 3 Milliarden Euro - was bislang gesundheitsökonomisch kaum Beachtung fand. Alarmierend sind nun die Ergebnisse der umfassendsten deutschen Studie zur Versorgungssituation nach Hüftgelenksfrakturen an 16.500 Patienten: Das präventive Potenzial bleibt ungenutzt, dem Verdacht auf Osteoporose gehen Mediziner meist nicht nach, Medikamente sowie Strategien der Mobilitätsverbesserung werden kaum eingesetzt. Dabei ließe sich damit schon das Frakturrisiko um die Hälfte senken. Möglich wurden diese Ergebnisse vor allem durch das erste wissenschaftliche Callcenter IBEKOM, gegründet an der Ruhr-Universität.

Vorurteil widerlegt: Es trifft meist "fitte Menschen"

Die Studie umfasst rund 16 500 Patienten aus 440 Krankenhäusern und Rehakliniken in Deutschland. Alle Daten aus den Kliniken stammen von den behandelnden Ärzten selbst, während speziell geschulte studentische Interviewer des IBEKOM die Langzeitbefragung von rund 5 500 Patienten übernahmen. Bereits die ersten Ergebnisse überraschen: Die Mehrzahl der Patienten mit Oberschenkelhalsbrüchen erwies sich entgegen der vorherrschenden Meinung als vor dem Knochenbruch noch sehr mobil: rund 54 Prozent der im Krankenhaus behandelten und 69 Prozent der in Rehakliniken versorgten Patienten konnten vor dem Schenkelhalsbruch ohne Hilfsmittel gehen. Bei über 90 Prozent der Patienten traten vor, während und nach der Operation keine Komplikationen auf.

Osteoporose: Dem Verdacht folgt keine Diagnose

Die Daten aus den Kliniken zeigen bei vielen Patienten Risikofaktoren für eine Osteoporose: so hatten etwa 26 Prozent bereits vor der akuten Fraktur andere Brüche erlitten, bei 19 Prozent war eine deutliche Abnahme der Körpergröße zu verzeichnen (durchschnittlich 4,3 cm). Bei über der Hälfte der Patienten äußerten die behandelnden Ärzte auch einen Verdacht auf Osteoporose, doch bei der Mehrzahl dieser Patienten wurde der Verdachtsdiagnose nicht weiter nachgegangen. Bei mehr als 80 Prozent der Betroffenen wurde weder das routinemäßige Röntgenbild des Brustkorbs auf eventuelle Wirbelkörperbrüche hin untersucht, noch bei 97 Prozent der Risikopatienten eine Knochendichtemessung durchgeführt.

Ohne Diagnose keine Behandlung

Obwohl eine erfolgversprechende Therapie möglich wäre, erhielten nur rund 14 Prozent aller Patienten eine adäquate Osteoporosebehandlung bei Entlassung aus der Klinik. Sieben Monate nach der Operation war die medikamentöse Therapie wieder auf den Zustand vor dem Knochenbruch abgesunken. Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Patienten der Rehaeinrichtungen, auch wenn hier das Niveau insgesamt etwas höher war. Deutlich besser versorgt wurde lediglich jene Patientengruppe, bei der eine Knochendiagnostik durchgeführt worden war. Sie erhielt während des stationären Aufenthalts und auch nach der Entlassung eine angemessene medikamentöse Therapie.

Unerkannt und unterversorgt - und was nun?

Die Diagnostik von Osteoporose (nach Leitlinie des Dachverbandes der deutschsprachigen osteologischen Fachgesellschaft, DVO) muss zukünftig Bestandteil der Routineuntersuchung werden. Im Rahmen der Versorgungsforschung wird nun die gesamte Versorgungskette näher unter die Lupe genommen, um zu sehen, wie die Bereiche Akutkrankenhaus, Rehabilitation und ambulante Versorgung ineinander greifen und wie effektiv die wohnortnahe (ambulante) Rehabilitation aber auch präventive Maßnahmen der Frakturvermeidung sind.

Quelle: Ruhr-Universität Bochum


AIDS ist nicht heilbar, Tuberkulose ist weltweit auf dem Vormarsch

Die Bedrohung durch alte und neue Infektionskrankheiten steht im Mittelpunkt des ersten Leibniz-Forums - Leibniz-Gemeinschaft bringt Bürger und Experten zusammen

11.05.05 HAMBURG. Die Bedrohung durch Infektionskrankheiten kennt keine Grenzen. Das hat die rasante Ausbreitung des SARS-Erregers im vergangenen Jahr dramatisch gezeigt: Vor wenigen Wochen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Warnung vor der gefürchteten Vogelgrippe erneuert. Wie groß ist die Gefahr? Wie sieht wirksamer Schutz vor Infektionskrankheiten aus? Vor welchen Herausforderungen stehen Weltgemeinschaft und nationale Gesundheitssysteme? Das erste Leibniz-Forum gibt am Montag, 14. Februar, um 19:00 Uhr in der Handelskammer Hamburg einige Antworten. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mit namhaften Experten zu diskutieren und von neuesten Forschungsergebnissen zu erfahren.

Nicht alle Erreger sind so harmlos wie die Verursacher eines Schnupfens, der viele in diesen Wochen heimsucht. In den letzten 40 Jahren wurde die Weltgemeinschaft immer wieder mit neuen Erregern und durch sie verursachten lebensbedrohlichen Krankheiten konfrontiert. Das reicht von AIDS über Ebola bis hin zu SARS. Bernhard Fleischer, Direktor des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg, erklärt: "Es gibt leider keinen Grund anzunehmen, dass sich dies in Zukunft ändern wird. Neue Erreger werden immer wieder auftauchen." Deshalb müsse die Welt auch weiterhin auf den Ausbruch neuer Seuchen vorbereitet sein. "Wir brauchen Isoliermöglichkeiten in speziellen Kliniken und eine ausreichende Zahl von Ärzten, die in der Infektiologie ausgebildet sind", so Fleischer. Dieses medizinische Fachgebiet sei jedoch lange vernachlässigt worden. Die Forschung müsse nach vielseitig einsetzbaren Diagnoseverfahren suchen, mit denen auch neuartige Erreger identifiziert werden könnten. "Wir wissen schon jetzt, dass es viele Viren gibt, die nur deshalb keinen Namen haben, weil sie noch nicht zu schwerwiegenden Erkrankungen geführt haben", gibt der BNI-Direktor zu bedenken.

Doch auch "alte Bekannte" bereiten den Medizinern Sorge. So feiert die auf allen Kontinenten verbreitete Tuberkulose derzeit ein "leises" Comeback. Jedes Jahr werden mehr als acht Millionen Neuinfektionen gezählt, weltweit sterben jährlich zwei Millionen Menschen an der Infektionskrankheit. Sabine Rüsch-Gerdes, Leiterin des Nationalen Referenzzentrums für Mykobakterien und Wissenschaftlerin am Forschungszentrum Borstel (FZB), ist als Fachfrau für Tuberkulose weltweit gefragt. Sie weiß, wie der Kampf gegen die Seuche gewonnen werden kann: "Das beste Mittel gegen die Ausbreitung der Tuberkulose ist die Unterbrechung von Infektionsketten, um das Entstehen neuer Stämme zu verhindern." Doch Armut, Korruption, Geldmangel und fehlende medizinische Infrastruktur behindern in vielen Regionen der Welt den Kampf gegen Tuberkulose. Dabei sind die Kosten für die Therapie tragbar. Rüsch-Gerdes: "Die Gesundheitssysteme in stark betroffenen Ländern müssen stabilisiert werden. Dort zu helfen, ist die beste Prävention für Deutschland."

Auch AIDS ist eine Infektionskrankheit, die weiter auf dem Vormarsch ist. Der HI-Virus hat nichts von seiner Bedrohung verloren. Die Zahl der Neuinfektionen steigt. Fatal ist die bei Jugendlichen verbreitete Meinung, es gebe wirksame Medikamente gegen die Krankheit. Joachim Hauber, Direktor des Heinrich-Pette-Instituts für Experimentelle Virologie und Immunologie (HPI) an der Universität Hamburg, räumt mit diesem Irrtum auf: "AIDS ist nicht heilbar. Therapien bei HIV-Infektionen müssen lebenslang durchgeführt werden. Und die derzeitig verfügbaren Medikamente zeigen teilweise starke giftige Nebenwirkungen." Eine besondere Gefahr gehe von der steigenden Zahl resistenter Viren aus. Bei ihnen versagen die bekannten Wirkstoffe. Joachim Hauber sieht Forschung, Politik und Pharmaindustrie in einer gemeinsamen Verantwortung: "Es werden dringend neue und verbesserte Wirkstoffe benötigt. Nur durch eine verstärkte HIV-Grundlagenforschung ist dies möglich."

Infektionskrankheiten, die vor geographischen und politischen Grenzen nicht Halt machen, erfordern zu ihrer Eindämmung Maßnahmen, die global ansetzen. Wolfgang Hein koordiniert am Deutschen Übersee-Institut (DÜI) in Hamburg die Forschungsgruppe "Globalisierung, soziale Entwicklung und der Gesundheitssektor". Er verweist auf den Zusammenhang von Ökonomie und Gesundheitsvorsorge: "Globalisierung hat zahlreiche positive Aspekte, doch wird auch die Kehrseite globaler Ungleichheit sichtbarer, wie zum Beispiel Armut und neue Gefahren durch Infektionskrankheiten. Da in einigen Regionen eine Art Teufelskreis zwischen Armut und Krankheit besteht, sieht sich die internationale Gemeinschaft herausgefordert, globale Anstrengungen zur Lösung dieses Problems zu unternehmen." Hein untersucht mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Forschungsprojekt "Global Health Governance" Fragen der Kooperation und mögliche Konflikte zwischen internationalen Organisationen, Staaten sowie zivilgesellschaftlichen und privatwirtschaftlichen Akteuren im Kampf gegen AIDS. Denn wirksame Strategien können nur gemeinschaftlich entwickelt und umgesetzt werden.

Das Leibniz-Forum ist eine neue Veranstaltungsreihe der Leibniz-Gemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Financial Times Deutschland. Zweimal im Jahr bietet es Bürgerinnen und Bürgern kostenlose Informationen zu aktuellen wissenschaftlichen Fragen. Hochrangige Experten aus den Instituten der Gemeinschaft stehen Rede und Antwort. Leibniz-Präsident Hans-Olaf Henkel ermutigt die Wissenschaftler, sich für den Dialog zwischen Experten und Laien einzusetzen. "Gegen globale Seuchen hilft nur globales Wissen. Die Experten müssen raus aus dem Elfenbeinturm", so Henkel.

Quelle: Leibniz Gemeinschaft


Nichtrauchen leichtgemacht: Erste Online-Hypnose gestartet

Hamburg 04.02.2005 (ots) - Noch nie war es so einfach, mit dem Rauchen aufzuhören! Unter Trance24.de startet jetzt die erste Online-Nichtraucher-Animation. Bereits nach 7 Minuten werden Raucher die ersten Resultate verspüren. Und das Beste: Das Angebot ist komplett kostenlos!


Foto: pixelquelle.de

Die audiovisuelle Nichtraucher-Hypnose-Animation von Trance24.de basiert dabei auf einer einzigartigen Kombination von optischen und akustischen Elementen. Raucher, die das Angebot ausprobieren möchten, benötigen lediglich einen Rechner mit Lautsprecher-System und den aktuellen Flash-Player. Nach dem kostenlosen Download sollte man es sich vor dem Rechner bequem machen, das Licht ausschalten, tief durchatmen und versuchen zu entspannen. Mit dem Start der Nichtraucher-Hypnose-Animation erreicht der Betrachter nach wenigen Minuten ein leichtes Trancegefühl, das einerseits das Bedürfnis nach einem Leben ohne Zigarette verstärkt. Und andererseits das Verlangen einem Leben ohne Zigarette verstärkt. Und andererseits das Verlangen nach dem nächsten Rauchgenuss mindert. Bereits nach der ersten Sitzung werden selbst starke Raucher erste Resultate verspüren. Das Verfahren basiert dabei auf einer Suggestiv-Methode, die keinerlei Nebenwirkungen mit sich bringt.   Trance24.de kostet nichts, schadet nicht - probieren Sie es doch einfach aus!

