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 Die Inhaltsübersicht

- Cannabis zerstört Leukämie-Krebszellen -
Blick auf die Gene enthüllt Zerstörungspotenzial
- Kava gegen Leukämie und Eierstockkrebs
- Minimal-Bestrahlung kann Krebs stoppen
- Leberleiden: früh erkennen hilft heilen
- 200 Proteine geben Auskunft über Lebererkrankungen -
Spanischer Biochemiker setzt auf Proteomik
- Schwedische Kontrastmittelfirma beginnt klinische Phase III Studien mit neuem Mittel zur MRT-Bildgebung der Leber
- Immer mehr Frauen mit Lungenkrebs -
Verdoppelung der Anzahl in zwanzig Jahren
- Am Lungentag rückt "Atemnot" in den Blickpunkt der Öffentlichkeit
- Diagnose Krebs - wenn die Eltern das Laster nicht lassen -
Studie zeigt erhöhtes Krebsrisiko durch rauchende Eltern
- Frauen unterschätzen Gefährdung durch COPD -
Lungenerkrankungen werden bald vierthäufigste Todesursache
-
Mehr als 39 000 Sterbefälle durch Lungenkrebs
- Neue Transplantationstechnik heilt Leukämie -
Aufbereitung von ungeeignetem Spendematerial eröffnet frühe Heilungschancen
-
Schnüffeldiagnose für Lungenkrebs /
Elektronische Nase in der Größe eines Inhalators verspricht Früherkennung

-
US-Forscher entdecken Pflanze gegen Leukämie
-
Raucher unterschätzen bestehende Gesundheitsrisiken enorm
-
Radon ist zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs
Europaweite Studie: Lungenkrebsrisiko durch Radon in Aufenthaltsräumen ist nicht zu vernachlässigen, Maßnahmen zur Radonverminderung sind dringend erforderlich
- Frühwarnsystem kündigt Rückfall einer Leukämie an:
Wiederauftreten der Leukämie bei Kindern verhindern

- Rauchen: Lungenkrebs nur der Spitzenreiter - Viele andere Tumore von Tabakschadstoffen mitverursacht
- Lungenkrebsrisiko durch Radon in Innenräumen
- FDA erteilt Zulassung für superDimension/Bronchus-System
- Verbindung zwichen Allergie und Blutkrebs
- Die Behandlung von gerade diagnostizierter akuter promyelozytischer Leukämie mit Arsentrioxid könnte den Bedarf an
Anthrazyklin-Chemotherapien beseitigen
- Neue Ziele in der Leukämieforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum
- Viel Obst, weniger Lungenkrebs - Studie: Fleißige Obstesser verringerten Risiko um 40 Prozent
- Callisto lizenziert Annamycin, ein Medikament in Phase II
klinischer Prüfung gegen Leukämie
- Fahndung nach Lymphom-Risiken

- Patienten mit Lungenkrebs fühlen sich stigmatisiert.
Umwelt macht Betroffene für ihre Krankheit verantwortlich

-
Das Rauchen löst genetische Veränderungen aus.
Genetische Muster sollen Krebsrisiko vorhersagbar machen

- Hoher Obstverzehr schützt vor Lungenkrebs
- "Setzen Sie ein Handzeichen gegen Krebs!" -
Informationskampagne startet am 21.06.2004

- Aggressiver Lymphdrüsenkrebs - neues Medikament steigert
Heilungsrate auch bei jungen Patienten

- Software erkennt Lungenkrebs schon im Frühstadium
- Blauer Ratgeber - Lungenkrebs
- Lebermetastasen
- Leberkrebs
- Leukämie

 

Cannabis zerstört Leukämie-Krebszellen -
Blick auf die Gene enthüllt Zerstörungspotenzial

London/Bonn - 01.03.2006) - Englische Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Cannabis-Stoff Tetrahydrocannabinol (THC) Krebszellen zerstört. Dabei hat ein Forscherteam um Wai Man Liu von der Queen Mary's School of Medicine and Dentistry http://www.qmul.ac.uk in mit THC behandelten Zellen Veränderungen bei über 18.000 Genen aufgespürt. Diese geben Aufschluss über komplexe Prozesse, die in mit dem Cannabinoid versehenen Krebszellen ablaufen und für deren Zerstörung verantwortlich sind. Ihre Studienergebnisse haben die Forscher jetzt in der aktuellen Ausgabe der Letters in Drug Design & Discovery veröffentlicht.

Hanf-Pflanze

Bisher war bereits bekannt, dass Cannabis-Stoffe als Schmerzmittel oder Appetit-Stimulans eingesetzt werden können und Übelkeit lindern. Das Potenzial als Tumor-Killer wurde jedoch erst in der letzten Zeit entdeckt. Die Forscher aus London fanden heraus, dass THC besonders auf Leukämiezellen effektiv einwirkt, die sich bei Blutkrebs im Knochenmark ausbreiten und dort die lebenswichtige Blutbildung stören. Die Ergebnisse von Liu und seinen Kollegen könnten sich für Leukämie-Patienten als lebensrettend erweisen. Jährlich erkranken daran etwa 10.000 Menschen in Deutschland.

Etwa ein Viertel der an Leukämie erkrankten Kinder reagieren nicht auf die herkömmliche Behandlung. Hier könnte THC einen neuen Ansatzpunkt liefern um alternative Therapien zu entwickeln. "Glücklicherweise gibt es ständig neue Erkenntnisse und Ansätze bei der Krebstherapie, auf diesem Feld tut sich sehr viel", betont Eva Kalbheim, Pressesprecherin der Deutschen Krebshilfe e.V. http://www.krebshilfe.de, im Gespräch mit pressetext. Allerdings gebe es über 150 verschiedene Formen von Krebs, so Kalbheim. "Deshalb ist es schwierig, von einem Anti-Krebsmittel per se zu sprechen", erklärt die Medizinerin abschließend.

Quelle: pte

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Kava gegen Leukämie und Eierstockkrebs
Europäische Studien beweisen Wirksamkeit von Südsee-Pflanze

Suva/Aberdeen - 15.02.2006 - Wissenschaftler der University of Aberdeen http://www.abdn.ac.uk und dem Laboratoire de Biologie Moleculaire du Cancer in Luxemburg http://www.lbmcc.lu haben festgestellt, dass der pazifische Rauschpfeffer Kava gegen Leukämie und Eierstockkrebs wirkt. Kava (Piper methysticum) soll, so die Forscher die Aktivierung eines Nuklearfaktors in der Produktion von Krebszellen, verhindern, berichtet das Pacific Magazine http://www.pacificmagazine.net.


Jioji Tabudravu vom Institute for Applied Sciences an der University of the South Pacific http://www.usp.ac.fj erklärte gegenüber Fiji Times Online, dass ein merkbarer Rückgang von Leukämie- und Eierstockkrebsfällen im Pazifik dazu geführt hat, die Untersuchungen aufzunehmen. "Es gibt so genannte nukleare Faktoren, die aktiviert werden und dann zur Produktion von Krebszellen führen", erklärt Tabudravu. "Kava ist offensichtlich in der Lage diese Produktion zu verhindern." Das sei auch der Grund, warum in zahlreichen Gebieten im Pazifik diese Art der Krebserkrankungen so selten vorkommen, meint der Forscher.

Tatsächlich berichten Forscher der schottischen Universität im South Pacific Journal of Natural Science, dass Kava-Extrakte Eierstockkrebs- und Leukämiezellen in Tests getötet haben. Das hat wiederum dazu geführt, eine detaillierte Studie über die genauen Wirkmechanismen und der Aktivität durchzuführen. Nach den Untersuchungen zu schließen sind es zwei Bestandteile im Kava, die für diese Mechanismen verantwortlich sind. "Die Studie machte auch deutlich, dass Kava Bestandteile keineswegs generelle Toxizität zeigten", so der Experte. Das bedeutet, dass die Bestandteile nicht jede Zelle töten.

Seit dem Verbot der Anwendungen der Kava-Kava-Produkte in vielen Staaten Europas ist der Export der Kava-Wurzel-Extrakte aus den Inseln des Pazifiks quasi zum Erliegen gekommen. Die getrocknete zerstoßene Wurzel der Kava-Pflanze wird in Melanesien und Teilen Polynesiens seit Jahrhunderten mit Wasser verdünnt getrunken. In Europa und den USA wurde der Extrakt als Sedativum in Pillenform verkauft. Eine angebliche Lebertoxizität hat zum Verbot in der westlichen Welt geführt. Zahlreiche Experten haben das allerdings als unrichtig abgewiesen
.

Quelle: pte

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Minimal-Bestrahlung kann Krebs stoppen

24.01.2006 - Bei einigen Patienten mit Lungenkrebs lässt sich der Tumor mit niedrigen Strahlungsdosen praktisch eliminieren. Das bestätigt eine neue Studie, die australischen Mediziner im Fachblatt "Cancer" vorstellen. Etwa ein Prozent der Teilnehmer überlebte demnach fünf Jahre oder länger, obwohl ihre Bestrahlung nur zur Linderung der Symptome gedacht war.

Von einer derart "gering dosierten, palliativen Strahlentherapie erwartet man normalerweise nicht, dass sie für eine langfristige Kontrolle der Krankheit ausreicht", schreiben die Forscher um Michael Mac Manus vom Peter MacCallum Cancer Centre in Melbourne. Wenn es gelänge, die besonders gut ansprechenden Patienten frühzeitig zu erkennen, könnten diese vielleicht von einer veränderten Behandlung profitieren.

Mac Manus und seine Kollegen verfolgten den Werdegang von 2.337 Patienten mit Tumoren, die zur Gruppe der nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinome gerechnet werden. In allen Fällen war der Krebs so weit fortgeschritten, dass die Patienten nicht mehr in heilender, sondern in lindernder Absicht bestrahlt wurden. Des ungeachtet lebten rund 1,1 Prozent von ihnen auch fünf Jahre nach der Diagnose noch, bei 18 schien der Lungenkrebs sogar vollständig ausgemerzt zu sein.

Immer wieder wird über scheinbar todgeweihte Krebspatienten berichtet, die ihre Krankheit auf rätselhafte Weise besiegt haben. Die neue Studie bestätige, dass bei einigen Patienten bereits eine minimale Therapie wirksam sei, so die Mediziner. Dieses Phänomen könne vielleicht jene Heilungserfolge erklären, die mitunter unorthodoxen Behandlungsmethoden oder sogar Wunderheilern zugeschrieben würden.

Forschung: Michael P. Mac Manus und Andrew Wirth, Department of Radiation Oncology, Peter MacCallum Cancer Centre, Melbourne; und andere

Quelle: scienceticker

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Leberleiden: früh erkennen hilft heilen

Eschborn (ots) - 16.01.2006 - »Erhöhte Leberwerte sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein ernstes Warnzeichen«, erklärt Dr. med. Claus Niederau, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberhilfe e.V., in der »Neue Apotheken Jllustrierte« vom 15. Januar 2006. Denn dahinter können sich gefährliche Erkrankungen wie Fettleber, Hepatitis oder sogar eine Leberzirrhose verbergen. Eine rechtzeitige Diagnose kann Schlimmeres verhindern. Früh erkannt, lassen sich zum Beispiel Hepatitis B und C mit guten Erfolgen behandeln und eine Fettleber durch Gewichtsreduktion und strikten Alkoholverzicht rückgängig machen. Doch von den 3,5 Millionen Leberkranken in Deutschland wissen die meisten nicht einmal, dass sie betroffen sind.

Der Grund: Lebererkrankungen gehen oft ohne typische Beschwerden einher. Es lohnt sich deshalb, die Leberwerte in regelmäßigen Abständen routinemäßig bestimmen zu lassen. Für eine gesunde Leber kann jeder selbst etwas tun: kalorienbewusste Ernährung, ausreichend Bewegung und Alkoholgenuss in Maßen. Außerdem empfiehlt sich als vorbeugende Maßnahme eine Impfung gegen Hepatitis A und B.

Quelle: Neue Apotheken Illustrierte

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200 Proteine geben Auskunft über Lebererkrankungen -
Spanischer Biochemiker setzt auf Proteomik

Navarra - 14.12.2005 - Der Biochemiker Enrique Santamaria Martinez von der Universität Navarra http://www.unavarra.es hat mehr als 200 Proteine identifiziert, die als Indikatoren von Lebererkrankungen herangezogen werden können. Aus diesen Forschungsergebnissen könnten in Zukunft neue Strategien zur besseren Diagnose von Hepatitis und in weiterer Folge zur Bekämpfung von Leberkrebs geschaffen werden.

Mikroskop
Quelle: Photocase

"Die Untersuchung von Lebererkrankungen ist eines der wichtigsten Ziele der Biomedizin, da eine steigende Verbreitung in der Bevölkerung feststellbar ist", erklärt Santamaria, der sich mit Gentherapie und Hepatologie beschäftigt. "Obwohl die Risikofaktoren wie genetische Faktoren aber auch Alkoholmissbrauch bekannt sind, sind die Mechanismen die an der Entstehung dieser Erkrankung beteiligt sind, bisher weit gehend unklar." Santamaria hat einen der Biomarker, die oxidierte Form des Apolipoproteins A1, in einem Blutserum von Leberkrebspatienten entdeckt. Genau aus diesem Grund sei es für das Gebiet der Diagnose relevant, erklärt der Forscher.

Die Arbeit von Santamaria erlaubt es klinischen Praktikern die Veränderungen von Proteinen in der Leber zu entdecken, und als Resultat daraus, die biologischen Fehlfunktionen schneller als bei bisher angewandten Methoden wahrzunehmen. Das ist der Fall mit Prohibitin, einem Protein, das wesentlich am ungebremsten Wachstum und der Aussiedlung von Krebszellen beteiligt ist. (pte berichtete http://pressetext.at/pte.mc?pte=050728036 ) Auch das Protein, Regucalcin, das bei der Kontrolle der zellulären Alterungsprozesse involviert ist, spielt hier eine Rolle.

Der Wissenschaftler arbeitet mit neuen Technologien wie zum Beispiel der Proteomik. Die Proteomik umfasst die Erforschung der Gesamtheit aller in einer Zelle oder einem Lebewesen exprimierten Proteine. "Diese Technik erlaubt es hunderte von Proteinen simultan zu untersuchen und auf diese Art können wir die Naturgeschichte der Erkrankungen auf dem molekularen Level definieren und Merker identifizieren, die die Diagnose und die Behandlung der Erkrankungen erleichtern", erklärt der Wissenschaftler.

Quelle: pte

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Schwedische Kontrastmittelfirma beginnt klinische Phase III Studien mit neuem Mittel
zur MRT-Bildgebung der Leber

Lund, Schweden (ots/PRNewswire) - 06.10.2005 - CMC Contrast AB beginnt die klinischen Phase III Studien eines neuen vielversprechenden Kontrastmittels zur Abtastung von Lebertumoren mittels Magnetresonanztomografie (MRT). Die klinischen Phase I und Phase II Studien lieferten ausgezeichnete Ergebnisse.

