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Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs wirkt Jahre lang
Tests mit neuem Impfstoff erfolgreich verlaufen
Hannover - 06.04.2006 - Ein Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs hat in Tests der Dartmouth Medical School http://dms.dartmouth.edu Schutz für mindestens viereinhalb Jahre geboten. Der Impfstoff schützt gegen das Humane Papillomavirus (HPV), das als die häufigste Ursache für eine derartige Krebserkrankung angesehen wird. HPV wird sexuell übertragen. Aus diesem Grund soll der Impfstoff Mädchen vor Beginn ihres aktiven Sexuallebens angeboten werden. Die Ergebnisse der Tests wurden in The Lancet http://www.thelancet.com veröffentlicht.
Es wird laut BBC angenommen, dass zwei HPV-Stämme, 16 und 18 für mehr als 70 Prozent der Erkrankungen verantwortlich sind. Der von GlaxoSmithKline http://www.gsk.com entwickelte Impfstoff schützt gegen diese beiden Virenstämme. Die Wissenschafter sammelten Abstriche von 800 Frauen, die bei den Tests des Impfstoffes teilnahmen. Die Frauen erhielten entweder drei Dosen des Impfstoffes oder ein Blindpräparat. Die Analysen ergaben, dass geimpfte Frauen bis zu viereinhalb Jahre nach Verabreichung der letzten Dosis über große Mengen von Antikörpern gegen HPV-16 und HPV-18 verfügten. Die Impfung wirkte gegen anhaltende und neue Infektionen und schützte auch gegen Infektionen mit HPV-45 und HPV-31, die als dritt- und vierthäufigste Formen von HPV gelten.
Die leitende Wissenschafterin Diane Harper erklärte, dass die Ergebnisse zeigten, dass der Impfstoff sicher und über lange Zeit wirksam sei. Damit seien die Grundlagen für den groß angelegten Einsatz zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs gegeben. Eine aktuelle Umfrage von GlaxoSmithKline ergab, dass nur eine von 25 britischen Frauen wusste, dass HPV zu Gebärmutterhalskrebs führen kann. Rund ein Viertel der 978 Befragten hatten von dem Virus gehört. Nur vier Prozent war bekannt, dass es die Hauptursache für eine derartige Krebserkrankung ist. Fast ein Drittel der Frauen gab an, dass ihnen die Ursache für diese Krebserkrankung nicht bekannt sei. 36 Prozent gingen davon aus, dass sie mit sexuellen Praktiken in Zusammenhang stehe. GlaxoSmithKline übermittelte den neuen Impfstoff im März an die European Medicines Agency http://www.emea.eu.int zur Zulassung. Ein ähnlicher Impfstoff wird von dem Pharmaunternehmen Merck and Co http://www.merck.com entwickelt. Das Ansuchen für die Vermarktung in Europa und Amerika wurde im Dezember gestellt.
Quelle: pte
Kein Zusammenhang zwischen Handys und Gehirntumoren
Großangelegte Studie ergab keine Erhöhung des Krebsrisikos
London - 20.01.2006 - Die bisher größte Studie zu diesem Thema hat keine Beweise für einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Mobiltelefonen und Gehirntumoren nachgewiesen. Britische Wissenschafter interviewten 966 in Großbritannien lebende Tumorpatienten und 1.716 gesunde Kontrollpersonen. Die Befragungen wurden zwischen Dezember 2000 und Februar 2004 durchgeführt. Die epidemiologische Erhebung ergab keine Hinweise dafür, dass das Telefonieren mit einem Handy das Risiko der Entstehung eines Tumors erhöhte oder dass ein verstärkter Handyeinsatz das Risiko erhöhte.

Bild: Photocase
Nachgewiesen wurde ein Zusammenhang zwischen der Position des Tumors und der Seite des Kopfes mit der Patienten am häufigsten telefonierten. Als die Händigkeit der Betroffenen berücksichtigt wurde, die der entsprechenden Kopfseite entspricht, ergab sich kein Zusammenhang. Die Wissenschafter gehen aufgrund der Ergebnisse der gesamten Studie davon aus, dass es sich bei diesem Zusammenhang um eine Abweichung gehandelt hat. Sie halten es für wahrscheinlich, dass die Patienten sich nicht richtig an ihre Handynutzung erinnerten, um so eine Erklärung für den Tumor zu haben. Die Ergebnisse dieser Studie wurden im British Medical Journal http://bmj.bmjjournals.com veröffentlicht.
Die aktuelle Studie wurde von den Universitäten Leeds, Manchester und Nottingham in Zusammenarbeit mit dem Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk durchgeführt. Die Finanzierung übernahmen die britische Regierung und einige Mobiltelefonhersteller. Diese Studie ist Teil des derzeit laufenden größeren Forschungsprojekts Interphone, das schließlich Daten aus 13 verschiedenen Ländern erfassen soll.
