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 Die Inhaltsübersicht


- zurück zu den aktuellen Nachrichten -

- Moderne Ernährungsmärchen: Reality aus dem Ernährungsdschungel
- Acrylamid: Spekulatius höher belastet als im Vorjahr
- Lichtblick für Allergiker: Ab heute genauere Inhaltsangaben bei Fertigprodukten
- Ananas-Enzym Bromelin lässt Millionen Asthma-Kranke hoffen
Kakao gegen Husten
- Vitamine für Sünderinnen
- Vermieter haften für Trinkwasserqualität
Verschärfte Kontrollen des Trinkwassers
- EMNID: Jeder Zweite trinkt zu wenig
-
Neue Buchveröffentlichung zu Ernährungsleitbildern
-
Sondenernährung im Wandel der Zeit - Fluch oder Segen?
- Mit "Schwertfisch" gegen die Körperkrise
- Unterrichtsmappe "Fit und gesund durch Bewegung und richtige Ernährung" wird allen interessierten Schulen und Sportvereinen zur Verfügung gestellt
- Greenpeace: Immer mehr giftige Pestizide in Trauben
- Gift in gekeimten Kartoffeln - Solanin macht die Knolle ungenießbar
- Frühe Prägung des Geschmacks - In den ersten Lebensmonaten werden
Vorlieben festgelegt
- Stellungnahme des Verbandes Metallverpackungen e. V. / Verzehr von Lebensmitteln aus Verpackungen mit Metallverschlüssen ist sicher
- Eine Hand voll Walnüsse täglich beugt verengten Gefäßen und Herzleiden vor.
- "Trinken im Unterricht" zur Förderung der Konzentration / So bleiben
Schüler hellwach und geistig fit
-
Chipstest von foodwatch: Discounter besser als Marken
- Stoppt das "Tödliche Quartett" - sofort!
- Gesunde Ernährung mit Walnüssen schützt das Herz
- England: Strafsteuer auf Ungesundes - Höhere Mehrwertsteuer
auf dick machende Lebensmittel
-
Wenn es warm wird, wachsen die Keime!
-
Deutschlands Folsäureversorgung noch immer ungenügend
- Essen wir uns krank?
- "Slim-Coach": interaktives Gewichtsreduktionsprogramm!
- Schneller alt durch braune Lebensmittel
- Genießer bleiben schlank
- Ernährungsaspekte in Senioreneinrichtungen
- DGE stellt die propagierten Wirkungen von Fatburnern in Frage
- Warnung vor eigener Diät bei Lebensmittelallergien
- Kinder und Ernährung
Neues Schwerpunktheft des Bundesgesundheitsblattes erschienen
- Ernährung lernen wie Vokabeln: Experten-Forum in Hamburg zeigt Lösungsansätze im Kampf gegen die Pfunde
-
Sauerkraut im neuen Licht - Fermentiertes Gemüse mit vielen gesunden Inhaltsstoffen
-
Gefäßschutz aus der Alge
-
Jeder dritte Erwachsene leidet unter den Folgen von Jodmangel
-
Himalaya-Salz - kein Wunder der Natur
-
Dunkle Schokolade kann Blutdruck senken
-
Folsäure gegen Herzinfarkt und Schlaganfall
-
Hohes Cholesterin - Hilfe durch Ernährungsumstellung
-
Ernährungstipp mit Rezept im Dezember
-
Gesunde mediterrane Diät - Mythos oder Wirklichkeit?
- Folsäure
- Aktiv gegen Darmkrebs
- Acrylamid in Lebensmitteln
- Darf man Pilzgerichte und Spinat wieder aufwärmen?
- Aktiv gegen Osteoporose – durch richtige Ernährung vorbeugen!
- Gesund genießen: Trinken in „vollen Zügen“!

 

Moderne Ernährungsmärchen: Reality aus dem Ernährungsdschungel

Bad Aachen (ots) - 28.12.2004- Olivenöl ist das beste Öl, Spinat enthält viel
Eisen und Fasten entschlackt sind nur einige der Unwahrheiten über
Essen und Trinken, die uns täglich aufgetischt werden.

Das neue Buch Moderne Ernährungsmärchen von Sven-David Müller, Professor Michael Vogt und Doreen Nothmann entzaubert über 70 berüchtigte
Ernährungsmärchen. Ein Lebensmittelangebot, das uns mit seiner Vielfältigkeit erschlägt, lässt immer wieder Rätsel nach dessen Gesundheitswert aufkommen. Der Ernährungsforschung war es kaum möglich, die Antworten schnell genug zu finden. Wissenschaftlern unterliefen Flüchtigkeitsfehler, wie beim Berechnen des Eisengehalt des Spinats. Dieser Fehler führte dazu, dass Eltern ihren Kindern
große Mengen des Gemüses verabreichten, ob sie es mochten oder nicht.
Eine weltberühmte Comicfigur gäbe es ohne die Verschiebung einer
Zehnerpotenz nicht: Popey.

Die Modernen Ernährungsmärchen klären auf, entschärfen ehemals krankmachende Aussagen, aber warnen auch vor Essfehlverhalten. Wussten Sie schon, dass Zucker nicht der Bösewicht der Ernährungsmärchenwelt ist? Zucker allein kann weder Diabetes oder Karies auslösen, noch ist er Schuld an Osteoporose und Vitaminmangel.

Kaum einer würde den Autoren abnehmen: "Olivenöl ist das beste Öl der
Welt" - das soll nur ein Märchen sein? Ja, das ist es, denn andere Pflanzenöle - Raps- oder Leinöl - sind aufgrund ihrer Zusammensetzung als viel gesünder einzuschätzen. Die Autoren der Ernährungsmärchen erläutern, warum Salz nicht so gefährlich für den Bluthochdruck sein kann und warum Fasten ungesund ist. Sicher ist es einfach, in einem Märchenbuch zu schreiben, welche Aussagen in Puncto essen und trinken falsch sind und warum. Aber wie macht man es dann richtig? Im Kapitel Nichts als die Wahrheit findet der Leser reichlich Tipps und Tricks, auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung.

Moderne Ernährungsmärchen,
ISBN 3-89993-511-X, Verlag Schlütersche, 12,90 EUR

Quelle: Gesellschaft für Ernährungsmedizin & Diätetik e.V.

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Acrylamid: Spekulatius höher belastet als im Vorjahr
Aktuelle foodwatch-Testergebnisse: Verbraucher werden mangels Kennzeichnung unnötigen Gesundheitsgefahren ausgesetzt


Berlin (ots) 29.11.2004 - Spekulatius und Lebkuchen hat foodwatch auf ihren
Gehalt an Acrylamid untersucht. Bei der Hälfte der getesteten Produkte ist die Belastung mit der krebsverdächtigen Substanz im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Die Verbraucherorganisation schlägt ein Kennzeichnungssystem auf der Verpackung vor. Weil Industrie und Regierung das ablehnen, werde die Gesundheit der Verbraucher unnötig in Gefahr gebracht, so foodwatch.

Bei Spekulatius weisen sogar zwei Drittel der getesteten Sorten höhere Werte auf. Der Acrylamid-Spitzenwert wurde in Gewürzspekulatius des Discounters Lidl gemessen. Mit knapp 630 Mikrogramm pro Kilo liegt er fast 50 Prozent über dem Höchstwert vom vergangenen Jahr. Der "Testsieger" Lambertz-Butterspekulatius enthält mit knapp 50 Mikrogramm Acrylamid rund zwölfmal weniger - liegt aber
3,5 Mal höher als im Vorjahr. "Die Spekulatius-Ergebnisse zeigen, dass wir dringend eine Kennzeichnung für Gefahrstoffe brauchen. Es muss so lange gekennzeichnet werden, bis die technisch niedrigstmöglichen Werte erreicht sind. Wenn nicht genau auf dem Produkt steht, wie viel Acrylamid enthalten ist, strengt sich die Industrie nicht genug an", sagt Barbara Hohl von foodwatch.

Das würden auch die Messergebnisse bei Lebkuchen zeigen. Die Firma Wicklein/Lebkuchen Schmidt, die unter anderem Lidl beliefert, stellte ihr Produktionsverfahren um, nachdem im Jahre 2002 Acrylamid in Backwaren gefunden worden war. Seitdem schneidet die Nürnberger Firma bei den foodwatch-Untersuchungen am besten ab. "Die gute Herstellungspraxis von Lebkuchen liegt unter 30 Mikrogramm Acrylamid pro Kilo. Das staatliche Minimierungskonzept aber schützt Acrylamid-Hersteller, weil es sich an den schlechten Werten orientiert statt an den besten. Und das auf Kosten der Verbraucher", so Barbara Hohl.

Von vorsorgendem Verbraucherschutz könne nicht die Rede sein, sondern von vorsätzlicher Gesundheitsgefährdung, kritisiert foodwatch. Der Signalwert der Regierung liegt bei 1000 Mikrogramm Acrylamid pro Kilo für Lebkuchen und bei 570 für Spekulatius. Wird er überschritten drohen keine rechtlichen Schritte oder finanziellen Bußen.

Unter www.foodwatch.de gibt es eine Tabelle mit allen Messwerten
und den Kennzeichnungsvorschlag am Beispiel von Spekulatius.

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Lichtblick für Allergiker: Ab heute genauere Inhaltsangaben bei Fertigprodukten

25.11.2004 - Ein wichtiges Datum für Lebensmittelallergiker: Am 25. November 2004 tritt die EU-Richtlinie 2003/89/EG in Kraft. Sie verpflichtet Lebensmittelhersteller dazu, auf den Produktverpackungen die Zutaten und bei zusammengesetzten Zutaten auch deren Bestandteile genauer und ausführlicher als bisher anzugeben. Laut Institut Fresenius, unter anderem spezialisiert auf Lebensmittelanalysen, wird damit die Sicherheit für Allergiker bei der Auswahl von Fertiglebensmitteln entscheidend verbessert. Sinnvoll werde die neue Richtlinie aber erst durch wirksame Kontrollen: „Mit empfindlichen analytischen Untersuchungsmethoden, die zum Teil noch entwickelt werden, kann man allergenen Bestandteilen auch in stark verarbeiteten Produkten auf die Spur kommen. Denn schon kleinste Mengen allergener Stoffe können für Allergiker riskant sein.“

Nahrungsmittelallergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen betroffener Personen gegen ansonsten harmlose Lebensmittel oder deren Bestandteile. Es handelt sich dabei um eine falsche bzw. Überreaktion des körpereigenen Immunsystems gegen bestimmte Proteine in Lebensmitteln. Klinisch manifestierte Nahrungsmittelallergien lassen sich bei etwa 1–3% der Erwachsenen und 4–6% der Kinder und Jugendlichen finden. Trotz sorgfältiger Auswahl ihrer Nahrungsmittel erleiden viele Betroffene häufig allergische Reaktionen, da das
Allergie-auslösende Lebensmittel oft nicht erkennbar ist. Allergene Lebensmittel können u. a. unbeabsichtigt verzehrt werden wegen unzureichender Angaben der Bestandteile von Lebensmitteln in Fertigpackungen, aber auch durch unbeabsichtigte und technisch unvermeidbare Kontaminierung während der Herstellung eigentlich unproblematischer Lebensmittel.

Künftig müssen folgende potenziell allergene Lebensmittelbestandteile im Zutatenverzeichnis angegeben werden, wenn sie als Zutaten bei der Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Dies gilt auch für allergene Bestandteile von zusammengesetzten Lebensmitteln und alkoholischen Getränken:
Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel etc.) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse; Krebstiere und Krebstiererzeugnisse; Eier und Eiererzeugnisse; Fisch und Fischerzeugnisse; Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse; Soja und Sojaerzeugnisse; Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose);
Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse; Sellerie und Sellerieerzeugnisse; Senf und Senferzeugnisse; Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse; Schwefeldioxid und Sulfite von mehr als 10 mg/kg.

Für besonders wichtig halten die Analysefachleute von Institut Fresenius, dass durch die neue Richtlinie die so genannte „25- Prozent-Regel“ abgeschafft wird: „Diese Regel besagte, dass Bestandteile von zusammengesetzten Zutaten, die weniger als 25% des Gewichts des Enderzeugnisses ausmachen, nicht zwingend angegeben werden mussten. Beispiel: Enthält ein Eintopf Wurststücke, dann
müssen die Inhaltsstoffe der Wurst künftig auch dann angegeben werden, wenn die Wurst insgesamt weniger als ein Viertel des Produktgewichts ausmacht. Außerdem wurden bisher manche Zutaten nur sehr grob mit Klassennamen angegeben. Da stand dann beispielsweise einfach nur „pflanzliches Öl“ auf dem Etikett. Wegen seiner allergenen Bestandteile muss jetzt z. B. Erdnussöl konkret genannt werden. Ähnliches gilt für Deklarationen wie „Früchte“, „Gewürze“,
„Gemüse“ oder „natürlicher Aromastoff“. Die übergreifenden Klassennamen „Früchte“ und „Gemüse“ werden ganz abgeschafft. Die anderen allgemeinen Klassennamen wird man trotz einiger Ausnahmen wohl demnächst ebenfalls kaum noch finden. Lebensmittelallergiker können also jetzt mit viel mehr Sicherheit einkaufen.“

ots-Originaltext: Institut Fresenius Chemische und Biologische Laboratorien AG

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Ananas-Enzym Bromelin lässt Millionen Asthma-Kranke hoffen

23.11.2004 - Das Enzym Bromelin lindert Entzündungen, die im Zusammenhang mit Asthma stehen. Das haben amerikanische Forscher in Tierversuchen festgestellt.

Dr. Eric Secor vom University of Connecticut Health Center, Autor einer kürzlich veröffentlichten Studie, will nun in einem weiteren Versuch erforschen, ob das Bromelin bei Menschen die gleiche Wirkungsweise zeigt. Im positiven Fall könnten die Erkenntnisse für Millionen von Menschen, die unter Asthma leiden, den Durchbruch bedeuten. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir in kontrollierten klinischen Versuchen mittels Stichproben die Wirksamkeit des Bromelins im Zusammenhang mit Asthma zweifelsfrei feststellen können", kommentiert Dr. Eric Secor sein Vorhaben.

Das Enzym Bromelin ist im Saft der frischen Ananas (zum Beispiel Dole Tropical Gold) enthalten. Dem Bromelin werden die Eigenschaften einer Wunderwaffe zugeschrieben: Es beruhigt empfindliche Stellen im Körper, beschleunigt den Heilungsprozess bei Stauchungen ebenso wie bei äußeren Wunden. Es hilft bei Sinusitis und bei Problemen des Verdauungsapparats; selbst bei rheumatisch bedingter Arthritis zeigt es Wirkung. Auch beim Abnehmen hilft das Bromelin. Eine einfache Faustregel: Wer eine halbe Ananas am Tag verzehrt, tut sich etwas Gutes. Aber deshalb darf er nicht mehr Christstollen essen. Doch das, was er bislang zu viel gegessen hat, lässt sich leichter abbauen als ohne Ananas.

Neben dem Bromelin bietet die Ananas mehr Vitamin C als die meisten anderen Früchte, zusätzlich die Vitamine A, B6, B2 und B1 sowie die Mineralstoffe Folat, Eisen und Mangan. Mit ihrem hohen Gehalt an Bromelin und B- und C-Vitaminen leistet die Ananas auch der Haut wertvolle Dienste. Ananas-Peelings, -Masken und -Scrubs sorgen für ein glatteres und jugendlicheres Hautbild, reinigen verstopfte Poren, helfen bei Akne und mildern Fältchen.

Dole Tropical Gold

Die Dole Tropical Gold Ananas ist von gleichbleibend hoher Qualität. Sie kommt überwiegend aus Costa Rica, einem besonders sonnenreichen Anbaugebiet, was ihre exotische Süße ausmacht. Dole sorgt für eine besonders schonende Ernte und einen fachgerechten Transport in den modernsten, meist Dole-eigenen, Kühlschiffen der Welt. Die Dole Tropical Gold Ananas wird nur kurze Zeit in Spezial-Kühlhäusern bei rund 8 Grad gelagert und dann punktgenau im Lebensmitteleinzelhandel angeliefert. Den Weg von der Ernte bis zum Supermarkt oder Früchtehändler in Deutschland legt sie in etwa zwölf bis 18 Tagen zurück. Während ihres Transports werden ständig Qualitätskontrollen durchgeführt. Die Dole Tropical Gold Ananas hat stets den optimalen, zum sofortigen Verzehr geeigneten Reifegrad. Sie gehört zu den weltweit beliebtesten Ananas-Marken.

Quelle: Dole

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Kakao gegen Husten

23.11.2004 - Ein Inhaltsstoff von Kakao ist wirksam gegen chronischen Husten. Wie britische Mediziner im "FASEB Journal" berichten, unterdrückt die Verbindung Theobromin den Hustenreiz effektiver als gängige Wirkstoffe, zeigt jedoch keine Nebenwirkungen.

"Die meisten Menschen leiden zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens unter Husten", so Peter Barnes vom Imperial College London, "bislang gibt es jedoch keine effektive Behandlung." Zwar sei chronischer Husten nicht unbedingt körperlich schädlich, vermindere jedoch die Lebensqualität der Betroffenen.

Barnes und seine Kollegen untersuchten die Wirkung von Theobromin, indem sie zehn Freiwilligen immer stärker konzentrierte Lösungen von Capsaicin - jener Substanz, der "feurige" Gewürze wie Paprika oder Chilischoten ihre Schärfe verdanken - in den Rachen sprühten. Nach Gabe von Theobromin waren zum Auslösen eines Hustenreizes ein Drittel höhere Konzentrationen nötig als nach Gabe von Codein, einem starken Hustenmittel.

Theobromin hat auf den Organismus eine leicht anregende Wirkung. Seine Wirkung auf den Hustenreiz entfalte es jedoch, indem es die Aktivität des Vagusnervs dämpfe, so Barnes und Kollegen. Bei den Versuchen habe Theobromin keine negativen Effekte auf Kreislauf- und Nervensystem gezeigt. "Daher könnte es möglicherweise in noch sehr viel höheren Dosen angewandt werden", so Barnes' Kollegin Maria Belvisi. Auf diese Weise ließen sich vielleicht auch hartnäckige Fälle von Reizhusten behandeln.

Forschung: Omar S. Usmani, Maria G. Belvisi und Peter J. Barnes, Department of Thoracic Medicine, Royal Brompton Hospital, Imperial College London; und andere

Online-Veröffentlichung FASEB Journal, DOI 10.1096/fj.04-1990fje

Quelle: Scienceticker

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Vitamine für Sünderinnen

22.11.2004 - Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Michael Hamm im MADAME-Interview: „Wichtig ist, dass Nahrung nicht ersetzt, sondern gezielt ergänzt wird“ / Vitamin C für Raucher, Magnesium und Calcium für die Nerven, Eisen und Zink für Vegetarier halten die Gesundheit im Gleichgewicht

Laufend Hektik im Job, jede Menge Business-Meetings und Reise-Termine, dazu abends Kunden-Dinner, Steh-Parties, Vernissagen oder private Verpflichtungen – und der
Kühlschrank zu Hause ist permanent leer: Viele Frauen haben häufig so viel Stress im Beruf und der Familie, dass die gesunde Ernährung dabei auf der Strecke bleibt. Von fünfmal Obst und Gemüse am Tag, regelmäßig Fisch und Vollkorn-Produkten kann keine Rede sein. Da scheint es verlockend, den Vitalstoffhaushalt einfach mit Brausen, Pillen oder Pulvern im Gleichgewicht zu halten. Zusammen mit einem Ernährungs-Experten hat die Frauenzeitschrift MADAME (Heft 12/2004) daher untersucht, ob man die viel gepriesenen Mineral- und Vitaminbomben wirklich braucht. Das Ergebnis: „Mit Nahrungsergänzungsmitteln lassen sich durchaus Versorgungslücken schließen und so die Gesundheit unterstützen“, erläutert der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Michael Hamm im Interview mit MADAME.

Eine ausgewogene Ernährung sei aber unverzichtbar, denn, so Hamm, „wichtig ist, dass Nahrung nicht ersetzt, sondern gezielt ergänzt wird.“ MADAME empfiehlt, sich gezielt zu informieren, meist hilft ein Blick ins Internet, wo viele Vitalstoffpräparate - Hersteller Checklisten anbieten. Mit einer dort möglichen Abfrage nach individuellen Ernährungsgewohnheiten und Lebensumständen lässt sich schnell ein persönlich sinnvoller „Vitamin-Fahrplan“ erstellen.

Wer beispielsweise öfter eine Diät macht, sollte unbedingt Multivitamine zu sich nehmen, rät MADAME. Für Vegetarier empfiehlt sich eine Zufuhr von Eisen und Nickel, da beides für Zellwachstum und Infektionsschutz gebraucht wird. Magnesium und Calcium beruhigen die Nerven und eine extra Portion Vitamin C hilft, das Immunsystem zu stärken und den Vitalhaushalt bei Rauchern im Gleichgewicht zu halten.

Damit aber nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch das Portemonnaie im Gleichgewicht bleibt, rät Experte Hamm in MADAME: „Die preiswerten Supermarkt-Vitaminröhrchen kann man getrost kaufen – sie sind meist nicht schlechter als die Apothekenware.“

ots-Originaltext: Madame
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Vermieter haften für Trinkwasserqualität
Verschärfte Kontrollen des Trinkwassers

12.11.2004 - Jeden Monat sind Mitarbeiter vom Gesundheitsamt unterwegs, um die Trinkwasserqualität in Schulen, Kindergärten, Hotels und Gaststätten zu überprüfen. Doch seit kurzem sind die Wege länger. Denn jetzt müssen alle Einrichtungen überwacht werden, die Trinkwasser für die Öffentlichkeit bereitstellen.

Grund dafür ist die novellierte Europäische Trinkwasserverordnung (TVO), die seit 1. Januar 2003 in Kraft ist. Danach gelten verschärfte Richtlinien für den Umgang mit dem Lebensmittel Trinkwasser, von denen viele Vermieter in Deutschland betroffen sein könnten. So berücksichtigt die neue TVO erstmals, dass Schadstoffe auf dem Weg vom Wasserwerk zur Entnahmestelle in das Trinkwasser gelangen. Bisher wurden die Grenzwerte dafür im Wasserwerk kontrolliert. Der Begriff "Trinkwasser" wird als "Wasser für den menschlichen Gebrauch" definiert. So gilt neben dem als Lebensmittel verwendeten Wasser auch das Wasser, das zur Körperpflege und -reinigung dient sowie Spülwasser für Gegenstände, die bestimmungsgemäß mit dem menschlichen Körper oder Lebensmitteln in Berührung kommen, als Trinkwasser. Zu den Wasserversorgungsanlagen gehören jetzt das gesamte Leitungsnetz und die Hausinstallation. Somit erstreckt sich der Geltungsbereich der TVO bis zu jedem Wasserhahn, also auch auf die gesamte Trinkwasserinstallation in Häusern und Wohnungen. Werden dort Schadstoffe wie Blei oder Kupfer festgestellt, die erst durch marode Hausleitungen in das Trinkwasser gelangen, haftet der Vermieter.

Entsprechend der neuen TVO haben Vermieter sicherzustellen, dass Trinkwasserqualität in Leitungssystemen gewährleistet ist. Für die Überwachung des Trinkwassers innerhalb der Hausinstallation ist der jeweilige Hausbesitzer verantwortlich. So darf der Hausbesitzer anderen (seinen Mietern, Hotelgästen, Krankenhauspatienten, Schülern, Mitarbeitern, Konzertbesuchern etc.) nur Wasser in Trinkwasserqualität zur Verfügung stellen.

