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Die Therapiemöglichkeiten

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Die Inhaltsübersicht

- Therapie
- Prognose
- Prophylaxe

Therapie

An erster Stelle einer Therapie zur Augeninnendrucksenkung beim primären Offenwinkelglaukom steht die medikamentöse Behandlung. In der Regel handelt es sich bei den eingesetzten Medikamenten um Augentropfen. Es stehen verschiedene Wirkstoffgruppen zur Verfügung, die auch kombiniert werden können. Bei nicht ausreichender medikamentöser Therapie kann in einigen Fällen eine Laserbehandlung versucht werden. Allerdings ist der drucksenkende Effekt nur gering und nicht dauerhaft. Dann muss alternativ operiert werden. Bei der Operation, die in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt wird, wird ein künstlicher Abfluss für das Augenwasser geschaffen. Das akute Glaukom ist ein Notfall und muss sofort therapiert werden. Primär erfolgt eine medikamentöse Augendrucksenkung mit anschließender Operation (alternativ durch den Laser). Die Behandlung des kongenitalen Glaukoms erfolgt immer operativ. Die Behandlung eines Sekundärglaukoms ist abhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, erfolgt aber im wesentlichen nach den oben beschriebenen Prinzipien.


Prognose

Prinzipiell ist davon auszugehen, dass jedes Glaukom unbehandelt zur Erblindung des betroffenen Auges führt. Ein bereits eingetretender Gesichtsfeldschaden ist trotz intensiver Therapie nicht mehr zu beheben. Beim primären Offenwinkelglaukom handelt es sich um einen chronischen Krankheitsprozess, der eher langsam verläuft und zwar bis zu Jahren oder sogar Jahrzehnten. Der Prozess kann durch entsprechende Therapie gestoppt oder verlangsamt werden. Das akute Glaukom führt unbehandelt meist zur schnellen Erblindung. Rechtzeitig erkannt und adäquat behandelt hat es eine sehr gute Prognose. Trotz rechtzeitiger Behandlung des kongenitalen Glaukoms bleibt häufig ein partieller Schaden mit Herabsetzung der Sehschärfe zurück, während eine vollständige Erblindung meistens verhindert werden kann. Die Prognose eines Sekundärglaukoms ist abhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung.


Prophylaxe

Bezüglich des primären Offenwinkelglaukoms ist eine prophylaktische augenärztliche Untersuchung inklusive Augendruckmessung ab dem 40. Lebensjahr mindestens einmal jährlich für jeden zu empfehlen, damit gegebenfalls eine drucksenkende Therapie so früh wie möglich angefangen werden kann. Patienten, die irgendwann eine Prellung oder andere Verletzung des Auges erlitten haben, sollten auch noch Jahre später regelmäßig einmal pro Jahr den Augendruck überprüfen lassen, da es durch eine solche Verletzung zum Sekundärglaukom kommen kann. Bei 5 bis 10% aller Menschen führt eine längere Behandlung mit kortisonhaltigen Augentropfen oder anderen kortisonhaltigen Medikamenten zum sogenannten Kortisonglaukom als Sonderform eines Sekundärglaukoms. Daher sollten sich entsprechende Patienten einer Augendruckkontrolle unterziehen.



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