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 Die Inhaltsübersicht

- Rheuma treibt zu viele in die Rente - Konsequentere Basistherapie könnte das Leiden besser bremsen
- Neue Hoffnung für Rheumageplagte
- Neue Rheumatherapie mit entzündungshemmenden Exosomen
- Rheuma ist keine Krankheit, sondern ein Symptom
- Raucher: Stärkere Schmerzen bei Rheuma -
Auch Medikamente wirken weniger gut

- Am 12. Oktober ist Weltrheumatag! -
Aufklärung über wirksame Therapien ist gefragt
- Ist das Rheuma, was ich habe?
- Natürliche Hilfe gegen Rheuma
- Weihrauch wirksam gegen Entzündungen - Hinweise aus altindischen Texten machten Forscher neugierig
- Laser-Längsschnitt durch arthritische Finger
- Radontherapie: Gesicherte wissenschaftliche Aussagen belegen Wirksamkeit bei Rheuma
- Biologische Rheumatherapie - der Schlüssel für eine wirksame Behandlung?
- Rauchen erhöht Rheuma-Risiko
- Aufklärungskampagne "Gelenkrheuma? Symptome erkennen - aktiv eingreifen!"
- Schmerz- und Rheumamedikamente nicht alle in einen Topf werfen
-
Bakterien-"Haare" lassen Blutgefäße sprießen
- Radontherapie: Strahlenschützer sehr skeptisch - Warnung vor Strahlenbelastung
- Aktuell nach dem Rheumamittel-Skandal! Neue Berliner Studie beweist: Weniger Rheuma-Schmerz durch natürlichen Wirkstoff Muschel-Lyprinol
- Rheumatoide Arthritis: Universität Rostock koordiniert europaweite Forschung
- Schule beginnt - auch für rheumakranke Kinder
Elternberater der Deutschen Rheuma-Liga helfen weiter
-
Vegetarisch oder fettarm günstig bei Rheuma
- Rheuma: auf ausreichend Vitamine achten!
- Aktion zum Tag des Rheumakranken 2004
- Helfen Sie mit! Erfahrungen von Arthritis- und Rheuma-Patienten sind gefragt
- Sanfte Hilfe bei rheumatischen Beschwerden
- Heilpraktiker - die traditionellen Gesundheitsexperten


 

Rheuma treibt zu viele in die Rente - Konsequentere Basistherapie könnte das Leiden besser bremsen

Baierbrunn - 22.05.2006 (ots) - Rheumapatienten könnten länger arbeitsfähig bleiben, wenn ihre Krankheit konsequenter behandelt würde. Dieser Meinung ist Prof. Wilfried Mau, Direktor des Instituts für Rehabilitationsmedizin der Universität Halle-Wittenberg. Er hat die Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit von 26 000 Rheumapatienten in den vergangenen 15 Jahren untersucht. Schon im ersten Jahr der Erkrankung seien die Betroffenen durchschnittlich zehn Tage im Monat krank geschrieben. "Nach etwa zehn Krankheitsjahren ist mehr als ein Drittel aus dem Erwerbsleben ausgeschieden", sagt er im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Unter anderem liege das daran, dass nur jeder fünfte Rheumapatient von einem Rheumatologen betreut werde. Die anderen "erhalten dann eine medikamentöse Basistherapie oft nicht mit der gewünschten Konsequenz, die unabdingbar ist, um die Krankheit in Schach zu halten und ihr Fortschreiten zu bremsen", folgert Mau. Er rät Betroffenen auch dazu, offensiv mit ihrem Arbeitgeber zu reden. Oft wüssten diese nicht, dass Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation vom Rentenversicherungsträger finanziert werden. An "rheumatoider Arthritis" (chronisch entzündlich) leiden in Deutschland etwa rund 550.000 Erwachsene, an "Arthrose" (verschleißbedingt) etwa fünf Millionen.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Neue Hoffnung für Rheumageplagte

29.03.2006 - "In der Therapie des Volkleidens Rheuma hat sich in den zurückliegenden Jahren ein dramatischer Wandel vollzogen", beschreibt Prof. Dr. Gert Hein, Leiter des Rheumazentrums am Universitätsklinikum Jena (UKJ), die Entwicklungen auf seinem Fachgebiet. "Wir erleben derzeit faktisch jedes Jahr die Einführung einer tatsächlich originären Entwicklung." Eine der letzten war die bahnbrechende Einführung der Therapie mit so genannten "Biologicals", die natürlichen Wirkstoffen nachempfunden sind bzw. aus natürlichen Bausteinen bestehen, und die die körpereigenen "krank machenden" Boten- und Wirkstoffe ausschalten oder neutralisieren. Dazu gehören beispielsweise Antikörper zum Abblocken des Tumornekrosefaktors (TNF), eines entzündungsfördernden Zellbotenstoffes, der an der Entstehung rheumatischer Erkrankungen bzw. der Gelenkzerstörung ganz wesentlich beteiligt ist.

Diese Therapien werden ebenso wie andere neue Ansätze in der Rheuma- und Osteoporosetherapie Thema des am 1. April stattfindenden 11. Thüringer Rheumatologiesymposiums am Rheumazentrum des Jenaer Universitätsklinikums sein. Die etwa 150 erwarteten Teilnehmer aus Thüringen und den angrenzenden Bundesländern werden dabei auch die demnächst voraussichtlich verfügbaren Therapieverfahren diskutieren, die direkt in die Zellmechanismen eingreifen und so den rheumatischen Prozess stoppen sollen. Die Experten erhoffen sich davon die Behandlung der oft sehr unterschiedlichen Rheumaerkrankungen so individualisieren zu können, dass die Patienten künftig auch auf ihre individuellen Krankheitsverläufe besser abgestimmte Therapien erhalten können.

"Bei all den rasanten Neuentwicklungen ist es allerdings sehr wichtig, diese kritisch zu werten und einzuordnen", so der Leiter des Symposiums, Prof. Hein. "Wir wollen daher auf unserer Tagung versuchen, 'Spreu' von 'Weizen' zu trennen und herauszuarbeiten, was nur erfolgreich scheint bzw. was tatsächlich langfristige erfolgreiche Anwendbarkeit erwarten lässt."

11. Thüringer Rheumatologiesymposium/Jenaer Osteoporosetag 2006
Rheumazentrum am Universitätsklinikum Jena
1. April 2006, 8.30 Uhr (8.00 Eröffnung der Industrieausstellung)
Hörsaal 2, Universitätsklinikum Jena-Lobeda, Erlanger Allee 101

Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Neue Rheumatherapie mit entzündungshemmenden Exosomen

Düsseldorf - 14.03.2006 - Eine Düsseldorfer Ärztegruppe hat eine neue biologische Stoffklasse, so genannte "entzündungshemmende Exosomen", zur Behandlung von Gelenkrheuma entdeckt und bereits erfolgreich bei 66 Patienten eingesetzt. Exosomen sind Zellpartikel weißer Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Regulation des Immunsystems spielen. "Durch Exosomen lernt das Immunsystem, die eigenen Zellen wieder als eigen zu erkennen", sagte Prof. Dr. med. Peter Wehling vom Zentrum für Molekulare Orthopädie am Dienstag in Düsseldorf.

Ergebnisse bei 66 Rheumapatienten

Wehling behandelte insgesamt 66 überwiegend austherapierte Rheumapatienten verschiedenen Alters mit Exosomen. Es handelte sich um Patienten, bei denen mit klassischen Basistherapien und Operationen kein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht werden konnte.

Die Patienten erhielten eine einmalige Injektion der Exosomen in das rheumatische Gelenk. "Wir haben bei zwei Drittel der Patienten rasche und deutliche Besserungen beobachtet", sagte Wehling, der die Patienten bis zu fünf Jahre lang beobachtet hatte. Die Besserung hielt durchschnittlich drei bis sechs Monate an und konnte mit dem gleichen positiven Effekt wiederholt werden.

"Aufgrund der positiven klinischen Ergebnisse kann eine Rheumatherapie mit Exosomen als machbar und sicher sowie wirksam eingesetzt werden", fasste Wehling die Ergebnisse zusammen. Insbesondere wenn die Basistherapie nicht ausreiche, könnten Exosomen als Ergänzung eingesetzt werden. Tierversuche bei rheumakranken Mäusen hatten bereits die hohe Sicherheit und Wirksamkeit der körpereigenen Partikel in der Behandlung von Rheuma gezeigt. Langzeitstudien zum besseren Verständnis der Exosomen und ihrer Funktion innerhalb des Immunsystems sind von der Düsseldorfer Gruppe geplant.

