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 Die Inhaltsübersicht

- Nervenkrebs bei Kindern: Ursache für Therapie-Resistenz entdeckt
Neuer Ansatz soll Erfolg der Chemotherapie verbessern

- Sonnenkampagne „Face the Sun“ startet
Hautkrebsrisiko bei jungen Erwachsenen nimmt stark zu
- Hohes Cholesterin und Prostatakrebs hängen zusammen
Warum Statine das Krebsrisiko zu verringern scheinen
- Fluoreszenz verrät Krebs in der Mundhöhle
- Deutsche Kinderkrebsstiftung fordert: So viel Therapie wie nötig - so schonend wie möglich
- Deutsche Kinderkrebsstiftung hilft Chancen für Kinder mit Hirntumoren zu verbessern
- Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs wirkt Jahre lang
Tests mit neuem Impfstoff erfolgreich verlaufen
- Leben - was sonst! Therapien und Heilungschancen bei Krebs
- Frauen mit Brustkrebs haben auch nach der Operation ein hohes Rückfallrisiko
- Krebs bei Kindern - Überlebensquote 75 Prozent
- Umfassende und verständliche Informationen für Tumorschmerzpatienten
- Aus der Krebsforschung: Impfung gegen Tumore möglich?
- Fischfette verhindern Ausbreitung von Prostatakrebs
Balance von Omega-3-Fetten und Omega-6-Fetten entscheidend

- Darmkrebsreport: Erkrankungsrisiko für Männer höher

- Gesund bleiben nach Krebs
- Chili gegen Prostata-Krebs
Scharfes Capsaicin lässt Krebszellen Selbstmord begehen

- Hoffnungsfalle Mammografie
Umfrage: Zwei von drei untersuchten Frauen glauben, damit Brustkrebs verhindern zu können
- Sport für Krebspatienten
- Neuer Höchstleistungs-Laser gegen Tumore
Forscher optimieren Parameter für Protonenstrahl-Erzeugung
- Genügt eine Darmspiegelung alle 20 Jahre zur Krebsvorsorge?
- Derselbe Krebs, verschiedene Achillesfersen
- Brustkrebs ist gefährlichste Krebsart für Frauen
- Cannabis zerstört Leukämie-Krebszellen -
Blick auf die Gene enthüllt Zerstörungspotenzial
- Kaugummi hilft nach Darmoperation

- Familiäres Darmkrebsrisiko und die Chancen der Früherkennung
- Kava gegen Leukämie und Eierstockkrebs
- WHO-Studie findet keinen Beleg für Hirntumor-Risiko durch Nutzung
von Mobiltelefonen
- Minimal-Bestrahlung kann Krebs stoppen
- Kein Zusammenhang zwischen Handys und Gehirntumoren
Großangelegte Studie ergab keine Erhöhung des Krebsrisikos
- Deutsche Mädchen im Bräunungswahn: Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen steigt
- Prostatakrebs: Für Übergewichtige gefährlicher -
Dicke erleiden nach der Operation öfter einen Rückfall

- Multiples Myelom: Tumorzellen forcieren Abbau der Knochen
- Mit Antikörper-Therapie gegen Eierstock-Krebs -
Ausbruch aus dem Teufelskreis hemmt Tumorwachstum
- Prostata-Krebs-Behandlung ohne Potenzprobleme -
Fokussierter Ultraschall (HIFU) als schonendes Verfahren

- Leberleiden: früh erkennen hilft heilen
- Verbesserte Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs -
Frauen in der Deutschen BKK im Vorteil durch Vorsorgevertrag zwischen Ärzten, Klinikum und Krankenkasse
- Mit Wärme gegen Krebs
- Weniger Eierstockkrebs bei Teetrinkerinnen
- 200 Proteine geben Auskunft über Lebererkrankungen -
Spanischer Biochemiker setzt auf Proteomik

- Neue Hoffnung für Krebspatienten durch innovative Medikament
- Nebenwirkungen der Chemotherapie zum Teil genetisch bedingt
- Passivrauchen als extreme Gesundheitsgefahr
Deutsches Krebsforschungszentrum stellt neue Studie vor
- Grüntee: Krebsschutz bestätigt -
Amerikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt Tee zur Vorbeugung
- Mediziner: Jeder dritte Krebstod vermeidbar
- Sport schützt vor Brustkrebs
-
Digitale Gutachter verbessern Krebsvorsorge
- Obst und Gemüse: Kein Schutz vor Eierstockkrebs
- Forscher: Familiäres Krebsrisiko wird überschätzt
- Durchbruch im Kampf gegen den Gebärmutterhalskrebs ?
- Hodenkrebspatienten können Vater werden
76 Prozent zeugten innerhalb von 20 Jahren Kinder
- Krebs: Mehr Fett auf den Teller - Ernährungsexperte warnt vor Diäten, die den
Krebs aushungern sollen
- Wissen als Chance gegen die Ohnmacht der Diagnose Brustkrebs
- Einfacher Test zur Diagnose von Blasenkrebs entwickelt
- Schonende Bestrahlung im Drüsengewebe
- Genetischer Hintergrund bei Eierstock-Krebs entdeckt
- Nachhilfe für die Strahlentherapie
- Grüner Laser gegen gutartige Prostata-Vergrößerung
- Schwedische Kontrastmittelfirma beginnt klinische Phase III Studien mit neuem Mittel
zur MRT-Bildgebung der Leber

- Infrarotlicht könnte bei Tumordiagnose helfen
- Höheres Brustkrebsrisiko bei Linkshänderinnen
- Immer mehr Frauen mit Lungenkrebs -
Verdoppelung der Anzahl in zwanzig Jahren

- Verbesserung des Immunsystems zur Bekämpfung von Krebs -
ART erhöht Anzahl der T-Zellen um das Tausendfache
- Krebs überleben: Wie lange bleibt man eigentlich Patient?
- Ultrasound Therapeutics Ltd bringt dem Westen völlig neue chinesische Krebsbehandlung
- Hautkrebs: Impfung statt Chemotherapie -
Zell- und Genforschung ermöglicht neue Weg
- Am Lungentag rückt "Atemnot" in den Blickpunkt der Öffentlichkeit
- Azathioprin erhöht nach Transplantation Hautkrebsrisiko -
Wissenschafter weisen nach wodurch Risiko erhöht wird
- Diagnose Krebs - wenn die Eltern das Laster nicht lassen -
Studie zeigt erhöhtes Krebsrisiko durch rauchende Eltern

- Frauen unterschätzen Gefährdung durch COPD -
Lungenerkrankungen werden bald vierthäufigste Todesursache

- Stressiger Alltag, niedrigeres Brustkrebsrisiko
- Genetisch bedingtes Krebsrisiko zu selten überprüft -
Forscher wollen Risikogruppen vorwarnen
-
"Antikörper in der Krebstherapie: Wissenswertes für
Patienten und Angehörige" -
Neue Patientenbroschüre zum Anfordern: Wie können Antikörper
den Krebs bekämpfen?

- Direkter Draht zu neuen Diagnosemöglichkeiten von Brustkrebs und Gebärmuttermyomen
- Prostatakrebs: Wird wieder mehr operiert? - Schwedische Studie sieht
große Überlebensvorteile bei Operierten

- Computerprogramm hilft bei Krebsoperationen
Software stellt Tumore dreidimensional dar
- Risikofaktoren für Nierenkrebs geschlechtsspezifisch - Einfluss
von Körpergewicht erneut bestätigt
- Hautkrebs bei unter 40-Jährigen im Steigen
Experten: Auch in Europa ähnliche Tendenzen
- Vier weitere Brustkrebsgene identifiziert
- Neues Verfahren zur Behandlung von Krebs wirkt zweifach
- Wirksamkeit eines Medikaments gegen Hodenkrebs nachgewiesen -
Eine Dosis Carboplatin entspricht mehreren Wochen Bestrahlung
- Gutartige Brustknoten und Krebs hängen zusammen -
Atypische Formen erhöhen Krebsrisiko
- Großteil der Hodenkrebspatienten kann Vater werden -
Unfruchtbarkeitsrisiko geringer als erwartet
- Sanfte Strahlen gegen Krebs - Neue Klinik sieht grundsätzlichen
Wandel in der Bestrahlungstherapie
- Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. präsentiert sich im Netz

- Hoffnung auf einfachen Speicheltest für Mundkrebs -
Drei Bakterientypen treten bei den meisten Erkrankungen auf
- Zelle: Stress-Sensoren geben Befehl zum Selbstmord -
Funktion der Nukleoli beschränkt sich nicht nur auf Herstellung von Ribosomen
- Einfacher Test stellt Fruchtbarkeit nach Krebsbehandlung fest -
Formel beruht auf Strahlungsmenge und Alter der Patientin
- Wirkung von Krebsmedikamenten hängt von innerer Uhr ab
- Darmkrebs: Neuartiger Screening-Test
unterstreicht Anspruch auf neuen Standard in der Darmkrebs-Vorsorge

- Harmloser Virus tötet Krebs -
AAV2 vernichtet gezielt krankhafte Krebszellen innerhalb von sechs Tagen

- Zink wirkt Prostatakrebs entgegen -
Niedrige Proteinwerte beschleunigen das Tumorwachstum

- Ein Medikament gegen eine Reihe von Krebserkrankungen -
Tests im Labor und mit Patienten erfolgreich
- Brustkrebsprävention: Jede vierte Frau zieht Brustamputation bei erhöhtem Risiko in Betracht
- Gesunde Menge Sonnenlicht halbiert Prostatakrebsrisiko -
Studie erforscht UV-Bestrahlung, Vitamin D und Prostatakrebs
- Die Gunst der Stunde - Einnahmezeit wichtig für Wirksamkeit vieler Krebsmedikamente
- Neuer Verdächtiger für die Entstehung von Krebs
Erstmals Beweise für die Bedeutung der miRNAs erbracht
- Haartönungen mit Krebsentstehung in Verbindung -
Europäische Studie an 5.000 Frauen als Beweis
- Antikörper-Therapie kann Frauen mit Brustkrebs frühzeitig helfen
- Krebs: Genetische Schlüsselsequenz identifiziert -
Aktivität von elf Genen für Ausbreitung entscheidend

- Krebs führt zu Gedächtnisproblemen
Geistige Leistungsfähigkeit wird durch die Therapie beeinträchtigt
- Europaweit größtes Krebsregister geht an den Start
- Es trifft nicht nur Frauen: Krebs nimmt sich auch Männer zur Brust
-
Neue Transplantationstechnik heilt Leukämie -
Aufbereitung von ungeeignetem Spendematerial eröffnet frühe Heilungschancen

-
Hodenkrebs nimmt stark zu - Verdoppelung der
Erkrankungszahl seit 1980

- Darmkrebs: Deutsche weitgehend unbesorgt - 60.000 Krebsfälle, aber nur 2 Prozent
nutzen Vorsorge-Darmspiegelung

- Sterblichkeit bei Brustkrebspatientinnen deutlich gesunken -
Kombination von Behandlungsmethoden halbiert Sterberisiko

- Keinen Finger in den Po: Männer drücken sich vor Krebsvorsorge
- Annette Rexrodt von Fircks und Katharina Thalbach unterstützten
die Kampagne "Brustkrebs Vorbeugen!"
- „Zweite Meinung“ ist kein Misstrauen - Brustkrebs: Gute Kliniken wünschen Urteil
eines zweiten Arztes
- 1.000. Prostatakrebspatient im Institut Curie mit BEBIG-Seeds behandelt

- Orgasmus auch ohne Erektion möglich - Prostataoperation bedroht nicht die Nerven für das Lustempfinden
- Mediziner: Grüner Tee könnte Prostatakrebs bremsen
- Erster Patientenratgeber "Brustkrebs" als Hörbuch
- Metastasen früh und zuverlässig aufspüren
- Schwangerschaftshormon schützt vor Brustkrebs
- Neuer Behandlungsansatz für Krebs
- Neues Verfahren zur Behandlung von Brustkrebs
- Krebs: Sanfte Hilfen beliebt - Jeder dritte Patient setzt auch auf alternative Heilmethoden
- Wissenschaftler entschlüsseln Stoff, der Tumorwachstum beschleunigt
- Schnüffeldiagnose für Lungenkrebs /
Elektronische Nase in der Größe eines Inhalators verspricht Früherkennung

