Hohes Cholesterin und Prostatakrebs hängen zusammen
Warum Statine das Krebsrisiko zu verringern scheinen
Mailand - 12.04.2006 - Hohe Cholesterinwerte wurden jetzt erstmals mit Prostatakrebs in Zusammenhang gebracht. Die Epidemiologin Francesca Bravi vom Istituto di Ricerce Farmacologiche Mario Negri http://www.marionegri.it meinte, dass diese Forschungsergebnisse erklärten, warum Cholesterin senkende Medikamente wie Statine das Risiko einer Erkrankung an Prostatakrebs zu verringern scheinen. Michael Freeman vom Children's Hospital Boston http://www.childrenshospital.org bemerkte, dass die aktuellen Ergebnisse von früheren Experimenten mit Nagetieren unterstützt werden. Laut Freeman ist vom Prostatakrebs einer von sechs amerikanischen Männern betroffen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Annals of Oncology http://annonc.oxfordjournals.org veröffentlicht.

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Das Team um Bravi analysierte die medizinischen Unterlagen von fast 3.000 Männern unter 75 Jahren aus vier verschiedenen italienischen Regionen. Dabei handelte es sich um 1.294 Männer, die an Prostatakrebs litten und 1.451 Patienten ohne Prostatakrebs. Die Wissenschafter fragten die Teilnehmer, ob sie in der Vergangenheit an hohen Cholesterinwerten gelitten hatten. Es zeigte sich, dass 22 Prozent der Männer mit Prostatakrebs an hohem Cholesterin litten, bei der zweiten Gruppe waren es nur 16 Prozent. Nachdem Faktoren wie Prostatakrebs in der Familie und Rauchgewohnheiten berücksichtigt wurden, ergab sich, dass Männer mit Prostatakrebs über eine um 50 Prozent erhöhte Wahrscheinlichkeit verfügten auch an hohem Cholesterin zu leiden. Es ist laut New Scientist wahrscheinlich, dass hohe Cholesterinwerte zu der Entstehung von Prostatakrebs beitragen. Ein ursächlicher Zusammenhang konnte in der aktuellen Studie jedoch nicht fix hergestellt werden.
Bravi notiert, dass der Körper Cholesterin dafür einsetzt, als Androgene bekannte Hormone herzustellen, die das Prostatagewebe beeinflussen. Ein Zuviel an Cholesterin könnte daher zu einer unausgewogenen Produktion dieser Hormone führen. Die stärksten bekannten Risikofaktoren für Prostatakrebs sind das Alter, der ethnische Hintergrund und die Familiengeschichte. Es gab in der Vergangenheit einige Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Cholesterin und Prostatakrebs. Cholesterin neigt dazu, sich ähnlich wie bei Prostatakrebs in festen Tumoren anzusammeln. Zusätzlich wird die Verarbeitung von Cholesterin mit dem Alterungsprozess weniger effektiv.
Quelle: pte
Fischfette verhindern Ausbreitung von Prostatakrebs
Balance von Omega-3-Fetten und Omega-6-Fetten entscheidend
Manchester - 22.03.2006 - Eine Ernährung, die viel Fett enthält, das in ölreichem Fisch enthalten ist, könnte Männer mit Prostatakrebs davor bewahren, dass sie an einer aggressiveren Form erkranken. Zu diesem Ergebnis ist eine am Christie Hospital http://www.christie.nhs.uk durchgeführte Studie gekommen. Prostatakrebs ist viel eher lebensbedrohend, wenn sich die Tumorzellen unter anderem in das Knochenmark ausbreiten. Labortests ergaben jetzt, dass Omega-3-Fett, das in Fischen wie dem Lachs enthalten ist, diese Ausbreitung der Krankheit verhinderte. Die Ergebnisse der Studie wurden im British Journal of Cancer http://www.nature.com/bjc veröffentlicht.
Wissenschafter des Paterson Institute http://www.paterson.man.ac.uk testeten im Labor die Wirkung von zwei Arten von Fett auf Prostatakrebszellen. Frühere Forschungsergebnisse hatten laut BBC nahe gelegt, dass Omega-3-Fette, die auch in Makrelen und frischem Tunfisch enthalten sind, zu einer Verringerung des Risiko an Krebs oder einem Herzleiden zu erkranken beitragen könnten. Omega-6-Fette, die in pflanzlichen Fetten, Nüssen und Samen enthalten sind, spielen für die Gesundheit ebenfalls eine entscheidende Rolle.
Während Omega-6-Fette die Ausbreitung von Prostatakrebs in das Knochenmark förderten, blockierten Omega-3-Fette diesen Vorgang. Der Wissenschafter Mick Brown erklärte, dass ein gesundes Gleichgewicht zwischen diesen beiden Fettarten entscheidend sei. "Wir brauchen nur ungefähr die halbe Menge Omega-3-Fette als Omega-6-Fette um eine Ausbreitung des Krebses zu verhindern. Die Forscher nehmen an, dass die Tumorzellen Omega-6-Fette als ideale Energiequelle für ein rasches Wachstum und die Bildung von Molekülen nutzen, die die Ausbreitung kontrollieren. Omega-3-Fette scheinen diesen Vorgang auf irgendeine Art und Weise zu beeinflussen.
Quelle: pte
Chili gegen Prostata-Krebs
Scharfes Capsaicin lässt Krebszellen Selbstmord begehen
London - 15.03.2006 - Jener Stoff, der dafür sorgt, dass Chili so scharf ist, schafft es Prostatakrebszellen zum Selbstmord zu bringen, berichtet das Wissenschaftsmagazin Cancer Research Journal http://cancerres.aacrjournals.org. Wissenschaftler des Cedars-Sinai-Medical Center haben an genetisch veränderten Mäusen, die an Prostatakrebs litten, Versuche durchgeführt. Britische Forscher warnen hingegen davor zu viel Chilis zu essen. Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass dies Magenkrebs verursachen könne.

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Tests haben gezeigt, dass Capsaicin dazu führt, fast 80 Prozent der Krebszellen in den Tod zu treiben. Die US-Forscher unter Soren Lehmann haben den Mäusen Extrakte, die dem Äquivalent eines Mannes mit 90,7 Kilogramm und einer Einnahme von 400 Milligramm Capsaicin drei Mal pro Woche entsprechen, verabreicht. Zudem berichten die Wissenschaftler darüber, dass Tumore, die mit Capsaicin behandelt wurden, deutlich kleiner wurden. Capsaicin ist offensichtlich in der Lage die Apoptose, die bei Krebszellen krankhaft verändert ist, wieder zu regulieren. Der Stoff hat auch die Zahl der Prostata-spezifischen-Antigene PSA, einem Protein, das von Krebszellen produziert wird, verringert.
"Die Studien klingen tatsächlich viel versprechend", so Chris Hiley vom Prostate Cancer Charity in London http://www.prostate-cancer.org.uk im pressetext-Interview. Es bleibe allerdings unklar, ob es Männern, die tatsächlich an Prostatakrebs leiden, helfen kann. Die Expertin rät allerdings davor ab, große Mengen an Chili zu sich zu nehmen. "Wesentlicher ist, dass sich die Menschen einfach gesünder ernähren und den Fleischkonsum einschränken", so Hiley. Die Expertin rät dazu weniger verarbeitete Fleischprodukte zu essen und mehr Gemüse, Obst und Fisch zu sich zu nehmen. "In der Vergangenheit haben Untersuchungen nämlich ergeben, dass Menschen in Mexiko und Indien aufgrund scharfer Speisen häufiger unter Magenkrebs leiden." Vielleicht werde es in Zukunft möglich sein, das Capsaicin zu extrahieren, so dass es ohne Probleme eingenommen werden kann.
Die Erforschung des Capsaicin hat in den vergangenen Jahren erstaunliche Fortschritte gemacht. Der Stoff wird bereits heute in Schmerzmitteln, Wundsalben und zur Verringerung der Thrombozyten eingesetzt.
Quelle: pte
Prostatakrebs: Für Übergewichtige gefährlicher - Dicke erleiden nach der Operation öfter einen Rückfall
Baierbrunn (ots) - 18.01.2006 - Übergewicht fördert die Aggressivität von Prostatakrebs. Wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" berichtet, haben schwergewichtige Männer, bei denen ein Prostatatumor entfernt worden ist, ein höheres Risiko für ein erneutes Auftreten des Krebses. Das fanden Forscher der Universität von Texas (USA) heraus. Am größten war die Gefahr bei Männern, die schon in jungen Jahren zu dick waren.
Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau
Prostata-Krebs-Behandlung ohne Potenzprobleme -
Fokussierter Ultraschall (HIFU) als schonendes Verfahren
Heidelberg (ots) - 16.01.2006 - Die Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie hat sich seit über zehn Jahren auf die schonende Behandlung von Prostata-Erkrankungen spezialisiert. Große Erfolge in der Behandlung des Prostata-Karzinoms verzeichnet die Spezialklinik mit einem hochmodernen Ultraschall-Gerät aus den USA, an dessen Entwicklung der Klinikleiter Dr. Joachim-Ernst Deuster selbst beteiligt war.
Quelle: obs/Klinik für Prostata-Therapie
Prostata-Krebs ist bei Männern die häufigste Krebserkrankung. Jedes Jahr erkranken 28.000 Männer an einer bösartigen Wucherung der Prostata, die üblicherweise hormonell behandelt wird oder mit implantierten, radioaktiv strahlenden Partikeln, um das benachbarte Gewebe abzutöten. Die chirurgische Behandlung (Totaloperation) ist meist mit Nebenwirkungen wie Inkontinenz, Impotenz und Verlust der Zeugungsfähigkeit verbunden.
