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Die Inhaltsübersicht

-
Den Tinnitus überhören
-
Neue Therapie gibt Betroffenen Hoffnung -
Sauerstoff kontra Tinnitus und Hörsturz

-
Tinnitus - Ohrensausen -
Selbsthilfe bei Ohrenpfeifen, Schwindelgefühl und Hörsturz
-
Neue Therapie mit Geld-zurück-Garantie
-
Gruppentherapie und Beratung für Tinnitusopfer
-
Hoffnung bei Ohrgeräuschen
Körpereigene Substanz Alpha-Liponsäure gegen Tinnitus

-
Innovative und wirkungsvolle Tinnitus-Therapie aus Österreich
-
Tinnitus-Selbstbehandlung mit Softlaser möglich! /
Erstmals Softlaser-Behandlung ohne Fachpersonal möglich
-
Erfolgreich gegen Tinnitus
-
Seelische Anspannung erhöht Tinnitus-Gefahr
- Den «kleinen Mann im Ohr» annehmen
-
Epidemiologische Studie der Deutschen Tinnitus-Liga
3 Millionen Tinnitus-Betroffene in Deutschland


Den Tinnitus überhören

Eschborn - 13.04.2006 (ots) - Hoffnung auf eine verbesserte Lebensqualität trotz chronischem Tinnitus macht das so genannte Retraining, berichtet die »Neue Apotheken Jllustrierte« vom 15. April 2006. Dabei sendet ein Gerät, das hinter dem betroffenen Ohr angebracht wird, ein leises Rauschen aus, welches das Hörsystem unempfindlicher gegen die Ohrgeräusche machen soll. Etwa 95 Prozent der so Behandelten gelingt es, die quälenden Töne in ihrem Ohr zu überhören. Bewährt haben sich auch andere Therapiestrategien wie Autogenes Training, Hypnose oder Musik, die den Tinnitus überdeckt sowie Krankengymnastik.

Zwei Frauen
Bild: Photocase

Als wichtigster Behandlungsschritt beim chronischen Tinnitus gilt, den Betroffenen aus seiner aktuellen Belastungssituation herauszuholen. Das kann eine Krankschreibung bei beruflicher Überbeanspruchung sein oder auch der Abstand zu familiären Konflikten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass beim chronischen Tinnitus die Ohrgeräusche wieder ganz verschwinden, ist gering. Wer es aber schafft, das Klingen und Pfeifen im Ohr nicht mehr als vorrangige Töne wahrzunehmen und lernt, wieder auf andere Geräusche zu hören, hat einen großen Teil seiner Lebensqualität zurück gewonnen.


Quelle: Neue Apotheken Illustrierte


Neue Therapie gibt Betroffenen Hoffnung -
Sauerstoff kontra Tinnitus und Hörsturz

29.09.2005 - Jeder Vierte erlebte dieses Phänomen schon einmal bei sich selbst: ein Pfeifen, Zischen, Rauschen oder Summen in den Ohren, ohne dass es eine äußere Geräuschquelle gibt. Tinnitus nennt man das Symptom in der Fachsprache. Oft tritt es nur vorübergehend auf.

Besteht der Tinnitus allerdings nach ein bis zwei Tagen ohne Unterbrechung, sollte man dringend den HNO-Arzt aufsuchen. Denn die Heilungsaussichten sind im Anfangsstadium am größten - ebenso beim Hörsturz, einer plötzlichen, vollständigen oder teilweisen Hörminderung auf einem, seltener auf beiden Ohren. Den Medizinern steht dabei heute - neben Tabletten, Spritzen und Infusionen - mit der hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO) eine zusätzliche, viel versprechende Behandlungsmöglichkeit mit guten Heilungsaussichten zur Verfügung.

Dabei sitzt der Patient in einer Behandlungskammer und atmet unter Überdruck medizinisch reinen Sauerstoff. Nach den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde ist die HBO immer dann sinnvoll, wenn andere Behandlungen die Beschwerden nicht oder nur ungenügend gebessert haben. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen die Kosten, gesetzliche Krankenkassen zurzeit nur im Ausnahmefall.

Infos zur hyperbaren
Sauerstofftherapie sowie zum nächstgelegenen Behandlungsort bekommt man unter der Hotline 0800-0004881 oder über www.vdd-hbo.de

Quelle: djd

Tinnitus - Ohrensausen -
Selbsthilfe bei Ohrenpfeifen, Schwindelgefühl und Hörsturz

Neckartailfingen (ots) - 27.09.2005 - Manchmal wird ein normal funktionierendes Ohr plötzlich hyperaktiv. Es produziert einen penetranten Dauerton, der Betroffene um den Schlaf bringt und zur Verzweiflung treibt. Fast ein Viertel der Bevölkerung hat schon einmal "Ohrensausen" erlebt. Fast 10 Prozent hören diese Ohrgeräusche täglich ununterbrochen für 5 Minuten und länger. Bei 3 Prozent spricht man schon von chronischem Tinnitus. Was tun, wenn es im Ohr pfeift, rauscht oder brummt?

Seit Jahren beschäftigen wir uns mit der Erforschung diverser Behandlungsmöglichkeiten von Innenohrerkrankungen wie Tinnitus (Ohrenpfeifen), Schwindel (Morbus-Ménière), Ohr-Druck und Hörsturz. Wir haben eine ganzheitliche Behandlung entwickelt, welche erstmals den Betroffenen erlaubt die Behandlung selbst, also von zu Hause aus, durchzuführen. Die Behandlung verspricht eine hohe Erfolgsquote, da sie regelmäßig angewendet werden kann. Dies ist besonders bei Tinnitus ein wesentlicher Bestandteil des Erfolges.

Die zwei wichtigsten Auslöser sind gleichzeitig der Schlüssel dieser Behandlungs-Therapie:

1. Oft sind die Hörsinneszellen geschädigt, z.B. durch einen Hörsturz, ein Knalltrauma oder eine Mittelohrentzündung.

2. Zusätzlich verursacht auch eine besondere Stress- oder Anspannungssituation eine Störung im Innenohr.

Diese zwei Symptome können jetzt in einer Kombinations-Therapie selber behandelt werden:

1. Mit der Softlaser-Therapie wurde eine Lösung gefunden, um nicht nur Tinnitus, sondern auch Schwindel, Ohr-Druck, Hörsturz, Hörverzerrung und tinnitus-bedingte Schwerhörigkeit zu behandeln. Das Softlaser-System von AdisMa besteht aus dem MedicLaser, dem sogenannten Softlaser und dem TinniTool. Das Gerät wurde so konzipiert, dass die Behandlung selbst zu Hause ohne Fachkenntnisse durchgeführt werden kann.

Das Innenohr ist ca. 10 mm lang und hat einen Durchmesser von ca. 4 mm, wobei der MedicLaser und der TinniTool eine Durchdringung von circa 16 mm haben. Die Wirkung des MedicLaser und des TinniTool entspricht der Photosynthese in der Natur.

Viele Krankheiten entstehen durch einen Mangel an natürlichem Sonnenlicht. Diese benötigte Lichtenergie wird in den 5.000 Milliarden Körperzellen gespeichert. Luftteilchen, die sogenannten Photonen treiben diese Zellkraftwerke an. Verliert die Körperzelle Energie, die nicht zeitgleich wieder ersetzt wird, führt dies allmählich zur Schädigung und letztendlich zum Tod der Zelle. Die Softlasertherapie soll das Ohr bei der Regeneration unterstützen.

2. Bei der Klang-Therapie wird evaluiert, auf welcher Frequenz der persönliche Ton im Ohr klingt und dafür ein neutralisierender Gegenton erzeugt. Dieser Gegenton wird in eine spezielle Klangkomposition eingefügt. Der Betroffene erhält seine persönliche Klang-CD, welche genau auf sein Geräusch im Ohr ausgerichtet ist. Die CD "Meditation" ist eine Klang-Komposition, welche den Körper in die richtige Resonanzschwingung versetzen soll, um so die Geräusch-Wahrnehmung im Ohr zu verändern und die Stressfaktoren zu reduzieren. Die CD "Sleep" ist eine Klang-Komposition, welche dem Betroffenen erlaubt, trotz Tinnitus-Geräusch einzuschlafen.

Unter www.tinnitus-hilfe.info erhalten Sie detailliertere Informationen wie z.B.: Video-Stream, Klangtherapie-Hörprobe, Erfahrungsberichte und Tinnitus-Hörtest.

Quelle: Luxmed


Neue Therapie mit Geld-zurück-Garantie

26.09.2005 - Bei dem einen rasselt's, beim anderen piept's. Doch wie es sich auch immer anhört - Fakt ist: Immer mehr Deutsche leiden am chronischen Tinnitus. Um die quälenden Ohrgeräusche loszuwerden, machen sich viele Betroffene auf den Weg zu Ärzten und Therapeuten. Von Infusionen über Akupunktur bis hin zu Entspannungsübungen versuchen sie, mit zahlreichen Therapieansätzen der quälenden Volkskrankheit Paroli zu bieten, die Schlafstörungen und Depressionen nach sich ziehen kann. Die Hoffnungen sind oft groß, doch Garantien gibt es nicht.

Umso erstaunlicher ist ein innovatives Therapiekonzept, das Tinnitus-Patienten neben der Aussicht auf ein Leben ohne lästige Töne auch noch eine Geld-zurück-Garantie bietet. Beim ti-ex Tinnitus-Therapie-Programm (Hotline: 01805-131311 (12 Cent/Min), www.ti-ex.de), mit dem weltweit bereits 20.000 Betroffene behandelt wurden, werden die Haarzellen im Innenohr und die Hörnerven über elektromagnetische Wellen stimuliert. Damit wird die gestörte Regenerationsfähigkeit der Haarzellen aktiviert, die in engem Zusammenhang mit den Ohrgeräuschen steht.

Ergebnisse einer norwegischen Studie belegen für die von Patienten leicht anwendbare Therapiemethode eine Erfolgsquote von 55 Prozent. Sollten Betroffene, die das Therapie-Programm für 390 Euro erwerben, jedoch nach halber Therapiezeit (zwei Monate) mit der Behandlung unzufrieden sein, bekommen sie vom Hersteller 300 Euro zurück.

Quelle: djd


Gruppentherapie und Beratung für Tinnitusopfer

15.06.2005 - Auch wenn sie das Summen im Ohr nicht ganz vertreiben können, sind Gruppentherapie und Beratung vorteilhaft, um das tägliche Leiden durch Tinnitus zu lindern. Laut einer deutschen Studie beeinflussen die beiden Behandlungsansätze das Wohlbefinden von Tinnituspatienten erheblich.

63 Teilnehmer einer Studie waren aufgeteilt in drei Gruppen, die entweder Beratung erhielten, an Gruppentherapie teilnahmen oder auf Wartelisten dafür standen. Die Teilnehmer beantworteten Fragebögen, bevor die beiden ersten Gruppen die Behandlung begannen und nach drei und sechs Monaten der Leidensdruck von jedem Patienten überprüft wurde.

Drei Monate nach der Behandlung durch Beratung, gaben die Teilnehmer eine durchschnittliche Steigerung des Wohlbefindens von 25 Prozent an. Die Teilnehmer der Gruppentherapie fühlten sich um 28 Prozent besser. Nach sechs Monaten wirkten sich die Behandlungen immer noch aus, und hatten sogar noch eine weitere Verbesserung erzielt. Die Gruppe auf der Warteliste erlebte keine Verbesserung.

Die Beratung umfasste ein persönliches Gespräch mit einem Arzt, der die Wichtigkeit vom Umgang mit Stress und erholsamem Schlaf erklärte und Tipps gab, um den Einfluss von Tinnitus auf die Psyche zu reduzieren. Die Therapie wurde in Gruppen von 8-10 Teilnehmern durchgeführt, die sich 12 Mal zu Informationsveranstaltungen und Anleitung für Entspannungstechniken und Gedankenkontrolle trafen. Der Gebrauch von Hörgeräten oder Tinnitus-Maskern wurde beiden Patientengruppen empfohlen.