In der Vergangenheit haben mehrere Studien einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Mobiltelefonen und der Entstehung von Gehirntumoren nahe gelegt. Mitautor Anthony Swerdlow von der Health Protection Agency http://www.hpa.org.uk warnte davor, uneingeschränkte Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen der aktuellen Studie zu ziehen. Der relativ kurze Zeitraum der starken Handynutzung mache es schwer, eindeutige Folgerungen zu ziehen. Es werde noch für lange Zeit eine gewisse Unsicherheit geben. Lennart Hardell von der Örebro unviersitet http://www.oru.se stellt die Gültigkeit der Forschungsergebnisse in Frage. Er publizierte im Mai 2005 die Ergebnisse einer in Schweden durchgeführten Studie, die einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Mobiltelefonen in ländlichen Regionen und einem erhöhten Risiko einer Krebserkrankung im Gehirn herstellt. Hardell erklärte gegenüber New Scientist, dass Interviews mit Gehirntumorpatienten problematisch sein könnten, da sie fallweise auch unter kognitiven Problemen leiden. Der Wissenschafter geht davon aus, dass es noch mindestens zehn Jahre dauern wird, bis sichere Aussagen über die Langzeitrisiken des Einsatzes von Mobiltelefonen gemacht werden können.
Quelle:
pte
Verbesserte Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs -
Frauen in der Deutschen BKK im Vorteil durch Vorsorgevertrag zwischen Ärzten, Klinikum und Krankenkasse
Wolfsburg (ots) - 12.01.2006 - Gebärmutterhalskrebs ist eine der aggressivsten Krebsarten, unter denen Frauen zu leiden haben, insbesondere weil vor allem noch junge Frauen bis zum 50. Lebensjahr betroffen sind. Wurde Gebärmutterhalskrebs festgestellt, können nur aufwendige Operationen sowie Strahlen- oder Chemotherapie diesen Krebs heilen. Die Medizinwissenschaft kann belegen, dass das Gebärmutterhalskarzinom durch eine Infektion von bestimmten Warzenviren, so genannten humanen Papilliomviren (HPV) ausgelöst wird. Eine neue Früherkennungsmethode ermöglicht es nun, diese Viren in ihren unterschiedlichen Stadien zu erkennen und entsprechend zu behandeln, denn nur chronisch verlaufende Virusinfektionen führen zu Krebsvorstufen oder im späten Stadium zum Gebärmutterhalskarzinom. Wichtig ist deshalb eine grundsätzliche Abklärung, ob eine Frau unter einer oft unbemerkten HPV-Infektion leidet und eine kontinuierliche Betreuung der Patientinnen, bei denen eine HPV Infektion festgestellt wurde.
Zwischen dem Gesundheitsverbund Wolfsburg, der neben den übrigen Fachgebieten auch den Großteil der Wolfsburger Frauenärzte vereinigt, dem Klinikum der Stadt Wolfsburg und der Deutschen BKK wurde heute ein Vertrag zur verbesserten Früherkennung des Gebärmutterhalskrebses geschlossen. Ziel des Vertrages ist eine Verbesserung der Behandlungsqualität für die betroffenen Patientinnen. Dazu haben sich die Gynäkologen und die Spezialisten der Frauenklinik auf einen abgestimmten Behandlungsablauf verständigt.
Vorsorgeprogramm sorgt für kontinuierliche Betreuung
"Im Frühstadium ist diese Krebsart zu 100 % heilbar", so Dr. Rolf Otto - Vorstand des Gesundheitsverbundes. Deswegen ist es wichtig, frühzeitig zu diesem Krebs neigende Frauen zu erfassen, damit sie in ein besonderes Vorsorgeprogramm aufgenommen werden. Darüber hinaus kann unser Programm Frauen operative Eingriffe ersparen, weil die Indikation durch neue Untersuchungsmethoden und besonders abgestimmte Abläufe der Betreuung präziser gestellt werden kann.
Dieses gemeinsam von den niedergelassenen Frauenärzten, der Deutschen BKK und der Frauenklinik entwickelte Modell führt Wolfsburg in eine international beachtete Vorreiterrolle bei der der Verhinderung eines wichtigen Krebses. Innovative Tests, schonende Methoden der Abklärung und ein eigens entwickeltes System einer strengen Qualitätskontrolle wurden hier sinnvoll nach neuestem Wissensstand miteinander verknüpft. Seitens des Klinikums hält es Professor Karl Ulrich Petry - Leiter der Frauenklinik - für wünschenswert, eine umfassende Aufklärung aller Wolfsburgerinnen mit dem Ziel einer hohen Teilnahme zu erreichen.
