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+++ Newsticker am Mittwoch+++


Feel good factor: Musik und Sitcoms bei der Stressbekämpfung effektiver als Sport

Nottingham - 27.04.2005 - Laut jüngsten Studienergebnissen müssen stressgeplagte Menschen keinen Muskel mehr rühren um sich zu entspannen und die innere Ausgeglichenheit wiederherzustellen, denn es reicht sich gemütlich vor dem Fernseher bei seiner Lieblingssoap zu entspannen oder Musik zu hören. Denn allein dadurch breitet sich bei den Betroffenen bereits ein wohliges Gefühl aus, das von den Forschern der Nottingham Trent University http://www.ntu.ac.uk als "feel good factor" bezeichnet wird. Diese Stressbekämpfungsmaßnahmen erwiesen sich effektiver als Sport.


Bild: photoCase

Gesundheitspsychologe und Stressforscher Attila Szabo versuchte bei seiner Forschungsarbeit einen neuen Ansatz zu finden um das emotionale Wohlbefinden von stressgeplagten Menschen wiederherzustellen. Dazu veranlasste er eine Gruppe von Probanden verschiedene stressreduzierende Methoden auszuprobieren. Sie sollten entweder Sport treiben, meditieren, New-Age-Musik hören oder sich die Sitcom Friends ansehen. Fünf Minuten vor und nach dem Ausführen der Aufgabe wurde anhand eines Fragebogens der emotionale Zustand der Probanden erfasst. "Überraschend zeigte sich, dass die sofortige Besserung der Gemütsverfassung durch die positiven Effekte von Humor und Musik signifikant höher war als durch Sport. Die emotionale Gesundheit kann also durch ganz einfache und weniger schweißtreibende Mittel signifikant gesteigert werden", erklärte Szabo.

Quelle: pressetext.austria



Selbsthypnose verringert Heuschnupfensymptome
Basel - 27.04.2005 - Hypnose kann erfolgreich gegen Heuschnupfen eingesetzt werden. Wissenschafter der Universität Basel http://www.unibas.ch haben 66 Personen mit Heuschnupfen Hypnosetechniken beigebracht. Es zeigte sich, dass dadurch Symptome wie das Rinnen der Nase verringert werden konnten. Die Teilnehmer nahmen die verschriebenen Medikamente weiter ein. Die Hypnose schien jedoch eine zusätzliche positive Wirkung zu haben, um die benötigte Medikamentenmenge zu verringern. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Psychotherapy and Psychosomatics veröffentlicht.

Die Studie wurde im Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt und umfasste zwei Heuschnupfenperioden. Während des ersten Jahres wurde ein Teil der Freiwilligen in Hypnosetechniken unterrichtet und ersucht sie regelmäßig anzuwenden sowie die normalen Medikamente weiter einzunehmen. Die Hypnoseschulung bestand aus einer zweistündigen Einheit mit einem erfahrenen Ausbilder. Die restlichen Teilnehmer blieben bei der Einnahme ihrer Medikamente. Nach einem Jahr zeigte sich, dass die Selbsthypnosegruppe in der Folge von geringeren Heuschnupfensymptomen berichtete. Während des zweiten Jahres wurde auch die zweite Gruppe in Hypnosetechniken unterrichtet. Auch diese Teilnehmer berichteten schließlich von einem Rückgang der Symptome.

Das Team um Wolf Langewitz testete die Auswirkungen der Hypnose auf den Körper zusätzlich im Labor. Es zeigte sich, dass die Hypnose den Luftstrom durch die Nase verbesserte. Dieser Effekt hielt an, auch wenn die Teilnehmer Heuschnupfen auslösenden Substanzen wie Pollen oder Gräsern ausgesetzt wurden. "Auch wenn unsere Ergebnisse noch keine genaue Antwort liefern, erscheint eine weitere Erforschung sinnvoll." Langewitz geht laut BBC davon aus, dass die Hypnose den Blutfluss verändert und so die bei Heuschupfen häufig auftretende Verstopfung der Nase verringert werden kann.

Quelle: pressetext.schweiz


Breitbandlicht ermöglicht schmerzfreie Zahnbehandlung / Schädliche Bakterien im Mundraum werden einfach weggeleuchtet


Bild: photocase

Austin (pte/20.04.2005/11:00) - Eine wirksame Methode zur Bekämpfung von Zahnbelag haben texanische Forscher der University of Texas http://www.utexas.edu ermitteln können: Sie stellten fest, dass die Bestrahlung mit einem speziellen Breitbandlicht eine schnelle und schmerzfreie Methode ist um Bakterien abzutöten, die Plaque und Parodontose verursachen. Zudem kann das Licht als Prophylaxe gegen Zahnfleischentzündungen, Infektionen, Zahnfäulnis und Zahnausfall eingesetzt werden. Es handelt sich dabei um dasselbe Licht, das auch zum Bleichen von Zähnen verwendet wird. Die Ergebnisse der Studie wurden in der aktuellen Ausgabe des Journals of the American Society for Microbiology http://www.asm.org publiziert.

Zahnbelag ist wie ein Film, der sich über die Zähne legt und aus vielen verschiedenen Bakterienkulturen besteht. Davon sind die meisten harmlos, doch bestimmte Bakterien sind äußerst schädlich und können Zahnverfall, Infektionen, Zahnfleischentzündungen und Periodontitis (Wurzelhautentzündung) verursachen. Bleiben diese Erkrankungen unbehandelt so können sie zu Zahnfäulnis und Zahnausfall führen. Derzeit sind die Behandlungsmethoden - wie Abschleifen und chirurgische Maßnahmen - mitunter noch sehr aufwändig und schmerzvoll.

In der Studie wurden gesunde Zahnsamples und Proben von Patienten mit chronischer Periodontitis mit verschiedenen Strahlungsmengen des Breitbandlichtes bestrahlt. Nach der Bestrahlung konnten die Forscher feststellen, dass die Anzahl der bakteriellen Belastung in der Periodontitis-Probe signifikant reduziert werden konnte.

"Die Untersuchungsergebnisse lassen vermuten, dass dieses Licht prophylaktisch eingesetzt werden kann um die Entwicklung von potenziell pathogenen Bakterien zu unterdrücken und die gesunde und normale mikrobische Zusammensetzung von Zahnbelag zu stabilisieren. Verglichen mit anderen periodontalen Behandlungsmethoden birgt diese Form zahlreiche Vorteile. Sie ist schmerzlos, schnell, es werden keine Medikamente eingesetzt, sie kann selektiv eingesetzt werden und hat keinen Einfluss auf das Geschmacksempfinden der Patienten", resümieren die Experten.

Quelle: pressetext.austria


Mobiltelefone darf man nicht anfassen!

Furtwangen / St. Georgen - 20.04.2005 (ots) - Das Amtsgericht Villingen-Schwenningen hat gegen den Hersteller eines Experimentiergerätes einen Strafbefehl (8 Cs AK 97/05) verhängt. Das Gerät, welches u.a. dem Nachweis von Elektrosmog dient, ist nach der Auffassung der Staatsanwaltschaft als "invasives Medizingerät" einzustufen. Mit diesem scheinbar unbedeutenden Strafbefehl wegen einem scheinbar unbedeutenden Gerät löst der Konstanzer Staatsanwalt möglicherweise eine Welle von Strafanzeigen gegen die Hersteller von Mobiltelefonen aus. Handys strahlen in ihrem Nahfeld dieselben Wellen ab, und das mit einer bis zu 50-fach höheren Sendeleistung als das beanstandete Gerät. Juristisch gesehen dürften daher Mobiltelefone weder ans Ohr gehalten noch angefasst werden, um nicht als "invasives Medizingerät" die CE-Zulassung zu verlieren. Mit dem Strafbefehl (mehr dazu unter www.etzs.de) wird weltweit erstmalig die schädliche Wirkung von Elektrosmog durch die deutsche Justiz eingeräumt und der von offizieller Seite vertretenen Auffassung widersprochen, nach der eine derartige Strahlung weder existiert noch biologisch oder medizinisch wirksam sei.

Quelle. presseportal.de


Kürzung im Gesundheitswesen: Sind jetzt künstlich Ernährte dran?

Berlin - 13.04.2005 (ots) - Gegen die angekündigte Streichung von künstlicher Ernährung für schwer kranke Kassenpatienten hat sich heute (13.) in Berlin Widerstand formiert. Eine Reihe von Patientenorganisationen, darunter die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Parkinson Vereinigung, protestierten gegen die geplante Kürzung des Leistungskatalogs der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und forderten die Bundesregierung auf, die entsprechenden Pläne der Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen abzulehnen.

"Für Kürzungen im Gesundheitswesen habe ich generell wenig Verständnis, aber Schwerkranke sind dafür nun wirklich das denkbar ungeeignetste Objekt", kritisierte Dr. Ekkehard Bahlo, Vorstandsmitglied von "Recht auf Essen und Leben e.V.". Die Organisation setzt sich krankheitsübergreifend für die Interessen künstlich ernährter Patienten ein. Betroffen sind nach ihren Angaben insbesondere Krebspatienten und neurologisch kranke Menschen, Patienten mit lebensbedrohenden Stoffwechselstörungen sowie Kranke mit schwerer Herzinsuffizienz, chronischen Lungen- oder Nierenleiden und Leberzirrhose nach einer Hepatitis-C-Infektion und Patienten, die an angeborenen Stoffwechselkrankheiten leiden.

Hintergrund der Proteste ist ein Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses, in dem Ärzte und Krankenkassen den Leistungsumfang der GKV festlegen. Nach der geänderten Arzneimittelrichtlinie 20.l.i soll demnach einem großen Teil der Patienten, die zu Hause oder in Heimen versorgt werden, unabhängig von der Schwere ihrer Erkrankung die medizinisch-notwendige Trink- oder Sondennahrung gestrichen oder nur dann noch erstattet werden, wenn äußerst eng gefasste Kriterien erfüllt sind. Der Beschluss mit seinem Kriterienkatalog umfasst vierzig Seiten und liegt derzeit zur Prüfung beim Bundesgesundheitsministerium.

Auch eine angebliche Öffnungsklausel, mit der sich der Gemeinsame Bundesausschuss verteidige, helfe da nicht weiter, unterstrich Bahlo. Zwar stehe in der Richtlinie, der Arzt dürfe bei weiteren seltenen Krankheiten und Krankheitskonstellationen, die nicht eigens aufgeführt sind, entscheiden, ob er künstliche Nahrung verordnet. "Voraussetzung ist jedoch, dass der Kriterienkatalog der Arzneimittelrichtlinie erfüllt ist. Damit ist er genauso weit wie zuvor." "Die geplante Änderung verstößt in mehrfacher Hinsicht gegen die gesetzliche Ermächtigung des Bundesausschusses, sie ist zudem in der Praxis kaum umsetzbar und wegen ihrer Folgen und der erfolgten Ungleichbehandlung vergleichbarer Betroffener unethisch", betonte der auf Sozialrecht spezialisierte Rechtsanwalt Rainer Schütze.

Monika Boeckmann, Sprecherin der Selbsthilfeorganisation "Eltern mit neurologisch kranken und behinderten Kindern e.V." machte deutlich, was die Neuregelung im Einzelfall bedeutet: "Patienten, wie mein behinderter Sohn, fallen bei diesen Kriterien durch. Sie können nämlich noch schlucken und erfüllen damit - obwohl sie auf natürlichem Wege nicht genügend Kalorien aufnehmen können - nicht mehr die Kriterien für die Erstattung von Trink- und Sondennahrung." Viele ihrer Mitglieder würde die Bestätigung des Beschlusses durch das Bundesgesundheitsministerium vor erhebliche wirtschaftliche und soziale Probleme stellen.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin, Professor Dr. Berthold Koletzko, wies darauf hin, dass ein befriedigender Ernährungsstatus die Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung ist. "Mangelernährte Patienten erholen sich langsamer, erleiden häufiger ernste Komplikationen und sind stärker pflegebedürftig." Durch die Neuregelung werde sich das Problem der Unter- und Mangelernährung in der ambulanten Versorgung, das der Medizinische Dienst der Krankenkassen in Gutachten seit Jahren anprangere, noch verschärfen.

Auch Professor Dr. Eberhard Mönch von der "Deutschen Interessengemeinschaft Phenylketonurie (PKU) und verwandte angeborene Stoffwechselstörungen e.V." fordert Nachbesserungen: Besonders kritisch sieht er die Absicht, Aminosäurenmischungen mit Fett von der Erstattung durch Krankenkassen auszunehmen. Diese Einschränkung beträfe eine lebensnotwendige Spezialnahrung für Säuglinge, die seit vielen Jahren in der PKU-Therapie eingesetzt wird. "Zudem empfehlen weltweit führende Experten in der Behandlung von PKU eine lebenslange Diät mit Aminosäurenmischungen, die nicht nach 10 Jahren enden darf", betonte Professor Mönch. Mängel gebe es auch bei der Berücksichtigung weiterer Stoffwechselkrankheiten.

Die Patientenorganisationen halten die detaillierten Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses in der Praxis für unpraktikabel. Ein niedergelassener Arzt sei kaum in der Lage, das komplizierte Regelwerk anzuwenden. Er müsse befürchten, für eventuelle Fehler in Regress genommen zu werden. "Der Verdacht liegt nahe, die Ärzte sollen verunsichert und dadurch von Verordnungen abgeschreckt werden", betonte Bahlo. Er forderte das Bundesgesundheitsministerium auf, seine bisherige patientenfreundliche Haltung beizubehalten und die Neufassung der Arzneimittelrichtlinie 20.1.i erneut zurückzuweisen.


Quelle: Verein Recht auf Essen und Leben



Absprachen, Klüngel, Lobbywirtschaft - der Verrat an den Patienten

Frankfurt/Main - 13.04.2005 (ots) - Warum sollte man auf keinen Fall in Gemeinschaftspraxen die Versichertenkarte am Empfang abgeben? Was steckt wirklich hinter der Weigerung, ein Medikament zu verschreiben, weil ein »Kontingent« erschöpft sei? Enthalten Zahnfüllungen wirklich das, was vorher vereinbart wurde? Auf welche Weise erhalten viele Pharmaunternehmen für die Entwicklung teurer Medikamente Millionenbeträge vom Bund zugeschossen, ohne dass die Steuerzahler etwas davon erfahren? Die Antworten auf viele hundert Fragen dieser Art finden sich im Buch »Die Gesundheitsmafia«, das ab 27. April im Handel ist.

Die beiden Autoren, Marita Vollborn und Vlad Georgescu, haben akribisch recherchiert und dabei auf interne Dokumente und Zeugenaussagen zurückgreifen können. Ihr empörendes Ergebnis: Weite Teile des deutschen Gesundheitssystems stehen unter dem direkten Einfluss der Standesinteressen von Pharmaindustrie, Ärzteschaft, Krankenkassen und Politik - in weitaus organisierterem Maße, als bislang angenommen. Die Autoren weisen nach, wie sehr die Gier nach Macht und Geld große Teile des Medizinwesens durchsetzt und Strukturen ermöglicht, die in Deutschland ihresgleichen suchen. Es geht um Korruption, Einflussnahme mittels lukrativer Posten und Vergabe von Aufträgen in einem über 230 Milliarden Euro schweren Markt. In diesem mafiösen System hat der Patient keine Chance.

Marita Vollborn & Vlad Georgescu
Die Gesundheitsmafia
Wie wir als Patienten betrogen werden
S. Fischer Verlag 2005
384 Seiten, gebunden
EUR 18,90 (D); sFr 33,40
ISBN 3-10-027816-X



Weniger Verkehrsunfälle bei Föhn - Aber Zahl der Selbstmordversuche steigt beim warmen Fallwind

Baierbrunn - 06.04.05 (ots) - Wenn der Föhn, ein warmer Fallwind aus den Bergen, das Voralpenland heimsucht, sinkt die Zahl der Verkehrsunfälle um knapp zehn Prozent und die der Rettungseinsätze, bei denen Alkohol oder Drogen eine Rolle spielen, sogar um ein Drittel. Das berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf die Diplom-Meteorologin Eva Wanka aus München, die über ein Jahr lang akribisch die Auswirkungen des Wetters auf Verkehrs- und Arbeitsunfälle, Herzinfarkte, Selbstmorde und Gewalttaten untersuchte. Die Zahl von Selbstmordversuchen und Einweisungen in die Psychiatrie stiegen dagegen bei Föhn um 20 Prozent. Erhebliche Mehrarbeit für Polizei und Rettungsteams registrierte die Meteorologin an heißen Tagen. 17 Prozent mehr Verkehrsunfälle, um mehr als ein Viertel höhere Unfallzahlen in Betrieben, Haushalten und auf dem Schulweg – und eine erschreckende Zunahme von Gewaltdelikten um 75 Prozent.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau



Monatliche Injektion zur Behandlung von Alkoholismus

Philadelphia (pte/06.04.2005/09:15) - Amerikanische Wissenschafter haben nachgewiesen, dass Alkoholikern eine monatliche Injektion mit dem Medikament Naltrexone beim Aufhören helfen kann. Tests mit 627 Teilnehmern zeigten, dass die Injektionen in Kombination mit psychologischer Beratung starken Alkoholmissbrauch verringern. Es wird angenommen, dass Naltrexone die angenehmen Wirkungen des Alkoholkonsums durch die Blockierung der Euphorierezeptoren im Gehirn verringern. Die von Experten begrüßte Untersuchung wurde unter der Leitung von Helen Pettinati von der University of Pennsylvania School of Medicine http://www.med.upenn.edu durchgeführt. Damit würden die Erfolgsaussichten verbessert und die tägliche Einnahme von Tabletten überflüssig. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Journal of the American Medical Association http://jama.ama-assn.org veröffentlicht.

Zum Beispiel in Großbritannien ist Naltrexone nicht zur Behandlung von Alkoholismus zugelassen. Das Medikament wird jedoch bereits von einigen Kliniken eingesetzt. Die Verabreichung erfolgte bisher jedoch nicht als Injektion. Zugelassen ist das Medikament für die Behandlung der Abhängigkeit von Opiaten wie Heroin. Naltrexone blockiert die Wirkung der Opiate direkt. Derzeit steht es wie andere Medikamente zur Behandlung von Alkoholabhängigkeit als Tablette oder Implantat zur Verfügung. Beide dieser Verabreichungsformen haben jedoch laut BBC ihre Nachteile. Die Einnahme der Tablette wird leicht vergessen und die Implantate müssen unter der Haut getragen werden. Laut Pettinati wurden die Injektionen von den Teilnehmern gut vertragen und verursachten nur sehr geringe Nebenwirkungen.


Quelle: pressetext.deutschland


Sulfit-Desaster im Gehirn

23.03.2005- Eine Therapie für eine unheilbare Erbkrankheit haben Jochen Reiss und Günter Schwarz entwickelt. Dafür erhalten sie den mit 10.300 Euro dotierten "Novartis Preis für therapierelevante pharmakologische Forschung" Die Krankheit ist so selten wie tödlich. Ein wahrer Schrecken: "Die Eltern können nur hilflos zusehen, wie ihre kleinen Kinder langsam sterben", sagt Prof. Jochen Reiss von der Universität Göttingen und redet von der "Molybdän-Cofaktor-Defizienz", einem angeborenen Stoffwechselleiden. Nun gibt es für die künftigen Neugeborenen erstmals eine Chance auf Heilung: In Jahre langen Studien haben Reiss und seine Kollegen die Ursache der Erkrankung entdeckt und gemeinsam mit Priv. Doz. Dr. Günter Schwarz von der Technischen Universität Braunschweig eine Therapie im Tierversuch erfolgreich getestet. Eine potenzielle Heilung für eine zuvor tödliche Krankheit - dafür erhalten die Wissenschaftler den "Novartis-Preis für therapierelevante pharmakologische Forschung".

