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+++ Newsticker am Montag +++

Immer mehr Menschen ohne Krankenversicherung

Baierbrunn - 25.04.2005 (ots) - Die Zahl nicht krankenversicherter Menschen in Deutschland ist in den vergangenen zehn Jahren stark angestiegen. Sie liegt derzeit nach Schätzungen des Bundesgesundheitsministeriums bei etwa 164.000, berichtet Theo von Stiphout vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen im Apothekenmagazin „Gesundheit“.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Bild: photoCase

Auch Harz IV könne dazu führen, dass die Zahl weiter steigt. Langzeitarbeitslose, die wegen zu hohen Eigenvermögens keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld II haben, sind nicht mehr über das Arbeitsamt pflichtversichert. Auch ehemals gut verdienende Selbstständige finden sich unter den Nichtversicherten. Gesetzliche Krankenkassen dürfen diese häufig nicht mehr aufnehmen, und private Versicherungen sind für sie schlicht zu teuer.

Quelle: Wort und Bild - Gesundheit



Schmerzmittel als neue Designerdrogen der Jugendlichen
Jeder fünfte Teenager experimentiert mit verschreibungspflichtigen Medikamenten

New York - 25.04.2005 - Jugendliche tendieren immer stärker dazu verschreibungspflichtige Schmerzmittel zu missbrauchen, denn bereits jeder fünfte Jugendliche experimentiert regelmäßig mit diesen Drogen. Diese Zahl ist doppelt so hoch wie die Zahl der Teenager, die bereits Ecstasy, Kokain, Crack oder LSD ausprobiert haben. Jeder elfte Jugendliche nimmt legale Medikamente, die auch in Drogerien und Apotheken erhältlich sind. Das sind die Ergebnisse einer US-amerikanischen Drogenstudie der Partnership for a Drug-Free America http://www.drugfree.org/ .

Gelbe Tabletten
Bild: photoCase

"Erstmals konnten wir nachweisen, dass die Jugendlichen von heute nicht mehr mit den verschiedenen illegalen Drogen experimentieren um high zu werden, sondern sich vor allem verschreibungspflichtige Medikamente organisieren", erklärte Studienleiter Roy Bostock. Die Forscher befragten mehr als 7.300 Jugendliche über ihre Einstellung gegenüber Drogen und ihren Drogenkonsum. 48 Prozent der Jugendlichen geben an, dass sie gelegentlich verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. Besonders wenn diese leicht zugänglich sind in den Medizinschränken der Eltern oder bei Freunden. 37 Prozent der Jugendlichen rauchen Marihuana und jeweils 12 Prozent der befragten Jugendlichen geben an, dass sie Ecstacy und andere Drogen nehmen. Neun Prozent greifen auf legal organisierbare Medikamente wie Hustensaft oder vergleichbare Produkte zurück.

Quelle: pressetext.austria


Alkoholkonsum von Frauen steigt rasant

Täglich trinken sie bis zu drei Gläser Wein

London - 25.04.2005 - Frauen trinken bis zu 216 Liter Alkohol pro Jahr. Das entspricht dem täglichen Konsum von drei großen Gläsern Wein. Laut jüngsten Ergebnissen des Marktanalysten Datamonitor http://www.datamonitor.com wird der Alkoholkonsum junger Frauen bis 2009 auf 291 Liter ansteigen. Spitzenreiter beim Pro-Kopf-Verbrauch von Alkohol im europäischen Feld sind britische Frauen (216 Liter), gefolgt von deutschen Frauen (200 Liter) und niederländischen Frauen (106 Liter). Mit 66 Litern Alkohol trinken italienische Frauen am wenigsten.

Sektgläser
Bild: photoCase

Datamonitor analysierte die Verbraucherdaten in sieben europäischen Ländern - Frankreich, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien und Schweden - und setzte sie in Bezug zu historischen Daten und den erwarteten Zukunftstrends. Demnach soll sich der Verbrauch in den einzelnen Ländern um durchschnittlich 50 Liter pro Kopf steigern. "Junge Frauen sind heute viel selbstständiger als früher. Sie haben ein höheres Einkommen und konsumieren Alkohol auch ganz freizügig in der Öffentlichkeit. Auch die Marktstrategen haben die Konsumentengruppe Frauen als neue, einkommenskräftige Zielgruppe entdeckt", erklärte Studienleiter Danielle Rebelo.


Quelle: pressetext.austria



Internet auch bei Älteren immer beliebter


Wiesbaden - 18.04.2005 - 22 Prozent der über 54-jährigen Deutschen sind online. 2002 waren es erst 16 Prozent. Damit ist die Internetnutzung bei älteren Usern seit dem ersten Quartal 2002 um 38 Prozent gestiegen, während der Zuwachs in der Gesamtbevölkerung ab zehn Jahren bei nur 26 Prozent liegt. Insgesamt waren 58 Prozent aller Deutschen ab zehn Jahren im ersten Quartal 2004 online, wie das Statistische Bundesamt http://www.destatis.de heute, Montag, mitteilte. Bei der Internetnutzung nach Geschlechtern ist bei Usern unter 55 Jahren kaum mehr ein Unterschied auszumachen, bei den Älteren sind eher Männer online.

36 Prozent der 55- bis 64-Jährigen sind online, aber nur elf Prozent der über 64-Jährigen. Auch das Wachstum der Internetnutzung stagniert bei den über 64-Jährigen im ersten Quartal 2004. Die Intensität der Nutzung nimmt ebenfalls mit dem Alter ab. Insgesamt sind 47 Prozent der deutschen User täglich oder fast jeden Tag online. Weitere 32 Prozent sind einmal pro Woche online. Während User bis 34 Jahre mehrheitlich täglich im Netz sind, sinkt dieser Anteil bei über 54-Jährigen auf 43 Prozent.

Bei der Nutzung nach Geschlechtern ist bei jüngeren Generationen kaum mehr ein Unterschied festzustellen. 87 Prozent der Männer und 85 Prozent der Frauen bis 24 Jahre sind online. Bei den 25- bis 54-Jährigen sind drei Viertel der Männer und beinahe ebenso viele Frauen (71 Prozent) online. Ab 55 Jahren zeigen sich Männer jedoch interessierter am Internet als Frauen: Mit 30 Prozent sind Männer ab 55 Jahren doppelt so stark im Internet vertreten wie Frauen in dieser Altersgruppe.

Männer nutzen das Internet auch (in allen Altersgruppen) intensiver. 54 Prozent der deutschen Männer nutzen das Internet beinahe täglich, während dies nur 39 Prozent der Frauen tun. Die häufigste Online-Aktivität ist nach wie vor die Informationssuche bzw. die Nutzung von Online-Services (Reiseservices, Jobsuche, Download, etc.). 91 Prozent sind deshalb im Internet. An zweiter Stelle folgt mit 84 Prozent die Kommunikation. Während das E-Mail keine Altersgrenzen kennt, ist der Besuch von Chats oder Foren ein eher junges Phänomen. 56 Prozent der unter 25-Jährigen geben an, deshalb online zu sein, aber nur 24 Prozent der 25- bis 54-Jährigen und lediglich 15 Prozent der über 54-Jährigen. Reisedienstleistungen kommen im Internet hingegen vor allem bei Älteren gut an: 59 Prozent der über 64-Jährigen nutzen sie, aber nur 36 Prozent der 15- bis 34-Jährigen. 60 Prozent der deutschen User kaufen oder verkaufen Waren im Internet, 51 Prozent nehmen online Kontakt mit Behörden auf und 48 Prozent nutzen Weiterbildungsangebote im Web.

Quelle: pressetext.deutschland



Medizinalltag.de: Der Blick hinter die Kulissen

Hamburg - 18.04.2005 (ots) - Wie es wirklich zugeht hinter den Kulissen von Deutschlands Praxen und Kliniken lässt sich seit wenigen Tagen im Internet nachlesen: Unter www.medizinalltag.de verfassen Mediziner Online-Tagebücher und berichten, wie schwer es die immer weiter ausufernde Bürokratie und die immer knapperen Geldmittel machen, Patienten zu versorgen.

Schild Arztpraxis
Bild: Pixelquelle

"WANZ-Medizin eben", schreibt ein Arzt und erklärt: "Jedem Kassenpatient stehen nur Maßnahmen zu, wie sie im Sozialgesetzbuch genau klassifiziert sind. Das bedeutet: Jede Maßnahme, sei sie diagnostischer oder therapeutischer Natur, darf danach nur "notwendig" sein, sie darf nicht besser als "ausreichend" sein, sie muss außerdem "wirtschaftlich" und "zweckmäßig" sein. Die Anfangsbuchstaben dieser vier Begriffe zungengerecht sortiert ergibt das neue Schlagwort "WANZ."

Aber auch massive Zukunftsängste kommen zur Sprache. Eine HNO-Ärztin sorgt sich angesichts immer weiter zurückgehender Honorare um die Zukunft ihrer Helferinnen, die sie wohl bald entlassen muss.

Medizinalltag.de ist ein neues Projekt von www.facharzt.de , dem Online-Nachrichtendienst ausschließlich für medizinische Fachkreise, mit mehr als 30.000 registrierten Lesern. "In unseren Foren wurde der Ruf immer lauter, über ein direktes Forum vom Arzt zum Patienten endlich die Öffentlichkeit über die teilweise desaströsen Zustände in der deutschen Medizin zu informieren - wer könnte dies auch besser als die Ärzte selbst?", meint Dr. Bernd Guzek, Chefredakteur von Facharzt.de.

Unter Medizinalltag.de können Interessierte direkt mit den schreibenden Medizinern in Kontakt treten. Jeder Autor nimmt unter einem Pseudonym an der Diskussion teil, auch aus standesrechtlichen Gründen. "Medizinischer Rat darf in Medizinalltag.de nicht erteilt werden, das schließen wir ausdrücklich aus", erläutert Guzek. Der Redaktion ist der Klarname des Schreibenden bekannt.

Quelle: Facharzt.de Publishing Services GmbH



Schnarchen: Der nächtliche Albtraum im Schlafzimmer

Hamburg (ots) - 11.04.2005 - Fast jeder zehnte Bundesbürger schnarcht. Wer jede Nacht lautstark seinen Bettnachbarn daran hindert, ungestört einzuschlafen, kann mit einer gesunden Lebensweise selbst für mehr Harmonie im Schlafzimmer sorgen. Denn: Übergewicht, Rauchen und Alkohol begünstigen das Schnarchen, das im Extremfall auch gefährlich werden kann. Die Techniker Krankenkasse (TK) informiert ab Dienstag mit einem Themenschwerpunkt zum Thema Schnarchen auf ihrer Internetseite www.tk-online.de. "Schnarchen stellt an sich keine Gefahr für die Gesundheit dar", erklärt Dr. Susanne Holthausen, Ärztin bei der TK. Meist verursacht die Rückenlage des Schläfers das Schnarchgeräusch. "Die Zunge fällt in dieser Schlafposition nach hinten und verengt den Rachen", so Dr. Holthausen weiter. Auch begünstigt beispielsweise Übergewicht das Schnarchen, weil dadurch die oberen Luftwege verengt werden. Alkohol, Rauchen oder auch Schlafmittel vor dem Zubettgehen entspannen die Muskulatur von Zunge und Zäpfchen. Dadurch fangen ebenfalls viele Menschen an zu schnarchen. "Dagegen kann sehr lautes und regelmäßiges Schnarchen in jeder Körperlage und mit Atempausen, auf eine schlafbezogene Atmungsstörung hinweisen", erklärt Dr. Holthausen weiter. In solchen Fällen erhält der Patient nicht genug Sauerstoff. Um Folgen wie Bluthochdruck, Herz- oder Schlaganfälle zu vermeiden, sollten Betroffene auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Quelle:TK Techniker Krankenkasse


Magen selten schuld am Mundgeruch - Sorgfältige Mundhygiene hilft meistens

Baierbrunn (ots) - 11.04.2005 - Entgegen einer häufigen Behauptung liegt die Ursache für unangenehmen Geruch aus dem Mund fast nie im Magen. „In 90 Prozent der Fälle entsteht Mundgeruch auch im Mund“, erklärt Prof. Dr. med. dent. Christoph Benz, Oberarzt an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Paradontologie der Universität München, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Deshalb sollen Betroffene zusätzliche Sorgfalt auf die Mundhygiene verwenden. Mindestens zweimal täglich Zähneputzen gehört dazu und die Benutzung von Zahnseide, um die Zwischenräume wirklich sauber zu bekommen. Noch zu wenig bekannt: Gerade bei Mundgeruch ist zusätzliches Reinigen der Zungenoberfläche mit Hilfe einer speziellen Bürste „fester Bestandteil der Mundhygiene“, so Prof. Benz. Angenehmer Nebeneffekt: Auch der Geschmackssinn verbessert sich. Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 4/2005 A liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Nach Infekt Zahnbürste wechseln - Neue Zahnbürste vermeidet erneute Infektion

Zahnbürste
Bild: pixelquelle.de

Baierbrunn (ots) 04.04.2005 - Nach überstandenen Erkältungen, Zahnfleischentzündungen oder einer Herpesinfektion im Mundbereich sollte die Zahnbürste entsorgt und durch eine neue ersetzt werden. Dazu rät das Apothekenmagazin „Diabetiker Ratgeber“ unter Berufung auf den Informationskreis Mundhygiene und Ernährungsverhalten. Krankheitserreger können sich auf der alten Zahnbürste halten und zu Neuansteckungen führen. Das Apothekenmagazin „Diabetiker Ratgeber“ 4/2005 liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

Quelle: Wort und Bild - Diabetiker Ratgeber


Mit Wärme gegen Warzen - Spezielles Infrarotlicht lässt die Hautauswüchse schrumpfen

Baierbrunn - 21.03.2005 (ots) - Erfolgreich gegen Warzen wirkte in einer Studie an der Hautklinik der Universität Jena die Bestrahlung mit wassergefiltertem Infrarot (wIRA), berichtet das Apothekenmagazin „ Gesundheit“. wIRA ist der Teil der Wärmestrahlung, der übrigbleibt, wenn sie Wasser durchdringt. Dies filtert schädliche Anteile der Strahlung weg, so dass sich die heilenden Infrarotanteile höher dosieren lassen. Die Wärmestrahlung erhöht die Temperatur der Zielregion um sechs bis acht Grad. Zwar half die Therapie nur 42 Prozent von den 80 Studienteilnehmern. Das reicht den Jenaer Ärzten aber, wIRA bereits als zentralen Teil der Standardtherapie zu empfehlen. Warzentherapeuten sind bescheiden: Auch die bisher mehr als 30 verschiedenen Therapiemöglichkeiten können nicht allen Geplagten helfen. Nicht mitgezählt sind dabei die vielen Geheimrezepte vom Besprechen bei Mondschein bis zum „Abkaufen“ bei Kindern.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Mikrochirurgen rüsten sich für erste Gesichtstransplantation

Hamburg - 14.03.2005 (ots) - Die Chirurgin Maria Siemionow von der Cleveland Clinic in Ohio hat als erste Ärztin die Erlaubnis erhalten, ein komplettes Gesicht zu transplantieren, berichtet das Magazin ZEITWISSEN. Siemienows Team liefert sich einen Wettlauf mit einem amerikanisch-niederländischen Forscherteam um den Mikrochirurgen John Barker vom Universitätskrankenhaus in Louisville, Kentucky. Barker erwartet binnen der nächsten Monate die Genehmigung, die höchst umstrittene Operation an der Universitätsklinik von Utrecht durchführen zu können.

Die neue Operationstechnik soll Patienten helfen, deren Gesicht durch einen Unfall schwer verunstaltetet wurde. Mitunter trauten sich diese Menschen kaum mehr aus dem Haus und seien suizidgefährdet, sagt Barker: "Für solche Menschen kann eine Transplantation nicht nur lebensverbessernd, sondern lebensrettend sein."

Durch die Übertragung des gesamten Gesichts, teilweise samt Muskeln und Bindegewebe, hofft man, den Empfängern eine beweglichere und natürlichere Gesichtsmimik ermöglichen zu können, da Teiltransplantationen, wie sie derzeit praktiziert werden, eher zu maskenhaften Erscheinungen führen.

Quelle: Die Zeit



Multitasking erhöht das Gesundheitsrisiko

Hamburg- 14.03.2005 (ots) - Eine "Umweltschutzbewegung gegen die Informationsflut" fordert der amerikanische Computerwissenschaftler David Levy im ZEITWISSEN. Viele Menschen würden an Infostress leiden. "Sie fühlen sich durch all die Medienangebote überfordert. Man tippt einen Bericht, beantwortet ein paar E-Mails zwischendurch, telefoniert, hört im Hintergrund noch Radio und ruft Web-Seiten ab," sagt Levy. Doch Studien hätten immer wieder gezeigt, dass dieses Multitasking völlig ineffizient sei - der Mensch könne nur beschränkt Informationen verarbeiten. "Multitasking erhöht das Gesundheitsrisiko."

David Levy ist Gründer eines Zentrum für Information und Lebensqualität an der University of Washington in Seattle, das die Auswirkungen des information overload auf den Menschen untersucht. "Wir bekommen das Problem der Informationsflut nicht in den Griff, indem wir die Technik verteufeln oder nur so weitermachen wie bisher", sagt Levy. "Stattdessen müssen wir einen gesunden Weg finden, wie Mensch und Maschine interagieren können." Der Computerwissenschaftler schlägt vor, dass alle Technologie-Experten sich ein Jahr freinehmen: "Man braucht Zeit, sich zu besinnen. Die jetzige Informationsflut erlaubt das nicht. Deshalb hoffe ich, dass wir eine Art Umweltschutzbewegung gegen die Informationsflut in Gang bringen."

