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Die Inhaltsübersicht

- Sport für Krebspatienten
- Nachhilfe für die Strahlentherapie
- Sanfte Strahlen gegen Krebs - Neue Klinik sieht grundsätzlichen Wandel in der Bestrahlungstherapie
-
Krebs-Speicheltest verbessert:
Forscher nicht zufrieden mit Genauigkeit

-
Mehr als 4.400 klinische Krebsstudien online verfügbar /Freier Zugang zu Forschungsergebnissen der Bereiche Hämatologie/Onkologie
- Blauer Ratgeber - Schilddrüsenkrebs

London (pte/15.03.2006/12:24) - Jener Stoff, der dafür sorgt, dass Chili so scharf ist, schafft es Prostatakrebszellen zum Selbstmord zu bringen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Cancer Research Journal http://cancerres.aacrjournals.org. Wissenschaftler des Cedars-Sinai-Medical Center haben an genetisch veränderten Mäusen, die an Prostatakrebs litten, Versuche durchgeführt. Britische Forscher warnen hingegen davor zu viel Chilis zu essen. Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass dies Magenkrebs verursachen könne.

Tests haben gezeigt, dass Capsaicin dazu führt, fast 80 Prozent der Krebszellen in den Tod zu treiben. Die US-Forscher unter Soren Lehmann haben den Mäusen Extrakte, die dem Äquivalent eines Mannes mit 90,7 Kilogramm und einer Einnahme von 400 Milligramm Capsaicin drei Mal pro Woche entsprechen, verabreicht. Zudem berichten die Wissenschaftler darüber, dass Tumore, die mit Capsaicin behandelt wurden, deutlich kleiner wurden. Capsaicin ist offensichtlich in der Lage die Apoptose, die bei Krebszellen krankhaft verändert ist, wieder zu regulieren. Der Stoff hat auch die Zahl der Prostata-spezifischen-Antigene PSA, einem Protein, das von Krebszellen produziert wird, verringert.

"Die Studien klingen tatsächlich viel versprechend", so Chris Hiley vom Prostate Cancer Charity in London http://www.prostate-cancer.org.uk im pressetext-Interview. Es bleibe allerdings unklar, ob es Männern, die tatsächlich an Prostatakrebs leiden, helfen kann. Die Expertin rät allerdings davor ab, große Mengen an Chili zu sich zu nehmen. "Wesentlicher ist, dass sich die Menschen einfach gesünder ernähren und den Fleischkonsum einschränken", so Hiley. Die Expertin rät dazu weniger verarbeitete Fleischprodukte zu essen und mehr Gemüse, Obst und Fisch zu sich zu nehmen. "In der Vergangenheit haben Untersuchungen nämlich ergeben, dass Menschen in Mexiko und Indien aufgrund scharfer Speisen häufiger unter Magenkrebs leiden." Vielleicht werde es in Zukunft möglich sein, das Capsaicin zu extrahieren, so dass es ohne Probleme eingenommen werden kann.

Die Erforschung des Capsaicin hat in den vergangenen Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. Der Stoff wird bereits heute in Schmerzmitteln, Wundsalben und zur Verringerung der Thrombozyten eingesetzt.

Quelle: pte

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Sport für Krebspatienten

Grenzach-Wyhlen -14.03.2006 - Sport bei Krebs - was wie ein Widerspruch klingt, ist ein neuer Therapieansatz in der Behandlung tumorbedingter Erschöpfung. Denn durch sportliche Aktivitäten und Bewegung kann die lähmende Müdigkeit vermindert werden. Im Rahmen des Krebsaktionstages am 26. März 2006 in Berlin haben Patienten bei einer Übungsstunde die Gelegenheit, Sport und Entspannung kennen zu lernen und sich umfassend zu informieren.

Der anhaltende Erschöpfungszustand - in der Fachsprache Fatigue genannt - wird teilweise durch die Krebserkrankung selbst, häufig aber auch durch die Tumortherapie ausgelöst. Fatigue ist eine der häufigsten Begleiterscheinungen und wirkt sich einschneidend auf die Lebensqualität der Patienten aus. Selbst einfache Tätigkeiten werden für die Betroffenen zur Qual. Neben der notwendigen medikamentösen Therapie mit Erythropoietin können Krebspatienten aber auch durch Bewegung zu ihrem Wohlbefinden beitragen.

Eine erfahrene Krebssportgruppen-Leiterin zeigt Patienten in einer Übungsstunde in ungezwungener Atmosphäre verschiedene Sportmöglichkeiten. Das Sport- oder Entspannungsprogramm dauert jeweils eine halbe Stunde. Alle benötigten Geräte werden gestellt, eine spezielle Sportbekleidung ist nicht notwendig. Daneben ist Informationsmaterial rund um das Thema "Sportübungen für Krebspatienten" und "Behandlungsmöglichkeiten bei Fatigue" erhältlich. Natürlich steht die Übungsleiterin nach dem Programm ebenfalls für Fragen zur Verfügung. Weitere Informationen zu Krebssportgruppen erhalten Patienten bei der Krebssportgemeinschaft Berlin e. V. unter der Telefonnummer 0 30/61 204 204.