CMC Contrast AB begann die Entwicklung im Jahre 2000, die auf einem Patent des Erfinders Professor Henrik S. Thomsen von der Abteilung für Radiologie an dem ausserhalb von Kopenhagen gelegenen Universitätskrankenhaus Herlev beruht.

Das Kontrastmittel (CMC 001) wird oral verabreicht, d.h. der Patient trinkt das Mittel. Die Eigenschaften des Kontrastmittel eignen sich ausgezeichnet für das Screening von Lebertumoren/Metastasen und die Bildgebung des Gallentraktes.

Es könnte sich ausserdem für Untersuchungen der Leberfunktion eignen, weil es die Überwachung des Abbaus und der Ausscheidung von Mangan in den Leberzellen ermöglicht. -

CMC 001 bietet mehrere Vorteile, wie z. B. bessere Bildgebung, höhere Sicherheit, niedrigere Kosten und weniger Umstände für die Patienten, erklärt Professor Thomsen. "Der Sicherheitsaspekt ist offensichtlich, weil man bei der Injektion von Substanzen, die beispielsweise Mangan enthalten, vorsichtig sein muss. Dies kann sich bei einer zu hohen Konzentration auf das Herz auswirken, was beim Trinken eines Kontrastmittels wie CMC 001 kein Thema ist".

Tumore/Metastasen in der Leber sind eine häufige Diagnose bei Tumorerkrankungen; die meisten Krebspatienten unterziehen Sie Leberuntersuchungen zur Entdeckung von möglicherweise vorhandenen Metastasen. Auch nach der Behandlung, während der Nachfolgeuntersuchungen, werden mehrere Leberuntersuchungen durchgeführt. Die Magnetresonanztomographie stellt heutzutage die beste Methode für die Leberdiagnostik dar, aber sie erfordert ein sicheres und leicht verwendbares Kontrastmedium.

Die zwei bisher durchgeführten klinischen Studien waren sehr erfolgreich - Die Phase I Studie wurde am Gentofte Krankenhaus ausserhalb von Kopenhagen durchgeführt und die Phase II Studie am Universitätskrankenhaus in Nijmegen in den Niederlanden.

Diese Studien bestätigten die Erwartungen für bessere Bildgebung, höhere Sicherheit, niedrigere Kosten und weniger Umstände für die Patienten in jeder Hinsicht. Die erste Phase III Studie wird Anfang Oktober dieses Jahres am Karolinska Universitätskrankenhaus in Huddinge begonnen. Die klinischen Phase III Studien sind der letzte Teil der Entwicklung vor der Registrierung des Produktes.

Dr. Lars Vedin, Spezialist für diagnostische Bildgebung und ehemaliger Vizepräsident für die nordischen Länder für das internationale Pharmaunternehmen Nycomed ist der CEO von CMC Contrast AB.

- "Das von uns angewandte Geschäftsmodell, zusammen mit den aktiven Venture Capitalisten und dem Zugang zu deren internationalen Netzwerken, ermöglichte es uns, die allerbesten Fachleute zu finden, um mit deren Zusammenarbeit alle Aufgaben zu erfüllen. Dies sind einige der Gründe für die erfolgreiche Entwicklung dieses vielversprechenden Mittels", erklärt Lars Vedin.

CMC 001 wurde für den internationalen Kontrastmittelmarkt entwickelt. CMC CONTRAST wird dann die Zusammenarbeit mit einem oder mehreren internationalen Pharmaunternehmen aufbauen, um CMC 001 effektiv auf dem internationalen Markt einzuführen.

Das Potenzial dieses Produktes steht in direktem Zusammenhang mit der steigenden Anzahl an MRT-Geräten weltweit. Es wird erwartet, dass die Kapazitäten im MRT-Bereich in den nächsten Jahren zweistellige Wachstumsraten verzeichnen werden.

Quelle: presseportal

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Immer mehr Frauen mit Lungenkrebs -
Verdoppelung der Anzahl in zwanzig Jahren

Baierbrunn (ots) - Die Zahl der Frauen, die an Lungenkrebs sterben, hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren in Deutschland verdoppelt, berichtet das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“. Eine ähnliche Entwicklung ist in den meisten europäischen Ländern zu beobachten. Lungenkrebs ist damit der dritthäufigste tödliche Tumor bei Frauen. Für 85 Prozent dieser Erkrankung gilt das Rauchen als Ursache.

Quelle: Wort und Bild - Seniorenratgeber

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Am Lungentag rückt "Atemnot" in den Blickpunkt der Öffentlichkeit

Ingelheim / Karlsruhe (ots) - 22.09.2005 - 8. Deutscher Lungentag steht unter dem Motto "Atemnot" / COPD raubt immer mehr Menschen den Atem / Frühzeitige Behandlung für bessere Lebensqualität.

Auch in diesem Jahr widmet sich der Deutsche Lungentag wieder einem wichtigen pneumologischen Thema: Der 24. September steht ganz unter dem Motto "Atemnot". Dieses Symptom bringt die meisten Patienten schließlich zum Arzt, nachdem andere Symptome wie Husten und Auswurf lange ignoriert wurden. Atemnot ist das Hauptsymptom der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Allein hierzulande sind bis zu fünf Millionen Menschen davon betroffen.

Die Atemnot äußert sich zunächst nur bei körperlicher Belastung - und wird fälschlicherweise als Erkältung, Alterserscheinung oder einfach nur als schlechte Tagesform abgetan und ignoriert. In Wirklichkeit aber ist Atemnot ein ernstes Alarmsignal des Körpers, wenn es um die Funktionstüchtigkeit der Lunge geht. Immer mehr Deutsche kennen das quälende Gefühl, "wie ein Fisch auf dem Trockenen" nach Luft zu schnappen. Was die meisten hingegen nicht wissen: Sie leiden womöglich an der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, COPD.

Typisches Merkmal der COPD ist der so genannte "Luftstau": Eingeatmete Luft ist in der Lunge gefangen, der normale Atemfluss ist stark eingeschränkt. Die verbleibende "Restluft" wiederum verhindert das Einströmen frischer, sauerstoffreicher Luft - dem Körper fehlt bei Belastung Sauerstoff und damit die Energie für das Bewältigen körperlicher Arbeit. Gerade Raucher sollten auf ihre Kondition im Alltag achten, denn das inhalative Zigarettenrauchen ist die Ursache für mehr als 80 Prozent aller COPD-Erkrankungen. Auch Menschen in Ballungsgebieten mit hoher Schadstoffbelastung sind gut beraten, Anzeichen einer COPD-Erkrankung ernst zu nehmen.

Früher Arztbesuch, schnelle Therapie

Der 8. Deutsche Lungentag am 24. September steht ganz im Zeichen der Atemnot. Mit bundesweiten und regionalen Aufklärungsaktionen wollen Lungenfachärzte, Fachverbände und Patientenorganisationen ein besseres Verständnis für eines der wichtigsten Alarmzeichen der Lunge erreichen. Dabei soll auch auf die Erkrankung COPD - mit dem Hauptsymptom Atemnot - und die enorme Bedeutung früher Erkennung und Behandlung hingewiesen werden.

Ziel einer COPD-Therapie muss es sein, die Atemnot zu reduzieren und damit die Belastungsfähigkeit der Patienten zu verbessern. Neben therapiebegleitenden Maßnahmen, wie Lungensport und gesunder Ernährung, können bronchienerweiternde Medikamente rasche Abhilfe schaffen. Einmal inhaliert, können Wirkstoffe die verengten Atemwege bis zu 24 Stunden lang offen halten und die Atemnot lindern.

Eine vollständige Heilung der Erkrankung gelingt zwar nicht, doch frühzeitig erkannt und richtig behandelt, können Menschen mit COPD wieder ein aktiveres Leben führen. Umso wichtiger ist es nach Ansicht des Deutschen Lungentags, auf die positiven Behandlungsmöglichkeiten bei Menschen mit Atemnot und COPD hinzuweisen. Alles Wissenswerte über Ursachen und Behandlung der COPD erfahren Sie im Internet auf www.copd-aktuell.de.

Quelle: presseportal

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Diagnose Krebs - wenn die Eltern das Laster nicht lassen -
Studie zeigt erhöhtes Krebsrisiko durch rauchende Eltern

Heidelberg (pte) - 15.09.2005 - Passivrauchen beginnt Zuhause und erhöht die Gefahr einer Krebserkrankung bei Kindern. Die auftretenden Krebsarten sind unterschiedlich und abhängig davon welcher Elternteil zur Zigarette greift. Dieses Ergebnis lieferte eine Studie durchgeführt von Prof. Kari Hemminki und Dr. Bowang Cheng, Abteilung Molekulargenetische Epidemiologie, am Deutschen Krebsforschungszentrum http://www.dkfz.de.

Bereits im Mutterleib und durch Muttermilch sind Kinder Tabakabbauprodukten ausgesetzt. In ihrer Kindheit verstärkt das Passivrauchen Krebsrisiken. Die Gefahr einer Erkrankung steht somit nicht nur im Zusammenhang mit dem eigenen Nikotinkonsum im späteren Leben oder mit Vererbung. "Wenn Frauen erfahren, dass sie schwanger sind und aus diesem Grund mit dem Rauchen aufhören, besteht noch immer die Möglichkeit, dass Tabakabbauprodukte zu dem Kind gelangen. Da eine Schwangerschaft in vielen Fällen nicht sofort bemerkt wird, raucht die Mutter dementsprechend lang weiter. Bis die Giftstoffe des Tabaks abklingen dauert es dann wiederum zwei Wochen. Ist die Frau Passivraucherin weil ihr Mann raucht, so besteht der Verdacht, dass es Auswirkungen auf den Embryo haben kann.", so Heinz Thielmann, Toxikologe am Deutschen Krebsforschungszentrum, gegenüber pressetext.

In der oben angeführten Studie wurden Kinder, deren Eltern an Lungenkrebs leiden, untersucht. Die benötigten Daten erhielten die Forscher aus dem nationalen, schwedischen Familien-Krebsregister, die Krebserkrankungen über mehrere Generationen hinweg aufzeichnen. Zur Ermittlung der Risiken wurden nur jene Organe einbezogen, die besonders durch den Konsum von Tabakprodukten, an Krebs erkranken. Im Zeitraum von 1958 bis 2002 waren laut dem Register 18.000 Mütter und 42.000 Väter Lungenkrebspatienten. 174.000 Nachkommen im Alter von null bis 70 Jahren leiden ebenfalls an Krebs. Ein Vergleich mit Betroffenen deren Eltern Nichtraucher waren, bestätigte, dass bestimmte Risiken auftreten können, die nicht durch das eigene Rauchverhalten oder durch erbliche Faktoren bedingt sind.

Weitere Ergebnisse zeigten, dass bei Kindern, deren Mütter rauchen, ein hohes Risiko für Erkrankungen der oberen Luftwege (standardized incidence ratio (SIR): 1,45), Nasen- (2,93), Lungen-(1,71), Blasen- (1,52) und Nierenkrebs (6,41) auftreten. Die beiden letztgenannten Arten treten allerdings nicht auf wenn der Vater Raucher ist. Die Forscher nehmen an, dass der Grund dafür in Nikotinabbauprodukten liegt, denen Kinder im Mutterleib oder durch Muttermilch ausgesetzt sind und die sie durch ihre Nieren und Blasen ausscheiden. Ein Risiko, das durch den Tabakkonsum des Vaters auftritt, neben etlichen anderen Krebsarten, ist Nasenkrebs. Die Forscher gehen davon aus, dass diese Form durch das Passivrauchen in der Kindheit entsteht, allerdings unabhängig vom rauchenden Elternteil.

Quelle: pte

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Frauen unterschätzen Gefährdung durch COPD -
Lungenerkrankungen werden bald vierthäufigste Todesursache

London (pte) - 13.09.2005 - Viele Frauen sind sich der Gefahren von chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) nicht bewusst. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der British Lung Foundation http://www.britishlungfoundation.org.uk gekommen. In Großbritannien sterben nahezu gleich viele Frauen an COPD wie an Brustkrebs. Die Erkrankungszahlen steigen ständig und bald sollen diese Krankheiten die vierthäufigste Todesursache bei Frauen sein. Nur ein Prozent der befragten 1.200 Frauen gab jedoch an, dass COPD zu ihren größten gesundheitlichen Ängsten gehört. Die Teilnehmerinnen fürchteten Brustkrebs am meisten. 27 Prozent der Frauen gingen fälschlicherweise davon aus, dass die meisten Frauen in Großbritannien an Brustkrebs sterben. Tatsächlich sind Herzerkrankungen die häufigste Todesursache.

Raucherinnen waren sich der Gefährdung durch COPD etwas bewusster. Rauchen erhöht das Risiko einer Erkrankung um das 13fache. Zu COPD gehören die chronisch obstruktive Bronchitis und Lungenemphyseme. Das Passivrauchen, Staub und Dämpfe gehören ebenfalls zu den möglichen Verursachern einer Erkrankung. In seltenen Fällen können die Ursachen auch genetisch bedingt sein. Derzeit sterben laut BBC rund 12.000 Frauen jährlich an COPD. Nur 15 Prozent der befragten Frauen reihten COPD unter ihre am meisten gefürchteten Krankheiten. Tatsächlich sterben an diesen Krankheiten mehr Frauen als an Eierstockkrebs und Gebärmutterhalskrebs zusammen. Die Anzahl der COPD Erkrankungen bei Männern hat laut BLF einen bestimmten Plateauwert erreicht. Frauen sind deutlich anfälliger. Es wird angenommen, dass die geringere Größe der Atemwege dafür verantwortlich sein könnte. Anders als in anderen europäischen Ländern, raucht rund ein Viertel der Britinnen. Die Anzahl der jüngeren Raucherinnen nimmt laut BLF ständig zu.

Quelle: pte

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Mehr als 39 000 Sterbefälle durch Lungenkrebs

Wiesbaden (ots) - 27.05.2005 - Wie das Statistische Bundesamt zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai 2005 mitteilt, starben im Jahr 2003 in Deutschland 40 865 Personen an Erkrankungen, die in Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten gebracht werden können. Neben Lungenkrebs (39 286 Sterbefälle) werden auch Kehlkopfkrebs (1 542 Sterbefälle) und Luftröhrenkrebs (37 Sterbefälle) zu den Folgeerkrankungen des Rauchens gezählt. Insgesamt waren im Jahr 2003 knapp 5% aller Sterbefälle auf eine für Raucher symptomatische Erkrankung zurückzuführen. Auffällig ist, dass an den genannten Todesursachen dreimal mehr Männer als Frauen starben.

