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| Photodermatologie:
Sonnenschutz / Sonnenbaden
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Sonnenschutz:
Informationen für Kranke und Gesunde
Bereich Photodermatologie
Leiter: Prof. Dr. med. H. Meffert
Warum muß die Haut vor Sonnenschein geschützt
werden?
Es ist sehr wichtig, unsere Haut vor zuviel Sonnenstrahlen
zu schützen.
Sonnenstrahlen sind die Hauptursache für Hautkrebs
und die vorzeitige
Alterung der Haut. Bei manchen Menschen kann Sonnenschein
Hautleiden auslösen oder verschlimmern.
Im Sonnenschein ist neben Licht- und Wärmestrahlung
auch ultraviolette Strahlung enthalten. Diese wird in das
tief in die Haut eindringende Ultraviolett-A (UV-A) und
das energiereiche Ultraviolett-B (UV-B) unterteilt.
Wie kann ich meine Haut schützen?
Meiden der UV-reichen Tageszeit
Meiden Sie die Mittagssonne, besonders zwischen 11.00 und
15.00 Uhr. In diesen 4 Stunden trifft etwa die Hälfte
der Tagesmenge an UV-B-Strahlung auf die Erdoberfläche.
UV-Strahlung wird stark gestreut. Deshalb sind wir im Schatten
nur halb geschützt.
Textiler Sonnenschutz
Tragen Sie schützende Kleidung. An keinem Strand der
Welt sind lange Hosen und langärmelige Hemden verboten.
Ein breitkrempiger Hut schützt Kopf und Hals. Dicht
gewebte Stoffe wie Baumwolle und Seide lassen praktisch
keine UV-Strahlung durch. Durchsichtigere Materialien sind
stärker UV-durchlässig.
Sonnenschutzmittel
Nutzen Sie Sonnenschutzmittel als zusätzlichen Schutz.
Besonders zu empfehlen ist das Auftragen von Sonnenschutzmittel
auf Hautabschnitte, die sich nicht oder nur teilweise durch
Textilien schützen lassen. Gerade die oft dem Licht
ausgesetzten Stellen wie Gesicht, Hals, Nacken und Hände
sollen besonders konsequent geschützt werden. Ohren
nicht vergessen! Bei der Auswahl eines Sonnenschutzmittels
ist in erster Linie auf dessen Sonnenschutzfaktor (SPF)
zu achten.
Je größer diese Zahl ist, um so stärker
ist der Sonnenschutz.
1. UV-B-Schutz
Ist für das Sonnenschutzmittel nur ein Sonnenschutzfaktor
angegeben, so bezieht sich dieser auf den Schutz gegenüber
den sonnenbrandauslösenden Strahlen (UV-B).
2. UV-A-Schutz
Schützt das Sonnenschutzmittel auch gegen das tiefer
eindringende UV-A, so ist ein zweiter Sonnenschutzfaktor
mit dem Hinweis auf UV-A-Schutz angegeben.
Wie funktionieren Sonnenschutzmittel?
Es gibt zwei Arten von Sonnenschutzmitteln.
1. Chemische Filter
Diese nehmen die Energie der Sonnenstrahlung auf.
2. Physikalische Sonnenschutzmittel
Diese reflektieren die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel. Sie
sind meist durch hohe Sonnenschutzfaktoren gekennzeichnet,
können aber der Haut ein weißlich glänzendes
Aussehen verleihen.
Empfehlenswert ist, ein sogenanntes Breitbandsonnenschutzmittel
zu benutzen, das gegen UV-A und UV-B schützt. Meist
reicht ein Sonnenschutzfaktor von 15 aus, lichtempfindliche
Hautkranke sollten Sonnenschutzfaktor 25 oder größer
verwenden und auf guten UV-A-Schutz achten.
Wir können Sie bei der Auswahl des für Ihre Haut
günstigen Sonnenschutzmittels beraten und Ihnen zeigen,
wie man es richtig aufträgt.
Sie sollten ein sogenanntes Breitspektrumsonnenschutzmittel
benutzen, das gegen UVA und UVB schützt. Meist reicht
ein Sonnenschutzfaktor von 15 aus, lichtempfindliche Hautkranke
sollten Sonnenschutzfaktor 25 oder größer verwenden
und auf guten UVA-Schutz achten.