Quelle: obs/Klinik für Prostata-Therapie
Mit dem Ultraschallgerät Sonablate 500 von Focus Surgery ist es möglich, die Therapie während eines kurzen Klinikaufenthaltes und vor allem schonend für das Allgemeinbefinden des Patienten und praktisch frei von Nebenwirkungen durchzuführen. Dem leicht narkotisierten Patienten wird ein Ultraschallkopf in den Enddarm eingeführt, der impulsartig Ultraschallwellen von vier Megahertz aussendet. Dieser Schall durchdringt das Gewebe ohne jegliche Verletzung. Da mehrere Schallwellen gleichzeitig ausgesandt werden, die wie nach einem Hohlspiegel in einem Brennpunkt zusammenlaufen, kommt es dort zu einer Aufheizung von bis zu 100° Celsius. Das getroffene Krebsgewebe stirbt ab. Rechnergesteuert durchläuft der Ultraschall-Brennpunkt die ganze Krebsgeschwulst. Die Therapie dauert nur wenige Stunden.
"Der große Vorteil unserer Behandlungsmethode ist, dass den meisten Patienten ihre sexuelle Potenz erhalten bleibt", versichert der Urologe Dr. Deuster, der in der Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie erstmals in Deutschland die HIFU-Methode mit dem Sonablate 500 anwendet.
Klinik für Prostata-Therapie am Brückenkopf GmbH
Brückenkopfstr. 1-2 D-69120 Heidelberg
Fon: +496221 / 409022
Fax: +496221 / 409033
E-Mail: Dr.Deuster@prostata-therapie.de
Internet: http:www.prostata-therapie.de
Quelle: Klinik für Prostata-Therapie Heidelberg
Schonende Bestrahlung im Drüsengewebe
24.10.2005 - Die Techniker Krankenkasse Baden-Württemberg und das Universitätsklinikum Heidelberg haben einen Vertrag geschlossen, der Patienten mit einem Prostatakrebs zugute kommt. Nach den Universitätskliniken Kiel, Essen und Berlin steht diese Spezialleistung nun erstmals auch im süddeutschen Raum zur Verfügung.
Seit dem 1. Oktober 2005 wird Mitgliedern der Techniker Krankenkasse (TK), die an einem lokalisierten Prostatakrebs ohne Metastasen erkrankt sind, als neue Therapieoption die ambulante Behandlung mit der sehr effektiven und gleichzeitig schonenden "permanenten Seed-Brachytherapie" angeboten: Dabei wird die Prostata unter Narkose mit kleinen Radioquellen ("Seeds") gespickt, die den Tumor zerstören. Eine langfristige Heilung kann mit dieser Methode bei mehr als 80 Prozent der Patienten erzielt werden.
"Dieser Vertrag ist einer der ersten in der Bundesrepublik, in dem eine Krankenkasse eine hoch spezialisierte ambulante Leistung mit einem Universitätsklinikum vereinbart", erklärt Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg. Das Klinikum erhält für die Betreuung des Patienten vor und während der Implantation der Strahlenquellen eine Pauschale von 6.500 Euro, wobei die ca. 60 verwendeten "Seeds" mit 4.000 Euro zu Buche schlagen. Die Nachbetreuung, die gesondert vergütet wird, übernehmen die niedergelassenen Ärzte.
Pauschale Vergütung für spezialisierte ambulante Leistung
Seit etwa zwei Jahren hat der Gesetzgeber die Möglichkeit für Krankenkassen geschaffen, mit Kliniken Verträge zu ambulanten Leistungen abzuschließen, die wegen ihrer hohen Anforderungen an Aufwand und Qualität den Kliniken vorbehalten sind und wegen der hohen Kosten bislang überwiegend stationär vorgenommen wurden. So hat das Universitätsklinikum Heidelberg 2005 mit allen Kassen bereits ein pauschales Entgelt der ambulanten genetischen Diagnostik und Beratung bei Brust- und Eierstockkrebs vereinbart.
"Entscheidend für die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Heidelberg ist die große Expertise im Bereich des Behandlung von Prostatakrebs sowie bei der Strahlentherapie und ihrer speziellen Form, der Brachytherapie", erklärt Andreas Vogt, Leiter der TK-Landesvertretung in Baden-Württemberg. Im Heidelberger Klinikum steht ein erfahrenes Team aus Urologen, Strahlentherapeuten und Anästhesisten bereit, dass die Behandlung auf höchstem Qualitätsniveau vorbereitet und durchführt.
Interdisziplinäre Versorgung im Prostatacentrum Heidelberg
Patienten, die an Prostatakrebs erkrankt sind, werden in Heidelberg in einer gemeinsamen Sprechstunde des Prostatacentrums von den Spezialisten aus der Urologischen Klinik und der Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie betreut. Das Prostatacentrum gehört zum Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg, das Tumorpatienten eine interdisziplinäre Versorgung nach international anerkannten Standards anbietet.
"Wir besprechen mit den Patienten die Therapiealternativen von Operation oder Bestrahlung", sagt Professor Dr. Markus Hohenfellner, Ärztlicher Direktor der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg. Die Heilungschancen sind beim lokalisierten Tumor etwa gleich gut, deshalb sind persönliche Erwägungen des Patienten oft ausschlaggebend. Die ambulante Brachytherapie ist etwa empfehlenswert, wenn wegen einer zusätzlichen Erkrankung nicht operiert werden sollte oder aus beruflichen Gründen eine ambulante Behandlung vorgezogen wird. Heidelberger Klinik entwickelt innovative Behandlungsverfahren
Die Heidelberger Universitätsklinik für Radioonkologie und Strahlentherapie unter der Leitung von Professor Dr. Dr. Jürgen Debus ist eine der größten strahlentherapeutischen Kliniken in Deutschland und Europa. Dort werden neue Verfahren wie die dreidimensionale Intensitätsmodulierte Strahlentherapie entwickelt und verfeinert, die auch bei der externen Strahlentherapie des Prostatakrebses als dritte Behandlungsalternative zum Einsatz kommt. Die Behandlung des Prostatakrebses mit schweren Ionen wird derzeit europaweit einmalig in einer klinischen Studie erprobt. Auch die Brachytherapie, die auch bei anderen bösartigen Tumoren, z.B. Brustkrebs, eingesetzt wird, ist ein Schwerpunkt in Klinik und Forschung.
An Prostatakrebs erkranken in Deutschland jährlich mehr als 30.000 Männer; rund 11.500 sterben an den Folgen der Erkrankung. Das Prostatacentrum des Universitätsklinikums Heidelberg bietet sämtliche Therapien, Operationsmethoden, Bestrahlungsformen, Medikamente an - und sogar, und dies bundesweit einmalig, die routinemäßige Operation mit dem computergesteuerten OP-Assistenten da Vinci, der besonders präzises und schonendes Operieren ermöglicht.
Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg
Grüner Laser gegen gutartige Prostata-Vergrößerung
19.10.2005 - Das grüne Licht eines neuartigen Spezial-Lasers bringt immer mehr
Hoffnung für Männer, die an einer gutartigen Prostata-Vergrößerung
(benigne Prostatahyperblasie, BPH) leiden. Die Heidelberger Klinik
für Prostata-Therapie gilt in Deutschland als Wegbereiter für diese
schonende Behandlungsmethode, die immer mehr Verbreitung findet. Die
Behandlung ist praktisch unblutig, und der Patient kann schon in
kürzester Zeit die Klinik wieder verlassen.

Quelle: Klinik für Prostata-Therapie Heidelberg
Die Klinik für Prostata-Therapie bietet in Deutschland das
breiteste Spektrum an schonenden Behandlungsmethoden bei
Prostata-Erkrankungen. Seit über zehn Jahren leisten Spezialisten um
den Urologen Dr. Joachim-Ernst Deuster zusammen mit führenden
Medizintechnik-Unternehmen aus den USA Pionierarbeit. Die wertvollen
Erfahrungen aus der Heidelberger Spezialklinik fließen auch heute
noch in die Entwicklungsarbeit der Unternehmen - sowohl was die
gutartigen Prostata-Erkrankungen betrifft als auch was das
Prostata-Karzinom angeht.
Der neue, so genannte Greenlight-Laser, wird in Heidelberg schon
drei Jahren mit großem Erfolg und wachsendem Zuspruch angewendet. Es
handelt sich dabei um einen hochenergetischen, grün leuchtenden
Kalium-Titanyl-Phosphat-Laser mit einer Wellenlänge von 532
Nanometern. Das Besondere: Diese Wellenlänge ist genau auf die
Absorptionsfähigkeit der Blutgefäße abgestimmt. Das gewucherte Gewebe
nimmt diese Lichtenergie optimal auf, erhitzt sich und verdampft,
ohne dass Blut austritt. Laser mit anderer Lichtwellenlänge sind
dagegen wesentlich ungenauer zu dosieren, und es kann leicht zu
Verletzungen oder gar Komplikationen kommen, weil der Lichtstrahl zu
tief ins Prostata-Gewebe eindringt. Mediziner sprechen beim
Greenlight-Laser von einer optimalen "photoselektiven Vaporisation
der Prostata (PVP)". Die Folge: Sofort nach dem unblutigen Verdampfen
des Gewebes ist der Urin-Ablauf wieder frei, es entsteht ein
kräftiger Harnstrahl, und die Harnblase kann wieder ungehindert
entleert werden.
Das Therapie-Verfahren wurde in den letzten Jahren an der
Mayo-Klinik in Rochester / USA initiiert und weiterentwickelt. An der
Heidelberger Klinik wurden bislang über 600 Patienten erfolgreich mit
dem Greenlight-Laser behandelt, so viele, wie in keiner anderen
deutschen Klinik.
Klinik für Prostata-Therapie am Brückenkopf GmbH
Brückenkopfstr. 1-2
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Prostatakrebs: Wird wieder mehr operiert? -
Schwedische Studie sieht große Überlebensvorteile bei Operierten
Baierbrunn (ots) - 23.08.2005 - Eine neue schwedische Studie zur Behandlung des Prostatakrebses könnte beim Vorgehen gegen den häufigen männlichen Tumor das Pendel wieder zur radikalen Operation ausschwingen lassen, berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Bisher waren nicht wenige Experten der Meinung, die radikale Entfernung der Prostata sei eine unnötige Belastung und verbessere die Überlebenszeit nicht. Für die schwedische Studie wurden 697 Erkrankte in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine wurde operiert, die andere nicht. In einem Beobachtungszeitraum von acht Jahren starben von den nicht operierten Patienten doppelt so viele an der Erkrankung. „Diese Studie bestätigt, dass eine Radikaloperation im Frühstadium zu einer Heilung führen kann“, kommentiert Dr. Jan Fichtner, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Urologie das Ergebnis. Operierte Patienten entwickelten darüber hinaus weniger Tochtergeschwülste (Metastasen). Die Vorteile werden allerdings häufig mit den Nebenwirkungen Inkontinenz und Potenzstörungen erkauft.
Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau
Zink wirkt Prostatakrebs entgegen -
Niedrige Proteinwerte beschleunigen das Tumorwachstum
Davis, Kalifornien (pte) - 22.06.2005 - Jüngste Forschungsergebnisse haben ergeben, dass Zink eine wichtige Rolle bei der Gesundheit der Prostata spielt und das Wachstum und die Verbreitung von Prostatakrebszellen verhindert. Das sind die Ergebnisse eines US-amerikanischen Forscherteams des Western Human Nutrition Research Centers www.whnrc.usda.gov/, die auf der Hompage des Instituts publiziert worden sind.
www.ars.usda.gov/is/pr/2005/050608.htm
Studienleiterin Liping Huang (Bild) beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der Erforschung der Rolle von Zink-Transporter-Proteinen, die das Zink in die Zelle hinein und wieder heraus bringen. In einer Reihe von Experimenten verglichen die US-Forscher die Höhe des Zink-Levels und der Zink-Transporter-Proteine bei krebskranken und gesunden Prostatazellen, so genannten Epithelzellen. Dabei setzten sie die Zellen einer Zinklösung aus und stellten fest, dass die krebskranken Zellen niedrigere Mengen Zink aufnehmen konnten als normale Zellen. Es stellte sich heraus, dass die krankhaften Zellen eine geringere Anzahl des Zink-Transporter-Proteins ZIP1 aufwiesen. Darüber hinaus befand sich ein weiteres Transporter-Protein - das ZIP3- an der falschen Stelle.
"Aus den Studienergebnissen lässt sich ableiten, dass reduzierte ZIP1-Werte und die falsche Position von ZIP3 beim Fortschritt der Prostatakrebserkrankung eine wichtige Rolle spielen", erklärte Huang. Weitere Forschungsarbeiten sollen nun klären, inwieweit die Verabreichung von Zink an Prostatakrebspatienten eine hemmende oder vorbeugende Wirkung gegen die Erkrankung hat.
Quelle: pte
Gesunde Menge Sonnenlicht halbiert Prostatakrebsrisiko -
Studie erforscht UV-Bestrahlung, Vitamin D und Prostatakrebs
Winston-Salem (pte) - 15.06.2005 - Eine gesunde Menge Sonnenlicht täglich kann das Prostatakrebsrisiko halbieren. Zu diesem Ergebnis ist die bisher größte Studie zu UV-Bestrahlung, Vitamin D und Prostatakrebs gekommen. Gary Schwartz von der Wake Forest University http://www1.wfubmc.edu erklärte, dass über diese Krebsform bisher nur nicht veränderbare Fakten bekannt gewesen seien. Dazu gehörten das Alter, die Angehörigkeit zur schwarzen Bevölkerung und das Leben in nördlichen Breiten. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Cancer Research http://cancerres.aacrjournals.org veröffentlicht. Wissenschafter der Keele University http://www.keele.ac.uk erforschen den Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und Vitamin D ebenfalls. Bei einer kleineren Gruppe weißer britischer Teilnehmer zeigte sich, dass ein berufsbedingt größerer Kontakt mit Sonnenlicht das Krebsrisiko verringerte.
Schwartz konzentierte sich gemeinsam mit einem Team unter der Leitung von Esther John vom Northern California Cancer Center http://www.nccc.org auf die objektive Messung der Sonnenbestrahlung. Sie ermittelten die Hautpigmentation von 450 weißen Männern mit fortgeschrittenem Prostatakrebs und verglichen sie mit 455 passenden Kontrollwerten gesunder Personen. Die Wissenschafter berechneten in der Folge den Unterschied der Färbung der Haut zwischen der Stirn und dem Innenarm. Neue Forschungsergebnisse legten nahe, dass die Pigmentation der Stirn klare Hinweise auf die Sonnenbestrahlung während eines Lebens liefert und im Laufe der Jahre dunkler wird. Es zeigt sich, dass Männer mit den in Relation zu ihrem Innenarm dunkelsten Stirnen 49 Prozent weniger wahrscheinlich an Prostatakrebs erkrankten als jene mit der geringsten Zunahme an Pigmentierung. Das Risiko verringerte sich zudem bei Teilnehmern, die über besonders aktive Formen des Vitamin-D-Rezeptors (VDR) verfügen.
1990 fiel Schwartz auf, dass Menschen mit einem hohen Prostatakrebsrisiko Ähnlichkeiten mit Personen aufwiesen, bei denen die Gefahr eines Vitamin D Mangels bestand. Sie lebten häufiger in nördlichen Breiten, verfügten über eine dunklere Haut und waren alt. Vitamin D wird in der Haut als Reaktion auf ultraviolettes Licht produziert. Anschließend wird es in der Leber und der Niere zu einer aktiven Form von Vitamin D umgewandelt. Seit damals haben zahlreiche Studien einen Zusammenhang zwischen einem sonnenreichen Lebenswandel und einem verringerten Prostatakrebsrisiko festgestellt. Die meisten Wissenschafter konzentrierten sich laut NewScientist jedoch entweder auf umfassende geografische Trends oder die Berichte von Teilnehmern. Hier bestehe laut Schwartz die Schwierigkeit, dass eine Erkrankung die Erinnerung an mögliche Einflussfaktoren deutlich verändern könne.
Quelle: pte
1.000. Prostatakrebspatient im Institut Curie mit BEBIG-Seeds behandelt
Berlin - 29.04.2005 (ots) - Im Institut Curie, Paris, dem führenden französischen Forschungs- und Behandlungszentrum für Strahlentherapie, wurde am Dienstag der 1.000. Prostatakrebspatient mit Implantaten der BEBIG GmbH behandelt. Die neuartige Behandlungsmethode, die sich durch hohe Wirksamkeit und besonders geringe Nebenwirkungen auszeichnet, benutzt für die Therapie des Prostatakrebs millimeterkleine, schwach radioaktive Implantate. Sie werden in Berlin von der BEBIG Isotopen- und Medizintechnik GmbH, einem Tochterunternehmen der Eckert & Ziegler AG (ISIN DE0005659700) hergestellt.
Hauptvorteil der Methode, die als "Seed-Brachytherapie" bezeichnet wird, sind kürzere Krankenhausaufenthalte und im Vergleich zur klassischen chirurgischen Operation deutlich geringere Inkontinenz- und Impotenzraten. Langzeitergebnisse über diese in den USA bereits fest etablierte Behandlungsform zeigen zudem, dass die Krebsheilung entsprechend oder besser ist.
Obwohl eine Reihe von Unikliniken von der Größe und vom Einzugsgebiet her mit dem Institut Curie vergleichbar sind, gibt es in Deutschland kein Zentrum, das so umfangreiche Erfahrungen mit der Therapiemethode besitzt. Hauptursache hierfür ist die zögerliche Haltung von Ärztefunktionären und Krankenkassen, die sich einer Prioritätensetzung verweigern und immer nur kleine Kontingente an Patienten bewilligen, obwohl die Überlegenheit der Methode insbesondere durch amerikanische Daten gut belegt ist. Deutsche Patienten profitieren somit trotz hoher Versicherungsbeiträge tendenziell erst mit jahrzehntelanger Verspätung von neuen nebenwirkungsarmen Behandlungsmethoden.
Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Allein in Europa erkranken jährlich rund 135.000 Männer daran. In den USA wird bereits jeder dritte Prostatakrebspatient mit Brachytherapie behandelt.
Quelle:
BEBIG Isotopen- und Medizintechnik GmbH
Orgasmus auch ohne Erektion möglich - Prostataoperation bedroht nicht die Nerven für das Lustempfinden
Baierbrunn - 28.04.2005 (ots) - Geht bei einer Entfernung der Prostata wegen Krebs die Erektionsfähigkeit verloren, kann der Mann weiterhin sexuelle Lust empfinden. Nerven, die für die Erektion verantwortlich sind, befinden sich sehr nah am Operationsgebiet und können bei dem Eingriff nicht immer geschont werden, erklärt das Apothekenmagazin „Gesundheit“. Jene Nerven aber, welche die Sinnesreize vom Penis zum Gehirn leiten, verlaufen in ausreichender Entfernung im Beckenraum und bleiben bei der Operation erhalten.
Quelle:
Wort und Bild - Gesundheit
Mediziner: Grüner Tee könnte Prostatakrebs bremsen
Inhaltsstoffe von grünem Tee scheinen bei Risikopatienten die Entwicklung von Prostatakrebs zu verzögern. Entsprechende Resultate einer Studie mit 62 Männern präsentierten italienische Mediziner jetzt auf einem Fachkongress im kalifornischen Anaheim. Nahmen die Studienteilnehmer täglich aus grünem Tee isolierte Gerbstoffe zu sich, wurde bei ihnen binnen eines Jahres deutlich seltener Prostatakrebs diagnostiziert als in der Kontrollgruppe.

Bild: photoCase
Tee enthält zahlreiche Gerbstoffe aus der Gruppe der Polyphenole, darunter auch Catechine. Mehrere Studien an Zellkulturen und Tieren hatten Hinweise darauf geliefert, dass diese Verbindungen die Entwicklung von Krebs bremsen bzw. bereits entartete Zellen in den Selbstmord treiben können. Nachdem sie gefunden hatten, dass normale menschliche Zellen durch diese Verbindungen nicht beeinträchtigt werden, machten Saverio Bettuzzi von der Università di Parma und seine Kollegen nun die Probe aufs Exempel.
