Krebsforschung in Europa dramatisch unterfinanziert
Brüssel, London (pte/30.03.2005/15:52) - Europa könnte einige der führenden Krebswissenschafter verlieren sofern nicht die Forschungsgelder für diesen Bereich verdoppelt werden. Laut einer aktuellen Studie des European Cancer Research Managers Forum (ECRMF) http://europa.eu.int wird in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sieben Mal weniger Geld für die Krebsforschung ausgegeben, als beispielsweise in den USA. Der Brain Drain der Top-Spezialisten könnte eine signifikante Verschlechterungen bei der Behandlung von Patienten mit sich bringen, befürchten die Experten.

Bild: photoCase
Derzeit werden in den 25 EU-Mitgliedstaaten durchschnittlich 2,56 Euro pro Person für die Krebsforschung investiert. In den USA beträgt die pro Kopf Finanzierung hingegen 17,63 Euro. Subventionierungsspitzenreiter im europäischen Feld ist Großbritannien. Neben den fehlenden finanziellen Mitteln ist auch die falsche Schwerpunktsetzung ein Problem, erklären die Experten. Denn die europäische Forschungsarbeit konzentriert sich im Wesentlichen auf die biologischen Aspekte der Krebserforschung und nicht auf die so wesentliche Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden und präventiver Vorsorgemedizin. Darüber hinaus ist die Krebsforschung stark von der Finanzierung durch Spendengelder und Stiftungen abhängig.
"Die EU gibt nicht genug Geld für die Krebsforschung aus. Die Kluft zwischen der EU und den USA ist derartig groß, dass die Emigration der Krebsexperten in die USA nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die EU verliert somit nicht nur im wissenschaftlichen Bereich, sondern auch kommerziell an Attraktivität", erklärte der RCRMF-Vorsitzende Richard Sullivan. "Letztendlich geht diese negative Entwicklung auf Kosten der Krebspatienten und begünstigt zudem das spätere Erkennen und die schlechtere Behandlung von Krebs", so der Experte.
Um eine Verbesserung der gegenwärtigen Situation zu erreichen, müssten die derzeitigen Forschungsgelder zumindest verdoppelt werden, erklären die Experten. "Jährlich könnten europaweit 20.000 Menschenleben durch eine Aufstockung der Krebsforschungsgelder gerettet werden", resümiert Gordon McVie vom European Institute of Oncology http://www.ieo.it in Mailand.
Quelle: pressetext.austria
Krebs: Kein Aufschub für Feiertage
22.12.2004 - Krebspatienten können ihren Tod nicht hinauszögern, um Feiertage gemeinsam mit ihren Lieben zu verbringen. Zu diesem Schluss kommt ein amerikanisches Forscherduo nach der Analyse von nahezu 310.000 Todesfällen. Vor Weihnachten, Thanksgiving oder dem Geburtstag sterben demnach nicht weniger Krebspatienten als nach den Feiertagen.
"Vermutlich hat jeder schon einmal von Personen gehört, die sich während der Feiertage 'an das Leben klammerten' oder alles daran setzten, noch einen bedeutenden Tag zu erleben", erläutert Donn Young von der Ohio State University in Columbus. "Unsere Zahlen sprechen jedoch nicht dafür, dass dies tatsächlich möglich ist."
Young und seine Kollegin Erinn Hade analysierten Daten zu rund 1,2 Millionen Todesfällen, die sich in den Jahren 1989 bis 2000 im US-Bundesstaat Ohio ereignet hatten. Unter diesen konzentrierten sie sich auf jene 309.221 Fälle mit Krebs als Todesursache. Der Grund: Verglichen beispielsweise mit Opfern von Herzinfarkten oder Verkehrsunfällen, ist der Tod bei Krebspatienten relativ gut vorhersehbar.
Die Forscher berechneten das Verhältnis der Zahl der Todesfälle in den Wochen vor und nach den Feiertagen. Lediglich in zwei Fällen fanden sie eine statistisch signifikante Abweichung vom Verhältnis 1:1, nämlich eine leichte Häufung bei schwarzen Krebspatienten in der Woche vor Thanksgiving und bei weiblichen Patienten vor ihrem Geburtstag. "Wir glauben, dass es sich hierbei um statistische Artefakte handelt - Phänomene, die auftreten, wenn man die Daten durchforstet und Hypothese um Hypothese testet", so Young. Sein persönliches Fazit aus der Studie sei, dass man Wichtiges nicht aufschieben solle. "Erledige es jetzt, bevor es zu spät ist."
