Zur Startseite
Zu den News
Behinderungen von A-Z
Onlineshop für Behinderte
Wir über uns
Behindertensport-Wettbewerbe-Termine
Unser Gästebuch
Zur Rechtsabteilung
Technische Besonderheiten
Lexikon
Reisetipps für Behinderte
Krebs B
Krebs C
Krebs D
Krebs E
Krebs F
Krebs G
Krebs H
Krebs I
Krebs J
Krebs K
Krebs L
Krebs M
Krebs A
Krebs N
Krebs O
Krebs P
Krebs Q
Krebs R
Krebs S
Krebs T
Krebs U
Krebs V
Krebs W
Krebs X
Krebs Y
Krebs Z
 
KREBS - B

 
 

Internet handicap-network.de




 Die Inhaltsübersicht

- Frauen mit Brustkrebs haben auch nach der Operation ein hohes Rückfallrisiko
- Brustkrebs ist gefährlichste Krebsart für Frauen
- Sport schützt vor Brustkrebs
- Wissen als Chance gegen die Ohnmacht der Diagnose Brustkrebs
- Einfacher Test zur Diagnose von Blasenkrebs entwickelt
- Höheres Brustkrebsrisiko bei Linkshänderinnen
- Stressiger Alltag, niedrigeres Brustkrebsrisiko
- Direkter Draht zu neuen Diagnosemöglichkeiten von Brustkrebs und Gebärmuttermyomen
- Vier weitere Brustkrebsgene identifiziert
- Gutartige Brustknoten und Krebs hängen zusammen -
Atypische Formen erhöhen Krebsrisiko
- Brustkrebsprävention: Jede vierte Frau zieht Brustamputation bei erhöhtem Risiko in Betracht
- Antikörper-Therapie kann Frauen mit Brustkrebs frühzeitig helfen
- Es trifft nicht nur Frauen: Krebs nimmt sich auch Männer zur Brust
- Sterblichkeit bei Brustkrebspatientinnen deutlich gesunken -
Kombination von Behandlungsmethoden halbiert Sterberisiko

- Annette Rexrodt von Fircks und Katharina Thalbach unterstützten
die Kampagne "Brustkrebs Vorbeugen!"
- „Zweite Meinung“ ist kein Misstrauen - Brustkrebs: Gute Kliniken wünschen Urteil eines zweiten Arztes
- Erster Patientenratgeber "Brustkrebs" als Hörbuch
- Schwangerschaftshormon schützt vor Brustkrebs
- Neues Verfahren zur Behandlung von Brustkrebs
- Innovation auf der Krebskonferenz - erster Patientenratgeber "Brustkrebs" als Hörbuch
- Gut gemeint und schlecht gelungen: Viele Infobroschüren zur Brustkrebsfrüherkennung informieren nicht
- Verbesserter Test zur Erkennung von Blasenkrebs: Proteintest liefert innerhalb einer Stunde ein Ergebnis
- Innsbrucker Forscher: Bessere Chance bei Brustkrebsbehandlung:
Erfolg der Nachbehandlung vorhersehbar
- Impfstoff gegen Blutkrebs erzielt gute Ergebnisse
- Zwei Stunden AKTE Spezial "Brustkrebs": Ulrich Meyer + Team unterstützen Krebsgesellschaft / Dramatische Steigerungsrate bei Neuerkrankungen
- Europäische EPIC-Studie: Obst und Gemüse schützen nicht vor Brustkrebs
- Krebsrisiko steigt mit Blutzucker
- Revolutionäres Verfahren zur Brustkrebs-Früherkennung
- Studie untersucht medikamentöse Prävention von Brustkrebs
- Krebsgefahr durch importierte Steinkohlenbriketts
Billig-Briketts aus Belgien weisen hohe Schadstoffkonzentrationen auf
- ASCO Experten-Kommission empfiehlt Anti-Aromatase-Wirkstoffe für die adjuvante Brustkrebs-Therapie
- Aromatasehemmer lösen Goldstandard Tamoxifen ab
- Weltneuheit "Jenaer Harnblase" hilft Blasenkrebspatienten
- Neue Brustkrebstherapie: Erweiterte adjuvante Anti-Hormon-Behandlung mit Letrozol
erhält Zulassung in den USA
- Brustkrebs: Risiko Übergewicht - Lebensführung hat großen Einfluss auf Krebsentstehung
-
Blasenkrebs am Urin-Geruch identifizierbar?
- Auch Männer können Brustkrebs bekommen
-
Hunde können Blasenkrebs riechen
-
Brustkrebsmonat Oktober: Kostenlose Informationen und Expertenberatung zum Thema "Knochenmetastasen bei Brustkrebs"
- Brustkrebs-Früherkennung: Neuer Selbsttest ermittelt persönliches Brustkrebs-Risiko
- Hormone in der Sojabohne - „Phytoöstrogene“ wirksam gegen Brustkrebs und Wechseljahresbeschwerden?
- Neue Daten für Brustkrebspatientinnen: Früher Einsatz des Anti-Aromatase-Wirkstoffs
Exemestan ist gut für Heilung und Knochen
- Fahrradfahren reduziert das Brustkrebsrisiko erheblich
- Brustkrebs bei Männern wird häufiger
- Übergewicht erhöht Brustkrebsrisiko nach der Menopause
- Programm zur Früherkennung von Brustkrebs wird mit hohen Qualitätsstandards eingeführt
- Blauer Ratgeber - Blasenkrebs
- Blauer Ratgeber - Brustkrebs
- Internet-Umfrage zum Thema Brustkrebs
- Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Bronchialkarzinom
- Brustkrebs
- Über-Lebensbuch Brustkrebs

 

Frauen mit Brustkrebs haben auch nach der Operation ein hohes Rückfallrisiko

Frankfurt/Main - 04.04.2006 - 50.000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich neu an Brustkrebs. 70% dieser Brustkrebspatientinnen haben einen Hormonabhängigen Tumor. Das heißt, der Tumor "ernährt" sich von den weiblichen Sexualhormonen, vor allem von Östrogen. Wichtig ist es daher, den Tumor durch den Entzug seiner Nahrung "auszuhungern".

Weibliche Brust
Bild: Photocase

In der Regel ist der erste Schritt der Brustkrebsbehandlung die Operation, häufig gefolgt von einer Chemotherapie. Im Anschluss daran war der bisherige Therapiestandard bei Patientinnen mit Hormonabhängigem Brusttumor nach den Wechseljahren die Therapie mit dem Antiöstrogen Tamoxifen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Länger wird diese Behandlung nicht empfohlen. Für viele Frauen bedeutet jedoch das Ende der Tamoxifen-Therapie ein Leben in Angst vor einer Neuerkrankung. Denn das Rückfallrisiko beträgt auch fünf Jahre nach der Operation noch 50%. Im Februar 2005 wurde nun ein Aromatasehemmer der Firma Novartis im Anschluss an die fünfjährige Tamoxifen-Therapie zugelassen. Der Aromatasehemmer unterdrückt bei Patientinnen nach der Menopause mit Hormon-abhängigem Brustkrebs im Gegensatz zu Tamoxifen bereits von vornherein die Bildung von Östrogen im Körper. So ist gesichert, dass der Tumor sich nicht mehr von Östrogen ernähren kann und "aushungert". Der Aromatasehemmer ist die einzige zugelassene Therapie im Anschluss an die fünfjährige Tamoxifenbehandlung. Man spricht hier von der "erweiterten adjuvanten Therapie".

In einer großen internationalen Studie wurde die Wirksamkeit des Aromatasehemmers untersucht, wenn er im Anschluss an die fünfjährige Tamoxifen-Therapie gegeben wird. Die Frauen der Studie erhielten entweder den Wirkstoff oder ein Scheinmedikament (Placebo) - die Daten wurden miteinander verglichen. Bereits erste Zwischenergebnisse der Studie im Herbst 2003 waren so überzeugend, dass die Studie vorzeitig entblindet wurde. Der Placebo-Gruppe wurde daher ein Wechsel auf den Aromatasehemmer angeboten. Außerdem zeigte sich, dass das Rückfallrisiko der Patientinnen mit dem Aromatasehemmer im Vergleich zu Placebo um nahezu die Hälfte reduziert werden konnte. Das Auftreten von Fernmetastasen (Tochtergeschwüren) wurde um 39% vermindert. Bei Patientinnen, bei denen der Krebs zum Zeitpunkt der Diagnose bereits auf die Lymphknoten übergegriffen hatte, konnte darüber hinaus erstmalig bei einer Brustkrebstherapie ein signifikant längeres Überleben nachgewiesen werden: Die Sterberate der Patientinnen verringerte sich unter der Therapie mit dem Aromatasehemmer um 39%.

Neueste Ergebnisse der Studie zeigen jetzt, dass selbst bei Patientinnen, die nach einer Tamoxifen-Therapie über ein bis vier Jahre unbehandelt blieben, anschließend unter dem Aromatasehemmer das Sterberisiko um 47% reduziert werden konnte. Auch das Rückfallrisiko sowie das Risiko des Auftretens von Fernmetastasen waren um 69% bzw. 72% reduziert.

Die Initiative "überLEBEN mit Brustkrebs" unter der Schirmherrin und ehemaligen TV-Moderatorin Victoria Voncampe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die betroffenen Brustkrebspatientinnen über solche neuen Ergebnisse, verschiedene Therapiemöglichkeiten und über den Umgang mit der Erkrankung zu informieren. Victoria Voncampe, selbst Brustkrebsbetroffene, weiß aus eigener Erfahrung um die Wichtigkeit der Hintergrundinformationen in der Brustkrebstherapie. Denn nur durch Wissen wird die Selbstsicherheit gestärkt und kann dabei helfen, gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die beste Therapie für die Patientin zu wählen. Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Initiative "überLEBEN mit Brustkrebs"
Postfach
60147 Frankfurt am Main
E-Mail: info@ueber-leben-mit-brustkrebs.de
www.ueberleben-mit-brustkrebs.de


Quelle: Initiative überLEBEN mit Brustkrebs

Zum Seitenanfang

Brustkrebs ist gefährlichste Krebsart für Frauen

Wiesbaden (ots) - 03.03.2006 - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, starben im Jahr 2004 17 590 Frauen an Brustkrebs. Dies entspricht 4% aller Todesfälle bei Frauen. Der Anteil von Brustkrebs an den durch Krebs verursachten Todesfällen bei Frauen lag 2004 bei 17%. Damit ist Brustkrebs bei Frauen die am häufigsten zum Tode führende Krebsart.

Seit 1985 ist die absolute Zahl der Todesfälle durch Brustkrebs von 16 300 Fällen um 8% gestiegen. Dieser Anstieg resultiert auch aus einem wachsenden Anteil der älteren weiblichen Bevölkerung. Rechnet man diesen Effekt heraus (Altersstandardisierung), zeigt sich, dass sich die Zahl der an Brustkrebs verstorbenen Frauen von 40 je 100 000 Frauen (1985) auf 37 je 100 000 Frauen im Jahr 2004 verringert hat.

Drastisch zugelegt haben jene bösartigen Neubildungen, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden können. Waren im Jahre 1985 noch 5 550 Todesfälle durch bösartige Neubildungen von Bronchien und Lunge verursacht, so starben im Jahr 2004 mit 11 010 bereits fast doppelt so viele Frauen daran.
Insgesamt starben im Jahr 2004 in Deutschland 818 270 Personen, davon 53% Frauen (434 880). Rund 60% der verstorbenen Frauen waren 80 Jahre und älter. Das durchschnittliche Sterbealter von Frauen lag bei 80,0 Jahren, das der Männer bei 71,5 Jahren.

Insgesamt sind mit 216 000 Gestorbenen die Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems die häufigste Todesursache bei Frauen; hieran starb rund die Hälfte aller Frauen. An nichtnatürlichen Todesursachen (Verletzungen und Vergiftungen) starben insgesamt 12 550 Frauen, davon beendeten 26% ihr Leben durch einen Suizid.

Der Anteil der Frauen an den tödlichen Unfällen lag in Deutschland im Jahre 2004 bei nahezu 44%, wobei sich die meisten Unfälle mit tödlichem Ausgang im Haushalt ereigneten. Betroffen waren hier insbesondere ältere Frauen über 75 Jahre; ihr Anteil an den im Haushalt tödlich verunglückten Frauen betrug 83%.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Zum Seitenanfang

Sport schützt vor Brustkrebs

18.11.2005 - Frauen, die regelmäßig Sport treiben, weisen ein niedrigeres Brustkrebsrisiko auf. Das bestätigt eine neue Studie amerikanischer und norwegischer Medizinerinnen. Der Effekt ist offenbar unabhängig vom ethnischen Hintergrund und setzt schon bei einem mäßigen Trainingsaufwand ein, berichtet die Gruppe im "Journal of the National Cancer Institute".

Inlineskaterin
Bild: Photocase

Leslie Bernstein von der University of Southern California in Los Angeles und ihre Kolleginnen analysierten Daten von 4.538 eher europäischstämmigen bzw. eher afroamerikanischen Frauen mit Brustkrebs. Die Patientinnen im Alter von 35 bis 64 Jahren hatten im Rahmen einer großen Gesundheitsstudie Auskunft über ihre Lebensgewohnheiten gegeben. Die Vergleichsgruppe bestand aus 4.649 nicht erkrankten Frauen und entsprach in puncto Alters- und Ethnienverteilung der Patientinnengruppe.

Besonders interessierten sich die Medizinerinnen dafür, ob und wie intensiv die Frauen seit ihrem zehnten Geburtstag Sport getrieben hatten. Aus dem Vergleich zwischen Patientinnen- und Kontrollgruppe schließen sie, dass Frauen, die im Jahresmittel pro Woche mindestens 1,3 Stunden trainiert hatten, ein gut 20 Prozent niedrigeres Erkrankungsrisiko aufwiesen als solche, die inaktiv gewesen waren. Eine mögliche Erklärung für dieses Phänomen sei, dass Sport die Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron senke, so Bernstein. Diese Hormone regten wiederum die Zellen der Brustdrüse zur Teilung an.

Wie schon bei einer früheren Studie fanden die Medizinerin und ihre Kolleginnen, dass der günstige Effekt des Sports scheinbar nicht zum Tragen kommt, wenn eine familiäre Vorbelastung besteht. Dies könne jedoch nicht als Argument dienen, keinen Sport zu treiben, betont Bernstein.


Forschung: Leslie Bernstein, Giske Ursin, Jane Sullivan-Halley, Michael F. Press und Dennis Deapen, Department of Preventive Medicine und Department of Pathology, Keck School of Medicine, University of Southern California, Los Angeles; und andere

Veröffentlicht in Journal of the National Cancer Institute, Vol. 97(22), pp 1671-9, DOI 10.1093/jnci/dji374

Quelle: scienceticker

Zum Seitenanfang

Wissen als Chance gegen die Ohnmacht der Diagnose Brustkrebs

26.10.2005 - "Frauen mit Brustkrebs wollen mehr Sparqualität und Überlebensqualität!". Dies forderte jetzt Ursula Goldmann-Posch, Mitglied des Vorstands der bundesweiten Brustkrebs-Initiative "mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.", Deutschland, kurz vor Beginn des größten deutschen von Patientinnen für Patientinnen organisierten Kongresses mit dem Signalnamen "PROJEKT DIPLOMPATIENTIN" in Augsburg.

Das "Projekt Diplompatientin" - das europaweit einzigartige Informationsangebot dieser Art für Frauen mit Brustkrebs - feiert in diesem Jahr seinen Geburtstag Nummer 5. Zum fünften Mal lädt die Patientinnen-Initiative "mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.", Deutschland, vom 3. bis 6. November 2005 zu dieser Veranstaltung in das Klinikum Augsburg ein, zu der etwa 400 Teilnehmerinnen aus Deutschland und dem europäischen Ausland, darunter sogar aus Griechenland, erwartet werden.

Unter der Schirmherrschaft der bayerischen Sozialministerin Christa Stewens können sich Patientinnen an der einzigen deutschen " Brustkrebs-Universität" in einem regelmäßig stattfindenden Curriculum zur "Diplompatientin" ausbilden lassen. 33 Brustkrebsexpertinnen und -experten aus Deutschland und Österreich bringen in diesem Jahr die Frauen wieder auf den neuesten Stand des Wissens über Brustkrebs. Erwartet und geehrt wird im Verlauf des Kongresses 2005 Mamazone Nummer 1000 - das 1000. Mitglied, das sich der größten deutschen Brustkrebsinitiative angeschlossen hat.

Auch Ärzte kommen zum Patientinnen-Kongress

Auch Ärztinnen und Ärzte nutzen neuerdings zunehmend das populärwissenschaftlich, aber hochkarätig aufbereitete Fortbildungsangebot rund um das Thema Brustkrebs, weil es geballte State-of-the-Art-Information in verständlicher Sprache anbietet. Die Veranstaltung von Frauen mit Brustkrebs für Frauen mit Brustkrebs ist inzwischen wegen ihrer Qualität sogar als Arztfortbildung von der Bayerischen Landesärztekammer zertifiziert worden.

Die Teilnehmerzahl an dem Patientinnenkongress hat sich seit der ersten Veranstaltung des "Projekt Diplompatientin" vervierfacht. Ursula Goldmann-Posch, Initiatorin und Ideengeberin der außergewöhnlichen Einrichtung, will mit dieser "Lehrveranstaltung" für Patientinnen ein Signal setzen, sich zu Expertinnen ihrer eigenen Erkrankung zu machen.

Auf dem Fortbildungsprogramm stehen verständlich formulierte Einstiegshilfen für die "Newcomerin" als Brustkrebspatientin, der neueste Wissenstand über molekularbiologische Enttarnungsmethoden der Visitenkarte des Tumors, die aktuellen Entwicklungen in der Anti-Hormontherapie (Aromatasehemmer) und Antikörpertherapie (Trastuzumab) sowie der Stellenwert von Knochenschutzpräparaten (Bisphosphonate) zur Vorbeugung von Metastasen und Knochenbrüchen durch die häufig bei jungen Frauen auftretende, behandlungsbedingte Osteoporose.

Wie widerspenstige Tumore behandelt werden

Breiter Raum wird in diesem Jahr auch den neuesten Entwicklungen in der Behandlung von "widerspenstigen" (resistenten) Tumorzellen gewidmet, bessere Behandlungsaussichten beim Auftreten von Tochtergeschwülsten werden aufgezeigt. Auch die brisante Frage "Wer soll das bezahlen?", nämlich die Kostenübernahme teuerer Krebsmedikamente durch die Krankenkassen, wird nicht ausgespart und durch Vertreter aller damit befassten Institutionen diskutiert.

Ergänzt wird der Info-Marathon durch einen wichtigen Aspekt, der bei aller Wissens-Schlacht in der Initiative "mamazone" ebenfalls nicht zu kurz kommt - Spiritualität und Brustkrebs: "Den Knoten lösen" - unter diesem Motto steht ein etwas anderer Gottesdienst am 4.November 2005 um 19 Uhr in der Kapelle des Augsburger Klinikums, der von Frauen mit Brustkrebs gestaltet wurde.

Einer der Höhepunkte auf dem Patientinnenkongress ist in diesem Jahr die Verleihung des 5. mamazone-Wissenschafts-Preises mit dem kecken Namen "Busenfreund" an Forscherinnen oder Forscher, die sich "gegen den Strom um den Fortschritt im Kampf gegen Brustkrebs verdient gemacht haben", so die Initiatorin des Preises Ursula Goldmann-Posch.

Ein Busenfreund aus Bad Berka

Der Busenfreund-Award - ein Frauentorso in Bronze - geht in diesem Jahr auf Wunsch der rund 1000 Mamazone-Mitglieder an den Nuklearmediziner Prof. Dr. med. Richard P. Baum vom PET-Zentrum des Zentralklinikums Bad Berka bei Weimar. Der Experte des PET-CT - eines kombinierten bildgebenden Verfahrens aus Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und Ganzkörper-Computertomografie (CT) - hat die enorme Bedeutung dieser Methode für die frühest mögliche Erkennung von Metastasen in der Brustkrebsnachsorge wissenschaftlich untermauert und setzt sich für die baldige Kassenzulassung dieses Verfahrens in der Brustkrebsdiagnostik ein. Mit diesem hochempfindlichen Verfahren können kleinste Metastasen im ganzen Körper aufgespürt werden. Für sein wissenschaftliches und gesundheitspolitisches Engagement wird der PET-Professor dafür mit dem Patientinnen-Preis geehrt.

Im Unterschied zu allen anderen Ländern Europas, gehört die PET-Untersuchung in Deutschland noch zu den "exotischen" bildgebenden Verfahren, da sie keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen ist und viel zu wenig bei Patientinnen bekannt ist. Ausnahme im Leistungsbereich der so genannten "vorstationären Diagnostik" ist die Techniker Krankenkasse, die bei entsprechender Indikation für ihre krebskranken Mitglieder diese Untersuchung kostenlos übernimmt. Weitere Aktionen, um dieses hochempfindliche diagnostische Verfahren auch Brustkrebspatientinnen in Deutschland zugute kommen zu lassen, werden demnächst folgen: etwa mit einer "PET-ition für PET" der originellen wie auch kämpferischen Brustkrebsinitiative "mamazone".

Erstmalig und einmalig verleiht "mamazone -Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.", Deutschland, in diesem Jahr auch den "Ehrenbusenfreund". Preisträger ist der Ärztliche Direktor des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) in Augsburg, Dr. Harald Siebert.

Der Medizinische Dienst - patientenorientierter als sein Ruf Seinem Engagement verdankt es die Brustkrebs-Initiative mamazone e.V., dass der MDK seit fünf Jahren ihr größter "Sponsor" ist: die Patientinnen-Initiative darf am Sitz des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen in Bayern, Augsburg, kostenlos einen Arbeitsraum und die dafür nötigen Infrastrukturen benutzen. Damit soll nicht nur ein großes Zeichen der persönlichen Dankbarkeit an Dr. Harald Siebert gesetzt werden, so "Mamazone" Ursula Goldmann-Posch. Es soll auch öffentlich deutlich gemacht werden, dass der "MDK auch eine patientinnenorientierte Seite hat und besser ist als sein Ruf als Kurverhinderer und Medikamentenverweigerer."

Zahlen zu Brustkrebs:

Brustkrebs ist mit 60 000 geschätzten Neuerkrankungen der häufigste Krebs von Frauen in Deutschland. Etwa 20 000 sterben jährlich daran. Die Heilungsraten werden derzeit mit 60 bis 75 Prozent angegeben - sind jedoch ungenau, da es in Deutschland immer noch keine flächendeckenden klinischen (bei welcher Frau wirken welche Behandlungen wie lange?) und epidemiologischen (wie viele Frauen sind wirklich von Brustkrebs betroffen?) Krebsregister gibt. Überhaupt: Deutschland hinkt im internationalen Vergleich hinter den Erfolgen im Kampf gegen Brustkrebs in anderen Ländern hinterher. Experten gehen davon aus, dass Brustkrebs, wenn er früh erkannt und optimal behandelt wird, zu 90 Prozent heilbar ist. Wer ist mamazone? "Mamazone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V." ist die größte, gemeinnützige, auf Brustkrebs bezogene Organisation der Selbsthilfe in Deutschland, gegründet im November 1999 an der Public-Health-Fakultät der Universität Augsburg. Heute "wohnhaft" beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen in Bayern (MDK), Max-Hempel-Strasse 3, 86153 Augsburg, 4. Stock, Telefon: 0821-5213144, FAX: 0821-5213143, mail: info@mamazone.de , Internet: www.mamazone.de mamazone e.V. unterhält 18 Mamazone Regional Stützpunkte in ganz Deutschland und setzt sich ein für eine qualitätsgesicherte, evidenzbasierte Früherkennung, Behandlung und Nachsorge bei Brustkrebs.