Quelle: SW-Netmarketing LTD


Das Schweigen der Männer - Seltener Arztbesuch, kurze Gespräche

Baierbrunn 04.02.2005 (ots) - Die kürzesten Gespräche in der Arztpraxis finden zwischen männlichen Ärzten und männlichen Patienten statt, berichtet das Apothekenmagazin „Diabetiker Ratgeber“. Schon den Gang zum Arzt überlegen sich Männer doppelt so lang wie Frauen.


Foto: pixelquelle.de

Beispiel: „Wenn einem Mann beim Stuhlgang Blut auffällt, braucht er im Schnitt zehn Tage, bis er sich zum Arztbesuch aufrafft“, zitiert das Blatt Prof. Dr. med. Siegfried Meryn, Internist aus Wien. „Bei Frauen dauert das dagegen höchstens drei bis fünf Tage.“ Auch Vorbeugen ist Männern nicht so wichtig: Impfungen und Krebsvorsorge-Untersuchungen nehmen sie deutlich seltener wahr.

Quelle: Wort und Bild - Diabetiker Ratgeber


Alkohol genauso gefährlich wie Rauchen und Bluthochdruck - Trinken für vier Prozent der Todesfälle verantwortlich

Stockholm (pte, 04. Feb 2005 09:25) - Alkohol ist weltweit für fast so viele Todesfälle und Behinderungen verantwortlich wie Rauchen oder hoher Blutdruck. Zu diesem Ergebnis ist eine internationale Studie gekommen. Die Wissenschafter schreiben in The Lancet, http://www.thelancet.com dass Alkohol bei rund 60 verschiedenen Krankheiten eine Rolle spielt. Es wurde nachgewiesen, dass rund vier Prozent der weltweiten Belastung durch Krankheiten auf Alkohol zurückzuführen sind. Das Rauchen wird für 4,1 Prozent verantwortlich gemacht, hoher Blutdruck für 4,4 Prozent.

Einer der leitenden Wissenschafter, Robin Room vom Centre for Social Research on Alcohol and Drugs der Stockholms universitet, http://www.su.se erklärte gegenüber der BBC, dass es deutliche Hinweise darauf gäbe, dass die Ausweitung des Zeitraums, in dem Alkohol ausgeschenkt werde, auch zu einem verstärkten Konsum führt. Die Auswirkungen auf die Gesundheit würden nicht berücksichtig, wenn Veränderungen der Ausschankbestimmungen diskutiert werden. Dabei handle es sich um einen sehr kurzsichtigen Ansatz.

Die Studie berücksichtigte unter anderen Krebserkrankungen im Mundbereich, der Leber und der Brust, Herzerkrankungen und Schlaganfälle sowie Zirrhosen. Zusätzlich wird die Rolle von Alkohol bei Autounfällen, Ertrinken, Stürzen und Vergiftungen behandelt. Alkohol steht ebenso mit einem Teil der selbst verursachten Verletzungen und Morde in Zusammenhang.

In Großbritannien sollen die steigenden Alkoholpreise zu einem Rückgang der Todesfälle führen. Es wird geschätzt, dass eine Anhebung der Preise um zehn Prozent zu einer Verringerung der Todesfälle durch Zirrhosen um sieben Prozent bei Männern und um 8,3 Prozent bei Frauen führen würde. Die Einschränkung des Zeitraumes, in dem in Alkohol ausgeschenkt und verkauft werden kann, sollte ebenfalls einen positiven Effekt haben. Die Wissenschafter kritisierten die Regierung, die bis heue noch keine effektiven Kontrollmechanismen eingeführt habe. In Großbritannien soll bis zum Ende des Jahres ein Gesetz verabschiedet werden, das den Ausschank von Alkohol rund um die Uhr erlaubt.


Quelle: pressetext.austria


Wege zum Normalgewicht

Eschborn (ots) 28.01.2005 - Was man mit schnellen Diäten abnimmt, ist oft schnell wieder auf den Hüften. Erfolg haben Abnehmwillige nur, wenn sie ihr Essverhalten Schritt für Schritt dauerhaft verändern und für mehr Bewegung sorgen. Leicht gesagt und leicht getan, schreibt die »Neue Apotheken Jllustrierte« in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Februar und gibt dazu einige Tipps.     

Zehn Kilo in zwei Wochen abnehmen, funktioniert nicht. Um ein Kilo Fett zu verlieren, müssen etwa 7 000 Kilokalorien eingespart werden. Bei einer täglichen Energiezufuhr von 1 500 Kilokalorien schmilzt so pro Woche ein Pfund dahin. Für Abnehmwillige stiftet der Diätenmarkt viel Verwirrung. Selbst Ernährungsexperten sind sich derzeit über die günstigsten Mengen an Fett, Eiweiß und Kohlenhydraten nicht ganz einig. Wohl aber lehnen sie fast alle so abenteuerliche Tipps wie Blutgruppendiät, Trennkost oder die Atkins-Diät ab.

Auf jeden Fall richtig liegt der, der sich während des Abnehmens gesund und ausgewogen ernährt. Das bedeutet, reichlich Gemüse, Obst und Vollkornprodukte zu sich nehmen, sparsam mit Fett aus Wurst, Milchprodukten und Fleisch umgehen und die Augen auf versteckte Fette in Fertiggerichten, Kuchen und Süßigkeiten richten.

Pflanzliche Öle sind auf Grund des hohen Anteils an mehrfach ungesättigten Fettsäuren den tierischen vorzuziehen und man sollte täglich zwei Liter Mineralwasser oder Kräuter- und Früchtetee trinken.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte


Stress gefährdet Schwangerschaften - Seelischer Druck stört den Hormonhaushalt

Baierbrunn (ots) 14.01.2005 - Zwischen Stress in der Schwangerschaft und Fehlgeburten besteht ein deutlicher Zusammenhang, berichtet das Apothekenmagazin „BABY und Familie“. Forscher der Berliner Universitätsklinik Charité fanden heraus, dass Schwangere unter großem seelischen Druck weniger Progesteron im Blut haben. Dieses Hormon unterstützt das mütterliche Immunsystem, die fremden Zellen von Baby und Plazenta (Mutterkuchen) zu tolerieren. Das Stresshormon Cortisol, so die Forscher, unterdrücke die Produktion von Progesteron.

Quelle: Wort und Bild - Baby & Familie



Europäisches Parlament:

Verbraucher vor Pestiziden in Lebensmitteln schützen


17.12.04 –
[EP] Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit ein Kompromisspaket zu einer neuen Verordnung über Höchstwerte an Pestizidrückständen in Produkten angenommen. In dem Kompromiss wird der Verbraucherschutz stärker betont. Der Rat muss den Kompromiss noch formal annehmen.

In der Abstimmung haben die Abgeordneten einen Kompromissänderungsantrag eingebracht, der das Hauptziel der Verordnung stärkt Er verdeutlicht das Ziel der Verordnung, harmonisierte Rückstandshöchstgehalte (RHG) für Pestizide in Produkten festzusetzen, um "ein hohes Verbraucherschutzniveau sicherzustellen".

Die Mitgliedstaaten sollen jährlich alle Ergebnisse der nationalen Überwachung der Rückstände im Internet veröffentlichen. Werden RHG-Werte überschritten, können die Mitgliedstaaten die Namen der betreffenden Einzelhändler, Vertreiber und Erzeuger nennen. Die Kompromisslösung sieht auch vor, dass RHG-Werte für importierte Erzeugnisse in der Regel nicht die Höchstwerte für einheimische Erzeugnisse überschreiten sollen. Sie wiederholt auch die Forderung nach einer separaten Bemessung bei Kräutertees, da diese aus überaus vielen geringfügigen Bestandteilen bestehen.


Der Kompromiss stellt zudem die Definitionen einiger Begriffe klar. In der Abstimmung hat das Parlament die Ansicht unterstützt, dass "gute Agrarpraxis" Folgendes bedingt: integrierter Pflanzenschutz in bestimmten Klimazonen, Verwendung der Minimalmenge von Pestiziden und Festsetzen der RHG-Werte auf das niedrigste Niveau. Die Konzepte der "akuten Referenzdosis" (Menge einer Substanz in Lebensmitteln, die ohne nennenswerte Risiken für den Konsumenten über eine kurze Zeit hinweg zu sich genommen werden kann) und der "vertretbaren Tagesaufnahme" (Menge einer Substanz, die ein Leben lang täglich zu sich genommen werden kann) sollen besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen (z. B. Kinder und Schwangere) beachten.

Die Verordnung soll die bestehenden Richtlinien über Rückstandshöchstwerte für Pestizide in oder auf Lebens- und Futtermitteln vereinfachen. Sie ersetzt die vier bestehenden Richtlinien des Rates über Rückstandshöchstwerte für Pflanzenschutzmittel. Die Pflichten der Kommission, der Mitgliedstaaten und im Besonderen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) werden darin deutlich definiert. Alle RHG-Werte müssen nach einer Übergangsphase harmonisiert sowie an ein europäisches Niveau angepasst werden und nicht an nationale Niveaus, wie es derzeit der Fall ist. Die RHG-Werte werden in Anhängen aufgelistet, die von der EFSA, der Kommission und den Mitgliedsaaten für rund 1.000 Pestizide und 160 Pflanzen erstellt werden. In der Zwischenzeit können vorläufige RHG-Werte gelten, die bereits vorliegen oder die auf nationalen RHG-Werten basieren

Quelle: Europäisches Parlament


Umweltbundesamt: Neue Empfehlung zu Nitrat im Trinkwasser


17.12.04 -
[UBA] Seit Jahrzehnten ist bekannt: Nitrateinträge aus der landwirtschaftlichen Düngung belasten erheblich das Grundwasser – mit nachteiligen Folgen für das aus diesem Grundwasser gewonnene Trinkwasser. In zu hohen Konzentrationen kann Nitrat im Trinkwasser die Gesundheit – vor allem von Säuglingen – beeinträchtigen. Das Umweltbundesamt (UBA) hat nach Anhörung der Trinkwasserkommission des Bundesgesundheitsministeriums eine neue „Nitrat-Empfehlung“ angenommen und jetzt im Internet veröffentlicht.

Der Grenzwert für Nitrat im Trinkwasser beträgt 50 Milligramm pro Liter (mg/l) für die Risikogruppe der Säuglinge. Der Grenzwert basiert ausschließlich auf gesundheitlichen Kriterien. Viele andere Grenzwerte für Stoffe im Trinkwasser folgen dagegen zusätzlich dem Vorsorgeprinzip mit dem so genannten Minimierungsgebot. Solche Werte sind deutlich niedriger als aus gesundheitlicher Sicht noch zugelassen werden könnte.

Ohne negative Gesundheitsfolgen kann einwandfreies Trinkwasser mit bis zu 50 mg/l Nitrat auch uneingeschränkt bei der Zubereitung von Säuglingsnahrung verwendet werden. Erst bei höheren Werten ist einwandfreies Trinkwasser anderer Herkunft zu verwenden. Der zuständige Wasserversorger muss dann jedoch – gegebenenfalls auf Anordnung des Gesundheitsamtes – ein für diesen Zweck in jeder Hinsicht einwandfreies Trink- oder abgepacktes Wasser zur Verfügung stellen. Zusätzliche Kosten darf das Unternehmen dafür nicht berechnen.