- "Genchips" zur Krebsdiagnostik noch keine Routineanwendung
- Sauerstoffversorgung von Tumoren entdeckt
- Goserelin gleichzeitig zur Bestrahlung: Studie findet längeres
Überleben von Prostatakrebspatienten
-
Krebsforschung in Europa dramatisch unterfinanziert
- Jeder dritte Krebspatient braucht psychologische Unterstützung
- Große Geschwulst verdrängt Baby-Herz: Operation rettete Neugeborener das Leben
- Grenzen der Chemotherapie - Beschwerden lindern, heilen helfen - oder abbrechen
- Europas größtes Krebsregister ab 1. Mai in NRW
- Cholesterinwerte beeinflussen Prostatatumore
-
Solariumverbot für Jugendliche ?
-
Hautkrebs-Test setzt neue Maßstäbe
- Durchbruch in der Krebsbekämpfung: Tumore im Tiefschlaf
- Darmkrebsmonat März - Deutsche Krebshilfe informiert
- Verbindung zwischen genetischer Veränderung und Darmkrebs belegt
- Durch regelmäßige Bewegung dem Darmkrebs vorbeugen
- Schonende Prostata-Therapie mit Ultraschall und Greenlight-Laser
- Gesund trotz Krebszellen im Blut - Körperabwehr hält Krebsreste offenbar in Schach
-
Umfrage: Darmkrebsvorsorge für viele noch tabu
- Innovation auf der Krebskonferenz - erster Patientenratgeber "Brustkrebs" als Hörbuch
- US-Forscher entdecken Pflanze gegen Leukämie
-
Neuer Ansatz für Früherkennung von Hodenkrebs
- Krebsschutz Olivenöl - Ölsäure vermindert Aktivität eines Krebsgens
-
Lakritze verhindert bei Herpes Krebserkrankung
- Raucher unterschätzen bestehende Gesundheitsrisiken enorm
- Felix Burda Stiftung und Apotheker klären über Darmkrebsvorsorge auf
-
Gut gemeint und schlecht gelungen: Viele Infobroschüren zur Brustkrebsfrüherkennung
informieren nicht

-
Sanfte Mundkrebsdiagnostik durch Bürstenbiopsie
-
Verbesserter Test zur Erkennung von Blasenkrebs: Proteintest liefert innerhalb einer
Stunde ein Ergebnis

-
Krebs-Speicheltest verbessert: Forscher nicht zufrieden mit Genauigkeit
-
Innsbrucker Forscher: Bessere Chance bei Brustkrebsbehandlung:
Erfolg der Nachbehandlung vorhersehbar

- Strahlentherapie
soll zielgenauer werden

- Impfstoff gegen Blutkrebs erzielt gute Ergebnisse
- Krebsrisiko variiert mit Geburtsgewicht
-
Mehr als 4.400 klinische Krebsstudien online verfügbar
Freier Zugang zu Forschungsergebnissen der Bereiche Hämatologie/Onkologie

-
Bewegung tut gut und schützt vor Krebs - Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für die Gesundheit
-
Neuer Ansatz zur Behandlung von viralen Infektionen
-
Krebspatienten setzen auf Alternativ-Medizin
Große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern

-
Sonne stoppt Krebserkrankungen der Haut
Zwei Studien bestätigen unabhängig voneinander Wirksamkeit

-
Radon ist zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs
- Hormonersatztherapie zur Behandlung von Prostatakrebs
- Immunzellen werden zu Krebskillern: Forscher programmieren T-Zellen genetisch
-
Spezifisches Reha-Programm für Patienten mit Multiplem Myelom / Plamozytom
Ganzheitliches medizinisches Konzept zur Linderung der therapie- und krankheitsbedingten Nebenwirkungen

- Leben mit dem Harnblasenkrebs
- Prostata-Krebs: Nur 15% der Männer nutzen die Krebsfrüherkennung
- Krebsschutz durch Gemüse und Obst
- Niedriger PSA-Wert bei Übergewicht
- 30 Prozent der Tumorschmerzpatienten leiden unnötig
- Alkoholfreies Bier verringert DNA-Schäden
- "Knochenstark bei Krebs" - Patientenzeitung für Männer mit Prostatakrebs
- Frühwarnsystem kündigt Rückfall einer Leukämie an:
Wiederauftreten der Leukämie bei Kindern verhindern

- Alkohol lässt Krebszellen wachsen - Studie: Tumoren wuchsen in Alkohol doppelt so stark
- Zwei Stunden AKTE Spezial "Brustkrebs": Ulrich Meyer + Team unterstützen
Krebsgesellschaft / Dramatische Steigerungsrate bei Neuerkrankungen
- Europäische EPIC-Studie: Obst und Gemüse schützen nicht vor Brustkrebs
- Erhöhte Neuerkrankungsrate bei Prostatakrebs: eine Frage der Früherkennung?
- Erfolgreiche Krebsmedizin in Jena - 30 Jahre Deutsche Krebshilfe
- Rauchen: Lungenkrebs nur der Spitzenreiter - Viele andere Tumore von Tabakschadstoffen mitverursacht

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Die Neuigkeiten

Leben - was sonst! Therapien und Heilungschancen bei Krebs

05.04.2006 - Krebs ist längst kein Todesurteil mehr. Durch bessere Therapiemöglichkeiten können immer mehr Menschen geheilt werden. Was sind neue, besonders Erfolg versprechende Therapien - darüber diskutierten Forscher auf dem "Treffpunkt WissensWerte". "Leben, was sonst!" - das ist die Antwort einer Krebspatientin auf die Frage eines Journalisten, was sie mit der Krankheit mache. Leben. Krebs ist nicht gleich Tod. Die Heilungschancen sind in den letzten zwei Jahrzehnten enorm gestiegen, sagt Prof. Dr. Volker Budach. Er ist Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Berliner Charité. Die Grundlagenforschung hat enorme Entwicklungssprünge gemacht - ein Teil des Erfolges. Der andere: bessere Therapien und vor allem ihr Zusammenspiel. "Die drei Säulen der Krebstherapie sind nach wie vor Chirurgie, Strahlentherapie und Chemotherapie. Wenn alle drei Methoden zusammenwirken, dann haben wir die besten Heilungschancen", so Budach.

Chirurg, Strahlentherapeut und Nuklearmediziner arbeiten zusammen

Interdisziplinär ist auch das Schlagwort für Prof. Dr. Peter Schlag. Er ist Direktor der Klinik für Chirurgie und Chirurgische Onkologie an der Robert-Rössle-Klinik in Berlin-Buch. "An einer Krebsbehandlung sind heute nicht nur Chirurgen und Strahlentherapeuten beteiligt, sondern auch Radiologen, Physiker und Nuklearmediziner, Pathologen, internistische Onkologen sowie Psychoonkologen", sagt Schlag. Sie alle stellen für jeden Patienten individuell ein Behandlungskonzept zusammen.

Hilfe bekommen die Mediziner dabei auch von Technologen. Einen Quantensprung hat die Medizin zum Beispiel mit der Entwicklung von 3-D-Bildern gemacht, erklärt Schlag. Sie zeigen dem Mediziner Organe oder Tumore so, wie sie es gewohnt sind: dreidimensional und nicht nur zweidimensional. Ebenfalls unverzichtbar: die Lupenfunktion. Mit ihr kann sich der Chirurg selbst kleinste Gewebeteilchen in mehrfacher Vergrößerung anschauen. Wichtig zum Beispiel bei der Minimal Invasiven Chirurgie.

"Den Tumor fast so deutlich sehen, wie bei einem offenen Schnitt"

Auch dort arbeiten Medizintechniker an immer präziseren Geräten. Kleinere und hellere Lichtquellen beispielsweise oder Kameras mit einer höheren Bildqualität. Mit ihnen kann man Tumore besser erkennen, sagt Dr. Clemens Scholz. Er ist Vorstandsmitglied der W.O.M. World of Medicine AG, die genau solche Geräte entwickelt. "Das Sehen ist einer der wichtigsten Sinne für den Chirurgen. Den Tumor bei einem Minimal Invasiven Eingriff fast so deutlich zu sehen, wie bei einem offenen Schnitt - das ist für den Chirurgen enorm wichtig. Er kann so viel einfacher erkennen, wo das entartete Gewebe anfängt und wo es aufhört", so Scholz.

Mit den immer präziseren Geräten haben sich Krebsdiagnose und -therapie erheblich verbessert, führt Prof. Schlag weiter: "Für einen Chirurgen ist solch ein Eingriff immer ein Spagat. Einerseits muss der Tumor komplett entfernt werden, so dass keine Krebszellen zurückbleiben. Andererseits darf dabei aber nur soviel gesundes Gewebe weg geschnitten werden, wie unbedingt nötig." Ein kosmetischer Spagat zum Beispiel bei Brustkrebs, ein lebenswichtiger Spagat dagegen bei Lungen- oder Leberkrebs. Denn wird an diesen Organen zu viel gesundes Gewebe entfernt, kann das zu Organausfällen führen.

Operation und Bestrahlung virtuell am Computer


Hilfe bringen auch Computerprogramme. Mit ihnen kann der Chirurg ganze Operationen mittlerweile vorplanen. Und nicht nur er profitiert von der Technik. "Von welcher Seite komme ich am besten an den Tumor ran, das ist nicht nur für den Chirurgen, sondern auch für den Strahlentherapeuten wichtig", sagt Schlag. Für einen Bestrahlungsplan werden zum Beispiel die Daten von Computer- und Kernspintomographien übereinander gelegt, erklärt sein Kollege Prof. Budach: "Noch bevor überhaupt der erste Strahl auf den Patienten trifft, wird virtuell vorherberechnet, wie die Wirkung auf den Tumor ist und welche Risiken auf den umliegenden Organen liegen." Ziel: den Tumor komplett zu zerstören und dabei gleichzeitig die Risikoorgane zu schonen.

Schonen wollen Forscher den Patienten auch mit der "Target Therapy" - der zielgerichteten Therapie. "Mit ihr kann man anhand eines Genprofils vorhersagen, ob zum Beispiel ein Medikament bei einem Patienten wirken wird. Oder ob eine Chemotherapie anschlagen wird oder nicht", sagt Prof. Dr. Antonio Pezzutto. Er ist Direktor der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie an der Charité. Vielen Patienten könnte man damit eine Chemotherapie ersparen, von der sie sowieso nicht profitieren und stattdessen nur unter den Nebenwirkungen zu leiden haben. Möglich ist das schon heute,
nur ist die Target Therapy zu zeitaufwendig und zu teuer, um sie bei jedem Krebspatienten einzusetzen.

Zukunft: Therapien zielgerichteter einsetzen

Für Pezzutto liegt hier die Zukunft der Krebsbehandlung: Therapien zielgerichteter einsetzen und auf den Patienten noch individueller abstimmen. Doch neue Therapien, neue Medikamente zu entwickeln, kostet sehr viel Geld. Aber nur dem Anschein nach, sagt Prof. Schlag. "Wenn man genauer über den Einsatz der Therapien nachdenkt und entscheidet, welche Methode zu welchem Zeitpunkt genau die richtige ist, dann kann eine Krebstherapie viel effektiver gestaltet werden."

Diese Möglichkeiten zu erforschen, dafür haben Experten jede Menge Zeit. Früherkennung und Prävention haben die Heilungschancen zwar enorm ansteigen lassen, aber dass Krebs jemals heilbar sein wird, davon ist keiner der vier Forscher überzeugt. Aber immerhin, gibt Prof. Schlag zu bedenken: "Vor zehn Jahren hätte auch noch niemand gedacht, dass Tuberkulose fast jemals ausgerottet sein wird. Heute ist die Krankheit zum Großteil heilbar. Warum sollte uns das nicht auch beim Krebs gelingen."

Quelle: Kristin Krüger / TSB Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin

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Umfassende und verständliche Informationen für Tumorschmerzpatienten
Internetauftritt des Krebsschmerz-Informationsdienstes (KSID) technisch verbessert und thematisch neu aufbereitet

30.03.2006 - Wie können Tumorpatienten mit Schmerzen umgehen? Was können Angehörige tun? Ausführliche Antworten zu diesen und weiteren Fragen zum Thema Schmerz bei Krebs gibt der Krebsschmerz-Informationsdienst KSID des Deutschen Krebsforschungszentrums telefonisch, per E-Mail oder auch über www.ksid.de. Um Betroffene noch besser über Schmerzen bei Krebs zu informieren, erscheint der Internetauftritt des Dienstes ab sofort in neuer Gestalt und mit vielen inhaltlichen Erweiterungen.