Quelle: Die Zeit


Schnarchen als Beziehungskiller
Frauen gehen oft zu gutmütig mit ihren "sägenden" Männern um

London (pte, 14. Mär 2005 11:15) - Auch Frauen brauchen ihren Schlaf, doch wenn schnarchende Männer dies unmöglich machen kann das schnell das Ende einer Beziehung bedeuten. Ein englisches Forscherteam der University of Surrey http://www.surrey.ac.uk analysiert derzeit in einer breit angelegten Studie das Schlafverhalten von Paaren und hat nun erste Ergebnisse bekannt gegeben, berichtet die BBC. Demnach besteht das zentrale Problem vieler Paare darin, dass Frauen viel zu nachsichtig auf das Schnarchen ihrer Partner reagieren und so auf bis zu fünf Stunden Schlaf in der Woche verzichten. Dadurch werden nicht nur die Leistungen am Arbeitsplatz, sondern auch die Fahrtüchtigkeit und die Fitness der Frauen stark beeinträchtigt.

Schlafende Person
Bild:photoCase

Das Forscherteam hat bis jetzt 25 Paare eingehend analysiert und kommt zu dem überraschenden Ergebnis, dass bei einigen Paaren die Männer den schnarchenden Part übernehmen, während bei manchen Paaren auch die Frauen diese Verhaltensweise an den Tag legen. Männer realisieren dies jedoch meist nicht, da sie einen viel tieferen Schlaf haben als Frauen. Frauen hingegen werden durch das Schnarchen der Männer leicht aufgeweckt, reagieren dann jedoch nicht auf das Verhalten ihrer Männer, um deren Schlaf nicht zu stören. "Frauen akzeptieren das Schnarchen der Männer, um das zu tun, was das Beste für ihre Männer ist. Meist hören sie dem Schnarchen nur zu oder stören ihren Partner gegebenenfalls nur so leicht, dass dieser zu schnarchen aufhört, jedoch nicht aufwacht. Manche Frauen wechseln auch das Zimmer, um Ruhe zu finden. Sogar wenn das Paar Kinder hat, fahren Sie mit dieser Gewohnheit fort. Frauen sollten jedoch das Recht auf eine ganze Nacht voller Schlaf einfordern", erklärte Sue Venn, Mitglied des Forscherteams.

Denn umgekehrt gehen die Männer mit ihrer besseren Hälfte weit weniger behutsam um. Das Gros der Männer weckt ihre Partnerin ganz einfach auf, konnten die Forscher feststellen. "Männer, die durch ihre schnarchenden Frauen geweckt werden, zeigen eine höhere Bereitschaft dem Schnarchen ihrer Frauen durch einen Schubs oder durch Wachrütteln ein Ende zu bereiten", so die Experten. Darüber hinaus sind die Frauen meist beschämt über ihr Schnarchen und es ist ihnen peinlich, sich dieses Verhalten einzugestehen. "Frauen glauben, dass es nicht "Lady-like" ist zu Schnarchen", erklärte Melissa Hack, Vorsitzende der British Sleep Society http://www.sleeping.org.uk .

Für das Beziehungsleben der Paare kann das Schnarchen eine ernst zu nehmende Bedrohung darstellen, erklärten die Experten. "Schnarchen hat einen katastrophalen Effekt auf die Beziehung und führt nicht selten zur Trennung", resümiert Hack. Dabei ist es so einfach gegen das Schnarchen vorzugehen. Schnarchen ist prinzipiell nur eine einfache Vibration, die während des Schlafens durch die Erschlaffung der Muskeln in der hinteren Kehle entsteht. Begünstigt wird das Schnarchen noch zusätzlich durch Übergewicht, durch die Stellung des Kiefers und durch die eigene Anatomie der Atemwege. Durch eine Reduktion des Alkohol- und Zigarettenkonsums, durch eine geänderte Schlafstellung oder durch spezielle Mundschienen, welche die Muskeln stützen und so das Schnarchen verhindern, kann das Problem schon wesentlich reduziert werden, erklärten die Experten.


Quelle: pressetext.austria

Gefährliche Geheimnisse - Rezeptfrei erworbene Medikamente dem Arzt nicht verschweigen

Baierbrunn (ots) 14.03.2005 - Viele Patienten nehmen rezeptfreie oder auch verschrei-bungspflichtige Medikamente ein, ohne sie dem behandelnden Arzt zu nennen.

Dosenmedikamente
Bild:photoCase

Diesen möglicherweise gefährlichen Geheimnissen kamen Heidelberger Forscher auf die Spur, als sie den Urin von schweizerischen und deutschen Klinikpatienten auf Arzneispuren untersuchten. Dabei konnten sie längst nicht alle verschwiegenen Arzneien aufspüren: „Mit unserer Meßmethode konnten wir vielleicht ein Viertel der möglichen Wirkstoffe finden“, sagt Professor Walter Haefeli von der Heidelberger Universitätsklinik im Apothekenmagazin „Gesundheit“. Einige Patienten gaben die Einnahme auch nach mehrmaliger Befragung nicht an. Auch frei verkäufliche Arzneien können die Wirkung verordneter Medikamente verstärken oder verringern. Weiß ein Arzt bei der Behandlung akuter Krankheiten nichts von der Einnahme, kann er den Grund für auftretende Probleme oft nicht erkennen. Die korrekte Angabe aller Medikamente ist deshalb ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Therapie.

Quelle: Wort und Bild - Gesundheit



Jetzt 1000 Bahnhöfe rauchfrei / Bahn vorbildlich im Nichtraucherschutz / Weniger Raucherbereiche in Fern- und Nahverkehrszügen / Forderungen von Fahrgästen erfüllt

07.03.2005 - Berlin (ots) - Idstein in Hessen ist der tausendste rauchfreie Bahnhof. "Unsere rauchfreien Bahnhöfe sind ein großer Erfolg. Sie werden von unseren Fahrgästen und Bahnhofsbesuchern sehr gut akzeptiert, deshalb führen wir das Programm ständig weiter", sagt Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Station&Service AG. Gestartet wurde das Programm im September 2002 an zunächst 54 größeren Bahnhöfen. Die gewünschten Effekte wurden erreicht: Deutlich saubere Stationen und Reduzierung der Reinigungskosten. Außerdem werden Nichtraucher besser geschützt. Immer wieder bekamen die Maßnahmen sehr viel Lob, darunter von Fahrgästen, Bahnhofsbesuchern und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.


Bild: photoCase

In rauchfreien Bahnhöfen ist das Rauchen nur noch in ausgewiesenen Raucherbereichen, Gastronomie-
betrieben und speziellen Bereichen in den DB Lounges gestattet. In unterirdischen Stationen ist das Rauchen aus Sicherheitsgründen grundsätzlich verboten. Alle rauchfreien Bahnhöfe sind mit entsprechenden Schildern und Plakaten ausgestattet. Auch in den Fernverkehrszügen wurde der Anteil an Raucherplätzen seit Mitte der siebziger Jahre kontinuierlich von 50 Prozent auf 20 Prozent reduziert.

Das entspricht dem Wunsch der Kunden, die immer seltener Raucherplätze reservieren. Die Sitzbereiche von Bordrestaurants der ICE- und IC/EC-Zügen sind rauchfrei, in den Stehbereichen und kleineren Bordbistros ist das Rauchen weiterhin gestattet. In einigen Regionen, darunter Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen, fahren Nahverkehrszüge seit Mitte 2004 generell als Nichtraucherzüge.

In anderen Regionen sind Züge bestimmter Fahrzeugbauarten rauchfrei, so zum Beispiel ein- und zweiteilige Dieseltriebwagen auf Nebenstrecken in Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Rauchverbot gilt auch in allen S-Bahnen. Bei der Modernisierung von Nahverkehrswagen werden die Raucherbereiche verkleinert. Diese Maßnahmen entsprechen den Wünschen der Fahrgäste.

Quelle: Deutsche Bahn AG


Hormonersatztherapie für Männer - Vom Anti-Aging zum Good-Aging

28.02.2005 - Männer altern langsamer als Frauen - zumindest hormonell gesehen. Der Hormonhaushalt von Frauen verändert sich im Klimakterium stark. Bei alternden Männern dagegen nimmt die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron nur allmählich ab. Dies als "Wechseljahre des Mannes" zu bezeichnen, ist nach Ansicht von Endokrinologen irreführend. Auf dem 49. Symposion der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) in Münster diskutieren Experten unter anderem das Für und Wider einer Testosterontherapie. Im Rahmen eines "Hormontages" haben Betroffene und Interessierte die Möglichkeit, mit Experten darüber zu sprechen.


Bild: photoCase

"Nicht alle Männer profitieren von einer Testosteronsubstitution - nur diejenigen, bei denen ein Mangel an diesem Hormon vorliegt. Auch bei diesen sind sorgfältige Untersuchungen vor und während der Hormongabe nötig", betont Dr. med. Michael Zitzmann vom Institut für Reproduktionsmedizin der Universität Münster. Dennoch "behandeln" so genannte Anti-Aging-Experten selbst gesunde Männer unkontrolliert mit Hormonpflastern oder Gelen. Am "Hormontag" der DGE leitet Dr. Zitzmann die Patientenveranstaltung "Testosteron-Ersatztherapie - Wirkung auf Geist und Körper". "Der Begriff Anti-Aging unterstellt, dass etwas gegen das Altern unternommen werden kann", kritisiert Dr. Zitzmann im Vorfeld. Das Altern aber sei ein zeitlicher Prozess, dem auch mit teuren Tricks nicht beizukommen sei. Seriöse Medizin könne nur darauf zielen, die Lebensqualität alternder Menschen zu verbessern - Zitzmann bezeichnet dies lieber als "Good-Aging".

Obwohl bei Männern der Testosterongehalt im Blut bereits ab dem 20. Lebensjahr abnimmt, entwickelt sich im hohen Alter nicht unbedingt ein Mangel. Eine Testosterontherapie ziehen Endokrinologen erst in Betracht, wenn der Hormonspiegel einen bestimmten Wert unterschreitet. Mitunter klagen Betroffene über Beschwerden wie Antriebsmangel, Erschöpfung oder Blutarmut. Hitzewallungen und ein Verlust der Libido weisen sehr stark auf einen Testosteronmangel hin. "Auffallend ist aber, dass oft gar kein Zusammenhang zwischen dem Testosteronspiegel und den vermeintlichen Symptomen eines Testosteronmangels besteht", erklärt Dr. Zitzmann. Auch Erektionsstörungen gehen nicht immer auf einen niedrigen Testosteronspiegel zurück. Eine häufigere Ursache dafür sind Veränderungen der Blutgefäße: hier spielen Übergewicht, hohe Blutfettwerte und Rauchen eine negative Rolle.

Eine unbedachte Hormonsubstitution bei Männern sei nicht ratsam, so Dr. Zitzmann. Allerdings belegen bislang keine Untersuchungen, dass Testosteron etwa das Risiko für Prostatatumoren oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen in die Höhe treibt. Im Gegenteil, Testosteron scheine schützende Effekte auf das Gefäßsystem auszuüben. Es fehlten jedoch noch groß angelegte Studien zu dem Thema: Die Testosterongabe gehöre derzeit ausschließlich in Expertenhände.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften



Grippe hat Deutschland fest im Griff

Grenzach-Wyhlen 28.02.2005 (ots) - Das Niveau der verheerenden Grippesaison 2002/2003 ist nun überschritten - ganz Deutschland ist von einer heftigen Grippewelle erfasst. Auch in den bisher vergleichsweise weniger betroffenen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern steigen die Zahlen der Influenza-Kranken und der Virusnachweise stark an. Inzwischen sind alle Altersgruppen, vor allen aber Kinder und Jugendliche betroffen. Der optimale Zeitpunkt für die Impfung ist überschritten, im Einzelfall empfiehlt sich jedoch die Impfung bei Personen, die einer Risikogruppe zuzuordnen sind, zum Beispiel Senioren. "Bis zum Erreichen der Immunität", so Prof. Werner Lange aus Berlin, von 1975  bis 1996 Leiter des Nationalen Influenzazentrums, "sollten in diesen Fällen Neuraminidase-Hemmer eingenommen werden."

Die Influenza ist ernst zu nehmen. Wer in diesen Tagen plötzlich hohes Fieber bekommt und unter starken Kopfschmerzen sowie völliger Abgeschlagenheit leidet, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Prof. Werner Lange: "Die Meldeärzte des Grippe-Frühwarnsystems RealFlu melden bundesweit eine hohe Influenzaaktivität." Es sei daher bedauerlich, dass die derzeitige Influenzasituation verharmlost werde.

Patienten mit Grippe-Symptomen sollten frühzeitig mit einem Neuraminidase-Hemmer behandelt werden. Rasches Handeln ist bei der Influenza wichtig. Ein Neuraminidase-Hemmer wie Tamiflu kann Leben retten, wenn er möglichst bald nach Auftreten der ersten Symptome eingesetzt wird. Tamiflu hemmt die Vermehrung der Grippe-Viren im Körper, so dass die Beschwerden gelindert und die Krankheitsdauer verkürzt werden kann. Außerdem treten schwerwiegende Folgeerkrankungen deutlicher seltener auf.

Informationen über die Verbreitung des Virus sind lebenswichtig, da Neuraminidase-Hemmer so früh wie möglich verabreicht werden müssen. Das Grippe-Frühwarnsystem RealFlu bietet diese Informationen täglich aktuell und regionalisiert. Die tagesaktuelle Grippekarte von ganz Deutschland kann unter www.grippe-online.de eingesehen werden.


Weltweiter Anti-Raucher-Pakt in Kraft getreten
WHO initiiert erstes globales Abkommen

28.02.2005  - Die Framework Convention on Tobacco Control (FCTC), das erste weltweite Gesundheitsabkommen, ist in Kraft getreten. Der Pakt gegen das Rauchen wurde von 168 Ländern unterzeichnet und von 57 ratifiziert. Diese Länder müssen jetzt entsprechende Änderungen ihrer Gesetzgebung vornehmen.

Zigarette
Foto: photoCase

Das Abkommen beinhaltet Warnungen zu den Gefahren des Rauchens auf den Zigarettenpackungen und das Verbot von Tabakwerbung für die Dauer von fünf Jahren. Laut BBC sterben jedes Jahr fünf Mio. Menschen an Erkrankungen, die mit dem Rauchen in Zusammenhang stehen. Eine Zahl, die sich bis zum Jahr 2020 verdoppeln soll, wenn nicht entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Aus diesem Grund hat die WHO http://www.who.int die FCTC geschaffen, um Länder zu einer strengeren Gesetzgebung zu zwingen.

FCTC-Koordinator Douglas Bettcher erklärte, dass eine entsprechende weltweite Gesetzgebung erforderlich sei, um die Anzahl der sinnlosen Todesfälle zu reduzieren. In den 57 Ländern, die das Abkommen ratifiziert haben, können Zigaretten nur mit entsprechenden Warnhinweisen auf den Packungen verkauft werden. Innerhalb von fünf Jahren müssen die Tabakwerbung, die Förderung und das Sponsorship ebenso wie das Rauchen in öffentlichen Räumen verboten werden. Die Tabakindustrie hat anfangs gegen die Einführung der Framework Convention on Tobacco Control protestiert. Chris Procter von British American Tobacco erklärte jetzt, dass diese Initiative zu begrüßen sei. Es gäbe eine gemeinsame Anstrengung der internationalen Gemeinschaft diese Rahmenbedingungen zu schaffen.

Quelle: pressetext.austria


Jeder zwölfte Erwachsene leidet unter Sozialangst
"Cocooning" greift auch auf Kinder über

28.02.2005 der Menschen, die unter der so genannten "Sozialangst" leidet, steigt zunehmend. Bereits acht Prozent der Erwachsenen, insbesondere Frauen, sind davon betroffen. Auch bei Kindern ist diese psychische Störung beobachtbar, geben führende italienische Psychologen am derzeit stattfinden Psychopathologiekongress der Società Italiana di Psicopatologia
http://www.sopsi.it/congres/2005/ind.htm bekannt. Die Experten sehen diese Entwicklung als Antwort auf die Auswirkungen der derzeit herrschenden "Speed-Gesellschaft".

Angst
Foto: photoCase

Menschen, die unter Sozialangst leiden, haben schwere Störungen im sozialen Umgang mit anderen Menschen. Anzeichen dafür sind die Angst sich in der Öffentlichkeit zu zeigen, mit unbekannten Menschen zu sprechen oder dem Gesprächspartner in die Augen zu sehen. Der Rückzug aus der Öffentlichkeit geht einher mit der Schaffung einer eigenen, abgeschotteten Welt, was von Experten auch als "Cocooning" bezeichnet wird. "Man kann die Sozialangst mit Parkinson vergleichen. Bei dieser Krankheit bewirkt das Gehirn Störungen, die sich unter anderem durch körperliche Starre und Verlangsamung der Bewegungen auszeichnen. Ähnliches passiert bei einem Menschen, der unter einer Sozialphobie leidet, wenn er mit anderen Menschen in Kontakt treten möchte", erklärt Stefano Pallanti von der Universität Firenz.

Die Gründe für diese neue soziale Entwicklung sehen die Experten in den derzeit herrschenden diffusen Sozialstrukturen, der fortschreitenden persönlichen Unzufriedenheit und einer weniger ausgeprägten Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten und Situationen.
Die ständig sinkende Fähigkeit der Menschen emotional schmerzhafte Situationen zu ertragen und zu bewältigen und die geringere Frustrationsschwelle sind weitere Faktoren, so die Experten.