Im Gegensatz zu Säuglingen können Erwachsene während einer - gemäß der Trinkwasserverordnung 2001 – zu befristenden Abweichung vom Grenzwert auch ein Trinkwasser mit mehr als 50 mg/L Nitrat aufnehmen – und zwar bis zu 130 Milligramm pro Liter. Das UBA und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfehlen dann jedoch, sich bevorzugt für nitratarme und/oder solche Lebensmittel zu entscheiden, die mit Jodid-haltigem Speisesalz gewürzt wurden. Zusätzlich sollte das örtliche Gesundheitsamt durch Aufklärung und Bekanntmachungen dafür werben, dass im Haushalt, in Gemeinschaftsküchen und Bäckereien Jodid-haltiges Speisesalz verwendet wird.

Der Zeitraum der Grenzwertüberschreitung ist per Anordnung des Gesundheitsamtes und abhängig von den örtlichen Gegebenheiten so knapp wie möglich, jedoch so lange wie nötig zu halten – um Sanierungsmaßnahmen einleiten und ihren Erfolg überprüfen zu können. Der Grenzwert sollte ohne technische Aufbereitung innerhalb von drei bis sechs Jahren wieder eingehalten werden.

Stallmist, Gülle oder andere organische Düngemittel sind ausreichend lange und sachgerecht zwischen zu lagern. Nur so kann sichergestellt werden, dass diese Düngemittel pflanzenbedarfsgerecht ausgebracht werden, um die Nährstoffverluste so gering wie möglich zu halten.

Kooperationen zwischen Wasserversorgern und Landwirten

Weitere Erfolge lassen sich durch Kooperationen zwischen dem Wasserversorger und den Landwirten in seinem Einzugsgebiet erzielen. Bundesweit gibt es hierfür bereits zahlreiche Beispiele. Am wichtigsten sind dabei Maßnahmen zur Minderung des Eintrags von Stickstoff in den Boden, wie zum Beispiel der Zwischenfruchtanbau, das Mulchsaatverfahren und die Ausrichtung der Stickstoffgaben am Bedarf der Pflanzen sowie der für die Wurzeln verfügbaren Stickstoffmenge. Trotz solcher Maßnahmen sinken oder stabilisieren sich die Nitratgehalte auch im oberflächennahen Grundwasser manchmal erst nach mehreren – bis zu 20 – Jahren. Um diese Phase zu überbrücken, kann auch nitratärmeres, einwandfreies Trinkwasser zugemischt werden.

Die neue Nitrat-Empfehlung des UBA erweitert die „Maßnahmewert-Empfehlung“ gemäß Paragraph 9 der Trinkwasserverordnung vom Sommer 2003 um spezifische Gesundheitsinformationen und Sanierungshinweise zu „Nitrat“ – falls dessen Grenzwert im Trinkwasser überschritten ist. Damit wird die seit 1986 gültige „Nitrat-Empfehlung“ des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes ersetzt.

Download:
Nitrat-Empfehlung des UBA (PDF-Datei)

Quelle: UBA


EU-Grenzwerte für feine Staubpartikel treten in Kraft - neue Broschüre


17.12.04 -
[BMU] Die Verbesserung der Luftqualität zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt ist Hauptziel der europäischen Umweltpolitik. Nach einem aktuellen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben allein in Europa 100.000 Menschen Jahr für Jahr an Feinstaub in der Atemluft. Deshalb hat die EU in ihrer Luftqualitätsrahmenrichtlinie sehr ehrgeizige Immissionsgrenzwerte festgelegt, die zum 1. Januar 2005 in Kraft treten. Bundesumweltminister Jürgen Trittin forderte die Länder und Kommunen auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, um die Luftbelastung zu reduzieren.

Mit Blick auf die Situation z.B. in Berlin betonte der Bundesumweltminister, dass bloße Verweise auf eine stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs nicht ausreichten. Wenn, wie hier in der Stadt geplant, neue Busse mit alten Abgasstandards angeschafft werden, werde der öffentliche Nahverkehr Teil des Problems statt Teil der Lösung.

Insbesondere die hohe Belastung der Innenstädte mit Staub und Stickoxid sei ein Problem, das stärkeres Handeln erfordert. Bei der Verbesserung der Luftqualität komme der Minderung der Partikelemissionen aus Dieselmotoren eine wichtige Rolle zu. Mit entsprechender Technik sei es möglich, über 99 % dieser gesundheitsgefährlichen Partikel zurück zu halten. Partikelfilter haben den großen Vorteil, dass sie die besonders schädlichen ultrafeinen Staubteilchen zurück halten können. Die Zulassungszahlen von Diesel-Fahrzeugen haben sich rasant erhört.

Die Bundesregierung drängt auf europäischer Ebene auf eine massive Absenkung der Partikel-Grenzwerte für Dieselfahrzeuge. Der Bund will saubere Diesel steuerlich entlasten. Eine wirtschaftliche Alternative zu Diesel-Pkw's sind nach angaben des BMU Erdgasfahrzeuge. Diese haben weder ein Partikel- noch ein Stickstoffoxidproblem und sind bis zum Jahr 2020 bei der Mineralölsteuer begünstigt.

Zu der Feinstaubproblematik und den von Beginn des neuen Jahres an geltenden Regelungen informiert das Bundesumweltministerium mit einem neuen Magazin, das auf der BMU-Website zum Download zur Verfügung steht:

Informationsmaterial:
Download / Bestellung Feinstaub-Magazin
BMU-Infoseite Luftreinhaltung

Quelle: BMU-Pressemitteilung


Kirchenluft ist ungesund

03.12.2004- Kerzen und Weihrauch sorgen dafür, dass die Konzentration Krebs erregender Substanzen in Kirchenluft höher ist als in der Luft an einer viel befahrenen Straße. Das berichten niederländische Mediziner im "European Respiratory Journal". Die Konzentration ebenfalls schädlichen Feinstaubs kann die europäischen Grenzwerte sogar um ein Vielfaches überschreiten.

Theo de Kok von der Universität Maastricht und seine Kollegen führten ihre Messungen in einer kleinen Kapelle und in der großen Basilika der Stadt durch. Die Forscher simulierten einen Gottesdienst, indem sie Weihrauch verbrannten, und ließen zudem neun Stunden lang Kerzen brennen.

Zu ihrer Verblüffung stellten die Forscher fest, dass die Konzentration von Feinstaub mit Partikeldurchmessern unter zehn Mikrometern (PM10) nach diesen Maßnahmen viermal höher war als noch vor dem Beginn der morgendlichen Andacht. Wie das Team berichtet, lagen die Konzentrationen bei 600 bis 1.000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, "entsprechend dem 12- bis 20fachen des in Europa maximal erlaubten 24-Stunden-Mittelwertes."

Feinstaubpartikel bestehen unter anderem aus Ruß, Krebs erregenden Kohlenwasserstoffen und Mineralien. Indem die feinen Teilchen tief in die Atemwege eindringen, können sie die Funktion von Lunge und Herz beeinträchtigen. "Zudem fanden wir sehr hohe Konzentrationen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe, ebenfalls als Krebs erregend bekannt, und verschiedene Typen freier Radikale", ergänzt de Kok. Zwar bestehe noch reichlich Forschungsbedarf, so der Mediziner, dennoch seien die Resultate beunruhigend.


Forschung: Theo M.C.M. de Kok und Jacob J. Briedé, Department of Health Risk Analysis and Toxicology, Maastricht University; und andere.

Veröffentlicht in European Respiratory Journal, Vol. 24(6), Dezember 2004.

Quelle: Scienceticker


NGFN-Forscher entdecken Krankheits-Gen für Parkinson

19.11.04 - Forscher des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) haben ein weiteres Krankheits-Gen entdeckt, das Parkinson verursachen kann: PARK8

Im Erbgut von Familien, die von Parkinson betroffen waren, spürte das Forscherteam gleich fünf krankheitsauslösende Varianten des PARK8-Gens auf. Das Protein (Eiweiß), dessen Bauplan von PARK8 kodiert wird, könnte möglicherweise bei der Kommunikation in Gehirnzellen eine wichtige Rolle spielen. Es ähnelt anderen Proteinen, die Signale an Eiweiß-Partner weitergeben, indem sie dem Partner einen Phosphatrest anhängen.

"Das Aufspüren des Krankheits-Gens war eine Sisyphusarbeit", meint Prof. Thomas Gasser vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung. "Wir haben zunächst bei 21 Familien kurze Abschnitte des Erbgutes genau unter die Lupe genommen und haben geschaut, ob es dort Bereiche gibt, die bei kranken Familienmitgliedern identisch sind. Auf diese Weise konnten wir die ungefähre Region eingrenzen, in der das Krankheits-Gen liegen musste. Aber dort lagen immerhin noch 29 Gene, die wir alle systematisch untersuchen mussten."

Um dem Krankheits-Gen auf die Spur zu kommen, haben die Forscher jeden einzelnen Buchstaben der 29 verdächtigen Gene genau überprüft. Schließlich fanden die Forscher bei sechs Familien in einem dieser Gene einen veränderten Gen-Buchstaben, und zwar nur bei den erkrankten Familienmitgliedern: Das Krankheits-Gen PARK8 war gefunden.

"Solche umfangreichen Forschungsarbeiten sind nur möglich, wenn viele Wissenschaftler gemeinsam an einem Strang ziehen, wie im Nationalen Genomforschungsnetz", meint Prof. Gasser, Leiter der 21-köpfigen Forschergruppe. "Zudem haben wir eng mit einer amerikanischen Forschergruppe an der Mayo Clinic in Jacksonville, Florida zusammengearbeitet, die auch wesentlich zu dem Projekt beigetragen hat".
Im NGFN fahnden über 600 Wissenschaftler nach den Ursachen weit verbreiteter Krankheiten. Mit beachtlichem Erfolg, wie eine internationale Expertenkommission im Frühjahr 2003 bescheinigte. Den NGFN-Forschern gelang es bereits, Licht in das Geschehen von über 20 Krankheiten zu bringen, darunter Alzheimer, Epilepsie und Drogenabhängigkeit (www.ngfn.de).

"Gerade bei der Krankheit Parkinson ist es wichtig, dass wir mehr über die Entstehung des Leidens lernen", meint Prof. Gasser. "Denn zum einen sind deutschlandweit etwa 300.000 Menschen betroffen, zum anderen gibt es noch keine Medikamente, die die Ursache dieser Krankheit bekämpfen können. Alle Medikament, die zurzeit erhältlich sind, lindern nur die Symptome".

Mit der Entdeckung des PARK8-Krankheits-Gens wird das Rätsel um die Entstehung der Parkinson-Krankheit weiter gelüftet. Immer deutlicher wird, dass es mehrere unterschiedliche Formen dieser Gehirn-Krankheit gibt. Bei den Parkinson-Erkrankten mit einer PARK8-Mutation fanden die NGFN-Wissenschaftler besonders unterschiedliche Symptome: Zum Beispiel ist die Zusammensetzung der giftigen Eiweiß-Ablagerungen, die im Mittelhirn Nervenzellen töten, jeweils unterschiedlich. Auch die klinischen Symptome sind uneinheitlich: Neben den typischen Eigenheiten eines Parkinson-Erkrankten (Zittern, Körperversteifung und gebückte Haltung) können in einigen Fälle auch noch Demenz und/oder Verminderung der Skelettmuskelmasse hinzukommen.

Möglicherweise trägt jede der jetzt gefundenen fünf krankheitsauslösenden PARK8-Varianten auf eine andere Weise zum Entstehen der Krankheit bei, wahrscheinlich in Kombination mit anderen Krankheits-Genen. Nun ist es das Ziel der Forscher, die Funktion des PARK8-Gens aufzuklären, um Ansatzpunkte für eine Therapie zu finden.