In Deutschland leiden 800.000 Menschen an Gelenkrheuma, der so genannten Rheumatoiden Arthritis. In den meisten Fällen handelt es sich um ein chronisches Leiden, das in Schüben verläuft und oft zur Arbeitsunfähigkeit bzw. Frührente führt.

Quelle: Zentrum für Molekulare Orthopädie


Rheuma ist keine Krankheit, sondern ein Symptom

02.02.2006 - Wenn die Gelenke mal mehr und mal weniger Schmerzen, scheint dem Laien schnell klar: Das ist Rheuma. Er quält sich damit oder geht zum Hausarzt und fordert schleunigst helfende Medikamente gegen diese Krankheit. "Rheuma ist aber keine Krankheit, sondern ein Symptom", korrigiert Prof. Holm Häntzschel, 1. Sprecher des Rheumazentrums e.V. am Universitätsklinikum Leipzig und Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV. "Das aus dem griechischen stammende Wort Rheuma bedeutet soviel wie der fließende, der wanderende Schmerz. Wenn ein Patient zu uns kommt und meint, er habe Rheuma, dann bleibt nur, ihm zu entgegnen: 'Es gibt 1001 Ursache für rheumatische Schmerzen, und nur eine davon ist z.B. der chronische Gelenkrheumatismus.' Und welche Ursache bzw. Erkrankung dieses Symptom beim konkreten Patienten auslöst, muss dann herausgefunden werden.

"Es wäre fatal, einen Tumor zu übersehen"

Neben den klassischen und klar definierten Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gibt es Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht, endokrinologische Erkrankungen wie Schilddrüsenüber- oder unterfunktion, gastroenterologische Erkrankungen und besonders auch onkologische Erkrankungen, welche mit Beschwerden in der Muskulatur, den- Gelenken und des Knochens einhergehen und nicht selten rheumatische Erkrankungen imitieren. Die sogenannten paraneoplastischen Erkrankungen erforden deshalb besonders bei älteren Patienten eine besondere Aufmerksamkeit. Es wäre fatal, unter dem Symptom Rheuma mit Muskel- und Skelettschmerzen die Diagnose eines soliden Tumors oder einer hämatologisch-onkologischen Erkrankung zu übersehen-und damit die Chance für eine Frühdiagnose und Frühtherapie zu vergeben.

Bakterielle und virale Erkrankungen gehen nicht selten mit infektiösen bzw. infektreaktiven Gelenk-, Schleimbeutel- bzw. Sehnenscheidenentzündungen einher.
Die auf dem Boden einer Autoimmunität entstehenden rheumatischen Erkrankungen wie Lupus erythematodes beziehen schon zu Beginn oder im weiteren Verlauf verschiedenste Organe bzw. Organsysteme wie Herz, Lunge, Nieren, Nervensystem, Haut, Leber, Magen-Darm ein und erfordern deshalb eine interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Letztlich beziehen die entzündlich rheumatischen Erkrankungen wie Gelenkrheumatismus und Morbus Bechterew Gelenke und die Wirbelsäule, beonders auch die Halswirbelsäule ein. Glücklicherweise haben wir am Universitätsklinikum für diese Patienten im Gebiet Chirurgie die Schwerpunkte Neurochirurgie, Traumatologie und Orthopädie als Partner im Rheumazentrum."

Von der Haut bis zur mokrobiologischen Diagnostik

Der Workshop Rheumatologie, zu dem das Rheumazentrum niedergelassene und klinisch tätige Ärzte aller Gebiete der Medizin einlädt, soll Themen aus interdisziplinärer Sicht darstellen. Das "Immunorgan Haut" spielt ebenso eine Rolle wie die "Mikrobiologische Diagnostik bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen", das Zusammenspiel von "Rheuma und Leber" ebenso wie das von "Rheuma und Darm". Häntzschel wird über das kardiovaskuläre, also Herz und Gefäße betreffende Risiko bei Rheuma sprechen.

"Seit 1986 ist durch epidemiologische Untersuchungen amerikanischer Rheumatologen bekannt, dass Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis (chronischer Gelenkrheumatismus) oder mit autoimmunologischen Erkrankungen wie Lupus erythematodes bei anhaltender Aktivität ihrer Erkrankung nach Jahren der Krankheitsdauer leider eine erhöhte Sterblichkeit gezeigt haben", so Häntzschel. "Die Ursachen dafür sind nach den Ergebnissen der letzten Jahre eine Beteiligung des Herz-Kreislauf-Systems."

Herzinfarkt durch Rheuma?

Die anhaltende Entzündungsaktivität führt zunächst zu einer Funktionsstörung der Gefäßinnenhaut, des Endothels, zu der so genannten Endothelzelldysfunktion. In der Folge kommt es zu einer Endothelzellschädigung mit dem Risiko einer beschleunigten Atherosklerose. Von diesen Vorgängen sind nicht nur die größeren Blutgefäße, die Arterien, sondern auch die kleineren Blutgefäße betroffen. In der Folge können bei Patienten mit diesen entzündlich-rheumatischen bzw. Autoimmunkrankheiten Durchblutungsstörungen zum Beispiel am Herzen letztlich bis zum Herzinfarkt auftreten. Auch die Gefahr von Durchblutungsstörungen anderer Organe bzw. Körperabschnitte besteht. Die Erforschung der Ursachen dieser Veränderungen hat ergeben, dass neben den so genannten traditionellen Risikofaktoren für eine Atherosklerose (Bluthochdruck, Übergewicht, Erhöhung der Blutfette, Nikotin) durch die Entzündung bedingte immunologische bzw. biochemische Risiko-Faktoren Ursache dieser Gefäßwandschädigungen sind.

"Am Zentrum für Innere Medizin Leipzig führen wir seit zwei Jahren spezielle Untersuchungen mit unseren Kardiologen Prof. Pfeiffer und Prof. Hagendorff bei Patienten mit Gelenkrheumatismus durch, um Risikopatienten herauszufinden und zu behandeln" erläutert Häntzschel. Diese Untersuchungen werden begleitet vom Koordinierungszentrum für Klinische Studien Leipzig.

Beteiligung des Herz-Kreislaufsystems verhindern

Die Konsequenz aus diesen Forschungsergebnissen besteht darin, die betroffenen Patienten noch intensiver und vor allem wesentlich früher als bisher mit allen Behandlungsverfahren zu behandeln, welche für die Therapie von entzündlichen Prozessen bei Rheumapatienten zugelassen sind. Das Ziel besteht nicht nur in der Verhinderung von Gelenk- und Wirbelsäulenversteifung, sondern auch darin, die Beeinträchtigung der Lebenserwartung des Patienten durch Beteiligung des Herz-Kreislauf-Systems zu verhindern.

Quelle: idw


Raucher: Stärkere Schmerzen bei Rheuma -
Auch Medikamente wirken weniger gut

Baierbrunn (ots) - 10.11.2005 - Rheumatiker haben einen Grund mehr, auf das Rauchen zu verzichten: Sie leiden stärker unter Schmerzen als Nichtraucher, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" unter Berufung auf eine Studie von Wissenschaftlern des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums in Berlin. „Außerdem schlagen Rheumamedikamente bei den Rauchern schlechter an“, sagt Studienleiterin Dr. Gisela Westhoff. „Die Krankheit verläuft dann auf lange Sicht deutlich aggressiver.“

Quelle: pte


Am 12. Oktober ist Weltrheumatag! -
Aufklärung über wirksame Therapien ist gefragt

11.10.2005 - Hätten Sie's gewusst? Von der Volkskrankheit Rheuma sind insgesamt etwa neun Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Am Weltrheumatag am 12. Oktober möchte die Deutsche Rheuma-Liga, größte Selbsthilfegemeinschaft Rheumakranker in Deutschland, die Öffentlichkeit über die Erkrankung informieren und um mehr Verständnis für die Betroffenen werben. Zwar hat sich bei der Therapie inzwischen viel getan: Es stehen wirksame Behandlungen zur Verfügung. Trotzdem wird in zahlreichen Fällen die Diagnose spät gestellt, viele Kranke leiden zudem unnötig an den Nebenwirkungen ihrer Langzeitmedikamente. Hier tut Aufklärung not.

Und das fängt schon beim Begriff "Rheuma" an - der umfasst nämlich nicht nur eine, sondern zahlreiche verschiedene Krankheitsformen. Trotz der Unterschiede gibt es häufig eine Gemeinsamkeit, dies sind: chronisch entzündete Gelenke. Hier ist die Gelenkinnenhaut entzündet und verursacht starke Schmerzen verbunden mit Bewegungseinschränkungen. Wird die Entzündung nicht rechtzeitig gestoppt, wuchert die Innenhaut und greift mit der Zeit Knorpel und Knochen an oder zerstört diese sogar. Im fortgeschrittenen Stadium können die befallenen Gelenke - hauptsächlich Zehen, Finger, Knie, Knöchel und Hüfte - immer schlechter, schlimmstenfalls gar nicht mehr bewegt werden. In der Regel leiden die Erkrankten ein Leben lang und müssen häufig täglich Medikamente einnehmen. Doch diese können die Schmerzen nicht vollständig lindern und verursachen zudem bei vielen Patienten Nebenwirkungen.

