Migräne: Erkrankung oft nicht korrekt diagnostiziert
Spannungskopfschmerz: 92 Prozent der Frauen leiden gelegentlich
Lausanne, Schweiz - 01.06.2006 - In Lausanne wurde gestern, Mittwoch, der Kongress der European Neurological Society ENS http://www.ensinfo.com beendet. Auf der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft präsentierten die Forscher neue Daten über die Verbreitung von Kopfschmerzen. Festgestellt wurde, dass Migräne-Patienten oft unnötig leiden müssen, weil ihre Erkrankung nicht korrekt diagnostiziert wird. Eine norwegische Forschergruppe fand heraus, dass Frauen mit 92 Prozent deutlich öfter an gelegentlichen Kopfschmerz leiden als Männer. "Bei Migränekranken besteht ein Verhältnis von eins zu fünf bei Männern und Frauen. Von acht Mio. Betroffenen in Deutschland sind allein sechs Mio. davon Frauen", erklärt Peter Kropp, Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerz-Gesellschaft DMKG http://www.dmkg.de, im Gespräch mit pressetext.
Sowohl bei Männern als auch bei Frauen steigt die Häufigkeit von Spannungskopfschmerzen vom Jugendalter bis zum 39. Lebensjahr massiv an. Bei Personen über 40 liegt möglicherweise ein sekundärer Schmerz vor, der tieferen Ursachen zu Grunde liegt, so Kropp. Die Wissenschaftler fordern daher, dass die Forschung und das Management von Spannungskopfschmerzen viel mehr Aufmerksamkeit erhält. Zudem besteht bei Migräne eine unzureichende Versorgung der Patienten und unbefriedigende Diagnoserate. Bei 37 Prozent der Betroffenen wurde die Krankheit nicht erkannt. Das Problem sei, dass es keine standardisierten wissenschaftlichen Diagnoseverfahren gibt, so Kropp. Die Experten sind der Meinung, dass das Bewusstsein bei Patienten und auch bei den Behandelnden verbessert werden müsse, denn nur dann können auch alle Betroffenen von Therapien profitieren.
Spannungskopfschmerz und Migräne müssen ganz klar voneinander abgegrenzt werden. Beim Spannungskopfschmerz ist das Schmerzzentrum im Gehirn gestört, dabei wird die Schmerzschwelle abgesenkt. Es ist ein beidseitiger leichter bis mittelschwerer Schmerz, der langsam im Laufe des Tages einsetzt. Durch körperliche Aktivität kann der Schmerz gesenkt werden. Diagnostiziert werden kann Spannungskopfschmerz durch eine ausführliche Anamnese und einen neurologischen Befund. Dagegen handelt es sich bei Migräne um eine komplexe Funktionsstörung des Gehirns. Auslösefaktoren können ein geänderter Schlaf-Wach-Rhythmus, ausgelassene Mahlzeiten, bestimmte Medikamente oder Nahrungsmitel wie beispielsweise Schokolade, Kase und Rotwein sowie Stress sein. "Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden ist außerdem, dass körperliche Aktivität Migräne verstärkt, aber den Spannungskopfschmerz nicht", erklärt Kropp abschließend.
Quelle: pte
Migränemittel jetzt rezeptfrei -
Ein Mittel aus der Gruppe der hochwirksamen Triptane freigegeben Baierbrunn (ots) - 08.05.2006 - An Migräne Leidende können Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Naratriptan bald ohne Rezept kaufen, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Mit Wirkung vom 1. April 2006 wurde damit erstmals ein Migräne-Medikament aus der Gruppe der hochwirksamen Triptane aus der Rezeptpflicht entlassen. "Für die Patienten ist das eine große Hilfe", wird der Neurologe Hans Christoph Diener vom Universitätsklinikum Essen zitiert. Wichtig ist, dass ein Arzt die Migräne diagnostiziert hat und den Verlauf verfolgt. Herzkranke und Schlaganfallpatienten sollten auf das Medikament jedoch verzichten. In den Apotheken wird die rezeptfreie Form voraussichtlich ab Juni verfügbar sein.
Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau
Migräne: Lieber vorbeugen als behandeln
Eschborn (ots) - 28.02.2006 - Migränepatienten sollten ein Zuviel an Süßigkeiten, Fett, Kaffee, Alkohol, Nikotin und Zitrusfrüchten meiden, empfiehlt die »Neue Apotheken Jllustrierte« vom 1. März 2006 in ihrem Sonderbeitrag »Kopfschmerz erfolgreich behandeln«. Diese Nahrungs- und Genussmittel stehen im Verdacht, die Reizverarbeitung im Gehirn zu stören, was einen Migräneanfall provozieren kann. Aber auch vor Stress, übermäßigem Lärm, Licht- und Sonneneinstrahlung sollten sich Betroffene hüten. Außerdem empfiehlt es sich für Migräne-Geplagte dringend, regelmäßig für körperliche und seelische Entspannung zu sorgen.
Erst wenn solche Maßnahmen nicht ausreichen, können vorsorglich verschreibungspflichtige Mittel wie Betablocker, Calcium oder Serotonin Antagonisten eingesetzt werden. Außerdem kann sich der Versuch lohnen, Migräneattacken mit Pflanzenextrakten aus Pestwurz oder mit Magnesium vorzubeugen.
Vor oder zu Beginn eines akuten Migräneanfalls empfiehlt die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft bei Erwachsenen die Einnahme von Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Paracetamol oder einer Kombination von Paracetamol mit Acetylsalicylsäure und Koffein. Näheres dazu erfahren Sie in dem Beitrag der »Neue Apotheken Jllustrierte« oder in der Apotheke. Der Arzt kann zur Behandlung einer Attacke auch so genannte Triptane verschreiben. Schmerzmittel sollten Migräniker aber nur bei Bedarf, nach ärztlicher Maßgabe und nicht regelmäßig einnehmen, unter anderem weil solche Medikamente bei Dauergebrauch selbst Kopfschmerzen verursachen können. Zur Behandlung von Kindern müssen Eltern den Kinderarzt befragen.
Quelle: Neue Apotheken Illustrierte
"Migräne raubt mir die schönsten Jahre meines Lebens!"
Europaweite Studie: Nur jede zehnte Betroffene wird optimal behandelt
14.02.2006 - Resignierende Sätze wie diese kennen alle Neurologen und Schmerztherapeuten aus ihrer täglichen Sprechstunde zu Genüge: "Migräne raubt mir die schönsten Jahre meines Lebens!", oder "Für mich hat das Jahr nur elf Monate, weil ich die restlichen Wochen mit meiner Migräne kämpfe!" Obwohl in Deutschland mehr als zehn Millionen Menschen (75 % Frauen, 25 % Männer) unter den immer wiederkehrenden unerträglichen Kopfschmerzen leiden, findet nur jeder dritte Migräniker den Weg zum Arzt. Der Rest greift zu rezeptfreien Kopfweh-Pillen, von denen jedoch kaum Hilfe zu erwarten ist. Dabei bieten heute moderne Migräneanfalls-Medikamente - so genannte Triptane - die Chance einer schnell und gut wirksamen Behandlung. Rizatriptan (Handelsname: Maxalt), ein schnell wirksames Triptan, lindert bei vielen Patienten bereits innerhalb von zwei Stunden die Qualen. Oft schon nach nur 30 Minuten.
Frauen, die unter Migräne leiden (rund 18 Prozent aller Frauen im jungen und mittleren Alter gehören dazu), haben ein ganz besonderes Problem: Ihre Kollegen und Vorgesetzen nehmen ihr Gesundheitsproblem häufig nicht richtig ernst. Bitter, aber wahr: Migräne gehört deshalb auch heute noch zu den gesellschaftlich am wenigsten akzeptierten Krankheiten und kann zum Job-Killer werden. Viele Betroffene wissen das und verschweigen deshalb ihr Leiden. Die Folge: Jedes Jahr gehen geschätzte 140 Millionen Arbeitstage durch Migräne verloren, wodurch den Firmen, aber auch der Volkswirtschaft Kosten in Höhe von etwa 15 Milliarden Euro entstehen.
Die Behandlung mit einem schnell und gut wirksamen Triptan wie Rizatriptan könnte nach Ansicht europäischer Migräne-Spezialisten 70 Prozent aller Migräne-Patienten von ihren marternden Kopfschmerzen befreien, so die kürzlich von diesen Spezialisten verabschiedete "Migräne-Deklaration von Rom". In Deutschland bekommt allerdings nur jeder zehnte Migräniker diese von den Fachgremien empfohlene Therapie tatsächlich verordnet. Das ergab die groß angelegte MELT-Studie (Migraine's Effect on Life and Treatment) bei 1.810 befragten Frauen aus ganz Europa (darunter 200 aus Deutschland) zum Einfluss der Migräne auf ihre Lebensqualität. Wer unter Migräne leidet, sollte sich nicht länger mit seinem Schicksal abfinden, sondern aktiv nach qualifizierter Hilfe suchen, empfehlen die Experten. Schildern Sie dem Arzt wirklich detailliert die Auswirkungen der Krankheit auf Ihr tägliches Leben und den mangelnden Erfolg der bisherigen Behandlungsversuche. Nur so kann er die wirksamere Triptan-Behandlung einleiten. Mehr Informationen über Migräne bei der Initiative "Aktiv gegen Migräne" unter der kostenfreien Hotline 0800 / 76 54 323 und im Internet unter www.aktivgegenmigraene.de.
Quelle: Stroebel Communications
Migräne: Biofeedbacktherapie als Prophylaxe anerkannt -
Entspannung gegen Kopfschmerz so wirksam wie Medikamente
Rostock/München - 03.02.2006- Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) http://www.dmkg.de hat die Biofeedbacktherapie anerkannt und in ihre Leitlinien aufgenommen. Damit bescheinigt sie der Verhaltenstherapie eine ebenso große Wirksamkeit, wie einer medikamentösen Behandlung. Vorbeugung durch gezielte Entspannung kann die Häufigkeit der Schmerzanfälle deutlich senken, was zahlreiche Studien bereits belegt haben. Darauf hat die DMKG als eine der wichtigsten Fachgesellschaften für Kopfschmerz reagiert und empfiehlt Biofeedbacktherapie besonders den Patienten, die häufig unter Migräne leiden und auf Medikamente schlecht ansprechen.
Quelle: photocase
Die Biofeedbacktherapie ist ein Verfahren, bei dem es darum geht, sein Verhalten zu ändern und so positiv auf das körperliche Wohlergehen einzuwirken. "Bei der Migräne-Prophylaxe geht es darum, durch Entspannung das Wohlbefinden zu verbessern", erläutert Henner Lüttecke, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback e.V. http://www.dgbfb.de im pressetext-Interview. Dadurch soll erreicht werden, dass die Kopfschmerzattacken erst gar nicht entstehen. "Die Ursache von Migräne ist immer noch ungeklärt", sagt Lüttecke. Vermutet werden Durchblutungsstörungen im Gehirn oder eine Art sterile Entzündungsreaktion. Auch psychosomatische Ursachen spielen eine große Rolle.
Als Auslöser für den starken Kopfschmerz sind unter anderem Stress, Schlafmangel oder ein unregelmäßiger Biorhythmus bekannt. Deshalb ist hier Prävention durch Entspannung besonders wichtig. "Die Leitlinien der DMKG geben den Ärzten sozusagen Tipps, wie man Kopfschmerzen behandeln kann. Deshalb hat die Anerkennung für die Deutsche Gesellschaft für Biofeedback natürlich eine große Bedeutung", erläutert Lüttecke. "Es ist ein besonderer Fortschritt für Patienten, die seit Jahren Medikamente einnehmen müssen", betont Lüttecke gegenüber pressetext.
Als Migräne wird ein anfallartiger, überwiegend einseitiger und pulsierender Kopfschmerz bezeichnet, der oft zu Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit führt. Manche Patienten haben vor der Schmerzattacke optische oder sensorische Wahrnehmungsstörungen. In Deutschland sind etwa 16 Prozent der Frauen und sechs Prozent der Männer von Migräne betroffen. Aber auch Kinder können darunter leiden, bis zur Pubertät sind Jungen und Mädchen gleich häufig davon betroffen. Laut DMKG ist die Biofeedbacktherapie eine sinnvolle Chance für Patienten, die mehr als dreimal pro Monat Migräneanfälle haben oder deren Attacken länger als 72 Stunden dauern.
Quelle: pte
Migräne ist kein Psycho-Leiden - Vorurteil verhindert häufig die richtige Behandlung
Baierbrunn (ots) - 17.01.2006 - Dem Migräne-Kopfschmerz haftet völlig zu Unrecht das Image einer psychosomatischen Bagatellerkrankung an. "Wie bildgebende Verfahren beweisen", sagt der Münchner Neurologe und Kopfschmerzspezialist Dr. Volker Pfaffenrath im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau", "ist Migräne eine körperliche Erkrankung." Eine akute Entzündung von Blutgefäßen des Gehirns, durch ererbte Veranlagung und umweltbedingte Auslöser in Gang gesetzt, spielt eine große Rolle bei der Schmerzentstehung. Völlig verstanden haben aber auch die Spezialisten die Migräne noch nicht, und einem Teil der Patienten kann noch nicht befriedigend geholfen werden. Pfaffenrath kritisiert aber, dass bei kaum einer anderen Krankheit eine derart große Lücke zwischen therapeutischen Möglichkeiten und tatsächlicher Versorgung klaffe - unter anderem, weil auch viele Ärzte die Erkrankung zu wenig ernst nähmen. "Konsequent behandelt könnten 60 bis 80 Prozent der Patienten ein normales Leben führen", sagt er.
Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau
Migräne sollte kein Kopfzerbrechen bereiten!Uelzen - 10.01.2006 - Viele Betroffene und Ärzte bestätigen: Migräne ist nicht einfach ein Kopfschmerz. Es gibt eine Unzahl von Möglichkeiten, wie sich Migräne äußern kann. Der Schmerz kann z.B. stechend oder ziehend sein, einseitig oder beidseitig.
Quelle: KWCH GmbH
Alle Migräne-Erscheinungen haben jedoch eines gemeinsam: Sie sind Symptome einer echten neurologischen Erkrankung. Sollten Sie Anzeichen einer Migräne wie regelmäßige Kopfschmerzen mit Unwohlsein, Lichtblitzen oder ähnlichem bei sich beobachten, ist es an der Zeit, einen Arzt aufzusuchen! Dort kann eine Behandlungsmöglichkeit gefunden werden. Frühzeitiger Arztkontakt ist erforderlich, denn im Extremfall kann eine unbehandelte Migräne zur Berufsunfähigkeit führen.
Um eine erste Bestimmung des eigenen Migräne-Risikos zu erhalten, empfiehlt sich die Durchführung eines Online-Kopfschmerztestes, wie er auf http://www.migraene-aktuell.de/_migraene_.htm zu finden ist. Neben einem solchen Test bietet die Seite zudem viele Informationen rund um die Migräne, zu deren Ursachen, Auslösern, zum Verlauf oder zu den verschiedenen Ausprägungen. Kostenlos sind hilfreiche Services wie der Kopfschmerzkalender zu erhalten, der bei der Beurteilung Ihrer Migräne hilft. Lindern Sie Ihre Schmerzen durch Entspannungsübungen - wie es geht, steht auf www.migraene-aktuell.de.
Und wer laufend informiert sein will: die News bringen immer aktuelle Informationen rund um den Kopfschmerz - und was man oder Frau dagegen tun kann.
Quelle: pte
Kopfschmerzgesellschaft: Neue Therapien gegen Migräne -
Triptane als beste Kopfschmerzkiller München 30.11.2005- Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft DMKG http://www.dmkg.de haben eine neue Leitlinie zur Migränetherapie entwickelt. Demnach raten die Mediziner als Akuttherapie den Einsatz von Triptanen. Die DMKG hat zudem einige Schmerzpräparate neu bewertet und die Liste der Medikamente zur Migräneprophylaxe ergänzt. Erstmals erklären die Mediziner psychologisch-verhaltensmedizinische Verfahren, dass diese in der Migräneprophylaxe ebenso wirksam sind wie medikamentöse Strategien. Patienten mit häufigen Attacken wird zu einer solchen Behandlung - alleine oder in Kombination mit Medikamenten - geraten.

Bild: Photocase
"In der Akuttherapie der Migräne sind die Triptane wie Almotriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan und Zolmitriptan die Substanzen mit der besten Wirksamkeit", bestätigt der Experte und ehem. Präsident der DMKG, Volker Pfaffenrath, im pressetext-Interview. Triptane sind nach der neuen Leitlinie wirksamer, wenn sie zu Beginn einer Migräneattacke eingenommen werden, solange der Kopfschmerz noch leicht oder mittelschwer ist. Die Experten weisen allerdings daraufhin, dass diese Empfehlung nur für jene Patienten gilt, die Migräne- von Spannungskopfschmerzen unterscheiden können. "Es gibt keine Diskussion darüber, dass Triptane die besten Medikamente gegen Migräne sind", so Pfaffenrath. "Allerdings wirken sie ausschließlich bei Migränekopfschmerz." Ebenso könne die frühe Einnahme nur empfohlen werden, wenn die Zahl der Kopfschmerztage unter zehn pro Monat liege.