Für ihre Studie rekrutierten die Mediziner 62 Freiwillige im Alter von 45 bis 75 Jahren, bei denen Gewebsneubildungen in der Prostata festgestellt worden waren. Zweiunddreißig Teilnehmer nahmen täglich 600 Milligramm Grüntee-Catechine ein, etwa zur Hälfte bestehend aus Epigallocatechingallat (EGCG). Bei lediglich einem dieser Männer entwickelten sich die Neoplasmen binnen eines Jahres zum Karzinom. In der Kontrollgruppe, die lediglich Placebo-Kapseln genommen hatte, waren dagegen neun von 30 Männern betroffen.
"Wir wollten herausfinden, ob Catechine Krebs vorbeugen können", sagt Bettuzzi. "Die klare Antwort lautet: ja." Der Mediziner und seine Kollegen wollen den Werdegang ihrer Studienteilnehmer noch weitere fünf Jahre verfolgen. In jedem Fall seien jedoch weitere, größere Untersuchungen nötig, so Bettuzzi. "Wir wissen immer noch nicht genug über die biologischen Vorgänge, die zum Prostatakrebs führen. Vorbeugung scheint die beste Gegenmaßnahme zu sein."
Forschung: Saverio Bettuzzi, Dipartimento di Medicina Sperimentale, Università degli Studi di Parma; Arnaldo Corti, Dipartimento di Scienze Biomediche, Università di Modena e Reggio Emilia; und andere
Präsentation auf dem 96th Annual Meeting of the American Association for Cancer Research, Anaheim, #4400
Quelle: Scienceticker
Macclesfield, England (ots/PRNewswire) - 04.04.2005 - 10-Jahres-Ergebnisse einer unabhängigen Studie bestätigen Nutzen der Behandlung von Goserelin nach Bestrahlung
Heute veröffentlichte Langzeitdaten zeigen, dass eine Therapie mit Goserelin direkt nach der Bestrahlung das Überleben von Männern mit Prostatakrebs verlängert.[1] Die unabhängige Studie der Radiation Therapy Oncology Group (RTOG Studie 85-31) untersuchte nahezu 1000 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs. Sie ist eine der längsten und grössten Studien dieser Art. Die Studie zeigt, dass eine gleichzeitig mit der Bestrahlung begonnene Therapie mit Goserelin das progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben bei Prostatakrebs signifikant verbessert.
"Das Prostatakarzinom ist der zweithäufigste Tumor in Männern und die Inzidenz der Erkrankung nimmt zu", so Dr Colleen Lawton, RTOG. "Diese Daten stellen die bisher umfangreichste Evidenz und lassen Männer mit Prostatakarzinom neue Überlebenshoffnungen schöpfen. Durch die sofortige, zusätzliche Gabe der antihormonellen Therapie können wir jetzt beim Prostatakarzinom über erhöhte Chancen auf vollkommene Krankheitsfreiheit nachdenken."
Die RTOG Studie untersuchte die Wirksamkeit einer Therapie mit Goserelin in Patienten, die wegen eines Prostatatumors eine Bestrahlung erhielten. Nahezu eintausend (977) Patienten mit lokal fortgeschrittenem Prostatakrebs erhielten entweder eine Bestrahlung gefolgt von einer adjuvanten, monatlichen Injektion von Goserelin oder eine alleinige Bestrahlung.
Die Resultate zeigen bei Patienten, die Goserelin adjuvant zur Radiotherapie erhielten, sinifikante Verbesserungen beim Gesamtüberleben, dem krankheitsfreien Überleben, sowie eine signifikante Reduktion der Häufigkeit von Fernmetastasen und von Lokalrezidiven.
"Die Ergebnisse der Studie sind sehr ermutigend," so der Kommentar von Christian Ligensa (Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe). "Das Prostatakarzinom zerstört jedes Jahr das Leben von Tausenden von Männern. Diese Daten stellen einen wichtigen Schritt im Langzeitmanagement des Prostatakarzinoms dar und bedeuten einen grossen Unterschied im Leben der Betroffenen."
Goserelin
Goserelin, eingeführt 1987, ist ein LHRH-Agonist und reduziert die Spiegel der Sexualhormone Testosteron und Östradiol. Es wird bei Männern zur Behandlung des Prostatakarzinoms und bei prä- und perimenopausalen Frauen zur Behandlung des hormonabhängigen Mammakarzinoms eingesetzt. Seit Beginn der Vermarktung bestehen 3,75 Millionen Patientenjahre Erfahrung mit der Anwendung des Medikaments.
Das Prostatakarzinom
Das Prostatakarzinom ist das bei Männern zweithäufigst diagnostizierte Karzinom und besitzt nach Lungenkrebs die zweithöchste Mortalität[2],[3],[4] Im Jahre 2002 wurden weltweit über 679,000 neue Fälle eines Prostatakarzinoms diagnostiziert.[5] Die Prostata, unterhalb der Blase vor dem Rektum lokalisiert, ist Teil des männlichen Sexualapparats. Sie besitzt normalerweise die Grösse einer Walnuss und ist verantwortlich für die Produktion der Samenflüssigkeit. In Deutschland werden jährlich rund 32000 Neudiagnosen eines Prostatakarzinoms gestellt und rund 11 000 Männer versterben daran jährlich.
'Zoladex', 'Arimidex', 'Casodex', 'Faslodex', 'Nolvadex' und 'Iressa' sind Warenzeichen von Astrazeneca.
References
[1] Pilepich MV, Winter K, Lawton CA et al. Androgen suppression adjuvant to definitive radiotherapy in carcinoma of the prostate - Long term results of phase III RTOG 85-31. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2005; 61 (5):1285-1290
[2] Kirby RS, Watson A, Newling DWW et al. Prostate cancer and sexual function. Prostate cancer and prostatic diseases 1998; 1: 179-184
[3] Jones GW. Magnitude of the problem. Cancer 1993; 71: 887 - 890
[4] Parker SL, Tong T, Bolden S, Wingo PA. Cancer statistics 1996. Ca Cancer J Clin 1996; 46: 5-27
[5] www.prostate-cancer.org.uk/facts.cfm . The Prostate Cancer Charity. 25th April 2001
Quelle: presseportal.de
Jeder dritte Krebspatient braucht psychologische Unterstützung
München (pte/30.03.2005/10:47) - Jeder dritte Krebs-Patient ist psychisch so stark belastet, dass er professionelle psycho-onkologische Hilfe braucht. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler am Institut für psychosomatische Medizin, Psychotherapie und medizinische Psychologie der Technischen Universität München http://www.tu-muenchen.de . Mit Hilfe eines computergestützten Fragebogens soll die Belastung der Patienten rascher ermittelt werden, damit ihnen gezielt Hilfe zukommt. Die Deutsche Krebshilfe http://www.krebshilfe.de fördert das Projekt mit 173.000 Euro.

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Das Gefühl des Ausgeliefertseins und die Furcht vor Nebenwirkungen stehen der Hoffnung auf Heilung bei viele Patienten gegenüber. "Eine optimale psychologische Betreuung erleichtert es den Betroffenen, ihre Diagnose, die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen zu akzeptieren sowie ihre psychischen Belastungen zu vermindern", so der Projektleiter Peter Herschbach. "Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass die spontane Beurteilung durch den Arzt nicht immer zu verlässlichen Angaben führt", erklärt der Experte. Daher sollen Fragebögen helfen, besonders belastete Patienten zu erfassen. Da eine Auswertung sehr zeit- und personalintensiv ist, greifen die Forscher auf Hightech-Equipment zurück: Der spezifische Fragebogen ist dabei auf einem Laptop installiert. Über diesen "Tablet-PC", der nicht viel größer als ein Klemmbrett ist, beantwortet der Patient die Fragen mit einem Stift direkt auf dem Bildschirm. Die Fragen beziehen sich neben den spezifischen Aspekten der strahlentherapeutischen Behandlung auch auf die Gesamtsituation des Betroffenen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Einschränkungen der Leistungsfähigkeit, nach emotionalen Belastungen und partnerschaftlichen Problemen.
Der Vorteil des PC-gestützten Fragebogens liegt in einer raschen Auswertung und der Zielgenauigkeit des Belastungsprofils des Betroffenen. Wird dabei ein bestimmter kritischer Wert überschritten, wird ein Psycho-Onkologe hinzugezogen, der den Patienten dann gezielt behandelt. Mehr als 480 Patienten, aber auch Ärzte und Pflegepersonal, werden nun befragt.
Cholesterinwerte beeinflussen Prostatatumore
18.03.2005 - Wissenschafter des Children's Hospital Boston haben nachgewiesen, dass hohe Cholesterinwerte das Wachstum von Prostatatumoren beschleunigen. Zusätzlich wurde erforscht, dass cholesterinsenkende Medikamente wie Statine das Krebswachstum hemmen können. Diese Ergebnisse liefern eine mögliche Erklärung dafür, warum Prostatakrebs in der westlichen Welt verbreiteter ist, wo die Ernährung cholesterinhältiger ist. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Clinical Investigation http://www.jci.org veröffentlicht.
Die Anzahl der Erkrankungen an Prostatakrebs in ländlichen Regionen Chinas und Japans ist um bis zu 90 Prozent geringer als im Westen. Emigrieren diese Männer in den Westen, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung. Dieser Umstand hat zu der Annahme geführt, dass Umweltfaktoren wie die Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung spielen. Die Wissenschafter injizierten Mäusen menschliche Prostatakrebszellen und beobachteten ihr Wachstum. Wurden die Tiere mit einer cholesterinreichen Ernährung gefüttert, sammelte sich das Cholesterin in den äußeren Membranen der Tumorzellen an. Dadurch schienen sich laut BBC die chemischen Signalmuster innerhalb der Zellen zu verändern. In der Folge ignorierten sie Signale zum Absterben und vermehrten sich unkontrolliert.