Auch wenn die Studie keinen entscheidenden Unterschied zwischen dem Ergebnis der beiden Behandlungsformen feststellen konnte, sind die Forscher davon überzeugt, dass Gruppentherapie auf lange Sicht mehr Vorteile bringt. Sie glauben auch, dass Gruppentherapie eine bessere Entlastung bei Fällen von sehr ausgeprägtem Tinnitus bietet.

Quelle: Counselling vs. Gruppentherapie bei chronischem Tinnitus, HNO


Hoffnung bei Ohrgeräuschen
Körpereigene Substanz Alpha-Liponsäure gegen Tinnitus

Eschborn -14.04.2005 (ots) - Manche Betroffenen hören das Pfeifen oder Rauschen nach einer starken Erkältung, andere wiederum werden das Ohrgeräusch nach einem Hörsturz nicht mehr los. Die Ursachen für den so genannten Tinnitus sind sehr unterschiedlich und wissenschaftlich nicht ganz geklärt. Besteht der Verdacht auf ein dauerhaftes Ohrgeräusch, so ist Eile geboten: Nur eine schnelle Behandlung kann vor Tinnitus und damit großem Leidensdruck schützen. Die körpereigene Substanz Alpha-Liponsäure könnte - in höherer Dosis eingenommen - erfolgreich gegen Tinnitus wirken.

Alpha-Liponsäure schützt Nervenzellen

Was beim Tinnitus im Ohr geschieht, ist nicht genau bekannt. Vermutlich werden Nervenzellen, die Schallwellen in Geräusche umwandeln durch Lärm, einen Hörsturz oder eine starke Erkältung geschädigt. Sie senden dann ununterbrochen Signale aus, die das Gehirn als Geräusch wahrnimmt. Deshalb gelten Behandlungen, die gezielt auf die Nervenzellen wirken, als viel versprechend. Die körpereigene Alpha-Liponsäure kann aggressive Stoffwechselprodukte neutralisieren, also so genannten oxidativen Stress abbauen und die Nervenfunktionen verbessern.

Auf die Dosis kommt es an

Damit eine Wirkung erzielt wird, muss Alpha-Liponsäure in einer höheren Menge zur Verfügung stehen, als der Körper produzieren kann. Der Wirkstoff ist in Form von Infusionen und Tabletten in Apotheken erhältlich. Eine Alpha-Liponsäure- Behandlung beginnt in den ersten drei Wochen normalerweise mit Infusionen und wird danach mit täglich einer Tablette fortgesetzt. Da es sich um einen körpereigenen Stoff handelt, sind kaum Nebenwirkungen bekannt. Dennoch sollte vor der Einnahme ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Weitere Informationen zum Thema bietet das Buch "Alpha-Liponsäure - das Multitalent gegen freie Radikale, Umweltgifte, Zellalterung" von Josef Pies (VAK Verlags GmbH, ISBN 3-935767-3)

Quelle: CGC Cramer-Gesundheits-Consulting GmbH



Innovative und wirkungsvolle Tinnitus-Therapie aus Österreich

Wien - 12.04.2005 (ots) - Es rasselt, pfeift, summt, dröhnt oder zirpt im Kopf, und das 24 Stunden täglich ohne Unterlass. Für rund ein Zehntel der Bevölkerung in Österreich, der Schweiz und Deutschland ist Tinnitus zum ständigen quälenden Begleiter geworden. Bei starker Ausprägung der Ohrgeräusche kann es zu Depressionen, Schlafstörungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit kommen.

Gerald Neuwirth, 52 Jahre, Elektronikspezialist aus Kärnten/Österreich, war elf Jahre lang selbst Betroffener. Neuwirth galt als "austherapiert". Ihm wurde nahe gelegt, den unerträglichen Zustand als gegeben hinzunehmen. Neuwirth resignierte nicht und entwickelte auf Basis der bekannten positiven Wirkung der Elektrostimulation einen neuartigen Behandlungsapparat. Die Grundidee des ti-ex(TM) Therapiegerätes war geboren. Nach einer Behandlungsdauer von zehn Wochen mit dem von ihm konstruierten Prototyp klangen die Beschwerden des damals 45-jährigen ab. Es folgte die Weiterentwicklung, Patentanmeldung sowie die Gründung der Firma Tinnitronics GmbH.

Heute, sieben Jahre danach, wurden in Österreich und 50 weiteren Ländern über 20.000 Tinnitusbetroffene mit der Innovation von Tinnitronics therapiert. Überwiegend wurden Patienten in europäischen Staaten behandelt, aber auch in entfernten Ländern wie Israel, Südafrika und Südkorea.

"ti-ex ist für die meisten Tinnitusbetroffenen geeignet. Besonders in Fällen, wo ein "tatsächliches Ohrproblem" besteht, wie nach einem Hörsturz, Knalltrauma, einer Lärm- oder Altersschwerhörigkeit. "Erfolge werden aber auch bei Patienten mit langjährigem Tinnitus erzielt, die zahllose Therapieversuche hinter sich haben und als austherapiert gelten", unterstreicht HNO-Facharzt Dr. Michael Kaldewey aus Achim bei Bremen.

"ti-ex unterscheidet sich von anderen Tinnitus-Therapien ganz grundsätzlich", argumentiert Mag. Josef Thalmann, Geschäftsführer von Tinnitronics. "Die Anwendung kann nach ärztlicher Abklärung von den Patienten zu Hause selbstständig und einfach erfolgen. Tinnitronics bietet zudem eine umfassende persönliche Betreuung an. Unsere Patienten müssen sich keiner aufwändigen Apparatemedizin unterziehen. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei und ohne Nebenwirkung."

Die Erfolgsquote bei der Behandlung von Tinnitus bei austherapierten Patienten beträgt laut einer Studie von Paal Bentsen, HNO-Facharzt auch Norwegen, 55 Prozent. Diese Patienten, die zuvor zahllose Therapien erfolglos angewandt haben, leben nun beschwerdefrei. Zudem bietet Tinnitronics als zusätzliches Service jetzt eine Geld-zurück-Garantie an, sollte sich kein Anfangserfolg nach zwei Monaten, also der Hälfte der Behandlungsdauer, einstellen. Damit reduziert sich das Risiko eines Misserfolges auf ein Minimum.

"Ein Gesunder kann das Leiden eines Tinnitusbetroffenen kaum nachempfinden. Ich hatte ein ständiges Pfeifen im Ohr, das immer lauter wurde. Ich zog mich mehr und mehr in die Isolation zurück und sah wenig Hoffnung, aus dieser Sackgasse jemals wieder herauszukommen", erinnert sich Neuwirth an diese Zeit, die jetzt glücklicher Weise Vergangenheit ist.

Quelle: Tinnitronics GmbH




Tinnitus-Selbstbehandlung mit Softlaser möglich! /
Erstmals Softlaser-Behandlung ohne Fachpersonal möglich

Neckartailfingen (ots) 12.01.2005 - Mit dieser Schweizer Softlaser-Technologie wurde eine Lösung gefunden, um Tinnitus und Innenohrerkrankungen wie Druck im Ohr, Schwindel, Hörsturz und durch Tinnitus bedingte Schwerhörigkeit selbst zu behandeln. Das Softlaser-System der DisMark GmbH besteht aus dem MedicLaser (Softlaser) und dem TinniTool (Lichtleiter in das Ohr).


obs/Luxmed
Anwendungsbeispiel - Eigentherapie bei Tinnitus


Das Gerät wurde so konzipiert, dass die Behandlung zu Hause ohne Fachkenntnisse selbständig durchgeführt werden kann. Die Wirkung des MedicLaser & TinniTool entspricht der Photosynthese in der Natur und ist völlig sicher, schmerzlos und nebenwirkungsfrei. Der Softlaser dringt tief in das Innenohr ein und bestrahlt dies punktuell. Diese punktuelle Bestrahlung des Innenohrs wirkt als heilsame Biostimulation.

Im Innenohr, welches für die Weitergabe der Geräusche an das Gehirn verantwortlich ist, sitzen über 22.000 Sinneshärchen. Die Sinneshärchen machen bis zu 20.000 Bewegungen pro Sekunde. Dies ergibt einen enormen Energieverbrauch, der in vielen Fällen vom Körper allein nicht gedeckt werden kann. Genau hier setzt der Softlaser an. Dem Innenohr wird durch das Laserlicht die nötige Energie punktuell zugeführt. Durch die zugeführte Energie kann sich das Innenohr wieder regenerieren.

Die Laserbehandlung wurde erfolgreich in Kliniken und in Arztpraxen Langzeit getestet. Die Sicherheit und Wirkung des MedicLaser & TinniTool wurde attestiert und medizinisch zertifiziert. "Wir haben keinen Beipackzettel, der mögliche Nebenwirkungen beschreibt - es gibt keine Nebenwirkungen", so Ingo Abele, Vertriebsleiter des Deutschen Partners der Firma Luxmed und ehemals Tinnitus-Leidender.

Quelle: Luxmed



Erfolgreich gegen Tinnitus

Eschborn (ots) 02.11.2004 - Etwa drei Millionen Menschen leiden in
Deutschland an Ohrgeräuschen, trotzdem bestehen noch Defizite in der
Betreuung der Patienten. Doch heute gibt es ausgefeilte Methoden und
Therapien, um den Tinnitus zumindest wirksam zu lindern. Welche das
sind, beschreibt der neue Ratgeber »Erfolgreich gegen Tinnitus« von
Apotheker Dr. Tom Siener. Der Autor erklärt darin, wie Patienten am
besten mit den verschiedenen Formen von Tinnitus umgehen können.
Ausführlich und leicht verständlich informiert er über die Ursachen
der Ohrgeräusche und erläutert - basierend auf neue
Forschungsergebnisse - die Chancen der modernen
Behandlungsmöglichkeiten. Dabei werden neben den Arzneistoffen auch
Hör- und Rauschgeräte sowie alternative Heilmethoden beschrieben.
Weiterhin werden verschiedene Methoden vorgestellt, wie Betroffene
ihre Aufmerksamkeit steuern können und so lernen, Ohrgeräusche zu
ignorieren.

   Das Buch gibt es in Apotheken für EUR 9,--.

   Apotheker Dr. Tom Siener
   Erfolgreich gegen Tinnitus
   GOVI-Verlag, 96 S., EUR 9,-- (D)
   ISBN 3-7741-1019-0
   PZN: 3743322

Quelle: GOVI-Verlag Pharmazeutischer Verlag GmbH


Seelische Anspannung erhöht Tinnitus-Gefahr
Einschlafstörungen, Ängstlichkeit und Lebensunzufriedenheit wichtigste Faktoren

Seelisch-körperliche Anspannung ist vor allem Ursache für die sich mehr und mehr verbreitende Tinnitus-Krankheit. Vor allem Einschlafstörungen, Ängstlichkeit und Lebensunzufriedenheit fördern die chronische Entwicklung dieser Krankheit. Zu diesem Ergebnis gelangt eine Untersuchung, die Dr. Miriam Olderog unter der Leitung von Dr. Michael Langenbach an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie erstellt hat.

Beethoven litt seit seinem 28. Lebensjahr unter ihnen, Rousseau nahmen sie den Lebensmut und van Gogh - so besagt wenigstens eine Theorie - wurde von ihnen so tief in die Verzweiflung getrieben, dass er sich ein Ohr abschnitt. Die Rede ist von Ohrgeräuschen (Tinnitus). Während Tinnitus in früheren Zeiten eine eher seltene, vorwiegend ältere Menschen betreffende Störung darstellte, breitet sich diese Erkrankung heute mehr und mehr über alle Altersgruppen aus. Bereits knapp drei Millionen Menschen sind gegenwärtig in Deutschland von chronischen Ohrgeräuschen betroffen. Die Mehrzahl dieser Betroffenen zeigt sich nach einer anfänglichen Phase der Irritation weitgehend unbeeinträchtigt zur Fortsetzung des normalen Lebensvollzugs in der Lage. Etwa jeder achte Patient entwickelt jedoch einen enormen Leidensdruck mit einer Vielzahl psychischer Auffälligkeiten wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie ängstlich-depressiven Symptomen.