Projektmanagement NGFN
Projektträger im DLR
Postfach 24 01 07
53154 Bonn
Tel.: +49-(0)228/3821-331
Fax : +49-(0)228/3821-332
E-Mail: pm-ngfn@dlr.de
Internet: www.ngfn.de



Medizin in der dritten Dimension

19.11.04 - Fraunhofer IGD zeigt auf der MEDICA neue Verfahren für exakte Diagnostik und schonende Therapie

Die Heilungschancen für Patienten zu verbessern und Ärzte verschiedener Fachrichtungen zielgerichtet zu unterstützen, das leisten die neuen Verfahren der Digitalen Medizin: Ein so genanntes Schleudertrauma lässt sich nun zuverlässig diagnostizieren und auch therapieren. Komplexe dreidimensionale Bild-Informationen aus verschiedenen Untersuchungen wie Ultraschall und Computertomografie können Mediziner exakt überlagern. Außerdem profitieren Kardiologen von beschleunigten und automatisierten Analysemethoden, die den Patienten Belastungen und Risiken ersparen.

Auf der diesjährigen MEDICA zeigt das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD vom 24. bis 27. November in Düsseldorf richtungsweisende Systeme für den medizinischen Arbeitsplatz der Zukunft.

Schleudertrauma sicher erkennen und behandeln
Täglich erleiden zirka 550 Personen allein in Deutschland durch Auffahrunfälle eine Zerrung der Nackenmuskulatur, das so genannte Schleudertrauma. Diese Verletzungen der Halswirbelsäule verursachen oftmals chronische Schmerzen und erfordern bislang eine aufwändige und kostenintensive medizinische Langzeittherapie. Für die Diagnose ist der Arzt vor allem auf die individuellen Schilderungen des Patienten und Tastbefunde angewiesen. Denn bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahme oder Kernspintomografie erlauben dem Mediziner in etwa 95 Prozent der Fälle keine exakten Aussagen über die spezifische schmerzbedingte Einschränkung des Verletzten.

Die Folge: eine individuelle und zielgerichtete Therapie ist nicht möglich.
Wie schwer die Halswirbelsäule verletzt ist, lässt sich erstmals schnell und zuverlässig mit einem neuen Verfahren diagnostizieren, das Forscher des Fraunhofer IGD entwickelt haben. Dabei trägt der Patient einen Datenhelm (Head Mounted Display) und taucht in ein Szenario der Virtuellen Realität ein: Er verfolgt die simulierte Bewegungsbahn der Planeten im virtuellen Weltall. Der eingeschränkte Blickwinkel zwingt den Einzelnen dazu den Kopf zu bewegen, um den Himmelskörper zu verfolgen.

Mittels integrierter Spezialsensoren lassen sich so mit hoher Frequenz die Position und Bewegung des Kopfes dreidimensional aufzeichnen. Gleichzeitig registriert das System exakt die Schmerzimpulse der Nackenmuskulatur. Diese so genannten Elektromyografischen (EMG-) Daten in Kombination mit den komplexen Messergebnissen der Kopfbewegungen ergeben ein detailliertes Bild zum Grad der Verletzung. Der Computer analysiert die EMG-Daten und steuert die visuellen Signale des Weltall-Szenarios. Dank dieser Rückkopplung wird der Verletzte keiner unnötigen Belastung durch heftige, schmerzhafte Bewegungen ausgesetzt. Die Ergebnisse der umfangreichen Patiententests, durchgeführt im Universitätsklinikum Ulm, bestätigen die Treffsicherheit dieses Diagnoseverfahrens.

"Wir haben das System weiterentwickelt, indem wir eine Kraftrückkopplungs-Komponente integrierten. Damit steht den Medizinern in Kürze zusätzlich ein physiotherapeutisches Trainingsgerät zur Verfügung, um die Hals- und Rückenmuskulatur ganz individuell aufzubauen", erläutert Dr. Ulrich Bockholt vom Fraunhofer IGD. Die klinischen Studien zu dieser neuartigen Therapiemethode sollen Anfang 2005 in Ulm beginnen. Die Wissenschaftler zeigen dieses innovative Verfahren während der MEDICA auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Alle Daten auf einem Bild
Magnetresonanz- und Ultraschall-Aufnahmen, Daten aus Computertomografie (CT) und funktionelle Informationen - all diese Untersuchungsergebnisse stehen dem Arzt inzwischen für Diagnose und Therapieplanung eines einzelnen Patienten zur Verfügung. Allerdings ist es für ihn in der Regel nicht möglich, die gesamte dreidimensionale Bildinformation im Kopf exakt zu überlagern.

Denn abweichende Positionen des Kranken, unterschiedliche Auflösungen und Darstellungen erschweren dies. "Erst wenn Mediziner komplexe Informationen - beispielsweise zur Prostata - einfach vorverarbeiten und visualisieren können, sind sie in der Lage alle Möglichkeiten der verschiedenen Untersuchungsmethoden zu nutzen", betont Professor Georgios Sakas, Leiter der Abteilung Cognitive Computing and Medical Imaging am Fraunhofer IGD. Deshalb haben Forscherinnen und Forscher dieser Abteilung ein Verfahren zur Volumen-Registrierung entwickelt, um die unterschiedlichen Datensätze automatisch in einem einzigen Koordinatensystem zu überlagern.

Dies vereinfacht die Arbeit der Klinikärzte erheblich. Das neue dreidimensionale Kreuzmodell komprimiert die anfallenden Daten und beschleunigt damit das gesamte Matching-Verfahren. Zur Zeit wird das System für die menschliche Kopfregion, den Brustkorb und die Prostata eingesetzt; zukünftig sollen Mediziner auch Bildinformationen von bewegten Körperteilen wie dem Herzen überlagern können.

Analyse des Herzens
Eine europäische Studie hat gezeigt, dass sich die Untersuchung mittels Herzkatheter in 50 Prozent der Fälle als überflüssig erwies. Eine Herzanalyse mit der Kernspinresonanz (MRT) hilft, dem Patienten Belastungen sowie potenzielle Risiken einer Herzkatheter-Untersuchung zu ersparen und die Kosten zu senken.

Eine am Fraunhofer IGD entwickelte Software ermöglicht -basierend auf einer vierdimensionalen Segmentierung des linken Ventrikels - eine Herzwandanalyse nach Richtlinien der American Heart Association (AHA). Das systolische- / diastolische Volumen, deren Verhältnis zueinander sowie das Auswurfvolumen werden automatisch berechnet und grafisch über die Zeit dargestellt. Aufschlussreich sind die Herzwandbewegungen des pulsierenden Herzens. "Kardiologen können mit Hilfe der neuen Verfahren sehr einfach und schnell feststellen, ob der Herzmuskel gesund ist beziehungsweise Teile des Muskels nicht mehr kontrahieren", erläutert Prof. Georgios Sakas.

Ferner sei es ihnen damit möglich, die Bewegungen der Herzwand grafisch in einem so genannten "Bull Eye View" darzustellen und zu untersuchen. Dies erleichtert dem Arzt beispielsweise, einen Herzinfarkt zu erkennen. Benötigt ein Arzt in der Klinik bis zu einem Tag, um ein Herz Schicht für Schicht manuell zu segmentieren und zu analysieren, so verkürzt sich die Zeit mit der neuen Methode auf 10 bis 30 Minuten. Die Herzspezialisten der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf evaluieren derzeit dieses Verfahren des Fraunhofer IGD.

Mit der entwickelten Software lassen sich weiterhin auch hochaufgelöste CT-Datensätze einer Herzphasen-Messung beliebig visualisieren und die Koronar-Arterien auf so genannte "Hard Plaque" untersuchen. Ein am Fraunhofer IGD entwickelter Algorithmus verfolgt die Koronar-Arterien und gibt als Ergebnis den exakten Durchmesser an jeder Position wieder. Dieses Analyseverfahren wird derzeit am Klinikum der Universität Frankfurt/Main im klinischen Einsatz erprobt.

Diese neuen Entwicklungen zeigen die Darmstädter Forscherinnen und Forscher während der MEDICA auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftsstand.

MEDICA 2004 Messe Düsseldorf
Halle 10, Stand F05
Prof. Georgios Sakas
Fraunhofer IGD
E-Mail: georgios.sakas@igd.fraunhofer.de



Diamanten sind des Urologen bester Freund

19.11.04 -Hauchdünne Beschichtungen aus diamantähnlichem Kohlenstoff können verhindern, dass sich auf Dauerkathetern im Harntrakt gefährliche Bakterienbiofilme bilden. Die beschichteten Katheter gleiten zudem mit erheblich weniger Reibung in den Harnleiter - zur Freude der Mediziner, vor allem aber der Patienten, die die Prozedur dadurch als deutlich weniger unangenehm empfinden. Entwickelt und getestet wurden die neuen Beschichtungen von Wissenschaftlern der Experimentellen Urologie der Universität Bonn in Zusammenarbeit mit der Firma NTTF in Rheinbreitbach und dem Institut für Dünnschichttechnologie der TU Kaiserslautern. Die Projektpartner stellen erste vielversprechende Ergebnisse vom 24. bis 27. November auf der Medizinmesse MEDICA in Düsseldorf vor.

Bei Harntransportstörungen helfen Verweilkatheter in den ableitenden Harnwegen den Patienten, ihren Urin zu entleeren. Manchmal überziehen sich die dünnen Schläuche aber schon nach wenigen Tagen mit einer infektiösen Kruste aus Bakterien und Kristallen - mit unangenehmen Konsequenzen: Ein Drittel aller Infektionen, die sich Patienten in Krankenhäusern zuziehen, entstehen in Folge von Katheterisierungen der ableitenden Harnwege. Dem deutschen Gesundheitssystem entstehen dadurch jährlich Kosten von etwa 500 Millionen Euro.

"Bislang gibt es keine wirkungsvolle Möglichkeit zu verhindern, dass Bakterien über den Katheter in den Harntrakt gelangen und so einen Harnwegsinfekt auslösen", erklärt der Bonner Wissenschaftler Dr. Norbert Laube. Einige Bakterienarten verursachen durch ihren Stoffwechsel einen starken Anstieg des Urin-pH-Werts. Folge: Salze und andere Substanzen, die normalerweise im Harn gelöst sind, fallen aus und lagern sich ab. Manche Katheter erinnern daher schon nach einer Woche an die Innereien einer Kaffeemaschine, die jahrelang nicht entkalkt wurde. "Jeder kann sich vorstellen, wie unangenehm bereits das Tragen und noch mehr die Entfernung eines mit einer harten Kruste belegten Katheters für den Patienten sein muss", so Dr. Laube. Noch schlimmer: "Der kristalline Bakterienbiofilm hemmt die Wirkung vieler Medikamente; selbst mit Antibiotika ist die Infektion dann häufig schwer in den Griff zu bekommen."

Neben Blasenkathetern gibt es auch so genannte innere Harnleiterschienen (Stents), die von der Blase bis zur Niere vorgeschoben werden. "Sie sorgen beispielsweise bei Harnleitersteinen oder Krebserkrankungen dafür, dass der Urin ungehindert von der Niere zur Blase abfließen kann", erklärt Dr. Laube. Die Schienen bleiben mitunter für Wochen oder gar Monate im Körper. Einige Patienten müssen ihr ganzes Leben lang solche Harnleiterschienen tragen. Wenn sich die Stents durch die Kristallbildung zusetzen, kann das zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.

Diamantähnliche Kohlenstoffschichten könnten helfen

Dr. Laube stellt zusammen mit Lisa Kleinen vom Institut für Dünnschichttechnologie der TU Kaiserslautern und Dr. Karin Schenk von der Firma NTTF (New Technologies in Thin Films) auf der kommenden MEDICA erste Forschungsergebnisse vor, die zeigen, wie den Inkrustationen vielleicht beizukommen ist. Die Physiker haben Katheter und Harnleiterstents mit einer extrem dünnen Schicht aus diamantähnlichem Kohlenstoff (diamond-like carbon oder DLC) beschichtet. DLC-beschichtete Oberflächen reagieren chemisch nicht mit ihrer Umgebung; sie sind verschleißfest, sterilisierbar und reibungsmindernd.