Quelle: mamazone – Frauen und Forschung gegen Brustkrebs

Zum Seitenanfang

Einfacher Test zur Diagnose von Blasenkrebs entwickelt
Entscheidend ist die Menge des Enzyms Telomerase im Urin

26.10.2005 - Wissenschafter des Morgagni-Pierantoni Ospedale haben einen einfachen Test zur Diagnose von Blasenkrebs entwickelt. Für ein gültiges Ergebnis muss nur die Menge des Enzyms Telomerase im Urin festgestellt werden. Die italienischen Wissenschafter gehen davon aus, dass ihr Verfahren eine Testgenauigkeit von rund 90 Prozent ermöglicht. Sie schreiben im Journal of the American Medical Association, http://jama.ama-assn.org dass ihr Test häufiger bei Raucher und anderen Risikogruppen eingesetzt werden sollte. Blasenkrebs gehört zum Beispiel in Großbritannien zur vierthäufigsten Form dieser Erkrankung und gilt als die zehnthäufigste bei Frauen. Jährlich kommt es laut BBC zu mehr als 10.700 neuen Erkrankungen, die in der Folge zu rund 4.900 Todesfällen führen.

Wird Blasenkrebs in einem frühen Stadium diagnostiziert und behandelt, stehen die Überlebenschancen gut. Die meisten bestehenden Diagnoseverfahren sind jedoch entweder invasiv und kostenintensiv oder verfügen nur über eine beschränkte Empfindlichkeit. Die Wissenschafter analysierten die Daten von 218 Männern. Bei 134 der Teilnehmer wurde Blasenkrebs diagnostiziert. Sie untersuchten den Urin der Männer auf die Werte des Enzyms Telomerase, das in fast allen menschlichen Krebszellen vorhanden ist. In gesunden Zellen kommt dieses Enzym nur sehr selten vor. Die Krebsdiagnose basierte auf Tests von Gewebeproben und der Untersuchung der Harnwege. Der Enzymtest wurde mit den Ergebnissen der Suche nach Krebszellen im Urin verglichen. Die Wissenschafter meinen jedoch, dass dieses Verfahren nur über eine eingeschränkte Empfindlichkeit verfügt. Davon seien vor allem weniger schwere Erkrankungen betroffen.

Der Enzymtest wies eine Genauigkeit von 90 Prozent bei der Identifizierung von Personen auf, die an Krebs erkrankt waren. Bei Patienten, die vorher über keine derartige Diagnose verfügten, lag die Genauigkeit bei 88 Prozent. Es zeigte sich, dass der Test bei weniger schweren Erkrankungen gleich genaue Ergebnisse lieferte wie bei Patienten mit negativen Zytologieergebnissen. Die leitende Wissenschafterin Maria Aurora Sanchini erklärte im JAMA, dass der neue Test trotz aller offensichtlichen Vorteile nur für Risikogruppen eingesetzt werden sollte, da Erkrankungen allgemein eher selten seien. Vor allem Raucher verfügten über ein um das Dreifache erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Quelle: pte

Zum Seitenanfang

Höheres Brustkrebsrisiko bei Linkshänderinnen

Linkshändige Frauen erkranken häufiger an Brustkrebs, haben niederländische Forscher ermittelt. Wie die Gruppe im "British Medical Journal" berichtet, ist das Erkrankungsrisiko bei Linkshänderinnen um mehr als ein Drittel erhöht.

Die Mediziner um Cuno Uiterwaal vom Universitätsklinikum Utrecht analysierten Daten von über 12.000 Teilnehmerinnen an einer Brustkrebsstudie. Geboren in den Jahren 1932-41, waren die Frauen Mitte der 80er-Jahre untersucht und zu ihren Lebensumständen befragt worden. Knapp 12 Prozent von ihnen gaben an, als Linkshänderinnen geboren worden zu sein.

Bis zum Jahr 2000 wurde bei 426 Teilnehmerinnen Brustkrebs festgestellt, darunter waren 65 Linkshänderinnen. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren berechnen die Mediziner, dass Linkshändigkeit mit einem um fast 40 Prozent erhöhten Erkrankungsrisiko einhergeht. Bei Frauen vor den Wechseljahren war das Risiko sogar um 140 Prozent erhöht, während bei stark übergewichtigen kein Zusammenhang zwischen Händigkeit und Erkrankungsrisiko zu erkennen war.

Möglicherweise mache sich hier das hormonelle Milieu in der Gebärmutter bemerkbar, schreiben Uiterwaal und Kollegen. Frühere Studien hätten Hinweise darauf geliefert, dass sowohl Brustkrebs als auch Händigkeit mit den Geschlechtshormon-Spiegeln in Verbindung ständen, denen das Ungeborene ausgesetzt sei.

Quelle: scienceticker

Zum Seitenanfang

Stressiger Alltag, niedrigeres Brustkrebsrisiko

09.09.2005 - Täglich unter starkem Stress stehende Frauen erkranken seltener an Brustkrebs, haben dänische Mediziner ermittelt. Möglicherweise beeinflusse die psychische Belastung die Ausschüttung von Östrogen und vermindere so das Erkrankungsrisiko, schreiben die Forscher im "British Medical Journal".

"Durch Stress bedingte Störungen der Körperfunktion sollten jedoch keinesfalls als gesund angesehen werden", mahnen die Forscher um Naja Rod Nielsen und Morten Grønbæk vom National Institute of Public Health in Kopenhagen. So begünstige Stress eine ganze Reihe anderer Erkrankungen, insbesondere von Herz und Kreislauf.

Die Mediziner analysierten Daten der in den 70er-Jahren begonnenen Kopenhagener Herzstudie. In den Jahren 1981-83 hatten die über 6.500 Teilnehmerinnen Auskunft über ihren alltäglichen Stress gegeben - definiert als Anspannung, Nervosität, Ungeduld, Angst oder Schlaflosigkeit. Bis zum Jahr 1999 war bei 251 von ihnen erstmals Brustkrebs diagnostiziert worden. Teilnehmerinnen mit starkem Stress waren davon 40 Prozent seltener betroffen als jene, die ihren Alltag als wenig belastend wahrnahmen. Mit jedem zusätzlichen Punkt auf einer 6-Punkte-Stressskala sank das Erkrankungsrisiko um 8 Prozent.

Sowohl die "Stressachse" als auch die Regulation der Geschlechtshormone beginnt im Hypothalamus und läuft dann über die Hirnanhangsdrüse zur Nebennierenrinde bzw. zu den Keimdrüsen. Untersuchungen an Tieren hätten gezeigt, dass die Aktivierung der Stressachse die Ausschüttung von Östrogenen reduzieren könne, schreiben die Forscher. Und da diese Hormone das Brustkrebsrisiko beeinflussten, könne ein solcher Mechanismus vielleicht die neuen Resultate erklären. Diese Annahme müsse allerdings durch weitere Studien bekräftigt werden, betonen die Mediziner. Dabei komme es auch auf eine strikte Definition von "Stress" an.

Quelle: scienceticker

Zum Seitenanfang

Direkter Draht zu neuen Diagnosemöglichkeiten von Brustkrebs und Gebärmuttermyomen

Solingen (ots) - 24.08.2005 - Interessierte Frauen können sich direkt über neue Technologien im Bereich Brustkrebsfrüherkennung sowie zu einem neuen schonenden Therapieverfahren von Gebärmuttermyomen informieren. Eine Website mit Webforum sowie eine Hotline stehen ab sofort bereit. Gleich drei Plattformen hat GE Healthcare für Frauen eingerichtet, die sich über neue Diagnoseverfahren von Brustkrebs sowie über neue Therapiemöglichkeiten bei Uterusmyomen informieren möchten. Ausführliche Informationen zum "Thema Frauenheilkunde mit MR-Tomographie" finden sich auf der deutschprachigen GE Healthcare Website www.gehealthcare.de und sind ab dem 22. August auch direkt zu erreichen unter www.gehc.de/frau.

Im Rahmen dieser Website gibt es zusätzlich ein Webforum, in dem Frauen Fragen zum Thema MR und Frauengesundheit stellen können. Frau Anna Pokorádi, GE Healthcare wird das Forum moderieren und die Fragen beantworten. Unterstützend gibt es ein Experten-Team von Radiologen und Physikern, die ebenfalls beratend zur Seite stehen. Das Forum ist auch direkt erreichbar unter www.gehc.de/forum. Zusätzlich zur Online-Präsenz ist eine Info-Hotline für interessierte Frauen freigeschaltet: 01803 384 999 (9 Cent/Minute aus dem Festnetz der deutschen Telekom). Die Hotline ist montags bis mittwochs von 9.00 - 16.00 Uhr besetzt und wird ebenfalls von Anna Pokorádi betreut.

Über GE Healthcare

GE Healthcare liefert medizintechnische Lösungen, die einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung des neuen Zeitalters für die Patientenversorgung leisten. Mit Hilfe des umfassenden Know-hows von GE Healthcare in den Bereichen medizinische Bildgebung und Informationstechnologien, medizinische Diagnostik, Patienten-monitoring, Krankheitsforschung, Arzneimittelforschung und biopharmazeutische Fertigungstechnologien sollen Krankheiten früher erkannt und individualisierte Arzneimitteltherapien entwickelt werden. GE Healthcare bietet ein breites Angebotsportfolio um die Produktivität im Gesundheitswesen zu steigern und ermöglicht eine verbesserte Diagnose, Behandlung und Überwachung von Patienten, die an Krebs, neurologischen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden.

Quelle: presseportal

Zum Seitenanfang

Vier weitere Brustkrebsgene identifiziert
FLJ14299, C8orf2, BRF2 und RAB11FIP sind auf Chromosom 8

Cambridge - 04.08.2005 - Wissenschafter der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk haben vier weitere Gene identifiziert, die mit der Entstehung und Entwicklung von Brustkrebs in Zusammenhang stehen. Mehrere Gene, die entweder vererbt sind oder sich im Laufe eines Lebens verändern, wurden bereits bestimmt. Jetzt wurden mit FLJ14299, C8orf2, BRF2 und RAB11FIP weitere Gene identifiziert, die für eine Erkrankung verantwortlich sein können. Die in dem Fachmagazin Oncogene http://www.nature.com/onc/index.html veröffentlichte Studie weist diesen Defekt bei einem Viertel der analysierten Brusttumore nach. In Großbritannien ist Brustkrebs die am weitesten verbreitete Krebserkrankung. Laut BBC wird jährlich bei mehr als 41.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Das Erkrankungsrisiko liegt auf die Lebenszeit umgerechnet bei eins zu neun.

Geerbte fehlerhafte Gene wie BRCA1 und BRCA2 sind für weniger als eine von 20 Erkrankungen verantwortlich. Die meisten Erkrankungen werden durch genetische Mutationen verursacht, die im Laufe der Zeit in den Brustzellen stattfinden. Bisher wurden nur wenige der möglicherweise beteiligten Gene genau bestimmt. Für die aktuelle Studie setzten die Wissenschafter DNA Microarrays ein, die die Aktivität von Hunderten Genen auf ein Mal untersuchen können. Das Team untersuchte Gewebeproben von 33 Brusttumoren und von im Labor gezüchteten Brustkrebszellen. Dabei konzentrierten sich die Forscher auf das Chromosom 8, das zuvor als möglicher Standort von mit Krebs in Zusammenhang stehenden Gendefekten identifiziert wurde. In der Folge wurden vier mögliche Gene in einem bestimmten Bereich des Chromosoms 8 ermittelt.

Menschen sollten über zwei Kopien des gesamten Chromosoms verfügen. Frauen mit diesem genetischen Defekt verfügten jedoch über vielfache Kopien des Bereiches, der die vier Gene FLJ14299, C8orf2, BRF2 und RAB11FIP enthält. Dieses Muster konnte bei acht der 33 Tumore nachgewiesen werden. Der Wissenschafter Carlos Caldas erklärte gegenüber der BBC News Website, dass man derzeit noch nicht wisse, welches der vier Gene entscheidend sei. "Wir wissen aber, dass Frauen, die über eine erhöhte Anzahl dieses Fragments auf dem Chromosom 8 verfügen, schlechtere Heilungsaussichten haben. Wir könnten daher dieses Wissen nutzen, um aggressivere Tumore zu identifizieren und sie mit stärkeren Mitteln behandeln."

Quelle: pte

Zum Seitenanfang

Gutartige Brustknoten und Krebs hängen zusammen -
Atypische Formen erhöhen Krebsrisiko

Rochester (pte) - 21.07.2005 - Frauen, die unter bestimmten Formen gutartiger Brusterkrankungen leiden, haben ein deutlich höheres Brustkrebsrisiko. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Mayo Clinic http://www.mayoclinic.org gekommen. Das Erkennen der Krankheit und die genaue Überwachung dieser Frauen könnte, so die Wissenschafter, Leben retten. Obwohl die meisten nicht kanzerösen Brustknoten das Risiko einer zukünftigen Brustkrebserkrankung nicht erhöhen, zeigte sich, dass es bei rascher wachsenden und atypischen Formen durchaus der Fall war. Diese Ergebnisse behielten laut dem New England Journal of Medicine http://content.nejm.org auch in Familien ohne entsprechende Vorgeschichte ihre Gültigkeit.

Auf die Lebenszeit gesehen liegt das Brustkrebsrisiko für Frauen bei eins zu neun. Die ersten Anzeichen können Knoten in der Brust sein. Vielfach sind diese Knoten nicht direkt kanzerös. Aus diesem Grund wurde angenommen, dass sie das zukünftige Risiko eines bösartigen Tumors nicht erhöhten. Die Wissenschafter untersuchten Biopsieproben von 9.087 Frauen zwischen 18 und 85 Jahren mit gutartigen Knoten in der Brust, die zwischen 1967 und 1991 in der Klinik behandelt worden waren. Ein Pathologe, dem die Diagnosen der Frauen nicht bekannt waren, wurde ersucht, die Läsionen in drei Gruppen einzuteilen: proliferativ, nicht proliferativ und untypisch. In einem nächsten Schritt wurde ermittelt, wie viele der Teilnehmerinnen in der Folge an Brustkrebs erkrankten. Für den Zeitraum von 15 Jahren wurden 707 Krebserkrankungen nachgewiesen. Mittels dieser Informationen konnte überprüft werden, ob die Kategorie der gutartigen Läsionen mit einem zukünftigen Krebsrisiko in Zusammenhang stand.

Frauen mit einer proliferativen oder untypischen gutartigen Tumorprobe erkrankten eher an Brustkrebs als Patientinnen mit nicht proliferativen gutartigen Brustknoten. Laut der Studie litten sechs von 100 Frauen mit einem nicht proliferativen gutartigen Brustknoten innerhalb von 15 Jahren an Brustkrebs. Bei den proliferativen Proben erkrankten 10 von 100 Frauen und bei untypischen gutartigen Brustknoten 19 von 100. Für Frauen des gleichen Alters lag das generelle Risiko einer Brustkrebserkrankung über die Dauer von 15 Jahren bei 5 von 100.

Quelle: pte

Zum Seitenanfang

Brustkrebsprävention: Jede vierte Frau zieht Brustamputation bei erhöhtem Risiko in Betracht London/Hamburg (ots) - 16.06.2005 - Jede vierte Frau in Deutschland erwägt im Falle eines erhöhten Brustkrebsrisikos, sich vorsorglich beide Brüste amputieren zu lassen. Das ist das Ergebnis einer internationalen Umfrage, die das Marktforschungsinstitut NOP World im April diesen Jahres durchführte. Mehr als 1500 gesunde Frauen weltweit wurden im Auftrag der Wohltätigkeitsorganisation Cancer Research UK befragt, ob sie sich vor einer Brustkrebserkrankung fürchten und welche Maßnahmen sie in Betracht ziehen würden, um ihr Brustkrebsrisiko zu senken. Eine Alternative zu diesem radikalen Schritt kann die medikamentöse Vorbeugung sein. Diese Möglichkeit wird derzeit im weltweiten IBIS-II-Programm untersucht.

Die Umfrage der Frauen im Alter ab 45 zeigt, dass Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko ein starkes Bedürfnis haben, ihr Risiko zu senken. Nahezu die Hälfte der Frauen hat Angst vor einer möglichen Brustkrebserkrankung. Bei den Frauen, die in Australien und England befragt wurden, war der Wunsch nach einer Risikosenkung besonders dringend: In diesen Ländern würde jede dritte Frau im Falle eines erhöhten Brustkrebsrisikos eine Amputation beider Brüste erwägen - und zwar vorsorglich, also ohne überhaupt an Brustkrebs erkrankt zu sein. Aber auch in Deutschland kommt dieser radikale Schritt für jede Vierte in Frage. "Diese wichtigen Umfrageergebnisse stellen weltweit eine große Herausforderung für die Verantwortlichen der Gesundheitssysteme dar. Die Tatsache, dass Frauen erwägen, ihr Brustkrebsrisiko mithilfe einer vorsorglichen Amputation beider Brüste zu senken, zeigt uns, wie wichtig es ist, diesen Frauen weniger radikale, aber effektive Alternativen anzubieten", kommentiert Professor Dr. Wolfgang Eiermann, Direktor der Frauenklinik vom Roten Kreuz in München, die Daten der Umfrage. "Wir als Krebsexperten müssen nicht nur Brustkrebs-Patientinnen die wirksamsten Therapien anbieten, sondern wir müssen uns auch darum kümmern, Maßnahmen zu entdecken und zu erforschen, mit denen wir bei gesunden Frauen die Gefahr einer Brustkrebserkrankung abwenden können." Einen solchen Versuch stellt auch das IBIS-II-Programm dar.

Vorbeugung mit Brustkrebsmedikament Anastrozol

Im laufenden IBIS-II-Programm wird geprüft, wie wirksam eine Antihormontherapie mit dem etablierten Krebsmedikament Anastrozol das Brustkrebsrisiko reduzieren kann. Grundlage für das Programm sind die überaus positiven Ergebnisse der so genannten ATAC-(Arimidex, Tamoxifen Alone or in Combination)-Studie, die vor kurzem abgeschlossen und publiziert wurde. Diese Daten lassen vermuten, dass der Wirkstoff Anastrozol das Potenzial hat, bis zu 80 Prozent der hormonsensiblen Brusttumoren zu verhindern. Experten schätzen, dass jedes Jahr weltweit 1,2 Millionen Frauen die Diagnose Brustkrebs erhalten und über 400.000 Frauen an dem bösartigen Tumor sterben. Professor Dr. Manfred Kaufmann, Direktor der Universitätsfrauenklinik in Frankfurt am Main und Studienleiter der IBIS-II-Studie in Deutschland erklärt: "In der ATAC-Studie haben wir herausgefunden, dass Anastrozol sehr effektiv einen Brustkrebsrückfall - ein sogenanntes Rezidiv - verhindert. Sogar noch wirksamer schützt Anastrozol die andere, noch nicht betroffene Brust vor einem Krebsbefall! Diese Ergebnisse und sein gutes Verträglichkeitsprofil machen Anastrozol zu einem geeigneten Kandidaten für die Brustkrebsvorbeugung bei gesunden Frauen."

Reduzierung des Risikos mit Tabletten für jede zweite Frau denkbar

Für fast jede zweite Umfrageteilnehmerin kam im Falle eines erhöhten Risikos eine tägliche Tabletteneinnahme zur Brustkrebs-Vorbeugung in Frage. Außerdem gab die Hälfte der Frauen an, Interesse an einer Studie zu haben, in dessen Rahmen ein solches Medikament untersucht wird. Das laufende IBIS-II-Programm bietet Frauen weltweit die Möglichkeit einer Studienteilnahme."Das IBIS-II-Programm ist gerade für Frauen, die ein erhöhtes Brustkrebsrisiko haben, extrem wichtig", erläutert Privatdozent Dr. Gunter von Minckwitz von der Universitätsfrauenklinik Frankfurt am Main. "Es ist von großer Bedeutung, dass Frauen an dieser Untersuchung teilnehmen - nicht nur zum eigenen Nutzen, sondern auch zum Nutzen ihrer Töchter, ihrer Familie und aller anderen Frauen auf der ganzen Welt. Viele Menschen nehmen bereits vorsorglich Medikamente ein, um eine Herzerkrankung oder einen Schlaganfall zu verhindern. Das IBIS-II-Programm untersucht, ob nicht auch die Gefahr einer Brustkrebserkrankung mithilfe einer medikamentösen Therapie erfolgreich abgewehrt werden kann."

Quelle: presseportal

Zum Seitenanfang

Antikörper-Therapie kann Frauen mit Brustkrebs frühzeitig helfen -
Problem: Medikament ist noch nicht zugelassen

07.06.2005 - Bei einem Fünftel aller neu erkrankten Frauen mit Brustkrebs und Lymphknotenbefall ist das Onkogen HER2 nachweisbar und diese Patientinnen profitieren von einer Therapie mit dem Antikörper Trastuzumab (Herceptin) - das zeigen drei große internationale Studien, die Mitte Mai auf dem amerikanischen Kongress für klinische Onkologie (ASCO) in Orlando, Florida, vorgestellt wurden. Für die Ärztinnen und Ärzte des Brustzentrums und des Tumorzentrums der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat das gravierende Konsequenzen. "Wir können den Frauen die neue, aber sehr teure Therapie aus ethischen Gründen nicht vorenthalten, obwohl Trastuzumab für diese Anwendung in Deutschland noch nicht zugelassen ist", sagt Privatdozent Dr. Hans-Joachim Lück vom MHH-Brustzentrum. In Deutschland müssten nach seiner Ansicht etwa 10.000 Frauen pro Jahr diese neue Therapie erhalten. Der Antikörper ist bisher nur beim fortgeschrittenen Brustkrebs (Mammakarzinom) mit Fernmetastasen zugelassen.

In den Studien setzten Mediziner den Antikörper Trastuzumab in Kombination mit einer Chemotherapie beziehungsweise im Anschluss an eine Chemotherapie ein. In den Tumoren der Frauen musste das Onkogen HER2 nachweisbar sein, das mit einer höheren Aggressivität des Tumors einhergeht. Für die erste Analyse wurden die Daten zweier amerikanischer Studien mit insgesamt 3.351 Patientinnen gemeinsam ausgewertet. Parallel lief die internationale HERA-Studie mit insgesamt 3.387 untersuchten Frauen. "Beide Analysen zeigen einen eindeutigen Vorteil für die zusätzlich mit Trastuzumab behandelte Gruppe", sagt Professor Dr. Arnold Ganser, Leiter des MHH-Tumorzentrums und Direktor der MHH-Abteilung Hämatologie, Hämostaseologie und Onkologie. Die Betroffenen überlebten ihre Krankheit deutlich länger: Die Wahrscheinlichkeit, dass nach vier Jahren die Erkrankung nicht wieder aufgetreten war, betrug in der Gruppe mit der Antikörpertherapie 85 Prozent, in der Kontrollgruppe nur 67 Prozent. Waren nach vier Jahren in der Kontrollgruppe bereits 13 Prozent an der Erkrankung verstorben, so betrug der Anteil bei den Frauen, die mit Trastuzumab behandelt worden waren, nur neun Prozent. "Auf dem amerikanischen Krebskongress wurde deshalb die Kombination aus Chemotherapie und Antikörper als Goldstandard bei Patientinnen mit HER2-positiven Mammakarzinom festgelegt", sagt Dr. Lück.

Quelle: Medizinische Hochschule Hannover

Zum Seitenanfang

Es trifft nicht nur Kylie Minogue: Krebs nimmt sich auch Männer zur Brust

Berlin (ots) -30.05.2005 - 400 Männer erkranken jährlich an Brustkrebs: Auch Ärzte unterschätzen das Risiko - Zu spät erkannt: Heilungschancen bei Männern um elf Prozent geringer

Showstar Kylie Minogue und der ehemalige Lauterer Bundesliga-Profi Wolfram Wuttke haben eines gemeinsam: Ihr Arzt stellte bei beiden dieselbe Krankheit fest - Brustkrebs. Mit einem Unterschied. Der australische Popstar ist eine Frau. Bei ihr waren die Chancen, die Krankheit in einem gut heilbaren Frühstadium zu entdecken, größer als bei Wolfram Wuttke. Der Grund: Das Thema Brustkrebs wird von Männern und auch deren Ärzten bislang nicht ernst genug genommen. Deshalb wird Brustkrebs bei Männern oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt - das heißt der Tumor ist größer und die Krebszellen haben sich weiter ausgebreitet. Dadurch fällt die Heilungschance bei Männern deutlicher geringer aus als bei Frauen. Für Männer liegt die Wahrscheinlichkeit, den Brustkrebs zu besiegen, zwischen 45 und 85 Prozent, bei Frauen dagegen im Mittel bei 76 Prozent, so eine Einschätzung des Internetportals für Männergesundheit www.epicure.tv.