Für diese stark beeinträchtigte Patientengruppe wurden in den zurückliegenden Jahren unterschiedliche psychologische Behandlungsmodelle erarbeitet, die überwiegend darauf ausgerichtet sind, die Tinnitus-Toleranz durch Vermittlung von Bewältigungsstrategien zu verbessern. Die Wirksamkeit dieses Behandlungsansatzes muss jedoch im Spiegel aktueller Forschungsergebnisse als unzureichend bewertet werden. Nur vereinzelt kann der Leidensdruck der Patienten durch diese Interventionen substantiell vermindert werden. Die Ergebnisse der Studie von Dr. Olderog unterstützen die Annahme, dass sich die Ohrgeräusche bei den später dekompensierenden Patienten auf der Grundlage einer erhöhten seelisch-körperlichen Anspannung ausbilden und sich im weiteren Verlauf mehr und mehr zum 'Kondensationskern' der bereits vorbestehenden Belastungen entwickeln.

Dieser Befund fordert zu einem Umdenken in der psychologischen Tinnitusforschung auf. Die psychologischen Behandlungsansätze des chronischen Tinnitus dürfen sich nicht länger auf Strategien zur Erhöhung der Tinnitus-Toleranz beschränken, sondern müssen die individuellen Belastungsfaktoren des Patienten in den Mittelpunkt der Psychotherapie stellen. Dabei ist den Belastungen, die bereits zum Zeitpunkt des Auftretens der Ohrgeräusche vorlagen, eine besondere Aufmerksamkeit beizumessen. Auch erlauben es die Ergebnisse der Untersuchung, frühzeitig die 'Risiko-Patienten', bei denen die Entwicklung eines hohen Tinnitusleidensdrucks wahrscheinlich ist, frühzeitig zu identifizieren und bereits in der akuten Erkrankungsphase einer psychologischen Behandlung zuzuführen.

Originaltext: Dr. Wolfgang Mathias - Universität zu Köln


Den «kleinen Mann im Ohr» annehmen
RUB-Psychologen bieten Tinnitusbewältigungstraining
Gelassenheit gegenüber den Ohrgeräuschen

Jeder Vierte hat das Phänomen der Ohrgeräusche oder des Ohrensausens selbst schon mal wahrgenommen. Meistens und glücklicherweise nur vorübergehend. Wenn die Ohrgeräusche jedoch andauern, sprechen die Fachleute von einem chronischen Tinnitus. Die beiden RUB-Diplom-Psychologen Carsten Heppner und Michael Tinnefeld bieten diesen Patienten Hilfe und Unterstützung. In einem ambulanten Gruppentraining lernen die Betroffenen, mit ihrer Erkrankung besser umzugehen. Im Kurs, der Anfang März beginnt, sind noch Plätze frei. Anmeldeschluss ist der 24. Februar 2004.

Tinnitus keine Aufmerksamkeit schenken
Betroffene reagieren auf die unbekannten Geräusche zunächst immer mit erhöhter Aufmerksamkeit. Schnell wird der Tinnitus zum Lebensmittelpunkt. Massive Beeinträchtigungen im beruflichen und privaten Lebens sind dann die Folge. Der Kurs will diesem Prozess entgegensteuern. Erarbeitet werden Bewältigungsstrategien, die zu mehr Akzeptanz und Gelassenheit gegenüber den Ohrgeräuschen führen. Voraussetzung dafür ist die intensive Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild und den damit verbundenen Befürchtungen. Durch Verhaltensübungen sollen die Patienten lernen, ihre Aufmerksamkeit bewusster zu steuern. Mit der Unterstützung der beiden Psychologen erarbeiten sie individuelle Bewältigungsstrategien, um mit den erlebten Beeinträchtigungen besser umgehen zu können. Übungen zur Stressbewältigung und Entspannungstechniken runden das Kursprogramm ab.

Gruppentraining im Zentrum für Psychotherapie
Das Tinnitusbewältigungstraining beginnt am 2. März 2004. Die zwölf Sitzungen finden jeweils dienstags von 9.00 bis 11.00 Uhr im Zentrum für Psychotherapie der RUB statt. Um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf acht Personen begrenzt. Für den Kurs wird eine Teilnahmegebühr von 180 Euro erhoben, die die Krankenkassen auf Anfrage evtl. erstatten.


Weitere Informationen
Dipl.-Psych. Carsten Heppner und Dipl.-Psych. Michael Tinnefeld, RUB, Zentrum für Psychotherapie, Poliklinische Institutsambulanz der Fakultät für Psychologie, Telefon: 0234/32-27788
Michael.Tinnefeld@ruhr-uni-bochum.de


www.ruhr-uni-bochum.de


Epidemiologische Studie der Deutschen Tinnitus-Liga
3 Millionen Tinnitus-Betroffene in Deutschland

Die Deutsche Tinnitus-Liga e.V. (DTL) präsentiert erstmals wissenschaftlich fundierte Zahlen über die Tinnitus-Betroffenheit für die Bundesrepublik Deutschland. Das Ausmaß ist größer als bisher angenommen.

"Tinnitus ist eine Volkskrankheit" resümiert Elke Knör, Präsidentin der Deutschen Tinnitus-Liga. Mit knapp 3 Millionen aktuell Betroffenen, das entspricht vier Prozent der Gesamtbevölkerung, liege die Quote ähnlich hoch wie bei Diabetes. Bereits jeder vierte der Gesamtbevölkerung hat schon mal Tinnitus erlebt.

Allein 1,5 Millionen Bundesbürger beeinträchtigt der Tinnitus mittelschwer bis zur Unerträglichkeit. Sie benötigen in unterschiedlicher Art der therapeu-tischen Hilfe. Diese Zahl liegt um 50% höher als bisher angenommen. Unerwartet hoch ist auch die jährliche Zuwachsrate von 270.000 Betroffenen mit chronischem Tinnitus. Ein Tinnitus wird als chronisch bezeichnet, wenn er mehrere Wochen andauert.

Anläßlich der internationalen Konferenz "The World of Hearing" in Brüssel wurden die Ergebnisse der von der DTL initiierten repräsentativen Forschungsstudie zur Epidemiologie des Tinnitus in der Bundesrepublik Deutschland erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert.

Laut Elke Knör verdeutlichen die Ergebnisse, wie wichtig und unverzichtbar die gesellschaftliche Aufgabe der bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisation sei. Ärzte seien oft nicht in der Lage, den Patienten die nötige Hilfe, Geduld und das nötige Einfühlungsvermögen zu vermitteln sowie die dafür notwendige Zeit zu investieren. In der Untersuchung hatten mehr als 60% der Betroffenen die ärztliche Hilfe als wenig hilfreich bis unzureichend beurteilt.

In einer nächsten Forschungsstudie wolle man daher die wirklich hilfreichen Therapien identifizieren. Dies sei erforderlich, um bei der Vielzahl auch unseriöser Therapieangebote mehr Transparenz zu schaffen.

Die DTL vertritt seit 1986 die Interessen der Tinnitus- sowie Hörsturz- und Morbus Menière-Betroffenen. Sie ist mittlerweile die größte Tinnitusorganisation in der Welt. Die Liga fördert die Selbsthilfe und leistet schwerpunktmäßig die Information und Aufklärung der Betroffenen.

Weitere Informationen erhält man bei der DTL, Postfach 210351, 42353 Wuppertal, Postkarte genügt. Oder im Internet unter www.tinnitus-liga.de.

Wenn es in den Ohren saust, zischt, klopft, dröhnt oder klingelt...

  ...dann ist oft Tinnitus die Ursache. Ein Leiden, das zunächst mit Geräuschen im Ohr beginnt und schließlich als chronischer Tinnitus die gesamte Wahrnehmung beeinflusst. Doch chronischer Tinnitus ist primär keine Krankheit des Ohres, sondern eine Fehlverarbeitung von akustischen Signalen im Gehirn. Ziel jeder Behandlung muss es deshalb sein, das Unterbewusstsein von der Wahrnehmung lästiger Geräusche abzukoppeln, also das akustische System auf die normale Wahrnehmung zurückzuführen. Dieses Ziel ist heute erreichbar geworden – durch die Kombination modernen Therapiemethoden und Technologien. Was Sie dazu tun müssen, erfahren Sie nun...

Tinnitus – Ohrensausen oder mehr?

Tinnitus tritt in den unterschiedlichsten Formen auf. Das Leiden spielt sich in Form verschiedenster Geräusche scheinbar im Ohr ab, ohne dass wirklich ein äußerer Reiz auf das Ohr einwirkt. Das bedeutet, keine akustischen Stimulation aufzunehmen und trotzdem ständig lästige Geräusche zu „hören“ – ein gefährlicher Kreislauf, der da im Kopf eines Betroffenen angestoßen wird...Tinnitus ist die medizinische Bezeichnung für die Wahrnehmung von Geräuschen, die keiner externen Geräuschquelle zugeordnet werden können. Wahrgenommen werden solche Geräusche, die wie ein Läuten, Zischen, Summen oder Rauschen klingen. Diese Geräusche können schließlich eine so hohe Aufmerksamkeit erzwingen, dass sie zur alles beherrschenden Wahrnehmung werden. Ein Zustand, der Wohlbefinden und Lebensqualität deutlich einschränkt. Man spricht dann von dekompensierten Tinnitus. Es gibt zahlreiche Inidzien dafür, dass in der weit überwiegenden Mehrzahl die Ohrgeräusche ihre Ursache tatsächlich im Ohr haben (cochleär). Irgendwann kommt eine Fehlinformation aus dem Ohr, wird über die Gehörbahn dem Gehirn zugeführt und löst einen Kreislauf des Hörens auf Geräusche aus, die tatsächlich im Gehirn produziert werden. Ein Kreislauf, der sich jedoch schnell „tot läuft“, wenn die ursprüngliche Information nur von kurzer Dauer war.

Erfolgt die Information über längere Zeit bzw. wird der zentrale Kreislauf immer wieder von neuem angestoßen, kann er sich durch interne Rückkopplung verselbständigen. Er läuft auch dann weiter, wenn gar kein weiteres Fehlsignal an das Gehirn gesendet wird. An dieser Fehlverarbeitung sind verschiedene Gehirnzentren beteiligt, u. a. das sogenannte „Limbische System“, welches Sitz unserer Gefühlswelt ist. Weil sich die Wahrnehmung des Tinnitus schließlich nur noch im Gehirn abspielt, spricht man auch von einem „zentralisierten Ohrengeräusch“.

In diesem Zusammenhang ist interessant, dass völlig normal hörende Menschen, die im Rahmen eines Experiments in eine schalldichte Kammer gesetzt wurden, nach einer Weile einen Tinnitus wahrnahmen. Es scheint sich bei Tinnitus also um eine Art Grundaktivität unseres Hörsystems zu handeln, die wegen ihres geringen Pegels normalerweise nicht wahrgenommen wird. Nur wenn Tinnitus unsere „akustische Aufmerksamkeit“ erlangt, wird er für uns zum Problem.

Beim akuten Tinnitus: Schnell zum Arzt!