Bei leichten Attacken seien Aspirin (Acetylsalicylsäure), Ibuprofen, Diclofenac-K und Paracetamol die Schmerzmedikamente der ersten Wahl. "Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass die Kombination von Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Koffein wirksamer ist, als die Kombination ohne Koffein und wirksamer als die Einzelsubstanzen", erklärt Pfaffenrath. "Patienten, die gelegentlich unter Kopfschmerzen leiden und ihre Beschwerden mit Analgetika unter Kontrolle bekommen, brauchen keinen Mediziner", meint der Experte. Als Grenze gelte das Auftreten von Schmerzen mehr als sechs bis acht Mal pro Monat. Um einem Kopfschmerz, der durch Medikamente selbst auftreten kann, zu verhindern, sollten Patienten grundsätzlich Schmerz- und Migränemittel höchstens an zehn Tagen pro Monat und maximal drei Tage hintereinander einnehmen.
"Triptane wirken auch gegen die gastrointestinalen Symptome bei der Migräne", erklärt Pfaffenrath. Dies sei bei den anderen Analgetika nicht der Fall. "Patienten, die mehr als dreimal pro Monat eine Migräneattacke aushalten müssen oder deren Attacken länger als 72 Stunden dauern oder die schlecht auf eine medikamentöse Akuttherapie ansprechen, können durch vorbeugende Maßnahmen die Häufigkeit der Schmerzanfälle deutlich senken", erklärt der Experte. "Hier stehen alternativ zur medikamentösen Prophylaxe psychologische Verfahren zur Verfügung, die ebenso wirksam sind", meint DMKG-Präsident Stefan Evers von der Universität Münster. Die Autoren der neuen Leitlinie empfehlen verhaltenstherapeutische Strategien wie Biofeedback, die progressive Muskelentspannung nach Jacobson und das kognitive Schmerzbewältigungstraining. "Wenn diese Strategien nicht zum gewünschten Erfolg führen, stehen die Betablocker Propranolol und Metoprolol, den Kalziumantagonisten Flunarizin sowie Valproinsäure und das unlängst zugelassene Topiramat zur Wahl", so Pfaffenrath gegenüber pressetext abschließend.
Umstritten ist die Wirksamkeit von Magnesium. Das Nervengift Botulinumtoxin befindet sich noch in der wissenschaftlichen Prüfung. Wenn Migräne in Abhängigkeit des Mensturationszyklus auftritt, haben sich zur Prophylaxe die Mittel Naproxen, Östrogenpflaster, sowie Triptane bewährt.
Quelle: pte
Viele Deutsche haben regelmäßig Kopfschmerzen
28.11.2005 - Ein großer Teil der Deutschen wird regelmäßig von Kopfschmerzen geplagt. Das hat eine Studie der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) ergeben. Jede dritte Frau wird demnach mehr als einmal im Monat von Spannungskopfschmerz, Migräne oder Medikamentenkopfschmerz geplagt. Bei den Männern ist beinahe jeder fünfte betroffen.
Neben den geschlechtsspezifischen Unterschieden fanden die Mediziner aber auch regionale Unterschiede. Für ihre Studie befragten sie mehr als 7.000 Erwachsene und über 3.000 Jugendliche in der Stadt Augsburg und ihrer Umgebung, in der Großstadt Dortmund und in der Region Vorpommern. Dabei zeigte sich, dass die Kopfschmerzen die Lebensqualität und auch das psychische Wohlbefinden der Befragten erheblich beeinträchtigen.
Am häufigsten werden die Teilnehmer vom Spannungskopfschmerz geplagt. Den wenig beneidenswerten Spitzenplatz nehmen hier die Augsburgerinnen und Augsburger ein: Sie sind zu 24,2 bzw. 25 Prozent betroffen. Migräne ist etwas weniger häufig und plagt erwartungsgemäß vor allem Frauen - wiederum am häufigsten die Augsburgerinnen (13,8 Prozent). Schmerzmittelkopfschmerz ist dagegen in allen Studienregionen ähnlich häufig: Etwa 1,4 Prozent der Frauen kennen die durch übermäßigen Gebrauch von Analgetika bzw. Migränemitteln ausgelösten Schmerzen. Bei den Männern sind weniger als ein Prozent betroffen.
Die gute Nachricht: Mit steigendem Alter sinkt die Kopfschmerzhäufigkeit und auch die Unterschiede zwischen den Regionen werden schwächer. So sinkt die Häufigkeit des Spannungskopfschmerzes bei Frauen ab dem 44. Lebensjahr, bei Männern bereits ab dem 25. Lebensjahr.
Quelle: scienceticker
90 Prozent aller Deutschen leiden unter Kopfschmerzen -
Akupunktur hilft, wie die aktuelle gerac-Kopfschmerzstudie belegt
Düsseldorf (ots) 17.11.2005 - 3,7 Milliarden Schmerzmitteldosen werden in Deutschland jährlich eingenommen, 80 Prozent alleine gegen Kopfschmerzen. Die Ergebnisse der international größten Kopfschmerzstudie zeigen jetzt, dass schon sechs Wochen Akupunktur helfen können, um wieder einen freien Kopf zu bekommen.
Rund 6-8 Prozent aller Männer und 12-14 Prozent aller Frauen leiden unter Migräne. Etwa 20-30 Prozent der Gesamtbevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens einen häufigen Spannungskopfschmerz. Bis zu 90 Prozent der Bevölkerung geben an, zumindest gelegentlich unter Kopfschmerzen zu leiden. Die Migräne betrifft Frauen häufiger als Männer. Über 200 Ärzte verschiedener Akupunkturschulen führten jetzt im Auftrag der GKV (gesetzlichen KV) die gerac Studie (german acupuncture trials) mit über 10.000 Akupunkturbehandlungen gegen Kopfschmerzen durch. Hierbei zeigte sich erstmalig, dass die langfristige Wirkung einer sechswöchigen Akupunktur mit 10(Spannungskopfschmerz) bis 11 (Migräne) Akupunkturbehandlungen mindestens genauso gut wirkt wie eine kontinuierliche sechsmonatige medikamentöse Migräneprophylaxe nach internationalem Standard.
Arbeitsausfall, Medikamentenkonsum
Rund 3,7 Milliarden Schmerzmitteldosen werden jährlich in Deutschland konsumiert. Der größere Teil davon (bis zu 80 Prozent) wird wegen Kopfschmerzen eingenommen. Allein durch den Konsum von sogenannten, oft frei verkäuflichen, nicht steroidalen Analgetika wird mit 1 - 4000 Toten pro Jahr in Deutschland gerechnet. Es wird vermutet, dass bis zu 40 Prozent der chronisch auftretenden Kopfschmerzen durch die häufige Einnahme von Schmerz- oder Migränemitteln ausgelöst werden, wobei die Einnahme immer mehr gesteigert wird. Zwischen neun und zwölf Prozent der arbeitenden Patienten mit einem Spannungskopfschmerz verlieren pro Jahr mindestens einen Arbeitstag durch ihre Krankheit, wobei mehr Frauen als Männer betroffen sind.
Die Behandlung des Kopfschmerzes erfolgt in Abhängigkeit vom Typ. Nach international anerkanntem Standard erfolgt die Migräneprophylaxe unter anderem mit Betablockern, oder Wirkstoffen, die auch bei Epilepsie eingesetzt werden, die akute Migräneattacke wird mit Schmerzmitteln oder Triptanen behandelt. Zur Prophylaxe des Spannungskopfschmerzes wird ein Antidepressivum eingesetzt. Die medikamentöse Therapie ist mit möglichen Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Gewichtszunahme oder Impotenz belastet, und viele Patienten verweigern die Behandlung. Akupunktur wird seit 15 Jahren gerade in Deutschland zunehmend zur Behandlung von Kopfschmerzen eingesetzt, ohne dass die Wirksamkeit nachgewiesen war.
Zwei Studien zum Thema Kopfakupunktur
Im Rahmen der von den gesetzlichen Kassen gesponserten gerac-Kopfschmerzstudien wurden zwei klinische Studien durchgeführt, die die Wirksamkeit und Sicherheit von Körperakupunktur mit Nadeln an chinesischen Punkten (Verum Akupunktur) und an neuen nicht chinesischen Punkten (Sham Akupunktur) im Vergleich zu einer medikamentösen Therapie bei Migräne- und Spannungskopfschmerzpatienten überprüft haben. Die Studien sind die größten und methodisch strengsten Akupunkturstudien, die zu Kopfschmerz in der westlichen Welt jemals durchgeführt worden sind. "Sie liefern jetzt Daten von bisher nicht gekannter Qualität," so der Sprecher des Leitungsgremiums der Studie, Prof. Hans Joachim Trampisch von der Ruhr-Universität Bochum.
Ergebnisse
"Bei Spannungskopfschmerzen sank die Anzahl der Kopfschmerztage von 16 auf 6 Tagen mit der chinesischen Akupunktur und auf 8 Tage mit der Akupunktur an nicht chinesischen Punkten", so Privatdozent Dr. Molsberger, Orthopäde und Akupunkturspezialist, der die Akupunktur im Leitungsgremium der gerac Studien vertritt. "Der Standardtherapiearm bei Spannungskopfschmerz musste abgebrochen werden, da sich nicht genügend Patienten bereiterklärten sich mit Medikamenten (Anitdepressiva) behandeln zu lassen. Aus der Literatur ist aber bekannt, dass diese nur eine Senkung der Kopfschmerztage von 16 auf 11-15 Tage erreichen. Bei Migräne konnte die monatliche Anfallshäufigkeit mit der chinesischen Akupunktur um 2,3 Tage, mit der medikamentösen Therapie um 2,1 Tage und mit der Akupunktur an nicht chinesischen Punkten nur um 1,5 Tage gesenkt werden. Zusätzlich wurde der Therapieerfolg von den Patienten mit einer Schulnote bewertet. Den Therapieerfolg der Verumakupunktur bewerteten mit der Schulnote 1-2 60 Prozent der Patienten bei Spannungskopfschmerz und 52 Prozent der Patienten bei Migräne. Bei nicht chinesischen Punkten sank der Wert für beide Gruppen auf 45-46 Prozent der Patienten und in der Standardtherapie für Migräne bewerteten nur 34 Prozent der Patienten den Therapieerfolg mit der Note 1-2." "Überraschenderweise zeigte sich bei Migräne keine Überlegenheit der sechsmonatigen medikamentösen Therapie gegenüber der sechswöchigen Akupunkturtherapie", so Prof. Dr. Diener, "Bei beiden Kopfschmerzformen war auch keine eindeutige Überlegenheit der Verum-Akupunktur gegenüber der Sham-Akupunktur nachweisbar." Die Subgruppenanalysen lässt den Schluss zu, dass es neben einer unspezifischen Akupunkturkomponente, die bei beiden Akupunkturformen aufzufinden ist, eine spezifische Komponente gibt, die nur bei der Verum-Akupunktur auftritt. Dr. Gabriele Böwing von der Ärztegemeinschaft für Akupunktur und Chinesische Medizin Düsseldorf, die die Kopfschmerzakupunktur für gerac entwickelt hat erklärt: "Bei zuwendungsintensiven Verfahren wie der Akupunktur ist es gerade unter Studienbedingungen schwierig, zwischen spezifischen und unspezifischen Effekten zu unterscheiden. Trotzdem schnitt die Verumakupunktur in allen Bereichen besser als die Shamakupunktur ab."
Resümee
Die Akupunktur stellt beim chronischen Kopfschmerz im Vergleich zu einer medikamentösen Therapie eine effektive und risikoarme Ergänzung des therapeutischen Konzepts dar. Das wird die Bedeutung der Akupunktur im schmerztherapeutischen Konzept der Kopfschmerztherapie international neu definieren.
Patientenbeispiele:
Herr W., 58 Jahre, Manager aus Düsseldorf, litt seit 7 Jahren an zunehmender Migräne mit zuletzt wöchentlichen Anfällen mit Erbrechen. Daraufhin entschloss er sich zu einer Akupunkturbehandlung in der Ärztegemeinschaft für Akupunktur und chinesische Medizin in Düsseldorf. Eine erste Serie von 12 Sitzungen brachte eine 70-prozentige Besserung der Anfallshäufigkeit, nach einer zweiten Akupunkturtherapie ist der Patient bis heute über 3 Jahre beschwerdefrei.
Quelle: gerac
Migräne: Dichtung und Wahrheit
München (ots) -
14.11.2005 - Vorurteile und falsches Wissen verhindern die erfolgreiche
Behandlung / Mediziner rückt die schiefen Vorstellungen wieder
gerade
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Frauen
und Männer, die unter Migräne leiden, wissen das nur zu gut: Man
glaubt ihnen nicht so recht, wie stark sie leiden, ihre Krankheit
wird nicht ernst genommen, oft belächelt oder sogar verspottet. "Das
Unverständnis und die Vorurteile ihrer Umwelt sind ein häufiger
Grund, dass viele Migränepatienten nicht zum Arzt gehen, sondern mit
irgendwelchen Schmerzmitteln an ihrem Leiden herumdoktern", stellt
der Münchener Neurologe Dr. Volker Pfaffenrath bedauernd fest.
Allerdings sind vorgefasste Meinungen über die Krankheit auch bei
Migränikern weit verbreitet, betont der Facharzt und rückt die
schiefen Vorstellungen wieder gerade.
"Migräne ist eine Krankheit von Hypochondern oder Sensibelchen."
Falsch und ungerecht! Mit modernen Bildgebungsverfahren lässt sich
nachweisen, dass Migräne keine Einbildung ist, sondern ein
hochkomplexes körperliches Geschehen im Gehirn.
"Migräne ist wie Kopfschmerz, nur etwas stärker." Falsch! Die
Migräneschmerzen kommen anfallsartig und werden von einem Bündel von
weiteren quälenden Symptomen begleitet. Von Übelkeit und Brechreiz
zum Beispiel, von Taubheitsgefühl im Gesicht oder an den Armen, von
extremer Empfindlichkeit gegen Licht oder Lärm.
"Migräne haben nur Streber oder Intellektuelle."Falsch! Die
frühere Vorstellung, Migräne gäbe es nur bei bestimmten besonders
ehrgeizigen oder peniblen Persönlichkeiten, ist längst überholt.
Migräniker finden sich in allen sozialen Schichten und
unterschiedlichsten Menschentypen (z.B. haben 11 Prozent aller
Bundestagsabgeordneten Migräne).
"Die Ärzte können eh nicht helfen." Auch das ist überholt! Die in
den letzten Jahren eingeführten so genannten Triptane (z.B. Maxalt
mit dem Wirkstoff Rizatriptan) verhelfen Migränikern zu einer neuen
Lebensqualität. Sie machen oft schon nach nur 30 Minuten schmerzfrei.
Dr. Pfaffenrath: "Maxalt gibt es auch als Schmelztablette, die sich
auf der Zunge auflöst und deshalb nicht mit Flüssigkeit geschluckt zu
werden braucht. Das kommt Migränepatienten sehr entgegen, die bei
ihren Attacken unter Übelkeit und Erbrechen leiden und deshalb nichts
schlucken möchten oder können".
"An Migräne sind Schokolade und zu viele Süßigkeiten schuld."
Wieder ein Trugschluss: Der Heißhunger auf Süßigkeiten oder fette
Nahrungsmittel ist oft ein Vorbote einer Attacke - der sich danach
entwickelnde Kopfschmerz ist Teil der Migräneattacke und keine Folge
des Schokoladengenusses.
"Gewiss: Man muss nicht immer gleich zum Arzt, wenn bei einem
Infekt der Kopf dröhnt oder nach zu viel Alkohol der Schädel brummt.
Oft hilft schon ein Spaziergang an der frischen Luft oder eine
einfache Schmerztablette", räumt der Neurologe Dr. Volker Pfaffenrath
ein. "Doch wenn die Kopfschmerzen immer wiederkehren, pulsieren und
hämmern, ist ärztliche Hilfe nötig und auch möglich. Eine frühe
Diagnose und die richtige Therapie mit einem wirksamen Triptan können
verhindern, dass die Krankheit chronisch wird."
Mehr Informationen über Migräne erhalten Sie bei der Initiative
"Aktiv gegen Migräne" unter der kostenfreien Hotline 0800 / 7654323
und im Internet unter www.aktivgegenmigraene.de.