Wer also glaubt, Männer bekommen keinen Brustkrebs, der irrt:"400 Männer erkranken in Deutschland jedes Jahr an einem Brusttumor" so der Männergesundheitsexperte Sascha Rusch von www.epicure.tv. "War dieses Risiko in der Öffentlichkeit bislang weitgehend unbekannt, sollten die aktuellen Zahlen des Berliner Robert-Koch-Instituts jeden Mann wachrütteln", so Rusch weiter. "Sehr häufig ist Brustkrebs bei Männern damit zwar nicht. Das Risiko zu erkranken ist aber durchaus vorhanden.

Wann Brustkrebs am häufigsten auftritt, darin unterscheiden sich beide Geschlechter, erklärt www.Epicure.tv-Expertin Dr. med. Katja Flieger: "Männer erkranken häufig erst im Alter von über 65 Jahren und damit rund zehn Jahre später als Frauen. Welche Faktoren zu Brustkrebs beim Mann führen, ist noch nicht genau bekannt". Sicher sei, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen: Bei 15 bis 30 Prozent der Fälle sind mehrere Familienmitglieder betroffen. Besonders hoch ist das Risiko für Männer, wenn ein Verwandter ersten Grades vor dem 45. Lebensjahr an Brustkrebs erkrankt ist. "Unabhängig davon verstärkt ein erhöhter Östrogenspiegel auch bei Männern das Brustkrebsrisiko: Ursachen dafür können zum Beispiel ein zu hoher Alkoholkonsum oder die Einnahme von Anabolika sein", betont Dr. Flieger.

Die Symptome und der Verlauf der Erkrankung sehen ähnlich aus wie bei Frauen. Meist entdecken die Betroffenen den Brustkrebs selbst. Er äußert sich als schmerzloser oder schmerzhafter Knoten um die Brustwarze herum. Aber auch Veränderungen der Brustwarze (Mamille) selbst können auf Brustkrebs hinweisen: Sie kann bluten oder Flüssigkeit absondern, sich zurückziehen und mit der Haut verwachsen. Manchmal kommt es auch zu einer Art rotem Ausschlag, der nicht zurückgeht. Diese Symptome sollte man ernst nehmen und damit zum Arzt gehen. Auch wenn nur einer von 100.000 Männern insgesamt an Brustkrebs erkrankt, gilt: Je früher die Krankheit erkannt wird, desto größer ist die Heilungschance.

Für die Erkennung wird, wie bei Frauen, eine Mammographie durchgeführt. In Einzelfällen prüft der Arzt zusätzlich per Ultraschalluntersuchung, ob sich ein Tumor gebildet hat. Lautet die endgültige Diagnose tatsächlich Brustkrebs, wird er bei Männern genauso behandelt, wie bei Frauen. Normalerweise kommt zuerst eine Operation, bei der die Brustwarze und der darunter liegende Knoten entfernt werden, anschließend folgen eine Chemotherapie und/oder eine Bestrahlung. Auch eine Hormonbehandlung kann unter bestimmten Umständen sinnvoll sein.

Als beste Vorsorgemöglichkeit gilt auch beim Mann das Abtasten der Brust um die Brustwarzen herum - ab 50 sollte jeder Mann seine Brust ab und zu selbst untersuchen. "Die Möglichkeit, die Krankheit zu bekommen sollte auch von Männern nicht unterschätzt werden", betont die Brustkrebsspezialistin Sharon Giordano vom M.D. Anderson Krebszentrum der Universität Texas in Austin. Sie hatte in einer Studie 2002 herausgefunden, dass die Erkrankung bei Männern langsam zunimmt. Männern sollte das Thema deshalb auf keinen Fall peinlich sein - zum Schutz des eigenen Körpers und der eigenen Gesundheit. Das Internetportal www.epicure.tv bietet Männern praktische und nutzbare Anregungen zu Gesundheit, Fitness, Lifestyle und Wellness für ein reicheres Leben versteht sich als europäisches Forum für Männer und bietet ein breites Spektrum an Informationen zu den Themenbereichen Gesundheit, Fitness, Sexualität und Wellness. Epicure ist als offene Plattform konzipiert und ein Kompetenz-Center: Fachleute wie Sportärzte, Ernährungsexperten und Wellnessspezialisten beleuchten Themen aus verschiedenen Perspektiven. Epicure bildet ein Forum zum Thema »Healthy Lifestyle« für die Zielgruppe "Mann", das die Verknüpfung von Gesundheit und Lebensart sucht.

Quelle presseportal

Zum Seitenanfang

Sterblichkeit bei Brustkrebspatientinnen deutlich gesunken
Kombination von Behandlungsmethoden halbiert Sterberisiko

Oxford - 13.05.2005 - Moderne Behandlungsmethoden haben die Überlebensrate bei Brustkrebs für den Zeitraum von 15 Jahren deutlich verbessert. Zu diesem Ergebnis ist eine groß angelegte Studie der Early Breast Cancer Trialists' Collaborative Group (BCTCG) http://www.ctsu.ox.ac.uk/projects/ebctcg.shtml gekommen. Die Behandlung mit Medikamenten und Hormonen hat viele Frauen geheilt und nicht nur das Wiederkehren der Krankheit verzögert. Bei Frauen mittleren Alters mit einer hormonsensiblen Erkrankung kann die Kombination von Behandlungsmethoden das Sterberisiko in diesem Zeitraum halbieren. Laut The Lancet http://www.thelancet.com wertete BCTCG die Daten von 145.000 Frauen aus.

Für sich genommen hat jeder der Behandlungsansätze laut BBC ebenfalls eine signifikante Wirkung. So können auf Anthracyclinen basierende Chemotherapien das Sterberisiko einer Frau mittleren Alters um ein Drittel senken. Sarah Darby von der University of Oxford erklärte, dass neuere Behandlungsansätze jetzt auf dem Vormarsch seien. "Die positiven Langzeitwirkungen älterer Verfahren lassen jetzt die Sterblichkeitsraten in Großbritannien und den USA rasch sinken."

Seit den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts ist die Zahl der durch Brustkrebs verursachten Todesfälle in Großbritannien und anderen Ländern rapid gesunken. Chirurgische Eingriffe, alleine oder in Kombination mit einer Strahlenbehandlung, können für die Entfernung aller manifesten Krebsspuren eingesetzt werden, wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird. Unentdeckte Krebszellen können fallweise ein erneutes Auftreten der Erkrankung verursachen. Die Behandlung mit Medikamenten und Hormonen, zum Beispiel mit Tamoxifen, wird häufig zur Prävention eines Rückfalles eingesetzt.

Quelle: pressetext.austria

Zum Seitenanfang
  

Annette Rexrodt von Fircks und Katharina Thalbach unterstützten die Kampagne "Brustkrebs Vorbeugen!"

Hamburg (ots) - 11.05.2005 - Die Bestsellerautorin Annette Rexrodt von Fircks und die Schauspielerin Katharina Thalbach machen sich für die Prävention von Brustkrebs stark. "Brustkrebs geht uns alle an! Jede Möglichkeit, diese Krankheit zu verhindern, sollte genutzt werden," so die Schauspielerin. Annette Rexrodt von Fircks, die im Alter von 35 Jahren selbst an Brustkrebs erkrankte, und ihre Erfahrungen während des langen Wegs der Therapie in mehreren Büchern weitergab sagt dazu: "Wir sollten nicht erst reagieren, wenn die Diagnose gestellt wird.

Die Brustkrebs-Früherkennung, die aktuell in aller Munde ist, ist sinnvoll und wichtig, doch wird der Aspekt der Vorbeugung zu stark vernachlässigt." Darum geht es bei "Brustkrebs Vorbeugen!": Die Kampagne fordert Frauen dazu auf, mithilfe eines Fragebogens aus sieben Fragen (im Internet verfügbar unter www.brustkrebsvorbeugen.de) ihr individuelles Brustkrebsrisiko zu ermitteln und gegebenenfalls vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Doch was bedeutet es, zu einer Risikogruppe zu gehören, und was kann man tun? Zunächst entscheidet der Frauenarzt, ob neben einer engmaschigen Kontrolle weitere Maßnahmen nötig sind. Eine dieser Maßnahmen kann die medikamentöse Prävention sein.

Seit vielen Jahren gibt es Hinweise darauf, dass bestimmte Medikamente die Entstehung von Brustkrebs verhindern können. Dies wird gerade in einer internationalen Studie mit dem Namen IBIS II "International Breast Cancer Intervention Study II" mit dem Wirkstoff Anastrozol geprüft. Diese weltweit durchgeführte Studie ist eine sogenannte Präventionsstudie (Studie zur Vorbeugung) und richtet sich an gesunde Frauen nach den Wechseljahren.

Annette Rexrodt von Fircks hat viel Erfahrung mit dem Thema Brustkrebs. Nicht nur durch ihre eigene Geschichte, sondern auch durch die Gespräche und die Begegnungen mit anderen Frauen und durch den Austausch mit Experten. Zu der IBIS II Studie sagt sie: "Hätte ich von meinem Risiko gewusst, und würde ich die Teilnahme-Kriterien für diese Studie erfüllen, so würde ich heute sicher daran teilnehmen." Katharina Thalbach ist selbst zwar nicht betroffen, doch gemessen an der Häufigkeit dieses Erkrankung hält auch sie Vorbeugung für unumgänglich: "Aktive Brustkrebsprävention schützt Frauen, Töchter und Enkeltöchter schon heute."

Quelle: presseportal

Zum Seitenanfang
  

„Zweite Meinung“ ist kein Misstrauen - Brustkrebs: Gute Kliniken wünschen Urteil eines zweiten Arztes

Baierbrunn (ots) - 02.05.2005 - In 65 zertifizierten Brustzentren in Deutschland ermuntern Ärzte mittlerweile ihre Brustkrebs-Patientinnen, das zusätzliches Urteil eines Mediziners von außerhalb einzuholen. „Danach können Sie erkennen, dass die Ärzte nach Standard therapieren“, sagt Privatdozent Dr. Martin Görner, Leiter einer entsprechend zertifizierten Abteilung der Städtischen Kliniken Bielefeld im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Die Akzeptanz der „Zweiten Meinung“ ist nur eine von 173 Kriterien, die zertifizierte Brustzentren erfüllen müssen. Mit dieser Qualitätsoffensive möchten die beteiligten Ärzte erreichen, dass Deutschland in der Brustkrebstherapie internationales Niveau erreicht. Stirbt hier noch fast jede dritte Brustkrebspatientin (32 Prozent), so ist es etwa in den USA nur jede fünfte (20 Prozent) und in Schweden ein knappes Viertel (23 Prozent).

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Zum Seitenanfang
  

Erster Patientenratgeber "Brustkrebs" als Hörbuch

21.04.2005 - Brustkrebs. Die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland und eine schockierende Diagnose. Oft ist die Patientin mit den Informationen über Erkrankung und Behandlung überfordert, denn ein regelrechter Dschungel aus Fachbegriffen erwartet sie.

Die Patientenaufklärung geht nun neue Wege. Auf der 1. Offenen Krebskonferenz in Berlin wurde eine Neuheit im Bereich der Brustkrebsratgeber vorgestellt: "Das Hörbuch Brustkrebs ist eine echte Innovation und spricht die Patientinnen auf eine moderne und zeitgemäße Art und Weise an", so Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik in Tübingen. Weitere Autoren sind die Tübinger Experten PD Dr. Jens Huober und Dr. Sara Brucker.

"Wir möchten die Patientinnen umfassend über die Diagnose- und Therapieoptionen aufklären und Fragen beantworten, die uns im Klinikalltag häufig gestellt werden", so Wallwiener. Somit ist das Hörbuch eine Hilfe, die patientengerecht und umfassend aufklärt, von der Diagnose bis zur Nachsorge. Hintergrundinformationen über Symptome, Risikofaktoren, Brustkrebsstadien und die damit verbundenen Fachtermini werden erläutert. Ebenso werden verschiedene Möglichkeiten der Behandlung von der Operation, über die medikamentöse Therapie bis hin zu den Behandlungsoptionen von Skelettkomplikationen, die im fortgeschrittenen Stadium als Folgeerscheinung auftreten können, erklärt.

Die Tübinger Universitäts-Frauenklinik ist in Deutschland einer der Promotoren der Einführung von Brustzentren und hat das Qualitätssiegel der Deutschen Gesellschaft für Senologie und der Deutschen Krebsgesellschaft erhalten.

Dem inzwischen bundesweit gültigen Zertifizierungsmodell der beiden großen Fachgesellschaften liegt eine einheitliche, am europäischen Standard orientierte Leitlinie zugrunde, deren Einhaltung alljährlich durch erneute Begutachtung kontrolliert wird.

Aber nicht nur die medizinische Seite, sondern auch die emotionalen Aspekte und sozialen Reaktionen sind wichtige Kernpunkte im Umgang mit der Krankheit. Hierüber berichten Patientinnen wie beispielsweise Elisabeth Hantke, die seit vielen Jahren in der Selbsthilfegruppe Mamazone e.V. / PATH aktiv ist.

Unterstützt wird dieses Projekt von Victoria Voncampe, ehemalige TV-Moderatorin, die selbst vor acht Jahren mit der Diagnose "Brustkrebs" konfrontiert wurde. Auch sie möchte im Hörbuch betroffenen Frauen Mut machen und sie ermuntern, sich aktiv zu informieren.

Gemeinsam mit den Initiativen "Knochenstark bei Krebs" und "überLEBEN mit Brustkrebs" wird das Hörbuch herausgegeben.

Das Projekt wird freundlicherweise unterstützt vom Geschäftsbereich der Novartis Pharma, Nürnberg.. Brustkrebspatientinnen haben die Möglichkeit, es unter folgender Adresse zu bestellen: Initiative "überLEBEN mit Brustkrebs", Stichwort Hörbuch, Postfach, 60147 Frankfurt am Main. Oder im Internet unter www.ueberleben-mit-brustkrebs.de. Hier steht auch eine Hörprobe zum Download zur Verfügung.

Quelle: Universitätsklinikum Tübingen

Zum Seitenanfang
  

Schwangerschaftshormon schützt vor Brustkrebs

Philadelphia - 20.04.2005 - Ein Hormon, das während der Schwangerschaft gebildet wird, könnte helfen eine Brustkrebserkrankung zu verhindern. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Fox Chase Cancer Center http://www.fccc.edu gekommen. Die Wissenschafter haben nachgewiesen, dass dieser Schutz auf das Hormon hCG zurückzuführen ist, das während der Schwangerschaft in der Plazenta produziert wird. In der aktuellen Studie an Ratten wurde nachgewiesen, wie hCG die DNA der Brustzellen verändert und sie damit gegen kanzeröse Veränderungen widerstandsfähiger macht. Brustzellen erreichen ihre volle Reife erst mit einer bis zur Geburt bestehenden Schwangerschaft. Es war laut BBC bereits bekannt, dass eine Schwangerschaft im Alter von 20 Jahren das Brustkrebsrisiko halbiert.


Bild: photoCase

Die Untersuchungen bestätigten, dass der bestehende Schutz speziell mit dem Hormon hCG in Zusammenhang steht. Er konnte bei anderen weiblichen Hormonen nicht nachgewiesen werden. In Zukunft soll es möglich sein, Frauen ohne Kinder diesen Schutz ebenfalls zur Verfügung zu stellen. Das Team um Irma Russo verglich jungfräuliche Ratten, die täglich eine hCG-Injektion erhielten, mit Tieren, die mit Östrogen und Progesteron behandelt wurden sowie mit unbehandelten jungfräulichen und trächtigen Tieren. Nur die trächtigen Ratten und jene, die hCG-Injektionen erhalten hatten, verfügten über die permanenten genetischen Veränderungen, die gegen Brustkrebs schützen.

Leslie Bernstein von der University of California School of Medicine hat bereits untersucht, ob hCG-Injektionen das Brustkrebsrisiko von Frauen verringert. In den 90er Jahren gab es in Amerika einen Trend zur Integration von hCG-Injektionen in Programme zur Gewichtsreduzierung. Bernstein analysierte Daten von 744 Frauen mit Brustkrebs und von 744 gesunden Frauen. Die Teilnehmerinnen waren ungefähr gleich alt und gehörten der gleichen Ethnie an. Es zeigte sich allgemein eine sehr geringe Reduzierung des Brustkrebsrisikos durch die Injektionen. Bei Frauen, die nie ein Kind geboren hatten, konnte eine deutlich stärkere Risikoreduktion nachgewiesen werden. Bei stark übergewichtigen Frauen war dieser Schutz nicht nachweisbar.

Quelle: pressetext.austria

Zum Seitenanfang
  

Neues Verfahren zur Behandlung von Brustkrebs

London (pte/14.04.2005/09:15) - Wissenschafter des Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk haben ein neues Verfahren zur Behandlung von in der Familie liegenden Brustkrebserkrankungen entwickelt. Ein experimentelles Medikament bekämpft Tumore, die mit den beiden fehlerhaften Genen BRCA1 und BRCA2 in Zusammenhang stehen. Die Forscher gehen davon aus, dass dieser PARP-Inhibitor für gesunde Zellen weniger giftig ist als eine herkömmliche Chemotherapie. Die Ergebnisse der Studie wurden in Nature http://www.nature.com veröffentlicht.

Das Team um Alan Ashworth entwickelte ein Medikament, das direkt auf die Tumorzellen abzielt und keine Auswirkungen auf die normalen Zellen haben soll. Damit sollen die unerwünschten Nebenwirkungen einer Chemotherapie wie Übelkeit und Haarausfall vermieden werden. Brustkrebs tritt bei Frauen auf, die über Gendefekte bei BRCA1 oder BRCA2 verfügen, da die Tumorzellen einen spezifischen Mechanismus verloren haben, der die DNA repariert. PARP-Inhibitoren finden und zerstören alle Zellen, die diesen Reparaturmechanismus verloren haben. Laut Ashworth handelt es sich dabei um einen ganz neuen Behandlungsansatz, der sich ein spezielles Defizit von Krebszellen zu nutze macht.

Bisher wurde das Medikament laut BBC nur im Labor getestet. Weitere Sicherheitstests sollen im Juni beginnen. Sind diese Untersuchungen erfolgreich, sollen klinische Tests mit Patienten folgen. Ashworth hält es für denkbar, dass PARP-Inhibitoren auch für die Behandlung von anderen ähnlichen Brustkrebsformen eingesetzt werden können. Diese Erkrankungsformen sind für rund eine Fünftel aller Erkrankungen verantwortlich. Die in Zusammenarbeit mit KuDOS Pharmaceuticals durchgeführte Studie wurde durch Breakthrough Breast Cancer, Cancer Research UK, The Wellcome Trust und die Mary-Jean Mitchell Green Foundation finanziert.

Quelle: pressetext.austria
Zum Seitenanfang
  

Innovation auf der Krebskonferenz - erster Patientenratgeber "Brustkrebs" als Hörbuch


04.03.2005 - Frankfurt/Main (ots) - Brustkrebs. Die häufigste Krebserkrankung der Frau in Deutschland und eine schockierende Diagnose. Oft ist die Patientin mit den Informationen über Erkrankung und Behandlung überfordert, denn ein regelrechter Dschungel aus Fachbegriffen erwartet sie.


Bild: photoCase

Auf der 1. Offenen Krebskonferenz am 26./27. Februar in Berlin wurde nun eine Neuheit im Bereich der Brustkrebsaufklärung vorgestellt: "Das Hörbuch Brustkrebs ist eine echte Innovation und spricht die Patientinnen auf eine moderne und zeitgemäße Art und Weise an", so einer der Mitautoren Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, Ärztlicher Direktor der Universitäts-Frauenklinik, Tübingen. Weitere Autoren sind die Tübinger Experten PD Dr. Jens Huober und Dr. Sara Brucker. Gemeinsam mit den Initiativen "Knochenstark bei Krebs" und "überLEBEN mit Brustkrebs" wird das Hörbuch herausgegeben.

"Wir möchten die Patientinnen umfassend über die Diagnose- und Therapieoptionen aufklären und Fragen beantworten, die uns im Klinikalltag häufig gestellt werden", so Wallwiener. Somit ist das Hörbuch eine Hilfe, die patientengerecht aufklärt, von der Diagnose bis zur Nachsorge. Hintergrundinformationen über Symptome, Brustkrebsstadien und die damit verbundenen Fachtermini werden erläutert. Ebenso werden verschiedene Möglichkeiten der Behandlung von der Operation, über die medikamentöse Therapie bis hin zu Behandlungsoptionen von Skelettkomplikationen, eine mögliche Folgeerscheinung im fortgeschrittenen Stadium, erklärt.

Aber nicht nur die medizinische Seite, sondern auch die emotionalen Aspekte sind wichtige Kernpunkte im Umgang mit der Krankheit. Hierüber berichten Patientinnen wie beispielsweise Elisabeth Hantke, die seit vielen Jahren in der Selbsthilfegruppe Mamazone e.V./PATH aktiv ist.

Unterstützt wird dieses Projekt von Victoria Voncampe, ehemalige TV-Moderatorin, die selbst vor acht Jahren mit der Diagnose "Brustkrebs" konfrontiert wurde. Auch sie möchte im Hörbuch betroffenen Frauen Mut machen und sie ermuntern, sich aktiv zu informieren. Denn: Selbstbewusstsein wächst mit Wissen.

Das Hörbuch wird freundlicherweise von Novartis Oncology unterstützt. Brustkrebspatientinnen haben die Möglichkeit, es unter folgender Adresse zu bestellen:
Initiative "überLEBEN mit Brustkrebs"
Stichwort Hörbuch
Postfach
60147 Frankfurt am Main
oder im Internet unter www.ueberleben-mit-brustkrebs.de

Quelle: Initiative überLEBEN mit Brustkrebs

Zum Seitenanfang
  

Gut gemeint und schlecht gelungen: Viele Infobroschüren zur Brustkrebsfrüherkennung informieren nicht

Von Bettina Jahn

21.02.2005 -Seit Januar 2005 werden Frauen zwischen 50 und 69 Jahren in Deutschland zum kostenlosen Mammografie-Screening (Früherkennung von Brustkrebs) eingeladen. Die Aufklärung durch Ärzte oder Broschüren ist jedoch fast immer ungenügend, zeigte eine Studie am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung (MPIB) in Berlin. Nun ist eine Broschüre erschienen, die die Empfehlungen des Psychologen Prof. Dr. Gerd Gigerenzer berücksichtigt.

Teilnehmen oder nicht, diese Frage stellt sich nun allen Frauen über 50, die seit diesem Jahr regelmäßig zur Früherkennung eingeladen werden. Sie haben aber wenig Gelegenheit, sich vorher gründlich zu informieren, zeigt eine Studie von Dr. Stephanie Kurzenhäuser: Sie analysierte 27 Broschüren zum Thema Brustkrebsfrüherkennung und wertete aus, welche Informationen gegeben und welche zurückgehalten werden. Außerdem testete sie, wie Frauen die vorhandenen Aussagen verstehen. Ihre Arbeit ist Teil des Forschungsbereichs Adaptive Behavior and Cognition (ABC), der menschliche Rationalität und Entscheidungsfindung untersucht und von Prof. Dr. Gerd Gigerenzer geleitet wird. "Informationen über Nutzen und Risiken werden verzerrt dargestellt und wichtige Informationen verschwiegen, so werden Frauen teilweise absichtlich in die Irre geführt," fasst Gigerenzer die Ergebnisse der Studie zusammen. Nur wenige Broschüren nennen überhaupt konkrete Zahlen, und diese auch nur zum Nutzen und dann in einer Form, die Frauen zumeist missverstehen, nämlich in Form von Wahrscheinlichkeiten in Prozent. Zu möglichen Risiken fanden sich keine konkreten Angaben.