Bei Beanstandungen drohen Bußgelder und die Auflage, die Ursache unverzüglich zu beseitigen. Treten Krankheiten auf Grund einer Verschmutzung des Trinkwassers auf, drohen sogar Freiheitsstrafen für Hauseigentümer. Im § 64 (1) des Bundesseuchenschutzgesetz heißt es beispielsweise dazu: "Wer als Unternehmer oder Inhaber einer Wasserversorgungsanlage Wasser als Trinkwasser (...) abgibt oder anderen zur Verfügung stellt, das den Anforderungen (...) nicht entspricht, haftet mit Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren oder wird mit Geldstrafe bestraft."

Wasserproben entnehmen die Gesundheitsämter bisher nur in Einrichtungen wie öffentlichen Toiletten oder Schwimmbädern, in denen Trinkwasser für die Öffentlichkeit bereitgestellt wird. Weicht die Wasserqualität von den vorgeschriebenen Richtlinien ab, müssen Betreiber dieser Einrichtungen mit einer Geldstrafe rechnen. Kontrollen wie sie bisher in Schulen oder Kindergärten durchgeführt werden, kommen zukünftig aber auch auf Vermieter und Hauseigentümer zu. Denn in der neuen TVO wird darauf verwiesen, dass Trinkwasser am Wasserhahn aller Verbraucher zu überwachen ist und auch Mieter können auf Wunsch kontrollieren lassen.

Sind Mieter und Vermieter unsicher über den Zustand der Leitungen im Haus, können Wasserfilter am Hausanschluss oder an den Wasserhähnen eine Lösung sein. Solche Filter (z.B. Carbonit Filtersysteme) hätten den Vorteil sogar Schadstoffe wie Medikamentenrückstände, polare Pestizide oder Astbestfasern zu filtern, die in der TVO nicht erfasst sind und nicht kontrolliert werden.

Weitere Informationen zu Wasserfiltern und Studien sind unter
www.carbonit.de abrufbar.
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EMNID: Jeder Zweite trinkt zu wenig

26.10.2004 - Ernährungswissenschaftler empfehlen erwachsenen Menschen, täglich circa zwei Liter Flüssigkeit wie Wasser, Säfte oder Kräutertee zu trinken. Menschen, die viel Sport treiben, in klimatisierten Räumen arbeiten oder gerade eine Diät machen, benötigen sogar noch mehr. Jedoch zeigt eine repräsentative emnid-Umfrage im Auftrag der Essener Krankenkasse ktpBKK, dass etwa die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) weniger als zwei Liter Flüssigkeit täglich zu sich nehmen.

Überraschend ist dabei, dass Frauen, die sich normalerweise mehr Gedanken um ihre Gesundheit machen als Männer, weniger als diese trinken: Während 56 Prozent der Männer angeben, dass sie täglich mehr als zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, sind es bei den Frauen nur 42 Prozent. Und je älter sie werden, desto weniger trinken die Deutschen: Trinken 52 Prozent der zwischen 14- und 29-Jährigen mehr als zwei Liter täglich, sind es bei den Menschen über 60 nur 44 Prozent.

"Es gibt keine günstigere Medizin als Mineralwasser", kommentiert ktpBKK-Vorstand Stefanie Eickmeier. "Menschen, die dauerhaft zu wenig trinken, riskieren ernsthafte Erkrankungen wie Nierensteine und Thrombosen; bei alten Menschen verringert Wassermangel auch die Denkleistung. Wenn man sicher sein will, dass man immer genug trinkt, sind feste Regeln wie zum Beispiel 'zu jeder Mahlzeit ein großes Glas Mineralwasser' eine gute Lösung."

ots Originaltext: ktpBKK
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Ernährung anders gestalten

Neue Buchveröffentlichung zu Ernährungsleitbildern
06.10.2004 - Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2004 erscheint das Buch "Ernährung anders gestalten". Die beiden Herausgeberinnen, Doris Hayn und Claudia Empacher vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), wollen damit neue Impulse für eine nachhaltigere und gesündere Ernährung geben.
Quelle: Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)

Das Thema Ernährung erlebt derzeit eine Hochkonjunktur: Der Spiegel berichtete in der vergangenen Woche innerhalb seiner Titelgeschichte. Renate Künast hat soeben ihr Buch "Die Dickmacher" vorgelegt. Dies lässt die Frage nach Gestaltungsmöglichkeiten und Strategien einer "Ernährungswende" in Richtung einer nachhaltigeren und gesünderen Ernährung ins Blickfeld rücken. Doch ohne Ernährungsleitbilder, ohne visionäre Vorstellungen über wünschbare Zustände, ist eine solche Wende nicht denkbar. Das Buch "Ernährung anders gestalten" knüpft hier an und will nicht nur Fachleuten aus Wissenschaft und Beratung, sondern auch interessierten Laien Impulse für eine Veränderung von Ernährungsleitbildern geben.
Anschaulich beschreiben die beiden Wissenschaftlerinnen, wie sich Ernährungsleitbilder in Kochbüchern und Informationsbroschüren seit den 1950er Jahren verändert haben. Beiträge von Ernährungs-Expert/innen ergänzen diese Bestandsaufnahme: So beschäftigt sich Hartmut König, Ernährungsreferent und Leiter der Ernährungsabteilung bei der Verbraucherzentrale Hessen, beispielsweise mit Ernährungsleitbildern in der Praxis von Verbraucherzentralen, die Trendforscherin Helene Karmasin geht in ihrem Beitrag auf Ernährungsleitbilder in der Werbung ein, Anja Dannenberg, Fachjournalistin für Ernährung und Gesundheit, widmet sich den Ernährungleitbildern im Fernsehen. Das Buch verdeutlicht, dass gegenwärtig neue Ernährungsleitbilder erkennbar sind, die Essen, Ernährung und Lebensqualität verknüpfen. Dies gilt es aufzugreifen und mit Elementen von gesunder und umweltfreundlicher Ernährung zu verbinden. "Es geht gerade nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger Informationen über die "richtige" Ernährung mitzuteilen. Leitbilder sollten zukünftig vor allem deutlicher vermitteln, wie eine individuell gelungene Ernährung im Alltag praktizierbar werden kann.", so die Herausgeberinnen in ihrem Abschlussbeitrag "Von Visionen zur Praktizierbarkeit im Alltag". Bibliographische Angaben:
Hayn, Doris/Claudia Empacher (Hrsg.) (2004): Ernährung anders gestalten
oekom verlag, München
ISBN 3-936581-30-4
Preis 16,90 Euro
Das Buch ist im Rahmen des Forschungsprojektes "Ernährungswende" entstanden. "Ernährungswende" ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forschungsnetzwerkes Ökoforum, unter der Leitung des Öko-Instituts e.V., an dem das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das KATALYSE-Institut für angewandte Umweltforschung und das Österreichische Ökologie Institut für angewandte Umweltforschung beteiligt sind. Das Forschungsvorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Förderschwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" gefördert.

Quelle: Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)

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Sondenernährung im Wandel der Zeit - Fluch oder Segen?

04.10.2004 - Bis zu 30 Prozent der ins Krankenhaus eingelieferten Patienten sind mangelernährt. Eine konsequente ernährungstherapeutische Betreuung, bei der Sondenernährung eine wichtige Rolle spielt, könnte der Mangelernährung vorbeugen, Komplikationen vermeiden und damit sogar Kosten sparen. Andererseits darf der Mut zur Ablehnung nicht fehlen, wenn die Maßnahme nicht im Sinne des Patienten ist. Diese und aktuelle medizinische Fragen waren Thema eines wissenschaftlichen Symposiums am 1. und 2. Oktober in Offenbach/Main.

Bis zu 30 Prozent der ins Krankenhaus eingelieferten Patienten sind mangelernährt. Während des Aufenthalts verschärft sich die Situation oft noch - mit fatalen Folgen für die Patienten. "Viele Komplikationen wären vermeidbar, wenn die Mangelernährung rechtzeitig erkannt und behandelt würde. Mangelernährte Patienten haben eine schlechtere Prognose und höhere Mortalität als normal ernährte", sagte Privatdozent Dr. med. Michael Keymling vom Klinikum Meiningen auf dem Symposium "PEG im Wandel der Zeit - Fluch oder Segen" in Offenbach. Leider werde Mangelernährung oft nicht diagnostiziert und deshalb auch nicht behandelt. "Der Ernährungszustand sollte deshalb bei Aufnahme in die Klinik immer kontrolliert werden - so selbstverständlich wie der Blutdruck", forderte Keymling. Eine konsequente ernährungstherapeutische Betreuung, bei der die Sondenernährung eine wichtige Rolle spielt, kann einer Mangelernährung vorbeugen, Komplikationen vermeiden und damit sogar Kosten sparen. Ernährungstherapie könnte Prognose und Lebensqualität von vielen Tausenden Patienten verbessern PD Dr. Michael Keymling: "Mit einer richtigen Ernährungstherapie könnten die Prognose und die Lebensqualität von Tausenden von Patienten deutlich besser sein als heute. Dabei sind die Chancen für einen Erfolg umso größer, je früher mit der künstlichen Ernährung begonnen wird. Zuvor sollten aber alle anderen Möglichkeiten einer alternativen Nahrungszufuhr ausgeschöpft sein." Bei der Entscheidung für oder gegen eine PEG (perkutane endoskopische Gastrostomie) müssten ethische Aspekte auf jeden Fall berücksichtigt werden, erklärte Keymling. "Eine PEG kann einerseits auch in der Endphase des Lebens noch die Lebensqualität erhöhen. Die künstliche Ernährung darf andererseits jedoch das Leid in der Sterbephase nicht unnötig verlängern. Bei metastasierten Patienten im Finalstadium zum Beispiel muss das Für und Wider der Entscheidung für eine PEG genau abgewogen werden. Dies gilt auch für Patienten mit Schlaganfällen oder in der Geriatrie. Hier fehlen den Ärzten vielfach noch eindeutige Richtlinien. Klar ist allerdings, dass eine PEG nicht allein zur Reduktion des Pflegeaufwands gelegt werden darf, denn sie kann Pflege und Zuwendung nicht ersetzen", sagte Keymling. Indikation darf nicht nur nach medizinischen Kriterien erfolgen In Deutschland werden jährlich etwa 120.000 perkutane Ernährungssonden neu gelegt. Prof. Dr. med Karl Ernst Grund von der Universität Tübingen wies darauf hin, dass es sich dabei heute um einen Standardeingriff mit geringer Komplikationsrate handelt. Bei enteraler Langzeiternährung (enteral: über den Darm) sei die PEG die Methode der Wahl. "Die PEG ermöglicht eine ganz erheblich bessere Lebensqualität als Nasen- oder Rachensonden, da sie den Patienten beim Sprechen oder Schlucken nicht stört und kaum kosmetische Probleme verursacht. Die PEG ist unbestritten einer der großen Fortschritte in der Medizin der letzten Jahre. Eine kritische Indikationsprüfung nach menschlichen und ärztlichen - nicht nur nach medizinischen - Kriterien ist jedoch unabdingbar. Im Einzelfall kann es zum Beispiel schwere ethische Probleme bei Kranken mit fortgeschrittener Demenz oder bei Tumorleiden im Endstadium geben", betonte Prof. Dr. Grund.

Dass man auch mit einer PEG ein sehr aktives Leben führen kann, demonstrierte Dr. med. Werner Leichtle, Allgemeinmediziner aus Meitingen, der 1986 an Rachenkrebs erkrankte und im Jahr darauf eine PEG erhielt. Leichtle praktizierte bis 2002 als Arzt, reist viel und spielt Golf. "Trotz der PEG bin ich ein sehr zufriedener Mensch geblieben. Das einzig betrübliche ist, dass ich meinen Beruf aufgeben musste", sagte Leichtle. Der Grund dafür ist allerdings nicht die PEG: "Das Sprechen wurde zu anstrengend", so Leichtle.
Durch die Einführung der PEG vor 20 Jahren können früher stationär behandelte Patienten nun ambulant versorgt werden. Die flächendeckende ambulante Versorgung der Patienten in Deutschland wird durch ein weit ausgebautes Netzwerk von ernährungstherapeutisch geschulten Pflegekräften gewährleistet. "Fresenius Kabi hat hier als Marktführer das Entstehen dieser Netzwerke initiiert und vorangetrieben", sagte Dr. med. Ulrich Suchner von Fresenius Kabi. "In den letzten Jahren haben wir vor allem an der weiteren Verbesserung der Qualitätsstandards gearbeitet. Eine adäquate Versorgung im ambulanten Bereich ist sichergestellt. Daher können Patienten heute frühzeitig aus der Klink entlassen werden. Ob eine PEG eine sinnvolle therapeutische Option darstellt, muss der behandelnde Arzt entscheiden. Wir wollen, dass die Patienten nicht nur am Leben, sondern auch im Leben bleiben."

Mangelernährung verdoppelt Kosten

PD Dr. Michael Keymling ging auch auf die Kostenseite der Diskussion um die PEG ein: "Mangelernährung führt nicht nur zu unnötigem Leiden, sondern auch zur Vergeudung von Resourcen. Studien haben gezeigt, dass Liegezeiten und Kosten bei mangelernährten Patienten doppelt so hoch sind wie bei normal ernährten. Patienten und Angehörige sollten -besonders vor operativen Eingriffen - ihr Recht auf optimale Diagnostik und Therapie einfordern. Die Krankenkassen sollten von den Kliniken eine optimale Ernährungstherapie fordern und diese auch entsprechend vergüten", sagte Keymling.

Quelle: Fresenius AG
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Mit "Schwertfisch" gegen die Körperkrise
Ein Wirtschaftswissenschaftler will Essen und Bewegung in die Balance bringen



Richtige Ernährung und Bewegung bringt den Körper wieder in die Balance.
Quelle: Wort und Bild -Apothekenumschau

04.10.2004 - Eine "dramatische Körperkrise" konstatiert der Wirtschaftswissenschaftler und Sozialökologe Prof. Hans Immler von der Universität Kassel. "Zu viel Essen, zu wenig Bewegung. Das macht dick, krank und unglücklich", sagt er im Gesundheitsmagazin
"Apotheken Umschau". Dagegen hat er das "Schwertfisch"-Konzept entwickelt. Ähnlich der Kontur dieses Meeresbewohners verlaufen nach Immlers Analyse zur Zeit Ernährung und Bewegung in entgegengesetzten Kurven: Erstere wölbt sich gefährlich weit hoch, während die Bewegungskurve in den Keller geht. Ideal wäre ein Gleichgewicht - vom
Schwert des Fisches symbolisiert. Dem Körper eine ganz neue Aufmerksamkeit zu schenken, sei "eine Überlebensfrage", fährt Immler schweres Geschütz auf. Wege, die richtige Körper-Balance zu erreichen, hat der Wissenschaftler auch schon entwickelt. Ein
Dreimonatsprogramm mit ausführlichen Erklärungen gibt es ab 1. Oktober 2004 kostenlos auf www.gesundheitpro.de. Hier antwortet Prof. Immler außerdem mehrmals wöchentlich im Forum auf alle Fragen der Teilnehmer.

ots Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Kraft Foods begrüßt Plattform Ernährung und Bewegung

Unterrichtsmappe "Fit und gesund durch Bewegung und richtige Ernährung" wird allen interessierten Schulen und Sportvereinen zur Verfügung gestellt

29.09.2004 - Kraft Foods Deutschland begrüßt die Gründung der im Namen der Bundesrepublik Deutschland initiierten Plattform Ernährung und Bewegung. "Wir halten diese Initiative für sinnvoll, um ein gesamtgesellschaftliches Problem wirkungsvoll anzugehen", erklärt
Jean-Paul Rigaudeau, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kraft Foods Deutschland.
  
Kraft Foods unterstützt diese Initiative mit einer bundesweiten Aktion, die Schülerinnen und Schülern mehr Angebote für Bewegung und ausgewogene Ernährung macht. Basis dieser Aktion ist die moderne Unterrichtsmappe "Fit und gesund durch Bewegung und richtige
Ernährung", die zusammen mit der Deutschen Schulsportstiftung, dem deutschen Fußballmeister und Pokalsieger Werder Bremen sowie weiteren Sportvereinen bundesweit verbreitet wird. "Nur wenn Unternehmen eine aktive Rolle spielen, wird die Plattform auch nachhaltig zu einem gesünderen Lebensstil beitragen", so Rigaudeau.
  
    Bis Ende 2005 bundesweit verbreitet
  
Die Unterrichtsmappe "Fit und gesund durch Bewegung und richtige Ernährung" enthält Unterrichtsmaterial zum Beispiel für die Themen Energiebilanz, Bewegungscheck, gesunder Lifestyle und Bewegungstipps für zwischendurch. Die Unterrichtsmappe wird Lehrern über die
Deutsche Schulsport Stiftung kostenlos zur Verfügung gestellt.
  
Die Healthy Living-Initiative von Kraft Foods Deutschland richtet sich aber nicht nur an Lehrer, sondern auch an Trainer von Sportvereinen. So wird Werder Bremen die Unter-richtsmappe in sein Programm "100 Schulen - 100 Vereine" einbauen.
  
Die Unterrichtsmappe "Fit und gesund durch Bewegung und richtige Ernährung" wird zunächst in einer Auflage von 10.000 Exemplaren gedruckt. Weitere Auflagen sind eingeplant, denn bis Ende 2005 soll die Unterrichtsmappe deutschlandweit allen interessierten Schulen und
Vereinen zur Verfügung gestellt werden.
      
ots Originaltext: Kraft Foods Deutschland


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Greenpeace: Immer mehr giftige Pestizide in Trauben

23.09.04 - Das Greenpeace-EinkaufsNetz hat wie im Vorjahr Tafeltrauben untersuchen lassen, die aus dem Angebot der sieben größten deutschen Supermarktketten Aldi, Edeka, Metro, Lidl, Rewe, Spar und Tengelmann stammen. Nur eine der 23 Traubenproben aus konventionellem Anbau war frei von Spritzmittelresten. In 35 Prozent der Proben wurden die gesetzlichen Grenzwerte für Pestizide sogar erreicht oder - bis zum 14fachen - überschritten. Die Untersuchungen der Verbraucherorganisation von Greenpeace weisen damit eine massive Verschlechterung nach. Im Vorjahr lag die Überschreitungsquote bei Traubentests noch bei 25 Prozent. Darüber hinaus fanden sich in den meisten Trauben gesundheitlich besonders bedenkliche Giftcocktails mit bis zu acht Pestiziden gleichzeitig. Gut schnitten dagegen Biotrauben ab, in denen keinerlei Pestizide nachgewiesen wurden. Greenpeace hat Anzeige gegen Aldi, Metro und Tengelmann wegen des wiederholten Verstoßes gegen das Lebensmittelgesetz erstattet.

"Trauben gehören heute zu den am stärksten mit giftigen Pestizidenbelasteten Früchten", sagt Manfred Krautter, Chemie-Experte von Greenpeace. "Obwohl inzwischen der Verkauf von einem Drittel der Trauben aus den Mittelmeerländern gesetzwidrig ist, wird von den Handelsketten und der Lebensmittelüberwachung nichts dagegen unternommen. Dies ist ein Lebensmittelskandal, der die Gesundheit gerade von Kindern gefährdet!"

Schon im Juli 2004 hatte Greenpeace das Bundesverbraucherschutzministerium aufgefordert, gegen die zunehmende Pestizidbelastung bei Obst und Gemüse einzuschreiten und Maßnahmen zu benennen. Doch bisher blieb das Künast-Ministerium jede Antwort schuldig. Ebenfalls im Juli hatte Greenpeace bei Paprika einen deutlichen Anstieg der Grenzwertübersteigungen gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Auch die EU-Kommission bestätigt, dass sich der Anteil der Pestizid-Grenzwertüberschreitungen in pflanzlichen Lebensmitteln von 3,0 Prozent im Jahr 1996 auf 5,5 Prozent im Jahr 2002 fast verdoppelt hat.

Bei dem aktuellen Test hatten Greenpeace-Mitarbeiter Ende August 2004 Tafeltrauben in Supermärkten in Frankfurt, Hamburg, Köln und Leipzig gekauft und von einem Speziallabor nach zwei Testverfahren untersuchen lassen, durch die über 350 verschiedene Pestizidrückstände nachgewiesen werden können. Viele der in den Trauben gefundenen Pestizide sind gesundheitsschädlich. Sie können das Hormonsystem schädigen, die Fortpflanzung beeinträchtigen und Krebs auslösen.

"Noch immer verkauft der Lebensmittelhandel täglich millionenfach Obst und Gemüse mit zu hohen Pestizidbelastungen. Frau Künast und die Behörden müssen endlich handeln. Unsere Empfehlung für die Verbraucher ist klar: Bio-Lebensmittel sind in der Regel frei von Pestizidrückständen und gerade auch für Kinder die beste Wahl", erklärt Krautter. Die Testergebnisse erscheinen im neuen Rundbrief des Greenpeace-EinkaufsNetzes. Es gibt sie auch kostenlos per Telefon unter 040-306180 oder direkt im Internet unter www.greenpeace.de/einkaufsnetz.

ots-Originaltext: Greenpeace e.V.


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Gift in gekeimten Kartoffeln - Solanin macht die Knolle ungenießbar

13.09.04 - Gekeimte Kartoffeln können erhebliche Mengen angiftigem Solanin enthalten, der Stoff, der auch grüne Erdäpfel ungenießbar macht, berichtet das Apothekenmagazin Gesundheit. „Abgekeimte Kartoffeln würde ich nicht mehr essen“, sagt Dr. Norbert Haase von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel. Wer keinen kühlen und dunklen Lagerraum besitzt, der das Auskeimen verzögert und wertvolle Inhaltsstoffe bewahrt, sollte immer nur kleinere Mengen Kartoffeln kaufen. Nicht nur das entstehende Solanin schränkt ihren Nährwert ein. Auch Vitamine und Spurenelemente verlagern sich in die ungenießbaren Sprossen.

Das Apothekenmagazin " Gesundheit" 9/2004 liegt in vielen Apotheken
aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Gesundheit

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Frühe Prägung des Geschmacks - In den ersten Lebensmonaten werden Vorlieben festgelegt

Baierbrunn (ots) 09.08.2004 - Babys, die in den ersten Lebensmonaten bereits Bitteres zu schmecken bekommen, brauchen im späteren Leben weniger Süßes, berichtet das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Forscher des Monell-Zentrums in Philadelphia, USA, konnten nachweisen, dass die ersten Monate im Leben eines Kindes dessen künftige
Geschmacksvorlieben prägen. Jetzt hoffen sie, in Zukunft vielleicht durch gezielte frühkindliche Geschmacksprägung Zivilisationskrankheiten eindämmen zu können, die auf Ernährungsfehler zurückgehen.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Stellungnahme des Verbandes Metallverpackungen e. V. / Verzehr von Lebensmitteln aus Verpackungen mit Metallverschlüssen ist sicher

Düsseldorf - 06.08.2004 - In einer aktuellen Studie der Universität Würzburg wird die Vermutung geäußert, dass aus dem Dichtungsmaterial von bestimmten Metallverschlüssen die Substanz 2-Ethylhexansäure (2-EHA) in verpackte Lebensmittel übergeht. 2-Ethylhexansäure ist ein toxikologisch gut untersuchter Stoff, der im Tierversuch bei hohen Konzentrationen eine fruchtschädigende Wirkung zeigt. 2-Ethylhexansäure ist selbst kein Bestandteil der verwendeten Dichtungen. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Dichtungen zurzeit technisch unvermeidbare Additive enthalten, die zur Bildung von 2-Ethylhexansäure führen, so dass eine Migration von 2-Ethylhexansäure in verpackte Lebensmittel erfolgen könnte. Auf Grundlage der heute verfügbaren toxikologischen Erkenntnisse ergibt sich allerdings selbst dann keine gesundheitlich bedenkliche Belastung für den Verbraucher, wenn man die höchsten bisher ermittelten Werte und einen extremen Verbrauch zugrunde legt. Dies gilt auch für den sensiblen Bereich der Babynahrung. Beispielsweise wird selbst bei einem Verzehr von mehr als 1 kg Babynahrung pro Tag durch ein 7,5 kg schweres Kind der kritische Wert nicht erreicht. Der Verzehr von Lebensmitteln aus Glaskonserven oder Flaschen, die mit Metallverschlüssen verschlossen sind, ist daher unbedenklich und aus Gründen der Qualität und Lebensmittelsicherheit nach wie vor empfehlenswert.

