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Die Inhaltsübersicht

- Was ist Diabetes
- Typ 1 Diabetes
- Typ 2 Diabetes
- Therapie des Diabetes
- Therapie mit Insulin
- Welche Arten von Insulin gebt es?
- Tipss für Diabetiker
- Zuckerkrankheit erhöht die Blutfette
- Wie wirkt Diabetes auf das Blut und die Blutgefäße?
- Wie funktioniert die Netzhaut des Auges?
- Was versteht man unter diabetischer Retinopathie?

Was ist Diabetes

Zum Leben braucht unser Körper Energie. Diese Energie gewinnt er durch Aufspaltung der Nahrung in kleine Bausteine,die in die Zellen aufgenommen und dort verbrannt werden. Besonders wichtig ist ein Zuckermolekül, die Glukose. Sie wirdüber das Blut zu den Millionen von Körperzellen transportiert. Damit eine Zelle Glukose aufnehmen kann, benötigt sie dasHormon Insulin. Es wirkt wie ein Schlüssel, der der Glukose den Weg in die Zelle ermöglicht. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und gelangt wie die Glukose über das Blut zu den Körperzellen.  

Bei den Diabetikern ist der Glukose der Weg in die Zelle versperrt. Die Ursache ist entweder ein Insulinmangel oder eine verminderte Insulinwirkung. Als Folge steigt der Glukosegehalt im Blut über die Normalwerte an. Bei hohen Blutzuckerwerten wird auch Zucker im Urin ausgeschieden. Um trotzdem Energie zu gewinnen, beginnt der Körper bei stark gestörtem Zuckerstoffwechsel Fette abzubauen. Im Urin lässt sich dann ein Abbauprodukt der Fette (Aceton) nachweisen. Ohne Behandlung fühlen sich Diabetiker müde und schlapp. Häufig haben sie Durst und leiden unter Beschwerden wie Harndrang, Juckreiz und Infektionen. Unter Umständen kann es zu einem Gewichtsverlust kommen.

Bei längerer Nichtbehandlung, umfangreichen Diätfehlern, willkürlicher Unterbrechung der Behandlung oder Hinzutreten weiterer ernsthafter Erkrankungen muss mit dem Auftreten von Begleit- und Folgeerscheinungen (z. B. Augenerkrankungen und Schäden an den Füßen) gerechnet werden.

Diese Gefahren sollten Ihnen bewusst sein. Sie brauchen sich aufgrund Ihrer Erkrankung aber nicht niedergeschlagen zu fühlen. Zwar kann Diabetes heute noch nicht geheilt werden, mit Hilfe der Insulintherapie und einer gesunden Lebensweise lässt sich der Zuckerhaushalt eine Diabeteskranken aber regulieren, und ein "fast" normales Leben von hoher Lebensqualität ist möglich. 

Es gibt zwei verschiedene Formen vom Diabetes, den sogenannten Typ 1 Diabetes, der manchmal auch "juveniler Diabetes"genannt wird, weil er oft schon in jungen Jahren auftritt, und den Typ 2 Diabetes.

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Typ 1 Diabetes

Beim Typ 1 Diabetes liegt ein Mangel an Insulin vor. Über die Ursachen gibt es einige Vermutungen: Man geht davon aus, dass Erbfaktoren und Virusinfekte eine Rolle spielen. Der Körper bildet Abwehrstoffe gegen seine eigenen Zellen, die das notwendige Insulin herstellen, und zerstört sie. Erst wenn ein Großteil dieser Zellen zerstört ist, bemerkt man die Erkrankung. Da die Zerstörung nicht aufzuhalten ist, muss nach der Diagnose sofort mit einer Insulintherapie begonnen werden.