Gesundheitsmodernisierungsgesetz schafft neue Qualität der Versorgung
Der Vertrag bildet das erste Modul des vor einigen Monaten zwischen den Partnern abgeschossenen Rahmenvertrages zur integrierten Versorgung. Die Deutsche BKK nutzt damit aktiv die Möglichkeiten des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes. Danach können Krankenkassen erstmals direkt Verträge mit Versorgungspartnern in der Region schließen. Dazu Tomas Borm von der Deutschen BKK: "Für uns bedeutet dieser Vertragsabschluss den Einstieg in eine neue Qualität der Partnerschaft zwischen Ärzten, Klinikum und Krankenversicherung zum Wohle unserer Kunden. Wir haben jetzt die Möglichkeit Versorgungsdefizite regional zu lösen und unseren Kunden über diesen Weg eine bessere Versorgung zu bieten. Mit diesem Modell können wir unseren weiblichen Versicherten eine völlig neue Qualität im Bereich der Frauengesundheit anbieten.
Der hier vorgestellte Vertrag bildet einen ersten Meilenstein für die integrierte Versorgungsregion Wolfsburg. Die niedergelassenen Ärzte, das Klinikum Wolfsburg und die Deutsche BKK arbeiten auch weiterhin daran, die Versorgung der Patienten in Wolfsburg ständig zu verbessern. Dazu werden weitere Module auch auf anderen medizinischen Fachgebieten im kommenden Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt.
Quelle: Deutsche BKK
Durchbruch im Kampf gegen den Gebärmutterhalskrebs ?
02.11.2005 - Das sensationelle Signal aus Paris: Durch einen neuen Impfstoff lassen sich Infektionen mit Gewebe verändernden HP-Viren verhindern und Krebs im Frühstadium vermeiden
Für die Medizin ist der neue, noch in der Entwicklung befindliche Impfstoff von Sanofi Pasteur MSD / Merck & Co. Inc. eine schlichte Sensation: Noch nie gab es zuverlässige Daten über die Verhinderung von Krebs im Frühstadium durch vorbeugende Impfung. Dies ist offensichtlich jetzt den beiden über einen Joint Venture verbundenen Unternehmen und ihren Forschern gelungen. Der neue Impfstoff Gardasil [TM] gegen die Infektion mit Gewebe verändernden Humanen Papillomaviren (HPV) hat auch in der Phase III einer laufenden klinischen Studie diese Wirkung bestätigt. Ihre Ergebnisse wurden auf der soeben zu Ende gegangenen ECCO 13 - the European Cancer Conference in Paris vorgestellt.
Danach hat Gardasil [TM] im Laufe von zwei Jahren eine 100prozentige Wirksamkeit bei der Verhütung von Infektionen mit den häufigsten HPV-Typen (6,11,16 und 18) und den damit verbundenen Erkrankungen insbesondere Frühformen des Gebärmutterhalskrebs unter Beweis gestellt. Die HPV-Typen 16 und 18 sind für 70 Prozent aller Fälle von Gebarmutterhalskrebs verantwortlich. Der neue Impfstoff, dessen Zulassung jetzt beantragt wird, verhindert dabei nicht nur die in Europa zweithäufigste Krebsart (nach Brustkrebs) bei jungen Frauen im Alter von 15 - 44 Jahren, sondern auch Genitalwarzen - etwa 90 Prozent aller Fälle - und vermeidet verdächtige Abstriche, die wiederum zu weiteren Untersuchungen führen und unnötigerweise Patientinnen verunsichern.
Jährlich erkranken in der Europäischen Union etwa 33.500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs und etwa jede zweite stirbt daran trotz aller Vorsorgemaßnahmen und therapeutischer Maßnahmen. Gebärmutterhalskrebs wird zu 99,7 Prozent von HPV verursacht, ein Umstand, der in der breiten Öffentlichkeit so gut wie unbekannt ist. Ebenso die Tatsache, dass etwa 70 Prozent aller sexuell aktiven Menschen im Laufe ihres Lebens trotz vorsichtigen Verhaltens (wie etwa der Anwendung von Kondomen) sich mit HPV infizieren können. Diese krebsauslösenden Viren werden nicht nur durch sexuelle Aktivitäten, sondern auch durch intensiven Hautkontakt wie etwa durch Küssen verbreitet.
Deshalb waren sich die Fachleute und Mediziner in Paris einig: HPV stellt eine Herausforderung für alle Verantwortlichen im Gesundheitswesen dar, sich neben einer breiten Aufklärung der Öffentlichkeit und der bereits bestehenden Vorsorge-Maßnahmen auch mit dem Thema einer direkten Verhinderung von HPV-Infektionen durch vorbeugende Impfung zu befassen.