Aber es gibt eine weitere Behandlung, die der Arzt anbieten kann: die Radiosynoviorthese, abgekürzt RSO. Sie wird gezielt eingesetzt, wenn nach ca. einem halben Jahr trotz der Medikamente die Symptome in einzelnen Gelenken noch fortbestehen. Was verbirgt sich hinter diesem komplizierten Begriff? Das Wort wird abgeleitet von den lateinischen bzw. griechischen Worten 'radius' (Strahl), 'synovialis' (Gelenkinnenhaut) und 'orthesis' (Wiederherstellung).

Radiosynoviorthese bedeutet also: Wiederherstellung der Gelenkinnenhaut durch radioaktive Strahlung. Was passiert bei der Therapie? Ein Facharzt für Nuklearmedizin spritzt eine radioaktive Substanz direkt in das betroffene Gelenk. Die Substanz bestrahlt dann also von innen die Gelenkschleimhaut und bekämpft so die Entzündung. Die Schwellung geht zurück, die Schmerzen verringern sich oder verschwinden ganz, das Gelenk wird wieder beweglicher. Weiterer Vorteil: Die Wirkung hält oft mehrere Jahre an und die Therapie ist nebenwirkungsarm und ambulant durchführbar.

Quelle: Schering GmbH


Ist das Rheuma, was ich habe?
Deutsche Rheuma-Liga startet Informationskampagne

Bonn - 01.06.2005 (ots) - Geschwollene Finger oder Handgelenke, immer wiederkehrende Gelenkschmerzen, steife Gelenke am Morgen, das können ernst zu nehmende Anzeichen einer rheumatoiden Arthritis sein. Wer zum Arzt geht und nach sechs Wochen keine deutliche Verbesserung verspürt, sollte sich an einen Rheumatologen überweisen lassen, rät die Deutsche Rheuma-Liga. Hintergrund ist, dass zu viele Rheuma-Betroffene unnötig lange mit Ihrem Leiden herumdoktern und damit irreparable Zerstörungen der Gelenke in Kauf nehmen. Das aber soll sich ändern.

Die Deutsche Rheuma-Liga startet in diesem Jahr eine Kampagne, die sich an Patienten und ihre behandelnden Hausärzte richtet. "Früher ist besser - Rheuma rechtzeitig erkennen und handeln" lautet die Botschaft. Mit Informationsmaterial und Schulungsangeboten will die größte Patientenorganisation Deutschlands das Know-how der Hausärzte erweitern und Patienten wachrütteln.

"Denn die rechtzeitige, klare Diagnose und ein gutes, mit dem rheumatologischen Facharzt abgestimmtes Therapiekonzept sind unbedingte Voraussetzung, um die rheumatoide Arthritis erfolgreich zu behandeln," erläutert Projektleiter Karl Cattelaens von der Deutschen Rheuma-Liga. "Wir haben ein Schulungsmodul mit Fachleuten und Patienten gemeinsam erarbeitet. Das wird in Kürze vom Hausärzteverband zertifiziert und hält dann Einzug in die ärztliche Fortbildung." Der Hausarzt lernt Gelenkschwellungen, z. B. an den Fingergelenken, sicher zu erkennen. Unterstützt werden sie übrigens dabei von eigens geschulten Patienten, sozusagen Experten aus Betroffenheit. Cattelaens: "Wir sind sicher, dass in den nächsten Jahren viele Hausärzte sich diese zusätzlichen Fortbildungspunkte holen und wir damit unserem Ziel näher rücken: Rheuma rechtzeitig erkennen - und handeln."

Für Betroffene, Berater und für Ärzte zur Weitergabe an ihre Patienten hält die Deutsche Rheuma-Liga ein Faltblatt bereit mit einer ausführlichen Checkliste "Bin ich rheumagefährdet". Wer sich ausführlicher über rheumatische Erkrankungen informieren will, kann dies auch im Internet tun: www.rheuma-liga.de

Quelle: Deutsche Rheuma Liga Bundesverband e.V.



Natürliche Hilfe gegen Rheuma

12.04.2005 - Menschen mit Rheumaerkrankungen sind beunruhigt. Täglich müssen sie mit starken Rheumaschmerzen leben, und die Schmerzmittel die helfen sollen, führen zu nachhaltigen Nebenwirkungen. Neuste Meldungen über Bextra, Celebrex und Co. berichten über gravierende Nebenwirkungen. Fakt ist: Die Einnahme "moderner" Rheuma-Schmerzmittel könnte zu Gesundheitsschädigungen führen.

Nach aktuellen Mitteilungen führt Bextra zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sorge für schwere Hautreaktionen. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame natürliche Alternativen bei Rheuma, zum Beispiel den Lipid-Komplex aus einer neuseeländischen Muschelart. Dieser Lipid-Komplex enthält hochkonzentriert Nährstoffe, die den entzündungs- und Schmerz vermittelnden Botenstoffen entgegenwirken und so den rheumatischen Entzündungsprozess positiv modulieren. Das Wirkprinzip ist also rein natürlich und daher ohne Nebenwirkungen. In Deutschland ist dieser einzigartige Lipid-komplex unter der Bezeichnung Sanhelios Muschel-Lyprinol in Apotheken erhältlich (rezeptfrei).

Zusätzlich zum Lipid-Komplex enthält Sanhelios Muschel Lyprinol ein Fischöl, das besonders reich an essentiellen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ist. In hoher Konzentration wirken diese Fettsäuren entzündungshemmend und verstärken so die Wirkung von Lyprinol. Damit bietet Sanhelios Muschel-Lyprinol eine vollkommen natürliche und nachweislich effektive Alternative zu chemischen Medikamenten gegen entzündliches Rheuma ohne schädliche Nebenwirkungen. Das beweist eine aktuelle Studie des Institutes of Phytopharmaceuticals, Berlin, und des Private Surgery Kurfürstendamm, Berlin. In der Studie konnte nachgewiesen werden, dass der Wirkstoff Sanhelios Muschel-Lyprinol rheumatische Beschwerden signifikant reduziert und die Beweglichkeit von Gelenken deutlich verbessert. Viele Rheumakranke in Deutschland könnten mit Sanhelios Muschel-Lyprinol die Einnahme herkömmlicher Rheumamittel reduzieren oder sogar vollkommen absetzen, so die Ergebnisse der Studie.

Studie:"Efficacy und Tolerability of a Combination of Lyprinol an High Concentrations of EPA an DHA in Inflammatory Rheumatoid Disorders (2004). Advances in Therapy, Vol 21 No. 3, 197-201. Joerg Gruenwald, PhD; Hans-Joachim Graubaum, PhD: Institute for Phytopharmaceuticals Berlin, Germany. Knuth Hansen, MD; Barbara Grube MD: Private Surgery Kurfürstendamm Berlin, Germany.

Quelle: Sanhelios




Weihrauch wirksam gegen Entzündungen - Hinweise aus altindischen Texten machten Forscher neugierig


Baierbrunn - 30.03.2005 - (ots) - Weihrauch könnte eines Tages den Weg aus der sakralen Verwendung in die Medizin finden, berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. In der indischen Aryuveda-Medizin wird das Harz eines seltenen Busches schon lange als wirksam gegen Rheuma und Asthma beschrieben. Pharmakologische Untersuchungen haben nun bestätigt, dass Weihrauch tatsächlich aktiv in Entzündungsprozesse eingreift. Einzelne Zubereitungen konnten ihren Nutzen bereits gegen Rheuma und die Darmkrankheiten Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa nachweisen. Bei einzelnen Patienten senkte Weihrauch den Cortisonverbrauch. Aussagekräftige klinische Studien fehlen jedoch bislang. Deshalb sind Fertigpräparate aus Weihrauch in Deutschland nicht zugelassen.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau



Laser-Längsschnitt durch arthritische Finger


14.03.2005 - Rheumatische Entzündungen der Gelenke (rheumatoide Arthritis) zerstören auf schmerzhafte Weise Knorpel und Knochen der Gelenke, wenn die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und mit modernen Medikamenten behandelt wird. Meistens sind zuerst die Fingergelenke betroffen. Standarduntersuchungen übersehen häufig gerade die frühen Stadien der Entzündungen. Ein schnelles und präzises Laser-Untersuchungsverfahren ohne Strahlenbelastung mit dem Namen SLOT ("Sagittal Laser Optical Tomography", engl. für "optischer Laser-Längsschnitt") bietet Rheumatologen in Zukunft die Chance, Arthritis früher zu erkennen und Behandlungen genauer zu beurteilen. Ein internationales Wissenschaftler-Team aus dem Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen, der Charité Universitätsmedizin Berlin und der Columbia University in New York (USA) hat einen Prototyp des SLOT-Systems entwickelt. Dieses soll nun zu einem in der rheumatologischen Praxis einsetzbaren Gerät weiter entwickelt werden. Die Forscher haben jetzt hierfür ein mit zwei Millionen Dollar dotiertes, international hoch angesehenes Forschungs-stipendium des US-amerikanischen National Institute of Health (NIH) erhalten. Göttingen erhält 324.000 US-Dollar innerhalb von vier Jahren für die medizinischen Untersuchungen an etwa 100 Patienten durch Dr. Alexander Scheel aus der Abteilung Nephrologie und Rheumatologie, Direktor Prof. Dr. Gerhard Anton Müller. Physiker um Prof. Dr. Jürgen Beuthan entwickeln in Berlin das Gerät weiter, während der Medizin-Ingenieur Prof. Dr. Andreas H. Hielscher in den USA die Datenverarbeitung optimiert.