Irreführend war zum Beispiel folgende Aussage: Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken wird durch die Teilnahme am Mammografie-Screening um 25% verringert. Bedeutet dies, dass das Leben von 25% der untersuchten Frauen gerettet werden kann? Keineswegs, denn die 25% beziehen sich nicht auf alle Teilnehmerinnen am Screening, sondern nur auf die kleine Gruppe von Frauen, die tatsächlich an Brustkrebs erkrankt sind und sogar daran sterben. Um die Aussage anschaulich zu machen, empfiehlt Gigerenzer das Problem mit natürlichen Zahlen zu veranschaulichen, zum Beispiel so:
1000 Frauen nehmen an der Brustkrebsfrüherkennung teil. Ohne diese Untersuchung würden vier Frauen an Brustkrebs sterben. Mit Untersuchung sterben nur drei Frauen an Brustkrebs, das Risiko reduziert sich also um 25%. Bezogen auf die 1000 Frauen, die am Screening teilnehmen, wird also eine davon nicht an Brustkrebs sterben. Das absolute Risiko vermindert sich nicht um 25% sondern um 0,1%.
Nun könnte man argumentieren, dass die Rettung eines Menschenlebens unter 1000 Teilnehmerinnen doch ein genügender Grund für den Aufwand sei. Aber ob wirklich eine Frau gerettet wird, ist vollkommen unklar. In der Vergleichsgruppe einer groß angelegten Serie von Studien starben genau so viele Frauen in der Gruppe, die am Screening teilnahmen wie in der Kontrollgruppe, die nicht teilnahm. In der Screening-Gruppe starb zwar eine Frau weniger an Brustkrebs, dafür aber eine mehr an einer anderen Ursache. Woran gerade diese Frau starb, ist ungewiss. Vielleicht sogar im Verlauf der weiteren Behandlungen, die auf die Mammografie folgten?

Gigerenzer hat in vielen Studien untersucht, wie oft auch erfahrene Mediziner, Juristen und andere Experten bei der Interpretation von Zahlen zu falschen Ergebnissen kommen. Zahlenblindheit ist auch unter Experten weit verbreitet, teilweise mit fatalen Folgen. In seinem preisgekrönten Buch: "Das Einmaleins der Skepsis" (Berlin Verlag) führt er vor, wie diese Zahlenblindheit behoben werden kann, so dass selbst Menschen ohne statistische Vorbildung Risiken besser verstehen und Wahrscheinlichkeiten richtig deuten können.

Wenigstens eine der jetzt neu erschienenen Brustkrebsbroschüren hat die Empfehlungen von Gigerenzer nun umgesetzt und informiert Frauen sachlich und vollständig über Nutzen und Risiken der Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs. Die Medizinerin Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser, die als wissenschaftliche Beraterin die Broschüre mit konzipiert hat, ist mit Gigerenzers Arbeiten gut vertraut und hat dafür gesorgt, dass Frauen auch über das Risiko der falsch-positiven Diagnosen Bescheid wissen. Denn jede Frau muss letztlich selbst entscheiden, an welchen Maßnahmen sie teilnimmt, findet Gigerenzer: "Viele Menschen erwarten von Ärzten noch Anweisungen und sichere Informationen - aber von der Illusion sollten sie sich schnell verabschieden. Der mündige Patient kann auch mit Ungewissheiten umgehen - man muss die Informationen nur in verständlicher Form zur Verfügung stellen."

Quelle: Bettina Jahn / Max-Plack Institut für Bildungsforschung

Die empfehlenswerte Broschüre 'Brustkrebs Frühererkennung - Informationen zur Mammographie' ist hier erhältlich:
Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit
c/o Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.V.,
Fenskeweg 2
30165 Hannover



Download als pdf-Datei unter http://www.nationales-netzwerk-frauengesundheit.de
Kostenlose Exemplare bei den Betreuungsstellen der Gmünder Ersatzkasse, Adressen unter http://www.gek.de

Zum Seitenanfang
  

Verbesserter Test zur Erkennung von Blasenkrebs:
Proteintest liefert innerhalb einer Stunde ein Ergebnis


Houston (pte, 16. Feb 2005 14:15) - Wissenschafter des M.D. Anderson Cancer Center http://www.mdanderson.org haben einen schnelleren, billigeren und zuverlässigeren Test zur Erkennung von Blasenkrebs entwickelt. Der Test, der Ergebnisse innerhalb einer Stunde liefert, erkennt ein Protein im Urin, das auf das Vorhandensein eines Tumors hinweist. Derzeit werden Labortests zur Erkennung eingesetzt. Dabei stehen die Ergebnisse fallweise erst innerhalb von einigen Tagen zur Verfügung. Die Forscher erklärten gegenüber dem Journal of the American Medical Association, http://jama.ama-assn.org dass der neu entwickelte Test Menschenleben retten kann. Tests wurden laut BBC bisher mit 1.331 Personen durchgeführt.

Die Forscher luden Patienten zur Teilnahme an einer Testserie ein, die in Verdacht standen an Blasenkrebs erkrankt zu sein. Ausgegangen wurde dabei von Risikofaktoren wie Blut im Urin und Rauchen. Urinproben von allen Patienten wurden gesammelt. Die Hälfte der Proben wurde für Tests nach dem Protein NMP22 eingesetzt. Die restlichen Proben wurden für konventionelle zytologische Tests verwendet, die nach abnormen Zellen im Urin suchen. Zusätzlich wurde eine Blasenspiegelung durchgeführt. Es wird befürchtet, dass Blutungen und Entzündungen dazu führen können, dass bei diesem Verfahren Tumore verdeckt sein können und daher übersehen werden. Aus diesem Grund können weitere Tests erforderlich werden.

Die Kombination einer Blasenspiegelung mit den NMP22-Tests erkannte 93,7 Prozent der Erkrankungen. Im Vergleich mit 88,6 Prozent, die durch die Blasenspiegelung alleine diagnostiziert wurden. Wiederholte Blasenspiegelungen ermöglichten die Erkennung der restlichen Krebserkrankungen. Bei 79 Teilnehmern wurden Blasentumore festgestellt. Insgesamt stellte der NMP22-Test bei 44 Personen eine Krebserkrankung fest. Das entspricht 55 Prozent der Erkrankten. Der zytologische Test machte bei 12 der 76 Getesteten, 16 Prozent, eine Erkrankung erkennbar. Der leitende Wissenschafter Barton Grossman erklärte, dass der neue Test viele Leben retten könne. Er sprach sich für einen Einsatz in Kombination mit einer Blasenspiegelung aus. "Keines der Verfahren ist 100 Prozent sicher. Daher empfiehlt sich eine Kombination."

Quelle: pressetext.austria
Zum Seitenanfang
  

Innsbrucker Forscher: Bessere Chance bei Brustkrebsbehandlung:
Erfolg der Nachbehandlung vorhersehbar


Innsbruck (pte, 15. Feb 2005 16:02) - Wissenschaftlern der Medizinischen Universität Innsbruck http://www.i-med.ac.at ist es nun gelungen, mit Hilfe eines Bluttests den Erfolg der Nachbehandlung bei Brustkrebs vorauszusagen. Künftig könnten diese Erkenntnisse helfen, individuell regulierend in die Therapie einzugreifen und damit die Erfolgsaussichten zu erhöhen und die Lebensqualität betroffener Frauen deutlich zu verbessern, berichtet die Universität Innsbruck.

Konkret geht es um die Anwendung der so genannten "adjuvanten Therapie", die bei fast allen Patientinnen, die bereits operiert und teilweise auch bestrahlt worden sind, angewendet werden. Sie erhalten zusätzlich auch eine Chemo- oder antihormonelle Therapie für den Fall, dass Krebszellen über die Blut- oder Lymphbahnen die Brust bereits verlassen haben und auf dem Weg sind, Metastasen zu bilden. Der Effekt der so genannten "adjuvanten Therapie" konnte aber bisher nur im Nachhinein gemessen werden. Sobald nämlich Fernmetastasen aufgetreten sind, konnten die Mediziner feststellen, dass diese Therapie versagt hat.

Die Forscher Martin Widschwendter und Heidi Fiegl vom BrustGesundheitZentrum Tirol haben nun eine Veränderung der DNA in Tumorzellen gefunden, die in beinahe allen Brustkrebszellen vorkommt und daher als Marker verwendet werden kann. Eine DNA-Veränderung kann leicht im Blut nachgewiesen werden. Die Ergebnisse bei mehr als 230 untersuchten Frauen waren vielversprechend. Jene, bei denen diese Veränderung nachgewiesen werden konnte und die nach der Operation keine zusätzliche systemische Therapie bekommen haben, hatten eine sehr schlechte Prognose. Bei Patientinnen, die mindestens ein halbes Jahr Tamoxifen, eine antihormonelle Substanz, erhielten und in deren Blut die entsprechende Veränderung der DNA vor Beginn der Therapie nachweisbar war, während der Therapie aber verschwand, traten im weiteren Verlauf nie Fernmetastasen auf. Ein Großteil der Patientinnen allerdings, bei denen nach einem halben Jahr Behandlung mit Tamoxifen der Marker immer noch positiv war oder positiv geworden ist, erkrankte und verstarb an Tochtergeschwülsten.

Die Erkenntnisse geben Hoffnungen auf eine vollkommen neue Strategie, denn bei Patientinnen, deren Test während der Therapie positiv wurde oder blieb, muss zu diesem Zeitpunkt eine Umstellung der Therapie erfolgen. "Die bisherigen Ergebnisse sind zwar sehr vielversprechend, aber um wirklich von einem Durchbruch zu sprechen und an eine breite Anwendung zu denken, bedarf es entsprechender klinischer Studien", so Widschwendter. Über die Forschungsergebnisse berichten die Forscher in der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Cancer Research http://cancerres.aacrjournals.org .


Quelle: pressetext.austria

Zum Seitenanfang
  

Impfstoff gegen Blutkrebs erzielt gute Ergebnisse
Entscheidende Myelomzellen werden direkt angegriffen


Bethesda (pte, 07. Feb 2005 09:15) - Ein Impfstoff gegen Blutkrebs könnte schon bald Wirklichkeit werden. Wissenschafter des National Cancer Institute http://www.nci.nih.gov haben in den vergangenen vier Jahren Tests mit Patienten durchgeführt und viel versprechende Ergebnisse erzielt. Zum Einsatz kommt speziell behandeltes Material aus dem Krebs des Patienten, um das Immunsystem des Körpers dazu zu motivieren Myelomzellen zu erkennen und anzugreifen. Der Impfstoff kann problemlos gesunden Menschen verabreicht werden, die ihr Knochenmark für die Behandlung von Patienten mit der Kahler-Krankheit spenden. Der leitende Wissenschafter Michael Bishop erklärte, dass so bei einer konventionellen Knochenmarkstransplantation ein neues gesundes Immunsystem übertragen wird, das entsprechend reagieren kann.



Foto: pixelquelle.de

Ein Myelom entsteht aus Plasmazellen im Knochenmark, die Antikörper zur Bekämpfung von Infektionen bilden. Entwickelt eine einzelne Plasmazelle einen Defekt und vermehrt sich unkontrolliert, entstehen große Mengen einer einzelnen Art von Antikörpern. Auch mit einer Chemotherapie und einer Knochenmarksübertragung liegt die Lebenserwartung von Betroffenen derzeit bei nur zwei bis vier Jahren. Aus diesem Grund sind neue Behandlungsansätze dringend erforderlich. Eine Transplantation könne jedoch auch ein vergleichsweise willkürliches Vorgehen bedeuten. Verabreicht man den Impfstoff dem Spender, kann gezielt eine Immunität gegen Krebs aufgebaut werden. "Die transplantierten Knochenmarkszellen verfügen so über eine entsprechende "Erinnerung" und reagieren entsprechend."

Frühere Forschungen hatten laut BBC bereits gezeigt, dass die Verabreichung des Impfstoffes das Immunsystem der Patienten verbessert. Laut Bishop sei die umstrittene Idee der Impfung der gesunden Spender mit keinen Risiken verbunden. "Das Protein im Impfstoff basiert auf einem Nebenprodukt des Krebses. Es kann keine Erkrankung verursachen. Es bestehen keine anderen Risiken als bei jeder anderen Impfung." Der entscheidende Vorteil dieses Behandlungsansatzes bestehe darin, dass nur die Myelomzellen angegriffen würden und gesunde Zellen keinen Schaden nähmen. Es sei vorstellbar, dass auch andere vergleichbare Erkrankungen wie einzelne Lymphomformen ebenfalls mittels dieses Ansatzes behandelt werden können.

Quelle: pressetext.austria
Zum Seitenanfang
  

Zwei Stunden AKTE Spezial "Brustkrebs": Ulrich Meyer + Team unterstützen Krebsgesellschaft / Dramatische Steigerungsrate bei Neuerkrankungen

Sendung "Es ist mein Leben! - Gemeinsam handeln gegen Brustkrebs":
Donnerstag, 3. März 2005, 22.15 bis 0.15 Uhr

13.01.2005 - Brustkrebs - eine heimtückische Krankheit mit erschreckenden Steigerungsraten: 48.000 neue Fälle werden jährlich in Deutschland gemeldet. Betroffen sind auch immer mehr junge Frauen, darunter viele unter 30 Jahren. Jede dritte Brustkrebserkrankung führt zum Tod, wie die Zahlen der Arbeitsgemeinschaft "Bevölkerungsbezogener Krebsregister" belegen. "Es ist an der Zeit zu handeln!" erklärt Prof. Michael Bamberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Jetzt startet die Deutsche Krebsgesellschaft e.V., gemeinsam mit Sat.1, die bisher breiteste Informationsoffensive gegen Brustkrebs.


Quelle: German Adjuvant Breast Cancer Group GABG

Im Mittelpunkt eines Aktionstages am 3. März wird eine zweistündige Ausgabe des Magazins AKTE 05 stehen. In der Sendung schildern Frauen, in welches seelische Loch sie gefallen sind, als bei ihnen die Diagnose hieß: Brustkrebs. So, wie die Sängerinnen Anastacia und Ina Deter. Es treten Frauen auf, die dem Krebs mit großem persönlichen Einsatz die Stirn geboten haben, wie Hillary Clinton, die die erfolgreichste und größte Spendensammlerin in den USA für Aktionen gegen den Brustkrebs ist. Und Frauen erzählen von ihrer grenzenlosen Freude, den Krebs überwunden zu haben. Sie verschweigen aber auch nicht ihre Angst, nach der Amputation für Männer nicht mehr schön und begehrenswert zu sein. So, wie die attraktive Autorin und erfolgreiche Filmemacherin Andrea Sixt.

Mit dieser Sendung wollen die AKTE-Redaktion und die Deutsche Krebsgesellschaft gemeinsam die verschiedensten Möglichkeiten der Vorsorge und Früherkennung bekannter machen und das Leben mit der Krebserkrankung aus der Tabuzone holen. Die "Brustkrebsaktion 2005" umfasst eine Offene Krebskonferenz in Berlin (26./27. Februar 2005), zuvor regionale Veranstaltungen, die Auslobung eines Brustkrebs-Kommunikationspreises und den Aktionstag mit Sat.1 am 3. März 2005.

Ulrich Meyer, Produzent und Moderator von AKTE 05, engagiert sich persönlich für den Kampf gegen Brustkrebs: "Viel zu viele Menschen scheinen den Kopf noch immer in den Sand zu stecken: viele Frauen gehen nie zur Vorsorge - und die meisten Männer haben noch nie gehört, dass Brustkrebs auch sie betreffen kann. Aufklärung tut Not - deshalb nehmen wir uns mit der DoppelAKTE Zeit dafür." Als Gäste wird Ulrich Meyer in der Spezialsendung begrüßen: Prof. Michael Bamberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Andrea Sixt, Autorin der Bücher "Noch einmal lieben"/"Endlich geheilt" sowie Frauen und Männer, die das "Schicksal Brustkrebs" durchlebt haben. Weitere prominente Gäste sind angefragt, so Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit, Familie und Senioren, Pop-Sängerin Anastacia, die selbst an Brustkrebs erkrankt ist und nach erfolgreicher Therapie eine neue Karriere startet, dazu die Senatorin Hillary Clinton aus den USA.


Foto: pixelquelle.de

Die Themen des zweistündigen AKTE-Magazins beziehen sich vor allem auf drei Schwerpunkte:

1. "Vorsorge": Brustkrebs: Die Gefahr wächst gerade auch für junge Frauen. Die Angst vor dem Knoten: Wie untersuche ich meine Brust richtig, und was hilft bei der Früherkennung? Warum müssen deutsche Frauen besonders leiden? Nirgendwo im entwickelten Europa sterben mehr Frauen an Brustkrebs als in Deutschland. Wenn Ärzte nichts mehr "sehen": Aufgepumpt mit Silikon - und die Früherkennung ist zu vergessen.

2. "Kampf dem Krebs": Was kann die Wissenschaft? Neue Diagnose- und Therapieverfahren. Zertifizierte Brustzentren: Wo es für jede Behandlung einen eigenen Qualitätsstandard gibt. Die verschwiegene Gefahr: Warum auch Männer Brustkrebs bekommen können. Auf einmal war ich ganz allein: Patientenschicksale

3. "Der Weg zurück ins Leben": Der überstandene Krebs: Wie werde ich die Angst vor einem Rückfall wieder los? Nach dem großen Eingriff: Die Entscheidung für eine neue Brust. Stunde Null: Erstmals wieder "Liebe machen".

Quelle: SAT1

Zum Seitenanfang
  

Europäische EPIC-Studie: Obst und Gemüse schützen nicht vor Brustkrebs

12.01.2005 - Der Verzehr von Obst und Gemüse senkt nicht das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Dies zeigen neue Ergebnisse der europaweiten EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), an der Dr. Petra Lahmann und Prof. Dr. Heiner Boeing, beide Epidemiologen am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke beteiligt sind (JAMA, van Gils et al., Vol. 293, p.183-193, 12.1.05). Untersucht wurde sowohl der Verzehr von Obst und Gemüse (Blattgemüse, Fruchtgemüse, Wurzelgemüse, Kohl, Pilze und Zwiebeln/Knoblauch) als auch der von Frucht- und Gemüsesäften. "Wir können aber nicht ausschließen, dass bestimmte - in dieser Studie nicht untersuchte - Obst- und Gemüsesorten trotzdem einen schützenden Effekt haben", so die Schlussfolgerung der Experten.


Foto: pixelquelle.de

In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss des Obst- und Gemüseverzehrs auf das Brustkrebsrisiko bei 285.526 Frauen zwischen 25 und 70 Jahren aus acht von zehn beteiligten europäischen Ländern prospektiv untersucht. Dazu wurden Daten aus Ernährungserhebungen der Jahre 1992-1998 mit dem Auftreten von Brustkrebs bis zum Jahr 2002 ausgewertet. Bis dahin waren 3659 Brustkrebsfälle diagnostiziert worden. Die untersuchten Aufnahmekategorien reichten bei Gemüse von bis zu 110 g/Tag bis über 245 g/Tag und bei Obst von bis zu 115 g/Tag bis über 370 g/Tag. In Deutschland verzehren Frauen im Durchschnitt etwa 200 g Gemüse und 190 g Obst pro Tag (Erhebung des Robert-Koch-Instituts). Die länderspezifischen EPIC-Analysen, einschließlich der deutschen, zeigten gleiche Ergebnisse.

Die Evidenz für einen krebssenkenden Effekt von Obst und Gemüse bei Brustkrebs wurde schon 2003 aufgrund der damaligen Datenlage von einem IARC-Expertengremium als unzureichend bewertet. Dennoch schloss das Expertengremium die Möglichkeit eines leichten risikosenkenden Effekts für diese Krebsform durch Obst- und Gemüse nicht aus. Mit der Analyse der Daten der EPIC-Studie hat sich diese Hoffnung jedoch nicht erfüllt.

EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)- Studie: eine prospektive, 1992 begonnene Studie, die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs und anderen chronischen Erkrankungen aufdeckt. 23 administrative Zentren in zehn europäischen Ländern mit 519.000 Studienteilnehmern sind an der Studie beteiligt. Die EPIC-Studie wird von Dr. Elio Riboli (International Agency on Research of Cancer (IARC), Lyon, Frankreich) koordiniert. Die Potsdamer EPIC-Studie wird von Prof. Dr. Heiner Boeing, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), geleitet.

Prospektive Studien: Prospektive (Längsschnitt-)Studien beginnen mit einer Stichprobe aus der Bevölkerung, erfassen Risikofaktoren und beobachten danach langfristig die in dieser Gruppe auftretenden Krankheiten. Dadurch können Aussagen über den Einfluss von Faktoren und deren Präventionspotential auf das Krankheitsrisiko getroffen werden.
3123 Zeichen (mit Leerzeichen)

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft.


Quelle: DIfE

Zum Seitenanfang
  

Krebsrisiko steigt mit Blutzucker

12.01.2005 - Hoher Blutzuckerspiegel und Diabetes gehen mit einem höheren Krebsrisiko einher. Das hat eine südkoreanisch-amerikanische Forschergruppe im Rahmen einer Langzeitstudie mit rund 1,3 Millionen Personen ermittelt. Ihre Resultate präsentieren sie im "Journal of the American Medical Association".


Foto: pixelquelle.de

"Frühere Untersuchungen hatten zwar vermuten lassen, dass Diabetes und erhöhte Glukosespiegel das Krebsrisiko erhöhen", erläutert Jonathan Samet von der Johns Hopkins University in Baltimore, "die Beweislage war jedoch nicht eindeutig und viele der Studien waren relativ klein." Die neuen Befunde sprächen dagegen eine klare Sprache - zumindest, was die koreanische Bevölkerung betreffe.

Die Mediziner verfolgten den Werdegang von etwa 830.000 Männern und 470.000 Frauen im Alter von 30 bis 95 Jahren, die bei einer südkoreanischen Versicherungsgesellschaft krankenversichert waren und in den 90er-Jahren an Kontrolluntersuchungen teilgenommen hatten. In den zehn Jahren nach den Untersuchungen starben etwa 26.500 Personen an Krebs. Männer mit einem Nüchtern-Blutzuckerspiegel über 140 Milligramm pro Deziliter waren 29 Prozent häufiger betroffen als Geschlechtsgenossen mit Werten unter 90 Milligramm pro Deziliter. Bei Frauen betrug der Unterschied 23 Prozent. Eine mögliche Ursache sehen Samet und Kollegen in erhöhten Spiegeln des auch als Wachstumshormon fungierenden Insulins.

"In der koreanischen Bevölkerung ist der Anteil der Krebsfälle, der auf erhöhte Nüchtern-Glukosespiegel zurückzuführen ist, relativ gering", kommentieren Kathleen Cooney und Stephen Gruber von der University of Michigan, Ann Arbor, die Resultate. Ein Grund dafür sei, dass Übergewicht und Diabetes in Südkorea sehr viel seltener seien als beispielsweise in den Vereinigten Staaten. "Indem Diabetes in modernen Gesellschaften zu einer ernsten Bedrohung für die öffentliche Gesundheit heranwächst, gilt es daher, auch die künftigen Krebsrisiken zu erkennen."