Krankhafte Sozialangst hat ihre Wurzeln schon in der Kindheit, erklären die Experten. Kinder, die systematisch die sozialen Kontakte zu anderen Kindern meiden, sich zurückziehen und auch in der Schule schüchtern sind, können im Laufe der Jahre dieses Verhalten soweit verschlimmern, dass daraus schwere Depressionen und psychische Störungen entstehen können. Der Kern des Problems ist in der Beziehung zwischen Eltern und Kindern zu suchen. "Die traditionelle Familie existiert nicht mehr, denn neue familiäre Strukturen haben sich entwickelt. Heute wechseln familiäre Bezugssysteme mit großer Geschwindigkeit durchschnittlich alle vier bis fünf Jahre. Im Gegensatz dazu dauerten sie noch in den 70igern durchschnittlich 25 Jahre. Die fehlende Stabilität macht den Kindern Angst und ist eine praktisch vorexerzierte Bindungsproblematik ", erklärt Pallanti.

Mit der Mutation der sozialen und familiären Strukturen steigt die Zahl der "schwierigen" Kinder, denn eines von zehn Vorschulkindern zeigt schwere Verhaltensstörungen auf, so die Experten. "In den meisten Fällen können wir kognitive oder pathologisch-organische Entwicklungsstörungen als Ursache ausschließen. Vielmehr zeigt sich bei den Kindern eine steigende Tendenz für Wutausbrüche, Ungehorsam und Widerstand. Das Ziel der Psychiatrie wird es zukünftig sein, die Bedingungen für eine "neue Normalität" zu schaffen", resümiert Pallanti.

Quelle: pressetext.austria



Mehr Aufmerksamkeit für Geschwister behinderter Kinder

21.02.2005 - Mit einer Behinderung leben nicht nur die einzelnen "Betroffenen", sondern in aller Regel wird die gesamte Familie sich darauf einstellen. Allerdings sind nicht alle Familienmitglieder in gleicher Weise betroffen. Und so gibt es auch Unterschiede darin, welche Unterstützung bei Sorgen und Zweifeln benötigt wird.

Bislang ist das Augenmerk hauptsächlich auf die behinderten Kinder selbst gerichtet worden. Über die besondere Lebenssituation ihrer Geschwister wurde kaum nachgedacht. Doch auch sie brauchen Hilfe, werden sie doch schon frühzeitig mit besonderen Erwartungen und Anforderungen konfrontiert.

In diesem Zusammenhang haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staatsinstituts für Familienforschung (ifb) an der Universität Bamberg im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen mit der Frage befasst, was es für Kinder bedeutet, mit einem behinderten Geschwisterchen aufzuwachsen.

Geschwistern
Die Materialien werden kostenlos abgegeben und sind ab sofort über das ifb zu beziehen

Auf der Basis vielfältiger Erfahrungen wurde ein ansprechendes Informationspaket entwickelt. Es enthält verschiedene Broschüren, die sich sowohl an die Eltern als auch die Kinder selbst wenden: Der ELTERNBRIEF wendet sich an Mütter und Väter von behinderten oder chronisch kranken Kindern und soll erklären, weshalb das Thema "Geschwister" so wichtig ist. Für die ganze Familie gibt es ein INFOBLATT mit Buch- und Filmtipps sowie wichtigen Adressen. Die Materialien für die Kinder wurden altersgemäß ausgestaltet. Für 3- bis 6-jährige Kinder geeignet ist die BILDERGESCHICHTE "Teddy ist ein guter Zuhörer". Der BRIEFWECHSEL "Freunde" zeigt 7- bis 12-Jährigen, wie wichtig Freunde sind. Für das schwierige Alter zwischen 13 und 17 Jahren wurde ein sogenannter CHECK-UP entwickelt. Mit seiner Hilfe können die Jugendlichen "checken", ob bei ihnen alles im "grünen Bereich" ist oder "Alarmstufe Rot" droht.

Quelle: Otto-Friedrich-Universität Bamberg




Massive Umweltbelastungen durch Edelmetalle in Kfz-Katalysatoren
Leiden/Augsburg/Bonn 21.02.2005 - Eine zwiespältige Bilanz ziehen renommierte Wissenschaftler über die Einführung der Katalysatoren vor über zehn Jahren. "Wenn man die ökonomischen und ökologischen Risiken der verfolgten Strategie betrachtet, ist das gesamte Bild nicht eindeutig positiv: die Produktion der für den Katalysator benötigten Edelmetalle der Platingruppe (PGM) Platin, Palladium und Rhodium ist mit schweren Umweltbelastungen verbunden. In einem schnellen Tempo werden die Vorräte der äußerst seltenen Metalle erschöpft und die Risiken einer ständigen Emission von PGM in die Umwelt müssen ernst genommen werden", bemängeln Reinier de Man, selbstständiger Berater für "sustainable business development" in Leiden (Niederlande) http://www.rdeman.nl und Armin Reller, Lehrstuhlinhaber für Festkörperchemie am Institut für Physik der Universität Augsburg. http://www.physik.uni-augsburg.de

PKW-Motor
Foto: Pixelquelle

Am 1. Januar 1993 traten in Europa neue Abgasgrenzwerte für Pkws in Kraft, die nur mit geregeltem Dreiwegekatalysator einzuhalten waren. Der Katalysator hat in den vergangenen zehn Jahren die verkehrsbedingten Stickoxidemissionen erheblich reduziert. Ohne den Katalysator wären sie um einen Faktor fünf höher gewesen. In diesem Sinne sei der Katalysator ein Beispiel einer erfolgreichen Umwelttechnologie, schreiben die Experten in einem Fachbeitrag für den Onlinedienst NeueNachricht.

Was die Experten bemängeln, ist allerdings der Produktionsvorgang bei Katalysatoren: "90 Prozent der PGM-Gewinnung kommt aus nur zwei Bergbaugebieten: Norilsk in Russland und Bushveld in Südafrika. Die nordamerikanische Produktion beträgt nur sieben Prozent der Weltproduktion. Die weltweite Versorgung mit PGM ist damit von zwei Ländern mit potenziell instabilen politischen und ökonomischen Verhältnissen abhängig", so de Man und Reller. Mehr als die Hälfte der Palladiumproduktion werde für Katalysatoren verwendet. Bei Platin sei das etwas weniger. Fast die gesamte Rhodiumproduktion werde für Katalysatoren verwendet. "Für ein Gramm PGM werden ungefähr 300 Kilogramm Erz verarbeitet, für einen modernen Katalysator mit 20 Gramm PGM insgesamt bis zu 6.000 Kilogramm. Bei einer Haltbarkeit von 150.000 Kilometern sind das 40 Gramm pro Kilometer", so die Autoren. Der Marktführer für Palladium ist die Firma Norilsk Nickel in Sibirien. Sie liefert zwei Drittel der weltweiten Palladiumproduktion. Ihre Kunden sind internationale Automobilkonzerne. Das Unternehmen wurde vor 70 Jahren von Stalin als Gefangenenlager gegründet. Seitdem hat sich die Firmengeschichte von Norilsk zu einer Erfolgsstory der russischen Industrie entwickelt.

"Im Umweltschutz dagegen hat sich seit den Kriegsjahren wenig getan: Die russische Bergbauindustrie ist die schmutzigste Industrie weltweit - Norilsk die meist verschmutzte Stadt Russlands und wahrscheinlich der ganzen Welt. Die Metalle werden mit veralteter Technologie aus dem schwefelhaltigen Erz gewonnen. Der Schwefeldioxid-Ausstoß von Norilsk wird auf 2,8 Mio. Tonnen geschätzt - das entspricht etwa dem gesamten SO2-Ausstoß in Deutschland. Dazu kommen Schwermetallemissionen und eine unvorstellbare Boden- und Wasserverschmutzung. Die Norilsk-Emissionen schädigen die Wälder in einem Umkreis von 7.520 Quadratkilometern, die Schwermetalle aus der sibirischen Stadt sind noch in Kanada und Skandinavien nachweisbar. Ein Teil der in Norilsk gewonnenen Erze wird auf der Kola-Halbinsel, nicht weit von Norwegen weiterverarbeitet. Der Transport dorthin findet mit atomkraftgetriebenen Eisbrechern nach Murmansk statt. Die Anlagen auf der Kola-Halbinsel sind ebenso veraltet wie die in Norilsk. Auch hier entwickelt sich eine Umweltkatastrophe, die wegen der Nähe zu Norwegen und Finnland allerdings mehr Aufmerksamkeit aus dem Westen erhält als die Probleme in Norilsk. Metalle verseuchen den Boden, aus der Tundralandschaft entsteht nach und nach eine Wüste. Wenn hier nichts passiert, ist die Natur für wenigstens 500 Jahre zerstört", kritisieren de Man und Reller.

Auch beim Gebrauchs der Katalysatoren würden Umweltbelastungen auftreten. "In der Nähe von Straßen sind stark erhöhte PGM-Konzentrationen messbar und entsprechen dem Mengenverhältnis im Katalysator. Obwohl meist angenommen wird, dass die Umwelt- und Gesundheitsrisiken der PGM-Emissionen niedrig sind, bestehen Sorgen über die gute Wasserlöslichkeit extrem fein verteilter PGM-Teilchen und über die möglich damit verbundene Bioverfügbarkeit. Aber auch wenn solche Risiken ausgeschlossen werden können, entsteht dennoch ein großes Problem. Die äußerst seltenen PGM verteilen sich in die Umwelt und können nie rückgeholt werden. Bei einem Verlust von 20 Prozent bei jedem Katalysator wird bei vier Recyclingvorgängen bereits fast 60 Prozent in die Umwelt verteilt sein", führen de Man und Reller weiter aus.

Vier Faktoren werden zu einem verstärkten Verbrauch dieser Metalle führen: die Zahl der Autos nimmt weltweit zu, mehr Länder werden Katalysatoren vorschreiben, pro Katalysator wird in Zukunft mehr PGM verwendet und durch die Einführung von Brennstoffzellen, die ebenfalls PGM benötigen, wird die Nachfrage zusätzlich zunehmen. "Diese Faktoren sind mit erheblichen Unsicherheiten behaftet, aber bereits eine qualitative Betrachtung der jeweiligen Trends macht plausibel, dass eine Zunahme der Nachfrage um einen Faktor vier in den kommenden 25 Jahren durchaus zu den Möglichkeiten gehört. Diese Situation wird auftreten, wenn die Nachfrage nach Pkws in den Entwicklungsländern stark zunimmt und zugleich die Brennstoffzellentechnologie einen Durchbruch erlebt. Dabei ist angenommen, dass die Brennstoffzellen mit relativ wenig PGM auskommen. Wenn aber eine höhere Menge PGM pro Brennstoffzelle gebraucht wird, könnte sich die Nachfrage nach PGM innerhalb von 25 Jahren sogar verzehnfachen", prognostizieren de Man und Reller. Im Interesse der Umwelt und der Industrie müssten diese Risiken minimiert werden. Eine Strategie dazu sollte kurzfristig die Umweltbelastung bei der Produktion - vor allem in Russland - stark reduzieren, mittelfristig die Forschung nach potenziellen Umwelt- und Gesundheitsrisiken maximal fördern und längerfristig Technologien entwickeln, die zu einer Reduzierung des PGM-Gebrauchs oder einer Substitution führen.

"Kurzfristig müssen Automobil- und Katalysatorhersteller mit den Metalllieferanten zusammenarbeiten und gemeinsam einen Minimumstandard für nachhaltige PGM-Produktion definieren und implementieren. Vorrangig geht es um die Sanierung der russischen Anlagen. Es gibt bereits eine Kooperation zwischen Norwegen und Russland für die Sanierung der Metallwerke auf der russischen Kola-Halbinsel. Die unmittelbar durch die russischen Emissionen betroffenen Norweger zahlen 30 Mio. Euro und liefern zusätzlich günstige Kredite. Für die Sanierung der Anlagen in Norilsk sind aber erheblich höhere Investitionen notwendig. Hier sollte die westliche Industrie aus eigenem Interesse aktiv werden", fordern de Man und Reller.

Quelle: pressetext.deutschland


Was Hänschen nicht lernt? - IAT untersuchte Zusammenhänge zwischen Qualifikation und Lebensarbeitszeit

Gute Aus- und Weiterbildung sichert auch die Beschäftigungschancen Älterer

14.02.05 - Wer besser qualifiziert ist findet nicht nur leichter eine Stelle, sondern hat auch später größere Chancen nach dem 55. Lebensjahr beschäftigt zu bleiben. Eine gute schulische und berufliche Bildung ist mittlerweile nicht nur "Eintrittsticket" für den Arbeitsmarkt sondern längst auch Voraussetzung für die Verlängerung der "Aufenthaltsberechtigung" im Beschäftigungssystem. Wie Untersuchungen des Instituts Arbeit und Technik (IAT /Gelsenkirchen) zeigen, steigen in allen 15 Ländern der alten EU die Beschäftigungsquoten sowohl der 25- bis 44-jährigen als auch der 55- bis 64-jährigen Männer und Frauen mit dem Qualifikationsniveau. "Die Qualifikation ist in den letzten Jahren zur neuen zentralen Dimension sozialer Ungleichheit in unserer Gesellschaft geworden!" stellt IAT-
Vizepräsident Prof. Dr. Gerhard Bosch fest.

Nicht zuletzt die langjährige Vorruhestandspraxis hat dazu beigetragen, dass in Deutschland, aber auch Österreich, Frankreich, den Niederlanden und Belgien vor allem geringer Qualifizierte über 55 Jahre keiner Beschäftigung mehr nachgehen. "Allerdings hat sich die Kultur des vorzeitigen Ruhestandes in diesen Ländern auch auf die Personen mit mittlerer Qualifikation ausgebreitet, während die hoch Qualifizierten zwischen 55 und 64 Jahren zumeist noch sehr hohe Beschäftigungsquoten aufweisen", so der IAT-
Arbeitsmarktforscher Dr. Sebastian Schief.

Gerade in Deutschland zeigt sich dieses Muster besonders stark. Bei den gering Qualifizierten, aber auch bei Frauen und Männern mit mittlerer Qualifikation liegt die Beschäftigungsquote der 55- bis 64-Jährigen in Deutschland um mehr als die Hälfte unter der der 45- bis 54-Jährigen. Das EU-Ziel einer Beschäftigungsquote für Ältere von 50 Prozent wird in Deutschland nur bei der relativ kleinen Gruppe der hoch qualifizierten Männer zwischen 55 und 64 Jahren erreicht. Zum Vergleich: Schweden erreicht diese Quote für Männer und Frauen in allen Qualifikationsgruppen und neben Portugal als einziges EU-Land auch bei den gering qualifizierten Frauen (52,3 Prozent).

Dass gering Qualifizierte früher in Rente gehen bedeutet im Übrigen nicht unbedingt, dass diese Gruppe eine kürzere Lebensarbeitszeit aufweist. Die gering qualifizierten 55- bis 64-Jährigen haben in Deutschland im Durchschnitt 3,3 Jahre früher als hoch Qualifizierte eine Erwerbstätigkeit aufgenommen.

Die Erwerbsbeteiligung einiger Gruppen von Ausländern liegt erheblich unter dem ohnehin schon niedrigen Niveau der Deutschen. So sind in Deutschland etwa nur noch 20 Prozent aller türkischen Männer zwischen 50 und 64 Jahren und kaum mehr als 10 Prozent der türkischen Frauen beschäftigt. Bei ihnen häufen sich verschiedene Risiken wie niedrige Qualifikation, vorherige Beschäftigung in Krisenbranchen und auf einfachen Arbeitsplätzen, die besonders von Rationalisierungen oder Verlagerungen betroffen sind. Hinzu kommt bei diesen Gruppen eine "starke Erwartenshaltung" vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu können.

Das Qualifikationsproblem bei der Beschäftigung Älterer erstreckt sich auch auf die Weiterbildung. Es sind vor allem die gering qualifizierten Älteren, die von Weiterbildung ausgeschlossen sind. Arbeitsmarktpolitisch war das bislang kein Problem, da gerade diese Gruppe von Beschäftigten vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausschied. Es gibt aber auch große Gruppen von Personen mit mittlerer Qualifikation, die in arbeitsorganisatorisch und technisch wenig innovativen Betrieben gearbeitet haben und damit den Anschluss verloren haben. "Die Rentenreform muss bildungspolitisch, also durch Lernangebote vor allem für die geringer Qualifizierten unterfüttert werden, damit sie nicht nur die Arbeitslosigkeit Älterer ansteigen lässt", so Prof. Bosch.

Quelle: Institut Arbeit und Technik


Aktuelle CenTouris-Studie zur ITB: Bad Füssing Deutschlands bekanntestes Heilbad

14.02.05 Bad Füssing (ots) - Bad Füssing ist das neue Flaggschiff im deutschen Gesundheitstourismus. Nach einer aktuellen Studie des unabhängigen Marktforschungsinstituts CenTouris* ist der niederbayerische Kurort derzeit Deutschlands bekanntestes Heilbad. Mit einem Spontan-Bekanntheitsgrad von 16,3 Prozent lag der Kurort bei einer deutschlandweiten Repräsentativbefragung von 1200 Bundesbürgern deutlich vor dem früheren Spitzenreiter Bad Kissingen. Bereits seit Mitte der 90er-Jahre ist Bad Füssing mit mehr als 2,6 Übernachtungen Europas übernachtungsstärkstes Heilbad. Die bekanntesten Kurbäder Bayerns sind laut dieser - auf Erhebungen von TNS-Infratest gestützten CenTouris-Studie - nach Bad Füssing, Bad Tölz, Bad Reichenhall, Bad Griesbach gefolgt von Bad Kissingen.

Bei der "gestützten" Befragung, also bei Vorlage einer Liste mit den Namen der deutschen Kurorte, lag der Bekanntheitsgrad Bad Füssings sogar bei 67 Prozent. Fünf Prozent der Befragten, hochgerechnete 4,2 Millionen Bundesbürger, haben nach eigenen Angaben den Ort mit seinen legendären Thermalquellen bereits besucht.