Grundlage für das Stipendium des NIH war eine klinische Studie, bei der die Wissenschaftler wiederholt kleine Fingergelenke von 13 Patienten untersuchten, die an rheumatoider Arthritis unterschiedlichen Schweregrades litten. Die Wissenschaftler verglichen die Ergebnisse der SLOT-Methode mit der Ultraschall- und der klinischen Untersuchung der Fingergelenke ("Annals of the Rheumatic Diseases", Feb. 2005). Das SLOT-System erfasste Entzündungen in frühen Stadien mit einer Genauigkeit, die bereits jetzt mit der Ultraschalluntersuchung vergleichbar ist. Gegenüber der Ultraschalluntersuchung ist das SLOT-System schneller und erfordert weniger Erfahrung des Arztes bei der Untersuchung. Die neue Studie wird das SLOT-System auch mit der Magnetresonanztomografie (MRT) vergleichen, einer präzisen aber aufwändigen Methode, die meist nur in größeren Kliniken zur Verfügung steht.

Das "Sagittal Laser Optical Tomography" (SLOT)-Gerät ist aus einem Diodenlaser und einem Detektor aufgebaut. Ein Laser durchleuchtet von oben punktförmig das Fingergelenk des Patienten, während unten eine Fotodiode die Strahlen auffängt. Beide Komponenten sind unabhängig von einander bewegbar. Die Daten werden von einem Computer zu einem Schnittbild verrechnet, das die Wissenschaftler in ihrer Studie nach sieben Kriterien auswerteten. "Der derzeit verwendete Prototyp des SLOT-Gerätes in Göttingen braucht etwa drei Minuten für die Untersuchung eines Fingergelenkes. Die Verrechnung der Daten zu einem Schnittbild des Fingers durch einen Großrechner in den USA dauert weitere drei Stunden. Wir wollen das Verfahren mit weiteren Lasern und Detektoren ergänzen und mit einer schnelleren Datenverarbeitung die Untersuchungszeit auf unter eine Minute senken. Damit könnten wir ein handliches Gerät für die rheumatologische Praxis schaffen, das die Ultraschalluntersuchung wertvoll ergänzen kann", sagt Dr. Alexander Scheel.

Rheumatoide Arthritis ist die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung der Gelenke. In Deutschland sind rund eine Million Menschen betroffen, Frauen dreimal häufiger als Männer. Am häufigsten tritt die rheumatoide Arthritis zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr auf. Sie beginnt oft plötzlich mit Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehengelenken. Die Gelenke sind vor allem morgens angeschwollen und heiß. Zunehmend werden weitere Gelenke befallen, deren Knochen und Knorpel langsam zerstört werden. Alltägliche Handgriffe werden schmerzhaft bis unmöglich, Arbeitsunfähigkeit ist oft die Folge.

Die Ursache für eine Erkrankung ist bislang ungeklärt. Diskutiert werden autoimmune Vorgänge, bei denen Zellen des Immunsystems körpereigene Substanzen wie den Gelenkknorpel angreifen. Auch Viren oder Bakterien können eine Rolle spielen. Die Diagnostik erfolgt durch Laboruntersuchungen, darunter auch Röntgenuntersuchungen, um Schädigungen der Knochen abzuschätzen. Zur Behandlung werden schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Eine frühe Diagnose und individuelle Behandlung kann die Lebensqualität der Patienten dramatisch verbessern.

Quelle: Bereich Humanmedizin der Universität Göttingen



Radontherapie: Gesicherte wissenschaftliche Aussagen belegen Wirksamkeit bei Rheuma

Berlin - 09.03.2005 - (ots) - Seit 100 Jahren werden in Europa Radontherapien durchgeführt. Ob und wie sie wirken und ob sie möglicherweise strahlungsbedingte Folgen haben, war lange Zeit umstritten. Mit einer in Berlin vorgestellten Studie, in Auftrag gegeben von RADIZ e.V., Bad Schlema (Sachsen), liegt erstmals ein Gesamtüberblick über verschiedene Aspekte von Radon als Heilmittel vor. Wichtigstes Ergebnis: Die Behandlung rheumatischer Erkrankungen mit dem radioaktiven Edelgas und dessen Zerfallsprodukten kann aus wissenschaftlicher Sicht ausdrücklich befürwortet werden.

So beobachtet man bei radonbehandelten Bechterew-Kranken in manchen Fällen bis zu 12 Jahre nach der Radonanwendung einen verminderten Medikamentengebrauch. Der biologische Wirkungsmechanismus der Radontherapie besteht in einer Umstimmung der zellulären Immunantwort durch die sehr niedrig dosierte Alphastrahlung des Radons und seiner Folgeprodukte.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen auch, dass die Strahlendosis bei einer Radonkur geringer ist als Mittelwert und Schwankungsbreite der natürlichen, in der Umwelt vorkommenden Strahlendosis eines Jahres. Das Lungenkrebsrisiko, so die Studie, ist vernachlässigbar klein und beträgt weniger als ein Hundertstel des allgemeinen Lungenkrebsrisikos der Bevölkerung. Die Behandlung mit Radon - als Bad, zur Inhalation, im Heilstollen - hat nicht nur einen lang anhaltenden Nutzen für an Rheuma erkrankte Patienten, sondern ist im Vergleich zur medikamentösen Schmerztherapie auch erheblich nebenwirkungsärmer und kostengünstiger.

Die Studie belegt darüber hinaus, dass auch für die Therapeuten in den entsprechenden Einrichtungen keine Strahlungsgefahr besteht.

Die Studienergebnisse seien, so Heinz-Günter Kraus, Vorsitzender von RADIZ e.V., Entscheidungsgrundlagen für medizinische Behandlungswege und stehen auch den Krankenkassen zu Verfügung, die in der Vergangenheit in einigen Fällen auf unzureichende Fakten über die Radontherapie verwiesen und deshalb entsprechende rehabilitative Maßnahmen ablehnten. Mit Prof. Dr. Peter Deetjen, Innsbruck, Prof. Dr. Albrecht Falkenbach, Bad Ischl, Prof. Dr. Dietrich Harder, Göttingen, SR Dr. Hans Jöckel, Bad Kreuznach, Prof. Dr. Alexander Kaul, Wolfenbüttel, und Prof. Dr. Henning von Philipsborn, Regensburg, konnten international anerkannte Wissenschaftler aus Medizin und Balneologie, aus Strahlenschutz und Biophysik für die Studie "Radon als Heilmittel" gewonnen werden.

Quelle: RADIZ e.V. Schlema



Biologische Rheumatherapie - der Schlüssel für eine wirksame Behandlung?

01.02.2005 - In seinem 1. Workshop 2005 beschäftigt sich das Leipziger Rheumazentrum u. a. mit innovativen Medikamenten, die auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen von der Entstehung und medikamentösen Beeinflussung der rheumatoiden Arthritis, im Volksmund gewöhnlich als Rheuma bezeichnet, beruhen. So weiß man seit langem, dass Rheuma eine Autoimmunerkrankung ist, die auf einer Fehlregulation des Immunsystems beruht. Der Körper reagiert mit einer Entzündung der Gelenkinnenhaut, welche zu Deformierungen bis hin zur vollkommenen Zerstörung der Gelenke führen kann. Dies ist gewöhnlich mit großen Schmerzen verbunden. Nicht selten müssen künstliche Gelenke eingesetzt werden.