Die cholesterinreiche Ernährung führte bei den Tieren zu keinen neuen Krebserkrankungen. Sechs Wochen nach der Injektion der Tumorzellen wiesen die Mäuse mit dem cholesterinreichen Futter doppelt so viele Tumore auf. Diese Tumore waren zusätzlich auch viel größer. Wurde das Medikament Simvastatin verabreicht, erhöhte sich der Zelltod und das Tumorwachstum kam zum Stillstand. Die erneute Versorgung der Zellmembrane mit Cholesterin führte wieder zu einem unkontrollierten Zellwachstum. Der leitende Wissenschafter Michael Freeman erklärte, dass die aktuelle Studie ein neues Paradigma eröffne, wie Krebs durch die Beeinflussung des Cholesterins kontrolliert werden könne. "Unsere Daten unterstützen die Annahme, dass weit verbreitete Cholesterinsenker in der Prävention von Prostatakrebs oder als Zusatzbehandlung sinnvoll sind."
Quelle: pressetext.austria
07.03.2005 - Heidelberg (ots) - An der Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie hat man sich als einzige Klinik in Deutschland ausschließlich auf die Behandlung von Prostata-Erkrankungen spezialisiert. Dabei kommen schonendste Therapieformen zum Einsatz, die es dem Patienten erlauben, die Klinik am Tag der Behandlung wieder zu verlassen. Während Krebserkrankungen (Prostata-Ca) mit hochfokussiertem Ultraschall nach dem HIFU-Prinzip schonend und völlig unblutig behandelt werden, kommt bei der gutartigen Prostata-Vergrößerung (benigne Prostatahyperblasie, BPH) ein hochmoderner, neu entwickelter Laser zum Einsatz. Ein Laserstrahl mit einer Wellenlänge von 532 Nanometern ist dabei genau auf die Absorptionsfähigkeit der Blutgefäße abgestimmt.
Bild: adaemmer /photoCase
Dieses intensive Grünlicht ("Greenlight-Laser") verdampft das wuchernde Prostata-Gewebe, ohne dass es zu Blutungen kommt. Die Licht-Absorption führt zu einer Aufnahme von Energie, und das bestrahlte Gewebe verdampft, ohne dass Blut austritt. Mediziner sprechen hier von der "Photoselektiven Vaporisation der Prostata (PVP)". Das Verfahren ist einzigartig und wird seit August 2003 an der Heidelberger Klinik für Prostata-Therapie eingesetzt. Das Therapie-Verfahren wurde in den letzten fünf Jahren an der Mayo-Klinik in Rochester / USA initiiert und weiterentwickelt. An der Heidelberger Klinik wurden bislang über 400 Patienten erfolgreich mit dem Greenlight-Laser behandelt. Warum ist der Greenlight-PVP-Laser ein Durchbruch in der BPH-Behandlung? Bei den meisten Behandlungsmethoden dringt die Strahlung tief in das Gewebe ein und verursacht Schwellungen und Ödembildung; die Strahlung des PVP-Lasers dringt dagegen sehr oberflächlich in die Prostata ein. Hierdurch werden stärkere, irritative Symptome vermieden und eine schnellere Erholung des Patienten ermöglicht. Viele Therapien hinterlassen eine beträchtliche Menge an Gewebe und verursachen nur eine geringe Verkleinerung der Prostata. Der Vorteil des Greenlight-PVP-Lasers ist die sofortige, unblutige Verdampfung des Gewebes. Die Öffnung des Urinablaufs bewirkt einen kräftigen Harnstrahl, und die Harnblase kann wieder ungehindert entleert werden.
Quelle: Heidelberger Klinik
Strahlentherapie soll zielgenauer werden
08.02.2005 - Bessere Heilungschancen für Prostatakrebs-PatientenAm Universitätsklinikum Tübingen entwickeln Wissenschaftler ein neues Strahlentherapie-Verfahren, um die Heilungschancen beim Prostatakrebs auf bis zu 90 Prozent zu steigern. Mit der neuen Methode sollen die Strahlen den Tumor zielgenauer als bisher treffen. Dadurch könnte die Strahlendosis erhöht werden, ohne benachbarte Organe zu stark zu schädigen. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit rund 120.000 Euro.
Prostatakrebs ist in Deutschland das häufigste Krebsleiden des Mannes. Jedes Jahr erkranken hierzulande etwa 40.600 Männer neu daran. "Derzeit können wir etwa zwei Drittel unserer Prostatakrebs-Patienten mit einer Bestrahlung heilen", so Dr. Markus Alber, Projektleiter an der Radio-Onkologischen Universitätsklinik Tübingen. "Die Heilungschancen könnten wir auf bis zu 90 Prozent steigern, wenn wir die Strahlendosis erhöhen und millimetergenau auf den Tumor ausrichten", erklärt der Medizin-Physiker. Dies ist jedoch schwierig, da sich die Prostata durch ihre Lage neben Dickdarm und Harnblase je nach deren Füllmenge verschieben kann. Daher treffen die zerstörerischen Strahlen auch immer gesundes Gewebe. Eine zu hohe Strahlendosis würde zu erheblichen Nebenwirkungen führen.
Mit dem neuen Verfahren - der bildgestützten Strahlentherapie - soll sich die Strahlungsrichtung stets an die aktuelle Lage der Prostata anpassen und so das benachbarte gesunde Gewebe schonen. Die neue Methode der Tübinger Wissenschaftler basiert auf einem Computerprogramm, das bereits durch die Deutsche Krebshilfe gefördert wurde. Zusammen mit der Analyse von Computertomographie-Bildern von Betroffenen wollen die Mediziner die Bewegung der Prostata und deren Nachbarorgane bildlich und mathematisch erfassen. "Unser Ziel ist es, die Lage der Prostata beim Patienten während der Strahlentherapie individuell zu berechnen und die zufälligen Bewegungen des Organs im Bestrahlungsplan zu berücksichtigen", erläutert Dr. Alber. Tübingen ist weltweit führend, auf dem Gebiet dieser bildgestützten Strahlentherapie.
Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.
Hormonersatztherapie zur Behandlung von Prostatakrebs
London - 31.05.2005 - Wissenschafter des Hammersmith Hospitals NHS Trust http://www.hhnt.org und des Imperial College London http://www.ic.ac.uk haben nachgewiesen, dass nicht nur die Nebenwirkungen von Prostatakrebs mittels Hormonersatztherapie (HRT) behandelt werden können. Das Team hatte bereits in der Vergangenheit erfolgreich HRT-Pflaster bei fortgeschrittenem Prostatakrebs eingesetzt. Jetzt zeigten die Forscher, dass HRT hilft, die Schwächung der Knochen zu stoppen. Die Behandlung gegen Prostatakrebs beinhaltet häufig die Unterdrückung von Testosteron, die ihrerseits zu Osteoporose führen kann. Osteoporose kommt traditionell häufiger bei Frauen vor. Bei Prostatakrebspatienten, die lange mit dieser Krankheit leben, ist Osteoporose jedoch laut BBC im Ansteigen begriffen.
Die Wissenschafter wiesen bei 20 Teilenehmern nach, dass der Einsatz von HRT-Pflastern die Knochendichte innerhalb eines Jahres durchschnittlich um mehr als drei Prozent erhöhte. Zusätzlich verkleinerten sich die Tumore, da die Verabreichung des weiblichen Hormons Östrogen Testosteronproduktion blockierte. Testosteron selbst kann das Wachstum von Krebszellen fördern. Der leitende Wissenschafter Paul Abel erklärte, dass bei der konventionellen Behandlung von Prostatakrebs im ersten Jahr bis zu zehn Prozent der Knochenmasse verloren gehen. "Für die Dauer der Behandlung schreitet auch der Verlust der Knochenmasse weiter voran und erhöht sich das Risiko von Knochenbrüchen dementsprechend." Er erklärte, dass der Einsatz der Hormonersatztherapie für diese Patienten von Vorteil sei. Der Einsatz von HRT-Pflastern kann zu einem Wachstum der Brust führen. Das Team geht jedoch davon aus, dass die Vorteile der Behandlung überwiegen. Derzeit wird mit Unterstützung des Medical Research Council an der Finanzierung einer größer angelegten Studie gearbeitet.
Quelle: pressetext.austria
Prostata-Krebs: Nur 15% der Männer nutzen die Krebsfrüherkennung
Mit einer Prominenten-Aktion setzen sich Deutschlands Urologen für mehr Aufklärung ein
Düsseldorf 25.01.05 - "Es wird Zeit, dass mehr für Vorsorge-Untersuchungen geworben wird. Das Thema wird immer noch bei Männern tabuisiert. Ich habe mich intensiv damit auseinander gesetzt und gehe ein Mal im Jahr zur Kontrolle. Das ist das Mindeste, was ich für mich tun kann", so Dr. Henning Scherf (66) in einer von Deutschlands Urologen (DGU und BDU) initiierten Umfrage unter Prominenten zum Thema Männergesundheit. Damit gehört Bremens Bürgermeister zu den wenigen deutschen Männern, die die Möglichkeit zu Vorsorge und Früherkennung nutzen. Denn mit etwa 15 Prozent nimmt nur ein erschreckend kleiner Teil der über
45-Jährigen diese Chance auf ein besseres und längeres Leben wahr.
Der Großteil der deutschen Männer setzt seine Gesundheit aufs Spiel. Sie scheuen den Gang zum Spezialisten - mit dem Ergebnis, dass Jahr für Jahr mehr als 11.000 Männer an Prostata-Krebs sterben, obwohl bei frühzeitiger Erkennung der Krankheit neun von zehn Patienten geheilt werden könnten. "Die Prostata ist leider für viele immer noch ein Tabuthema", bedauert auch Dr. Margit Fisch, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und Leiterin des Urologischen Zentrums Hamburg. Dabei haben sich Prostataleiden längst zur Volkskrankheit entwickelt. Etwa drei Millionen Männer sind in Behandlung. Nach Schätzungen von Medizinern leidet rund die Hälfte der 50-Jährigen an einer - meist gutartigen Vergrößerung der Prostata. Der Prostata-Krebs ist inzwischen mit geschätzten
40 670 Neuerkrankungen im Jahre 2000 die häufigste Krebserkrankung beim Mann.