Quelle: Stroebel Communications GmbH & Co KG
Anwendungsbeobachtung bestätigt: Effektive Migränetherapie ist möglich
Haar - 25.10.2005 - Mit dem so genannten "Migraine ACT"-Fragebogen steht
dem behandelnden Arzt ein einfaches Instrument zur Verfügung, welches
zeit- und damit kosteneffizient Informationen zur Wirksamkeit der
aktuellen Migräne-Akutmedikation erfasst. Des Weiteren hilft der
Fragebogen, die Arzt - Patientenkommunikation zu verbessern. Die
Ergebnisse einer aktuellen Anwendungsbeobachtung bestätigen die
Effizienz dieses Vorgehens. Die Ergebnisse spiegeln zudem wieder, dass
die hohe Effektivität einer Therapie mit wirksamen Triptanen wie
Rizatriptan auch zu einer hohen Patientenzufriedenheit und damit
Compliance führt.
Migränetherapie effektiver gestalten
Ein häufig von ärztlichen Kollegen geäußertes Vorurteil besagt,
dass die Therapie von Migränepatienten zeitintensiv und damit nicht
kosteneffizient sei. Angesichts knapper Zeitressourcen im ärztlichen
Alltag ist ein gezieltes anamnestisches Vorgehen sinnvoll. Während
die Diagnose nur einmal gestellt werden muss, bedarf die
(Re)Evaluation der jeweiligen Therapie eines im Verlauf der
Behandlung größeren Zeitaufwandes. Aber es gibt durchaus Wege einer
effektiven und damit effizienten Therapieevaluation. Eine Möglichkeit
ist der Einsatz des "Migraine ACT"-Therapie-Evaluationsfragebogens.
Hier wird mit vier Schlüsselfragen geklärt, ob eine etablierte
Therapie beibehalten oder geändert werden sollte (Fragen siehe
unten).
Finden sich bei den Antworten ein oder gar mehrere "Nein", weist
dies auf die Notwendigkeit einer Therapieumstellung hin. Dabei steigt
die Dringlichkeit analog zur Anzahl der "Nein"- Antworten. Der
"Migraine ACT"-Fragebogen erwies sich als sehr zuverlässig und zeigte
sowohl bezüglich der einzelnen Fragen, als auch der Punktauswertung
eine gute Korrelation zu bereits bekannten und anerkannten
Fragebögen. Die vier Fragen des "Migraine ACT"-Fragebogens können in
kurzer Zeit erfasst werden und sind einfach auszuwerten. Damit
verfügt der behandelnde Arzt über ein effektives Instrument, welches
relevante Informationen zur Behandlungssituation liefert. Auf diese
Weise können Arzt und Patient einen gemeinsamen Weg zur effektiven
und effizienten Therapie finden. Die Ergebnisse einer
Anwendungsbeobachtung, die im Zeitraum vom 15. Januar bis 31. Juli
2005 multizentrisch bei 2.445 von Migräne Betroffenen in Deutschland
durchgeführt wurde, bestätigen die Effizienz dieses Vorgehens.
Neue Erfahrungen aus der Praxis
Die Ergebnisse zeigen, dass eine effektive Therapie mit wirksamen
Triptanen wie Rizatriptan zu einer hohen Patientenzufriedenheit
führt. 70,6% der Patienten beantworteten die Frage, ob die Medikation
bei den meisten Anfällen gleich gut wirke, bezüglich der bisherigen
Akuttherapie mit nein, während 73,3% der Patienten sie für die
Therapie mit MAXALT(R) 10 mg bejahten. Fast vier Fünftel (79,3%) der
Patienten gaben an, unter Rizatriptan zwei Stunden nach Einnahme
schmerzfrei zu sein, während dies nur bei 17,8% der Patienten unter
der vorhergehenden Therapie der Fall war. Die Aufnahme der normalen
Tätigkeit war 76,9% der Patienten spätestens zwei Stunden nach
Einnahme von Rizatriptan wieder möglich (bisherige Akuttherapie:
19,4%) und 76,4% gaben an, sich unter Therapie mit dem Triptan sicher
genug für eine unbeschwerte Planung des Tagesablaufs zu fühlen. Dies
war bei der bisherigen Akuttherapie lediglich 14 % der Patienten
möglich.
Im Vergleich zur bisherigen Akuttherapie zeigte MAXALT(R) 10 mg
somit eine konsistentere Wirkung bei den einzelnen Anfällen, bewirkte
schnellere Schmerzfreiheit und eine geringe Einschränkung im Alltag.
Aus dieser positiven Beurteilung von Rizatriptan resultierte ein
hoher Anteil von 82,2% der Patienten, die die neu verordnete
medikamentöse Behandlung gegenüber der bisherigen Therapie
bevorzugten.
Die vier Fragen des Migraine ACT Fragebogens lauten:
1. Wirkt Ihre Migränemedikation bei den meisten Anfällen gleich
gut?
2. Verschwinden Ihre Kopfschmerzen innerhalb von 2 Stunden nach
Arzneimittelanwendung?
3. Können Sie spätestens 2 Stunden nach Arzneimittelanwendung ihre
gewohnten Tätigkeiten wieder aufnehmen?
4. Fühlen Sie sich mit Ihrer aktuellen Behandlung sicher genug,
Ihren Tagesablauf unbeschwert zu planen?
Epidemiologie der Migräne - Diskrepanz zwischen Meinung und
Realität
Wie verbreitet ist Migräne wirklich?
Es liegt eine Vielzahl epidemiologischer Daten zur Migräne vor,
die jedoch vieles im Unklaren lassen. Bekannt ist, dass Migräne die
zweithäufigste Kopfschmerzerkrankung nach dem episodischen
Kopfschmerz vom Spannungstyp ist. In Europa sind etwa 6 bis 8% der
Männer und 12 bis 14% aller Frauen betroffen. Von Kindern im
Grundschulalter leiden schon etwa 5% an Migräne. Bei Mädchen kommt es
während der Pubertät zu einem rasanten Anstieg auf 15% Betroffene und
mehr. Frauen sind daher etwa doppelt so häufig von Migräne geplagt
wie Männer. Der Gipfel liegt um das 40. Lebensjahr, danach ist die
Häufigkeit der Migräne rückläufig ohne gänzlich abzunehmen.
Noch häufiger sind Migränekopfschmerzen, wenn man die laut
Klassifikation so genannte "wahrscheinliche Migräne" mit einbezieht.
16% der Frauen und 13% der Männer leiden an dieser Art von Migräne
(Daten einer US- amerikanischen Krankenversicherung). Bei
wahrscheinlicher Migräne fehlt definitionsgemäß lediglich eines der
für die Diagnose Migräne erforderlichen Symptome bzw. Merkmale.
Bekannt ist, dass die Neigung zur Entwicklung einer Migräne vererbt
wird. So verwundert es nicht, dass es ethnische Unterschiede bei der
Häufigkeit von Migräne gibt und die Häufigkeit geographisch variiert.
"Gefühlte" Häufigkeit der Migräne - Neue Fakten
Obwohl Migräne also eine ausgesprochen häufige Erkrankung ist,
spielt sie in der alltäglichen ärztlichen Praxis eine eher beiläufige
Rolle. Dies dürfte sowohl an der Unklarheit liegen, ob es sich um
eine Migräne oder beispielsweise eine Mischform handelt, als auch an
der Heterogenität der Erkrankung. Mehr als die Hälfte der von Migräne
Betroffenen hat nur etwa sieben Migränetage im Jahr, die aber mit
schwerer behandlungsbedürftiger Symptomatik (Erbrechen, Bettruhe
etc.) einhergehen können. Über 5% der Migränebetroffenen leiden
jedoch an häufigen Migräneattacken, die mit ihrem hohen Leidensdruck
eine besondere Herausforderung für den Arzt darstellen. Da es sich
hier nur um eine relativ kleine Gruppe handelt, kann dies
fälschlicherweise beim Arzt den Eindruck erwecken, dass es sich bei
der Migräne um eine eher seltene Erkrankung handelt.
Hinzu kommt, dass viele Migränebetroffene, die den Arzt aus
anderen Gründen aufsuchen, nicht über ihre Migräneerkrankung
sprechen. Neueste Untersuchungen, darunter auch aus Deutschland,
zeigen, dass Patienten mit höherer Attackenfrequenz, stresshaften
Lebensereignissen, hohem Medikamentenverbrauch, früheren
Kopfverletzungen und Übergewicht besonders gefährdet sind, einen
chronischen täglichen Kopfschmerz zu entwickeln. Nur durch Vermeiden
von Trigger- und Risikofaktoren sowie durch eine konsequente
Therapie, die auf einem vertrauensvollen Arzt-Patienten Verhältnis
beruht, kann der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst und damit die
Häufigkeit der Migräne vermindert werden.
Quelle:
MSD Sharp & Dohme GmbH
Jedes zweite Kind leidet an Kopfschmerzen -
Ursachen könnten vielfach psychisch bedingt sein
Göttingen (pte) 28.09.2005 - Einer Studie der Universität Göttingen www.uni-goettingen.de zufolge hat jedes zweite Kind im Alter zwischen sieben und 14 Jahren im vergangenen halben Jahr an Kopfschmerzen gelitten. Rund 6,5 Prozent aller Kinder hat einmal wöchentlich oder sogar häufiger Kopfschmerzen. Für die Studie wurden mehr als 5.600 Familien mit Kindern per Fragebogen befragt. Die Wissenschaftler um Birgit Kröner-Herwig vom Georg-Elias-Müller-Institut für Psychologie wollen neben der Verbreitung der Kopfschmerzen auch die Faktoren, die das Auftreten von Kopfschmerzen begünstigen, ermitteln.
Wichtige Fragen waren etwa die Symptome der Schmerzen, weitere gesundheitliche Belastungen der Kinder und der Familien sowie nach möglichen Risikofaktoren wie zum Beispiel Depressivität. Nach den Studienergebnissen tritt der erste Kopfschmerzanfall im Durchschnitt mit acht Jahren auf, bei Jungen früher als bei Mädchen. Insgesamt haben Mädchen häufiger Kopfschmerzen, insbesondere ab einem Alter von zwölf Jahren. 13 Prozent aller 13- bis 14-jährigen Mädchen, aber nur sechs Prozent der gleichaltrigen Jungen, haben einmal wöchentlich Beschwerden. Auffällig war, dass mit dem Alter die Anzahl der betroffenen Kinder kontinuierlich ansteigt ebenso wie die Zahl derjenigen, die regelmäßig Kopfschmerzen haben. "Der sozioökonomische Status der Familie zeigt keine bedeutsame Beziehung zum Auftreten von Kopfschmerz. Ein signifikanter, wenn auch nicht schwergewichtiger Faktor ist das Leben in einem Haushalt mit einem allein erziehenden Elternteil", so Kröner-Herwig im pressetext-Interview.
Rund 7,5 Prozent der Kinder sind von Migräne betroffen. "Problematisch dabei ist, dass diese Art von Kopfschmerzen bereits sehr früh, mit sechs bis sieben Jahren auftritt", so die Wissenschaftlerin. "Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen". Diese Kopfschmerzen beeinträchtigen die betroffenen am stärksten. Ein Migräneanfall auf einer Skala von null bis zehn wird mit der durchschnittlichen Wertung sechs als sehr schmerzhaft angegeben. "Migräne führt zu Fehlzeiten und erheblicher Beeinträchtigung in der Schule", erklärt die Wissenschaftlerin. "Daten legen nahe, dass es eine enge Verbindung zwischen Kopfschmerz und anderen Schmerzarten wie Bauch- und Rückenschmerzen gibt", so Kröner-Herwig. Es könne daher von einer besonderen Schmerzempfindlichkeit gesprochen werden. Auch andere gesundheitliche Beschwerden sind mit dem Auftreten von Kopfschmerzen verbunden.
"Risikoanalysen machen deutlich, dass Schulprobleme und andere psychologische Variablen in Zusammenhang mit den Kopfschmerzen stehen", erklärt die Psychologin. Schulstress und kritische Lebensereignisse sind solche möglichen Belastungsfaktoren, die das Auftreten von Kopfschmerz begünstigen. "Es ist jedenfalls Ernst zu nehmen, wenn Kinder an Kopfschmerzen leiden, auch wenn die erhobenen Zahlen aus Deutschland nicht so hoch liegen wie etwa jene aus Island oder Holland", erklärt die Wissenschaftlerin. Eine weitere Erhebung soll von Oktober bis Dezember 2005 folgen. Die Psychologin will erreichen, dass das Problem besser und früher beachtet werden soll. Damit soll auch verhindert werden, dass bereits Kinder mit starken Schmerzmedikamenten behandelt werden.
Quelle: scienceticker
Wasser trinken gegen Kopfschmerzen
Frankfurt a. M. (ots) - 21.09.2005 - Allein in Deutschland leiden nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft mindestens 3 Millionen Menschen täglich unter Kopfschmerzen und etwa 10 Millionen haben regelmäßig Migräne. Wie neuere Studien des britischen Neurologen Dr. Joseph N. Blau zeigen, könnten die meisten dieser Kopfschmerzen vermieden oder schnell gelindert werden. Blau fand heraus, dass Wassermangel häufig sowohl Kopfschmerzen als auch Migräne auslöst. Das war unter Medizinern bislang nicht bekannt und führt zu einer sehr einfachen Empfehlung: Trinken Sie 1/2 bis 1 Liter Wasser, wenn der Kopfschmerz kommt! Jederzeit und überall in Deutschland in bester Qualität verfügbar ist Trinkwasser - es kann eine einfache und preiswerte erste Hilfe bei Kopfschmerzen und Migräne sein.
Wassermangel als Ursache für Kopfschmerzen
Eine häufige körperliche Ursache für Kopfschmerzen ist Wassermangel. Wenn der Kopfschmerz auftritt, rät Dr. Blau: "Trinken Sie 1/2 bis 1 Liter Leitungswasser. Nach einer halben Stunde, spätestens aber nach drei Stunden, sollten die Symptome verschwunden sein, wenn Wassermangel der Grund für Ihre Kopfschmerzen war." Bereits in 2004 hatte der Mitbegründer der City of London Migraine Clinic eine Untersuchung zu Kopfschmerzen aufgrund von Wassermangel durchgeführt. Zwei Drittel der 34 befragten Kopfschmerzgeplagten gaben an, dass ihre Kopfschmerzen bereits innerhalb einer halben Stunde nach dem Trinken von zirka 1/2 Liter Wasser aufhörten. Bei einem Drittel der Teilnehmer dauerte es ein bis drei Stunden, bis sie allein durch Wassertrinken von ihren Kopfschmerzen befreit waren.
Wassermangel auch als Migräneauslöser berücksichtigen
In seiner neuen Studie befragte Dr. Blau Migränepatienten, ob eine zu geringe Trinkmenge ihre Beschwerden auslösen könnte. "Ja" antworteten 34 von insgesamt 95 befragten Patienten. Obwohl den Patienten bewusst war, dass Wassermangel ihre Migräneattacken provozieren kann, war dies bislang unter Medizinern nicht bekannt. Daher wurde dieser "Migräne-Trigger" bisher nicht in der medizinischen Fachliteratur beschrieben. Allen Ärzten, die Migränepatienten betreuen, empfiehlt Dr. Blau daher: "Fragen Sie auch danach, ob eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr ihre Migräneattacke auslösen kann."
Wie wirkt Wassertrinken gegen Kopfschmerzen?
Ist der Körper nicht ausreichend mit Wasser versorgt, kann das auch die Gehirnfunktion beeinträchtigen. Bekanntermaßen führt Wassermangel zu einer Austrocknung des ganzen Körpers. Symptome dafür sind eine verminderte Urinabgabe und das Gefühl, einen trockenen Mund zu haben. Dr. Blau stellt die Hypothese auf, dass Wassermangel auch eine "Austrocknung" des Gehirns zur Folge hat. Diese kann dann zu Fehlfunktionen in einigen Nervenzellen führen und auch Kopfschmerzen oder bei entsprechender Empfänglichkeit Migräne auslösen. Bitte beachten: Sollten die Kopfschmerzen nach dem Trinken von Wasser innerhalb einer halben Stunde nicht verschwunden oder spätestens nach drei Stunden merklich besser geworden sein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Quelle: obs/Forum Trinkwasser e.V.
Migräne: Attacken sind im Alter seltener
Eschborn (ots) - 01.09.2005 - Migräne kann in jedem Alter auftreten. Allerdings sind junge Menschen und Kinder häufiger betroffen. Nach den Wechseljahren werden bei den meisten Frauen die Attacken seltener oder verschwinden ganz, schreibt die »Neue Apotheken Jllustrierte« in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. September.