Forschung: Donn C. Young und Erinn M. Hade, Comprehensive Cancer Center und Center for Biostatistics, Ohio State University, Columbus
Veröffentlicht in JAMA, Vol. 292(24), 22./29. Dezember 2004, pp 3012-6
Quelle: Scienceticker
Viele Gene führen zu familiärem Krebs
03.12.2004 - Treten Brust- oder Eierstockkrebs in einer Familie gehäuft auf, sind meistens Fehler in zwei Genen die Ursache. Ein deutsch-schwedisches Forscherduo hat nun untersucht, wie weit der Einfluss dieser "Brustkrebsgene" noch reicht. In Risikofamilien treten demnach auch weitere Krebsarten vermehrt auf. Ausgerechnet Eierstockkrebs scheint in diesen Familien jedoch meist nicht auf Mutationen in BRCA1 oder BRCA2 zurückzugehen.
"Das ist ein sehr wichtiges Ergebnis unserer Studie", betont Justo Lorenzo Bermejo vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. In Risikofamilien seien also noch weitere, bislang nicht identifizierte genetische Faktoren an der Krebsentstehung beteiligt. "Außerdem wird klar, dass ein negatives Ergebnis im BRCA-Gentest für Angehörige von Risikofamilien keine Entwarnung bedeutet." Lorenzo Bermejo und sein Kollege Kari Hemminki präsentieren ihre Resultate im Fachblatt "Annals of Oncology".
Die beiden Epidemiologen analysierten Daten aus dem Schwedischen Familienkrebsregister. Unter den 10,2 Millionen Einträgen konzentrierten sie sich auf jene 944.723 Familien, die mindestens in der dritten Generation erfasst sind. Anhand bisheriger Krebsfälle ordneten sie die Familien Risikogruppen zu, denen ein Test auf Mutationen in BRCA1 und BRCA2 empfohlen wird. Erwartungsgemäß traten bestimmte Krebsarten in diesen Familien vermehrt auf, fanden die Forscher.
So gibt es eine Häufung von Eierstockkrebs und frühem Bauchspeicheldrüsenkrebs in Familien, in denen vor dem 50. Lebensjahr zwei Fälle von Brustkrebs aufgetreten sind. Bei je einem Fall von Brust- und Eierstockkrebs traten dagegen Eierstockkrebs und Magenkrebs vermehrt auf. Und war ein Mann an Brustkrebs erkrankt, häuften sich Fälle von frühem Prostatakrebs.
Kombinierten die Forscher jedoch Schätzungen zur Häufigkeit von BRCA-Mutationen in Risikofamilien und zur Risikoerhöhung durch solche Mutationen, ergaben sich für viele Krebstypen deutlich geringere Häufungen als beobachtet. Beispielsweise tritt Eierstockkrebs in einer der Risikogruppen viermal häufiger auf, als allein durch BRCA-Mutationen zu erklären wäre.
Forschung: Justo Lorenzo Bermejo und Kari Hemminki, Abteilung Molekulargenetische Epidemiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, und Department of Biosciences at Novum, Karolinska Institute, Huddinge
Veröffentlicht in Annals of Oncology, Vol. 15(12), pp 1834-41, DOI 10.1093/annonc/mdh474
Quelle: Scienceticker
Forschungserfolg bei Krebsmedikament Foscan(R) bestätigt enormes Potential in neuen Anwendungsbereichen - Starke Nachfrage nach Beteiligungsfonds Foscan(R)
Jena (ots) 03.12.2004 - Erfolgreiche Weiterentwicklung von Foscan(R): Foscan-Liposomal(R) - Phase I Studie erfolgreich abgeschlossen - Neue Forschungsergebnisse fließen in klinische Studie von Beteiligungsfonds ein - Direkte Investition der Kapitalanleger in deutsche Krebsforschung - Investition steuerlich abzugsfähig
Die Biolitec AG kann auf der Basis des Arzneimittels Foscan(R) einen wesentlichen Forschungserfolg für Krebspatienten verzeichnen: Es ist erstmalig gelungen, den nicht-wasserlöslichen Wirkstoff "Temoporfin" in kleinste Fettkügelchen einzubauen. Diese werden
dadurch leichter an die Tumorzellen transportiert. Daran war insbesondere das Institut für Pharmazeutische Technologie der Universität Jena, geleitet von Prof. Dr. Alfred Fahr, beteiligt. Der Forschungserfolg, den die Biolitec Gruppe bereits patentiert hat, sorgt für eine noch bessere Verträglichkeit und schnellere Wirkung des Medikaments. Dadurch wird eine ambulante Krebstherapie erleichtert.