Im Vergleich zum Jahr 1984 ist ein Anstieg dieser Todesursachen zu erkennen. Vor 21 Jahren starben mit 33 589 Personen knapp 4% an den oben genannten Krankheiten. Mit 27 931 gestorbenen Männern (84%) war deren Anteil an raucherspezifischen Todesursachen damals um mehr als fünfmal höher als der der weiblichen Gestorbenen.

Allein der Lungenkrebs stellte 2003 in Deutschland die vierthäufigste Todesursache dar; 1984 war er noch die sechsthäufigste Todesursache. Mit 28 652 Todesfällen im Jahr 2003 war er bei den Männern sogar – wie bereits 2002 – die dritthäufigste Todesursache. War Lungenkrebs im Jahr 2002 noch die zehnthäufigste Todesursache bei Frauen, so belegt er 2003 Platz 8. Das durchschnittliche Alter der an Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs Gestorbenen lag 2003 bei 69 Jahren. Bei Berücksichtigung aller Todesursachen sterben die Menschen in Deutschland durchschnittlich im Alter von 76 Jahren, somit sterben Personen mit für Raucher symptomatischen Erkrankungen durchschnittlich sieben Jahre früher.

Quelle: presseportal

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Neue Transplantationstechnik heilt Leukämie
Aufbereitung von ungeeignetem Spendematerial eröffnet frühe Heilungschancen

Perugia, Umbrien - 20.05.2005 - Wissenschafter der Universität Perugia http://www.unipg.it/ haben eine neue Transplantationstechnik zur Behandlung von Leukämie entwickelt, die eine Erfolgsquote von bis zu 50 Prozent aufweist. Das neue Verfahren macht die Transplantation von Knochenmark - blutbildenden Stammzellen - von ungeeigneten Spendern möglich. Durch die neue Transplantationstechnik, die in einem sehr frühen Stadium der Krankheit vorgenommen wird, konnten die Experten mehr als die Hälfte der an akuter Leukämie erkrankten Patienten heilen. Dadurch sind betroffene Patienten nicht mehr auf geeignete familiäre Spender oder passendes Spendematerial aus Datenbanken angewiesen. Die Ergebnisse der Studie sind in der derzeitigen Ausgabe des Journal of Clinical Oncology http://www.jco.org/ publiziert worden.

Durch die Aufbereitung von ungeeignetem Spendermaterial sind die Ergebnisse der Transplantation ebenso gut wie bei der Transplantation von geeignetem Spendematerial, erklären die Experten. Geschieht der Eingriff in einem frühen Stadium der Erkrankung werden Heilungschancen über 50 Prozent erzielt. "Unsere Studie rückt deutlich die Wichtigkeit des Timings einer Spende in den Vordergrund. Schnelligkeit und frühzeitiges Eingreifen sind heute wichtiger als Kompatibilität. In der Tat ist es so, dass sich der Gesundheitszustand vieler Patienten drastisch verschlechtert, während sie auf einen geeigneten Spender warten, was in weiterer Folge die Effektivität von passendem Spendematerial verringert", erklärte Studienleiter Franco Aversa. "Jetzt kann jedoch schnell und effektiv all jenen mit Transplantationsmaterial geholfenen werden, die keine kompatible Spende in der Familie, in den freiwilligen Spendenregistern der Welt oder bei den Blutbanken finden", so Aversa.

Die Experten des Transplantationszentrums der Universität Perugia konnten in Zusammenarbeit mit der Azienda Ospedaliera di Perugia http://www.ospedale.perugia.it seit dem Jahr 1993 bei 200 Versuchspersonen, die unter einer schwer heilbaren, akuten Leukämie litten und auf konventionelle Behandlungsmethoden nicht ansprachen, durch die Transplantationstechnik eigentlich inkompatibles Knochenmark verwurzeln. Die Experten geben jedoch an, dass die Heilungsergebnisse der neuen Technik je nach Art und Stadium der Erkrankung sowie dem Transplantationszeitpunkt variieren. Die Transplantationstechnik findet international bei den Experten großen Anklang und wurde bereits an führende US-amerikanische Spezialkliniken verkauft.

Quelle: pressetext.austria

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Schnüffeldiagnose für Lungenkrebs
Elektronische Nase in der Größe eines Inhalators verspricht Früherkennung

Cleveland - 08.04.2005 - Die jüngsten technischen Entwicklungen im Bereich der Medizintechnik geben Hoffnung auf eine frühere Diagnostizierbarkeit von Lungenkrebs. Denn durch ein handgroßes Elektrogerät - die Cyranose - soll der Lungenkrebs schon bald olfaktorisch anhand der ausgeatmeten Luft diagnostiziert werden können. US-amerikanischen Forschern der Cleveland Clinic in Ohio http://www.clevelandclinic.org ist es gelungen, einen Prototypen zu entwickeln, der ein früheres Erkennen dieser aggressiven Krebserkrankung möglich macht. Elektronische Schnüffelgeräte, die bestimmte Gase aufspüren, gibt es schon seit mehreren Jahren. Doch nun ist es den Forschern erstmals gelungen einen speziellen Lungenkrebsdetektor zu entwickeln.

Lungenkrebs ist derzeit die weltweit gefährlichste Krebsform. Das Problem dieser Erkrankung liegt darin, dass viele Patienten die Symptome lange ignorieren und so der Krebs erst im Endstadium festgestellt wird. Die Forscher konnten bei ihren Untersuchungen ermitteln, dass sich der Atem von Lungenkrebs-Patienten durch gewisse Stoffe sowohl von dem Atem gesunder Patienten als auch von der Atemluft anderer Lungenerkrankungen unterscheidet. Durch die variierenden Anteile von Benzol, Azeton und anderer Gase lassen sich Rückschlüsse auf eine mögliche Erkrankung ziehen, erklären die Forscher.

"Derzeit ist die Entwicklung von Diagnosegeräten sprichwörtlich noch eine Brave New World", stellt Studienleiter Corey Langer fest. Die Forscher hoffen nun, dass die Cyranose in naher Zukunft Teil eines regelmäßigen Gesundheitschecks wird, der eine Frühdiagnose von Lungenkrebs - vor allem bei Rauchern - ermöglicht.

Quelle: pressetext.austria

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US-Forscher entdecken Pflanze gegen Leukämie -
Hoffnung auf neues Medikament gegen den Krebs

New York (pte, 03. Mär 2005 15:00) - Eine in Nord-Amerika weit verbreitete Pflanze enthält einen Wirkstoff, der Leukämiestammzellen abtötet. Den US-amerikanischen Forschern der Universität Rochester http://www.urmc.rochester.edu/ ist es gelungen, aus dem so genannten Mutterkraut den Leukämiehemmenden Stoff Parthenolide zu extrahieren, berichtet der amerikanische Branchendienst Science Daily http://www.sciencedaily.com . "Die Untersuchungsergebnisse sind ein Meilenstein bei der zukünftigen Entwicklung neuer Behandlungsmethoden gegen Leukämie", erklärte Craig Jordon von der Universität Rochester.


Bild: M. Wi
ora

Parthenolide ist der erste Wirkstoff, der myeliode Leukämie schon auf Stammzellenniveau angreift. Dies ist der signifikante Unterscheid zu derzeitigen Krebsbehandlungsmethoden, die nicht so umfassend wirken, als dass sie auch mutierende Zellen bekämpfen könnten. Selbst die derzeit aggressivste Behandlungsmöglichkeit mit dem Medikament Gleevec ist nicht so effektiv, erklären die Forscher.

Das Mutterkraut (engl. Feverfew) ist schon seit Jahrhunderten ein bewährtes Hausmittel gegen Fieber, Entzündungen, Migräne und Artrithis. Die Forscher wurden auf das Kraut aufmerksam, als eine Studie der Pflanze eine vorbeugende Wirkung gegen Hautkrebs attestierte. Daraufhin untersuchten die Forscher wie sich hochkonzentriertes Parthenolide auf akute- und chronisch-myeliode Leukämiezellen sowie gesunde Zellen auswirkt. Das Parthenolide tötete die kranken Leukämiezellen, während gesunde Zellen weitgehend verschont blieben. Dies ist ein weiterer Vorteil des pflanzlichen Derivats im Unterschied zu anderen chemotherapeutischen Produkten, so die Forscher.

Die Forscher hoffen auf Grund der neuen Erkenntnisse möglichst schnell ein entsprechendes Leukämieprodukt entwickeln zu können. Das National Cancer Institute http://www.nci.nih.gov/ hat die Forschungsarbeit in ihr Rapid Acess Program aufgenommen, das darauf abzielt, experimentelle Medikamente möglichst schnell vom Labor in den klinischen Versuchslauf zu bringen. Es wird jedoch voraussichtlich noch Monate dauern, bis ein entsprechendes pharmazeutisches Produkt auf der Basis von Parthenolide hergestellt werden kann.

Quelle: pressetext.austria

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Raucher unterschätzen bestehende Gesundheitsrisiken enorm

New Brunswick/Barcelona (pte, 24. Feb 2005 09:38) - Raucher unterschätzen die Risiken, die das Rauchen für ihre Gesundheit bedeutet, in einem entscheidenden Ausmaß. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Rutgers University http://www.rutgers.edu gekommen. Die Befragung von mehr als 6.300 Personen ergab, dass das Risiko einer Erkrankung an Lungenkrebs unterschätzt wird. Raucher gingen ebenfalls davon aus, dass ihr persönliches Risiko geringer war als das anderer Raucher. Eine Studie der Agència de Salut Pública http://www.aspb.es ergab, dass in den meisten europäischen Städten hohe Passivrauchwerte vorhanden sind. Beide Studien wurden in dem Fachmagazin Tobacco Control http://tc.bmjjournals.com veröffentlicht.


Bild: PhotoCase
Vier Stunden lang tanzen in einem Nachtclub z.B. in Wien oder Barcelona entspricht einer Passivrauchbelastung von einem einmonatigen Zusammenleben mit einem Raucher.


Die spanische Studie wies nach, dass vier Stunden lang tanzen in einem Nachtclub z.B. in Wien oder Barcelona einer Passivrauchbelastung von einem einmonatigen Zusammenleben mit einem Raucher entsprach. Untersucht wurden die Werte des Rauches aus zweiter Hand in Bars, Discos, Schulen, Universitäten, Krankenhäusern und Warteräumen auf Bahnhöfen in Paris, Athen, Florenz, Oporto und Orebo. Tabakqualm konnte in den meisten öffentlichen Räumen nachgewiesen werden. In Nichtraucherbereichen waren die Nikotinkonzentrationen niedriger. Sie lagen jedoch nicht bei null. Diese Daten beweisen laut den Forschern, dass die Trennung von Raucher- und Nichtraucherzonen nicht vollständig wirksam werde. Schulen, in denen das Rauchen nur in Mitarbeiterräumen erlaubt war, und Krankenhäuser wiesen die geringsten Nikotinkonzentrationen auf.

Für die amerikanische Studie wurden 1.245 aktive Raucher, frühere Raucher und Teilnehmer befragt, die nie geraucht hatten. Es zeigte sich, dass die Hälfte der aktiven Raucher glaubte, dass Sport die meisten der gefährlichen Nebenwirkungen des Rauchens rückgängig machen könne. Diese Meinung teilte nur ein Drittel der ehemaligen Raucher. 35 Prozent der Raucher gingen davon aus, dass Lungenkrebs vor allem auf die genetische Veranlagung zurückzuführen sei. 31 Prozent der ehemaligen Raucher waren ebenfalls dieser Auffassung. Die Wissenschafter schreiben, dass diese Befragung klare Hinweise darauf liefere, dass Raucher sich durch Risikominimierung davon überzeugten, dass sie weniger gefährdet seien als andere Raucher. "Das Argument, dass Menschen mit einem entsprechenden Wissen um potenzielle Risiken zu rauchen beginnen oder weiterrauchen ist angesichts der vorliegenden Ergebnisse nicht zu vertreten."

Quelle: pressetext.austria

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Radon ist zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs
Europaweite Studie: Lungenkrebsrisiko durch Radon in Aufenthaltsräumen ist nicht zu vernachlässigen, Maßnahmen zur Radonverminderung sind dringend erforderlich


01.02.2005 - Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Dies belegt eine europaweit durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) war an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen beteiligt. In der Studie wurden die Daten von 13 Fall-Kontroll-Studien aus 9 Ländern zusammengefasst und ausgewertet. "Demnach werden europaweit ungefähr neun Prozent der Lungenkrebstodesfälle und zwei Prozent aller Krebstodesfälle durch Radon in Aufenthaltsräumen verursacht", sagte Wolfgang Weiss, Leiter des Fachbereiches Strahlenschutz und Gesundheit des BfS, der die Ergebnisse der Studie heute vor der Presse in München vorstellte. Radon verursacht damit jährlich ungefähr 20.000 Lungenkrebstodesfälle in der Europäischen Union, davon etwa 3.000 in Deutschland.

Die Studie weist unter Berücksichtigung von Rauchen und Unsicherheiten in der Abschätzung der Radonkonzentration eine statistisch signifikante Erhöhung des Lungenkrebsrisikos um 16 Prozent bei einer Zunahme der Radonkonzentration um 100 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) Raumluft nach. Der Zusammenhang ist annähernd linear. Es gibt keinen Hinweis auf einen Wert, unterhalb dessen kein Risiko auftritt.

Die Wahrscheinlichkeit bis zum Alter von 75 Jahren an Lungenkrebs tödlich zu erkranken stellt sich wie folgt dar: Bei einer Radonkonzentration von 0, 100 und 400 Bq/m3 für Nichtraucher vier, fünf bzw. sieben von 1000 Personen.

Weiterhin wird beobachtet, dass Personen, die Räume mit Radonkonzentrationen zwischen 100 und 200 Bq/m3 Raumluft bewohnen, ein um 20 Prozent höheres Lungenkrebsrisiko haben, als Personen, die in Räumen mit Werten unterhalb von 100 Bq/m3 leben. Somit liegt ein statistisch signifikant erhöhtes Lungenkrebsrisiko selbst unterhalb der Radonkonzentrationen von 200 Bq/m3 vor. Weiss: "International werden derzeit aber erst oberhalb dieses Wertes Sanierungsmaßnahmen zur Radonverminderung empfohlen".

Das BfS hat ein Konzept für Strahlenschutzmaßnahmen zur Verminderung der Strahlenexposition durch Radon in Aufenthaltsräumen entwickelt und vorgestellt. Diese sehen bei Neubauten einen Wert von 100 Bq/m3 Raumluft vor. Wolfgang Weiss fordert daher: "Es muss das Ziel sein, diesen Wert in Aufenthaltsräumen sicher zu unterschreiten. Dies kann durch geeignete, oft sehr einfache und wenig aufwändige bauliche Maßnahmen erreicht werden." Die Kosten liegen bei Neubauten in vielen Fällen bei maximal 2.000 EURO für ein Haus mit 100 m2 Grundfläche. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) wird deshalb in Kürze einen Gesetzentwurf für ein Radonschutzgesetz mit einem Zielwert von 100 Bq/m3 Raumluft vorlegen.