Tritt ein Tinnitus erstmals bei Ihnen auf, insbesondere wenn er mit einem Hörsturz einhergeht, so muss es heißen: Schnell zum Arzt. Denn dieser kann fachkundig klären, wie leicht oder schwer die Erkrankung ist. Das rechtzeitige Einleiten einer akuten Therapie soll die Entstehung eines chronischen Tinnitus verhindern. Es würde den Rahmen dieser Schrift sprengen, die möglichen Ursachen detailliert zu beschreiben – es gibt einfach zu viele davon. Besteht keine identifzierbare zugrunde liegende Erkrankung, so sind allgemeine durchblutungsfördernde und sauerstoffanreichernde Maßnahmen (Infusion, selten hyperbare Sauerstofftherapie) angezeigt. Oft verschwindet damit der Tinnitus.

Hartnäckig: Der chronische Tinnitus

Hält ein neu aufgetretener Tinnitus länger als drei Monate an, so spricht man von chronischem Tinnitus. Diese Seiten handeln ausschließlich von ihm. Die Diagnose „Chronischer Tinnitus“ setzt eingehende Untersuchungen (u. a. beim HNO-Arzt, Neurologen und Orthopäden) voraus. Mögliche Ursachen eines chronischen Tinnitus können neben Schädigungen im Innenohrbereich (z. B. Schwerhörigkeit im Alter, Hörsturz, Morbus Menière) auch Verengungen der großen Halsgefäße, Abnutzung der Halswirbelsäule, Kiefergelenkstörungen und eine Reihe von internistischen Erkrankungen, wie z. B. Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck sein.

Tinnitus – eine Schädigung des Ohrs...

Die häufigste Ursache für einen chronischen Tinnitus ist jedoch eine Schädigung des Innenohres. Typisches Beispiel ist das Lärm- bzw. Knalltrauma. Dabei findet sich eine Schädigung der inneren und äußeren Haarzellen in der Hörschnecke im Innenohr. Viele Betroffene lokalisieren die Frequenz ihres Tinnitus gerade dort, wo die Schwelle zwischen normalem Hören und einer Hörschädigung liegt.

...oder eine Wahrnehmungsstörung des Gehirns?

Selbst wenn eine Hörschädigung häufig am Anfang eines Tinnitus-Leidens steht, so handelt es sich doch um einen Prozess, der sich mit der Zeit verselbständigt. Dem chronischen Tinnitus liegt nach einer Weile kein Signal mehr zugrunde, welches vom Ohr an das Gehirn gesendet wird. Aus diesem Grunde würde ein Tinnitus selbst dann nicht verschwinden, wenn man den Hörnerv durchtrennen würde! Vielmehr ist es das Gehirn selbst, welches nach einiger Zeit Ihre Aufmerksamkeit so steuert, dass Sie Ihren Tinnitus ständig bewusst wahrnehmen und sich immer mehr darauf konzentrieren. Tinnitus wird letztendlich mehr erlebt als gehört.

Ist Tinnitus messbar?

Haben Sie das Empfinden, an Tinnitus zu leiden, so ist eine der ersten Maßnahmen beim HNO-Arzt wie auch später beim Hörgeräteakustiker, ein Audiogramm aufzunehmen. Zeigt das Audiogramm eine Hörminderung, lässt sich der Tinnitus fast immer in jenem Frequenzbereich lokalisieren, in dem das Hörvermögen nachlässt. Oft jedoch dokumentieren die Audiogramme von Tinnitus-Leidenden nichts Auffälliges, d. h., es kann ein völlig normales Gehör vorliegen. Manche Ohrgeräusche sind nachweisbar, andere nicht. Es gibt bestimmte, sehr seltene Ausprägungen von Tinnitus (z. B. bei Gefäßanomalien), bei denen das Ohrgeräusch mit einem Mikrofon hörbar gemacht werden kann. Solche sogenannten objektiven Ohrgeräusche können nicht nur vom Patienten, sondern auch vom Untersucher wahrgenommen werden. Ansonsten muss festgestellt werden, dass die meisten Ohrgeräusche subjektiv sind, also nicht hörbar gemacht werden können. Zwar kann man aus dem Audiogramm häufig ersehen, wo jemand „seine“ Tinnitus-Frequenz hat, nicht aber, ob jemand tatsächlich Tinnitus hat oder nicht. Es gibt daher auch keine Methode, den eigenen Tinnitus für Dritte hörbar zu machen. Tinnitus ist eine Störung, die nur für den Betroffenen selbst erfahrbar ist.

Messen, wie laut Geräusche sind...

Mit Hilfe der Audiometrie kann man messen, wie laut ein Mensch ein Geräusch empfindet. Gleiches gilt für die Bestimmung der Frequenz. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine „objektive“, d. h. unanfechtbare Messung, sondern um eine subjektive Beurteilung. Arbeitet der Betroffene jedoch konstruktiv mit, lassen sich die Messwerte sehr genau reproduzieren und geben einen guten Eindruck von den tatsächlich empfundenen Lautheitsveränderungen. Interessant ist, dass Betroffene bereits geringste Veränderungen im Bereich weniger Dezibel (z. B. nach Sport oder Anstrengungen) als deutlichen Unterschied in der subjektiv empfundenen Lautheit beschreiben.

...und wie laut Tinnitus-Geräusche empfunden werden

Tinnitus ist ein sehr leises Geräusch, etwa wie das Blätterrauschen eines Baumes bei leichtem Wind. Tinnitus ist ein Geräusch, welches knapp über der iIndividuellen Hörschwelle liegt (zwischen 5 und 15 dB). Und Sie als Tinnitus-Betroffener meinen, ein ICE braust mit 200 km/h durch Ihren Kopf! Zum Vergleich: 10 dB entspricht der Geräuschkulisse eines Waldes bei „nahezu Windstille“. Interessanterweise ist schon das eigene Schluckgeräusch sehr viel lauter: ca. 30 dB. Und trotzdem hören Sie Ihr Schluckgeräusch nicht, es sei denn, Sie hören bewusst hin!

Andere Betroffene empfinden ihren Tinnitus anders

Da es sich nicht um eine objektiv messbare Lautstärke handelt, lässt sich auch das Lautheitsempfinden verschiedener Betroffener nur schwer beurteilen. Die relative Empfindung divergiert sehr stark. Soweit messbar (wie oben beschrieben), handelt es sich um ein Lautheitsempfinden im Bereich 10 bis max. 15 dB über der Hörschwelle, also um ein leises Geräusch. Gut 80 % aller Betroffenen leiden überhaupt nicht unter ihrem Tinnitus, bei den übrigen 20% reichen die Beschreibungen von „störend“ bis „unerträgliche“.

Tinnitus bleibt immer leise...

Die messbare Lautstärke wird sich in keinem Fall wesentlich verändern. Schwankungen liegen in sehr engen Grenzen und Tinnitus bleibt immer ein leises Geräusch. In besonderen Fällen bei fortschreitendem Hörverlust kann sich aber der Tinnitus verstärken.

...auch wenn Sie manchmal das Gefühl haben, Ihr Tinnitus werde gelegentlich lauter und leiser.Die Lautstärke eines Tinnitus kann sich situationsbedingt verändern. So berichten viele Betroffene, dass ihr Tinnitus zum Beispiel beim Gähnen oder Kauen leiser wird. Andere wiederum berichten, dass nach oder während längerer Autofahrten, nach dem Sport, bei Aufregung und Stress, aber auch nach besonderen geistigen Anstrengungen der Tinnitus lauter wahrgenommen wird. Die Lautstärke fällt jedoch sehr schnell wieder auf ihren „Ausgangswert“ zurück.

Warum Sie Ihren Tinnitus als so laut wahrnehmen

Beim chronischen Tinnitus scheint es sich, zumindest teilweise, um eine Art Wahrnehmungsstörung bzw. Überinterpretation im Gehirn zu handeln. Diese wird nach der heute vorherr-schenden Lehrmeinung teilweise erlernt. Was folgt, ist ein Teufelskreis: Das Gehirn erhält in jeder Sekunde viele Eindrücke von allen unseren Sinnesorganen. Diese Eindrücke kann das Gehirn gar nicht alle verarbeiten. Es muss filtern. Üblicherweise geschieht dieses Filtern von Reizen so, dass das Gehirn zwischen wichtig und unwichtig unterscheidet. Die als unwichtig eingestuften Reize werden bereits auf einer niedrigen Stufe der Reizverarbeitung, also noch unterhalb der Wahrnehmungsschwelle, unterdrückt. Hierfür kennen Sie viele Beispiele: das Ticken der Uhr an der Wand, das Kratzen eines Pullovers beim erstmaligen Tragen, das Summen eines Kühlschranks. Alle diese Eindrücke nimmt das Gehirn beim erstmaligen Auftritt bewusst wahr, ordnet sie dann aber als unbedeutend ein und unterdrückt von da ab deren Wahrnehmung. Das Ticken der Uhr erreicht nicht mehr unseren Bewusstseinshorizont. Man kann jedoch die bewusste Wahrnehmung wieder aktivieren – wenn Sie wollen, können Sie jederzeit dem Kühlschrank lauschen und die Uhr wieder ticken hören. Diese Art der Reizverarbeitung hat uns die Natur mitgegeben – und sie ist sinnvoll. Schließlich bringt es keinen Überlebensvorteil, etwa das eigene Schluckgeräusch oder ein monotones Hintergrundgeräusch zu hören. Das ähnlich leise Knacken eines Astes im Walde dagegen müssen wir hören, um eine Gefahr rechtzeitig erkennen zu können! Es geht also darum, Signale im Sinne einer erfolgreichen Überlebensstrategie zu bewerten. Nicht umsonst ist Hören ein zutiefst emotionaler Prozess. Kennen wir ein Signal nicht und tritt dieses plötzlich erstmalig auf, so bewerten wir es hoch – und reagieren meist mit Angst und Anspannung, als Vorbereitung auf eine Fluchtreaktion. Genau so ist es bei Tinnitus. Wenn Tinnitus erstmals auftritt, geschieht dies meist plötzlich und häufig in einer besonderen Stress- oder Anspannungssituation (nicht umsonst sagt man „...er hat viel um die Ohren“!). Sie können sich dieses Geräusch nicht erklären, andere in Ihrer Umgebung können es nicht hören. Sie reagieren mit Angst – vielleicht auch mit Wut, denn immerhin nimmt Ihnen der Tinnitus „Ihr Recht auf Stille“. Damit ist der Tinnitus als Empfindung bereits negativ besetzt. Sie beginnen, auf den Tinnitus zu lauschen, „ob er noch da ist“ oder ob er „lauter“ geworden ist. Sie konsultieren einen Arzt oder fragen Freunde. Vielleicht sagt man Ihnen dann „...da kann man nichts machen“, „...das kann Vorbote eines Herzinfarktes oder Gehirnschlages sein“ oder dergleichen. Solche Antworten können für Betroffene vernichtend sein und verstärken bereits vorhandene Ängste und Sorgen, denn sie zeigen keine Lösungsstrategie auf. Betroffene erleiden Anspannung ohne Lösung, negativen Stress. Dies verstärkt wiederum die Aufmerksamkeit in Bezug auf das Ohrgeräusch. Der Teufelskreis schließt sich.

Phantomschmerz und Spinnenphobie

Tinnitus wird gelegentlich mit Phantomschmerz verglichen. Auch der Vergleich mit einer Arachnophobie (Angst vor Spinnen) erscheint zulässig. Während sich die wenigsten unter uns einen Phantomschmerz vorstellen können (ein Beinamputierter verspürt einen Schmerz im Bein, obwohl dieses tatsächlich gar nicht mehr da ist), haben wir doch alle eine Vorstellung von einer Spinnenphobie. Auch diese Angst steht in keinem Verhältnis zum „objektiven Reiz“ (wir sind größer als die Spinne und sie kann uns überhaupt nichts tun), sie wird irgendwann einmal „erlernt“ (meist in ganz jungen Jahren im Verlauf von Hänseleien zum Beispiel durch größere Geschwister), und sie kann sich im Laufe der Zeit verstärken. Spinnenphobien sind gar nicht selten, genau wie Tinnitus. Bei manchen geht diese Phobie so weit, dass sie ihr Leben dominiert und beeinträchtigt.

