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Was ist Spastik?

  Nach Ihrer Verletzung ist der Körper in einem Schockzustand, und die Muskeln, die nicht arbeiten, sind schlaff oder kraftlos. Dies nennt man spinalen Schock. Er dauert im Allgemeinen mehrere Wochen bis mehrere Monate nach der Verletzung. Irgendwann nach dem spinalen Schock kann es zu Spastik kommen.

  Spastik ist eine unwillkürliche Reflexbewegung, die häufig nach kompletten oder inkompletten Verletzungen des Rückenmarks auftritt, besonders bei Verletzungen oberhalb Th 12. Spastische Bewegungen ähneln den unkontrollierten Reflexen, die auftreten, wenn ein Arzt mit dem Hämmerchen auf das Knie unterhalb der Kniescheibe klopft und sich sofort das Knie streckt.

  Spastik kann auftreten, wenn die Beine berührt oder plötzlich bewegt werden, wenn die Körperstellung verändert wird oder wenn Sie husten, niesen oder anderweitig aufgeschreckt werden. Auftreten, Ausmaß und Verlauf der Spastik sind bei jedem einzelnen verschieden.

  Die Ursachen spastischer Lähmungen liegen in einer vorgeburtlichen, einer geburtlichen oder späteren Unfallschädigung des Gehirns (z.B. Schädelhirntrauma). Sie drücken sich aus in Störungen der Willkürbewegungen durch fortwährende Verkrampfungen der Muskulatur, häufig kombiniert mit unwillkürlichen Bewegungen. Die Symptome können jedoch sehr unterschiedlich sein. Es gibt


  • isolierte Lähmungen der Beine oder Arme (Para- oder Diplegie),
  • halbseitige Lähmungen (Hemiplegie),
  • Bewegungsstörungen aller Gliedmaßen (Tetraplegie),
  • Störung zielgerichteter Bewegungen (Athetose).

  Zusätzlich können im Einzelfall auch noch Störungen der geistigen Entwicklung, der Sprache und der Wahrnehmung vorhanden sein. Häufig ist auch eine allgemeine Entwicklungsstörung zu beobachten.


Die Faltblätter sind in der Print-Version auch bei der Berufsberatung im Arbeitsamt erhältlich.


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