Dank moderner Methoden der Schmerztherapie können heute bis zu 90 Prozent der Tumorpatienten, die unter Schmerzen leiden, Linderung oder gar Schmerzfreiheit erfahren. Um eine wirkungsvolle Behandlung zu erreichen, müssen sich Betroffene und behandelnde Ärzte regelmäßig über den Therapieverlauf austauschen. Doch nur wenn Patienten in der Lage sind, ihre Schmerzen genau wahrzunehmen und zu beschreiben, kann eine erfolgreiche Therapie durchgeführt werden.

Informationen zu allen krebsschmerzbezogenen Fragen bietet KSID auf neuen, technisch verbesserten Internetseiten. Neben der graphischen Umgestaltung der Seiten wurden die Inhalte neu aufbereitet und um weitere Themenkomplexe ergänzt. Betroffene erhalten nun Auskunft darüber, wie Schmerzen entstehen, wie sie wahrgenommen werden und welche Therapiemöglichkeiten existieren. Die verbesserte Navigation mit Suchfunktion unterstützt den Nutzer dabei, schnell zu finden, wonach er sucht.


Bei der Überarbeitung der Webseiten hat sich KSID an den Bedürfnissen der Schmerzpatienten orientiert: So gibt beispielsweise die Rubrik "Fragen zu Morphin" Antworten auf häufig gestellte Fragen zu dem Schmerzmittel. Durch die Barrierefreiheit ist sichergestellt, dass Menschen mit Behinderungen die Informationen weitestgehend ohne fremde Hilfe abrufen können. Als Modul des von Dr. Hans-Joachim Gebest geleiteten Krebsinformationsdienstes KID ist das neue Seitenlayout von KSID auf dem gleichen Gerüst aufgebaut, das auch der Internetauftritt von KID www.krebsinformation.de nutzt. Aufgrund der stärkeren Verzahnung der beiden Internetauftritte können sich nun alle Krebspatienten mit nur wenigen Mausklicks über allen wichtigen Fragen zum Thema Krebs informieren.

Auch ohne Internetzugang können Krebspatienten zum Thema Schmerz und Palliativmedizin umfassende, fachliche Informationen erhalten: Speziell geschulte Mitarbeiterinnen beantworten kostenlos und anonym Montags bis Freitags von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 06221/42-2000 Fragen zu diesen Themenbereichen. Zudem kann die Broschüre "Krebsschmerz - was tun?" kostenlos über den Krebsinformationsdienst KID bezogen werden.

KSID ist ein Angebot des Deutschen Krebsforschungszentrums. Das Projekt wurde von 2001 bis Mitte 2005 von den Spitzenverbänden der Krankenkassen als Modellprojekt nach §65b gefördert und wurde danach als Modul in Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschunszentrum integriert.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

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Gesund bleiben nach Krebs

Stuttgart - 16.03.2006 (ots) - Krebspatienten, die ihre medizinische Therapie abgeschlossen haben, fühlen sich häufig hilflos und haben Angst davor, dass die Erkrankung erneut ausbricht. Sie suchen gezielt Wege, um dies zu verhindern. Viele sind jedoch durch die zahlreichen Methoden verunsichert. Professor Dr. med. Josef Beuth stellt in dem Ratgeber "Gesund bleiben nach Krebs" (TRIAS Verlag, Stuttgart. 2006) Nachsorge-Verfahren vor und bewertet sie aus wissenschaftlicher Sicht.

Sind Chemo-, Strahlen- beziehungsweise Hormontherapie beendet, fallen viele Betroffene in ein so genanntes Therapieloch. Von ihrem Arzt erhalten sie meist nur den Rat 'ganz normal weiterzuleben'. "Dieser ärztliche Hinweis erfüllt die meisten Betroffenen eher mit Skepsis und Unbehagen, als dass er wirklich weiterhelfen könnte", kritisiert Beuth, der sei 1999 das Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität Köln leitet. Es sei also kein Wunder, dass Patienten Tipps von Angehörigen, Freunden oder auch selbst ernannten Spezialisten annehmen. "Die Erkrankung lockt jedoch viele zweifelhafte Anbieter an, die Betroffene mit haltlosen Versprechen finanziell auszunehmen versuchen. Gesundes Misstrauen ist also angesagt", sagt Beuth.

In seinem Ratgeber "Gesund bleiben nach Krebs" zeigt er Patienten wissenschaftlich gesicherte Maßnahmen zur Vorbeugung eines Rückfalls oder einer erneuten Krebserkrankung auf. Neben den anerkannten Maßnahmen stellt Beuth auch die zweifelhaften Diagnostik- und Therapiemaßnahmen vor und begründet, warum diese Methoden aufgrund der medizinisch-wissenschaftlichen Einschätzung nicht oder noch nicht als hilfreiche Maßnahme sinnvoll sind. In den Kategorien Ernährung, Sport, seelische Balance, Immunsystem, vorbeugende Maßnahmen und Diagnostik- und Therapieangebote informiert der Ratgeber unter anderem über Entspannungstraining, Psychoonkologie, Nahrungsergänzungsmittel, Akupunktur, Mistelprodukte, Enzymtherapie und nicht hinreichend geprüfte Ansätze wie Colon-Hydro-, Magnetfeld- oder Fiebertherapie.

Josef Beuth
Gesund bleiben nach Krebs
TRIAS Verlag, Stuttgart. 2006
EUR 14,95
ISBN 3 8304 3295 X


Quelle: TRIAS Verlag

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Derselbe Krebs, verschiedene Achillesfersen

08.03.2006 - Beim Kampf gegen Krebs sollte der Arzt seine Waffen mit Bedacht wählen: Sogar bei derselben Krebsart können Medikamente individuell völlig unterschiedlich wirken. Das zeigt eine Studie, die Mediziner der Universität Bonn zusammen mit Kollegen der kanadischen University of Alberta durchgeführt haben. Die Analyse umfasste 57 Patienten, bei denen so genannte neuroendokrine Tumoren gefunden worden waren. Sie wurden mit zwei Stoffen untersucht, die unterschiedliche Tumorzielstrukturen erkennen. Welche Substanz jeweils besser wirkte, hing unter anderem von der Aggressivität des Tumors ab. Bei mehr als der Hälfte der Patienten ließ sich durch den geeigneten Wirkstoff das Krebswachstum stoppen; bei manchen schrumpften die Tumoren sogar. Die Studie ist in der Februar-Ausgabe des renommierten Journal of Nuclear Medicine erschienen. Durchfälle, Hitzewallungen, Asthma, Hautprobleme, Alkoholunverträglichkeit: Neuroendokrine Tumoren können sich auf völlig unterschiedliche Weise äußern. "Wenn die ersten Symptome auftreten, hat der Krebs meist schon gestreut", erklärt der Bonner Nuklearmediziner Dr. Samer Ezziddin. "Operativ lässt sich die Erkrankung dann meist nicht mehr behandeln."

Glücklicherweise wachsen die Tumoren in der Regel relativ langsam. Dennoch kann die Erkrankung den Betroffenen das Leben zur Hölle machen: Viele Geschwulste bilden nämlich Hormone, die beispielsweise das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen können. "Die Patienten müssen dann 20 oder 30 Mal am Tag auf die Toilette", sagt Ezziddin. "Es ist ihnen damit kaum möglich, ein einigermaßen normales Leben zu führen."

Radioaktives Etikett für kranke Zellen

Die Krankheit ist relativ selten; in der Bundesrepublik werden weniger als 3.000 Neuerkrankungen pro Jahr registriert. Am häufigsten sind neuroendokrine Tumoren des Magen-Darm-Traktes. Sie entstehen durch Mutation aus bestimmten Zellen im Verdauungssystem, die Hormone produzieren und dadurch den Verdauungsvorgang regulieren. Manche Tumoren "erben" diese Fähigkeit, andere dagegen nicht. Außerdem können sie sich in ihrer Teilungsrate deutlich unterscheiden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat daher die neuroendokrinen Tumoren in verschiedene Kategorien eingeteilt. "Wir konnten in unserer Studie feststellen, dass Tumoren aus verschiedenen Kategorien auch mit unterschiedlichen Medikamenten behandelt werden sollten", erklärt Dr. Ezziddin.

Die meisten neuroendokrinen Tumoren haben eine schöne Eigenschaft: Sie tragen auf ihrer Oberfläche ungewöhnlich viele Rezeptoren für das so genannte Somatostatin. Mediziner machen sich das zunutze, indem sie an das Somatostatin eine Art radioaktives Etikett kleben. Die derart veränderte Substanz bindet in großen Mengen an die Krebszellen und wird von ihnen aufgenommen. Die strahlenden Zellen lassen sich dann sichtbar machen. Dieses Verfahren eignet sich sogar für die Therapie, da die radioaktive Strahlung die Tumorzellen schädigt oder gar vernichtet. "Und zwar wirklich fast nur die Krebszellen", betont Ezziddin; "entsprechend gering sind die Nebenwirkungen. Viele Patienten merken von der Behandlung kaum etwas; andere klagen vorübergehend über Unwohlsein."

Nachteil dieser Methode ist nur, dass sie nicht immer gleich gut funktioniert. Von den 57 Patienten, die der Nuklearmediziner zusammen mit Kollegen aus der Pathologie und der Abteilung für diagnostische Bildgebung aus Alberta untersucht hat, sprachen diejenigen mit einer besonders aggressiven Krebsvariante lediglich auf die Somatostatin-Präparate an. Bei langsamer wachsenden Tumoren half dagegen oft ein anderer Wirkstoff: Das ebenfalls radioaktive MIBG. "Krebszellen einer bestimmten Kategorie können noch Verdauungshormone bilden", erklärt Ezziddin. "Dazu nutzen sie MIBG fälschlicherweise als Ausgangssubstanz, so dass sich die radioaktive Substanz ebenfalls in den Zellen anreichert und sie schädigt." Gegen langsam wachsende Tumorzellen, die Hormone produzieren können, ist MIBG daher sehr gut geeignet.

Verschwinden lassen die Medikamente die Tumoren zwar nicht. Sie schädigen die Geschwulste aber immerhin so stark, dass diese nicht mehr wachsen können. "Das klappt in mehr als der Hälfte der Fälle", sagt der Mediziner. Mindestens ebenso wichtig ist aber, dass die Krebszellen nach der Behandlung fast keine Hormone mehr ausschütten. "Und damit verschwinden dann meist auch die quälenden Symptome."

Quelle: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

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Neue Hoffnung für Krebspatienten durch innovatives Medikament

Hamburg (ots) - 12.12.2005 - Neue Therapien sollen der Diagnose Krebs den Schrecken nehmen. Im Mittelpunkt stehen dabei Wirkstoffe aus den Hightech-Laboren der Biotechnologie, die mikrobiologisch und/oder gentherapeutisch hergestellt werden, wie die Zeitschrift VITAL in ihrer neuen Ausgabe berichtet. Die neuen Medikamente werden derzeit noch kombiniert mit herkömmlichen Krebstherapien angewandt und sollen die Erfolgschancen bei der Tumorbekämpfung deutlich erhöhen.

"Tumorzellen sind äußerst schlau und flexibel. Sie passen sich sehr schnell der Umgebung an", erklärt Dr. Axel Ulrich vom Münchner Max-Planck-Institut für Biochemie. "Deshalb kam die Idee auf, nicht den Tumor selbst, sondern die Funktionen des Körpers anzugreifen, die der Tumor als Parasit für sich nutzt." Die neuen Medikamente gehen schonender mit dem Patienten um. Sie starten keinen Generalangriff auf den Körper, sondern greifen gezielt in den Stoffwechsel der Krebszelle ein, der parasitär auch mit dem eigenen Körper vernetzt ist.

