Symptome
Patienten
mit einem Gerinnungsfaktor VIII bei Hämophilie A oder
IX bei Hämophilie B von weniger als einem Prozent der
Norm haben lebenslang ein hohes Blutungsrisiko. Die ersten
Blutungen treten meist schon vor einem Alter von 15 Monaten
auf. Selbst geringfügige Verletzungen können zu
ausgedehnten Blutungen ins Gewebe und vor allem die Gelenke
führen. Dies macht sich hauptsächlich in Form
von Schmerzen bemerkbar. Bei unzureichender Behandlung kann
dies zu Verkrüppelungen führen.
Eine
Blutung im Bereich des Zungengrundes kann zu lebensbedrohlichen
Einengungen der Atemwege führen. Sie erfordert eine
rasche und intensive Therapie. Auch geringfügige Schädeltraumen
erfordern bereits eine prophylaktische Gabe der fehlenden
Gerinnungsfaktoren, um eine intrakranielle Blutung zu verhindern.
Patienten
mit Gerinnungsfaktor-VIII- oder IX-Spiegeln von fünf
Prozent der Norm haben eine milde Hämophilie. Sie haben
selten "spontane" Blutungen. Trotzdem können
bei Ihnen bei unzureichender Behandlung nach chirurgischen
Eingriffen schwere, manchmal tödliche Blutungen auftreten.
Patienten mit einem Gerinnungsfaktor -VIII- oder -IX-Spiegel
zwischen 10% und 25% leiden unter einer leichten Hämophilie.
Auch diese Patienten können nach chirurgischen Eingriffen
oder Zahnextraktionen sehr stark bluten.