Tinnitus ist keine Krankheit...

Tinnitus ist keine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern ein Symptom. Dieses Symptom besitzt beim chronischen Tinnitus für sich selbst genommen zunächst keinen Krankheitswert. Tinnitus kann jedoch zu einer Krankheit führen, wenn er beginnt, Ihre Wahrnehmung zu dominieren. Dann treten häufig Schlafstörungen, Ängste, Depressionen und sozialer Rückzug auf. Es handelt sich dann um einen dekompensierten Tinnitus.

...und kein Vorbote einer Krankheit

Der akute Tinnitus wird meistens mit einer Durchblutungsstörung in Zusammenhang gebracht. Daher ist die zügige Vorstellung beim Arzt zwingend! Für den chronischen Tinnitus aber gilt: Weder ist Tinnitus Vorbote eines Herzinfarktes noch eines Schlaganfalles und dergleichen.

Keine Angst vor Gehirntumor und Arteriosklerose

Ob ein Tinnitus auf einen Gehirntumor hinweist, wird stets bei der Abklärung eines akuten (d. h. erstmals aufgetretenen) und chronischen Tinnitus untersucht. In sehr seltenen Fällen kann sich hinter einem einseitigen Ohrgeräusch ein gutartiger Tumor des Hörnerven (Akustikusneurinom) verbergen. Solche Tumoren sind extrem selten! Diese Erkrankung kann man durch eine Hörnervvermessung (Hirnstammaudiometrie) oder ein MRT (ein spezielles bildgebendes Verfahren) ausschließen. Ebenso ist Tinnitus kein Indiz für eine Arteriosklerose.

Innenohrschädigung: Nicht operabel

Oft liegt dem Tinnitus eine Schädigung der Haarzellen im Innenohr zugrunde. Diese Schädigung kann man leider nicht operieren. Und geschädigte Haarzellen lassen sich auch nicht regenerieren.

Tinnitus mit und ohne Hörverlust

Häufig kann ein Tinnitus mit einem Verlust an Hörvermögen verbunden sein. Dabei sind insbesondere hohe Frequenzen betroffen. Andererseits gibt es auch viele Tinnitusfälle, bei denen kein Hörverlust besteht. Tinnitus ist kein Vorbote einer Taubheit.

Hörverlust ausgleichen!

Besteht ein gleichzeitiger Hörverlust, so kann sich der Tinnitus durchaus bessern, wenn eine Hörgeräte-anpassung erfolgt. Deshalb ist ein Besuch beim Hörgeräte-Akustiker unbedingt zu empfehlen. Entgegen einer weit verbreiteten Vorstellung ist die testweise Anpassung eines Hörgerätes mit keinerlei Kosten oder Verpflichtungen verbunden. Daher lohnt der Versuch. Der Hörgeräteakustiker kann Ihnen auch sagen, ob ein Kombinationsgerät (Hörgerät plus Tinnitus Control Instrument) sinnvoll ist.

Mit dem Tinnitus leben

Bei einem lange bestehenden Tinnitus kommt es gelegentlich vor, dass der Tinnitus verschwindet. Aber das ist eher selten. Ehrlicher ist es, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass Sie lernen müssen, mit dem Tinnitus umzugehen, ohne dass er Ihr Leben dominiert. Immerhin fühlen sich 80% aller Betroffenen von ihrem Tinnitus nicht belästigt.

Keine absolute Heilung – aber viele Wege, um das Leiden zu lindern!

Es gibt derzeit keine Therapie, die Tinnitus heilt, es gibt aber eine Reihe von Therapieansätzen, die Tinnitus mit gutem Erfolg deutlich lindern können. Leider sind die Therapiewege nicht einfach: So gibt es keine Medikamente, keine physikalische Therapie, keine Diäten und dergleichen, die bei einmaliger oder kurzzeitiger Anwendung einen Tinnitus zum Verschwinden bringen. Es gibt also – leider – keinen „einfachen“ Weg, der zum Erfolg führt.

Dies hat wohl hauptsächlich damit zu tun, dass die ursächlichen Zusammenhänge der Tinnitus-Entstehung immer noch nicht völlig erforscht sind. Am Ende wird man vermutlich erkennen, dass es viele verschiedene Ursachen für Tinnitus gibt, die ebenso viele unterschiedliche Therapien bedingen.

Mit dem Messer gegen den chronischen Tinnitus?

Leider gibt es keine Operationsmethode. Selbst eine Durchtrennung des Hörnervs, in der Vergangenheit versucht, kann den Tinnitus nicht zum Verstummen bringen. Dies stützt die Annahme, dass es sich um eine Wahrnehmungsstörung in der höheren Verarbeitungskette des Gehirns handelt.

Leider nur kurzzeitig wirksam: Ein Schmerzmedikament gegen den Tinnitus

Das Lokalanästhetikum Lidocain kann Tinnitus unterdrücken. Dieser pharmakologische Effekt ist jedoch vorübergehend und nur kurzzeitig wirksam.

Medikamente können Tinnitus auslösen oder verschlimmern

Bestimmte Medikamente können in hoher Dosierung einen Tinnitus auslösen! Im Zweifelsfalle sollten Sie also stets den Beipackzettel lesen und ihren Arzt fragen.

Geräte gegen Tinnitus

Es gibt sogenannte Tinnitus Control Instrumente (TCI), die im Rahmen einer Retraining-Methode erfolgreich eingesetzt werden.

Alternative Heilmethoden: Nur bedingt nützlich

Viele Hilfesuchende haben im Schnitt zehn Therapien „hinter sich“. Das zeigt schon: Eine Methode, die Tinnitus nachweislich beseitigt, gibt es nicht. Viele scheinbar sensationelle Heilerfolge der Vergangenheit haben sich als nicht reproduzierbar erwiesen. Wir raten entschieden von allen Therapien ab, die auf magischen Elementen, unbekannten Phänomenen, nicht-physikalischen „Energieflüssen“ oder auf der Suggestion oder dem Charisma des Therapeuten beruhen und nicht selten eine dauerhafte Abhängigkeit vom Therapeuten schaffen. Jede Methode, die eine Heilung verspricht oder als „einzig wahre Methode“ dargestellt wird, ist A priori unseriös.

Bezahlt die Krankenkasse meine Therapieversuche?

Ob Ihre Krankenkasse Therapieversuche bezahlt oder nicht, ist nicht einheitlich geregelt. Viele Kassen übernehmen zum Beispiel die Kosten für besondere Therapiemaßnahmen oder leisten Zuschüsse. Klären Sie dies vor Behandlungsbeginn mit Ihrer Kasse.

Wirkung fraglich: Die Laser-Gingko-Therapie

Diese Methode wurde vor einigen Jahren sehr propagiert. Wissenschaftliche Untersuchungen, u. a. an der Universitäts-HNO-Klinik Köln, konnten jedoch keinen Wirksamkeitsnachweis erbringen.

Nur bei akuten Tinnitus zu empfehlen: Durchblutungsfördernde Medikamente

Beim akuten Tinnitus sollen die Sauerstoffversorgung und Durchblutung bzw. Mikrozirkulation im Innenohr verbessert werden. Dies geschieht mit Infusionen und durchblutungsfördernden Medikamenten, oft mit gutem Erfolg. Beim chronischen Tinnitus geht man nicht davon aus, dass es sich ursächlich um eine lokale Durchblutungsstörung des Innenohres handelt. Daher muss hier der Therapieansatz ein anderer sein. Trotzdem werden sehr gerne „durchblutungs-fördernde Mittel“ in Tablettenform verordnet oder vom Patienten verlangt. Ein klarer, wissenschaftlich fundierter Wirkungsnachweis, dass diese die Innenohrdurchblutung verbessern, fehlt jedoch. Speziell fehlt ein eindeutiger Wirkungsnachweis bei chronischem Tinnitus.

Nur bei akuten Tinnitus zu empfehlen: Durchblutungsfördernde Medikamente

Besonders zu empfehlen sind die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR), die Körpertherapie nach Feldenkrais, Autogenes Training, Tai Chi Chuan, Biofeedback, Atem-therapie, Meditation und Yoga. Eine Aufzählung, die sicher nicht vollständig ist.

Aussichtsreich: die Tinnitus-Retraining-Therapie

Die Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) ist ein wissenschaftlich begründeter Ansatz zur Behandlung von chronisch dekompensiertem Tinnitus, Grundlage ist das sogenannte „Neurophysiologische Modell nach Prof. Jastreboff (USA)“. Diese Methode stammt aus den USA und England und hat in diversen Untersuchungen in verschiedenen Ländern ergeben, dass sich der Zustand bei gut 70% der Therapieteilnehmer deutlich verbessert hat. Derzeit laufen in Deutschland entsprechende Untersuchungen und Feldversuche, u. a. an der Charitè Berlin. Viele Tinnitus-Kliniken haben diese Methode ebenfalls übernommen.

Tinnitus ist, soweit messbar, kein lautes Geräusch. Das heißt, das subjektive Lautheits-empfinden kann als Ergebnis eines negativen Lernprozesses angesehen werden, in dessen Folge sich die Wahrnehmung des Tinnitus immer weiter in den Vordergrund drängt. Die Tinnitus-Retraining-Therapie geht deshalb davon aus, dass man umgekehrt auch lernen kann, den Tinnitus weniger intensiv wahrzunehmen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan und setzt ein interdisziplinäres und intensives Zusammenspiel zwischen Ärzten, Psychologen und Hörgeräteakustikern voraus.

Tinnitus – keine Einbildung!

Die TRT bestreitet nicht, dass Sie Ihren Tinnitus „hören“. Im Gegenteil: Mit neueren Untersuchungsmethoden (PET= Positron-Emissions-Tomographie) sind sogar tinnitusspezifische Aktivitäten auf der Großhirnrinde nachweisbar. Es handelt sich also primär nicht um eine psychische Störung. Es wird auch nicht bestritten, dass Tinnitus häufig eine konkrete Ursache hat bzw. hatte (z. B. ein Lärmtrauma), oft mit Schädigung von Haarzellen im Innenohr einhergehend. Jedoch muss zu irgendeinem Zeitpunkt eine Verselbständigung des Tinnitus und Überbewertung in der individuellen Wahrnehmung erfolgen. Es gelingt dem Gehirn – wie bei anderen, unwichtigen Hintergrundgeräuschen – nicht mehr, den Tinnitus aus der Wahrnehmung auszublenden. Der Tinnitus kommt in dieser Phase eindeutig nicht mehr „aus dem Ohr“, sondern findet „zentral“ statt (nämlich im sogenannten Limbischen System, dem Sitz unseres Gefühlslebens, und im autonomen Nervensystem). Daher bestünde ein Tinnitus (nach der bisherigen medizinischen Erfahrung) auch dann weiter, würde man den Hörnerv durchtrennen, wenn also gar kein Schallsignal mehr von Ohr zum Gehirn weiter-geleitet werden kann. Dies erklärt auch das frühere Scheitern vieler Therapien, die ausschließlich auf das Innenohr abzielten.

Was Sie von der Tinnitus-Retraining-Therapie erwarten können – und was nicht

Ziel der Tinnitus-Retraining-Therapie ist die Habituation, also die Gewöhnung an den Tinnitus und seine Beherrschung im Alltag. Insofern gibt sie kein Heilungsversprechen ab. Vorteilhaft ist, dass die Therapie unabhängig von der möglichen Ursache, die sich ja meistens gar nicht bestimmen lässt, angewendet werden kann und auf eine Verbesserung der Lebensqualität zielt, statt eine „Heilung“ zu versprechen. Damit bietet sie Betroffenen eine klare Perspektive. Ein weiterer Vorteil ist die Notwendigkeit zur aktiven Mitarbeit des Patienten. Er wird damit aus der Rolle des passiv Leidenden befreit und kann den weiteren Prozess aktiv mitgestalten und beeinflussen. Das verlangt allerdings Einsicht, Zeit, Geduld, und den festen Willen, etwas erreichen zu wollen. Die Tinnitus-Retraining-Therapie ist außerdem absolut ungefährlich und nebenwirkungsfrei. Medikamente werden nicht verabreicht, Hörbeeinträchtigungen sind nicht bekannt.