Nichtsdestotrotz vertreten die Hersteller von Metallverschlüssen die Auffassung, dass ein Übergang von Substanzen wie 2-Ethylhexansäure in Lebensmittel grundsätzlich nicht wünschenswert ist. Sie haben daher Anfang Juli unmittelbar auf die Würzburger Untersuchungsergebnisse reagiert und unter Federführung des Verbandes Metallverpackungen e.V. eine Expertenkommission aus Vormaterial-, Dichtungsmassen- und Verschlussherstellern etabliert, die stellvertretend für die gesamte Branche das Phänomen des Übergangs von 2-Ethylhexansäure in Lebensmittel untersucht und Möglichkeiten zur Minimierung beziehungsweise Substitution der fraglichen Additive erarbeitet. Die Entwicklung von Alternativen wird jedoch für die einzelnen Anwendungsbereiche einen angemessenen Zeitraum in Anspruch nehmen, da nur Materialien zum Einsatz kommen dürfen, die ausführlich und unter Berücksichtigung aller Anforderungen, zum Beispiel des besonders hohen Standards der mikrobiellen Sicherheit bei Babynahrung, auf ihre Eignung getestet werden konnten. Verband und Expertenkommission stehen bereits in engem Kontakt mit dem Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung und werden die zuständigen Behörden kontinuierlich über die weiteren Entwicklungsfortschritte informieren. Zum Verband Metallverpackungen e. V. (VMV) gehören rund 50 Unternehmen mit über 10.000 Beschäftigten. Es sind Hersteller von Metallverpackungen, Flaschen- und Gläserverschlüssen.
Die Unterstützung der Mitgliedsunternehmen in fachlichen, technischen oder allgemeinen unternehmerischen Belangen sowie in der Öffentlichkeitsarbeit erfolgt auf Bundesebene.
Die Mitglieder des VMV und die angeschlossenen Zuliefererfirmen profitieren zusätzlich von der Fördergemeinschaft Metallverpackungen (FGM) und ihren zahlreichen Serviceleistungen. Darüber hinaus ist der VMV in ein europäisches Verbandsnetz integriert und trägt somit den zunehmend globalisierten Wirtschaftsstrukturen Rechnung. In Deutschland arbeitet der VMV eng mit anderen Verbänden wie zum Beispiel dem Informations-Zentrum Weißblech e. V. zusammen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.metallverpackungen.de

ots Originaltext: VMV Verband Metallverpackungen e. V.

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Eine Hand voll Walnüsse täglich beugt verengten Gefäßen und Herzleiden vor.


Baierbrunn (ots) 26.07.04 - Das legt eine kleine Studie mit 21 Teilnehmern an der Universität Barcelona nahe. Wie das Apothekenmagazin " Gesundheit" berichtet, wird die Wirkung auf die in
Walnüssen reichlich enthaltene gefäßschützende Alpha-Linolensäure zurück geführt. Acht bis 13 Walnüsse am Tag reichten aus, um bei den Studienteilnehmern, die alle einen hohen Cholesterinspiegel hatten, die Dehnbarkeit und Durchlässigkeit der Gefäße um 64 Prozent zu
verbessern und ihren Cholesterinspiegel zu senken.

Das Apothekenmagazin " Gesundheit" 7/2004 liegt in vielen Apotheken
aus Und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Gesundheit
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"Trinken im Unterricht" zur Förderung der Konzentration / So bleiben Schüler hellwach und geistig fit

07.07.2004 - Vom Englischunterricht in die Sporthalle, dann schnell zurück ins Schulgebäude zu Deutsch, Bio oder Mathe - der Stundenplan lässt Schülern häufig wenig Zeit, um sich auszuruhen oder etwas trinken zu können. Gerade die kleinen Pausen reichen häufig nur aus, um von einem Klassenzimmer ins nächste zu gelangen. Die Folge: Viele Kinder und Jugendliche trinken zu wenig, denn in den meisten Schulen ist das Trinken während des Unterrichts verboten. Dadurch kann die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler abnehmen, warnen Ernährungsexperten.

Mit ihrer neuen Initiative "Trinken im Unterricht" möchte die Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) erreichen, dass Kinder und Jugendliche auch während der Schulstunden Mineralwasser trinken dürfen. Die Kinder werden auf diese Weise nicht nur während des Unterrichts besser mit Flüssigkeit versorgt. Eine Studie in Zusammenarbeit mit Ernährungswissenschaftlern der Universität Bonn hat ergeben, dass diese Menge genau dem entspricht, was Kinder sonst im gesamten Tagesverlauf zu wenig trinken. Die Studie markierte den Beginn des Pilotprojekts "Trinken im Unterricht" an drei Schulen im Raum Bonn.

Die Erfahrungen der Pilotschulen zeigen: "Trinken im Unterricht" funktioniert problemlos, wenn Lehrer, Eltern und Schüler die Initiative gemeinsam planen und umsetzen. Die Trinkerlaubnis
verändert den Unterrichtsablauf kaum. "Ich war zuerst sehr skeptisch und hielt es für eine Modeerscheinung, dass jeder mit seiner Flasche herumläuft", berichtet Peter Knoth, stellvertretender Schulleiter am Konrad-Adenauer-Gymnasium in Meckenheim bei Bonn. "Aber ich muss sagen, ich bin regelrecht bekehrt worden. Sobald sich die Schüler einmal daran gewöhnt haben, geht davon keine Störung aus.

"Eine große Rolle spielt die Auswahl der geeigneten Getränke. Mineralwasser ist ideal fürs Klassenzimmer, da es die Schüler nicht nur mit der notwendigen Flüssigkeit versorgt, sondern auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente enthält. Für den Sportunterricht sind besonders Mineralwasserschorlen aus Mineralwasser und Fruchtsaft geeignet, da sie zusätzlich die nötige Energie liefern.

In der Broschüre "Trinken im Unterricht - Ein Leitfaden für Lehrer" zeigt die IDM, dass "Trinken im Unterricht" in der Praxis funktioniert. Darüber hinaus werden ernährungswissenschaftliche
Hintergrundinformationen über richtiges Trinken angeboten. Eine fertige Unterrichtseinheit für Lehrer, die "Trinken im Unterricht" in ihrer Klasse umsetzen möchten, rundet die Broschüre ab. Zusätzliche Informationen hat die IDM im Internet unter
www.trinken-im-unterricht.de zusammengestellt.

   Die Broschüre gibt es kostenlos bei der

   IDM - Informationszentrale Deutsches Mineralwasser
   Jagdweg 5a · 53115 Bonn · Service-Leitung: 0 18 05 - 45 33 33
   Fax: 0 18 05 - 45 33 44 · IDM@mineralwasser.com
   www.mineralwasser.com · www.trinken-im-unterricht.de

Quelle: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser

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Chipstest von foodwatch: Discounter besser als Marken / belgische
Biochips extrem belastet / Bundesregierung und Industrie  
verweigern Informationsrechte

28.06.04 - Berlin (ots) - Zum vierten Mal hat die Verbraucherorganisation foodwatch in einem Reihentest die Acrylamidbelastung von Kartoffelchips ermittelt.
Damit prüft foodwatch, ob die Bundesregierung mit ihrem "dynamischen Minimierungskonzept" die Industrie tatsächlich zur starken Reduktion der krebsverdächtigen Substanz in Lebensmitteln bewegt. "Nach wie vor liegen auch höher belastete Produkte in den Supermarktregalen. Die Minimierungsstrategie der Bundesregierung ist gescheitert", erklärt Matthias Wolfschmidt zu den Testergebnissen. In punkto Verbraucherinformation stellt foodwatch den Herstellern schlechte Noten aus und fordert eine produktbezogene Kennzeichnung.

Beim foodwatch-Chipstest unterscheiden sich die Belastungen verschiedener Produkte bis zum 40-fachen. NoName-Chips der Discounter haben tendenziell besser abgeschnitten als Markenprodukte. Besonders unrühmlich fällt das Ergebnis für den belgischen Biochips-Hersteller "Tra'fo" aus, dessen Produkte am höchsten belastet waren. Telefonisch oder im Internet seien bei den Herstellern keine Belastungswerte zu erfahren und bei Discount-Produkten sei es schon schwer, überhaupt eine Telefonnummer des Herstellers herauszufinden, berichtet foodwatch. Um Verbrauchern eine Entscheidungsmöglichkeit zu geben und marktwirtschaftlichen Druck auf die Erzeuger auszuüben, fordert foodwatch eine produktbezogene Kennzeichnung. Dafür schlägt foodwatch eine Vergleichsskala vor, deren Prinzip die Verbraucher aus dem Bereich der Haushaltsgeräte bereits kennen.

Dass das Minimierungskonzept von Regierung und Herstellern nicht funktioniert, zeigt sich für foodwatch beim amtlichen "Signalwert". Für Chips liegt dieser seit Herbst 2002 unverändert bei 1.000 Mikrogramm je Kilogramm und damit zehnfach höher als das beste Produkt im Test. Nur wenn deutsche Hersteller den Signalwert überschreiten, werden sie von der Bundesregierung zur Minimierung des Problemstoffs aufgefordert. Der Signalwert orientiert sich an den zehn Prozent der am höchsten belasteten Produkte und darf nicht mit einem Grenzwert für Unbedenklichkeit verwechselt werden, denn für krebsverdächtige Substanzen gibt es keinen solchen Grenzwert.

ots Originaltext: foodwatch e.V.

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Stoppt das "Tödliche Quartett" - sofort!

Bad Aachen (ots) - 24.06.2004 - Aus Anlass des Jahres der gesunden Ernährung hat es sich die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung über die Risiken einer ungesunden Lebensweise aufzuklären und den Vormarsch des "Tödlichen
Quartetts" aufzuhalten, erklärt heute Gesellschaftssprecher Sven-David Müller.
Im Jahre 2002 starben knapp 200.000 Menschen in Deutschland an Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt. Dies ist in Deutschland die Todesursache Nr. 1. Jedes Jahr erkranken erneut mehrere zehntausend Menschen an den Folgen verengter oder gar vollständig verstopfter Gefäße. Verantwortlich für diese explosionsartige Verbreitung macht Müller das "Tödliche Quartett": Erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker und bauchbetontes Übergewicht bringen hierzulande die meisten Menschen um. Mediziner bezeichnen das "Tödliche Quartett" auch als "Metabolisches Syndrom".

Dabei ist es so einfach, dem "Tödlichen Quartett" Einhalt zu gebieten, denn eine gesundheitsbewusstere Lebensführung ist einfach zu erlernen und ermöglicht ein längeres, aktiveres Leben. Es muss nicht immer die chemische Keule herhalten: Natürliche Methoden zur
Senkung der Blutfettwerte sind wissenschaftlich erprobt. Eine vollwertige und ballaststoffreiche Ernährungsweise, kombiniert mit regelmäßiger Bewegung, ist einfach in den Alltag zu integrieren. Eine breite Öffentlichkeit aufzuklären, bei Bedarf aber auch dem Einzelnen mit Hilfe von Informationsbroschüren oder telefonischer Beratung die bestmögliche Hilfestellung zu bieten, ist das ausgesprochene Ziel der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik. Viele
Neuerkrankungen könnten verhindert und frühzeitige Todesfälle vermieden werden. Die Kampagne "Stoppt das Tödliche Quartett!" richtet sich an jeden, so Müller abschließend.
  
Weitere Informationen rund um das Thema "Tödliches Quartett" sind
auf www.ernaehrungsmed.de zu erhalten.

ots Originaltext: diaita

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Gesunde Ernährung mit Walnüssen schützt das Herz / Bundesweiter Tag des Cholesterins am 26. Juni 2004

Frankfurt a.M. (ots) 17.06.2004 - Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist ein bedeutender Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und jeder kann etwas dagegen tun. Darauf soll der zweite Tag des Cholesterins am 26. Juni 2004 aufmerksam machen. Bundesweit sind hier verschiedene Aktionen geplant. Initiator der Kampagne ist die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoff-wechselstörungen und ihren Folgekrankheiten DGFF (Lipid-Liga).

In vielen Fällen kann man durch die Änderung der Lebensweise einen hohen Cholesterinspiegel vermeiden bzw. in den Griff bekommen. Meist reicht zunächst die Umstellung auf cholesterin- und fettarme Kost sowie mehr sportliche Aktivität aus. Ein wichtiger Baustein in der cholesterinbe-wussten Ernährung sind Walnüsse. Ihr cholesterinsenkender Effekt ist wissenschaftlich belegt. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA (U. S. Food and Drug Administration) betont, dass der tägliche Verzehr von ca. 40 Gramm Walnüssen im Rahmen einer gesunden Ernährung das Risiko von Herzerkrankungen senken kann.

Der positive Effekt von Walnüssen auf den Cholesterinspiegel und vor allem auf das 'schlechte' LDL-Cholesterin wurde erstmals 1993 in einer Ernährungsstudie festgestellt. Die Probanden, 18 gesunde Männer, ernährten sich cholesterinbewusst nach den Empfehlungen der American Heart Association. Durch Zugabe von Walnüssen zu der Diät ging das LDL-Cholesterin um 16 Prozent und das Gesamtcholesterin um 12 Prozent zurück. Die "Cholesterin-Diät" alleine, ohne Walnüsse, war nicht so effektiv. In weiteren Studien konnte unter anderem gezeigt werden, dass auch die Mittelmeerküche und die gesunde Asia-Kost durch Zugabe von Walnüssen gesundheitlich aufgewertet wird.

Wer regelmäßig eine Handvoll Walnüsse isst, verbessert aber nicht nur seinen Cholesterinspiegel, sondern beugt auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Große epidemiologische Studien
deuten darauf hin, dass Menschen, die häufiger Baumnüsse und vor allem Walnüsse essen, seltener einen Herzinfarkt oder plötzlichen Herztod erleiden. Zu diesem Schluss kam eine Untersuchung im Rahmen der US Physicians Health Study, in der über 21.000 Männer über einen Zeitraum von 17 Jahren beobachtet wurden. Im Vergleich zu Männern, die nie oder nur selten Nüsse aßen, war das Risiko des akuten Herztods bei den Männern, die mindestens zweimal die Woche Nüsse
verzehrten, um 47 Prozent geringer.

Die günstige Wirkung der Walnuss beruht auf den wertvollen Inhaltsstoffen (Vitamin E, Mineralstoffen, Spurenelementen) und vor allem dem hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Diese senken den Blutdruck, hemmen Entzündungen in den Arterien und verhindern das Verklumpen von Blutplättchen (Thrombozytenaggregation). Dadurch wird die Gefahr gebannt, dass sich Blutgerinnsel in den Gefäßen absetzen und diese verschließen. Als Quelle für Omega-3-Fettsäuren ist die
Walnuss nur schwer zu überbieten. Keine andere Nuss und auch sonst kaum ein Lebensmittel, außer Lachs und anderen Seefischen, ist so reich an Omega-3-Fettsäuren wie die Walnuss.

Wegen ihres hohen Fettgehaltes sind Nüsse in der gesunden Kost oft verpönt. Zu Unrecht. In den Walnuss-Studien nahmen die Teilnehmer trotz des höheren Fettgehalts durch die Walnusszugaben nicht zu, einige nahmen sogar ab. Vermutlich lag das daran, dass sie sich satter fühlten und die Diät besser einhalten konnten.


ots Originaltext: California Walnut Commission

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England: Strafsteuer auf Ungesundes - Höhere Mehrwertsteuer auf dick machende Lebensmittel

14.06.2004 - In Großbritannien soll es ungesunden Lebensmitteln an den Kragen gehen: Die Regierung plant, die Mehrwertsteuer auf Dickmacher anzuheben, berichtet das
Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Wie in anderen Industrieländern haben auch in Großbritannien immer mehr Menschen Übergewicht. Getreu dem Motto, dass der Mensch am besten am Geldbeutel zu packen ist, soll Süßes und Fettes deshalb bald teurer
werden.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Wennn es warm wird, wachsen die Keime!

Erneut Salmonellenerkrankungen durch rohe Hackfleischprodukte

08.06.2004 - In den letzten Wochen sind in mehreren Bundesländern gehäuft Infektionen aufgetreten, die durch seltene Salmonellentypen verursacht wurden. Salmonellosen sind oft sehr ernste, mit Durchfall, häufig auch Fieber, Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen einhergehende Erkrankungen, deren Ursache in der überwiegenden Mehrzahl mit Salmonellen belastete Lebensmittel sind. Bei den jetzt aufgetretenen Infektionen wurden die Keime über Schweinefleisch auf den Menschen übertragen. Die Patienten hatten rohes Hackfleisch vom Schwein gegessen. Salmonellosen lassen sich wirksam vermeiden, wenn der Verbraucher auf den Verzehr von rohen Lebensmitteln tierischer Herkunft, wie Fleisch und Eier oder Speisen, die unter Verwendung von rohen Eiern hergestellt wurden, verzichtet. Hackfleisch sollte gut durcherhitzt werden. Wird es roh gegessen, besteht die Gefahr einer Infektion.

Salmonellen sind weit verbreitet, sie gehören zur Gruppe der Zoonoseerreger. Zoonosen sind Infektionen, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden und dort zur Erkrankung führen können. Bei Tieren wie Schwein oder Geflügel bleibt die Erkrankung häufig unentdeckt, weil die Tiere selbst meistens keine Krankheitssymptome zeigen. Von den weit über 2000 verschiedenen Salmonellen-Untertypen treten einige häufig als Erreger von Erkrankungen auf. Dazu gehören zum Beispiel Salmonella Typhimurium und Salmonella Enteritidis. Andere, wie die jetzt als Verursacher nachgewiesenen Salmonella Goldcoast und Salmonella Give, kommen sehr selten vor. Viele bakterielle Krankheitserreger können sich in Lebensmitteln bei nicht sachgemäßer Lagerung oder Verarbeitung vermehren. Dazu gehören auch die Salmonellen. Deshalb muss beim Umgang mit Lebensmitteln auf peinliche Sauberkeit und bei empfindlichen Produkten und Speisen auf die richtige Behandlung und Lagerung geachtet werden. Vor allem in der jetzt beginnenden, warmen Jahreszeit sollten folgende elementare Hygienemaßnahmen unbedingt eingehalten werden:

- Fleisch, Hackfleisch und frische Bratwurst beim Kochen, Braten und Grillen unbedingt völlig durch erhitzten (Kerntemperatur im Fleisch von 70 °C für mindestens 10 Minuten);
- Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, nicht zu lange außerhalb des Kühlschranks lagern;
- Temperatur im Kühlschrank auf unter 7 °C einstellen, bei sehr empfindlichen Lebensmitteln unter 4 °C;
- empfindliche Lebensmittel nicht zu lange im Kühlschrank aufbewahren;
- immer nach dem Umgang mit rohen Lebensmitteln, besonders tierischer Herkunft, Hände waschen, damit keine Keime auf andere Produkte übertragen werden;
- rohe Lebensmittel tierischer Herkunft und Rohkost (Salat etc.) separat behandeln, Küchengeräte ( Messer, Schneidbretter, Arbeitsplatten) nach jedem Arbeitsgang gründlich reinigen;
- auf Sauberkeit in der Küche achten, Spüllappen regelmäßig wechseln;
- Und ganz wichtig: Händewaschen nicht vergessen!

Lebensmittelinfektionen durch unterschiedliche Salmonellentypen und ihre Vermeidung sind ein wichtiges Thema auf dem am 08.06.2004 im BfR beginnenden 5. Weltkongress für Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen. Der Kongress findet noch bis zum 11. Juni 2004 im BfR statt.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung


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Deutschlands Folsäureversorgung noch immer ungenügend / Expertengremium fordert im Deutschen Ärzteblatt die Anreicherung ausgewählter Grundnahrungsmittel mit dem B-Vitamin

04.06.2004 - Eine gezielte Anreicherung ausgewählter
Grundnahrungsmittel mit dem B-Vitamin Folsäure auch für Deutschland
statt einer unkritischen Folsäure-Anreicherung vieler verschiedener
Lebensmittelgruppen fordert der Arbeitskreis Folsäure & Gesundheit.
In der heutigen Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts hat er dazu ein
ausführliches Konsensuspapier veröffentlicht.

Das Gremium aus sieben medizinischen Fachgesellschaften, vier
Bundesbehörden und sieben weiteren bedeutenden wissenschaftlichen
Institutionen aus Deutschland sowie einer aus der Schweiz verweist
auf die bereits in den USA und anderen Ländern erfolgreiche Praxis
der Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit Folsäure aus mehreren
bedeutenden Gründen: Eine ausreichende Folsäure-Versorgung von
Schwangeren senkt das Risiko, ein Kind mit einem so genannten
Neuralrohrdefekt ("offener Rücken" und ähnliche Fehlbildungen von
Gehirn und Rückenmark) zur Welt bringen um bis zu 75 Prozent.
Schwangerschaftsabbrüche, die erfolgen, weil ein Neuralrohrdefekt
bereits vor der Geburt festgestellt wurde, könnten größtenteils
vermieden werden. Die Zahl der Fehlgeburten lässt sich ebenfalls
deutlich verringern.

Außerdem senkt Folsäure den Blutspiegel der für Herz und
Blutgefäße gefährlichen Aminosäure Homocystein. Dadurch kann
Schlaganfällen und Herzinfarkten vorgebeugt werden. "Die empfohlene
Folsäure-Zufuhr wird mit der heute üblichen Ernährungsweise von der
Bevölkerung nicht erreicht, weil wir zu wenig Obst und Gemüse essen",
erläutert Prof. Dr. Klaus Pietrzik von der Universität Bonn, Sprecher
des Arbeitskreises Folsäure & Gesundheit. "Eine Anreicherung
bestimmter Grundnahrungsmittel wie beispielsweise Mehl und Salz würde
für breite Bevölkerungsgruppen auf einfache Weise eine verbesserte
Gesundheitsvorsorge sicherstellen."

Quelle: Koletzko, Pietrzik: Gesundheitliche Bedeutung der
Folsäurezufuhr. Deutsches Ärzteblatt 4.6.2004


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Essen wir uns krank?

03.06.2004 - Am 29. April 2004 veranstaltete das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit - die Fachtagung "Ernährung und Gesundheit - Essen wir uns krank?". Im Rahmen von Vorträgen und Diskussionsrunden wurden neue Forschungsergebnisse über verschiedenste Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit aufgezeigt.