Kurz nach der Geburt sieht man es ihnen noch nicht an. Doch schon etwa 14 Tage später beginnen die ersten Symptome: Die Babys wachsen nicht so gut wie andere Kinder ihres Alters, vor allem aber werden sie zunehmend von schweren Krämpfen heimgesucht, die kein Arzt der Welt behandeln kann. "Am Ende verkümmern die Nervenzellen des Gehirns", sagt Reiss - etwa zwischen dem siebten und zwölften Lebensjahr. Grund des Neuronen-Untergangs: Im Körper der Kinder sammelt sich mit jedem Tag mehr ein Stoff namens Sulfit an, der vor allem das Gehirn überflutet und die Nervenzellen zerstört.

Diesem Sulfit-Desaster liegt ein Stoffwechseldefekt zugrunde: die Molybdän-Cofaktor-Defizienz (MCD). Den betroffenen Kindern fehlt der Molybdän-Co-Faktor, kurz Moco genannt - ein kleines organisches Molekül, das sich mit verschiedenen lebenswichtigen Proteinen verbindet, die allesamt das Spurenelement "Molybdän" enthalten. "Ohne Moco", sagt der Preisträger, "versagt beispielsweise das Enzym zur Entgiftung von Sulfit." Den Cofaktor gentechnologisch zu produzieren, um den Mangel zu ersetzen, ist sinnlos, weil der Stoff ohne Bindung an ein Enzym sekundenschnell zerfällt wie ein Schneeball in der Mikrowelle.

Doch Reiss und Schwarz witterten andere Therapiechancen, als sie nach und nach die Stoffwechsel-Stafette aufklärten, mit der intakte Organismen Moco herstellen. Verblüffend dabei: Bis auf eine Ausnahme gleicht sich dieses Procedere in allen Lebewesen, von Bakterien über Pflanzen bis hin zum Menschen. Drei Schritte führen über diverse Zwischenprodukte zum fertigen Cofaktor. Entsprechend sind verschiedene Gene daran beteiligt, die im Erbgut von weltweit wohl tausend Menschen defekt sind. Ein Drittel der kleinen Patienten trägt ein defektes MOCS2-Gen in den Zellen, das die zweite Produktionsphase steuert. Den Schritt davor lenkt das MOCS1-Gen, das bei zwei Dritteln der kleinen Patienten mutiert ist.

Mit gentechnologischen Mitteln haben die Göttinger Forscher Mäuse mit defektem MOCS1-Gen gezüchtet. "Die Tiere entwickeln exakt die gleichen Symptome wie betroffene Menschen", sagt Reiss, "und sterben früh." Weil die Moco-Synthese in allen Lebewesen übereinstimmt, hatten sie damit ein ideales Modell für die menschliche Krankheit - und für eine mögliche Therapie, die Günter Schwarz beisteuerte. Aus Bakterien isolierte er in reiner Form das Zwischenprodukt aus Phase 1, das die Mäuse - und die meisten Patienten - nicht mehr bilden können. Zweimal wöchentlich injiziert, verwerteten es die Nager weiter zum fertigen Cofaktor. Resultat: "Keinerlei Symptome", wie der Göttinger Genetiker erklärt, "bis die Tiere eines natürlichen Todes starben."

Dass die Behandlung menschlichen Kindern das Leben rettet, ist so gut wie sicher. Allerdings gibt es ein Problem: Weil das Leiden mit weltweit etwa 1000 Patienten extrem selten ist, findet sich kein kommerzieller Hersteller. Doch die Eigenproduktion des Therapeutikums in Braunschweig ist aufwändig und würde, so Reiss, "pro Patient jährlich 100.000 bis 200.000 Euro kosten." Unter anderem durch eine Spendenaktion haben die Wissenschaftler das Geld jetzt beisammen: "So können wir hoffentlich noch dieses Jahr ein erstes Kind behandeln." Es wäre die wahrscheinliche Heilung eines Todgeweihten.

Quelle: Novartis Stiftung für therpeutische Forschung


Krankenstand erreicht 2004 extremen Tiefstand


Berlin - 23.03.2005 (ots) - Im Jahr 2004 ist der Krankenstand erneut zurückgegangen: Der mit 3,7 Prozent ohnehin schon niedrige Krankenstand von 2003 ist im letzten Jahr auf unter 3,6 Prozent gesunken. Die durchschnittlichen krankheitsbedingten Fehlzeiten sanken 2004 auf 13 Kalendertage, im Jahr 2003 waren es 13,5 Tage und 2002 noch 14,3 Tage. Im letzten Jahr wurde somit ein Tiefstwert seit Beginn der Statistik im Jahre 1976 erreicht, deren Höchststand im Jahre 1990 bei 25 Arbeitsunfähigkeitstagen lag.

Der BKK Bundesverband erfasst und analysiert die gesundheitlichen Befunde jedes vierten Beschäftigten in Deutschland (6,75 Millionen Sozialversicherungspflichtige). Damit bietet diese Analyse ein repräsentatives Bild des Krankheitsgeschehens der Gesamtbevölkerung.

Immer mehr Beschäftigte gar nicht krankgeschrieben

Im Jahr 2000 waren 40 Prozent der Beschäftigten über das gesamte Jahr überhaupt nicht arbeitsunfähig. Die Zahl der Beschäftigten ohne Krankenschein nahm zu - im Jahr 2004 waren es bereits 44 Prozent.

Überwiegend kurze Krankenzeiten bei Angestellten von Banken und Versicherungen und bei Lehrern

Kurzzeiterkrankungen bis zu drei Tagen nehmen leicht zu. Sie machen inzwischen 35 Prozent der Fälle aus, im Jahr 2000 waren es noch 32 Prozent. Allerdings bleibt ihr Anteil an den Krankheitstagen mit nur 6 Prozent sehr gering. Ausschlaggebend für die Höhe des Krankenstandes sind Langzeitfälle mit über sechswöchiger Krankheitsdauer. Obwohl sie 2004 nur vier Prozent der Fälle ausmachen, verursachen sie 41 Prozent der Krankheitstage.

Bei Banken und Versicherungen verursachen lang dauernde Fälle weniger Krankheitstage (34 Prozent) als der Durchschnitt aller Beschäftigten (41 Prozent). Auch die angestellten Erzieher und Lehrer weisen mit 35 Prozent der Krankheitstage vergleichsweise wenige Langzeiterkrankungen auf. In diesen Branchen liegen hingegen häufiger kurze Krankschreibungen unter vier Tagen vor. Bei Banken und Versicherungen waren es 43 Prozent der Fälle, im Bereich Erziehung und Unterricht wurden 39 Prozent Kurzzeitfälle gemeldet.

Vorwiegend Langzeiterkrankungen in der Bauwirtschaft und bei Verkehrsbetrieben

In der Bauwirtschaft wird nahezu die Hälfte des Krankenstandes durch Langzeitfälle (48 Prozent der Krankheitstage) verursacht. Auch für die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe liegen mit 44 Prozent der Krankentage hohe Ausfallzeiten durch Langzeiterkrankungen vor. Ähnlich verhält es sich bei den Beschäftigten in der Land und Forstwirtschaft (46 Prozent der Krankheitstage).

Zunahme psychischer Erkrankungen

Die meisten Krankheitstage verursachen die Muskel- und Skeletterkrankungen (27 Prozent), gefolgt von den Atemwegserkrankungen (16 Prozent) und Verletzungen (15 Prozent). Mit über 8 Prozent der Krankheitstage stehen die psychischen Störungen bereits an vierter Stelle. Bei den Frauen steht diese Krankheitsursache mit 11 Prozent sogar an dritter Stelle (Männer: 6 Prozent). Gegenüber 1990 hat sich der Anteil der psychischen Erkrankungen mehr als verdoppelt.


Quelle: BKK Bundesverband



Mehr Falten durch Botox

Hamburg - 16.03.2005 (ots) - Anti-Aging-Spritzen mit dem Nervengift Botox fördern nach einer Untersuchung des amerikanischen Weill Cornell Medical College möglicherweise die Faltenbildung an anderer Stelle. Das gilt nach Ansicht der Mediziner zumindest bei einer längeren Anwendung von mindestens einem Jahr, wie die Zeitschrift VITAL berichtet. Verantwortlich für die Verlagerung von Falten ist nach Aussage des Kieler Dermatologen Dr. Johannes Müller-Steinmann das Wirkprinzip von Botox. "Da es bestimmte Muskeln lahm legt, um die Haut darüber zu entspannen und zu glätten, verlagert sich unser Minenspiel auf andere, nahe gelegene Muskeln."


Bild: photoCase

Wenn man beispielsweise geblendet werde, müsse man die Augen zusammenkneifen. "Das ist ein Reflex, den wir nicht unterdrücken können. Also ist die Entstehung neuer Falten an bisher ungenutzten Bereichen sehr wahrscheinlich, zumal hier die Haut sehr dünn ist", betont der Mediziner. Allerdings sind manche Bereiche des Gesichtes mehr von der Faltenbildung betroffen als andere. "Das Risiko, dass sich Falten im Augenbereich verlagern, ist relativ hoch, bei einer Zornesfalte über der Nase ist es dagegen sehr gering", sagt Müller-Steinmann. Bei Fältchen über der Oberlippe komme es darauf an, wie der Mund bewegt werde und ob man beispielsweise rauche, viel rede oder im Chor singe.

Quelle: Vital - Jahreszeiten Verlag



Amputationen bei arteriellem Verschluss können verhindert werden


09.03.2005 - In Deutschland leiden mehr als 3,5 Millionen Menschen an der so genannten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (PAVK) - im Volksmund "Schaufensterkrankheit" genannt. Im Anfangsstadium (Fontaine II b) macht sie sich durch Schmerzen in den Beinen beim Gehen bemerkbar. In hausärztlichen Praxen wird die Krankheit mittlerweile bei jedem fünften älteren Menschen diagnostiziert. Tendenz steigend. So harmlos wie der Name erscheint, ist die Erkrankung jedoch nicht. Denn unbehandelt drohen den Betroffenen ernsthafte Komplikationen: von offenen Wunden und absterbendem Gewebe bis zur Total-OP. Allein in Deutschland werden jährlich rund 35.000 Beine amputiert. In den fortgeschrittenen Krankheitsstadien (Fontaine III und IV) sinkt die Lebenserwartung der Betroffenen im Vergleich zu gesunden Menschen sogar auf 25 Prozent. Ursache für die Erkrankung ist eine schleichende, chronische Verkalkung der Arterien. Das Heimtückische: Die Krankheit wird erst diagnostiziert, wenn sie schon weit fortgeschritten ist. Eine erfolgreiche Behandlung ist dann umso schwieriger. Neue, vielversprechende Methoden in der Diagnostik und Therapie dieser weit verbreiteten Krankheit geben jedoch Hoffnung. Präsentiert werden sie auf dem "2. Frankfurter Interdisziplinären Symposium zur Behandlung von arteriellen Erkrankungen" (FISBA), das am 12. März am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität stattfindet.


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Wie Professor Dr. Thomas Vogl, Direktor am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Frankfurter Universität, erklärt, sei es das Ziel des Symposiums, die neuesten medizinischen Erkenntnisse in der Diagnose und Therapie zu nutzen, um gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten eine optimale Versorgung dieser wachsenden Patientengruppe zu gewährleisten. Von entscheidender Bedeutung dabei sei eine interdisziplinäre Betrachtungs- und Vorgehensweise. "Erfolgreiche Diagnose- und Behandlungsstrategien können nur auf der Grundlage einer disziplinenübergreifenden Zusammenarbeit erzielt werden", so Vogl.

Früherkennung durch interdisziplinäre Diagnoseverfahren

Wie wichtig das frühzeitige Erkennen der PAVK ist, hebt Dr. Jörn O. Balzer, Oberarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie der Frankfurter Universität, hervor. Denn der Behandlungserfolg hänge wesentlich davon ab, wie weit die Krankheit bereits fortgeschritten ist. Ein thematischer Schwerpunkt des Symposiums liegt deshalb auf unterschiedlichen diagnostischen Verfahren. Dazu gehören neben den einfach durchzuführenden klinischen Untersuchungen insbesondere die Ultraschalldiagnostik, die Magnetresonanzangiographie sowie die CT-Angiographie. Wie Balzer erklärt, werden im ersten Teil der wissenschaftlichen Tagung Standards und Neuerungen von renommierten Referenten vorgestellt und gemeinsam diskutiert. "Unser Ziel ist es, zusammen mit den niedergelassenen Kollegen ein einfaches, reproduzierbares und kostengünstiges Screening-Programm zu entwickeln und Doppeluntersuchungen zu vermeiden", so Balzer.

Minimal-invasive Behandlungsformen setzen sich zunehmend durch

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vielzahl verschiedener etablierter und neuerer Behandlungsstrategien. Zwar sei die konservative Therapie mit Optimierung der Risikofaktoren und intensiviertem Gehtraining nach wie vor der Grundpfeiler der Behandlung, erklärt Professor Vogl. Doch dürfe die Bedeutung neuerer Behandlungsformen nicht unterschätzt werden. "Die minimal-invasiven Techniken der perkutanen Rekanalisation von Gefäß-Stenosen oder -verschlüssen haben in den letzten Jahren deutlich verbesserte Offenheitsraten erzielen können als bislang angenommen", betont Vogl. So seien durch den Einsatz von neuesten Stent-Systemen - etwa mit Medikamenten beschichtete Stents oder Nitinol-Stents - in Kombination mit abtragenden Verfahren wie z.B. der Laserangioplastie primäre Offenheitsraten von bis zu 80 Prozent nach 3 Jahren zu erzielen. "Das an unserem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie eingesetzte Verfahren der Laserangioplastie hat sich bewährt - wir erzielen außerordentlich gute Ergebnisse", so Balzer. Diese Entwicklung habe mittlerweile dazu geführt, dass minimal-invasiven Techiken in direkter Konkurrenz zu den chirurgischen Verfahren bei der Behandlung von Oberschenkel-Arterienverschlüssen stünden. Im Kontext des Symposiums werden darüber hinaus auch unterschiedliche Behandlungs- und Prophylaxe-Techniken von Re-Stenosen, also erneuten Gefäßverengungen, thematisiert. Neben Verfahren wie der Nachbestrahlung von innen, der so genannten Brachytherapie, werden neuere Techniken wie die Kältetherapie (Cryoplastie) oder die Bestrahlung mit Laserlicht vorgestellt und diskutiert.

Zukunftsweisende Stammzelltherapie kann Amputation verhindern

Wie Dr. Balzer betont, gibt das wissenschaftliche Symposium zudem tiefere Einblicke in neueste Therapie-Entwicklungen, die die Behandlung der Schaufensterkrankheit in Zukunft stärker bestimmen werden. Dabei werden sowohl minimal-invasive als auch chirurgische Verfahren thematisiert. Als bahnbrechende Entwicklungen seien insbesondere die sich auflösenden Stent-Systeme (bioresorbable stents), die minimal-invasiven chirurgischen Bypass-Techniken sowie die Methoden für das Anregen neuen Gefäßwachstums zu nennen, so Balzer. Dazu gehöre auch die im Gefäßzentrum der Frankfurter Universitätsklinik eingesetzte Stammzelltherapie. Mit Hilfe dieser zukunftsweisenden Therapieform sei es schon heute möglich, Gefäße neu auszubilden und größere Gewebedefekte zur Abheilung zu bringen. "Die Stammzelltherapie stellt insbesondere bei den schweren Stadien der PAVK (Fontaine III und IV) eine Option dar, um eine Amputation der betroffenen Extremität zu verhindern", erklärt Balzer.

Quelle: Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.



Kalorienrechner arbeiten ungenau - Schrittzahl und Wegstrecke sind nur grobe Basisdaten


Baierbrunn - 09.03.2005 (ots) - Schrittzähler, die beim Laufen auch den Kalorienverbrauch berechnen, liefern nur sehr ungenaue Werte, berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Wichtige Basisdaten wie das Alter und Geschlecht des Trainierenden, sein Gewicht, sein Fitnesszustand und die Muskelmasse müssten in eine solche Berechnung mit eingehen.


Bild: photoCase

Der Wahrheit näher kommen Fitnessgeräte wie Laufband oder Fahrradergometer, bei denen persönliche Daten des Benutzers eingegeben werden können. Trotzdem kann der elektronische Laufbegleiter nützlich sein: „Schrittzähler eignen sich gut zur Motivation“, zitiert das Blatt die Sportmedizinerin Dr. Tanja Engels aus Bietigheim-Bissingen.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau



Erstes Krankheitsgen für Sarkoidose entdeckt

Bonn 02.03.2005- (ots) - Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) haben eine der wesentlichen genetischen Ursachen für die Entstehung der Sarkoidose entdeckt. Dadurch verbessern sich die Chancen erheblich, Sarkoidose früh feststellen und eines Tages auch behandeln zu können. Die entzündliche Krankheit führt zu einer Ansammlung von Zellen des Immunsystems. Dadurch bilden sich kleine Knötchen, so genannte Granulome. Dort wo sie entstehen, stören sie die Funktion der jeweiligen Organe. Häufig ist die Lunge betroffen, aber auch in Augen, Haut, Herz oder dem Nervensystem kann sich die Krankheit ausbreiten. In Deutschland leiden schätzungsweise 30.000 Menschen an Sarkoidose. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus, weil die Krankheit aufgrund unspezifischer Symptome wie Husten, Gelenkschmerzen und Fieber häufig nicht erkannt wird.

Mit der Entdeckung des ersten Krankheitsgens ist es den Wissenschaftlern des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten NGFN nun gelungen, etwas Licht in das Dunkel um diese rätselhafte Krankheit zu bringen. Hinweise darauf, dass Sarkoidose vererbt wird, hatten die Forscher schon lange. Es gibt Familien, in denen gleich mehrere Angehörige unter der Krankheit leiden, während die seltsame Entzündung in anderen Familien fast nie auftritt. Dr. Jochen Hampe vom Kieler Institut für klinische Molekularbiologie entdeckte das erste Krankheitsgen für Sarkoidose. Es liegt auf Chromosom 6 und trägt eine veränderte Bauanleitung für das Eiweiß BTNL2, das in Zellen des Immunsystems vorkommt. "BTNL2 beeinflusst eine Entzündungsreaktion, über die bestimmte weiße Blutkörperchen aktiviert werden", erklärt Hampe. "Durch den Austausch eines einzigen Gen-Buchstabens fehlt BTNL2 eine Region, mit der es normalerweise in der Zellhülle verankert ist. Ohne diese Verankerung kann das Eiweiß seine Funktion nicht mehr erfüllen und das Abwehrsystem des Körpers gerät aus dem Gleichgewicht." Ist eine der beiden BTNL2-Kopien verändert, steigt das Krankheitsrisiko um 60 Prozent an. Wenn beide Genkopien betroffen sind, verdreifacht sich die Wahrscheinlichkeit an Sarkoidose zu erkranken. "Die Entdeckung des BTNL2-Gens ist ein Durchbruch für die klinische Forschung zur Sarkoidose", meint Prof. Müller-Quernheim, Lungenspezialist der Universitätsklinik Freiburg, der an dem Projekt beteiligt war. "Unser Fernziel, den Verlauf und den Therapieerfolg vorherzusagen, ist dadurch näher gerückt."

