Computerprogramm hilft bei Krebsoperationen
Software stellt Tumore dreidimensional dar
Heidelberg - 16.08.2005 - Um Krebspatienten während eines operativen Eingriffs besser schützen zu können, haben Bioinformatiker des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) http://www.dkfz.de eine Software entwickelt, die es Ärzten ermöglicht, Operationen noch genauer zu planen und durchzuführen. Das Computerprogramm wandelt zweidimensionale Daten einer Computer- oder Kernspintomographie in eine dreidimensionale Rekonstruktion um. In der Universitätsklinik Heidelberg wurde die Software erstmals bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs) angewendet.
Bei Pankreaskrebs ist es besonders wichtig, die genauen anatomischen Verhältnisse rund um den Tumor zu kennen, da in der unmittelbaren Nachbarschaft verschiedene Organe und wichtige Blutgefäße liegen. "Je mehr Informationen ich über den Tumor erhalte, desto besser stehen die Chancen für eine erfolgreiche Operation", sagt Markus Büchler, Ärztlicher Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg.
Das Bild des Tumors, das mit der neuen Software erstellt werden kann, ist in alle Richtungen drehbar und stellt Organe und Tumore in räumlicher Beziehung zu benachbarten Strukturen dar. Die räumliche Darstellung vermittelt den Ärzten dabei außerdem eine exakte Vorstellung von Lage und Ausmaß der Geschwulst. Anhand dieser Bilder ist es Radiologen möglich, präzisere Befunde zu erstellen. Dem Chirurgen hilft das Bild außerdem während der Operation bei der Orientierung.
Weitere computergestützte Operationen sollen nun zeigen, ob die Ärzte das Tumorgewebe mit Hilfe der neuen Methode schonender und gründlicher entfernen und so operationsbedingte Komplikationen und Rückfälle besser vermeiden können.
Quelle: pte
Krebsschutz Olivenöl - Ölsäure vermindert Aktivität eines Krebsgens
Baierbrunn 03.03.2005 (ots) - Die in Olivenöl enthaltene Ölsäure hat sich in Laborversuchen als Hemmstoff eines bekannten Krebsgens erwiesen, berichtet das Apothekenmagazin "Baby&Familie". Forscher der Northwestern Universität in Chicago haben herausgefunden, dass die Ölsäure die Aktivität des Krebsgens um 46 Prozent verringert.
Bild: mediengestalterei / photoCase
Das Gen ist den Angaben der Wissenschafter zufolge an 25 bis 30 Prozent aller Brustkrebsfälle beteiligt. Noch ein Vorteil des Olivenöls zeigte sich: Es verbesserte die Wirksamkeit des Brustkrebs-Medikaments Herceptin. Die Forscher selbst warnen aber vor übereilten Hoffnungen. Noch seien mehr Studien nötig.
Quelle:
Wort und Bild - Baby & Familie