"Dass die Entwicklung des neuen Foscan(R)-Abkömmlings in nur 13 Monaten erfolgte, kann als großer Erfolg bewertet werden," so Prof. Volker Albrecht, Geschäftsführer der Foscan(R) - Gesellschaft für Krebs- und Tumorheilung mbH & Co. KG. Die neu entwickelte Foscan(R)
Formulierung wurde in einer Phase I Studie in Hamburg getestet.
Des weiteren war das Medikament bei circa 120 Patienten mit Hauttumoren (Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen) erfolgreich. Abgesehen von der völligen Beseitigung der Karzinome lobten die behandelnden Ärzte die hervorragenden kosmetischen Ergebnisse. "Hier
sind im Gegensatz zur Chirurgie praktisch keine Narbenbildungen zu beobachten," erklärt Dr. Wolfgang Neuberger, Vorstandsvorsitzende der Biolitec AG. Das hervorragende kosmetische Ergebnis wird von Fachleuten dadurch erklärt, dass die Kollagenmatrix bei der Behandlung intakt bleibt und sich neue, gesunde Zellen in dieser Matrix ansiedeln.
Die Forschungsergebnisse werden in die geplanten klinischen Studien zum Prostatakarzinom und zur Prostatahyperplasie bei dem neuen geschlossenen Beteiligungsfonds der Foscan(R) - Gesellschaft für Krebs- und Tumorheilung mbH & Co. KG mit einfließen. Die Foscan(R) - Gesellschaft für Krebs- und Tumorheilung mbH & Co. KG hat den ersten geschlossenen onkologischen Beteiligungsfonds aufgelegt. Die Biolitec AG, Initiator des Beteiligungsfonds, hat das Kapitalanlageprodukt mit attraktiven Merkmalen ausgestattet. Neben einer erwarteten Rendite von durchschnittlich 15,36 Prozent p.a. über die Fondslaufzeit von 8 Jahren erhält jeder Zeichner oder dessen Angehöriger ersten Grades das Krebsmedikament Foscan(R) bei Bedarf
kostenfrei. Der Marktpreis hierfür liegt derzeit bei circa 8.200 Euro. Die steuerliche Abzugsfähigkeit macht den Foscan(R)-Fonds gerade jetzt zum Jahresende für Anleger besonders attraktiv. Eine Beteiligung ist ab 10.000 Euro möglich.
Quelle:
Foscan(R) - Gesellschaft für Krebs- und Tumorheilung mbH &
Co. KG
Hauptsache,
das Auto ist gesund!
Zu
wenig Männer nutzen Potenzial der Krebs-Früherkennung
Berlin, 10.08.2004 - Die Krebs-Früherkennung kann Leben
retten. Trotzdem nimmt nur jeder fünfte Mann die kostenlosen
Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch. Die Gründe
hierfür möchte Privatdozentin Dr. Monika Sieverding
von der Freien Universität Berlin jetzt in einem Forschungsprojekt
mittels umfangreichen Befragungen herausfinden. "Die
Erkenntnisse bilden eine wesentliche Grundlage für
effektive Kampagnen zur Motivation und zur Aufklärung
über das große Potenzial der Krebs-Früherkennung",
betont die Projektleiterin. Darüber hinaus könnten
die Ergebnisse helfen, die Strukturen in der Gesundheitsvorsorge
zu verbessern. Die Deutsche Krebshilfe fördert die
über drei Jahre laufende Studie mit rund 440.000 Euro.
Beim
Darmkrebs beispielsweise könnten 15.000 Todesfälle
jährlich verhindert werden, wenn der Tumor früh
genug erkannt wird. Auch beim Prostatakrebs gilt: Je früher
entdeckt, umso besser sind die Heilungschancen. Trotzdem
kümmern sich viele Männer intensiver um ihr Auto
als um sich selbst. Ist die Vorsorgeuntersuchung nicht mit
dem traditionellen Männerbild vereinbar? Oder schreckt
die Art der Untersuchung die Männer ab? Diese und andere
Fragen stehen im Mittelpunkt der Studie. Darüber hinaus
soll geklärt werden, wie die Männer überhaupt
zur Krebs-Früherkennungsuntersuchung kommen: durch
Eigeninitiative, durch die Initiative der Partnerin oder
durch eine Empfehlung des Arztes?
