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Die meisten Leute kennen Ihren Blutdruck viel zu wenig. Der
Bluthochdruck (Hypertonie) ist neben erhöhten Blutfettwerten und dem Rauchen
einer der Risikofaktoren für die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose).
Optimaler Blutdruck:
Ca. 15 % der Mitteleuropäer haben einen Bluthochdruck.
Dadurch steigt das Risiko für Kalkablagerungen in den Arterien, welches die
Anfälligkeit für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht. Früher wurde ein
Blutdruck von 100 plus Lebensalter als optimaler Blutdruck genannt. Heutzutage
gilt ein Blutdruck von 130 / 80. als optimal.
Für die Bestimmung des Blutdruckes gibt es zwei Werte:
1. Systolischer Blutdruck: Wenn sich das Herz
zusammenzieht wird das Blut in die Ader gepumpt. Dieser Druck, der entsteht ist
der höhere Wert und wird Systolischer Blutdruck bezeichnet und beträgt
normalerweise 135 mm Hg-Säule.
2. Diastolischer Blutdruck: Entspannt sich danach der
Herzmuskel, ist der Druck deutlich geringer. Dieser diastolische Blutdruck
beträgt normalerweise 85 mm Hg-Säule.
Genauso wie in jedem Haushalt ein Fieberthermometer sein
soll, genauso sollte auch ein gutes Blutdruckmessgerät vorhanden sein und
regelmäßig benutzt werden.
Am Puls der Zeit:
Im körperlichen Ruhezustand pumpt das Herz, mit einer Taktfrequenz
von 60 - 80 Pulsschlägen pro Minute, Blut in die Blutgefäße. Die beiden Vorhöfe
(rechter und linker) und die beiden Herzkammern (rechte und linke) ziehen sich
abwechselnd zusammen wodurch das Blut weitertransportiert wird. Durch
körperliche oder seelische Anspannung erhöht sich die Taktfrequenz des Herzens
wodurch sich die transportierte Blutmenge erhöht.
Das Herz besteht zu 98 % aus spezialisierten Muskelzellen
die sich durch elektrischen Reiz zusammenziehen. 2 % der Herzzellen dienen der
Erzeugung des elektrischen Stromes und dessen Weiterleitung. Der elektrische
Reiz entsteht im Sinusknoten und breiten sich über den rechten und linken
Vorhof aus. Andere Zellen wiederum dienen der Beruhigung der Reizausbreitung.
Die Herzstromausbreitung kann über ein EKG (Elektrokardiogramm) genau verfolgt
werden. Eventuelle Abweichungen von der Norm können so örtlich lokalisiert
werden.
Probleme bei Herzrhythmusstörungen können vielfältig
verursacht sein:
Entzündungen in den Zähnen, Nebenhöhlen, Herzmuskel,
Schilddrüsen, ...
seelische Anspannung
Störungen im Elektrolythaushalt (Na+/K+)
Eine extrem niedrige Pulsfrequenz (Bradykardie, z.B. 35
Pulsschläge/Minute) führt zu Schwäche und Schwindel. Durch eine extrem hohe
Pulsfrequenz (Herzrasen, Vorhofflimmern, bis zu 200 Pulsschläge/Minute) kann
das Blut nicht mehr ordentlich transportiert werden, es könnten Blutgerinnsel
gebildet werden wodurch die Gefahr eines Infarktes gegeben ist (Verstopfung
eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel und Schädigung des betroffenen
Gewebes).
Aus diesem Grunde ist es wichtig der Ursache durch eine
ärztliche Beratung/Untersuchung auf dem Grunde zu gehen, damit eine dauerhafte
Störung der Pumpe vermieden wird. um der Auswirkung einer Entzündung dauerhaft
entgegenzutreten.
Hoher Blutdruck
... der Druck des strömenden Blutes auf die Arterienwände
heißt Blutdruck. Die Höhe des Blutdrucks hängt von der Pumpleistung des Herzens
und dem Durchmesser der Gefäße ab. Der Arzt mißt zwei Werte : Der erste Wert
(systolischer Druck) entsteht, wenn sich das Herz zusammenzieht und das Blut in
die Arterien drückt. Der zweite Wert (diastolischer Druck) stellt sich ein,
wenn sich das Herz entspannt und sich die Herzkammern wieder mit Blut füllen.