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Typ 2 Diabetes

Beim Typ 2 Diabetes ist die Wirkung des Insulins vermindert. Durch Überernährung, also ein Überangebot an Fett und Eiweiß, oder durch andere Faktoren werden die Zellen allmählich unempfindlich für die Insulinwirkung. Sie nehmen weniger Glukose auf. Der Körper reagiert darauf mit einer gesteigerten Insulinproduktion. Diese Mehrarbeit belastet die insulinherstellenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse und kann zu deren Erschöpfung führen. Zu Beginn der Erkrankung ist es meist möglich, durch Diät und Sport die Zellen wieder für Insulin empfindlich zu machen. Später kann man die Insulinproduktion des Körpers durch Medikamente unterstützen. Aber irgendwann kann es sein, dass Insulin von außen zugesetzt werden muss. Damit ist der Beginn einer Insulintherapie angezeigt.

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Therapie des Diabetes

Therapie mit Tabletten (Typ 2 Diabetes)

Grundlage einer jeden Behandlung Ihrer Zuckerkrankheit (Typ 2) ist die diabetesgerechte Ernährung und eine Gewichtsreduktion (bis hin zu Ihrem Normalgewicht).

6 kleine Mahlzeiten sind besser als 3 große!

Wenn diese Maßnahmen nicht zu einer Verbesserung der Blutzuckereinstellung führen, kann die Behandlung mit blutzuckersenkenden Tabletten unterstützend erfolgen. Oft handelt es sich bei diesen Tabletten um sogenannte Sulfonylharnstoffe.

  Eine Behandlung des Diabetes mit Tabletten ist dann sinnvoll, wenn die Bauchspeicheldrüse noch genügend Insulin selbst produzieren und ausschütten kann.

Sulfonylharnstoffe regen die Bauchspeicheldrüse an, verstärkt Insulin ins Blut abzugeben. Das Insulin senkt den Blutzucker. Aber: Wenn die Zellen der Bauchspeicheldrüse selbst kein Insulin mehr produzieren können, helfen diese Tabletten nicht! Das fehlende Insulin muss dann gespritzt werden.

Merke: Die blutzuckersenkende Wirkung der Sulfonylharnstoffe kann auch bei fehlender Nahrungsaufnahme eintreten. Deshalb kann es zu Unterzuckerung kommen, wenn Sie nach der Tabletteneinnahme Mahlzeiten reduzieren oder weglassen. Daher sind bei dieser Behandlungsform die von Ihrem Arzt empfohlenen Mahlzeiten regelmäßig einzunehmen.

Für den Notfall müssen Sie immer Traubenzucker bei sich haben.!

Blutzuckersenkende Tabletten werden einmal (oder mehrfach) täglich eingenommen, in der Regel unmittelbar vor der Mahlzeit. Den genauen Zeitpunkt sagt Ihnen der Arzt. Halten Sie sich bitte genau an die Anweisungen Ihres Arztes. Eine Tablette mehr als verordnet kann eine gefährliche Unterzuckerung zur Folge haben! Bei körperlich anstrengender Tätigkeit kann es sein, dass Sie die Tablettenmenge reduzieren müssen.

Wer darf keine Sulfonylharnstofftabletten einnehmen?

- Typ 1 Diabetiker: brauchen von Anfang an Insulin.

- Schwangere Diabetikerin: ungenügende Blutzuckereinstellung.

- Patienten, denen die Bauchspeicheldrüse entfernt wurde.

  Wenn Sie Übergewicht reduzieren, kann es sein, dass sich Ihr Blutzucker so weit stabilisiert, dass auf eine medikamentöse Behandlung verzichtet werden kann.

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Therapie mit Insulin

Ihr Diabetes kann jetzt mit diabetesgerechter Kost oder Tabletten nicht mehr behandelt werden. Ihre Bauchspeicheldrüse produziert zu wenig oder fast nicht mehr das von Ihrem Körper benötigte Insulin. Die Folge des Insulinmangels ist ein zu hoher Blutzucker-spiegel. Dieser kann unangenehme Erscheinungen, aber auch gefährliche Erkrankungen verursachen. Deshalb müssen die hohen Blutzuckerwerte gesenkt werden. Um den Blutzuckerspiegel einzustellen, wird Insulin benötigt. Leider kann das Insulin nicht geschluckt werden, da es durch die Magensäure zerstört würde. Es wird daher ins Fettgewebe gespritzt und gelangt von dort ins Blut. Insulin wurde früher aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen und in menschliches Insulin (Humaninsulin) umgewandelt. Heute dagegen ist die direkt Produktion von Humaninsulin möglich. Heute wird es in einem umweltfreundlichen biologischen Verfahren von Mikrorganismen in großen Mengen hergestellt. Durch dieses moderne Verfahren kann auch in Zukunft dem steigenden Bedarf an Insulin nachgekommen werden.