Dr. Norbert Laube mit einem Stent, an dessen oberen Ende
deutlich die Verkrustungen zu erkennen sind.
Frank Luerweg / Uni Bonn

"Selbst nach drei Monaten im Körper weisen die beschichteten Harnleiterschienen praktisch keine Verkrustungen auf", sagt Dr. Andreas Meißner, Urologischer Assistenzarzt am Bonner Universitätsklinikum. Außerdem lassen sich die Katheter beim Einlegen oder Wechseln im Harntrakt leichter vorschieben als derzeit am Markt erhältliche." Patienten, bei denen die beschichteten Stents getestet wurden, empfanden die Prozedur als wesentlich weniger unangenehm. Zudem können nach den bisherigen Ergebnissen die Wechselintervalle verlängert werden. Dr. Laube: "Unabhängig vom Inkrustations-Aspekt: Schon allein die geringere Belastung für die Patienten ist ein Wert an sich!"

Quelle: Klinik und Poliklinik für Urologie der Universität Bonn


Bessere Planung und Durchführung von Operationen

Forschungszentrum caesar auf der Medica in Düsseldorf

18.11.2004 - Vom 24.-27.11.2004 stellt das Bonner Forschungszentrum caesar auf der "Medica 2004" in Düsseldorf aktuelle Projekte aus der Medizintechnik vor (Halle 13, Stand C12). Mit neuen Computer- und Lasertechnologien unterstützen die Wissenschaftler Chirurgen bei der Planung und Durchführung von Operationen. Auf der Messe demonstrieren sie ein Lasersystem in Aktion, das feinste Schnitte von nur 0,2 mm durch Knochen und Knorpel ermöglicht. Auch medizinische Anwendungen für das im Maschinenbau bewährte Rapid-Prototyping-Verfahren stellen die Forscher vor. Sie entwickeln körperverträgliche Materialien für maßgeschneiderte Implantate und fertigen aus Patientendaten anatomische Modelle für die Operationsplanung. Außerdem präsentieren die Wissenschaftler eine holografische Methode, mit der sie dreidimensionale Computermodelle des Gesichts erstellen. Diese sind sehr hoch aufgelöst und werden zur Vorbereitung von komplizierten Operationen verwendet. caesar arbeitet eng mit Medizinern zusammen; einige Verfahren werden bereits in der Klinik getestet.


Das Lasersystem "OsteoLas" wird Chirurgen zukünftig als hochpräzises Instrument zum Durchtrennen von Knochen dienen. Das Foto zeigt einen durchtrennten Rinderknochen.
Foto: Bernd Vogel / caesar

Das Lasersystem "OsteoLas" wird Chirurgen zukünftig als hochpräzises Instrument zum Durchtrennen von Knochen dienen, beispielsweise in der Neuro-, Herz- und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Es ermöglicht Schnitte und dreidimensionales Abtragen von Knochen und Knorpeln ohne Wärmeschäden, Knochenmehl und metallischen Abrieb. Das von caesar optimierte CO2-Lasersystem arbeitet mit extrem kurzen Pulsen in Kombination mit einem feinen Luft-Wasserspray. So wird eine Schädigung des umliegenden Gewebes vermieden. Erstmals können mit einem Lasersystem Knochen und Knorpel berührungslos in beliebigen Geometrien geschnitten werden.


Unter dem Namen "3mat" präsentiert die caesar-Arbeitsgruppe "Rapid Prototyping" auf der Medica ihr Leistungsspektrum, das sich von der Entwicklung von körperverträglichen Materialien auf Kunststoff- und Keramikbasis bis zu deren computergesteuerter Verarbeitung erstreckt.
Foto: Bernd Vogel / caesar


Unter dem Namen "3mat" präsentiert die caesar-Arbeitsgruppe "Rapid Prototyping" auf der Medica ihr Leistungsspektrum, das sich von der Entwicklung von körperverträglichen Materialien auf Kunststoff- und Keramikbasis bis zu deren computergesteuerter Verarbeitung erstreckt. Je nach Kundenwunsch fertigen die Forscher Patientenmodelle, Implantate oder Prototypen an. Die Gruppe setzt erfolgreich Projektideen und Dienstleistungen für Medizintechnikhersteller, Ärzte und Kliniken um. Unter anderem haben die Wissenschaftler ein spezielles Rapid-Prototyping-Verfahren entwickelt, mit dem sie zukünftig computergeplante, patientenindividuelle Implantate fertigen können. Außerdem stellt die Arbeitsgruppe individuelle anatomische Planungsmodelle her, insbesondere für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Operationen können so im Vorfeld genauer geplant und schneller durchgeführt werden, die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen verringert sich.

Die Arbeitsgruppe "Holografie und Lasertechnologie" entwickelt ein System zur holografischen dreidimensionalen Vermessung von Gesichtern. Mit einem kurzgepulsten Laser wird ein Porträthologramm des Patienten erstellt, das anschließend digitalisiert wird. Der so erstellte Datensatz liefert ein dreidimensionales Computermodell des Patienten, das beliebig vergrößert und gedreht werden kann. Die farbige Textur, die über das Modell gelegt wird, macht das Bild sehr naturgetreu. In Verbindung mit Computertomografiedaten entstehen Modelle, die sowohl die knöcherne Struktur des Gesichtes als auch das darüber liegende Weichgewebe darstellen. Diese Einsichten eröffnen im Bereich der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie neue Möglichkeiten der Operationsplanung und Dokumentation, um optimale funktionelle und ästhetische Ergebnisse zu erzielen.

Quelle: Forschungszentrum caesar


Statistisches Bundesamt: 6,6 Mill. schwerbehinderte Menschen in Deutschland

12.11.2004 - Wie das Statististische Bundesamt mitteilt, lebten zum Jahresende 2003 in Deutschland 6,6 Mill. schwerbehinderte Menschen; das waren rund 70 000 oder 1,1% weniger als am Jahresende 2001. Bezogen auf die gesamte Bevölkerung war in Deutschland jeder zwölfte Einwohner (8,0%) schwerbehindert. Knapp über die Hälfte (52%) der Schwerbehinderten waren dabei Männer. Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde.

Behinderungen treten vor allem bei älteren Menschen auf: So war gut die Hälfte (52%) der schwerbehinderten Menschen 65 Jahre und älter; ein knappes Viertel (22%) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 65 Jahren an. 2% der Schwerbehinderten waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Überwiegend (84%) wurde die Behinderung durch eine Krankheit verursacht, 5% der Behinderungen waren angeboren, 2% auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen.

Am häufigsten litten schwerbehinderte Menschen unter körperlichen Behinderungen (67%): Bei 26% der Personen waren die inneren Organe bzw. Organsysteme betroffen. Bei 14% waren Arme und Beine in ihrer Funktion eingeschränkt, bei weiteren 14% Wirbelsäule und Rumpf. In 5% der Fälle lag Blindheit bzw. Sehbehinderung vor. 4% litten unter Schwerhörigkeit, Gleichgewichts- oder Sprachstörungen. Auf geistige oder seelische Behinderungen entfielen zusammen 9% der Fälle, auf zerebrale Störungen ebenfalls 9%. Bei den übrigen Personen (15%) war die Art der schwersten Behinderung nicht ausgewiesen.

Bei einem Viertel der schwerbehinderten Menschen (24%) war vom Versorgungsamt der höchste Grad der Behinderung von 100 festgestellt worden; 31% wiesen einen Behinderungsgrad von 50 auf.

ots-Originaltext: Statistisches Bundesamt


www.haemorrhoiden-forum.de: Informationsplattform zu einer verschwiegenen Volkskrankheit

Hamburg (ots) - Etwa die Hälfte aller Menschen über 30 Jahren ist hierzulande von Hämorrhoiden betroffen. Auch unter den Jüngeren nimmt die Erkrankungsrate deutlich zu. Obwohl Hämorrhoiden damit zu den weitverbreitetsten Volkskrankheiten gehören, wird in der Öffentlichkeit noch selten über das Thema gesprochen. Das unabhängige Informationsportal www.haemorrhoiden-forum.de ist angetreten, das Tabu zu durchbrechen. Interessierte und Betroffene können sich hier mit allen wichtigen Informationen versorgen und Rat einholen. Namhafte Proktologen (Fachärzte für Mast- und Enddarm) haben auf der Webseite alles Wissenswerte rund um die schmerzhafte Analerkrankung zusammengestellt und veranstalten zusätzlich einmal pro Monat einen Experten-Chat.

Fakten zur Krankheit

Das Portal liefert Fakten und Antworten zu allen wichtigen Fragen: Symptome und Diagnose der Krankheit, Behandlungsmöglichkeiten, Vorbereitung des Arztbesuches durch eine Checkliste und eine Aufstellung von Fachärzten in den jeweiligen Regionen Deutschlands. Auch das Thema Vorbeugung kommt nicht zu kurz: Tipps zu Ernährung, Hygiene, Bewegung und dem richtigen Verhalten auf dem "stillen Örtchen" werden verständlich präsentiert. Eine Übersicht mit den am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) und den Antworten der Experten rundet das Informations-angebot ab.

Experten-Chats

Einmal pro Monat stehen den Besuchern des Online-Forums namhafte Experten für alle Fragen zur Verfügung. In den Chats können Betroffene ihre individuellen Probleme ansprechen und mit den Fachärzten diskutierten. Die Termine der nächsten Expertenchats: 10.11.2004, 07.12.2004, 12.01.2005, 09.02.2005, 09.03.2005, 13.04.2005.


Aktivierte Atemluft contra Schlafstörungen - Studie der Haranni Clinic Herne zeigt: Revolutionäre Inhalationstherapie vermindert Beschwerden

Hennef (ots) 05.11.2004 - Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom, die
zwei Wochen lang mit der Atemluft-Therapie Airnergy behandelt werden, erfahren in der Mehrzahl der Fälle eine deutliche Verbesserung Ihrer
Beschwerden. Das ist das Ergebnis einer Patientenbeobachtung, die im Schlaflabor der Haranni Clinic in Herne unter Leitung der Internistin
und Schlafmedizinerin Dr. Marion Burmann-Urbanek und des Neurologen Dr. Hendrik Straube durchgeführt wurde (das schlafmagazin 3, 46/47,
2004).

15 Patienten hatten innerhalb von zwei Wochen jeweils an den Werktagen eine 20-minütige Inhalalations-Therapie mit "aktivierter"
Atemluft absolviert. Airnergy, so der Name, ist ein patentiertes Verfahren, welches die Verwertbarkeit von Luft-Sauerstoff im Organismus verbessert, ohne dass zusätzlicher Sauerstoff eingeatmet
wird. Ergebnis der Untersuchung: Sechs Patienten gaben eine Verbesserung ihres Befindens an, fünf registrierten einen Rückgang ihrer Tagesmüdigkeit und drei berichteten von einer Verbesserung von
Schlafstörungen. Ein Patient gab an, dass sein Druckgefühl im Kopf verschwunden sei, und ein weiterer Patient registrierte, dass er nach
der Airnergy-Inhalation nicht mehr unter Schwindelgefühlen litt. Insgesamt war bei 12 der 15 Schlafapnoe-Patienten durch die zehn
Airnergy-Behandlungen eine deutliche Besserung des Befindens erreicht worden - ein für die Mediziner überraschend eindeutiges Ergebnis.

Auch weitere Patienten-Subgruppen - Studienteilnehmer mit Schlafstörungen, Bluthochdruck sowie Durchblutungsstörungen - konnten von der Behandlung profitieren. Insgesamt stellten 28 von 34 Patienten, also 82 Prozent der Studienteilnehmer, eine deutliche Verbesserung ihres Gesamtzustandes und ihrer spezifischen Beschwerden fest.

Besonders interessant: Die positiven Effekte hielten auch vierzehn Tag nach Abschluss der Behandlung noch an. Bei einigen Patienten war sogar eine weitere Verbesserung des Gesundheitszustandes
festzustellen. Die Studienleiter schließen daraus, dass durch die Airnergy-Therapie Regenerations- und Regulationsprozesse angestoßen
wurden, die auch nach der direkten Anwendung noch weiterlaufen. Burmann-Urbanek und Straube: "Daraus ist abzuleiten, dass eine echte Ursachen-behandlung stattgefunden hat."