Quelle: Nationales Genomforschungsnetz NGFN



Passivrauchen: Größere Gefahr als bisher angenommen

London (pte, 02. Mär 2005 15:25) - Europaweit steigt die Zahl der Todesfälle, die durch das Rauchen verursacht werden, auf 650.000 Menschen. Laut einer aktuellen Studie der University of Brisbane http://www.uq.edu.au sterben allein in Großbritannien 11.000 Menschen an den Folgen des passiven Rauchens und somit weit mehr als bisher angenommen, berichtet die BBC http://www.bbc.co.uk . Das British Medical Journal http://www.bmj.com beziffert die Zahl der Todesfälle, die durch Passivrauchen am Arbeitsplatz verursacht werden, mit 600 jährlich.


Bild: photoCase

Eine aktuelle australische Studie vergleicht anhand des britischen Datenmaterials die Zusammenhänge zwischen Todesursache, Arbeitsplatz, Struktur der Haushalte und Höhe des aktiven und passiven Rauchens. Die Forscher fanden heraus, dass bei der Gruppe der 20 bis 64-Jährigen 2.700 Todesfälle dem Passivrauchen zugeschrieben werden können. Bei der Gruppe der über 65-Jährigen betrug die Zahl der Toten sogar 8.000. Weitere 617 Todesfälle werden durch passives Rauchen am Arbeitsplatz verursacht. "Durch die Umsetzung einer rauchfreien Politik könnten jährlich Hunderte Todesfälle vermieden werden", erklärte Konrad Jamrozik, der Leiter der Studie.

Die EU reagierte auf die internationale Debatte, indem sie gestern, Dienstag, unter dem Namen "HELP" eine 72-Mio.-Euro teure Anti-Raucherkampagne ins Leben rief, die vor allem auf Jugendliche (15 bis 18 Jahre) und junge Erwachsene (18 bis 30 Jahre) abzielt. "Acht von zehn Rauchern beginnen bereits als Teenager. Deshalb sind Präventions- und Informationskampagnen eine Investition in eine gesündere Zukunft. Denn Krankheiten und Todesfälle durch Rauchen verursachen in den EU-Mitgliedstaaten jährlich Kosten in Höhe von 100 Mrd. Euro", erklärte Markos Kyprianou, EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz. "Nichtrauchen soll zur Norm werden, Rauchen immer mehr zu einer Randerscheinung. Wenn alle EU-Mitgliedstaaten dem Beispiel Irlands, Italiens und Maltas folgen und das Rauchen in öffentlichen Bereichen verbieten, wären wir bereits ein großes Stück weiter", so Kypianou. http://www.europa.eu.int/news/index_de.htm

Quelle: pressetext.austria


Medikamente: Anbruchdatum notieren - Aufgedruckte Verfallsfrist gilt für geschlossene Packung

Baierbrunn - 02.03.2005 (ots) - Wer eine neue Packung Medikamente anbricht, sollte das Datum auf der Schachtel notieren. Die aufgedruckte Verfallsfrist „gilt nur für die ungeöffnete Packung“, sagt Dr. Martina Köthemann, Apothekerin bei der Techniker-Krankenkasse im Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.


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„Vor allem Säfte, Salben und Tropfen sind nach Anbruch oft nur noch vier bis sechs Wochen verwendbar“, erklärt sie. Generell gilt: Medikamente stets lichtgeschützt, kühl und trocken lagern. Das Badezimmer ist eher ungeeignet. Rezeptpflichtige Arzneimittel, etwa ein Antibiotikum, sollten nur für die Dauer der Therapie in der Hausapotheke aufbewahrt werden.

Quelle: Wort und Bild - Senioren Ratgeber



100.000 Knieprothesen jährlich /
Immer häufiger nur kleine Schnitte für künstliche Gelenke

Baierbrunn 23.02.2005 - (ots) - Die Zahl der in Deutschland jährlich eingesetzten künstlichen Kniegelenke ist bei 100.000 angekommen, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Zudem gelingt es den Chirurgen mehr und mehr, die Prothese ohne große Operation, sondern mit „minimal-invasiven“ Eingriffen einzusetzen. Die dabei nötigen Schnitte sind um gut zehn Zentimeter kürzer als bei vergleichbaren Operationen noch vor wenigen Jahren. „Sechs bis sieben Zentimeter sind genug“, sagt der Wolfratshauser Orthopäde Dr. Matthias Hoppert. Der Langzeitnutzen der künstlichen Kniegelenke zeigt sich mittlerweile auch: 98 Prozent der Prothesen funktionieren inzwischen zehn Jahre oder länger.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau



Patienteninitiative fürchtet um Ernährung ihrer Kinder

Berlin/Homburg/Saar 23.02.2005 (ots) - Die Selbsthilfeorganisation "SHG Eltern mit neurologisch kranken und behinderten Kindern e.V." Saarland und Rheinland-Pfalz kritisiert die Absicht, die Erstattung von künstlicher Nahrung erheblich einzuschränken.

Einen entsprechenden Beschluss hat der Gemeinsame Bundesausschuss gefasst, in dem Krankenkassen und Ärzte das Sagen haben. "Das Recht auf Essen muss für alle Kranken gesichert sein. Den Ärmsten der Armen dürfen menschliche Grundrechte nicht vorenthalten werden", betonte heute (23.) die Sprecherin der Initiative, Monika Boeckmann, in Homburg/Saar.

Der Gemeinsame Bundesausschuss habe mit der Änderung der entsprechenden Arzneimittelrichtlinien gegen chronisch Kranke und Behinderte entschieden. Daran ändere auch eine Öffnungsklausel nichts, die dem Arzt angeblich Entscheidungsspielraum einräumt. Die Klausel sei reine Schönfärberei. Dort stehe nämlich nichts anderes als: Der Arzt kann von der Vorschrift abweichen, vorausgesetzt er beachtet dabei die Vorschrift. Damit fielen viele Kranke, darunter auch behinderte Kinder, durch den Rost.

Bestätigt fühlt sich die Selbsthilfegruppe auch durch Ernährungsmediziner. Der Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), Professor Dr. Herbert Lochs, hatte bei dem Jahreskongress seiner Gesellschaft am Wochenende in Berlin gefordert: "Wir brauchen eine einfache Regelung mit einer generellen Indikation für Mangelernährung, nicht eine extrem komplizierte Regelung mit über 40 Seiten." In vielen Einzelheiten entspreche die Neuregelung nicht den Ergebnissen medizinischer Studien, ergänzte DGEM-Präsident Professor Dr. Berthold Koletzko.

Mangelernährung bei schwer kranken und älteren Menschen ist laut den beim Kongress vorgestellten Studien in Deutschland ein erhebliches medizinisches und volkswirtschaftliches Problem. "Mangelernährte Patienten erholen sich langsamer, erleiden häufiger ernste Komplikationen, sind stärker pflege- und intensivpflegebedürftig und bleiben länger im Krankenhaus, mit deutlich höheren Krankheitskosten", betonte Professor Koletzko. Zwanzig bis 30 Prozent der Krankenhauspatienten sind mangelernährt. Bei Patienten über 70 Jahren hat bereits die Hälfte Defizite im Ernährungsstatus. Nicht minder besorgniserregend ist die Tatsache, dass ein Viertel der Kinder und Jugendlichen im Krankenhaus zu geringes Gewicht hatten.

"Wir fordern eine einfache Regelung, die garantiert, dass jeder, der künstliche Nahrung benötigt, sie auch weiterhin erhält", unterstrich Boeckmann.

Quelle: SHG Eltern mit neurologisch kranken und behinderten Kindern e.V

Weitere Meldungen zu diesem Thema:
Neue Vorschrift bedroht die Rechte chronisch Kranker auf angemessene Ernährung


Patienten-Angst steckt Ärzte an

Düsseldorf 23.02.2005 (ots) - Von Patienten bewusst oder unbewusst ausgedrückte Ängste übertragen sich auf den Arzt. Das zeigt eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der gesetzlichen Krankenversicherung geförderte Studie der Abteilung für Allgemeinmedizin an der Universität Düsseldorf.


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Sechs eigentlich gesunde und vorher geschulte Personen suchten für dieses Projekt 52 Hausärzte auf und klagten über Kopfschmerzen. Dabei gaben sie sich entweder ängstlich und besorgt oder verhielten sich neutral und akzeptierten das Vorgehen des Arztes. Anschließend füllten sie einen Dokumentationsbogen aus und notierten Dauer und Umfang der Untersuchungen. Das Ergebnis: Die besorgten Patienten wurden häufiger zum Facharzt überwiesen und mit teureren und aufwändigeren Methoden, zum Beispiel einer Computertomographie, untersucht. Bezüglich der Behandlungszeit bestand kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen.

Professor Heinz-Harald Abholz, Koordinator der Studie, meint dazu: "Patienten sollten ihre Sorgen und Befürchtungen offen und realistisch ansprechen, aber die Hausärzte sollten auch gezielt danach fragen." Abholz hat nun eine Liste mit Ratschlägen zum Arzt-Patientengespräch erstellt, die er über Mitglieder-Zeitschriften von Krankenkassen und Medizin-Hotlines bekanntmachen will. Die Ergebnisse der Studie sollen bei der Aus- und Weiterbildung von Ärzten genutzt werden, um überflüssige Untersuchungen zukünftig zu vermeiden.


Quelle: BM für Bildung und Forschung


Schulden machen krank /
Mehr Depressionen und anfälliger für Süchte


Baierbrunn - 16.02.2005 (ots) - Schulden können krank machen. So lautet das Ergebnis einer Untersuchung des britischen Ärztebundes. Wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" berichtet, greifen verschuldete Hauseigentümer häufiger zu Alkohol und Zigaretten. Das ständige Denken an den Kredit führt zu Konzentrationsstörungen, bereitet Stress und führt überdurchschnittlich häufig zu Angstzuständen. Auch die Partnerschaft der Verschuldeten ist gefährdet.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Unbürokratischer Zuzahlungsnachweis für schwerwiegend chronisch Kranke - kein jährlicher Nachweis mehr erforderlich

09.02.2005 - Patientinnen und Patienten, die in einer Dauerbehandlung sind und bei denen eine Verbesserung der Krankheitssituation nicht zu erwarten ist, müssen seit dem
1. Januar 2005 nicht mehr jährlich einen ärztlichen Nachweis über das Vorliegen
einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung vorlegen. Das gilt insbesondere für Pflegebedürftige der Stufe 2 und 3. Die Krankenkassen haben aber weiterhin die Möglichkeit, in Zweifelsfällen einen erneuten Nachweis zu verlangen. Damit wird die Chroniker-Regelung entbürokratisiert und pflegebedürftige Menschen und ihre Familien entlastet.

Dieser Nachweis ist wichtig, weil gesetzlich Versicherte, die schwerwiegend chronisch krank sind und wegen dieser Krankheit in Dauerbehandlung sind, bei der Ermittlung der Belastungsgrenze besonders behandelt werden. Sie müssen nämlich nur ein Prozent ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen an Zuzahlungen leisten. Die Belastungsgrenze für nicht chronisch kranke Menschen liegt bei zwei Prozent.

Als schwerwiegend chronisch krank gilt, wer mindestens einen Arztbesuch pro
Quartal wegen derselben Krankheit wenigstens ein Jahr lang nachweisen kann und zusätzlich eines der folgenden Kriterien erfüllt: Entweder Pflegebedürftigkeit der
Pflegestufe 2 oder 3 oder aber ein Grad der Behinderung beziehungsweise eine Minderung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 60 Prozent.

Außerdem ist Chroniker, wer eine kontinuierliche medizinische Versorgung benötigt, ohne die nach ärztlicher Einschätzung eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung, eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die von der Krankheit verursachte Gesundheitsstörung zu erwarten ist. Zu den chronischen Krankheiten, die eine Dauerbehandlung erfordern, gehören zum Beispiel Diabetes mellitus, Asthma, chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen oder koronare Herzkrankheit.

Quelle: BMGS

Aktuelle BILDWOCHE-Umfrage: 60 Prozent der Deutschen sind mit ihrem Gewicht zufrieden

Hamburg - 09.02.2005 (ots) - Jetzt beginnt die Fastenzeit - und gerade meldete die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Deutschen sind zu dick. Aber: Die Bundesbürger selbst sehen das ganz anders - 60 Prozent sind mit ihrem Gewicht zufrieden. Das ergab eine repräsentative Umfrage der aktuellen TV-Zeitschrift BILDWOCHE (1000 Befragte, emnid). Von den Männern sind sogar 62 Prozent mit ihrem Gewicht einverstanden, bei den Frauen: 58 Prozent. In den alten Bundesländern sind 62 Prozent der Bürger mit dem Blick auf die Waage zufrieden, im Osten 51 Prozent. Insgesamt will nur jeder vierte Deutsche abnehmen. Und 5 Prozent derBundesbürger sagen: Mein Gewicht ist mir ganz egal.

Quelle: Bildwoche


Stillen ohne Bedenken - Laborcheck auf Schadstoffe nur noch in Ausnahmefällen nötig

Baierbrunn (ots) - 02.02.05 - Mütter, die stillen, können aufatmen. Muttermilch ist nicht mehr so stark mit Schadstoffen belastet wie früher. „Die Situation ist wesentlich besser geworden“, sagt Prof. Dr. med. Karl Ernst von Mühlendahl, Kinderarzt und Geschäftsführer der Organisation Kinderumwelt im Interview mit dem Apothekenmagazin „Baby&Familie“.

Viele der einstmals in Muttermilch gefundenen toxischen Substanzen würden entweder nicht mehr oder viel weniger eingesetzt. Gut für die Gesundheit des Babys. Denn: „In den heute vorliegenden Konzentrationen in der Muttermilch sind die Substanzen wahrscheinlich ohne nennenswertes Risiko“, so der Experte.

Eine Untersuchung der Muttermilch auf Schadstoffe hält er daher in der Regel nicht mehr für nötig. Nur in Einzelfällen, etwa bei besonderer beruflicher Belastung, rät er noch dazu.

Das Apothekenmagazin „Baby&Familie“ 2/2005 liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

Quelle: Wort und Bild -Baby&Familie


Handy am Steuer "macht alt"

02.02.05 - Wenn jüngere Autofahrer am Lenker telefonieren, fahren sie wie Senioren. Das zeigen Versuche zweier amerikanischer Psychologen. Selbst bei Benutzung einer Freisprechanlage sinkt die Reaktionszeit um gut ein Sechstel, während das Risiko eines Auffahrunfalls steigt.

Gleichzeitig beeinträchtigt das Telefonieren die Fähigkeit, sich in den fließenden Verkehr einzugliedern, berichten David Strayer und Frank Drews von der University of Utah, Salt Lake City, im Fachblatt "Human Factors". "Setzt man einen 20-Jährigen mit einem Mobiltelefon hinter das Lenkrad, ähnelt seine Reaktionszeit dem eines 70-jährigen Fahrers", erläutert Strayer. Das Reaktionsvermögen älterer Teilnehmer habe dagegen weniger stark gelitten, als gemeinhin angenommen.

Die beiden Psychologen ließen je 20 normalsichtige Erwachsene im Alter von 18 bis 25 bzw. 65 bis 74 Jahren mehrere Touren in einem Fahrsimulator absolvieren. Dabei sollten die Teilnehmer einem simulierten Vordermann folgen, der in unregelmäßigen Abständen bremste und wieder beschleunigte. Führten die jüngeren Fahrer gleichzeitig per Freisprecheinrichtung eine Unterhaltung, sank ihre Reaktionszeit um 18 Prozent von 780 auf 912 Millisekunden - nahe an dem Wert älterer, nicht telefonierender Fahrer. Nach dem Bremsen brauchten sie wiederum 17 Prozent länger, um wieder auf Reisegeschwindigkeit zu kommen.

"Insgesamt behindern sie also den Verkehrsfluss", erläutert Strayer. Dadurch steige die Gefahr, dass das folgende Fahrzeug auffahre. Gleichzeitig fuhren die jüngeren Fahrer während des Telefonierens dreimal häufiger auf den Vordermann auf - und das, obwohl sie einen 12 Prozent größeren Abstand einhielten. Erstaunlicherweise verschlechterte sich das Fahrverhalten der älteren Teilnehmer beim Telefonieren nicht stärker als das der jüngeren, während die Zahl der von ihnen verursachten Unfälle gleich blieb. Eine mögliche Ursache sei, dass ältere Fahrer erfahrener seien und weniger Risiken eingingen, so die Forscher.

Quelle. Scienceticker


Linkshänder nicht umschulen - Probleme erwachsen erst aus aufgezwungener Rechtshändigkeit


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26.01.2005 - Kinder, die sich zu Linkshändern entwickeln, haben keinerlei Nachteile in ihrer Entwicklung. Aber es gibt auch keine Belege dafür, dass sie, wie gelegentlich behauptet, künstlerisch oder intellektuell besonders kreativ sind. „Alles Quatsch“, ärgert sich Dr. Barbara Sattler, Leiterin der deutschen Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder, München, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Zwischen 20 und 30 Prozent der Deutschen sind Linkshänder. Eine der wenigen wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten ist, dass die Umschulung der Händigkeit bei Kindern ein schädlicher Eingriff ist, eine sinnlose Überforderung, sagt Sattler. „Oft kommt es auch zu psychischen Beeinträchtigungen.“ Sie rät allerdings, bei Kindern, die im Vorschulalter keine klare Präferenz erkennen lassen, darauf zu dringen, dass sie bis zum
Schulbeginn ihre Schreibhand festlegen.

Quelle: Wort und Bild – Apotheken Umschau


Kawasaki-Syndrom: Möglicher Erreger entdeckt

19.01.2005 - Allein in Deutschland entwickeln jährlich über 300 Kinder eine schwere Organentzündung. Einen möglichen Erreger dieses Kawasaki-Syndroms glauben amerikanische Mediziner entdeckt zu haben. Das von ihnen identifizierte Virus befällt offenbar nicht nur die Atemwege, sondern in einigen Fällen auch die Blutgefäße, das Herz und weitere Organe.

In der großen Familie der Coronaviren finden sich zahlreiche Verursacher erkältungsähnlicher Symptome, aber auch der Erreger der schweren Atemwegserkrankung SARS. Mit einem bei allen Coronaviren sehr ähnlichen Genabschnitt als Erkennungsmerkmal, fahndeten Jeffrey Kahn von der Yale University in New Haven, Connecticut, nun nach weiteren Vertretern - und wurden fündig.

Wie die Forscher im "Journal of Infectious Diseases" berichten, scheint der auf den Namen New-Haven-Coronavirus getaufte Neuling weit verbreitet zu sein: Von 895 Säuglingen und Kindern mit Atemwegssymptomen unklarer Ursache trugen 79 den Erreger in sich, bei zwölf von ihnen wurden später auch bereits bekannte Viren gefunden. Zudem sei "New Haven" möglicherweise identisch mit einem kürzlich in den Niederlanden gefundenen Coronavirus, schreiben die Forscher.