Mit ihrer Prominenten-Aktion wollen deutsche Urologen die Vorsorgebereitschaft der Männer steigern. "Nur durch eine gute Aufklärung können wir die Männer vermehrt zur Teilnahme an der Krebsfrüherkennung bewegen", so der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen (BDU), Dr. Klaus Schalkhäuser.
In der Tat fehlt es oft an Wissen. "Ich bin erschreckend wenig informiert und war noch nie bei der Vorsorge. Das werde ich schnellstens ändern," sagt Schauspieler Gustav Peter Wöhler (48) stellvertretend für viele Männer, die Folgendes wissen sollten:
DGU und BDU raten zu einer jährlichen Kontrolle ab dem 50. Lebensjahr. Denn mit Anfang 40 beginnt der Testosteronspiegel zu sinken, was zu Veränderungen an der Prostata führen kann. Beim Urologen wird eine rektale Untersuchung durch Abtasten vorgenommen. Die Krankenkassen zahlen diese ab dem 45. Lebensjahr.
"Ideal für die Früherkennung des Prostatakarzinomes ist ein Bluttest zur PSA-Bestimmung. Dabei sollten die Patienten über die Vor- und Nachteile dieser Untersuchung sowie über die gegebenenfalls erforderlichen weiteren Maßnahmen bei verdächtigem Befund, wie zum Beispiel eine Biopsie der Prostata, genau aufgeklärt werden", sagt Professor Dr. Manfred Wirth, Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie des Universitätsklinikums Dresden.
PSA (prostata-spezifisches Antigen) ist ein Eiweißstoff, der in der Prostata gebildet wird und bei verschiedenen Erkrankungen, z.B. einer Entzündung, einer gutartigen Vergrößerung oder einem Tumor, vermehrt ins Blut abgegeben wird. Die Kosten von 20 Euro für einen PSA-Test, müssen selber getragen werden.
Laut Schätzungen erkrankt alle 20 Minuten ein Mann in Deutschland an Prostata-Krebs - unbemerkt! Vorsorge kann sein Leben retten.
"heute journal"-Moderator Klaus-Peter Siegloch (58): "Ich gehe ein Mal im Jahr zur Kontrolle. Bei Früherkennung ist Prostata-Krebs immerhin zu fast 90 Prozent heilbar." Gemeinsam mit ihm machen sich jetzt viele prominente deutsche Schauspieler, Politiker, Sportler und Journalisten in der Informations-Aktion der DGU und des BDU für mehr Aufklärung in puncto Männergesundheit stark!
Journalist Geert Müller-Gerbes (67, "Wie bitte?!"): "Wer einmal betroffen ist, merkt erst, wie viele andere es auch sind. Ich gehe regelmäßig zur Vorsorge."
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (45): "Es ist sehr wichtig, dass auf die Notwendigkeit der Krebs-Vorsorge in der Öffentlichkeit hingewiesen wird. Die Zahl von jährlich 40 000 neu erkrankten Männern an Prostata-Krebs ist doch sehr erschreckend."
Schauspieler Volker Brandt (69, "Tatort"): "Bis vor kurzem war ich gar nicht gut informiert, ich kannte auch nicht meinen PSA-Wert. Das hat sich geändert, seit ich leider jemanden kennen lernte, der an einem Prostata-Karzinom erkrankt ist. Ein Grund für mich, endlich zur Vorsorge gegangen zu sein."
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie
Niedriger PSA-Wert bei Übergewicht
24.01.2005 -
Ein Bluttest kann Hinweise auf Krebs der Vorsteherdrüse liefern. Das Testresultat hängt jedoch auch vom Gewicht des Patienten ab, haben amerikanische Mediziner entdeckt. Je mehr ihre gesunden Versuchsteilnehmer auf die Waage brachten, desto weniger Prostata-spezifisches Antigen (PSA) fand sich in ihrem Blut.
PSA wird von den Zellen der Vorsteherdrüse produziert und in geringen Mengen auch an das Blut abgegeben. Erhöhte Spiegel des Proteins liefern einen ersten Verdacht auf ein Prostatakarzinom, können jedoch auch auf eine Entzündung von Blase oder Prostata zurückgehen. Der Einsatz des Tests für Reihenuntersuchungen ist daher umstritten. Nach Ansicht einiger Fachleute überwiegen die Nachteile durch fälschlicherweise positive Testresultate und durch die Entdeckung solcher Tumoren, die voraussichtlich keine Probleme bereiten würden.
Jacques Baillargeon von der University of Texas, San Antonio, und seine Kollegen bestimmten nun Body-Mass-Index und PSA-Spiegel bei 2.779 Männern, die nicht an Prostatakrebs erkrankt waren. Wie die Forscher im Fachblatt "Cancer" berichten, fanden sie einen klaren Zusammenhang zwischen beiden Werten: Unabhängig von Alter und ethnischer Herkunft der Teilnehmer sank die PSA-Konzentration, je höher der BMI war.
Nach Ansicht der Mediziner könnte dieses Resultat frühere Berichte über einen schlechtern Krankheitsverlauf bei übergewichtigen Männern mit Prostatakrebs erklären. Möglicherweise werde die Erkrankung bei diesen Personen erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, wenn der Tumor weniger gut behandelbar sei. Offenbar müssten die Messwerte bei Vorsorgeuntersuchungen je nach Gewicht des Patienten unterschiedlich gedeutet werden.
Forschung: Jacques G. Baillargeon, Department of Pediatrics, University of Texas Health Sciences Center, San Antonio; und andere
Online-Veröffentlichung Cancer, 24. Januar 2005, DOI 10.1002/cncr.20856
Quelle: Scienceticker
"Knochenstark bei Krebs" - Patientenzeitung für Männer mit Prostatakrebs Frankfurt (ots) 20.01.2005 - Ab sofort haben Patienten mit Prostatakrebs ihre eigene Zeitung. Unter dem Namen "Knochenstark bei Krebs" gibt die gleichnamige Initiative eine kostenlose Patientenzeitung heraus. Aktuelles zur Diagnose und Therapie des Prostatakarzinoms wird sachlich und für Nicht-Mediziner verständlich dargestellt.
Die Zeitung bietet umfassende Informationen zum Thema "Prostatakrebs" und gibt wertvolle Tipps zu begleitenden Therapiemaßnahmen wie Ernährung und Sport. Die erste Ausgabe beschäftigt sich insbesondere mit dem Thema "Knochenmetastasen" und der Therapie mit Bisphosphonaten. Knochenmetastasen sind die häufigste Folgeerscheinung beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom - bis zu 75 Prozent der Betroffenen leiden daran.
Die Patientenzeitung kann auf der Internetseite www.knochenstark.de unter service / broschüren kostenlos bestellt oder direkt bei der Initiative "Knochenstark bei Krebs", Postfach, 60147 Frankfurt am Main, unter dem Kennwort "Patientenzeitung" angefordert werden.
Was Patienten besonders interessiert?
Krebspatienten möchten zunehmend wissen, was sie selbst tun können, um ihre Krankheit besser in den Griff zu bekommen. Unter der Rubrik "Knochenstarke Tipps" erhalten Patienten Ratschläge zu begleitenden Therapiemaßnahmen. Dabei spielt die gezielte Bewegung eine besondere Rolle. Patienten erfahren, warum Bewegung trotz Krebs wichtig für die Stärkung des Immunsystems ist und warum sich Nordic Walking als sanfte Sportart besonders eignet.
In der Rubrik "Von Patienten für Patienten" können Betroffene selbst zu Wort kommen oder von Erfahrungen anderer profitieren. Zudem haben die Leser die Möglichkeit, einen Aufenthalt für eine Woche im Dorint Sofitel Vital Royal in Tirol, Österreich zu gewinnen.
Über die Initiative "Knochenstark bei Krebs"
Die Initiative wurde gemeinsam mit Experten und Patienten ins Leben gerufen und bietet umfassende Informationen zum Thema "Knochenmetastasen" an. Patienten erhalten hier die Möglichkeit, Fragen an einen Expertenrat zu stellen.
Quelle: Initiative "Knochenstark bei Krebs"
Erhöhte Neuerkrankungsrate bei Prostatakrebs: Eine Frage der Früherkennung?
11.01.2005 - Seit rund fünfzig Jahren erkranken in den westlichen Industrienationen immer mehr Männer an Prostatakrebs - und die Patienten werden immer jünger. Dass diese Steigerung zumindest teilweise auf die Einführung von Früherkennungsuntersuchungen zurückzuführen ist, zeigt eine neue Studie* aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum.
Basierend auf den Daten des schwedischen Familienkrebsregisters errechneten die Epidemiologen Professor Dr. Kari Hemminki und Dr. Justo Lorenzo Bermejo, dass sich die Anzahl von Prostatakrebsfällen in Schweden zwischen 1960 und 2002 in etwa verdreifacht hat. Die Steigerung verlief in zwei Phasen: Bis 1995 erhöhte sich hauptsächlich die Erkrankungsrate älterer Männer über siebzig Jahre. Der steile Anstieg der Kurve nach 1995 betraf vor allem jüngere Männer in den Sechzigern.
Während der ersten Phase bis 1995 wurden zur Frühdiagnose von Prostatakarzinomen in der Regel Gewebebiopsien durchgeführt. Zeitgleich mit der zweiten Phase des Anstiegs fiel jedoch die Verbreitung des Tests auf prostataspezifisches Antigen (PSA). Es liegt daher nahe, dass diese einfache Blutuntersuchung auch von jüngeren Männern wahrgenommen wurde, die noch keine Symptome einer Krebserkrankung zeigen. Dass dabei sehr frühe Karzinome entdeckt werden, könnte den Anstieg zumindest teilweise erklären.
Eine ähnliche Steigerung der Erkrankungsraten wurde z. B. bei Brustkrebs nach Einführung des Mammographie-Screenings und bei Gebärmutterhalskrebs nach Beginn der Früherkennung durch den PAP-Abstrich beobachtet.
