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 Die Inhaltsübersicht

- Irisdiagnose von Diana Dörr

 


Irisdiagnose

von Diana Dörr

"Der Weise sucht, was in ihm ist, der Tor, was außerhalb." Konfuzius

15.12.2004 - Die Irisdiagnose, auch Iriskopie genannt, ist die Kunst und Wissenschaft, Krankheiten und deren Anlagen durch Zeichen, Strukturen und Verfärbungen in der Iris (Regenbogenhaut) zu erkennen. Bei der Augendiagnose (Ophthalmoskopie) wird zur Feststellung der Krankheiten nicht nur die Iris, sondern das gesamte Auge mit seiner näheren Umgebung untersucht. 

Der Entdecker und erste Autor der Irisdiagnose war ein angesehener homöopathischer Arzt in Budapest Dr. Ignaz von Peczely (1822-1911). Peczely erforschte, dass bestimmte Iriszeichen mit Organerkrankungen im Zusammenhang stünden und dass aus der Lokalisation dieser Zeichen auf die entsprechenden erkrankten Organe geschlossen werden könnte. 1881 veröffentlichte Peczely die erste Iristopographietafel.
Ein weiterer Erforscher der Irisdiagnose war der schwedische Pastor Liljequist (1851-1936), der Irisverfärbungen durch Arzneigifte beobachtete und seine Forschungsergebnisse 1893 veröffentlichte. Der "Lehmpastor" Emanuel Felke (1856-1926) setzte sich für die Ausbreitung der Irisdiagnose in Laienkreisen ein und verband sie mit der Homöopathie und Naturheilkunde. Seine Forschungen führten Frau Pastor Madaus (1857-1925) und schließlich Karl Huter weiter.

Jedes Organ spiegelt sich im Krankheitsfall in einem bestimmten Bereich der Iris, dem sogenannten Organfeld wider. Hierbei entspricht das rechte Auge der rechten und das linke Auge der linken Körperhälfte. Die obere Irishälfte umfasst das Feld für die Organe, die Oberhalb der Körpermitte liegen und die untere Irishälfte für Organe, die unterhalb der Körpermitte liegen. Organe, die in der Mitte liegen oder beidseitig vorhanden sind, bilden sich in beiden Iriden ab.

Die Irisdiagnose unterscheidet genetisch bedingte Strukturzeichen, durch Schlackenstoffablagerungen verursachte Pigmente und durch akute Erkrankungen bedingte sogenannte reflektorische Zeichen.


Foto: pixelquelle.de

Organstörungen zeigen sich in Form von hellen oder dunklen Flecken, Verfärbungen, Verschiebung der Fasern, Zerfaserung oder Auflagerungen im entsprechenden Organfeld der Iris.
Die Irisdiagnostik gibt allgemein Aufschluss über die genetische Disposition zu Erkrankungen. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei die Konstitution. Durch die Farbe und den strukturellen Aufbau der Iris können die konstitutionellen Anlagen und die damit verbundene Erkrankungsbereitschaft erkannt werden.

Außerdem gibt die Irisdiagnostik wichtige Aufschlüsse über den Säure-Basenhaushalt oder das Hormonsystem des Patienten.
Durch die Irisdiagnose können bereits Krankheitsprozesse festgestellt werden, die gerade im entstehen sind, noch bevor sie klinisch nachweisbar sind und vom Patienten bemerkt werden.
Eine Früherkennung von Krankheitsanlagen und Organschwächen ist für eine vorbeugende Gesundheitspflege unverzichtbar.

Gerade die Homöopathen erkannten, dass feinste nervöse, chemische und andere Reaktionen im Bereich der Iris auftreten, wenn im Organismus das physiologische Gleichgewicht gestört ist. Durch die homöopathische und naturheilkundliche Behandlung kann dieses Gleichgewicht wieder hergestellt werden und es können hierdurch Krankheiten geheilt oder vorgebeugt werden.

"Die Diagnose aus den Augen gibt also über solche Dinge Aufklärungen, von denen wir, ohne deren Kenntnis trotz aller unserer wissenschaftlichen Forschungen zum unendlichen Unglück der Menschheit, Rechenschaft zu geben nie im Stande gewesen wären." (Peczely).

Veröffentlichung dieses Textes mit freundlicher Genehmigung von
© Diana Dörr
Saalburgstrasse 95
61350 Bad Homburg
www.dianadoerr.de

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