Was sich von anderen Betroffenen lernen lässt

In der recht großen Gruppe der Betroffenen, die nicht unter ihrem Tinnitus leiden, sind durchaus Patienten, die ihren Tinnitus als sehr laut empfinden. Das heißt: Das subjektive Lautheitsempfinden führt eindeutig nicht dazu, dass der Tinnitus als Bedrohung und Zerstörung des persönlichen Lebensgefüges empfunden wird. Auch wenn es verständlich ist, dass Sie Ihren Tinnitus am liebsten vollständig los sein wollen: Solange das nicht geht, weil es keine ursächliche Behandlungsmethode gibt, solange sollte es Ihr realistisches Ziel sein, zu den Betroffenen zu gehören, für die der Tinnitus zwar immer noch fortbesteht, aber eben als Nebensache.

Von Counseling bis TCI: Die vier Elemente der Tinnitus-Retraining-Therapie

Nach Prof. Jastreboff (USA), der das Konzept der Tinnitus-Retraining-Therapie zu Anfang der 90er Jahre formulierte, besteht diese aus den Elementen Counseling (also der umfassenden Aufklärung und fortgesetzten Betreuung eines Patienten) sowie der Versorgung mit Tinnitus Control Instrumenten (TCI): Wie jede Therapie hat jedoch auch die Tinnitus-Retraining-Therapie im Laufe der Zeit Änderungen und Erweiterungen erfahren. Heute spricht man vielfach von einem Vier-Säulen-Konzept: Counseling, psychologische Betreuung, Entspannungstechniken und Versorgung mit TCI (Tinnitus Control Instrumenten). Das wichtigste Element ist zweifelsohne das sogenannte Counseling. Counseling ist am ehesten mit Beratung und Aufklärung zu übersetzen. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis derjenigen Mechanismen zu vermitteln, die zu Tinnitus und dessen Verstärkung führen. Nur mit Verständnis und Wissen können Sie zu einer Neubewertung gelangen. Nur mit ausreichender Aufklärung ist ein Abbau von Angstgefühlen möglich. Counseling ist Ausgangspunkt der Tinnitus-Retraining-Therapie. Rechnen Sie mit einem längeren Erstgespräch und mit wiederholten Gesprächsterminen während der Therapie. Eine weitere Säule ist die psychologische Betreuung. Stress, innere Anspannung, verdeckte Konflikte, Partnerschaftsprobleme und depressive Verstimmungen sind häufig Begleiterscheinungen oder manchmal sogar ursächliche Elemente im „Teufelskreis Tinnitus“. Das psychologische Gespräch hilft, Zusammenhänge aufzudecken und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Dabei ist die Gruppenarbeit mit Menschen, die man nicht als „Leidensgenossen“, sondern als „Freunde im gleichen Boot“ sieht, oft hilfreich. Entspannungstechniken helfen beim Stressmanagement, erleichtern die Auseinandersetzung mit dem eigenen Zustand, machen fit für die Belastungen des Alltags und erhöhen die Lebensqualität. Ein Hörtraining sensibilisiert wieder für die Geräuschvielfalt unserer Umwelt. Ziel ist, die Ohren wieder „nach außen zu klappen“! Die Versorgung mit einem TCI (Tinnitus Control Instrument) schließlich hilft, Stille zu vermeiden: Hierbei handelt es sich um spezielle Geräte, die ein permanentes, leises Therapierauschen erzeugen. Dieses darf den Tinnitus jedoch nicht überdecken, denn: damit eine Gewöhnung (Habituation) an den Tinnitus erfolgreich stattfinden kann, muss dieser wahrnehmbar bleiben.

Häufig sinnvoll: Die Mitwirkung eines Psychologen

Einen Psychologen zu konsultieren, ist nach Prof. Jastreboff kein zwingendes Element der Tinnitus-Retraining-Therapie. Dies gilt speziell für leichtere Fälle. Einen Psychologen einzubeziehen, ist andererseits häufig sinnvoll, da es um eine Gewöhnungstherapie geht und der Psychologe helfen kann, Gewohnheiten zu erkennen und zu durchbrechen, die einem selbst vielleicht noch nicht einmal bewusst sind. Bedenken Sie Folgendes: Eine Umfrage hat ergeben, dass in vielen Fällen eine besondere psychische Belastung am Beginn des Ohrgeräusches stand. Vielleicht übernimmt der Tinnitus auch „Sündenbockfunktion“ für geschwundenes Lebensglück oder nicht gelöste Probleme jeder Art. Ein Psychologe kann helfen, solche Zusammenhänge zu erkennen.

Nur von speziellen Teams durchführbar

Die Tinnitus-Retraining-Therapie ist eine Teamleistung und kann nicht von einem Einzelnen erbracht werden. Jedes Element der Tinnitus Retraining Therapie ist wichtig und erfordert den jeweiligen Fachmann, das ärztliche Counseling genauso wie die korrekte Einstellung eines TCI durch einen erfahrenen Hörgeräteakustiker.

Therapie ohne Heilungsversprechen

Manchmal verschwindet ein Tinnitus nach einer Tinnitus-Retraining-Therapie, manchmal nicht: Die TRT gibt kein Heilungsversprechen ab. Ihr Ziel ist die Habituation, die Gewöhnung an den Tinnitus, nicht dessen Beseitigung. Viele Teilnehmer einer Tinnitus-Retraining-Therapie berichten, dass ihr Tinnitus zwar noch „da“ sei, sie aber nicht mehr störe. Das ist doch ein toller Therapieerfolg, oder? Manche TRT-Absolventen berichten sogar, dass ihr Tinnitus verschwunden sei. Hierauf sollte Ihr ganz persönliches Therapieziel aber nicht ausgerichtet sein. Setzen Sie sich nicht selbst unter Druck. Die Tinnitus-Retraining-Therapie ist eine Langzeittherapie und zielt auf eine langfristig angelegte Besserung des individuellen Zustandes ab. Daher ist die Tinnitus-Retraining-Therapie üblicherweise auf eine Dauer von 12 bis 24 Monate ausgerichtet. Erfolge sind jedoch zumeist schon nach 6 Monaten zu verzeichnen. Hierbei sind die Erfolgsaussichten über einen längeren Therapiezeitraum zu betrachten. Insgesamt berichteten nach einem halben Jahr bereits viele Teilnehmer, dass sich ihr Zustand gebessert habe, bei Fortsetzung der Therapie stieg der Prozentsatz nach 24 Monaten sogar auf Werte um 70 – 80%. „Besserung“ ist hierbei nicht gleichzusetzen mit „Heilung“. Den Tinnitus aus dem Bewusstsein zu verdrängen, gelang innerhalb der ersten 6 Monate bei immerhin ca. 30 % der Teilnehmer, nach 24 Monaten stieg dieser Prozentsatz auf ca. 50 % (Quelle: in.ti Bad Meinberg). Diese Therapieteilnehmer gaben an, dass ihr Tinnitus ihnen „kaum noch bewusst sei“ (nur noch Stille bzw. bei Aufregung „tagsüber weg“) bzw. sie sprachen von einer deutlichen „Linderung“.

Tinnitus-Retraining-Therapie- Therapie mit kleinen Einschränkungen

Die Tinnitus-Retraining-Therapie ist derzeit für viele Mediziner die Methode der Wahl. Dennoch gibt es – wie immer in der Medizin – auch einige kritische Anmerkungen. So ist die Zahl der nach wissenschaftlichen Kriterien über einen langen Zeitraum untersuchten Patienten für eine fundierte Aussage immer noch recht gering. Dies liegt auch daran, dass die Methode selbst noch sehr jung ist. Weitere Untersuchungen sind zweifelsohne erforderlich. Die Aussage „mein Zustand hat sich gebessert“ ist zudem subjektiv und mit wissenschaftlichen Methoden schlecht messbar. Eine Standardisierung zur exakt reproduzierbaren Anwendung der Methode „von Team zu Team“ fehlt. Die genannten Einwände sind berechtigt, leugnen aber nicht die Erfolge der Tinnitus-Retraining-Therapie.

Tinnitus-Retraining-Therapie – eher ambulant als stationär

Die Tinnitus-Retraining-Therapie ist eine typische ambulante Therapie. Dennoch kann der Behandlungsbeginn in einer Tinnitus-Klinik sinnvoll sein, besonders dann, wenn es notwendig erscheint, den Betroffenen zeitweise aus dem Alltagsstress herauszulösen. Ein längerer Kuraufenthalt ist in der Regel aber nicht erforderlich.

Oftmals entgegenkommend: Ihre Krankenkasse

Derzeit gibt es kein einheitliches Verfahren, ob die Krankenkassen für die Tinnitus-Retraining-Therapie einstehen, sodass es sich stets um Einzelfallentscheidungen handelt. Im Schnitt haben Tinnitus-Betroffene ca. zehn verschiedene Therapien ausprobiert. Die Kassen beobachten selbstverständlich auch, dass häufige Arztbesuche und therapeutische Experimente in der Summe oftmals deutlich teurer sind als eine Tinnitus-Retraining-Therapie. Daher steigt derzeit ihre Bereitschaft, die Therapiekosten zu übernehmen. Die Kosten für die TCI (Tinnitus Control Instrument) werden hingegen meist kostendeckend übernommen. Zuzahlungen sind erforderlich bei individuellen Im-Ohr-Bauweisen und bei Kombinations-geräten (also Hörgerät + TCI bei gleichzeitigem teilweisen Hörverlust).

Wie Tinnitus Control Instrumente helfen, den Tinnitus zu bekämpfen

Als man begann, Tinnitus mit elektronischen Hilfsmitteln zu „bekämpfen“, glaubte man, den Tinnitus einfach mit einem anderen, lauteren Geräusch maskieren, d.h. übertönen zu können. Daher stammt der Begriff „Masker“. Dieser Ansatz hat sich jedoch als Sackgasse erwiesen, denn er ist nicht geeignet, sich mit dem Tinnitus auseinanderzusetzen – im Gegenteil. Viele Menschen haben festgestellt, dass ihr Tinnitus bei Maskierung wieder hörbar werden will und lauter wird. Es gibt also leider keinen einfachen Weg, dem Tinnitus mit einem elektronischen Hilfsmittel zu begegnen. Die Tinnitus-Retraining-Therapie arbeitet ebenfalls mit elektronischen Hilfsmitteln – jedoch mit einem völlig anderen Ansatz als die früher verwendeten Masker:

TCI: Rauschen, aber nicht Lärmen

Ein Grundpfeiler der Tinnitus-Gewöhnung ist es, Stille zu vermeiden. Hierzu wird über hörgeräteähnliche Geräte ein beständiges, leises Rauschen eingespielt. Dieses Therapierauschen soll nur dann hörbar sein, wenn wenig Umgebungsgeräusche vorhanden sind. Das Rauschen wird von vielen als angenehm empfunden und lenkt die Aufmerksamkeit vom Tinnitus ab. Statt ständig zu kontrollieren, ob der Tinnitus noch da ist, konzentriert man sich darauf, ob das Geräusch noch zu hören ist. Für solche Geräte hat sich der Begriff „Noiser“ eingebürgert. Das englische Wort „Noise“ (u. a. in der Bedeutung „Lärm“) beschreibt jedoch die Leistungsfähigkeit moderner Therapiegeräte nur unzureichend, gerade was die Generierung angenehmer Geräusche angeht. Deswegen bevorzugen wir für moderne Geräte den Begriff TCI (Tinnitus Control Instument).