Alarmierende Verbreitung von ernährungsbedingten Krankheiten

Ministerien, Behörden und Beratungsinstitutionen beschäftigt das Thema Ernährung und Gesundheit aus gutem Grunde: "Krankhaftes Übergewicht (Adipositas) hat auch in Deutschland mittlerweile ein epidemieartiges Ausmaß über alle Altersgruppen hinweg erreicht und nimmt vor allem bei Kindern und Jugendlichen alarmierend zu", so Prof. Hans Hauner, Ernährungsmediziner an der TU München. Die Folgen dieser Entwicklung sind absehbar: Das deutsche Gesundheitssystem erwartet eine drastische Zunahme ernährungsbedingter Erkrankungen, die bereits heute die ersten Plätze unter den Volkskrankheiten einnehmen: Diabetes Typ 2, Krankheitsbilder des Herz-Kreislauf-Systems oder des Bewegungsapparats. In Anbetracht bislang bescheidener Therapieerfolge sowie negativer Erfahrungen aus Präventionsstudien forderte Hauner eine breit angelegte gesellschaftliche Anstrengung unter anderem seitens der Gesundheitspolitik, des Schulsystems und der Lebensmittelindustrie, um den negativen Trend dieser Entwicklung zumindest zu stoppen.

Kinder werden nicht von Pommes dick


Dabei ist die Frage nach den wahren Ursachen für Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen nicht so einfach zu beantworten, wie man gerne meint. Die Formel "keine Bewegung, zuviel Fett und Fast Food" geht nicht immer auf. Vor allem der Ernährungszustand der Eltern und die soziale Schichtzugehörigkeit bestimmen ganz wesentlich das Risiko für Übergewicht und Adipositas im Kindesalter. Im Vergleich dazu hat die Ernährung selbst einen geringeren Einfluss, fasste Dr. Sandra Danielzik vom Institut für Humanernährung und Lebensmittelkunde der Universität Kiel zusammen. Dies bestätigen auch die jüngsten Ergebnisse der DONALD-Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) in Dortmund: "Wir haben festgestellt, dass nicht etwa Pommes frites unter den meistverzehrten Lebensmitteln bei Kindern rangieren", stellte Dr. Mathilde Kersting, Leiterin der Arbeitsgruppe Ernährungsverhalten am FKE, fest. "Vielmehr nehmen Kinder und Jugendliche etwa 80 Prozent der Fette versteckt über Milchprodukte, Fleisch- und Wurstwaren sowie Süßwaren und Gebäck auf".

Fertigprodukte nicht generell schlecht

Einen wesentlichen Bestandteil moderner westlicher Esskultur bilden heutzutage Fertigprodukte, deren ernährungsphysiologische Qualität von Kritikern oft gering geschätzt wird. "Ob eine vielseitige, gesunde Ernährung auch mit Fertigprodukten möglich ist, hängt zunächst vor allem von der Qualität der Produkte und dem Speiseplan der Verbraucher ab", betonte Prof. Dr. Ibrahim Elmadfa, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung. Wichtige Faktoren sind dabei - wie für die gesamte Ernährung - die Gehalte an Ballast- und Nährstoffen oder die Fettqualität. Zusatzstoffe wie Emulgatoren und Antioxidantien, mit deren Hilfe viele Halb- und Fertiggerichte hergestellt werden, stellen selbst bei überdurchschnittlich hohem Konsum bestimmter Lebensmittel kein Gesundheitsrisiko dar, wie neuere Untersuchungen am Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien ergaben. Die Zusatzstoffe sind zudem nach EU-Recht kennzeichnungspflichtig, was etwa bei Nährwerten nur eingeschränkt der Fall ist. Elmadfa forderte eine "große Nährwertkennzeichnung auch für Fertigprodukte", die es dem Konsumenten ermöglicht, eine Auswahl an gesunden Produkten auch über den Gehalt an Zucker, gesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Kochsalz zu treffen.

Quelle: GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit


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"Slim-Coach": interaktives Gewichtsreduktionsprogramm! / Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: 13 Wochen Unterstützung auf dem Weg in ein leichteres Leben

Bad Aachen (ots) 26.05.2004 - Die Ernährungsexperten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen haben mit dem "Slim-Coach" (www.slimcoach.de) ein interaktives Programm zur gesunden und dauerhaften Gewichtsreduktion entwickelt, berichtet Gesellschaftssprecher Sven-David Müller. Für jeden zweiten Menschen in Deutschland wird der Sommer zum "gewichtigen" Problem:
Die Sonne lacht und schlanke Menschen tummeln sich in luftiger Sommerkleidung. Doch was tun, wenn die eigene Waage ein paar Pfund zu viel anzeigt? Die Antwort: Es ist höchste Zeit für den "Slim-Coach"! Eine Teilnahme an dem Internet-betreuten Gewichtsreduktionsprogramm
"Slim-Coach" hilft nicht nur dabei, den Anfang in ein leichteres Leben zu finden, sondern auch, die Erfolge festzuhalten. Der "Slim-Coach" folgt den Richtlinien der Deutschen Adipositas
Gesellschaft, die zur Gewichtsreduktion eine Kombination aus Ernährungsumstellung, Bewegung und Verhaltensänderung empfiehlt. Vor der Anmeldung zum 13-wöchigen Komplettprogramm steht ein exakter Eingangs-Check-Up, in dem jeder Abnehmwillige seine individuellen Gesundheitsdaten wahrheitsgetreu eintragen muss. Die betreuenden
Diplom Oecotrophologen, Diätassistenten und Ernährungsmediziner arbeiten abwechslungsreiche, schmackhafte und einfach zuzubereitende Rezepte für Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Zwischenmahlzeiten für jeden Teilnehmenden aus, überlegen sich individuell unterstützende Trainingspläne und sorgen alle zwei Tage mit Emails
dafür, dass die Motivation der Teilnehmenden nicht vorzeitig nachlässt. Weiterhin finden sich auf der Homepage www.slimcoach.de ein ständig aktualisierter Newsletter sowie das große Ernährungs- und Lebensmittellexikon. Die Teilnahme am 13-wöchigen Komplettprogramm kostet lediglich 19,95 Euro. Anmeldung und Informationen unter www.slimcoach.de.

ots Originaltext: diaita

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Schneller alt durch braune Lebensmittel


Hamburg (ots) 24.05.2004 - Wer viele braune Lebensmittel isst, altert schneller. Geröstete, gebackene oder scharf angebratene Gerichte wie Kaffee, Kakao, Brotkruste oder knuspriges Fleisch enthalten so genannte AGEs (Advanced Glycation Endproducts), die die Alterungsprozesse im Körper beschleunigen. In der neuen BRIGITTE (Erscheinungstermin 26. Mai 2004) berichtet die Ärztin Dr. Sabine Thor-Wiedemann über die neuesten Ergebnisse aus der Anti-Age-Forschung.
  
Demnach sind die AGEs, spezielle Zucker-Eiweiß-Verbindungen, maßgeblich für körperliche Verschleißerscheinungen verantwortlich: Die Haut wird faltig, die Gelenke werden spröde und viele Organe verlieren ihre Elastizität. Dagegen können helle, naturbelassene Produkte wie frisches Gemüse und Obst durch ihre Anti-Aging-Schutzstoffe den Alterungsprozess verlangsamen.
  
Es kommt also nicht nur darauf an, was wir essen, sondern auch darauf, wie wir es zubereiten: lieber vorsichtig garen als zu heiß braten - Pellkartoffel statt Pommes lautet die Devise. Doch auch auf braune Lebensmittel muss keiner komplett verzichten. Genießen in
Maßen ist sogar erwünscht: Ein Stück Schokolade macht zum Beispiel nicht nur glücklich, sondern enthält auch herzgesunde Stoffe.

ots Originaltext: Brigitte
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Genießer bleiben schlank

Hamburg (ots) 17.05.2004 - Wer seine Mahlzeiten lustvoll genießt, der reduziert das Risiko zum Übergewicht. Das hat jetzt eine amerikanisch-französische Studie ergeben, wie die Zeitschrift VITAL berichtet. Dabei kommt es vor allem auf die Qualität der Lebensmittel an, wie die Wissenschaftler bei einem Vergleich französischer und amerikanischer Essgewohnheiten herausfanden. Während über 30 Prozent der Amerikaner unter starkem Übergewicht leiden, sind es in Frankreich weniger als 20 Prozent.

So lieben Franzosen gemütliche Mahlzeiten und schreiben Genuss und Esskultur groß. Prozentual essen sie zwar mehr Fett als die Amerikaner, aber durch die kleineren Portionen ist die tatsächliche Kalorienaufnahmen viel geringer. Zum Beispiel bringt ein Restaurant
in Paris im Schnitt 277 Gramm auf den Teller, in Philadelphia sind
es dagegen 346 Gramm.

Quelle: VITAL

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Ernährungsaspekte in Senioreneinrichtungen

Gelungene Fortbildungsveranstaltung der DGE in Bonn13.05.2004 - (dge) Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung trägt dazu bei, dass dies bei guter geistiger und körperlicher Gesundheit verläuft. Die Ernährung muss speziell an den nachlassenden Geruchs- und Geschmackssinn angepasst werden, häufig müssen verschiedene Diätkostformen berücksichtigt werden, ohne dass die Freude am Essen und Trinken verloren geht. Vor dieser Herausforderung stehen die Verantwortlichen für die Verpflegung der Senioren jeden Tag.
Hier knüpft die Kampagne "Fit im Alter: Gesund essen, besser leben", finanziert und initiiert vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft an. Im Rahmen dieser Kampagne fand am 11. Mai 2004 eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Ernährungsaspekte in Senioreneinrichtungen" in Bonn statt. Mehr als 100 Teilnehmer, darunter Heim- und Küchenleiter, Anbieter von "Essen auf Rädern", Vertreter von Cateringunternehmen, konnten in verschiedenen Vorträgen und Workshops ihr Fachwissen auffrischen und mit Kollegen Erfahrungen austauschen.
Hintergrundinformation: Gerade im Alter kommt der bedarfsgerechten Ernährung im Hinblick auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle zu. Altersassoziierte Veränderungen machen den Organismus des Seniors anfälliger für Mangelernährung und Dehydratation (Austrocknung). Da die Therapie der Mangelernährung im hohen Alter sehr schwierig und mühsam ist, kommt der Prävention dabei eine entscheidende Rolle zu. Der individuelle Ernährungszustand, die aufgenommene Nahrungsmenge sowie mögliche Risikofaktoren müssen regelmäßig erfasst und bei Bedarf sofort behoben werden, forderte PD Dr. Dorothee Volkert von der Universität Bonn.In Deutschland sind rund 1 Million Menschen an Demenz erkrankt. Durch einen fortschreitenden Untergang von Nervenzellen kommt es im Verlauf der Krankheit zu nachlassender Gedächtnisleistung, Orientierungslosigkeit, schwerwiegenden Verhaltensänderungen und letztendlich zum Verlust der Selbstständigkeit. Die Erkrankung wirkt sich negativ auf das Ess- und Trinkverhalten der Betroffenen aus. Das Risiko für Mangelernährung und Austrocknung steigt. Claudia Menebröcker (Diätassistentin und DKL/DGE) nannte als mögliche Ursachen einen erhöhten Energiebedarf durch Unruhe und ständiges Umherlaufen, Signale wie Hunger und Durst nicht deuten zu können, eine Veränderung des Geruchs- und Geschmackssinns, negative Auswirkungen bestimmter Medikamente auf Appetit usw. Grundsätzlich gelten für demente Senioren die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für alle anderen Senioren auch. Meist muss jedoch ein individuelles Ernährungsregime erarbeitet werden, um die adäquate Versorgung tatsächlich sicherzustellen. So bevorzugen Demente Gerichte "von früher", regionale Gerichte, süße und fettreiche Speisen. Für das hauswirtschaftliche Personal und das Pflegepersonal ist vor allem Gelassenheit sowie die Akzeptanz der "veränderten Tischmanieren" beim Umgang mit den Betroffenen hilfreich. "Menschen mit Demenz können sich nicht anpassen, die Umwelt muss sich an die Betroffenen anpassen", so Claudia Menebröcker.Ziel einer Ernährungsempfehlung im Alter und hohen Alter ist immer, das Wohlbefinden zu erhalten oder herzustellen, akute Krankheitssymptome zu lindern bzw. zu beseitigen. Die Vermeidung von Unter- und Mangelernährung Hochbetagter und Pflegebedürftiger hat dabei Priorität. Restriktive Diätvorschriften und daraus resultierende Einschränkungen der Lebensmittelauswahl sind sekundär, wenn nicht sogar häufig überflüssig. Ein ausreichendes Angebot an Nährstoffen, Energie und Flüssigkeit über Speisen und Getränke ist verpflichtend für jede Einrichtung vorgeschrieben. Die Entscheidung über die Akzeptanz von Essen und Trinken trifft jedoch grundsätzlich der Essensteilnehmer selbst, so Renate Frenz (Ernährungsberaterin DGE). Sie ermutigte die Zuhörer, alle Diät- und Sonderkostformen (mit Nährwertangaben, Portionsgrößen, Hinweisen zum Anrichten usw.) in einem Verpflegungskatalog als Maßnahme der Qualitätssicherung festzuhalten. "Ein solches Handbuch gehört in die Hand eines jeden Mitarbeiters und muss laufend ergänzt und aktualisiert werden", betonte Frenz.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

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Fatburner lassen Fettpolster schmelzen?

DGE stellt die propagierten Wirkungen in Frage.

23.04.2004 (dge) Fatburner - dieser Begriff spricht jeden an, der sich Sorgen um seine Figur macht. Wäre es nicht schön, die überflüssigen Pfunde einfach zu verbrennen? Hormone, eiweißspaltende Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine und andere Verbindungen, die im Stoffwechsel eine Rolle spielen, werden als Fatburner tituliert. Spezielle Lebensmittel wie Tee, Ananas oder Kaffee sollen den Fettabbau im Körper ebenfalls auf Touren bringen, dann schmelzen überschüssige Kalorien angeblich dahin. Für solche Aussagen gibt es jedoch keine wissenschaftliche Grundlage. Selbst bei den Mitteln, die etwas mit dem Energiestoffwechsel zu tun haben, wie z. B. Carnitin, fehlen jegliche Belege, dass mit ihrer Einnahme das Gewicht sinkt. Die simple Tatsache, dass sich der Energieverbrauch durch regelmäßige Bewegung und Sport erhöhen lässt, wird beim Lobpreisen der Fatburner meist verschwiegen. „Nur eine Diät, die auf längere Sicht eingehalten werden kann wie z. B. eine fettmoderate, stärkebetonte und ballaststoffreiche Ernährung, die ca. 500 bis 800 Kalorien pro Tag unter dem tatsächlichen Verbrauch liegt“, so die DGE "kann auf Dauer das Körpergewicht senken."

Hintergrundinformationen: „Fatburner heißt die Wunderwaffe, die die Pfunde purzeln lässt“, „Essen Sie sich schlank in 14 Tagen“ - auch auf dem Büchermarkt tummeln sich zahlreiche Ernährungsratgeber und Diät-Bücher, aber auch Anleitungen für den optimalen Trainingsaufbau beim Sport, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Bei genauer Betrachtung entpuppen sich die meisten Empfehlungen der „Fatburner-Diäten“ als Ratgeber für eine fettarme, energiereduzierte Mischkost, wie sie auch die DGE zur Gewichtsreduktion empfiehlt. Für die Fatburner-Tipps werden allerdings einzelne biochemische Abläufe des Stoffwechsels herausgegriffen und versucht, diese in praktische Lebensmittelratschläge umzusetzen. So einfach ist es leider nicht.Wunderwaffe Hormone: Stress hilft gegen Bauchspeck? Fakt ist, dass die bei Stress vermehrt produzierten Hormone Adrenalin und Noradrenalin den Abbau von Fettsäuren im Fettgewebe steigern. Ähnlich wirken ACTH (adrenocorticotropes Hormon), TSH (Thyreoid stimulierendes Hormon), Wachstumshormon sowie Glukagon. Sie alle werden in den verschiedenen Ratgebern als Fatburner angepriesen. Ratschläge wie "Stress hilft gegen Bauchspeck" sind aber völlig ungeeignet, denn viele Übergewichtige reagieren auf Stress mit vermehrtem Essen, vorzugsweise mit fettem Essen oder Süßigkeiten wie Schokolade. Häufig erwähnt wird das Wachstumshormon. Bei Kindern mit Wachstumshormonmangel ist Übergewicht häufiger zu beobachten, ebenso bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Doch dies sind Erkrankungen, die Ärzte mit entsprechenden Hormongaben behandeln müssen.Schlank werden mit Lapachotee, Mate, grünem Tee oder Pu-Erh-Tee? Als Gründe werden die verschiedensten Inhaltsstoffe von Koffein über Vitamin C, B-Vitamine, Mineralstoffe, Gerbsäuren, Bitterstoffe, Flavonoide bis hin zu Saponinen herangezogen. Eine gewichtssenkende Wirkung wurde lediglich für Substanzen gezeigt, die die Sympathikusaktivität steigern wie z. B. Koffein und weitere Methylxanthine in Kaffee und Tee. Diese Inhaltsstoffe aktivieren das sympathische Nervensystem und sollen so Speicherfett mobilisieren, sprich die Fettspaltung ankurbeln. Von drei bis vier Tassen Kaffee ist jedoch keine Verringerung des Körpergewichts zu erwarten. Vielmehr kommt es bei den Mengen, die für eine Wirkung auf das Körpergewicht benötigt würden, zu unerwünschten Begleiterscheinungen wie Schwitzen, Unruhe oder eine Beschleunigung des Puls. Dieser schwache Vorteil für das Gewicht (im Durchschnitt 1-2 kg) wird durch Nebenwirkungen erkauft, die medizinisch unerwünscht sind. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es daher keine hinreichenden Belege für die gewichtssenkenden Effekte solcher Mittel. Wenn überhaupt wirksam, dann sind diese Mittel keinesfalls unproblematisch.

Papain, Chymopapain, Lysozym und Lipase aus der Papaya, das Enzym Bromelain aus der Ananas sowie Kiwi-Enzyme werden in einigen Ratgebern als Fatburner empfohlen. Der Gedanke, Enzyme aus Obst als "Fettkiller" einzusetzen, ist nicht neu, er stammt ursprünglich aus der so genannten "Hollywood-Diät". Allerdings sind Enzyme Eiweiße, die bereits im Magen gespalten werden. Sie kommen also in den seltensten Fällen intakt im Körper an und wirken deshalb nicht in der beschriebenen Form.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

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Warnung vor eigener Diät bei Lebensmittelallergien

Hamburg - 26.03.2004 (ots) - Zahlreiche Allergie-Diäten sind nicht nur teuer, sie können auch zur Gesundheitsgefahr werden. Daher sollte man eine solche Diät keinesfalls in Eigenregie durchführen. "Bei einer Allergie gegen wenige Lebensmittel reicht eine professionelle Beratung. Diagnostische und umfassende Allergie-Diäten gehören aber ausschließlich in die Hände von Profis", betont die Ernährungs-Expertin Dr. Sabine Poschwatta-Rupp von der Universität Gießen in der neuen Ausgabe der Zeitschrift VITAL. Jeder fünfte Deutsche ist überzeugt, dass er unter einer Lebensmittelallergie leidet. Tatsächlich sind aber nur drei Prozent der Erwachsenen und acht Prozent der Kinder betroffen. Und nur bei einer ärztlich nachgewiesenen Nahrungsmittelallergie ist die Umstellung der Ernährung erforderlich. "Meist reicht schon das Weglassen des Allergieauslösers", sagt die Expertin. Bei Allergien gegen mehrere Lebensmittel müssten individuelle Diäten erarbeitet werden. Manchmal genüge es jedoch schon, die betreffenden Lebensmittel zu kochen, zu zerkleinern oder an der Luft stehen zu lassen. Wenn der Magen auf ein Lebensmittel grimmig reagiert, handelt es sich meist um eine Unverträglichkeit. Die hat nichts mit einem hyperaktiven Immunsystem zu tun, sondern mit einem Enzymdefekt, der schon beim ersten Kontakt mit dem Lebensmittel die reibungslose Verdauung verhindert. Allerdings können die Symptome einer "echten" Allergie ähnlich sein. Bei Lebensmittelallergien können schon einfache Maßnahmen helfen. Dazu gehört der Verzicht auf Kaffee, Schwarztee, Alkohol und das Rauchen. Viele Allergieauslöser werden auch durch Dünsten, Kochen oder Braten zerstört. Würzen sollte man nur mit Trockengewürzen oder durch das Mitkochen von Kräutern. Zum Süßen eignen sich kaltgeschleuderter Honig, Kokosflocken und Ahornsirup. Vorsicht ist bei Rohgetreide geboten, denn die Samenschalen sind häufig Allergieträger. Problematisch können auch Fertiggerichte und Gen-Food sein, deshalb sollte beides gemieden werden.

Quelle: VITAL

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Kinder und Ernährung
Neues Schwerpunktheft des Bundesgesundheitsblattes erschienen
Trotz Verbesserung der materiellen Lebensverhältnisse und Fortschritte in der Medizin gibt es gravierende Gesundheitsprobleme bei Kindern und Jugendlichen. Insbesondere der dramatische Anstieg von Übergewicht ist ein ernst zu nehmendes Problem. In Deutschland ist mittlerweile jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche übergewichtig. Ebenso bedenklich ist eine andere Tendenz: mit Beginn der 80er-Jahre ist bei Kindern und Jugendlichen gleichfalls ein Anstieg von Essstörungen wie der Magersucht (Anorexia nervosa) und der Ess-Brechsucht zu verzeichnen (Bulimia nervosa). Heute ist es nahezu zu einer Verschmelzung der Begriffe Schönheit und Schlankheit gekommen, und gerade junge Mädchen eifern diesem Ideal trotz des Risikos von erheblichen gesundheitlichen Schäden immer häufiger nach. Die aktuelle Ausgabe des Bundesgesundheitsblattes mit dem Leitthema "Kinder und Ernährung" zeigt die große medizinische und gesundheitspolitische Bedeutung und die öffentliche Verantwortung für dieses Thema. Acht Aufsätze geben einen umfassenden und aktuellen Überblick über die bisherigen Forschungsergebnisse und den Stand der wissenschaftlichen Diskussion. Darüber hinaus werden Strategien zur Prävention von Übergewicht und Möglichkeiten zur Veränderung des Ernährungsverhaltens vorgestellt. In drei Beiträgen steht das Ernährungsverhalten und die Verbesserung der Ernährungssituation im Vordergrund. Hier werden die altersabhängigen Verzehrsmuster, Instrumente zur Ermittlung des Ernährungsverhaltens sowie die Notwendigkeit der Festlegung international anerkannter Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr dargelegt und diskutiert. Außerdem werden erläutert der Einfluss von Geschlecht- und Sozialschichtzugehörigkeit auf das Ernährungsverhalten und entsprechende Konzepte, um insbesondere benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Präventionsprogramme einzubeziehen. Die Rolle der Schule bei der Vermittlung von Ernährungswissen ist ein weiteres Thema. Weitere Beiträge widmen sich dem Ausmaß, den Ursachen, dem Krankheitsverlauf und insbesondere den bereits durchgeführten oder noch laufenden Präventionsprogrammen der wichtigsten Essstörungen im Kindes- und Jugendalter: Magersucht, Bulimie und Adipositas. Außerdem in der März-Ausgabe: der Tagungsbericht zu einer Konferenz über Impfstoffentwicklung und innovative Therapien bei HIV/AIDS, eine Zusammenfassung der Datenbanken in Deutschland, die toxikologische Fragestellungen bearbeiten, ein Bericht über die Lebenserwartung im Ost-West-Vergleich sowie ein Beitrag zur hausärztlichen Konsultation anlässlich akuter respiratorischer Erkrankungen. Das Bundesgesundheitsblatt wird herausgegeben von den Bundesinstituten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung. Das Robert Koch-Institut ist Sitz der Redaktion. Die Monatszeitschrift ist über den Buchhandel erhältlich oder direkt beim Verlag (Springer-Verlag, Tel: 06221-345-4303, Fax: 06221-345-4229, subscriptions@springer.de) .