Veranstaltungshinweis:

Was: Sport für Krebspatienten
Wann: 26. März 2006, Krebsaktionstag, im Rahmen des 27. Deutschen Krebskongresses Sportübungen: 10.00, 14.00, 16.00 Uhr Entspannungsübungen: 11.00, 15.00, 17.00 Uhr
Wo: ICC Berlin, Galerieräume 28/29
Leitung: Johanna Janke, Physiotherapeutin und Übungsleiterin der Krebssportgemeinschaft Berlin

Quelle: Hoffmann-La Roche AG

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Nachhilfe für die Strahlentherapie

21.10.2005 - Immer mehr Krebspatienten können heute durch Strahlentherapie - allein oder in Kombination mit Chirurgie oder Chemotherapie - geheilt werden. Im Deutschen Krebsforschungszentrum suchen Wissenschaftler der Klinischen Kooperationseinheit Strahlentherapie unter der Leitung von Professor Dr. Dr. Peter Huber nach Möglichkeiten, die Wirksamkeit dieser Behandlungsform weiter zu verbessern. Eine Achillesferse des Tumors, die die Forscher dabei anvisieren, ist die Neubildung von Blutgefäßen, Angiogenese genannt.

Tumoren sind ab der Größe eines Stecknadelkopfes auf Versorgung durch die Blutgefäße angewiesen. Werden ihnen diese Lebensadern abgeschnitten, kommt das Tumorwachstum zum Stillstand. Um die Gefäßneubildung zu unterdrücken, sind Integrine ein geeigneter Angriffspunkt. Die rund 20 Mitglieder dieser Proteinfamilie koordinieren die Wechselwirkung von Zellen untereinander und regulieren den Kontakt mit der umgebenden Proteinmatrix. Bei der Formierung neuer Blutgefäße sind Integrine unverzichtbar.
Die Heidelberger Forscher testeten erstmals eine Kombination aus Bestrahlung und dem Medikament S247, einer Substanz, die die Funktion der Integrine gezielt blockiert. Bei Untersuchungen in der Kulturschale wirkt die Kombitherapie sowohl gegen Tumorzellen als auch gegen gefäßbildende Endothelzellen wesentlich besser als Bestrahlung allein. Die Kombination wurde auch an Mäusen geprüft, denen Tumoren des Menschen (Glioblastom, Haut- und Prostatakrebs) transplantiert worden waren. Hier verlangsamten beide Behandlungsformen gemeinsam das Tumorwachstum ohne erkennbare Toxizität mehr als doppelt so stark wie eine der Einzeltherapien. Außerdem bildeten Tumoren der kombiniert behandelten Tiere deutlich weniger Blutgefäße.

Wie die Wissenschaftler zeigten, rührt der synergistische Effekt der Kombination daher, dass die Integrin-Blockade einen Angiogenese fördernden Effekt der Strahlen neutralisiert: Als Überlebensstrategie reagieren Endothelzellen mit einer Steigerung ihrer Integrinproduktion auf die Bestrahlung. Dadurch dringen sie leichter in das Tumorgewebe vor. Der Wirkstoff S247 wirkt diesem Effekt entgegen, außerdem fördert die Substanz den programmierten Zelltod von Endothelzellen.

Die Forscher ermitteln nun den optimalen zeitlichen Abstand zwischen Medikament und Bestrahlung, um anschließend in klinischen Studien zu prüfen, ob die Integrin-Inhibitoren auch bei Patienten die Heilungschancen einer Krebstherapie verbessern.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum
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Sanfte Strahlen gegen Krebs
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Neue Klinik sieht grundsätzlichen Wandel in der Bestrahlungstherapie

Baierbrunn (ots) - 13.07.2005 - In München eröffnet in Kürze eine Klinik, die Krebspatienten mit der in Europa erstmals eingesetzten Protonen-Bestrahlung behandeln will. „Ich gehe davon aus, dass die Protonenstrahlung langfristig die bisherige Strahlentherapie ersetzen wird“, sagt Professor Dr. Hans Rinecker, Chef und Initiator des neuen Proton-Therapie-Zentrums im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Protonenstrahlung kann genauer auf den Tumor fokussiert werden als die herkömmliche Röntgenstrahlung, die häufig das Nachbargewebe in Mitleidenschaft zieht. Sie ist nicht wirksamer, sondern verträglicher, weil sie die Nebenwirkungen stark reduziert. Die Behandlung wird aber drei- bis viermal so teuer sein als die mit Röntgenstrahlen. Die AOK Bayern und der BKK-Landesverband Bayern haben die Kostenübernahme trotzdem zugesagt.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Krebs-Speicheltest verbessert:
Forscher nicht zufrieden mit Genauigkeit