Forschung: Sun Ha Jee, Department of Epidemiology and Health Promotion, Graduate School of Public Health, Yonsei University, Seoul, Südkorea; Jonathan M. Samet, Department of Epidemiology, School of Public Health, Johns Hopkins University, Baltimore; und andere

Veröffentlicht in JAMA, Vol. 293(2), 12. Januar 2005, pp 194-202

Quelle: Scienceticker

Zum Seitenanfang
  

Revolutionäres Verfahren zur Brustkrebs-Früherkennung

  Hamburg (ots) 14.12.2004 - Ein neues Verfahren revolutioniert die Früherkennung von Brustkrebs: Erstmals kommt in Deutschland jetzt eine digitale Analysetechnik zum Einsatz, die ein zuverlässigeres Ergebnis bietet und die Strahlenbelastung für die Frauen deutlich reduziert, wie die Zeitschrift VITAL in ihrer neuen Ausgabe berichtet. Bei dem "Digitalen Vollfeld Mammographie-System" werden Röntgenstrahlen in elektrische Signale umgewandelt. "Wie bei einer Digitalkamera lassen sich die Bilder sofort nach der Aufnahme am Bildschirm beurteilen", sagt Dr. Maria Schofer, Radiologin am
Röntgenzentrum Hamburg.

Ein intelligentes Computerprogramm unterstützt den Arzt bei seiner Diagnose, denn auffällige Stellen werden automatisch markiert. Befunde könnten so "wesentlich sicherer erhoben werden",
sagt Schofer. Zudem sei die Methode deutlich schonender für die Patientinnen. "Die Strahlenbelastung kann gegenüber der herkömmlichen Mammographie um bis zu 40 Prozent reduziert werden",
erläutert die Radiologin. Wegen der guten Bildqualität müssten zudem meist keine Neu- oder Zusatzaufnahmen gemacht werden.

Nach der Untersuchung wird der Patientin das Ergebnis sofort am Monitor erläutert. "Das entschärft in vielen Fällen den enormen psychischen Druck, der für die Frauen durch die Diagnose-Ungewissheit ausgelöst wird", sagt Schofer. Die Kosten für das neue Verfahren werden von den Privatkassen erstattet. Gesetzlich Versicherte müssen wie auch beim herkömmlichen Verfahren (ca. 70 Euro) die ca. 130 Euro für die digitale Mammographie selbst zahlen.

Wo das neue Mammographie-Verfahren durchgeführt wird, erfahren Interessierte beim Röntgenzentrum Hamburg (Schäferkampsallee 5-7, 20357 Hamburg, Tel. 040-41477053, www.roentgenzentrum-hamburg.de ).


Quelle: Vital 
  
Zum Seitenanfang
  


Studie untersucht medikamentöse Prävention von Brustkrebs

23.11.2004 - Weltweit startete im Januar 2003 die International Breast Cancer Intervention Study zur Brustkrebs-Prophylaxe mit Anastrozol (IBIS II Programm). Die Studie untersucht in zwei komplementären Studienarmen den präventiven Effekt von Anastrozol (Arimidex(R)) bezüglich der Entwicklung von Brustkrebs. Heute gibt die German Adjuvant Breast Cancer Group (GABG), die in Deutschland die Studie durchführt, ihre ersten Erfahrungen bekannt.

Inhalt und Ziel der Studie  

Die Studie erforscht den präventiven Effekt des Wirkstoffes Anastrozol (Arimidex(R)) auf die Entwicklung von Brustkrebs. Anastrozol gehört zur Gruppe der sogenannten Aromatasehemmer - Wirkstoffen, die die Bildung von Östrogen verhindern, wodurch Brustkrebszellen an ihrer Entstehung bzw. ihrem Wachstum gehindert werden. Bei bereits an Brustkrebs erkrankten Frauen wurde in Studien herausgefunden, dass Anastrozol wirksamer und besser verträglich als der Wirkstoff Tamoxifen war, der bisher als Goldstandard in der Therapie eingesetzt wurde. Im IBIS-II-Programm soll nun untersucht werden, wie effektiv Anastrozol auch zur Brustkrebsprävention ist und ob es bei der Vorbeugung ebenfalls verträglicher ist als Tamoxifen.

Zielgruppe der Studie

Zielgruppe der Studie sind gesunde Frauen nach den Wechseljahren mit unauffälligem Mammographiebefund, die aber Risikofaktoren für die Entwicklung eines Mammakarzinoms aufweisen. Zur Risikoabschätzung wurde ein Test mit sieben Fragen entwickelt, der unter www.brustkrebsvorbeugen.de im Internet abrufbar ist. Zu den Riskofaktoren gehören an Brustkrebs erkrankte Familienmitglieder, Kinderlosigkeit, eine frühe erste oder späte letzte Periodenblutung, bestimmte gutartige oder "Vorläufer"-Brusterkrankungen sowie eine erhöhte Gewebedichte der Brust bei der Mammographie.

Was tun bei erhöhtem Risiko?

Wenn eine Frau bei diesem Test ein deutliches erhöhtes Risiko aufweist, sollte sie mit ihrem Frauenarzt darüber sprechen. Der Frauenarzt kann Interessentinnen auch an eines der Studienzentren in Deutschland vermitteln, wo die Frauen am IBIS II-Programm teilnehmen können. Alle Frauen, die sich zu einer Teilnahme entschließen, erhalten dabei eine äußerst intensive Betreuung, die medizinische Versorgung ist besonders umfassend und engmaschig und wird von einem spezialisierten Ärzteteam überwacht.

www.brustkrebsvorbeugen.de

Krebsinformationsdienst (KID), Deutsches Krebsforschungszentrum
Brustkrebstelefon: 06221 - 42 43 43, werktags von 8-12 Uhr
  

Zum Seitenanfang

Krebsgefahr durch importierte Steinkohlenbriketts
Billig-Briketts aus Belgien weisen hohe Schadstoffkonzentrationen auf

22.11 2004 - Aus dem benachbarten Belgien importierte Steinkohlenbriketts weisen zum Teil gefährlich hohe Konzentrationen von Schadstoffen auf, die nach deutschem Recht verboten sind. Das geht aus einem unabhängigen Prüfbericht hervor, den die Rheinbraun Brennstoff GmbH, Köln, in Auftrag gegeben hat.

Die von einem akkreditierten Prüflabor untersuchten Proben wiesen insbesondere stark erhöhte Konzentrationen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) auf. Bei den untersuchten Brikettkohlen lag der Wert für das krebserregende Benzo(a)pyren bei 1.000 mg/kg - und damit weit über allen zulässigen Grenzwerten. Auch alle anderen PAKs lagen weit darüber - so zum Beispiel das ebenfalls kanzerogene Fluoranthen mit 1.760 mg/kg. Zudem wurde das verbotene Teerpech als Bindemittel identifiziert.

Bei der Rheinbraun Brennstoff GmbH betrachtet man die Ergebnisse mit Sorge. "Leider", so Karlheinz Jansen, Geschäftführer der  SJ Brikett- und Extrazitfabriken in Hückelhoven, "fehlt uns jede rechtliche Handhabe, um dagegen vorzugehen. Die Importeure machen sich eine Gesetzeslücke zunutze, nach der die Briketts in Deutschland zwar verkauft, nicht aber als Brennstoff eingesetzt werden dürfen." Insbesondere in Nordrhein-Westfalen und im Großraum Berlin werden sie zurzeit verstärkt angeboten. Ahnungslose Verbraucher, die die vermeintlich günstige Ware erwerben, verstoßen aber gegen bestehende Vorschriften, wenn sie sie auch als Heizmaterial nutzen. Darüber hinaus setzen sie sich einer akuten Gesundheitsgefahr aus.

In einer Vergleichsprobe von Anthrazit-Briketts der rheinischen SJ Brikett- und Extrazitfabriken lagen die Benzo(a)pyren-Werte bei weniger als 0,5 mg/kg. Auch alle übrigen PAKs blieben unter 1 mg/kg. Für die SJ-Briketts wird zudem ausschließlich Bitumen als zulässiges Bindemittel eingesetzt. Die Nussbriketts aus dem Rheinland sind an den Prägungen "S" und "J" zu erkennen. Sie sind hervorragend für den Dauerbrand geeignet und zeichnen sich durch einen besonders niedrigen Aschegehalt sowie geringe Schwefelwerte aus.

Quelle: www.heizprofi.com
Zum Seitenanfang

ASCO Experten-Kommission empfiehlt Anti-Aromatase-Wirkstoffe für die adjuvante Brustkrebs-Therapie

22.11.2004 - Die Amerikanische Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO) empfiehlt den Einsatz von Anti-Aromatase-Wirkstoffen in der adjuvanten Therapie für postmenopausale Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs. Mit dieser Empfehlung tragen die US-Experten den Ergebnissen dreier großer randomisierter Studien Rechnung, in denen Anti-Aromatase-Wirkstoffe das Risiko eines Rezidivs im Vergleich zu Tamoxifen (IES-Studie/ATAC) bzw. Plazebo (MA.17) signifikant gesenkt haben. Der Original-Bericht ist online abrufbar und wird in der Januar-Ausgabe des Journal of Clinical Oncology publiziert.(1)

Anti-Aromatase-Wirkstoffe erzielen eine "konsistente Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens", so Eric P. Winer, Mitautor der ASCO-Guidelines 2004 in der offiziellen ASCO-Pressemitteilung. "Anti-Aromatase-Wirkstoffe können die Östrogenproduktion blockieren und reduzieren so den Östrogenspiegel um mehr als 90 Prozent", sagt Winer. Damit kann dem Krebswachstum wirksam begegnet werden, denn 70-80% der Mammakarzinome werden durch Östrogene im Wachstum stimuliert, weil sie Hormonrezeptoren aufweisen.

Die ASCO-Kommission empfiehlt den praktischen Einsatz der Anti-Aromatase-Wirkstoffe in der adjuvanten Therapie des postmenopausalen Mammakarzinoms entweder als initiale Therapie oder nach 2 bis 3 bzw. 5 Jahren Tamoxifen. Dabei soll jeweils die Substanz zum Einsatz kommen, die im jeweiligen Setting die beste Datenlage zeigt. Danach ist Anastrozol als Firstline-Therapie statt des bisherigen Standards Tamoxifen dann angezeigt, wenn ein erhöhtes Risiko für Thromboembolien oder Veränderungen des Endometriums vorliegt.(2)

Für die Sequenztherapie besteht laut ASCO-Panel die beste Datenlage für den steroidalen Aromatase-Inaktivator Exemestan. Die Daten, die für den frühen Switch nach zwei bis drei Jahren Tamoxifen auf Exemestan sprechen, basieren auf der IES-Studie(3): Hier konnte eine signifikante Reduktion des kombinierten Rezidiv- und Sterberisikos um 32% und eine signifikante Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens um 4,7% gezeigt werden. Auch das Risiko für Fernmetastasierung (34%) sowie das Risiko eines kontralateralen Mammakarzinoms (56%) wurde signifikant gesenkt.

Der Vorteil einer frühen adjuvanten Sequenztherapie: Sie nutzt zunächst das bewährte Tamoxifen, "switched" aber rechtzeitig mit Exemestan auf einen neuen Wirkmechanismus, um eine Resistenz gegen Tamoxifen zu unterbinden.

Für die dritte Therapieoption, Einnahme eines Anti-Aromatase-Wirkstoffs nach fünf Jahren Tamoxifen, hat die MA.17-Studie(4) mit Letrozol gute Ergebnisse hinsichtlich der Verlängerung des Gesamtüberlebens bei nodal positiven Patientinnen gezeigt.

Der Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, Klaus Diedrich, Lübeck, rechnet mit einer Verbesserung der Brustkrebstherapie auch in Deutschland: "Die ASCO bezieht sich auf die vorliegende Evidenz. Ich gehe davon aus, dass diese Empfehlungen jetzt auch bei uns in die therapeutische Praxis übernommen werden. Damit steht uns ein erweitertes therapeutisches Spektrum für eine individuellere Behandlung unserer Patientinnen zur Verfügung."

Geringeres Osteoporose- und Fraktur-Risiko mit Exemestan?

Der ausdrückliche Hinweis der ASCO auf Erhöhung des Osteoporose- und Frakturrisikos durch Anti-Aromatase-Wirkstoffe bezieht sich auf Ergebnisse der ATAC-Studie(2), in der der nicht-steroidale Anti-Aromatase-Wirkstoff Anastrozol im Vergleich zu Tamoxifen eine signifikante Zunahme der Frakturrate verursachte (auf 5,9% vs. 3,7% nach 33 Monaten; bzw. auf 7,1% vs. 4,4% nach 47 Monaten). Auch unter Letrozol, ebenfalls ein nicht-steroidaler Anti-Aromatase-Wirkstoff, wurden vermehrt Osteoporosen beobachtet. Das ASCO-Panel spricht hier einerseits von einem möglichen Klasseneffekt, weist aber auch auf die für Exemestan günstigere Datenlage hin: Der Bericht erwähnt ausdrücklich verschiedene Studien, die zeigen konnten, dass der steroidale Anti-Aromatase-Wirkstoff Exemestan einen günstigeren Einfluss auf den Knochenstoffwechsel hat als die nicht-steroidalen Substanzen Anastrozol und Letrozol.

So konnte Per E. Lønning(5), Bergen, in einer Studie zeigen, dass keine Brustkrebs-Patientin mit initial normaler Knochendichte nach zweijähriger Exemestan-Therapie im follow-up eine Osteoporose entwickelte. Auch die Frakturrate blieb unter Exemestan auf Plazebo-Niveau.

In seiner Zusammenfassung kommt das ASCO-Panel zu dem Schluss, dass es nun keine Frage mehr sei, dass die Anti-Aromatase-Wirkstoffe eine wichtige Rolle in der adjuvanten Behandlung von postmenopausalen Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs spielen. Das Expertengremium ist davon überzeugt, dass die optimale adjuvante endokrine Therapie einen Anti-Aromatase-Wirkstoff beinhalten sollte - entweder initial oder in der Sequenztherapie nach 2-3 bzw nach 5-jähriger Tamoxifenbehandlung. Einige noch offene Fragen werden in den nächsten Jahren durch weitere Studiendaten geklärt.  


     (1) Winer EP, Hudis C, Burstein HJ et al. American Society of
Clinical Oncology Technology Assessment on the Use of Aromatase
Inhibitors as Adjuvant Therapy for Postmenopausal Women with Hormone
Receptor-Positive Breast Cancer: Status Report 2004, J Clin Concol,
Jan. 20, 2005 (vorab online publiziert auf www.JCO.org ).

    (2) Baum M, et al: Anastrozole Alone or in Combination With
Tamoxifen Versus Tamoxifen Alone for Adjuvant Treatment of
Postmenopausal Women With Early Breast Cancer. First Results of the
ATAC Randomized Trial. Lancet 359, 2131-2139 (2002).

    (3) Coombes Ch, Hall E, Gibson LJ et al: A Randomized Trial of
Exemestane after Two to Three Years of Tamoxifen Therapy in
Postmenopausal Women with Primary Breast Cancer. New England Journal
of Medicine 2004;350(11):1081-1092.

    (4) Goss PE, Ingle JN, Martino S, et al.: A randomized trial of
letrozole in postmenopausal women after five years of tamoxifen
therapy for early-stage breast cancer. N Engl J Med 349 (19):
1793-802, 2003.

    (5) Lønning PE, Geisler J, Krag LE, et al: Effect of exemestane
on bone: A randomized placebo controlled study in postmenopausal
women with early breast cancer at low risk. Proc Am Soc Clin Oncol
2004;23:Abstr 518
Zum Seitenanfang

Aromatasehemmer lösen Goldstandard Tamoxifen ab

17.11.04 - Die American Scociety of Clinical Oncology (ASCO) empfiehlt, Aromatasehemmer wie z.B. Anastrozol (Arimidex(R)) in der adjuvanten Therapie des frühen Mammakarzinoms bei postmenopausalen Frauen einzusetzen, um das Rezidivrisiko zu reduzieren. Damit ist ein Paradigmenwechsel in der hormonellen Brustkrebstherapie vollzogen: Aromatasehemmer lösen den seit Jahrzehnten geltenden Goldstandard Tamoxifen ab.

Aromatasehemmer bieten deutliche Vorteile Das so genannte Technology Assessment Panel der ASCO kam überein, dass eine auf 5 Jahre angelegte Tamoxifen Behandlung nicht mehr die optimale adjuvante Therapie des Mammakarzinoms ist und empfiehlt, einen Aromatasehemmer initial oder nach Tamoxifen einzusetzen. Auch Frauen, die ihre Therapie bereits mit Tamoxifen begonnen haben, ist ein Wechsel zu einem Aromatasehemmer anzuraten. Professor Howell, Christie Hospital, Manchester dazu: "Es freut mich, dass die ASCO die Möglichkeit eines Therapiewechsels von Tamoxifen zu einem Aromatasehemmer befürwortet, um die Chancen für die Patientin zu erhöhen, krankheitsfrei zu bleiben. Aber da das Risiko eines Rückfalls in den ersten 5 Jahren am höchsten ist, sollte mit der effektivsten Therapie so früh wie möglich begonnen werden."

Die ASCO weist darauf hin, dass nicht bekannt ist, ob Aromatasehemmer gegeneinander austauschbar sind. Deshalb empfiehlt sie den Einsatz  des Wirkstoffs, der am besten für individuelle Gegebenheiten bei einer Patientin untersucht ist. Der einzige Wirkstoff, für den Daten in der Adjuvans als initiale Therapie vorliegen, ist Anastrozol, das im Rahmen der "Evidence Based"-Medizin bevorzugt für dieses Setting eingesetzt werden sollte.

Überzeugende Daten

Die Befürwortung von Anastrozol durch das ASCO-Panel in seinem Assessment "Der Einsatz von Aromatasehemmern in der Adjuvans" basiert auf den überzeugenden Daten der ATAC ('Arimidex', Tamoxifen, Alone or in Combination)-Studie. Das Rezidivrisiko ist in den ersten 5 Jahren nach der Operation am größten und aktuelle Daten belegen, dass Anastrozol dieses Risiko im Vergleich zu Tamoxifen reduziert. Darüber hinaus treten drei lebensbedrohliche Nebenwirkungen - Endometriumkarzinome, Thrombosen und Schlaganfälle - signifikant seltener auf. "Obwohl vielen Ärzten die Vorteile von Anastrozol seit langem bekannt sind, geben ihnen neue Richtlinien wie die der ASCO mehr Sicherheit, wenn sie es verschreiben. Dies ist ein Meilenstein in der Behandlung des frühen Mammakarzinoms. Denn nun profitieren mehr Frauen vom Schutz vor Rezidiven und von der besseren Verträglichkeit, die Anastrozol bietet", so Professor Howell weiter. Für die Zukunft erwartet die ASCO weitere Studienergebnisse, um vor allem gesicherte Aussagen über langfristige Nebenwirkungen zu treffen und die endgültigen Empfehlungen für den adjuvanten Einsatz von Aromatasehemmern entsprechend zu untermauern.

Längeres krankheitsfreies Überleben

Es gibt heute kaum noch Zweifel, dass Aromatasehemmer eine wichtige Rolle in der adjuvanten Therapie postmenopausaler Frauen mit hormonrezeptorpositivem frühen Mammakarzinom spielen. Studienergebnisse zeigen, dass es klare und konsistente Vorteile im krankheitsfreien Überleben gegenüber Tamoxifen gibt. Diese Unterschiede führen in langfristigen Follow-ups häufig auch zu Fortschritten im Gesamtüberleben.

Empfehlungen des ASCO Technology Assessment Panels im Überblick:

   -    Auf der Grundlage der Ergebnisse einer Vielzahl großer
        randomisierter Studien sollte die adjuvante Therapie des
        hormonrezeptorpositiven Mammakarzinoms bei postmenopausalen
        Frauen einen Aromatasehemmer beinhalten, um das Rezidivrisiko
        zu verringern. Weder der optimale Zeitpunkt noch die Dauer  
        einer Aromatasehemmer-Therapie sind bisher festgelegt.
   -    Aromatasehemmer sind für die initiale Behandlung von Frauen
        geeignet, bei denen Tamoxifen kontraindiziert ist. Für alle  
        anderen postmenopausalen Frauen gelten folgende  
        Therapieoptionen: 5 Jahre Aromatasehemmer-Therapie oder  
        sequentielle Therapie mit 2-3  bzw. 5 Jahren Tamoxifen  
        gefolgt von einem Aromatasehemmer für 2-3 bzw. bis maximal 5
        Jahre.
   -    Patientinnen, die Aromatasehemmer nicht vertragen, sollten
        Tamoxifen erhalten.
   -    Es liegen keine Daten für die Gabe von Tamoxifen nach einem
        Aromatasehemmer im adjuvanten Setting vor.
   -    Frauen mit einem hormonrezeptornegativen Mammakarzinom
        sollten keine adjuvante endokrine Therapie erhalten.
   -    Ob andere Biomarker wie Progesteron-Rezeptoren und
        HER2-Status zur Bestimmung einer optimalen endokrinen
        Therapie eine Rolle spielen, bleibt umstritten.
   -    Aromatasehemmer sind bei prämenopausalen Frauen
        kontraindiziert; es liegen dazu nur wenige Daten bei Frauen
        mit einer Therapie-induzierten Amenorrhoe vor.
   -    Die Nebenwirkungsprofile für Tamoxifen und Aromatasehemmer  
        sind unterschiedlich. Die Spätfolgen einer
        Aromatasehemmer-Therapie einschließlich Osteoporose sind  
        wenig untersucht.

Trotz der noch offenen Fragen ist bereits jetzt ein
Paradigmenwechsel in der hormonellen Brustkrebstherapie vollzogen:
Aromatasehemmer lösen den seit Jahrzehnten geltenden Goldstandard
Tamoxifen ab.

Quelle: AstraZeneca   , Publicis-Vital-PR

Zum Seitenanfang

Weltneuheit "Jenaer Harnblase" hilft Blasenkrebspatienten

15.11.04 - Urologen der Universität Jena präsentieren neuartiges Operationsverfahren zur Behandlung von Blasentumoren

Urologen des Jenaer Universitätsklinikums haben ein neuartiges Operationsverfahren zur Behandlung von Tumoren der Harnblase entwickelt. Die weltweit einzigartige "Jenaer Harnblase" präsentierten die Thüringer Mediziner aktuell am Universitätsklinikum Jena auf dem diesjährigen Symposium zu Harnblasenkarzinomen.


Weltneuheit "Jenaer Harnblase" hilft Blasenkrebspatienten
Jörg Schubert, Direktor der Klinik für Urologie des Uniklinikums Jena,
bei einer Operation mit der neuen Methode 'Jenaer Harnblase'.
Foto: Schröder/Uniklinikum Jena


Als einen "klinischen Durchbruch in der Therapie von Blasenkrebspatienten" bezeichnet Prof. Dr. Jörg Schubert, Direktor der Jenaer Universitätsklinik für Urologie, die in seinem Hause entwickelte Innovation. Durch den Einsatz der "Jenaer Harnblase" genannten Methode kann erstmals Patienten mit Harnblasenkrebs auch nach der erfolgreichen Operation die Potenz erhalten werden. Zudem ist das neue OP-Verfahren bisher als einziges dazu geeignet, den Betroffenen trotz operativer Entfernung der Blase weitgehend die Kontrolle über die Harnentleerung auf natürlichem Wege zu erhalten. Dafür erhalten die Jenaer bei der Operation Teile der Prostata und verbinden diese mit einer aus einer Darmschlinge geformten Ersatzblase.

Die radikale Entfernung der Harnblase (Zystektomie) verspricht als einzige Methode Heilung bei tief in die Blasenwand eingedrungenen und aggressiven Tumoren. Die Heilungsprognosen bei dieser Operation sind sehr gut. Dennoch ist der schwere 5-stündige Eingriff für die Patienten psychisch sehr belastend, da die Blasenentfernung auch mit wesentlichen Veränderungen der Sexualität und damit auch der Partnerschaften der betroffenen Männer verbunden ist.