Eine Gruppe innovativer Medikamente sind die sogenannten Biologica, welche gentechnisch hergestellt werden. Diese Eiweiße erlauben die Interaktion der Immunzellen gezielt zu beeinflussen und greifen erstmals spezifisch in die Kette des Krankheitsgeschehen ein. Noch setzt man diese Medikamente nur ein, wenn andere Therapien nicht ausreichend wirken oder versagen, da die Biologicals viele ernste, noch teilweise unbekannte unerwünschten Nebenwirkungen besitzen können. Diese sind z.B. gefährliche allergische Reaktionen, schweren Infektionen oder die Induktion von bösartigen Erkrankungen des blutbildenden System. Der Workshop soll helfen, den gegenwärtigen Stand der Forschung darzustellen, Probleme auf den Tisch zu legen und zu klären, welche Patienten mit Biologicals behandelt werden können. "Biologicals sind ein wichtiger Schritt zu einer wirksamen Therapie unserer Rheumapatienten, die zukünftig jedoch noch viel genauer auf jeden einzelnen Patienten zugeschnitten sein muß.", kommentiert der Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV und Leiter des Rheumazentrums, Prof. Dr. Holm Häntzschel, den Einsatz von Biologicals.

Ein Rundtischgespräch mit Experten vieler Fachbereiche am Ende des Workshops soll die Konsequenzen für die tägliche Praxis diskutieren. "Letztendlich", so Häntzschel, "müssen Rheumaspezialisten und Allgemeinmediziner im Interesse der Patienten zusammenarbeiten."

Quelle: Universität Leipzig


Rauchen erhöht Rheuma-Risiko
Zigarettenkonsum für die Entstehung des entzündlichen Gelenkrheumas mit verantwortlich

08.12.2004 - Nikotingenuss fördert die Entstehung der Rheumatoiden Arthritis. Besonders gefährdet sind Raucher, die erblich vorbelastet sind. Die schwedische Studiengruppe um Prof. Lars Klareskog hat nachgewiesen, dass Raucher mit so genannten Shared-Epitope-Genes (SE-Genen) ein wesentlich höheres Risiko tragen, an rheumatoider Arthritis zu erkranken, als Nicht-Raucher mit derselben genetischen Veranlagung. Prof. Klareskog: "Uns ist es gelungen, zu zeigen, dass neben erblichen Risikofaktoren auch äußere Einflüsse an der Entstehung der Krankheit beteiligt sind. Die beiden Faktoren korrespondieren miteinander."

Raucher, die ein bestimmtes genetisches Merkmal besitzen, tragen laut Studie ein doppelt so hohes Rheumarisiko wie Raucher ohne diese Erbinformation. Hat man dieses Merkmal von beiden Eltern geerbt, erhöht sich das Risiko sogar um das sechsfache. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Patienten Männer oder Frauen sind. Klareskog und sein Forscherteam haben zudem heraus gefunden, dass Raucher ein stark erhöhtes Risiko haben, eine rheumatoide Arthritis mit positivem Rheumafaktor (RF) auszubilden. Die RF-positive ist die schwerere Form der rheumatoiden Arthritis.

Schon Mitte der 90er Jahre hatten britische Forscher um Prof. Alan Silman von der University of Manchester an eineiigen Zwillingen gezeigt, dass bei gleichem genetischen Risiko der rauchende Zwilling ein weit höheres Erkrankungsrisiko hatte als der der nicht rauchende. Klareskog hat diese Erkenntnisse durch Untersuchung von Blutspendern nun bestätigt und präzisiert: neben dem Risikofaktor Rauchen und den SE-Genen sorgen zusätzlich auch so genannte CCP-Antikörper im Blut für ein erhöhtes Krankheitsrisiko. Kommen alle drei Faktoren zusammen, ist das Krankheitsrisiko am größten.

In einem Projekt des Kompetenznetzes Rheuma wird derzeit untersucht, welchen Einfluss Tabakkonsum auf den Verlauf der Krankheit im frühen Stadium hat. Rund 1.000 Patienten nehmen an der Studie des Deutschen Rheumaforschungszentrums teil. Rauchen ist nicht nur ein Risikofaktor bei der Entstehung der Rheumatoiden Arthritis, es wirkt sich auch auf den Fortgang der Krankheit negativ aus. Demnach benötigen Raucher nicht nur mehr Medikamente, ihre Beschwerden lassen sich auch wesentlich schlechter behandeln. Nach drei Jahren hatten sie zudem deutlich mehr Erosionen an den Gelenken. Die behandelnden Rheumatologen schätzten die Krankheitsverläufe von 23 Prozent der Raucher, aber nur von 11 Prozent der Nichtraucher als hochaktiv ein. Detaillierte Daten wird das DRFZ im Frühjahr vorlegen.

Quelle: Kompetenznetz Rheuma am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ)



Aufklärungskampagne "Gelenkrheuma? Symptome erkennen - aktiv eingreifen!"

Nürnberg (ots) 26.11.2004 - Mitte November 2004 startet die
Aufklärungskampagne "Gelenkrheuma? Symptome erkennen - aktiv
eingreifen!"

Novartis unterstützt damit das Anliegen vieler Betroffener
schneller als bisher über Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten der
Rheumatoiden Arthritis informiert zu werden.

Obwohl es sich bei der Rheumatoiden Arthritis um eine
Autoimmunerkrankung handelt, die häufig schwer verläuft und die
Gelenke zerstört, finden Erkrankte meist erst nach einer unnötig
langen Leidenszeit ihren Weg zu einer wirksamen Behandlung. Aus
wissenschaftlichen Untersuchungen ist bekannt, dass Patienten mit
Rheumatoider Arthritis sich im Mittel erst nach eineinhalb Jahren mit
weit fortgeschrittener Erkrankung beim Arzt vorstellen. Häufig werden
erste Symptome nicht richtig zugeordnet und nicht ernst genommen. Die
Patienten setzen zu Beginn ihrer Erkrankung häufig auf eine rein
symptomatische Schmerztherapie. Dies lindert zwar die Beschwerden,
das Fortschreiten der gelenkzerstörenden Krankheitsvorgänge wird aber
nicht beeinflusst.

Wenn die Knorpel- und Knochensubstanz schon so weit angegriffen
ist, dass jede Bewegung Probleme bereitet, ist höchste Eile geboten.
Ein aufgeklärter Patient weiß, dass er aktiv in seine Erkrankung
eingreifen muss, um nicht unwiederbringlich Gelenke und Mobilität zu
verlieren. Hier braucht er Unterstützung. Wesentlich für die
Bewältigung der Rheumatoiden Arthritis sind klare, leicht
verständliche Informationen über die komplexen Abläufe des eigenen,
fehlgeleiteten Immunsystems: es gilt schließlich, das Immunsystem zu
überlisten und in die zerstörerischen Prozesse steuernd einzugreifen.

Die Aufklärungskampagne "Gelenkrheuma? Symptome erkennen - aktiv
eingreifen!" will dazu beitragen, wertvolle Zeit für den Patienten zu
gewinnen und die Dauer von ersten Symptomen bis zur wirksamen
Behandlung zu verkürzen. Durch den Einsatz von modernen
krankheitsverändernden antirheumatischen Medikamenten (DMARDs) wie
Methotrexat und Ciclosporin ist es heute nämlich möglich, die
Erkrankung aufzuhalten und Gelenke zu retten. Je früher dies
geschieht, desto besser sind die Aussichten für die Betroffenen. Die
Aufklärungskampagne "Gelenkrheuma? Symptome erkennen - aktiv
eingreifen!" liefert deshalb auch auf der Internetseite www.aktiv
eingreifen.de Informationen zum Krankheitsbild und seinem Verlauf,
zeigt Diagnose- und Therapiemöglichkeiten auf und bietet
Orientierungshilfe bei der Suche nach spezialisierten Behandlungszentren. Mit der Aktion "Tipps und Tricks für den Alltag: Patienten helfen Patienten" enthält die Webseite außerdem ein interaktives Tool mit der Möglichkeit, Erfahrungen an andere Betroffene weiterzugeben.

Quelle: Novartis Pharma GmbH


Schmerz- und Rheumamedikamente nicht alle in einen Topf werfen

25.11.2004 - Vor kurzem wurde das Schmerz- und Rheumamittel
Vioxx, ein sogenanntes Coxib oder Cox2-Hemmer, wegen vermehrten
Auftretens von Herzinfarkten vom Markt genommen. Auf dem Rheumakongress in San Antonio, USA, wurde jetzt erstmals die
APPROVe-Studie vorgestellt, die zur Marktrücknahme geführt hatte.
Diese Daten reichen aber offenbar nicht, um zu klären, ob andere Rheumamedikamente ähnliche Nebenwirkungen zeigen könnten.