Auch das familiäre Krebsrisiko wird durch die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen beeinflusst. Hemminki und Lorenzo Bermejo analysierten die Daten von Brüderpaaren, die jeweils beide von Prostatakrebs betroffen waren. Erkrankt einer der Brüder, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich der andere aus Sorge um die eigene Gesundheit einer Früherkennungsuntersuchung unterzieht. Dabei werden möglicherweise Karzinome entdeckt, die sich noch durch keinerlei Symptome bemerkbar machen und unter anderen familiären Umständen erst Jahre später erkannt worden wären.
Wegen dieses Effekts, so geben die Wissenschaftler zu bedenken, ist auch bei der Analyse von Daten zum genetischen Krebsrisiko Vorsicht geboten: Das menschliche Verhalten unterliegt vielen Einflüssen, die sich in der Krebsstatistik niederschlagen und auf den ersten Blick fälschlicherweise als Einfluss der Gene gedeutet werden könnten.
* Kari Hemminki, Rajesh Rawal und Justo Lorenzo Bermejo: Prostate Cancer Screening, Changing Age-specific Incidence Trends and Implications on Familial Risk. International Journal of Cancer 113, 312; 2005
Weitere Informationen: http://www.dkfz.de
Prostatkrebs: "Wunderheilmittel" aus dem Versand - Verbraucherzentralen und Urologen nehmen den Kampf dagegen auf
Berlin / Düsseldorf - 29.12.2004 - Alarmstufe Rot: Auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände (BVZV) warnt eindringlich vor den "Wunderheilern", die unter den Namen "Dr. Zimmermann" und "Dr. Weissenberg" deutschlandweit per Brief Werbung für Wunderpräparate machen, die angeblich vor Prostatabeschwerden schützen. Damit schließt der BVZV sich der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) und dem Berufsverband der Urologen (BDU) an, die sich seit einem Jahr bemühen, den Geschäftemachern der VitaminShop Direct Inc. - eine Briefkastenfirma mit Sitz im niederländischen Kerkrade - das Handwerk zu legen.
In den Werbeschreiben werden in unverantwortlicher Weise Männer dazu aufgefordert, einzig und allein auf Präparate zu vertrauen, deren Wirkung in keiner Weise belegt ist, und sie werden eindringlich vor der Konsultation von Schulmedizinern gewarnt. Aus diesem Grund hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegen "Dr. Zimmermann" und "Dr. Weissenberg" Strafanzeige gestellt.
Der BVZV, der im Gegensatz zur DGU auch in Wettbewerbsangelegenheiten klagebefugt ist, hat darüber hinaus eine Unterlassungsklage angestrengt, um den weiteren Versand der Werbebriefe zu unterbinden, und recherchiert jetzt europaweit über ein Netz der Verbraucherzentralen in Sachen VitaminShop Direct Inc.
"Wir sind erleichtert, dass nun auch die Verbraucherzentralen unsere Ansicht teilen und sich bemühen, Patienten vor diesen selbst ernannten Wunderheilern zu schützen", sagt
DGU-Pressesprecherin Dr. Margit Fisch, Leiterin des Urologischen Zentrums Hamburg. Sicherlich wird es nicht möglich sein, den Vertrieb der Präparate als solches zu untersagen; es wäre aber schon äußerst hilfreich, wenn die bisherige gesundheitsgefährdende Werbestrategie untersagt würde.
An anderer Stelle haben die Sorgen der Urologen um die Gesundheit ihrer Patienten offenbar nicht so viel Eindruck gemacht: Trotz diverser Schreiben an das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung in Berlin wartet die DGU vergeblich auf eine Antwort. Ministerin Ulla Schmidt (SPD) und ihr Ministerium hüllen sich hartnäckig in Schweigen.
Dabei schüren die "Wunderheiler" nicht nur in perfider Weise die Ängste der Männer vor Prostatakrebs, sie zerstören auch das Vertrauensverhältnis vieler Patienten zu ihrem Arzt. Es ist zu vermuten, dass "Dr. Zimmermann" und "Dr. Weissenberg" Zugriff auf datengeschützte Patienteninformationen haben, da gezielt Männer angeschrieben werden, die gerade eine Prostatauntersuchung mit PSA-Test hinter sich haben oder bei denen eine Prostatakrankheit diagnostiziert wurde.
In der Pressestelle der DGU und des BDU steht seit Wochen das Telefon nicht mehr still, weil sich Urologen und auch Hausärzte melden, deren Patienten vermuten, ihr Arzt habe ihre Daten weitergegeben. "Das ist selbstverständlich nicht der Fall, aber alleine eine solche Vermutung kann begreiflicherweise das Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Arzt zerstören", sagt
Dr. Margit Fisch. Auch deshalb wollen DGU, BDU und der Bundesverband der Verbraucherzentralen alles tun, was in ihrer Macht steht, um die Patienten vor den Briefen der Wunderheiler zu schützen - notfalls auch ohne Rückendeckung aus dem Gesundheitsministerium.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie
Ultraschall zerstört den Prostatakrebs
12.11.2004 - Ein neues Ultraschallgerät in der HELIOS Klinik Borna erweitert die Therapiemöglichkeiten bei Prostatakrebs. Für manche Betroffene bietet die Zerstörung des Tumors mit hoch intensivem, fokussiertem Ultraschall (HIFU) eine Alternative zur Operation. Bisher ist das Ultraschallgerät erst an drei Klinikstandorten Deutschlands - in Hamburg, Regensburg und München - fest etabliert. Weitere sieben Kliniken betreiben das Gerät mobil.
Dr. Dietmar Schulz, Chefarzt der Urologischen Abteilung der HELIOS Klinik Borna:
"Prostatakrebs ist die häufigste Tumorerkrankung bei Männern, ein operativer Eingriff ist oft unumgänglich. Eine offene Operation wäre belastend für den Patienten, er verliert Blut und wird meist impotent. Die minimalinvasive Technik ist dagegen für unsere Patienten besonders schonend. Wir setzen dieses neue Therapieverfahren ein, wenn eine radikale Entfernung der Prostata wegen Begleiterkrankungen, Blutungsrisiko oder wegen des hohen Patientenalters nicht in Frage kommt."
Ultraschall dient in der Medizin vornehmlich diagnostischen Zwecken, um zum Beispiel innere Organe zu beurteilen oder Föten im Mutterleib zu überwachen. Bei der neuen therapeutischen Anwendung werden Schallwellen gebündelt und durch eine Art Hohlspiegel in die Prostata geleitet. So entstehen Temperaturen von 80 Grad Celsius, womit das Gewebe in der Prostata punktgenau thermisch zerstört und praktisch weggeschmolzen wird.
Die HIFU-Behandlung erfolgt in einer sogenannten Rückenmarksnarkose und dauert etwa zwei Stunden. Die Ultraschallwellen werden dabei über eine Sonde durch den Enddarm in die Prostata gebracht, so dass kein Schnitt gemacht werden muss. Der Patient spürt so gut wie nichts von der Behandlung und kann die Klinik nach drei Tagen wieder verlassen.
Erfahren Sie hier mehr über dieses Thema: http://www.helios-kliniken.de
Testosteron-Entzug macht Männer vergesslich
27.10.2004 - Bei Patienten mit Prostatakrebs wird mitunter die Produktion von Testosteron unterdrückt, um das Tumorwachstum zu bremsen. Amerikanische Neurowissenschaftler haben nun einen verblüffenden Nebeneffekt dieser Therapie beobachtet. Die Patienten konnten sich eine Liste von Wörtern zwar ähnlich gut einprägen wie Kontrollpersonen, hatten sie aber rasch wieder vergessen.
"Wenn ich sie sofort nach den Wörtern fragte, konnten sie sich ebenso gut daran erinnern wie Männer, bei denen keine Hormon-Unterdrückung durchgeführt wurde", erläutert Joseph Bussiere von der Oregon Health Sciences University in Portland. "Nur zwei Minuten später erbrachten sie aber deutlich schlechtere Leistungen. Das Problem liegt im zeitlichen Abstand von Einprägen und Abfragen."
Laut den Forschern zeigen ihre Resultat, dass die Testosteron-Unterdrückung die Festigung von Erinnerungen durch den Hippocampus stört, einer für Lernen und Gedächtnis zentralen Gehirnregion. "Bei Studien mit Personen mit einer Schädigung des Hippocampus, etwa durch eine frühe Alzheimer-Erkrankung oder einen Schlaganfall, tritt genau dieses Muster auf", erläutert Bussieres Kollegin Jeri Janowsky. Ihre Resultate präsentieren die Forscher auf dem Jahrestreffen der Society for Neuroscience in San Diego.
An der Studie nahmen 14 Patienten mit Prostatakarzinom, bei denen eine so genannte Androgen-Ablation durchgeführt wurde, und 16 gleichaltrige Männer teil. Zunächst mussten sie entscheiden, ob die Wörter auf einer Liste groß- oder kleingeschrieben waren bzw. natürliche oder vom Menschen produzierte Gegenstände bezeichneten. Unmittelbar danach, zwei Minuten oder zwölf Minuten später testeten die Forscher, wie viele Wörter sich die Teilnehmer gemerkt hatten. Dabei habe sich dann gezeigt, dass die Patienten "die Information erfassen, ihr Hippocampus sie dann aber nicht festigen und an das Gedächtnis weitergeben kann", so Janowsky.
Forschung: Joseph R. Bussiere, Michelle B. Neiss, Tomasz M. Beer und Jeri S. Janowsky, Departments of Behavioral Neusciences, Medicine und Neurology, Oregon Health Sciences University, Portland
Präsentation auf dem Annual Meeting of the Society for Neuroscience, San Diego
Quelle: Scienceticker
Europäische Woche gegen Krebs 2004: Passivrauchen macht krank
08.10.2004 - Die Berliner Krebsgesellschaft weist im Rahmen der Europäischen Woche gegen Krebs auf die Gefahren des Passivrauchens hin. Über die Telefonhotline 030-2832400 informiert die Berliner Krebsgesellschaft wochentags von 9-17 Uhr zum Zusammenhang zwischen Nikotingebrauch und Krebserkrankungen und bietet Tipps und Adressen zur Rauchentwöhnung. Zudem soll in der Europawoche das Bewusstsein für die Folgen des Rauchens in Gegenwart von Kindern geschärft werden.