Eine wesentliche Rolle beim Auslösen eines Migräneanfalls scheinen bei Frauen vor allem die Schwankungen im Hormonspiegel zu spielen, etwa im Zusammenhang mit der Regelblutung, den hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft. Viele Patientinnen beobachten nach den Wechseljahren, dass ihre Attacken seltener werden oder ganz verschwinden. Kopfschmerzen allerdings können bleiben: Denn altersbedingter Verschleiß in der Halswirbelsäule sowie depressive Verstimmungen könnten der Grund dafür sein, dass Ärzte bei älteren Menschen häufiger einen Spannungskopfschmerz diagnostizieren. Ältere Männer haben insgesamt weniger Probleme mit Migräne. Dafür leiden sie jedoch öfter unter dem besonders qualvollen Cluster-Kopfschmerz. Migräne ist kein unabwendbares Schicksal, denn durch Vorbeugemaßnahmen lassen sich die Attacken deutlich reduzieren.
Die »Neue Apotheken Jllustrierte« rät Betroffenen: »Führen Sie ein Kopfschmerz-Tagebuch. Versuchen Sie, herauszufinden, ob es bei Ihnen bestimmte Auslöser für die Anfälle gibt, etwa Stress, bestimmte Wetterlagen oder -wechsel, übermäßiger Genuss von Alkohol, Nikotin oder Kaffee, bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade oder Käse oder das Auslassen von Mahlzeiten. Migräne-Betroffene sollten auf einen klar geregelten Tagesablauf achten, in dem beispielsweise feste Essenszeiten festgelegt sind. Wichtig ist auch das »Nein« sagen zu üben. Man muss nicht immer allen Erwartungen gerecht werden und nicht sofort alles erledigen. Auch mäßiges Ausdauertraining wie Joggen, Walking, Radfahren oder Schwimmen dreimal die Woche ist sehr empfehlenswert.
Quelle: Neue Apotheken Illustrierte
Migräne: Wie der Kopfschmerz aufzieht
22.08.2005 - Migräne-Medikamente helfen nicht weniger gut, wenn sie erst lange nach dem Beginn einer Attacke genommen werden. Zu diesem Schluss kommen schwedische Neurologen. Für ihre Studie hatten sie erstmals den Verlauf einer Attacke und den Einfluss von Medikamenten minutiös verfolgt.
Bislang sei die vorherrschende Meinung, dass die Medikamente unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Schmerzen genommen werden müssten, so Mattias Linde von der Universität Göteborg. "Es ist gut zu wissen, dass wir die Patienten nun ermuntern können, ihre Mittel, entweder als Nasenspray oder Zäpfchen, auch dann zu nehmen, wenn sie das frühe Stadium verpasst haben." Bei oral verabreichten Präparaten scheine der Zeitpunkt der Einnahme dagegen sehr wohl eine Rolle zu spielen.
Linde und Kollegen konnten 20 Patienten mit schwerer Migräne für ihre Studie gewinnen. Über den Verlauf von je vier Attacken gaben diese die Intensität ihrer Schmerzen auf einer "Temperaturskala" von 0 bis 100 Grad an. In je zwei Fällen spritzten die Mediziner so früh wie möglich das Schmerzmittel Sumatriptan unter die Haut, in den übrigen zwei warteten sie damit so lange, wie es die Patienten ertragen konnten - bis zu 72 Stunden.
Zu ihrer Verblüffung fanden die Forscher, dass sich die langsam auf- und absteigenden "Schmerzkurven" stark ähnelten: In puncto schmerzfreier Zeit, Dauer des Wirkungseintritts des Medikaments und Wiederauftreten der Schmerzen war kein deutlicher Unterschied zwischen früher und später Verabreichung festzustellen. Ähnlich äußerten sich die Patienten. "Dies ist ein echter Durchbruch", ist Linde überzeugt, "und liefert der Forschung ein einzigartiges Bild von der großen Komplexität und dem Variantenreichtum dieser rätselhaften Erkrankung."
Allein in Deutschland leidet schätzungsweise ein Achtel der Bevölkerung unter Migräne. Frauen werden von den Schmerzattacken, die oft von Übelkeit und Erbrechen begleitet werden, zweimal häufiger heimgesucht als Männer. Migräne ist nicht nur schmerzhaft, sondern hat auch starken Einfluss auf die Lebensqualität der Betroffenen. Die Ursachen sind noch unklar.
Quelle: scienceticker
Migräne: richtige Vorbeugung bringt Erfolg
Hamburg (ots) - 18.07.2005 - Neue Hoffnung für Migräne-Patienten: Durch effektive Vorbeugemaßnahmen lassen sich die Kopfschmerz-Attacken deutlich reduzieren. Denn mit der richtigen Kombination aus Prävention und Behandlung können Häufigkeit und Dauer der Schmerzanfälle um bis zu 50 Prozent reduziert werden.
"Kein Migränepatient muss sich heutzutage mit einer schlechten Behandlung mit nur geringen Erfolgen zufrieden geben", betont Professor Hartmut Göbel von der Schmerzklinik Kiel in der neuen Ausgabe der Zeitschrift VITAL. Im Prinzip sei es richtig, wenn der Patient sich selbst behandele. Zu den wichtigsten Vorbeugemaßnahmen für Migräne-Patienten zählt ein klar geregelter Tagesablauf, in dem beispielsweise feste Essens- und Einkaufszeiten festgelegt sind. Einen Tag in der Woche sollten Patienten für sich reservieren und sich beispielsweise mit einem Konzertbesuch oder einer Massage verwöhnen.
Auch mäßiges Ausdauertraining wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen ist sehr empfehlenswert. "Sport baut Stresshormone zuverlässig ab und trainiert Körper und Geist auf einen gesunden Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung", sagt Göbel. 43 Prozent der Patienten erzielen durch eine psychologische Entspannungstherapie positive Wirkungen. Am einfachsten zu erlernen ist die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, bei der die Muskeln angespannt und sofort wieder gelockert werden und die fast augenblicklich gute Resultate bringt. Hilfreich kann auch die Biofeedback-Therapie sein, bei der mit Hightech-Geräten verschiedene Körperfunktionen gemessen werden.
"Wichtig für Patienten, die auf andere Entspannungstechniken nicht ansprechen", sagt Experte Göbel. Auch Heilpflanzen können vorbeugend eingesetzt werden, das gilt insbesondere für die Pestwurz (Petasites). Sie halbiert die Häufigkeit von Migräneanfällen, wie eine Studie am Albert Einstein College in New York ergab. Wer Migräne- Attacken mit Medikamenten wie Aspirin behandelt, der sollte auf die richtige Dosis achten. "Leider nehmen zwei von drei Patienten eine zu geringe Dosis ein. Wirksam sind nur 1000 Milligramm oder mehr Acetylsalicylsäure oder Paracetamol", betont Göbel.
Quelle: VITAL
Neue Methoden gegen Kopfschmerzen -
Frauen anfälliger als Männer
Hamburg (ots) - 11.07.2005 - Millionen Deutsche - meist Frauen - leiden regelmäßig an Kopfschmerzen. Das müsste nicht sein: Dank neuer medizinischer Erkenntnisse kann viel dagegen unternommen werden. In der aktuellen Ausgabe von FÜR SIE (erscheint am 12. Juli 2005) beantworten Ärzte die wichtigsten Fragen zu Ursachen und Therapie.
Um den Kopfschmerz rasch und nachhaltig zu stoppen, ist erst zu klären, um welchen es sich handelt. "Denn die häufigsten Arten - Spannungskopfschmerz und Migräne - müssen zum Teil unterschiedlich behandelt werden. Wer oft Kopfschmerzen hat, also zweimal im Monat oder mehr, oder plötzlich eine heftige Attacke erleidet, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen", empfiehlt Neurologe Dr. Michael Ribbat, Mitglied der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG).
Auch ein Schmerz-Tagebuch kann helfen, die Ursachen zu ergründen und den Schmerz gezielt zu bekämpfen. Vielleicht ist er nur ein Symptom für eine unerkannte Nebenhöhlen-Entzündung oder Ähnliches. Und viele schmerzauslösende Stressfaktoren lassen sich mit Entspannungsübungen wie dem Autogenen Training oder der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen in Schach halten. Gelingt das nicht, ist das kontrollierte Einnehmen von Medikamenten ratsam.
Nicht allzu lange damit warten: Inzwischen wissen wir, dass sich der Körper Schmerzen merkt und mit der Zeit immer sensibler reagiert. Heute setzt man bei Spannungskopfschmerz vor allem auf eine Kombination der Wirkstoffe Paracetamol, Acetylsalicylsäure und Koffein. Als bestes Mittel gegen Migräne gelten die verschreibungspflichtigen Triptane. Wer unter begleitender Übelkeit leidet, kann sie auch als Nasenspray oder Injektion bekommen und neuerdings als Tablette, die sich schon auf der Zunge auflöst. Als vorbeugende Medikamente haben sich Betablocker und Antidepressiva etabliert.
Typische "Kopfschmerz-Persönlichkeiten" sind übrigens "vor allem überaktive, akkurate, schnelle Menschen, die sich mehr als andere unter Leistungsdruck setzen", so Dr. Michael Ribbat. Aufgrund der Doppelbelastung in Haushalt und Beruf betrifft das insbesondere Frauen. Sie sind auch deshalb anfälliger als Männer, weil Hormonschwankungen wie beim monatlichen Zyklus Auslöser für Kopfschmerzen sein können.
Quelle: Für Sie
Schnelltest für Migräniker: Haben Sie die für Sie passende Therapie?
Foto: Pixelquelle
München (ots) - 07.07.2005 - Acht Millionen Deutsche leiden unter Migräne, unter ihnen besonders viele Frauen. Die gute Nachricht für sie vorweg: Seit Einführung der neuartigen Triptane wie z.B. Rizatriptan (Handelsname: Maxalt) vor einigen Jahren ist der gefürchtete "Blitz im Kopf" gut behandelbar geworden. Eine endgültige Heilung versprechen zwar auch die Triptane nicht, mit ihrer Hilfe lassen sich aber die Kopfwehattacken meist schnell und wirksam lindern. Nun die schlechte Nachricht: Immer noch sind manche Migräniker mit ihren Medikamenten unzufrieden.
Unser Schnelltest zeigt Ihnen, ob Sie die für Sie passende Migränetherapie erhalten. Bei diesem ursprünglich für Ärzte entwickelten Test (Fachsprache: "Migraine ACT" = The Migraine Assessment of Current Therapy Questionnaire) brauchen Sie nur vier Fragen zu beantworten:
1. Können Sie spätestens zwei Stunden nach Tabletteneinnahme wieder wie gewohnt arbeiten?
2. Sind Ihre Kopfschmerzen innerhalb von zwei Stunden nach der Einnahme wieder verschwunden?
3. Wirkt Ihr Mittel bei den meisten Migräneanfällen gleich gut?
4. Versetzt Sie Ihre aktuelle Behandlung in die Lage, Ihre Alltagsaktivitäten normal und unbeschwert zu planen?
Eine wünschenswerte Eigenschaft von Migränemedikamenten ist die schnelle und bei allen Attacken gleichermaßen erfolgreiche Wirkung. Ist das bei Ihrer jetzigen Medikation nicht der Fall, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden Besonders wichtig: Nicht zu lange abwarten! Das Medikament sollte möglichst früh zu Beginn der Attacke eingenommen werden, damit es seine schnelle Wirkung entfalten kann.
Obwohl die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) in ihren Empfehlungen für die Akuttherapie der mittelschweren und schweren Migräne die Triptane wie Rizatriptan an erster Stelle nennt, wird in Deutschland zurzeit erst jede zehnte Migränepatientin tatsächlich mit einem Triptan behandelt.
Quelle: Presseportal
Kopfschmerz: Zu viele Schmerzmittel sind gefährlich -
Häufige Einnahme kann zu Dauerkopfschmerz führen
Pöcking/Essen (pte) - 06.07.2005 - Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) http://www.dmkg.de warnen Patienten davor, aus Angst vor einer bevorstehenden Attacke "vorsichtshalber" ein Schmerz- oder Migränemittel zu schlucken. Die häufige Einnahme von Schmerzmitteln - an mehr als zehn Tagen pro Monat - kann einen Dauerkopfschmerz verursachen.
Der so genannte Medikamenten-induzierte Kopfschmerz (medication overuse headache - MOH) äußert sich als dumpf-drückender Schmerz im ganzen Kopf, der täglich oder fast täglich auftritt und bereits beim Aufwachen am Morgen einsetzt. "Dieser Kopfschmerz wird in den spezialisierten Einrichtungen zunehmend häufiger gesehen", erklären die Experten der DMKG. Betroffen sind schätzungsweise ein bis zwei Prozent der gesamten Bevölkerung. Allein in Deutschland sind dies zwischen 800.000 und 1,6 Mio. Menschen.
Experten der DMKG sehen als einzig sinnvolle Behandlung gegen solche MOH den Entzug der Schmerzmittel. Das Forscherteam um Zaza Katsarava von der Neurologischen Universitätsklinik Essen hat dies im Rahmen einer mehrjährigen Nachbeobachtung betroffener Patienten überprüft. Demnach ist das Rückfallrisiko im ersten halben Jahr nach dem Absetzen der Medikamente am größten: In diesem Zeitraum wurde knapp ein Drittel (31 Prozent) der insgesamt 96 beobachteten Patienten rückfällig. Die Forscher haben aber nun auch das Vierjahres-Ergebnis publiziert. Bis zum Ende des ersten Jahres nach dem Entzug erhöhte sich der Prozentsatz der rückfällig gewordenen Patienten von 31 auf 41. In den darauf folgenden drei Jahren wurden dann nur noch weitere zwei Patienten rückfällig - der Prozentsatz stieg damit insgesamt auf 45.
Migränepatienten wurden deutlich seltener rückfällig als Patienten, die an chronischem Spannungskopfschmerz oder einer Kombination aus Spannungskopfschmerz und Migräne litten. Auffällig war auch, dass Migräne-Patienten, die ihre Attacken mit Migränemedikamenten (Triptanen) behandelten, ein geringeres Rückfallrisiko hatten als jene, die Analgetika genommen hatten.
Quelle: pte
Botox
gegen Migräne -
Das Nervengift zaubert nicht nur Falten sondern auch Kopfschmerzen
wegIrvine,
CA (pte) - 27.06.2005 - Botox (botulinum toxin type A) ist
möglicherweise ein effektiver Wirkstoff um chronische
Kopfschmerzen zu lindern. Das hochwirksame Nervengift konnte
laut jüngsten Forschungsergebnissen der Herstellerfirma
Allergan Inc. http://www.alergan.com
bei Patienten, die unter starker Migräne und chronischen
täglichen Kopfschmerzen (CDH) leiden, den Schmerz signifikant
lindern. Dadurch konnten die Patienten die Dosis ihrer täglichen
Schmerzmedizin herabsetzten. Die Ergebnisse der klinischen
Untersuchung (Phase II) haben die Forscher am derzeit stattfindenden
Jahreskongress der American Headache Society (AHS) http://www.ahsnet.org/
präsentiert.Chronic
Daily Headaches (CDH) und Migräne charakterisieren
sich durch ihr häufiges und heftiges Auftreten (mindestens
16 Tage pro Monate). Patienten, die unter dieser Erkrankung
leiden, werden stark in ihrem alltäglichen Leben beeinträchtigt.
Die Forscher konnten nun beweisen, dass Botox bei gewissen
Patientengruppen die Dauer und Intensität der Kopfschmerzen
stark reduzieren konnte. Die Ergebnisse der Studie sind
so viel versprechend, dass Allergan Inc. nun von der Food
and Drug Administration (FDA) http://www.fda.gov
die Erlaubnis für weitere Untersuchungen (Phase III)
erteilt wurde. Dabei soll die Sicherheit und Effizienz einer
Botox-Therapie als mögliche prophylaktische Behandlungsmethode
bei Patienten mit CDH und Migräne ermittelt werden.
Der Start der Untersuchungen ist für Ende 2005 geplant.Botox
ist derzeit vor allem in der kosmetischen Chirurgie sehr
populär und wird als Mittel gegen mimisch bedingte
Falten verwendet. Wird es (in extrem geringer Menge) in
einen Muskel gespritzt, so blockiert es dort gezielt die
Nervenimpulse. Dadurch kann der entsprechende Muskel nicht
mehr wie gewohnt angespannt werden.
Quelle:
pte
"Zomig"
Nasenspray bringt Linderung für Jugendliche mit Migräne
Philadelphia,
Pennsylvania (ots/PRNewswire) - 24.06.2005 - Neue klinische
Versuchsergebnisse zeigen, dass der 5-mg-Nasenspray mit
dem Wirkstoff Zolmitriptan ("Zomig") bei der akuten Behandlung
von Migräne in Jugendlichen hochwirksam und gut verträglich
ist.(1)
Ergebnisse der Studie belegen, dass Zolmitriptan-Nasenspray
unter an Migränekopfschmerzen Leidenden eine Stunde
nach der Medikamentengabe eine wesentlich höhere Ansprechrate
erzielt als das Plazebo (58,1% vs. 43,3%; p<0,02) und
dass bereits 15 Minuten nach der Verabreichung ein signifikanter
Wirkungseintritt beobachtet wurde (37,2% vs. 22,8%; p<0,02).