Eigentlich waren die Coxibe mit dem Anspruch angetreten, die Therapie sicherer zu machen. Nach Einschätzung von Prof. Dr. med. Hubert Nüßlein, Chefarzt der I. Medizinischen Klinik am Städtischen Klinikum Dresden Friedrichstadt, gilt nach wie vor: "Die Coxibe schneiden vor allem bei der Magen-Darm-Verträglichkeit besser ab, verursachen deutlich seltener Magengeschwüre und Magenblutungen." Das sei deshalb so, weil sie im Gegensatz zu den klassischen nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) den Schutz der Magenschleimhaut durch das Enzym Cox1 nicht beeinträchtigen, sondern ausschließlich das Schmerz- und Entzündungs-Enzym Cox2 hemmen.

Neu sei die Frage nach der Herz-Kreislauf-Verträglichkeit der
Langzeitbehandlung rheumatischer Erkrankungen, dazu gebe es bisher
wenig gesicherte Erkenntnisse: "Richtig ordentliche Studiendaten dazu
mit sehr hohen Patientenzahlen haben wir weder für Coxibe noch für NSAR", so Nüßlein. Für ein anderes Coxib, das Celecoxib, zeigten
allerdings vorläufige experimentelle Daten einen eher entzündungshemmenden, Atherosklerose vermindernden Effekt an den
Blutgefäßen. Und für den neuen Cox2-Hemmer Lumiracoxib habe die
TARGET-Studie an 18.000 Patienten hervorragende kardiovaskuläre
Sicherheit demonstriert. "Diese Studie lief zwar nur über 12 Monate
und nicht wie APPROVe über 18 Monate. Sicherlich liefert aber die TARGET-Studie die besten Daten zur Magen-Darm- und Herz-Kreislauf-Verträglichkeit, die bisher für Coxibe gezeigt wurden", betonte der Rheumatologe.

Nüßlein riet Rheumapatienten und Ärzten zu verstärkter Wachsamkeit, egal, ob Coxibe oder NSAR eingesetzt werden. Besonders bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, erhöhte Blutfette, Rauchen etc. und bei älteren Rheumatikern sei erhöhte Aufmerksamkeit geboten. "Was genau in den Katalog von Überwachungsmaßnahmen gehört, muss der Arzt, eventuell der Kardiologe, entscheiden", so Nüßlein.

Quelle: Pressedienst wme


Bakterien-"Haare" lassen Blutgefäße sprießen

10.11.2004 - Einige Bakterien lassen bei den von ihnen Infizierten neue Blutgefäße wachsen. Verantwortlich dafür ist ein großes, lang gestrecktes Protein auf der Oberfläche der Bakterien, hat eine deutsch-schwedische Forschergruppe herausgefunden. Möglicherweise könnte die Entdeckung zu neuen Therapien für Durchblutungsstörungen oder Infarkte führen.

Die Gruppe um Volkhard Kempf vom Universitätsklinikum Tübingen studiert das Bakterium Bartonella henselae. Die erst vor zwölf Jahren entdeckten Bakterien zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei abwehrgeschwächten Patienten das Wachstum neuer Blutgefäße auslösen.

Notwendig für diese bazilläre Angiomatose scheint ein Protein auf der äußeren Membran des Bakteriums zu sein, berichtet die Gruppe in einem online veröffentlichten Artikel des "Journal of Experimental Medicine". Getauft auf den Namen Bartonella-Adhäsin A (BadA), besitzt dieses Protein eine Masse entsprechend 340.000 Wasserstoffatomen - gut fünfmal mehr als der rote Blutfarbstoff Hämoglobin. Anders als dieser bildet es jedoch keine kompakte, sondern ein haarartige, etwa 100 bis 300 Nanometer lange Struktur.

Kempf und Kollegen vermuten, dass die Bakterien sich mit ihren BadA-"Haaren" an Bindegewebsproteine und an Zellen in der inneren Auskleidung der Blutgefäße anheften. Ihre Untersuchungen zeigen, dass dieser Kontakt den Haupt-Sauerstoffsensor in menschlichen Zellen aktiviert, den Hypoxia-Inducible Factor 1 (HIF-1). Dieser wiederum regt die Zellen zur Ausschüttung von Botenstoffen an, die das Wachstum neuer Blutgefäße fördern. "Wir hoffen, dass unsere Arbeiten Anstöße für neue Behandlungskonzepte von Gefäßkrankheiten geben", so Kempf.

Forschung: Tanja Riess und Volkhard A.J. Kempf, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene, Universitätsklinikum Tübingen; Siv G.E. Andersson, Department of Molecular Evolution, Evolutionary Biology Center, Uppsala University; und andere

Online-Veröffentlichung Journal of Experimental Medicine, 8. November 2004, DOI 10.1084/jem.20040500

Quelle: Scienceticker


Radontherapie: Strahlenschützer sehr skeptisch - Warnung vor Strahlenbelastung

09.11.2004 - Bedenken gegen die Behandlung von Rheuma in
Stollen mit radioaktiver Radonstrahlung hegt das Bundesamt für
Strahlenschutz. Dr. Egon-Robert Schwarz vom Fachbereich
„Strahlenschutz und Gesundheit“ rät im Apothekenmagazin "Senioren
Ratgeber" besonders Schwangeren, Kindern und Jugendlichen dringend
ab. „Abzuraten ist auch Patienten jeden Alters mit bösartigen oder
akuten entzündlichen Erkrankungen“, empfiehlt er. Bei einer Badekur
nimmt ein Patient etwa zehn mal soviel Strahlung auf wie bei einer
Röntgenaufnahme der Lunge, in einer vierwöchigen Inhalationskur sogar
fast vierzigmal so viel. Schwarz: „Im Strahlenschutz gehen wir davon
aus, dass jede noch so geringe Dosis radioaktiver Strahlung ein
mögliches Risiko für den Körper darstellt.“

ots-Originaltext: Wort und Bild - Senioren Ratgeber


Aktuell nach dem Rheumamittel-Skandal! Neue Berliner Studie beweist: Weniger Rheuma-Schmerz durch natürlichen Wirkstoff Muschel-Lyprinol

Berlin (ots) 11.10.2004 - Der Lipid-Komplex aus einer neuseeländischen
Muschelart könnte schon bald dafür sorgen, dass für viele der fast 10
Millionen Rheuma-Patienten in Deutschland eine schmerzfreie Zukunft
ganz ohne Nebenwirkungen beginnt. Eine gemeinschaftliche aktuelle
Studie* des Institute of Phytopharmaceuticals, Berlin, und des
Private Surgery Kurfuerstendamm, Berlin, zeigt jetzt, dass der
Lipid-Komplex Lyprinol aus der neuseeländischen Grünlippmuschel
rheumatische Beschwerden signifikant reduziert und die Beweglichkeit
von Gelenken deutlich verbessert. Viele Rheuma-Kranke in Deutschland
könnten mit Lyprinol die Einnahme herkömmlicher Rheuma-Mittel
reduzieren oder sogar vollkommen absetzen, so die Ergebnisse der
Studie. Lyprinol wird aus der neuseeländischen Grünlippmuschel nach
einem neuen, patentierten Verfahren gewonnen. In Neuseeland ist die
Wirkung der Grünlippmuschel schon seit Jahrhunderten bei den
Maori-Ureinwohnern bekannt. "Der Wirkstoff Lyprinol scheint der
Schlüssel für eine gut verträgliche, natürliche Rheuma-Therapie ohne
chemische Mittel zu sein", so der Leiter der Studie Dr. Jörg
Grünwald. In Deutschland wird dieser Wirkstoff als Sanhelios
Muschel-Lyprinol(R) Lipid-Komplex vom Berliner Unternehmen Börner
GmbH über Apotheken vertrieben.

An der Studie in Berlin nahmen insgesamt 50 Patienten mit
rheumatoider Arthritis teil. Bei dieser Form von Rheuma sind
entzündete Gelenke und eine stark eingeschränkte Beweglichkeit die
häufigsten Beschwerden. Das erstaunliche Ergebnis nach 12 Wochen
Einnahme von Sanhelios Muschel-Lyprinol(R) Lipid-Komplex: Mehr als
ein Drittel der Patienten (38 %) hatte überhaupt keine Beschwerden
mehr. Der Anteil der Patienten mit sehr starken Rheuma-Schmerzen
verringerte sich von 60 % auf 25 %. Mehr als die Hälfte der Patienten
(57 %) beurteilten die Wirkung von Muschel-Lyprinol als "sehr gut"
oder "gut". Dabei scheint der Lipid-Komplex Lyprinol frei von
Nebenwirkungen zu sein. 49 Patienten (98 %) beurteilten die
Verträglichkeit als "sehr gut" oder "gut". Bei 21 Patienten konnte
die Einnahme bisher angewendeter Rheuma-Medikamente auf chemischer
Basis reduziert und bei 13 sogar ganz eingestellt werden, so die
Studie.