TCI gibt es auch kombiniert mit Hörgeräten

Sind Sie gleichzeitig tinnitus-betroffen und schwerhörig, so gibt es heute auch TCI in Kombination mit Hörgeräten, neuerdings sogar in Digitaltechnik. Hierdurch kann man eine bessere Sprachverständlichkeit erreichen. Bei der Auswahl eines solchen Kombi-Gerätes sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Lautstärke des TCI unabhängig von der Lautstärke des Hörgeräteanteils geregelt werden kann.

Walkman tragen statt eines TCI – zum Beispiel mit „Meeresrauschen“?

Im Prinzip ja. Praktisch ist dies jedoch nur schlecht durchführbar. Der Walkman wird sich vielfach gar nicht ständig tragen lassen, sodass ein „auf und ab“ erforderlich wäre. Auch beim Gespräch oder im Büro lässt sich der Walkman – schon aus Höflichkeitsgründen – kaum tragen. Und da einer der wesentlichen Grundsätze der Tinnitus-Retrainig-Therapie ist, die Ohren für Umweltgeräusche zu öffnen, muss jedwede Versorgung mit Hilfsmitteln gleichzeitig ein „offenes“ Hören ermöglichen und darf die Ohren in keinem Falle zudecken.

Noch einmal zum Thema Kosten: Was Ihre Kasse zum TCI dazuzahlt

Die gesetzlichen Krankenkassen leisten Zuzahlungen für TCI Geräte, wenn diese von einem Arzt verordnet werden. Hierbei sind die Zuzahlungen für TCI-Geräte in der Regel kostendeckend, für die Kombination TCI + Hörgerät ist meist ein Eigenanteil erforderlich (so wie bei hochwertigen Hörgeräten üblich). Die jeweiligen Übernahmebeträge der Krankenkasse sind unterschiedlich und nicht bundeseinheitlich. Bitte informieren Sie sich vorher bei Ihrer Kasse.

Ihr Arzt wird eine TCI-Verschreibung nicht aus Kostengründen ablehnen

TCI sind nicht in der sogenannten Budgetierung, d. h. gesetzlichen Kostenbegrenzung, enthalten. Wenn also Ihr Arzt kein TCI verschreiben möchte, so ist das stets medizinisch begründet.

Die Verordnung des Arztes: TCI oder Masker?

In der Heil- und Hilfsmittelverordnung sind bisher nur die veralteten Masker als erstattungsfähig berücksichtigt. Die korrekte Verschreibungsformulierung lautet Deshalb: Tinnitus-Masker zur Teilmaskierung. Die geeignete Geräteauswahl treffen Sie dann zusammen mit Ihrem Hörgeräteakustiker.

Warum zwei TCI besser sind, auch wenn Ihr Tinnitus nur einseitig ist

Ärztlicherseits wird die beidseitige Versorgung emfpohlen, weil es ja um ein Training der zentralen Hörbahn geht, die nicht auf eine Seite des Gehirns beschränkt ist. Doch darüber entscheiden Sie selbst. Ihr Akustiker wird gerne ein beidseitiges Probetragen ermöglichen.

Tinnitus wird durch TCI nicht lauter...

Uns ist jedenfalls kein Fall bekannt, in dem der Tinnitus durch das TCI lauter geworden wäre. Zu bedenken ist hierbei, dass das Lautheitsempfinden des Tinnitus ohnehin tagezeitlichen und situationsbedingten Schwankungen unterworfen ist.

TCI ist sinnvoll – wissenschaftliche Studien dokumentieren es

Ja, es gibt erste Studien (die u. a. an der Tinnitus-Klinik in Bad Meinberg durchgeführt wurden). In diesen wurde der Erfolg einer Tinnitus-Retraining-Therapie jeweils mit und ohne begleitende TCI-Versorgung untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass die Erfolgsquote bei gleichzeitiger TCI-Versorgung deutlich (um ca. 20%) höher lag. Weitere Studien laufen (u. a. an der Charitè in Berlin).

Jeden Tag mindestens 6 bis 8 Stunden...

Während der Tinnitus-Retraining-Therapie sollten Sie das TCI jeden Tag mindesten 6 bis 8 Stunden (anfangs 2 bis 3 Stunden) tragen – und das während der gesamten Dauer der Tinnitus-Retraining-Therapie, also unter Umständen 24 Monate und länger.

...selbst wenn Ihr Tinnitus während des Retrainings nicht mehr ständig präsent ist...

Die tägliche Tragedauer von 6 bis 8 Stunden sollte nicht unterschritten werden. Letztlich entscheiden jedoch Sie selbst. Sie sollen das TCI tragen wollen und nicht müssen.

...die Nacht gehört dem Schlaf!

Das Tragen eines TCI wird von vielen Betroffenen gerade beim Einschlafen als angenehm empfunden. Dies ersetzt aber nicht die notwendige Tragedauer am Tage.

TCI – nicht für immer und ewig

Tragen Sie Ihr TCI nur so lange, bis die Tinnitus-Retraining-Therapie abgesetzt wird, und so lange, wie Sie diese als angenehm empfinden. Entscheidend ist Ihr persönliches Wohlbefinden. Um einen Habituationserfolg zu erzielen, wird eine Tragezeit von 24 Monaten empfhohlen.

Das Weiße Rauschen – wie Rauschen im Radio. Und das Rosa Rauschen – wie Meeresrauschen

Weißes Rauschen ist ein Rauschen, welches alle Frequenzen gleich laut überstreicht. Weißes Rauschen hört sich an wie ein Radio, welches nicht auf einen Sender eingestellt ist. Beim Rosa Rauschen dagegen werden die hohen Frequenzen zunehmend leiser. Dadurch klingt das Therapierauschen tieftoniger, eher wie Meeresrauschen. Natürlich ist das noch nicht alles, was uns die Therapietechnik zu bieten hat. So gibt es weitere Rauschqualitäten, zum Beispiel ein dezidiertes Tieftonrauschen oder ein Hochtonrauschen. Für Sie ist wichtig, dass – unabhängig von technischen Details – eine Rauschqualität gefunden wird, die Sie als angenehm empfinden. Eine Rauschqualität, zum Beispiel ein dezidiertes Tieftonrauschen oder ein Hochtonrauschen. Für Sie ist wichtig, dass – unabhängig von technischen Details – eine Rauschqualität gefunden wird, die Sie als angenehm empfinden. Eine Rauschqualität, mit der Sie vielleicht sogar eine positive Assoziation verbinden (Meeresrauschen). Wenn Sie „Ihr Geräusch“ nicht mögen, werden Sie das TCI nicht tragen und der Sinn ist dahin.

Therapierauschen: eine Differenzierung muss möglich sein

Wenn der Tinnitus selbst wie ein Rauschen klingt, dann ist es wichtig, ein Therapierauschen einzustellen, welches anders als der Tinnitus klingt, denn sonst ist die akustische Differenzierung nicht möglich. Moderen TCI bieten die Möglichkeit, die Rauschqualität anzupassen.

Einstellung des Therapierauschens: Leiser als die Ohrgeräusche!

Bei frühen Geräten ließ sich die Lautstärke leider nicht sehr gut bzw. nicht fein regulieren. Die Lautstärke korrekt einzustellen, ist jedoch für das richtige Funktionieren Ihres TCI unentbehrlich. Bei den neuen digitalen Geräten kein Problem. Hier wird die Lautstärke so eingestellt, dass das Therapiegeräusch andere Umweltgeräusche nicht verdeckt und vor allem das Sprachverständnis nicht behindert. Insbesondere muss garantiert sein, dass das Rauschen leiser ist als das Ohrgeräusch selbst. Wenn Ohrgeräusch und Therapiegeräusch etwa gleich laut sind (Mixing Point), dann ist das Rauschen schon zu laut! Die Einstellung des Gerätes ist also leise! Bei normal lauten Unterhaltungen soll das Therapierauschen nicht hörbar sein, sondern jeweils nur in den Sprechpausen. Die Einstellung ist dann genau richtig, wenn Sie das Therapiegeräusch gerade noch hören können und in den Stillephasen aktiv „suchen“ müssen, um es wieder zu hören. Gleichzeitig müssen Sie jedoch in der Lage sein, die Lautstärke selbst situationsbedingt zu regulieren. Die Lautstärkeregelung funktioniert nur „am Ohr“. Daher ist die Feinheit und Leichtigkeit der Lautstärkeregelung ein besonders wichtiges Auswahlkriterium für TCI-Geräte.

Einfach den Tinnitus zu übertönen, hilft nicht

Der Wunsch, den Tinnitus einfach zuzudecken, ist bei vielen Betroffenen sicher sehr stark. Die Maskierung ist jedoch falsch und nicht geeignet, den Tinnitus zu habituieren, denn nach Abschalten des Geräusches wird der Tinnitus immer in unverminderter Lautstärke in Ihrem Bewusstsein präsent sein.

Worauf Sie bei der Auswahl eines TCI achten sollten

Beim reinen TCI-Gerät sind die Feinregulierbarkeit und das leichte Einstellen der Lautstärke ein besonders wichtiges Auswahlkriterium. Die korrekte Ersteinstellung und jede weitere Veränderung kann nur „am Ohr“ vorgenommen werden. Daher sind „Trimmgeräte mit Schraubenziehereinstellung“ nicht zu empfehlen. Wichtig ist ferner, dass Sie das Therapiegeräusch subjektiv als angenehm empfinden. Wenn Sie „Ihr Geräusch“ nicht mögen, werden Sie das TCI später nicht tragen. Ein TCI mit einer Auswahl von Geräuschen und mit der Möglichkeit, die Geräuschqualität zu verändern, ist sinnvoll – denn immerhin wird das Rauschen Sie bis zu zwei Jahre begleiten. Achten Sie bitte bei der Kombination TCI + Hörgerät darauf, dass der Hörgeräteanteil und das Therapiegeräusch unabhängig voneinander eingestellt werden können. Insbesondere die Lautstärkeregelung muss für Sie selbst später unabhängig vom Hörgeräteanteil einstellbar sein.

Ihr Arzt berät Sie – und Ihr Hörgeräteakustiker unterstützt Sie dabei, das richtige TCI auszuwählen

Wenn Sie sich einfach selbst ein TCI besorgen wollen, so ist das selbstverständlich möglich. Doch ist die Versorgung mit TCI nur Teil einer Tinnitus-Retraining-Therapie. Vielmehr sind Beratung, Diagnostik und Begleitung aus ärztlicher Sicht unerlässlich. Jedenfalls sollten Sie, wenn Sie sich zum Tragen eines Gerätes entschlossen haben, auch dem Hörgeräteakustiker als Partner anvertrauen. Die vielfältigen Auswahl- und Einstellkriterien verlangen den Rat eines Fachmannes.

Keine Zeit für Entspannungsübungen, psychologische Gespräche und dergleichen? Das längere Tragen eines TCI hilft nicht! Ein TCI ist nicht „die Lösung“ für Tinnitus. Sondern es ist ein technisches Hilfsmittel, um äußere Stille zu vermeiden. Und das bedeutet, dass Sie gleichzeitig die innere Stille suchen müssen. Deshalb sollten Sie Zeit für Entspannung haben – und damit für sich selbst. Entscheidend für einen Retraining-Erfolg ist nun einmal Ihr persönliches Wohlbefinden. Eine seelische Grundstimmung, die nicht vom Himmel fällt, sondern nur mit viel Engagement erreicht werden kann. Bei Geräuschüberempfindlichkeit: Mit leiser Einstellung beginnen: Ein häufig bei Tinnitus auftretendes Phänomen ist Hyperakusis (Geräuschüber-empfindlichkeit). Das bedeutet manchmal sogar Schmerzen in den Ohren bei alltäglichen Umweltgeräuschen. Leiden Sie an Geräuschüber-empfindlichkeit, so besitzt die Desensibilisierung Vorrang. Das bedeutet, dass Sie mit einer besonders leisen Einstellung Ihres TCI beginnen, die über den Tag nicht verändert wird. Mit der Zeit sollte die Einstellung langsam lauter werden. Geduld ist wichtig. Denn frühestens nach 2 Monaten spüren Sie, wie Sie weniger geräuschempfindlich werden. Wichtig ist, dass ein geeignetes TCI über eine Lautstärkebegrenzung verfügt, bei der der Ausgangspegel sukzessive nachgeregelt werden kann. Wichtig ist ferner, beide Ohren zu versorgen. Dabei darf der Gehörgang nicht verschlossen werden. Wir sprechen hier von offener Versorgung.