Darüber hinaus erbringen die Ergebnisse den Nachweis,
dass das nachhaltige Ansprechen der Kopfschmerzen nach zwei
Stunden bei der Behandlung mit Zolmitriptan-Nasenspray massgeblich
höher war als beim Plazebo (51,4% vs. 33,1%; p<0,01);
dieselbe Beobachtung wurde auch hinsichtlich des schmerzfreien
Ein-Stunden-Intervalls gemacht (27,7% vs. 10,2%; p<0,001).
Ferner ging aus den Studiendaten hervor, dass Zolmitriptan-Nasenspray
gut vertragen wurde: Das Auftreten nachteiliger Auswirkungen
war gering, und unter den beteiligten Patienten brach keiner
die Studie aufgrund unerwünschter Nebenwirkungen ab.(1)
Dr. Paul Winner vom Palm Beach Headache Centre im US-Bundesstaat
Florida meint: "Diese Ergebnisse sind für die künftige
Behandlung der Migräne von wesentlicher Bedeutung,
da wir nun über den eindeutigen Nachweis verfügen,
dass Migräne in Jugendlichen mit Zolmitriptan-Nasenspray
wirksam behandelt werden kann. Dies ist äusserst wichtig
für an Migräne leidende Jugendliche, da dieses
Leiden sich negativ auf deren schulische Ausbildung und
Sozialleben auswirken kann und ein dringender Bedarf nach
rascher und zuverlässiger Linderung besteht."
Da mehrere vorhergehende Studien zur Verwendung von Triptanmedikamenten
in Jugendlichen sehr hohe Plazeboansprechraten zeigten und
aus diesem Grunde in diesem Segment der Bevölkerung
keine massgebliche Wirkung nachgewiesen werden konnte(2),
wurde eine einzigartige klinische Studienmethodik eingesetzt,
in deren Rahmen ein jeder einziger Migräneanfall mit
einem blinden Plazebo-Nasenspray behandelt wurde. Falls
der Kopfschmerz 15 Minuten nach der anfänglichen Verabreichung
des Plazebosprays weiter in mässigem oder starkem Ausmasse
anhielt, wurden Patienten sodann nach dem Zufallsprinzip
und doppelblind mit Zolmitriptan-Nasenspray oder Plazebo-Nasenspray
behandelt. Anschliessend wurde die Kopfschmerz-Ansprechrate
in jenen Patienten ausgewertet, die nicht auf den ersten
Plazebospray angesprochen hatten.
Migräne tritt unter Jugendlichen häufig auf: Nahezu
jeder sechste Teenager im Alter zwischen 10 und 15 Jahren
leidet daran.(3) Obschon die Dauer der Migräneanfälle
in der Regel kürzer ist als bei Erwachsenen, sind deren
negative Auswirkungen auf den Alltag von Jugendlichen genauso
lähmend.
Literaturverweis
1) Winner P, Lewis D, Hershey A, Wasiewski W. Unique study
design demonstrates that zolmitriptan nasal spray is effective
and well tolerated in the acute treatment of migraine. Data
presented at the American Headache Society Annual Meeting
2005.
2) Lewis DW, Winner P and Wasiewski W, 2004, "The placebo
responder rate in children and adolescents", Headache, 45,
232-239 3) Abu-Arefeh I, Russell G. Prevalence of headache
and migraine in schoolchildren. BMJ 1994; 309: 765-9.
3) Abu-Arefeh I, Russell G. Prevalence of headache and migraine
in schoolchildren. BMJ 1994; 309: 765-9.
Quelle: presseportal
Auch
Kinder bereits von Migräne betroffen
Monheim - 31.05.2005 - Der moderne Lebensstil mit Stress,
Leistungsdruck, viel Fernsehen und wenig Bewegung scheint
Kindern und Jugendlichen nicht zu bekommen: Schon die Jüngsten
werden heute nicht selten von Kopfschmerzen geplagt. Früher
wäre niemand auf die Idee gekommen, dass schon Kinder
unter Migräne leiden können.
Experten gehen davon aus, dass bereits zehn Prozent der
deutschen Kinder zwischen sieben und 14 Jahren betroffen
sind. Zu diesem Ergebnis komme eine noch nicht veröffentlichte
Umfrage der Universität Göttingen unter mehr als
8000 Familien, berichtete die FAZ kürzlich. Migräne
geht bei Kindern nicht selten mit Übelkeit und Erbrechen
einher. Diese Symptome können zusammen mit Schwindel
als "Migräne-Vorstufe" sogar ohne Kopfschmerz auftreten.
Für die Hypothese, dass vor allem Stress und Leistungsdruck
den Kindern Kopfschmerzen bereiten, sprechen die Zeitpunkte
des gehäuften Auftretens: bei der Einschulung und beim
Wechsel von der Grundschule aufs Gymnasium. Während
vor der Pubertät Jungs und Mädchen im gleichen
Ausmaß betroffen sind, werden Mädchen danach
dreimal so häufig Opfer von Migräne-Attacken.
Regelmäßiger Schlaf, viel Bewegung an der frischen
Luft und Entspannungsübungen gehören zu Trainingprogrammen
gegen Kinderkopfschmerz. Eltern sollten sich dessen bewusst
sein, denn der Schmerz könne sich ansonsten als negative
Erfahrung einprägen und die nächste Attacke verschlimmern,
warnt Rieke Oelkers-Ax von der Kinder- und Jugendpsychiatrie
der Universität Heidelberg.
Auf der Seite http://www.migraene-aktuell.de
finden sich hilfreiche Tipps zu Übungen für
Kinder und Erwachsene, die manche Schmerz-Arten einschränken
können, und es werden umfangreiche Informationsmaterialien
zum Download oder zur postalischen Bestellung angeboten.
Ein regelmäßiger Newsletter bietet die Möglichkeit,
sich über Neuigkeiten aus der Forschung informieren
zu lassen, und es können auch eigene Themenvorschläge
unterbreitet werden.
Zu guter Letzt sollten Betroffene wissen, dass sie als Migräne-Patienten
in guter Gesellschaft sind: auch Queen Elizabeth II, Karl
Marx, Friedrich Nietzsche und Marie Curie sowie zahlreiche
andere bekannte Persönlichkeiten leiden oder litten
unter Migräne, wie die Seite zu berichten weiß.
Quelle: pte
Neu: Das Migräne-Infopaket der Initiative "Aktiv gegen Migräne!"
München (ots) - 10.05.2005 - Mit fundierten ärztlichen Tipps und einer Kühlmaske für die Augen / Gratis zum Anfordern bei der Initiative / Kostenlose Hotline 0800/7654323 und Website www.aktivgegenmigraene.de
Quelle: "obs/Ströbel Communications"
Schon wieder die Hölle im Kopf - Hilfe! Liegt es vielleicht am Wetter oder an den "Tagen"? Am "Knatsch" im Geschäft oder am Mobbing in der Firma? War der letzte Wein schuld oder droht wirklich eine echte Migräne-Attacke? Kopfschmerzexperten unterscheiden mittlerweile mehr als 190 Kopfweharten. Unter welcher leiden Sie? Bei der Antwort hilft Ihnen jetzt die neu gegründete Initiative "Aktiv gegen Migräne!" mit dem kostenlosen Migräne-Informationspaket. Der Clou dabei: das Gratispäckchen enthält auch eine Gelmaske zur Kühlung der Augen.
Migräne quält in Deutschland etwa 2 Millionen Männer und 3,7 Millionen Frauen, besonders in ihren wohl schönsten und aktivsten Jahren zwischen 18 und 40. Diese Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, die Behandlung der Krankheit durch Aufklärung der Betroffenen zu verbessern. Aus aktuellen Umfragen weiß man nämlich, dass viele Frauen (und auch Männer) den Weg zum Arzt scheuen und an ihrem Problem selbst herumdoktern. Mit dem schnellen Griff nach irgendeinem Kopfwehmittel ist es aber nicht getan: Nur die modernen Triptane sind oft in der Lage, eine mittelschwere oder schwere Migräne-Attacke schnell, wirksam und lang anhaltend zu bekämpfen. Mit die höchste Wirksamkeit wies in Studien das Triptan Maxalt mit dem Wirkstoff Rizatriptan auf. Rechtzeitig, also bereits zu Beginn der Attacke, eingenommen kann Maxalt die Schmerzen oft schon nach 30 Minuten lindern.
Maxalt ist allerdings wie die anderen Triptane verschreibungspflichtig. Die Initiative "Aktiv gegen Migräne!" möchte deshalb die Betroffenen ermutigen, zusammen mit ihrem Arzt die geeignete Migräne-Therapie herauszufinden. Zur Vorbereitung auf das Gespräch mit dem Arzt bietet das Migräne-Informationspaket 20 Seiten Informationen über die verschiedenen Kopfwehformen, über die häufigsten Auslöser der Migräne-Attacken sowie über Vorbeugung und Therapiemöglichkeiten. Dazu gibt es ein Merkblatt zum Arztbesuch, einen persönlichen Migräne-Pass und als besonders angenehme Zugabe eine Gel-Kühlmaske für die Augen.
Quelle: presseportal
Nasenspray lindert starke Migräne im Kindesalter
(Kiel) 10.01.2005 - Wenn Paracetamol und Ibuprofen zur Schmerzlinderung nicht ausreichen, kann eine Migräneattacke bei Kindern ab zwölf Jahren auch mit einem Triptan in Form eines Nasensprays behandelt werden. Eine finnische Studie belegt dessen Wirksamkeit. "Diese ist jedoch nicht so gut wie bei Erwachsenen", erklären Kopfschmerzspezialisten in den "Kopfschmerz-News", dem Mitgliederorgan der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Kopfschmerzen im Kindesalter nehmen zu. Auch von Migräneattacken bleiben Kinder nicht verschont. Bis zu zwölf Prozent der Zwölfjährigen sind betroffen. Als erstes sollten diese Kinder vor Lärm und Licht geschützt werden und ein kaltes Tuch sowie etwas Pfefferminzöl auf die Stirn bekommen. Verhaltensmedizinische Strategien werden zur Prophylaxe eingesetzt, wenn die Anfälle häufiger sind. Falls dies nicht ausreicht, verordnen Ärzte Analgetika, etwa Ibuprofen oder Paracetamol.
Schnelle Wirkung
Wenn auch diese Analgetika nicht ausreichen, kann ein Kopfschmerzspezialist Kindern ab 12 Jahren ein modernes Migränemittel (Triptan) in Form eines Nasensprays verschreiben. Diese Darreichungsform wirkt sehr schnell. Es gibt aber nur wenige wissenschaftliche Belege über die Wirksamkeit dieser Therapie bei Kindern und Jugendlichen, weil diese auch sehr stark auf ein Scheinpräparat (Placebo) ansprechen.
Finnischen Ärzten gelang es nun, die Wirksamkeit der Substanz Sumatriptan als Nasenspray zu belegen. Sie teilten 129 Kinder in zwei Dosierungsgruppen ein, wobei in jeder Gruppe das "echte" Nasenspray gegen ein "Placebo" getestet wurde. Schon nach einer Stunde war das Triptan dem Scheinpräparat deutlich überlegen. In der Dosierung von 20 Milligramm wirkte das Spray besser als in der 10-Milligramm-Dosierung. Nach zwei Stunden verbesserten sich die Kopfschmerzen bei 64 Prozent der Kinder um zwei Kategorien auf einer visuellen Schmerzskala, unter Placebo stellten immerhin 39 Prozent der Kinder eine solche Verbessserung fest.
Erfolge in Grenzen
Professor Hans-Christoph Diener von der Neurologischen Universitätsklinik Essen kommentiert die Studie kritisch: "Zum einen mag es sein, dass bei einigen Kindern der bittere Geschmack des Triptans zu einer Entblindung geführt hat", so der Experte. Darüberhinaus ist der Erfolg eine Frage der Definition. Nimmt man das Zielkriterium der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft, nämlich die Schmerzfreiheit nach zwei Stunden, ergab sich kein signifikanter Unterschied mehr zwischen dem Triptan und dem Scheinmedikament. Auch ist die Wirkungsrate bei Kindern und Jugendlichen nicht so hoch wie bei Erwachsenen. Diener: "Es ist durchaus möglich, dass das Gehirn eines Migränekranken einen gewissen Reifegrad erreicht haben muss, bevor Triptane therapeutisch wirksam sind."
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.
Pressestelle: Barbara Ritzert, ProScience Communications GmbH, Andechser Weg 17; 82343 Pöcking
Tel.: (08157) 93 97-0 · Fax: (08157) 93 97-97 · e-mail: ritzert@proscience-com.de
Weitere Informationen:
http://www.dmkg.de
Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Teufelskreis aus Schmerz und Pillen: Nur der Entzug hilft bei Dauerkopfschmerz
(Kiel) 10.01.2005 - Chronischer Kopfschmerz kann die Folge eines übermäßigen Konsums von Schmerz- und Migränemittel sein. "Neuere Studien belegen eindrucksvoll, wie wichtig ein konsequenter Medikamentenentzug bei dieser Art von Kopfschmerzen ist", kommentieren Experten in den "Kopfschmerz-News", dem Mitgliederorgan der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Häufige Kopfschmerzen können dazu verleiten, aus Angst vor einer bevorstehenden Schmerzattacke "vorsichtshalber" ein Schmerz- oder Migränemittel zu schlucken. Kopfschmerzpatienten sollten dies jedoch nicht häufiger als an 10 Tagen pro Monat und nur an höchstens drei aufeinanderfolgenden Tagen tun. Denn bei unvorsichtigem Gebrauch dieser Arzneimittel droht ein Teufelskreis aus Schmerz und Pillen: der so genannte medikamenteninduzierte Kopfschmerz.
"Nur" zehn Tage
Die Spezialisten der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft IHS haben unlängst die diagnostischen Kriterien für den medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerz verschärft. Wenn Patientinnen oder Patienten pro Monat an mehr als 15 Tagen unter Kopfschmerzen leiden und an mehr als zehn Tagen (bislang 15 Tagen) regelmäßig während drei Monaten Mutterkornalkaloide, Triptane oder Schmerzmittelmischpräparate einnehmen und sich der Kopfschmerz während dieser Zeit entwickelt oder verschlechtert ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen medikamenteninduzierten Kopfschmerz handelt. Bei Schmerzmitteln, die nur eine Substanz enthalten, gehen die Warnlampen an, wenn Patienten an mehr als 15 Tagen pro Monat Tabletten gegen ihre Kopfschmerzen schlucken. Gesichert ist die Diagnose allerdings erst dann, wenn der Kopfschmerz binnen zwei Monaten nach Absetzen der Medikamente entweder ganz verschwindet oder zu seinem früheren Muster zurück geht, beispielsweise eine Migräne-Attacke pro Monat.
Grund für diese Änderungen sind neuere Studien über den durch Arzneimittelübergebrauch verursachte Kopfschmerzen. Darüber hinaus wissen die Experten schon lange, dass die häufige Einnahme von Analgetika der wichtigste Risikofaktor für die Chronifizierung einer Migräne, aber auch nichtmigränöser Kopfschmerzen ist. Während in der Durchschnittsbevölkerung etwa einer von hundert Menschen an chronischem Migränekopfschmerz leidet, stellten Wissenschaftler bei einer norwegischen Studie fest, dass diese Zahl bei Menschen mit regelmäßigem Schmerzmittelgebrauch bei 13 Prozent lag. Bei nichtmigränösen Kopfschmerzen ist das Risiko einer Chronifizierung nicht so deutlich erhöht.
Klassischer Frauenschmerz
In den Studien zum Schmerzmittelkopfschmerz stellen die Experten stets unisono fest: Am stärksten betroffen sind Frauen, die an Migräne ohne Aura leiden. In einer aktuellen Studie untersuchten italienische Forscher 96 Patientinnen und 18 Patienten mit medikamenteninduziertem Dauerkopfschmerz. Über 70 Prozent der Patienten litten ursprünglich unter einer Migräne ohne Aura. Nach den alten Kriterien der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft wären indes nur 28 Prozent der Betroffenen korrekt diagnostiziert worden. "Die Korrektur der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft war daher sehr wichtig", betonen die DMKG-Experten.