Weitere Informationen zu Airnergy unter www.atemluft.info

Quelle: Natural Energy Solutions


Schlaftabletten: Einnahme planvoll beenden - Entzugserscheinungen bei abruptem Absetzen möglich

Baierbrunn (ots) 22.10.2004 - Wer Schlaflosigkeit mit Medikamenten behandelt, sollte das Ende der Therapie unbedingt mit dem Arzt besprechen, denn einige Schlafmittel können bei abruptem Absetzen zu Entzugserscheinungen führen, warnt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Die Symptome können extreme Unruhe, Aggressivität, Orientierungslosigkeit, Angst, Schwitzen und Alpträume sein. „Auch komplette Schlaflosigkeit kann eintreten“, erklärt Prof. Göran Hajak von der Universitätsklinik Regensburg.

Eine solche Folge veranlasst Betroffene oft, die Einnahme sofort wieder aufzunehmen und damit in eine langjährige Abhängigkeit zu geraten. Wer das Schlafmittel begrenzt für drei bis vier Wochen genommen hat, soll am Ende die Dosis als alle drei Tage halbieren. Bei längeren Einnahmezeiträumen muss die Entwöhnung entsprechend länger dauern – etwas zehn Prozent der Behandlungszeit. Dies plant man am besten zusammen mit dem behandelnden Arzt.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Viel schlafen, gesund ernähren und eine Kneippkur
Reader's Digest gibt Tipps für den Schutz des Immunsystems

22.10.2004 - Die Zahl der Menschen, die an Allergien erkranken, weil ihr Immunsystem versagt, wächst weiter. "Zwischen 15 und 25 Prozent der Deutschen sind von Allergien betroffen", sagt Gerhard Metzner, Immunologe an der Universität Leipzig, dem Magazin Reader's Digest. Das Magazin gibt in seiner November-Ausgabe wertvolle Tipps, wie man das Immunsystem selbst schützen kann, und erklärt, wie es funktioniert.

So viel ist klar - das Immunsystem des Menschen gehört zu den größten und gewichtigsten Organen des Körpers, die Bestandteile sind aber überall verteilt: im Blut wie im Lymphsystem, in den Organen wie im Gewebe, aber auch in der Haut. Das Problem: Das Immunsystem soll den Körper zwar vor Krankheitserregern schützen, die Wirkung des komplizierten Abwehrsystems ist aber selbst Experten vielfach noch ein Rätsel. "Es ist noch lange nicht völlig erforscht und verstanden", sagt Immunologe Ernst-Peter Rieber von der Technischen Universität Dresden.

Einige wichtige Pfeiler sind jedoch bekannt. Die so genannten Makrophagen patroullieren durch den Körper und suchen nach Bakterien, die sie verschlingen können. Unterstützt werden sie dabei von den Granulozyten, die für den schnelleren Abtransport der Bakterien sorgen. Der Mensch spürt diese Reaktion als schmerzhafte und hitzige Entzündung, im extremen Fall auch als Eiter. Aber auch die Lymphozyten, die T-Helfer-Zellen sowie die B-Zellen sorgen als eine Art Leibwächter dafür, dass sich der Körper gegen Eindringlinge wehrt und Antikörper gegen die Bakterien bildet.

Schwieriger wird es jedoch für die körpereigene Abwehr, wenn Viren angreifen, denn sie verstecken sich in menschlichen Zellen. Der Körper weiß sich aber auch hier zu wehren. Das Prinzip: Die T-Zellen sorgen mit einer Art Botenstoff dafür, dass die infizierten Zellen absterben. Dies gelingt freilich nicht immer. Bei Krebs und Aids ist das Immunsystem bisher weitgehend machtlos.


Wie kann man die körpereigene Abwehr stärken?

Ganz wichtig: Der Impfschutz sollte stets vollständig sein, notfalls muss man an Auffrischungen denken. So wird zum Beispiel für Kinder eine ganze Palette von Impfungen empfohlen, angefangen bei Polio, Diphtherie und Keuchhusten (alles ab dem dritten Monat) bis hin zu Krankheiten wie Masern, Mumps, Windpocken und Röteln (alles ab dem zwölften Monat).

Auch Erwachsene sollten sich regelmäßig impfen lassen. Eine der Grundregeln: Ab dem 60. Lebensjahr wird alle sechs Jahre zur Impfung gegen Lungenentzündung geraten. Gegen Grippe raten die Forscher sogar zum jährlichen Schutz.

Aber nicht nur die Spritze oder die Tablette ist ein vorbeugender Schritt. Auch ein gesunder Lebensstil ist wichtig. Dazu gehören genug Schlaf, sportliche Betätigung, eine vernünftige Ernährung und ein ausgeglichenes Seelenleben. Experten nennen darüber hinaus die gute alte Kneippkur mit Kaltwasser als effektives Mittel, um die Abwehrkräfte zu trainieren.            

ots Originaltext: Reader's Digest Deutschland


Wohltemperierte Büros sind produktiver

22.10.04 - Ein zusätzliches Grad Celsius am Arbeitsplatz kann die Produktivität der Angestellten deutlich steigern. Diese Auffassung vertritt ein amerikanischer Forscher. Bei seinem Experiment stieg der Schreibausstoß und sank die Zahl der Tippfehler, als die Raumtemperatur in einem Büro erhöht wurde.

"Die Temperatur in einen angenehmeren Bereich zu heben, kann dem Arbeitgeber rund zwei Dollar pro Stunde und Arbeitnehmer sparen", ist Alan Hedge von der Cornell University in Ithaca, New York, überzeugt. Seine Untersuchungen führte der Forscher im Bürogebäude einer Versicherung im sonnigen US-Bundesstaat Florida durch.

Im Rahmen der einmonatigen Studie wurde die Raumtemperatur zunächst auf 20 Grad Celsius gehalten. Messungen an neun Schreibplätzen ergaben, dass die Angestellten unter diesen Bedingungen 54 Prozent der Zeit tippten. Die übrige Zeit verbrachten sie unter anderem mit Korrekturen, bedingt durch eine Fehlerquote von 25 Prozent. Nach Erhöhung der Raumtemperatur auf 25 Grad Celsius waren die Angestellten praktisch durchgehend mit Schreiben beschäftigt, die Fehlerquote lag nun bei 10 Prozent.

Die deutsche Arbeitsstätten-Richtlinie nennt für Büroräume eine Raumtemperatur von mindestens 20 Grad Celsius - allgemein empfohlen werden 21 bis 22 Grad Celsius.

Forschung: Alan Hedge, Human Factors and Ergonomics Laboratory und Department of Design and Environmental Analysis, Cornell University, Ithaca, New York

WWW:
Human Factors and Ergonomics Lab, Cornell U
Klima im Büro
Arbeitsstättenrichtlinie, Raumtemperaturen


„Seniorenteller ist eine Schnapsidee“ - Alternsforscher kritisiert Vorstellungen vom Essverhalten Älterer

Baierbrunn (ots) 15.10.2004 - Mit dem „Seniorenteller“ auf den Speisekarten
vieler Restaurants geht der Geschäftsführer des Zentrums für Alternskultur an der Universität Bonn, Dr. Uwe Kleinemas, hart ins Gericht: „Eine Schnapsidee“, nennt er ihn im Apothekenmagazin
"Senioren Ratgeber". Er sei eine misslungene Variante des Konzepts „Darf es auch etwas weniger sein?“ Statt vollwertiger Mahlzeiten werde einfach nur eine kleinere Portion Pommes und ein kleineres
Schnitzel vorgesetzt. Die tatsächlichen Ernährungs-bedürfnisse Älterer berücksichtigten übliche Seniorenteller nicht. „Die Vorstellung, dass Ältere weniger essen, stimmt oft nicht“, so Kleinemas. „Das mag für 80-Jährige gelten, darunter liegende Altersgruppen haben meist gesegneten Appetit.“

ots-Originaltext: Wort und Bild - Senioren Ratgeber


Stimmungstief durch Vitaminmangel? Vitamin B12 kann Körper und Seele helfen

Münster (ots) – 24.09.04 - Vitamin B12 hilft im Kampf gegen Depressionen. Das stellten Wissenschafter in Finnland fest, dem Land der kurzen Tage und langen Nächte, in dem Verstimmungen durch Lichtmangel besonders häufig sind.

Prof. Jukka Hintikka vom Kuopio University Hospital fand heraus, dass Patienten mit hohen Vitaminwerten besser auf eine Behandlung mit Antidepressiva reagieren. Sein Team beobachtete 115 ambulante Patienten mit Depressionen sechs Monate lang. Zu Beginn und am Ende der Behandlung wurden die Vitamin B12-Werte im Blut gemessen. Dabei zeigte sich, dass jene Patienten, die gut auf die Behandlung mit Antidepressiva ansprachen, reichlich Vitamin B12 im Blut hatten. Konnte die Depression weniger gut bekämpft werden, ging das oft mit einem geringeren B12-Gehalt einher.

Die finnische Untersuchung lässt vermuten, dass die Zufuhr von Vitamin B12 helfen kann, depressive Verstimmungen zu verbessern. Das könnte sich auch in der kalten Jahreszeit, in der besonders viele Menschen an einem Stimmungstief leiden, positiv auswirken. Jetzt gilt es, den Körper so gut als möglich zu unterstützen. Neben vitaminreicher Ernährung, am besten schon zum Frühstück, trägt vor allem der Aufenthalt im Freien dazu bei, wo man sogar im Regen und Schnee Licht tanken kann.  Auch eine zusätzliche Gabe von Vitamin B12 kann hilfreich sein. Es kann in flüssiger und hochdosierter Form (z.B. Vitamin-B12-Trinkfläschchen aus der Apotheke) am besten vom Körper verwertet werden.

Die Vorteile der hohen Konzentration hängen mit der Art und Weise zusammen, wie dieses Vitamin in den Körper gelangt. Vitamine können normalerweise direkt über den Darm in den  Körper aufgenommen werden. Das B12-Molekül bildet aber aufgrund seiner Struktur eine Ausnahme. Es braucht ein Transporteiweiß - den "Intrinsic Factor", um über die Darmschleimhaut ins Blut zu gelangen.

Gerade bei älteren Menschen produziert die Magenschleimhaut immer weniger "Intrinsic Factor", die B12-Speicher in der Leber leeren sich und es kommt häufig zu einem Vitaminmangel. Die hohen Dosierungen erleichtern das rasche Wiederauffüllen der Speicher - die geballte Ladung kann auch ohne "Intrinsic Factor", durch eine so genannte passive Aufnahme, ihre wohltuende Wirkung im Körper entfalten. Eine Kuranwendung mit Vitamin B12-Trinkfläschchen sollte immer mit dem Arzt oder dem Apotheker besprochen werden.

ots Originaltext: djd


Chlamydien: Die heimliche Epidemie

17.09.04 - Zehn Prozent aller 17-jährigen Mädchen leiden an einer Chlamydieninfektion. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Berliner Untersuchung. "Die Zahlen sind alarmierend", mahnt Dr. Gisela Gille, Vorsitzende der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung der Frau e.V. (ÄGGF) auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Nach den Sommerferien hat ein vermeintlich harmloses Bakterium wieder Hochkonjunktur: Chlamydia trachomatis ist nicht lebensbedrohlich, nicht spürbar und bleibt bei zwei von drei Frauen unentdeckt. Das in Europa und den USA häufigste sexuell übertragene Bakterium gilt indes als Hauptverursacher infektionsbedingter Sterilität. Schätzungsweise 100.000 Frauen können bereits jetzt aufgrund einer abgelaufenen Chlamydieninfektion keine Kinder bekommen. "Doch sexuell übertragbare Krankheiten sind in Deutschland ein Tabuthema", kritisiert Gille. "Sie rangieren auf Platz eins der Peinlichkeitsskala". Darum gibt es hierzulande keine aussagekräftigen Daten über die Verbreitung der Infektion. Seit 1991 sind nur noch HIV-Infektionen und Syphilis meldepflichtig. Das Berliner Robert-Koch-Institut hat die Ärzteschaft daher um Mithilfe gebeten, nicht meldepflichtige sexuell übertragbare Krankheiten dennoch zu melden. Bei der ersten Auswertung steht die Chlamydieninfektion an erster Stelle von insgesamt 1.400 gemeldeten Erkrankungsfällen.