Eines der mit dem Virus infizierten Kinder litt am Kawasaki-Syndrom. Derzeit ist kein Erreger für die Erkrankung bekannt, sie kann jedoch durch Gabe von Antikörpern behandelt werden. Bei weiteren Untersuchungen fanden Kahn und Kollegen das neue Virus bei acht von elf Kindern (73 Prozent) mit dem Syndrom, jedoch nur bei einem von 22 (5 Prozent) nicht-betroffenen Kindern gleichen Alters. Zwar träten im Vorfeld des Kawasaki-Syndroms häufig Atemwegssymptome auf, kommentiert Kenneth McIntosh von der Harvard University in der gleichen Ausgabe des Fachblatts. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem neuen Virus und der Erkrankung sei aber noch nicht belegt - zumal viele weitere Coronaviren der Entdeckung harren dürften.


Forschung: Frank Esper und Jeffrey S. Kahn, Department of Pediatrics, Division of Infectious Diseases, School of Medicine, Yale University, New Haven, Connecticut; und andere

Veröffentlichung in Journal of Infectious Diseases, Vol. 191(4), 15. Februar 2005, pp 492-8 und 499-502

Quelle: Scienceticker



Was macht Fettabsaugung gefährlich?

Wien - 19.01.2005 - Aus Anlaß eines Todesfalls im Zusammenhang mit einer Fettabsaugung in Ungarn wird diskutiert, welche Faktoren diesen Eingriff gefährlich machen. Der einzige signifikante Sicherheitsfaktor bei einer Fettabsaugung scheint die Wahl der Anästhesie zu sein. Andere Faktoren, wie die Fachzugehörigkeit des operierenden Arztes spielen keine Rolle. "Unter den international anerkannten Spezialisten der Fettabsaugung sind sowohl Hautärzte als auch Plastische Chirurgen und Allgemeinmediziner und es gibt keinen Hinweise darauf, dass das Operationsrisiko bei einer dieser drei Fachgruppen höher wäre", sagt der Wiener kosmetische Chirurg DDr. Karl-Georg Heinrich. Vielmehr hängt die Gefahr von Komplikationen durch Blut- oder Fettgerinnsel offenbar davon ab, ob der Eingriff in Narkose oder unter lokaler Betäubung durchgeführt wird.

Den entscheidenden Durchbruch für die kosmetische Fettabsaugung brachte die Entwicklung der Tumeszenz-Anästhesie durch den amerikanischen Hautarzt Dr. Jeffrey Klein. Dabei wird das abzusaugende Fett mit einer Mischung aus stark verdünnter Kochsalzlösung, einem lokalen Betäubungsmittel (z.B. Xylocain) und kleinsten Mengen des Hormons Adrenalin infiltriert. Diese, nach ihrem Erfinder "Klein's Solution" genannte Lösung hat einen dreifachen Effekt: Sie betäubt höchst effizient das Operationsgebiet, das Adrenalin verengt die Gefäße und reduziert damit die Gefahr von Blutungen und die relativ große Flüssigkeitsmenge erleichtert das Absaugen des Fettes.

Wie sicher diese Methode ist, zeigte 1995 eine Arbeitsgruppe um C. William Hanke. Die Wissenschaftler analysierten das gesamte damals bekannte Daten- und Studienmaterial zu diesem Thema, was eine Gesamtzahl von mehr als 40.000 Operationen unter Tumeszenz-Anästhesie ergab. Eine so hohe Zahl von Operationen lässt gute Schlüsse hinsichtlich der Sicherheit einer Methode zu. Erfreuliches Ergebnis: Bei keinem einzigen Eingriff kam es zu tödlichen oder lebensgefährlichen Komplikationen, es war keine einzige Spitalseinweisung notwendig. In sehr seltenen Fällen traten leichtere Komplikationen wie anhaltende Schmerzen nach dem Eingriff, Fieber oder starke Müdigkeit auf. Alle diese möglichen Nebenwirkungen wurden mit einer Häufigkeit von weniger als 0,1 Prozent beobachtet. Das liegt weit unter dem Rest-Risiko jeder Vollnarkose. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind sehr selten. Bislang wurde nur ein einziger Fall bekannt, wo es durch das Zusammenwirken von Tumeszenz-Anästhesie und einem Antidepressivum zu Komplikationen kam (von denen sich die Patientin vollständig erholte).

Als "äußerst problematisch" bezeichnet DDr. Heinrich eine häufig zitierte Studie, in der eine angebliche hohe Dunkelziffer von Todesfällen bei Fettabsaugungen behauptet wird: "Bei dieser US-Auftragsstudie hat man Chirurgen gefragt, von wie vielen Todesfällen in Zusammenhang mit Fettabsaugungen sie gehört haben. Dann hat man die Angaben einfach zusammengerechnet und daraus auf das Risiko geschlossen. Weder wurde überprüft, ob es die angegebenen Todesfälle tatsächlich gegeben hat, noch hat irgendjemanden interessiert, ob da nicht ein und derselbe Fall mehrfach angegeben wurde. Nehmen wir an, es hätte einen einzigen Todesfall geben und hundert Chirurgen haben davon gehört. Das ergibt nach diesem Studiendesign dann 99 fiktive Todesopfer. Diese Erhebung wird in Fachkreisen nicht ernst genommen. Leider geistert sie immer wieder durch die Medien".

Es trifft hingegen zu, dass es bei Fettabsaugungen unter Vollnarkose manchmal zu Thrombosen oder Embolien kommt, wo Blut-oder Fettgerinnsel Blutgefäße verstopfen. In seltenen, tragischen Fällen kann dies tödlich enden. Offenbar bewirkt die Lähmung der Gefäßmuskulatur durch die Narkotika/Muskelrelaxantien, die bei der Vollnarkose eingesetzt werden, eine erheblich erhöhte Thrombose-/Embolieanfälligkeit in der Zeit nach dem Eingriff. Auch die Bettlägrigkeit als Folge der Narkose stellt ein Risiko bezüglich Thrombose-Entstehung dar. "Folgerung muß sein" so DDr.Heinrich, "Fettabsaugungen so schonend durchzuführen - am besten mit Mikrokanülen und schwachem Absauge-Sog - daß sie unter reiner örtlicher Betäubung ohne Narkose gemacht werden können und die Patienten anschließend voll mobil sind!"

Bis heute hat sich bewahrheitet, was Dr. Klein 1997 im Editorial des Fach-Journals "Dermatologic Surgery" schrieb: "Der einzige Faktor, der die Sicherheit einer Fettabsaugung signifikant beeinflusst, ist die Methode der Anästhesie. Die Tumeszenz-Anästhesie, die ausschließlich mit lokaler Betäubung auskommt, ist sicherer als die Semi-Tumeszenz- Anästhesie, bei der zusätzlich Voll-Narkose oder starke intravenöse Sedierung eingesetzt werden." Daran hat sich bis heute nichts geändert. Weitere Informationen unter http://www.liposuction.com und http://www.ddrheinrich.com .

Quelle: Kosmetische Chirurgie DDr. Heinrich


Kamillentee gegen Schmerzen und Krankheiten:
Langanhaltender Effekt nachgewiesen


London- 19.01.2005 - Das Trinken von Kamillentee kann gegen einen Schnupfen und Krämpfe während der Menstruation helfen. Fünf Tassen täglich für die Dauer von zwei Wochen sind ausreichend, um Muskelkrämpfe zu lockern und Entzündungen zu bekämpfen. Das Team des Imperial College London http://www.ic.ac.uk testete den Urin von 14 gesunden Kamillenteetrinkern. Die Ergebnisse der Studie werden im Journal of Agricultural and Food Chemistry http://pubs.acs.org/journals/jafcau veröffentlicht.


Seit Jahren wurde die Kamille laut BBC gegen Entzündungen, als leichtes Beruhigungsmittel und gegen Magengeschwüre eingesetzt. Zusätzlich wurde berichtet, dass es antioxidante und antimikrobielle Eigenschaften hat. Das Team um Elaine Holmes untersuchte die Auswirkungen des Konsums von Kamillentee im Körper. Für die Studie wurde der Tee aus den Blüten der Matricaria recutita zubereitet, die auch als Manzanilla bekannt ist. Der Urin der Teilnehmer wurde täglich vor und nach der Einnahme des Tees getestet. Das Teetrinken erhöhte die Werte des entspannenden Glycin und des entzündungshemmenden Hippurat. Nach dem Ende der zweiwöchigen Testphase blieben die Werte beider Substanzen für bis zu zwei Wochen erhöht.

Quelle: pressetext.austria


Rasante Nachfrage nach Schlaf-CD

Hamburg (ots) 12.01.2005 -
WDR TV-Sendung löst große Nachfrage nach der CDSOMNIA 1 - Das natürliche Schlaftraining aus; Die Audio-Therapie kann gegen Schlafprobleme eingesetzt werden; Kölner Schlafforscher untersuchten Wirksamkeit mit positiven Ergebnissen


Foto: Infrasonics

Das hat sich der WDR wahrscheinlich selbst nicht zugetraut. Aber seit in der Sendung "Aktuelle Stunde" über Schlafstörungen und die mögliche Wirkung der CD SOMNIA 1 - Das natürliche Schlaftraining berichtet wurde, kann sich der Handel im Westen Deutschlands vor Anfragen nicht mehr retten. Das weist auf die Brisanz des Themas Schlafstörungen hin - laut einer Studie des Max Planck Instituts leiden rund 42 Prozent der Bundesbürger daran. SOMNIA 1 - Das natürliche Schlaftraining von Infrasonics bietet jetzt eine akustische Methode, die helfen kann, solche Schlafstörungen auf natürliche Art zu bekämpfen. Diese Ein- und Durchschlafhilfe beruht auf der Wirkung von binauralen Wellen, die durch Audio-Signale mittels einer speziellen Aufnahmetechnik auf der CD erzeugt werden. Ab sofort wird die CD im Fachhandel zum Preis von ca. EUR 29,90 inkl. MwSt. erhältlich sein.

In der wichtigsten Phase des Schlafes erzeugt das menschliche Gehirn sogenannte Delta-Wellen, d.h. Frequenzen im Bereich von 1-4Hz. Dieser Delta-Zustand wird nur während des Tiefschlafs oder bei tiefster Entspannung erreicht. Er ist für den menschlichen Körper von größter Bedeutung, da er insbesondere der Erholung und der Regeneration des Immunsystems dient. Hier setzt SOMNIA 1 - Das natürliche Schlaftraining an, indem es diese Frequenzen digital erzeugt. Ebenso wie eine Gitarrenseite ohne Berühren zum Mitschwingen gebracht werden kann, wenn man den richtigen Ton erzeugt, stimulieren Delta-Wellen das Gehirn zum "Mitschwingen". Und damit zur Verlängerung und Intensivierung der Tiefschlafphase. Die Wellen werden über das Ohr bzw. die Hirnschale und die nachgeordneten Mastoid-Zellen aufgenommen und führen zu einem Schlaftraining, ohne Nebenwirkungen und vor allem ohne Abhängigkeiten.

Schlafforscher der Universität Köln haben die CD bereits in einer wissenschaftlichen Untersuchung getestet. Per Anzeige waren Probanden gefunden worden, die zum Teil schon seit mehr als einem Jahr oder länger unter massiven Schlafstörungen litten und die in einer siebenwöchigen Studie die Wirkung der CD testen sollten.

Das Ergebnis: Schon in dieser kurzen Zeit ließ sich auf die Gesamtstichprobe bezogen eine Verlängerung der Schlafzeit um eine halbe Stunde beobachten. Außerdem bekräftigten 75 Prozent der Teilnehmer, dass sie die CD SOMNIA 1 - das natürliche Schlaftraining auf jeden Fall auch weiterhin einsetzen wollten. Bei Einsatz der CD über einen längeren Zeitraum ist ein wesentlich besseres Ergebnis zu erwarten - eine Verlängerung der Schlafdauer um mehrere Stunden ist möglich.

Quelle: Infrasonics


Zentralverband der Augenoptiker: Fast jeder Dritte sieht nicht "scharf" - Ergebnisse der größten Sehtestaktion des ZVA zur "Woche des Sehens"

Düsseldorf (ots) 12.01.2005- ZVA.
Rund 30 Prozent der Bevölkerung weist keine optimale Sehschärfe auf. Das geht aus den nun ermittelten Ergebnissen der größten Sehtestaktion des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA) hervor. Im Rahmen der bundesweiten Woche des Sehens (9.-15. Oktober 2004) haben rund 1.700 Augenoptiker mehr als 20.000 Sehtests durchgeführt.


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Knapp 66 Prozent der getesteten Personen waren Brillenträger, 4,5 Prozent trugen Kontaktlinsen. Von allen Testpersonen erreichten nur rund 68 Prozent eine optimale Sehschärfe (mindestens 100 Prozent) in der Ferne. Jeder fünfte kam in dieser Kategorie auf maximal 70 Prozent. Insgesamt elf Prozent der Testpersonen erreichten lediglich eine Sehschärfe in der Ferne von höchstens 50 Prozent. Auch im Nah-Sehbereich wiesen nur 70 Prozent eine 100%ige Sehschärfe auf. Für den ZVA besonders aufschlußreich waren die Testergebnisse in der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre, in dieser Zeitspanne entsteht bei nahe zu allen Personen die sogenannte "Alterssichtigkeit", bei der insbesondere das Nah-Sehvermögen zum Beispiel beim Lesen nachlässt.

Hier existiert offenbar eine große Zurückhaltung der betroffenen Personen, diese Fehlsichtigkeit mit einer Brille oder Kontaktlinsen zu korrigieren. Lediglich knapp 58 Prozent der Nicht-Brillenträger in dieser Altersgruppe kamen auf eine Sehschärfe von 100 Prozent, bei den Brillenträgern waren es immerhin 80,7 Prozent. Für den ZVA-Präsidenten Thomas Nosch ein klares Zeichen: "Viele dieser Personen versuchen offenbar, die Anschaffung ihrer häufig ersten Brille zu verschieben. Gerade aber beim Lesen könnte eine individuelle Lesebrille hier große Erleichterung schaffen."

Ein besonderes Problem hat der ZVA auch bei den Führerscheininhabern erkannt. Auch hier erreichen lediglich 74 Prozent eine optimale Sehschärfe. Jeder fünfte Autofahrer würde den notwendigen Führerscheinsehtest nicht oder gerade noch bestehen. Rund sieben Prozent der Autofahrer bewegen sich mit einer Sehschärfe von maximal 50 Prozent im Straßenverkehr. Für Thomas Nosch ein sehr bedenklicher Zustand: "Eine unzureichende Sehschärfe von Autofahrern gefährdet viele Verkehrsteilnehmer. Da es keine gesetzlich vorgeschriebenen Wiederholungsseh-tests gibt, können wir im Sinne der Sicherheit nur apellieren, regelmäßig die Sehschärfe beim Augenoptiker überprüfen zu lassen".

Quelle: Zentralverband der Augenoptiker




Urintest könnte vor Präeklampsie warnen

05.01.2005 -
Bei Frauen mit der Schwanger-schaftskomplikation Präeklampsie enthält der Urin sehr viel geringere Mengen eines Wachstumsfaktors. Das berichten US-Mediziner im "Journal of the American Medical Association". Nach Ansicht der Forscher eröffnet sich damit die Möglichkeit, besonders gefährdete Schwangere durch einen Urintest frühzeitig zu erkennen.

Derzeit könnten solche Frauen nur durch wöchentliche Messungen von Blutdruck und Proteinausscheidung mit dem Urin identifiziert werden, erläutert Ananth Karumanchi von der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts. "Und wird ein Bluthochdruck festgestellt, kann es bereits zu spät sein, da die Erkrankung sehr rasch außer Kontrolle geraten kann."

Bei schätzungsweise fünf Prozent aller Schwangeren kommt es - meist im letzten Drittel der Schwangerschaft - zu einem Anstieg des Blutdrucks, zur Proteinausscheidung und zu Ödemen. Dieser als Präeklampsie bezeichnete Zustand stellt eine Gefahr für Mutter und Kind dar und kann das Einleiten einer vorzeitigen Geburt erforderlich machen. Bei früheren Studien hatten Karumanchi und Kollegen entdeckt, dass das Protein sFlt1 (soluble fms-like tyrosine kinase 1) ein Auslöser sein könnte. Indem es Wachstumsfaktoren für Blutgefäße abfängt, scheint es demnach eine Mangelversorgung von Plazenta und Fötus zu bewirken.

Die Forscher bestimmten nun die Konzentration eines der betroffenen Wachstumsfaktoren, PlGF (placental growth factor), im Urin von 238 Schwangeren mit und ohne Präeklampsie. Tatsächlich fanden sie bei den Patientinnen bis zu acht Mal geringere PlGF-Konzentrationen, beginnend sechs bis acht Wochen vor dem Auftreten der ersten Präeklampsie-Symptome. Eine derartige Vorwarnzeit könnte "den Behandlungserfolg erheblich beeinflussen", ist Karumanchi überzeugt, "insbesondere für Frauen mit begrenztem Zugang zu medizinischer Versorgung." Seine Hochschule hat bereits ein Patent auf entsprechende Urintests angemeldet.


Forschung: Richard J. Levine, Division of Epidemiology, Statistics, and Prevention Research, National Institute of Child Health and Human Development, DHHS, Bethesda, Maryland; S. Ananth Karumanchi, Department of Obstetrics and Gynecology, Beth Israel Deaconess Medical Center, Harvard Medical School, Boston, Massachusetts; und andere

Veröffentlicht in JAMA, Vol. 293(1), 5. Januar 2005, pp 77-85

Quelle: Scienceticker



Häusliche Pflege: Hilfe annehmen! - Belastungen werden fast immer unterschätzt


Baierbrunn (ots) 05.01.2005 - Wer zuhause einen pflege-bedürftigen Angehörigen betreut, soll rechtzeitig auf Anzeichen der eigenen Überforderung achten. Meistens sind es Frauen, die plötzlich ohne entsprechende Ausbildung einen Bettlägerigen oder verwirrten Menschen rund um die Uhr zu betreuen haben. Wer seine Kräfte gut einteilt und Hilfe von außen organisiert und annimmt, kann dem Schicksal vieler pflegender Angehöriger entgehen, die darüber selbst krank geworden sind, mahnt die Diplompsychologin Monika Steiner im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". „Nur wenige wissen, dass mit der Pflegesituation auch psychische Veränderungen auf sie zukommen“, sagt die Expertin, die regelmäßig pflegende Angehörige berät.

Selbst Stimmungen der Kranken übertragen sich. Wird zum Beispiel der Gepflegte depressiv, besteht für die Pflegenden im Schnitt nach drei Jahren eine erhöhte Gefahr, selbst depressiv zu werden. Auch Aggressionen und Resignation übertragen sich so. Steiner rät Betroffenen, auf jeden Fall Kurse zu besuchen, in denen nicht nur Pflegetechniken erlernt werden, sondern auch der Austausch der seelischen Probleme ein Schwerpunkt ist. Kursgebühren tragen die Krankenkassen.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau




Gummibärchen gegen Vitaminmangel


15.12.2004 - Entsprechend präparierte Gummibärchen helfen Patienten mit Cystischer Fibrose (Mukoviszidose), ihrem Körper ausreichend Vitamine zuzuführen. Diese Einsicht ergibt sich aus einer Studie Stuttgarter Ernährungswissenschaftler.