Die Grundlagen für ein gesundes Leben und das Bewusstsein für die eigene Gesundheit werden im Kindes- und Jugendalter gelegt. Die gesundheitliche Situation von Kindern und Heranwachsenden hat sich in den Industriestaaten in den vergangenen Jahrzehnten fundamental gewandelt. Die Säuglingssterblichkeit und die Sterblichkeit zwischen dem 1. und dem 15. Lebensjahr gingen dramatisch zurück. Dies ist vor allem auf die Eindämmung von Infektionserkrankungen zurückzuführen. Doch dieser Fortschritt wird begleitet von neuen und durchaus gravierenden Gesundheitsproblemen bei Kindern. Dazu zählen Übergewicht, zunehmende Essstörungen und Gesundheitsbeeinträchtigungen, die durch das Rauchen und, bei Kindern, vor allem durch das Passivrauchen, auch als ETS: "Environmental Tobacco Smoke" bezeichnet, hervorgerufen werden.
Die Berliner Krebsgesellschaft unterstützt darum Berliner Initiativen wie das Forum Rauchfrei Berlin und die Kampagne "Berlin qualmfrei". Mit 5.000 Euro fördert die wissenschaftliche Fachgesellschaft hier den Videowettbewerb "Rauchfreies Berlin". Der Wettbewerb ist von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz gemeinsam mit den zwölf Berliner Bezirken ausgeschrieben. Einsendeschluss ist der 30. November 2004.
Mehr Infos gibt es auf www.berlin.de/sengsv/drogen_und_sucht/qf_start.html
Quelle: Berliner Krebsgesellschaft e. V.
Viel Testosteron, hohes Risiko für Prostatakrebs
11.05.2004 - Bei Männern über 50 steigt das Risiko für Prostatakrebs mit dem Testosteronspiegel. Das zeigt eine Langzeitstudie, deren Ergebnisse amerikanische Urologen auf einer Fachtagung in San Francisco vorstellen. Nach der Hormonersatztherapie für Frauen sollte nun auch die für Männer einer kritischen Prüfung unterzogen werden, so die Forscher.
"Da die Testosteron-Ersatztherapie die Menge freien Testosterons im Blut erhöht, sollten ältere Männer, die eine solche Therapie erwägen oder bereits erhalten, über diese Verbindung aufgeklärt werden, bis weitere Daten aus Langzeitstudien vorliegen", sagt Kellogg Parsons von der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland.
Vierzig Jahre lang verfolgten Parsons und seine Kollegen den Werdegang von 759 Männern, von denen 111 schließlich an Prostatakrebs erkrankten. Die Datenanalyse zeigte, dass das Erkrankungsrisiko mit dem Spiegel freien Testosterons im Blut stieg. Der Zusammenhang war unabhängig von Größe, Gewicht sowie Fett- bzw. Muskelmasse. Der Spiegel an Gesamttestosteron spielte ebenfalls keine Rolle.
Ähnliche Zusammenhänge waren bereits im Falle der Hormonersatztherapie für Frauen in den Wechseljahren nachgewiesen worden. Studienteilnehmerinnen, die Östrogene erhielten, erkrankten deutlich häufiger an Brustkrebs und koronarer Herzkrankheit und erlitten häufiger Schlaganfälle und Thrombosen. Medziner raten daher, die Vor- und Nachteile einer solchen Therapie kritisch gegeneinander abzuwägen.
Forschung: J. Kellog Parsons und H. Ballentine Carter, Brady Urological Institute, Johns Hopkins University, Baltimore, Maryland; und andere
Präsentation auf dem Annual Meeting of the American Urological Association, San Francisco
WWW:
Prostatakrebs
Hormondefizite des alternden Mannes
Quelle: Scienceticker
Samenergüsse könnten vor Prostatakrebs schützen
07.04.2004 -
Ein reges Geschlechtsleben bringt kein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs mit sich. Das haben amerikanische Mediziner ermittelt. Im Gegenteil scheinen häufige Samenergüsse das Risiko für Krebs der Vorsteherdrüse sogar zu senken. Der günstige Effekt könnte zustande kommen, indem Krebs fördernde Chemikalien aus der Prostata gespült werden.
In Deutschland ist Prostatakrebs mit jährlich fast 32.000 neuen Fällen die häufigste Krebsart bei Männern. Hypothesen zufolge könnte starke sexuelle Aktivität die Erkrankung durch erhöhte Testosteron-Spiegel begünstigen, erläutern Michael Leitzmann vom National Cancer Institute in Bethesda, Maryland, und seine Kollegen. Allerdings sei die Datenbasis bislang recht karg gewesen.
Die Mediziner verfolgten den Werdegang von über 29.000 amerikanischen Männern im Alter von 46 bis 81 Jahren. Diese hatten in Fragebögen unter anderem Auskunft darüber gegeben, wie häufig sie Samenergüsse gehabt hatten - beim Geschlechtsverkehr, durch Selbstbefriedigung herbeigeführt oder im Schlaf. In den meisten Häufigkeitskategorien war kein Zusammenhang mit dem Risiko für Prostatakrebs festzustellen, berichten die Forscher im "Journal of the National Cancer Institute".
Tatsächlich schienen Männer mit 21 oder mehr Samenergüssen pro Monat sogar ein 33 Prozent geringeres Erkrankungsrisiko aufzuweisen als jene mit höchstens sieben Samenergüssen im Monat. "Diese Zusammenhänge konnten durch potenzielle Prostatakrebs-Risikofaktoren wie Alter, Familiengeschichte, Syphilis, Gonorrhö, Rauchen und Ernährung nicht erklärt werden", schreiben Leitzmann und Kollegen. Bereits im letzten Jahr waren australische Forscher zu ähnlichen Resultaten gekommen.
Forschung: Michael F. Leitzmann, Division of Cancer Epidemiology and Genetics, National Cancer Institute, National Institutes of Health, Bethesda, Maryland; und andere
Veröffentlicht in Journal of the National Cancer Institute, Vol. 291(13), 7. April 2004, pp 1578-86
Quelle: Scienceticker
Deutsche
Krebshilfe sieht Handlungsbedarf bei Therapiestudien
Köln/Bonn
- 29.01.2004 - Prostatakrebs ist heilbar, wenn er frühzeitig
erkannt wird. "Deshalb plädieren wir klar für
eine breite Information zur Krebs-Früherkennung. Allerdings
können wir uns bei der heutigen Datenlage nicht für
ein allgemeines Anschreiben zum Beispiel über Meldeämter
für ein PSA-Screening aussprechen", betonte Professor
Dr. Herbert Rübben, Direktor der Urologischen Klinik
des Universitätsklinikums Essen, am Wochenende auf
einer Ärztetagung der Mildred Scheel Akademie in Köln.
Die Früherkennung von Prostatakrebs
bietet die größte Chance auf Heilung. Die von
den Krankenkassen finanzierte Krebs-Früherkennungsuntersuchung
stützt sich dabei auf die Tastuntersuchung durch den
Mastdarm, eine Methode, bei der ein Prostatakarzinom im
Frühstadium jedoch nicht ausreichend zuverlässig
entdeckt wird. Deshalb sprechen sich Experten dafür
aus, diese Untersuchung durch die Bestimmung des Prostata-spezifischen
Antigens (PSA) zu ergänzen, und zwar bei Männern
ab 50 Jahren beziehungsweise ab 45, wenn eine familiäre
Vorbelastung vorliegt. "Aber", so Professor Dr.
Herbert Rübben, Direktor der Urologischen Klinik des
Universitätsklinikums Essen, "ein allgemeines
PSA-Screening, bei dem zum Beispiel über Meldeämter
alle Männer ab 50 Jahren aufgerufen werden, den PSA-Test
zu machen, lässt sich aufgrund der Studienergebnisse
derzeit nicht rechtfertigen.
Vor der ersten PSA-Bestimmung müssen
die Männer über die diagnostischen Schritte informiert
werden, die sich anschließen, wenn der PSA einen bestimmten
Wert übersteigt. Dazu gehört als erste Maßnahme
die Gewebeentnahme (Biopsie) aus der Prostata. Nach dem
heutigen Stand der Medizin wird ein Schwellenwert von 4,0
ng/ml als Indikation zu einer weiteren Abklärung angesehen.
Bei der Behandlung von Prostatakrebs ist
die radikale Entfernung oder eine Bestrahlung der Prostata
die Therapie der Wahl, zumindest so lange der Tumor auf
das Organ begrenzt ist. Wie eine skandinavische Studie jetzt
zum ersten Mal belegen konnte, verlängert die Operation
das metastasenfreie Überleben im Vergleich zum so genannten
"watchful waiting", also der kontrollierten Beobachtung
ohne therapeutische Maßnahmen. Den Ärzten stehen
auch bei fortgeschrittenen Tumoren eine Reihe therapeutischer
Möglichkeiten zur Verfügung: die Hormonbehandlung,
aber auch der Einsatz von zum Beispiel Bisphosphonaten zur
Stützung der Knochensubstanz bei langer Hormonbehandlung.
Aber bei welchem Patienten sollen welche Behandlungsvarianten
zu welchem Zeitpunkt und in welcher Reihenfolge und Kombination
angewendet werden? Hier gehen die Expertenmeinungen auseinander,
und umfassende Studien, die Antworten auf diese Fragen geben
könnten, fehlen. "Um die Behandlungsergebnisse
für Männer mit Prostatakrebs zu verbessern und
in Deutschland eine flächendeckende, hochqualifizierte
Therapie zu erreichen, brauchen wir dringend Therapiestudien",
betont Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen
Krebshilfe. "Die Deutsche Krebshilfe als bundesweit
größter privater Förderer onkologischer
Studien wird sich dafür einsetzen, dass für Männer
mit Prostatakrebs optimale Behandlungskonzepte entwickelt
werden."
Weitere
Informationen finden Sie im WWW: http://www.krebshilfe.de