Mit dreistelligen Millioneninvestitionen, u.a. in die Erweiterung der mit 13.000 Quadratmeter größten Thermenlandschaft Deutschlands, hat Bad Füssing im vergangenen Jahr die Grundlagen für die weitere Expansion im wachsenden Gesundheitsmarkt geschaffen. Das Heilbad wird zunehmend auch für jüngere Gesundheitsurlauber attraktiv. So hat sich beispielsweise seit Eröffnung des neuen Saunahofs, das ist ein weitläufiges Relaxing-Paradies in einem alten
Vierseit-Bauernhof aus dem 17. Jahrhundert, den Anteil der österreichischen Gäste deutlich erhöht.

Auch bei vielen gesundheitspolitisch relevanten Reha- und Kurangeboten liegt Bad Füssing derzeit mit an der Spitze. Bei der Kompaktkur, für viele Experten die Kur des 21. Jahrhunderts, ist Bad Füssing mit über 50 % Marktanteil in Deutschland Marktführer, ebenso bei den von Krankenkassen bezuschussten Präventionsaufenthalten. "Gerade diese Art des Gesundheitsurlaubs mit Krankenkassenzuschuss ist ein neuer Markt mit höchstem Wachstumspotenzial", sagt Bad Füssings Kurdirektor Rudolf Weinberger. Viele andere Kurorte hätten das noch gar nicht wahrgenommen.

Quelle:* CenTouris ist das Centrum für marktorientierte Tourismusforschung an der Universität Passau.


Kinder wachsen über Nacht
Forscher beweisen Knochen-Ausdehnung im Schlaf


Madison – 31.01.2005  - US-Forscher der Universität von Wisconsin in Madison http://www.wisc.edu haben entdeckt, dass Knochen tatsächlich in der Nacht wachsen. Anhand von Sensoren in Baby-Lämmern konnten die Forscher feststellen, dass das Wachstum während der Ruhe- und Schlafzeiten besonders groß war. Die Forscher nehmen nun an, dass auch Kinder am meisten während der Nacht wachsen. Das würde auch erklären, warum sie in der Nacht öfters an Schmerzen leiden, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin Journal of Pedriatic Orthopedics http://www.pedorthopaedics.com .

Die Wissenschaftler um Norman Wilsman haben die Knochenlängen kontinuierlich alle 167 Sekunden über einen Zeitraum von drei Wochen gemessen. Mindestens 90 Prozent des Wachstums passierte während die kleinen Lämmer schliefen oder sich ausruhten. "Das bedeutet, dass sich die Knochen immer dann weiterbildeten, wenn die Lämmer sich niederlegten, und niemals während sie standen oder sich bewegten", so Wilsman. Die Forscher nehmen an, dass während der Ruhezeiten, der Druck auf die Knochen anders ist und es daher einfacher ist, dass sie sich weiter ausdehnen.

"Wachstum ist kein Kontinuum", so der Co-Autor der Untersuchung Kenneth Noonan. Es gebe Perioden, in denen es schubweise zu Wachstum komme. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass das Wachstum von Kindern ebenso zustande komme wie jenes von den Lämmern. "Es gibt tatsächlich Humanstudien, die bereits zu ähnlichen Schlüssen gekommen sind", so Jeremy Wales, Kinderfacharzt am Sheffield Childrens Hospital. Der Kindermediziner Tom Hutchinson steht den Aussagen der US-Kollegen allerdings kritisch gegenüber: Das rasanteste Wachstum gebe es im Teenager-Alter, Wachstumsschmerzen treten am häufigsten zwischen sechs und zehn Jahren auf. Außerdem treten diese auch während des Tages auf.


Rauchern wackeln die Zähne - Nikotin verhindert warnendes Zahnfleischbluten

Baierbrunn (ots) 31.01.2005 - Raucher haben ein 15-fach erhöhtes Risiko, ihre Zähne vorzeitig zu verlieren. Sie gehen meistens viel zu spät zum Zahnarzt, weil ihr Zahnfleisch erst blutet, wenn Schäden schon weit fortgeschritten sind, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Nikotin zögert die warnenden Blutungen lange hinaus. Selbst sorgfältiges Zähneputzen hilft nicht gegen den dann drohenden Zahnausfall: „Das Gift aus dem Tabak schadet dem Zahnfleisch auch bei optimaler Mundhygiene“, sagt Prof. Michael J. Noack, Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Klinikum der Universität zu Köln. Aufhören lohnt sich auch für die Zähne: Nach einem halben Jahr sind die Heilungschancen bei Parodontitis genauso gut wie bei Nichtrauchern, ermutigt der Experte die Tabaksüchtigen zum Verzicht.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Verbindung zwischen Intelligenz und Selbstmordrisiko

24.01.2005 - Junge Männer mit ausgeprägten intellektuellen Fähigkeiten begehen seltener Selbstmord. Das hat ein britisch-schwedisches Forschertrio ermittelt. Vor allem das logische Denkvermögen scheint starken Einfluss auf das Suizidrisiko zu haben, berichten die Forscher im "British Medical Journal".

"Für den beobachteten Zusammenhang gibt es mehrere denkbare Erklärungen", schreiben David Gunnell von der University of Bristol und seine Kollegen. Möglicherweise beeinflusse die Gehirnentwicklung während der Kindheit nicht nur die Intelligenz, sondern auch das Risiko für psychiatrische Erkrankungen wie Depression und Schizophrenie. Und vielleicht könnten Personen, die bei Intelligenztests niedrige Resultate erzielen, "in einer Krise nur schwerlich Lösungen für ihre Probleme finden, sodass Selbstmord eine abnorme Problemlösestrategie wird."

Gunnell und Kollegen analysierten Daten über rund 987.000 schwedische Männer, die bei ihrer Musterung für den Militärdienst auf ihre logischen, sprachlichen, technischen Fähigkeiten sowie auf ihr räumliches Denkvermögen getestet worden waren. Indem sie die Testresultate mit Sterberegister- und Volkszählungsdaten verknüpften, konnten die Mediziner bis zu 26 Jahre lang den Werdegang der Männer verfolgen. In diesem Zeitraum begingen 2.811 der Personen Selbstmord.

Bei jenen mit den niedrigsten Testergebnissen war die Selbstmordhäufigkeit zwei- bis dreimal höher als bei jenen mit den besten Resultaten, berichten die Forscher. Besonders stark war die Verbindung zwischen Selbstmordrisiko und logischem Denken, bewertet auf einer Skala von 1 bis 9: Mit jedem zusätzlichen Punkt sank das Suizidrisiko um 12 Prozent. Bemerkenswert war auch der Einfluss des familiären Hintergrundes. Das höchste Selbstmordrisiko wiesen Männer mit niedrigen Testergebnissen auf, deren Eltern zur "Bildungselite" gehörten.


Forschung: David Gunnell, Department of Social Medicine, University of Bristol; P.K.E. Magnusson, Department of Genetics and Pathology, Uppsala University; Finn Rasmussen, Department of Public Health Sciences, Karolinska Institute, Stockholm

Veröffentlichung in British Medical Journal, Vol. 330, 22. Januar 2005, pp 167-70

Quelle: Scienceticker


Lama-Antikörper gegen Schuppen

17.01.2005 - Auf einen unerwarteten Verbündeten können von Schuppen Geplagte hoffen. Niederländische und französische Biologen haben Lamas dazu gebracht, Antikörper gegen einen Pilz zu produzieren, der bei Schuppen eine wichtige Rolle spielt. Ihre Resultate präsentieren die Forscher im Fachblatt "Applied and Environmental Microbiology".

Antikörper von Kamelen und ihren Verwandten sind relativ einfach gebaut und zudem sehr stabil. Laut Theo Verrips von der Universität Utrecht und seinen Kollegen behalten die von ihnen isolierten Lama-Antikörper sogar in Gegenwart von Detergenzien ihre Form und damit ihre Pilzspezifität. Daher sei durchaus ein Einsatz in Shampoos und anderen Pflegeprodukten vorstellbar.

Schuppen fallen an, wenn sich die Zellen der Kopfhaut rascher als normal teilen und verhornen. Die genauen Ursachen sind noch unklar, immerhin kennt man jedoch zahlreiche Einflussfaktoren wie Hormone, Allergien oder Ernährung. Und auch Malassezia furfur, normalerweise ein unauffälliger Bewohner der Kopfhaut, scheint die lästige Schuppenbildung zumindest zu beschleunigen. Verrips und sein Team impften nun ein Lama mit dem Pilz und einem seiner Oberflächenproteine und hofften, das Tier werde entsprechende Antikörper bilden.

Tatsächlich produzierte der Schwielensohler eine Vielzahl unterschiedliche Antikörper, die das Malassezia-Oberflächenprotien Malf1 banden. Einige dieser Antikörper funktionierten sogar in handelsüblichen Shampoos, entdeckten die Forscher. Ob sie tatsächlich das Wachstum des Pilzes auf der Kopfhaut bremsen können, müsse zwar noch überprüft werden. In jedem Falle könnten die molekularen Spürhunde jedoch genutzt werden, "um Antischuppen-Wirkstoffe zielgenau an die Zelloberfläche von Malassezia furfur zu bringen."


Forschung: Edward Dolk, Marcel van der Vaart und Theo Verrips, Celbiologie, Universiteit Utrecht, und Unilever Research and Development, Vlaardingen; und andere

Veröffentlicht in Applied and Environmental Microbiology, Vol. 71(1), pp 442-50

Quelle: Scienceticker


Rauchen versetzt Zellen in Aufruhr

17.01.2005 - Amerikanische Mediziner haben einen weiteren Mechanismus identifiziert, durch den Rauchen Krebs begünstigen kann. Wie die Gruppe im Fachblatt "Cancer Research" berichtet, regt Tabakrauch menschliche Zellen zur Produktion eines Enzyms namens Cyclooxygenase 2 (COX-2) an. Das Enzym steht im Verdacht, die Entwicklung von Tumoren zu fördern.

Andrew Dannenberg von der Cornell University in Ithaca, New York, und seine Kollegen studierten Kulturen menschlicher Mundschleimhautzellen. Setzten sie die Zellen Tabakrauch aus, stieg die Konzentration von COX-2 darin auf das Vierfache. COX-2 wird in den meisten Geweben des Körpers erst nach einer Infektion oder Verletzung produziert. Das Enzym stellt wiederum entzündungsfördernde Signalstoffe aus der Gruppe der Prostaglandine her. Frühere Studien hatten gezeigt, dass es in Tumorzellen besonders aktiv ist und möglicherweise deren Überleben begünstigt.

Wie Dannenberg und Kollegen berichten, scheint Tabakrauch die Produktion des Enzyms auf indirekte Art und Weise zu beeinflussen. Ihren Experimenten zufolge, setzen die Schleimhautzellen als Reaktion auf die im Rauch enthaltenen Verbindungen zwei Proteine frei. Diese binden wiederum an den Rezeptor für den Wachstumsfaktor EGF (epithelial growth factor receptor, EGFR) auf der Oberfläche der Zellen. Gewissermaßen stimulieren sich die Zellen also selbst.

Erhöhte Konzentrationen der beiden Proteine fanden die Mediziner auch in Proben von Mundschleimhaut, die sie Rauchern entnommen hatten. Laut Dannenberg unterstreichen die Resultate die Rolle von EGFR als möglichem Angriffspunkt für die Krebsbekämpfung. "Mutationen können nur in sich teilenden Zellen entstehen und die Aktivierung des EGFR-Signalwegs fördert die Zellteilung", so der Mediziner.


Forschung: Andrew J. Dannenberg, Cancer Prevention, New York Presbyterian Hospital, Weill Medical College, Cornell University, Ithaca, New York; und andere

Veröffentlicht in Cancer Research, Vol. 65(2), 15. Januar 2005

Quelle: Scienceticker


Kassenrezepte sind einen Monat gültig - Rote, gelbe, grüne, blaue Rezepte und ihr Verfallsdatum

Baierbrunn (ots) 17.01.2005 - Vom Arzt ausgestellte Rezepte für Arzneimittel haben eine begrenzte Gültigkeitsdauer. Darauf weist das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" hin. Ein rotes Rezept (Papier weiß, Aufdruck rot) ist für Medikamente, die von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Es gilt einen Monat. Gelb sind Betäubungsmittel-Rezepte; in der Regel betreffen sie starke Schmerzmittel. Diese Verordnung muss innerhalb von sieben Tagen eingelöst sein. Für Privatrezepte verwenden die meisten Ärzte blaue Vordrucke. Sie sind ein halbes Jahr gültig. Neu ist das grüne Rezept. Darauf trägt der Arzt Medikamente ein, die er empfiehlt. Sie sind unbegrenzt gültig und werden von den Kassen nicht erstattet.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau



"Kleine Freuden" lassen Spielsüchtige kalt


10.01.2005 - Einige Menschen werden vielleicht zu krankhaften Spielern, da ihnen die sprichwörtlichen kleinen Freuden des Alltags nicht ausreichend Befriedigung verschaffen. Entsprechende Resultate präsentieren Hamburger Forscher im Fachblatt "Nature Neuroscience". Beim Vergleich spielsüchtiger und nicht betroffener Personen stellten sie bei ersteren eine deutlich geringere Aktivierung des Belohnungssystems im Gehirn fest.

Frühere Studien ließen vermuten, dass Lebewesen einen gewissen Mindestspiegel des "Glückshormons" Dopamin im Gehirn anstrebten, schreiben die Neurowissenschaftler und Psychologen um Christian Büchel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Normalerweise könne dieser Spiegel durch alltägliche Freuden erreicht werden, beispielsweise durch Essen. In einigen Fällen - schätzungsweise 1,6 Prozent aller Menschen sind im Laufe ihres Lebens einmal von Spielsucht betroffen - schienen jedoch stärkere Reize nötig zu sein.

Büchel und Kollegen ließen je zwölf Spielsüchtige und Nicht-Betroffene ein einfaches Glücksspiel absolvieren. Gleichzeitig kartierten sie die Gehirnaktivität der Personen per funktioneller Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie). Bei jedem Gewinn wurde unter anderem der Nucleus accumbens aktiv, ein Teil des Belohnungssystems im Gehirn. Diese Reaktion fiel bei den spielsüchtigen Teilnehmern deutlich schwächer aus als bei den Kontrollpersonen - und das umso mehr, je stärker ausgeprägt die Spielsucht war.

Ein ähnlicher Effekt zeigte sich im präfrontalen Kortex in einer Region, die an der Kontrolle des Verhaltens beteiligt ist. Offenbar benötigen pathologische Spieler stärkere Belohungsreize und sind gleichzeitig weniger gehemmt, wenn es darum geht, sich diese zu beschaffen. Als Folge verspielen sie oft nicht nur Hab und Gut, sondern verlieren auch Freunde und Bekannte.


Forschung: Jan Reuter und Christian Büchel, NeuroImage Nord, Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; und andere


Online-Veröffentlichung Nature Neuroscience, 9. Januar 2005, DOI 10.1038/nn1378


Quelle: Scienceticker


Nase komplizierter als Jumbojet

10.01.2005 - Strömungsphysiker, die eine Herausforderung suchen, sollten sich der Nase zuwenden. Dieses vorläufige Fazit ziehen britische Ingenieure und Biomechaniker nach Messungen an einem überdimensionalen Modell der Nasenhöhle. Die Luftströmung im menschlichen Riechorgan ist demnach komplexer ist als die an einem Verkehrsflugzeug.

"Die Luftströmung entlang eines Flugzeugs gilt gemeinhin als kompliziert", so Denis Doorly, Luftfahrtingenieur am Imperial College London, "in mancherlei Hinsicht ist sie jedoch einfacher zu verstehen als die Strömung in der Nasenhöhle. Die Geometrie der Nase ist hoch komplex, es gibt keine geraden Linien oder einfachen Kurven wie bei einer Tragfläche."

Aus Schädel-Computertomographien berechneten Doorly und seine Kollegen ein dreidimensionales Modell der Nasenhöhle. Per Rapid-Prototyping-System erzeugten sie daraus wiederum - in zweifacher Vergrößerung - ein greifbares Modell aus durchsichtigem Silikon. Durch dieses Modell pumpen die Forscher mit farbigen Partikeln versetztes Wasser, um die Strömung beobachten und analysieren zu können. "Egal, ob ruhiges Atmen oder rasches Schnüffeln - wir wollen genau wissen, was passiert", sagt Doorlys Kollege Robert Schroter.

Zu den ersten Resultaten des Teams gehört eine Erklärung dafür, warum Menschen die Luft kräftig einziehen, wenn sie einen Geruch genau analysieren wollen. Der rasche Luftstrom lässt demnach Wirbel in der Nase entstehen, die die Duftstoffe besonders gut an die Riechzellen am Dach der Nasenhöhle herantragen. Weitere Untersuchungen an Silikon- und Computermodell könnten Chirurgen bei der Operationsplanung helfen und neue Wege aufzeigen, Medikamente durch die Nase ins Blut zu bringen, hoffen die Wissenschaftler.


Forschung: Robert C. Schroter, Department of Bioengineering, und Denis J. Doorly, Department, Department of Aeronautics, Imperial College London; und andere

Quelle: Scienceticker


Alkoholkranke: Nerven können sich erholen - Bei Abstinenz regeneriert sich das Gehirn wieder

Baierbrunn (ots) 03.01.2005 - Nervenzellen, die durch Alkoholmissbrauch zerstört werden, kann der Körper ersetzten, wenn der Abhängige die
Abstinenz schafft. Davon ist laut einem Bericht des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" Dr. Fulton Crews, Wissenschaftler von der Universität von North Carolina (USA), überzeugt. Er hat bei Versuchen an Ratten beobachtet, dass die Zahl der Nervenzellen schon zwei Tage nach Absetzen des Alkohols wieder zunahm. Besonders deutlich war dies in einer Hirnregion, die bei
Alkoholikern besonders leidet. Die Regeneration setzte ein, egal wie lange die Alkoholabhängigkeit bestanden hatte. Dr. Crews ist überzeugt, dass die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind: „Es ist sogar möglich, dass beim Menschen die Zunahme noch stärker ist.“

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Heimliches Pillenschlucken - Gefahren von Wechselwirkungen werden ignoriert

Baierbrunn (ots) 03.01.2005 - Jeder fünfte Klinikpatient nimmt ohne Wissen seiner behandelnden Ärzte selbst verordnete Medikamente ein, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetiker Ratgeber" unter Berufung auf eine Studie an der Universitätsklinik Heidelberg. Etwa zehn Prozent nahmen Johanniskraut gegen Depressionen. Das sei riskant, weil Johanniskraut den Abbau vieler Wirkstoffe in der Leber beschleunige. Gefährlich könne die parallele Einnahme sein, wenn die Dosis anderer Medikamente besonders genau sein muss. Patienten sollten deshalb ihren Ärzte immer alle Arzneimittel angeben, die sie einnehmen.