Bei körperlicher Anstrengung oder Aufregung steigt der Blutdruck an, während er
in Ruhe wieder absinkt. Ist der Blutdruck dauerhaft, d.h. auch in Ruhe, auf
Werte über 160 mm Hg systolisch und über 95 mm Hg diastolisch erhöht, so
spricht man von Bluthochdruck (arterielle Hypertonie). Bei Werten von 140-160
mm Hg systolisch und 90-95 mm Hg diastolisch spricht man von
Grenzwerthypertonie. Hier reichen in der Regel Allgemeinmaßnahmen (s. u.) aus,
um den Blutdruck zu senken.
Die Bezeichnung "Millimeter Quecksilbersäule"
(mm Hg) ist ein physikalisches Maß für den Druck.
Meist treten bei erhöhtem Blutdruck zunächst keine
Beschwerden auf. Die betroffenen Personen fühlen sich oft sogar besonders fit
und munter. Bei sehr hohem Blutdruck kann es aber zu Kopfschmerzen, Schwindel,
Rötungen der Gesichtshaut oder Ohrensausen kommen. Im schlimmsten Fall treten
Atemnot, Krampfanfälle, Bewusstseinstrübung oder Koma auf. Hier ist sofortige
ärztliche Hilfe nötig (sog. hypertensive Krise). Bei ständig erhöhtem Blutdruck
leistet das Herz schwere Arbeit und die Arterien werden stärker belastet. Sie
neigen dann zu Verkalkung und Verengung (Arterienverkalkung). Dadurch steigt
das Risiko, einen Schlaganfall, eine Herzerkrankung, ein Nierenleiden oder
Augenschäden zu erleiden. Bei ca. 80% der Hochdruckpatienten ist die Ursache
für den erhöhten Blutdruck nicht bekannt. Man spricht dann von essentieller
Hypertonie. Bei sekundärer Hypertonie steckt eine andere Grunderkrankung hinter
dem Bluthochdruck. Männer haben häufiger hohen Blutdruck als Frauen, ältere
Menschen sind stärker betroffen als junge.
Meist ist die genaue Ursache unbekannt. Folgende Faktoren
erhöhen das Risiko für eine essentielle Hypertonie:
Übergewicht
hoher Salzkonsum
Rauchen
starker Alkoholgenuss
Stress
Fettstoffwechselstörungen (z.B. erhöhter
Cholesterinspiegel)
erbliche Veranlagung. Ursachen für eine sekundäre
Hypertonie können sein:
Schwangerschaft
Nierenerkrankungen
Herzerkrankungen
Hormonstörungen, z.B. Erkrankungen der Nebennieren oder Diabetes
Auch bestimmte Medikamente z. B. die Antibabypille oder
Kortison können Bluthochdruck verursachen. Was Sie tun können
Die oben genannten Risikofaktoren sollten unbedingt
gemieden werden; das bedeutet also: Übergewicht reduzieren; Nikotin, Alkohol
und Streß meiden; für tägliche Bewegung sorgen.
Bei manchen Patienten bewirkt die Reduktion des
Kochsalzgehaltes in der Nahrung eine Blutdrucksenkung. Man sollte auf jeden
Fall versuchen, mit einer solchen Diät den
Blutdruck zu senken. Zur kochsalzarmen Ernährung gibt es Diätsalze, die kein
Kochsalz (= Natriumchlorid) enthalten. Sehr viele Speisen kann man auch gut mit
Kräutern würzen. Im übrigen gewöhnt man sich schnell an die im ersten Moment
fade erscheinende salzarme Ernährung. Fertiggerichte sollten wegen des hohen
Salzgehaltes gemieden werden.
Eine kaliumreiche Kost (Obst, Gemüse) hilft den Blutdruck
zu senken.
Wenn Sie unter Stress leiden, können regelmäßige
Entspannungsübungen nützlich sein.