Weitere Informationen: www.bundesgesundheitsblatt.de

Quelle: Robert Koch Institut

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Ernährung lernen wie Vokabeln: Experten-Forum in Hamburg zeigt Lösungsansätze im Kampf gegen die Pfunde

Hamburg -11.03.2004 - Der Kampf gegen die Pfunde ist ein Problem, das viele kennen. Bereits bei Kindern und Jugendlichen ist in den letzten Jahren eine besorgniserregende Zunahme an Übergewicht festzustellen. Daher sollten diese schon so früh wie möglich an die Grundregeln eines gesunden Lebensstils, der eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung umfasst, herangeführt werden. Ein abwechslungsreicher Speiseplan, auf dem nach Meinung der Experten jedes Lebensmittel seinen Platz einnehmen kann, gehört genau wie regelmäßige körperliche Aktivität zum Erfolgsprogramm gegen die Pfunde auf der Waage. Doch häufig ist das Wissen in Sachen Ernährung und gesunder Lebensweise nicht ausreichend. Hier ist Kinderarzt Prof. Dr. med. Berthold Koletzko der Ansicht, dass die Aufklärung über Lebensmittel und die tägliche Ernährung zukünftig ebenso Bestandteil des Lernprogramms für Kinder sein sollte wie Lesen, Rechnen und Fremdsprachen. Diese und andere lösungsorientierte Ansätze für die Vermeidung von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen standen im Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Forums, zu dem sich renommierte Mediziner, Psychologen, Sportpädagogen und Ernährungswissenschaftler auf Einladung des Lebensmittelchemischen Institutes des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e. V. letzte Woche in Hamburg trafen. Konsens bestand unter den Wissenschaftlern darüber, dass das wachsende Problem vielschichtige Ursachen hat und nicht allein auf einen einzelnen Faktor zurückzuführen ist. So ist nach Aussage von Lebensmittelchemiker Prof. Dr. Dr. Hans Steinhart eine Einteilung in "gute" und "schlechte" Lebensmittel bei der Bekämpfung von Übergewicht nicht zielführend. Stattdessen sollte bei einer Diät auch der Genuss-Aspekt nicht zu kurz kommen. Wie der Psychologe Dr. med. Thomas Ellrott dazu ausführte, ist das Rückfallrisiko bei einer ausgesprochen rigiden Reduktionskost wesentlich höher als bei einer Ernährungsweise, die genussorientierte Lebensmittel im Rahmen einer flexiblen Kontrolle zulässt. Für Prof. Dr. med. Johannes Hebebrand, Oberarzt an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychatrie der Universität Marburg, spielt die Vererbung eine entscheidende Rolle: Häufig ist die Veranlagung für Übergewicht bereits genetisch vorgezeichnet. Aber auch in diesem Fall besteht die Möglichkeit, sein Gewicht durch ein ausgewogenes Essverhalten in Zusammenhang mit regelmäßiger körperlicher Aktivität positiv zu beeinflussen. Auch Prof. Dr. phil. Claus Vögele von der University of Surrey Roehampton, UK, ist dieser Ansicht und verwies auf die besondere Bedeutung von Sport und Bewegung: Schon der Verzicht auf die Autofahrt zum Kindergarten zugunsten des Fußwegs sei ein Schritt in die richtige Richtung, so der Sportpädagoge. Vor allem bei der langfristigen Stabilisierung des erreichten Normalgewichts ist sportliche Aktivität ein ganz relevanter Aspekt. Zudem können auch soziale Lebensumstände bei der Gewichtsentwicklung von Kindern eine wichtige Rolle spielen. Dies zeigen aktuelle Ergebnisse der Kieler Adipositas-Präventionsstudie (KOPS): Dr. oec. troph. Sandra Danielzik vom Institut für Humanernährung der Universität Kiel erklärte, dass sozio-demographische Faktoren wie die Schulbildung der Eltern sowie die genetische Veranlagung (Gewicht der Eltern) wichtige Erklärungsgrößen für die Entstehung von Übergewicht sind. Auch ein hohes Geburtsgewicht der Kinder und insbesondere körperliche Inaktivität (extremer Fernsehkonsum, Computer) zeigten sich in der Kieler Studie als entscheidende Faktoren. Der Verzehr einzelner Lebensmittel dagegen scheint keinen wesentlichen Einfluss zu haben. Nach Beobachtungen der Kieler Wissenschaftler naschen übergewichtige Kinder sogar weniger Süßwaren als ihre normalgewichtigen Altersgenossen.

Originaltext: Lebensmittelchemische Institut des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e. V.

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Sauerkraut im neuen Licht - Fermentiertes Gemüse mit vielen gesunden Inhaltsstoffen

13.02.2004 - Wer Sauerkraut und anderes fermentiertes Gemüse für eine Notlösung unserer Altvorderen gehalten hat, über den Winter zu kommen, muss umdenken: Beim Haltbarmachen durch milchsaure Gärung werden Vitamine sehr gut erhalten, heißt es im Apothekenmagazin
"Gesundheit". Die entstehende Milchsäure wirkt günstig auf die Darmflora und kurbelt zusammen mit den Ballaststoffen die Verdauung an. Dasselbe gilt für andere Gemüse, die in ähnlicher Weise
fermentiert werden. Je nach Region sind auch Rote Beete, Bohnen, Kürbisse, Gurken, Paprika, Möhren, Tomaten und Oliven Kandidaten für den Gärtopf. Wegen des Gehalts an Vitamin B12 wird eingelegtes Gemüse Vegetariern empfohlen. B12 kommt sonst fast nur im Fleisch vor; es
ist wichtig zur Blutbildung, für die Nervenzellen und zum Aufbau der
Erbsubstanz DNA.

Originaltext: Wort und Bild - Gesundheit

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Gefäßschutz aus der Alge - Wie wir von der Nahrung der Seefische profitieren

Baierbrunn - 16.02.2004 - Tief im Meer beginnt die segensreiche Nahrungskette: Alge produziert Omega-3-Fettsäuren, Fisch frißt Alge, Mensch verspeist Fisch – Mensch geht´s gut. Denn der Algenstoff mit dem komplizierten Namen lässt im menschlichen Blut den Anteil an
„gutem“ HDL-Cholesterin ansteigen. Darum sollten wir „zwei- bis dreimal in der Woche Seefisch essen – frisch oder aus der Dose“, empfiehlt Privatdozent Dr. Peter Singer, Heppenheim, im
Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Omega-3-Fettsäuren können nicht nur die Blutfettwerte verringern, sondern auch einen erhöhten Blutdruck senken, die Blutgerinnung verbessern und Herzrhythmusstörungen reduzieren. Eine andere Hoffnung aber konnte
die Substanz nicht erfüllen: Sie vermindert nicht das „schlechte“ LDL-Cholesterin, dessen Produktion wir mit zu viel tierischen Fetten im Essen ankurbeln. Wer also regelmäßig Fisch isst, sollte sich danach nicht umso unbesorgter aufs Eisbein stürzen.

Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Jeder dritte Erwachsene leidet unter den Folgen von Jodmangel
Neue UN-Zielsetzung setzt Deutschland unter Zugzwang - Jodmangel soll bis 2005 beseitigt sein
03.02.2004 - In Deutschland ist es nicht gelungen, den 1990 von den Vereinten Nationen (UN) gefassten Entschluss umzusetzen, den Jodmangel bis 2000 weltweit zu beseitigen. Wie der Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Gerhard Jahreis von der Universität Jena, Präsidiumsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Arbeitskreis Jodmangel in Berlin feststellt, wurde nach neuesten Untersuchungen (Papillon-Studie) bei 33,2 % der Bevölkerung eine Schilddrüsenvergrößerung entdeckt, bei 8,8 % der Deutschen Knoten in der Schilddrüse. Etwa jeder dritte Erwachsene zeigt also Zeichen des Jodmangels. Dabei sind die neuen Bundesländer und Berlin am stärksten betroffen. Deshalb gilt für Deutschland die im Mai 2002 in New York beschlossene Verlängerungsfrist der UN bis 2005, um den Jodmangel endgültig zu beseitigen. Dieser macht in Deutschland jährlich etwa 100.000 Schilddrüsenoperationen und 35.000 Radiojodbehandlungen notwendig und belastet das Gesundheitswesen mit etwa einer Milliarde Euro pro Jahr.Dass die bisherigen Präventionsmaßnahmen zu greifen beginnen, zeigt sich daran, dass sich die Jodaufnahme gegenüber 1975 nahezu verdoppelt hat. Es gibt nur noch selten Neugeborenen-Kröpfe, und Schulkinder haben heute weitgehend gesunde Schilddrüsen. Doch Jugendlichen und Erwachsenen fehlt durchschnittlich noch immer etwa ein Drittel der von der DGE empfohlenen Zufuhrmenge. Schwangere und Stillende, die Jod für zwei benötigen, haben ein noch größeres Defizit, wenn keine zusätzliche Prophylaxe mit Jodidtabletten erfolgt. Das bedeutet ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und Entwicklungsstörungen beim Neugeborenen. Deshalb ist die erfolgreiche Jodmangelprophylaxe fortzusetzen.Prof. Dr. Helmut Erbersdobler, Präsident der DGE, hält die Nährstoffzufuhr bei vollwertiger Ernährung nach den zehn Regeln der DGE für die meisten Bevölkerungsgruppen für ausreichend, doch in der Praxis lasse die Versorgung mit bestimmten Nährstoffen zu wünschen übrig. Deshalb habe sich die Anreicherung des Speisesalzes mit Jod und indirekt damit zubereiteter Lebensmittel inzwischen als erfolgreich erwiesen. Erwägenswert ist auch eine Anreicherung ausgewählter Grundnahrungsmittel (Mehl, Salz) mit Folsäure, um Neuralrohrdefekte in der Frühschwangerschaft und erhöhte Homocysteinwerte im Blut zu verhindern.Zur Stabilisierung und weiteren Verbesserung der Jodzufuhr empfiehlt die DGE, wöchentlich ein- bis zweimal Seefisch zu verzehren und jodiertes Speisesalz zu verwenden. Nach der Zielsetzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte Jodsalz oder fluoridiertes Jodsalz in mehr als 90 Prozent der Privathaushalte verwendet werden, gegenwärtig sind es in Deutschland erst 80 Prozent. Die Devise des Arbeitskreises Jodmangel lautet deshalb: Wenn Salz - dann Jodsalz.Dieses Motto müsse auch für die Außer-Haus-Verpflegung gelten, also für Kantinen, Mensen und die Gastronomie, ebenso für das gesamte Sortiment von Bäckern und Fleischern. Außerdem müsste die Ernährungsindustrie den Anteil mit Jodsalz hergestellter Lebensmittel von jetzt 35 auf 70 Prozent verdoppeln, um eine optimale Jodversorgung für die gesamte Bevölkerung zu erreichen. Dies scheitert gegenwärtig jedoch daran, dass in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten unterschiedliche Jodsalzverbindungen und Höchstmengen vorgeschrieben sind. Daraus leiten sich Handelshemmnisse ab, die dazu führen, dass international agierende Lebensmittelhersteller größtenteils kein Jodsalz bei der Herstellung ihrer Produkte verwenden.Prof. Dr. Dr. Peter C. Scriba, Universitätsklinikum München, Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel, fordert deshalb eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Für alle EU-Staaten sollten einheitliche Verordnungen für Jodsalz in der Lebensmittelindustrie geschaffen werden, um mit Jodsalz hergestellte Lebensmittel ungehindert handeln zu können. Risikogruppen wie Schwangere und Stillende sollten ihren erhöhten Bedarf nach Rücksprache mit dem Arzt zusätzlich mit Jodidtabletten decken, gegebenenfalls auf eigene Kosten. Begleitend sind verstärkte, institutionsübergreifende Aufklärungsmaßnahmen sinnvoll. Bedenken wegen möglicher Risiken der Jodmangelprophylaxe räumt Prof. Dr. Rolf Großklaus, Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin, aus. Über Jodsalz werden nur 100 Mikrogramm Jod aufgenommen, von denen keinerlei gesundheitliche Risiken ausgehen. Deshalb könne Jodsalz von allen Menschen uneingeschränkt verwendet werden. Sorgen bereitet vielmehr der von der EU-Kommission vorgelegte Entwurf einer Richtlinie über den Zusatz von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen Zusatzstoffen zu Lebensmitteln, der jetzt einheitliche Regelungen für die freiwillige Anreicherung von Lebensmitteln schaffen soll. Der Arbeitskreis Jodmangel gibt zu bedenken, dass die direkte Jodanreicherung von Lebensmitteln des allgemeinen Verzehrs einen Systemwechsel bedeuten würde. Eine Gesundheitsgefährdung durch eine unkontrolliert hohe Jodzufuhr könne nicht ausgeschlossen werden, weil diese Lebensmittel in beliebiger Menge konsumiert werden. Der Jodanteil im Speisesalz hingegen sei so berechnet, dass keine Überdosierung erfolgt, auch wenn alle Lebensmittel mit Jodsalz hergestellt würden. Aus diesem Grunde fordert der Arbeitskreis Jodmangel, dass die Verwendung von Jod ähnlich wie bei Fluorid auf Salz beschränkt bleibt, wie dies u. a. auch die Weltgesundheitsorganisation und die Unicef befürworten.

© 2003 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

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Himalaya-Salz - kein Wunder der Natur
Laut DGE sind Aussagen über den gesundheitlichen Nutzen von Kristallsalzen nicht haltbar
Ob im Internet, in Reformhäusern oder im Naturkostladen, Himalaya-Salz wird als besonders wertvolles Kristallsalz angepriesen.Ihm werden sogar heilende Kräfte nachgesagt. So soll es angeblich giftige Stoffe lösen und aus dem Körper schwemmen. Die Heilversprechen reichen von Senkung des Blutdrucks über Linderung von Gicht und rheumatischen Beschwerden bis hin zur Verminderung des Suchtverhaltens bei Suchterkrankungen oder „positive Beeinflussung“ bei Krebs. „Ein einziges Wundermittel kann wohl kaum so viele Ernst zu nehmende Erkrankungen heilen. Besondere Wirkungen auf den Körper durch Verzehr von Kristallsalz aus dem Himalaya sind wissenschaftlich nicht belegt“, so Dr. Helmut Oberritter, Wissenschaftlicher Leiter der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Zudem hat Kristallsalz seinen Preis: Ein Kilogramm kostet zwischen 15,00 und 24,00 Euro, 500 g normales Kochsalz aus dem Einzelhandel sind hingegen für ca. 20 Cent erhältlich.Da Kristallsalz angeblich aus allen natürlichen Elementen des menschlichen Körpers bestehe, soll es maßgeblich zur Mineralstoffversorgung beitragen. Allerdings enthält Himalaya-Salz mindestens 97 % Kochsalz (Natriumchlorid) und unterscheidet sich nur unwesentlich vom Natriumchloridgehalt in Speisesalz (98 %). Der Gehalt anderer Mineralstoffe ist so gering, dass mit üblichen Verzehrsmengen dieses Produkts kein nennenswerter Beitrag zur Bedarfsdeckung anderer Nährstoffe geleistet werden kann. „Für die Ernährung bietet es keinen Vorteil im Vergleich zu herkömmlichem Salz“, so Dr. Helmut Oberritter. Im Gegenteil: Als besonderer Nachteil des Kristallsalzes erachtet die DGE das Fehlen von Jod. Denn durch den Zusatz von Jod zum Speisesalz konnte in den letzten Jahren die Jodversorgung der deutschen Bevölkerung verbessert werden. Eine positive Folge ist eine zurückgehende Zahl des durch Jodmangel bedingten Kropfes. Die heilende Kraft des Himalaya-Salzes basiere angeblich auf seinem spezifischen Schwingungsmuster, mit dem die Energiedefizite des Körpers ausgeglichen werden können. Durch die Kraft des Salzes sollen z. B. krank machende elektromagnetische Schwingungen der Umwelt, wie sie von Handys, Mikrowellen oder Fernseher ausgehen, ausgeglichen werden. Durch das tägliche Trinken der Sole, ein mit dem Salz hergestellter Aufguss, soll z. B. der Säure-Basen-Haushalt ausgeglichen werden. Unser Körper besitzt jedoch eigene Puffersysteme, die einseitige oder extreme Nahrungseinflüsse selbstständig regulieren. Zum Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts ist diese Sole nicht erforderlich. Auch auf den Blutdruck soll sie einen positiven Einfluss haben. Die Empfehlung, jeden Morgen Salzsole aufzunehmen ist allerdings für salzsensitive Bluthochdruck-Patienten bedenklich.Nach Ansicht der Verfechter von Himalaya-Salz ist Natriumchlorid ein gefährliches Zellgift und wird vom Körper unter großem Aufwand ausgeschieden und unschädlich gemacht. Allerdings besteht Himalaya-Salz fast vollständig aus Natriumchlorid. Natriumchlorid ist nicht hochtoxisch. Die DGE betont, dass Natrium und Chlorid für den menschlichen Organismus unerlässlich sind und zur Aufrechterhaltung lebensnotwendiger Funktionen benötigt werden. Sie sorgen gemeinsam mit Kalium für die Regulation des Wasserhaushalts im Köper. Dadurch werden Druck und Volumen im Gewebe aufrecht erhalten. Ein Natrium- und/oder Chloridmangel ist recht selten, er ist lediglich bei extremer körperlicher Belastung (z. B. Hochleistungssport) zu beobachten. Die DGE hält eine Zufuhr von 6 g Kochsalz pro Tag für ausreichend. Eine höhere Zufuhr bringt keine Vorteile, eher Nachteile, insbesondere bei salzsensitivem Bluthochdruck.

Quelle: Pressemitteilung DGE

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Dunkle Schokolade kann Blutdruck senken

Das hat eine pharmakologische Pilot-Studie der Kölner Universität gezeigt. Untersucht wurden ältere Patienten, die unter der sogenannten isolierten systolischen Hypertonie, einer häufigen Form des Bluthochdrucks, litten und während der Studie täglich eine Tafel dunkle Schokolade verzehrten. Nach zwei Wochen war der obere, also der systolische Blutdruckwert um 5 mmHg gefallen. Beim regelmäßigen Verzehr von weißer Schokolade kam es zu keiner Blutdrucksenkung.

Als Grund für den dunklen „Schokoladeneffekt" werden bestimmte Inhaltsstoffe des Kakaos vermutet, die Polyphenole, deren positive Wirkungen auf Herz und Kreislauf schon länger diskutiert werden. Sollten diese Ergebnisse in größeren Studien bestätigt werden, könnte dunkle Schokolade nach Meinung der Kölner Pharmakologen einen wichtigen Beitrag zur Senkung von Schlaganfällen und Herzinfarkten leisten.

Gleichzeitig warnen sie aber auch davor, Schokolade als kompletten Ersatz für blutdrucksenkende Medikamente zu sehen, die nach wie vor unverzichtbar seien. Zudem müssten auch mögliche negative Auswirkungen aufgrund der hohen Kalorienzufuhr bedacht werden. Eine Gewichtszunahme könne nämlich die positiven Wirkungen auf den Blutdruck wieder aufheben.

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Folsäure gegen Herzinfarkt und Schlaganfall Neue Studien belegen, dass nicht nur Bluthochdruck und Cholesterin für Herzkreislauferkrankungen verantwortlich sind, sondern auch ein hoher Homocystein-Spiegel im Blut. Homocystein ist ein Abbauprodukt des Eiweißstoffwechsels, das die Wände der Blutgefäße angreift und so die Arterienverkalkung fördert. Untersuchungen haben gezeigt, dass ein Zuviel an Homocystein das Herzinfarkt-Risiko um 70 Prozent steigern kann und sich die Gefahr, einen Schlaganfall zu erleiden, sogar bis zu 150 Prozent erhöhen kann.Der natürliche Gegenspieler des Homocysteins ist das Vitamin Folsäure, das aber gerade in Deutschland als natürlicher Schutzfaktor viel zu wenig bekannt und genutzt wird. Über 90 Prozent der Bundesbürger nehmen nicht einmal die Hälfte der notwendigen Menge an Folsäure zu sich, lautet das Urteil der Ernährungsexperten. Folsäure sei zwar in vielen Gemüsesorten vorhanden, doch kaum jemand könne die täglich erforderliche Menge von 750 Gramm essen. Zudem sei Folsäure sehr empfindlich und könne schon beim Kochen und Lagern zerstört werden.

Die Empfehlung lautet daher, schon vorbeugend zu entsprechenden Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen. Besonders empfohlen werden Präparate, die neben Folsäure auch noch die Vitamine B6 und B12 enthalten, da diese beiden B-Vitamine die Folsäure bei ihrer Aufgabe unterstützen, das gefährliche Homocystein schnell und zuverlässig zu neutralisieren.

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Hohes Cholesterin - Hilfe durch Ernährungsumstellung Eine bewusste Ernährung kann die Cholesterinwerte merklich senken. Dabei muss man keineswegs zum Vegetarier werden oder auf andere kulinarische Genüsse verzichten. Grundsätzlich hilft es bereits, regelmäßig weniger zu essen, um so die Fett- und Cholesterinaufnahme zu reduzieren.Ganz wichtig ist es auch, in der Küche tierische Fette durch pflanzliche zu ersetzen, da diese kein Cholesterin enthalten. Tierische Fette, wie zum Beispiel Butter oder Palmkernöl, enthalten nämlich viele gesättigte Fettsäuren, welche die Bildung des LDL-Cholesterins fördern, dem die krankmachenden Eigenschaften zugeschrieben werden. In pflanzlichen Fetten dagegen, wie beispielsweise in Margarine oder Olivenöl, finden sich ungesättigte Fettsäuren, die wiederum den Cholesterinspiegel senken.