Quelle: Wort und Bild - Diabetiker Ratgeber


Erfrierungen: Narben bleiben - Frostfolgen im Gesicht eventuell Fall für plastische Chirurgen

Baierbrunn (ots) 27.12.2004 - Erfrierungen bei Kindern können zu dauerhaften Schädigungen des Gewebes und zu Narbenbildung führen, erklärt das
Apothekenmagazin "BABY und die ersten Lebensjahre". Die Art und Stärke der Narbenbildung hängt auch von der Veranlagung des Betroffenen ab. Bei Erfrierungen im Gesicht sollte die Stelle über ein bis zwei Jahre beobachtet werden, um zu sehen, wie stark sich der Defekt ausprägt. Dann kann am besten ein erfahrener Hautarzt oder ein plastischer Chirurg entscheiden, ob die Korrektur der Narbe sinnvoll
und möglich ist.

Quelle: Wort und Bild - Baby und die ersten Lebensjahre


PET-Bilder - scharf gemacht

20.12.2004 - Scharfe Bilder aus dem Körperinneren helfen dem Arzt bei der Diagnose von Krankheiten. Bewegungen des Patienten bei der Untersuchung führen zu einer Verschlechterung der Bildqualität. Das moderne bildgebende Verfahren Positronen-Emissions-Tomographie (PET) verlangt relativ lange Aufnahmezeiten, weshalb gerade dieses Verfahren von der Problematik der Patientenbewegungen betroffen ist. Physiker im Forschungszentrum Rossendorf (FZR) machen mit einem intelligenten System PET-Bilder scharf und haben dafür am 16. Dezember den
FZR-Technologiepreis 2004 erhalten.

Bei Hirnuntersuchungen, die, je nach Fragestellung, zwischen mehreren Minuten und über eine Stunde dauern können kommt eine Skibrille zum Einsatz. Dabei sind hinter dem in der PET-Kamera liegenden Patienten zwei Infrarotkameras angebracht. Die Kameras senden Infrarotblitze in regelmäßigen Abständen von 20 Tausendstel Sekunden aus, die durch an der Skibrille angebrachte Kugeln reflektiert werden. Dieses reflektierte Licht wird von den Infrarotkameras erfasst und erlaubt die genaue Bestimmung der Kugeln und damit auch des Kopfes. Jede kleinste Bewegung des Kopfes kann so registriert werden.

Nun gilt es, diese Information in die Bearbeitung der Messdaten einfließen zu lassen. Dr. Paul Bühler und sein Team gingen hier einen aufwendigen, aber vielversprechenden Weg. Sie wollten die PET-Bilder nicht im Nachhinein korrigieren, sondern die Bewegungsinformation der Kameras direkt bei der Erstellung der Bilder mit den Messdaten verknüpfen. Ziel war es, so besonders scharfe Bilder zu erhalten, damit möglichst kleine Stoffwechselveränderungen sicher dargestellt werden können. Bei einer PET-Untersuchung fallen allerdings bis zu mehrere hundert Millionen registrierte Messwerte (Quantenpaare) an, die zu einem einzigen dreidimensionalen Bild umgerechnet werden. Jeder einzelne dieser Messwerte also wird bewegungskorrigiert, so dass schließlich ein scharfes Bild entsteht, in dem alle Bewegungen des Patienten herausgerechnet wurden. Die Physiker im PET-Zentrum Rossendorf haben damit eines der weltweit sensibelsten Korrektursysteme für PET-Bilder des Kopfes entwickelt.

Der Kopf ist ein in sich starres System, so dass sich die Bewegungsmessung mit der Skibrille hierfür hervorragend eignet. Man stelle sich nun aber den Brustraum vor, bei dem sich durch jede Atembewegung Verschiebungen ergeben, man also aus der Bewegung des Brustbeines nicht auf einfache Weise auf die Bewegung der Lungenspitzen schließen kann. Für die Bewegungsmessung bei PET-Untersuchungen des Brustraums wird ein spezieller Brustgurt mit integriertem Drucksensor eingesetzt. Dieser misst den Atemzyklus des untersuchten Patienten. Zur Korrektur der Bewegungen wird die Atemkurve dann in mehrere Intervalle unterteilt, wobei jedes dieser Intervalle für einen bestimmten Atemzustand steht. Die einzelnen Messdaten werden dann einem der Intervalle zugeordnet und die Bilder der entsprechenden Phasen der Atembewegung rekonstruiert. Damit erhält man mehrere scharfe Teilbilder, die anschließend nach Anwendung geeigneter Transformationen zu einem einzigen scharfen Bild zusammen addiert werden.

Der FZR-Technologiepreis ist mit 1.600 Euro dotiert. Er wurde am 16.12.2004 an Dr. Paul Bühler, Uwe Just und Jens Langner vom PET-Zentrum Rossendorf verliehen.

Informationen zur
Positronen-Emissions-Tomographie (PET):
Die Positronen-Emissions-Tomographie ist ein modernes bildgebendes Verfahren, das ohne Operation Einblicke in das Körperinnere erlaubt. Anders als bei der Computer-Tomographie (CT) oder der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) werden bei der PET nicht anatomische Eigenschaften abgebildet sondern Stoffwechselvorgänge. Deshalb ist die PET für die Diagnose von gewissen Stoffwechsel-, Tumor-, Herz- und Gehirnerkrankungen angezeigt. Dem Patienten wird eine radioaktiv markierte, biologische Substanz gespritzt, ein so genannter Tracer. Dieser Tracer nimmt auf natürliche Weise an den Stoffwechselprozessen teil, die man abbilden möchte. Dabei wird das Radionuklid mitgetragen und ist über seine Strahlung messbar. Die Radionuklide in der PET sind Positronen-Strahler mit kurzen Halbwertszeiten. Bei der Vereinigung des ausgestrahlten Positrons mit einem Elektron der Umgebung entstehen zwei Gammaquanten, die sich in einem Winkel von nahezu 180 Grad auseinander bewegen. Es sind diese Quantenpaare, die in der PET gemessen werden und damit Aufschluss über die räumliche Verteilung des Tracers im Körper liefern. Eine PET-Untersuchung entspricht übrigens in etwa der Strahlenbelastung einer Röntgenaufnahme des Brustkorbes.

Ansprechpartner im FZR:
Dr. Paul Bühler
Institut für Bioanorganische und
Radiopharmazeutische Chemie
Tel.: 0351 260 - 2622;
Email: p.buehler @fz-rossendorf.de

Information:
Das Forschungszentrum Rossendorf (FZR) betreibt Grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung mit Photonen- und Teilchenstrahlen, wobei
- die Erforschung der Materie auf der Skala von Nanometern,
- der Schutz von Mensch und Umwelt vor technischen Risiken und
- der Einsatz bei Tumor- und Stoffwechselerkrankungen den Schwerpunkt bilden.

Dazu werden 5 Großgeräte eingesetzt, die europaweit unikale Untersuchungsmöglichkeiten auch für auswärtige Nutzer bieten. Eines der Geräte befindet sich in Grenoble/Frankreich, das sechste Großgerät, das Hochfeldlabor Dresden, wird derzeit aufgebaut.

Das FZR ist mit ca. 550 Mitarbeitern das größte Institut der Leibniz-Gemeinschaft (www.wgl.de) und verfügt über ein jährliches Budget von rund 56 Mill. Euro. Hinzu kommen etwa 8 Mill. Euro aus nationalen und europäischen Förderprojekten sowie aus Verträgen mit der Industrie. Die insgesamt 80 Leibniz-Institute (ab 1.1.2005: 82) in Deutschland betreiben anwendungsorientierte Grundlagenforschung im gesamtstaatlichen Interesse und werden deshalb von Bund und Ländern gemeinsam gefördert.

Tomographie-Röhre
Skibrille mit Kugeln im Einsatz
bei einer PET-Untersuchung
FZR

Rötgenbild Gehirnaufnahme
Gehirnuntersuchung: Bild rechts mit
Bewegungskorrektur , links ohne.
FZR

Quelle: Forschungszentrum Rossendorf


Koffein auf der Überholspur

20.12.04 - Koffein ist eine abhängig machende psychoaktive Droge, die bereits Kinder in Form von Cola und Schokolade konsumieren. Zudem kommen in den Industrieländern die meisten Babys bereits mit Spuren von Koffein im Körper zur Welt: Es wird über die Nabelschnur der Mutter übertragen. Das berichtet das Wissensmagazin NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in seiner Januar-Ausgabe (EVT 20.12.2004).

Es gibt kaum jemanden, der nicht täglich Koffein zu sich nimmt. Diese Droge steckt nicht nur im Kaffee, sondern auch in der Cola, in Tee, in Schokolade, in Energy-Drinks und in Schmerztabletten. Eines der neuesten koffeinhaltigen Produkte sind Strumpfhosen, in deren Maschen das Stimulans eingewoben ist. Es soll zu schlankeren Oberschenkeln verhelfen. Tatsache ist, dass die legale Droge Koffein einen einzigartigen Boom erlebt. Das zeigen nicht nur zahlreiche Produktvarianten, sondern etwa auch der Erfolg des Unternehmens "Starbucks", das täglich irgendwo auf der Welt vier neue Coffee-Shops eröffnet und 200 Mitarbeiter einstellt.

Die meisten Wissenschaftler sind der Ansicht, dass ein bis zwei Becher Kaffee pro Tag nicht schädlich sind. Dennoch bleibt Koffein eine Droge und beeinflusst verschiedene geistige und körperliche Funktionen. So braucht jemand, der täglich etwa drei Becher Kaffee trinkt, mindestens einen Becher Kaffee, damit sein Gehirn einfach nur normal arbeitet. Der bewusste Missbrauch von Koffein ist trotzdem selten. Im Sport gelten hohe Dosen ab etwa 6 Tassen Kaffee als Doping.

Versteckte Koffeinfallen finden sich in Schokolade und Schmerztabletten. So enthält Bitterschokolade dreimal so viel Koffein wie Vollmilchschokolade. Aber man muss mehr als zwei Tafeln Bitterschokolade verdrücken, um auf den Koffein-Gehalt zu kommen, der in einem Becher Kaffee steckt.

Quelle: NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND


Körperliches Training als Therapie? Europäische Kommission fördert große Studie

20.12.04 - Experten sprechen mittlerweile von einer Epidemie: Massives Übergewicht und Typ 2-Diabetes sind in den westlichen Gesellschaften auf dem Vormarsch - mit steigender Tendenz. 12,7 Millionen Euro investiert die Europäische Kommission nun in eine Studie zu den positiven Auswirkungen eines Ausdauertrainings auf die Gesundheit. Es ist das erste Mal, dass eine derartige Untersuchung von der Kommission in diesem Umfang gefördert wird. Insgesamt 26 Labors in 13 europäischen Ländern sind an der Studie beteiligt. Die Gruppe um Professor Ulrich Pohl vom Physiologischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist der einzige deutsche Partner. Die Forscher konzentrieren sich auf die Frage, wie körperliches Training und Veränderungen im Muskelstoffwechsel die Kommunikation von Zellen in kleinen Blutgefäßen verändern. "Wir konnten bereits zeigen, dass diese Kommunikation kritisch für die Kontrolle des Blutflusses ist", so Pohl. "Wird diese eingeschränkt, kann es zu Bluthochdruck und Arteriosklerose kommen."

Wenig Bewegung und "fast food" - diese zwei Komponenten des modernen Lebensstils sind oft beteiligt an der Entstehung von Fettsucht und Typ 2- Diabetes, die wiederum zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können. Es ist bereits bekannt, dass körperliche Bewegung die Entstehung von Typ 2-Diabetes bei gefährdeten Menschen verhindern oder verzögern kann. Die von der Europäischen Kommission jetzt in Auftrag gegebene Studie soll diesen Zusammenhang jetzt weiter aufklären. Dann können möglicherweise präzise Empfehlungen gegeben werden, welche Art und welcher Umfang körperlicher Betätigung das beste Ergebnis erzielen. Zudem können auf diesem Weg unter Umständen auch neue Therapien für diese Leiden entwickelt werden.

An der Studie sind Universitäten, Forschungseinrichtungen, Biotech- sowie Pharmafirmen beteiligt. Die von ihnen koordiniert untersuchten Fragestellungen decken einen sehr weiten Bereich ab. Dabei kann es ganz grundlegend um die Struktur von Schlüsselproteinen gehen, aber auch um die Durchführung und wissenschaftliche Auswertung überwachter Trainingsprogramme, die von freiwilligen Versuchsteilnehmern durchgeführt werden. (suwe)

Quelle: Ludwig-Maximilians-Universität München


Gefährlicher Prothesenabrieb

20.12.04 - Beim Verschleiß von künstlichen Gelenken, Schienen oder anderen Implantaten entstehen metallische Abrieb- und Korrosionsprodukte. Der Orthopäde Dr. Clayton Kraft von der Universität Bonn hat die Wirkung dieser Substanzen auf den Körper genauer untersucht - mit alarmierendem Ergebnis: Der Abrieb kann Entzündungen in der Skelettmuskulatur hervorrufen und dazu führen, dass sich die Prothesen lockern. Dadurch kann sich ihre Lebensdauer deutlich verkürzen. Für seine 2003 veröffentlichte Studie erhielt der Privatdozent nun den Wissenschaftspreis der Arbeitsgemeinschaft für Endoprothetik. Die Auszeichnung ist mit 12.500 Euro dotiert; sie zählt zu den angesehensten Forschungspreisen auf dem Gebiet der Orthopädie und Traumatologie in Deutschland.

Dass Verschleißprodukte aus Prothesen Entzündungen hervorrufen können, wurde schon lange vermutet. Dr. Kraft und seine Mitarbeiter haben diese These aber erstmals genauer geprüft. Dazu untersuchten sie den Effekt von Titan- und Edelstahl-Abrieb auf die Skelettmuskulatur von Hamstern. "Wir haben unter anderem beobachtet, dass nach Zugabe der Verschleißprodukte vermehrt weiße Blutkörperchen aus den Muskelgefäßen in das umliegende Gewebe wandern", erklärt Kraft. "Das ist eine typische Entzündungsreaktion!"

Weiße Blutkörperchen sind Zellen, mit denen der Körper beispielsweise Krankheitserreger attackiert. Gleichzeitig schütten die "Killerzellen" bestimmte Botenstoffe aus, die ihrerseits unter anderem bewirken können, dass Knochenmaterial abgebaut wird. Bei einer permanenten Entzündung, wie sie durch den Abrieb hervorgerufen wird, können sich die Prothesen daher mit der Zeit lockern - für den Patienten der Super-GAU. "Edelstahl-Abrieb wirkt nach unseren Beobachtungen weit stärker entzündungsfördernd als Titan-Abrieb", so Dr. Kraft. Der Einsatz der teureren Titanprothesen dürfte sich daher letztlich rentieren.

Ziel müsse es sein, möglichst verschleißarme Materialien zu entwickeln. Doch solle man auch ihre unterschiedliche Bioverträglichkeit nicht aus den Augen verlieren. Dr. Clayton Kraft: "Kobalt-Chrom-Molybdän ist beispielsweise ein sehr verschleißarmer Werkstoff. Der Abrieb wirkt aber noch stärker entzündungsfördernd als der von Edelstahl-Implantaten."

Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn


Trockener Mund vergeht oft wieder - Nebenwirkung häufig nur anfangs bei neuen Tabletten

06.12.2004 - Ein trockener Mund durch neu verordnete Tabletten sollte nicht sofort zum Abbruch der Behandlung verleiten. „Meine Erfahrung ist, dass die Mundtrockenheit häufig zu Beginn der Therapie als Nebenwirkung auftritt, sich im weiteren Verlauf jedoch wieder verliert“, schreibt der Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. med. Heinz Jarmatz, im Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Lindernd wirkt in diesen Fällen, Salbeibonbons oder in Olivenöl eingelegte
Nüsse zu lutschen. Nicht selten kommt Mundtrockenheit bei älteren blutdrucksenkenden Medikamenten, Psychopharmaka und Parkinson-
Mitteln vor. Die Hochdrucktabletten kann der Arzt häufig durch andere ersetzen, die zuletzt genannten dagegen meist nicht.

Quelle: Wort und Bild - Senioren Ratgeber



Techniker Krankenkasse (TK): Männer sind Präventionsmuffel

Hamburg (ots) 29.11 2004 - "Der kluge Mann baut vor", sagt der Volksmund. Die Techniker Krankenkasse (TK) hilft ihren Versicherten mit  zahlreichen Kursen Krankheiten vorzubeugen und die Gesundheit zu fördern. Doch Männer erweisen sich häufig als "Präventionsmuffel". So waren beispielsweise bei Bewegungskursen der TK, die
Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, im vergangenen Jahr nur 23 Prozent der Teilnehmer Männer. Dabei sind gerade diese Erkrankungen mitverantwortlich für die kürzere Lebenserwartung der Männer.