Autor: Wolfgang Scheuren
Genetisch bedingtes Krebsrisiko zu selten überprüft -
Forscher wollen Risikogruppen vorwarnen
Leipzig (pte) - 08.09.2005 - Zu einem erschreckenden Ergebnis sind Forscher der Universität Leipzig www.medizin.uni-leipzig.de bei einer Studie gekommen: Obwohl viele Krebserkrankungen auf eine erbliche Veranlagung des Patienten zurückzuführen sind, wird dieser Zusammenhang viel zu selten untersucht.
Die Experten Reinhold Schwarz und Gregor Weißflog der Selbstständigen Abteilung für Sozialmedizin an der Universität Leipzig www.uni-leipzig.de/~sasm hatten sogar festgestellt, dass die unspezifische Frage nach Krebserkrankungen in der Familie vielfach nicht gestellt wurde. "Die Sorge der Medizin, dass die Genetik zu einer Überdiagnostik führen könnte, war am Anfang vorhanden", gibt Schwarz im interview mit pressetext zu bedenken. Die Wahrheit sehe jedoch anders aus: "Eine nötige Abklärung erfolgt nicht", zieht der Forscher den Schluss. Die genetische Diagnostik untersucht, ob bei Gesunden aufgrund von ererbten Genmutationen bzw. -veränderungen ein erhöhtes Krebsrisiko besteht und ob schon an Krebs erkrankte Personen durch erbliche Vorbelastungen besonders gefährdet waren.
"Im Rahmen der Diagnose sollte zunächst von einem Humangenetiker in einem ersten Beratungsgespräch eine Familienanamnese erstellt werden. Diese sollte unter anderem zeigen, wie viele Familienangehörige des Betroffenen an Krebs erkrankt waren und sind", so Schwarz. Bei der anschließenden Untersuchung folgt die eigentliche Testung der Gene (DNA) und weitere - auch psychologische - Beratungen. "Zwar sind in der Regel nur etwa zehn Prozent der Krebserkrankungen auf genetische Ursachen zurückzuführen. Manche Krebsarten werden allerdings häufiger vererbt als andere. Dazu zählen etwa Brustkrebs, Darmkrebs und bestimmte Arten von Schilddrüsentumoren", erklärt Schwarz im pressetext-Interview.
Schwarz gibt zu bedenken, dass die Untersuchungen, so sie nicht von den Krankenkassen getragen werden, dennoch sinnvoll sind, da sie sowohl dem Patienten als auch dessen Nachkommen nutzen. "Wird eine krebsrisikoerhöhende Mutation etwa bei Brustkrebs diagnostiziert, kann oft wirkungsvoll vorgebeugt werden", erklärt Schwarz. Das könne entweder durch intensivierte Vorsorgeuntersuchungen bzw. prophylaktische Operationen oder aber bei Krebspatienten durch Prävention von Zweiterkrankungen sowie durch Informierung und Beratung im Hinblick auf möglicher Weise gefährdete Familienmitglieder geschehen. "Die genetischen Untersuchungen sind in der Regel sehr genau und relativ selten fehlerhaft", erklärt Schwarz.
Im Rahmen des Projektes wurden in den vergangenen drei Jahren 432 Krebspatientinnen aus verschiedenen Krankenhäusern zu Tumorerkrankungen in ihren Familien befragt. Dabei wurde bei 31 Prozent ein genetisches Risiko diagnostiziert. Bei den 135 Patientinnen ist also anhand der Informationen aus der Familienanamnese von einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einer krebsspezifischen Genmutation auszugehen. Ob diese Mutation dann tatsächlich vorliegt, kann erst durch einen Test sicher gesagt werden. Eine weitere Untersuchung nach zehn Wochen ergab, dass nur drei der Patientinnen eine solche genetische Diagnostik in Anspruch genommen hatten. "Wir sehen uns also in der Versorgungspraxis mit einer mangelnden Integration genetischer Diagnostik konfrontiert", kritisiert Weißflog. Der geringe Anteil von Krebspatientinnen, der diese Untersuchung in Anspruch nimmt, stehe im Widerspruch zu der Tatsache, dass ein bedeutender Anteil aller Krebserkrankungen durch eine Veränderung eines Gens mit bedingt ist.
Der Grund, warum sich viele Patientinnen nicht untersuchen lassen, liegt nach Ansicht der Experten in der Angst der Ergebnisse, da die Diagnose nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Verwandten betrifft. "Wenn eine Frau weiß, dass ihr Brustkrebs ererbt ist, macht sie sich natürlich Sorgen um ihre Töchter", führt der Experte aus.
Das Forscherteam hat in der Untersuchung zudem auch vergleichend die psychosoziale Belastung von Patientinnen mit und ohne Risiko im Verlauf eines Jahres nach der Diagnose einer Krebserkrankung analysiert.