Aufsehenerregende Erfolge gibt es in diesem Zusammenhang beispielsweise mit dem Medikament "Herceptin". Es stoppt das Tumorwachstum und wird bei Brust- und Eierstockkrebs eingesetzt. Medikamente mit dem Wirkstoff Bevacizumab, die hauptsächlich bei Darmkrebs eingesetzt werden, lassen den Krebs regelrecht verhungern, und auch hier sind die Ergebnisse ermutigend. "Wir haben Patienten gesehen, deren Tumor nach der Gabe des Wirkstoffs zum Stillstand gekommen ist", sagt Professor Gerd Nagel von der Freiburger Klinik für Tumorbiologie.

Zugleich arbeiten Forscher an einer Krebs-Imfung. In klinischen Studien haben sich zwei so genannte therapeutische Impfstoffe gegen Nierenzellen- und Hautkrebs bewährt. Dabei wird der Tumor vom Immunsystem des Körpers attackiert und bildet sich zurück. Das Risiko einer Wiedererkrankung verringert sich um 30 Prozent. Bei 330.000 Bundesbürgern wird jährlich Krebs diagnostiziert. Die Krankheit steht nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen an zwei ter Stelle der häufigsten Todesursachen. Mehr als die Hälfte der Patienten kann mittlerweile allerdings geheilt werden.

Quelle: VITAL

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Passivrauchen als extreme Gesundheitsgefahr
Deutsches Krebsforschungszentrum stellt neue Studie vor

Heidelberg - 07.12.2005 - Nach einer heute, Mittwoch, veröffentlichten Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums http://www.dkfz.de wird die Gefahr durch Passivrauchen extrem unterschätzt. Tabakrauch in Innenräumen sei keine Belästigung, sondern eine Gesundheitsgefährdung mit Todesfolgen. Allein in Deutschland sterben jährlich mehr als 3.300 Nichtrauchen an den Folgen des Passivrauchens, rechnen die Experten vor. Als dringend notwendig erachten die Verfasser der Studie Gesetze zum umfassenden Nichtraucherschutz in öffentlichen Räumen zu erlassen, die auch für die Gastronomie gelten.

rauchende Zigarette
"Auch kleinste Belastungen können zur Entwicklung von Tumoren beitragen"
Bild: Photocase

"Passivrauch enthält giftige Substanzen wie Blausäure, Ammoniak und Kohlenmonoxid, aber auch eine Vielzahl krebserregender Stoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, N- Nitrosamine, aromatische Amine, Benzol, Vinylchlorid, Arsen, Cadmium, Chrom und das radioaktive Isotop Polonium 210", so die Studienleiterin Martina Pötschke-Langer im pressetext-Interview. Das Bedrohliche sei, dass für die im Passivrauch enthaltenen krebserregenden Substanzen keine Dosis-Schwellenwerte festgestellt werden können, unterhalb derer keine Gesundheitsgefährdung zu erwarten wäre. "Auch kleinste Belastungen können zur Entwicklung von Tumoren beitragen", erklärte die Autorin.

Die Autoren sehen das Ausmaß der Tabakrauchbelastung als beträchtlich: Allein in Deutschland werden über 170.000 Neugeborene jährlich bereits im Mutterleib den Schadstoffen des Tabakrauches ausgesetzt. Geschätzte acht Mio. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren leben in einem Haushalt mit mindestens einem Raucher. Mehr als 35 Mio. Nichtraucher werden zu Hause, am Arbeitsplatz oder in ihrer Freizeit mit den Schadstoffen des Passivrauchs belastet. Allein am Arbeitsplatz sind noch immer etwa 8,5 Mio. Nichtraucher dem Zigarettendunst der rauchenden Kollegen ausgesetzt. "Die Gesetzgeber müssen in die Pflicht genommen werden, um endlich rauchfreie öffentliche Gebäude und gastronomische Betriebe zu schaffen", so Pötschke-Langer. Untersuchungen hätten gezeigt, dass 80 Prozent der Deutschen dies wünsche. Die Expertin nimmt an, dass die Zahlen in Österreich ganz ähnlich sind.

Die Folgen des Passivrauchens reichen von akuter Reizung der Atemwege, erhöhter Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zu chronischen Krankheiten mit Todesfolge. Die Studien-Koautoren, die Epidemiologen Ulrich Keil von der Universität Münster und Heiko Becher von der Universität Heidelberg, errechneten erstmals die Opferzahlen unter den Passivrauchern: Demnach sterben jährlich schätzungsweise 2.140 Nichtraucher an einer koronaren Herzkrankheit, 770 Nichtraucher an Schlaganfall, 50 Nichtraucher an chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen und 260 Nichtraucher an Lungenkrebs. Etwa 60 Säuglinge sterben jährlich durch Passivrauch im Haushalt sowie durch vorgeburtliche Schadstoffbelastungen, weil die Mutter während der Schwangerschaft rauchte.

"An den Folgen des Passivrauchens versterben in Deutschland derzeit jährlich vermutlich mehr als 3.300 Nichtraucher, das sind mehr Todesfälle als gegenwärtig pro Jahr in Deutschland durch illegale Drogen, Asbest, BSE und SARS zusammen", haben Keil und Becher errechnet. Zusätzlich ist das Passivrauchen auch an der Entwicklung zahlreicher nicht tödlicher Fälle von koronarer Herzkrankheit, Schlaganfall und chronisch- obstruktiven Lungenerkrankungen mitverantwortlich.

Dass in Österreich und Deutschland die Situation mit dem Rauchverhalten so sei, führt Langer-Pötschke auf den Lobbyismus der Tabakindustrie zurück. "Die Tabakindustrie gibt jährlich 300 Mio. Euro für Marketing und Sponsoring aus." Das soll auch die soziale Akzeptanz des Tabakkonsums aufrecht erhalten, beklagt sich die Expertin, die sich eine größere Sensibilisierung des Themas wünscht.

Quelle: pte

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Grüntee: Krebsschutz bestätigt -
Amerikanische Gesundheitsbehörde empfiehlt Tee zur Vorbeugung

Teekräuter
Bild: Photocase

Baierbrunn (ots) - 23.11.2005 - Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA empfiehlt nun grünen Tee zur Krebsvorbeugung, berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Damit bestätigt die einflussreiche Institution, was verschiedene Studien zeigten: Grüner Tee – das ist der nicht fermentierte Schwarztee – entfaltet gegen verschiedene Krebsarten eine vorbeugende Wirkung. Forscher machen dafür vor allem den Wirkstoff Epigallocatechingallat (EGCG) verantwortlich. Er gehört zu jenen Substanzen, welche die Körperzellen vor aggressiven Sauerstoffverbindungen schützen.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Mediziner: Jeder dritte Krebstod vermeidbar

18.11.2005 - Ein beträchtlicher Anteil der Todesfälle durch Krebs ist vermeidbar, hat eine internationale Forschergruppe ermittelt. Ihrer Schätzung zufolge, vorgestellt im Fachblatt "The Lancet", gingen im Jahr 2001 2,43 von 7 Millionen tödlichen Krebserkrankungen auf ungesunde Verhaltensweisen bzw. Umwelteinflüsse zurück.

"Die primäre Vorbeugung durch Beeinflussung von Lebensweise und Umweltfaktoren bleibt der wichtigste Weg, die weltweite Krebslast zu reduzieren", erklärt Majid Ezzati von der Harvard University in Boston, Massachusetts. Dies gelte umso mehr, als der medizinische Fortschritt die Sterblichkeit von Krebspatienten weniger stark reduziert habe als beispielsweise die von Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen.

Ezzati und seine Kollegen analysierten Studien, Regierungsberichte und Datenbanken internationaler Organisationen zum Einfluss von neun Faktoren auf das Risiko, an einer von zwölf Krebsarten zu erkranken. Dann ermittelten sie, wie stark die Bevölkerung in verschiedenen Regionen der Welt diesen Risikofaktoren ausgesetzt ist, und schätzten den Anteil der darauf zurückführbaren Todesfälle durch Krebs.

Bei Männern und Frauen waren demnach 1,6 bzw. 0,8 Millionen Todesfälle durch Krebs vermeidbar, insgesamt 1,67 Millionen davon in Ländern mit mittlerem bzw. geringem Pro-Kopf-Einkommen. Den größten Beitrag leisteten in allen Ländern Rauchen und Alkoholkonsum. Die nächst bedeutenden Faktoren waren Übergewicht bzw. Fettleibigkeit in reichen Ländern, in ärmeren Ländern dagegen geringer Verzehr von Obst und Gemüse.

Besonders stark war der Einfluss grundsätzlich vermeidbarer Risikofaktoren beim Gebärmutterhalskrebs: Ezzati und Kollegen schätzen, dass praktisch alle resultierenden Todesfälle auf ungeschützten Geschlechtsverkehr zurückgehen. Die weiteren berücksichtigten Risikofaktoren waren Heizen und Kochen mit festen Brennstoffen, Luftverschmutzung in Städten und Injektionen mit kontaminierten Spritzen.


Forschung: Goodarz Danaei und Majid Ezzati, Department of Population and International Health, Harvard School of Public Health, Harvard University, Boston, Masachusetts; Steohen Vander Hoorn, Clinical Trials Research Unit, University of Auckland, Auckland; und andere

Quelle: scienceticker

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Digitale Gutachter verbessern Krebsvorsorge
 

10.11.2005 - Ärzte können ihre Diagnosen mit Hilfe von Computern verbessern. Siemens hat dazu verschiedene Verfahren entwickelt, die riesige Datenmengen sinnvoll und rasch auswerten, wie das Forschungsmagazin Pictures of the Future berichtet. Beispiel Lungenkrebs: Bei Untersuchungen des Brustraums mit Computertomographen entstehen etwa 1000 Einzelbilder, die ein Radiologe beispielsweise auf verdächtige Lungenknötchen durchforsten muss. Lungenkrebs gehört zu den häufigsten und bösartigsten Tumoren. Wie bei anderen Krebsarten sind die Therapieaussichten jedoch umso größer, je früher die Krankheit erkannt wird. Die Software hilft dabei, indem sie die Bilder automatisch auswertet und verdächtige Knötchen markiert. Das erspart Ärzten Routinearbeit, und sie können sich den wichtigsten Befunden eingehender widmen.

Das Bild zeigt eine Besprechung beim Arzt nach einer virtuellen Koloskopie.
Quelle: Siemens InnovationsNews

Die Software LungCARE NEV ist bereits auf dem Markt erfolgreich. Sie wird in mehr als 100 Kliniken weltweit eingesetzt. NEV kann Knötchen mit Durchmessern von nur drei Millimetern erfassen. Sie erkennt die Strukturen, die zu einer Liste von Knötchen-Charakteristika passen. Wenn ein Radiologe die Lunge eines Patienten analysiert, arbeitet NEV gleichzeitig im Hintergrund. Das Programm markiert verdächtige Stellen, die er eventuell übersehen hat. Nach Angaben von Siemens Medical Solutions arbeiten Ärzte mit diesen Techniken zehn bis 30 Prozent genauer als zuvor. Bei späteren Untersuchungen kann die Software zwei Scans automatisch vergleichen und feststellen, ob sich ein verdächtiges Knötchen zwischenzeitlich verändert hat. Die neuesten Richtlinien der US-Gesundheitsbehörde FDA fordern, dass NEV „als Zweitgutachter“ eingesetzt wird. Mit steigendem Vertrauen der Radiologen in die neue Technik könnte NEV aber künftig auch als „unabhängiger Gutachter“ oder sogar für Erstdiagnosen zugelassen werden.

Auch bei der virtuellen Darmspiegelung kann eine Software helfen, verdächtige Polypen aufzuspüren. Führende Mediziner verwenden zur Untersuchung des Darms heute einen Computertomographen. Dabei können – wie bei einer konventionellen Darmspiegelung – Polypen übersehen werden. Um die Genauigkeit zu verbessern, hat Siemens kürzlich die Software syngo Colonography PEV (Polyp Enhanced Viewing) herausgebracht. Das System ist das erste von der FDA zugelassene Zweitgutachter-Produkt für die Koloskopie. Genau wie NEV bei Lungenknötchen verwendet PEV auf Expertenwissen basierende Algorithmen und empirische Lernverfahren, um verdächtige Strukturen zu entdecken und zu analysieren. Im Größenbereich ab sechs Millimetern hat das System eine Genauigkeit von etwa 95 Prozent und ist damit ähnlich gut wie ein Experte. Gefährlich werden Polypen erst ab etwa einem Zentimeter Größe. (IN 2005.11.3)

Quelle: Siemens InnovationsNews

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Forscher: Familiäres Krebsrisiko wird überschätzt

02.11.2005 - Wenn mehrere Krebsfälle in einer Familie auftreten, liegt die Ursache weniger oft in Erbgut oder Umwelt als bislang angenommen. Zu diesem Schluss kommt ein deutsch-schwedisches Forscherduo im "Journal of the National Cancer Institute". Der erste Krebsfall scheint die Verwandten aufzuschrecken, sodass diese häufiger zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Auf diese Weise werden auch solche Tumoren entdeckt, die ansonsten unauffällig geblieben wären.