Schmerzmittel entziehen
"Nur der Entzug der eingenommenen Präparate kann den Dauerschmerz wieder nehmen", erklären die DMKG-Experten. Dies verdeutlicht eine große, retrospektive amerikanische Studie. Die Forscher analysierten rückblickend die Daten von 756 Patienten mit medikamenteninduzierten Dauerkopfschmerzen, die im Mittel fünf Tabletten pro Tag geschluckt hatten und meistens mehr als eine Substanz einnahmen. Die Wissenschaftler verglichen diejenigen, die einen erfolgreichen Schmerzmittelentzug durchgestanden hatten mit dem Befinden einer Gruppe von Patienten, die dies nicht geschafft oder nicht versucht hatte. Wer den übermäßigen Medikamentenkonsum aufgegeben hatte, litt deutlich seltener und weniger lang an Kopfschmerzen. Bei den meisten dieser Patienten beschränkte sich der Schmerz nach einem Jahr auf die ursprünglich episodisch auftretenden Migräneattacken. In der anderen Gruppe konnten die Forscher nur bei 15 Prozent der Patienten eine Besserung der Dauerkopfschmerzen feststellen.
Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft e.V.
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Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
"Messerstiche im Auge": Neue Therapie-Empfehlungen zum "Blitz-Kopfschmerz"
05.01.2005 - Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) hat ihre Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie des Clusterkopfschmerz nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin überarbeitet. Zusammen mit anderen kurzdauernden einseitigen Schmerzattacken bildet der Clusterkopfschmerz darüber hinaus seit einiger Zeit als "trigemino-autonome Kopfschmerzen" (TAK) eine neu definierte Gruppe von Kopfschmerzformen. Sie kommen wie der Blitz aus heiterem Himmel: stechende, meist starke bis extrem starke Kopfschmerzattacken, die meistens nur mehrere Minuten bis maximal drei Stunden andauern, dafür aber bis zu zehn Mal pro Tag auftreten können. Alle Kopfschmerzsyndrome der neuen Gruppierung "trigemino-autonome Kopfschmerzen" kurz TAK genannt, haben mindestens zwei Gemeinsamkeiten: Die Attacken dauern nur kurze Zeit und gehen mit Beschwerden wie heftiges Tränen, stark laufender oder verstopfter Nase oder Lidschwellung einher. Zu den TAKs zählen der episodische und der chronische Cluster-Kopfschmerz. Das Wort "Cluster" kommt aus dem Englischen und bedeutet "Haufen, Gruppe oder Schwarm". Der Clusterkopfschmerz meldet sich bis zu achtmal täglich mit heftigsten Attacken. Bei vier von fünf betroffenen Menschen tritt er episodisch auf, das heisst, zwischen den aktiven Phasen mit Schmerzattacken kommt es zu längeren inaktiven Phasen ohne Schmerzen. Ebenfalls zu der TAK-Gruppe gehören der anfallsartige einseitige Kopfschmerz (paroxysmale Hemikranie), sowie das sogenannte SUNCT- Syndrom. Hierbei handelt es sich um extrem kurz andauernde und häufige Schmerzattacken im Einzugsbereich eines Gesichtsnervs.
Wenig evidenzbasierte Studien.
Die Deutsche Kopfschmerz- und Migränegesellschaft hat ihre bisherigen Empfehlungen einer kritischen Prüfung unterzogen. Die neuen Empfehlungen beruhen ausschließlich auf Daten, die nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin (EBM) überprüfbar sind. Jede therapeutische Option wird nach EBM-Kriterien beurteilt.
Zum Clusterkopfschmerz und den anderen TAKs liegen bislang allerdings nur wenige gute Studie vor, da die Erkrankungen sehr selten sind. "In der Praxis können wir aber die meisten Schmerzattacken positiv beeinflussen", betonen die Experten.
Späte Diagnostik fördert Fehlbehandlungen.
Bei Patienten mit TAKs vergehen zumeist mehrere Jahre bis eine korrekte Diagnose gestellt wird. "Weil diese Kopfschmerzvarianten relativ selten sind, werden sie häufig viel zu spät diagnostiziert - und das, obwohl beispielsweise der Cluster-Kopfschmerz von allen primären Kopfschmerzarten am leichtesten zu erkennen ist" , stellen die Experten der DMKG fest. Die Verzögerungen bei der Diagnostik führt dazu, dass die Attacken mit den falschen und daher wirkungslosen Medikamenten behandelt werden, was für die Betroffenen aufgrund der Schwere der Schmerzen schlimme Folgen hat.
Wenig zugelassene Medikamente.
Vor einer Selbstbehandlung warnen die Kopfschmerzexperten, zumal die Medikamente verschreibungspflichtig sind und individuell angepasst werden müssen.Weil die Schmerzen von sehr kurzer Dauer sind, setzt die Wirkung von Tabletten nicht rechtzeitig ein. Die Spezialisten empfehlen daher das Inhalieren von reinem Sauerstoff über eine Gesichtsmaske. Die Behandlung ist nebenwirkungsfrei und wirkt bei sechs von zehn Patienten. Eine weitere Option ist das Einträufeln des Lokalanästhetikums Lidocain, einem Mittel zur örtlichen Betäubung, in die Nase. Diese Tropfen helfen jedoch nur jedem dritten Patienten. In Deutschland ist nur ein einziges Medikament für die Behandlung des Clusterkopfschmerzes zugelassen: das Sumatriptan zur Selbstinjektion aus der Gruppe der Triptane, die zur Migränetherapie eingesetzt werden. Bei Problemen kann der Arzt die Substanz auch als Nasenspray verordnen. In dieser Darreichungsform steht neben dem Wirkstoff Sumatriptan auch noch Zolmitriptan zur Verfügung.
Prophylaxe ist wichtig.
Bei chronischen und lange anhaltenden Kopfschmerzphasen ist die Prophylaxe wichtig. Es gibt einige Präparate, die vorbeugend gegen Clusterkopfschmerz wirksam sind, doch nur für ein einziges, nämlich Lithium, liegt in Deutschland eine Zulassung zur vorbeugenden Behandlung von Clusterkopfschmerz vor. Das Medikament der ersten Wahl ist nach Aussage der Experten allerdings das verschreibungspflichtige Verapamil. Dieser Wirkstoff ist jedoch nicht speziell für Clusterkopfschmerz zugelassen. Das Medikament kann zwar im Sinne des sogenannten "Off-label-use" verordnet werden, die Krankenkassen sind jedoch nicht automatisch zur Kostenübernahme verpflichtet. Da der Wirkstoff langsam aufdosiert wird, kann der behandelnde Arzt zur Überbrückung zusätzlich Lithium oder Kortison verordnen.
Für die anderen, sehr seltenen trigemino-autonomen Kopfschmerzen ist in Deutschland überhaupt kein Medikament zugelassen. Bei einigen Formen setzen die Ärzte beispielsweise die Subtanz Indometacin ein. Zur Behandlung des SUNCT-Syndroms setzen Spezialisten seit einiger Zeit das Antiepileptikum Lamotrigen ein.
Die neuen Empfehlungen stehen unter www.dmkg.de zum Download zur Verfügung, ebenso eine zusammenfassende Information für Patientinnen und Patienten.
Weitere Informationen: http://www.dmkg.de
Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Brustschmerzen häufiger bei Migränepatienten
28.12.2004 - Migränepatienten werden nicht nur von Kopfschmerzen gequält, sie erfahren auch häufiger Schmerzen und Engegefühle im Brustkorb. Das hat eine amerikanische Medizinergruppe ermittelt. Solche Symptome sind zwar typisch für Herzerkrankungen. Bei den Migränepatienten waren diese Erkrankungen jedoch nicht häufiger als bei migränefreien Personen.
Möglicherweise seien von Migräne geplagte Menschen schmerzempfindlicher oder anfälliger für ein plötzliches Verkrampfen der Blutgefäß-Muskulatur, so Kathryn Rose von der University of North Carolina, Chapel Hill. "Unsere Arbeit besagt jedoch nicht, dass Personen mit Migräne Schmerzen im Brustkorb ignorieren sollten", betont die Medizinerin.
Rose und Kolleginnen analysierten Daten von 12.409 US-Bürgern, die im Rahmen einer Studie zum Atherosklerose-Risiko körperlich untersucht und auch zu Migräneanfällen befragt worden waren. Als Migräne galten dabei Kopfschmerzen, die mindestens vier Stunden lang angehalten hatten.
Die von solchen Anfällen Betroffenen hatten häufiger schon einmal eine Angina pectoris erlebt als Nicht-Betroffene, schreibt die Gruppe im Fachblatt "Neurology". Das galt vor allem für jene Patienten, bei denen die Kopfschmerzen von Sehstörungen begleitet wurden. Bei ihnen waren die Brustschmerzen dreimal häufiger. Des ungeachtet ließ sich jedoch kein Zusammenhang zwischen Migräne und koronarer Herzkrankheit feststellen.
Forschung: April P. Carson und Kathryn M. Rose, Department of Epidemiology, School of Public Health, University of North Carolina, Chapel Hill; und andere
Veröffentlichung in Neurology, Vol. 63(12), 28. Dezember 2004
Quelle: Scienceticker
Medtronic startet Studie über die okzipitale Nervenstimulation bei chronischen, therapieresistenten Migränekopfschmerzen
Ein implantiertes Gerät gibt elektrische Impulse an die
okzipitalen Nerven ab
22.10.2004 - Medtronic, Inc. (NYSE: MDT) hat heute die erste Implantation eines entsprechenden Geräts im Rahmen einer Vorstudie bekannt gegeben, die untersuchen soll, ob ein medizintechnischer Therapieansatz einigen der vielen tausenden weltweit Betroffenen helfen kann, die unter chronischen Migränekopfschmerzen leiden und auf eine andere Behandlung nicht ansprechen.
Im Rahmen der ONSTIM-Studie (Occipital Nerve Stimulation for the
Treatment of Intractable Migraine) wird das Neurostimulationsgerät
Synergy(R) von Medtronic angewendet, das einer 47-jährigen Patientin
implantiert wurde, die seit 8 Jahren unter chronischen Kopfschmerzen
leidet. Der Neurostimulator gibt über isolierte Elektrodenkabel, die
unter der Haut verlaufen, elektrische Impulse in die Nähe der
Okzipitalnerven am Kopfansatz ab.
Nach Meinung von Dr. Joel Saper, Hauptprüfarzt der ONSTIM-Studie
sowie Gründer und Direktor des Michigan Head Pain and Neurological
Institute in Ann Arbor, Michigan, "ist es an der Zeit, die
Stimulation zur Behandlung der chronischen Migräne näher zu
untersuchen. Wenn sich die Stimulation als wirksam erweist, was wir
hoffen, könnte sie vielen Menschen helfen, die auf derzeit verfügbare
Behandlungen nicht angesprochen haben."
Mit dem Implantat wird eine prospektive, randomisierte,
verblindete Machbarkeitsstudie durchgeführt, in die Teilnehmer an
sieben medizinischen Zentren in den USA und einem Zentrum in Europa
eingeschlossen werden. Medtronic hat von der Food and Drug
Administration (FDA) der USA die Genehmigung zur Durchführung der
Studie erhalten. Für die Studie kommen Erwachsene mit chronischer
Migräne in Frage, bei denen die Beschwerden über einen Zeitraum von
drei Monaten an mindestens 15 Tagen im Monat aufgetreten und die auf
andere Behandlungen nicht angesprochen haben. Die Wirkung bei den
Studienteilnehmern wird zunächst anhand der Stimulation durch ein
externes Gerät untersucht. Bei adäquater Wirkung, wird das Medtronic
Synergy(TM) oder Synergy Versitrel(TM) Neurostimulator-System
implantiert.
Nach Erkenntnissen der Deutschen Migräne- und
Kopfschmerz-Gesellschaft leiden 16 Prozent der Frauen und 6 Prozent
der Männer in Deutschland an Migräne. Den meisten chronischen
Migränepatienten kann durch Maßnahmen zur Vermeidung oder Behandlung
von Anfällen geholfen werden. Medtronic schätzt, dass alleine in den
USA ca. 40.000 Menschen nicht auf vorhandene Behandlungen ansprechen und für eine alternative Therapie in Frage kommen könnten.
"Die okzipitale Nervenstimulation kann eine sinnvolle Alternative
zu invasiveren chirurgischen Eingriffen zur Behandlung der
chronischen Migräne darstellen. Diese Studie ist ein wichtiger
Schritt, um Patienten zu helfen, die seit Jahren an Schmerzen
leiden", meint Dr. Richard L. Weiner von den Dallas Neurosurgical
Associations in Dallas, Texas, der Pionierarbeit für dieses Verfahren
geleistet hat.
Die erste Implantation im Rahmen dieser Studie wurde von Dr. Lesco
Rogers, einem Kollegen von Dr. Saper am Michigan Head Pain and
Neurological Institute, durchgeführt. "Die Studie wird uns zudem
wichtige Informationen über die Technik und Anwendung des Geräts bei
diesen Patienten liefern. Ein neuer Therapieansatz wäre aufgrund des
ungedeckten medizinsichen Bedarfs in diesem Bereich sicherlich
willkommen", so Rogers.
Die Neurostimulation ist bei der Behandlung von Symptomen der
fortgeschrittenen Parkinson-Krankheit sowie bei Schmerzzuständen wie
chronischen Rücken- und Beinschmerzen und komplexem regionalen
Schmerzsyndrom (CRPS) bereits weitgehend akzeptiert.
ots Originaltext: Medtronic GmbH
Migräne-Erkrankungen bei Kindern steigen dramatisch - Krankheit wird häufig nicht erkannt -
Hamburg (ots) 18.10.2004- Immer mehr Kinder in Deutschland leiden unter
Migräne. Die Hamburger Zeitschrift VITAL nennt in ihrer neuen Ausgabe
dramatische Zahlen: Während 1970 rund zwei Prozent der Kinder von
Migräne-Attacken heimgesucht wurden, sind es heute schon sechs bis
sieben Prozent. Und dabei erkranken immer jüngere Kinder. Bereits im
zweiten oder dritten Lebensjahr können die Schmerzen beginnen.
"Migräne äußert sich bei Kindern vollkommen anders als bei
Erwachsenen", sagt der Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, Professor
Hartmut Goebel, in VITAL. "Deshalb wird die Krankheit oft nicht
erkannt." Kleine Kinder leiden dann an Bauchweh, Übelkeit oder
Schwindel und werden bleich, als hätten sie die Reisekrankheit. Auch
Verkrampfungen an Kopf und Hals können Auswirkungen der Migräne sein.
Erst ab dem siebten oder achten Lebensjahr treten die typischen
einseitigen hämmernden Kopfschmerzen auf.
Die Ursache für Migräne bei Kindern liegt nach Einschätzung des
Experten in der Umwelt. Schon die Jüngsten werden einer Unmenge von
Reizen ausgesetzt – unter anderem Walkman, Fernseher, Computer oder
Gameboys. Gleichzeitig sind die Kinder viel unterwegs, lassen
Mahlzeiten aus und schlafen unregelmäßig. Schnell erregbare
Kleinhirne reagieren auf die Flut der Reize mit Entzündungen in den
Blutgefäßen nahe den besonders aktiven Nervenzellen, die den
Kopfschmerz spüren lassen. Professor Goebel betont in VITAL, dass
Kinder mit Migräne "meist von selbst das Richtige" tun: "Sie wollen
nichts sehen, nichts hören, nicht essen, sondern verkriechen sich ins
Dunkle und schlafen." Trotzdem müssen Kinder, bei denen der Verdacht
auf Migräne besteht, dringend in ärztliche Behandlung.
ots-Originaltext: Vital - Jahreszeiten Verlag
Heilen mit Neuraltherapie Mannheim (ots) 18.10.2004 - Durch gezielte Injektionen des Lokalanästhetikums Procain an bzw. in sogenannte Störfelder - auch Störfeldtherapie genannt; eine 1940 erstmals von Dr. Ferdinand Huneke angewandten Methode -, können auch weitgehend therapieresistente, chronische Krankheiten, wie z.B. Migräne, zum Ausheilen gebracht werden. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. med. Hagen Huneke in einer multizentrischen Studie aus den Jahren 1995 bis 1997, sowie in einer aktuellen Praxisstudie mit 22 Patienten. Seine Ergebnisse decken sich zu 100 Prozent mit den Ergebnissen von H. Becke (Habilitation, 1991) und B.
Gerlich (Dissertation, 1991), die Huneke jetzt in einer wissenschaftlichen Publikation in der Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren (2004) zusammengefasst hat und die von der Zeitschrift Bio in einem umfassenden Bericht über Neuraltherapie nach Huneke in ihrer jüngsten Ausgabe aufgegriffen wurden.
In allen drei Studien wurden die Patienten nach einer ausführlichen Anamnese nach allgemein anerkannten neuraltherapeutischen Kautelen behandelt: 1) Infiltration von Kopfschmerzpunkten oder Nervenaustrittspunkten am Kopf (Segmenttherapie) mit einem Lokalanästetikum; wenn das erfolglos 2) Ganglienbehandlung; bei Erfolglosigkeit 3) Störfeldtherapie.