Sonnenschutzmittel sollten vor allem unter dem klaren und
sonnigen Sommerhimmel getragen werden. Bei ausgeprägter
Lichtempfindlichkeit kann ihre Anwendung während des
gesamten Jahres erforderlich sein. Das Auftragen von Sonnenschutzmittel
sollte ein regulärer Bestandteil Ihres Tagesablaufes
werden. Dann wird das Sonnenschutzmittel nach der Morgentoilette
aufgetragen. Im Verlaufe des Tages sollte das Auftagen mehrfach
wiederholt werden, weil Sonnenschutzmittel leicht von der
Haut abgewischt werden.
Wir können Sie bei der Auswahl des für Ihre Haut
günstigen Sonnenschutzmittels beraten und Ihnen zeigen
wie man es richtig aufträgt.
© by Prof. Dr. Meffert / Charitè Berlin
Sonnenbaden
Guter Rat für alle, die es nicht lassen können
Bereich Photodermatologie
Leiter: Prof. Dr. med. H. Meffert
Wie werde ich schön braun?
Durch Sofortbräuner, sehr viel Möhrensaft, Karotin-Tabletten,
gewöhnliches oder risikobewußtes Sonnenbaden. Letzteres
wird hier beschrieben.
Was hält der Hautarzt vom Sonnenbaden?
Wenig. Es begünstigt Krebs und Alterung.
Warum gibt er trotzdem Ratschläge?
Weil er der Spezialist für die Haut ist und Sünder
der Beratung besonders bedürfen.
Was besagt Sonnenbrand?
Daß die Haut massiv geschädigt wurde und der Schaden
aller Voraussicht nach nicht komplett repariert werden kann.
Warum soll ich eigentlich nicht knackig braun werden?
Sonnenbräune zeigt an, daß der Körper versucht,
sich gegen UV zu wehren.
Warum soll Sonne besser sein als Solarium?
Weil sich der Mensch an die Sonne über Jahrtausende gewöhnen
konnte.
Wer ist besonders gefährdet?
Säuglinge, Kinder, Jugendliche, passionierte Wochenend-
und Urlaubssonnenbader. Jeder, der seiner Haut nicht genügend
Zeit läßt, sich an Sonnenschein zu gewöhnen.
Wie heißt das beste Sonnenschutzmittel?
Gesunder Menschenverstand.
Wie lange darf die erste Besonnung im Jahr dauern?
(Mitteleuropa, Hochsommer, Nord- oder Ostseeküste)
Suchen Sie auf der x-Achse die Uhrzeit aus, zu der Ihr Sonnenbad
beginnen soll. Dann gehen Sie nach oben, bis Sie auf die zu
Ihrem Hauttyp (I, II, III oder IV) gehörende Kurve stoßen.
Dann nur noch nach links zur y-Achse gehen. Und schon können
Sie dort das Ergebnis ablesen.
Ein Beispiel. Sie beginnen um 11.30 Uhr mit dem Sonnenbaden
und gehören dem Hauttyp III an. Ergebnis: knapp 30 min.
sind angesagt.
Nach H. Piazena, Februar 2001. Vervielfältigung nur mit
Zustimmung des Urhebers
Auch bei risikobewußtem Sonnenbaden können innerhalb
von etwa zwei Wochen ganztägige Strandaufenthalte erreicht
werden.
Beispiel: Besonnung am ersten Tag 30 Minuten, dann tägliche
Steigerung um jeweils 25 %
Die angegebene Steigerung der Bestrahlungszeit ist nur dann
empfehlenswert, wenn auch am Morgen nach dem Sonnenbaden keine
Anzeichen eines Sonnenbrandes fühl- oder sichtbar sind.
Letzte Frage:
Garantieren die angegebenen Regeln Bräune ohne
Reue?
Nein. Sie dienen nur der Schadensminimierung.
©
by Prof. Dr. Meffert / Charitè Berlin
Hier
erhalten Sie Informationen zu:
Photodermatologie:
Erythropoetische Protoporphyrie
(EPP) / Urticaria
solaris
Die echte Sonnenallergie / Polymorphe Lichtdermatose - PLD
"Sonnenallergie"
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