Bild: Photocase

"Unsere Daten zeigen deutlich, dass eine Krebserkrankung eines nahen Angehörigen das familiäre Krebsrisiko künstlich steigert", erklärt Kari Hemminki vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und vom Karolinska Institutet in Huddinge. "Dieser Effekt sollte bei der medizinischen Beratung zu familiären Krebsrisiken unbedingt berücksichtigt werden, um die Rat Suchenden nicht unnötig zu verunsichern."

Sollte die Signalwirkung des "ersten" Krebsfalles in einer Familie tatsächlich eine Rolle spielen, so die Überlegung Hemminkis und seines Kollegen Justo Lorenzo Bermejo, sollten im ersten Jahr nach dessen Diagnose besonders häufig weitere Fälle entdeckt werden. Tatsächlich fanden die beiden Epidemiologen dieses Muster in den im schwedischen Familienkrebsregister gespeicherten Daten von 1,68 Millionen Geschwistern und Kindern von fast 0,85 Millionen Krebspatienten.

So wurde bei Töchtern von Brustkrebs-Patientinnen im ersten Jahr nach der Diagnose 4,78-mal häufiger lokal begrenzter Brustkrebs festgestellt als in der Allgemeinbevölkerung. Fünf Jahre nach der Diagnose betrug der Faktor noch 1,97. Ähnlich bei Kindern von Melanom-Patienten: Im ersten bzw. fünften Jahr nach der Diagnose wurde der aggressive Hautkrebs bei ihnen 8,27-mal bzw. 3,18-mal häufiger diagnostiziert als in der Allgemeinbevölkerung. Auch bei Geschwistern von Patienten mit Brust-, Gebärmutterhals- oder Prostatakrebs fand das Forscherduo einen solchen vorübergehenden Anstieg der Diagnoserate.


Forschung: Justo Lorenzo Bermejo und Kari Hemminki, Abteilung Molekulargenetische Epidemiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg, und Department of Biosciences at Novum, Karolinska Institute, Huddinge

Veröffentlicht in Journal of the National Cancer Institute, Vol. 97(21), 2. November 2005, pp 1575-9, DOI 10.1093/jnci/dji338

Quelle: Scienceticker

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Verbesserung des Immunsystems zur Bekämpfung von Krebs -
ART erhöht Anzahl der T-Zellen um das Tausendfache

Rochester (pte) - 26.09.2005 - Wissenschafter der Mayo Clinic http://www.mayo.edu haben ein Verfahren zur Verbesserung des Immunsystems entwickelt, das auch helfen soll eine Krebserkrankung abzuwehren. Inspiriert wurde das Team durch die Beobachtungen bei Pflegepersonal, das aus Versehen mit HIV in Kontakt gekommen war und anschließend eine antivirale Behandlung erhielt. Die Betroffenen blieben in der Folge gesund und erkrankten nicht an HIV. Die Behandlung erhöhte vielmehr die Anzahl der zur Bekämpfung der Infektion im Körper gebildeten Immunzellen drastisch. Die Wissenschafter gehen daher davon aus, dass Medikamente auf ähnliche Art und Weise zur Behandlung von Krebs eingesetzt werden könnten.

Das Team um David McKean konzentierte sich auf die so genannte antiretrovirale Therapie (ART). Diese Behandlungsform scheint die Anzahl der T-Zellen um das Tausendfache zu erhöhen. Die Anzahl der T-Zellen erhöhte sich auch bei älteren Menschen, die generell weniger T-Zellen bilden. In der Folge führten die Wissenschafter einige Experimente mit Mäusen durch, um sicherzustellen, dass ART das Immunsystem nicht fälschlicherweise dazu brachte, den Wirt anstelle der Krankheitserreger anzugreifen. Es stellte sich jedoch heraus, dass das nicht der Fall war.

Diese Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Verabreichung von ART zur Verbesserung einer Immunität gegen Erkrankungen wie Krebs nicht schädlich wäre. Die Wissenschafter haben sich bereits mit der Entwicklung von Impfstoffen gegen Krebs beschäftigt. Laut McKean sei es vorstellbar, ART als Möglichkeit einzusetzen, Tumorbestandteile zur Immunisierung der Krebspatienten gegen ihre eigenen Krebszellen zu nutzen. Derzeit sei dieses Ziel nur schwer zu erreichen, da Tumore eine Reihe von löslichen Produkten abgeben, die das Immunsytem behindern aber noch nicht erforscht sind. "Wenn es uns gelingt, ART Medikamente bei Krebspatienten für die Erhöhung der Anzahl der neu gebildeten T-Zellen einzusetzen, können wir die Wahrscheinlichkeit eines funktionierenden Impfstoffes gegen Krebs erhöhen." ART könnte laut BBC die Anzahl der T-Zellen soweit erhöhen, dass auch Patienten, die nicht gut auf Impftoffe ansprechen, eine erfolgreiche Immunabwehr erzielen.

Quelle: pte

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Krebs überleben: Wie lange bleibt man eigentlich Patient?

23.09.2005 -  Immer mehr Menschen überstehen eine Krebserkrankung: Wie in den USA und anderen Industrieländern steigen auch in Deutschland die Heilungsraten. Was kommt auf einstige Krebspatienten zu? Wird alles wie vorher? Oder hat sich das Leben zwangsläufig drastisch verändert? Womit Betroffene und ihre Angehörigen rechnen müssen, hat der Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums auf seiner Internet-Seite www.krebsinformation.de im Aktuellen Hintergrund "Krebs überleben" zusammengestellt.

In der Krebstherapie hat ein Umdenken eingesetzt: Die langfristige Lebensqualität gewinnt angesichts der steigenden Heilungsraten und verbesserten Möglichkeiten der palliativen Behandlung für Betroffene und ihre Ärzte schon bei der Therapieplanung an Bedeutung. Nach wie vor spielt auch der persönliche Umgang mit der Krankheit eine große Rolle. KID geht deshalb im Aktuellen Hintergrund nicht nur auf mögliche körperliche Folgen ein, sondern thematisiert auch Faktoren, die die Krankheitsverarbeitung beeinflussen können. Familie und Freunde beeinflussen diesen Prozess ebenso wie die Situation am Arbeitsplatz und die Angst vor finanziellen Folgen der Erkrankung. KID weist im "Aktuellen Hintergrund" sowohl auf Beratungsmöglichkeiten als auch auf psychologische Bewältigungsstrategien hin. Zum Umgang mit praktischen Problemen im Alltag haben vor allem Selbsthilfeorganisationen ein enormes Wissen gesammelt.

Auf seinen Internet-Seiten zeigt der Krebsinformationsdienst, wie Patienten mit anderen Betroffenen in Kontakt treten und sich eventuell sogar selbst engagieren können: Die ursprünglich aus den USA stammende Bewegung der "Cancer Survivors" verändert auch in Deutschland die Situation und das Selbstverständnis von Selbsthilfeorganisationen. Viele Menschen, die eine Krebserkrankung überlebt haben, setzen sich heute aktiv für ihre Belange in Politik und Gesellschaft ein. Auch die Beteiligung von Patienten an Entscheidungen im Gesundheitswesen ist in den letzten Jahren gewachsen.

Dem Geschäft mit der Angst sollten sich (ehemalige) Patienten auf keinen Fall ausliefern, warnt der Krebsinformationsdienst: Inzwischen gibt es eine fast nicht überschaubare Zahl meist frei verkäuflicher Mittel, die - so das Werbeversprechen der Anbieter - vor einem Rückfall schützen sollen. Kaum eines davon gilt unter Fachleuten jedoch als sinnvoll oder ist gar Bestandteil aktueller Therapieleitlinien. Um sich vor solchen möglicherweise unseriösen Angeboten schützen zu können, brauchen Patienten Zugang zu vertrauenswürdigen und neutralen Informationsquellen. Das Internet spielt dabei eine wichtige Rolle: Es liefert nicht nur Informationen, die noch vor wenigen Jahren lediglich Fachleuten zugänglich waren. Das Netz hat Patienten auch neue Möglichkeiten des Engagements eröffnet und ihren Anliegen eine gemeinsame Stimme verliehen.

Mit dem Thema "Krebs überleben" will der Krebsinformationsdienst nicht nur die vielfältigen Herausforderungen aufzeigen, die auf Krebspatienten zukommen können. Texte mit wissenschaftlich fundierten Informationen, Links und Verweise sollen vielmehr auf die vielen Hilfsangebote aufmerksam machen, die Betroffenen bei der Bewältigung heute zur Verfügung stehen.

Der Aktuelle Hintergrund "Krebs überleben - wie lange bleibt man eigentlich Patient?" ist abrufbar unter www.krebsinformation.de/Aktuelles_Thema/index.html. Der Krebsinformationsdienst (KID) steht Patienten, Angehörigen und Interessierten für individuelle Anfragen montags bis freitags von 8.00 bis 20.00 Uhr telefonisch unter 06221 - 41 01 21 zur Verfügung, per E-Mail unter krebsinformation@dkfz.de und im Internet unter www.krebsinformation.de.

KID wird als Angebot des Deutschen Krebsforschungszentrums gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung. Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Quelle: idw

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Neues Verfahren zur Behandlung von Krebs wirkt zweifach
Nanozellen erfolgreich an Mäusen getestet

Cambridge - 28.07.2005 - Wissenschafter des Massachusetts Institute of Technology http://web.mit.edu haben eine Nanozelle entwickelt, die sich in einen Tumor hineingraben, seine Blutversorgung unterbinden und eine tödliche Dosis von Antikrebsmitteln freisetzen kann. Dieses zweifach wirkende Behandlungsverfahren, das in einer winzigen Doppelkammer verpackt verabreicht wird, beschädigt gesunde Zellen nicht. Bei Mäusen wurde die Sicherheit und Wirksamkeit des Verfahrens bei Melanomen und einer Form von Lungenkrebs bereits nachgewiesen. Acht der zehn behandelten Tiere überlebten mehr als 65 Tage. Mäuse, die mit den besten derzeit zur Verfügung stehenden Verfahren behandelt wurden überlebten laut BBC nur 30 Tage lang. Unbehandelte Tiere starben nach 20 Tagen. Die Details der Forschungsergebnisse wurden in Nature http://www.nature.com veröffentlicht.

Das Verfahren kombiniert mit der Vergiftung der Tumorzellen und der Unterbrechung der Blutversorgung des Tumors zwei Ansätze zur Behandlung von Krebs. Bisher lag die Schwierigkeit der Durchführung dieses Ansatzes in der Durchführung der Chemotherapie nachdem die Blutgefäße durchtrennt worden waren. Zusätzlich müssen die erforderlichen Medikamente nach verschiedenen Gesichtspunkten freigesetzt werden. Die Substanzen zur Zerstörung der Blutgefäße sind über einen längeren Zeitraum erforderlich. Die Chemotherapie muss in zyklischen Abständen verabreicht werden. Das MIT-Team um Ram Sasisekharan bewältigte dieses Problem durch die Schaffung einer Struktur für die Nanozelle, die einem Ballon innerhalb eines Ballons ähnlich ist.

Die Wissenschafter beluden die äußere Membran der Nanozelle mit dem Medikament zur Zerstörung der Blutgefäße und die innere mit den Wirkstoffen für die Chemotherapie. Zusätzlich schufen sie eine Oberflächenchemie, die eine Entdeckung durch das Immunsystem verhinderte. Die Nanozelle wurde klein genug hergestellt, dass sie die Gefäße des Tumors passieren konnte. Für die Poren normaler Gefäße ist sie jedoch zu groß. Im Inneren des Tumors wird die äußere Membran aufgelöst und das antiangiogenetische Medikament sehr rasch freigesetzt. In der Folge brechen die den Tumor versorgenden Blutgefäße zusammen. So wird der geladene Nanopartikel im Inneren des Tumors eingeschlossen, wo er langsam die Chemotherapie startet.