Und wie wirkt Lyprinol? Der Lipid-Komplex Sanhelios Muschel-Lyprinol(R) ist eine ergänzende bilanzierte Diät in Kapselform, die die Produktion entzündungsfördernder Botenstoffe im Körper stoppt. In Kombination mit einem Fischöl, das besonders reich an den für eine Rheumadiät essentiellen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ist, steht mit dem Lipid-Komplex Sanhelios Muschel-Lyprinol(R) eine vollkommen natürliche und nachweislich effektive Alternative zu chemischen Medikamenten gegen entzündliches Rheuma zur Verfügung.

Sanhelios Muschel-Lyprinol(R) Lipid-Komplex ist rezeptfrei nur in
der Apotheke erhältlich.

     * Original-Titel der Studie:

"Efficacy und Tolerability of a Combination of Lyprinol(R) an High
Concentrations of EPA an DHA in Inflammatory Rheumatoid Disorders"
(2004). Advances in Therapy, Vol 21 No. 3, 197-201. Joerg Gruenwald,
PhD; Hans-Joachim Graubaum, PhD: Institute for Phytopharmaceuticals
Berlin, Germany. Knuth Hansen, MD; Barbara Grube MD: Private Surgery
Kurfürstendamm Berlin, Germany.

ots Originaltext: Sanhelios


Rheumatoide Arthritis: Universität Rostock koordiniert europaweite Forschung Europäisches Forschungs- und Trainingsnetzwerk startet

28.09.2004 - Das Institut für Immunologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock leitet in den nächsten vier Jahren ein von der Europäischen Union mit 3,6 Millionen Euro gefördertes Marie-Curie-Trainingsnetzwerk "EURO-RA". Das Netzwerk besteht aus 12 renommierten Forschergruppen aus neun europäischen Ländern, die sich der Erforschung der genetischen Ursachen der Rheumatoiden Arthritis widmen.

Bei der Rheumatoiden Arthritis handelt es sich um die häufigste chronisch-entzündliche Autoimmun-Erkrankung der europäischen Bevölkerung. Ziel der Forschung ist es, genetische Faktoren für den Ausbruch, den Verlauf und die Chronizität der Erkrankung zu identifizieren, um zukünftig effektivere Therapien zu entwickeln.

Der Schwerpunkt des jetzt gestarteten Netzwerkes liegt auf der Integration und Ausbildung des europäischen Forschernachwuchses. 20 internationale Stipendiaten werden als Doktoranden oder im Anschluss an ihre Promotion in die bestehenden Forschergruppen integriert. Sie erhalten zusätzlich zur wissenschaftlichen Arbeit die Möglichkeit, durch Trainingskurse, Meetings und Hospitationen in den Arbeitsgruppen des Netzwerkes die verschiedensten wissenschaftlichen Methoden zu erlernen und von den Erfahrungen der etablierten Wissenschaftler zu profitieren. Dies dient neben der persönlichen Profilierung auch dem von der Europäischen Union erhobenen Anspruch, Forschungskapazitäten europaweit zu bündeln.

Dr. Saleh Ibrahim, Leiter der Nachwuchsgruppe Immungenetik des Institutes für Immunologie, setzte sich mit seinem Konzept als eines von 37 geförderten Projekten gegen mehr als 600 Bewerbungen durch. Die Universität Rostock als Koordinator des Projektes erhält für Forschungs- und Managementaufgaben für den Zeitraum Oktober 2004 bis September 2008 ca. 580 000 Euro von der Europäischen Union. Das Institut für Immunologie übernimmt damit aufgrund seiner hervorragenden Methoden- und Technologieplattform auf dem Gebiet der funktionellen Genomforschung bereits zum wiederholten Male die Koordination eines überregionalen Forschungsprojektes.

Quelle: Universität Rostock



Schule beginnt - auch für rheumakranke Kinder
Elternberater der Deutschen Rheuma-Liga helfen weiter

06.09.04 - Das Knie schwillt an, plötzliches Fieber, schmerzende Gelenke - so kann sich Rheuma im Kindesalter bemerkbar machen. 16.000 Kinder erkranken alljährlich an entzündlichen Gelenkerkrankungen. In der Schule kann die Krankheit für sie zum täglichen Alptraum werden. Lehrer und Mitschüler wissen meist nichts über kindliches Rheuma. Die Kinder werden als Drückeberger und Sonderlinge abgetan, wenn sie am Sportunterricht nicht teilnehmen und wegen Schmerzen oder Klinikaufenthalten fehlen. "So aber muss es nicht laufen", sagt die Deutsche Rheuma-Liga. Das Projekt "Eltern helfen Eltern" unterstützt die Familien mit einem bundesweiten Beratertelefon und Elternkreisen vor Ort.  Vom  13.-25. September 2004 können sich Eltern zudem im Internet-Forum Rat holen: www.rheuma-liga.de.
  
Eigentlich hatte Lea sich auf den ersten Tag im neuen Schuljahr gefreut. Aber dann konnte sie eines Morgens  nicht aufstehen, die Knie schmerzten, waren gerötet und geschwollen. Der Kinderarzt schickte Lea und ihre Eltern sofort in eine spezielle Klinik für Kinderrheumatologie, wo sich die Diagnose "Juvenile idiopathische Arthritis", kindliches Rheuma, bestätigte. Die Wochen im Krankenhaus, die vielen Untersuchungen und Therapien sowie die Trennung von der Familie sind Lea nicht leicht gefallen. Eigentlich sollte jetzt die Schule ein Schritt zur Normalisierung des Alltags sein, aber sie fürchtet wegen ihrer Erkrankung Schwierigkeiten zu bekommen. Unsicherheit und Ängste bestehen  aber auch auf Seiten der Lehrer und Mitschüler. Sie wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Die Erkrankung  wird als harmlos abgetan, weil Krankheitszeichen äußerlich nicht, oder noch nicht, sichtbar sind.
  
Das Unverständnis der Umwelt, die eingeschränkte Beweglichkeit, die Auswirkungen der starken Medikamente, häufige Fehlzeiten in der Schule und ständiges Nachholen von Lernstoff machen rheumakranke Kinder und Jugendliche oft zu Außenseitern. "Deshalb sollten Eltern die Lehrer und  Mitschüler umfassend über die Art der Erkrankung und die damit verbundenen Beeinträchtigungen informieren", empfiehlt die Bundeselternsprecherin  Claudia Grave. Die Deutsche Rheuma-Liga unterstützt mit kostenlosen Informationen.
  
Eltern können sich Rat und Hilfe bei den zahlreichen Elternkreisen holen oder den direkten Draht wählen zum bundesweiten Beratungstelefon, Anrufer werden auf Wunsch auch gerne zurückgerufen.
  
   Eltern-Rheumafoon:

   Silvia Batzilla
   09371 -6680748
   Angelika Kapp
   030 -67 89 2403

   Dittlind Schubert
   05141 -93 17 48

   Dr. Patricia Vöttiner-Pletz
   07725 -91 77 97

   Babette Wegehaupt
   0421 -3 90 98 98

ots Originaltext: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.


Vegetarisch oder fettarm günstig bei Rheuma - Bewusste Ernährung kann Rheumatikern sehr helfen

Baierbrunn (ots) - 15.07.2004 - Rheumatiker können ihre Beschwerden mildern, indem sie vegetarisch oder zumindest fettarm essen, berichtet das
Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Tierische Fette enthalten
Arachidonsäure, welche entzündungsfördernde Botenstoffe, die für Rheuma mitverantwortlich sind, bildet. Deshalb empfiehlt die Rheumaliga, sich möglichst auf zwei kleine Fleischmahlzeiten pro Woche zu beschränken. Ansonsten sei vollwertige und ballaststoffreiche Nahrung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten von Vorteil. Eine Fastenkur reduziert die Arachidonsäure im Körper ebenfalls – doch meistens nur für die Dauer des Fastens. In dieser Zeit bessern sich die Beschwerden vieler Rheumatiker deutlich. Auf einen Langzeiteffekt kann aber nur hoffen, wer sich danach an die Ernährungsempfehlungen hält.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Rheuma: auf ausreichend Vitamine achten!

Eschborn (ots) - 15.07.2004 - Fleischarm und reichlich Fisch essen, heißt die
Devise für Rheumatiker. Oft brauchen sie wegen ihrer Erkrankung mehr Vitamine und Mineralstoffe, die über die Nahrung kaum ausreichend
zugeführt werden können. Daher tendieren Ärzte heute dazu, zusätzliche Nährstoffe zu empfehlen, berichtet die »Neue Apotheken Illustrierte EXTRA Rheuma«.