Außerdem ist es ratsam, fettes Fleisch und Eigelb generell vom Speisezettel zu streichen - beides sind beträchtliche Cholesterinquellen. Cholesterinhaltige Eiernudeln etwa lassen sich ohne weiteres durch Nudeln aus 100 Prozent Hartweizengrieß ersetzen. Kurzum: Eine langfristig an Cholesterin und gesättigten Fettsäuren arme und an ungesättigten Fettsäuren reiche Ernährung, die noch dazu mit Ballaststoffen angereichert wird, kann die Konzentration von LDL - Cholesterin merklich senken

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Ernährungstipp mit Rezept für Dezember

von Rosa-Maria Kraus
von der Ernährungsberatung des Staatlichen Gesundheitsamtes

Die Psyche isst mit?!Die Tage werden kürzer, die Aussicht auf Sonne schwindet. Einige Menschen reagieren darauf vielleicht schon mit Niedergeschlagenheit oder anderen Symptomen einer Winterdepression. Beneidenswert dagegen, wer da immer noch bester Laune ist oder wer sich einen Kurzurlaub im Süden gönnen kann. Empfehlenswert ist auch eine Lichttherapiebehandlung. Immer öfter liest man auch von der Möglichkeit, seinem Gemüt mit einer „Gute-Laune-Diät“ auf die Sprünge zu helfen. Inwieweit diese Kost positiven Einfluss auf unser Wohlergehen hat, soll im Folgenden näher beleuchtet werden.Essen ist mehr als das Stillen von Hunger. Wir essen z. B. aus Langeweile, aus Enttäuschung, um uns abzulenken oder um uns zu belohnen. Jeder von uns kennt Situationen, in welchen er durch Nahrungsaufnahme sein seelisches Befinden zu beeinflussen sucht, etwa nach dem Motto: „Ein Eis und es geht mir gleich besser!“

Essen ist Kommunikation
Das individuelle Essverhalten entspringt vorrangig persönlichen Erfahrungen unter Beeinflussung durch die Umwelt. Charlotte Babcock beschrieb schon 1948 vier verschiedene Bereiche, die das Ernährungsverhalten und die Einstellung zum Essen prägen.Diese sind:
• das Gefühl von Sicherheit, das wiederhergestellt werden soll bei Stress oder Angst
• die Lust am Essen selbst, also z. B. die Freude am Aussehen, dem Geruch oder Geschmack einer Speise
• der Drang nach Geltung, die jemandem entgegengebracht wird, wenn er ein bestimmtes Lebensmittel verzehrt (z. B. Austern oder Kaviar)
• die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, d. h. durch die Wahl eines Lebensmittels oder eine Art zu essen spiegelt sich eine gewisse soziale Identifikation wider (z. B. Fast Food).

Kann Essen die Psyche heilen?
Ob nun Ernährung präventiv oder gar zur Heilung depressiver Stimmungslagen eingesetzt werden kann, wird derzeit heftig diskutiert. Unstrittig ist der Einfluss von Inhaltsstoffen von Nahrungsmitteln auf Funktionen des Gehirns. Bestimmte Gehirnzellen besitzen die Fähigkeit, so genannte Botenstoffe zu produzieren. Der Eiweissbaustein L-Tryptophan z. B. dient als Ausgangsstoff für den Serotonin-Aufbau, einem so genannten „Glückshormon“. Es bewirkt eine Verbesserung des Gemütszustandes. Allerdings geht eine vermehrte Aufnahme von Tryptophan nur von statten in Verbindung mit einer reichlichen Aufnahme an Kohlenhydraten.In ähnlicher Weise begünstigt eine fettreiche Mahlzeit einen verstärkten Serotonin-Aufbau. Eine sich gegenseitig beeinflussende Wirkung von kohlenhydrat- b.z.w. fettreichen Lebensmitteln erklärt die Stimmungsaufhellung nach dem Verzehr von Schokolade oder Eis. Leider gelten diese Nahrungsmittel als eher ungesund, da sie sehr viel Energie in Form von Fett und Zucker liefern. Das kurzzeitig erlangte Glücksgefühl kann daher schnell wieder in ein schlechtes Gewissen umschlagen ob einer befürchteten Gewichtszunahme. Bewirkt wird womöglich das Gegenteil dessen, was ursprünglich angestrebt wurde.Bananen enthalten neben reichlich Kohlenhydraten direkt den Botenstoff Serotonin, der jedoch nicht unmittelbar aus dem Blut ins Gehirn dringt. Somit können durch einen gesteigerten Verzehr von Bananen keine positiven Effekte auf die Gemütslage erwartet werden.Noch weiteren Nährstoffen, außer den bisher genannten, wird ebenfalls eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. Dazu gehören eine Reihe von B-Vitaminen, wie Folsäure, B6 oder B12, Vitamin D, Magnesium oder Omega-3-Fettsäuren. Eindeutige Ergebnisse liegen der Forschung allerdings noch nicht vor. Es scheint sich aber zu bestätigen, dass eine kohlenhydratbetonte Ernährung mit viel Gemüse und Obst, mit mäßigem Eiweiß- aber gleichzeitig regelmäßigem Fischverzehr, unter Verwendung von Ölen mit vielen Omega-3-Fettsäuren (z. B. Rapsöl) sich positiv auswirkt auf leichte Depressionen. Allein durch diese mediterrane Kost – so sind sich die Forscher einig - können schwere Depressionen nicht behandelt werden. Sie verspricht lediglich bei leichten Fällen Linderung oder kann vorbeugend eingesetzt werden.Essen genießen

Essen um die „Seele zu trösten“, sollte nicht als alleinige Strategie gegen Frustgefühle dienen. Das Erlernen von Entspannungstechniken etwa oder sich mehr und intensiver zu bewegen, verheißt größeren Erfolg bei der Bewältigung von schwierigen Lebenslagen. Essen kann durchaus helfen, - weniger durch seine Inhaltstoffe als vielmehr durch ein anderes Bewusstsein - bessere Voraussetzungen für Zufriedenheit zu schaffen. Machen Sie sich bewusst, wann und warum Sie essen. Werden Sie zum Genießer, nutzen Sie alle fünf Sinne. Lustvolles Essen kann trainiert werden. Dann genügt vielleicht schon ein kleines Stück Schokolade, um die oben genannten Effekte - ohne Nebenwirkungen - zu erzielen.

Adventliche Fischsuppe
(für 4 Personen)

500 g Fischfilet (z.B.: See-
lachs oder Rotbarsch) abspülen, trockentupfen, in große Stücke
schneiden und mit
Zitronensaft beträufeln. Zugedeckt beiseite stellen.
125 g Vollkornreis in
¼ l Gemüsebrühe 10 Minuten köcheln lassen, im geschlossenen Topf
bei geringer Hitze nochmals ca. 20 Minuten quellen lassen.
2 Zwiebeln schälen, vierteln oder achteln.
500 g Karotten und
1 Fenchelknolle putzen und waschen. ( zartes Fenchelgrün zurück
legen). Karotten und Fenchel in Streifen schneiden.
1 Knoblauchzehe schälen und zerdrücken.
2 EL Rapsöl erhitzen, die Zwiebelstücke darin glasig werden
lassen, Knoblauch und
½ -1 TL Curry einrühren. Karotten- und Fenchelstreifen zufügen
und etwa 6 Minuten zugedeckt dünsten.
400 g Äpfel schälen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen. Die
Apfelstücke mit weiteren
¾ l Gemüsebrühe zum Gemüse geben. 3 Minuten köcheln lassen.
10 g Butter mit
1 EL Mehl verkneten, in die Brühe geben und leicht binden.
5 Minuten köcheln lassen. Mit
1 Prise Zimt abschmecken. Die Fischstücke in die Suppe geben.
Etwa 3 bis 4 Minuten ziehen lassen. Den ausge-quollenen Reis als Einlage vorsichtig unter die Suppe heben. Mit dem grob geschnittenen Fenchel-grün bestreuen.

Pro Portion ca.: kcal 335 kJ 1437 EW 27 g F 14 g KH 26 g BST 11 g

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Gesunde mediterrane Diät - Mythos oder Wirklichkeit?
Menschen bewegen sich zu wenig und essen zu fett

Berlin - 04.11.03 - Mit der rapiden Änderung des Lebensstils haben sich gleichzeitig auch die Essgewohnheiten geändert. Die Menschen bewegen sich zu wenig und essen zu fett. Die Folge davon ist, dass weltweit mehr als 250 Millionen Menschen übergewichtig oder gar extrem übergewichtig (adipös) sind, und Epidemiologen gar von einer Epidemie sprechen. Übergewicht und Adipositas sind die Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Ärzte geben ihren Patienten deshalb dringend den Rat, abzunehmen, sich mehr zu bewegen und sich mit der traditionellen mediterranen Kost gesünder zu ernähren. Das heißt: Obst, Gemüse, Reis, Nudeln, Brot, Hülsenfrüchte, Olivenöl, Käse, Milch, Eier, Fisch und etwas Rotwein", sagte Prof. Anthony Kafatos von der Universität Kreta in Heraklion, Griechenland, auf dem 3. International Symposium zu Adipositas und Bluthochdruck am 25. Oktober im Kommunikationszentrum des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch. "Allerdings ist die für die Gesundheit vorteilhafte mediterrane Kost von der Ernährungsweise der Menschen, die heute in der Mittelmeerregion leben, dramatisch verschieden", betonte Prof. Kafatos. Auf Kreta, der größten griechischen Insel mit über 500 000 Einwohnern, ist nach seinen Worten bereits ein Drittel der Kinder und mehr als die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig oder adipös. Wog ein Mann im mittleren Lebensalter in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Schnitt rund 68 Kilogramm, so wiege ein Mann heute rund 80 Kilogramm. "Unsere Untersuchungen zeigen, dass fast fünf Prozent der Kinder auf Kreta und 18 - 44 Prozent der Erwachsenen mittleren Alters als Folge des Übergewichts eine Reihe von gesundheitlichen Problemen haben, die zusammen mit einer Insulinresistenz als Stoffwechselsyndrom bezeichnet werden", sagte Prof. Kafatos. Der Mediziner führt den dramatischen Anstieg dieser Gesundheitsprobleme auf Kreta vor allem auf den vermehrten Konsum an Fleisch und anderen tierischen Produkten zurück. "Machten die gesättigten Fettsäuren in den Sechzigern noch etwa acht Prozent der Gesamtenergieaufnahme aus, sind es heute bereits 15 - 16 Prozent". Gleichzeitig hat die Aufnahme einfach gesättigter Fettsäure, zumeist also Olivenöl, abgenommen". Seine Schlußfolgerung: "Die gesundheitlichen Vorteile der traditionellen mediterranen Ernährungsweise gibt es, sie werden aber zum Mythos, wenn man sie auf die derzeit vorherrschende Kost im Mittelmeer bezieht."

Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin

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Ernährungstipp mit Rezept für November

von Rosa-Maria Kraus
von der Ernährungsberatung des Staatlichen Gesundheitsamtes
Damit aus dicken Kindern keine dicken Erwachsenen werdenZahlreiche Studien belegen: Immer mehr Kinder leiden an Übergewicht. Schlagzeilen wie „20% der Schulanfänger übergewichtig“ oder ähnliche schüren die Unsicherheit - nicht nur der Eltern. Schnell ist da der Entschluss gefasst: „Da hilft nur noch eine Diät!“. Aber Vorsicht: Oftmals setzt sich dann eine endlose Spirale aus hohen Erwartungen, Rückfällen, Frustessen und damit erneuter Gewichtszunahme in Gang.Formeln für das „Wunschgewicht“
In der Tat lässt sich bei Kindern schwerer feststellen, handelt es sich nun um Übergewicht oder befindet sich ein Kind nur in einer „molligen Phase“, der bald ein Längenwachstumsschub folgt. Jugendliche ab 15 Jahren können ihr Körpergewicht nach dem Body Mass Index beurteilen. Der Quotient aus dem Körpergewicht in Kilogramm durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat sollte sich bei Mädchen zwischen den Werten 19 und 24 bewegen, bei Jungen zwischen 20 und 25. Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre kann man sich an sogenannten Perzentiltabellen orientieren. Diese Vergleichstabellen berücksichtigen neben der Körpergröße und dem Geschlecht auch das Alter. Ihr Kinderarzt kann Ihnen Aufschluss geben, ob das Körpergewicht Ihres Kindes sich im Rahmen der normalen Schwankungsbreite befindet oder davon abweicht.
Zahlreiche Ursachen führen zu viel Gewicht
Viele Kinder ernähren sich falsch, d. h. sie essen oft zu viel, zu süß, zu fett und zu unregelmäßigen Zeiten. Die Auswahl der Lebensmittel erfolgt nach fragwürdigen Gesichtspunkten. Begehrt wird, was schmeckt, schnell griffbereit ist oder im Trend liegt (Fast Food, Limonaden etc.). Hinzu kommt oftmals ein Mangel an Bewegung, begünstigt durch langes Sitzen vor dem Fernseher oder am Computer. Das Zuviel an Nahrungsenergie steht einem Zuwenig an Energieverbrauch (= Bewegungsmangel) entgegen. Um langfristig dem Übergewicht „zu Leibe zu rücken“, gilt es das Ernährungs- wie auch das Bewegungsverhalten zu verändern
Schwerwiegende Folgen
Je schwerer ein Kind ist und je länger der kindliche Organismus dieser Belastung ausgesetzt ist, umso höher steigt das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten, wie Herz-Kreislauferkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und weitere mehr. Das Kind spürt in jungen Jahren vielleicht noch keine körperlichen Auswirkungen, seelisch leidet die Mehrzahl der betroffenen Kinder allerdings ganz erheblich. Sie werden von Mitschülern ihres Gewichts wegen gehänselt und ausgegrenzt. Nicht selten reagieren diese Kinder erneut mit übermäßigem Essen als Kompensation.

Richtig essen bei Übergewicht
Durch eine ausgewogene, energiereduzierte, fettarme, kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Mischkost normalisiert sich das Körpergewicht zwar langsam aber stetig. Dabei sollte keine zu starke Einschränkung der Energieaufnahme erfolgen, d. h. die tägliche Zufuhr an Energie sollte je nach Alter 1500-1800 kcal/6300-7560 kJ betragen, mindestens aber 1000 kcal/4200 kJ.

Ernährungstipps, um Ihrem Kind das neue Verhalten auf Dauer schmackhaft zu machen:
• regelmäßige Mahlzeiten einhalten: mindestens fünf kleinere über den Tag verteilt
• reichlich energiearme Getränke anbieten: Mineralwasser, Tee und
  verdünnte Fruchtsäfte bieten viel Abwechslung
• keine Lebensmittel verbieten: z. B. ist das Stück Schokolade - in Maßen – erlaubt
• statt Geld eine Pause mit in die Schule geben; dabei auf die vier Bausteine einer gesunden   Mahlzeit achten: mind. je 1 Vollkorn- und 1 Milchprodukt, 1 Stück Obst und/oder Gemüse und   ausreichend Getränke
• die Wünsche/Abneigungen Ihres Kindes bzgl. bestimmter Lebensmittel im Speiseplan   berücksichtigen; häufiger gemeinsam mit Ihrem Kind kochen
• eine entspannte Atmosphäre schaffen: z. B. etwas mehr Zeit fürs Frühstück einplanen oder den   Tisch schön gestalten
• auch kleine Erfolge würdigen: das erreichte Gewicht gehalten zu haben z. B. motiviert dazu   weiterzumachen
• Eltern haben Vorbildfunktion: Ernähren Sie sich gesund?!
• bewusst auf altmodische Erziehungsmethoden verzichten – etwa in der Art: „Wenn Du Deinen   Teller aufisst, scheint morgen die Sonne!“; fördern Sie vielmehr das natürliche Gespür Ihres   Kindes für Hunger und Sättigung.
• keine Belohnung in Form von Süßem; besser sind gemeinsame Unternehmungen   (Schwimmbadbesuch, Radtour etc.)
• die ganze Familie einbinden: gemeinsame Mahlzeiten und gemeinsame sportliche Betätigung   erleichtern Ihrem Kind den Erfolg
• spezielle Kinderlebensmittel sind unnötig, sie enthalten meist sehr viel Fett und/oder Zucker;   zudem sind sie oft teurer

Bei einer stark ausgeprägten Form von Übergewicht, der Fettsucht bzw. Adipositas, ist unter Umständen ein Aufenthalt in einer Kurklinik oder eine ambulante Maßnahme zur Gewichtsreduktion notwendig. Dort kann unter fachlicher Betreuung und gleichzeitiger Bewegungs- und Psychotherapie einem weiteren Voranschreiten der Adipositas entgegengewirkt werden.Eine runde Sache – Bunte Gemüsepizza
(ca. 16 Stücke)
300 g Vollkornmehl und
250 g Magerquark mit dem Handrührgerät (Knethaken) mit
3 EL Olivenöl
1 EL Salz
1 EL Wasser und
3 gestr. TL Backpulver zu einem Teig verarbeiten und auf einem mit
Backpapier ausgelegtem Blech ausrollen.
1 TL Tomatenmark dünn auf den Teig streichen. Mit einer fein gehackten Zwiebel bestreuen.
200 g rote oder gelbe Paprika sowie
200 g grünes Gemüse (z. B.
Lauch, Zucchini Brokkoli etc.) in feine Streifen schneiden (bzw. in Röschen
zerpflücken),
200 g Champions blättrig schneiden,
3 frische Tomaten würfeln.
Salz, Pfeffer, Oregano, Rosmarin,
Thymian, Basilikum, evtl. Knoblauch mit dem Gemüse vermengen.
100 g gekochten Schinken würfeln, mit dem Gemüse auf den Teig geben.
100 g Edamer (30% Fett i.Tr.) reiben und darüber streuen.
Bei 200 °C ca. 30 Minuten backen.

Je Stück: kcal 125,6 kJ 526,2 EW 8,1 g F 4,1 g KH 13,6 g BST 3,2 g

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Ernährungstipp mit Rezept für Oktober
von Gabriele Braun
von der Ernährungsberatung des Staatlichen Gesundheitsamtes

Kartoffeln – Fitmacher statt Dickmacher!Kräftig zulangen
Kartoffeln sind ein Kernstück der gesunden und vollwertigen Ernährung. Dennoch verzehrt jeder Bundesbürger nur 41 kg Kartoffeln im Jahr, während es 1960 noch 130 kg waren. Dabei dürften es ruhig ein paar mehr sein, denn die Kartoffel zählt ebenso wie das Brot zu den Grundnahrungsmitteln, weil sie relativ viel komplexe Kohlenhydrate, wie Stärke und Ballaststoffe, liefert. Dadurch sättigen Kartoffeln lang anhaltend, machen aber nicht dick. 100 g Kartoffeln enthalten nur 70 kcal und 0,1 g Fett. Wegen des hohen Vitamin C-Gehalts wird die Knolle auch als „Zitrone des Nordens“ bezeichnet. Wertvoll ist auch ihr Gehalt an Vitaminen der B-Gruppe sowie an Kalium und Magnesium. Trotz geringem Eiweißgehalt, ist das Eiweiß der Kartoffel besonders hochwertig. Diese wertvollen Inhaltsstoffe bleiben am besten erhalten, wenn die Kartoffeln mit der Schale gedämpft werden.
Welche Kochtype für welches Gericht?
Kartoffeln sind ganzjährig im Angebot. Jede Jahreszeit hat ihre eigene Sorte. Entscheidend für das Gelingen eines Kartoffelgerichtes ist die Wahl der richtigen Sorte und Kochtype. Fest kochende Sorten behalten beim Kochen gut ihre Struktur, sind fest, feinkörnig und feucht. Daher sind sie ideal für Kartoffel-salat, Pell- und Bratkartoffeln. Vorwiegend fest kochende Sorten haben einen höheren Stärkegehalt, dennoch bleiben sie beim Kochen noch relativ fest. Diese Sorten sind fast universell einsetzbar, z. B. für Bratkartoffeln, Rösti und Auf-läufe. Mehlig kochende Sorten haben den höchsten Stärkegehalt von allen Sorten. Deshalb eignen sie sich bevorzugt für Suppen, Knödel, Püree und Gemüsekuchen.
Vergolden statt verkohlen
Um den Acrylamidgehalt beim Braten, Backen oder Frittieren niedrig zu halten, kommt es bei Kartoffelgerichten auf eine sorgfältige Zubereitung an:
- scharfes Anbraten und eine zu starke Bräunung vermeiden;
- Bratkartoffeln enthalten weniger Acrylamid wenn sie aus gekochten Kartoffeln zubereitet werden;
- beim Backen sollte die Temperatur 180 °C bei Umluft bzw.
200 °C bei Ober-/Unterhitze nicht überschreiten;
- bei Backofen-Pommes, Blechkartoffeln etc. ein Backpapier unterlegen, um eine zu starke Bräunung von unten zu vermeiden;
- beim Frittieren die Temperatur von 175 °C nicht überschreiten (mit Fett-Thermometer überprüfen!);
- dickere Kartoffelstücke bevorzugen und so kurz wie möglich frittieren.
Beim Kochen, Dämpfen oder Dampfgaren bildet sich hingegen kein Acrylamid.
Richtige Lagerung
Kartoffeln lagern Sie am besten dunkel, luftig und kühl, jedoch nicht unter 8 °C (d. h. nicht im Kühlschrank!). Kartoffeln die in Kunststoffverpackungen angeboten werden, auf alle Fälle aus der Verpackung nehmen und in Holzkisten oder Körben lagern. Sie fangen sonst an zu schwitzen und faulen dann. Durch Lichteinwirkung können sich grüne Stellen bilden; solche solaninhaltigen Verfärbungen müssen vor der Zubereitung großzügig weg geschnitten werden.
Gesund genießen - Kartoffel–Wirsing–Lasagne
(4 Portionen)
9 große Wirsingblätter blanchieren,
600 g Kartoffeln (vorwiegend fest kochend)
in dünne Scheiben schneiden,
in ca. 1/8 l Gemüsebrühe vorkochen.
250 g Lachsfilet säuern,
in ca. 1/2 cm dicke Streifen schneiden,
mit Salz, weißer Pfeffer, Muskat würzen.
50 g Käse (30 % F. i. Tr.) gerieben zum Bestreuen.
Eine flache Auflaufform abwechselnd mit Wirsingblättern,
Kartoffeln und Lachs auslegen,
jeweils mit wenig Käse bestreuen.
Mit einer Schicht aus Kartoffeln und Käse abschließen.
Bei 175 °C ca. 30 Min. überbacken.

Pro Portion: kcal 241 kJ 1008 EW 19,7 g F 7,0 g KH 23,7g BST 4,8 g
Das passt dazu: Rohkost- oder Blattsalate der Saison

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Ernährungstipp mit Rezept im September

Ernährung im Griff? – Darauf kommt es an!

Essen im Schlaraffenland
Eine ausgewogene Ernährung ist eine entscheidende Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden in jedem Lebensalter. Obwohl das Nahrungsangebot in Deutschland so ausreichend, vielseitig und hochwertig ist wie noch nie zuvor, garantiert Wohlstand nicht zwangsläufig eine optimale Ernährung. Falsche Ernährungsgewohnheiten verbunden mit Bewegungsarmut können bereits in der Kindheit den Weg zu ernährungsmitbedingten Krankheiten, wie z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder einigen Krebsarten, bereiten. Charakteristisch für die heutige Ernährungsweise sind eine überhöhte Zufuhr von Nahrungsenergie, als es die allgemein eingeschränkte körperliche Aktivität erfordert, sowie eine unkritische Zusammenstellung der täglichen Nahrung.
Gesund genießen für mehr Lebensqualität
Eine ausgewogene und vielseitige Ernährung kann nicht nur vor Krankheiten schützen, sondern sie erhöht die Lebensfreude und die Lebenserwartung. Gemeinsam in Ruhe essen, unterstützt richtiges Essverhalten, fördert soziale Kontakte und ist zudem noch sehr genussvoll.