Evelyn Back und ihre Kollegen von der Universität Hohenheim untersuchten 22 Patienten mit Cystischer Fibrose (Mukoviszidose) und 35 gesunde Personen. Es zeigte sich, dass in allen Altersgruppen die Patienten schlechter mit Vitaminen wie Beta-Carotin oder Vitamin C versorgt waren als die Kontrollpersonen. Mit dem Alter verstärkte sich dieser Trend noch, zudem stellte die Forscherin bei älteren Patienten vermehrt oxidativen Stress fest.

Die Defizite traten auf, obwohl die Patienten Vitaminpräparate in ausreichender Dosierung verordnet bekommen hatten. Tatsächlich nahmen manche Patienten die Präparate aber nicht genügend regelmäßig ein, fand Back. Einen weiteren Faktor erkannte sie in einer mangelnden Absorption der Vitamine aufgrund von Verdauungsstörungen, wie sie bei Patienten mit Cystischer Fibrose häufig sind.

Einen ebenso eleganten wie schmackhaften Ausweg entwickelte Back mit einer speziellen Nahrungsergänzung in Form von Gummibärchen. Diese enthalten die bei Mukoviszidose schlecht verfügbaren fettlöslichen Vitamine, etwa das Vitamin E, in einer für den Körper leicht zugänglichen Form. Nach Tests an gesunden Probanden werden die Vitaminbärchen nun auch an Patienten getestet. Dabei setzen Back und Kollegen nicht nur auf die biochemischen Vorzüge, sondern auch auf die Lockwirkung der Leckereien.


Forschung: Evelyn I. Back, Donatus Nohr, und andere, Institut für Biologische Chemie und Ernährungswissenschaften, Universität Hohenheim, Stuttgart

Veröffentlicht in American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 80(2), pp 374-84

WWW:
Institutshomepage, Uni Hohenheim
Mukoviszidose e.V.
Vitamine

Quelle: Scienceticker



Gewalt erhält Linkshändigkeit

08.12.2004 - Wo Mord und Totschlag häufig sind, gibt es auch viele Linkshänder. Entsprechende Resultate präsentiert ein französisches Forscherduo in den "Proceedings of the Royal Society: Biological Sciences". Nach Ansicht der zwei Evolutionsforscher könnte diese Beobachtung erklären, warum Linkshänder keine extreme Ausnahmeerscheinung ist.

Linkshändigkeit sei im hohen Maße erblich und mit zahlreichen Nachteilen verbunden, erläutern Charlotte Faurie und Michel Raymond von der Université Montpellier 2. Frühere Studien hatten beispielsweise gezeigt, dass Linkshänder eine kürzere Lebenserwartung haben und anfälliger für Krankheiten sind. Offenbar würden diese Kosten jedoch durch andere Faktoren zumindest teilweise aufgewogen.

Ein Vorteil könnte sich im Kampf "Mann gegen Mann" zeigen, vermuten die Forscher. Linkshänder könnten reichlich Erfahrung mit rechtshändigen Gegnern sammeln. Letztere würden durch Linkshänder jedoch umso stärker irritiert, je seltener Linkshändigkeit in der jeweiligen Bevölkerung sei. Um diese Hypothese zu testen, sammelten die Forscher Daten zur Häufigkeit der Linkshändigkeit und zur Mordrate in verschiedenen traditionellen Gesellschaften.

Tatsächlich steigt der Anteil der Linkshänder deutlich mit dem Maß an Gewalt, fanden Faurie und Raymond. Ihren Interviews und Literaturrecherchen zufolge, sind bei den Dioula im westafrikanischen Burkina Faso etwa 3,4 Prozent der Bevölkerung linkshändig. Gleichzeitig gibt es hier nur 0,013 Morde pro 1.000 Personen und Jahr. Am anderen Ende des Spektrums finden sich die Bewohner des Jimi-Tals auf Papua-Neuguinea und die Yanomami Venezuelas. Bei letzteren beträgt der Linkshänder-Anteil fast 23 Prozent, gleichzeitig geschehen jährlich 4 Morde pro 1.000 Personen.


Forschung: Charlotte Faurie und Michel Raymond, Equipe Génétique et Environnement, Institut des Sciences de l'Evolution, Université Montpellier II

Online-Veröffentlichung Proceedings

Quelle: Scienceticker

Medizinprofessor im stern: Die Hälfte aller ärztlichen Behandlungsfehler ist vermeidbar

Hamburg (ots) 08.12.2004 - - Schon durch wenige organisatorische Maßnahmen lässt sich nach Ansicht des Bonner Medizinprofessors Martin Hansis die Zahl der Medizinfehler in Deutschland um die Hälfte reduzieren. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe berichtet,
hat Hansis, der an der Universität Bonn einen Lehrstuhl für Klinisches Qualitätsmanagement hat, als Ursachen von Fehlbehandlungen in Krankenhäusern vor allem Organisationsmängel und Koordinationsdefizite ausgemacht - beispielsweise werde die Krankenakte nicht präzise geführt, klappe die Absprache zwischen
Ärzten nicht oder seien Anweisungen an das Personal nicht klar genug.

Als Konsequenz fordert Hannis auch für die Ärzte ein effektives "Risk Management", bei dem in aller Offenheit intern über jedes Missgeschick diskutiert wird. "Dabei geht es nicht um
Schuldzuweisungen, sondern darum, aus gemachten Fehlern zu lernen, um sie effektiv bekämpfen zu können", sagte Hannis dem stern. Auch sei in den Kliniken ein Betriebsklima ohne Angst vor Autoritäten und Repression wichtig. Als erster müsse der Chef über eigene Missge-schicke reden, um den untergebenen Ärzten die Angst vor Konsequenzen zu nehmen.  

Nach Ansicht von AOK-Vorstandschef Hans Jürgen Ahrens könnte der Medizinbetrieb durch besseres Fehlermanagement auch kräftig sparen.
So ließen sich die immensen Haftpflichtsummen von Ärzten und Kliniken deutlich reduzieren, wenn sie gegenüber den Versicherern ein praktiziertes "Fehlermanagement" nachweisen könnten. Jeder Fehler weniger erspare nicht nur dem Patienten Leid, den Behandelnden und Pflegenden Schuldgefühle, Stress und Sanktionen, sondern auch den Kostenträgern Geld, das an anderer Stelle sinnvoll eingesetzt werden könne.

Wie viele Menschen in Deutschland von Medizinfehlern betroffen sind, ist unbekannt. Nach einer Studie des Berliner Robert-Koch-Instituts werden jährlich etwa 12 000 Fehler
nachgewiesen. Doch die Dunkelziffer ist nach Expertenmeinung hoch.

Quelle: Stern / Gruner & Jahr


Jüngere Menschen sind oft schusseliger als Senioren

01.12.2004 - Vergessen Sie alles, was Sie bisher über gedankenlose Männer und verträumte Frauen gelesen haben: Die Klischees vom vergessenen Hochzeitstag oder dem Herd, der bei der Abreise in den Urlaub nicht ausgeschaltet wurde, gehören endgültig in die Mottenkiste. Von 962 Männern, die im Auftrag der Lentaya-Forschung für das gleichnamige Gedächtnis-Präparat zum Thema Vergesslichkeit befragt wurden, gab nur ein Prozent an, den Hochzeitstag zu verdösen. Der Anteil von Frauen, die gelegentlich versäumen, den Herd oder die Kaffeemaschine abzustellen oder den Wasserhahn zuzudrehen, erreicht unter den in Ost und West befragten 1.047 Frauen nicht einmal diesen Wert. Und das, obwohl 80 Prozent der Frauen und 79 Prozent der Männer unter den insgesamt 2.009 Befragten zugeben mussten, so manche Dinge im Alltag öfter zu vergessen.

Am häufigsten passiert der Blackout beim Einkaufen: Laut der Lentaya-Umfrage gehen 17 Prozent der Frauen und neun Prozent der Männer öfter mit einer mangelhaft bestückten Tragetüte  nach Hause. Auch beim Hausschlüssel spielt das zerstreute Hirn elf Prozent der Frauen und acht Prozent der Männer häufiger übel mit. Auf der Hitliste der vergessenen Dinge folgen dann bei Frauen und Männern etwa gleich häufig Termine, Namen, Geldbeutel und Telefonate. Geburtstage vergessen Männer mit vier Prozent doppelt so häufig wie Frauen (zwei Prozent), ihr Handy lassen sie sogar viermal öfter irgendwo liegen als Frauen mit nur einem Prozent.

Für eine große Überraschung sorgte in der Untersuchung die Auszählung nach Altersstufen. Die angeblich so dödeligen Senioren sind danach nämlich weit besser als ihr Ruf, vielfach sogar heller als die Jüngeren:

- In der Altersgruppe 14 bis 29 Jahre vergisst fast jeder Fünfte (18 Prozent) häufiger mal, den Wohnungs-schlüssel einzustecken. Den reiferen Jahrgängen von 60 Jahren und dar-über passiert dieses Missgeschick nur in fünf Prozent der Fälle.

- Jeder Zehnte der Jüngeren gibt zu, hin und wieder Termine zu verschlampen - über 60 kommt das nur bei drei Prozent der Befragten öfter vor.

- Während nur zwei Prozent der Älteren gelegentlich ohne Geld das Haus verlassen, stehen fünf Prozent der angeblich so smarten Jungen öfters mal ohne Portemonnaie da.

Wenn sich solche Fälle von Mattscheibe häufen, bietet das natürliche Gedächtnispräparat Lentaya eine gute Hilfe. Es enthält Extrakte der Pflanze Rhodiola rosea (dt.: Rosenwurz) in Kombination mit den wichtigen Vitalstoffen Magnesium und Vitamin B1 und wird in Apotheken angeboten. Schon eine Kapsel der hochwertigen Nahrungsergänzung am Tag unterstützt optimal die Arbeit der Botenstoffe im Gehirn und beugt damit Gedächtnislücken und Denkblockaden vor.

Wie die neue Lentaya-Befragung enthüllt, könnte ein bisschen Rosenwurz auch den Jüngsten unter den Befragten nicht schaden: In punkto Zerstreutheit, Unaufmerksamkeit und Gedankenlosigkeit zeigte nämlich die Gruppe der 115 Schüler die höchsten Werte unter den Befragten: Jeder Sechste (16 Prozent) lässt öfter den Wohnungsschlüssel irgendwo liegen, jeder Siebte (15 Prozent) vergisst immer wieder die Hausaufgaben, jeder Zehnte versäumt wichtige Termine und acht Prozent lassen die Arbeiten im Haushalt links liegen. Ein Prozent erinnert sich sogar, auch das Essen schon mal vergessen zu haben! Beim Shopping allerdings sind die meisten Schüler voll konzentriert: Nur vier Prozent von ihnen vergessen im Laden, was sie eigentlich kaufen wollten.

Quelle: Stroebel Communications GmbH & Co KG


Internationaler Tag der Behinderten / Malteser: "Schluss mit 'einfühlsamer' Diskriminierung!"

Köln (ots) 01.12.2004 - Köln. Mit Blick auf den Internationalen Tag der Behinderten am 3. Dezember fordert Johannes Freiherr Heereman, der Geschäftsführende Präsident des Malteser Hilfsdienstes, verantwortliche Wissenschaftler und Politiker zum Umdenken auf: "Behinderte Menschen werden in Deutschland immer subtiler an den Rand gedrängt - nicht mit aggressiven Gesten, sondern mit Methoden der 'einfühlsamen' Diskriminierung! Schwangeren rät man, mit Rücksicht auf sich selbst abzutreiben, wenn ein behindertes Kind droht. Verbrauchende Embryonenforschung wird als Hoffnung für Kranke und Behinderte gutgeredet. So als könnte ein querschnittsgelähmtes Mädchen eines Tages doch noch Weltmeisterin im 100-Meterlauf werden, wenn heute nur genug Geld in die Forschung investiert wird."

Es sei "paradox bis diabolisch", dass manche Politiker sich dennoch selbst bestätigen, welche Fortschritte in den vergangenen Jahren mit sozialpolitischen Maßnahmen zur Gleichstellung Behinderter gemacht wurden. "Mit der einen Hand klopft man sich auf die soziale Schulter der Behindertenfreundlichkeit, mit der anderen Hand bastelt man munter weiter an einer schönen, neuen Gesellschaft ohne Behinderte."

Heereman drängt darauf, die Existenz von rund 6, 6 Millionen schwerbehinderten Menschen in Deutschland endlich als Chance zu begreifen. "Viele Behinderte haben einen direkten Zugang zu den wesentlichen Dingen des Lebens wie Freude, Liebe, Dankbarkeit. Wir können von ihnen lernen, was es heißt, Mensch zu sein. Viele Behinderte beeindrucken durch großes Gottvertrauen und Lebensmut."

ots-Originaltext: Malteser Hilfsdienst e.V.


Online-Service für viele Behörden ein Fremdwort

24.11.2004 - In der Kommunikation zwischen Bürger und Amt steckt noch enormes Entwicklungspotenzial. Effektiver Kontakt über Internet, E-Mail, virtuelle Beratung oder Live-Chat existieren derzeit nur selten. Zwar nutzen zwei Drittel der deutschen Behörden das Internet als Kommunikationskanal, doch gehen die Web-Auftritte meist nicht über den Status einer virtuellen Visitenkarte hinaus. Dies haben auch die Behörden-Entscheider erkannt. Vier von fünf sehen sich der Wirtschaft hier klar unterlegen. Die Folge: Rund 75 Prozent der Ämter wollen in den kommenden zwölf Monaten in den digitalen Bürgerservice investieren. Vor allem Angebote zur Online- Antragstellung und zum Informationsdownload sollen verbessert werden. Zudem planen die Behörden, Bürgerportale einzurichten. Das ist das Ergebnis der Studie eGovernment-Trend der novomind AG und der Zeitschrift „eGovernment Computing“.

Wer in Deutschland seinen neuen Wohnsitz anmelden, den Führerschein beantragen oder ein neues Auto zulassen möchte, der muss fast immer persönlich auf dem Amt vorsprechen. Obwohl 88 Prozent der Bürger die Amtsgeschäfte gerne vollständig online abwickeln würden, bieten nur ein Drittel der Behörden beispielsweise den Service der Online-Antragstellung. Und auch bei Fragen und Problemen der Bürger bleibt häufig nur der Weg zum Amt. Der Grund: Die Informationen im Web beantworten die Bürgerfragen meist nicht ausreichend. Nahezu jeder Bürger, der sich vorher zu einer Frage auf der Behördenwebsite informiert hat, kommt zur abschließenden Beantwortung persönlich aufs Amt.

Neben dem persönlichen Kontakt ist für 93 Prozent der Behörden das Telefon Kommunikationsmedium Nummer eins. Der Brief folgt mit 89 Prozent noch vor der E-Mail, die von 82 Prozent aller Ämter als Draht zum Bürger verwendet wird. Die Behörden machen es den Bürgern nicht einfach, per elektronischer Post Kontakt aufzunehmen. Nur 57 Prozent der Amtsstuben bieten ein E-Mail-Kontaktformular auf ihrer Homepage an. Schafft es der Bürger dennoch, eine E-Mail an die staatliche Dienststelle zu senden, muss er durchschnittlich fast zwei Tage auf eine Antwort warten. Das Problem: Die eingehenden E- Mails landen fast immer an zentralen Kontaktstellen, von wo aus sie manuell weitergeleitet werden. Die Folge: hohe administrative Kosten und späte Antworten an die Bürger. Deutlich weniger als die Hälfte der E-Mails landen direkt beim zuständigen Sachbearbeiter. Ein Grund dafür ist, dass die meisten Behörden noch keine E-Mail-Management- Systeme verwenden, die elektronischen Briefe automatisch verteilen. Auch intelligente Wissensdatenbanken, die häufig gestellte Fragen automatisch beantworten, setzen gegenwärtig nur ein Drittel der Ämter ein.

ots-Originaltext: novomind AG

Berufsgenossenschaften: Gesundes Grün, gesundes Büro

24.11.2004 - Wenn draußen die Natur wieder kahl und trist
wird, sind Zimmerpflanzen am Arbeitsplatz etwas besonders Schönes und Gesundes: Denn Grünpflanzen liefern nicht nur Sauerstoff und können Schadstoffe vernichten; sie wirken auch behaglich und fördern damit das psychische Wohlbefinden bei der Arbeit. Doch egal, ob ein ganzer Dschungel oder die Solitärpflanze auf der Schreibtischecke das Büro schmücken, sie alle brauchen die richtige Auswahl und Pflege. Das Berufsgenossenschaftliche Institut für Arbeitsschutz (BIA) in Sankt Augustin rät deshalb, folgende Punkte zu beachten:

- Erfragen Sie im Fachhandel, welche Pflanzen sich für den geplanten Standort eignen; denn nur eine optimal gedeihende Pflanze kann zu einem gesunden Raumklima beitragen.

- Erkundigen Sie sich, welche Pflanzen Luftschadstoffe besonders gut abbauen: Einzelne Zimmerpflanzen können geringen Belastungen durch Formaldehyd, Benzol, Kohlenmonoxid u.ä., wie sie zum Teil in Büroräumen durch Möbel, Textilien aber auch Nikotin auftreten, entgegen wirken.

- Wählen Sie vor allem in der Heizperiode großblättrige Pflanzen, wie z. B. die Zimmerlinde, um die Luftfeuchtigkeit in den Arbeitsräumen zu erhöhen: Bei 20 Grad Raumtemperatur sollte die Luftfeuchtigkeit etwa 40 Prozent betragen.

- Gießen Sie Büropflanzen möglichst vor Dienstschluss oder zum Wochenende. Durch die Wassergabe kann die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig sehr stark und für den Menschen unangenehm steigen.

- Lüften Sie morgens das Büro kurz kräftig durch, da Grünpflanzen in der Dunkelheit Sauerstoff verbrauchen und Kohlendioxid abgeben.

- Halten Sie sich genau an die Pflegehinweise: Mit übermäßigem Düngen oder Wässern verwöhnen Sie Ihre grünen Lieblinge nicht, sondern züchten Schimmelkulturen; und die können Allergien auslösen.

- Blumentöpfe sind keine Abfalleimer: Entsorgen Sie dort keine Essens- oder Getränkereste, wie Milchkaffee oder zuckerhaltige Getränke, da auch das ein Schimmelpilzwachstum begünstigen kann.

- Topfen Sie Pflanzen mit schimmelnder Blumenerde schnellstmöglich um oder entfernen Sie die obere Erdschicht.

- Informieren Sie sich im Fachhandel über das möglicherweise Allergie auslösende Potenzial Ihrer Lieblingspflanzen: So enthält der Milchsaft des beliebten Ficus benjamini Allergene, die am Staub auf den Pflanzenblättern anhaften und mit ihm in die Luft gelangen.

- Stellen Sie Ihre Pflanzen so auf, dass sie nicht zu Lichträubern oder Stolperfallen für Sie und Ihre Kollegen werden.

Quelle: Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitsschutz (BIA)


Licht lässt Babys besser schlafen

24.11.2004 - Unter Schlafmangel leidende Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs häufiger nachmittags spazieren gehen. Zu diesem Schluss kommt eine schottische Psychologin im "Journal of Sleep Research". Ihrer Untersuchung zufolge, haben gut durchschlafende Babys in den Nachmittags-stunden besonders viel Umgebungslicht abbekommen.