Quelle: pte

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Hoffnung auf einfachen Speicheltest für Mundkrebs -
Drei Bakterientypen treten bei den meisten Erkrankungen auf


Foto: Pixelquelle

Boston - 07.07.2005 - Speichelbakterien könnten für einen einfachen Test zur Erkennung von Mundkrebs eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Forsyth Institute http://www.forsyth.org und des Dana Farber Cancer Institute http://www.dfci.harvard.edu gekommen. Die Wissenschafter identifizierten drei Bakterientypen, die bei mehr als 80 Prozent der Erkrankungen auftraten. Krebserkrankungen im Mundbereich werden normalerweise bei Untersuchungen durch den Zahnarzt erkannt. Im Anschluss daran werden Gewebeproben entsprechenden Tests unterzogen. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Journal of Translational Medicine http://www.translational-medicine.com/home veröffentlicht.

Die leitende Wissenschafterin Donna Mager erklärte, dass die Identifizierung dieser Bakterien Hoffnung auf die Entdeckung eines frühen Krebsmarkers mache. "Wenn weitere Studien diese Ergebnisse bestätigen, könnten groß angelegte Tests Leben retten." Derzeit liegt die Überlebensrate bei Mundkrebserkrankungen im Zeitraum von fünf Jahren nach der Diagnose laut BBC bei nur 54 Prozent. Verantwortlich dafür ist, dass viele Erkrankungen erst spät erkannt werden. Die Forscher gehen davon aus, dass eine frühe Diagnose in bis zu 90 Prozent der Fälle rettend sein könnte.

Das Team sammelte Speichelproben von 45 Patienten, die an OSCC (Oral Squamous Cell Carcinoma) litten. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die für 90 Prozent aller Mundkrebsfälle verantwortlich ist. Zusätzlich wurden Proben von 229 gesunden Personen ausgewertet. Die Proben wurden auf 40 verschiedene Bakterienarten gestestet. Es zeigte sich, dass sechs bei den Mundkrebspatienten in deutlich größeren Mengen vorhanden waren. Drei der Arten, Capnocytophaga gingivalis, Prevotella melaninogenica und Strepococcus mitis sagten bei mehr als 80 Prozent der Fälle eine Erkrankung korrekt voraus. Es sei derzeit nicht ausgeschlossen, dass diese Bakterien die Krebserkrankung verursachen. Für eine Klärung dieser Frage seien weitere Untersuchungen erforderlich.

Quelle: pte

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Zelle: Stress-Sensoren geben Befehl zum Selbstmord -
Funktion der Nukleoli beschränkt sich nicht nur auf Herstellung von Ribosomen

Heidelberg - 04.07.2005 - Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums DKFZ http://www.dkfz.de in Heidelberg haben entdeckt, dass Stress dazu führt, den Startschuss für das zelluläre Selbstmordprogramm (Apoptose) zu geben. Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Molecular Cell berichten, wird bei Stress das Apoptoseprotein p53 aktiviert. Dieses Protein stößt eine Signalkaskade an, die zum Absterben der Zelle führt.

Die Kernkörperchen, so genannte Nukleoli, übernehmen dabei die Funktion von Stress-Sensoren. Gesundheit und Wachstum einer Zelle hängen maßgeblich von funktionierenden Ribosomen ab. Ein essenzieller Bestandteil der Ribosomen, die ribosomale Ribonukleinsäure (rRNS), wird jedoch nur gebildet, wenn der Transkriptionsfaktor TIF-IA in den Nukleoli die RNS-Polymerase I dazu stimuliert, an die Gene für die ribosomale RNS anzudocken und eine Abschrift davon zu produzieren. Fehlt der Transkriptionsfaktor oder ist das Protein inaktiviert, kommt es zu gravierenden Veränderungen in den Nukleoli: die Zelle hört auf, sich zu teilen, und das Selbstmordprogramm läuft an.

Den beiden Molekularbiologinnen Ingrid Grummt http://www.dkfz-heidelberg.de/de/polymerase/index.html und Xuejun Yuan gelang es mit einem Forscherteam des DKFZ, genetisch veränderte Mäuse herzustellen, die kein TIF-IA bilden können. Diese Mäuse waren nicht überlebensfähig, die Embryonen starben bereits nach wenigen Tagen ab, außerdem waren die ungeborenen Tiere deutlich kleiner und weniger weit entwickelt als ihre normalen Artgenossen. Diese Forschungsergebnisse machen deutlich, dass sich die Funktion der Nukleoli nicht nur auf die Herstellung von Ribosomen beschränkt, sondern dass diese auch eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Zellerhalt und Zellwachstum spielen.

Die damit gewonnen Erkenntnisse sollen in der Krebstherapie Anwendung finden, denn eine Überproduktion von rRNS scheint ein erster Schritt in der Tumorentstehung zu sein.

Quelle: Pressetext Austria

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Einfacher Test stellt Fruchtbarkeit nach Krebsbehandlung fest -
Formel beruht auf Strahlungsmenge und Alter der Patientin

St. Andrews/Edinburgh - 01.07.2005 - Wissenschafter der University of St Andrews http://www.st-andrews.ac.uk und der University of Edinburgh http://www.ed.ac.uk haben ein Verfahren zur Vorhersage der weiblichen Fruchtbarkeit nach einer Krebsbehandlung entwickelt. Mittels einer einfachen Formel, die auf der Strahlungsmenge und dem Alter der Patientin bei der Behandlung basiert, kann die verbleibende fruchtbare Zeit berechnet werden. Mit Hilfe dieses Tests sollen Ärzte den betroffenen Frauen eine bessere Beratung bieten können. Die Studie wurde von der American Society for Therapeutic Radiology & Oncology herausgegeben.

Eine Strahlenbehandlung kann laut BBC die Eierstöcke beschädigen und zu einem verfrühten Eintreten der Wechseljahre führen. Bisher konnten Mediziner ihren Patientinnen nur sagen, dass ein Risiko besteht und waren nicht in der Lage es genau zu quantifizieren. Mit der neuen Formel sollte vorhersagbar werden, welche Strahlendosis bei einem Großteil der Frauen jeden Alters zu einer Unfruchtbarkeit führen kann. Eine Dosis von 12 Gray, die im Alter von 15 Jahren verabreicht wird, führt bei den meisten Frauen dazu, dass die Wechseljahre mit 19 Jahren erreicht werden. Dabei handelt es sich um die zur Behandlung einer Leukämie mit notwendiger Knochenmarkstransplantation typische Dosierung. Wenige Frauen wären sofort nach der Behandlung unfruchtbar, einige bleiben laut Hamish Wallace von der University of Edinburgh bis zum 23. Lebensjahr fruchtbar. Höhere Dosierungen vergrößern den Schaden. Ältere Frauen werden von geringeren Strahlenmengen stärker geschädigt, da sie bereits über eine geringere Anzahl von Eizellen verfügen.

Quelle: pte

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Wirkung von Krebsmedikamenten hängt von innerer Uhr ab -

München (ots) - 29.06.2005 - Neueste Forschungsergebnisse der so genannten Chronobiologie und Chronopharmakologie belegen: Unser Tagesrhythmus wird von einem zentralen Organ bestimmt, das fast alle Körperfunktionen steuert und dabei äußere Einflüsse wie Licht oder Arbeitszeiten mit berücksichtigt. Diese Erkenntnis hat entscheidende Konsequenzen für die Medizin, wie die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer Juliausgabe berichtet. Denn wenn ein Arzt weiß, wann etwa Niere oder Herz seines Patienten für Medikamente besonders aufnahmefähig sind, kann er diese sparsamer und zugleich effektiver einsetzen. Neueste Untersuchungen haben sogar ergeben, dass Krebsmitteln wesentlich geringere Nebenwirkungen zeigen, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt im Tagesrhythmus des Patienten eingenommen werden.

Quelle: Presseportal

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Harmloser Virus tötet Krebs -
AAV2 vernichtet gezielt krankhafte Krebszellen innerhalb von sechs Tagen

Hershey (pte) - 23.06.2005 - Nur sechs Tage benötigt ein harmloser und weit verbreiteter Virus um Brust-, Prostata-, und Gebärmutterhalskrebszellen in Laborkulturen zu töten. Das berichten die Forscher des Penn State College of Medicine http://www.hmc.psu.edu/college/ auf dem derzeit in Hershey stattfindenden Jahreskongress der American Society for Virology http://www.mcw.edu/asv/ . "Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Adeno.Associated Virus Typ 2 (AAV2) gezielt verschiedene Krebszellen abtöten kann, während er gesunde Zellen verschont", erklärte Studienleiter Craig Meyers. Damit könnte AAV2 zu einem hochwirksamen Mittel bei der Entwicklung von Krebstherapien werden, erklären die Forscher.

Laut Angaben der Experten ist ein Großteil der Bevölkerung mit diesem harmlosen Virus infiziert, der keine bekannten krankmachenden Effekte hat. Die Forscher nehmen an, dass AAV2 die Krebszellen als krankhafte Zellen erkennt und sie daraufhin zerstört. Warum jedoch dieser Prozess stattfindet bleibt weiterhin unklar. "Mit AAV2 infizierte Personen sind meist auch mit HPV (Human Papilloma Virus) infiziert, der in Verbindung mit Gebärmutterhalskrebs steht", erklärte Meyers. Dieses Virus dient AAV2 als Helfervirus um sich zu vermehren. Dadurch unterbricht er jedoch den Lebenszyklus seines Wirtes und leitet die Apoptose - den programmierten Zelltod - ein.

Quelle: pte
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Ein Medikament gegen eine Reihe von Krebserkrankungen -
Tests im Labor und mit Patienten erfolgreich

London (pte) - 17.06.2005 - Wissenschafter des Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk haben im Labor nachgewiesen, dass das Medikament 17AAG bei 30 Patienten Brust-, Darm-, Haut- und Prostatakrebs blockierte. Die im Journal of Clinical Oncology http://www.jco.org veröffentlichte Studie bestätigt, dass 17AAG wirksam ist. Experten gehen laut BBC jedoch davon aus, dass weitere Tests erforderlich sein werden, bevor dieser Prototyp eine wirkliche Alternative zur Behandlung von Krebs wird. Die Wirksamkeit des Medikaments beruht auf dem Abzielen auf ein Molekül, das für das Tumorwachstum wichtig ist.

Das Molekül, das Hitzeschock-Protein (Hsp) 90, leitet Botschaften rund um Zellen durch die Unterstützung der Kontrolle von Struktur und Funktion einer großen Anzahl anderer Moleküle weiter. Ohne diese Moleküle sterben Krebszellen ab. Gesunde Zellen werden durch ihren Verlust nicht beeinträchtigt. Das Team des Royal Marsden Hospitals erklärte, dass das neue Medikament durch diese Eigenschaften sehr zielgerichtet wirke. Durch die gleichzeitige Wirkung auf so viele verschiedene Merkmale von Krebserkrankungen sollte es für Tumore entscheidend schwerer werden eine Resistenz zu entwickeln. Der leitende Wissenschafter betonte, dass 17AAG durch die Blockierung von Hsp 90 eine ganze Reihe von Systemen ausschalten könne, die Krebszellen für die Ausbreitung und das Wachstum benötigen. Für die Zukunft sind weitere Tests zu spezifischen Tumortypen geplant, um zu erforschen wie gut das Medikament bei den verschiedenen Krebsarten wirkt.