Darauf kommt es an
Unsere veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen erfordern eine energieärmere Kost als noch vor einigen Jahrzehnten. Dies bedarf einer gezielten Lebensmittelauswahl und einer nährstoffschonenden, energiearmen Zubereitung. Die folgenden drei Regeln helfen Ihnen, Ihre tägliche Ernährung vielseitig, ausgewogen und gesundheitsfördernd zu gestalten:
1. Reichlich pflanzliche Lebensmittel und Getränke
Getreide und Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse und Obst sollten die Basis unserer Ernährung sein. Greifen Sie zu bei Brot, bevorzugt Vollkornbrot, und machen Sie die Beilagen, wie z. B. Kartoffeln, Reis oder Nudeln, zum Hauptanteil auf Ihrem Teller. Bei Obst und Gemüse gilt „5 mal täglich“: genießen Sie drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst in roher und gekochter Form. Ohne Wasser läuft im menschlichen Körper gar nichts, deshalb gilt die Regel: mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken. Empfehlenswerte Getränke sind Wasser, Mineralwasser, ungesüßter Früchte-/Kräutertee, Gemüsesäfte und Fruchtsaftschorlen. Kaffe und schwarzer/grüner Tee entziehen dem Körper, aufgrund des enthaltenen Koffeins, Flüssigkeit und sollten deshalb nur maßvoll getrunken werden.
2. Ausreichend tierische Produkte
Die tägliche Menge an Lebensmitteln tierischer Herkunft darf deutlich kleiner ausfallen, als in Deutschland meist üblich. Wöchentlich drei Portionen Fleisch und Wurst (insgesamt ca. 300-600 g) sowie drei Eier sind ausreichend. Seefisch kann dagegen häufiger auf den Tisch kommen: empfohlen werden 1–2 Portionen pro Woche. Für die Kalziumversorgung dürfen Milch und Milchprodukte nicht zu kurz kommen: z. B. täglich ¼ Liter Milch, Joghurt, Dickmilch etc. und 3 Scheiben Käse.
3. Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
Bei Fett und allen fettreichen Lebensmitteln gilt die Devise: möglichst wenig davon essen und pflanzliche Fette bevorzugen. Täglich höchstens 40 g Streich- und Kochfett, das heißt z. B. 2 Esslöffel Butter/Margarine und 2 Esslöffel hochwertiges Pflanzenöl. Bei Milch und Milchprodukten sowie Fleisch sollten Sie bevorzugt die fettärmere Alternative auswählen. Fettarme und nährstoffschonende Zubereitungsarten, wie z. B. Dünsten, Dämpfen, Garen im Tontopf, Bratschlauch oder beschichteter Pfanne, reduzieren den Energiegehalt Ihrer Mahlzeiten und erhalten Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe.
„Verbotene“ Lebensmittel gibt es nicht
Auf die Menge, Auswahl und Kombination der Lebensmittel kommt es an: decken Sie 80–90 Prozent Ihrer täglichen Energiezufuhr mit den beschriebenen Grundnahrungsmitteln, dann bleibt auch noch Platz für „Extras“ wie Süßigkeiten oder Alkohol, natürlich in Maßen genossen!
Gesund genießen - Bunter Gemüsekuchen
(16 Portionen = ca. ein großes Backblech)
Grundlage ist ein Hefeteig aus
250 g Weizenvollkornmehl
1 TL Salz
1 TL getrocknete Küchenkräuter
20 g Hefe
2 EL (30 g) Sauerrahm (10 % Fett)
ca. ¼ l lauwarmes Wasser
Hefeteig auf leicht gefettetem Blech bzw. Backpapier auswellen.
Folgende Zutaten gleichmäßig darauf verteilen:
Belag
250 g Lauchzwiebeln oder Lauch in feine Ringe schneiden,
500 g Zucchini vierteln und in dünne Scheiben
hobeln, mit
Salz, Pfeffer, Basilikum würzen;
40 g Schnittkäse gerieben darüber streuen,
500 g Cherrytomaten halbieren und gleichmäßig darauf verteilen.
2 Eier und 4 EL Sauerrahm (10 % Fett)
200 ml Milch (1,5 % Fett) miteinander verquirlen, kräftig mit
Salz, Pfeffer, Muskat würzen.
Mit 50 g Schnittkäse gerieben bestreuen.
Bei 180° C ca. 30 Minuten backen.
Mit frischem Basilikum und einem Blattsalat servieren.
Schmeckt auch mit einem Belag aus Brokkoli (vorgaren), Pilzen und Zwiebeln gut.

Pro Stück: kcal 104 kJ 436 Eiweiß 6,1 g Fett 3,2 g Kohlenhydrate 12,3 g

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Ernährungstipp mit Rezept im August Eis – die coole Verführung!Der Sommer 2003 verspricht ein richtiger „Eis-Sommer“ zu werden. Gerne lassen wir uns von den kalten Köstlichkeiten verführen. Etwa acht Liter Speiseeis pro Jahr verzehren im Durchschnitt die deutschen Bundesbürger. Trotz ständig neuer Kreationen ist das ganz normale Vanilleeis am beliebtesten.
Eine Kugel Eis enthält durchschnittlich 100 – 140 kcal. Zucker ist meistens reichlich enthalten, denn Kaltes empfinden wir als weniger süß. Der Fettanteil ist je nach Sorte sehr unterschiedlich.

In 100 ml Speiseeis versteckt sich soviel Fett:
Rahmeis 21,5 g Fett
Eiscreme 10,0 g Fett
Cremeeis 9,0 g Fett
Milchspeiseeis 4,2 g Fett
Fruchteis 1,8 g Fett
Am energieärmsten ist Fruchteis, es enthält mindestens 20 Prozent Fruchtanteil. Milcheis mit mindestens 70 Prozent Milchanteil liefert neben Eiweiß und Vitaminen auch Kalizum.
Eine Besonderheit ist das Sorbet, ein halbgefrorenes Eis mit hohem Fruchtanteil, das ganz ohne Verwendung von Sahne, Milch und Milchbestandteilen hergestellt wird.
Bezeichnungen auf Speiseeis wie Premium, Super oder Royal sagen nichts über die Qualität der Inhaltsstoffe aus. Erst anhand der Zutatenliste lässt sich beurteilen, wie hochwertig ein Produkt ist und welche Zusatzstoffe enthalten sind.
Vorsicht vor Keimen

Speiseeis ist ein guter Nährboden für Keime. Deshalb ist beim Transport und der Lagerung größte Sorgfalt angebracht um ein rasches Vermehren der Keime zu verhindern. Beim Einkauf das Eis möglichst von weit unten aus der Tiefkühltruhe entnehmen und zuletzt in den Einkaufswagen legen. Eine Kühltasche verhindert beim Transport ein vorzeitiges Auftauen.
Vorsicht ist auch an der Eistheke im Straßenverkauf geboten, besonders dann, wenn das Eis bereits angetaut ist.
Speiseeis sollte nicht lange aufbewahrt werden. Mit der Zeit friert aus dem Eis die Feuchtigkeit aus und die Konsistenz wird fest und gummiartig.
Eis – einfach selbst herstellen!

Kleine und große Eisliebhaber können sich ohne großen Aufwand ihr Lieblingseis selbst herstellen und durch bewusste Auswahl der Zutaten sich öfter den Genuss gönnen.
Obst, Milchprodukte und Süßungsmittel, dazu ein Gefriergerät – das ist alles!
Damit das Eis cremig wird und sich weniger große Eiskristalle bilden, sollte die Eismasse, ideal in einer Edelstahlschüssel, während des Gefriervorganges alle 20 - 30 Minuten mit einem Schneebesen durchgerührt werden. Fruchteis aus pürierten Früchten wird durch diese Methode besonders locker. Mit einer Eismaschine gelingt durch das ständige Rühren ein besonders cremiges Eis, bei dennoch niedrigem Fettgehalt.
Lust auf ein fruchtiges Eis? Brombeer-Joghurteis (4 Portionen)150 g Joghurt (1,5 % Fett) mit pürierten
250 g Brombeeren und
50 g Banane vermengen. Mit
1 TL Ahornsirup abschmecken und wie oben beschrieben eingefrieren.

Pro Portion: kcal 54 kJ 227 EW 2,2 g F 1,25 g KH 7,3 g Ca 72 mg

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Ernährungstipp mit Rezept im Juli

von Gabriele Braun von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung

Ein Radler für den Radler? –
Durstlöscher für Freizeitsportler

Richtiges Trinken – Voraussetzung für Fitness und Gesundheit

Richtiges Trinken ist auch für Freizeitsportler eine entscheidende Voraussetzung für Fitness, Gesundheit und körperliches Wohlbefinden. Falsche Verhaltensweisen können z. B. die Ausdauer und Konzentration mindern, Muskelkrämpfe und Schwächeanfälle provozieren und damit auch das Verletzungsrisiko erhöhen. Für die über 30 Millionen Freizeitsportler in Deutschland führt die Auswahl des richtigen Getränks jedoch oft durch einen Dschungel widersprüchlicher Meinungen und irreführender Werbespots. Wie viel soll ein Freizeitsportler trinken, welche Getränke sind ernährungsphysiolo-gisch empfehlenswert und sind spezielle Sportlergetränke notwendig?
Trinken, bevor der Durst kommt

Häufigster Ernährungsfehler bei sportlicher Betätigung, ist eine zu geringe Flüssig-keitszufuhr vor, während und nach dem Sport. Jeder benötigt, schon ohne sportlich aktiv zu sein, ca. 1,5 – 2,0 Liter Flüssigkeit pro Tag. Wer Sport treibt und schwitzt, muss zusätzlich, entsprechend den Flüssigkeitsverlusten beim Sport, Flüssigkeit auf-nehmen. Bei mittlerer Trainingsintensität verliert der Körper ca. 0,5 – 1,0 Liter pro Stunde; dies kann sich bei extremer Anstrengung und Hitze nochmals um das drei- bis fünffache erhöhen. Durch Gewichtskontrolle vor und nach dem Sport kann man den Wasserverlust feststellen. Der entstandene Gewichtsverlust entspricht der erfor-derlichen Trinkmenge; mindestens 50 Prozent dieser Menge sollte innerhalb der nächsten zwei Stunden ausgeglichen werden. Als Faustregel wird empfohlen, folgende Flüssigkeitsmengen vor, während und nach dem Sport aufzunehmen:

1 – 2 Stunden vorher: 300 – 500 ml
15 – 30 Minuten vorher: 150 – 300 mlwährend dem Sport: alle 15 – 20 Minuten etwa 150 – 300 mlsofort nach dem Sport: 300 – 500 ml, aber nicht mehr als 1 Liter pro StundeDa Flüssigkeitsverluste gravierende Folgen für den Körper haben, sollte schon getrunken werden, bevor der Durst kommt. Denn das Durstgefühl tritt erst auf, wenn bereits ein Flüssigkeitsmangel vorliegt.

Welches Getränk hält sportlich fit?

Die richtige Getränkeauswahl richtet sich nach der Dauer der sportlichen Betätigung und reicht von Leitungs- bzw. Mineralwasser bis zur Fruchtsaftschorle in verschiede-nen Mischungsverhältnissen. Als Merkregeln gelten: je intensiver und länger der Sport, desto konzentrierter darf die Fruchtsaftschorle sein (Mischungsverhältnis Wasser zu Saft = 2 : 1 bis 1 : 1); je höher die Temperaturen klettern, desto dünner sollte die Fruchtsaftschorle gemischt werden (5 : 1 bis 3 : 1). Nicht empfehlenswerte Getränke beim Sport sind z. B. Fruchtsaft pur, Limonade, koffeinhaltige oder alkoholische Getränke.
Sportlergetränke oder Radler als Durstlöscher beim Sport?
Nach Meinung vieler wissenschaftlicher Institutionen sind spezielle Sportlergetränke für den Freizeitsportler überflüssig. Auch alkoholische Getränke, wie Bier oder Rad-ler, sind keine empfehlenswerten Durstlöscher beim Sport, da sie die Mineralstoff-verluste im Schweiß nicht ausgleichen und die Regenerationsphase des Körpers verzö-gern.
Löschen Sie Ihren Durst beim Sport doch z. B. mit folgendem Getränk:Roter Durstlöscher
(Mischungsverhältnis Tee/Wasser zu Saft = 3 : 1)
375 ml Früchtetee
125 ml roter Traubensaft
125 ml roter Johannisbeersaft
375 ml Mineralwasser

Nährwert:
kcal 155 kJ 650 EW 0,8 g F 0 g KH 37 g

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Ernährungstipp mit Rezept im Juni

von Gabriele Braun von der Staatlichen Beratungsstelle für ErnährungFit in die Pfingstferien – die Kühlbox richtig füllen!Urlaub – Ernährungstipps für Unterwegs
Neben Badehose und Sonnenschirm ist eine Kühlbox mit Reiseproviant ein wesentlicher Bestandteil des Urlaubsgepäcks.
Beim Einkauf der Verpflegung kommt es vor allem auf die richtige Auswahl an:
- Erfrischende kalorienarme Getränke
- Leicht verdauliche Speisen
- Obst und Gemüse
- Vollkornprodukte
Getränke richtig auswählen!
Kalorienarme Durstlöscher in ausreichender Menge stehen an erster Stelle, ideale Getränke sind Mineralwasser, Saftschorle oder gekühlter Früchtetee, der auch beliebig mit Säften gemischt werden kann. In wieder verwendbare Flaschen oder unzerbrechliche Thermoskannen verpackt, können diese Behältnisse auch außerhalb der Kühlbox für die ersten paar hundert Kilometer dienlich sein. Dann am Urlaubsort können sie immer wieder mit individuell gemischten Getränken für den Strand oder einen Ausflug preiswert gefüllt werden. Die verdünnten Säfte liefern neben Flüssigkeit viele Vitamine und Mineralstoffe. Weniger geeignet sind Colagetränke und Kaffee, da sie dem Körper Flüssigkeit entziehen.
Durch Zwischenmahlzeiten die Verdauung entlasten
Leicht Verdauliches, wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sind fettreichen Lebensmitteln vorzuziehen. Als Zwischenmahlzeiten während der Fahrt können nicht nur die Kinder festes, mundgerechte vor-bereitetes Obst oder Gemüse wie Äpfel, Birnen, Paprika, gelbe Rüben, Gurkenscheiben oder Kohlrabi knabbern. Das erfrischt und fördert die Verdauung. Diese vollwertige Kost garantiert Ihnen auch nach der Ankunft am Urlaubsort eine geregelte Verdauung, die sonst durch das lange Sitzen und den Konsum von Süßigkeiten und Keksen meistens leidet.
Für die Pausen, die nicht nur der Erholung des Fahrers dienen, können schon kleine Zwischenmahlzeiten fertig vorbereitet werden. Einfach und schnell sind Vollkornbrote oder –semmeln mit magerer Wurst, kaltem Braten oder Käse, kombiniert mit einem Salatblatt zu belegen. Diese Brote weichen auf der langen Reise weniger schnell durch und sind saftig und frisch. Essiggurken erfrischen ebenso und gleichen Salzverluste durch das Schwitzen aus. Auch verschiedene Quarkaufstriche, mit Kräutern oder Paprika er-frischen. Es empfiehlt sich aber, diesen Belag separat in eigenen Behältnissen in der Kühlbox mitzunehmen und frisch auf die Brote zu streichen. Lecker sind auch Salate, wie Nudel-, Reis- oder Gemüsesalate.
Als Nachtisch oder weitere Zwischenmahlzeit dienen magerer Joghurt, vorbereitete Quarkspeisen mit Früchten der Saison, Buttermilchmixgetränke, Kefir, Trinkjoghurt, Dickmilch und Obstsalate.
Durch regelmäßige Pausen wird der Verdauungsapparat weniger belastet, es tritt keine Verdauungsmüdigkeit auf, der Blutzuckerspiegel bleibt konstant und die Leistungsfähigkeit, d. h. die Konzentration des Fahrers bleiben langfristig erhalten.
Hygiene schützt vor Lebensmittelinfektionen
- In südlichen Ländern nur abgekochtes Wasser trinken oder zum Zähne-
putzen verwenden.
- Auch zum Waschen von Obst und Gemüse nur abgekochtes Wasser
benutzen.
- Obst und Gemüse nie ungewaschen verzehren.
- Rohe Milch vor dem Genuss abkochen.
- Fische und Meeresfrüchte nur essen, wenn sie frisch gegart sind.
- Nahrungsmittel vor Insekten schützen, diese können Krankheits-
überträger sein.
- Salate für das Picknick nicht mit Mayonaise anmachen.
Eine gute Reise und einen schönen Urlaub wünscht Ihnen Gabriele Braun und das Team der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung am LRA
Bunter Paprika-Mais-Salat für 4 Personen
Zutaten Marinade:

2 Zwiebeln 2 EL Zitronensaft
1 Knoblauchzehe 1 Bund Schnittlauch
3 rote Paprikaschoten 5 EL Gemüsebrühe
4 Gewürzgurken 2 EL Olivenöl oder Rappsöl
800 g Zuckermais (aus der Dose) ½ TL mildes Currypulver
Zubereitung:
Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfel schneiden. Die Paprikaschoten waschen, halbieren von den Kernen befreien und in Würfel schneiden. Die Gewürzgurken würfeln, den Zuckermais abtropfen lassen. Aus Gemüse-brühe Salz, Pfeffer, Curry, Öl und Schnittlauchröllchen die Marinade bereiten und mit den übrigen Zutaten vermischen.
Tipp: Statt Schnittlauch, Basilikum und Petersilie verwenden.
Feinschmecker geben 50 g entsteinte Oliven zu.
Dazu Vollkorngebäck
Pro Portion: kcal 252 kJ 1058 EW 7,8 g F 8 g KH 36 gAls erfrischendes Getränk empfehlen wir: „Gepfefferten Apfel“
½ l Pfefferminztee abkühlen lassen und mit
¼ l Apfelsaft
¼ l Mineralwasser und
1 EL Zitronensaft mischen

Insgesamt: kcal 125 kJ 524 EW 0,2 g F 0 g KH 29 g

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Ernährungstipp mit Rezept im Mai

von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für ErnährungFolsäure – ein unterschätztes Vitamin

Nach der Entdeckung der Folsäure in den 40er Jahren war sich die Wissenschaft der großen Bedeutung für die Gesundheit lange nicht bewusst. Jüngere Untersuchungen zeigen jedoch, dass gerade Folsäure nicht nur ein kritisches Vitamin hinsichtlich der Versorgung darstellt, sondern unentbehrlich ist in der Schwangerschaft und im Zusammenhang mit der Entstehung von Arteriosklerose.Mangel problematisch in der Schwangerschaft
Der Körper benötigt Folsäure für die Zellteilung und Zellneubildung. Internationale Studien belegen, dass eine ausreichende Versorgung mit diesem Vitamin das Risiko von Fehlgeburten und schweren Missbildungen beim Kind, wie dem offenen Rücken (Neuralrohrdefekt), verringern kann. Daher sollten Frauen mit Kinderwunsch schon vor Beginn der Schwangerschaft und besonders während dieser neun Monate und in der Stillzeit auf eine ausreichende Folsäureversorgung achten.
Schutzfaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Das Vitamin mindert nachweislich das Risiko für Arteriosklerose und senkt die Gefahr für Herzinfarkt und Schlaganfall. Neuere Forschungen haben gezeigt, dass bei Arteriosklerose nicht nur zu viel Cholesterin, sondern auch zu viel der Aminosäure Homocystein im Blut ist. Folsäure fördert den Abbau unerwünscht hoher Homocysteinmengen und kann so das Arteriosklerose-Risiko senken. Zudem schützt Folsäure möglicherweise vor bestimmten Krebsarten, wie z. B. Dickdarm-, Brust- und Pankreaskrebs. Die Empfehlungen für die Zufuhr von Folsäure wurden nicht zuletzt deshalb auf 400 µg (ab 10 Jahren/ 600 µg Schwangere und Stillende) pro Tag erhöht.
Bevölkerung nur mäßig versorgt
Im Ernährungsbericht 2000 weist die Deutsche Gesellschaft für Ernährung darauf hin, dass die Versorgung mit Folsäure in Deutschland generell unzureichend ist. Dieses Defizit hat vor allem zwei Ursachen: erstens essen wir zu wenig gute Folsäurelieferanten. Zweitens können durch Lagerung oder Zubereitung bis zu 80 % des Vitamins zerstört werden.
Um Versorgungsdefiziten zu begegnen empfiehlt Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung:
- Essen Sie viel Gemüse - besonders Blattgemüse und Blattsalate, wie z. B. Spinat, Mangold oder Feldsalat. Auch andere Gemüse wie z.B. Kohlgemüse, Spargel, Tomaten, Gurken und Kartoffeln sind gute Folsäurelieferanten.
- Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Nüsse, einige Obstsorten (z. B. Erdbeeren, Kirschen), Vollkornprodukte, Fleisch, Fisch, Milch/-produkte, Weichkäse und Eier weisen ebenfalls nennenswerte Mengen des Vitamins auf.
- Innereien wie Leber und Niere liefern zwar sehr große Mengen an Fol-säure, sind aber wegen der gleichzeitig enthaltenen Schadstoffe nur eingeschränkt zu empfehlen.
- Je frischer und naturbelassener die Lebensmittel sind, desto höher ist ihr Gehalt an Folsäure. Denn das Vitamin ist sehr hitze- und sauerstoff-empfindlich sowie wasserlöslich. Daher sollten folsäurereiche Lebens-mittel weder lange gelagert noch stark erhitzt oder lange gekocht werden. Das Kochwasser sollte wenn möglich mitverarbeitet werden.
- Geeignete Zubereitungsverfahren, wie Dünsten in wenig Wasser oder Garen im Wasserdampf bzw. Dampfdrucktopf, können dazu beitragen, die Vitaminverluste bei der Zubereitung zu verringern.
- Vermeiden Sie außerdem zu starkes Zerkleinern bei der Zubereitung und längeres Warmhalten der Speisen.
Eine ausgewogene Ernährung, die häufig frisches, möglichst unerhitztes Gemüse, Obst, Salate und Vollkornprodukte beinhaltet, trägt zu einer guten Folsäureversorgung bei. Frauen mit Kinderwunsch sollten sich bereits frühzeitig mit einer bewussten Ernährung optimal versorgen und in Absprache mit ihrem Arzt zusätzlich Folsäure über geeignete Präparate aufnehmen.
Spinatsalat mit Radieschen
für 4 Personen
350 g Blattspinat waschen, evtl. zerkleinern
150 g Radieschen waschen und raspeln
1 Schalotte würfeln
1 Bund Salatkräuter hacken
2 EL Balsamicoessig mit
4 EL Oliven- oder Rapsöl
Salz, Pfeffer gut verrühren und den Salat anmachen.
20 g Erdnüsse und
1 gekochtes Ei grob hacken und darüber streuen

Beilage:
Dazu schmeckt ein Vollkornbaguette mit Weichkäse.
Pro Portion etwa: kcal 165 kJ 689 EW 6,4 g F 14 g KH 3 g Folsäure 158 µg

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Aktiv gegen Darmkrebs – durch richtige Ernährung vorbeugen!

von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für ErnährungDie Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs sind bisher nicht eindeutig geklärt. Da Darmkrebserkrankungen aber besonders häufig in den westlichen Industrieländern auftreten, in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die dritthäufigste bei Männern, macht man neben erblichen Faktoren unsere Form der Ernährung und Lebensweise dafür verantwortlich. Durch ein gesundheitsbewusstes Verhalten kann folglich jeder Einzelne sein persönliches Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, verringern.Mögliche Ursachen für die Entstehung von Darmkrebs
Zahlreiche Forschungsarbeiten beschäftigen sich mit dem Zusammenhang Krebs
und Ernährung. Es ist heute erwiesen, dass es sowohl hemmende als auch fördernde Ernährungsfaktoren gibt, welche die Krebsentstehung beeinflussen können.
Krebsfördernde Faktoren:
- überhöhte Energiezufuhr und daraus resultierendes Übergewicht
- zu hohe Fettzufuhr, hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren
- Nitrosamine (Stoffe, die aus Eiweißstoffen und Nitrit im Nahrungsmittel oder im Körper entstehen können)
- Aflatoxine (Schimmelpilzgifte)
- Benzpyrene (Stoffe, die beim Grillen entstehen können, wenn Fett in die Glut tropft und verbrennt)
- heterozyclische aromatische Amine (Stoffe, die durch starkes Erhitzen von Lebensmitteln entstehen können)
- Alkoholmissbrauch
Krebshemmende Faktoren:
- Ballaststoffe
- komplexe Kohlenhydrate (z. B. Stärke)
- Omega-3-Fettsäuren
- Vitamine A, E, C und Carotinoide
- sekundäre Pflanzenstoffe
Richtig essen kann vor Darmkrebs schützen