"Eine mögliche Erklärung für die Verbindung zwischen Licht-Exposition und Schlaf ist, dass das Licht die frühe Entwicklung der biologischen Uhr fördert", erläutert Yvonne Harrison von der Liverpool John Moores University. Die innere Uhr steuere eine Reihe von Körperfunktionen, "darunter auch die Ausschüttung von Melatonin, einem wichtigen Faktor für ausgewogene Schlafmuster".


Bild: Baby mit Sensor-Teddy
Der Sensor-Teddy
Foto: Liverpool Daily Post and Echo (LivJMU)


Harrison untersuchte das Verhalten von 56 Kindern im Alter von sechs, neun und zwölf Wochen. Jeweils drei Tage lang führten die Eltern detailliert Protokoll über die Aktivitäten, den Schlaf und das Verhalten ihrer Sprösslinge. Wie viel Licht diese ausgesetzt waren, ermittelte die Forscherin mit einem Teddybär samt daran befestigtem Helligkeitsmesser, der in Krippe bzw. Kinderwagen gelegt wurde.

Das Resultat: Jene Kinder, die nachts gut durchschliefen, waren im Vergleich mit weniger "gnädigen" Altersgenossen zwischen 12 und 16 Uhr der doppelten Lichtmenge ausgesetzt. "Schlafentzug stellt ein großes Problem für viele junge Eltern dar", so Harrison. "Diese Arbeit könnte [...] sowohl den Babys als auch ihren Eltern helfen, nachts zur Ruhe zu kommen."

Forschung: Yvonne Harrison, School of Psychology, Liverpool John Moores University

Veröffentlichung in Journal of Sleep Research, Vol. 13, Dezember 2004, pp 345-52

Quelle: Scienceticker


Die Menschen ohne Stimme verstehen

Studie an der Universität Leipzig widmet sich Befindlichkeiten von Patienten nach Kehlkopfentfernungen. Zwischenergebnisse werden auf Symposium am 1. Dezember vorgestellt.

24.11.2004 - Wenn ein Mensch an Kehlkopfkrebs erkrankt, kann die völlige Entfernung des erkrankten Organs auf chirurgischem oder strahlentherapeutischem Wege (Laryngektomie) heutzutage oftmals verhindert werden. Sobald der Tumor jedoch weit entwickelt ist, bleibt keine andere Wahl , als diesen Eingriff vorzunehmen. Was dies für den Patienten bedeutet, ermittelt derzeit eine Studie, die gegenwärtig in der Abteilung Sozialmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig läuft und deren Zwischenergebnisse auf einem Symposium am 1. Dezember vorgestellt werden.

An Kehlkopf- beziehungsweise Rachenkrebs erkranken in Deutschland jährlich rund 2.700 Männer und 440 Frauen. Das Haupterkrankungsalter liegt um das 63. Lebensjahr herum. Die Zahl der Kehlkopflosen in der Bundesrepublik wird auf 20.000 geschätzt.

Eine Kehlkopf-Entfernung bedeutet für den Betroffenen ein dramatische Veränderung seines Alltags. Die oberen Luft- und Speisewege werden durchtrennt. Die Luftröhre endet mit einem sichtbaren Loch am Hals, dem Tracheostoma. Die Atmung erfolgt nicht mehr über Mund und Nase sondern über dieses Tracheostoma, wodurch Befeuchtung, Reinigung und Anwärmung der Luft unmöglich und Erkrankungen der Atemwege häufiger sind. Der Verlust des Riechvermögens reduziert das Geschmackserleben. Die Patienten können keinen Druck im Bauchraum aufbauen und dadurch beispielsweise keine Lasten mehr heben. Und vor allem: Der Mensch verliert seine normale Stimme.

"Ein Teil der Patienten lernt, mit einer Ersatzstimme zu sprechen", erläutert die Psychologin Susanne Singer, die die Studien zum Projekt durchgeführt hat. "Möglich ist die Ösophagusstimme - die sogenannte 'Rülpsstimme' - bei der Luft in die Speiseröhre geatmet und gezielt wieder abgegeben wird. Andere nutzen elektronische Sprechhilfen, die an den Hals gehalten werden, oder eine kleine Prothesen, die der Chirurg zwischen Luft- und Speiseröhre pflanzt. Es gibt aber auch Patienten, die keine geeignete Ersatzstimme erlernen. Kaum einer der Betroffenen kann sich mit der Gebärdensprache anfreunden".

"Unsere Studie versucht zu klären, wie die psychosoziale Rehabilitation von laryngektomierten Patienten - also von Menschen nach einer Kehlkopfentfernung - verläuft", so Prof. Dr. Reinhold Schwarz, Leiter der Abteilung Sozialmedizin der medizinischen Fakultät sowie Leiter der psychosozialen Beratungsstelle für Krebspatienten. "Wir stellen uns eine ganze Reihe von Fragen: Welche speziellen Sorgen und Nöte haben Kehlkopflose? Wie gelingt deren berufliche und familiäre Wiedereingliederung? Bewältigen sie die Anbildung einer Ersatzstimme? Wie kann man sie unterstützen?"

Um zu den entsprechenden Daten zu kommen, haben die Leipziger Wissenschaftler 211 Patienten im Umkreis von etwa 200 Kilometern in medizinischen Einrichtungen oder zu Hause besucht und Informationen zu deren Befindlichkeiten gesammelt. Unterstützt wurden sie dabei von Studienzentren in HNO- und Rehabilitationskliniken sowie von Kooperationspartnern in Forschungszentren und Verbänden. Gefördert wurde die Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Schwerpunktes Rehabilitationswissenschaften.

Bisher war über die speziellen Sorgen und Nöte der zahlenmäßig vergleichsweise kleinen Gruppe von Kehlkopflosen nur relativ wenig bekannt, weshalb die Leipziger Sozialmediziner größtenteils Neuland betraten. "So ist bisher unzureichend beantwortet, warum einige schon Tage nach der Operation wieder sprechen lernen, andere es aber auch nach einem Jahr nicht bewältigt haben", erläutert Susanne Singer. "Der Anteil der psychisch Erkrankten unter den Kehlkopflosen liegt, so ergaben es unsere Studien, bei rund einem Viertel. Aber welche Umstände tragen besonders dazu bei, dass diese Patienten psychisch leiden? Ist es die eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit, der häufige Verlust des Berufes oder etwas ganz anderes?" Die Konferenz soll Ärzten und Logopäden ein umfassendes Bild von den Problemen der laryngektomierten Patienten geben. Angestrebt wird es, im Fortgang der Studie die Angehörigen enger in die Untersuchungen einzubinden und spezielle psychotherapeutische Methoden zu entwickeln, die gezielt diesem Patientenkreis zu mehr Lebensqualität verhelfen.

Nach Abschluss der Studie im Frühsommer 2005 sollen deren Ergebnisse auch Betroffenen und interessierten Laien vorgestellt werden. Den Rahmen für diese Veranstaltung bietet die psychosoziale Beratungsstelle für Tumorpatienten und Angehörige der Universität Leipzig. Diese Beratungsstelle befindet sich in der Leipziger Riemannstraße 32 und hat werktags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. (Tel.: 0341/97 15407)

Quelle: Marlis Heinz / Universität Leipzig


Hüppe: Regierung hat wenig Wissen über Probleme bei beruflicher Eingliederung behinderter Menschen

17.11.04 - Zur Antwort auf die Kleine Anfrage der CDU/CSU zur beruflichen Ersteingliederung und Wiedereingliederung gesundheitlich beeinträchtigter und behinderter Menschen erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:

Die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der CDU/CSU-Fraktion nach der Zukunft der beruflichen Eingliederung behinderter Menschen lässt zwar den guten Willen der Bundesregierung erkennen, vor allem aber Informationsdefizite und erhebliche Mängel in der Umsetzung.

Die Anzahl der für den Rehabilitationsbereich zuständigen Mitarbeiter in der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich im Vergleich zum Jahr 2003 mehr als halbiert. Dies trifft sowohl auf die Regionaldirektionen als auch auf die Zentrale der BA zu. Zudem ist nicht bekannt, wie viele Planstellen in der Zentrale der BA auf den Bereich Rehabilitation entfallen. Wie bei einer solch desolaten Personalplanung sichergestellt werden soll, dass behinderte Menschen weiterhin adäquate Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung erhalten, bleibt schleierhaft. Denn der Bereich der Rehabilitation ist ein Spezialgebiet, das nicht ohne weiteres von anderen Bereichen mit bearbeitet werden kann.

Weiterhin wird nicht klar, wie das Bundesgesundheitsministerium durch die Fachaufsicht über die BA darauf hinwirkt, dass die Ansprüche behinderter Menschen adäquat berücksichtigt werden. Die in der Anfrage angesprochenen Probleme der regional unterschiedlichen Bewilligungspraxis bei Eingliederungsmaßnahmen und die Problematik, dass vielerorts die Rechtsansprüche Behinderter auf berufliche Rehabilitation nur noch zögernd erfüllt werden, sind dem Ministerium nicht bekannt. Es geht vielmehr davon aus, dass die Agenturen für Arbeit ihre Aufgaben sachgerecht erfüllen, ohne dies überzeugend untermauern zu können.

Fraglich bleibt auch, wie die Bedürfnisse stark lernbehinderter Jugendlicher im Fachkonzept für Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen zukünftig berücksichtigt werden sollen. Es bleibt zu befürchten, dass diese besonders betroffenen Jugendlichen durch das Raster der vorgeschalteten Eignungsanalyse fallen und so perspektivlos bleiben. Die Bundesregierung kann auf diese Frage keine überzeugende Antwort geben.

Bedenklich stimmt, dass die Anzahl der bewilligten Maßnahmen, die zu einem qualifizierten Abschluss führen, bei allen Trägern seit 2002 rückläufig waren. Bei der derzeitigen Arbeitsmarktlage ist es gerade wichtig, benachteiligten Menschen eine hochwertige Ausbildung zu ermöglichen, damit sie im Konkurrenzkampf um Arbeitsstellen möglichst gute Startvoraussetzungen haben.

Zu den Integrationserfolgen behinderter Menschen nach Rehabilitationsmaßnahmen verfügt die BA über keine empirisch gesicherten Daten. Wie soll aber ohne solche Informationen die Effektivität und Sinnhaftigkeit von Maßnahmen beurteilt werden? Die Bundesregierung betont selber, dass ein wirtschaftlicher und sparsamer Umgang mit den vorhandenen Mitteln betrieben werden muss. Nachhaltig wirtschaftlich kann aber nur die Förderung von Maßnahmen sein, die in höchstmöglichem Maße zur Vermittlung auf den Arbeitsmarkt führen.

Eine engagierte Arbeitsmarktpolitik für Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung und Behinderung muss sich mit den Realitäten auseinandersetzen, mit denen die Menschen konfrontiert sind. Das Engagement darf sich nicht in der Durchführung von Kampagnen erschöpfen. Das Programm „50.000 Jobs für Schwerbehinderte“, das von 2000 bis Ende 2002 lief, war ein gigantisches Strohfeuer, das keine nachhaltigen Erfolge verzeichnen konnte.

Die Antwort der Bundesregierung im Volltext wird auf Nachfrage gerne zur Verfügung gestellt.

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5. Deutscher Lebertag 20.11.04: Erkrankung bleibt oft unbemerkt

17.11.04 - Am 20. November 2004 findet unter der Schirmherrschaft von Professor Rita Süssmuth der fünfte Deutsche Lebertag statt. Bundesweit bieten Kliniken und Selbsthilfegruppen Informationsveranstaltungen an. In München lädt das Universitätsklinikum rechts der Isar unter dem Motto "Erhöhte Leberwerte - was nun?" Interessierte und Betroffene zu Expertenvorträgen und Podiumsdiskussionen ein (20.11.04, 10.00-13.00 Uhr, Ismaninger Str. 22, Hörsaal A).

Hintergrundinformation

Leberzirrhose: unbemerkt und schleichend

Über 3,5 Millionen Menschen in Deutschland sind leberkrank. Die meisten wissen nichts von ihrer Erkrankung, denn zu unspezifisch kommen die ersten Warnzeichen daher: Müdigkeit, Übelkeit, Blähungen, Gliederschmerzen, Nasenbluten. Wer denkt dabei an eine schleichende Leberzirrhose oder eine Hepatitisinfektion?
Die Ursachen für eine Lebererkrankung sind vielfältig. Nur in der Hälfte der Fälle spielt dabei Alkohol eine Rolle. Weitere Gründe sind chronische Virusinfektionen, Übergewicht sowie Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten. Die meisten Lebererkrankungen verlaufen chronisch. Je länger die oft unbemerkte Krankheit andauert, umso größer die Gefahr einer Leberzirrhose. Sie entsteht, wenn Leberzellen sterben und daraus knotiges Bindegewebe entsteht. Die Leber schrumpft und ist in ihrer Funktion irreparabel geschädigt. Die letzte Überlebenschance für Patienten mit einer fortgeschrittenen Leberzirrhose ist die Lebertransplantation.

Neue Medikamente halten Viren in Schach

Auslöser für eine Leberzirrhose können - außer Alkohol - Infektionen mit Hepatitis-Viren sein. Etwa 500.000 Menschen in Deutschland sind mit dem Hepatitis C Virus und etwa ebenso viele mit dem Hepatitis B Virus infiziert. Die Dunkelziffer liegt weit darüber. Wird die Infektion frühzeitig erkannt, können die Ärzte eine Leberzirrhose verhindern. Im Gegensatz zur Hepatitis C existiert für die Hepatitis B eine wirksame Schutzimpfung. Auch steht für die Behandlung der Hepatitis B eine zunehmende Anzahl von Medikamenten zur Verfügung. So lässt sich das Virus über mehrere Jahre ohne größere Bildung von Resistenzen in Schach halten - kostbare Lebenszeit für den Patienten mit einer aktiven Hepatitis B. Trotzdem gilt: Eine Heilung ist nur bei den wenigsten Patienten mit Hepatitis B möglich.

Gute Heilungschancen für Hepatitis C

Anders verhält es sich bei der Hepatitis C. Hier können bei rechtzeitiger Behandlung im akuten Stadium nahezu alle Patienten und im chronischen Stadium über 60% der Patienten geheilt werden. Je individueller die antivirale Therapie an den Patienten angepasst werden kann, umso besser wirkt sie und umso geringer fallen die Nebenwirkungen aus. Voraussetzung für einen Behandlungserfolg ist der frühe Nachweis einer Infektion. Eine Test auf Hepatitis B oder C führt jeder Hausarzt durch. Liegt tatsächlich eine Infektion vor, sollte der Gang zum Leberspezialisten folgen.

Falls Sie Interesse an der Veranstaltung zum 5. Deutschen Lebertag im Klinikum rechts der Isar haben oder sich für ein Interview mit einem Experten interessieren, wenden Sie sich bitte an die Pressestelle des Klinikums.

Weitere Informationen: http://www.lebertag.org - weitere Informationen zum fünften Deutschen Lebertag

Merkel appelliert an Seehofer und schließt Ministeramt für CSU-Vize nicht aus
CDU-Vorsitzende nennt Gesundheits-kompromiss eine "Jahrhundertreform

17.11.04 - Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat an den CSU-Gesundheitspolitiker Horst Seehofer appelliert, das zwischen den Unionsparteien ausgehandelte Kompromissmodell zur Reform der Krankenversicherung mitzutragen. "Ich wünsche mir und erwarte auch, dass der stellvertretende CSU-Vorsitzende diese Vereinbarung zwischen CDU und CSU vertritt", sagte Merkel in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern. Zugleich schloss sie nicht aus, dass der Politiker ein Ministeramt in einer von ihr geführten Bundesregierung erhält. "Das fällt in die Entscheidungshoheit der CSU."

Den Gesundheitskompromiss verteidigte die CDU-Vorsitzende als "Jahrhundertreform". "Ich wollte den Umstieg in das Prämienmodell. Das genau ist eine Jahrhundertreform", sagte sie. Es sei zwar ein Kompromiss, "aber einer, der die Weichen unumkehrbar in die  richtige Richtung stellt". Die Union präsentiere sich mit dem Gesundheitsmodell und der geplanten Steuerreform als klare Alternative zu Rot-Grün. Ihr Anspruch sei, die notwendigen Veränderungen in Deutschland in Angriff zu nehmen und dafür Mehrheiten zu finden. Sie fügte hinzu: "Wenn man die schon in den Parteien nicht finden würde, die gemeinsam in den Wahlkampf ziehen müssen, könnte man sich zwar als so genannte Radikalreformerin fröhlich in der Ecke sonnen und sagen, dass man eine gute Theorie entwickelt habe, aber leider gescheitert sei." Sie habe es schon mehrfach erlebt, dass Entscheidungen im ersten Moment kritisiert worden seien, sagte Frau Merkel und erinnerte an die Nominierung Horst Köhlers für das Amt des Bundespräsidenten.  "Bei ruhiger Betrachtung haben sich diese Entscheidungen dann immer als gut erwiesen."

Auf die Frage, ob CDU und CSU nicht besser getrennt marschieren sollten, antwortete Frau Merkel: "Wir haben nur gemeinsam Erfolg, nur unsere Gegner wünschen sich uns getrennt."  Sie fügte hinzu: "Es gibt natürlich immer wieder Phasen, in denen dieser oder jener die Frage stellt: Wie kommen wir aus der Mühsal des Kompromisses heraus? Aber es ist klar: Die Mehrheitsfähigkeit der Union und damit auch des bürgerlichen Lagers unter Einschluss der FDP hängt davon ab, dass wir uns dieser Mühsal unterziehen, weil wir nur so eine Bandbreite erreichen, die uns die strukturelle Mehrheitsfähigkeit sichert." Geschlossenheit sei ein "Wert an sich", wenn man neue Konzepte voranbringen wolle. Zu Irritationen an der Parteibasis sagte die CDU-Vorsitzende: Wir sind Volkspartei, und nicht für jedermann ist die Gesundheitsprämie die Ausgeburt des Schönen. Sie ist etwas Neues, etwas rational Verständliches, aber eben auch Neuland und ein Umbruch." Dafür sei ihr die Parteibasis in bemerkenswerter Weise gefolgt. "Dass jetzt nicht die Stunde der allerherzlichsten Freudenfeiern über den Zustand der ganzen Partei ist, versteht sich von selbst."

Quelle:   stern-Nachrichtenredaktion

Wenn's eng wird in der Lunge: World COPD Day am 17. November informiert Öffentlichkeit über chronisch obstruktive Bronchitis

Wenn's eng wird in der Lunge ... ... oder wie ein Maulwurfshügel im Alltag zum Mount Everest wird!

COPD raubt immer mehr Menschen die Luft zum Atmen / Studie offenbart Handlungsbedarf: Falsche oder gar keine Behandlung bei über der Hälfte aller Patienten / Weltweiter Aufklärungstag am 17.11.2004 informiert die Öffentlichkeit

Ähnlich wie eine Dauerbaustelle im Straßenverkehr führt die dauerhafte Verengung der Bronchien bei COPD  zum Luftstau in der Lunge. Allerdings stauen sich hier keine Autos, sondern Luft: Aufgrund der chronisch verengten Bronchien bleibt eingeatmete Luft in der Lunge gefangen und verhindert bei jedem Atemzug die Zufuhr frischer, sauerstoffreicher Luft. Betroffen sind vor allem Raucher und Ex-Raucher. Bei frühzeitiger Erkennung und Behandlung kann die Krankheit gut in den Griff bekommen und Lebensqualität erhalten werden. Eine Studie der European Respiratory Society (ERS) kommt allerdings zu einem alarmierenden Ergebnis: Patienten, die an COPD leiden, werden extrem häufig falsch oder überhaupt nicht behandelt. Der diesjährige World COPD Day warnt deshalb eindringlich, COPD nicht zu ignorieren.