Besonders bei Menschen mit Rheumatoider Arthritis bildet die andauernde Entzündung einen erheblichen Stressfaktor für den Körper. Die Entzündungsreaktionen setzen vermehrt schädliche Sauerstoff-Radikale frei, die so genannten freien Radikale. Die Vitamine C und E neutralisieren zwar die negativen Wirkungen der Radikale, aber sie werden dabei verbraucht. Daher lohnt es sich, den Vorrat des Körpers pro Tag mit etwa 100 mg Vitamin C und 12 bis 15 mg Vitamin E aufzufüllen.

Überdies sollten Rheumatiker auf ausreichend Calcium in der Nahrung achten, da sie auf Grund ihrer schmerzhaften Bewegungseinschränkung deutlich öfter an einer Osteoporose erkranken. Calcium und Vitamin D schützen aber nicht nur den Knochen vor Osteoporose, sondern tun auch den Gelenken gut. So wird die tägliche Einnahme von mindestens 1000 mg Calcium und 400 I.E. (internationalen Einheiten) Vitamin D empfohlen.

Außerdem lesen Sie in der »Neue Apotheken Illustrierte EXTRA Rheuma«: So wird der Schmerz erträglich +++ Selbsttest: Wie hoch ist Ihr Gichtrisiko? +++ Fibromyalgie: Schmerzverarbeitung läuft Amok.

ots Originaltext: Neue Apotheken Illustrierte


Aktion zum Tag des Rheumakranken 2004 / Deutsche Rheuma-Liga überreicht "Medikament Selbsthilfe" an Bundesministerin Ulla Schmidt

09.06.2004 - 10:14 Uhr, Deutsche Rheuma Liga Bundesverband e.V.
Bonn/Berlin (ots) - Mit einem Appell an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, chronisch kranke Menschen nicht im Stich zu lassen und die Selbsthilfeförderung weiter zu unterstützen, überreichen am 9. Juni 2004 Vertreterinnen der Deutschen Rheuma-Liga symbolische Medikamenten-schachteln mit erfrischendem Inhalt: Einem Beipackzettel über
Selbsthilfemöglichkeiten bei Rheuma, Rezepten gegen Hilflosigkeit, Antworten auf viele Fragen und der Einladung an die neun Millionen Betroffenen, die zahlreichen Angebote der Deutschen Rheuma-Liga zu nutzen. Nebenwirkungen: ausschließlich positive. Die Aktion ist
Auftakt zum "Tag des Rheumakranken", der am Samstag, 12. Juni,
bundesweit stattfindet.

Mit dem Slogan "Die Erste Liga wenn's um Rheuma geht", wendet sich
die Deutsche Rheuma-Liga in diesem Jahr besonders an die Adresse der
jüngeren Rheumakranken. Originelle Postkarten und ein Infoblatt,
getarnt als Medikamentenschachtel, sollen den Weg zur Selbsthilfe
aufzeigen. Denn die Gesundheitspolitik stellt rheumakranke Menschen
vor immer neue Probleme. Zwar wurden eine Vielzahl von
Ausnahmeregelungen geschaffen, doch bei vielen Betroffenen kommen
diese Regelungen gar nicht an, so die Einschätzung der Rheuma-Liga.

Häufig muss die Anwendung von Ausnahmeregelungen erst erstritten
werden, bei Krankenkassen, Ärzten und notfalls vor Gericht. Christine
Jakob, Präsidentin der 250.000 Mitglieder zählenden Vereinigung:
"Gerade Menschen mit schweren Erkrankungen können diesen Kampf um ihr
gutes Recht oft nicht aufnehmen, zumal sie mit einer Vielzahl von
anderen Belastungen in Beruf oder Familie kämpfen." Für Christel
Kalesse, die selbst als junge Frau ihren Beruf wegen der Krankheit
aufgeben musste, ist eines klar: "Wir müssen die Betroffenen so früh
als möglich erreichen. Wir müssen Ihnen Wege aufzeigen, wie sie
gerade am Anfang einer Verschlimmerung der Krankheit vorbeugen
können."
   
ots Originaltext: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.


Helfen Sie mit! Erfahrungen von Arthritis- und Rheuma-Patienten sind gefragt
Europäische Umfrage über den Einfluss von Arthritis und Rheuma auf die Lebensqualität startet


London - 30.03.2004 - Mit einer europaweiten Umfrage bei Patienten mit Arthritis und Rheuma soll der Einfluss der Erkrankung auf die Lebensqualität untersucht werden. PARE Manifesto, der europäische Lenkungsausschuss der Gesellschaft für Menschen mit Arthritis oder Rheuma, bietet damit Patienten erstmalig die Chance, ihre Erfahrungen mit den Erkrankungen zu schildern und damit Rückschlüsse auf die aktuelle Situation zu ermöglichen. Die Ergebnisse sollen letztlich über die schwer wiegenden gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen der Erkrankungen aufklären und damit deren Stellenwert erhöhen. Neben Deutschland beteiligen sich Frankreich, Ungarn, die Niederlanden, Italien, Schweden und Großbritannien an der Aktion. "Arthritis und Rheuma belegen Platz 1 unter den chronischen Erkrankungen und sind häufig wesentliche Ursachen für starke Schmerzen und Invalidität," erläutert Neil Betteridge, Vorsitzender des PARE Manifesto Lenkungsausschusses. "In Deutschland sind schätzungsweise 4 Mio. Menschen von Arthritis und Rheuma betroffen. Dies hat auch Konsequenzen für Familien, Freunde, Arbeitgeber und die Gesellschaft insgesamt. Trotz dieser Last werden jedoch die Bedürfnisse der Betroffenen oft vernachlässigt oder sogar völlig ignoriert", fügt Betteridge hinzu. Die Teilnahme an der Umfrageaktion ist sowohl online als auch telefonisch möglich. Auf der Homepage von PARE Manifesto (www.PAREManifesto.org) können Arthritis- und Rheuma-Patienten ihre Antworten abgeben. Wer keinen Internetzugang hat, kann seine Kontaktdaten auf einer Mailbox ab dem 5. April 2004 unter Tel. 069 / 75 93 47 59 (zu normalen Telefontarifen) hinterlassen, wird dann zurückgerufen und von einem Experten durch den Fragebogen geführt. Die Entwicklung der PARE Manifesto Umfrage wurde durch einen uneingeschränkten Fond für Bildung und Erziehung des internationalen pharmazeutischen Unternehmens AstraZeneca unterstützt.

Originaltext: PARE Manifesto


Sanfte Hilfe bei rheumatischen Beschwerden

In der Europäischen Union leiden über 75 Millionen Menschen an rheumatischen Erkrankungen.

Laut Bundesverband für Gesundheitsinformation gibt es gegen diese Volkskrankheit noch kein Heilmittel. Studien bestätigen jedoch den Erfolg von ganzheitlichen Naturheilverfahren.

Für die Vielzahl von verschiedenen Erkrankungsformen, die unter dem Begriff Rheuma zusammengefasst werden gäbe es zwar einheitliche Mittel, meinte der Präsident des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker, Peter A. Zizmann, naturheilkundliche Therapien individuell angewandt hätten jedoch millionenfache Erfolge bewirkt. Entsprechend der Ursache und dem Verlauf einer Erkrankung würden sie gemeinsam mit einer gesünderen Lebensweise die Selbstheilungskräfte mobilisieren. Auf diese Art könnten viele Beschwerden geheilt oder gelindert werden.


Heilpraktiker - die traditionellen Gesundheitsexperten Weniger Krankheitsfälle durch Gesundheitstraining In der Bundesrepublik Deutschland gehen unzählige Arbeitsstunden durch Krankheit verloren. Die Gesundheit der Bevölkerung könne durch fundierte Aufklärung, Unterrichtung und durch ein Gesundheitstraining mit sinnvollen Maßnahmen wesentlich verbessert werden, meinte der Präsident des Fachverbandes Deutscher Heilpraktiker, Peter A. Zizmann. Betriebe, Behörden und Organisationen wären gut beraten, das in Generationen gewachsene Wissen der Heilpraktiker in Anspruch zu nehmen. Traditionell gelten die Heilpraktiker als "Fachleute für gesunde Lebensführung". Durch Vorträge und Kurse, aber auch individuelle Beratung, könnten insbesondere die Arbeitgeber im Land das Gesundheitsbewusstsein und Verhalten ihrer Mitarbeiter fördern. Die dabei entstehenden minimalen Kosten würden nur einen Bruchteil der "Ausfallkosten" durch kranke Mitarbeiter betragen. Gesundheitstraining sei deshalb die rentabelste Investition für ein Unternehmen.

Quelle: Fachverband Deutscher Heilpraktiker e.V.



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