Lungenkrebsrisiko Nr. 1 bleibt das Rauchen. Besonders gefährlich ist die kombinierte Wirkung von Radon und Rauchen. Bei den Rauchern erkranken bei einer Radonkonzentration von 0, 100 und 400 Bq/m3 100, 116 bzw. 160 von 1.000 Personen

Hintergrund:
Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das beim spontanen radioaktiven Zerfall von Uran entsteht und praktisch überall in unterschiedlichen Konzentrationen vorkommt. Die Höhe der Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen hängt neben den geologischen Bedingungen von einer Vielzahl von Faktoren ab (Dichtigkeit des Fundaments, Lüftungsgewohnheiten, etc.). Sie kann nur durch Messung zuverlässig ermittelt werden. Bereits mit einfachen Maßnahmen wie Wandabdichtungen oder zusätzlicher Belüftung kann die Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen erheblich reduziert werden. Am nachhaltigsten und kostengünstigsten sind Maßnahmen zur Radonverminderung, wenn diese bereits beim Neubau von Häusern ergriffen werden.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz

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Frühwarnsystem kündigt Rückfall einer Leukämie an:
Wiederauftreten der Leukämie bei Kindern verhindern

Frankfurt/Main - 19.01.2005 - Bei einer Leukämie, der häufigsten Krebsart bei Kindern, sind die Zellen des blutbildenden Systems bösartig verändert. Daher ist die Transplantation von Blutstammzellen oft die einzige Heilungschance. Die Hauptgefahr dabei: Wenn durch die Therapie nicht alle Krebszellen zerstört wurden, kann die Leukämie erneut ausbrechen. Professor Dr. Peter Bader vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main hat ein "Frühwarnsystem" entwickelt, das einen möglichen Rückfall frühzeitig anzeigt. "Darauf aufbauend erforschen wir jetzt eine Immuntherapie, die verbliebene Leukämiezellen vollständig vernichten soll", so Professor Bader. Die Deutsche KinderKrebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit rund 270.000 Euro. Um die Leukämiezellen zu vernichten, müssen die kleinen Krebs-Patienten eine anstrengende Chemo- und Strahlentherapie über sich ergehen lassen. Damit das blutbildende System anschließend wieder gesunde Zellen produziert, ist oftmals auch eine Stammzelltransplantation erforderlich. Dabei erhält der Patient blutbildende Zellen von einem gesunden Spender.

"Wir konnten nachweisen, dass bereits wenige nach der Therapie verbliebene Leukämiezellen bei den meisten Kindern zu einem Wiederauftreten der Erkrankung führen", erklärt Professor Bader, Projektleiter am Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. Weitere lebensrettende Maßnahmen sind dann meist nicht mehr möglich, und die Kinder sterben an den Folgen ihrer Erkrankung. "Mit dem Frühwarnsystem können wir jetzt rechtzeitig feststellen, ob die Blutzellen des Patienten nach der Transplantation - wie beabsichtigt - alle vom gesunden Spender stammen", erklärt der Projektleiter.

Um dies zu überprüfen, wird dem Patienten über einen längeren Zeitraum jede Woche Blut entnommen. Drei Milliliter reichen jedes Mal dafür aus. Denn das Frühwarnsystem arbeitet auf der Basis des so genannten PCR-Verfahrens. Damit können bereits kleinste Erbsubstanz-Mengen nachgewiesen werden. "So ist es möglich, verbliebene entartete Blutzellen des Patienten von denen des gesunden Spenders zweifelsfrei voneinander zu unterscheiden", erläutert Professor Bader.

"Wenn bei dieser Kontroll-Untersuchung noch Krebszellen im Blut des Patienten gefunden werden, kann ein Rückfall prinzipiell durch eine Immuntherapie verhindert werden", erläutert Professor Bader eine neue Therapie-Option. Im Rahmen des Projektes soll diese Immuntherapie jetzt weiter erforscht werden. Dabei bekommt der Patient eine Extra-Dosis weißer Blutkörperchen von einem gesunden Spender. Diese Abwehrzellen richten sich dann speziell gegen die verbliebenen Leukämiezellen und zerstören diese, so die Hoffnung der Forscher.

An der Studie sind pädiatrische Transplantationszentren in Düsseldorf, Gießen, Münster, Frankfurt, Tübingen, Essen, Freiburg, München, Erlangen, Halle, Greifswald, Ulm und in Kiel beteiligt.

Krebs im Kindesalter:
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 1.800 Kinder unter 15 Jahren an Krebs. In dieser Altersgruppe ist Krebs besonders bösartig: Die Tumorzellen vervielfachen sich rasend schnell. Am häufigsten werden Leukämien (Blutkrebs), Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks sowie Lymphknotenkrebs diagnostiziert. Mehr als 90 Prozent aller krebskranken Kinder werden in kinderonkologischen Zentren und nach bundesweit einheitlichen Therapiekonzepten behandelt. Die Deutsche Krebshilfe finanziert fast alle derzeit in Deutschland laufenden Therapie-Optimierungsstudien bei Kindern. Diesen Studien ist es vornehmlich zu verdanken, dass heute fast 80 Prozent der Kinder ihre Krebserkrankung überleben.


Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.

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Rauchen: Lungenkrebs nur der Spitzenreiter - Viele andere Tumore von Tabakschadstoffen mitverursacht

Baierbrunn (ots) 10.01.2005 - Lungenkrebs geht zu 85 Prozent auf das Rauchen zurück, ist aber nur die Tumorart, die durch Tabak am sichersten verursacht wird. Bei zahlreichen anderen Organkrebsen spielt Rauchen ebenfalls eine entscheidende Rolle. "Jährlich sterben mehr als 110.000 Menschen an tabakbedingten Erkrankungen", sagt Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Ein ursächlicher Zusammenhang besteht auch bei bösartigen Geschwulsten in Mund, Nase, Rachenraum, Kehlkopf, Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber, Nieren, Harnblase, Brust und Gebärmutter. Nicht zu vergessen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, chronische Atemwegserkrankungen, Impotenz und Unfruchtbarkeit gehören ebenfalls zu den Tabakfolgen. Trotzdem wächst der Tabakindustrie weiterhin eine treue Kundschaft heran: "Deutschlands Jugendliche sind nach wie vor Weltspitze, was den blauen Dunst betrifft", weiß die Heidelberger Expertin. 24 Prozent der Jungen und 23 Prozent der Mädchen im Teenageralter rauchen täglich.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Rundschau

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Lungenkrebsrisiko durch Radon in Innenräumen

23.12.2004 - Eine neue internationale Studie besagt, dass das radioaktive Edelgas Radon ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Lungenkrebs und europaweit für einen großen Prozentsatz der Lungenkrebserkrankungen verantwortlich ist. Zu diesem Ergebnis kam ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und des Instituts für Epidemiologie des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit, das seine Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des British Medical Journal vorstellt.

Radon ist das einzige gasförmige Element der Uran-Radium-Zerfallsreihe, das im Rahmen des natürlichen Zerfalls vom Erdboden in die Atemluft gelangen kann. In ungünstigen Fällen reichert es sich in Wohnungen an und fördert die Entstehung von Lungenkarzinomen. Der grundsätzliche Wirkungsprozess ist schon lange bekannt. Erste Beobachtungen wurden bereits im ausgehenden Mittelalter von Paracelsus und Agricola bei Bergarbeitern in den Silberbergwerken in Schneeberg gemacht (daher Schneeberger Lungenkrankheit). Risikoabschätzungen konnten aber lange Zeit nur anhand der hohen Dosen im Uran-Bergbau gemacht werden. Die Wirkung auf die gesamte Bevölkerung bei niedrigen Belastungen war bisher strittig.

Die Wissenschaftler haben Daten von über 7.000 Lungen-krebspatienten und über 14.000 Vergleichspersonen aus ganz Europa analysiert. In der weltweit größten Studie dieser Art wurden u.a. Radonmessungen in Wohnungen durchgeführt und detaillierte Befragungen der Rauchgewohnheiten mit in die Betrachtungen eingeschlossen.

Nach den vorliegenden Studienergebnissen liegt das zusätzliche relative Lungenkrebsrisiko durch Radon bei 16% pro 100 Bq/m3 Radongas, d.h. eine Erhöhung der Radonkonzentration um 500 Bq/m3 führt etwa zu einer Verdoppelung des Lungenkrebsrisikos. Eine derart hohe Radonkonzentration, mit der ein hohes individuelles Lungenkrebsrisiko verbunden ist, betrifft allerdings nur relativ wenige Personen. Dagegen sind bei niedrigen Radonkonzentrationen große Personenzahlen betroffen, so dass dies zu vielen Lungenkrebsfällen führt.

Wie groß diese Zahl von Lungenkrebserkrankungen durch Radon in Deutschland genau ist, wird derzeit in einem auf den bisherigen Ergebnissen aufbauenden Forschungsprojekt an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und dem GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Neuherberg berechnet. Es ist davon auszugehen, dass auch in Deutschland eine erhebliche Zahl von Lungenkrebsfällen auf Radon zurückzuführen ist. "Damit ist Radon in Innenräumen der wichtigste umweltbezogene Risikofaktor", so Prof. Lothar Kreienbrock vom Institut für Biometrie, Epidemiologie und Informationsverarbeitung der TiHo.


Quelle: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

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FDA erteilt Zulassung für superDimension/Bronchus-System

15.11.04 - Es wird erwartet, dass das erste von der FDA zugelassene Produkt für die "live"-Navigation bronchoskopischer Werkzeuge der Schlüssel für den Erfolg bei der Diagnose und Behandlung von Lungenkrankheiten sein wird.

superDimension, Ltd, ein junges, führendes Unternehmen auf dem Gebiet der geführten Bronchoskopie, hat heute bekannt gegeben, dass die US-amerikanische Food and Drug Administration sein superDimension/Bronchus (TM) -System für  den Verkauf und Vertrieb in den Vereinigten Staaten zugelassen hat. Es wird erwartet, dass das superDimension/Bronchus-System, das einzige von der FDA zugelassene Navigations-System zur Führung von endoskopischen Instrumenten im Lungentrakt, das wichtigste Werkzeug bei der minimal-invasiven Diagnose und Behandlung von Lungenkrankheiten, einschliesslich Lungenkrebs, Emphysem, Asthma und Tuberkulose sein wird.

Gegenwärtig wird die Bronchoskopie eher blind in den peripheren Bereichen der Lunge durchgeführt, wo sich die meisten Läsionen befinden, aber wohin das Bronchoskop selber nicht reicht. Die meisten Bronchoskopien werden daher ohne endoskopische Sicht im Zielbereich durchgeführt. Infolgedessen sind die Erfolgsraten der peripheren Bronchoskopie niedrig und unzuverlässige Ergebnisse häufig, was den Einsatz von invasiveren Eingriffen erforderlich macht, die ein höheres Risiko beherbergen und teurer sind. Ähnliche Schwierigkeiten verhindern den Zugang zu Lymphknoten; eine einwandfreie Biopsie dieser ist entscheidend zur Bestimmung des Lungenkrebs-Stadiums.

Das superDimension/Bronchus-System transformiert die traditionelle Bronchoskopie in ein Verfahren, das "live" auf einer dreidimensionalen CT-"Wegekarte" der gesamten Lunge geführt wird, einschliesslich der Bereiche, die ausserhalb der Reichweite des eigentlichen Bronchoskops liegen. Dennoch kann das Verfahren in einem regulären Bronchoskopieraum durchgeführt werden, und es können jegliche Standardbronchoskope und jegliche diagnostische oder therapeutische Standard-Bronchoskopie-Werkzeuge aller Anbieter verwendet werden.

Das superDimension/Bronchus-System baut auf mehr als 100-Mannjahren Forschung und Entwicklung auf und wird bereits durch 10 bewilligte US-Patente geschützt. Anfang diesen Jahres wurde es vom "MIT's Technology Review" als eines der fünf weltweit bedeutendsten Patente des Jahres 2004 erklärt und als einziges Healthcare-Produkt unter diesen fünf.

"Diese FDA-Zulassung ist die erste in einer Produktserie, die wir in den kommenden Jahren auf dem Gebiet der interventionalen Pulmonologie einführen wollen", sagte David Tolkowsky, Präsident und CEO von superDimension.

"Nach unserer erfolgreichen kommerziellen Einführung in Europa Anfang diesen Jahres treten wir nun in den weltgrössten Einzelmarkt ein."

"Wir sehen bereits den riesigen Bedarf, den zu erfüllen uns viel Arbeit kosten wird", fügte John Schorgl hinzu, Vizepräsident und General Manager von superDimension, Inc, der hundertprozentigen nordamerikanischen Tochter von superDimension.

Erfolgreiche klinische Studien über Biopsien peripherer Lungenläsionen wurden im Jahre 2003-4 in Europa und Israel durchgeführt. Weitere Studien auf therapeutischem Gebiet und auf dem Gebiet der Lymphknoten-Aspiration sind für 2005 in den Vereinigten Staaten und Europa geplant.

Über superDimension

superDimension ist ein junges, führendes Unternehmen auf dem Gebiet der minimal-invasiven Diagnose und Behandlung von Lungenkrankheiten mittels CT-geführter Bronchoskopie. Das superDimension/Bronchus-System ist die Antwort auf eines der dringendsten Bedürfnisse in dem Bereich: einwandfreier, minimal-invasiver Zugang zu Lungenbereichen, die weit ausserhalb des eigenen Sichtbereiches des Bronchoskops liegen. Die Mehrheit der Lungeneingriffe, die heute durchgeführt werden, peilen diese Bereiche an, welche periphere Läsionen und Lymphknoten einschliessen.

Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte
http://www.superdimension.com


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Verbindung zwischen Allergie und Blutkrebs

04.11.2004 - Einige allergische Erkrankungen scheinen das Risiko für Blutkrebs zu erhöhen, hat eine schwedisch-amerikanische Forschergruppe ermittelt. Frühere Studien hatten dagegen vermuten lassen, dass Allergien einen gewissen Schutz vor Krebs bewirken können.

"Bei unserer Studie fanden wir, dass Personen mit Nesselsucht ein erhöhtes Leukämie-Risiko aufweisen", erläutert Karin Söderberg vom Karolinska Institutet in Stockholm. "Zudem berechneten wir ein erhöhtes Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome bei jenen, die in der Kindheit Ekzeme aufgewiesen hatten." Für andere allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen ließ sich dagegen keine Verbindung mit dem Krebsrisiko herstellen, berichten die Medizinerin und ihre Kollegen im Fachblatt "BMC Public Health".