"Die bisher gebräuchlichen Kunstblasen und Blasenersatzlösungen sind für die Harnblasenkrebspatienten mit ganz erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität verbunden - 94 % der betroffenen Männer waren nach der Operation impotent, fast jeder zweite litt unter Inkontinenz, und jeder zehnte an Problemen wie Einengungen der künstlichen Harnwege, die Folgeoperationen notwendig machten", erklärt Professor Jörg Schubert. Durch den teilweisen Erhalt der Prostata werden bei der neuen Methode auch die für die männliche Potenz unverzichtbaren Penisnervenstränge erhalten. "Gleichzeitig können wir so die Verbindung zur Harnröhre und dem Harnschließmuskel sichern und so die mögliche Inkontinenz verhindern", sagt Schubert weiter. Durch die Verknüpfung der Ersatzblase mit der Prostata kann zudem der bei den gebräuchlichen OP-Methoden entstehenden Verengungen an der Verbindungsstelle zwischen Harnöhre und Kunstblase vorgebeugt werden.

Möglich wurde die "Jenaer Harnblase" genannte Konstruktion aus Teilen der Prostata und einer Ersatzblase erst durch die Verknüpfung verschiedener gefäßschonender Operationstechniken, die den gewöhnlich bei Prostataeingriffen sehr hohen Blutverlust minimieren und die OP-Zeit verkürzen. "Wir brauchen für diese Eingriffe eine Stunde weniger als früher und können ganz auf den Einsatz von Bluttransfusionen verzichten", erläutert Operateur Prof. Schubert. Mit dem neuen Verfahren könne die für die Patienten in der derzeit üblichen Form sehr belastende Operation jetzt einem größeren Kreis Betroffener als bisher angeboten werden.

Blasenkrebs, der als zweithäufigste urologische Tumorart nach dem Prostatakrebs gilt, tritt vor allem bei Männern nach dem 60. Lebensjahr auf. Jährlich erkranken circa 15.000 Menschen an einer bösartigen Geschwulst der Harnblase. Bei fortgeschrittenem Stadium ist die radikale Entfernung der Blase und Einsatz eines Blasenersatzes die einzige Therapiemöglichkeit. Die Folge für die Betroffenen ist ein Leben mit dem Verlust der Kontrolle über das Wasserlassen, künstlichen Harnableitungen und Impotenz.

Diesen gravierenden Einschnitt in die Lebensqualität wollen die Jenaer Urologen mit dem neuen Verfahren künftig verhindern. Seit einem halben Jahr wird die Methode in der Klinik für Urologie des Uniklinikums eingesetzt. "Die Ergebnisse sind erfreulich - die Patienten mit einer "Jenaer Harnblase" haben keinerlei Potenzstörungen und keine Probleme mit der Inkontinenz", berichtet Prof. Schubert.

Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zum Seitenanfang

Neue Brustkrebstherapie: Erweiterte adjuvante Anti-Hormon-Behandlung mit Letrozol erhält Zulassung in den USA

Nürnberg (ots) 04.11.2004  - Der Aromatasehemmer Letrozol ist in den USA von der Food and Drug Administration (FDA) in einem beschleunigten Verfahren als erste erweiterte adjuvante (postoperative) Anti-Hormon-Therapie bei Brustkrebs zugelassen worden. Die Zulassung für den neuen Therapieansatz basiert auf den Ergebnissen einer unabhängigen internationalen Studie (MA-17) mit über 5.100 Brustkrebspatientinnen.

Die MA-17 Studie hatte gezeigt, dass sich das Rückfallrisiko von Brustkrebspatientinnen mit dem Aromatasehemmer Letrozol im Vergleich zu Placebo um nahezu die Hälfte reduziert. Das Auftreten von
Fernmetastasen (Tochtergeschwüren) wurde um 40 Prozent vermindert. Für Patientinnen, bei denen der Krebs zum Zeitpunkt der Diagnose bereits auf die Lymphknoten übergegriffen hatte (nodalpositiv), ergab sich darüber hinaus erstmalig ein Überlebensvorteil: Die Sterberate der Patientinnen verringerte sich unter der erweiterten adjuvanten Letrozoltherapie um 39 Prozent.

Bereits erste Zwischenergebnisse der Studie im Herbst 2003 waren in der Wirkstoffgruppe so überzeugend, dass die Einnahme von Placebo ethisch nicht länger vertretbar gewesen wäre. Den Patientinnen wurde deshalb ein Wechsel auf den Wirkstoff Letrozol angeboten. Neben den
USA ist Letrozol für die erweiterte adjuvante Therapie in der Schweiz, Rumänien und Großbritannien zugelassen. In der EU ist die Zulassung beantragt.

Der Ausdruck erweitert adjuvant bezieht sich auf den Zeitraum im Anschluss an eine  adjuvante (postoperative) Standardbehandlung mit dem Antiöstrogen Tamoxifen. Länger als fünf Jahre ist eine
Tamoxifentherapie nicht empfohlen, denn wird das Medikament über diese Dauer hinaus angewandt, übersteigen die mit einer Weiterbehandlung verbundenen Risiken die Vorteile der Behandlung.
Doch auch nach fünf Jahren besteht für Brustkrebspatientinnen ein hohes Rückfallrisiko. Über 50% der Rückfallerkrankungen treten erst nach fünf Jahren auf. Mit der erweiterten adjuvanten
Anti-Hormon-Behandlung mit Letrozol ist erstmals eine Therapie verfügbar, die dieses Risiko effektiv reduziert.

Welche Patientin ist für eine Anti-Hormon-Therapie geeignet? Grundvoraussetzung für eine Anti-Hormon-Therapie ist die eingestellte Funktion der Eierstöcke, wie z. B. nach den Wechseljahren
(Postmenopause) sowie der Nachweis von so genannten "Hormonrezeptoren" am Tumor. Etwa 70 bis 80 Prozent der Brusttumore weisen diese "Empfänger" für weibliche Sexualhormone auf. Vor allem
das Östrogen kann das Wachstum rezeptorpositiver Tumoren ungünstig beschleunigen. Antiöstrogene verhindern durch eine Blockade am Hormonrezeptor, dass körpereigenes Östrogen an den Tumor bindet. So entzieht es ihm den wichtigsten Wachstumsfaktor. Aromatasehemmer hingegen verhindern von vornherein die Produktion von körpereigenem Östrogen.

Quelle: Novartis Pharma GmbH

Zum Seitenanfang

Brustkrebs: Risiko Übergewicht - Lebensführung hat großen Einfluss auf Krebsentstehung

02.11.2004 - Übergewicht erhöht das Risiko für Brustkrebs ungewöhnlich stark. Normalerweise müssen von tausend Frauen heute statistisch gesehen 27 damit rechnen, Brustkrebs zu bekommen. „Zwanzig Kilo Übergewicht lässt pro tausend Frauen 45 mehr erkranken“, sagt Dr. Manfred Steiner, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Auch Alkohol ist an der Krebsentstehung beteiligt: „Zwei alkoholische Drinks am Tag führen immerhin bei 27 Frauen mehr zum Brustkrebs“, so Steiner, der mit diesen Zahlen auch die Angst von Frauen mit Wechseljahresbeschwerden vor einer Hormontherapie relativiert. Eine jüngst veröffentlichte und heftig diskutierte Studie der amerikanischen Women´s Health Initiative (WHI) hatte nachgewiesen, dass von 1000 Frauen unter Hormontherapie zehn mehr als üblich mit Brustkrebs rechnen müssen. Wenn bei besonders starken Beschwerden Hormone trotzdem noch verordnet werden, sollte die Behandlung auf jeden Fall von einer gesunden Lebensführung begleitet sein.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Zum Seitenanfang

Blasenkrebs am Urin-Geruch identifizierbar?

04.10.2004 - (NAM) Hunde können am Urin-Geruch eines Menschen erkennen, ob dieser an Blasenkrebs leidet. Das ergab eine Studie, die jetzt im British Medical Journal erschienen ist, einer der renommiertesten medizinischen Fachzeitschriften weltweit. Allerdings gelang es den Tieren trotz eines intensiven Trainingsprogramms nur, weniger als die Hälfte der Tumorpatienten zu entdecken. Dennoch scheint nicht ausgeschlossen, dass aus diesen ersten Tests ein völlig neuartiges Untersuchungsverfahren für Blasenkrebs entwickelt werden kann.

Der hervorragende Geruchssinn von Hunden ist hinlänglich bekannt und wird beispielsweise in der Drogenkontrolle bereits sehr erfolgreich genutzt. Solide Tumore produzieren meist spezifische Stoffwechselprodukte, die einen charakteristischen Geruch haben können. So gab es in der Vergangenheit vereinzelte Berichte, wonach die Tiere durch permanentes Schnüffeln auf die Bösartigkeit von Leberflecken aufmerksam gemacht hatten. US-amerikanische Mediziner haben sich daher gefragt, ob Hunde in der Lage sind, Blasenkrebs zu erriechen.

Carolyn Willis vom Amersham Hospital und ihre Kollegen trainierten die Tiere zunächst darauf, Urinproben von Patienten mit Blasenkrebs von dem gesunder Probanden zu unterscheiden. Sechs Hunde verschiedenen Alters und verschiedener Rassen wurden sieben Monate lang durch Spezialisten von Hearing Dogs for the Deaf ausgebildet. Im anschließenden Experiment durchlief jedes Tier neun gesonderte Tests, in welchen den Vierbeinern eine Reihe von sieben Urinproben gezeigt wurde. Eine davon stammte von einem Tumorpatienten. Die Hunde wurden angewiesen, sich neben diese Probe zu legen. Die Tiere identifizierten sie in 22 von 54 Fällen richtig. Dieses Resultat liegt mit 41 Prozent deutlich über der Zufallsrate von 14 Prozent.

Willis erklärte, dass die Erfolgsrate der Hunde derzeit zwar statistisch signifikant aber nicht ausreichend für den diagnostischen Einsatz sei. Zusätzlich wäre die Methode in dieser Form einfach unpraktisch. "Lassen sich jedoch die chemischen Muster identifizieren, die die Hunde entdecken, können wir auf ein entsprechendes Verfahren zur Diagnose von Blasenkrebs hinarbeiten."

Während des Experiments identifizierten die Hunde im Übrigen eine der Kontrollproben immer wieder. Der als gesund eingestufte Patient wurde erneut untersucht – es stellte sich heraus, dass er unter einem Nierentumor litt. AG

Quelle: BMJ (2004)

Zum Seitenanfang

Auch Männer können Brustkrebs bekommen - Forscher erwarten steigende Zahlen

30.09.2004 - Brustkrebs ist keineswegs ausschließlich eine Gefahr für Frauen. Auch Männer erkranken daran. Zwar ist ihre Zahl in Deutschland mit etwa 400 Fällen im Jahr nicht sehr groß – bei Frauen sind es zirka 43.000. Da Männer die Frauenkrankheit aber nicht wahrhaben wollen, sind ihre Überlebenschancen besonders gering, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Vermutlich nimmt Brustkrebs bei Männern in Zukunft sogar zu. US-Forscher beobachten bereits eine ansteigende Zahl. Eine Ursache dafür könnte die zunehmende Fettleibigkeit sein: Fettzellen produzieren Östrogene. Das sind Hormone, die bei der Entstehung von Brustkrebs eine Rolle spielen.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

Zum Seitenanfang

Hunde können Blasenkrebs riechen

28.09.2004 - Hunde können Personen mit Blasenkrebs am Geruch ihres Urins erkennen. Das haben britische Medizinerinnen ermittelt. Die Studie liefere die ersten Belege dafür, dass die empfindliche Hundenase auf Tumoren zurückgehende, flüchtige Substanzen wahrnehmen könne, schreiben die Forscherinnen im "British Medical Journal".

Bereits vor 15 Jahren hatten britische Mediziner über einen Hund berichtet, der besonderes Interesse für eine Hautläsion zeigte, die sich nachträglich als bösartiger Krebs entpuppte. Seitdem habe es zahlreiche weitere Berichte über die "diagnostischen" Fähigkeiten der Hundenase gegeben, schreiben Carolyn Willis vom Amersham Hospital und ihre Kolleginnen. Möglicherweise produzierten Tumoren charakteristische flüchtige Substanzen.

Zur Klärung dieser Frage führten die Forscherinnen ein siebenmonatiges Trainingsprogramm mit sechs Hunden verschiedener Rassen durch. Dabei konfrontierten sie die Tiere mit Urin von Patienten mit einem Karzinom der Harnblase, von Patienten mit anderen urologischen Erkrankungen und von gesunden Männern und Frauen - letztere in unterschiedlichen Phasen des Menstruationszyklus. In einem abschließenden Test mussten die Tiere unter sieben Urinproben diejenige eines Blasenkrebs-Patienten herausfinden. Dabei erzielten sie eine Trefferquote von 41 Prozent - bei reinen Zufallstreffern hätte die Quote rund 14 Prozent (ein Siebtel) betragen.

Durch penible Versuchsplanung suchten Willis und Kolleginnen, eine Verzerrung ihrer Resultate auszuschließen. "In dieser Hinsicht kann die Studie kaum kritisiert werden", kommentiert Tim Cole vom University College London. Besonders beeindruckt zeigt er sich vom Fall einer Kontrollperson, die von allen Tieren als Krebspatient identifiziert wurde. Erst eine neuerliche Untersuchung zeigte, dass die Person tatsächlich an Nierenkrebs litt.


Forschung: Carolyn M. Willis, Susannah M. Church und Anthea H. Bransbury, Department of Dermatology, Amersham Hospital; und andere

Veröffentlicht in British Medical Journal, Vol. 329, 25. September 2004, pp 712-4 und 715

Quelle: Scienceticker

Zum Seitenanfang

Brustkrebsmonat Oktober: Kostenlose Informationen und Expertenberatung zum Thema "Knochenmetastasen bei Brustkrebs"

27.09.2004 - Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober ist beim Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg an zwei Tagen eine telefonische Hotline zum Thema "Knochenmetastasen bei Brustkrebs" geschaltet. Betroffene und Interessierte können sich hier in gewohnt verständlicher Art wissenschaftlich fundierte und aktuelle Informationen über dieses wichtige Thema einholen.

Die kostenlose Hotline des KID ist am 12. und 14. Oktober in der Zeit von 11.00 bis 17.00 Uhr unter der Nummer 0800-118 41 22 erreichbar. Ergänzend hierzu besteht an einem "Expertentag" die
Möglichkeit, sich unter der gleichen Telefonnummer von Fachleuten medizinisch beraten zu lassen. Am 13. Oktober stehen PD Dr. med. Andreas H. A. Kurth (von 11.00-14.00 Uhr) und Prof. Dr. med. Ingo J.
Diel (von 14.00-17.00 Uhr) für Fragen rund um das Thema zur Verfügung. Kurth ist leitender Oberarzt der Orthopädischen Universitätsklinik, Stiftung Friedrichsheim in Frankfurt/Main. Diel ist Gynäko-Onkologe am Centrum für Ganzheitliche Gynäkologie in Mannheim.


Knochenmetastasen bei Brustkrebs - eine häufig auftretende Komplikation

Brustkrebs steht mit jährlich etwa 48.000 Neuerkrankungen deutschlandweit an der Spitze der häufigsten Krebsarten bei Frauen. Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf bilden sich insbesondere im
Skelett Tochtergeschwülste des Tumors (Metastasen). Starke Schmerzen bis hin zu Knochenbrüchen können die Folge sein. Um dies zu verhindern, stehen heute verschiedene effektive Therapiemöglichkeiten zur Verfügung. Diese Möglichkeiten sollten alle betroffenen Frauen kennen, bevor sie einer Behandlung zustimmen.

ots Originaltext: Hoffmann-La Roche AG

Zum Seitenanfang


Brustkrebs-Früherkennung / Neuer Selbsttest ermittelt persönliches Brustkerbs-Risiko


Quelle: German Adjuvant Breast Cancer Group GABG

Ein neuer Selbsttest ermittelt das persönliche Brustkrebs-Risiko. Im Rahmen der Kampagne "Brustkrebs Vorbeugen!" entwickelte ein Kreis erfahrener Frauenärzte sieben Fragen, die Frauen Aufschluss über ihr individuelles Brustkrebs-Risiko geben. Diese können im Internet unter www.brustkrebsvorbeugen.de oder beim Infodienst des Deutschen Krebsforschungszentrum (Tel: 06221-424343) abgerufen werden. Frauen, die bei diesem Test ein deutlich erhöhtes Risiko aufweisen, sollten mit ihrem Frauenarzt darüber sprechen.

18.08.2004 - Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen in den westlichen Ländern. Jede zehnte Frau ist hierzulande von dieser Diagnose betroffen. Wird Brustkrebs früh erkannt, kann er jedoch in den meisten Fällen geheilt werden. Ein neuer Test hilft, das persönliche Risiko einzuschätzen. Im Rahmen der bundesweiten Kampagne "Brustkrebs Vorbeugen!" entwickelte ein Kreis erfahrener Frauenärzte sieben zentrale Fragen. Diese können im Internet unter www.brustkrebsvorbeugen.de oder beim Infodienst des Deutschen Krebsforschungszentrum (06221-424343) abgerufen werden. Zu den Risikofaktoren gehören z.B. Familienmitglieder, die an Brustkrebs erkrankten, Kinderlosigkeit,
eine frühe erste oder späte letzte Periodenblutung, bestimmte gutartige Veränderungen oder "Vorläufer"-Brusterkrankungen sowie eine erhöhte Gewebedichte der Brust bei der Mammographie. Wenn eine Frau bei diesem Test ein deutlich erhöhtes Risiko aufweist, sollte sie mit ihrem Frauenarzt darüber sprechen, der entscheidet, ob weitere Maßnahmen nötig sind. Einen ganz neuen Ansatzpunkt in der Vorsorge von Brustkrebs für Frauen mit erhöhtem Risiko bietet die Möglichkeit, sich an einer internationalen Präventionsstudie zu beteiligen. Hier soll herausgefunden werden, ob die Entstehung von Brustkrebs medikamentös verhindert werden kann. Die Studie IBIS II erforscht den präventiven Effekt des Wirkstoffes Anastrozol auf die Entwicklung von Brustkrebs. Anastrozol gehört zur Gruppe der so genannten Aromatasehemmer - Wirkstoffen, die die Bildung von Östrogen verhindern, wodurch Brustkrebszellen an ihrer Entstehung bzw. ihrem Wachstum gehindert werden. Teilnehmen können Frauen nach den Wechseljahren, die einen unauffälligen Mammographie-Befund haben, aber Risikofaktoren aufweisen. Alle Frauen, die sich zu einer Teilnahme entschließen,
erhalten eine äußerst intensive Betreuung. Die medizinische Versorgung ist besonders umfassend und engmaschig. Eine Betreuung, die im Rahmen einer klassischen Brustkrebs-Vorsorge kaum geleistet
werden kann. Namhafte Wissenschaftler unterstützen die Kampagne, die von der Deutschen Krebsgesellschaft für ihr hohes wissenschaftliches Niveau mit einem Gütesiegel ausgezeichnet wurde. Auch Selbsthilfegruppen wie "Frauenselbsthilfe nach Krebs" möchten Frauen dazu motivieren, sich
mit ihrem persönlichen Risiko auseinander zu setzen. Prominente Frauen wie Julie Engelbrecht, Holde Heuer, Bruni Löbel und Lena Valeitis engagieren sich ebenfalls für "Brustkrebs Vorbeugen!". Studienleitung:
GABG e.V. (German Adjuvant Breast Cancer Group)
GBG Forschungs GmbH
Schleussnerstr. 42, 63263 Neu-Isenburg
Tel: 06102-7987423, Fax: 06102-7987440 www.brustkrebsvorbeugen.de Krebsinformationsdienst (KID), Deutsches Krebsforschungszentrum
Brustkrebstelefon: 06221 - 42 43 43, werktags von 8-12 Uhr

ots Originaltext: German Adjuvant Breast Cancer Group GABG

Zum Seitenanfang

Hormone in der Sojabohne - „Phytoöstrogene“ wirksam gegen Brustkrebs und Wechseljahresbeschwerden?

Baierbrunn (ots) – 28.07.04 - In Ländern, deren Menschen ihr Leben lang Sojabohnen-Produkte essen, gibt es weniger Knochenschwund, Brustkrebs und Wechseljahresbeschwerden. Verantwortlich dafür könnten „Phytoöstrogene“ sein, hormonähnliche Substanzen der Sojabohne, sagt der Frauenarzt und Autor mehrerer Fachbücher über pflanzliche Hormone, Dr. med. Bernd Kleine-Gunk im Interview mit dem Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Nachgewiesen wurde die Wirkung durch Beobachtung von Asiatinnen, die in westliche Länder umzogen. Ihr Risiko für Brustkrebs und Herz-Kreislauferkrankungen steigt, wenn sie sich nicht mehr traditionell asiatisch ernähren. Bisher ist es schwierig, eine Ernährungsempfehlung zur Vorbeugung zu geben, obwohl Wissenschaftler 40 Milligramm Soja-Phytoöstrogene täglich für sinnvoll halten. Unter westlichen Lebensbedingungen erreicht jemand diese nur, wenn er entsprechende Fertigpräparate als Arzneimittel einnimmt.

Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 7/2004 B liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Zum Seitenanfang

Neue Daten für Brustkrebspatientinnen: Früher Einsatz des Anti-Aromatase-Wirkstoffs Exemestan ist gut für Heilung und Knochen

New Orleans (ots) – 23.07.04 - Frühzeitige Umstellung auf Exemestan kann die Heilungsrate erhöhen und bestätigt die positiven Erwartungen im Hinblick auf die Knochen.
  
Der Anti-Aromatase-Wirkstoff Exemestan, der bei Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs nach der Menopause eingesetzt wird, führt nicht zu einem erhöhten Osteoporoserisiko. So das Ergebnis einer aktuellen Studie, die der norwegische Wissenschaftler Per E. Lonning Anfang Juni auf dem weltgrößten Krebskongress ASCO in New Orleans vorstellte. Bereits im März wurde bekannt, dass Frauen mit Brustkrebs nach der Menopause einen deutlichen Behandlungsvorteil haben, wenn ihr Arzt sie nach zwei oder drei Jahren von Tamoxifen auf Exemestan umstellt.
  