Quelle: pte
Krebs führt zu Gedächtnisproblemen
Geistige Leistungsfähigkeit wird durch die Therapie beeinträchtigt
London - 01.06.2005 - Nach einer überstanden Krebserkrankung müssen Patienten schon mit dem nächsten Problem rechnen, denn laut jüngsten Forschungsergebnissen führt die Krebsbehandlung zu einer Verminderung der mentalen Leistungsfähigkeit. Die medikamentöse Therapie verdoppelt das Risiko kognitive Probleme zu entwickeln, die sich bei den Patienten beispielsweise mit Lern- und Gedächtnisschwierigkeiten äußern. Die Forscher der University of Southern California http://www.usc.edu führen diese Beeinträchtigung auf die Chemotherapie zurück.
Die Forschungsergebnisse bestätigen schon seit längerem bestehende Vermutungen, dass die Behandlung von Krebs kurzfristig kognitive Dysfunktionen auslöst. Doch in der aktuellen Studie konnte bewiesen werden, dass der Einfluss der Behandlung auch längerfristige, nachteilige Effekte auf die kognitive Leitungsfähigkeit hat. Denn 15 Prozent der 702 untersuchten Krebspatienten wiesen im Gegensatz zu einer gesunden Kontrollgruppe deutliche Symptome einer verminderten geistigen Leistungsfähigkeit auf. Diese Probleme verschlimmerten sich sogar im Laufe der Zeit. "Die Ergebnisse sind sicherlich kein Grund für Krebspatienten in Panik zu geraten und die Behandlung zu verweigern. Es bedarf jedoch noch weiterer Studien um das Problem genauer zu erforschen", erklärte Studienleiter Lesley Fallowfield.
Dass eine mögliche Ursache der zunehmenden geistigen Dysfunktion der natürliche Alterungsprozess ist, können die Experten ausschließen, denn im Vergleich zur Kontrollgruppe konnten derartige Effekte nicht festgestellt werden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass durch einen nachteiligen, stressigen Lebensstil oder Faktoren wie Alkohol oder ungesundes Essen der kognitive Verfall verstärkt wird. Die Forscher räumen auch ein, dass eine mögliche geistige Beeinträchtigung schon vor der Krebsbehandlung bestand. Welche Behandlungsmethoden - ob Chemotherapie oder alternative Methoden - diese Effekte auslösen, wird derzeit in einer Studie ermittelt.
Quelle: pte
"Genchips" zur Krebsdiagnostik noch keine Routineanwendung
06.04.2005 - Der große methodische Aufwand und fehlende Standardisierungen lassen den Einsatz von "Genchips" im klinischen Alltag und in der Krebsdiagnostik bisher nicht sinnvoll erscheinen. "Diese Methoden sind sehr wichtig in der Wissenschaft, für den Routineeinsatz ist es aber noch zu früh", sagt Professor Dr. med. Diethelm Wallwiener, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Die "Genchip-Analyse" steht für molekularbiologische Untersuchungsmethoden mit denen gleichzeitig tausende Genmoleküle aus Gewebeproben - zum Beispiel Zellen aus einer Krebsgeschwulst - untersucht werden können.
Die Chips enthalten mehrere tausend festgelegte Genfragmente, die die entsprechende Erbinformation aus dem Patientengewebe bindet. Das so erstellte "molekulare Profil" zeigt, welche Gene zum Zeitpunkt der Probeentnahme aktiv sind. In der Krebsforschung wird so versucht, Tumore genauer zu charakterisieren: Welche Gene sind an der Entstehung und am Wachstum beteiligt? Welches Profil ist typisch für aggressive Formen? Sind bei dem Tumor Tochtergeschwulste - so genannte Metastasen - zu erwarten? Wird ein bestimmtes Medikament wirksam sein?