"Wir haben die Beobachtung gemacht, dass Männer häufig erst dann einen Präventionskurs belegen, wenn sie Krankheitszeichen - zum Beispiel die Vorboten eines Herzinfarktes - spüren oder schon ernsthaft erkrankt sind", sagt Nicole Knaack, Gesundheitsexpertin der TK. Neu konzipierte Angebote sollen daher mehr Männer motivieren, schon vorbeugend etwas für ihre Gesundheit zu tun. Ein Beispiel ist die "Gesundheitswoche" der TK, ein einwöchiges Kompaktangebot in ausgewählten Kliniken. Das komprimierte, qualitativ hochwertige Programm rund um Bewegung, gesunde Ernährung und Stressprävention spricht deutlich mehr Männer an als herkömmliche Gesundheitskurse, die sich über mehrere Wochen hinziehen. "Hier sind 75 Prozent der Teilnehmer Männer", erläuterte Nicole Knaack. Auch Kurse, an die sich eine Betreuung per Internet, ein so genanntes e-Coaching, anschließt, werden verstärkt von Männern belegt.

Auch bei der Vorsorge hinken Männer hinterher

Nur 31 Prozent der bei der TK versicherten Männer haben sich im vergangenen Jahr vorsorglich auf Krebs untersuchen lassen. Bei den Frauen waren es 64 Prozent. Auch beim Gesundheits-Check-Up, der den allgemeinen Gesundheitszustand unter die Lupe nimmt, hinken Männer hinterher. "Es zeigt sich, dass Frauen und Männer anders mit Gesundheit umgehen", sagt Armin Mechkat, Arzt bei der TK. Das größere Interesse der Frauen an Gesundheitsfragen könnte daran liegen, dass es bis heute traditionell die Frauen sind, die sich um die Gesundheit in der Familie kümmern - auch neben ihrer eigenen Berufstätigkeit. Als Mutter, Ehefrau oder Lebenspartnerin betreuen und erziehen sie die Kinder, pflegen alte und kranke Eltern und Schwiegereltern.

Aber gerade auch für Männer ist es wichtig, gesundheitlichen Risiken entgegen zu wirken. Bei einer Auswertung von Vorsorgeuntersuchungen im Nachbarland Österreich zeigte sich, dass bestimmte Risikofaktoren bei Männern häufiger vorkommen: Verglichen mit Frauen leiden Männer öfter an Übergewicht und Blutdruckproblemen - vermutlich aufgrund unterschiedlicher Lebensstile. Außerdem treten bei Männern häufiger Fettstoffwechselstörungen auf. "Vorsorgetermine helfen, mögliche Risiken rechtzeitig zu erkennen", rät Armin Mechkat. Die Techniker Krankenkasse übernimmt die Kosten für viele Früherkennungsuntersuchungen. Wer wegen eines Vorsorgetermins zum Arzt geht, braucht keine Praxisgebühr zu zahlen.

Quelle: Techniker Krankenkasse (TK)


Neue Studie: Managerfitness auf dem Prüfstand

29.11.2004 - Wie fit sind Führungskräfte? Sie treiben trotz ihres hohen Arbeitspensums häufiger und länger Sport als die deutsche Allgemeinbevölkerung. 76 Prozent sind regelmäßig körperlich aktiv, 52 Prozent mehr als zwei Stunden wöchentlich. Das ergibt eine wissenschaftliche Querschnittstudie von PREVENT, einem überregionalen Anbieter von Gesundheits-Check-ups.

Medizinischer Check
Foto: "obs/PREVENT, IAS Stiftung"
Leistungs-EKG: Ein Check-up bei PREVENT zeigt dem Manager, wo er gesundheitlich steht und unterstützt ihn dabei, hohen Anforderungen sowie täglichem Termin- und Erfolgsdruck positiv zu begegnen.

"Deutsche Manager schätzen Sport als Ausgleich zur mentalen Beanspruchung und sind sich der gesundheitsfördernden Wirkung bewusst," berichtet Dr. Eugen Renz, Studienleiter. Im Hinblick auf die altersspezifischen Sollwerte schnitten vor allem die 50- bis 59-Jährigen gut ab, besser als die Jüngeren.

Der Studie liegen Daten von über 400 Führungskräften des mittleren und oberen Managements zugrunde, die sich 2003 einer Check-Up-Untersuchung unterzogen haben. Sie basiert auf einer Sportanamnese, der Bestimmung von Körpergröße, Gewicht, Körperfettanteil und Body-Mass-Index sowie einer
leistungsdiagnostischen Belastungsuntersuchung auf dem Fahrradergometer.

Mit Sport Gesundheitsrisiken senken

Mediziner empfehlen einen Trainingsumfang von wöchentlich mindestens zwei Stunden, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu verringern. Bei der Hälfte aller Studienteilnehmer wurde ein entsprechendes Maß an Fitness nachgewiesen, wobei Ausdauersportler die besten Ergebnisse erzielten.

Durch die sportliche Betätigung leiden Führungskräfte zudem deutlich seltener unter Übergewicht als der altersentsprechende Bevölkerungsdurchschnitt. Mit einem niedrigen Body-Mass-Index bzw. Körperfettwert sinkt auch das Risiko für Bluthochdruck und Typ-II-Diabetes.

Bewegung liegt im Trend

Vergleicht man die neuen Ergebnisse mit einer Untersuchung von PREVENT aus dem Jahr 2001, so hat die sportliche Aktivität bei Managern zugenommen. Die beliebtesten Sportarten sind Laufen, Rad fahren, Tennis und Golf. Nur 24 Prozent der Studienteilnehmer treiben keinen Sport, sieben Prozent bewegen sich auch im Alltag wenig, vermeiden Treppen etc. Ein großer Teil der Befragten würde gerne noch mehr Sport treiben, doch 81 Prozent gaben an, dass ihnen dafür die Zeit fehle.


Quelltext: PREVENT, IAS Stiftung


Strom vertreibt Bakterien von Implantaten

22.11.2004 - Elektrischer Strom könnte helfen, orthopädische Implantate frei von Bakterien zu halten. Das haben niederländische Mikrobiologen ermittelt. Wie sie im Fachblatt "Applied and Environmental Microbiology" berichten, löst ein schwacher Gleichstrom selbst hartnäckige Biofilme von Stahlimplantaten.

Damit ein gebrochener Knochen wieder zusammenwachsen kann, müssen die Fragmente mitunter durch einen äußeren Rahmen in Position gehalten werden. Dazu werden Edelstahlstäbe in den Knochen geschraubt, die wiederum auf einer Metallstange außerhalb des Körpers befestigt sind. Das Problem: Die durch die Haut ragenden Stäbe stellen ein Einfallstor für Bakterien dar. Entsprechend häufig seien Infektionen, erläutern die Forscher um Henny van der Mei von der Universität Groningen.

Besonders ernst werde die Lage, wenn die Mikroben Biofilme auf dem Implantat bildeten. "In solchen Fällen sind 500- bis 5.000-mal höhere Antibiotikaspiegel nötig, um auf die Organismen im Biofilm den gleichen Effekt wie auf einzeln auftretende Organismen zu erzielen." Angeregt durch frühere Beobachtungen, testeten van der Mei und ihr Team nun die Wirkung von elektrischem Strom auf solche Biofilme. Als Testorganismus diente dabei Staphylococcus epidermidis.

Die Forscher gaben den Bakterien 200 Minuten Zeit, sich auf Edelstahlpulver anzusiedeln und Biofilme zu bilden. Dann setzten sie das Metall sechs Stunden lang entweder Dauerstrom oder aber Strompulsen aus. Als besonders effektiv erwies sich Gleichstrom mit einer Stärke von 100 Mikroampere. In diesem Fall kam es zu einer 80-prozentigen Ablösung der Biofilme von der Unterlage - und lediglich 2 bis 3 Prozent der auf dem Metall verbliebenen Bakterien zeigten noch Stoffwechselaktivität. Van der Meiden und ihre Kollegen glauben daher, dass ihre Strommethode - in Kombination mit der herkömmlichen Versorgung der Metallpins - gute Dienste leisten kann. Die Applikation des Stroms könne erfolgen, indem man eine Ringelektrode um den Stab lege und den Edelstahlstab selbst als zweite Elektrode nutze.


Forschung: Arnout J. van der Borden, Hester van der Werf, Henny C. van der Mei und Henk J. Busscher, Department of Biomedical Engineering, University of Groningen

Veröffentlicht in Applied and Environmental Microbiology, Vol. 70(11), pp 6871-4

Quelle: Scienceticker


Laser beseitigt Mundgeruch

22.11.2004 - Wenn Zahnseide und Mundwässer nichts gegen Mundgeruch ausrichten können, hilft unter Umständen ein Laser. Entsprechende Resultate präsentieren israelische Mediziner im Fachblatt "Otolaryngology - Head and Neck Surgery". Die Bestrahlung kann demnach Mikroben auf der Oberfläche der Mandeln und damit eine Ursache für den üblen Geruch beseitigen.

Bei dauerhaft schlechtem Mundgeruch sprechen Mediziner von einer Halitose. Ursache sind meist Stoffwechselprodukte von Bakterien, die sich in Zahnfleischtaschen, Zahnzwischenräumen oder anderen Nischen in der Mundhöhle angesiedelt haben. Yehuda Finkelstein vom Sapir Medical Center in Kfar Saba und seine Kollegen untersuchten nun 53 Männer und Frauen, bei denen die Mandeln der Ursprung waren - erwiesen durch einen deutlich intensiveren Geruch nach Massage der Rachenschleimhaut.

Um den Mikroben den Garaus zu machen, nahmen die Mediziner eine Laser-Kryptolyse vor. Dabei wird die Schleimhaut betäubt und dann mit einem Kohlendioxid-Laser mit einer Leistung von bis zu 20 Watt bestrahlt. Das intensive Licht verdampft das Gewebe oberflächlich und ebnet es dadurch ein. Dieses "Laser-Hobeln" beseitigt auch feine Vertiefungen in der Oberfläche der Mandeln, die eigentlich deren Wirksamkeit bei der Bekämpfung von Krankheitserregern fördern sollen, jedoch auch als Schlupflöcher für ungebetene Gäste fungieren können.

"Bei 28 Patienten war der Mundgeruch nach einer Behandlungssitzung vollständig beseitigt", berichten Finkelstein und Kollegen. Bei 18 Patienten seien zwei, bei 5 Patienten drei Sitzungen nötig gewesen. Lediglich zwei Patienten habe nur durch eine Entfernung der Mandeln geholfen werden können. Schädliche Nebenwirkungen seien nicht aufgetreten, so die Mediziner. Ihrer Ansicht nach "ist die CO2-Laser-Kryptolyse ein effektives, sicheres und gut verträgliches Verfahren für die Behandlung der Halitose."


Forschung: Yehuda Finkelstein und Gilead Berger, Palate Surgery Unit und Department of Otolaryngology - Head and Neck Surgery, Meir Hospital, Sapir Medical Center, Kfar Saba; und andere

Veröffentlicht in Otolaryngology - Head and Neck Surgery, Vol. 131(4), pp 372-7, DOI 10.1016/j.otohns.2004.02.044

Quelle: Scienceticker



Aggressionen gegen Computer


22.11.2004 - Im Büroalltag muss ein Computer nicht nur rechnen können, sondern auch physische Attacken verkraften können. Das hat eine Soziologin an der Fernuniversität Hagen ermittelt. Gut ein Drittel der von ihr Befragten gab zu, den "Kollegen Computer" schon einmal mit Handgreiflichkeiten traktiert zu haben.

Für ihre Arbeit befragte Marleen Brinks 340 Personen, die beruflich mindestens 30 Stunden pro Woche am Computer verbringen. Wenn ein Rechner nicht so funktioniert, wie man es von ihm erwartet, wird es demnach ungemütlich in deutschen Büros.

Zwei Drittel der Befragten räumten ein, ihrem Computer gegenüber schon einmal laut geworden zu sein. Mit Fluchen und Schimpfen ist jedoch nicht immer getan: 31 Prozent gaben an, mit der Maus auf den Tisch geschlagen oder mit ihr geworfen zu haben, 15 Prozent hatten gegen den Bildschirm geschlagen oder gegen das Rechnergehäuse getreten. Und immerhin 1,5 Prozent gestanden, den Monitor vom Tisch gestoßen oder den Rechner absichtlich fallen gelassen zu haben.

Aggression gegen Technik, "Technology Related Anger", ist laut Mitteilung der Fernuniversität ein weites Feld. Neben Computern müssen demnach auch andere Gerätschaften wie Fahrkartenautomaten, Scannerkassen oder Autos den Zorn ihrer Nutzer aushalten. Basis dieses Verhaltens ist nach Ansicht Brinks, dass Menschen den Rechner nicht als Rechenknecht, sondern als Wesen sehen. "Technik versagt nun einmal", beschwichtigt die Soziologin.

Forschung: Marleen Brinks, München; Gerd Wiendieck und Thomas Bartos, Institut für Psychologie, Fernuniversität Hagen

Quelle: Scienceticker



Bauchfrei – Der Niere ist es egal - Kein höheres Risiko für Nieren- und Blasenentzündungen

22.11.2004 - Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Belege, dass bauchfreie Kleidung für Blasen- oder Niereninfekte anfälliger macht. Das schreibt Prof. Dr. Helmut Knispel, Berlin, im Apothekenmagazin "Gesundheit". Selbst wenn man am ganzen Körper friert, erklärt der Urologe, halten die inneren Organe ihre Temperatur konstant. Allerdings: Blasenentzündungen kommen bei jüngeren Frauen tatsächlich häufiger vor. Das habe aber nichts mit bauchfreier Mode zu tun, sondern mit der naturgegebenen Anatomie. Sie hat Frauen mit einer kürzeren Harnröhre ausgestattet. Dadurch können Keime leichter den Weg in die Blase finden. Dann aber ist bauchfrei auch aus medizinischem Grund einmal nicht angebracht: Wärme lindert nämlich die Beschwerden.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Gesundheit


Trockene Haut durch zu heißes Baden - Juckreiz oft nur durch falsche Hautpflege verursacht

22.11.2004 - Zu heißes Waschen trocknet die Haut aus und fördert den Juckreiz. Wer durchgefroren heimkommt und sich nach einem Bad oder einer Dusche sehnt, soll deshalb den Heißwasserhahn nicht zu weit aufdrehen, rät das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Bei etwa jedem dritten Patienten, der wegen quälendem Juckreiz zum Hautarzt kommt, finden die Fachleute keine spezifische Ursache. Meistens steckt schlicht eine zu trockene Haut dahinter.

Die kalte Jahreszeit spielt auch eine Rolle: Sie geht mit niedriger Luftfeuchtigkeit einher. Wer dann seiner Haut durch zu heißes Waschen oder falsche Pflegeprodukte weiter Feuchtigkeit entzieht, zahlt nicht selten mit trockener, juckender Haut.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Gelenkbandagen wirken auch vorbeugend - Elastische Stützen verbessern Sicherheit und Bewegungsgefühl

22.11 2004 - Elastische Gelenk-Bandagen sind nicht nur nach Verletzungen angebracht, sondern auch vorbeugend sinnvoll, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Sie verhindern zum einen übertriebene Bewegungen von Gelenken. Zum anderen fördern sie eine sensiblere Arbeit der Muskulatur rund um das Gelenk. Der Befürchtung, dass elastische Bandagen der Muskulatur zu viel Arbeit abnehmen und sie damit verkümmern lassen, tritt Dr. Heinz Lohrer vom Sportmedizinischen Institut in Frankfurt entgegen: „Das ist ein alter Irrglaube.“ Das Gegenteil sei der Fall. Die Bandagen wirken Schonhaltungen entgegen – und dadurch auch einem beschleunigtem Abbau von Knochen, Gelenkknorpel, Muskeln und Bindegewebe.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Massentierhaltung ist schlecht für unsere Gesundheit

15.11.2004 - Ein neuer wissenschaftlicher Bericht der WSPA Welttierschutzgesellschaft, "Landwirtschaftliche Massentierhaltung - die nächste weltweite Gesundheitskrise?" wirft ein Schlaglicht auf die realen Gefahren, die von der Massentierhaltung ausgehen und die Gesundheit von Mensch und Tier bedrohen - ein Problem, mit dem vor allem Entwicklungsländer konfrontiert sind. Der Bericht wird diese Woche auf der Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Mexiko vorgelegt.

Die landwirtschaftliche Massentierhaltung ist ein erfolgreiches "Sprungbrett" für Zoonosen wie BSE, Vogelgrippe und das Nipah-Virus. Denn die beengten und zumeist unhygienischen Bedingungen der Massentierhaltung stellen einen idealen Nährboden für Krankheiten dar. Wissenschaftler sagen voraus, dass mit der Ausweitung der industriellen Landwirtschaft in tropischen Gebieten das Risiko für Krankheiten zunimmt, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden.

Da bis zum Jahr 2020 die Entwicklungsländer eine weltweit führende Position bei der industriellen Fleischproduktion übernehmen werden, wird es dort zu immer größeren Gesundheitsgefahren kommen. WSPA Campaigns Director und Mitautor des Berichts Leah Garces dazu: "Es steht viel auf dem Spiel, wenn wir es versäumen, uns um die Gesundheit und das Wohlergehen der von uns gehaltenen Tiere zu kümmern. Die Methoden der Intensivbewirtschaftung, die in Europa und Nordamerika zunehmend unter Beschuss geraten, werden in die Entwicklungsländer verlagert. Großes Leiden für die Nutztiere und häufig auch ein zunehmendes Krankheitsrisiko für Mensch und Tier sind die Folgen."

Tiere, die in Massentierhaltung leben, werden über ihr normales Futter regelmäßig mit Antibiotika versorgt. Nach Angaben der WHO trägt der weit verbreitete Gebrauch derartiger Medikamente in der Tierhaltung zur Entstehung antibiotikaresistenter Mikroorganismen bei. Dadurch wird es noch schwieriger, Infektionskrankheiten bei Mensch und Tier in den Griff zu bekommen. Der wissenschaftliche Lenkungsausschuss der EU-Komission schlägt deshalb ein Verbot aller Antibiotika als Wachstumsbeschleuniger vor.