Trotz marginaler Unterschiede im Versuchsaufbau, zeigten alle
vorgestellten Arbeiten eines sehr deutlich: die Neuraltherapie führt
bei ca. 60 % der Migränepatienten zur Beschwerdefreiheit und bei 20
Prozent immerhin noch zu einer wesentlichen Verbesserung
(Anfallsfreiheit zwischen 3 und 6 Monate). Eine Ausschaltung der
Migräne auf Dauer war jedoch nur durch die Beseitigung der
ursächlichen Störfelder möglich!
Dazu Dr. H. Huneke: "Wenn man bedenkt, dass fast nur erfolglos
vorbehandelte Patientinnen und Patienten in die Studien aufgenommen
wurden, ist das Ergebnis überwältigend ...".
Quellenangabe: H. Huneke, Ist Migräne heilbar? Eine Aufarbeitung
wissenschaftlicher neuraltherapeutischer Studien zum Thema Migräne;
Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren 45, 6 (2004), S. 404 - 408
Antje Bachmann, Renaissance der Neuraltherapie, Bio Nr. 5/2004, S. 24
- 31
ots Originaltext: Internationale medizinischen Gesellschaft für
Neuraltherapie nach Huneke e.V.
Migränemittel: Auf rasche Wirkung kommt es an
Im Wettstreit der Medikamente haben Triptane die Nase vorn /
Rizatriptan wirkt schnell
30.09.2004 - Das Bessere ist des Guten Feind - immer mehr Menschen mit Migräne können diese Weisheit aus eigenem Erleben dankbar bestätigen. Seit dem Siegeszug der so genannten Triptane gelingt es nämlich immer
häufiger, ihre quälenden Migräneattacken im Keim zu ersticken.
Lange Zeit standen zur Behandlung der akuten, mittelschweren bis
schweren Migränesymptome nur so genannte Mutterkornpräparate zur
Verfügung. Ihre Hilfe musste oft mit Nebenwirkungen erkauft werden:
Übelkeit, Erbrechen, nicht selten kolikartige Leibschmerzen oder
Durchblutungsstörungen mit Kribbeln, Kältegefühl und Schmerzen in den
Gliedmaßen. Heute dagegen sind mittlerweile sieben Medikamente aus
der Gruppe der Triptane verfügbar, die als Goldstandard zur
Behandlung von Migräneattacken gelten.
Der besondere Vorteil der Triptane besteht darin, dass sie nicht
nur die peinigenden Kopfschmerzen beseitigen, sondern auch die
anderen typischen Symptome der Migräne wie Übelkeit, Erbrechen,
Lichtscheu und Lärmempfindlichkeit lindern. Allerdings gibt es auch
unter den Triptanen deutliche Unterschiede in der Wirkgeschwindigkeit
und Verträglichkeit. Nach aktuellen Studien bringt das unter dem
Namen Maxalt erhältliche Rizatriptan eine besonders rasche Linderung
der Beschwerden.
Kopfschmerzforscher haben in einer so genannten Metaanalyse 53
Studien unter die Lupe genommen, in denen insgesamt 24.089 Patienten
mit verschiedenen Triptanen behandelt wurden. Der Kieler
Migräneexperte Professor Dr. Hartmut Göbel stellte das Ergebnis bei
einem Symposium in Frankfurt vor: "Rizatriptan konnte die
Kopfschmerzen rasch lindern oder ganz beheben. Bereits nach 30
Minuten ließen die Schmerzen nach. Innerhalb von zwei Stunden hatten
sie sich bei 69 Prozent der Patienten deutlich gebessert, 40 Prozent
wurden in diesem Zeitraum völlig kopfschmerzfrei."
Rizatriptan könne auch bei einer bereits fortgeschrittenen
Migräneattacke die Beschwerden lindern, stellt Professor Göbel fest.
Er betont aber: "Auch bei den Triptanen gilt: Je früher in der
Migräneattacke eingenommen, umso vollständiger und anhaltender ist
der Behandlungserfolg."
ots Originaltext: Stroebel Communications GmbH & Co KG
Bisher größte Umfrage zu Migräne stellt unangemessene Anwendung von Migränemedikamenten fest
07.09.04 - Patienten möchten schnelle und wirksame Kontrolle der Migränesymptome: Das Nasenspray Zomig sorgt dafür. Die weltweit größte internationale Umfrage unter Migränepatienten hat eindeutig ergeben, dass Patienten immer noch nicht die optimale Behandlung für diese stark schwächende neurologische Krankheit erhalten, obwohl wirksame Migränemedikamente verfügbar sind.
Wie aus den heute auf dem Treffen des Europäischen Verbands der
Neurologischen Gesellschaften (EFNS) vorgestellten Ergebnissen der
vierten Phase der Erhebung MAZE(a) (Migraine and Zolmitripan
Evaluation) hervorgeht, haben die meisten der Migräniker
verschiedene Analgetika und Antiemetika versucht und damit keine
Linderung erhalten, bevor sie schließlich ärztliche Hilfe in
Anspruch genommen haben. Doch selbst wenn Migränepatienten den Arzt
deshalb aufsuchen, verschrieben viele davon diese nicht spezifischen
Behandlungen, obwohl wirksame Triptane wie Zomig (Zolmitriptan)
nahezu überall verfügbar sind.
"Die MAZE-Erhebung begann 2000. Inzwischen ist sie in der vierten
Phase und wird weitergeführt," berichtet die Vorsitzende des
medizinischen Lenkungsausschuss für MAZE Dr. Anne MacGregor von der
City of London Migraine Clinic, Grossbritannien. "Die Ergebnisse
waren nützlich, um unsere Kenntnisse über diese verbreitete und
dennoch häufig nicht genügend anerkannte und unzureichend behandelte
Erkrankung zu erweitern."
MAZE IV
MAZE IV ist eine fortlaufende Online-Umfrage unter
Migränepatienten gemäss der Definition der Diagnosekriterien der
International Headache Society oder der Diagnosen von deren Ärzten.
Bisher wurden Daten von insgesamt 3.072 britischen Migränepatienten
ausgewertet.(1)
Die Patienten wurden gebeten zu schildern, wie sie ihre letzte
Migräneattacke behandelt haben. Die meisten Patienten (89%)
verwendeten Medikamente, davon die Hälfte (52%) ein Analgetikum oder
Antiemetikum. Lediglich ein Fünftel (20%) behandelte mit einem
Triptan. 72% der Patienten, die Medikamente verwendeten, benötigten
eine weitere Dosis der Medizin oder Behandlung. Allerdings war bei
sofort Triptan verwendenden Patienten eine zweite Dosierung deutlich
seltener. Bei den Patienten, die verschriebene Medikamente
einnahmen, waren mit Triptan behandelte Patienten wesentlich
zufriedener mit der Behandlung als Patienten mit anderer Behandlung.
Hauptantriebsgründe für die Wahl eines Triptans zur Behandlung einer
Migräneattacke waren die Notwendigkeit von schneller Kontrolle der
Symptome (71%) und die Heftigkeit der Attacke (70%).
Zu ähnlichen Ergebnissen kam die noch laufende französische Studie
FRAMIG (b). Diese Studie zeigte, dass 91% aller Migräniker sich
selbst behandeln und dass es sehr häufig zu übermäßigem Gebrauch
von Analgetika kommt. Ein Viertel der französischen Migränepatienten
haben wegen ihrer Migräne nie einen Arzt aufgesucht. 59% haben
deswegen einen Arzt konsultiert, lassen jedoch keine medizinische
Nachuntersuchung vornehmen. (2) Nur 7,6% der französischen
Migräniker verwendeten der Studie zufolge Triptan zur Behandlung
ihrer Migräneattacken. So ist es nicht überraschend, dass in der
Mehrzahl der Fälle die Linderung der Symptome als unzureichend
eingeschätzt wurde.(3)
In anderen Ländern ist die Situation nicht viel besser. MAZE I
wurde 2000 in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien und
den USA durchgeführt und ergab, dass etwa die Hälfte der Personen,
die unter Migräne leiden, keinen Arzt aufsuchen, auch wenn sie
deswegen sehr starke Schmerzen und Einschränkung ihres Lebens haben.
Bei Konsultation des Arztes erhielten im Durchschnitt nur 1 von 10
Personen Triptan, wobei die Situation in den USA besser und in
Europa schlechter ist.(4)
"Triptane sollten First-line-Therapie bei Migräneattacken sein und
nicht allein für "starke Kopfschmerzen" vorbehalten sein", erklärt
Dr. Andy Dowson, Leiter für Kopfschmerzendienste am Kings College
Hospital von London. "Die MAZE-Erhebung hat gezeigt, dass die
Patienten mit ihrer gegenwärtigen Versorgung nicht zufrieden sind.
Ärzte und Patienten sollten einen Behandlungsplan entwickeln, der
sich auf die Bedürfnisse, Bevorzugungen und Behandlungserfahrungen
der Patienten gründet. Zudem sollten Ärzte die Patienten auch über
akute Migränebehandlungen und die spezifischen Vorteile der Triptane
informieren."
Das Nasenspray Zomig
MAZE IV ergab, dass die Schnelligkeit der Wirkung wesentlichen
Einfluss darauf hatte, welche Migränebehandlung von den Patienten
bevorzugt wurde. Die auf dem EFNS-Kongress vorgestellten Daten
zeigen, dass das Nasenspray Zomig von den patientenfreundlichen
(nicht zu injektierenden) Triptanen am frühesten wirkt.
In Phase I der randomisierten, doppelblinden,
placebokontrollierten Studie REALIZE (n=912) wurde für das
Nasenspray Zomig eine signifikante (p<0,01) Wirkung gegen
Kopfschmerzen nach 10 Minuten bei 65% Wirkung gegen Kopfschmerzen in
zwei Stunden nachgewiesen. Außerdem kam es bei bedeutend mehr
Patienten, die mit dem Nasenspray Zomig behandelt wurden, zu
vollständiger Befreiung von den Symptomen (keine Kopfschmerzen,
keine Übelkeit, keine Photophobie oder Phonophobie) ab 30 Minuten
nach Verabreichung im Vergleich zu Placebo (p<0,05).(5)
Phase II von REALIZE (n=851) untersuchte die Zufriedenheit der
Patienten mit der neuen Formel nach Behandlung von drei
Migräneattacken. Mehr als drei Viertel (76,7%) der Patienten gaben
an, dass sie insgesamt mit dem Nasenspray Zomig zufrieden oder sehr
zufrieden sind. Zudem waren 76,9% mit der Schnelligkeit der Wirkung
zufrieden und 92,8% mit der einfachen Handhabung. Die Mehrzahl der
Patienten bevorzugte das neue Nasenspray gegenüber der herkömmlichen
Behandlungsform (58,5%).(5)
"Unsere Studie hat ergeben, dass das Nasenspray Zomig bei
Patienten große Zufriedenheit erreicht und sehr gut verträglich
ist", so Dr. med. Marek Gawel, einer der Studienforscher aus der
Neurologieabteilung der University of Toronto in Kanada. "Schnelle
Linderung, Bequemlichkeit, einfache Verwendung und Zuverlässigkeit
sind die Hauptgründe, weswegen Patienten mit dieser neuen Formel
sehr zufrieden sind. Die Patienten bevorzugen das Nasenspray Zomig
gegenüber den früheren Therapien und möchten diese neue Behandlung
weiterhin verwenden."
Auf dem EFNS-Kongress vorgestellte pharmakokinetische Daten
zeigen, dass Zomig nach Einnahme schnell intranasal absorbiert wird
sowie nach zwei Minuten im Plasma und nach fünf Minuten im ZNS
vorliegt. Dies korreliert gut mit der sehr schnell einsetzenden
Wirkung nach 10 Minuten, der frühzeitigen Schmerzfreiheit (15
Minuten) und der hohen Wirksamkeit des Nasensprays Zomig bei der
Behandlung von akuten Migräneattacken. (6) Die Einnahme von Zomig
über die Nase ist vorteilhaft für Patienten, die eine schnelle
Linderung benötigen als auch für Patienten die unter Übelkeit und
Erbrechen leiden oder Angst vor einer selbst vorzunehmenden
Injektion haben. Außerdem hat das Nasenspray Zomig ein gutes
Verträglichkeitsprofil (7) und wird in einem einfach verwendbaren
und handlichen Form angeboten. Diese Formel kam zuerst im Januar
2002 in Schweden auf den Markt und ist nun nahezu überall in Europa
und Nordamerika erhältlich.
ots Originaltext: AstraZeneca
Empfehlungen zur Selbstmedikation bei Kopfschmerzen
Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft hat aufgrund neuer Untersuchungen ihre bisherigen Evidenz-basierten Empfehlungen für Patienten zur Selbstmedikation bei Spannungskopfschmerzen und Migräne überarbeitet. Die Empfehlungen für Patienten stehen auf der Website der DMKG (www.dmkg.de) zum Herunterladen zur Verfügung. 31.08.2004 - Viele Patienten, die unter Kopfschmerzen leiden, behandeln diese mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln selbst. Mehr als 90 Prozent der Betroffenen haben Migräne, Spannungskopfschmerzen oder eine Kombination dieser beiden Formen. Bei diesen häufigen Kopfschmerzarten spricht aus Sicht der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft grundsätzlich nichts gegen eine Selbstmedikation, wenn die Patienten mit dieser Selbstbehandlung gut zurecht kommen.
Quelle: o&s online & service GmbH
Bestimmungsgemäßer Gebrauch verhindert Medikamentenkopfschmerz.
Entscheidend wichtig ist jedoch ein bestimmungsgemäßer Gebrauch der Medikamente. Werden Schmerz- und Migränemittel zu häufig eingenommen, wächst das Risiko, dass Kopfschmerzpatienten einen chronischen Kopfschmerz entwickeln, der durch die Medikamente selbst verursacht wird. Experten gehen davon aus, dass vier Prozent der Bevölkerung zu häufig Kopfschmerz- und Migränemittel schlucken und dass ein Prozent an "Kopfschmerz durch Medikamenten-Übergebrauch" leidet, wie diese Kopfschmerzart seit kurzem von der internationalen Kopfschmerzgesellschaft genannt wird. "Das Risiko, einen Kopfschmerz durch Übergebrauch von Medikamenten zu bekommen", betonen die DMKG-Experten, "besteht unabhängig davon, welcher Wirkstoff enthalten ist und ob es sich um ein Präparat mit nur einem oder mehreren Wirkstoffen handelt." Wichtiger als die Zusammensetzung der Präparate ist die Häufigkeit ihrer Einnahme.
Maximal 3 Tage hintereinander, maximal 10 Tage pro Monat.
Deshalb empfiehlt die DMKG grundsätzlich alle Kopfschmerz- und Migränepräparate nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat anzuwenden. Ebenso hat die DMKG in den neuen Empfehlungen zusammengestellt, wann Kopfschmerz-Patienten unbedingt einen Arzt konsultieren sollten.
Die Empfehlungen der DMKG zur Selbstbehandlung mit bestimmten Wirkstoffen sind Evidenz-basiert, d.h. sie beruhen auf einer Auswertung wissenschaftlicher Studien.
Die Empfehlungen im Detail.
Aufgrund neuer Studien rückten Acetylsalicylsäure und Ibuprofen zu Medikamenten der 1. Wahl zur Selbstbehandlung von Kopfschmerzen vom Spannungstyp auf. Diese Substanzen waren bislang - aufgrund fehlender Studien - nur als Mittel der 2. Wahl aufgeführt. Paracetamol wurde als Medikament der 2. Wahl neu aufgenommen.
Die Empfehlungen zur Selbstbehandlung einer Migräne blieben unverändert bestehen.
Selbstbehandlung bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp:
Medikamente der 1. Wahl:
- Einzeldosis mit 1000 mg Acetylsalicylsäure
- Einzeldosis mit 400 mg Ibuprofen
- Einzeldosis der fixen Kombination aus 500 mg Acetylsalicylsäure + 500 mg Paracetamol + 130 mg Coffein (oder ähnliche Dosierung)
Medikament der 2. Wahl:
- Einzeldosis mit 1000 mg Paracetamol
Bei allen anderen Wirkstoffen bzw. Wirkstoffkombinationen gibt es keine oder nur mangelhafte Hinweise für ihre Wirksamkeit.
Selbstbehandlung akuter Migräneattacken:
Medikamente der 1. Wahl sind:
- Einzeldosis mit 1000 Milligramm Acetylsalicylsäure
- Einzeldosis mit 400 Milligramm Ibuprofen
- Einzeldosis mit 1000 Milligramm Paracetamol
- Einzeldosis der fixen Kombination aus 500 mg Acetylsalicylsäure + 500 mg Paracetamol + 130 mg Coffein (oder ähnliche Dosierung)
Bei allen anderen Wirkstoffen bzw. Wirkstoffkombinationen gibt es keine oder nur mangelhafte Hinweise für ihre Wirksamkeit.
