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Querschnittslähmung

Lähmungen und Sensibilitätsstörungen, teilweise auch Blasen- und Darmfunktionsstörungen sowie sexuelle Funktionsstörungen infolge einer Verletzung oder Erkrankung des Rückenmarks. Art und Ausmaß der Krankheitssymptome hängen davon ab, auf welcher Höhe das Rückenmark geschädigt ist und ob der gesamte Rückenmarksquerschnitt oder nur ein Teil betroffen ist.

Ursache: Ein Q. wird häufig durch Verletzungen (z.B. bei Verkehrsunfällen) verursacht. Eine Rückenmarkskontusion (mit nachweisbarer Gewebeschädigung) oder Rückenmarkskompression (Quetschung) kann ebenfalls verletzungsbedingt, aber auch im Gefolge einer Rückenmarksblutung oder eines Bandscheibenvorfalls auftreten. Seltener sind Entzündungen, Mangeldurchblutung oder Rückenmarkstumoren ursächlich.

Querschnittslähmungen sind in den häufigeren Fällen die Folgen einer Rückenmarksverletzung, meist verursacht durch einen Unfall. Für die Berufswahl ist nicht nur die Ausprägung der Behinderung von Bedeutung, sondern ebenso der Zeitpunkt, seit dem der/die Jugendliche behindert ist.

Querschnittsgelähmte Jugendliche haben bessere Berufschancen, wenn die medizinische Rehabilitation vor Beginn der Ausbildung abgeschlossen ist und orthopädische Hilfsmittel vorhanden sind.

Für den beruflichen Werdegang spielt es eine wichtige Rolle, ob der/die Jugendliche über technische Hilfsmittel verfügt und diese einsetzen kann. Dies gilt in erster Linie für die Nutzung eines Rollstuhls.

Von der Selbständigkeit und Beweglichkeit am Arbeitsplatz und der allgemeinen Mobilität hängen die beruflichen Möglichkeiten entscheidend ab. Wenn es der Schulabschluß und die Art der Lähmung erlauben, können weiterführende Schulen besucht oder eine schulische Berufsausbildung, etwa in einer Berufsfachschule, angestrebt werden. Vorteilhaft sind insbesondere Handelsschulen für Körperbehinderte.


Die Faltblätter sind in der Printversion auch bei der Berufsberatung im Arbeitsamt erhältlich.


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