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 Die Inhaltsübersicht

- Aus der Krebsforschung: Impfung gegen Tumore möglich?
- Gemeinsam gegen den Krebs: Krebsgesellschaft initiert Informationsoffensive
- Junge Forscher suchen neue Therapien gegen Krebs und Infektionen

 

Aus der Krebsforschung: Impfung gegen Tumore möglich?

Baierbrunn - 22.03.2006 (ots) - Wissenschaftler des schwedischen Karolinska Instituts haben an Mäusen ein Molekül getestet, das eine Impfung gegen Krebs möglich machen soll, berichtet das Onlineportal GesundheitPro.de. In einigen Jahren könnte das Verfahren eventuell auch beim Menschen zum Einsatz kommen. Der Wirkstoff wird von Krebszellen selbst produziert. Sobald er Mäusen gespritzt wurde, erkannte das Immunsystem der Nager die Tumore und verhinderte deren Ausbreitung, so die Forscherin Elisabeth Wolpert und ihre Kollegen. Wolpert warnt vor übertriebenen Hoffnungen, weist aber auf einen neuen Weg der Behandlung fortgeschrittener Tumorkrankheiten hin. Die Forscher publizierten ihre Ergebnisse als Onlineartikel für das Fachmagazin "Nature Medicine".

Quelle: Wort und Bild - GesundheitPro.de

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Gemeinsam gegen den Krebs: Krebsgesellschaft initiiert Informationsoffensive

08.12.2004 - Rund 47.000 Neuerkrankungen und 18.200 Todesfälle an Brustkrebs hat die Arbeitsgemeinschaft Bevölkerungsbezogener Krebsregister für das Jahr 2000 in Deutschland geschätzt - "Es ist an der Zeit zu handeln!", erklärt Prof. Bamberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Genau wie bei anderen Krebsarten ist die Zahl der Neuerkrankungen und Sterbefälle gegenüber den letzten Schätzungen durch die Arbeitsgemeinschaft gestiegen. Gemeinsam mit der AVON Cosmetics GmbH, SAT1, Novartis Oncology und der Deutschen Angestellten Krankenkasse startet die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. nun eine Informationsoffensive gegen Brustkrebs. Die Brustkrebsaktion 2005 soll zur Aufklärung über Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung bei Brustkrebs sowie zur Enttabuisierung des Lebens mit Krebs beitragen. Die Brustkrebsaktion umfasst dabei zum Beispiel regionale Veranstaltungen, die Auslobung eines Brustkrebs-Kommunikationspreises und einen Aktionstag mit SAT1.

"Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit für das Thema Brustkrebs zu sensibilisieren", erklärt Andrea Sixt, Autorin und Betroffene. "Noch immer beherrschen viele Tabus diese Krankheit. Dabei ist die Diagnose Krebs längst kein Todesurteil mehr", ergänzt die Münchnerin.

Der Brustkrebsaktion sollen demnächst weitere Aktionen zu anderen Krebsarten, etwa dem Darm- oder Lungenkrebs, folgen. "Die Aktion ist nur der Startschuss für eine Informationsoffensive gegen den Krebs", erklärt Bamberg.

Breits am 26. und 27. Februar 2005 lädt die Deutsche Krebsgesellschaft zur 1. Offenen Krebskonferenz nach Berlin ein. Gemeinsam mit 892 Selbsthilfegruppen wird so ein gemeinsames Forum von Betroffenen, Angehörigen, Interessierten und Experten entstehen. "Eine derartige Veranstaltung ist längst überfällig. Patienten sollten im klinischen Alltag gleichberechtigte Partner bei der Therapieentscheidung sein", erklärt der Tübinger Klinikdirektor.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) ist die größte und älteste interdisziplinäre wissenschaftlich-onkologische Fachgesellschaft in Deutschland. Ihr gehören mehr als 5.000 Mitglieder an, die in der Erforschung und Behandlung von Krebserkrankungen tätig sind. Zu den Zielen der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. gehört die umfassende Information über das Thema Krebs, Gesundheitskampagnen zur Vorbeugung von Krebs, Unterstützung der onkologischen Forschung und die Erarbeitung von verbindlichen Standards für Diagnostik, Therapie und klinischen Studien.

Deshalb gehören der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. nicht nur Ärzte aller medizinischen Fachgruppen an, sondern auch Grundlagenforscher, Medizinisch-Technische Assistenten, Pflegekräfte, Psychologen sowie weitere Berufsgruppen, die am Thema Krebs arbeiten. Auch Unternehmen wie die forschende Pharmaindustrie, wissenschaftliche Buchverlage und Krankenkassen sind wichtige Partner bei der Bewältigung der gemeinsamen Aufgabe.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.krebskonferenz.de oder http://www.brustkrebsaktion.de .


Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e. V.
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Junge Forscher suchen neue Therapien gegen Krebs und Infektionen

07.12.2004 - Auf den ersten Blick haben Infektionen und Krebs nichts miteinander zu tun. Aber die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren doch eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Krankheitsformen entdeckt - und das eröffnet neue Chancen für die Therapie. Auf diesem Gebiet forscht ab Januar ein neues deutsch-französisches Graduiertenkolleg, in dem die Universitäten Würzburg und Nizza vereint sind. Bei den Körperzellen laufen Wachstum, Teilung, Alterung und Tod normalerweise streng geregelt ab. Dafür sorgen so genannte Signalwege: Sie bestehen aus vielen Molekülen, die sich in einem komplizierten Netzwerk gegenseitig beeinflussen. Sowohl bei Krebs als auch bei Infektionskrankheiten laufen solche Signalwege aus dem Ruder - der Organismus gerät in Unordnung, der Mensch wird krank.

Ein gutes Beispiel hierfür liefert die so genannte MAP-Kinase-Kaskade. Bei vielen Krebsarten ist ein Bestandteil dieses Signalwegs an einer ganz bestimmten Stelle mutiert. Das fehlerhafte Protein trägt dazu bei, dass die Zelle der normalen Wachstumskontrolle nicht mehr gehorcht. Auf der anderen Seite benutzen auch Influenza-Viren einen Teil dieses Signalwegs, um den Stoffwechsel der befallenen Zelle auf ihre Bedürfnisse umzuprogrammieren. Diese Erkenntnis bietet Chancen für die Therapie - zum Beispiel könnten Hemmstoffe, die ursprünglich für die Krebsbehandlung entwickelt wurden, nun den Ausgangspunkt für neue Medikamente gegen Viren bilden.

Das Graduiertenkolleg "Interference of Pathogens with the Host Signalling Machinery" soll die Forschung auf diesem Gebiet weiter voranbringen. Rund 1,6 Millionen Euro fließen aus den Kassen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutsch-Französischen Hochschule und des französischen Wissenschaftsministeriums in das Projekt.

Das Geld ist für eine Klasse von zwölf Doktoranden vorgesehen. Die jungen Forscher aus Würzburg und Nizza sollen durch längere Aufenthalte im anderen Land mit der internationalen Forschungskooperation vertraut werden. Außerdem bekommen sie - ungewöhnlich für Graduiertenkollegs - auch eine unternehmerische Grundausbildung. Das soll sie in die Lage versetzen, die wirtschaftliche Nutzung ihrer Forschungsergebnisse voranzutreiben. Weil die Projekte der Doktoranden direkt auf eine Anwendung in der Medikamenten- und Therapie-Entwicklung zielen, wird das Graduiertenkolleg intensiv vom Biotechnologie-Netzwerk BioMedTec Franken betreut.

In Würzburg werden die Arbeiten von Professor Ulf R. Rapp, in Nizza von Professor Emmanuel Lemichez koordiniert. Insbesondere soll weiter an der Frage gearbeitet werden, wie die MAP-Kinase-Kaskade auf dem Niveau der einzelnen Zelle funktioniert und wie sie im Zellverband gesteuert wird. Ein Doktorand von Klaus Brehm untersucht in Würzburg, wie dieser Signalweg beim Fuchsbandwurm aussieht. Daraus ergeben sich vielleicht neue Möglichkeiten, um diesen Parasiten zu bekämpfen.

Wie kommunizieren krankheitserregende Bakterien untereinander, um einen Angriff auf den Wirt effektiv zu gestalten? Wie stören sie während der Infektion die Signalwege des Wirtes? Solche Fragen will die Gruppe von Gregoire Lauvau in Nizza für Listeria monocytogenes beantworten. Ziel ist es, eine Impfstrategie gegen diese Bakterien zu entwickeln.

Listerien tauchen als Verursacher von Lebensmittelvergiftungen immer wieder in den Schlagzeilen auf. Sie haben die besondere Fähigkeit, in die Zellen des Menschen einzudringen und dort zu überleben. Wenn man diese Erreger ganz genau kennt, könnte man sie womöglich als Trojanisches Pferd benutzen, um Krebszellen zu infiltrieren und abzutöten. Auch die Entwicklung solcher "lebender Krebstherapeutika" ist ein wichtiges Element des Graduiertenkollegs.


Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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