Nicht-medikamentöse Therapien bei häufigen Kopfschmerzen.
Grundsätzlich empfiehlt die DMKG allen Patienten, die häufiger unter Kopfschmerzen leiden, zusätzlich nicht-medikamentöse Strategien einzusetzen, um Häufigkeit und Stärke der Beschwerden zu beeinflussen. Wichtig ist beispielsweise regelmäßiger Ausdauersport, etwa Joggen oder Radfahren. Hilfreich ist auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Bei psychologischen Schmerztherapeuten können Patienten darüber hinaus Methoden zur Stress- und Schmerzbewältigung, kognitive Techniken sowie Biofeedback-Methoden erlernen.
Anleitung zur Entspannung auf der DMKG-Website.
Eine Anleitung für Patientinnen und Patienten zu einem Entspannungsverfahren (Fantasiereise) steht auf der Website der DMKG zum Herunterladen bereit.
Quelle: www.dmkg.de
Neues
Medikament zur Migränevorbeugung
10.08.2004
- Das Antiepileptikum Topiramat wirkt vorbeugend bei Migräne:
Es kann die Zahl der Attacken reduzieren. Dies bestätigen
zwei große US-amerikanische Studien mit über
900 Patienten, berichten Experten in den "Kopfschmerz-News",
dem Mitgliederorgan der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
(DMKG). Voraussichtlich wird das Präparat Anfang nächsten
Jahres zur Migräneprophylaxe zugelassen. Wenn
Migränepatienten mindestens drei Attacken pro Monat
haben, die auf eine Akutbehandlung nicht ausreichend reagieren,
wenn sie Attacken als unerträglich empfinden oder wenn
die Akutbehandlung nicht tolerable Nebenwirkungen verursacht,
ist - neben nicht-medikamentösen Strategien - eine
medikamentöse Prophylaxe sinnvoll. Diese kann Häufigkeit,
Dauer und Schwere der Anfälle reduzieren. Bei den Medikamenten,
die dazu eingesetzt werden, handelt es sich nicht um Schmerz-
oder Migränemittel, sondern beispielsweise um bestimmte
Betablocker (Metoprolol; Propanolol).Zwei
Migräneattacken weniger im MonatNun
wird die Palette der Migräneprophylaktika um eine weitere
Substanz ergänzt: das Antiepileptikum Topiramat. Das
Medikament wurde in zwei großen Studien getestet.
In beiden teilten die Forscher 468 bzw. 469 Patienten mit
drei bis zwölf Migräneattacken pro Monat in zwei
Gruppen ein. Die eine Hälfte bekam Topiramat, die andere
ein Scheinmedikament (Placebo). Beide Untersuchungen kamen
zu dem gleichen Schluss: Jeder zweite Migränepatient
profitiert von einer Wochendosis von 100 Milligramm. Diese
"Responder" haben während der Therapie im
Durchschnitt nur drei statt fünf Migräneattacken
pro Monat. "Damit ist das Präparat ebenso wirksam
wie andere medikamentöse Prophylaktika", erklären
die Kopfschmerzspezialisten.Die
gängigen Medikamente haben allerdings häufig einen
Nachteil: sie führen zur Gewichtszunahme. Dies ist
vor allem bei ohnehin übergewichtigen Patienten eine
zusätzliche Belastung. Das Antiepileptikum Topiramat
bewirkt genau das Gegenteil. In einer der beiden US-amerikanischen
Studien verlor jeder zehnte Patient im Laufe der sechsmonatigen
Behandlung an Gewicht. Gewichtszunahmen beobachteten die
Forscher nicht. Als häufigste Nebenwirkung traten bei
knapp der Hälfte der Partienten vorübergehende
Missempfindungen wie Kribbeln oder Brennen auf. Derzeit
nur Off-label-useVoraussichtlich
wird Topiramat Anfang nächsten Jahres zur Migräneprophylaxe
zugelassen. Bis dahin können Ärzte in bestimmten
Fällen im Rahmen des sogenannten "off-label-use"
das Antiepileptikum schon jetzt gegen Migräne verschreiben.
"Wenn Patienten stark übergewichtig sind oder
andere Prophylaktika wie Betablocker, Flunarizin und Valproinsäure
nicht vertragen, ist ein solcher Einsatz bereits jetzt möglich",
betonen die Kopfschmerzexperten.
Quellen:
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften / Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
e.V.
"Kein
Schwein ruft mich an - ich habe Migräne!"
München (ots) 28.07.04 - Neue Untersuchung zeigt: Häufige
Kopfschmerzattacken machen Frauen einsam / Wieder Spaß
am Leben mit einem geeigneten Medikament
Migräne ist ein stilles Leiden, und das gleich im doppelten
Sinn:
Wer darunter leidet, spricht nicht gern darüber und
verkriecht sich
während der quälenden Kopfwehattacken am liebsten
in eine stille,
dunkle Ecke. Aber auch in anfallsfreien Zeiten kann es um
eine
Migränikerin still, ja zu still sein: Kein Handy klingelt
zur
Verabredung in den Biergarten oder zum Fahrradausflug am
Wochenende,
kein SMS kündigt eine Fete zum Abtanzen an. Jede vierte
Frau, die
unter Migräne leidet, hat auch Probleme mit Partnern
und Freunden
und fühlt sich in ihrer Freizeit stark beeinträchtigt.
Das ergab eine
aktuelle Umfrage der Maxalt-Forschung bei 1.810 jungen Frauen.
An der Studie nahmen Migränikerinnen im Alter zwischen
18 und 35
Jahren aus neun Ländern teil, darunter 200 Migränikerinnen
aus
Deutschland. Ihre Gemeinsamkeit: schwere, oft einseitig
pulsierende
Kopfwehattacken sechsmal oder öfter im Jahr, häufig
begleitet von
Übelkeit oder Erbrechen - eine typische Migräne
eben. Die Krankheit
machte ihnen nicht nur im Beruf oder im Studium das Leben
schwer. Die
Angst vor einem erneuten Anfall wirkte sich geradezu verheerend
auf
ihr Privatleben aus:
- 26 Prozent der Singles und 21 Prozent der
in fester
Partnerschaft lebenden Frauen berichteten
über Stress in der
Beziehung zu Freunden oder der
Familie.
- Jede sechste beklagte sich: "Mein Partner
glaubt mir nicht, dass
ich Migräne habe".
- Jede dritte litt ausgerechnet am Wochenende
oder im Urlaub unter
Kopfweh.
- 67 Prozent gaben an, wegen ihrer Migräne
im letzten Halbjahr
mindestens einmal auf vergnügliche
Freizeitaktivitäten
verzichtet zu haben.
Die Umfrage bestätigte überdies ein weiteres Problem
vieler
Migräniker: Die meisten jungen Frauen behandelten ihr
Leiden selbst
mit rezeptfreien und oft ungeeigneten Medikamenten.
Nur 20 Prozent bekamen von ihrem Arzt ein Triptan, wie zum
Beispiel Maxalt mit dem Wirkstoff Rizatriptan verordnet.
Dabei können
diese hoch wirksamen Medikamente den Betroffenen zu einer
völlig
neuen Lebensqualität verhelfen. So führte Maxalt
in einer Studie
schon 30 Minuten nach der Einnahme zum Nachlassen der Kopfschmerzen.
Nach zwei Stunden erlebten 75 Prozent eine Schmerzlinderung,
knapp
die Hälfte der Patienten war völlig schmerzfrei
und hatte wieder Spaß
am Leben.
ots Originaltext: Stroebel Communications GmbH & Co
KG
Erfolgreiche
Frauen: Trotz Migräne fit für die Karriere
Klarer Kopf auch in Krisenzeiten
Dank kluger Strategie und dem richtigen Medikament
München -22.03.04 - Frauen, die im Beruf "ihren
Mann" stehen wollen, müssen mehr wegstecken können
als ihre männlichen Kollegen: Sie müssen oft mehr
leisten, dürfen auch bei Stress und in Krisensituationen
keine Schwäche zeigen und haben sowohl vor der Arbeit
wie nach Feierabend meistens noch einen zweiten Arbeitsplatz
- ihre Familie. Ihr Beruf macht ihnen trotzdem Spaß,
doch die doppelte Belastung geht nicht selten auf Kosten
ihrer Gesundheit. Wie eine Untersuchung ergab, sind Verspannungen,
Kopfschmerzen, Migräne und Schlafstörungen die
von weiblichen Führungskräften am häufigsten
genannten Stresssymptome.
In der Studie des Europressedienstes Bonn (Titel: "Weibliche
Führungskräfte - Karriere im Spannungsfeld von
Familie und Stress") wurden 1.500 berufstätige
Frauen befragt. Gefragt wurde nach Karriere-Chancen, dem
Verhalten der Chefs und der männlichen Kollegen, nach
Stress und Mobbing sowie nach den Strategien, wie "frau"
damit fertig wird. In die Endauswertung gelangten die Daten
von 250 Frauen, die in den drei obersten Führungsebenen
eines Unternehmens tätig sind und durchschnittlich
jeweils 25 Mitarbeiter führen.
Die wichtigsten Ergebnisse: - Frauen können heute einfacher
Karriere machen als noch vor 15 Jahren. Ihr Anteil in den
wirklichen Spitzenfunktionen der deutschen Wirtschaft liegt
jedoch prozentual im einstelligen Bereich und ist damit
nach wie vor gering. - Als größtes Hindernis
für die Karriere werden am häufigsten (mit 35
Prozent) Kinder betrachtet, gefolgt von der wirtschaftlichen
Lage des Unternehmens.
Doch auch die "lieben" Kollegen und Chefs entpuppen
sich bei jeder sechsten weiblichen Führungskraft als
Karrierebremsen. - Mehr als jede vierte Frau hatte schon
einmal Probleme mit Mobbing. In der freien Wirtschaft wird
dabei häufiger gemobbt als im öffentlichen Sektor.
Der berufliche Stress wird von jeder zweiten Frau als belastend
empfunden. Die am häufigsten genannten Beschwerden
sind nach Verspannungen (54 Prozent), Kopfschmerzen (45,2
Prozent) und Migräne (12,8 Prozent). Etwa jede dritte
klagt auch über Schlafstörungen.
Frauen, die unter Migräne leiden haben ein besonderes
Problem: Migräne wird von ihrem beruflichen Umfeld
häufig nicht ernst genommen und gehört zu den
gesellschaftlich am wenigsten akzeptierten Krankheiten.
Viele Betroffene kennen das Vorurteil und verschweigen deshalb
ihr Leiden. Sie versuchen, sich nichts anmerken zu lassen
und greifen zu irgendwelchen Kopfschmerztabletten. Dabei
könnte bei mittelschweren bis schweren Migräneanfällen
eine konsequente Therapie mit einem so genannten Triptan
die Lebenssituation enorm verbessern, betonte Migräne-Experte
Professor Dr. med. Dipl.-Psych. Gunther Haag, Präsident
der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft
(DMKG).
Die von der DMKG als erste Wahl empfohlenen Migränemedikamente
können schon nach ein bis zwei Stunden nicht nur die
pochenden Kopfschmerzen reduzieren, sondern auch Begleiterscheinungen
wie Übelkeit und Erbrechen. In einer Metaanalyse der
zur Zeit verfügbaren Triptane zeigte. Rizatriptan (Handelsname:
Maxalt) die höchste Wahrscheinlichkeit für einen
Therapieerfolg durch konsistene Wirkung.
Leider werden die aktuellen Therapieempfehlungen der DMKG
in Deutschland noch nicht in ausreichendem Maße in
die Tat umgesetzt: Was die Verordung von Triptanen anbelangt,
bildet Deutschland im europäischen Vergleich das Schlusslicht.
Erschwerend kommt hinzu, dass hier zu Lande nur ca. 30 Prozent
der Migränepatienten in ärztlicher Behandlung
sind, weil sie nicht wissen, dass den Ärzten mit Maxalt
ein wirksames Medikament zur Verfügung steht. "Dabei
wäre es gerade für die sowohl in Beruf als auch
in der Familie geforderten Frauen extrem wichtig, sich auf
eine Medikation verlassen zu können, mit der ihre Migräneattacken
zuverlässig schnell und effektiv behandelt werden können",
unterstrich Migräneexpertin Dr. Astrid Eikermann, Oberärztin
der Schmerz- und Kopfschmerzambulanz der Neurologischen
Universitätsklinik Essen. "Mit Hilfe des richtigen,
vom Arzt verordneten Migränemittels gewinnen Migränikerinnen
Selbstvertrauen und Sicherheit im Umgang mit ihrer Erkrankung
und verbessern so auch ihre Lebensqualität."
Originaltext: Stroebel Communications
Migräne
- die verschwiegene Krankheit
Betroffene befürchten Häme und Mobbing am Arbeitsplatz
Moderne Therapie macht wieder fit für die Firma
München - 10.02.2004 - Die angespannte Situation auf
dem Arbeitsmarkt
hat Deutschland in ein "Land des gequälten Lächelns"
verwandelt: Wer heute einen Job hat, darf sich keine Schwächen
leisten oder gar unpässlich sein. Der Druck zum "Gut-drauf-sein"
trifft besonders jene Menschen hart, die unter Migräne
leiden: Weil sie Unverständnis, Mobbing und Häme
fürchten, verschweigen sie meist ihr quälendes
Leiden und arbeiten selbst unter Schmerzen weiter. Das ergab
eine aktuelle Umfrage der Maxalt Forschung bei 1.810 Frauen.
Befragt wurden berufstätige Frauen und Studentinnen
im Alter zwischen 18 und 35 Jahren aus neun Ländern,
darunter 200 Frauen aus Deutschland. Alle litten mindestens
sechs Mal im Jahr unter typischen, oft einseitig pulsierenden
oder pochenden Kopfschmerzattacken, die oft von Übelkeit
und Erbrechen begleitet wurden. Die meisten Frauen behandelten
sich selbst mit rezeptfreien
Schmerzmitteln, nur 20 Prozent bekamen von ihrem Arzt Maxalt
(Wirkstoffname: Rizatriptan) oder andere Triptane verordnet.
Diese Medikamente gelten heute als Mittel der Wahl bei mittelschwerer
bis
schwerer Migräne.
Die Umfrage bestätigt ein sattsam bekanntes Problem
aller Migräniker: Ihre Krankheit wird von vielen Vorgesetzten
und Kollegen nicht ernst genommen, ihre Qualen werden mit
dem höhnischen Satz abgetan: "Sie nimmt sich schon
wieder ihre Migräne". Die Betroffenen sehen sich
deshalb vielfach gezwungen, trotz der peinigenden Schmerzen
weiter zu arbeiten, um einem eventuell drohenden Mobbing
zu entgehen.
Über Migräne spricht man nicht: Der aktuellen
Maxalt Umfrage zufolge verschweigen 57 Prozent der betroffenen
Frauen ihrem Vorgesetzten gegenüber, dass sie unter
Migräne leiden. Jede zweite stößt bei ihrem
Chef auf völliges Unverständnis, wenn sie wegen
einer Migräneattacke einen Termin nicht einhalten kann
oder eine Besprechung versäumt.
Nach dem "Mobbing-Report" des Bundesgesundheitsministeriums
wird
hierzulande jeder neunte Arbeitnehmer irgendwann während
seiner Berufstätigkeit gemobbt. Für Frauen liegt
dabei das Mobbing-Risiko um
75 Prozent höher als für Männer. Es drohen
ihnen vor allem Attacken
im sozialen Bereich, zum Beispiel Ausgrenzung und Isolierung,
Beleidigungen sowie Sticheleien und Hänseleien. Männer
werden dagegen überwiegend durch ungerechte Kritik
an ihrer Arbeit gemobbt.
Experten sind sich einig: Eine bessere Versorgung der Migränepatienten
mit Triptanen würde nicht nur zu einer Verbesserung
der Lebensqualität der Betroffenen führen, sondern
könnte auch das Mobbingrisiko vermindern und dadurch
Produktivität und Betriebsklima am Arbeitsplatz verbessern.
Mit Rizatriptan haben mehr als die Hälfte der Patienten
mit mittelschweren und schweren Migräneattacken die
Chance, schon nach zwei Stunden wieder nahezu vollständig
kopfschmerzfrei und arbeitsfähig zu sein.
Die Maxalt Umfrage enthält immerhin auch einen Lichtblick:
Entgegen einer verbreiteten Annahme entpuppen sich weibliche
Vorgesetzte nicht immer als "stutenbissig", sondern
bringen für ihre von Migräne geplagten Mitarbeiterinnen
wesentlich häufiger Verständnis auf als männliche
Chefs.
Originaltext: Stroebel Communications
Hier
gelangen Sie zur Homepage der Deutschen Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft: www.dmkg.de