Die Gruppe verfolgte den Werdegang von 16,539 Zwillingen, die in den Jahren 1885 bis 1925 geboren und im Schwedischen Zwillingsregister erfasst worden waren. Alle hatten im Jahr 1967 in einem Fragebogen Auskunft zu allergischen Erkrankungen gegeben. Im Zeitraum 1969 bis 1999 erkrankten 324 von ihnen an Leukämie, einem Myelom oder einem Lymphom. Dabei war das Risiko für Leukämie bzw. Non-Hodgkin-Lymphom etwa verdoppelt, wenn die Personen an Nesselsucht bzw. in der Kindheit an Ekzemen gelitten hatten.

"Die Resultate unserer Studie stützen nicht die Hypothese der 'Immun-Kontrolle'", so Söderberg. Dieser Hypothese zufolge schützen allergische Erkrankungen gegen maligne Erkrankungen, indem sie Fähigkeit des Immunsystems steigern, entartete Zellen zu erkennen und zu eliminieren. Die Medizinerin und ihre Kollegen vermuten vielmehr, dass bei Allergikern die erhöhte Produktion weißer Blutkörperchen die Wahrscheinlichkeit für Mutationen und damit letztlich für Krebs erhöht.


Forschung: Karin C. Söderberg und Maria Feychting, Institutet för Miljömedicin, Karolinska Institutet, Stockholm; und andere

Veröffentlicht in BMC Public Health 2004, 4:51, DOI 10.1186/1471-2458-4-51


Quelle: Scienceticker

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Die Behandlung von gerade diagnostizierter akuter promyelozytischer Leukämie mit Arsentrioxid könnte den Bedarf an Anthrazyklin-Chemotherapien beseitigen

Langanhaltende, vollständige Remission bei 88% der Patienten
berichtet

04.10.2004 -  Eine iranische Forschungsstudie über den Einzelwirkstoff Arsentrioxid zur Behandlung von akuter promyelozytischer Leukämie (APL) wurde am 29. September auf der 16. Jahrestagung der "European Organization for Research and Treatment of Cancers", "National Cancer Institute" und "American Association for Cancer Research" (EORTC-NCI-AACR) präsentiert. In der Studie wurden 63 Patienten mit gerade diagnostizierter APL mit Arsentrioxid behandelt, und während des Verlaufs von zwei Behandlungen wurde bei 90 Prozent der Patienten eine vollständige Remission erzielt. Die 11 Patienten, bei denen ein Rezidiv auftrat, gingen nach einer dritten Behandlung in Remission. Zur Zeit sind 88,5 Prozent der Patienten in dieser fortdauernden Studie noch am Leben, wobei die mittlere Überlebenszeit 34 Monate vom Beginn der Behandlung an beträgt. Cell Therapeutics, Inc. (CTI) (Nasdaq: CTIC; Nuovo Mercato) vermarktet Arsentrioxid (TRISENOX(R)) in den Vereinigten Staaten und Europa bei rezidivierender und refraktärer APL.

Auf der EORTC-NCI-AACR-Tagung wurden auch Daten einer Phase-I-Studie von Polyglutamat-Camptothecin von CTI präsentiert. Diese Daten zeigten, dass CT-2106 bei gleichzeitig auftretenden behandelbaren Toxizitäten gut vertragen wurde, und sie zeigten Hinweise einer Anti-Krebs-Aktivität bei drei Tumorarten. Bei einem Patienten mit Pankreaskrebs und Lungenmetastasen trat eine Teilantwort auf, bei zwei Patienten mit Kolorektumkrebs war die Krankheit über mehr als 12 Wochen stabil, und bei zwei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs war die Krankheit über mehr als 35 Wochen stabil. Die vorläufige Krankheitskontrollrate betrug 33 Prozent (8 von 24 Patienten).

Über TRISENOX(R)

TRISENOX(R) (Arsentrioxid) wird von CTI vermarktet. TRISENOX erhielt im Jahre 2000 von der amerikanischen "Food and Drug Administration" die Markt-Zulassung zur Behandlung von Patienten mit rezidivierender oder refraktärer akuter promyelozytischer Leukämie (APL), einer seltenen, lebensbedrohlichen Blutkrebsart. TRISENOX erhielt im März 2002 die Marktzulassung von der Europäischen Kommission.

   Von den mehr als 20.000 jedes Jahr mit akuter myeloider Leukämie (AML) diagnostizierten Patienten haben 10-15% APL, eine von acht Unterarten der AML. TRISENOX wird gegenwärtig in mehr als 40 klinischen und von Prüfärzten gesponsorten Studien bei einer Vielzahl von Krebsarten getestet. Die amerikanische Marktzulassung für TRISENOX wurde aufgrund der Ergebnisse einer amerikanischen Multizenterstudie gewährt, in der 40 Patienten mit rezidivierender APL mit 0,15 mg/kg TRISENOX bis zur Knochenmarksremission oder maximal 60 Tage behandelt wurden. Bei vierunddreissig Patienten (85 Prozent) wurde eine vollständige Remission erzielt. Als die Ergebnisse dieser 40 Patienten mit denjenigen der 12 Patienten einer Pilotstudie kombiniert wurden, konnte eine Gesamt-Antwortrate von 87 Prozent festgestellt werden.

WARNUNG:TRISENOX sollte unter Aufsicht eines Arztes/Ärztin verabreicht werden, der/die Erfahrung mit der Behandlung von Patienten mit akuter Leukämie hat. Bei einigen mit TRISENOX behandelten Patienten mit APL trat das APL-Differenzierungssyndrom auf- mit Symptomen, die denjenigen ähneln, die beim "Retinsäure-aktivierten akuten Promyelozytenleukämie" -(RA-APL)- Syndrom auftreten. Arsentrioxid kann eine QT-Verlängerung (welche zu Torsade de pointes führen kann) und einen vollständigen atrioventrikulären Block verursachen.

Die häufigsten mit TRISENOX verbundenen Nebenwirkungen waren im allgemeinen therapierbar, reversibel und erforderten keine Unterbrechung der Therapie. Sie umfassten Hypokalämie, Hypermagnesämie, Hyperglykämie und Thrombozytopenie, wie in 13 Prozent der Patienten (n=40) berichtet. Bauchschmerzen, Dyspnoe, Hypoxie, Knochenschmerzen und Neutropenie wurden bei 10 Prozent dieser Patienten berichtet, wobei Arthralgie, febrile Neutropenie und disseminierte intravaskuläre Koagulation bei acht Prozent der Patienten berichtet wurde.

Über die akute promyelozytische Leukämie (APL)

APL, eine von acht Unterarten der akuten myeloiden Leukämie (AML), ist eine bösartige Krankheit der weißen Blutzellen. Sie kann Patienten jeden Alters befallen. APL ist durch eine spezifische chromosomale Abnormalität gekennzeichnet-eine Übertragung, oder Translokation, von genetischem Material des Chromosoms 17 auf Chromosom 15. Diese genetische Veränderung führt zu einem abnormalen Protein, welches das normale Zellwachstum inhibiert und die Reifung der Vorstufen der weissen Blutkörperchen im Knochenmark verhindert, was schliesslich zu Krebs führt. Die Standardbehandlung für eine jüngst diagnostizierte APL ist eine Kombination von Chemotherapie mit all-trans-Retinsäure (ATRA), welche eine vollständige Antwort bei 70-90% der gerade diagnostizierten Patienten bewirkt. Allerdings tritt bei ungefähr 20-30 Prozent der Patienten, die dieses Behandlungregimen erhalten, ein Rezidiv auf. Diese schlechte Antwort auf die Arzneimitteltherapie hat zur Anwendung der allogenischen Stammzellen-Transplantation geführt (Übertragung von gesunden, jungen Zellen aus dem Knochenmark oder Blutstrom eines Spenders), um die Überlebenszeit zu verlängern. TRISENOX bietet eine andere Behandlungsoption für diese Patientenpopulation.

Über CT-2106

CT-2106 ist der zweite Wirkstoff im CTI Portfolio, nach XYOTAX(TM) (Paclitaxel-Poliglumex), das die Polyglutamat-Konjugat-Technologie ausschöpfen soll, bei der ein Antikrebs-Wirkstoff an eine natürlich-abbaubare Polyaminosäure gebunden ist.

Quelle: Cell Therapeutics Inc.
  

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Neue Ziele in der Leukämieforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum

27.09.2004 - Gleich vier Wissenschaftlerteams am Deutschen Krebsforschungszentrum beginnen derzeit viel versprechende Forschungsprojekte, mit denen sie die Therapiemöglichkeiten bei Leukämie und verwandten Blutkrankheiten verbessern wollen. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unterstützt diese Forschungsarbeiten, die jeweils zwei bzw. drei Jahre dauern werden, mit insgesamt rund 900 000 Euro. Die Wissenschaftler der vier Gruppen verfolgen dabei ganz unterschiedliche Forschungsansätze.

Warum steigt bei Lymphomen die Erkrankungs- und Sterberate unvermindert an - anders als bei der Mehrzahl der übrigen Krebsarten? Dieser bislang ungeklärten Frage gehen Dr. Alexandra Nieters und Kollegen von der Abteilung für Klinische Epidemiologie nach. In einer multizentrischen Studie haben sie 3 000 Patienten befragt, die an einer bösartigen Erkrankung des lymphatischen Systems leiden, und Informationen über ihren Lebensstil und zur medizinischen Vorgeschichte wie Erkrankungen in der Kindheit, Allergien etc. zusammengetragen. Außerdem sammelten sie Blutproben der Betroffenen und beginnen nun mit einer Reihe von Untersuchungen zu genetischen Risikofaktoren. Die Auswertung dieser Daten soll Klarheit darüber bringen, inwieweit ein Zusammenwirken von genetischen Faktoren und Umweltfaktoren das individuelle Lymphom-Risiko beeinflusst.

Mit den Ursachen für die Akute Myeloische Leukämie (AML) beschäftigt sich die Forschergruppe um Dr. Adelheid Cerwenka in Zusammenarbeit mit Dr. Elisabeth Suri-Payer. Beim gesunden Menschen werden entartete Zellen vom körpereigenen Immunsystem durch so genannte "natürliche Killerzellen" abgetötet. Es gibt Hinweise darauf, dass bei Patienten, die an Akuter Myeloischer Leukämie erkranken, genau dieser Abwehrmechanismus gegen die Leukämiezellen gestört ist. Das Forscherteam will herausfinden, wodurch die Killerzellen in ihrer Funktion gehemmt werden. Wenn das gelingt, so hoffen die Wissenschaftler, könnten Methoden entwickelt werden, diese "Immun-Bremse" speziell bei den Killerzellen zu entfernen und damit die Heilungschancen zu erhöhen.

Auch die Wissenschaftler um Dr. Ingrid Hoffmann von der Arbeitsgruppe für Zellzykluskontrolle und Carcinogenese forschen über die Entstehung der Akuten Myeloischen Leukämie. Sie nimmt das Enzym Plk2 unter die Lupe, das bei der Zellteilung die Verteilung der Centrosomen (Bestandteile des Zellteilungsapparates) auf die Tochterzellen steuert. Tumorzellen weisen eine abnorme Zahl von Centrosomen auf, wodurch es bei der Teilung zu einer fehlerhaften Trennung der Chromosomen kommt. Die unkontrollierte Vermehrung der mutierten Zellen kann eine Akute Myeloische Leukämie auslösen. Erkenntnisse darüber, wie das Enzym Plk2 die Verdoppelung der Centrosomen steuert, könnten zur Entwicklung von effektiven Therapieformen beitragen, die das Entstehen der Leukämie bereits im Frühstadium bekämpfen.

Die Entstehung der weniger aggressiv verlaufenden Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) ist Forschungsgegenstand der Arbeitsgruppe um Professor Peter Lichter, Leiter der Abteilung Molekulare Genetik. Nachdem die Forscher bereits einen funktionalen Zusammenhang zwischen dem Fehlen eines Gens im Bereich des Chromosoms 13 und dem Auftreten der Erkrankung aufzeigen konnten, soll nun die Funktionsweise weiterer Gene in diesem Chromosom untersucht werden. Ziel ist es, damit neue Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Allein in Deutschland erkranken jährlich über 24 000 Menschen an Leukämie und verwandten Blutkrankheiten, bei Kindern sind Leukämie und Lymphome die häufigsten Krebsarten. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. finanziert mit Spendengeldern Projekte zur Leukämiebekämpfung, insbesondere im Bereich der Forschung und im Ausbau von Kliniken. Allein 2003 konnte sie dafür rund 13 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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Viel Obst, weniger Lungenkrebs - Studie: Fleißige Obstesser verringerten Risiko um 40 Prozent

20.09.04 - Wer häufig eine Zwischenmahlzeit mit Obst einlegt, verringert sein Risiko, Lungenkrebs zu bekommen, ganz erheblich. Das zeigen neue Daten aus EPIC, der größten europäischen Studie zur Rolle von Lebensweise und Erbfaktoren bei der Entstehung von Krebs und chronischen Krankheiten. Wie das Apothekenmagazin "Gesundheit" berichtet, hatten Teilnehmer, die täglich ein Pfund Früchte verzehrten, ein um 40 Prozent geringeres Lungenkrebsrisiko als diejenigen, die weniger als 70 Gramm pro Tag verspeisten.

Das Apothekenmagazin "Gesundheit" 9/2004  liegt in vielen Apotheken
aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild – Gesundheit


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Fahndung nach Lymphom-Risiken

18.08.2004 - Über die Ursachen von Lymphdrüsenkrebs ist wenig bekannt. Eine Fallkontrollstudie unter Leitung von Professor Nikolaus Becker und Dr. Alexandra Nieters, Abteilung Klinische Epidemiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, nimmt mögliche Risikofaktoren in den Blick. Erste Ergebnisse dieser deutschen Lymphomstudie weisen auf immunologische Risiken hin, die von Lebensstil- und Umfeldbedingungen geprägt werden. Möglicherweise begünstigt eine unzureichende Beanspruchung des Immunsystems in der frühen Kindheit nicht nur Allergien, sondern auch Leukämien und Lymphome.

Beim Lymphdrüsenkrebs unterscheidet man den Morbus Hodgkin und die so genannten Non-Hodgkin-Lymphome. Letztere zählen zu den wenigen Krebsformen, bei denen sowohl die Erkrankungshäufigkeit als auch die Sterblichkeit in den letzten 20 Jahren stetig zugenommen hat. Diskutiert wird, ähnlich wie bei Allergien, ein Einfluss der Bedingungen in der frühen Kindheit. Nach der so genannten Hygiene-Hypothese könnte eine unzureichende Auseinandersetzung mit Erregern in der frühen Kindheit, die für moderne Kleinfamilien typisch ist, für spätere Fehlentwicklungen des Immunsystems in Richtung Lymphdrüsenkrebs zumindest mitverantwortlich sein. Wenn die Hypothese stimmt, müsste z.B. auch ein Aufwachsen "auf dem Bauernhof" eine gewisse Schutzwirkung entfalten.