In einer aktuellen Stellungnahme hat die American Public Health Association sogar ein Moratorium gefordert. Es sollen so lange keine neuen Massentierhaltungsbetriebe gebaut werden, bis umfangreichere wissenschaftliche Daten über die von ihnen ausgehenden Gefahren vorliegen.

Die WSPA fordert die WHO und andere öffentliche Gesundheitsgremien dringend auf, den weiteren Ausbau der Massentierhaltung auf keinen Fall zu fördern oder zu empfehlen. Die WSPA fordert, dass der Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Massentierhaltung eingeleitet wird zu Gunsten einer tierfreundlicheren und nachhaltigeren Landwirtschaft, von der auch die öffentliche Gesundheit und der Tierschutz profitieren.


Quelle: WSPA Welttierschutzgesellschaft e.V.

Weitere Informationen: http://www.wspa.de


Selbstbehandlung nimmt zu - Langjähriger Trend „weg vom Arzt“

15.11.2004 - Nicht erst seit der Einführung der Praxisgebühr gehen Patienten in Deutschland bei leichteren Beschwerden nicht gleich zum Arzt. Dieser Trend hält bereits seit über einem Jahrzehnt an, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" unter Berufung auf Zahlen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Sagten noch 1992 dreißig Prozent der Befragten, sie gingen auch mit kleineren Beschwerden „generell zum Arzt“, so sank dieser Anteil bis heute kontinuierlich auf 23 Prozent. Entsprechend stieg die Zahl derjenigen, die sich zunächst einmal selbst mit Medikamenten versorgen, im gleichen Zeitraum von 56 auf 66 Prozent. Dies belegen Umfragen, die im Abstand von drei Jahren erhoben wurden.

Quelle: Apotheken Umschau


Pauschale für Krankenversicherung

15.11.2004 Über ein Jahr lang gab es zum Teil heftige Auseinandersetzungen in der Union über die Neugestaltung der Krankenversicherung. Nun haben die Spitzen von CDU und CSU ihren Streit über eine langfristige Gesundheitsreform offenbar beigelegt. CDU-Chefin Angela Merkel und der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber sollen sich nach sechswöchigen Verhandlungen abschließend auf einen Kompromiss geeinigt haben und wollen nach Informationen der tagesschau heute auf einer Pressekonferenz ihr Konzept vorstellen.

Dem Kompromiss zufolge soll nach dem Willen der Union zukünftig jeder gesetzlich Versicherte eine Krankenkassenpauschale von 109 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Zusätzlich sollen die Kassen weitere 60 Euro je Versichertem erhalten, so dass eine einheitliche Gesundheitsprämie von 169 Euro für jeden Versicherten ankommt. Der Zuschuss von 60 Euro soll aus dem Arbeitgeberanteil von 6,5 Prozent finanziert werden und über eine so genannte Clearingstelle an die Kassen fließen. Auch der Solidarausgleich für Geringverdiener soll aus diesem Topf finanziert werden. Kinder sind dem Tagesschau-Bericht zufolge weiterhin prämienfrei mitversichert.


Zuzahlungen: Quittungen sammeln - bares
Geld sparen

14.11.2004 - TK Techniker Krankenkasse   - Patienten, die in diesem Jahr schon mehrfach Praxisgebühren und Zuzahlungen zu Medikamenten oder Therapien bezahlt haben, sollten ihre persönliche Belastungsgrenze im Auge behalten. Denn die Obergrenze für alle Zuzahlungen pro Jahr liegt für gesetzlich Krankenversicherte bei zwei Prozent der jährlichen Familien-Bruttoeinnahmen. Schwerwiegend chronisch Kranke müssen maximal ein Prozent bezahlen. Wer die Grenze erreicht, kann sich bei seiner Krankenkasse von weiteren Zuzahlungen für dieses Jahr befreien lassen. Wenn man bereits über seine persönliche Belastungsgrenze hinaus zugezahlt hat, kann man sich das zuviel bezahlte Geld wieder holen: einfach einen Antrag auf Erstattung stellen.
  
Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet unter www.tk-online.de im Internet einen Belastungsrechner an, der einfach und bequem ermittelt, bis zu welcher Höhe Versicherte zuzahlen müssen. Der Online-Rechner berücksichtigt neben den Einkommen der Versicherten (zum Beispiel Arbeitsentgelt, Rente, Pensionen, Mieteinnahmen und Zinsen) auch die gesetzlichen Freibeträge für Familienangehörige und berechnet daraus die persönliche Höchstgrenze. Damit man bei den Belegen nicht den Überblick verliert, hält die TK in jeder Geschäftsstelle Nachweishefte bereit.


Wie Verlangen im Gehirn entsteht

08.11.2004 - Fressanfälle haben viel gemein mit dem Verlangen eines Abhängigen nach seiner Droge. Das haben eine amerikanische Neurowissenschaftlerin und ihre Kollegen ermittelt. In beiden Fällen werden die gleichen Gehirnregionen aktiviert, berichtet die Gruppe im Fachblatt "NeuroImage".

"Unsere Resultate bestätigen die Vorstellung, dass Verlangen jeglicher Art, sei es nach Essen, Drogen oder Designerschuhen, auf einem gemeinsamen Mechanismus beruht", erläutert Marcia Levin Pelchat vom Monell Chemical Senses Center in Philadelphia. Ein genaueres Verständnis dieser Vorgänge "könnte letztlich zu effektiveren Therapien für Übergewicht und Drogenabhängigkeit führen", hofft die Forscherin.

Pelchat und ihre Kollegen verfolgten die Reaktionen von zehn Freiwilligen, die anderthalb Tage lang ausschließlich flüssigen Nahrungsersatz zu sich genommen hatten. Während die Probanden in der Röhre eines Magnetresonanztomographen lagen, sahen sie den Namen ihrer Lieblingsspeise auf einem Bildschirm aufleuchten. Prompt stieg die Aktivität in drei Gehirnregionen - dem Nucleus caudatus, der Insula und dem Hippocampus - deutlich an, fanden die Forscher. Weniger ausgeprägt war dieser Effekt, wenn die Teilnehmer den Namen des Nahrungsersatzes sahen oder aber nicht "darbende" Personen untersucht wurden.

"Dieses Muster lässt vermuten, dass für die Verarbeitung von Erinnerungen zuständige Gehirnbereiche, die eine Speise mit Wohlgefühl in Verbindung bringen, für das Verlangen nach Nahrung wichtiger sind als die eigentlichen Belohungszentren selbst", erläutert Pelchats Kollege Daniel Ragland von der University of Pennsylvania. Dieses Resultat passe gut zu den Ergebnissen von Versuchen, bei denen man entweder die Gedächtnis- oder Belohungszentren von Tieren stimuliert habe. Letzteres habe ein sehr viel stärkeres Verlangen nach einer Drogendosis geweckt.


Forschung: Marcia Levin Pelchat, Monell Chemical Senses Center, Philadelphia; J. Daniel Ragland, Department of Psychiatry, University of Pennsylvania, Philadelphia; und andere

Online-Veröffentlichung NeuroImage, DOI 10.1016/j.neuroimage.2004.08.023

WWW:
Monell Chemical Senses Center
Funktionelle Magnetresonanztomographie
Sucht, Belohungsmechanismen und Gehirn


Das Läusezelt(R) wirkt vorbeugend gegen Kopfläuse

08.11.2004 - Silvia Croes handelnd unter den Namen Jems/Silly'Stuff hat vor kurzem ein patentamtlich geschütztes Produkt auf den Markt gebracht: das Läusezelt(R).

Das Läusezelt ist ein wirksames Mittel das Jacken und Mäntel schützt gegen das überlaufen von Läusen. Kurz nach der Einführung ist das Läusezelt in Holland und Deutschland bereits einen grossen Erfolg.

Erfindungen sind meistens genial einfach. Die Briefklammer, der Notizblock, der Flaschenöffner - komplizierte Gebrauchsgegenstände sind es nicht, aber, versuchen Sie es sich mal auszudenken. Dazu braucht man einen findigen Kopf. Jems hat einen findigen Kopf. Von dem Gebäude aus in der Industrieweg in Purmerend, führt Sie ihr Unternehmen das Produkte auf dem Markt bringt die es bis jetzt noch nicht gab. Voraussetzung dabei ist das es Produkte sind die sehr gute Aussichten auf Erfolg haben. Aus diesem Grund müssen die Produkte einigen Anforderungen entsprechen: sie müssen nur wenig Platz einnehmen, nicht zu teuer sein und schön aussehen. Verschiedene Produkte im Bereich von Accessoires für die Haare werden schon vertrieben.

Zwischendurch hat Silvia einen Seitenweg bewandelt. Ein bisschen notgedrungen. Schulen haben oft zu kämpfen mit dem Läuseproblem und ihr eigenes Kind hatte in 1999 einen Kopflausbefall. Auch war ihr aufgefallen das die Jacken und Mäntel in der Schule von ihrem Kind, schutzlos oder zusammengedrängt in einer zu kleinen Plastiktasche am Garderobeständer gehängt haben. Diese Gegebenheiten haben ihr zum Nachdenken gestimmt und dann hat Sie mit Ihrem findigen Kopf die Idee für das Läusezelt ausgedacht.

Es ist allgemein bekannt dass die Ausbreitung von Kopfläusen in vielen Fällen anfängt an die Garderobeständer in der Schule. Dadurch, dass Jacken und Mäntel meistens gegen einander hängen am Garderobeständer ist die Gefahr gross dass die Läuse zu der Jacke oder den Mantel des Nachbars überlaufen. Kopfläuse können nämlich nicht fliegen oder springen! Diesen Weg wird mit das Läusezelt abgesperrt. In dem Überzug kommt die Jacke nicht mehr mit anderen Jacken in Berührung und ist somit vor überlaufenden Läusen geschützt, die sich eventuell in anderen Jacken eingenistet haben.

In erster Instanz wollte Silvia einen Überzug entwickeln das mit einem S-Haken aufgehängt werden konnte. Aber aus Sicherheitsgründen hat Silvia sich entschieden für eine kindfreundliche Lösung. Das Überzug hat eine kleine Öffnung durch dem der Aufhänger einer Jacke hindurchgeht und die Jacke so aufgehängt werden kann.

Das Läusezelt(R) ist einen blauen Nylon Überzug der schnell über die Jacke geschoben werden kann. Der Überzug kann leicht mit einer Schnur zugeknöpft werden um ihn dann am Garderobeständer aufzuhängen. Auf das glatte Material, aus dem der Überzug hergestellt ist, haben die unwillkommenen Gäste mit ihren Tentakelpfoten keinen Griff. Wenn es die Läuse überhaupt gelingt an der Aussenseite des Überzugs zu kommen. Daher haben die Läuse keine Chance sich auf dem Überzug einnisten zu können. Zugleich gehören zusammengedrängte nasse Jacken in zu kleine Plastiktaschen zu der Vergangenheit. Der Überzug bietet übrigens ausreichendem Raum zum entlüften, und auch eine nasse Jacke hat genügend Raum zum auslecken. Jeder Überzug hat einen kleinen Anhänger für ein Namenschild, damit der Besitzer seine Jacke mühelos zurückfinden kann. Ausserdem hat es zwei praktische Taschen in denen man Handschuhe aufheben kann.

Die Firma Conen aus Gonzerath in Nordrhein-Westfalen ist einer der grössten Produzenten von Schuleinrichtungen und Lehrmittel in Europa. Diese Firma wird die Aufgabe auf sich nehmen den Rest von Europa die Möglichkeit zu bieten das Läuseproblem zu lösen.

An verschiedenen Grundschulen in Deutschland ist das Läusezelt getestet worden, und mit Erfolg. Andere Schulen sind dem guten Beispiel schon gefolgt. Inzwischen ist das Produkt schon fast in ganz Deutschland erhältlich bei Grosshändler von Schuleinrichtungen und Lehrmittel. Drogist und Apotheke werden folgen.

Internet: www.licecape.com

ots Originaltext: Conen Produkte GmbH + Co. KG



Hohes Ansehen für „grüne Medizin“ - Deutsche haben großes Vertrauen in Naturheilmittel

08.11.2004 - Achtzig Prozent der Deutschen ziehen Naturheilmittel chemischen Medikamenten vor. Das ergab eine repräsentative Emnid- Umfrage. Wie das Apothekenmagazin " Gesundheit" berichtet, sind sogar 88 Prozent davon überzeugt, dass Naturmedizin Beschwerden lindert, und 82 Prozent, dass sie auch heilt. Fast jeder Zweite sagt, der große Vorteil der „grünen“ Medizin seien die geringen Nebenwirkungen.

ots-Originaltext: Wort und Bild – Gesundheit


Optimisten leben länger

02.11.2004 - Eine optimistische Grundeinstellung geht mit einer höheren Lebenserwartung einher. Das haben niederländische Wissenschaftler in einer Langzeitstudie mit fast 1.000 Senioren ermittelt. Verglichen mit ausgesprochen pessimistisch eingestellten Teilnehmern, wiesen die Optimisten im Studienzeitraum ein 45 Prozent niedrigeres Sterberisiko auf.

Erik Giltay von der Geestelijke Gezondheidszorg Delfland in Delft und seine Kollegen verfolgten den Werdegang von 941 Männern und Frauen im Alter von 65 bis 85 Jahren, die einen umfangreichen Fragebogen zu Selbstbewusstsein, genereller Einstellung, sozialem Umfeld und Gesundheit ausgefüllt hatten. Je nachdem, wie positiv die Teilnehmer in die Zukunft blickten, wurden sie in vier Gruppen eingeteilt.

Während des Beobachtungszeitraums von durchschnittlich 9,1 Jahren starben 397 Studienteilnehmer, berichten die Forscher in den "Archives of General Psychiatry". Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren wie Alter und Geschlecht lag das Sterberisiko in der Gruppe mit dem stärksten dispositionellem Optimismus 45 Prozent niedriger als in der Gruppe mit dem geringsten Optimismus. Besonders ausgeprägt war dieser Effekt bei den männlichen Teilnehmern.

Beschränkten Giltay und Kollegen ihre Analyse auf Todesfälle aufgrund von
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, war das Risiko bei den Optimisten sogar 77 Prozent geringer. Nach Ansicht der Forscher "könnten pessimistische Personen anfälliger für zeitliche Veränderungen von Risikofaktoren sein, die das Voranschreiten kardiovaskulärer Erkrankungen begünstigen, beispielsweise Rauchen, Fettleibigkeit oder Bluthochdruck." Umgekehrt könnten optimistische Personen vielleicht besser mit Problemen und Krisen umgehen.


Forschung: Erik J. Giltay, Psychiatric Center GGZ Delfland, Delft; Frans G. Zitman, Division of Human Nutrition, Wageningen University; und andere

Veröffentlicht in Archives of General Psychiatry, Vol. 61(11), pp 1126-35


Quelle: Scienceticker


Funktionsstörung der Nase: Ursache für Schlaflosigkeit

02.11.2004 - Neueste Untersuchungen der Klinik Falkenried Hamburg bestätigen: Mehr als 50% der Deutschen leiden unerkannt unter einer funktionellen Störung der Nase

Ca. 5 Millionen Deutsche haben Schlafproblem. Oft sind die Ursachen ungeklärt. Neuste Untersuchungen der Klinik Falkenried Hamburg verweisen jetzt auf eine bislang vernachlässigte Quelle - eine Funktionsstörung der Nase. "Bei 80 % der Patienten, die mit dem Wunsch einer ästhetischen Korrektur zu uns kommen, stellten wir eine zusätzliche funktionelle Störungen fest", so Klinikleiter Dr. med. Wolfgang Friedrich: "Viele Patienten gewöhnen sich an die dadurch verursachte schlechte Luftversorgung und so bleibt die gesundheitliche Einschränkung über Jahre unerkannt. Das kann neben Schlaf- und Schnarchproblemen, Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche auch zu Herz- Kreislaufproblemen führen."

Der weltweit anerkannte Experte für funktionelle Rhinoplastik ließ Patienten anderer medizinischer Fachabteilungen an seiner Klinik über einen längeren Zeitraum zusätzlich auf die Funktionalität der Nase untersuchen. Die Zahlen bestätigten seine anfängliche Beobachtung.

"Wir gehen davon aus, dass mehr als 50% der deutschen Bevölkerung unter einer funktionellen Störung der Nase leiden, ohne es selbst zu wissen. Von ca. 500 Stichproben bestätigten sich 324 Fälle positiv. Viele Krankheitssymptome ließen sich bei diesen Patienten auf die verminderte Luftversorgung zurückführen." Die Ursachen für eine funktionelle Nasenstörung können vielfältig sein. Von Allergien bis zu Fehlstellungen der äußeren Nase. Dr. med. W. Friedrich rät daher zu einer regelmäßigen Routineuntersuchung: "Sie kann Folge-Krankheiten ausschließen. Die meistem Krankenkassen übernehmen die Kosten. Patienten, die eine ästhetische Operation planen, sollten in jedem Fall auf eine Funktionsuntersuchung bestehen."


