Geburtsvorbereitung durch Akupunktur
von Dr. med. Renate Ostertun
15.12.2004 - Durch Akupunktur lässt sich, wie in wissenschaftlichen Studien belegt wurde, die Geburt deutlich erleichtern: Es müssen weniger Schmerzmittel gegeben werden, die Koordination der Wehen ist verbessert, die Geburt geht deutlich schneller (über 20% Beschleunigung) und es kommt zu weniger Nachblutungen als ohne Akupunktur.
Wie eine Studie der Klinik für Gynäkologie am Vivantes Klinikum in Berlin ergab, verkürzt sich die Eröffnungszeit (erste Phase der Geburt) durch die vorbereitende Akupunktur durchschnittlich um zwei Stunden, da der Gebärmutterhals schneller "reift", d.h. sich öffnet.
Auch der Einsatz von wehenfördernden Mitteln kann so eingeschränkt werden, nur 25% der Frauen brauchten diese Unterstützung. Im Gegensatz zu nicht akupunktierten Frauen waren bei 88% der Patientinnen natürliche Geburten ohne Komplikationen und ohne Kaiserschnitt möglich (gegenüber 77% in der nicht behandelten Gruppe).
Auch nach der Geburt kann Akupunktur unterstützen: Die Gebärmutter bildet sich schneller zurück, schmerzhafte Nachwehen reduzieren sich erheblich, die Milchbildung wird gefördert und eine drohende Brustentzündung kann schnell behandelt werden.
Bei der Therapie handelt es sich um eine wöchentliche Behandlung ab der 36. SSW, um eine optimale Geburtsvorbereitung zu erzielen. Die Nadeln werden an verschiedene Punkte am Bein gesetzt und bleiben dort für 20-30 Minuten.
Veröffentlichung dieses Textes mit freundlicher Genehmigung von
© Dr. med. Renate Ostertun
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