COPD zeigt meist erst nach vielen Jahren des Tabakkonsums und erster AHA-Symptome (Auswurf, Husten, Atemnot) ihr wahres Gesicht: Aufgrund der chronisch verengten Bronchien bleibt eingeatmete Luft in der Lunge gefangen, sie kann nicht mehr vollständig ausgeatmet werden. Die in der Lunge befindliche "Restluft" verhindert bei jedem Atemzug die Zufuhr frischer, sauerstoffreicher Luft. Mediziner sprechen von einem "Luftstau". Das Resultat: Dem Körper fehlt Sauerstoff und damit Energie für körperliche Anstrengung. Lunge und Körper machen schlapp.


Alltägliche Qual

Aufgrund des Luftstaus in der Lunge leiden COPD-Patienten vor allem unter Atemnot und abnehmender körperlicher Belastbarkeit. Bereits kurze Gehstrecken stellen für sie enorme Anstrengungen dar, Treppen türmen sich auf einmal zu unüberwindbaren Hindernissen auf. Nicht selten ziehen sich die Betroffenen daraufhin aus ihrem Umfeld zurück und meiden bewusst jegliche Form der körperlichen Betätigung. Dies führt zu einer zusätzlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes - ein Teufelskreis.


Früherkennung und frühe Therapie helfen

Entscheidenden Einfluss auf Krankheitsverlauf und Prognose haben jedoch frühe Erkennung und Behandlung: Bei frühzeitiger Diagnose durch einen einfachen Lungenfunktionstest können moderne Medikamente und therapiebegleitende Maßnahmen den Krankheitsverlauf deutlich positiv beeinflussen. Für die medikamentöse COPD-Behandlung stehen unter anderem auch lang wirksame Anticholinergika zur Verfügung. Patienten müssen dabei nur einmal täglich einen modernen Wirkstoff inhalieren, der den Luftstau in der Lunge reduziert. Durch die nachlassende Atemnot ist es den Patienten möglich, ein fast normales Leben zu führen. Zudem helfen gezielte Lungensportmaßnahmen, weiterhin körperlich aktiv zu bleiben - trotz COPD.


Weltweiter Aufklärungstag

Unter dem Motto "Don't ignore COPD!" findet am 17. November 2004 der diesjährige World COPD Day statt. Initiiert von der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Diseases (GOLD) ist das übergeordnete Ziel des weltweiten Aufklärungstages, die Kenntnisse rund um COPD zu erhöhen und sowohl bei Ärzten und Gesundheitsorganisationen als auch bei der breiten Bevölkerung das Bewusstsein für diese Lungenerkrankung zu schärfen.

Informationsmaterial über COPD sowie ein Selbsttest zur Überprüfung des eigenen COPD-Risikos können kostenlos angefordert werden beim:
COPD-Kompetenz-Forum, Kennwort: Luftstau, Postfach, 60196 Frankfurt. Im Internet erfahren Sie alles Wissenswerte über Ursachen und Behandlung der COPD auf www.copd-kompetenz-forum.de.

Informationen zum World COPD Day und zu GOLD erfahren Sie auf www.goldcopd.com.

Quelle: COPD Kompetenz Forum   


Akupunktur hilft

Bonn (ots) - Nach Zeitungsberichten hilft Akupunktur. Es soll aber egal sein, wohin man sticht. Nach einer Studie wirkt "echte
Akupunktur" bei etwa der Hälfte der Patienten. Bei einer sogenannten "Scheinakupunktur" sollen nur wenige Kranke geringere Hilfe erfahren.
Unter 30 % liege aber die Erfolgsquote der schulmedizinisch behandelten Schmerzpatienten. Fazit: Gleichgültig, wie Akupunktur angewandt wird, sie hilft deutlich besser als Schulmedizin, es soll jedoch egal sein, ob sie nach den "Regeln der Kunst" erfolgt oder nicht. Dies zu glauben fällt schwer.

Eine "schlampige Arbeitsweise" hat bisher noch bei keiner Arbeit oder auch Therapiemethode zum gleichen Ergebnis geführt, wie eine ordnungsgemäße Ausführung nach allgemein anerkannten Regeln, meint der Präsident des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker e.V., Peter A. Zizmann.

Es stellt sich z. B. die Frage: Warum hat die Akupunktur nur bei der Hälfte der Patienten gewirkt? Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei
einer Therapie nach den allgemein anerkannten Regeln eine höhere Erfolgsquote erwartet werden kann. Dann aber kämen die Unterschiede
deutlicher zum Vorschein. Es ist schön, dass Akupunktur hilft. Heilpraktiker und ihre Patienten wissen dies seit langem.

Jahrzehntelang haben sie damit ihren Patienten geholfen. Allerdings nach den in langen Zeiträumen entwickelten Regeln. Unser
Erfolg ist erfahrungsgemäß so gut, dass wir auch weiterhin nach den Regeln arbeiten und damit weit mehr kranken Menschen helfen können,
als mit einer wie auch immer gearteten Larifari-Akupunktur, meint Zizmann. Mit Erfahrung und Können haben Heilpraktiker die Akupunktur
in unserem Land bekannt gemacht und zur Anerkennung geführt, zum Wohl und Nutzen ihrer Patienten. Es gibt deshalb für den Heilpraktiker
keinen Grund, von den allgemein anerkannten Regeln abzuweichen.


Quelle: Fachverband Deutscher Heilpraktiker e.V.


Neue Broschüre mit Tipps und Infos rund ums Thema Regelschmerzen
Damit Schmerzen nicht zur Regel werden

10.11.2004 - Für manche ist sie einfach nur "lästig", anderen macht sie Monat für Monat das Leben zur Qual: die Regelblutung. Vor allem junge Mädchen leiden während ihrer Tage häufig unter krampfartigen Bauchschmerzen oder starkem Kopfweh. Das normale Teenieleben ist dann komplett lahm gelegt: Statt Disko oder Inline-Skaten sind Bettdecke und Wärmflasche angesagt! Schmerzen während der Periode sind auch der Hauptgrund, warum Mädchen das erste Mal zur Frauenärztin oder zum Frauenarzt gehen. Diese sind auch die richtigen Ansprechpartner, denn nur ein Spezialist kann herausfinden, was die Ursachen sind und "kleine Tricks mit großer Wirkung" und gegebenenfalls Medikamente empfehlen.

Bei vielen Mädchen kann zum Beispiel die Pille helfen: Sie kann die weiblichen Hormone wieder ins Gleichgewicht bringen und dafür sorgen, dass die Regelschmerzen schwächer werden oder sogar ganz verschwinden. Mikropillen mit dem Wirkstoff CMA (Chlormadinonacetat) haben sich hier bewährt. Mehr dazu und viele nützliche Tipps und Informationen zum Thema Regelschmerzen gibt es jetzt in der Broschüre "Regelschmerzen - was kann ich dagegen tun?". Sie liegt bei den meisten Frauenärzten zum Mitnehmen aus.


Quelle: Grünenthal GmbH
Vor allem junge Mädchen leiden während ihrer Tage häufig unter krampfartigen Bauchschmerzen oder starkem Kopfweh. Hier haben sich zum Beispiel Mikropillen mit dem Wirkstoff CMA (Chlormadinonacetat) bewährt: Sie können die weiblichen Hormone wieder ins Gleichgewicht bringen und dafür sorgen, dass die Regelschmerzen schwächer werden oder sogar ganz verschwinden - für einen unbeschwerten Teeniealltag!

Einmal im Monat herrscht für viele Mädchen und junge Frauen Ausnahmezustand: Sie haben ihre Tage! Nicht nur, dass die Brüste in dieser Zeit besonders empfindlich sind und die Laune oft mies ist. Vor allem junge Mädchen leiden zudem unter starken Kopfschmerzen und Unterleibskrämpfen - manchmal sogar so schlimm, dass sie nicht einmal in die Schule oder zur Arbeit gehen können. Aber was passiert in dieser Zeit im Körper? Wie kommt es zu den regelmäßigen Blutungen? Wieso ist die Regel oft mit starken Schmerzen verbunden? Und vor allem: Was können betroffene Mädchen und Frauen dagegen tun?

Regelschmerzen sind etwas ganz Normales und einer der Hauptgründe, warum junge Mädchen das erste Mal zum Frauenarzt gehen. Wichtig ist: Regelschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern unbedingt von einer Frauenärztin oder einem Frauenarzt abklären lassen! Denn nur sie sind die Spezialisten und können herausfinden, was die Ursachen sind und welche Behandlung sinnvoll ist.

Viele nützliche Tipps und ausführliche Informationen rund ums Thema Regelschmerzen finden junge Mädchen und Frauen auch in der Broschüre "Regelschmerzen - was kann ich dagegen tun?". Sie liegt bei den meisten Frauenärzten zum Mitnehmen aus. Auch auf der Internetseite www.laralove.de gibt es Tipps und Ratschläge, was gegen Regelschmerzen helfen kann.

Fit kann man in der Regel immer sein!

Bei den meisten Mädchen und Frauen ist ein Ungleichgewicht der weiblichen Hormone für die Regelbeschwerden verantwortlich. Dadurch bilden sich verstärkt Botenstoffe, die Schmerzen und Krämpfe auslösen. In vielen Fällen können rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke die Beschwerden lindern. Oft nützen aber schon kleine Tricks wie zum Beispiel pflanzliche Tees und Tropfen, eine Wärmflasche, Akupressur oder einfach nur mal die Seele baumeln lassen  - denn auch Stress oder Probleme bringen die Hormone zum Teil mächtig durcheinander! Aber: Auch die Pille kann helfen, da sie die Hormone wieder ins Gleichgewicht bringen und dafür sorgen kann, dass es zu einer regelmäßigen Blutung ohne Schmerzen kommt.

Pille ist nicht gleich Pille

Es kommt aber durchaus vor, dass junge Mädchen und Frauen trotz Pille weiterhin unter Regelschmerzen leiden. Für sie kann es hilfreich sein, zum Beispiel auf eine Mikropille mit dem Wirkstoff CMA (Chlormadinonacetat ) zu wechseln. So hat eine große Untersuchung mit über 16.000 Pillenanwenderinnen gezeigt: Bei über 90 Prozent der Frauen, die unter anderen Pillen noch Regelbeschwerden hatten, verbesserten sich die Schmerzen bzw. verschwanden sogar ganz, wenn sie auf eine CMA-haltige Mikropille umgestellt wurden.

Weiteres Plus der CMA-haltigen Mikropille: Weniger Kopfschmerzen während der Regel, wie die jungen Mädchen und Frauen in der Studie berichteten! Eines zeigen die Erfahrungen also ganz deutlich: Eine moderne Pille muss heute einfach mehr bieten als nur Verhütung! Neben der sicheren Verhütung sind weniger Schmerzen, regelmäßige Blutung und ein positiver Effekt auf Haut und Haare für die meisten jungen Mädchen und Frauen die wichtigsten Zusatznutzen der CMA-haltigen Mikropillen.

Quelle: Grünenthal GmbH


Statistisches Bundesamt: 43% der Sozialhilfeausgaben für Eingliederung behinderter Menschen

03.11.2004 - Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen ist die finanziell bedeutendste Hilfeart der Sozialhilfe. Im Jahr 2003 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes brutto insgesamt 10,9 Mrd. Euro für Leistungen zur Eingliederung behinderter Menschen nach dem Bundessozialhilfegesetz aufgewendet. Nach Abzug der Einnahmen der Sozialhilfeträger – vornehmlich Rückflüsse von anderen Sozialleistungsträgern – betrugen die Nettoausgaben im Jahr 2003 für diese Hilfeart 9,6 Mrd. Euro. Dies sind 43% der Sozialhilfeausgaben
insgesamt. Im Vergleich dazu machten die Ausgaben (netto) für die Hilfe zum Lebensunterhalt (sog. „Sozialhilfe im engeren Sinne“) mit insgesamt 8,7 Mrd. Euro lediglich 39% der Sozialhilfeausgaben aus.

Seit Einführung des Bundessozialhilfegesetzes im Jahre 1962 sind die Ausgaben der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen
kontinuierlich gestiegen. In den vergangenen 10 Jahren haben sich die Ausgaben für diese Hilfeart nahezu verdoppelt: So betrugen die Bruttoausgaben im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen im Jahr 1993 noch 5,7 Mrd. Euro.

Die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen umfasst medizinische, pädagogisch-schulische, berufliche und soziale Rehabilitationsmaßnahmen für behinderte und von Behinderung bedrohter
Menschen. Diese Leistungen werden von der Sozialhilfe erbracht, wenn kein anderer Rehabilitationsträger zur Leistung verpflichtet ist.
Hierzu zählen beispielsweise heilpädagogische Maßnahmen für Kinder sowie Leistungen in Werkstätten für behinderte Menschen.


Quelle: Statistisches Bundesamt


Haarverlust ist kein Zufall

27.10.04 - Fülliges und gesundes Haar ist ein Symbol für Weiblichkeit, Jugend und Schönheit. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland knapp drei Millionen Euro für Haarpflegemittel ausgegeben. Doch es gibt auch Frauen, denen schleichend oder ganz plötzlich die Haare ausfallen. Und das ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern eine große seelische Belastung. Katharina Sonnenwald ist Naturforscherin und hat sich jahrelang mit dem Haarausfall bei Frauen
beschäftigt.

 "Haarverlust ist kein Zufall, sondern die Auswirkung verschiedener Ursachen", sagt Katharina Sonnenwald. Bislang wurde Haarausfall auf Vererbung, hormonelles Ungleichgewicht oder Krankheiten zurückgeführt. Doch Katharina Sonnenwald hat herausgefunden, dass die Gründe unter anderem im Mineralhaushalt des Körpers liegen: "Haarausfall und Haarverlust sind auf einen ausgelaugten Haarboden zurückzuführen. Stress und Ärger, falsche Ernährung, Genussmittel und Medikamente bilden im Körper große Säuremengen. Um diese zu neutralisieren, zieht der Körper basische Mineralstoffe aus den Körperdepots - und eines dieser Depots ist neben Knochen und Zähnen auch der Haarboden." Wie in der Natur wächst dann auf diesem nährstoffarmen Boden viel weniger, als auf einem gut "gedüngten" Boden. Wenn die Haare ausfallen, braucht deshalb der ganze Körper Hilfe. Und die liegt in Kräuter-Mischungen aus biologisch angebauten Substanzen.

In jahrelanger Forschung und nach etlichen Versuchen hat Katharina Sonnenwald eine Heilkräutermischung mit hoher Vitalstoffdichte entwickelt, die im Körper säureausgleichend soll. Direkt auf die Kopfhaut kommt ein Serum aus Bioalkohol mit ätherischen Ölen, um die Kopfhaut zu harmonisieren und zu aktivieren.

Die Produkte haben das Bio-Siegel des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, denn alle verwendeten Rohstoffe stammen aus kontrolliertem Bioanbau - nach Möglichkeit von heimischen Landwirten.

ots Originaltext: Yaspis Laboratorium


Häufiges Aufstoßen nicht durch Luftschlucken

27.10.2004 - Extrem häufiges Aufstoßen wird auf mit der Nahrung geschluckte Luft oder einen Reflux zurückgeführt. Niederländische und belgische Mediziner haben nun eine andere Erklärung gefunden. Ihren Messungen zufolge kommen die häufigen "Bäuerchen" nicht aus dem Magen und scheinen eher eine schlechte Angewohnheit denn ein Zeichen für körperliche Probleme darzustellen.

Mit jedem Happen Nahrung und jedem Schluck gelangt auch etwas Luft in den Magen, sodass einige Aufstoßer nach dem Essen vollkommen normal sind. Ganz anders dagegen die Patienten, die an der Studie von Albert Bredenoord vom St.-Antonius-Hospital in Nieuwegein und seinen Kollegen teilnahmen. Pro Stunde mussten sie im Schnitt 67-mal aufstoßen - ein für die Betroffenen lästiger und peinlicher Zustand.

Um die Ursachen zu ermitteln, servierten Bredenoord und Kollegen ihren 14 Patienten und 14 Kontrollpersonen eine Mahlzeit und führten dann eine Reihe von Messungen an ihnen durch. Wie sie im Fachblatt "Gut" berichten, hatte sich bei allen eine ähnliche große Luftblase im Magen angesammelt. Und auch ein Reflux von Speisebrei in die Speiseröhre schien bei den Patienten nicht häufiger zu sein. Messungen der elektrischen Aktivität in der Speiseröhre zeigten dagegen verblüffende Unterschiede.

Bei allen Teilnehmern zeigten sie einige "Magen-Aufstoßer" an - aus dem Magen kommende Luft, die durch die Speiseröhre ins Freie drängt. Allein bei den Patienten fand sich häufig noch ein zweiter Typ: Dabei wird zunächst etwas Luft aus dem Rachen in die Speiseröhre gedrückt oder gesaugt und sofort wieder ausgestoßen, ohne in den Magen gelangt zu sein. Bredenoord und Kollegen vermuten daher, "dass es sich bei übermäßigem Aufstoßen um eine Art erlerntes Verhalten handelt, dass anfangs bewusst ausgelöst wird, später jedoch unwillkürlich abläuft."

Forschung: Albert J. Bredenoord, Afdeling Gastro-enterologie, St. Antonius Ziekenhaus, Nieuwegein; und andere

Veröffentlicht in Gut, Vol. 53(11), November 2004, pp 1561-5

Quelle: Scienceticker


Jetzt zur Grippeschutzimpfung

27.10.2004 - Viele Menschen verharmlosen die Grippe als vorübergehende leichte Erkrankung. Diese Verharmlosung zeigt sich auch in der Vorsorgestatistik. Obwohl die meisten Krankenkassen die Kosten übernehmen und keine Praxisgebühr anfällt, ließen sich im letzten Jahr nur rund 25 Prozent der Bevölkerung gegen Influenza impfen.

Doch gerade hier besitzt eine besondere Vorsorge großen Wert: So kann eine Virusgrippe mit schwerwiegenden Komplikationen wie Lungenentzündung, Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung verbunden sein, die im schlimmsten Fall tödlich endet. Gefährdet sind vor allem ältere und chronisch kranke Menschen sowie Kinder und Jugendliche.

Die beste Zeit für die Grippeschutzimpfung ist von September bis November. Vorsicht ist aber auch hier geboten: Nur wer gesund ist, darf sich impfen lassen. Der Impfschutz ist nach etwa zwei Wochen voll ausgeprägt und besteht mindestens sechs Monate. Er ist jedes Jahr zu erneuern.

