Zur Startseite
Zu den News
Behinderungen von A-Z
Online-Shop für Behinderte
Wir über uns
Behindertensport-Wettbewereb-Termine
Unser Gästebuch
Zur Rechtsabteilung
Technische Besonderheiten
Lexikon
Reisetipps für Behinderte
Handicap B
Handicap C
Handicap D
Handicap E
Handicap F
Handicap G
Handicap H
Handicap I
Handicap J
Handicap K
Zu Handicap L
Handicap M
Handicap A
Handicap N
Handicap O
Handicap P
Handicap Q
Handicap R
Handicap S
Handicap T
Handicap U
Zu Handicap V
Handicap W
Handicap X
Handicap Y
Handicap Z
 
Die Auswirkungen

 
 

Internet handicap-network.de



Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Dimpfl, Leiter der Frauenklinik Kassel,
Spezielle operative Gynäkologie

http://www.klinikum-kassel.de

Harninkontinenz

Harninkontinenz bezeichnet den unfreiwilligen Abgang von Urin. Für die Gesamtbevölkerung muss davon ausgegangen werden, dass je nach Schweregrad 15-35% der Frauen unter dem Symptom Haminkontinenz leiden, wobei Frauen doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Trotz der hohen Morbidität suchen nur etwa die Häffie der Frauen direkte Hilfe beim Arzt, häufig erst nach langer Anamnesedauer. Harn- und Stuhlinkontinenz gehören in eine Tabuzone, über die erst in jüngerer Zeit zunehmend offener gesprochen wird.

Bsp.: Stressinkontinenz: Dies ist die am häufigsten diagnostizierte Form der Inkontinenz (50% aller Betroffenen). Bei plötzlicher Bewegung (Husten, Niesen), aber auch bei körperlicher Belastung (Heben von schweren Gegenständen) kommt es zu unfreiwilligem Urinverlust.

Dranginkontinenz: Diese Form der Inkontinenz wird am zweithäufigsten beobachtet (30% aller Betroffenen). Schon bei geringer Füllung der Hamblase kommt es zu starkem Hamdrang, der nicht unterdrückbar ist und zum unwillkürlichen Entleeren der Blase führt.

Beim Symptom der Haminkontinenz überlagern sich die verschiedenen Arten und Ursachen sehr oft. Bedeutung haben neben der wichtigen Beckenbodenschwäche, u.a. Schwangerschaft, Geburt, Alterungsprozesse (bes. Östrogenmangel), psychovegetative Störungen, neurologische Erkrankungen und Medikamente.

Lageveränderungen des Genitales

Sinken Teile des inneren Genitales (Gebärmutter, Scheide) im kleinen Becken tiefer als es ihrer normalen Beweglichkeit entspricht, so spricht man von einer Senkung oder einem Deszensus dieser Organe.

Typische Beschwerden sind:

Druckgefühl nach unten bzw. das Gefühl, es falle etwas aus der Scheide

Diffuse Kreuz- und Rückenschmerzen

Harninkontinenz in Form einer Streß-, Drang- oder Überlaufinkontinenz

Mechanisch bedingte Obstipation

Senkungserscheinungen liegen fast immer verschiedene Wirkungsmechanismen zu Grunde:

Schwangerschaft und Entbindung eines grossen Kindes, rasch aufeinanderfolgende Entbindungen, vaginale, geburtshiltliche Operationen und eine mangelnde Rückbildung im Wochenbett sind die Hauptursachen. Aber auch eine Erschlaffung des Authänge- und Befestigungsapparates im Zusammenhang mit einer konstitutionellen Bindegewebsschwäche kommen als Ursache in Frage.

In unserer urogynäkologischen Ambulanz können sich alle Frauen vorstellen, die unter Senkungsbeschwerden und Störungen der Hamblase leiden. Eine exakte und sorgfältige Diagnostik ist Voraussetzung jeder weiteren Abklärung und erfolgreichen Behandlung. Diese Diagnostik stützt sich auf die:

Anamnese: aktuelle Beschwerden sowie geburtshilfliche und operative Vorgeschichte

Klinische Untersuchung: bei der gynäkologischen Untersuchung muss man bes. auf pathologische Veränderungen achten. Dazu gehören klinische Tests wie Husten und Pressen bei gefüllter Blase.

Laboruntersuchung: obligat ist eine Hamuntersuchung.

Ultraschall: Erfassung der gestörten Topographie der Beckenorgane in Ruhe und Belastung

Urodynamische Diagnostik: messtechnische Objektivierung der Diagnose mittels Uroflow, Profilometrie und Cystomanometriee

Blasenspiegelung: Ausschluss von Erkrankungen der Harnröhre und Blase (Entzündungen, Tumoren, Steine, Divertikel).

Generell sollten risikoarme und unproblematische Behandlungsformen allen invasiveren und insbesondere operativen Therapieformen vorangestellt werden.

Am Anfang steht in der Postmenopause eine konsequente lokale Östrogentherapie. Durch Beckenbodengymnastik nach der Biofeedbackmethode bzw. Elektrostimulation kann die Beckenbodenmuskulatur gestärkt werden. Die Therapie der Dranginkontinenz muss sich nach den verschiedenen Ursachen richten und wird meist medikamentös erfolgen. Liegt eine Senkung der Gebärmutter oder Scheide vor, können Pessare eingesetzt werden oder auch eine Operation hilfreich sein.

An eine operative Therapie ist zu denken, wenn konservative Massnahmen ausgeschöpft sind und der Therapieerfolg die Patientin nicht befriedigt. Die gebräuchlichste Operation zur Behandlung des Deszensus erfolgt typischerweise durch die Scheide. Sie wird als vaginale Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) mit vorderer und hinterer Kolporrhaphie (bzw. ,,Plastik“) bezeichnet. Ziel ist die Rekonstruktion des Beckenbodens.

Für die Behandlung der Streßinkontinenz ist die EinLage eines TVT-Bandes (Tension free Vaginal Tape) die am wenigsten belastende Operation. Das Wirkprinzip besteht in der spannungsfreien Stabilisierung der Harnröhre und des Blasenhalses. Der Eingriff kann unter Lokalanästhesie durchgeführt werden, erfordert nur einen minimalen Schnitt in der Scheide, worüber ein Kunststoftband mittels spezieller Nadeln durch die Bauchwand geführt wird. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist die Erfolgsrate der Standardoperation, der offenen abdominalen Kolposuspension (Scheidenhebung) nach Burch, gleichzusetzen. Der Operationsaufwand und die postoperative Liegezeit sind für das TVT vergleichsweise kürzer.


Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Dimpfl, Leiter der Frauenklinik Kassel,
Spezielle operative Gynäkologie

http://www.klinikum-kassel.de



home / news / handicap a-z / shop / sport / über uns / gaestebuch /
jobboerse / recht / technik / glossar / reisen /sexualität
/
mobilität / terminkalender / archiv / impressum / linkliste



Haben Sie Fragen oder Anregungen zu diesen Themen? Dann wenden Sie sich an uns:
Fragen und Anmerkungen für den Webmaster:
redaktion@online-und-service.de
© 2002 - 2005 by o&s online & service GmbH


 

 
Die Jobbörse-Wettbwerbe-Termine
Nachrichten
 
Ursachen
Auswirkungen
InfluenzaInkontinenzLink: Ischias