ZUM UMGANG MIT APHASIKERN
Mit diesem Abschnitt sollen ihnen, liebe Angehörige und Freunde des Aphasikers, Tipps und Hinweise für den Umgang mit dem Patienten gegeben werden. Da es zu Beginn der Erkrankung für den Aphasiker oft unmöglich ist, sich zu artikulieren, ist er in dieser Situation besonders auf ihre Hilfe und ihr Verständnis angewiesen. Doch auch im späteren Stadium der Krankheit ist ihre Mithilfe von großer Bedeutung.
Das Wichtigste:
- Sorgen Sie dafür, dass der Aphasiker eine Sprachtherapie erhält und dass er möglichst schnell damit beginnt. Das ist seine große Chance!
- Befolgen sie die Ratschläge des Arztes und der Therapeuten, denn sie können versichert sein, dass jeder der berät und behandelt, die gesundheitliche Besserung des Aphasikers im Auge hat.
Wie spreche ich mit einem Aphasiker?
- Sprechen sie mit dem Aphasiker in kurzen, einfachen Sätzen und sprechen sie langsam.
- Überfordern sie den Aphasiker nicht. Gespräche in einer Gruppe von mehreren Menschen sind für ihn weitaus schwieriger zu verstehen als solche mit einer einzelnen Person.
- Sie sollten den Aphasiker auf jede erdenkliche Weise zum Sprechen anregen.
- Behalten sie in Gesprächen mit dem Aphasiker immer Blickkontakt zu ihm. Versuchen sie, ihre Beiträge durch passende Gestik zu unterstützen.
- Unterbrechen sie den Aphasiker nicht, wenn er etwas sagen will.
- Beim Sprechen darf der Aphasiker ruhig Fehler machen. Denn zu häufige Kritik macht ihn stumm.
- Geben sie ihm zu Hause die Gelegenheit, Sprache zu hören.
- Beim Gespräch mit dem Aphasiker sollten sie Hintergrundgeräusche wie Radio oder Straßenlärm vermeiden. Sie können von den Aphasikern nur schwer ausgeblendet werden.