Quelle: pte

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Die Gunst der Stunde - Einnahmezeit wichtig für Wirksamkeit vieler Krebsmedikamente

Baierbrunn (ots) - 13.06.2005 - Für immer mehr Krebsmedikamente kennen Ärzte heute den idealen Einnahmezeitpunkt – er verbessert die Wirksamkeit nachhaltig. Wie das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ berichtet, wurde dies etwa für ein Mittel gegen Eierstockkrebs von der Universität South Carolina (USA) nachgewiesen. Die Gabe am späten Nachmittag war besonders verträglich und hatte nach fünf Jahren eine viermal so hohe Überlebensrate als sonst zur Folge. So ausgeprägte Vorteile sind für anderen Substanzen zwar noch selten, aber eine Verbesserung der Lebensqualität, etwa durch seltenere Übelkeit, wird häufig erzielt. Für mehr als 20 Wirkstoffe wurden solche Verbesserungen bereits nachgewiesen, teilweise allerdings nur im Tierversuch.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Neuer Verdächtiger für die Entstehung von Krebs -
Erstmals Beweise für die Bedeutung der miRNAs erbracht

New York/Boston/Baltimore (pte) - 09.06.2005 - Winzige Bereiche der RNA, die bis vor fünf Jahren als genetischer Schutt abgetan wurden, scheinen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Krebs zu spielen. "MikroRNA" Moleküle, die keine Informationen für die Produktion von Proteinen enthalten, erscheinen jetzt als entscheidende Genschalter für die Regulierung der Entwicklung des Embryos und der Zellreproduktion. Drei in dem Fachmagazin Nature http://www.nature.com/nature veröffentlichte Studien liefern die bisher klarsten Beweise, dass die Fehlanordnung von MikroRNAs die Entstehung von Krebs auslösen kann.

Das Team um Gregory Hannon vom Cold Spring Harbor Laboratory http://www.cshl.edu berichtet von der Entdeckung einer Anhäufung von Mikro-RNAs, die als Onkogen Blutkrebs bei Mäusen auszulösen scheint. Das Team um Todd Golub vom Dana-Farber Cancer Institute http://www.dfci.harvard.edu wies bei kanzerösen und gesunden Proben menschlichen Gewebes nach, das jede Art menschlichen Krebses über einen unverwechselbaren "Fingerabdruck" von miRNAs verfügt. Diese Entdeckung könnte eine bessere Diagnose von Krebserkrankungen ermöglichen. Kanzeröses Gewebe enthielt außerdem normalerweise weniger miRNA als gesundes. Das legt nahe, das miRNA für das Stoppen der Entstehung kanzeröser Zellen entscheidend sein könnte.

Joshua Mendell hat gemeinsam mit seinen Kollegen von Johns Hopkins University School of Medicine http://www.hopkinsmedicine.org festgestellt, dass miRNAs helfen c-Myc zu regulieren. Dabei handelt es sich um ein bekanntes Onkogen, dessen Fehlfunktion bei 15 Prozent der menschlichen Krebserkrankungen eine Rolle spielt. Bisher hätten sich die Hinweise ohne klare Beweise gehäuft, erklärte Sam Griffiths-Jones vom Wellcome Trust Sanger Institute. Der Kurator eines weltweiten miRNA Verzeichnisses betonte, dass die geprüften miRNAs alle eine entscheidende Rolle bei der Zellentwicklung oder dem Metabolismus spielten. Daher sei es laut NewScienstist keine wirkliche Überraschung, dass eine Fehlfunktion kanzeröse Vorgänge auslösen könne.

Quelle: pte

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Haartönungen mit Krebsentstehung in Verbindung -
Europäische Studie an 5.000 Frauen als Beweis

Lugano/London (pte) - 09.06.2005 - Frauen, die regelmäßig ihre Haare tönen, entwickeln eher Lymphomen, als jene, die es nicht machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine europäische Studie an mehr als 5.000 Frauen, berichtet BBC-Online http://news.bbc.co.uk heute, Mittwoch. Experten hatten erklärt, dass einige krebserregende Bestandteile bereits in den 70-er Jahren aus den Haartönungen entfernt wurden. Dennoch warnt die Studie jene Frauen, die häufig in Kontakt mit solchen Färbemitteln gekommen sind.

Lymphome sind bösartige Tumore, die ihren Ursprung im lymphatischen Gewebe haben. Die Studienautoren der International Agency for Research on Cancer http://www.iarc.fr in Frankreich haben das Ergebnis bei der derzeit stattfindenden Internationalen Konferenz über maligne Lymphome http://www.lymphcon.ch , die derzeit in Lugano stattfindet, präsentiert. Unter jenen Frauen, die vor 1980 regelmäßig solche Haartönungen verwendeten, stieg das Risiko an Lymphomen zu erkranken um 20 Prozent, im Vergleich zu jenen, die niemals ihre Haare färbten. Etwa ein Drittel aller Frauen in Europa und in Nordamerika verwendet Haartönungen oder Färbemittel. Auch zehn Prozent der über 40-jährigen Männer verwenden regelmäßig solche Kosmetika.

"Jene Kosmetika, die in den vergangenen 25 Jahren auf den Markt gekommen sind, sind offensichtlich nicht davon betroffen", so der Forscher Poulo Bofetta. Es sei zwar noch etwas verfrüht, einen direkten Kausalzusammenhang zwischen den älteren Produkten und den Lymphomen herzustellen, aber der Verdacht erhärte sich zunehmends, meint der Experte. Dass die älteren Haarkosmetika tatsächlich krebserregend sein können, berichtet auch die American Medical Association, die erst kurz zuvor ein ähnliches Studienergebnis präsentiert hatte. Diese Studie hatte keine Verbindung von Haarfärbemitteln und Tönungen mit anderen Krebserkrankungen gefunden.
(pte berichtete http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050525020 )

"In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl von Lymphom-Patienten verdoppelt", erklärt Franco Cavalli, Vorsitzender der Konferenz. Viren und andere Infektionserreger wurden für die Entstehung der Erkrankung verantwortlich gemacht. Wissenschaftler hatten aber wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass auch chemische Stoffe eine Rolle bei der Entstehung von Lymphomen spielen können.

Quelle: pte

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Krebs: Genetische Schlüsselsequenz identifiziert -
Aktivität von elf Genen für Ausbreitung entscheidend

San Diego (pte) - 07.06.2005 - Wissenschafter des Sidney Kimmel Cancer Center http://www.skcc.org haben eine genetische Schlüsselsequenz identifiziert, die bei rasch fortschreitenden Krebserkrankungen aktiv zu sein scheint. Das Team geht davon aus, dass Aktivitäten dieser elf Gene ein deutliches Anzeichen dafür sind, dass sich der Krebs ausbreiten und wahrscheinlich zum Tod führen wird. Es wird laut BBC angenommen, dass diese Gene die Tumorstammzellen kontrollieren, die die Entwicklung von Krebs vorantreiben. Die Ergebnisse der Studie wurden im Journal of Clinical Investigation http://www.jci.org veröffentlicht.

Für die Studie wurden die Daten von 1.122 Krebspatienten ausgewertet. Die Diagnosen der Teilnehmer lauteten auf zehn verschiedene Arten von Krebs. Das Team untersuchte Tumore auf die Aktivität der Gensequenz, die mit der Wucherung von normalen Stammzellen beim Menschen in Zusammenhang stehen. Die gleiche Sequenz wurde auch bei Mäusen mit der Ausbreitung von Krebs und beim Menschen mit sekundären Tumoren von Prostatakrebspatienten in Zusammenhang gebracht. Die Wissenschafter konnten ein sehr konsistentes Aktivitätsmuster bei sich rasch ausbreitenden Tumoren nachweisen. Diese Ergebnisse bestätigen die Theorie, wonach Krebsgeschwüre eine kleine Menge von Tumorstammzellen enthalten, die für das Tumorwachstum und die Ausbreitung verantwortlich sind.

Quelle: pressetext.austria

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Europaweit größtes Krebsregister geht an den Start

30.05.2005 - Um bösartige Tumore nachhaltig zu bekämpfen, kommt es neben neuen Erkenntnissen in der Grundlagenforschung und Fortschritten in Diagnostik und Therapie auch auf fundierte bevölkerungsbezogene Informationen rund um das Thema Krebs an. Dazu zählt etwa neben der Effektivität von Früherkennungsprogrammen nicht zuletzt auch das Wissen um mögliche regionale Häufungen solcher Erkrankungen, was wiederum Rückschlüsse auf die Gefährlichkeit spezifischer Umweltfaktoren vor Ort, wie etwa Sendemasten, Atomkraftwerke oder Chemieindustrie, könnte. Wichtigste Fundgrube für solche Informationen und damit entscheidende Basis für Ursachenforschung und Prävention sind die epidemiologischen Krebsregister, wo entsprechende Daten systematisch gesammelt und ausgewertet werden. Das europaweit größte Krebsregister, das Epidemiologische Krebsregister NRW, nimmt am 1. Juni in Münster seine Arbeit auf.

Dass diese wichtige Einrichtung in Münster ihren Sitz haben wird, liegt daran, dass hier bereits seit 20 Jahren das von der Krebsgesellschaft NRW getragene epidemiologische Krebsregister für den Regierungsbezirk Münster beheimatet ist und sehr erfolgreich arbeitet. Dieses Register wird jetzt stufenweise ausgebaut, so dass künftig alle in Nordrhein-Westfalen auftretenden bösartigen Tumorleiden erfasst und die Daten entsprechend aufbereitet werden. Voraussetzung für eine lückenlose Registrierung ist die ab 1. Juni aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen in NRW geltende Meldepflicht für Krebserkrankungen. Bei 85.000 bis 90.000 Neuerkrankungen allein in diesem Bundesland werden die Datenfluten immens sein.

Ein ausgeklügeltes System soll gewährleisten, dass das Krebsregister auch tatsächlich von jeder in NRW neu auftretenden Tumorerkrankung erfährt. Datenschutz wird dabei groß geschrieben, wie der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Hans-Werber Hense vom Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin des Universitätsklinikums Münster (UKM) versichert. Kein Krebspatient brauche Angst davor zu haben, dass Informationen über seine Erkrankung in falsche Hände geraten. Im Krebsregister werden die Namen einzelner Patienten nur anonymisiert zusammen mit Basisinformationen über Krebsart und -stadium sowie Alter und
Geschlecht der Erkrankten gespeichert. Übermittelt werden die Daten ausschließlich elektronisch. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Onkologische Qualitätssicherung, die in Westfalen-Lippe durch sieben Onkologische Schwerpunkte gewährleistet wird, während entsprechende Strukturen im Landesteil Nordrhein erst noch aufzubauen sind.

Den Onkologischen Schwerpunkte, die früher ihr Ziel vor allem im Hinblick auf eine optimale Nachsorge verfolgten, sind allein im Regierungsbezirk Münster 54 Krankenhäuser, darunter auch das UKM, angeschlossen. Im Zuge einer vom NRW-Gesundheitsministerium initiierten Vereinbarung der Krankenkassen mit allen Krankenhäusern und den Kassenärztlichen Vereinigung zur Onkologischen Qualitätssicherung sollen in Zukunft sämtliche online gemeldeten Daten auf einem Großrechner bei der Kassenärztlichen Vereinigung in Dortmund zusammenlaufen. Ausschließlich der für das Krebsregister relevante Teil wird dann nach doppelter Verschlüsselung nach Münster weitergeleitet.

Kliniken und Arztpraxen, die nicht an der Qualitätssicherung teilnehmen, werden in den nächsten Wochen und Monaten mit einem speziellen, im Krebsregister in Münster entwickelten elektronischen Erfassungssystem ausgestattet, das ihnen nach Worten des Technischen Leiters Dr. Volker Krieg problemlos über ISDN-Leitung Transfer der doppelt verschlüsselten Daten nach Münster ermöglicht. Ausklinken wird sich keiner so leicht können, denn der Gesetzgeber verpflichtet fortan alle Ärzte bei der erstmaligen Sicherung einer Krebsdiagnose zur Meldung an das Register. Ergänzt werden diese klinischen Meldungen durch separate Meldungen von allen Pathologen in NRW, deren feingewebliche Beurteilung eine unverzichtbare Basis aller epidemiologischen Krebsregister darstellt. Darüber hinaus erfolgen auch noch Meldungen aus dem Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik sowie den Einwohnermeldeämtern, die das Krebsregister über alle gegenwärtig rund 190.000 Sterbefälle im Lande informieren, von denen laut Hense etwa 45.000 auf eine Krebserkrankung zurückzuführen sind.

