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Diagnosekriterien für das Asperger Syndrom von Szatmari, Bremner und Nagy (1989)
Einsam
(mindestens zwei der folgenden Merkmale)

hat keine engen Freunde
meidet andere Menschen
hat kein Interesse am Schließen von Freundschaften
ist ein Einzelgänger

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Beeinträchtigte soziale Interaktion
(mindestens eines der folgenden Merkmale)

nähert sich anderen Menschen nur an, wen es um die eigenen Bedürfnisse geht
hat eine ungeschickte Art der Annäherung
zeigt einseitige Reaktionen auf Gleichaltrige
hat Schwierigkeiten, die Gefühle anderer zu spüren
steht den Gefühlen anderer gleichgültig gegenüber

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Beeinträchtigte nonverbale Kommunikation
(mindestens eines der folgenden Merkmale)

begrenzte Mimik
ist unfähig, aus der Mimik eines anderen Kindes eine Emotion herauszulesen
ist unfähig, Botschaften mit den Augen zu geben
schaut andere Menschen nicht an
nimmt nicht die Hände zu Hilfe, um sich Ausdruck zu verleihen
hat eine ausufernde und unbeholfene Gestik
kommt anderen Menschen zu nahe

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Sonderbare Redeweise
(mindestens zwei der folgenden Merkmale)

abnormale Modulation
spricht zuviel
spricht zuwenig
mangelnde Kohäsion im Gespräch
idiosynkratischer Wortgebrauch
repetitive Sprachmuster
Entspricht nicht den DSM-IV-Kriterien
für eine autistische Störung
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Australische Einschätzungskala für Asperger Syndrom:
(aus Tony Attwoods Buch "Das Asperger Syndrom" - leicht verändert - übernommen)

  Der folgende Fragebogen wurde für Kinder im Grundschulalter entwickelt. in diesem Alter fallen ungewöhnliche Verhaltensmuster und außergewöhnliche Fähigkeiten am häufigsten auf. Jeder Frage oder Aussage folgt eine Skala von 0 bis 6 , wobei 0 das gewöhnliche Maß für Kinder dieser Altersgruppe, 6 das ungewöhnlichste angibt.

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Soziale und emotionale Fertigkeiten

  Fehlt es dem Kind an Verständnis dafür, wie es mit anderen Kindern spielen kann?
Beispiel: Es kennt die ungeschriebenen Regeln von sozialen Spielen nicht.

  Vermeidet es den sozialen Kontakt lieber, wenn es die Möglichkeit hat, mit anderen Kindern zu spielen, etwa in der Schulpause?
Beispiel: Es geht in einen abgelegenen Raum oder in die Bibliothek.

  Ist sich das Kind sozialer Konventionen oder Verhaltensmaßregeln nicht bewußt, und neigt es dadurch zu unangemessenen Handlungen und Bemerkungen?
Beispiel: Es sagt etwas zu jemandem, ohne sich bewußt zu sein, daß diese Bemerkung womöglich verletzen könnte.

  Fehlt es dem Kind an Empathie, d.h. dem intuitiven oder unmittelbaren Verständnis für die Gefühle anderer Personen?
Beispiel: Es erkennt nicht, daß eine Entschuldigung einer anderen Person helfen könnte, sich besser zu fühlen.

  Scheint das Kind zu erwarten, daß andere Leute seine Gedanken, Erfahrungen und Meinungen kennen?
Beispiel: Es erkennt nicht, daß man etwas nicht weiß, weil man zu dem Zeitpunkt nicht mit dem Kind zusammen war.

  Muß das Kind besonders ausgiebig beruhigt werden, insbesondere, wenn Dinge verändert werden oder schief gehen?

  Fehlt es dem Kind an Feingefühl im Gefühlsausdruck?
Beispiel: Das Kind zeigt eine für die Situation übermäßig starke Belastung oder Gefühlsbewegung.

  Fehlt es dem Kind an Angemessenheit in seinem Gefühlsausdruck?
Beispiel: Es versteht nicht, welches Ausmaß seines Gefühlsausdrucks bei verschiedenen Personen angemessen ist.

  Ist das Kind nicht daran interessiert, an Wettkämpfen, Spielen oder Aktivitäten teilzunehmen?

  Ist das Kind gleichgültig gegenüber dem Anpassungsdruck?
Beispiel: Es folgt nicht der neuesten Mode bei Spielsachen oder Kleidung.