In der Fallkontrollstudie wurden zwischen 1999 und 2003 mehr als 700 Patienten mit Lymphdrüsenkrebs (sowohl Non-Hodgkin-Lymphome als auch Hodgkin-Lymphome) mit 700 nicht erkrankten Menschen verglichen, die nach Alter, Geschlecht und Wohnort jeweils passend ausgesucht worden waren. In ausführlichen Interviews erfragten die Untersucher demographische Merkmale, Lebensstilfaktoren, medizinische Vorgeschichte und berufliche Umgebung und baten jeden Probanden um eine Blutprobe. Die erste Auswertung der Daten beschränkt sich auf demographische Charakteristika, Tierkontakte, Erkrankungen in der Kindheit und Impfungen.

Tatsächlich waren einige Faktoren positiv oder negativ mit dem Lymphomrisiko assoziiert. So war die Wahrscheinlichkeit, an einem Lymphom zu erkranken, bei Tierkontakten in der Kindheit vermindert (z.B. gegenüber Schafen, Ziegen, Kaninchen und Hasen). Bei engem Kontakt zu Rindern war sie dagegen erhöht. Die positive Assoziation speziell bei Rinderkontakten scheint speziesspezifisch zu sein und war bereits in früheren Studien aus anderen Ländern berichtet worden.

Das Erkrankungsrisiko war ebenfalls erniedrigt, wenn in der Kindheit Kinderkrankheiten durchgemacht wurden (z.B. Masern- und Keuchhusteninfektion) oder an Impfungen teilgenommen wurde (z.B. gegen Tetanus (Wundstarrkrampf)). Bei Impfung gegen Tuberkulose war es allerdings erhöht. Infektionen in der Kindheit sind schon mehrfach im Hinblick auf das Lymphomrisiko untersucht worden, allerdings mit widersprüchlichen Resultaten. Ein verringertes Risiko speziell nach Maserninfektion war aber wiederholt beobachtet worden. Dass die Krankheit auch mit einem erhöhten Allergierisiko einhergeht, könnte für eine immunologische Gemeinsamkeit in der Krankheitsentstehung sprechen.

Andere Indikatoren eines ländlichen Umfeldes und damit eines intensiven Erregerkontaktes blieben jedoch negativ. So zeigte sich keine Assoziation zum Konsum von Rohmilch. Ebenso wenig ließ sich eine Beziehung zur Anzahl der Personen im Haushalt oder zur Zahl der Geschwister feststellen (als Indikator gehäufter Infektionen in der frühen Kindheit).

Nikolaus Becker deutet die Ergebnisse wie folgt: "Die Ergebnisse stimmen nur teilweise mit der so genannten Hygiene-Hypothese überein. Das kann damit zusammenhängen, dass diese Faktoren tatsächlich keine maßgebliche Rolle bei der Entstehung von Lymphomen spielen, oder die untersuchten Indikatoren (z.B. Zahl der Geschwister) unzulänglich sind. Gleichwohl scheinen die Umfeldbedingungen der frühen Kindheit einen lang anhaltenden Einfluss auf das Immunsystems zu haben, der durchaus mit der Entstehung von Lymphomen in Verbindung gebracht werden kann."
In einer zweiten Phase der Datenauswertung werden jetzt weitere potenzielle Risikofaktoren analysiert.

Nikolaus Becker, Evelin Deeg, Alexandra Nieters: Population-based study of lymphoma in Germany: rationale, study design and first results. Leukemia Research28 (2004), 713-724.

Morbus Hodgkin:
Jährlich erkranken über 1800 Menschen in Deutschland, das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 41 Jahren.

Non-Hodgkin-Lymphome:
Jährlich erkranken in Deutschland etwa 6000 Männer und 6500 Frauen, das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 61 bzw. 66 Jahren.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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Patienten mit Lungenkrebs fühlen sich stigmatisiert.
Umwelt macht Betroffene für ihre Krankheit verantwortlich

22.06.2004 - Das mit Lungenkrebs einhergehende Stigma kann für die Patienten weit reichende Folgen haben. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Oxford http://www.ox.ac.uk gekommen. Viele der Betroffenen haben das Gefühl, dass sie von ihrer Umwelt für ihre Krankheit verantwortlich werden, da sie eng mit dem Rauchen in Verbindung gebracht wird. Antiraucherkampagnen verstärkten die bestehenden Vorurteile weiter, was laut BBC zu gestörten Beziehungen mit der Familie, Freunden und Ärzten führte. Die Studie, an der 45 Patienten teilnahmen, wurde im British Medical Journal http://bmj.bmjjournals.com veröffentlicht.

Viele der Patienten, vor allem jene, die vor Jahren aufgehört hatten zu rauchen oder nie geraucht hatten, fühlten sich zu Unrecht für ihre Erkrankung verantwortlich gemacht. Ein Patient erklärte: "Die Menschen glauben automatisch, dass man selbst Schuld ist und das ist eine Form von Stigmatisierung." Einige der Teilnehmer berichteten, dass die Schuldzuweisung so weit ging, dass Menschen die Straßenseite wechselten, nur um ihnen nicht zu begegnen. Bei manchen gab es seit der Diagnose keinen Kontakt mehr mit der Familie oder Freunden. Zusätzlich wurde vom Verschweigen der Symptome berichtet sowie, dass die Angst vor der Stigmatisierung verhinderte, dass die notwendige Hilfe in Anspruch genommen wurde.

Es bestehen Befürchtungen, dass die Behandlung und Erforschung von Lungenkrebs durch die Stigmatisierung der Erkrankung und von Rauchern negativ beeinflusst werden könnten. Laut den Wissenschaftlern ist es entscheidend, die Menschen dazu zu motivieren mit dem Rauchen aufzuhören. Sie warnen jedoch, dass Kampagnen mit Bildern von dunkel verfärbten Lungen Patienten mit entsprechenden Erkrankungen aufregen können.
Quelle: Michaela Monschein

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Das Rauchen löst genetische Veränderungen aus.
Genetische Muster sollen Krebsrisiko vorhersagbar machen

22.06.2004 - Das Rauchen verändert die Gene von Lungenzellen. Ein Team der Boston University http://www.bu.edu hat erstmals nachgewiesen, dass Raucher andere genetische Muster in ihren Lungenzellen aufweisen als Nichtraucher oder jene, die aufgehört haben. Die Wissenschaftler hoffen, dass diese Muster für die Vorhersage eines Lungenkrebsrisikos eingesetzt werden können, da sie auch innerhalb der Raucher unterschiedlich sind. Einige dieser Muster weisen laut BBC auf eine größere Bedrohung hin als andere. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht.

Die neuen Forschungsergebnisse erklären, warum nur zehn bis 15 Prozent aller Raucher an Lungenkrebs erkranken und gleichzeitig das Rauchen für 90 Prozent dieser Erkrankungen verantwortlich ist. Das Team um Avrum Spira untersuchte Proben der Lungenzellen von 75 Freiwilligen. 23 hatten nie geraucht, 34 rauchten während des Untersuchungszeitraumes und 18 Teilnehmer hatten aufgehört. Es zeigte sich, dass die bei Rauchern nachgewiesenen Veränderungen bei Nichtrauchern nicht vorhanden waren. Bei den Rauchern waren einige Gene aktiviert, die eine Krebserkrankung begünstigen können. Andere, die gegen Krebs schützen, waren hingegen nicht aktiv.

Die genetischen Muster innerhalb der Raucher waren ebenfalls unterschiedlich. Eine Gruppe der Raucher exprimierte einige Gene anders als die meisten anderen Raucher. Einer der Betroffenen erkrankte innerhalb von sechs Monaten an Lungenkrebs. Die genetischen Veränderungen scheinen zusätzlich mit der Dauer des Rauchens in Zusammenhang zu stehen. Nach zwei Jahren begannen die genetischen Muster ehemaliger Raucher wieder jenen der Nichtraucher ähnlich zu werden. Einige der Veränderungen blieben jedoch bestehen. Dieser Umstand könnte erklären, warum das Krebsrisiko bei diesem Personenkreis erhöht bleibt.

Quelle: Michaela Monschein

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Hoher Obstverzehr schützt vor Lungenkrebs

21.06.2004 - Neues aus der EPIC-Studie: Wer viele Früchte isst, verringert damit offenbar sein Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Einen umgekehrten Zusammenhang zwischen Obstkonsum und Neuerkrankungen an Lungenkrebs zeigen aktuelle Daten aus EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), der größten europäischen Studie zur Rolle von Ernährung, Lebensweise, Stoffwechsel und Erbfaktoren bei der Entstehung von Krebs und anderen chronischen Erkrankungen.

In der EPIC-Studie werden seit 1992 rund 500.000 Menschen in 10 europäischen Ländern nach ihren Lebensgewohnheiten befragt und ihre Gesundheitsentwicklung beobachtet. Darüber hinaus stehen von allen Probanden Blutproben und Messwerte für weitere Analysen zur Verfügung. Die Studie wird koordiniert von Professor Elio Riboli, Leiter der Nutrition and Cancer Unit bei der International Agency for Research on Cancer (IARC) in Lyon. Für die vorliegende Auswertung wurden Daten zur Nachbeobachtung bis 1998 berücksichtigt, für einige Zentren sogar bis 2002. Während dieser Zeit entwickelten 1074 Studienteilnehmer einen Lungenkrebs, von denen 860 für eine ausreichend detaillierte Analyse zur Verfügung standen.

Ein europäisches Wissenschaftlerteam unter Federführung des ehemaligen Leiters der Abteilung für Klinische Epidemiologie im Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Professor Anthony B. Miller, nahm den Einfluss des Obst- und Gemüseverzehrs auf die Neuerkrankungsrate an Lungenkrebs gezielt in den Blick. Bei der Gewichtung der Ergebnisse legten die Experten besonderen Wert auf die Berücksichtigung des Rauchverhaltens, um Verzerrungen zu vermeiden. Je nach Höhe des Obst- und Gemüseverzehrs wurden die Probanden in fünf gleich große Gruppen (Quintilen) aufgeteilt. Probanden aus der Quintile mit dem höchsten Obstverzehr (ca. 500 Gramm pro Tag) zeigten im Vergleich zu Probanden mit dem niedrigsten Obstkonsum (weniger als 70 Gramm pro Tag) ein um 40 Prozent geringeres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken (relatives Risiko 0,60). Der umgekehrte Zusammenhang zwischen Obstverzehr und Lungenkrebs wurde am stärksten deutlich bei Nordeuropäern und bei Menschen, die zum Zeitpunkt der Erstbefragung Raucher waren. In der gesamten Studiengruppe konnten die Wissenschaftler keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse oder von bestimmten Gemüsesorten und Lungenkrebs nachweisen. Für die Gruppe der Raucher zeigt sich jedoch ebenfalls ein inverser Zusammenhang, also ein sinkendes Lungenkrebsrisiko mit steigendem Gemüseverzehr.

Bisher ist nicht bekannt, welche Nährstoffe in Obst und Gemüse für den Schutzeffekt verantwortlich sind. "Wir vermuten, dass insbesondere die Kombination verschiedener Inhaltsstoffe, wie Antioxidanzien einschließlich der Vitamine C und E oder sekundäre Pflanzenstoffe eine Rolle spielen", erklärt Privatdozent Dr. Dr. Jakob Linseisen vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Die EPIC-Daten unterstreichen die Empfehlungen an die Bevölkerung, möglichst viel frisches Obst und Gemüse zu essen. Dies soll jedoch insbesondere bei Rauchern nicht eine falsche Sicherheit vortäuschen: Die Wirkung des Obstverzehrs ist klein im Vergleich dazu, was man bewirkt, wenn man mit dem Rauchen aufhört!

Anthony B. Miller et al.: Fruits and Vegetables and Lung Cancer: Findings from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition, Int. J. Cancer: 108, 269-276 (2004).

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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"Setzen Sie ein Handzeichen gegen Krebs!" -
Informationskampagne startet am 21.06.2004

21.06.2004 (ots) - Heute startet die Informationskampagne
"Setzen Sie ein Handzeichen gegen Krebs!": Anlässlich der "Europäischen Woche gegen Leukämien und Lymphome" vom 21. - 28. Juni können sich Menschen in München, Hamburg, Köln, Erfurt, Homburg/Saar und Münster über die häufige, aber wenig bekannte Krebsart "Lymphom"
(Lymphdrüsenkrebs) informieren und als Zeichen ihrer Solidarität mit Krebspatienten ihr farbiges Handzeichen auf eine Leinwand setzen. Die sechs teilnehmenden Städte sind die Zentren der deutschen Lymphom-Forschung.
  
Lymphom - noch nie gehört! So geht es ca. 90 Prozent der Deutschen. Dabei gehören maligne (bösartige) Lymphome, der Fachausdruck für Lymphdrüsenkrebs, in den westlichen Industrieländern zu den häufigsten Krebsarten. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 15.000 Menschen daran - Tendenz steigend. Lymphome sind auf dem Vormarsch: Nach Haut- und Lungenkrebs sind sie die Krebsart mit der schnellsten Wachstumsrate weltweit. Der heutige Sommerbeginn ist dieses Jahr daher nicht nur der Start in "sonnige Tage", sondern soll auch zum Nachdenken über die Situation von Krebspatientenanregen.
  
Begleitend zu den lokalen Informationsveranstaltungen in den sechs Städten können Patienten und Interessierte ihre Fragen auch direkt an die führenden Lymphom-Experten in Deutschland stellen. Prof. Norbert Schmitz, Hamburg, und Privatdozent Dr. Martin Dreyling, München, sind
vom 21. bis 23. Juni unter der Telefonnummer 0800/11 84 122, der Lymphom-Hotline des Krebsinformationsdienstes KID im Deutschen Krebsforschungszentrum, erreichbar.
  
Am 24. Juni wird Prof. Michael G. Pfreundschuh in der n-tv-Sendung "Gesundheit live" um
14.30 Uhr unter 0190/ 515 504 und im Chat auf www.n-tv.de Zuschauerfragen beantworten.
  
 Politiker und Prominente unterstützen Aktion
  
Politiker wie der Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma und der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude unterstützen die Aktion "Handzeichen gegen Krebs!". Auch zahlreiche Prominente zeigen sich solidarisch mit Krebspatienten und werden ihr Handzeichen gegen Krebs setzen: In München und Köln Schauspieler Michael Lesch, der selbst an einem Lymphom erkrankt war, in Hamburg Schauspielerin Eva Habermann, in Münster Schauspieler Leonard Lansink, in Erfurt Sängerin Ute Freudenberg und in Homburg/Saar Ex-Radprofi und Olympiasieger Andreas
Walzer.
  