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Welche Arten von Insulin gibt es?

Es gibt verschiedene Insulinzubereitungen, die sich hinsichtlich Schnelligkeit des Wirkungseintritts sowie Stärke und Dauer der Wirkung unterscheiden. Dadurch ist eine individuell angepasste Insulinbehandlung möglich. Eine Umstellung auf ein anderes Insulinpräparat darf nur nach ärztlicher Anordnung erfolgen.

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Tipss für Diabetiker
Diabetes und artielle Verschlusskrankheit

Durch den Insulinmangel treten beim Diabetiker mehr Fette und Cholesterin ins Blut über. Das ist einer der Gründe, warum es bei Zuckerkrankheit häufiger zu Arteriosklerose (Arterienverkalkung) der Blutgefäße kommt. Betroffen sind vor allem die Beinarterien. Arteriosklerose in den Beinen kann später zur Schaufensterkrankheit, dem "zeitweiligen Hinken" führen. Ein erstes Warnzeichen ist für Sie der Wadenschmerz bei Anstrengungen.

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Zuckerkrankheit erhöht die Blutfette

Damit es gar nicht erst dazu kommt, sollten Sie:
- nicht zu fett essen
- Ihre Blutfette und Cholesterin regelmäßig vom Arzt kontrollieren lassen
- versuchen, das Übergewicht in den Griff zu bekommen
- nicht rauchen
- rechtzeitig ein Medikament für Ihre Gefäße einnehmen

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Wie wirkt Diabetes auf das Blut und die Blutgefäße?

Die Zuckerkrankheit macht das Blut zähflüssig und schädigt die Gefäßwände. Besonders durch die Wände der kleinen Blutgefäße können dann rote Blutkörperchen und Flüssigkeit austreten. Die kleinen Blutgefäße können beim Diabetiker an vielen Organen erkranken:

- an der Haut
- im Muskelgewebe
- an der Niere
- an der Netzhaut des Auges

Wenn rote Blutkörperchen aus dem Gefäßinneren in das Gewebe wandern, kommt es zu Blutungen. Wenn Blutplasma aus dem Gefäß austritt, kommt es zur Flüssigkeits-ansammlung (Ödem) im Gewebe. Mit zunehmender Krankheitsdauer verschlimmern sich die Schäden, und das Körpergewebe kann nicht mehr optimal ernährt werden. Die krankhaften Veränderungen machen sich besonders an den kleinsten Blutgefäßen bemerkbar. Entdeckt werden diese Gefäßschäden meist zuerst am Auge, und zwar an der Netzhaut des Auges. Diese kleinsten Blutgefäße kann der Arzt nämlich recht gut beobachten.

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Wie funktioniert die Netzhaut des Auges?

Mit einem Augenspiegel kann der Arzt durch die Pupille direkt auf die Netzhaut blicken. Die Pupille, das Schwarze im Auge ist nichts anderes als ein Loch. Lichtstrahlen fallen durch dieses Loch auf die Netzhaut. Die Zellen der Netzhaut werden dadurch gereizt und produzieren elektrische Ströme. Diese Ströme melden dann dem Gehirn das, was wir sehen: ein Haus, ein Auto oder einen Baum.

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Was versteht man unter diabetischer Retinopathie?

Wenn sie Zuckerkrankheit Blut und Gefäße der Netzhaut angreift, kann sich die Sehfähigkeit eines Zuckerpatienten verschlechtern. Wie stark die krankhaften Veränderungen der Netzhaut sind, hängt von der Dauer der Zuckerkrankheit und von ihrem Schweregrad ab. Manche Patienten können früher erkranken, während andere über eine längere Zeit noch recht gut sehen können.

  Diese Krankheit wird als diabetische Netzhauterkrankung bezeichnet, in der Fachsprache "diabetische Retinopathie".

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