Wissenswertes rund um den Tinnitus

Das Maß aller Dinge: Der Schalldruck

Alles, was an der Sprache, Lauten, Geräuschen oder Lärm auf unser Gehör trifft, kann natürlich auch gemessen werden – als Schalldruck. Das physikalische Maß dafür ist dB. Es ist die Abkürzung für Dezibel. Die dB-Skala ist logarithmisch, wobei jeweils 20 dB mehr einer Verzehnfachung das Schalldruckes entsprechen. Zwischen dem leisesten, gerade noch hörbaren Laut und dem lautesten, noch erträglichen Ton liegt ein Faktor von 10.000.000! Mit Werten um 10 dB hat Tinnitus die „Lautheit“ eines Waldes bei Windstille. Selbst das eigene Schluckgeräusch ist mit 30 dB schon 10 mal lauter, wird aber meistens nicht bewusst wahrgenommen. Normale Sprache ereignet sich bei dB-Werten um 60, die Unbehaglich-keitsschwelle (wo Geräusche als unangenehm laut empfunden werden) liegt um 100 dB. Interessant hieran ist, dass bereits ein elektrischer Rasierapparat in der Nähe des Ohres um 90 dB erzeugen kann. Ein Walkman liegt häufig über 100 dB. Ist die Unbehaglichkeitsschwelle für Geräusche auf ca. 65 dB herabgesetzt, spricht man von Hyperakusis (Geräuschüberempfindlichkeit). Da diese „Lautstärke“ im Bereich menschlicher Sprache liegt, kann man sich leicht vorstellen, dass Hyperakusis mit einem Rückzug aus dem menschlichen Gemeinschaftsleben einhergeht.

Zuerst kommt das Hören – dann erst der Augensinn...

Das Gehör ist das Sinnesorgan des Menschen, welches als erstes funktionsfähig ist. Es ist bereits beim Ungeborenen aktiv und arbeitet bis zum Tode ununterbrochen, auch nachts. Es ist nicht bewusst abzuschalten. Sie können zwar bestimmen, wem Sie Ihre Aufmerksamkeit schenken wollen (z. B. bei Gesprächen auf einer Party). Sie haben jedoch keinerlei Macht zu bestimmen, was Sie nicht hören wollen (etwa die Geräuschkulisse um Sie herum). Was Blindheit bedeutet, lässt sich einigermaßen erfahren, indem man die Augen verschließt oder verbindet. Taubheit hingegen lässt sich nicht simulieren, auch der beste Gehörschutz kann Geräusche nicht wirksam abschirmen. Selbst Astronauten im Vakuum des Raumes hören immer noch ihre eigenen Körperfunktionen wie Atmung oder Herzschlag. Schwerhörigkeit und Taubheit sind zudem (im Gegensatz zu den meisten anderen Behinderungen einschließlich Blindheit). Behinderungen, die das Gegenüber nicht erkennen kann. Das Nicht-Reagieren auf Ansprache wird daher als Unfreundlichkeit empfunden. Interessanterweise messen die wenigsten Menschen (außer Musikern und wenigen anderen Berufsgruppen) ihrem Gehör besondere Bedeutung zu. Die anderen Sinnesleistungen (Sehen, Schmecken, Riechen, Fühlen) werden regelmäßig für wichtiger gehalten. Entsprechend sorglos ist der Umgang mit dem eigenen Gehör, besonders in jungen Jahren. Dabei verbindet uns gerade das Gehör in besonderer Weise mit unseren Mitmenschen – nicht hören bedeutet meist auch Isolation und Rückzug aus menschlicher Geselligkeit. Gegenstände kann man jederzeit immer wieder betrachten und befühlen, das gesprochene Wort oder Musik hingegen sind unwiederbringlich fort. Dabei transportiert die Betonung eines Wortes oft mehr Gefühle von Mensch zu Mensch als die Bedeutung des Wortes selbst. Gehör und Sprache sind die wichtigsten menschlichen Kommunikationsträger. Sie sind untrennbar miteinander verbunden – wer nicht hört, lernt meistens auch nicht sprechen.

Warum die Brille akzeptiert ist, ein Hörgerät dagegen kaum

Es mag verwundern, dass Schwerhörigkeit und Sehschwäche in unserer Gesellschaft grundsätzlich anders bewertet werden. Dies erklärt vielleicht auch, weshalb viele Menschen aus „kosmetischen Gründen“ nicht gerne ein Hörgerät tragen, die Brille dagegen als weithin sichtbare Manifestation einer anderen „Sinnes-Schwäche“ allgemein akzeptiert ist und in Form, Farbe und Mode eine „persönliche Note“ verleiht.

Tinnitus und Schwerhörigkeit im Alter: Der „Lohn“ des Lärms

Bei Naturvölkern sind beide weitgehend unbekannt – in unserer zivilisierten Lärmgesellschaft alltäglich: Schwerhörigkeit im Alter und Tinnitus sind in der Tat keine Unbekannten. Tinnitus ist eine der häufigsten Diagnosen, die in einer HNO-ärztlichen Praxis gestellt wird. Lärmschäden nehmen mittlerweile eine der ersten Stellen unter den anerkannten Berufser-krankungen ein. Es ist traurig, dass der „Umweltverschmutzung durch Lärm“ in unserer Gesellschaft so wenig Aufmerksamkeit zugemessen wird.

Männer und Frauen – vom chronischen Tinnitus gleichermaßen betroffen

Männer und Frauen werden in etwa gleich häufig von Tinnitus betroffen. Während Tinnitus in allen Altersgruppen vorkommt, zeigt sich die Gruppe der 40- bis 60-jährigen als besonders anfällig. Die Ursache dafür könnte in den Belastungen liegen, die speziell in der Lebensmitte auftreten. Insgesamt geben etwa 25% aller Bundesbürger an, irgendwann einmal einen – meist nur kurzzeitigen – Tinnitus gehabt zu haben. 10% haben einen chronischen Tinnitus, kommen aber nach eigenen Angaben „gut klar“, während 1% berichten, unter ihrem Tinnitus massiv zu leiden. Dies sind dann in unserem Lande immerhin fast eine Million Mitmenschen!

Schon die alten Ägypter kannten den Tinnitus

Die ältesten überlieferten schriftlichen Dokumente zu Tinnitus stammen aus dem alten Ägypten und sind gut 3500 Jahre alt. Mehr als 20 verschiedene Verordnungen, die sich auf Tinnitus beziehen, sind aus Babylonien bekannt. Umfangreiche medizinische Berichte stammen auch aus Indien, Arabien, Persien, Griechenland und Rom. Aus dem Lateinischen stammt der Begriff Tinnitus (tinire = klingeln). Ähnlich alt sind die Behandlungsversuche. Die Griechen schlugen erstmals die Maskierung mit einem äußeren Schallreiz vor. Paracelsus (um 1500) war der erste, der beschrieb, dass Lärm Tinnitus verursachen kann. („...das Donnern der Büchsen...“). Um 1800 wurden erste Versuche unternommen, Tinnitus elektrisch zu behandeln. Volta, der Erfinder der Batterie, hatte sich Elektroden in die Ohren gesteckt und dabei „einen Krach vernommen, als sei etwas zerrissen“. Er hat den Versuch (klugerweise) nie wiederholt. Andere Experimentatoren griffen den Ansatz jedoch begeistert auf und setzten die Versuchsanordnung u. a. zur Behandlung von Schwerhörigkeit und Tinnitus ein. Sogar Beethoven, selbst schwerhörig und tinnitusgeplagt interessierte sich seinerzeit für diese Methode. Die allgemeine Begeisterung ebbte allerdings auch ebenso schnell wieder ab, als überzeugende Erfolge ausblieben.

Berühmtheit schützt vor Tinnitus nicht

Zu den berühmten Personen der Geschichte, die stark unter Tinnitus litten, gehören u. a. Matin Luther, Jean-Jaques Rousseau, Ludwig van Beethoven und Bedrich Smetana. Wie Beethoven ertaubte auch Smetana völlig. Anders als Beethoven versuchte er jedoch, seinen Tinnitus auch musikalisch zu verarbeiten und für andere darzustellen. Von Beethoven stammt übrigens der Ausspruch: „Nur meine Ohren, die sausen und brausen Tag und Nacht fort, ich kann sagenich bringe mein Leben elend zu.“

9 Tipps, damit der Stress auf der Strecke bleibt

1. Lernen Sie in Alltag, Freizeit, Sport, mit dem Tinnitus zu leben

Mit Tinnitus können Sie all das machen, was Sie auch ohne Tinnitus gerne gemacht hätten. - Gestalten Sie Ihre Freizeit nach Ihren Bedürfnissen und Interessen und versuchen Sie, ein erfülltes Leben zu leben.
- Ziehen Sie sich nicht aus der Gesellschaft zurück!
- Vermeiden Sie extremen Lärm.
- Wenn Sie schwerhörig sind, besorgen Sie sich ein Hörgerät.

2. Wie Sie am sinnvollsten dazu beitragen, dass sich Ihr Tinnitus bessert
- Vermeiden Sie Stille.

- Klappen Sie die Ohren „nach draußen“.
- Freuen Sie sich über Geräusch
- Bei dekompensiertem Tinnitus: Tragen Sie ein TCI.
- Wenn Sie den Kontakt zu „Gleichgesinnten“ suchen, dann bitte nicht als   „Jammergemeinschaft“.
- Lernen Sie, sich zu entspannen und bewusst zu leben.

3. Ohrstöpsel und Ohrenschützer sollten Sie nur dann tragen, wenn auch der Gesunde einen Lärmschutz tragen müsste.

4. Sie sollten weiterhin unbedingt ein Instrument spielen, wenn Sie diese Gabe besitzen. Genießen Sie es.

5. Lassen Sie sich von aufregenden Klängen anheizen – ohne überlautem Gedröhne eine Chance zu geben. Konzerte besuchen, Kino genießen, Tanzen gehen... kein Problem mit Tinnitus. Nur zu laut sollte es nicht werden.

6. Gehen Sie ins Wasser – aber ohne TCI

Wenn Sie weiter schwimmen oder tauchen gehen wollen, viel Spaß! Vorher allerdings sollten Sie nicht nur Ihre Straßenkleidung, sondern auch Ihr TCI ablegen.

7. Heben Sie ab in die weite Welt

Mit Tinnitus können Sie unbesorgt auf Reisen gehen – auch im Düsenjet. Wie hoch und wie schnell Sie fliegen, hat überhaupt keinen Einfluss auf einen Tinnitus.

8. Treiben Sie weiter Sport

Viele Betroffene berichten zwar, dass sich das Lautstärkeempfinden ihres Tinnitus nach körperlicher Anstrengung erhöht. Aber Sie wissen ja jetzt, dass dieses Empfinden subjektiv ist und nicht eine Verschlimmerung oder dergleichen darstellt. Auch der Fahrtwind an den Ohren beim Fahrrad fahren schadet nicht. Jede Aktivität, die Ihr Leben bereichert, ist zu empfehlen.

9. Auch wenn es für alles Mögliche eine Diät gibt – für Tinnitus gibt es sie nicht

Eigentliche schade...oder nicht? Ansonsten gilt der allgemeine ärztliche Rat: Alkohol in Maßen – Nikotin nein!



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