Wissen nahe null.

Die Jugendlichen wissen nahezu nichts über das gefährliche Bakterium. Das ist eines der Ergebnisse einer unter der Leitung von Dr. Gisela Gille und Dr. Christine Klapp in Berlin durchgeführten Untersuchung. Im Rahmen der Beobachtung informierten Ärztinnen der ÄGGF 14- bis 17-jährige Mädchen in 92 Berliner Schulklassen über die Chlamydieninfektion und verteilten Informationsblätter zum Thema Screeninguntersuchung. In der Praxis eines Frauenarztes aus dem "Arbeitskreis Infektion und Sexualität" konnten junge Mädchen anonym und kostenlos am Chlamydientest teilnehmen.
Wer sich für den Test entschied, bekam einen anonymen sozioepidemiologischen Fragebogen zum Thema Chlamydieninfektion. Die Auswertung der 266 Fragebögen bestätigte Gilles Verdacht. Acht von zehn Teenagern haben vor der Lektüre der Informationsbroschüre noch nie etwas über Chlamydien gehört. Neun von zehn wissen nichts über die Möglichkeit einer symptomlosen, andauernden Infektion und über mögliche Folgen für ihre Fruchtbarkeit. Die hohe Verbreitung bei Jugendlichen ist 94 von 100 Mädchen nicht bekannt.

Das Wissen war bei den Hauptschülern und bei Schülern ohne Abschluss am schlechtesten. "Diese Ergebnisse sind umso katastrophaler, wenn man berücksichtigt, dass das Zeitfenster vom ersten Sexualverkehr bis zum konkreten Kinderwunsch stetig wächst. Im Schnitt sind das jetzt schon zehn Jahre", gibt Gille zu bedenken.

Fünf von hundert Teenagern sind infiziert. Die Häufigkeit der Infektion steigt mit dem Alter und der Anzahl der Partner. Die Mädchen, die an der Screeninguntersuchung teilnahmen, waren im Durchschnitt 16 Jahre alt und hatten mit vierzehneinhalb ihren ersten sexuellen Kontakt. Bei den unter 15-Jährigen waren nur 3,6 von hundert infiziert, bei den 17-Jährigen waren es bereits zehn. Die Wahrscheinlichkeit für eine Infektion mit Chlamydien steigt, wenn innerhalb des letzten Jahres Scheidenentzündungen auftraten, wenn Mädchen schon früh Geschlechtverkehr oder schon mehrere Partner hatten.
"Ohne" toller als "mit". Beim ersten Geschlechtsverkehr benutzen noch 65 von hundert jungen Mädchen Kondome zur Verhütung. Viele Teenager steigen rasch auf die Pille um: 72 von hundert verhüteten in den vorausgegangenen sechs Monaten mit der Pille, nur noch ein Drittel verwendete Kondome. Regelmmäßige Kondomverwendung gibt nicht einmal jedes fünfte Mädchen an. Nach dem "letzten Mal" gefragt, verzichteten auf jegliche Kontrazeption acht von hundert Mädchen. "Der Gebrauch von Kondomen ist mehrheitlich sehr unregelmässig", stellt Gille fest. "Es gibt zwar kein Imageproblem bei Kondomen, aber die Hälfte der Jugendlichen findet Sexualverkehr 'ohne' einfach toller als'mit' und ahnt nichts von der Notwendigkeit, sich zu schützen. Kondomgebrauch ist in Deutschland exklusiv mit AIDS assoziiert. Das zielt aber an der epidemiologischen Situation Jugendlicher vorbei."

Frühzeitige Diagnose verhindert Chronifizierung. Um die Situation in den Griff zu bekommen, fordert die ÄGGF die Erhebung verlässlicher, bundesweiter Daten sowie mehr ärztliche Aufklärung in Schulen. "Es geht nicht an, dass die Jugendlichen den Preis für eine vermeintliche Liberalität bezahlen. Sie haben ein Recht auf die ganze Wahrheit", empört sich Gille.

Darüber hinaus würde mehr frühzeitige Diagnostik die Gesundheitsschäden in Grenzen halten. "Wir empfehlen eine rechtzeitige Screeninguntersuchung mit sensitiven PCR-Tests, beispielsweise vor der Verschreibung der Pille und anschließend jährlich", so die Lüneburger Ärztin. Denn so könne man durch eine frühzeitige Antibiotikatherapie eine Chronifizierung vermeiden.
Bei den meisten Mädchen beginnt die Infektion mit einer Entzündung in der Schleimhaut des Gebärmutterkanals, die lange unentdeckt bleibt. In mindestens der Hälfte der Fälle wandern die Keime weiter in Richtung Gebärmutter. Leichte Zwischenblutungen oder Unterbauchbeschwerden können auftreten. Schließlich können die Bakterien bis zu den Eileitern vordringen und dort im Gewebe irreversible Schäden anrichten. "Diese Schäden", so Gille, "können wir verhindern, wenn wir Jugendliche aufklären und von der Kondomverwendung überzeugen, die Erkrankung rechtzeitig diagnostizieren und behandeln."

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften


Ein wenig Training tut jedem Herzen gut

17.09.04 - Schon eine halbe Stunde flottes Gehen täglich   oder wenigstens jeden zweiten Tag  verleiht einen gewissen Schutz vor Herz-Kreislaufkrankheiten. So jedenfalls Professor Aloys Berg, Chefarzt der Abteilung Prävention, Rehabilitation und Sportmedizin an der Universitätsklinik in Freiburg, in einem Gespräch mit der »Neue Apotheken Illustrierte/Gesundheit«. Dem Herzen zuliebe sollten sich Frauen und Männer deshalb ein kleines Übungsprogramm zusammenstellen, schreibt die »Neue Apotheken Illustrierte/Gesundheit« in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. September und widmet dem Herz-Aktiv-Thema vier Sonderseiten.
  
Der Tagesablauf vieler Menschen gleicht einem Sitzmarathon: Vom Frühstückstisch ins Auto, vom Auto an den Schreibtisch, vom Schreibtisch in die Kantine, wieder an den Schreibtisch, dann ins Auto und schließlich vor den Fernseher oder Computer. Doch Aktivität ist auch im Alltag gefragt: Rolltreppen und Aufzüge möglichst links liegen lassen und kleinere Strecken auch mal zu Fuß zurücklegen. Und wer noch mehr tun möchte: Geeignete Fitnessübungen sind Ausdauer-Sportarten, wie etwa Jogging, Walking, Nordic-Walking, Schwimmen, Radfahren, Wandern. Ganz wichtig ist auch ein seelisches Trimm-dich-fit: Denn unter Kummer leidet stets auch das Herz. Daher der Rat: Die Seele baumeln lassen und sich in Gelassenheit und heiterer Ruhe üben.
  
Außerdem lesen Sie in diesem Heft: Diabetes: Über kurz oder lang das richtige Insulin +++ Alarm im Kopf: Das Richtige gegen Kopfschmerzen +++ Testen Sie Ihre Gesundheit: Mit Fragebögen und Vorsorgeplan.
  
ots Originaltext: Neue Apotheken Illustrierte


Gefahr für Kinder: Giftige Pflanzen und Früchte

17.09.04 - Rund 100.000 Kinder erleiden jährlich Vergiftungsunfälle. 10.000 davon müssen im Krankenhaus behandelt werden, bei 500 Fällen ist der Verlauf lebensbedrohlich. Gerade kleine Kinder neigen dazu, vieles in den Mund zu stecken - auch Pflanzen oder Teile davon. Vergiftungen durch Pflanzen sind der dritthäufigste Grund für Anrufe bei den Giftnotrufzentralen. Deshalb raten die deutschen Versicherer: Giftige Pflanzen in Wohnung und Garten sollten in Haushalten mit kleinen Kindern entfernt werden.

Welche Pflanzen sind giftig?

Gefahren gehen sowohl von wild wachsenden Pflanzen wie Eibe, Tollkirsche und Vogelbeeren als auch von Garten- und Zimmerpflanzen aus.

In Gärten können u. a. Goldregen, Maiglöckchen, Eisenhut und Engelstrompete für Kinder gefährlich werden. Bei den Zimmerpflanzen haben die rot glänzenden Beeren des Korallenstrauchs besondere Anziehungskraft auf Kinder. Noch wesentlich giftiger sind Weihnachtsstern und Alpenveilchen.

Was tun bei Vergiftungen?

   - Ruhe bewahren
   - Keine Milch zu trinken geben, sondern Tee,      Wasser oder Saft
   - Kein Erbrechen auslösen, giftige Substanzen      könnten dabei die Speiseröhre und      Mundschleimhäute erneut verätzen
   - Medizinische Kohle kann aufgenommene Gifte      binden
   - Im Zweifelsfall immer den Giftnotruf kontaktieren      oder die Rettungsstelle aufsuchen

Zur genauen Bestimmung der Art der Vergiftung  sollten möglichst alle Pflanzenteile zur notärztlichen Behandlung mitgebracht werden. Ausführliche Tipps und Listen gefährlicher Pflanzen gibt es in der Broschüre "Achtung giftig! Vergiftungsunfälle bei Kindern". Sie kann im Internet ( www.gdv.de) oder unter der Faxnummer 030/2020-6604 kostenlos in Einzelexemplaren bestellt werden.

Kindgerechte Aufklärungsangebote bietet auch die Internetseite www.planet-helmi.de. Spiele, Quiz und Zeichentrickfilme zeigen anschaulich, wie Kinder Unfälle in Heim, Freizeit und Verkehr vermeiden können. Diese Website ist ein Element der Kindersicherheitsinitiative "Helmi - Sicher ist cool", die von den deutschen Versicherern ins Leben gerufen wurde, um die Zahl der Kinderunfälle zu senken.

ots Originaltext: GDV - Gesamtverband d. Dt. Versicherungswirtschaft


Neues automatisiertes Blutspendesystem hat bedeutende Auswirkung auf Versorgung mit Blutkonserven

Suhl, Thüringen (ots) – 10.09.04 - Neue Blutspendetechnologie am Institut für Transfusionsmedizin in Suhl ermöglicht die Herstellung von zwei Einheiten roter
Blutkörperchen aus einer einzigen Blutspende
  
Das Institut für Transfusionsmedizin in Suhl ist bundesweit das erste Blutspendezentrum, das seit knapp zwei Monaten routinemäßig das ALYX System, ein neues, dem aktuellen Stand der Technik entsprechendes, automatisiertes Blutspendesystem, einsetzt. Die neue Technologie ermöglicht dem Blutspendezentrum durch die Entnahme von zwei Einheiten roter Blutkörperchen (Erythrozyten) von einem geeigneten Spender, die Versorgung der Bevölkerung mit roten Blutkörperchen zu verbessern und Engpässe zu vermeiden.
  
Die Erhöhung des Durchschnittalters in der Bevölkerung und neue medizinische Behandlungen tragen dazu bei, dass die Zahl der Operationen und Behandlungen, bei denen Bluttransfusionen nötig sind, ansteigt. Gleichzeitig steigern immer zahlreichere und strengere Auswahlkriterien für Spender die Sicherheit der Blutversorgung, führen jedoch zu einer geringeren Zahl potenzieller Blutspender. Ergebnis dieser Entwicklung kann Knappheit der Blutvorräte und Verzögerungen bei Behandlungen sein. Automatisierte Blutspendesysteme können den Blutbanken dabei helfen, diese Probleme anzugehen, indem sie von geeigneten Spendern zwei Einheiten roter Blutkörperchen pro Blutspende gewinnen.
  