Mit den Ergebnissen, so das Ziel, ließe sich für jede Patientin ein maßgeschneiderter Therapieplan zusammenstellen. "Davon ist man bislang für die klinische Routine noch entfernt", sagte Dr. med. Raffael Kurek von der Universitäts-Frauenklinik Tübingen. Tests in verschiedenen Labors wiesen bisher nur geringe Übereinstimmungen miteinander auf. Der Gynäkologe erklärt diese Unterschiede mit dem großen methodischen Aufwand bei der Anwendung und den komplizierten computergestützten Auswerteverfahren. Auch dürften nur wenige Minuten von der Gewebeentnahme bei der Operation bis zur Aufbewahrung des Gewebes in flüssigem Stickstoff isolierten Gene auf den "Chips vergehen. Alle Schritte, insbesondere von der Aufarbeitung der Proben bis zum Aufbringen auf die "Chips" müssen unter immer gleichen Bedingungen erfolgen. Nur dann könne man wiederholbare Ergebnisse erzielen. Auch für die Herstellung der "Chips" und die bioinformatischen Auswerteverfahren müssten noch bessere Standards geschaffen werden. Nach Meinung der Deutschen Gesellschaft für Senolologie und des Tübinger Genetikers Professor Dr. med. Olaf Ries werden die "Genchips" die Diagnostik und Therapie des Brustkrebs in wenigen Jahren wirkungsvoll verbessern.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
Große Geschwulst verdrängt Baby-Herz:
Operation rettete Neugeborener das Leben
18.03.2005 - Mediziner des Universitätsklinikums Bonn haben in einem schwierigen Eingriff einem Neugeborenen einen gutartigen Tumor in Herznähe entfernt. Das Geschwür - aufgrund einer Wasseransammlung etwa so groß wie eine Mandarine- drückte das Herz des Ungeborenen zur Seite. So drohte das kleine Herz zu versagen. Die Ärzte stabilisierten das Kinderherz vor und nach der Geburt. In einer komplizierten Operation entfernten Herzchirurgen dann fünf Tage nach dem Kaiserschnitt den Tumor. Jetzt ist das Kind putzmunter und gilt als geheilt. Eine Ultraschalluntersuchung in der 25. Schwangerschaftswoche zeigte eine auffällige Wasseransammlung direkt am Herzen des Ungeborenen. Es war ein so genanntes Teratom, eine meist gutartige Geschwulst mit Gewebsanteilen von Organen, Haut, Haaren oder Zähnen. Doch nur extrem selten liegt ein solcher Tumor direkt am Herzen. "Das wasserhaltige Teratom drückte das Herz zur Seite. So bestand für das Kind eine doppelte Gefahr - Herzversagen und eine Unterentwicklung der Lunge", sagt Privatdozent Dr. Johannes Breuer, Direktor der Kinderkardiologie an der Bonner Universitäts-Kinderklinik. Ein Team von Pränatalmedizinern unter der Leitung von Professor Dr. Ulrich Gembruch ließ mehrmals Wasser aus der Geschwulst ab.
Greta liegt gücklich auf dem Arm ihrer Mutter.
Bildautor: Dr. Inka Väth
"Von Woche zu Woche hofften mein Mann und ich, dass der Tumor nicht wächst", sagt die Mutter Sabine M. Neun Wochen nach der Diagnose - ein unkritischer Zeitpunkt für die Lunge - holten die Ärzte die kleine Greta auf die Welt, da die Wasseransammlung immer größer wurde. Sofort versorgten Neonatologen unter Leitung von Professor Dr. Dr. Peter Bartmann das Baby auf der Frühgeborenintensivstation im Perinatalzentrum auf dem Venusberg. Fünf Tage nach der Geburt wurde Greta operiert und die jungen Eltern bangten, ob auch alles gut geht: "Wir waren hier erstklassig aufgehoben. Alle - Ärzte und Schwestern - haben sich großartig um Greta gekümmert und waren sehr nett."
Riskante Operation am Herzen
In einer einstündigen Operation entfernte Privatdozent Dr. Christoph Schmitz, Oberarzt an der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsklinikums Bonn, das Teratom. Die prall mit Wasser gefüllte Geschwulst - etwa so groß wie eine Mandarine - lag direkt auf dem Herzen: "Ich konnte das Herz gar nicht sehen, geschweige denn einen Ansatz, wo ich schneiden konnte", sagt Herzchirurg Schmitz. Doch nachdem das Operationsteam das Wasser teilweise abgesaugt hatte, war die Geschwulst kleiner und konnte bewegt werden. Auch seine Lage - direkt an der Wurzel der Körperschlagader und dicht an der rechten Herzkranzarterie - forderte von dem Bonner Herzchirurgen äußerstes Fingerspitzengefühl. "Es bestand ein gewisses Risiko, diese Blutgefäße zu verletzen - tödlich für unsere kleine Patientin", sagt Schmitz, der das Teratom vorsichtig mit einem Messer abtrug. Bereits vier Tage nach dem Eingriff lag Greta ohne Beatmung im Wärmebettchen und durfte auch bald nach Hause. "Dieser Erfolg ist das Resultat der engen Zusammenarbeit von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen hier an unserem Universitätsklinikum", sagt Kinderkardiologe Breuer.
Die Eltern von Greta genießen ihr großes Glück. "Wir haben immer nur positiv gedacht. Es ist schön, unser Kind jetzt zu Hause zu haben. Greta ist richtig süß und sehr lieb", sagt die 35-jährige Mutter.