Aromatasehemmer sind wirksame Arzneimittel gegen Brustkrebs. Allerdings haben sie auch ernst zu nehmende Nebenwirkungen: In bisherigen Untersuchungen zeigte sich, dass die Behandlung meist mit einer Abnahme der Knochendichte bis hin zu einer erheblichen Zunahme von Knochenbrüchen einher ging. Dies gilt allerdings nicht für den Anti-Aromatase-Wirkstoff Exemestan: Wie Prof. Per E. Lonning jetzt herausfand, löst die Behandlung mit Exemestan bei brustkrebskranken Frauen mit normalem Knochenstatus keine Osteoporose aus und führt nicht zu vermehrten Knochenbrüchen. Gleichzeitig wirkt Exemestan zuverlässig gut gegen den Brustkrebs.(1) Zur Einordnung dieses positiven Ergebnisses betonte Lønning: "Die guten Daten zur Knochendichte empfehlen Exemestan gegenüber anderen Aromatasehemmern, die bei frühem Einsatz in Studien eher zum Anstieg des Osteoporoserisikos bis hin zu Knochenbrüchen geführt haben.(2)
  
Bessere Heilungschancen durch frühe Umstellung
  
Die neuen Daten ergänzen das gute Wirkungsspektrum des Anti-Aromatase-Wirkstoffs von Pfizer Oncology. Auf dem Europäischen Krebskongress (EBCC) in Hamburg wurden kürzlich bereits die positiven Zwischenergebnisse der großen internationalen Exemestan Studie (IES 031) veröffentlicht. Danach haben Frauen nach einer primären Brustkrebserkrankung eine vielfach höhere Chance, dass der Krebs nicht wieder ausbricht, wenn ihr Arzt die Folgebehandlung nach zwei oder drei Jahren von Tamoxifen auf Exemestan umstellt. Außerdem sinkt die Gefahr, dass die andere Brust betroffen wird, um über 50 Prozent. Auch das Risiko, dass Metastasen im Körper auftreten, wird durch Exemestan deutlich verringert. In ihrer Abschlussbewertung empfehlen die Studienleiter deshalb eingehend zu überprüfen, ob die betroffenen Frauen, wie bisher üblich, fünf Jahre lang mit dem Standardmedikament Tamoxifen behandelt werden, oder ob sie nicht statt dessen nach zwei oder drei Jahren auf Exemestan umgestellt werden sollten.(3)
  

Ermutigende Ergebnisse für Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs
  
Auch bei Frauen mit fortgeschrittener Brustkrebserkrankung zeigt sich Exemestan überlegen im Vergleich zu Tamoxifen. In der Endauswertung der EORTC Studie (European Organization for Research and Treatment of Cancer) mit 371 Brustkrebspatientinnen im metastasierten Stadium, die Prof. Robert Paeridans auf dem ASCO-Kongress vorstellte, zeigte sich, dass Exemestan nicht nur wesentlich besser verträglich war als das Vergleichsmedikament Tamoxifen, sondern auch die krankheitsfreie Überlebenszeit um vier Monate bedeutend verlängerte. Auf die Behandlung mit Exemestan sprachen außerdem deutlich mehr Patientinnen an als auf Tamoxifen.(4)
  

Brustkrebs braucht ein individuell passendes Behandlungskonzept

  
Statistisch gesehen erkrankt jede zehnte Frau an Brustkrebs. Diese Zahlen sind alarmierend. Um so wichtiger ist es, dass die heute verfügbaren Behandlungsoptionen eingehend geprüft und miteinander verglichen werden, damit die Ärzte für jede betroffene Frau das individuell passende und optimale Behandlungskonzept entwickeln können. Anti-Aromatase-Wirkstoffe sind geeignet für Frauen, die nach der Menopause an Brustkrebs erkranken. Nach den aktuellen Daten kann Exemestan wirkungsvoll eingesetzt werden bei Frauen mit primärem Brustkrebs nach der Operation und zwei bis drei Jahren Anschlussbehandlung mit Tamoxifen sowie bei Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs.
            
ots Originaltext: Pfizer Oncology


Zum Seitenanfang


Fahrradfahren reduziert das Brustkrebsrisiko erheblich /
Gene nur selten verantwortlich für eine Erkrankung


14.06.2004 - Radfahren schützt vor Brustkrebs - besser als Joggen oder Schwimmen. Mehr als drei Stunden pro Woche senken das Risiko um 34 Prozent. Das meldet die Zeitschrift FÜR SIE
(EVT: 15. Juni) und bezieht sich dabei auf eine Studie des Krebsforschungszentrums Heidelberg.
Auch die Ansicht vieler Ärzte, dass Vererbung eine große Rolle spielt, ist offenbar falsch: Nur bei
fünf Prozent der Erkrankungen spielen die Gene mit, so das Ergebnis der Studie.
  
Neues gibt es auch in punkto Behandlungsmethoden. Sie sind heute wesentlich sanfter und wirksamer. Und die Erfahrung zeigt: Je besser die Frauen selbst darüber Bescheid wissen, umso größer die
Heilungschance. Prof. Dr. Diethelm Wallwiener, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Brustkrankheiten) und Direktor der Uni-Frauenklinik Tübingen, bringt sie in FÜR SIE auf den aktuellen Stand der Medizin.
  
Einer der wichtigsten Therapie-Fortschritte: die operative Beschränkung auf den so genannten Wächterlymphknoten, in dem zuerst gestreute Tumorzellen festgestellt werden. So lässt sich der Eingriff auf ein Minimum reduzieren. "Erkundigen Sie sich, ob die Klinik Erfahrung damit hat" rät Wallwiener. Zudem kritisiert der Experte: "In Deutschland existieren noch viel zu wenig Brustzentren, in denen sich Gynäkologen, Radiologen, Pathologen und andere Spezialisten gemeinsam um die Patientin kümmern. Doch nur ein Netzwerk kann sie optimal betreuen."
     
ots Originaltext: FÜR SIE
Zum Seitenanfang

Brustkrebs bei Männern wird häufiger

25.05.2004 - Brustkrebs tritt bei Männern relativ selten auf. Seine Häufigkeit hat in den letzten Jahrzehnten jedoch deutlich zugenommen, haben amerikanische Mediziner ermittelt. Zudem wird der Krebs bei Männern erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt, wenn er bereits auf benachbarte Gewebe übergegriffen und Tochtergeschwüre gebildet hat.

"Es grenzt schon fast an Ironie, dass die Tumoren bei Männern leichter zu ertasten sind, die Krankheit bei ihnen jedoch sehr viel später entdeckt wird als bei Frauen", so Sharon Giordano von der University of Texas in Houston. Möglicherweise bemerkten einige der betroffenen Männer die Veränderungen der Brust bereits relativ früh, sähen darin jedoch eine gutartige Gynäkomastie.

Giordano und ihre Kollegen werteten Daten eines US-Krebsregisters aus, das für die Jahre 1973 bis 1998 rund 2.500 Fälle von Brustkrebs bei Männern und über 380.000 Fälle von Brustkrebs bei Frauen erfasst hatte. Wie die Forscher im Fachblatt "Cancer" berichten, ist die Rate der Neuerkrankungen, die Inzidenz, in diesem Zeitraum von 0,86 auf 1,08 Fälle pro 100.000 Männer gestiegen. Auch die Häufigkeit von Brustkrebs bei Frauen hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen.

Neben diesen Ähnlichkeiten gibt es klare Unterschiede, berichten die Mediziner. Männer sind zum Zeitpunkt der Diagnose im Schnitt 67 Jahre alt und damit fünf Jahre älter als weibliche Patientinnen. Der Krebs ist bei ihnen häufig schon aus seinem Ursprungsgewebe, meist die Wandung der Brustdrüsengänge, ausgebrochen und hat auch die Lymphknoten der Achseln befallen. Zudem trügen die entarteten Zellen bei Männern häufiger als bei Frauen Rezeptoren für das Hormon Östrogen. Daher könne eine Behandlung mit den entsprechenden Hemmstoffen vielleicht von Nutzen sein.

Forschung: Sharon H. Giordano, Department of Breast Medical Oncology, M.D. Anderson Cancer Center, University of Texas, Houston; und andere

Online-Veröffentlichung Cancer, 24. Mai 2004, DOI 10.1002/cncr.20312

Quelle: Scienceticker

Zum Seitenanfang


Übergewicht erhöht Brustkrebsrisiko nach der Menopause 13.05.2004 - Der Einfluss des Körpergewichts auf die Entstehung von Brustkrebs ist schon seit einiger Zeit bekannt. Bisher war jedoch unklar, inwieweit die abdominale Köperfettverteilung das Risiko dieser Krebserkrankung beeinflußt und welche Rolle Hormontherapie-Präparate dabei spielen.

Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam Rehbrücke (DIfE) haben jetzt im Rahmen der europaweiten EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie herausgefunden, dass Übergewicht an sich das Risiko für Brustkrebs nach der Menopause erhöht. Dabei spielt die abdominale Verteilung des Körperfetts jedoch keine Rolle.

Übergewicht erhöht das Risiko einer Brustkrebserkrankung bei Frauen nach der Menopause, während die abdominale Verteilung des Körperfetts keinen Risikofaktor darstellt. Dies zeigen epidemiologische Daten der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition), die Dr. Petra Lahmann, Epidemiologin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) Potsdam-Rehbrücke, und Co-Autoren jetzt veröffentlichten (Int. J. of Cancer, online publication). "Übergewicht ist einer der wenigen beeinflussbaren Risikofaktoren und spielt eine wichtige Rolle bei der Prävention und Prognose von Brustkrebs ", so die Schlussfolgerung.
In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss von Übergewicht an sich und die Rolle der abdominalen Körperfettverteilung (Taillenumfang oder Taille/Hüft-Ratio) auf das Brustkrebsrisiko unter besonderer Berücksichtigung der Einnahme von Hormontherapie-Präparaten eingeschätzt. Dazu wurden 73 542 prämenopausale und 103 344 postmenopausale Frauen aus neun europäischen Ländern untersucht und deren Daten zu Körpergröße, Körpergewicht, Body Mass Index (BMI, kg/m2; ein Maß für Körpermasse), sowie Taillen- und Hüftumfang erhoben. Die Datenanalyse basierte auf einer etwa 5-jährigen Nachbeobachtungszeit und 1879 neuen Brustkrebsfällen. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass das postmenopausale Brustkrebsrisiko nicht nur durch den Grad des Übergewichts bestimmt, sondern auch durch die Hormontherapie verändert wird. Unter den Frauen, die keine Hormonpräparate einnahmen, wiesen die Übergewichtigen (BMI > 25) gegenüber den Normalgewichten (BMI < 25) ein um 30% erhöhtes Risiko auf. Frauen, die Hormonpräparate einnahmen, hatten unabhängig von ihrer Körpermasse schon ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Hiervon waren aber insbesondere die schlanken Frauen betroffen. Unter Berücksichtigung des Gesamtkörperfetts, war die abdominale Köperfettverteilung nicht mit einer Erhöhung des postmenopausalen Brustkrebsrisikos verbunden. Die Mechanismen für die Zusammenhänge zwischen Adipositas und Brustkrebs sind noch nicht eindeutig geklärt und werden weiterhin, auch am DIfE, erforscht. EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)- Studie: eine prospektive, 1992 begonnene Studie, die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs und anderen chronischen Erkrankungen aufdeckt. 23 administrative Zentren in zehn europäischen Ländern mit 519.000 Studienteilnehmern sind an der Studie beteiligt. Die EPIC-Studie wird von Dr. Elio Riboli (International Agency on Research of Cancer, Lyon, Frankreich) koordiniert. Die Potsdamer EPIC-Studie wird von PD Dr. Heiner Boeing, Leiter der Abteilung Epidemiologie am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE), geleitet. Prospektive Studien: Prospektive (Längsschnitt-)Studien beginnen mit einer Stichprobe aus der Bevölkerung, erfassen Risikofaktoren und beobachten danach langfristig die in dieser Gruppe auftretenden Krankheiten. Dadurch können Aussagen über den Einfluss von Faktoren und deren Präventionspotential auf das Krankheitsrisiko getroffen werden.

Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)
Institut der Leibniz-Gemeinschaft

Weitere Informationen finden Sie auf der Website:
http://www3.interscience.wiley.com/cgi-bin/jabout/29331/ForAuthors.html

Zum Seitenanfang

Programm zur Früherkennung von Brustkrebs wird mit hohen Qualitätsstandards eingeführt In der Bundesrepublik wird ein flächendeckendes System zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammographie-Screening) aufgebaut. Die ergänzten Richtlinien zur Krebsfrüherkennung enthalten strenge Qualitätsanforderungen nach dem Sozial- und Röntgenrecht. Die neuen Richtlinien und die beschlossenen Eckpunkte zur Ausgestaltung sind jetzt in Kraft getreten. Damit das Programm in die Praxis umgesetzt werden kann, muss die Selbstverwaltung Screening-Einheiten bestimmen, in die die Frauen zur Untersuchung eingeladen werden. Die Länder müssen Zulassungen nach der Röntgenverordnung erteilen. Die Teilnahme am Mammographie-Screening wird allen Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren offen stehen. Die Kosten werden, wie das übrige Krebsfrüherkennungsprogramm auch, von den Krankenversicherungen getragen. Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung: „Wir haben entscheidende Schritte getan, um die Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs in Deutschland zu verbessern. Das vorhandene Früherkennungsprogramm für Frauen ab 20 Jahren wird nun um ein Mammographie-Programm für Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren nach den Europäischen Leitlinien ergänzt. Das wird jetzt schrittweise aufgebaut und dann flächendeckend den 10 Millionen Frauen in dieser Altersgruppe angeboten. Die Erkenntnisse aus den Modellprojekten in den Regionen Bremen, Wiesbaden und Weser-Ems sind in die neuen Richtlinien eingeflossen.“ Bundesumweltminister Jürgen Trittin: „Wir haben einen hohen Qualitätsstandard für das Mammographie-Screening festgelegt. Nur wenn strenge Maßstäbe der Qualitätssicherung für die gesamte Screeningkette gewahrt sind, sind Röntgenreihenuntersuchungen zur Brustkrebs-Früherkennung gerechtfertigt. Jetzt müssen die Länder handeln und die notwendigen Zulassungen erteilen. Dort, wo keine flächendeckenden Krebsregister vorhanden sind, müssen diese möglichst schnell aufgebaut werden, um die Wirksamkeit des Screenings überprüfen zu können. Wir werden im engen Kontakt mit den Ländern dafür sorgen, dass die Qualitätssicherung allen Frauen, die zum Screening eingeladen werden, auch tatsächlich zugute kommt. Die Länder können in ihren Zulassungen auch erforderlichenfalls noch weitere Anforderungen festlegen.“

Den neuen Richtlinien für die Brustkrebsfrüherkennung liegen europäische Empfehlungen, die sogenannten EUREF-Leitlinien zugrunde. Dazu gehören u. a. eine voneinander unabhängige Doppelbefundung aller Aufnahmen und hohe Anforderungen an die Kompetenz der Ärzte und medizinisch-technischen Mitarbeiter sowie eine regelmäßige Qualitätskontrolle der Geräte. Die strenge Kontrolle erstreckt sich auch auf das gesamte Programm und die beteiligten Organisationseinheiten. Jeder zum Screening zugelassene Arzt muss ein besonders hohes Maß an Erfahrungen vorweisen. So hat er im Screening die Befundung der Mammographien von 5.000 Frauen pro Jahr nachzuweisen. Das Mammographie-Screening muss von jedem Bundesland einzeln zugelassen werden. Da im Hinblick auf die mit der Röntgenaufnahme verbundene Strahlenexposition gesunder Frauen ein Screening nur erfolgen darf, wenn dies erkennbar zur deutlichen Verbesserung der Früherkennung beitragen kann, hat sich die Strahlenschutzkommission (SSK) im Auftrag des Bundesumweltministeriums mit dieser Frage befasst. Die SSK hat in einer Stellungnahme vom Februar 2002 betont, dass bei einem qualitätsgesicherten Mammographie-Screening dessen zu erwartender Nutzen das geringe Risiko durch die Strahlenbelastung überwiegt. Das Bundesumweltministerium hat von vornherein darauf hingewirkt, dass die sozialrechtlichen Anforderungen und die strengen röntgenrechtlichen Qualitätsanforderungen in Einklang gebracht werden. Einen Anspruch auf die Teilnahme am organisierten Mammographie-Screening haben Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, weil in dieser Altersgruppe am ehesten zu erwarten ist, dass bei Reihenuntersuchungen Karzinome im Frühstadium mit einer qualitätsgesicherten Röntgentechnik erkannt werden können. In Deutschland erkranken jährlich rund 47.000 Frauen an Brustkrebs, ca. 17.600 Frauen sterben pro Jahr daran
.

Quelle: BMGS-Pressemitteilung

Zum Seitenanfang
Blauer Ratgeber - Blasenkrebs

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe

Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Blasenkrebs" hier downloaden:

Blasenkrebs.pdf - 323 kb

Quelle: www.krebshilfe.de

Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden, um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:

Zum Seitenanfang
Blauer Ratgeber - Brustkrebs

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der deutschen Krebshilfe

Hier können Sie den blauen Ratgeber - "Brustkrebs" hier downloaden:

Brustkrebs.pdf - 636 kb

Quelle: www.krebshilfe.de

Hier können Sie den Acrobat Reader kostenlos downloaden, um die .pdf Dateien anzeigen und drucken zu können:


Zum Seitenanfang
Brustkrebs

INTERNET-UMFRAGE ZUM THEMA BRUSTKREBS

Anonym und in aller Ruhe können Brustkrebspatientinnen ihre Therapiewahrnehmung und -Zufriedenheit anhand eines Fragebogens angeben. Denn leider kommt es in der klinischen Routine immer noch zu selten zu einem ausführlichen Gespräch zwischen Arzt und Patientin. Wichtige Fragen zu Therapie und Krankheit werden nicht gestellt oder nicht beantwortet. Der Frageboten soll das Arzt-Patientengespräch nicht ersetzen. Mit Hilfe des Fragebogens sollen vielmehr Schwerpunkte in der Thematik ermittelt werden, um den Ärzten die Möglichkeit zu geben, künftig aktiv auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Patientinnen einzugehen.
Entsprechend der Komplexität des Themas ist der Fragebogen sehr umfangreich geraten. Im Internet gibt es daher auch die Möglichkeit, die Befragung zu unterbrechen und zu einem späteren Zeitpunkt fortzusetzen. Zur Verbesserung der Betreuung von Frauen mit Brustkrebs wäre es wichtig, dass möglichst viele Betroffene an der Umfrage teilnehmen. Interessierte Frauen finden Informationen und den Fragebogen unter www.aerzte-fragen-patientinnen.de.

Quelle: Clarimedis

Zum Seitenanfang
Bauchspeicheldrüsenkrebs

In den letzen Jahren haben Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) kontinuierlich an Häufigkeit zugenommen. 1997 erkrankten in der Bundesrepublik Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts Berlin etwa 10.100 Menschen, davon 4.700 Männer und 5.400 Frauen, neu an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Von der absoluten Zahl der Erkrankungen her zählt diese Krebsart im Vergleich zu anderen damit zu den selteneren.   Beim Blick auf die Zahlen der krebsbedingten, organbezogenen Todesursachen rangiert der Bauchspeicheldrüsenkrebs jedoch an der sechsten Stelle. Hierfür gibt es im wesentlichen zwei Gründe: Zum einen werden diese Tumoren meistens erst in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert und sind dann nicht mehr heilbar; zum anderen ist ein Bauchspeicheldrüsenkrebs, der nicht mehr operativ entfernt werden kann, mit den anderen heute zur Verfügung stehenden therapeutischen Maßnahmen in der Regel nicht mehr heilbar.  Diese Tatsachen machen es notwendig, sie über Faktoren , die im Verdacht stehen, die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zu begünstigen, aufzuklären. Sie gelten als Risikofaktoren und können, wenn man sie kennt wenigstens teilweise vermieden werden.Trotz intensiver Forschungen ist es bisher nicht gelungen, die Ursachen für die Entstehung des Bauchspeicheldrüsenkarzinoms aufzudecken.Am häufigsten wird über ein erhöhtes Risiko bei Zigarettenrauchern berichtet. Bei Rauchern findet sich das Pankreaskarzinom zwei- bis dreimal häufiger als bei Nichtrauchern. Alkoholkonsum ist bisher nicht als ursächlicher Faktor bestätigt, ebenso wenig andere Faktoren wie etwa der Koffeinkonsum. Daneben stehen noch einige andere Faktoren im Verdacht, das Risiko für die Entstehung einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse zu erhöhen. Für sie besteht ein Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken,- wenn sie an einer chronischen Entzündung der Bauchspeicheldrüse   (Pankreatitis) leiden;
- wenn ihnen aufgrund einer Erkrankung der Magen entfernt werden musste
- wenn in ihrer Familie bereits Bauchspeicheldrüsenkrebs aufgetreten ist

Wie bei vielen anderen Karzinomen sind die Symptome bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zu Beginn der Erkrankung häufig uncharakteristisch.Verdauungsstörungen und Zuckerkrankheit

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse führen, wie zuvor erwähnt, durch Mangel an Enzymen zu erheblichen Verdauungsstörungen und infolgedessen zu Gewichtsverlust. Mangelnde oder fehlende Insulinproduktion ruft Zuckerkrankheit hervor. Etwa fünfzehn Prozent der Patienten entwickeln einen Diabetes mellitus innerhalb der vorranggegangenen Jahre als Erstsymptom eines Pankreaskarzinoms.
   Daneben sind Behinderungen der Nahrungsaufnahme durch Übelkeit und Erbrechen zu beobachten, was Folge einer Einengung des Zwölffingerdarms oder des Magenausganges durch die Geschwulst sein kann.Gelbsucht

Der anatomische Zusammenhang zwischen Gallengang und Bauchspeicheldrüse führt bei vielen Patienten mit einer Krebserkrankung des Pankreaskopfes zu einer Gelbsucht als erstem Symptom dieser Erkrankung. Die Pankreasenzyme und die Galle, die durch den Gallengang aus der Leber kommt, erreichen den Zwölffingerdarm an ein und derselben Stelle. In der Regel führt der untere Teil des Gallengangs sogar durch einen Teil des Pankreaskopfes. Ist dieser Weg ganz oder teilweise verstopft und damit der Galleabfluss behindert, kommt es zu der typischen Gelbverfärbung der Haut und des Augenweißes. Der Urin wird dunkel, der Stuhlgang wird hell.Rückenschmerzen

Schmerzen entstehen einerseits durch Irritation von Nervenfasern innerhalb der Bauchspeicheldrüse selbst, andererseits durch Übergreifen einer Bauchspeicheldrüsenerkrankung auf die Nervegeflechte im sogenannten Retroperitonealbereich, dem Raum, der hinter dem Bauchfell und vor der Wirbelsäule liegt. Im übrigen führt die Lage der Pankreas direkt vor der Wirbelsäule bei manchen Patienten zu Rückenschmerzen.
  Bei einigen Betroffenen können auch Beschwerden als Erstsymptome auftreten, die den Betroffenen primär gar nicht an einen Tumor der Bauchspeicheldrüse denken lassen. Das bekannteste dieser sog. Paraneoplastischen Symptomen ist die Thrombose großer Venen, insbesondere der unteren Extremitäten.

Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
· Gewichtsverlust
· Schmerzen
· Gelbsucht
· Appetitverlust, Übelkeit
· Erbrechen
· Diabetes mellitus

Symptome können auch harmlose Ursachen haben

Alle diese Symptome können auch andere, vergleichbar harmlose Ursachen haben. Deshalb sollte man bei den zuvor genannten Beschwerden immer den Arzt aufsuchen, damit die Ursachen rechtzeitig abgeklärt werden. Völlig falsch ist es, den Besuch beim Arzt aus Angst vor der schon gefürchteten Diagnose unnötig zu verzögern.