Körperliches Training ist ratsam.
Regelmäßige Blutdruckkontrolle. In einigen Fällen ist es
sinnvoll, sich ein Blutdruckmeßgerät anzuschaffen und die Messung zu Hause in
Ruhe durchzuführen. Über die gemessenen Werte sollte ein Tagebuch geführt
werden.
Sie sollten die vom Arzt verordneten Medikamente
zuverlässig einnehmen und sich genau an die Einnahmevorschriften des Arztes
halten (Dosierung, Tageszeit). Treten Nebenwirkungen oder Beschwerden auf, so
sollten Sie dies sofort mit Ihrem Arzt besprechen. Auch wenn der Blutdruck
unter der Behandlung normal oder niedrig ist, dürfen die Medikamente nicht
eigenmächtig abgesetzt oder in der Dosierung reduziert werden. Wann Sie zum
Arzt müssen:
Wenn Sie bei mehr als einer Blutdruckmessung festgestellt
haben, daß Ihr Blutdruck erhöht ist.
Besonders Personen mit den oben genannten Risikofaktoren
oder mit nur leicht erhöhtem Blutdruck sollten zu regelmäßigen Kontrollen ihren
Arzt aufsuchen.
Wenn Beschwerden auftreten, die Sie mit dem Herzen oder
mit dem Blutdruck in Verbindung bringen (siehe oben).
Bei ersten Anzeichen einer hypertensiven Krisen.
Bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft, weil es zu
lebensbedrohlichen Zuständen mit Krampfanfällen kommen kann. Was Ihr Arzt tun
kann
Vor der medikamentösen Therapie steht der Versuch, durch
Einschränkung der Risikofaktoren den Blutdruck zu senken.
Es gibt eine große Anzahl von blutdrucksenkenden
Medikamenten, die verschiedene Wirkungsweisen haben. Die Auswahl des geeigneten
Medikamentes hängt unter anderem auch vom Alter des Patienten ab. Reicht ein
Präparat zur Blutdrucksenkung nicht aus, so müssen zwei oder mehr Präparate
eingenommen werden. Die Medikamente müssen regelmäßig über Jahre oder sogar
lebenslang genommen werden.
Vorbeugung:
Nicht rauchen!
Übergewicht reduzieren!
Stress meiden.
Insgesamt auf ausgeglichene Lebensweise mit genügend
Bewegung und ausgewogener Ernährung achten.
Fettstoffwechselstörungen behandeln bzw. vermeiden.
Als Diabetiker auf gute Einstellung des Blutzuckerspiegel
achten.
... niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist keine Krankheit,
sondern wirkt sich eher positiv auf die Lebenserwartung aus. Viele Menschen
haben einen niedrigen Blutdruck, der jedoch keine Beschwerden verursacht.
Andere Menschen klagen über Kreislaufbeschwerden, die häufig bei langem Stehen
oder plötzlichem Lagewechsel auftreten:
Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen.
Kältegefühl in Händen und Füßen.
Müdigkeit und Antriebsschwäche.
Wetterfühligkeit.
Blässe.
Schlaflosigkeit.
Herzklopfen, schneller Puls, Ohrensausen.
Schweißausbrüche. Häufigste Ursachen
Oft ist die Ursache unbekannt. Häufig sind große, schlanke
Menschen betroffen.
Innere Erkrankungen (z.B. des Herzens, des Nervensystems,
des Hormonsystems).
Infektionskrankheiten.
Starke Blutverluste oder innere Blutungen.
Salzmangel oder Flüssigkeitsverlust (z.B. durch Schwitzen,
Erbrechen oder Durchfall).
Nebenwirkung bestimmter Medikamente (z.B. gegen erhöhten
Blutdruck).
Schwangerschaft.
Zuviel Alkohol, starkes Rauchen.
Was Sie tun können:
Ausreichend schlafen. Nach dem Aufwachen nicht sofort
aufstehen, Arme und Beine dehnen und strecken. Langsam zum Sitzen kommen.
Morgendliche heiß-kalte Wechselduschen und Bürstenmassagen
regen den Kreislauf an.