Neben der Grippeschutzimpfung bieten die Krankenkassen weitere kostenlose Vorsorgeleistungen. So bezahlen diese in den meisten Fällen die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Maßnahmen. Einen Impfkalender mit den Empfehlungen der STIKO finden Leser in der aktuellen Ausgabe des krankenkassenRATGEBERs. Darüber hinaus sind jene Vorsorgeuntersuchen detailliert aufgeführt, die von den Krankenkassen ohne Zusatzkosten für den Versicherten übernommen werden: von der Krebsfrüherkennung und Gesundheits-Check-ups über Zahnvorsorge-, Kinder-, Jugend- und Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen bis hin zu Schutzimpfungen.

Quelle: www.krankenkassenratgeber.de


Technology Review über den Kampf gegen das Altern Jungbrunnen in Pillenform


Quelle: Technology Review

29.09.2004 - In der Medizin setzt sich eine spektakuläre Erkenntnis durch: Altern ist kein unabwendbares Schicksal. Ernst zu nehmende Forscher glauben daran, dass es schon bald die erste Anti-Aging-Pille geben wird, schreibt das Technologiemagazin Technology Review in der aktuellen Ausgabe 10/04.

Mehrere Forschungsgruppen dies- und jenseits des Atlantiks arbeiten an einer wissenschaftlichen Revolution. Sie beginnen auf molekularer Ebene zu verstehen, welche Veränderungen Ursache für den scheinbar unausweichlichen Zerfall des Organismus sind. "Der Prozess des Alterns ist veränderbar", sagt Claudio Franceschi, einer der führenden Altersforscher in Europa. Er will die Gene finden, die Gesundheit im hohen Alter bescheren. "Der menschlichen Lebenszeit ist prinzipiell keine Grenze gesetzt", sagt gar Michael Rose, Professor an der University of California in Irvine.

Der Optimismus der Forscher beruht auf einem uralten, von der Evolution konservierten Überlebensprogramm: Bei guter Nährstoffversorgung, aber verringerter Kalorienaufnahme steigt nicht nur die durchschnittliche, sondern auch die maximal erreichbare Lebensspanne.

Das Gen SIRT1 steht dabei im Mittelpunkt der Forschung. Da es auf kleinste Veränderungen im Stoffwechsel reagiert, liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um den lang gesuchten Schalter handelt, der für das lange Leben bei knapper Nahrung verantwortlich ist. Eine Substanz zu finden, die den SIRT1-Schalter im Menschen beeinflusst, gilt als das erklärte Ziel im wissenschaftlichen Wettstreit.

Einen ersten Wirkstoff dieser Art hat David Sinclair, Forscher an der Harvard Medical School in Boston, identifiziert. Die Substanz namens Resveratol kommt vor allem in Weintrauben und Rotwein vor und wird in Pillenform auch schon im Internet angeboten. Diese Präparate enthalten aber selten wirklich das empfindliche Molekül, da es an der Luft sofort zerfällt. Sinclair und andere Forscher fahnden inzwischen nach weiteren Wirkstoffen, die den Wusch nach Lebensverlängerung erfüllen könnten. "Wenn es funktioniert, dann könnten wir die ersten Medikamente in sieben bis zehn Jahren auf den Markt bringen", sagt Sinclair. "Und sie könnten die Lebensspanne um bis zu 20 Jahre verlängern."

ots Originaltextservice: Technology Review


Schlaflos: Verhaltenstherapie effektiver als Medikamente

29.09.2004 - Wer häufig mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, sollte es mit einer Verhaltenstherapie statt mit Schlafmitteln versuchen. Zu diesem Schluss kommen amerikanische Forscher nach einem systematischen Vergleich der beiden Behandlungsmöglichkeiten. Ihrer Ansicht nach sollte beispielsweise das Erlernen von Entspannungsübungen oder das Einhalten eines festen Schlaf-Wach-Zyklus bei Schlafstörungen die Therapie der Wahl sein.

"Zur Behandlung der Schlaflosigkeit werden meist Schlaftabletten eingesetzt", so Gregg Jacobs von der Harvard University in Boston. Verglichen mit der kognitiven Verhaltenstherapie "waren die Tabletten jedoch nur mäßig effektiv und verloren an Wirkung, sobald sie nicht mehr eingenommen wurden." Laut Jacobs hat etwa ein Drittel der US-Bevölkerung regelmäßig Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen.

Der Mediziner und seine Kollegen führten nun eine Studie mit 63 Erwachsenen durch, die an chronischen Einschlafproblemen litten. Die Teilnehmer erhielten Tabletten mit dem Wirkstoff Zolpidem, eine kognitive Verhaltenstherapie bzw. beides oder aber ein Placebo. Die Auswertung von Schlafprotokollen in der Mitte des achtwöchigen Behandlungszeitraums ergab, dass die Verhaltens- und die Kombinationstherapie die Dauer bis zum Einschlafen um 44 Prozent reduzierte. Tabletten und Scheintherapie erzielten eine Reduktion um 29 bzw. 10 Prozent.

Nach dem Absetzen der Tabletten stellten sich bei den Patienten die alten Schlafprobleme wieder ein. Die Verhaltenstherapie bewirkte dagegen eine dauerhafte Besserung, berichten Jacobs und Kollegen. Die Kombination von Pharmako- und Verhaltenstherapie schien keinen zusätzlichen Nutzen zu bringen.


Forschung: Gregg D. Jacobs, Sleep Disorders Center, Beth Israel Deaconess Medical Center und Laboratory of Neurophysiology, Harvard Medical School, Boston, Massachusetts; und andere

Veröffentlicht in Archives of Internal Medicine, Vol. 164(17), 27. September 2004, pp 1888-96

Quelle: Scienceticker


Holunder hilft bei Infekten - Als Saft oder Suppe – nie roh

22.09.04 - Der Saft der Holunderbeeren hilft bei grippalen Infekten, schneller gesund zu werden. Auch als Suppe zubereitet wirkt das Mittel aus der Natur, berichtet das Apothekenmagazin "BABY und die ersten Lebensjahre". Eine Studie der Universität von Jerusalem hat den Nutzen des alten Hausmittels bestätigt. Die Forscher wissen nun auch, wie es wirkt: Eiweißstoffe aus dem Holunder fangen die Krankheitserreger ab, bevor diese die Zellen des Körpers angreifen können.

Außerdem unterstützen die Vitamine A und C die Bildung von Immunzellen. Am besten ist es, Holunder gleich bei den ersten Anzeichen einer Erkältung zu nehmen. Aber auch, wenn die Nase bereits heftig läuft, können Holunderbeeren noch helfen. Achtung: Die Beeren nie roh essen, sondern lieber als Saft oder als Suppe genießen.

Das Apothekenmagazin "BABY und die ersten Lebensjahre" 9/2004  liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Baby und die ersten Lebensjahre


Viel Selbstbestimmung - wenig Stress - „Stress entsteht im Kopf“

22.09.04 - Je selbstbestimmter ein Mensch lebt, je mehr Kontrolle er über sein Leben, seine Entscheidungen und seine Arbeit besitzt, desto weniger anfällig ist er für Stress, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Dies wurde in einer Studie mit mehr als 10.000 britischen Staatsangestellten belegt. „Stress entseht im Kopf“, sagt auch Dr. Andreas Hillert von der Klinik Roseneck in Prien, wo Behandlungsstrategien gegen Überforderungs-folgen im beruflichen und sozialen Umfeld entwickelt und umgesetzt werden.

Wer Stress als die Ursache hinter seinen Leiden vermuten muss, sollte sich bemühen, die Kontrolle über sein Leben (zurück) zu gewinnen. Stress macht nicht nur müde, erschöpft und depressiv, sondern verursacht auch zahlreiche körperliche Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-Probleme und Erkrankungen des Nervensystem.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2004 B liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


HIV-Infektion schädigt Nervenendigungen

22.09.04 - Bei etwa jedem fünften HIV-Infizierten kommt es zur Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit. Amerikanische Forscher glauben nun, einen Schlüsselmechanismus bei dieser "HIV-Demenz" gefunden zu haben. Als Folge der Infektion scheinen jene Nerven geschädigt zu werden, die ihre Signale mit Hilfe des Botenstoffs Dopamin übermitteln.

"Unsere Resultate liefern die ersten Belege für eine Schädigung dopaminerger Nervenendigungen", so Gene-Jack Wang vom Brookhaven National Laboratory in Upton, New York. Der Forscher und seine Kollegen hoffen, dass damit eine effektivere Behandlung der HIV-Demenz möglich wird. Ihre Resultate präsentieren sie im Fachblatt "Brain".

Mit Hilfe der Positronen-Emissionstomographie untersuchten Wang und Kollegen 15 HIV-positive Personen, von denen einige Zeichen einer Demenz aufwiesen, und 13 HIV-negative. Dazu verabreichten sie ihnen mit radioaktivem Kohlenstoff-11 markiertes Kokain bzw. Raclopride. Die Moleküle binden an Dopaminrezeptoren, mit denen Nervenzellen Dopamin-Signale ihrer Nachbarn empfangen, bzw. an Dopamintransporter, mit denen die sendenden Nervenzellen den Botenstoff wieder aufnehmen.

Bei den Dopaminrezeptoren fanden die Forscher kaum Unterschiede. Dagegen wiesen HIV-Positive mit Demenz deutlich weniger Dopamintransporter auf als jene ohne Demenz oder HIV-Negative. Der Unterschied war umso ausgeprägter, je höher die Viruslast war, und zeigte sich vor allem in Gehirnregionen, in denen es auch bei Parkinsonpatienten zum Verlust Dopamin produzierender Nervenzellen kommt. Entsprechende Medikamente könnten vielleicht auch Patienten mit HIV-Demenz helfen, so Wang. Frühere Studien hätten allerdings gezeigt, dass diese Wirkstoffe die durch HIV ausgelöste Nervenschädigung noch verstärkten. Möglicherweise könnte dieser Effekt durch Gabe von Antioxidantien unterdrückt werden.

Quelle: scienceticker


Wetterwechsel machen krank - Herz schmerzt, Blutzucker schwankt, Rheuma wird schlimmer

15.09.04 - Mit dem Wechsel von schlechtem Wetter zu Sonnenschein und umgekehrt sind häufig sehr typische Gesundheitsprobleme verbunden. Steigt das Barometer, drohen Herzkranken Beschwerden, fällt es, leiden Rheumapatienten. Selbst der Blutzucker steigt oder fällt messbar. Das bestätigt der Experte für Biowetter-Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes Klaus Bucher im Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber". Wechsel zu gutem Wetter löse erfahrungsgemäß häufiger spastische Beschwerden aus, beispielsweise Koliken oder Angina-pectoris-Anfälle (krampfartige Verengung der Herzkranzgefäße). Umgekehrte Wetteränderungen können dagegen bei Menschen mit niedrigem Blutdruck Kopfschmerzen und Migräne verursachen. „Auch entzündliche Krankheiten wie beispielsweise Rheuma, verursachen dann häufiger Beschwerden“, weiß der Biowetter-Experte. Selbst der Blutzucker kann je nach Wechseltendenz schwanken: Fällt das Barometer, neigt er zum Anstieg, kommt gutes Wetter, sinkt der Blutzucker eher.

Das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" 9/2004 liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Diabetiker Ratgeber


Magenbeschwerden: Steckt mehr dahinter?
Jetzt kann jeder selbst testen, ob eine Krankheit im Anzug ist

Seeheim-Jugenheim (ots) – 15.09.04 -Schon zum dritten Mal kauft Thomas Meier in der Apotheke Tabletten gegen seine Magenbeschwerden. Immer wieder plagen ihn nach dem Essen oder einem Glas Wein stechende Schmerzen. Beim Arzt war er noch nicht: Es wird schon nicht so schlimm sein. Doch sein Apotheker ist unsicher. Er rät Meier zu einem neuen, unkomplizierten Test, den er rasch selbst machen kann - eine Art Gesundheitsbarometer, das frühzeitig anzeigt, ob eine ernstzunehmende Erkrankung im Anzug ist.

Dieser einfache Bluttest sucht nach dem Bakterium Helicobacter pylori. Denn das Bakterium ist häufig die Ursache ernster Magenerkrankungen. Es siedelt sich in der Schleimhaut des Magens an und produziert dort Ammoniak, um die Magensäure zu neutralisieren.

Die Folgen können Magengeschwüre, Gastritis und
Zwölffingerdarmgeschwüre sein. Außerdem deutet vieles darauf hin, dass Helicobacter pylori das Magenkrebs-Risiko verstärkt.

Immerhin sind weltweit etwa die Hälfte aller Menschen mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert. In Deutschland schätzen Experten die Anzahl der Infizierten auf knapp 35 Prozent, teilt die Informationsstelle "Vitest-Gesundheitsbarometer" mit. Wie man sich anstecken kann, ist noch nicht eindeutig geklärt. Häufig scheinen jedoch Mütter ihre Kinder schon in früher Kindheit zu infizieren. Spätere Übertragungen von Helicobacter pylori sind seltener.

Ein Hinweis auf das Bakterium können Mundgeruch, Blähungen, Völlegefühl, Übelkeit, Unwohlsein, Brechreiz, Speisenun-verträglichkeiten, Schmerzen im Oberbauch und Stuhlunregelmäßigkeiten sein.

Zuverlässiger als diese Anzeichen ist der Schnelltest: Er kann mühelos zuhause oder in der Apotheke durchgeführt werden. Das Ergebnis liegt nach 15 Minuten vor. Ein solcher Test erspart dem Patienten nicht nur den Gang zum Arzt und lange Wartezeiten, sondern oft auch die Praxisgebühr von zehn Euro. An der Fingerkuppe wird mit einer Stichlanzette Blut abgenommen und mit einer Pipette in die Öffnung der Testkassette gegeben. Hinzu kommt ein Tropfen einer so genannten Pufferlösung. Ein positives Ergebnis bedeutet, dass Antikörper gegen Helicobacter pylori vorhanden sind.

Der Test kann jedoch nur ein Indikator für Magenerkrankungen sein. Wer das Helicobacter-pylori-Bakterium in sich trägt, muss nicht zwangsläufig an Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwüren erkranken. Die Infostelle "Vitest Gesundheitsbarometer" weist daher darauf hin, nach einem positiven Testergebnis unbedingt den Arzt aufzusuchen. Er kann die Testhinweise durch gezielte Diagnosen untermauern und eine geeignete Behandlung einleiten. Auch wenn der Selbsttest keine Hinweise auf das gefährliche Bakterium gibt, die Beschwerden aber noch länger anhalten, rät "Vitest-Gesundheitsbarometer" zum Arztbesuch.

Um eine Helicobacter-pylori-Infektion zu erkennen und Spätfolgen wie Magengeschwüre oder Magenkrebs zu verhindern, sind Früherkennungsuntersuchungen besonders wichtig. Das erspart den Patienten nicht nur Schmerzen, sondern ermöglicht auch wesentlich bessere Heilungschancen.

ots Originaltext: Vitest Gesundheitsbarometer


Aktion "Setzen Sie ein Handzeichen gegen Krebs!"
Sechs Kunstwerke kommen für einen guten Zweck unter den Hammer

Grenzach-Wyhlen (ots) – 08.09.04 -Der Countdown läuft: Noch bis Samstag (11. September) läuft auf www.internetspende.org die Versteigerung der sechs Kunstwerke, die anlässlich der Aktion "Setzen Sie ein Handzeichen gegen Krebs!" in diesem Sommer in Erfurt, Hamburg, Homburg, Köln, München und Münster entstanden sind.

Bieten auch Sie mit! Die Erlöse aus der Versteigerung kommen der Deutschen Leukämie- und Lymphom-Hilfe e. V. (DLH) und dem
Forschungsverbund Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) zu Gute.

Zusammen mit Prominenten wie Schauspielerin Eva Habermann ("Wilde Engel"), Leonard Lansink ("Wilsberg") und Michael Lesch ("Der Fahnder") haben Tausende Deutsche ihren bunten Handabdruck auf Leinwände gesetzt, um so ihre Solidarität mit Krebspatienten zu zeigen. Die vielen bunten Handabdrücke symbolisieren das Geflecht aus "helfenden Händen", das Patienten durch die Zusammenarbeit von DLH und KML haben. Anlässlich des "Welt-Lymphom-Tages" am 15. September 2004 werden dann die Leinwände ihren neuen Besitzern überreicht.

Nach Haut- und Lungenkrebs sind Lymphome die Krebsart mit der schnellsten Wachstumsrate weltweit. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 15.000 Menschen an Lymphdrüsenkrebs.

Alle Information zur Aktion und Versteigerung der Leinwände auch unter
www.handzeichen-gegen-krebs.de


ots Originaltext: Hoffmann-La Roche AG


"Rückgang des Tabakkonsums positiv sehen" - Hoppe: Präventiver Effekt spart Behandlungskosten

Berlin (ots) – 08.07.04 - Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe warnt davor, die Tabaksteuer allein unter rein fiskalischen Gesichtspunkten zu betrachten. "Ein Rückgang der Tabaksteuereinnahmen ist ein Indiz dafür, dass durch die bereits erfolgten Steueranhebungen viele Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, vom Rauchen abgehalten werden. Über diesen präventiven Effekt sollten wir uns freuen und nicht gleich wieder in Schwarzmalerei verfallen", sagte Hoppe zur neuerlichen Diskussion über die Verwendung der Tabaksteuereinnahmen zur Finanzierung versicherungsfremder Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Es zeige sich jetzt, dass die Forderung der Ärzteschaft nach einer einmaligen, spürbaren Tabaksteuererhöhung richtig gewesen sei. "Eine Anhebung auf einen Schlag hätte gar nicht erst die Diskussionen aufkommen lassen, die wir jetzt bei dem dreistufigen Verfahren erleben", so Hoppe. Die Ausgliederung der versicherungsfremden Leistungen aus der GKV müsse zur Not auch mit anderen Steuermitteln finanziert werden. "Es dürfen nicht schon wieder die Patienten dafür bluten, dass die Politik nicht in der Lage ist, vernünftige Lösungen zur Finanzierung familienpolitischer Leistungen zu finden", forderte der Ärztepräsident.
  
Mit einem Rückgang des Tabakkonsums habe die Politik rechnen müssen. "Studien der Weltbank konnten nachweisen, dass Preiserhöhungen auf Tabakwaren zu einem spürbaren Absinken des Konsums führen. Das mag dem Finanzminister nicht gefallen, ist aber dennoch in volkswirtschaftlicher Hinsicht positiv zu werten. Denn der Rückgang des Tabakkonsums führt mittelfristig zu geringeren Behandlungskosten für die Folgeerkrankungen des Rauchens sowie zu weniger Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühverrentungen", sagte Hoppe.
Derzeit belaufen sich die krankheitsbedingten Kosten des Rauchens auf 17,3 Mrd. EUR jährlich. Über 110.000 Bundesbürger sterben jedes Jahr an den direkten Folgen des Rauchens.
  
Mit entsprechenden Entwöhnungsprogrammen könnten Ärzte aufhörwillige Raucher professionell unterstützen und begleiten, erklärte Hoppe. "Unsere Bemühungen können aber nur dann erfolgreich sein, wenn die Politik die Rahmenbedingungen schafft, die gerade jungen Menschen den Einstieg in die Tabakabhängigkeit erschweren und Betroffenen den Ausstieg erleichtern. Die Aufklärung über die Gefahren des Rauchens muss bereits im Kindesalter beginnen", forderte der BÄK-Präsident. Deshalb sei ein umfassendes Präventionskonzept notwendig.  
  
ots Originaltext: Bundesärztekammer


 
 

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