Finanziert wird das Register vom Land und im Rahmen einer Aufbaufinanzierung durch die Deutsche Krebshilfe. Träger des Epidemiologischen Krebsregisters NRW ist übrigens eine gleichnamige neue gemeinnützige Gesellschaft, der neben den Ärztekammern und den Kassenärztlichen Vereinigungen Vertreter der Krankenkassen, der Krankenhausgesellschaft NRW und der Deutschen Krebshilfe angehören.
Weitere Informationen: http://www.krebsregister.nrw.de

Quelle: Westfälische Wilhelms-Universität Münster

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Neuer Behandlungsansatz für Krebs

14.04.2005 - Krebszellen wandeln mitunter auf einem schmalen Grat, haben zwei Gruppen britischer und schwedischer Forscher entdeckt. Zumindest einige Krebsfälle gehen auf Defekte in zwei Proteinen zurück, die bei der Reparatur von DNA-Schäden helfen. Durch den Ausfall dieser Reparaturproteine sind die entarteten Zellen jedoch umso stärker auf ein drittes Reparaturprotein angewiesen, berichten die Forscher im Magazin "Nature". Ein Hemmstoff gegen dieses Protein treibt sie daher in den Selbstmord.

"Dies ist ein völlig neuartiger therapeutischer Ansatz, der eine spezifische Schwäche von Brustkrebszellen ausnutzt - gewissermaßen ihre Achillesferse", so Alan Ashworth vom Londoner Institute of Cancer Research. Bei den Zellkultur-Untersuchungen habe der Hemmstoff lediglich Krebszellen mit Mutationen in den Genen BRCA1 bzw. BRCA2 beeinträchtigt. Auf normale Zellen scheine er sich nicht auszuwirken - ganz im Gegensatz zu vielen Chemotherapeutika.


Seit langem ist bekannt, dass BRCA1 und BRCA2 mit Krebs in Verbindung stehen. Frauen mit Mutationen in einem dieser Gene erkranken bis zum 70. Lebensjahr mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50 Prozent an Brustkrebs. Beide Gene tragen die Information für Proteine, die an der Reparatur größerer DNA-Schäden durch homologe Rekombination beteiligt sind. Bei diesem aufwändigen Prozess dient ein nicht beschädigter DNA-Strang als Vorlage für die Wiederherstellung des beschädigten Stranges. Kleinere Defekte werden dagegen mit Hilfe eines dritten Proteins geflickt, der Poly-(ADP-ribose)-polymerase, kurz PARP.

Offenbar wird der umständliche Mechanismus immer dann unentbehrlich, wenn der einfachere versagt, fanden Ashworth und Kollegen sowie ein zweites Team um Thomas Helleday von der University of Sheffield. Beide Gruppen gaben PARP-Hemmstoffe zu Krebszellen von Mäusen bzw. Menschen, in denen beide BRCA-Gene bzw. BRCA2 ausgeschaltet waren. Prompt stellten die entarteten Zellen ihr Wachstum ein und starben schließlich - offenbar als Folge zahlreicher Erbgutschäden. "Die Eleganz dieses Systems liegt darin, dass lediglich im Tumor die BRCA-Gene fehlen", erläutert Helledays Kollegin Helen Bryant. "Die übrigen Körperzellen sollten durch die Behandlung nicht beeinflusst werden und auftretende Fehler weiterhin durch Rekombination reparieren können."


Forschung: Helen E. Bryant und Thomas Helleday, The Institute for Cancer Studies, Medical School, University of Sheffield; Hannah Farmer und Alan Ashworth, Cancer Research UK Gene Function and Regulation Group und Institute of Cancer Research, Breakthrough Breast Cancer Research, London; und andere

Veröffentlicht in Nature, Vol. 434, 14. April 2005, pp 913-7 und 917-21

Quelle: Scienceticker


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Krebs: Sanfte Hilfen beliebt - Jeder dritte Patient setzt auch auf alternative Heilmethoden

Baierbrunn - 11.04.2005 (ots) - Krebspatienten nehmen in großem Umfang alternative Heilmethoden wahr. Das erbrachte, laut einem Bericht des Apothekenmagazins „Senioren Ratgeber“ eine europaweite Umfrage britischer Forscher unter 1.000 Krebspatienten aus 14 Ländern. Am beliebtesten sind pflanzliche Therapien (etwa Mistelextrakte), Homöopathie und Akupunktur, gefolgt von Geistheilung.

Quelle: Wort und Bild - Senioren Ratgeber

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Gesund trotz Krebszellen im Blut - Körperabwehr hält Krebsreste offenbar in Schach

07.03.2005 - Baierbrunn (ots) - Noch Jahre nach einer geheilten Krebserkrankung finden sich im Blut manchmal noch bösartige Zellen, ohne dass der Patient krank ist. Laut einem Bericht des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" fanden amerikanische Forscher um Dr. Jonathan Uhr, Universität Houston, Texas, dies bei Untersuchungen geheilter Brustkrebs- Patientinnen heraus. Als Herkunftsort der Zellen vermuten die Forscher verborgene Tumorherde. Ein sehr wirksamer körpereigener Mechanismus hält diese offenbar aber in Schach. Die Entdeckung könnte Wege zu neuen Therapien aufzeigen, aber auch erklären, warum Tumorerkrankungen manchmal Jahre nach einer scheinbaren Heilung wieder auftreten.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau   

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Bewegung tut gut und schützt vor Krebs - Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für die Gesundheit

Bonn - 03.02.2005 – Wer sich jeden Tag körperlich bewegt, hält seinen Körper fit und beugt Krankheiten vor. „Diese einfache Regel kennen die meisten. Aber nur die Hälfte der Deutschen ist sportlich aktiv“, sagt Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. „Sportliche Betätigung von Kindesbeinen an – das ist uns wichtig. Beispielhaft finden wir Aktionen, die sportliche Betätigung und soziales Engagement verbinden, zum Beispiel den E-Jugend-Cup der Fußballverbände Mittelrhein und Rheinland.“ Während dieser Veranstaltung sammeln die jungen Kicker Spenden zugunsten der Deutschen Krebshilfe.


Quelle: Deutsche Krebshilfe e.V.

Am E-Jugend-Cup zugunsten der Deutschen KinderKrebshilfe nehmen von Januar bis April 2005 mehrere Hundert junge Fußballer teil. Diese Kinder wissen, wie wichtig Bewegung für ihr körperliches Wohlbefinden ist. „Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die kleinen Kicker ihrer Vorbildfunktion für ihre Alterskameraden bewusst sind, aber auch kranken Kindern helfen wollen“, so die Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. „Darüber hinaus tragen sie das Wissen um die Bedeutung der Gesundheit in ihre Familien.“

Damit werden die Sport-begeisterten Kinder und Jugendlichen auch Vorbilder für Erwachsene, die sich oft bereits ihrem körperlich passiven Alltag ergeben haben. Wenn schon die Eltern unsportlich sind, bleiben die Folgen für die nachkommende Generation nicht aus: Es gibt immer mehr motorisch gestörte Kinder und rund 18 Millionen übergewichtige Kinder in Europa.

Sport und Bewegung erhöhen nicht nur die allgemeine Fitness, sondern stärken auch die Abwehrmechanismen des Körpers gegen Krebszellen. Laut US-amerikanischen Studien gehen zum Beispiel 14 Prozent aller Dickdarmkrebserkrankungen auf das Konto körperlicher Inaktivität. Verschiedene Untersuchungen in Europa und den USA haben gezeigt, dass eine nachhaltige Veränderung des Lebensstils die Entstehung solcher Krebsformen vermindern kann. Bis zu 40 Prozent der Darmkrebsfälle können unter optimaler Nutzung der präventiven Möglichkeiten von Bewegung, Sport und gesunder Ernährung verhindert werden.

„Eltern, Lehrer und Ärzte müssen ihrer Vorbildfunktion gerecht werden“, fordert Schipanski. „Die Deutsche Krebshilfe vermittelt direkt und über Multiplikatoren, wie wichtig ein gesunder Lebensstil ist. Außerdem motivieren wir die Menschen, regelmäßig an den kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen teilzunehmen.“

Darüber hinaus engagiert sich die Deutsche Krebshilfe mit zahlreichen Präventionsprojekten für Kinder und Jugendliche. „Bei allem Engagement für Aktionen, die speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet sind, dürfen wir aber nicht vergessen, dass wir Erwachsenen in unserer Vorbildfunktion letztendlich die entscheidende Rolle spielen“, sagt Schipanski. Was die Kinder heute erlernen, nutzen sie für ihr Leben und geben es eines Tages auch an ihre eigenen Kinder weiter.

Infokasten: Prävention
Rund ein Drittel aller bösartigen Tumoren ist auf zu wenig Bewegung und mangelhafte Ernährung zurückzuführen. Ein weiteres Drittel ist eindeutig dem Rauchen zuzuschreiben. Mit ihren Kampagnen, Projekten und ihrer Aufklärungsarbeit spricht die Deutsche Krebshilfe die Menschen zielgruppengerecht an. Dabei sollen gerade die Kinder durch positive Vorbilder motiviert werden, auf ihren Körper zu achten. Mit der Kampagne „Umdenken! Dem Krebs aktiv vorbeugen.“ will die Deutsche Krebshilfe mehr Menschen für die Themen „Prävention“ und „Krebs-Früherkennung“ sensibilisieren. Eine Reihe von neuen Faltblättern soll Lust machen auf einen gesunden Lebensstil. Alle Broschüren und Ratgeber der Deutschen Krebshilfe gibt es im Internet unter www.krebshilfe.de oder kostenlos unter der Telefonnummer 0228/72990-0.

Quelle: Deutsche Krebshilfe e. V.

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Krebspatienten setzen auf Alternativ-Medizin
Große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern

Manchester – 03.02.2005 - Ein Drittel der europäischen Krebspatienten setzt auf komplementäre und alternative Behandlungsansätze. Zu diesem Ergebnis ist eine Befragung von rund 1.000 Krebspatienten aus 14 europäischen Ländern gekommen, die unter der Leitung von Alex Molassiotis von der University of Manchester http://www.man.ac.uk durchgeführt wurde. In der Studie werden rund 58 unterschiedliche Präparate genannt. Heilkräuter werden am häufigsten verwendet, gefolgt von Homöopathie sowie Mineral- und Vitaminpräparaten. Angesichts der steigenden Popularität fordern die Experten, dass offizielle Stellen ihre gesetzliche Behandlung überdenken sollen. Zusätzlich wird in den Annals of Oncology http://annonc.oupjournals.org für eine strengere Überprüfung der Therapeuten plädiert.

Die Nutzungsquoten variierten laut BBC von weniger als 15 Prozent der Patienten in Griechenland bis zu fast 75 Prozent in Italien. Durchschnittlich wurden alternative Heilmethoden von rund einem Drittel der Betroffenen eingesetzt. Typisch ist, dass mehr als ein Ansatz angewendet wird. Dazu gehört zum Beispiel die Kombination von pflanzlichen Heilmitteln mit Homöopathie oder Entspannungstechniken. Molassiotis forderte eine Sicherstellung von Qualitätsstandards in der Behandlung mit alternativen Methoden. Derzeit könne sich jeder Therapeut nennen. Eine Registrierung bei offiziellen Stellen sei möglich aber nicht verpflichtend. Zusätzlich gäbe es keine Richtlinien für die Ausbildung der Therapeuten. Ebenso seien klare Richtlinien für den richtigen Einsatz von Behandlungsansätzen erforderlich. "Wir müssen offen sein und uns mit dieser Thematik näher beschäftigen."

Quelle: pressetext.austria

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Virusproteine als mögliche Krebsauslöser

01.02.2005 - Einige Virusinfektionen gehen mit einem erhöhten Krebsrisiko einher. Eine neue Erklärungsmöglichkeit für dieses Phänomen hat eine US-Forschergruppe entdeckt. Das Hüllprotein eines Mäusevirus enthält demnach einen Abschnitt, der das Wachstumsverhalten der Wirtzellen beeinflusst und somit die Entwicklung von Krebs begünstigen könnte. mehr...

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Radon ist zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs
Europaweite Studie: Lungenkrebsrisiko durch Radon in Aufenthaltsräumen ist nicht zu vernachlässigen, Maßnahmen zur Radonverminderung sind dringend erforderlich


01.02.2005 - Mit steigender Radonkonzentration in Aufenthaltsräumen nimmt das Risiko einer Lungenkrebserkrankung zu. Dies belegt eine europaweit durchgeführte Studie, die von der Europäischen Kommission gefördert wurde. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) war an dieser größten epidemiologischen Studie zu Lungenkrebs und Radon in Aufenthaltsräumen beteiligt. In der Studie wurden die Daten von 13 Fall-Kontroll-Studien aus 9 Ländern zusammengefasst und ausgewertet. mehr...

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