"Zunächst
befragen wir in 30.000 Haushalten Männer und Frauen
nach ihrer Inanspruchnahme von Krebs-Früherkennungsuntersuchungen.
Dabei berücksichtigen wir auch soziale Einflussfaktoren,
die zu einer Teilnahme beziehungsweise Nicht-Teilnahme führen",
erklärt Frau Dr. Sieverding vom Institut für Psychologie
der Freien Universität Berlin. In weiteren Interviews
mit Nicht-Teilnehmern und deren Partnerinnen sowie mit medizinischen
und psychologischen Experten will sie mit ihrem Team nach
sozialen und psychologischen Barrieren forschen. "Aus
den Ergebnissen der Befragungen und den Resultaten internationaler
Studien sowie eigenen Vorstudien wollen wir einen Fragebogen
entwickeln, um psychologische Ursachen der Nicht-Inanspruchnahme
zu erfassen", beschreibt die Projektleiterin das Vorgehen.
Der
erstellte Fragebogen dient dann als Befragungsgrundlage
für eine repräsentative Stichprobe von 1.500 Männern
im Alter zwischen 45 und 70 Jahren: 500 Männer, die
nie zur Früherkennung gehen, 500 Männer, die unregelmäßig
teilnehmen sowie weitere 500, die sich regelmäßig
untersuchen lassen.
Dr.
Sieverding will außerdem herausfinden, welche Einstellungen
(Haus-) Ärzte zur Krebs-Früherkennungsuntersuchung
haben: "Wir untersuchen, ob es auf Seiten der Ärzte
medizinische, ökonomische oder psychologische Vorbehalte
gegenüber Früherkennungsuntersuchungen bei Männern
gibt", erläutert sie. Dies sei wichtig, da Ärzten
eine große Rolle dabei zukommt, ihre Patienten zur
Teilnahme an Krebs-Früherkennungsuntersuchungen zu
motivieren. "Einstellungen und Verhaltensempfehlungen
von Ärzten zu Vorsorgeuntersuchungen sind in Deutschland
bisher noch nicht erforscht worden", so die Psychologin.
"Das
Projekt schließt eine Lücke in der Versorgungsforschung",
betont Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen
Krebshilfe. "Es soll grundlegende Erkenntnisse über
das Gesundheitsbewusstsein des Mannes bringen und dazu beitragen,
die Inanspruchnahme der Krebs-Früherkennung in Deutschland
zu verbessern." Die Deutsche Krebshilfe informiert
die Bevölkerung in großen Kampagnen über
den Sinn der Krebs-Früherkennung. Sie fordert die Bürger
auf, ihrem Körper mehr Aufmerksamkeit zu schenken und
den Gang zur Vorsorge nicht zu scheuen.
Infokasten:
Krebs-Früherkennungsuntersuchungen
Je früher ein Tumor erkannt wird, umso größer
sind die Heilungschancen. Dies gilt insbesondere für
Krebserkrankungen des Darms, der Prostata, der Brust, des
Gebärmutterhalses und der Haut. Krebs-Früherkennungsuntersuchungen
gehören daher seit 1971 zu den Standardleistungen der
gesetzlichen Krankenkassen.
Für Männer
· ab dem 45. Lebensjahr: Tastuntersuchung der Prostata
sowie Inspektion des äußeren Genitales und der
Haut
Für Frauen
· ab dem 20. Lebensjahr: Untersuchung der inneren
und äußeren Geschlechtsorgane
· ab dem 30. Lebensjahr: zusätzliche Tastuntersuchung
der Brust und Inspektion der Haut
Für Männer und Frauen
· vom 50. bis 55. Lebensjahr: einmal jährlich
ein Test auf ver-borgenes Blut im Stuhl
· mit 55 und 65 Jahren: Darmspiegelung zur Früherkennung
von Dickdarmkrebs, alternativ alle zwei Jahre Stuhlbluttest
Quelle:
Deutsche Krebshilfe e. V.
Früherkennung
ist wichtig
Neue Broschüre informiert die Patienten über Vorsorgeuntersuchungen und deren Kosten
14.07.2004 - Früherkennung kann Leben retten. Zusätzlich spart sie den Krankenkassen auf lange Sicht Geld. Denn wenn eine Krankheit frühzeitig erkannt wird, kann sie schneller und effizienter behandelt werden. Doch gerade im Zuge der Diskussionen um die Gesundheitsreform sind sich viele Patienten unsicher, welche Vorsorgeuntersuchungen als Kassenleistung zählen und welche sie selbst zahlen müssen.