In den letzten fünf Jahren konnten, insbesondere durch den Einsatz von neuartigen Substanzen wie monoklonalen Antikörpern, große Fortschritte in der Behandlung von Lymphomen erzielt werden. So konnten Ansprech-, Überlebens- und Heilungsraten bei vielen Lymphomarten dramatisch verbessert werden. Es bleibt aber viel zu tun, sowohl um allen Patienten den Zugang zu den neuen Therapien zu ermöglichen, als auch um die Therapieergebnisse noch weiter zu
verbessern.
  
Deutschland steht dabei als Forschungsplatz für Lymphome weltweit in einer Spitzenposition. Deshalb haben die Patienten hier gute Chancen auf eine optimale Behandlung. Durch die Vernetzung der in diesem Bereich führenden Forschungs- und Versorgungseinrichtungen im
Kompetenznetz Maligne Lymphome gelingt es, die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse direkt in die Behandlung der Patienten zu übertragen. Gleichzeitig finden Patienten in der bundesweit
tätigen Selbsthilfeorganisation Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe e. V. (DLH) einen starken Partner, der sie in allen Aspekten ihrer Erkrankung unterstützt.
  
 Handzeichen auf Leinwand symbolisieren "helfende Hände"
  
Dieses Geflecht aus "helfenden Händen" wird sich in den Handabdrücken auf den Leinwänden wiederfinden und ist ein Zeichen für die Solidarität jedes Einzelnen mit den Patienten. Die Leinwand wird am 15. September anlässlich des "World Lymphoma Awareness Day" zu
Gunsten der DLH und des Forschungsverbundes Kompetenznetz Maligne Lymphome versteigert.
  
Die Aktion wird von der Hoffmann-La Roche AG, dem weltweit führenden Unternehmen in der Krebstherapie und Diagnostik, unterstützt.

ots Originaltext: Hoffmann-La Roche AG

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Aggressiver Lymphdrüsenkrebs - neues Medikament steigert Heilungsrate auch bei jungen Patienten Klinische Prüfung wegen überragender Wirksamkeit vorzeitig beendet
  
15.06.2004 - Mit nur sechs Gaben des Antikörpers Rituximab (MabThera(R)), zusätzlich zu einer Standard-Chemotherapie verabreicht, kann die voraussichtliche Heilungsrate bei jüngeren Patienten mit aggressivem Lymphdrüsenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) um rund 40 % gesteigert
werden. Damit ist die hohe Wirksamkeit von Rituximab jetzt bei jüngeren und älteren Patienten erwiesen. Der Antikörper sollte deshalb keinem Patienten mit aggressivem Lymphdrüsenkrebs
vorenthalten werden.  
  
Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) ist in Deutschland und anderen Industrieländern eine der häufigsten Krebsarten. Unter den zum Tode führenden bösartigen Erkrankungen nimmt es die fünfte Stelle ein, und die Rate der Neuerkrankungen steigt von Jahr zu Jahr. Von den
besonders aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen ist das großzellige diffuse B-Zell-Lymphom (DLBCL) die häufigste Unterart. Unbehandelt führt es innerhalb weniger Monate zum Tode.
  
Vor 28 Jahren gelang mit Chemotherapie ein erster Durchbruch. In den Jahrzehnten danach ließ sich aber kein weiterer Fortschritt erzielen - bis im letzten Jahr eine Studie mit dem Antikörper
Rituximab zeigen konnte, dass bei Patienten im Alter zwischen 60 und 80 Jahren durch die zusätzliche Gabe von nur acht Infusionen Rituximab die Heilungsrate um rund die Hälfte gesteigert wird - von 35 % auf 53 %. Ob Rituximab bei jüngeren, also unter 60-jährigen
Patienten, den gleichen Nutzen bietet, war jedoch noch offen. Diese Lücke wurde jetzt durch die MInT-Studie geschlossen, deren Ergebnisse am 5. Juni 2004 auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) in New Orleans, Louisiana/USA, erstmals vorgestellt
wurden.
  
Die Studienergebnisse

An MInT (MabThera International Trial) nahmen Patienten im Alter zwischen 18 und 60 Jahren teil, die nach dem Zufallsprinzip entweder nur eine Chemotherapie oder Chemotherapie plus Rituximab erhielten. Nachdem 326 von insgesamt 824 Patienten über zwei Jahre beobachtet
worden waren, wurde eine erste, vorab geplante Zwischenanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Zwischenanalyse waren so beeindruckend, dass das Studienkomitee beschloss, die ursprünglich auf drei Jahre angelegte Studie vorzeitig zu beenden.
  
Denn nach zwei Jahren lebten noch 81 % der mit Chemotherapie plus Rituximab behandelten Patienten und wiesen keinerlei Krankheitszeichen auf - im Vergleich zu 58 % der Patienten aus der Nur-Chemotherapie-Gruppe. Diese Patienten, so Prof. Dr. med. Michael G. Pfreundschuh, Universität Homburg/Saar, können mit hoher Wahrscheinlichkeit als geheilt gelten.
  
Somit konnte durch die zusätzliche Gabe von nur sechs Infusionen Rituximab die voraussichtliche Heilungsrate um rund 40 % (absolute 23 %) gesteigert werden - und dies ohne zusätzliche Nebenwirkungen, denn Rituximab ist sehr gut verträglich.
  
Fazit

Die Kombination Rituximab plus Chemotherapie führt sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Patienten mit aggressivem Lymphdrüsenkrebs zu deutlich höheren Heilungsraten als die alleinige
Chemotherapie und muss als der neue Standard gelten.

ots Originaltext: Hoffmann-La Roche AG

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Software erkennt Lungenkrebs schon im Frühstadium

29.01.2004 - Siemens-Forscher haben eine Software entwickelt, mit der Lungentumore früher als bisher erkannt werden können. Das Programm syngo LungCARE CT wertet automatisch die Untersuchungsergebnisse von Computertomographen (CT) aus, die als Mittel der Wahl zur Diagnose von so genannten Lungenrundherden gelten. Diese Krebsart gehört sowohl zu den häufigsten als auch zu den bösartigsten Tumoren. Wie bei anderen Krebsarten sind die Therapieaussichten jedoch umso größer, je früher die Krankheit erkannt wird.

Die Software errechnet aus den CT-Daten detaillierte, dreidimensionale Bilder des Atmungsorgans. Auf diesen Bildern versucht der Arzt Lungenrundherde zu erkennen. Diese kleinen Gewebewucherungen können die Vorstufe eines Tumors darstellen und müssen bei Folgeuntersuchungen weiter beobachtet werden. Wachstum oder Positionsveränderungen sind sichere Hinweise auf die Bösartigkeit eines Lungenknotens. Die Funktion Nodule Enhanced Viewing, ein CAD-Verfahren (computer aided detection, computergestützte Detektion), erkennt diese Knoten durch spezielle Algorithmen und unterstützt so die Arbeit des Arztes. Auf Knopfdruck durchsucht das Programm einen Datensatz auf verdächtige Strukturen. Der Arzt entscheidet dann, bei welchen Strukturen es sich um Lungenrundherde handelt. Wichtige Daten, wie Durchmesser und Volumen der Knoten kann er vermessen und speichern. Diese Informationen lassen sich bei späteren Untersuchungen mit den aktuellen Ergebnissen kombinieren.

Eine Studie, die kürzlich auf dem Kongress der Radiologischen Gesellschaft Nordamerikas (RSNA) vorgestellt wurde, bestätigte die Ergebnisse der so genannten ELCAP-Studie des Cornell Weill Medical Center in New York. Beide belegen, wie wichtig die rechtzeitige Erkennung von Lungenkrebs ist. Gewöhnlich wird Lungenkrebs erst mit dem Auftreten von äußeren Symptomen erkannt. Zu dieser Zeit hat sich der Tumor oft schon über Metastasen im Körper verbreitet - die Überlebensraten liegen dann lediglich bei zwölf Prozent. Mit regelmäßigen Computertomographie-Untersuchungen können dagegen 80 Prozent der Tumoren im ersten Stadium diagnostiziert werden - mit dann sehr guten Heilungsaussichten.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:
http://www.siemens.de/newsdesk

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Blauer Ratgeber - Lungenkrebs

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe

Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Lungenkrebs" hier downloaden:

Lungenkrebs.pdf - 444 kb

Quelle: www.krebshilfe.de

Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden, um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:

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Lebermetastasen

Zusammenfassung

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von
Pro. Dr. Vogl, Klinik Universität Frankfurt

Unter Lebermetastasen versteht man Absiedelungen von Krebszellen, die aus anderen Tumoren - wie z. B. aus einem Darmkrebs, Brustkrebs - über Blut- oder Lymphgefäße in die Leber gelangen und sich dort weiter vermehren.
Charakteristischerweise führen diese Metastasen der Leber klinisch in der Regel erst spät zu Beschwerden. Diese können beinhalten: Drucksymptome wie Schmerzen in der Leberkapsel, eine Gelbsucht wenn die Lebermetastasen auf wichtige Strukturen drücken - wie auch die Gallenwege.

Die Diagnostik wird heute mittels bildgebender Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie oder optimal mittels der Magnetresonanztomographie auch Kernspintomographie bezeichnet, durchgeführt.
Die Behandlung wie auch die Prognose sind abhängig von der Anzahl und Größe der Metastasen, von der Art und der Ausbreitung des Haupttumors und dem Allgemeinzustand der Patienten. Im folgenden soll versucht werden einige wichtige Informationen zu Lebermetastasen zu vermitteln.
Von den Lebermetastasen muss man unterscheiden die lebereigenen bösartigen Tumore wie der Leberzellkrebs ( das hepatozelluläre Karzinom ) und die Gallengangstumore. Weiterhin gibt es seltene Geschwülste von Gefäß oder Lymphstrukturen der Leber ausgehen. Die primär bösartigen Lebertumoren bestehen aus den lebereigenen Zellen, dagegen entstehen die Lebermetastasen aus der Leber angesiedelten Zellen an den Ursprungspunkten. Diese entarteten Zellen, die nicht primär in der Leber entstanden sind werden als Metastasen bzw. Tochtergeschwülste bezeichnet. Folgende Kriterien sind wichtig für die Beurteilung der Bösartigkeit dieser Herde.

Sekundäre Lebertumoren siedeln sich in der Leber an und basieren auf entarteten Zellen andern Ursprungs. Diese entarteten Zellen werden als Metastasen bzw. Tochtergeschwülste bezeichnet. Als wichtiges Kriterium für die Bösartigkeit gilt die Fähigkeit derartige Tochtergeschwülste zu bilden. Etwa ein Drittel aller bösartigen Tumoren haben Metastasen einschließlich Lebermetastasen. Im folgenden finden Sie eine Auflistung von Tumoren, bei denen sie besonders häufig entstehen.

  • Tumoren des Dick- und Enddarms ( kolorektale Karzinome )
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs, Pankreaskarzinom
  • Magenkrebs
  • Lungenkrebs
  • Brustkrebs ( Mammakarzinom )
  • Speiseröhrenkrebs ( Ösophaguskarzinom )
  • Schilddrüsenkrebs
  • Eierstockkrebs ( Ovarialkarzinom )
  • Uteruskrebs
  • Schwarzer Hautkrebs ( malignes Melanom ) Sarkome der Weichteile


    Symptome

    Frühsymptome bei Tumoren der Leber sind in der Regel unspezifisch. Folgende Symptome sind möglich:

  • Gewichtsabnahme
  • Appetitlosigkeit
  • Nachtschweiß
  • Übelkeit
  • Druckschmerz im linken mittleren Oberbauch
  • Gelbsucht
  • Durchfall


    Diagnose

    Diagnostik beruht auf der Früherkennung mittels regelmäßiger Ultraschallkontrollkontrollen sowie der Durchführung der Computertomographie optimal mittels der Kernspinntomographie. Wenn sich hier eine neue Entwicklung im Vergleich zu Voraufnahmen zeigt kann mit hoher Sicherheit von der Entwicklung von Lebermetastasen ausgegangen werden. Es ist notwendig gezielt aus den Leberherden gezielt Material zu gewinnen und unter dem Mikroskop zu untersuchen ( Radiologie )

    Therapie von Lebermetastasen

    Prinzipiell bestehen folgende Möglichkeiten:

    Systemische Chemotherapie mit verschiedenen Zytostatika
    Operative Entfernung
    Interventionelle Entfernung mittels laserinduzierter Thermotherapie ( LITT ),
    Lokale Chemotherapie, mittels eines über in die Leiste eingebrachten Katheders.


    Prognose

    Die Lebenserwartung eines Patienten mit Lebermetastasen hängt ab

  • vom Stadium
  • von der Größe der Metastasen
  • von der Anzahl
  • von der optimalen Therapie.



    Quelle: www.klinik.uni-frankfurt.de
    Leberkrebs

    Die häufigsten Ursachen der Krebsbildung in der Leber sind eine andauernde Schädigung des Lebergewebes durch langjährigen übermäßigen Alkoholgenuss oder eine chronische Entzündung (Hepatitis). Durch den ständigen Umbauprozess der Leber kommt es im Laufe der Jahre zum Verlust der geordneten Architektur des Organs und einer Organschrumpfung (Leberzirrhose), als Folge dessen sich nach mehreren Jahren ein Leberkrebs entwickeln kann. In Deutschland wurde bei 5.200 Menschen im Jahr 1997 diese Diagnose neu gestellt.

    Für sie besteht ein Risiko, an Leberkrebs zu erkranken,
    · wenn sie über Jahrzehnte übermäßig Alkohol trinken; die individuelle Zeitspanne, innerhalb derer es zur Schädigung der Leber kommt, kann allerdings sehr unterschiedlich sein;
    · wenn sie an einer chronischen Leberentzündung (vor allem Hepatitis B und C) leiden;
    - wenn bei ihnen eine Leberzirrhose aus anderen Gründen vorliegt;
    - wenn bei ihnen in den Jahren um 1940 Röntgenuntersuchungen mit dem, wie man heute weiß, krebsauslösenden Kontrastmittel „Thorotrast“ durchgeführt wurden;
    - wenn sie an einer seltenen Wurmerkrankung leiden (Clonorchis sinensis);
    - wenn bei ihnen eine seltene zystische Erweiterung der Gallenwege vorliegt (Caroli Syndrom).

    Aufgrund des Fehlens typischer Frühsymptome wächst der Leberkrebs häufig über lange Zeit unbemerkt. So erfolgt die Diagnose in vielen Fällen erst spät, und die Operation als beste Therapiemöglichkeit ist dann schwierig oder nicht mehr möglich. Die ungünstige Prognose dieser Tumorerkrankung kann nur durch frühe Erkennung entscheidend verbessert werden. Deshalb sind für jeden, auf den auch nur eines der zuvor genannten Risiken zutrifft, Kontrolluntersuchungen in halbjährlichen Abständen erforderlich.Auch wenn typische Frühsymptome fehlen, so gibt es bei Leberkrebs doch Warnsignale für die Erkrankung. Wer einer Risikogruppe angehört, sollte ganz besonders auf solche Warnzeichen achten und gegebenenfalls nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen.

    Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
    · rechtsseitige Oberbauchbeschwerden, gegebenenfalls mit Ausstrahlung in die rechte Schulter;
    · tastbare Schwellung unter dem rechten Rippenbogen;
    · Gewichtsverlust, Leistungsabfall;
    · wiederholt erhöhte Körpertemperatur mit unklarer Ursache;
    · Gelbsucht.
    Beim Auftreten von erträglichen, für sie aber völlig neuen Oberbauchschmerzen sollten sie unbedingt ihren Hausarzt aufsuchen.

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    Leukämie

    Neue Ziele in der Leukämieforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum

    27.09.2004 - Gleich vier Wissenschaftlerteams am Deutschen Krebsforschungszentrum beginnen derzeit viel versprechende Forschungsprojekte, mit denen sie die Therapiemöglichkeiten bei Leukämie und verwandten Blutkrankheiten verbessern wollen. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unterstützt diese Forschungsarbeiten, die jeweils zwei bzw. drei Jahre dauern werden, mit insgesamt rund 900 000 Euro. Die Wissenschaftler der vier Gruppen verfolgen dabei ganz unterschiedliche Forschungsansätze.

    Warum steigt bei Lymphomen die Erkrankungs- und Sterberate unvermindert an - anders als bei der Mehrzahl der übrigen Krebsarten? Dieser bislang ungeklärten Frage gehen Dr. Alexandra Nieters und Kollegen von der Abteilung für Klinische Epidemiologie nach. In einer multizentrischen Studie haben sie 3 000 Patienten befragt, die an einer bösartigen Erkrankung des lymphatischen Systems leiden, und Informationen über ihren Lebensstil und zur medizinischen Vorgeschichte wie Erkrankungen in der Kindheit, Allergien etc. zusammengetragen. Außerdem sammelten sie Blutproben der Betroffenen und beginnen nun mit einer Reihe von Untersuchungen zu genetischen Risikofaktoren. Die Auswertung dieser Daten soll Klarheit darüber bringen, inwieweit ein Zusammenwirken von genetischen Faktoren und Umweltfaktoren das individuelle Lymphom-Risiko beeinflusst.

    Mit den Ursachen für die Akute Myeloische Leukämie (AML) beschäftigt sich die Forschergruppe um Dr. Adelheid Cerwenka in Zusammenarbeit mit Dr. Elisabeth Suri-Payer. Beim gesunden Menschen werden entartete Zellen vom körpereigenen Immunsystem durch so genannte "natürliche Killerzellen" abgetötet. Es gibt Hinweise darauf, dass bei Patienten, die an Akuter Myeloischer Leukämie erkranken, genau dieser Abwehrmechanismus gegen die Leukämiezellen gestört ist. Das Forscherteam will herausfinden, wodurch die Killerzellen in ihrer Funktion gehemmt werden. Wenn das gelingt, so hoffen die Wissenschaftler, könnten Methoden entwickelt werden, diese "Immun-Bremse" speziell bei den Killerzellen zu entfernen und damit die Heilungschancen zu erhöhen.

    Auch die Wissenschaftler um Dr. Ingrid Hoffmann von der Arbeitsgruppe für Zellzykluskontrolle und Carcinogenese forschen über die Entstehung der Akuten Myeloischen Leukämie. Sie nimmt das Enzym Plk2 unter die Lupe, das bei der Zellteilung die Verteilung der Centrosomen (Bestandteile des Zellteilungsapparates) auf die Tochterzellen steuert. Tumorzellen weisen eine abnorme Zahl von Centrosomen auf, wodurch es bei der Teilung zu einer fehlerhaften Trennung der Chromosomen kommt. Die unkontrollierte Vermehrung der mutierten Zellen kann eine Akute Myeloische Leukämie auslösen. Erkenntnisse darüber, wie das Enzym Plk2 die Verdoppelung der Centrosomen steuert, könnten zur Entwicklung von effektiven Therapieformen beitragen, die das Entstehen der Leukämie bereits im Frühstadium bekämpfen.

    Die Entstehung der weniger aggressiv verlaufenden Chronischen Lymphatischen Leukämie (CLL) ist Forschungsgegenstand der Arbeitsgruppe um Professor Peter Lichter, Leiter der Abteilung Molekulare Genetik. Nachdem die Forscher bereits einen funktionalen Zusammenhang zwischen dem Fehlen eines Gens im Bereich des Chromosoms 13 und dem Auftreten der Erkrankung aufzeigen konnten, soll nun die Funktionsweise weiterer Gene in diesem Chromosom untersucht werden. Ziel ist es, damit neue Behandlungsmöglichkeiten zu eröffnen.

    Allein in Deutschland erkranken jährlich über 24 000 Menschen an Leukämie und verwandten Blutkrankheiten, bei Kindern sind Leukämie und Lymphome die häufigsten Krebsarten. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e.V. finanziert mit Spendengeldern Projekte zur Leukämiebekämpfung, insbesondere im Bereich der Forschung und im Ausbau von Kliniken. Allein 2003 konnte sie dafür rund 13 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

    Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.

    Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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    Callisto lizenziert Annamycin, ein Medikament in Phase II klinischer Prüfung gegen Leukämie

    08.09.04 - Callisto Pharmaceuticals, Inc. (OTCBB: CLSP, Börsen Berlin und Frankfurt: CA4, WKN 479303) ein Biopharmazie-Unternehmen, das sich vornehmlich auf die Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Krebs und osteolytischen Knochenkrankheiten konzentriert, schließt einen Vertrag mit dem M. D. Anderson Cancer Center der Universität von Texas zur Lizenzierung von Annamycin, einem anthrazyklinen Medikament zur Behandlung von Leukämie. Callisto lizenziert Annamycin aufgrund seines neuartigen therapeutischen Profils, das u. a. Wirksamkeit gegen widerstandsfähige Krankheiten sowie eine erheblich verringerte Toxizität aufweist.

    Callisto beabsichtigt, eine klinische Studie Phase IIb mit Rückfallpatienten akuter lymphozytischer Leukämie (ALL) sowie akuter myeloider Leukämie (AML) durchzuführen. Sie wird von zwei Forschern, Dr. Hagop Kantarijan und Dr. Michael Andreeff, des M. D. Anderson Cancer Center der Universität von Texas geleitet. Unter der Leitung von Dr. Andreeff wurde vorher eine klinische Studie Phase I/IIa für Annamycin mit AML- und ALL-Patienten abgeschlossen. Derzeit gibt es keine Heilungsmöglichkeit für ALL- und AML-Rückfallpatienten.

    "Wir freuen uns sehr über die Möglichkeit, Annamycin zu entwickeln, das ein solch neuartiger Wirkstoff innerhalb dieser wichtigen Medikamenten-Gruppe ist", sagt Dr. Donald H. Picker, Executive Vice President von Callisto Pharmaceuticals. "Die Ergebnisse der Phase I/IIa Studie mit dieser schwierigen Patientengruppe, bestätigen die Erwartung, dass dies ein sehr wichtiges Medikament zur Behandlung von ALL- und AML-Rückfallpatienten sein kann."

    "Die Hinzunahme von Annamycin, einem Arzneimittel, das bereits die klinische Studie Phase I/IIa abgeschlossen hat, ist ein großer Meilenstein in Callisto's Strategie, ein umfassendes Portfolio von Medikamenten gegen Krebs aufzubauen," fügt Gabriele M. Cerrone, Chairman der Callisto Pharmaceuticals, hinzu.

    ots Originaltext: Callisto Pharmaceuticals


    In der Bundesrepublik Deutschland erkrankten 1997 nach Schätzungen des Robert- Koch Institutes etwa 8.900 Menschen neu an Leukämie. Es handelt sich dabei zum größten Teil um Erwachsene.

    Über die Ursachen der Entstehung dieser Krebserkrankung des Blutsystems herrscht noch weitgehend Ungewissheit. Man hat aber in den letzten Jahren bestimmte Faktoren identifizieren können, die das Risiko, an dieser Krankheit zu erkranken, erhöhen.

    Risiko ionisierende Strahlung

    Dazu gehört z.B. ionisierende Strahlung, also radioaktive und Röntgenstrahlung. Es gilt heute als gesichert, dass ionisierende Strahlen genetische Veränderungen an den Blutstammzellen hervorrufen können und infolgedessen Leukämie entstehen kann. Dabei gilt: Je höher die Strahlendosis, der der Mensch ausgesetzt war, desto mehr nimmt das Erkrankungsrisiko zu.

    Hinweise darauf, dass die Strahlendosis, der Menschen bei routinemäßigen Röntgenuntersuchungen ausgesetzt sind, das Risiko einer Leukämieerkrankung erhöhen gibt es nicht. Das gilt besonders für die regelmäßige röntgenologische Darstellung (Mammographie) der weiblichen Brust.Daneben kennt man noch andere Faktoren, die des Risiko für die Entstehung von Leukämien erhöhen können.

    Risikofaktor Rauchen

    Etwa 10 Prozent der Neuerkrankungen sind vermutlich durch das Zigarettenrauchen bedingt - ein Risikofaktor der sich gut vermeiden lässt.

    Für sie besteht ein Risiko, an Leukämie zu erkranken,
    - wenn sie regelmäßig mit bestimmten chemischen Stoffen in Berührung kommen: z.B. Insektizide, Benzol oder 2-3-Benzpyren, von dem man seit langem weiß, dass es die Knochenmarkszellen schädigen kann;
    - wenn sie bestimmte Medikamente einnehmen müssen, etwa manche Zytostatika,
    - wenn in ihrer Familie schon häufiger bösartige Erkrankungen aufgetreten sind;
    - wenn bestimmte Veränderungen in den Erbanlagen vorliegen. Eine solche Veränderung ist z.B. das Down-Syndrom (Mongolismus).

    Jüngste Untersuchungen befassen sich mit elektromagnetischen Feldern, die seit einiger Zeit unter dem Stichwort „Elektrosmog“ ins Gerede gekommen sind. Nach neuesten Erkenntnissen besteht kein Zusammenhang: Sollte auf sie einer der zuvor genannten Risikofaktoren zutreffen (oder sogar mehrere), dann bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass sie an Leukämie erkranken müssen.

    Aber: ihr persönlicher Risikofaktor ist erhöht, und sie sollten deutlich auf ungewohnte Signale, die ihr Körper ihnen gibt, achten. Allerdings sollten sie sich auch davor hüten, übertrieben und überängstlich zu reagieren. Wurde bisher allgemein von „Leukämie“ gesprochen, so sollen an dieser Stelle die allgemeinen Formen der Leukämie erklärt werden. Sie unterscheiden sich in ihrer Symptomatik ebenso wie in ihrem Krankheitsverlauf und in ihrer Prognose.

    Akute und chronische Formen

    Grundsätzlich unterscheidet man einerseits zwischen akuten und chronischen sowie andererseits zwischen lymphatischen und myeloischen Leukämien. Das erste Begriffspaar bezeichnet den Verlauf der Erkrankung, das zweite charakterisiert die Herkunft der „fehlerhaften“ im Blut vermehrt auftretenden Zellen.

    Nach dieser Einteilung gibt es also die akute lymphatische Leukämie (ALL) und die chronische lymphatische Leukämie (CLL) sowie die akute myeloische Leukämie (AML) und die chronische myeloische Leukämie (CML).

    Die akute lymphatische Leukämie (ALL) tritt bei Erwachsenen relativ selten auf; meistens erkranken Kinder zwischen dem zweiten und dem fünften Lebensjahr daran. Bei dieser Erkrankung ist eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, die Lymphozyten, bösartig entartet.

    An chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) erkranken meistens Menschen ab dem 50. Lebensjahr. Wie der Name sagt, sind bei dieser Leukämieart die Lymphozyten betroffen: Die Leukozytenzahl ist deutlich erhöht, der in ihnen enthaltene Lymphozytenanteil kann bis zu 95 % betragen.

    Die akute myeloische Leukämie (AML) wird in verschiedene Typen eingeteilt. Häufig sind die Myeloblasten oder die Monoblasten vermehrt. Die AML ist die bei Erwachsenen am häufigsten vorkommende Leukämieart.

    Die chronisch myeloische Leukämie (CML) weist im Blutbild erheblich mehr Leukozyten auf, als dies normalerweise der Fall ist. Die Zellen besitzen zum Teil ihre sonst üblich Funktionsfähigkeit. Auch die CML tritt fast ausschließlich bei Erwachsenen auf, und zwar vorwiegend bei bis zu 60jährigen.

    Eine Leukämieerkrankung macht durch verschiedene, anfangs uncharakteristische Krankheitskennzeichen auf sich aufmerksam. Je nach Leukämieart fallen die Symptome unterschiedlich aus bzw. sind verschieden stark ausgeprägt.

    Akute Leukämien (ALL/AML)

    Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
    · Blässe
    · Anämie und infolgedessen verminderte Leistungsfähigkeit, Abgeschlagenheit;
    · Atemnot selbst bei mäßiger körperlicher Belastung
    · Nasenbluten
    · Blutungen, die sich schwer stillen lassen (z.B. nach Zahnarztbesuch) oder winzige, punktartige Blutungen vor allem an Armen und Beinen;
    · Uncharakteristische Kopfschmerzen;
    · Benommenheit;
    · Fieber;
    · Entzündungen;
    · Häufiger blaue Flecken;
    · geschwollene Lymphknoten;
    · vergrößerte Milz;
    · vergrößerte Leber.

    Bei den chronischen Leukämieformen beginnt die Krankheit immer schleichend, und der Kranke fühlt sich in seinem Alltag zunächst gar nicht oder nur wenig gestört.

    Chronische Leukämie (CML)

    Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
    · Blässe;
    · Anämie und infolgedessen verminderte Leistungsfähigkeit, Müdigkeit/   Abgeschlagenheit;
    · depressive Verstimmungen ohne erkennbaren Grund;
    · Blutungsneigung;
    · Atemnot selbst bei mäßiger körperlicher Belastung;
    · Druckgefühl im linken Oberbauch;
    · Appetitlosigkeit;
    · unerklärliche Gewichtsabnahme;
    · leicht erhöhte Temperatur
    · geschwollene Lymphknoten
    · vergrößerte Milz;
    · vergrößerte Leber;
    · Druck- oder Klopfempfindlichkeit des Brustbeins

    Chronische Leukämie(CCL)

    Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
    · Lymphknotenschwellung, oft zuerst am Hals, in den Achselhöhlen oder den   Leistenbeugen;
    · Vergrößerte Milz;
    · Häufiger blaue Flecken

    Natürlich treten alle zuvor beschriebenen Symptome auch bei harmlosen Erkrankungen auf, die gar nichts mit Leukämie zu tun haben. Um die Anzeichen eindeutig auf eine harmlose Ursache zurückzuführen, bedürfen sie immer der weiteren Abklärung durch den Arzt.

    Auf jeden Fall sollten sie Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten!


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