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Kommunikative Fertigkeiten

  Interpretiert das Kind Bemerkungen wörtlich?
Beispiel: Es wird durch Redewendungen wie 'sich warm anziehen müssen', 'Blicke, die töten können' oder 'jemandem die Augen öffnen' verwirrt.

  Hat das Kind eine ungewöhnliche Sprachmelodie?
Beispiel: Das Kind scheint einen ausländischen Akzent zu haben oder einen gleichbleibenden Tonfall, bei dem die Betonung der Schlüsselwörter fehlt.

  Erscheint das Kind desinteressiert an den Kommentaren und Bemerkungen des Gesprächspartners?
Beispiel: Es fragt nicht nach und nimmt nicht Stellung zu Gedanken oder Einstellungen des Gesprächspartners.

  Tendiert das Kind in Gesprächen zu weniger Blickkontakt, als man es erwarten würde?

  Ist die sprache des Kindes übergenau und pedantisch?
Beispiel: Es spricht förmlich oder wie ein wandelndes Wörterbuch

  Hat das Kind Probleme, einen Gesprächsverlauf zu korrigieren?
Beispiel: Wenn das Kind verwirrt ist, fragt es nicht nach, sondern wechselt zu einem vertrauten Thema oder benötigt eine Ewigkeit, um über eine Antwort nachzudenken.

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Kognitive Fähigkeiten

  Liest das Kind Bücher vorrangig zur Information und scheint nicht an fiktiven Welten interessiert zu sein?
Beispiel: Es ist ein gieriger Leser von Lexika und wissenschaftlichen Büchern, aber nur wenig an Abenteuergeschichten interessiert.

  Hat das Kind ein ungewöhnliches Langzeitgedächtnis für Ereignisse und Fakten?
Beispiel: Es merkt sich das Nummernschild von einem früheren Auto des Nachbarn, oder es erinnert sich deutlich an Vorgänge, die mehrere Janre zurückliegen.

  Zeigt das Kind keine sozialen 'So-tun-als-ob'-Spiele?
Beispiel: Andere Kinder werden in seine imaginären Spiele nicht einbezogen, oder das Kind ist verwirrt von den 'So-tun-als-ob'-Spielen der anderen Kinder.

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Spezifische Interessen

  Ist das Kind fasziniert von einem bestimmten Thema und sammelt begierig Informationen und Statistiken dazu?
Beispiel: Das Kind wird zu einem wandelnden Lexikon an Wissen über Autos, Landkarten oder Spieltabellen.

  Ist das Kind übermäßig beunruhigt durch Veränderungen der Alltagsroutine?
Beispiel: Es ist belastet, wenn es auf einem anderen Weg als gewöhnlich zur Schule geht.

  Entwickelt das Kind fein ausgebildete Gewohnheiten oder Rituale, die vollzogen werden müssen?
Beispiel: Spielsachen aufreihen, bevor es zu Bett geht.

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Motorische Fertigkeiten

  Hat das Kind eine schlechte motorische Koordination?
Beispiel: Es ist ungeschickt im Ballfangen.

Hat das Kind einen merkwürdigen Gang, wenn es rennt?

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Andere Merkmale

kreuzen Sie bitte in diesem Teil an, ob das Kind folgende Merkmale zeigt:

Ungewöhnlich Angst oder Unbehagen aufgrund:
- gewöhnlicher Geräusche, z.B. von elektrischen Geräten
- leichter Berührung an Haut oder Kopf
- des Tragens bestimmter Kleidungsstücke
- unerwarteter Geräusche
- des Erkennens bestimmter Objekte
- lauter, überfüllter Orte, z.B. Kaufhäuser
Eine Tendenz zu 'flattern' oder zu schaukeln, bei Erregung oder Bekümmerung
Fehlende Empfindlichkeit für geringfügigen Schmerz
(später Spracherwerb)
Ungewöhnliche Gesichtsgrimassen oder -tics

  Wenn die Mehrheit der Fragen mit Ja beantwortet wird, und die Einschätzung zwischen 2 und 6 liegt (das heißt auffällig über dem normalen Wert), so bedeutet das nicht automatisch, daß das Kind Asperger Syndrom hat. Dennoch besteht diese Möglichkeit, und es empfiehlt sich eine Überweisung an eine Stelle, wo eine endgültige Diagnose erfolgen kann.

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