Zum Seitenanfang
Bronchialkarzinom

In der Bundesrepublik hat sich innerhalb von 30 Jahren die Zahl der an Bronchialkarzinomen erkrankten Männer vervierfacht. Männer erkranken derzeit zehn Mal häufiger an dieser Krebsart als Frauen. Durch intensive Aufklärung scheint es aber gelungen, die Zunahme von Bronchial-karzinomen bei Männern einzudämmen, während sie leider bei Frauen durch veränderte Rauchgewohnheiten deutlich zunehmen. Insgesamt betrug die Zahl der Neuerkrankungen 1997 etwa 37.000. Die meisten Patienten mit einem Bronchialkarzinom sind zwischen 50 und 70 Jahre alt. Intensive, weltweite Untersuchungen haben einwandfrei bewiesen, dass als wichtigste Ursache für das Bronchialkarzinom der Zigarettenkonsum anzunehmen ist.  Mit steigender Zahl der pro Tag gerauchten Zigaretten und Anzahl der Jahre, die der Betroffene geraucht hat, nimmt auch das Risiko deutlich zu, an einem Bronchialkarzinom zu erkranken. Nur bei weniger als zehn Prozent dieser Erkrankungen kann kein Zusammenhang mit dem Rauchen hergestellt werden.   Deutlich geringer ist die Rolle von Infektionen ( z.B. Tuberkulose) und Umweltfaktoren, die besonders am Arbeitsplatz eine Rolle spielen. Große Aufmerksamkeit gilt der Asbestverseuchung von Gebäuden. Auffällig ist ,dass das Risiko, durch das Einatmen von Asbestfasern an einem Bronchialkarzinom zu erkranken, durch Rauchgewohnheiten verstärkt wird.Bestimmte Berufsgruppen sind gefährdet  Neben Asbest können Nickel und Chrom (z.B. bei Pipelineschweißern) ein erhöhtes Risiko für Bronchialkarzinom darstellen ebenso wie die Arbeit im Uranbergwerk. Sogenannte polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe werden sowohl bei der Verbrennung von Tabak frei als auch unter bestimmten Bedingungen in der Metallverarbeitung an Hochöfen und bei Gaswerken. Angehörige von Berufsgruppen, die über längere Zeit hinweg mit diesen Stoffen in Berührung kommen, müssen sich regelmäßigen Kontrolluntersuchungen durch ihren Werksarzt unterziehen.  Schließlich fördert auch Luftverschmutzung - etwa durch Auto- und Industrieabgase- das Entstehen von Karzinomen. Wissenschaftlich nicht vollständig geklärt ist die Rolle eines Mangels an Vitamin A oder von erblichen Faktoren.  Erst die Summe all dieser Faktoren und die Stärke ihrer Einwirkung auf den menschlichen Organismus bestimmen das Gesamtrisiko eines Menschen.Für sie besteht ein Risiko, an einem Bronchialkarzinom zu erkranken

Wenn sie Raucher sind. Zehn Zigaretten am Tag steigern das Krebsrisiko um das Achtfache; 15 bis 24 um das zwanzigfache; Kettenraucher gehen ein dreißigfach erhöhtes Risiko ein;
Wenn sie berufsbedingt mit bestimmten krebserregenden Stoffen in Kontakt kommen

Wie bei vielen anderen Karzinomen auch sind die Symptome bei Bronchialkarzinomen zu Beginn der Erkrankung häufig uncharakteristisch. Es aber gibt einige Warnzeichen die beachtet werden sollten.Ein Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Anzeichen zwingend notwendig:
· Husten, insbesondere ein Lange bestehender Raucherhusten, der plötzlich seinen Charakter ändert;
· Bronchitis oder sogenannte Erkältung, die sich trotz Behandlung mit Antibiotika nicht bessert
· Atemnot
· Schmerzen im Brustkorb
· Allgemeiner Kräfteverfall, starker Gewichtsverlust
· Bluthusten
· Lähmungen oder starke Schmerzen
  Alle diese Symptome können auch eine völlig andere Ursache haben. Deshalb sollte man bei solchen oder ähnlichen Beschwerden immer den Arzt aufsuchen, damit die Ursache rechtzeitig abgeklärt wird.Machen sie ihren Arzt bei dieser Gelegenheit unbedingt darauf aufmerksam, ob und welche Risikofaktoren auf Sie zutreffen. Häufig wird der Besuch beim Arzt aus Angst vor der befürchteten Diagnose unnötig verzögert. Je früher jedoch ein Bronchialkarzinom entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.  

Der beste Rat zur Vorbeugung gegen ein Bronchialkarzinom lautet: Rauchen sie nicht!  

Denn als Nichtraucher haben sie die größte Chance, nicht an dieser Krebsart zu erkranken. Doch auch für starke Raucher ist es nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören. Der Körper baut nämlich den Teer in den Lungen langsam wieder ab, so dass sich das Krebsrisiko eines Ex-Rauchers nach zehnjähriger Tabakresistenz dem eines Nichtrauchers annähert.

Zum Seitenanfang
Brustkrebs

Früherkennung bedeutet Heilungschancen bis zu 90%. In der Bundesrepublik Deutschland ist der Brustkrebs der häufigste bösartige Tumor bei Frauen:

1997 erkrankten 45.800 Frauen neu daran. Dabei ist zu beobachten, dass immer mehr junge Frauen betroffen sind.
  Diese Tatsache macht es notwendig, über Risikofaktoren aufzuklären, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen können. Ebenso wichtig ist aber die Darstellung von Warnzeichen, die möglicherweise auf eine Krebserkrankung hinweisen können, denn die Heilungschancen bei Brustkrebs sind sehr gut, wenn er rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber auch für Frauen ab dem 30. Lebensjahr die Möglichkeit der jährlichen kostenlosen Früherkennungsuntersuchung auf Brustkrebs geschaffen. Eine Chance, die jede Frau nutzen sollte, die aber leider immer noch viel zu oft vergeben wird. Auch durch die regelmäßige Beobachtung des eigenen Körpers lässt sich Brustkrebs oftmals im Frühstadium entdecken und durch die eingeleitete Behandlung heilen.Bestimmte Risiken erhöhen die Gefahr, an Brustkrebs zu erkranken

Die Ursachen des Brustkrebses – wie die Krebskrankheiten überhaupt – sind noch weitgehend unerforscht. Aus statistischen Erhebungen lassen sich jedoch bestimmte Risikofaktoren ableiten, die die Gefahr einer Brustkrebserkrankung erhöhen. Dies wiederum bedeutet nicht, dass jede Frau, auf die ein oder sogar mehrere Risiken zutreffen, zwangsläufig erkranken muss.
   Aber: Trifft auch nur einer dieser Faktoren auf sie zu, sollten sie sich – zusätzlich zur monatlichen Selbstuntersuchung – unbedingt regelmäßig von ihrem Arzt untersuchen lassenFür sie besteht ein Risiko, an Brustkrebs zu erkranken,
- wenn bereits nahe Verwandte ( Mutter/Schwestern der Mutter oder eigene   Schwestern ) Brustkrebs hatten
- wenn sie bereits früher an Brustkrebs erkrankt waren
- wenn sie älter als 50 Jahre sind (allgemeines Altersrisiko)
- wenn sie eine Problem- Mastopathie haben.
  Dies ist anzunehmen, wenn
- beim Abtasten eine besonders knotige Brustdrüsenveränderung festgestellt   wurde,
- in der Mammographie zahlreiche Mikroverkalkungen gefunden worden sind,   oder
- eine Gewebsprobe mikroskopische Zeichen für ein erhöhtes Entartungsrisiko   ergeben hat
   Die wichtigste Rolle und die größte Chance im Kampf gegen den Brustkrebs spielt nach wie vor die Früherkennung, die von allen Frauen regelmäßig in Anspruch genommen werden sollte, ganz besonders aber von solchen, die erhöhte Risiken haben. Allerdings soll bei dieser Gelegenheit auf eines deutlich hingewiesen werden:   Viele Menschen sind der Meinung, Früherkennungsuntersuchungen würden vor dem Ausbruch der Krankheiten schützen, seien also „Vorsorge- oder Vorbeugeuntersuchungen“. Dies trifft nicht zu. Richtig ist vielmehr: Bei der regelmäßigen Kontrolle besteht die Chance, dass eine sich heranbildende Geschwulst so rechtzeitig erkannt wird, dass die Erkrankung geheilt werden kann, bevor sie sich ausbreitet und lebensbedrohlich wird.Die Mammographie ist die zuverlässigste Methode

Studien haben ergeben, dass sich durch eine Mammographie-Screening-Untersuchung bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren die Brustkrebssterblichkeit um bis zu 30 Prozent senken lässt. Frauen dieser Altersgruppe sollten sich alle zwei Jahre mammographieren lassen. Frauen bei denen ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs besteht, sollten mit ihrem betreuenden Arzt besprechen, ab welchem Alter und in welchem Rhythmus sie Mammographie-Untersuchungen vornehmen lassen sollten.
  Die aus Amerika stammende Befürchtung, durch Röntgenstrahlen der Mammographie könnte Brustkrebs hervorgerufen werden, ist durch Anwendung moderner Geräte mit sehr geringer Strahlendosis praktisch bedeutungslos.  Mit der Mammographie lassen sich in mehr als 90 Prozent der Fälle Vorstadien von Brustkrebs oder die Erkrankung im Frühstadium erkennen. Nur bei einem kleinen Prozentsatz bleibt die Geschwulst auch für die Mammographie eine Zeit lang unerkennbar. Darüber hinaus sollte jede Frau einmal im Monat ihre Brüste selbst auf Knoten und Veränderungen hin untersuchen. Dafür sollten sie sich mit den besonderen Eigenschaften und den Veränderungen ihrer Brüste – insbesondere mit den Veränderungen während des monatlichen Zyklus – vertraut machen
Der beste Zeitpunkt ist innerhalb der ersten zehn Tage nach der Periode, am besten beim Baden, Duschen oder eincremen ( die nasse bzw. eingecremte Haut erleichtert das abtasten ).Wenn ihnen etwas auffällig vorkommt gehen sie zum Arzt!Sollte ihnen bei ihrer Tastuntersuchung irgendetwas seltsam oder verdächtig vorkommen, gehen sie unverzüglich zum Arzt. In den meisten Fällen wird sich herausstellen, dass ihre Beobachtung eine harmlose Ursache hat. Aber diese Gewissheit sollten sie sich holen!
  

  Ein sofortiger Arztbesuch ist vor allem bei folgenden Verdachtsmomenten zwingend notwendig:
· Größen- und Umrissveränderungen der Brüste ( Seitenvergleich )
· Einziehung der Brustwarze
· Knotenbildung oder Verhärtungen in der Brust; Vorwölbung oder Verdickung   der Haut;
· Absonderung aus einer Brustwarze ( beiderseits üblicherweise harmlos ) ;
· Hauteinziehungen oder Apfelsinenhaut, das bedeutet: verdickte Haut mit   eingezogenen Hautporen
  

Übrigens muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass auch Männer an Brustkrebs erkranken können. Im Vergleich zu der Zahl der betroffenen Frauen ist ihr Anteil zwar sehr gering, aber 1998 verstarben immerhin 211 Männer an diesem Tumor.

Zum Seitenanfang
Brustkrebs

Wie häufig ist Brustkrebs?

Brustkrebs, in der medizinischen Fachsprache Mammakarzinom, entsteht im Drüsenanteil der Brust. Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken schätzungsweise 43.000 Frauen und etwa 400 Männer. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem vierten Lebensjahrzehnt allmählich an. Weltweit sind die Erkrankungsrisiken sehr unterschiedlich: In USA ist die Wahrscheinlichkeit zu erkranken höher als in Europa, in Japan dagegen merklich niedriger. In Deutschland wird bei etwa jeder zwölften Frau im Laufe ihres Lebens ein Brustkrebs festgestellt.

Welche Bedeutung haben die bekannten Risikofaktoren?

Für die überwiegende Zahl aller Erkrankungen läßt sich keine einzelne Ursache benennen, die hauptsächlich für die Entstehung verantwortlich ist. Wahrscheinlich tragen viele unterschiedliche Einflüsse gemeinsam dazu bei, daß ein Umwandlungsprozess einer normalen Zelle in eine Krebszelle stattfindet.

Spielt Vererbung eine Rolle?

Bei 15% der neuerkrankten Frauen ist eine Verwandte ersten Grades, d.h. Mutter oder Schwester, ebenfalls an Brustkrebs erkrankt. In diesen Fällen wird die Beteiligung von vererbten Faktoren vermutet. Wissenschaftler haben in den letzten Jahren herausgefunden, daß tatsächlich bei etwa einem Drittel dieser Patientinnen bestimmte genetische Faktoren eine wesentliche Ursache für die Krankheitsentstehung sind. Für Frauen mit an Brustkrebs erkrankten Verwandten ersten Grades bedeutet dies, daß unter Umständen auch bei ihnen angeborene Faktoren vorhanden sind, die für sich alleine aber noch keine ausschlaggebende Bedeutung für die Entstehung der Erkrankung haben. Es müssen noch andere wichtige Faktoren hinzukommen, damit eine Erkrankung auftritt. Details hierüber sind bisher noch nicht bekannt. Zur Höhe des Erkrankungsrisikos läßt sich generell sagen: Sind die Mutter oder eine Schwester einer Frau an Brustkrebs erkrankt, ist ihr Risiko durchschnittlich zwei- bis dreimal so hoch wie bei einer Frau ohne Brustkrebsfälle in der nahen Verwandtschaft.

Insgesamt sind vererbte Besonderheiten des Erbmaterials für das Entstehen von etwa 5% aller Brustkrebserkrankungen verantwortlich. In einigen Familien werden bestimmte Veränderungen im Erbmaterial von Generation zu Generation weitergegeben, die die Erkrankungsbereitschaft für Brustkrebs sehr deutlich erhöhen. In diesen Familien (Brustkrebsfamilien) tritt Brustkrebs sehr häufig schon vor dem 40. oder 50. Lebensjahr auf und es können beide Brüste betroffen sein.

Weiterhin kann das vermehrte Auftreten von Eierstockkrebs, bisweilen auch von anderen bösartigen Erkrankungen, damit verknüpft sein.

Wahrscheinlich sind noch nicht alle der risikoerhöhenden Veränderungen des Erbmaterials gefunden worden. Als die beiden bedeutendsten werden heute Veränderungen in den Brustkrebsgenen 1 und 2 (BRCA-1 und BRCA-2) angesehen. Da sie nicht auf geschlechtsgebundenen Chromosomen liegen, können sie auch über die männliche Linie einer Familie vererbt werden.

Wodurch sind Brustkrebsfamilien gekennzeichnet?

Da in Deutschland Familien in der Regel klein sind, wird eine familiäre Veranlagung für Brustkrebs nicht immer durch eine deutliche Krankheitshäufung in der Familie sichtbar. Es helfen dann zusätzliche Indizien weiter: Es kann eine genetische Veränderung dann vermutet werden, wenn in einer Familie zwei nah miteinander verwandte Frauen an Brust und/oder Eierstockkrebs erkrankt sind, und zumindest bei einer von beiden die Erkrankung vor dem 50. Lebensjahr auftrat. Ein weiterer Hinweis ist, wenn eine Frau an mindestens zwei voneinander unabhängigen bösartigen Tumoren (Brustkrebs, Eierstockkrebs) erkrankt ist.

Was bringt ein Gentest?

Die Beschaffenheit von Genen kann prinzipiell mittels einer Blutentnahme oder durch die Untersuchung des bösartigen Tumors beurteilt werden. Wird bei einer an Brustkrebs erkrankten Frau aus einer Brustkrebsfamilie eine Veränderung in einem dieser Gene gefunden, wird sorgfältig erwogen, ob dies mit der Krankheitsentstehung in deutlichem Zusammenhang steht. Wird die Genveränderung als wesentliche Krankheitsursache angesehen, so besteht für eine gesunde Frau aus dieser Familie, die die gleiche Genveränderung trägt, ein sehr hohes Risiko, im Laufe ihres Lebens an Krebs zu erkranken. Bei einer Veränderung im Gen BRCA-1 hat sie (unter statistischen Gesichtspunkten und nach heutigem Wissenstand) ein sehr hohes Risiko im Laufe ihres Leben an Brustkrebs und ein hohes Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken. Bei gesunden Frauen mit einer Veränderung im BRCA-2 Gen ist das Risiko für eine Brustkrebserkrankung im Laufe des Lebens ähnlich hoch, für Eierstockkrebs aber deutlich geringer. Auch männliche Träger der Veränderung im Gen BRCA-2 haben ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

Zur Beratung und gegebenenfalls genetischen Diagnostik von Mitgliedern aus Brustkrebsfamilien wurden in Deutschland mehrere Zentren eingerichtet. Dort arbeiten Fachleute aus verschiedenen Bereichen (Frauenheilkunde, Genetik, Psychologie) zusammen, um eine umfassende Betreuung der Familienmitglieder zu gewährleisten. Maßnahmen zur frühzeitigen Entdeckung und der Vorbeugung der Erkrankungen werden erprobt. Die Adressen der Beratungsstellen können z.B. beim Krebsinformationsdienst erfragt werden.

Für etwa 95% aller Erkrankungsfälle spielen angeborene Genveränderungen aber keine herausragende Rolle, so daß ein genetischer Test keine Aussage zur Höhe des Erkrankungsrisikos machen kann.

Hat eine Betroffene ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für die gesunde Brust?

Ist eine Frau bereits an einer Brust bösartig erkrankt, so besteht ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für die andere Brust.

Haben Menstruation und Schwangerschaft eine Bedeutung für die Entstehung von Brustkrebs?

Die langfristige körpereigene Hormonsituation scheint eine Rolle zu spielen: Frauen mit früher erster Regelblutung, Frauen mit spätem Eintritt der Wechseljahre und Frauen mit später erster oder keiner Geburt erkranken häufiger als der Durchschnitt.

Können gutartige Brusterkrankungen entarten?

Gutartige Brusterkrankungen sind in der Regel nicht mit erhöhtem Entartungsrisiko verbunden. Eine Ausnahme bildet hierbei die stärker ausgeprägte Form der Mastopathie, eine häufig vorkommende harmlose Veränderung der Brustdrüse. Bei der Mastopathie mit Zellwucherungen (proliferierende Mastopathie), insbesondere wenn die Zellen vom üblichen Aussehen stark abweichen (Atypien), ist das Risiko erhöht.

Spielt die Ernährung eine Rolle?

Auch die Ernährungsweise kann für das Erkrankungsrisiko eine Rolle spielen. Fettreiche Ernährung wird oft mit einem erhöhten Risiko in Zusammenhang gebracht, aber es gibt auch wissenschaftlichen Untersuchungen, die dem widersprechen. Regelmäßiger Alkoholkonsum ist mit einer erhöhten Erkrankungswahrscheinlichkeit verknüpft. Übergewichtige Frauen nach der Menopause erkranken etwas häufiger als der Durchschnitt.

Stellt die Einnahme von Hormonpräparaten ein Risiko dar?

Es muß zwischen der Einnahme von weiblichen Hormonen, Östrogenen und/oder Gestagenen, zum Zweck der Empfängnisverhütung ("Pille") und jenen zur Behandlung von Wechseljahres-beschwerden unterschieden werden. Die verwendeten Hormone unterscheiden sich sowohl in ihrer chemischen Struktur als auch in den Dosierungen.

Während der Einnahme der empfängnisverhütenden Pille und bis zu zehn Jahre danach besteht ein geringfügig erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Danach erkranken Frauen, die die Pille genommen haben, genauso häufig wie solche, die sie nicht nahmen. Bei Frauen, die die Pille genommen haben, bleibt ein Brustkrebs häufiger in seinem Wachstum ausschließlich auf die Brust beschränkt als bei Frauen, die nie hormonelle Empfängnisverhütung durchgeführt haben.

Gegen Wechseljahresbeschwerden werden häufig Östrogene verordnet. Werden Östrogene allein oder in Kombination mit Gestagenen über mehr als fünf Jahre eingenommen, so scheint ein geringfügig erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, vorhanden zu sein. Das möglicherweise leicht erhöhte Brustkrebsrisiko wird der Arzt sorgfältig gegenüber den zu erwartenden nützlichen Wirkungen einer Hormongabe abwägen.

Was kann eine Frau tun?

Am besten wäre das Vermeiden von Risikofaktoren, was jedoch nur sehr eingeschränkt möglich ist. Prinzipiell sollte jede Frau, aber besonders solche, deren Lebensumstände statistisch gesehen eine Brustkrebserkrankung wahrscheinlicher machen, sorgfältig die Möglichkeiten der Früherkennung wahrnehmen (Mammographie). Es wird derzeit erprobt, ob bei Frauen mit einer deutlich erhöhten Erkrankungswahrscheinlichkeit durch die langfristige Einnahme bestimmter Substanzen, insbesondere von Tamoxifen, die Erkrankungshäufigkeit gesenkt werden kann.

Zum Seitenanfang
Über-Lebensbuch Brustkrebs
Wissen gegen Angst und Ohnmacht
Anleitung für die aktive Patientin

 
 

Das Über-Lebensbuch Brustkrebs gibt Antworten auf die vielen offenen Fragen von Frauen, die heute betroffen sind oder schon morgen betroffen sein könnten. Zuverlässig führt das Buch durch die einzelnen Behandlungsabschnitte - von der Abklärung des Verdachts bis zur Zeit der Nachsorge.
Sachkundig und leicht verständlich informieren die Medizinjournalistin Ursula Goldmann-Posch und die Ärztin Rita Rosa Martin über den neuesten Stand der Brustkrebsmedizin.Ihr Buch ermutigt Frauen zu einem selbstbewussten Umgang mit der Erkrankung, mit Ärzten und den vielen Entscheidungssituationen, denen Patienteninnen oft ahnungslos ausgesetzt sind.

Das Über-Lebensbuch Brustkrebs gibt aber auch Hilfestellung bei der Bewältigung der Narben, die Brustkrebs in der Seele von Betroffenen hinterlässt. Denn beide Autorinnen schreiben aus eigener Erfahrung als Brustkrebspatienteinnen. Dies verleiht dem wertvollen Handbuch eine gelungene mischung aus fachlicher kompetenz, konkreter hilfestellung und emotionaler Begleitung.

Acht Kapitel führen Schritt für Schritt durch alle Spezialgebiete moderner Brustmedizin.
Grundlage der verständlich aufbereiteten mdizinischen fachinformationen sind die Qualitätsstandards der Europäischen Leitlinien sowie neueste Forschungsergebnisse zum Theme, abgesichert durch einen hochkrätigen wissenschaftlichen Beirat aus Brustkrebs-Experten.

Dieses Buch richtet sich nicht nur an Patientinnen. Es unterstützt auch Ärzte in ihrem Engagement, die brennenden fragen und den Informationsbedarf ihrer patientinnen zu erkenn und berücksichtigen. Auf diese Weise schließt sich der Kreis zu einer konstruktiven Partnerschaft inder Zusammenarbeit zwischen Ärzten und ihren Patientinnen.
Die Autorinnen:

Ursula Goldmann-Posch
Jahrgang 1949, ist Journalistin und Sachbuchautorin mit den Fachgebieten Medizin und Psychologie. Nach ihrer Brustkrebserkrankung im Juli 1996 rief sie die Patientinnen-Initaitive "mamzone - Frauen und Forschung gegen Brustkrebs e.V.", Augsburg, und die Stiftung "PA.TH. - Patienten Tumorgewebebank der Hoffnung", Hannover ins Leben. Sie arbeitet ehrenamtlich in beiden Organisationen als Vorstandsvorsitzende. Ursula Goldmann-Posch ist Autorin u.a. von "Der Knoten über meinem Herzen - Brustkrebs darf kein Todesurteil sein".

Rita Rosa Martin
Jahrgang 56, ist Ärztin mit Berufserfahrung in Gynäkologie, Naturheilverfahren sowie Psychosomatik und seit Januar 2000 Medizinjournalistin in Hamburg. Die Mutter von zwei erwachsenen Kindern engagiert sich seit ihrer Brustkrebsdiagnose im Juli 2000 beruflich und ehrenamtlich im Kampf gegen Brustkrebs. Sie gründete 2001 die Patientinnen-Initiative "BREST-HEALTH - bewusst handeln gegen Brustkrebs e.V., Hamburg. Rita Rosa MArtin hat mehrere Patientenratgeber geschrieben.






 
Hier eine der Abbildungen vom
Über-Lebensbuch Brustkrebs:




Auszug aus dem Über-Lebensbuch:


Aus dem Inhalt:
  • Lernen Sie Ihr Brustkrebsrisiko kennen
    Wie erkenne ich Qualität und    Erfahrung?

    Checkliste: Zwischen Diagnose und    Operation

    Das histologische Gutachten:
       Der "Geheimcode" Ihres TumorsKrebskiller auf Rezept: hilft Gift heilen?

    Anti-Hormontherapie - schlechte Zeiten    für BrustkrebszellenBishosphonate - starker Wirkstoff für    starke KnochenPsychiotherapie - eine Korsettstange für    Ihre Seele Strahlen - die unsichtbare Macht

    Die Jahre der Nachsorge: eine Achterbahn    der Gefühle

    Der Schwerbehindertenausweis und die    magische Fünf-Jahres-Grenze
    Wenn der Brustkrebs wiederkommt:    Tochtergeschwülste
  • Notizzettel für IhrAufklärungsgespräch mit    dem Operateur

  •  
     
     
     
     

     

    Zum Seitenanfang

    home / news / handicap a-z / shop / sport / über uns / gaestebuch /
    jobboerse / recht / technik / glossar / reisen /sexualität /
    mobilität / terminkalender / archiv / impressum / linkliste


    Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesen Themen? Dann wenden Sie sich an uns:
    Fragen und Anmerkungen für den Webmaster:
    redaktion@online-und-service.de
    © 2002 - 2006 by o&s online & service GmbH


     
    Die Jobbörse-Angebote-Gesuche