Quelle:
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Blauer
Ratgeber - Gehirntumor |
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe
Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Gehirntumor"
hier downloaden:
Gehirntumor.pdf
- 941 kb
Quelle: www.krebshilfe.de
Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden,
um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:
Blauer
Ratgeber - Gebärmutter- und Eierstockkrebs |
Veröffentlichung
mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe
Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Gebärmutter-
und Eierstockkrebs" hier downloaden:
Gebärmutterkrebs.pdf
- 418 kb
Quelle: www.krebshilfe.de
Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden,
um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:
Krebsartige
Veränderungen der Gebärmutter (Uterus) werden
nach den Entstehungsorten eingeteilt, und zwar ist dies
zum einen der Gebärmutterhals (Kollum) mit dem Gebärmuttermund
(Portio), der in das Scheidengewölbe hineinragt, zum
anderen der Gebärmutterkörper (Corpus), der mit
der Gebärmutterschleimhaut ausgekleidet ist.
Bereits
Vorstufen erkennbar
Der
Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland die zweithäufigste
bösartige Tumor der weiblichen Geschlechtsorgane: 1997
erkrankten 5.800 Frauen neu an dieser Krebsart. Das Erkrankungsalter
der Frauen früher zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr
hat sich nach vorn verschoben, was vor allem auf
die verbesserten Diagnosemöglichkeiten zurückzuführen
ist, die es erlauben, die bereits erwähnten Vorstufen
des Gebärmutterhalskrebses festzustellen.
Die
Häufigkeit der Erkrankung und die guten Heilungsaussichten
bei einem rechtzeitig erkannten Gebärmutterhalskrebs
führten dazu, dass der Gesetzgeber für Frauen
ab dem 20. Lebensjahr die Möglichkeit zur jährlichen
kostenlosen Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs
geschaffen hat. Diese Untersuchung kann zwar niemanden vor
dem Ausbruch der Krankheit schützen, aber: Bei der
regelmäßigen Kontrolle besteht die Chance, dass
eine sich heranbildende Geschwulst so rechtzeitig erkannt
wird, dass die Erkrankung geheilt werden kann, bevor sie
sich ausbreitet und lebensbedrohlich wird .
Schmerzlose
Untersuchung
Wird
ein Gebärmutterhalskrebs im Vor- oder Frühstadium
erkannt, beträgt die Heilungsquote nahezu 100 Prozent.
Die Früherkennungsuntersuchung erfolgt in Form eines
schmerzlosen Zellabstriches (Pap-Test) , dessen Treffsicherheit
außerordentlich hoch ist. Anstelle der früher
üblichen Berechtigungsscheine für die Krebsfrüherkennung
reicht ihrem Arzt heute die Chip- Karte ihrer Krankenkasse.
Die Ursachen für den Gebärmutterhalskrebs stehen
bis heute nicht eindeutig fest; es wurden jedoch bestimmte
Faktoren ausfindig gemacht, die das Risiko für die
Entstehung dieser Krebsart erhöhen.
Für
sie besteht ein Risiko, an Gebärmutterhalskrebs zu
erkranken,
- wenn sie bereits in sehr jungen Jahren Geschlechtsverkehr
und häufigen Partnerwechsel hatten (man
geht hier davon aus, dass häufiger Scheideninfektionen
und sexuell übertragbare Krankheiten auftreten);
- wenn sie an chronischen Infektionen und Viruserkrankungen
leiden, die durch Geschlechtsverkehr übertragen
werden.
Als besonders risikoreich gelten Infektionen mit dem sogenannten
Papillomavirus (HPV) Wenn die Immunabwehr ihrer Scheide
vermindert ist. Dies entsteht vor allem durch chronischen
Nikotinmissbrauch und eine Ernährung mit unzureichender
Vitaminzufuhr; Wenn der Arzt bei ihnen einen ungünstigen
Befund beim Zellabstrich oder bereits eine Krebsvorstufe,
ein sog. Carcinoma in situ , festgestellt hat, bei der die
Oberflächenzellen des Gebärmutterhalses entarten,
ohne dass sie jedoch in tiefer Zellverbände vorgewuchert
sind.
Als
unerheblich für das Risiko, einen Gebärmutterhalskrebs
zu entwickeln, hat sich die Anzahl der Geburten erwiesen.
Keinen Einfluss haben Störungen des Menstruationszyklus
oder eine Hormonbehandlung. Auch die Pille ist
kein Krebsauslöser. Alle Hiobsbotschaften, die einen
Zusammenhang zwischen ihrer Einnahme und einer Krebsentstehung
in der Gebärmutter herstellen wollten, sind vom wissenschaftlichen
Standpunkt aus gesehen bisher nicht stichhaltig. Auch wenn
es keine typischen Symptome gibt, die auf einen Gebärmutterhalskrebs
hinweisen, sollten Sie ihren Körper auf ungewöhnliche
Veränderungen hin beobachten. Diese Veränderungen
können zwar ganz harmlose Ursachen haben, aber die
Gewissheit sollten sie sich holen!