Die Erfahrungen mit dem ALYX System, das vom Institut für Transfusionsmedizin in Suhl eingesetzt wird, sind bei den Mitarbeitern der Blutbank wie auch bei den Blutspendern sehr positiv. "Da es mit Hilfe der automatisierten Technologie möglich ist, zwei Konserven Erythrozyten von einem einzelnen Spender zu gewinnen, wird der dringend benötigte Vorrat an roten Blutkörperchen erhöht. Gerade Spender, die berufsbedingt selten zur Spende kommen können, sind gefragt. Neue Spender zu gewinnen wird weiterhin entscheidend bleiben, aber die Verwendung automatisierter Systeme verbessert die Möglichkeiten, den steigenden Bedarf an Blut zu decken", stellt Chefarzt Dr. Gregor A. Fabian, Ärztlicher Geschäftsführer des Instituts für Transfusionsmedizin, Suhl, fest. "Durch die einfache Bedienbarkeit des Gerätes und seine automatisierten Prozesse bleibt dem Personal mehr Zeit, um sich auf die Blutspender und die Spendesicherheit zu konzentrieren. Überzeugend ist auch, dass das ALYX System ein höheres Maß an Standardisierung in den Endprodukten liefert."
  
Bisher wurden rote Blutkörperchen in der Suhler Blutspendezentrale hauptsächlich durch manuelle Spendeverfahren gesammelt: Bis zu 85.000 Einheiten roter Blutzellen jährlich. Bei der manuellen Methode wird das Blut nach der Spende in der Präparationsabteilung durch Zentrifugation in seine Komponenten - Plasma sowie rote Blutkörperchen - aufgetrennt. Bei diesen Spendeverfahren wird nur jeweils eine Konserve roter Blutkörperchen pro Vollblut-Spende gewonnen. Mit neuen automatisierten Technologien zur Gewinnung von roten Blutkörperchen, wie dem ALYX System, werden ausschließlich rote Blutkörperchen gesammelt. Die restlichen Blutbestandteile wie Blutplättchen und Plasma werden dem Spender wieder zurückgegeben.
  
Ein solcher automatisierter Blutspendeprozess dauert im Durchschnitt nur etwa 25 Minuten. ALYX-Spenderinnen und -Spender sollten über ein ausreichend großes Blutvolumen verfügen, was durch ein Mindestkörpergewicht von 70 kg bei Frauen und 60 kg bei Männern als Auswahlkriterium gewährleistet ist. In Suhl haben bereits über 210 Spender mit dem ALYX System zwei Einheiten rote Blutkörperchen gespendet.
  
"Ich war überrascht, wie schnell und angenehm die Blutspende mit dem ALYX System war", erzählte ein Spender aus Ilmenau in Thüringen. "Es ist ein großartiges Gefühl, zwei Patienten durch eine einzige Blutspende helfen zu können. Dabei habe ich mich während und nach der Blutspende mit dem ALYX System sehr gut gefühlt und die Spende bestens vertragen."
  
Die roten Blutkörperchen sind der Bestandteil im Blut, bei dem der höchste Bedarf an Transfusionen besteht: Immer wieder kann es saisonal und regional bedingt zu Versorgungsengpässen kommen - beispielsweise in der Urlaubszeit. In Deutschland werden jährlich circa 4,5 Millionen Einheiten roter Blutkörperchen für Transfusionen gesammelt. Zu den Patienten, die diese Transfusionen benötigen, gehören Menschen, die sich großen Operationen unterziehen müssen, schwer verletzte Unfallopfer und Patienten, die an bestimmten Krebsarten oder chronischen Anämien leiden.
  
Falls Sie Interesse daran haben, mit dem ALYX System am Institut für Transfusionsmedizin Suhl Blut zu spenden, melden Sie sich bitte
bei dem kostenlosen Spendertelefon unter 0800 / 11 919 11.

  
Weitere Informationen über Blutspende und über den Bedarf an Blutprodukten finden sie unter: www.blutspendesuhl.de

ots Originaltext: Baxter Deutschland


Umfrage: Über die Hälfte der befragten Deutschen gehen wegen Erkältungen nicht mehr zum Arzt

Hamburg (ots) – 10.09.04 - Die Tage werden kürzer, die Abende empfindlich kühl - jetzt beginnt wieder die Erkältungszeit mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit. Lieber schnell zum Arzt, bevor es schlimmer wird? Da hat sich neuerdings einiges geändert. Viele Betroffene wenden sich seltener an den Arzt. 51 Prozent der befragten Frauen und Männer gaben an, dass sie wegen einer Erkältung nicht mehr zum Arzt gehen.

Der Grund: Sie müssten sich dann ohnehin alles selber kaufen, was er ihnen verschreibt. Bei Frauen ist mit 56 Prozent der Anteil sogar noch höher als bei Männern (45 %). Außerdem spielt bei den 14 bis 49-Jährigen auch die Praxisgebühr eine entscheidende Rolle: 36 Prozent ersparen sich deshalb bei Erkältung den Arztbesuch. Das ergab eine repräsentative Emnid-Umfrage unter Personen über 14 Jahren für BRIGITTE Balance - das Beste für Körper und Seele (Erscheinungstermin 8. September 2004).
  
Ein weiterer alarmierender Trend: 41 Prozent der Befragten geben an, dass sie auch mit einer starken Erkältung noch ins Büro gehen, denn krank sein könne man sich bei dieser Arbeitsmarkt-Situation ja nicht erlauben. Das führt häufig dazu, dass eine Erkältung verschleppt wird: 29 Prozent geben an, nach einer gewissen Zeit richtig krank geworden zu sein.
  
Um gesund zu werden, greifen die meisten nun selbst in den Arzneischrank: 75 Prozent geben an, dass sie bei Erkältungen ihr eigener Arzt sind. Sie haben bestimmte Mittel, die sie immer nehmen, von denen sie wissen, dass sie ihnen helfen. Unterstützung suchen viele dabei in der Apotheke: 32 Prozent gehen bei ersten Anzeichen einer Erkältung möglichst schnell dort hin, um sich ein Medikament empfehlen zu lassen. 70 Prozent der Befragten bekämpfen aufkommende Symptome übrigens erst einmal mit alternativen Heilmethoden. Dazu passend gibt die neuen BRIGITTE Balance in Ihrer aktuellen Ausgabe Tipps, wie 13 häufige Anzeichen von Erkältung mit alternativen Methoden kuriert werden können.
  
ots Originaltext: BRIGITTE


ELTERN startet große Serie zum Thema Kindergesundheit

Hamburg (ots) 03.09.2004 - Gesunde Kinder sind glückliche Kinder, sind Kinder dagegen krank, leidet die ganze Familie. Die Zeitschrift ELTERN startet in der Ausgabe 10/04 (EVT 15.09.2004) eine große sechsteilige Serie zum Thema Kindergesundheit mit den besten Heilmethoden aus Schul- und Alternativmedizin. Jeder Teil der Serie, die in Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Alternativ-medizinern und Gesundheitsexperten der ELTERN-Redaktion entstand, beschäftigt sich über ca. 12 Seiten mit einem Schwerpunktthema.

In Ausgabe 10/04 geht es um die empfindliche Haut von Babys und Kleinkindern und ihren Schutz. Viele Eltern sind ratlos, wenn ihr Kind Ausschlag bekommt. Welche Krankheit verbirgt sich dahinter? Wie wird sie behandelt? Ein großes Thema hier ist Neurodermitis, unter der inzwischen jedes fünfte bis zehnte Kind leidet. Ausgabe 11/04 befasst sich mit den Atemwegen. ELTERN berichtet u.a. über den neuesten Stand von Therapie und Prävention bei den stark zunehmenden Allergien und asthmatischen Beschwerden. Im Heft 12/04 heißt das Schwerpunktthema Psyche: Eltern erfahren, wie man unruhige und Schreikinder beruhigen kann und wie die kindliche Entwicklung durch Frühförderung zu unterstützen ist.

Die Ausgabe 01/05 befasst sich schwerpunktmäßig mit den Zähnen. Was passiert, wenn die ersten Zähne kommen, wie sieht konsequente Kariesprophylaxe aus und wie erleichtern Eltern ihren Kindern den oft gefürchteten Gang zum Zahnarzt. In der Ausgabe 02/05 sind Magen und Darm das Hauptthema. Mit Durchfall, Verstopfung, Darmkrämpfen und Blähungen haben junge Eltern das ganze Jahr hindurch zu tun - ELTERN empfiehlt die richtigen Heilmittel, von sanfter Bauchmassage bis hin zu verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Den Abschluss in Heft 03/05 bildet der Schwerpunkt Knochen und Muskeln. Experten geben Ratschläge gegen Bewegungsmangel der Kinder und sagen, wie sich junge Familien richtig ernähren.

ots Originaltext: Eltern


Jeder 3. Europäer hat Mundgeruch

Dennoch ist das, was Fachleute "Halitose" nennen, weiterhin ein Tabuthema
Dabei kann man mit einfachen Mitteln viel gegen Mundgeruch tun

Berlin (ots) 03.09.2004 - In fast 90 Prozent der Fälle sind die Ursachen für Halitose im Mund direkt zu suchen und nicht im Magen, wie oftmals vermutet wird. Zu den Ursachen für schlechten Atem zählen Zahnschäden, mangelnde Mundhygiene, Zahnfleischentzündungen und Parodontose. All das bietet geruchsbildenden Bakterien optimale Bedingungen. Am häufigsten sammeln diese sich direkt auf der Zunge, auf deren durchfurchter Oberfläche sie gut haften und sich dort mit Essensresten und abgestorbenen Hautzellen zu unangenehm riechendem Zungenbelag verbinden. Zusätzlich Mundgeruch begünstigende Faktoren sind: verminderter Speichelfluss, Rauchen, Mundatmung, Stress und Ernährungseinflüsse wie Fasten oder Diäten.


Quelle: One Drop Only GmbH
Zungenreiniger mit einer Kombination aus Bürste und Schaber beseitigen Bakterienbeläge auf dem Zungenrücken besonders gründlich. Mit dem Borstenkranz vier- bis fünfmal über den Zungenrücken bürsten und anschließend die so gelösten Beläge mit der Schaberseite des Zungenreinigers von der Zunge ziehen. So kann Mundgeruch einfach und effektiv bekämpft werden. Zungenreiniger sind zum Beispiel in Apotheken und Drogeriemärkten erhältlich.

Mit einem Stofftaschentuch kann man sich selbst auf Mundgeruch testen: Reibt man damit mehrmals über die Zunge und riecht etwa 45 Sekunden später daran, erkennt man, ob Handlungsbedarf besteht.

Um Bakterien und Essensreste von der Zungenoberfläche zu entfernen, empfiehlt sich der Einsatz eines Zungenreinigers. Dieses Gerät sollte flach und am besten mit einer Bürsten- und einer Schaberseite ausgestattet sein. Die flache Form ermöglicht, auch weiter hinten liegende Bereiche der Zunge zu reinigen, ohne dass dabei ein unangenehmer Würgereiz ausgelöst wird. Mit Hilfe der Borsten des Zungenreinigers werden Beläge von der Zungenoberfläche gelöst, der Schaber transportiert die gelösten Beläge ab. Diese Prozedur reduziert die Zahl der zahnschädigenden Keime in der Mundhöhle, was neben der Verbesserung des Atems indirekt zu einer Verringerung des Karies-Risikos führt. Außerdem verbessert sich bei Menschen ohne Zungenbelag das Geschmacksempfinden. Alles gute Gründe, regelmäßig zum Zungenreiniger zu greifen.

Mehr unter www.onedroponly.de



 
 

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