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand kommt bei der Beeinflussung des Erkrankungsrisikos der Nahrungsmittelauswahl, -zubereitung und der -menge eine tragende Bedeutung zu. Nicht nur zur Vorbeugung von Darmkrebs, sondern weil es schmeckt und gut tut, sollten Sie folgende Ernährungsempfehlungen beachten:
- Übergewicht vermeiden bzw. bestehendes Übergewicht mit einer fettarmen Mischkost Schritt für Schritt abbauen.
- Fettbewusst ernähren - Sie sollten täglich nicht mehr als 60 – 80 g Fett auf- nehmen. Dies ist zu erreichen, wenn Sie Koch- und Streichfette sparsam ver- wenden bzw. genau abmessen und fettarme Zubereitungsarten, wie z. B. Dünsten, Dämpfen, Garen im Tontopf und beschichteter Pfanne, bevorzugen. Beim Einkauf sollten Sie bewusst fettarme Lebensmittel, z. B. fettarme Milchprodukte, mageres Fleisch, fettarme Wurst- und Käsesorten, auswählen. Doch nicht nur die Fettmenge ist entscheidend, sondern auch die Art des Fettes. Reduzieren Sie den Verzehr gesättigter Fettsäuren, die vor allem in tierischen Fetten/Produkten vorkommen, zugunsten ungehärteter Pflanzenfette/-öle, z. B. Oliven- und Rapsöl. Mit 2 Portionen Seefisch pro Woche erhöhen Sie Ihre Aufnahme an den mehrfach ungesättigten Omega-3- Fettsäuren.
- Maßvoller Verzehr von Fleisch/Fleischwaren und Eiern - Genießen Sie Fleisch und Wurst in kleinen Portionen, d. h. max. 3 Portionen Fleisch (á 150 g) und 3 Portionen Wurst (á 50 g) pro Woche, und gestalten Sie Ihre Auswahl abwechslungsreich. Aufgrund des hohen Cholesteringehaltes sollten Sie Ihren Eierkonsum auf max. 3 Eier pro Woche beschränken.- Krebserregende Stoffe in Lebensmitteln reduzieren, z. B. keine ver- schimmelten Lebensmittel essen, gepökelte Fleisch- und Wurstwaren (z. B. Fleischwurst, Schinkenspeck, Kasseler) nicht grillen, einen Grill mit seitlicher Feuerstelle verwenden, Garen bei niedrigen Temperaturen (z. B. Dünsten statt Braten).- Alkoholische Getränke in Maßen, d. h. nicht täglich und dann auch nur in kleinen Mengen (z. B. Männer 0,5 l Bier oder 0,25 l Wein; Frauen nur die Hälfte davon).- Ausreichend Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aufnehmen. Eine abwechslungsreiche Ernährung, die 5-mal täglich eine Portion Gemüse und Obst (d. h. 400 g Gemüse gegart, roh und als Blattsalat sowie 250 - 300 g Obst; 1 Portion kann durch einen Obst- bzw. Gemüsesaft ersetzt werden), Vollkornprodukte, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte enthält, sorgt für eine ausreichende Zufuhr dieser Substanzen.- Reichlich komplexe Kohlenhydrate, d. h. ballaststoff- und stärkereiche Lebensmittel wie z. B. Vollkornbrot, Vollkorngetreide/-flocken, Naturreis, Vollkornnudeln, Hülsenfrüchte, Gemüse und Beerenfrüchte möglichst oft verzehren. Mit einfachen Kohlenhydraten, wie z. B. Zucker, möglichst sparsam umgehen.Es gibt überzeugende Befunde, dass eine fettarme, ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse und Obst zur Verminderung des Krebsrisikos beitragen kann. Zudem ist eine Senkung des Risikos durch regelmäßige körperliche Aktivität möglich. Stärken Sie Ihre Gesundheit und erhöhen Sie Ihre Lebensfreude mit gesunden Genüssen und regelmäßiger Bewegung! Augsburger Gemüseauflauf für 4 PersonenGrundmasse:
50 g Hirse in 100 ml Gemüsebrühe aufkochen und bei niedriger Tempe-
ratur ca. 30 Minuten quellen lassen; mit
200 g Magerquark,
3 Eigelb,
80 g Käse gerieben (30 % F. i. Tr.) vermengen und mit
Salz, Pfeffer, Knoblauch, Muskat würzen.
100 g Spinat gehackt,
150 g Brokkoli in Röschen, blanchiert, zur Hälfte der Grundmasse geben.

200 g Blumenkohl wie Brokkoli vorbereitet, mit der restlichen Grundmasse vermengen. 3 Eischnee jeweils zur Hälfte unterheben.
Zunächst die „grüne Masse“ in die Auflaufform füllen, darauf die Masse mit dem Blumenkohl geben;
mit 10 g Sesam bestreuen.

Bei 180°C ca. 30 Minuten im Ofen backen.
Pro Portion etwa: kcal 234 kJ 984 EW 21,7 F 10,1 KH 13,4

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Acrylamid in Lebensmitteln –
Welche Ernährungsempfehlungen können nach
heutigem Kenntnisstand gegeben werden?
von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung

Im April diesen Jahres machten die Schwedischen Behörden auf ein bislang nicht bekanntes Risiko aufmerksam. Mit einer neuen Analysemethode hatten schwedische Wissenschaftler zum Teil hohe Mengen von Acrylamid in Lebensmitteln nachgewiesen. Aufgrund von Tierversuchen stuft das Bundesinstitut für Risikobewertung Acrylamid als wahrscheinlich krebserregend ein. Um die krebserregende Wirkung beim Menschen eindeutig nachzuweisen, sind jedoch wissenschaftliche Langzeitstudien notwendig.
Wie entsteht Acrylamid in Lebensmitteln?
Acrylamid entsteht unter bestimmten Bedingungen bei der Herstellung von Lebensmitteln im gewerblichen und privaten Bereich. Soweit wir heute wissen, entsteht Acrylamid, wenn Zucker mit dem Eiweißbaustein Asparagin bei hohen Temperaturen reagieren. Dieser Vorgang findet bei der trockenen Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel ab etwa 120°C statt, also beim Backen, Braten, Grillen und Frittieren und lässt die typische braune Farbe, den Geruch und den Geschmack von Gebratenem und Gebackenem entstehen. Große Mengen Asparagin und auch reichlich Stärke, aus der Traubenzucker gebildet werden kann, enthalten Kartoffeln und Getreide. Dies erklärt auch, dass Pommes frites und Kartoffelchips zu den am höchsten belasteten Produktgruppen gehören. Acrylamid wurde aber auch in Keksen, Kräcker, Popcorn, Gebäck, einigen Sorten Knäckebrot, Cornflakes, in vorgerösteten Frühstückscerealien sowie weiteren stärkehaltigen und unter hohen Temperaturen hergestellten Lebensmitteln nachgewiesen. Die Werte schwanken zum Teil erheblich zwischen den Chargen und zwischen Produkten verschiedener Hersteller.
Welche Lebensmittel enthalten kein bzw. kaum Acrylamid?
Alle unerhitzten Lebensmittel und solche, die gedünstet oder gekocht werden, sind nach heutigem Kenntnisstand frei von Acrylamid. Auch beim Garen von Kartoffeln im Schnellkochtopf bei Schonstufe wird die kritische Temperatur von 120°C nicht erreicht. In gebratenem oder gegrilltem Fleisch und Fisch wurde bisher kein bzw. nur sehr wenig Acrylamid nachgewiesen.
Möglichst abwechslungsreich ernähren und schonend garen
Um das gesundheitliche Risiko gering zu halten, empfiehlt die Staatliche Beratungsstelle für Ernährung, sich abwechslungsreich - mit reichlich Gemüse und Obst – zu ernähren und Lebensmittel mit hohen Acrylamidgehalten nur selten zu verzehren. Dies gilt insbesondere für Pommes frites und Kartoffelchips sowie sehr dunkel gebackene Backwaren. Angebrannte und stark gebräunte Pommes frites und Chips sollte man nicht mehr verzehren.
Auch in der Kinderernährung sollte verstärkt darauf geachtet werden, dass Kinder sich abwechslungsreich ernähren und acrylamidreiche Lebensmittel nur selten verzehren. Ein Verbot allein genügt aber nicht, sondern es sollten Alternativen gesucht werden, die den Kindern ebenfalls schmecken, z. B. Pfannkuchen statt Pommes frites, Haferflocken statt Cornflakes, Tortilla-Chips statt Kartoffelchips oder Zwieback statt Kekse.
Auch eine nährstoffschonende Zubereitung, wie Dünsten und Dämpfen, ist zu empfehlen. Hier bleibt der natürliche Geschmack der Lebensmittel erhalten, die empfindlichen Wirkstoffe werden geschont und die Bildung von schädlichen Stoffen vermieden.
Vergolden statt verkohlen
Im Haushalt sollten die betroffenen Lebensmittel nur so lange wie nötig und so niedrig wie möglich erhitzt werden. Als Faustregel für die Zubereitungsarten Backen, Braten, Grillen und Frittieren kann man sich bei der Zubereitung von stärkehaltigen Lebensmitteln merken: besser nur vergolden statt verkohlen!
Beachten sie dabei die folgenden Empfehlungen:
- Beim Frittieren sollten Sie die Temperatur von 175°C nicht überschreiten. Die Temperatur sollte mit einem Fett-Thermometer bzw. mit der Temperaturanzeige des Gerätes geprüft werden. Das Frittiergut sollte in kleinen Portionen - Mindestmenge 100 g – frittiert werden, so dass die Frittierzeit möglichst kurz ist.
- Im Backofen sollte bei der Zubereitung von Lebensmitteln wie Pommes frites, Backofenkartoffeln oder Rösti eine Temperatur von 200°C (180°C bei Umluft) nicht überschritten werden. Die Produkte sollten auch hier so kurz wie möglich erhitzt werden, eine zu starke Bräunung ist zu vermeiden. Die Verwendung von Backpapier verhindert eine zu starke Kontaktbräune und mindert daher die Acrylamidbildung.
- Da sich Acrylamid an der Außenfläche bildet, spielt auch das Verhältnis von Außen- zu Innenfläche des Lebensmittels eine Rolle. Also besser größere statt kleinere Pommes frites verwenden.
- Beim Backen und Braten von Kartoffeln kann die Acrylamidbildung vermutlich verringert werden, wenn die Kartoffeln vorgegart werden.

Von seiten des Gesetzgebers werden Firmen, deren untersuchte Produkte erhöhte Acrylamidgehalte aufweisen, auf die Belastung hingewiesen und aufgefordert, ihre Produktionsverfahren zu überprüfen und abzuändern.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im Internet unter
www.vis.bayern.de.

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Ernährungstipp mit Rezept im November

von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für Ernährung

Darf man Pilzgerichte und Spinat wieder aufwärmen?

Eine eiserne Küchenregel besagt, dass man im Haushalt Pilze und Spinat nicht wieder aufwärmen darf. Heute gelten wegen verbesserter Kühlungsmöglichkeiten andere Empfehlungen:
Werden Reste von Pilz- oder Spinatgerichten möglichst rasch abgekühlt und nicht länger als einen Tag im Kühlschrank bei 2°C bis höchstens 4°C gelagert, können sie wieder erwärmt werden. Wichtig ist dabei, dass das Gericht schnell auf über 70°C erhitzt wird und dass die Rohware einwandfrei war. Es empfiehlt sich, die Reste in ein kleineres Gefäß umzufüllen und sie unverzüglich abzukühlen, z. B. in Wasser mit Eiswürfeln. Danach können Sie die Reste für höchstens einen Tag im Kühlschrank lagern.
Auf keinen Fall aber sollten Säuglinge und Kleinkinder die aufgewärmten Gerichte erhalten, da ihr Magen- und Darmtrakt noch nicht voll ausgereift ist und daher empfindlicher reagiert.
Mit Pilzresten muss aus folgenden Gründen besonders vorsichtig umgegangen werden: Pilze enthalten viel Wasser und Eiweiß. Im Temperaturbereich unter 70°C können sich Eiweiß spaltende Keime stark vermehren. Dabei entstehen neben Harnsäure und Ammoniak auch giftige Amine, die unverträglich sind und zu einer „unechten Pilzvergiftung“ führen können. Stehen Speisereste zum Abkühlen in der Küche, dauert das Abkühlen sehr lange; entsprechend mehr dieser giftigen Amine können sich bilden.
Bei Spinat kann sich aus dem vorhandenen Nitrat im Temperaturbereich unter 70°C durch Bakterien Nitrit bilden. Hohe Nitritkonzentrationen können vor allem entstehen, wenn das Bakterienwachstum, durch längeres Aufbewahren von gegartem Spinat bei Zimmertemperatur, begünstigt wird. Bei Lagerung im Kühlschrank ist das Bakterienwachstum nur noch in verlangsamter Form möglich. Dieses Nitrit kann bei Säuglingen und Kleinkindern den Sauerstofftransport im Blut behindern, während beim Erwachsenen diese Gefahr erst bei sehr hohen Nitritkonzentrationen besteht. Ein weiteres Risiko ist die Bildung von Nitro- saminen; dies ist jedoch bei einer gesunden Ernährung, die Vitamin C enthält, als gering zu bewerten.
Sowohl bei Spinat als auch bei Pilzen liegt das eigentliche Problem also nicht im Aufwärmen, sondern in einer zu warmen und langen Abkühlphase bzw. Zwischenlagerung. Auch zu langes Warmhalten, bei Temperaturen unter 70°C, beschleunigt die unerwünschten Veränderungen.
Champignonquiche
für 8 Portionen
Zutaten:
150 g Weizenvollkornmehl
150 g Magerquark
100 g Butter
1 kg Champignons
3 Schalotten
400 g Sauerrahm (10 % Fett)
4 Eier
150 g Appenzellerkäse (20 % Fett i. Tr.), gerieben
1 Bund Schnittlauch, fein geschnitten
Gewürze: Jodsalz, Pfeffer, Muskatnuss, Oregano, Gemüsebrühe

Zubereitung:
Das Vollkornmehl mit Quark und Butter zu einem Teig verkneten. Mit Salz abschmecken und den Teig zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen (am besten über Nacht). Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden. Die gesäuberten Schalotten in feine Ringe schneiden, Pilze und Schalotten in wenig Flüssigkeit dünsten. Mit den Gewürzen abschmecken und auf einem Sieb abtropfen lassen. Sauerrahm, Eier, geriebener Käse und die halbe Menge Schnittlauchröllchen in einer Schüssel vermischen und würzen. Den Teig mit feuchten Händen in eine mit Backpapier bespannte Springform drücken; dabei einen Rand formen und den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen. Die Champignonmasse darauf verteilen und die Eierrahmmischung über den Pilzen verstreichen. Im Backofen, auf der untersten Einschubleiste, bei 200°C ca. 40 Minuten backen und noch etwas in der Nachwärme stehen lassen (Umluft 170°C, 40 Minuten + Nachwärme). Mit den restlichen Schnittlauchröllchen garnieren.
Pro Portion etwa: kcal 271 kJ 1138 EW 17,9 g F 16,2 g KH 13,2 g

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Ernährungstipp mit Rezept im April

von Karin Oswald von der Staatlichen Beratungsstelle für ErnährungAktiv gegen Osteoporose – durch richtige Ernährung vorbeugen!Volkskrankheit Osteoporose
Die Osteoporose, das heißt der schleichende Knochenschwund, zählt zu den weltweit 10 bedeutendsten Volkskrankheiten. In Deutschland sind derzeit ca. 5 – 7 Millionen Menschen an Osteoporose erkrankt. Frauen sind dabei etwa dreimal so häufig betroffen wie Männer.
Vorbeugung in jungen Jahren
Zur Verhinderung dieser chronischen Erkrankung ist die Vorbeugung durch richtige Ernährung in jungen Jahren wichtig. Die Entwicklung einer Osteoporose ist ganz entscheidend von dem in der Jugend und im jungen Erwachsenenalter aufgebauten Höchstmaß an Knochensubstanz abhängig. Das „Bankkonto Knochenmasse“ wird bereits in der Kindheit angelegt; nur bis zum 30. Lebensjahr kann ein Maximum an Knochenmasse aufgebaut werden. Schon ab dem 40. Lebensjahr geht danach altersbedingt jährlich ungefähr ein Prozent der Knochenmasse verloren. Je mehr Kalzium der Knochen folglich in jungen Jahren einlagert, desto geringer ist das Risiko einer Osteoporose im Alter!
Kalziummangel im Überfluss
Viele Jugendliche und junge Erwachsene in Bayern, im Alter von 10 – 25 Jahren, nehmen jedoch nicht genügend Kalzium auf, wie aus dem Vergleich der Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und der Bayerischen Verzehrsstudie hervorgeht. Neben dem geringen Verzehr von Milch und Milchprodukten kommen bei Jugendlichen noch weitere ungünstige Faktoren dazu: Cola-Getränke und viele Fertiggerichte enthalten den „Kalziumräuber“ Phosphat. Auch mangelnde Bewegung hemmt die Einlagerung von Kalzium in die Knochen.
Täglich kalziumreich ernährt
Eine ausreichende Versorgung mit Kalzium wäre aber gar nicht so schwer: 1/2 Liter Milch und 2 - 3 Scheiben Käse liefern die täglich empfohlene Kalziummenge von ca. 1000 mg. Aber nicht nur Milch und Käse, sondern auch Dickmilch, Joghurt, Kefir und Buttermilch sind gute Kalziumquellen. Das Erhitzen der Milch oder der unterschiedliche Fettgehalt haben keinen negativen Einfluss auf den Kalziumgehalt. Bei der Auswahl von Käse sollte man beachten, das Hart- und Schnittkäse mehr Kalzium enthalten als Weichkäse und dass Käse mit niedrigem Fettgehalt mehr Kalzium enthält als Käse mit hohem Fettgehalt. Der Vorteil von Milch und Milchprodukten ist, dass hier der Körper das enthaltene Kalzium besonders gut verwerten kann.
Beim Mineralwasser lohnt es sich auf das Etikett zu schauen, denn bezüglich des Kalziumgehalts gibt es extreme Unterschiede. Eine gute Kalziumquelle, z. B. bei Kuhmilcheiweißallergie, sind kalziumreiche Mineralwässer (> 150 mg Kalzium/Liter) und mit Kalzium angereicherte Fruchtsäfte.
Kartoffel–Quarkauflauf
für 4 Personen
500 g Pellkartoffeln in Scheiben geschnitten,
in eine Auflaufform schichten;
500 g Quark vermengen mit
1 Zwiebel gewürfelt und
Petersilie gehackt;
1 Eigelb
50 g Vollkorngrieß
1/8 l Milch
Muskat
Paprika
1 Eiweiß steif geschlagen, unterheben und
über Kartoffeln geben;
50 g Emmentaler gerieben zum Überbacken darüber streuen.
Garzeit: 30 - 40 Minuten bei 180°C
Beilage:
Dazu schmecken kalziumreiche Gemüsesorten, z. B. Brokkoli, Lauch oder Blattspinat.

Pro Portion etwa: kcal 313 kJ 1311 EW 27,4 g F 7 g KH 34 g Ca 342 mg

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Ernährungstipp mit Rezept im August

von Gabriele Braun von der Staatlichen Beratungsstelle für ErnährungGesund genießen: Trinken in „vollen Zügen“!Ohne Flüssigkeitsaufnahme ist der Mensch nach wenigen Tagen am Ende. Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockene Lippen und Augen oder Kreislaufstörungen treten schon früher ein.Ohne Flüssigkeit läuft im menschlichen Körper nichts
Wasser ist lebensnotwendig, fast alle biologischen Vorgänge im Körper hängen von ihm ab. Es dient als Lösungs- und Transportmittel, z. B. für Nährstoffe und Substanzen, die ausgeschieden werden müssen. Außerdem ist es für die Wärmeregulation wichtig; auch Wasserverluste über Nieren, Darm, Atmung und Transpiration müssen durch Getränke und das in der Nahrung enthaltene Wasser ausgeglichen werden. Deshalb ist es wichtig, täglich 1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit als Getränke aufzunehmen. An heißen Tagen und beim Sport können diese Werte auf das Doppelte steigen. Bei Kindern, die ja immer in Bewegung sind, und im Alter, ist der Bedarf ebenfalls erhöht!
Trinken in „vollen Zügen“ – aber das Richtige
Der billigste, jederzeit verfügbare und garantiert gesunde Durstlöscher kommt aus dem Wasserhahn – das Leitungswasser. Es wird regelmäßig kontrolliert und enthält auch noch eine Menge Mineralstoffe z. B. Kalzium. Zur Abwechslung können Sie auch Mineralwasser, Früchte- und Kräutertees sowie Frucht- und Gemüsesaftschorlen trinken.
Viele Getränke sind zu süß
So kann man bei Limonade und Fruchtsaftgetränken mit durchschnittlich 100 g Zucker pro Liter rechnen. So kommen schnell mal nebenbei 400 - 500 kcal zusammen. Auch alkoholische Getränke schlagen kalorienmäßig zu Buche.
Koffeinhaltige (z. B. Kaffee, schwarzer Tee) und alkoholische Getränke wirken harntreibend, d.h. der Körper scheidet unter Umständen mehr Flüssigkeit aus, als er aufgenommen hat. Sinnvoll ist es deshalb z. B. zum Kaffee, schwarzen Tee oder Wein ein Glas Wasser zu trinken.
Trinken bevor der Durst kommt
So können Sie fehlenden Durst überlisten:
Stellen Sie morgens gut sichtbar die Getränke bereit, die Sie
tagsüber trinken wollen, z. B. eine Kanne Kräuter-/Früchtetee
oder eine Flasche Mineralwasser.

Trinken Sie zu jedem Essen mindestens ein großes Glas Flüssigkeit.
Halten Sie stets eingeschenkte Getränke in Reichweite und
trinken Sie zwischendurch immer wieder einen Schluck.

Kontrollieren Sie, was Sie im Laufe des Tages getrunken haben
und machen Sie sich evtl. einen Tagestrinkplan.
Bringen Sie Abwechslung in Ihre Getränke, so wird auch das
Trinken zum Genuss!
Durstlöscher für den August„Eistee“
½ l Apfelsaft Saft und abgekühlten Tee
1 l kalter Früchtetee mischen und mit Zitronen-
1 Zweig Zitronenmelisse melisse garnieren.
Pro Person etwa: 158 kcal 260kJ 0,1 g Eiweiß 0 g Fett 3 g Kohlenhydrate„Ferienbowle“
300 g Nektarinen Nektarinen und Ananas schälen,
300 g Ananas in Würfel schneiden, Zitronen-
Saft von 2 Zitronen saft, Apfelsaft und Mineral-
1 l Apfelsaft wasser zugeben, umrühren und
1 l Mineralwasser gekühlt servieren.
Tipp: Servieren Sie die Bowle doch einmal mit selbst hergestellten Fruchtsaft–Eiswürfeln.

Pro Person etwa: 78 kcal 325 kJ 0,4 g Eiweiß 0 g Fett 18 g Kohlenhydrate

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