| |
|
|
| |
| |
|
|
Führende Persönlichkeiten gemeinnütziger Organisationen in aller Welt gründen Vereinigung der Meningitis-Organisationen
Fünfzehn Organisationen schliessen sich zusammen, um das Profil
der Meningitis global zu stärken
13.09.04 - Führende Persönlichkeiten gemeinnütziger Organisationen in aller Welt schlossen sich zu gemeinsamen Bemühungen zusammen, um das Profil der Meningitis durch die Gründung der Confederation of Meningitis
Organisations (Vereinigung der Meningitisorganisationen / COMO)
global zu stärken. Fünfzehn Meningitisorganisationen und
Gesundheitsorganisationen für Kinder aus zwölf Ländern
unterzeichneten die COMO-Gründungscharta am letzten Tag der ersten
World Conference of Meningitis Organisations (Weltjahreskonferenz der
Meningitis-Organisationen / WCMO), die vom 7.-9.¸ September in
Runnymede (Grossbritannien) stattfand.
"Die Vereinigung der Meningitis-Organisationen ist der Schaffung
größerer globaler Bewusstheit der Meningitis verpflichtet, einer
potenziell lebensbedrohlichen Erkrankung, die Menschen aller
Altersgruppen betreffen und für Überlebende schwere langfristige
Konsequenzen haben kann", meinte Philip Kirby, Chief Executive des
Meningitis Trust, eines Gründungsmitglieds der COMO. "Diese neue
Gruppe an Organisationen ermöglicht den grenzüberschreitenden
Austausch von Best Practice, Informationen und Forschungsarbeiten und
unterstützt so unsere Bemühungen im Kampf gegen die Meningitis auf
lokaler und globaler Ebene."
Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation verursacht
bakterielle Meningitis weltweit über 171.000 Todesfälle pro Jahr. Die
COMO-Gründungscharta umreißt die Zielsetzung der Organisation, das
globale Profil der Meningitis durch folgende Maßnahmen zu stärken:
- Höhere Bewusstheit und weitere Öffentlichkeitsarbeit über Meningitis
und die frühe Erkennung von Anzeichen und Symptomen,
- Unterstützung von überlebenden Meningitispatienten und von der
Erkrankung betroffenen Familien,
- Förderung des Bedarfs nach lebenswichtiger Forschung bezüglich
Therapie- und Präventionsoptionen und
- Unterstützung der weltweiten Verfügbarkeit von Impfstoffen.
"Die World Conference of Meningitis Organisations bot den
Teilnehmern, die zwar aus verschiedenen Ländern kommen, aber
gemeinsame Ziele verfolgen, eine ausgezeichnete Chance,
zusammenzukommen, Erfahrungen zu vergleichen, neue Ideen und Ansätze
vorgestellt zu bekommen und mit frischer Kraft in den Kampf gegen
Meningitis und Septikämie zu gehen", sagte Denise Vaughan, Chief
Executive der Meningitis Research Foundation, eines weiteren
COMO-Gründungsmitglieds. "COMO wird uns darin unterstützen, diesen
wertvollen Austausch über viele Jahre hinweg aufrecht zu erhalten."
Meningitis und Septikämie
Meningitis kann bakterielle (z. B. Hämophilus influenzae Typ B,
Streptococcus pneumoniae und Neisseria meningitidis) oder virale
Ursachen haben. Manche Bakterien, die Meningitis verursachen (eine
Entzündung der Gehirnhaut) können auch zu Septikämie (Blutvergiftung)
führen. Viele Menschen mit meningococcalen oder pneumococcalen
Infektionen leiden sowohl an Meningitis als auch an Septikämie,
obwohl manche nur eine der Erkrankungen aufweisen.
Zu den frühen Symptomen der Meningitis und Septikämie gehören
Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, kalte Hände und Füße,
beschleunigte Atmung, Schläfrigkeit und Magen-, Gelenk- oder
Muskelschmerzen. Diese Symptome treten nicht unbedingt alle zugleich
auf. Sie können weiter von anderen Symptomen wie Nackensteifigkeit
und Lichtempfindlichkeit begleitet sein.
Patienten mit meningococcaler Septikämie entwickeln oft einen so
genannten hämorrhagischen, nicht erblassenden Ausschlag. Septikämie
kann sich schnell entwickeln. In schweren Fällen verbreitet sich der
Ausschlag zusehends. Es ist wichtig zu wissen, dass nicht in allen
Fällen ein Ausschlag auftritt, vor allem nicht bei pneumococcaler
Septikämie.
Sowohl bei Septikämie als auch bei Meningitis liegt die Sterblichkeitsrate hoch.
Bakterielle Meningitis kann mit einer Reihe wirkungsvoller
Antibiotika behandelt werden, obwohl manche Bakterien gegen diese
Antibiotika Resistenzen entwickeln. Es stehen zum Schutz von
Säuglingen, Kleinkindern und Erwachsenen auch einige wirkungsvolle
Impfungen gegen manche Ursachen der Meningitis zur Verfügung, z. B.
S. pneumoniae, N. meningitidis und Haemophilus influenzae.
ots Originaltext: Meningitis Research Foundation and Meningitis Trust
|
|
|
|