Neue Behandlungsmöglichkeit bei trockenen Augen
Dr. Mann Pharma stellt Produktneuheit vor

02.11.2004 - Bei der Behandlung trockener Augen
(Keratokonjunktivitis sicca) ist den Wissenschaftlern von Dr. Mann Pharma ein entscheidender Schritt gelungen. Während bislang Patienten mit Symptomen wie Sandkorngefühl, Augenmüdigkeit und -brennen ausschließlich symptombezogen mit Augentropfen therapiert wurden, besteht jetzt die Möglichkeit, trockenen Augen ursachenbezogen zu begegnen. Hintergrund hierfür ist die Erkenntnis, dass das trockene Auge als entzündlicher Prozess anzusehen ist, der eine unzureichende Tränenproduktion oder Tränenflüssigkeit von geringerer Qualität zur Folge hat. Wie auch bei anderen entzündlichen Erkrankungen (z. B. rheumatische oder bestimmte Herz-Kreislauf-
Erkrankungen) rückt daher die Ernährung in den Fokus der Wissenschaftler. Hierbei setzen die Fachleute auf das stimmige Verhältnis von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, das seinen positiven Einfluss auf entzündliche Prozesse gezeigt hat. Beide Fettsäuren muss der Mensch über die Nahrung aufnehmen, da sie vom Körper selbst nicht gebildet werden können. Die Bevölkerung westlicher Industrieländer versorgt sich beispielsweise jedoch unzureichend mit den wichtigen Omega-3 Fettsäuren, die in Kaltwasser-Fischsorten wie Tunfisch, Makrele und Hering vorkommen. Darüber hinaus benötigen die Fettsäuren weitere Mikronährstoffe, um ihre Arbeit optimal bewerkstelligen zu können. Insgesamt plädieren Ernährungswissenschaftler und Mediziner daher für einen komplexen Ernährungsplan.

Für jene, die nicht in der Lage sind, sich kontinuierlich entsprechend der Ernährungsempfehlungen zu versorgen, wurde das neue Produkt OcuviteR) omega entwickelt. Mit Hilfe von Ocuvite(R) omega haben Patienten die Möglichkeit, ihren Sehkomfort aktiv zu unterstützen.

Das Nahrungsergänzungsmittel Ocuvite(R) omega ist auf Basis seines entzündungsmodulierenden Ansatzes speziell auf die Bedürfnisse bei anhaltend trockenen Augen ausgerichtet. So enthält Ocuvite(R) omega neben dem optimalen Mengenverhältnis von Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren auch die Mikronährstoffe Vitamin C, E, B6 und B12 sowie das Spurenelement Zink.


Quelle: Dr. Mann Pharma

Bei "Alltagsödemen" mit Pflanzenextrakten entwässern - Ärzte empfehlen Spargelwurzel und Petersilie

München (ots) 18.10.2004 - Verquollene Augenlider, geschwollene Fingergelenke, dicke Füße - viele Frauen kennen diese Begleiterscheinungen des Prämenstruellen Syndroms (PMS). Wirksam gegen solche "Alltagsödeme" seien pflanzliche Entwässerungsmittel, berichtete der Münchner Allgemeinarzt Dr. Erwin Häringer, langjähriger Pharmakotherapieberater der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, bei einem Expertengespräch des Arzneimittelherstellers Plantina AG in München. Insbesondere die entwässernde Wirkung von Spargelwurzelstock und Petersilie sei wissenschaftlich belegt.

Nicht angebracht seien die Helfer aus der Natur bei schweren Erkrankungen wie Lungenödemen oder Ödemen als Folge einer eingeschränkten Nieren- oder Herztätigkeit. Doch "bei Menschen, bei denen sich Wasser im Gewebe eingelagert hat, weil sie sich zu wenig bewegen, zu viel trinken oder weil sie unter Venenschwäche oder hormonellen Störungen leiden, sollte medikamentös nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden", empfahl Häringer.

Extrakte aus Spargelwurzel und Petersilie entwässern, ohne den Elektrolythaushalt des Körpers zu beeinflussen. In hoher Konzentration sind sie in dem pflanzlichen Arzneimittel Asparagus-P enthalten, das schon seit Jahren erfolgreich bei urologischen Erkrankungen und seit einiger Zeit auch in der Kardiologie eingesetzt
wird. Eine Pilotstudie ("Asparagus-Studie"), mit der eine Freiburger Forschungsgruppe in diesem Jahr die Wirksamkeit pflanzlicher Arzneimittel bei der Behandlung der Hypertonie untersucht hat, ergab, dass die Spargel-Petersilie-Kombination deutlich den Blutdruck senken und gleichzeitig schonend das Gewicht reduzieren kann. Für den
Freiburger Kardiologen Priv. Doz. Dr. Conrad Droste ergibt sich daraus, "dass Naturheilverfahren auch in der klassischen Kardiologie ein sehr guter Weg sein können."

Ein wesentliches Argument für den Einsatz pflanzlicher Arzneimittel ist sowohl für Häringer als auch für Droste die höhere Akzeptanz der Patienten. Laut Häringer haben Untersuchungen gezeigt, dass 69 Prozent der klassischen synthetischen Diuretika nach sechs Monaten nicht mehr eingenommen werden.

ots Originaltext: Plantina AG Murnau


Küchenapotheke gegen mancherlei Beschwerden - Wie Quark, Zwiebeln und Kartoffelbrei wirken

Baierbrunn (ots) 18.10.2004 - Umschläge mit Quark, Zwiebeln oder Kartoffelbrei sind preiswerte und wirksame Hausmittel gegen Entzündungen, Schmerzen oder Verspannungen. Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" ermuntert dazu, die bewährten Hilfen aus der Küchenapotheke wieder einzusetzen. Quarkwickel und Zwiebeln sind entzündungshemmend, helfen bei Bronchitis, entzündeten Gelenken und Kopfschmerzen, Quark bei Halsweh und Zwiebeln bei Ohrenschmerzen und Venenentzündungen. Kartoffeln wirken krampflösend, durchblutungsfördernd, schleimlösend und schmerzlindernd. Verspannungen, Heiserkeit, Halsweh, Bronchitis und Arthrose sind ebenfalls ihr Einsatzgebiet. Zu einem Wickel gehören ein Innen- und ein Zwischentuch aus Baumwolle und ein wollenes Außentuch. Das Innentuch wird fingerdick mit Quark, zerkleinerter Zwiebel oder zerdrückten, gekochten Kartoffeln eingestrichen und mit den anderen beiden Tüchern festgewickelt. Das Zwischentuch nimmt Feuchtigkeit auf und das Außentuch hält die Wärme. Wickel müssen eng anliegen, dürfen aber nicht einschnüren.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Senioren Ratgeber


Influenza-Schutzimpfung jetzt!

04.10.2004 - Oktober und November sind als Zeitraum für die Schutzimpfung gegen Influenza (Virusgrippe) optimal - rechtzeitig bevor die jährliche Grippewelle beginnt. "Daher sollten sich alle gefährdeten Menschen in nächster Zeit impfen lassen", appelliert Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts, an alle über sechzig Jahre alten Menschen, an chronisch Kranke jeden Alters und an Beschäftigte in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr, insbesondere in medizinischen Einrichtungen und Altenheimen. "Bei der Impfung chronisch Kranker werden häufig Kinder mit Atemwegserkrankungen, zum Beispiel Asthma, vergessen", unterstreicht Kurth.

Nach der Impfung benötigt das Immunsystem zwischen sieben und 14 Tagen, um einen vollständigen Immunschutz aufzubauen. "Die heute verfügbaren Grippeimpfstoffe sind gut verträglich. Zudem kontrolliert das Paul-Ehrlich-Institut jede Impfstoff-Charge und gibt sie erst dann zur Anwendung frei", erklärt Johannes Löwer, der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts. Bis Ende September konnte das PEI mehr als 20 Millionen Dosen Grippeimpfstoff freigeben.

Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Zusammensetzung der Impfstoffe enthält Bestandteile folgender Virusstämme:

eines A/New Caledonia/20/99 (H1N1)-ähnlichen Virus, eines A/Fujian/411/02 (H3N2)-ähnlichen Virus, eines B/Shanghai/361/02-ähnlichen Virus.

Eine Infektion mit dem Influenzavirus bedeutet für Personen mit bestimmten Grundleiden und für ältere Menschen eine Gefährdung. Bei ihnen kommt es im Krankheitsverlauf häufiger zu Komplikationen wie bakteriellen Lungenentzündungen, die tödlich enden können. Selbst bei durchschnittlichen Grippewellen sind 5.000 bis 8.000 influenzabedingte Todesfälle zu beklagen. Beschäftigte in Krankenhäusern, Altenheimen oder Arztpraxen haben nicht nur ein erhöhtes Risiko, selbst an der Virusgrippe zu erkranken, sondern gefährden durch eine Infektion auch ihre eigenen Patienten.

Älteren Menschen und Personen mit Grunderkrankungen empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut auch die (alle sechs Jahre zu erneuernde) Schutzimpfung gegen Pneumokokken, wichtige Erreger von Lungenentzündung und Hirnhautentzündung.

Quelle: Robert Koch-Institut / Paul-Ehrlich-Institut



Gehörlos, nicht gelassen - Wenn Babys bei lauten Geräuschen nicht erschrecken

20.09.04 -Wenn Babys bei lauten Geräuschen nicht erschrecken, muss dies kein Zeichen für ihr besonderes Phlegma sein, sondern kann auf eine folgenreiche Behinderung hindeuten. Eltern sollten dann prüfen lassen, ob das Gehör in Ordnung ist, rät das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Ein bis zwei von 1000 Neugeborenen kommen in Deutschland bereits hörgeschädigt auf die Welt. Schon ab dem vierten Tag nach der Geburt kann eine Höruntersuchung, die Messung der „Otoakustischen Emissionen“ (OAE- Test), Gewissheit bringen. Routinemäßig, wie manche Experten fordern, wird sie von den Kassen allerdings nicht bezahlt.

Frühzeitig entdeckt, kann hörgeschädigten Kindern viel Leid erspart werden. Hörhilfen und spezielle Förderung ermöglichen ihnen ein weitgehend normales Leben. Unentdeckt aber entstehen schwer zu behebende Nachteile.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2004 B liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Europäischer Geriatriekongress: Salzarme Diät als Gefahr für ältere Menschen

20.09.04 - Auf dem Europäischen
Geriatriekongress in Wien vom 15. bis 19. September wurde darauf hingewiesen, dass eine salzarme Diät für ältere Menschen sehr gefährlich sein kann. Zu den Symptomen von Hyponatraemie (niedriger Natriumpegel im Blut) gehören Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Gleichgewichtsverlust. Wenn keine Behandlung erfolgt, können Verwirrungszustände und sogar ein Koma die Folge sein.

Professor Ingo Füsgen, Direktor der geriatrischen Abteilung an der Universität Witten-Herdecke in Deutschland präsentierte seine Forschungsergebnisse in Wien. Seine Forschung zeigt, dass bis zu 10 % der älteren Menschen an subakutem Natriummangel leiden. Dies kann zu verschiedenartigen Problemen führen, wie z. B. Hang zu Reizbarkeit, Halluzinationen, Muskelkrämpfe und Inkontinenz.

Professor Füsgen erklärte auf dem Kongress: "Natriummangel ist unter älteren Menschen weit verbreitet, wird aber oft nicht diagnostiziert". Viele ältere Menschen sind sich nicht der Gefahr einer salzarmen Diät bewusst. Sie versuchen, ihren Salzverbrauch zu reduzieren, weil sie glauben, dass dies für ihre Gesundheit förderlich ist. Die Forschungsarbeit von Professor Füsgen hat ergeben, dass 80 % der älteren Menschen versuchen, wenig Salz zu sich zu nehmen. Dies ist auf die fälschliche Annahme zurückzuführen, dass zu viel Salz zu Bluthochdruck führt. Professor Füsgen behauptet dagegen, dass eine salzarme Diät für die meisten älteren Menschen ungeeignet ist.

ots Originaltext: EuSalt


Wo Träume herkommen

13.09.04 - Eine ungewöhnliche Patientin hat zwei schweizerischen Neurologen neue Einblicke in die Entstehung von Träumen ermöglicht. Durch einen Schlaganfall hatte die 73-jährige die Fähigkeit zum Träumen verloren, wies jedoch nach wie vor einen normalen Schlafrhythmus inklusive Phasen rascher Augenbewegungen auf.

"Wie Träume erzeugt werden und welchen Zweck sie erfüllen, ist derzeit noch völlig ungeklärt", so Claudio Bassetti vom Universitätsspital Zürich. "Unsere Resultate zeigen erstmals im Detail, welche Läsion nötig ist, um lediglich einen Verlust des Träumens herbeizuführen, nicht jedoch andere neurologische Defizite." Bassetti und sein Kollege Matthias Bischof vom Inselspital der Universität Bern präsentieren ihre Befunde im Fachblatt "Annals of Neurology".

Ihre Patientin hatte einen Schlaganfall erlitten, bei dem die Blutzufuhr zu einer relativ kleinen Region im Hinterhauptslappen ihres Großhirns unterbrochen wurde. Zunächst stellten die Mediziner lediglich Sehstörungen fest. Als diese Symptome nach wenigen Tagen wieder verschwanden, berichtete die Frau über ein weiteres Problem: In der Zeit vor dem Schlaganfall hatte sie drei- bis viermal pro Woche geträumt, nun jedoch keinerlei Träume mehr.

Über die nächsten Wochen registrierten Bassetti und Bischof die nächtliche Gehirnaktivität der Patientin. Dabei stellten sie keine Störungen des Schlafzyklus fest. Insbesondere die mit Träumen einhergehenden Rapid-Eye-Movement-Phasen traten noch auf. Wurde die Frau in einer solchen Phase geweckt, konnte sie sich dennoch nicht an Träume erinnern. Offenbar gehen REM-Schlaf und Träume demnach auf unterschiedliche Gehirnregionen zurück.

Quelle: scienceticker


Alzheimer: Hirntraining hilft - Nach Ausbruch der Krankheit nicht resignieren

13.09.04 - Gehirntraining kann die geistige Leistungsfähigkeit von Alzheimer-Patienten deutlich verbessern, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Voraussetzung ist allerdings, dass die Krankheit sich noch in einem frühen Stadium befindet. In einer Studie von Ärzten an der University of Miami (USA) ließ sich das Gedächtnis der Alzheimer-Patienten für das Wiedererkennen von Gesichtern und Namen, beim Umgang mit Geld und in der zeitlichen und räumlichen Orientierung deutlich verbessern. Dazu absolvierten sie zwei spezielle Gedächtnis-Trainingseinheiten pro Woche. Die Erfolge waren auch nach drei Monaten noch messbar.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 9/2004 A liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Deutscher Wissenschaftler bringt Hoffnung für Millionen Kranke
Erfolgreiche Forschung mit Hilfe aus den USA

13.09.04 - Schmerzen, Schmerzen, Schmerzen - Menschen, die an Interstitieller Zystitis (IC), einer chronischen Entzündung der Harnblasenwand, leiden, kennen nichts anderes mehr. Ihre Blase fühlt sich an, als würde sie mit einem Rasiermesser in Fetzen geschnitten, ständiger Harndrang lässt sie bis zu 60-mal pro Tag zur Toilette rennen. Die Qualen, die diese selbst vielen deutschen Urologen kaum vertraute Krankheit verursacht, müssen teilweise sogar mit Morphium gedämpft werden. Doch jetzt können die Patienten - allein 500.000 sind es nach Medizinerschätzungen in Deutschland, bis zu fünf Millionen in den USA - neue Hoffnungen schöpfen.

Dr. Arndt van Ophoven, Arzt an der Klinik und Poliklinik für Urologie der Universität Münster, hat mit Fördermitteln aus den USA eine vielversprechende Patientenstudie durchgeführt. Das Zauberwort heißt HBO: hyperbare Sauerstofftherapie. In einer Druckkammer atmen die Kranken unter ständiger Kontrolle über eine Sauerstoffmaske reinen Sauerstoff ein. "Dadurch steigt zwar nicht der Sauerstoffgehalt im Blut, aber er wird freier verfügbar und kann in Geweberegionen eindringen, die sonst schlechter versorgt werden", sagt van Ophoven. "Entzündungen auch in der Blase können gestoppt werden, das Gewebe kann sich regenerieren." Bei einigen Studienpatienten seien die Beschwerden um 50 Prozent zurückgegangen.

Interstitielle Zystitis ist auch Thema eines Symposiums bei der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), einem internationalen Kongress vom 22. bis 25. September in Wiesbaden.

Barbara Mündner-Hensen, Vorsitzende des gemeinnützigen Selbsthilfevereins Interstitial Cystitis Association Deutschland (ICA), wird die Krankheit aus Patientensicht schildern, und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und Italien werden über Diagnostikmöglichkeiten, Schmerztherapien und neue Therapiekonzepte berichten - darunter HBO.


ots Originaltext: ICA-Interstitial Cystitis Association Deutschland


Charité-Studie zu Beschwerden in den Wechseljahre

06.09.04 - Hitzewallungen, Schlafstörungen, Konzentrationsschwächen und Stimmungsschwankungen - all diese Symptome können Anzeichen für die Wechseljahre sein. Das Institut für Naturheilkunde der Charité - Universitätsmedizin Berlin startet jetzt eine Studie, die den Effekt von Wasseranwendungen nach Kneipp auf solche Beschwerden untersucht. Obwohl die Kneipp-Therapie seit Jahrzehnten angewandt wird, gibt es bislang kaum wissenschaftliche Studien. Heute weiß man, dass regelmäßige kurz andauernde Kaltanwendungen von Wasser die Gefäße trainieren und die Durchblutung fördern. Als weiteren Effekt der Anwendung werden Steuerungszentren im Gehirn angesprochen und damit Körpertemperatur, Durchblutung und Stoffwechsel im gesamten Körper beeinflusst.

Die Studie richtet sich an Frauen in den Wechseljahren mit typischen Beschwerden, die lernen möchten, sich mit Wasseranwendungen selbst zu behandeln. Die Probandinnen sollten kein Sexualhormone einnehmen. Nach einer Schulung im Immanuel-Krankenhaus in Wannsee, werden anschließend über drei Monate hinweg die Erfahrungen der Studienteilnehmerinnen dokumentiert.

Interessentinnen können sich ab sofort unter Tel. 030/80505-658 oder -659 bei Miriam Ortiz melden.

Quelle: Institut für Naturheilkunde der Charité Berlin

 

 
 
 

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