Das Infozentrum für Prophylaxe und Früherkennung (IPF) hat deshalb zur Förderung der Krankheitsfrüherkennung eine bisher einzigartige Initiative gestartet, die mehr Transparenz in die Vorsorge bringt. Denn nicht nur die Patienten sind verunsichert, auch die Ärzte wissen nach der Gesundheitsreform häufig nicht genau, welche Labortests angeboten und wie diese abgerechnet werden. Die Broschüre "Labordiagnostik - Gesund bleiben: Vorsorgetests" beschreibt detailliert, welche sinnvollen Laboruntersuchungen zur Krankheitsfrüherkennung möglich sind, was sie den Patienten kosten und welche als Kassenleistung erstattet werden.
Selbst bei Labortests, die die Krankenkasse nicht zahlt, müssen die Patienten nicht fürchten, nach einem Arztbesuch plötzlich durch eine hohe Rechnung überrascht zu werden. Denn der Arzt ist dazu verpflichtet, dem Patienten vor jedem Test, der selbst bezahlt werden muss, eine genaue Kostenaufstellung und eine Einwilligungserklärung vorzulegen. Die Broschüre informiert über die gesetzlichen und medizinischen Bestimmungen und nennt für die wichtigsten Tests die maximal denkbaren Kosten.
Zu den kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen zählen die meisten Mutterschafts- und Kindergesundheitsuntersuchungen, Gebärmutterhalskrebsfrüherkennung mittels Abstrichfärbung für Frauen ab dem 20. Lebensjahr, Darmkrebsuntersuchungen mittels okkultem Blutstuhltest ab dem 50. Lebensjahr bei Frauen und Männern sowie der Gesundheits-Check up ab 35.
Doch nicht jeder Test ist auch für jeden sinnvoll. Die Broschüre beschreibt die vorhandenen Laboruntersuchungen und gibt Hinweise darauf, ob diese betreffende Vorsorgemaßnahme im einzelnen angebracht ist.
Die Broschüre "Labordiagnostik - Gesund bleiben: Vorsorgetests" kann kostenlos beim Infozentrum für Prophylaxe und Früherkennung (IPF), Postfach 160434 in 60067 Frankfurt bezogen werden.
Eine Vielzahl weiterer Gesundheits- und Vorsorgethemen sind ebenfalls kostenlos beim IPF erhältlich, Texte von Broschüren und Faltblättern sind zudem auf Deutsch und Englisch über die IPF-Homepage abrufbar www.vorsorge-online.de.
Quelle: ots Originaltext: Infozentrum für Prophylaxe und Früherkennung (IPF)
Man
geht heute davon aus, dass nahezu 90 % aller Krebserkrankungen
durch äußere Ursachen bedingt bzw. mit verursacht
sind. Solche äußeren Ursachen können Rauchen,
Alkohol oder auch Belastungen spezieller Art, z.B. am Arbeitsplatz,
sein. Ein weiterer wesentlicher Beitrag der Krebsentwicklung
liefert die Ernährung, oder genauer ausgedrückt:
die Fehlernährung.
Etwa
35% aller Krebserkrankungen sind auf eine falsche, ungesunde
Ernährung zurückzuführen. Aus dieser Erkenntnis
ergibt sich ein enormes Potenzial für die Krebsprävention,
d.h. für die Vermeidung von (ernährungsbedingten)
Krebserkrankungen: durch veränderte Ernährungsgewohnheiten
lassen sich eine Vielzahl von Krebserkrankungen vermeiden.
Eine
einseitige Ernährung, der wichtige Inhaltsstoffe fehlen,
kann die Entwicklung von Krebserkrankungen durch die anderen
Belastungen weiter begünstigen. Neue wissenschaftliche
Erkenntnisse zeigen uns immer deutlicher, wie die Ernährung
- besonders einzelne Inhaltsstoffe Krebs verhindern bzw.
die Krebsbehandlung unterstützen können.
Die
alte Volksweisheit, dass man ist, was man isst, wird hier
ganz besonders deutlich. Man ist so gesund, wie man sich
gesund ernährt. Dies gilt auch für jene Menschen,
die durch eine genetische Veranlagung oder durch eine erhöhte
Belastung mit krebsauslösenden Umweltfaktoren besonders
gefährdet sind