Ein
Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend
notwendig:
· Blutungen und blutiger oder fleischfarbener Ausfluss
außerhalb der Monatsregel, auch Kontaktblutungen
nach dem Geschlechtsverkehr;
· Schleimabsonderungen und unangenehme Gerüche
aus der Scheide;
· Unerklärliche Gewichtsabnahme
Im
übrigen können sie ihr persönliches Risiko,
an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, ganz einfach
verringern:
Gehen
sie regelmäßig einmal im Jahr zur Früherkennungsuntersuchung.
Hören sie auf zu Rauchen und ernähren sie sich
gesund.
Gebärmutterschleimhautkrebs |
Bösartige
Neubildungen des Gebärmutterkörpers betreffen
nicht die Muskelschichten des Organs, sondern die auskleidende
Schleimhaut, weshalb man korrekter vom Gebärmutterschleimhautkrebs
spricht. Die Zahl dieser Krebserkrankungen macht in Deutschland
mit etwa 10.000 Neuer-krankungen einen deutlichen Prozentsatz
aller bösartigen Neubildungen bei Frauen aus. 1998
verstarben 2.885 Frauen an einer Krebserkrankung der Gebärmutterschleimhaut.
Bei weit mehr als der Hälfte der Betroffenen tritt
die Krankheit nach den Wechseljahren (Menopause) zwischen
dem 50. und 70. Lebensjahr auf.
Ungleichgewicht
der Hormone als Ursache
Eine
der Ursachen für die Entstehung dieser Krebsart sehen
Wissenschaftler darin, dass es zur Zeit der Wechseljahre
der Frau zu einem Ungleichgewicht der weiblichen Hormone
kommt. Während der Körper in dieser Lebensphase
die Produktion der Gestagene einstellt, bildet er wie bisher
weiter Östrogene. Ein hoher Östrogenspiegel im
Blut regt aber Zellen der Gebärmutter-schleimhaut zum
ständigen Wachstum an. Das gleichzeitige fehlen des
Gegenspielers, des Hormons Gestagen, kann nach
bisherigen Kenntnissen einzelne Schleimhautzellen entgleisen
lassen: Ein Krebswachstum ist möglich. Während
der Wechseljahre ist deshalb eine lange Östrogenbehandlung
nicht mehr üblich; stattdessen hat sich eine Östrogen-
Gestagen- Kombinationsbehandlung bewährt.
Darüber
hinaus gibt es aber noch eine Anzahl weiterer Faktoren,
die das Erkrankungsrisiko erhöhen, so z.B. bei Frauen,
die bereits an Brust- oder Dickdarmkrebs erkrankten. Auch
eine vorrausgegangene therapeutische Strahlenbelastung im
Bauch- und Beckenraum erhöht das Risiko.
Für
sie besteht ein Risiko, an Gebärmutterschleimhautkrebs
zu erkranken;
- wenn sie älter als 50 Jahre sind;
- wenn sie kinderlos geblieben sind;
- wenn sie während der Wechseljahre östrogenhaltige
Arzneimittel ohne Gestagenzusatz eingenommen haben;
- wenn ihre Wechseljahre erst nach dem 55. Lebensjahr eingetreten
sind;
- wenn sie zuckerkrank sind oder Bluthochdruck haben;
- wenn sie Übergewicht haben, denn Fettzellen speichern
vermehrt Östrogene;
- wenn sie an Brust- oder Dickdarmkrebs erkrankt sind;
- wenn sie eine Strahlentherapie im Bauch- oder Beckenraum
hinter sich haben.
Ein
Gebärmutterschleimhautkrebs wächst verhältnismäßig
langsam; eine Früherkennungs-untersuchung durch einen
Zellabstrich (Pap-Test), wie sie beim Gebärmutterhalskrebs
möglich ist , erweist sich beim Gebärmutterschleimhautkrebs
als nur teilweise erfolgreich.
Aber: Der Körper sendet während dieser Entwicklungszeit
bestimmte Warnsignale, auf die sie achten und die sie ernst
nehmen sollten.
Diese
Veränderungen können auch eine harmlose Ursache
haben, aber diese Gewissheit kann ihnen nur eine ärztliche
Untersuchung geben.
Ein
Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend
notwendig:
· Zwischenblutungen (bei Frauen über den 35.
Lebensjahr);
· vor und nach der Regel auftretende Schmierblutungen
(bei Frauen über dem 35. Lebensjahr);
· Blutungen nach den Wechseljahren;
· blutiger, fleischfarbener oder blutig-eitriger
Ausfluss außerhalb der Monatsregel;
· Schmerzen im Unterbauch;
· unerklärliche Gewichtsabnahme.
Treten
Blutungen außerhalb der Regel oder nach den Wechseljahren
auf, ist zur Klärung der Ursache häufig die Entnahme
einer Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut erforderlich,
die der Arzt bei einer Ausschabung (Abrasio) erhält.
Dadurch lässt sich feststellen, ob eine Krebserkrankung
der Gebärmutter vorliegt.
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