Los Angeles (pte, 16. Feb 2005 11:01) - Krebserkrankungen sollen in Zukunft auch mit nicht-invasiven Methoden rasch erkannt werden: Zielvorgabe war die Entwicklung eines einfachen Speicheltests um festzustellen, ob ein Patient an einer Krebserkrankung leidet oder nicht. Forschern der UCLA University of California in Los Angeles http://www.ucla.edu ist es nun gelungen, zumindest einen großen Schritt weiter zu kommen. Ein Testverfahren an 32 Krebspatienten war ziemlich zielsicher, berichten die Forscher in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Clinical Cancer Research http://clincancerres.aacrjournals.org .

David Wong und sein Team vom Jonsson Comprehensive Cancer Center haben anders als in vorangegangenen Testsystemen nicht nach Proteinen gesucht, die von Krebszellen gebildet werden, sondern nach dem genetischen Messenger für solche Proteine, der so genannten RNA. Dazu wurden Patienten gesucht, die an Mund-, Zungen- und Kehlkopfkrebs litten sowie eine gleiche Anzahl von gesunden Probanden. Alle waren etwa gleich alt und vom selben Geschlecht. Mit einer Trefferquote von neun von zehn lag das Testergebnis der Speicheltests recht hoch.

Wong war allerdings nicht zufrieden. "Obwohl 91 Prozent der Patienten erkannt wurden, blieb immer noch eine von zehn Erkrankungen unerkannt", so der Forscher, der eine größere Studie durchführen will, um die Trefferquote zu erhöhen. Eine weitere Untersuchung mit mehr als 200 Mundkrebs-Patienten ist derzeit schon in Planung. Auch Brustkrebs soll mit dieser Methode in Zukunft diagnostiziert werden.

Dass besonders Krebserkrankungen des Mund- und Rachenraumes frühzeitig erkannt werden, hat mehrere Gründe: Einerseits sind diese Erkrankungen durch Alkohol- und Nikotinabusus im Steigen begriffen, andererseits bedeutet eine Früherkennung wesentlich bessere Heilungs- und damit Überlebenschancen.

Quelle: pressetext.austria

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Mehr als 4.400 klinische Krebsstudien online verfügbar

Freier Zugang zu Forschungsergebnissen der Bereiche Hämatologie/Onkologie

Köln - 04.02.2005  - Mehr als 4.400 randomisierte klinische und kontrolliert klinische Studien speziell aus den Fachbereichen der Hämato- und Onkologie sind ab sofort online verfügbar. Die in der Datenbank http://medsun1.zbmed.uni-koeln.de/webOPAC/chmgDe.html enthaltenen Studien stammen aus dem Specialised Trials Register der Cochrane Haematological Malignancies Group http://www.chmg.de , einem Studienregister, das größtenteils fachlich relevante Studien aus Medline und Abstracts aus medizinischen Fachzeitschriften beinhaltet, berichtet die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) http://www.zbmed.de .

Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Informationsnetzes, in dem wichtige Daten und Informationsquellen der beiden Fachgebiete gesammelt, aufbereitet und Forschern und behandelnden Ärzten weltweit zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt, das einen kostenfreien Zugang zu den Studien ermöglicht, wird von der Deutschen-Forschungs-Gesellschaft DFG und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF gefördert.

Die Cochrane Collaboration, ein internationaler Zusammenschluss von Ärzten, Gesundheitswissenschaftlern und Patientenverbänden, hat es sich zur Aufgabe gemacht, systematische Übersichtsarbeiten, die so genannten Cochrane Reviews, zu einer bestimmten Fragestellung auf der Basis von randomisierten klinischen Studien nach festgelegten Kriterien zusammenzustellen.

Die 1969 gegründete Deutsche Zentralbibliothek für Medizin ist die größte medizinische Fachbibliothek Europas. Sie ist die zentrale Fachbibliothek für Medizin, Gesundheitswesen, Ernährung, Umwelt und Agrarwissenschaften für die Bundesrepublik Deutschland. Die Zentralbibliothek für Medizin wird vom Bund und von den Ländern gemeinsam finanziert und ist Mitglied der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Aufgabe der Bibliothek ist die Beschaffung, Erschließung und Bereitstellung wissenschaftlicher Literatur und elektronischer Medien zu den Fachgebieten. Die neue Datenbank stellt einen ersten Baustein in der Entwicklung des Projektes "Themenorientiertes Informationsnetz Hämatologie/Onkologie" dar und soll zur Verbesserung der Informationsversorgung auf diesen Teilgebieten der Medizin für die Forschung und Krankenversorgung beitragen.