Kaffee oder andere coffeinhaltige Getränke steigern
kurzfristig den Blutdruck.
Regelmäßig Gymnastik und Sport treiben.
Kurzfristig kann die Einnahme eines blutdrucksteigernden
Medikamentes helfen. Hilfreich sind auch herz- und kreislaufanregende
pflanzliche Arzneimittel.
Wann Sie zum Arzt müssen:
- Wenn Sie sehr unter den Beschwerden leiden und
Selbsthilfemaßnahmen nicht ausreichen, oder wenn Sie zu einer Risikogruppe
gehören:
- Schwangere, weil das Wachstum des Kindes verzögert
werden kann und häufiger Fehlgeburten auftreten.
- Alte Menschen, zur Verbesserung des Gesamtbefindens.
- Bei bettlägerigen Personen ist das Risiko des
Wundliegens größer, weil die Haut schlechter durchblutet wird.
- Kinder und Jugendliche, weil aufgrund des niedrigen
Blutdrucks mangelhafte Leistungen in der Schule auftreten können.
- Bei plötzlich auftretendem Blutdruckabfall.
Die Ursache der Beschwerden feststellen.
Eine medikamentöse Behandlung ist nur notwendig, wenn Sie
sehr starke Beschwerden haben, die zu einer Beeinträchtigung der Lebensqualität
führen oder wenn Sie zu den o.g. Risikogruppen gehören.
Wodurch wird Bluthochdruck gefördert:
Stress
Übergewicht
Fettstoffwechselstörungen
zuviel erhöhter Konsum von Salz
Wetterwechsel, Klimaumschwung, körperliche oder seelische
Belastungen können zu Blutdruckschwankungen führen. Eine zuverlässige
Beurteilung des Blutdrucks ist daher nur möglich, wenn regelmäßig
Messungen durchgeführt werden. Zur Verminderung des Blutdrucks reicht oft schon
eine Lebensstiländerung aus.
Bei erhöhtem oder vermindertem Blutdruck ist es
empfehlenswert den Arzt aufzusuchen.
Die Blutgruppe, die durch Testseren festgestellt wird,
kommt vorwiegend in den roten Blutkörperchen (Erytrozyten) vor.
Es gibt verschiedene Systeme zur Bestimmung der
Blutgruppe, wovon die zwei bekanntesten das AB0- und das Rhesusfaktor-System
sind.
Das AB0-System:
Es gibt vier verschiedene Blutgruppen:
A, B, AB und 0.
Sie wurden 1901 von Karl Landsteiner entdeckt. Die
Blutgruppen basieren auf rote Blutkörperchen, die Antigene enthalten, die
wiederum mit bestimmten Antikörpern reagieren können. Bei einer falschen
Kombination von Antikörpern und Antigenen verklumpen die roten Blutkörperchen..
Blutgruppe A beispielsweise besitzt A-Antigene und
Anti-B-Antikörper. Falls dieses Blut mit der Blutgruppe B oder AB
zusammenkommt, reagieren die Anti-B-Antikörper mit den B-Antigenen. Die
Blutgruppe 0 besitzt keine Antigene und reagiert deshalb nicht mit den
Antikörpern. Daher kann es allen anderen Blutgruppen gespendet werden.
Blutgruppe AB hingegen besitzt beide Antigene, und reagiert deshalb auf alle
Antikörper. Im Blutserum von AB sind also keine Antikörper enthalten, da sonst
das Blut verklumpen würde. Deshalb kann es alle Blutspenden erhalten, selbst
jedoch nicht spenden.
Das Rhesusfaktor-System:
Es basiert auf einem Antikörper, den 85 % der Menschen im
Blut haben. Man bezeichnet sie deshalb als rhesuspositiv. Die restlichen 15
% haben den Rhesusfaktor nicht, sie sind rhesusnegativ. Zunächst gibt es im
Blut keine Antikörper gegen den Rhesusfaktor, gelangen jedoch rh+ und rh-
zusammen, so wird der rh+ als Fremdkörper angesehen und das Blut verklumpt.
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