Quelle: pressetext.deutschland

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Blauer Ratgeber - Schilddrüsenkrebs

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe

Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Schilddrüsenkrebs" hier downloaden:

Schilddrüsenkrebs.pdf - 741kb

Quelle: www.krebshilfe.de

Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden, um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:

Schilddrüsenkrebs
Mehr Frauen als Männer betroffen

Das Schilddrüsenkarzinom kam 1997 mit einer Häufigkeit von 2.800 Erkrankungsfällen in der Bundesrepublik vor. Es kann in jedem Alter auftreten mit einem ersten Gipfel zwischen dem 4. bis 5. Lebensjahrzehnt. Frauen sind etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer. Mit einem Anteil von weniger als 1% aller bösartigen Neubildungen bildet es zwar nur eine kleine Gruppe innerhalb der Krebserkrankungen.
Früherkennung bietet große Heilungschancen

Trotz der relativen Seltenheit ist es aber dennoch wichtig, die Erkrankungsbilder von Schild-drüsenkarzinomen zu kennen, denn bei rechtzeitiger Erkennung bietet das Schilddrüsenkarzinom abhängig von seinem feingeweblichen Aufbau besonders gute Heilungschancen.
Für sie besteht ein Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken,
- wenn sie als Kind oder Jugendlicher Röntgenbestrahlung im Halsbereich bekommen haben;
- wenn in ihrer Familie bereits Fälle von Schilddrüsenkrebs aufgetreten sind, besonders wenn zusätzlich eine meist gutartige Erkrankung des Nebennierenmarks, das Phaeochromozytom, vorliegt.
Durch Screening- Untersuchungen können die gefährdeten Familienmitglieder erkannt, im präklinischen Stadium operiert und so geheilt werden. Die Struma, eine gutartige Vergrößerung der Schilddrüse (auch Kropf genannt), stellt für sich genommen keinen Risikofaktor für die Entwicklung eines Schilddrüsenkarzinoms dar.
Auch Patienten, die aus therapeutischen Gründen – z.B. zur Behandlung einer Schild-drüsenüberfunktion – radioaktives Jod erhalten, haben kein erhöhtes Risiko, ein Schilddrüsenkarzinom zu entwickeln.  
Im Gegensatz dazu haben sie ein erhöhtes Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, wenn sie einer hohen Strahlenbelastung der Schilddrüse durch radioaktives Jod ausgesetzt waren. Extremfälle sind in diesem Zusammenhang Reaktorkatastrophen oder Atombombenfall.
Das Krebsrisiko einer solchen Strahlenbelastung ist abhängig von der Strahlendosis. Die Zeit bis zum Auftreten eines Schilddrüsenkarzinoms ist altersabhängig, sie beträgt durchschnittlich 5- 15 Jahre, bei Kindern kürzer als bei Erwachsenen. Der Risikorelevante Zeitraum, innerhalb dessen mit dem Auftreten von Schilddrüsenkarzinomen gerechnet werden muss, beträgt ca. 40 Jahre. Das Schilddrüsekrebsrisiko bei Kindern, die Strahlen ausgesetzt waren, ist deutlich höher als bei Erwachsenen. Der Strahlenbedingte Schilddrüsenkrebs tritt häufiger an mehreren Stellen auf als dies bei spontan entstandenen Schilddrüsentumoren beobachtet wird.  Hierauf begründet sich die Notwendigkeit einer besonders konsequenten chirurgischen Therapie dieser Form des Schilddrüsenkrebses.
Die nach einer Strahlenbelastungen besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen sollten frühzeitig und regelmäßig untersucht werden, da auch diese Form des Schilddrüsenkrebses im Frühstadium erfolgreich behandelt werden kann.

Die Symptome des Schilddrüsenkarzinoms erklären sich aus der anatomischen Lage des Organs im Halsbereich, der engen Beziehung zu Luft- und Speiseröhre und zu den Nerven der Kehl-kopfmuskulatur.
Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
· Druckgefühl im Halsbereich;
· Luftnot;
· Schluckbeschwerden;
· Hustenreiz;
· Tastbar und sichtbar vergrößerte Lymphknoten im Halsbereich;
· Heiserkeit.
Wachsamkeit ist immer geboten, wenn ein Kropf innerhalb von wenigen Wochen und Monaten entsteht, sich derb und hart anfühlt, wenn ein lange bestehender Kropf plötzlich wieder rasch wächst und einzelne Bezirke oder Knoten derber werden oder wenn Lymphknotenvergrößerungen im Halsbereich auftreten.
Wenn sie diese Symptome an sich bemerken, sollten sie sofort ärztlichen Rat suchen, denn ein frühzeitig erkanntes Schilddrüsenkarzinom hat sehr gute Heilungschancen.
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