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Die Ursachen

 
Bild: Allergien
 
 

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Die Inhaltsübersicht

- zurück zu den aktuellen Nachrichten -

- In der Weihnachtsbäckerei: Plätzchen können Allergiker auf's Kreuz legen
- Nach 120 Jahren Forschung: Nutzen der
Allergiezellen entdeckt
- Lichtblick für Allergiker: Ab heute genauere Inhaltsangaben bei Fertigprodukten
-
Verbindung zwischen Allergie und Blutkrebs
- Auch Allergikerinnen dürfen stillen - Allergenarme Ernährung in der Stillzeit nicht nötig
- Neuer Ford Focus bekommt TÜV-Prüfsiegel "Allergie getesteter Innenraum"
- Heizperiode belebt Hausstaubmilben - Allergiker sollten jetzt besonders sorgfältig vorbeugen
- Allergisch aufs Essen: Wege zum Genuss ohne Reue
- Oft übersehen: Allergie durch Pilzsporen
- Selbsttest für Nickel- oder Duftstoff-Allergiker testen

- Sublinguale Immuntherapie jetzt noch effektiver / Neue Chance für Patienten mit Heuschnupfen
-
Kinder-Asthma: Schutz durch Schmutz?
-
7. Krefelder Hautschutztag: Hautärzte sollen auch auf die Seele des Patienten schauen
-
Heiße Spur zu kühlen Nasen
-
Heuschnupfen-Tablette erhöht Sicherheit am Steuer
-
Auch allergische Kinder können in der Regel geimpft werden - Wenige Ausnahmen zu beachten
-
Versorgung von chronisch Hautkranken und Allergikern in Gefahr
-
Flucht in die Berge / Über 1500 Meter nur noch wenige Allergene in der Luft
-
Umweltbedingte Kontaktallergien: Über fünf Millionen BürgerInnen betroffen
- Mediziner schlagen Alarm: Allergien durch gefärbte Textilien
- Allergien weiter auf dem Vormarsch
- Volkskrankheit Allergie - Jeder vierte Deutsche betroffen
-
Allergie - Behandlung ! Von Rita M. M. Lutz / Heilpraktikerin
-
Therapien - Allergiebehandlung ! Von Dr. W. Achenbach
-
Alle Allergien sind heilbar ! Von Henning Müller Burzler
-
Wie entsteht eine Allergie ? Von Dr. Andreas Wagner
-
Entstehung einer allergischen Reaktion
-
Allergietests im Überblick
-
Heuschnupfen bei Partnern von Prof. Dr. Torsten Schäfer




In der Weihnachtsbäckerei: Plätzchen können Allergiker auf's Kreuz legen

Hamburg (ots) 03.12.2004- Auch die Weihnachtszeit macht Pollen-Allergikern das Leben schwer. Schuld sind Kreuzallergien, die beim Naschen bestimmter Nahrungsmittel auftauchen können. Zum Beispiel reagieren manche Beifuß-Allergiker auch auf die beliebten Weihnachtszutaten Anis, Zimt oder Kardamom. Birken-Allergiker sollten bei Nuss-Speisen vorsichtig sein. Das gilt auch für Kekse und Naschereien mit Nougat und Marzipan, die Haselnüsse und Mandeln enthalten.


Quelle: obs / TK Techniker Krankenkasse
So werden Pollen-Allergiker aufs Kreuz gelegt: Auch die Weihnachtszeit macht Pollen-Allergikern das Leben schwer. Schuld sind Kreuzallergien, die beim Naschen bestimmter Nahrungsmittel auftauchen können. Zum Beispiel reagieren manche Beifuß-Allergiker auch auf die beliebten Weihnachtszutaten Anis, Zimt oder Kardamom.


Ursache für eine solche Kreuzallergie sind Substanzen, die in
bestimmen Lebensmitteln enthalten sind und die eine Verwandtschaft
mit den Allergieauslösern von Pollen aufweisen. So greifen
Antikörper, die eigentlich Pollenarten erkennen und bekämpfen, auch
Teile der Lebensmittel an und umgekehrt.

Die Reaktion "über Kreuz" ist auch dafür verantwortlich, dass
Milch-Allergiker häufig auf Rind- und Kalbfleisch verzichten müssen
oder Allergien auf Latex in Zusammenhang stehen mit Allergien auf
Bananen, Esskastanien oder Kiwis. Vorsicht auch beim Festessen:
Menschen, die bei Hausstaubmilben unter Schnupfen, Husten, Atemnot
oder Hautausschlägen leiden, zeigen teilweise auch beim Genuss von
Meeresfrüchten allergische Reaktionen.

"Betroffene sollten vor allem bei verpackten Lebensmitteln
aufpassen, zum Beispiel wenn auf der Zutatenliste von
'Gewürzmischungen' die Rede ist", sagt Alexandra Krotz,
Ernährungswissenschaftlerin bei der Techniker Krankenkasse. "Selbst
in Vollmilchschokolade können sich Nuss-Spuren befinden, wenn
dieselben Maschinen vorher für die Herstellung von Nuss-Schokolade
verwendet wurden."

Allergiker müssen aber nicht unbedingt auf das leckere
Weihnachtsgebäck verzichten. Sie können Nüsse durch andere Zutaten,
wie Kokosraspeln, Amarant, Haferflocken oder Rosinen ersetzen.

Vorsicht! So werden Pollen-Allergiker aufs Kreuz gelegt:

Bei Allergie auf Birke ist Vorsicht geboten bei:

Kernobst (Apfel, Birne)
Steinobst (Pflaume, Pfirsich, Aprikose)
Paranuss, Haselnuss,
Walnuss, Erdnuss
Mandel, Kiwi, Avocado
Litchi

Eine Beifuß-Allergie geht häufig einher mit Allergien auf:

Tomate, Sellerie,
Artischocke, Kamille,
Anis, Mohrrübe,
Paprika, Knoblauch,
Muskat, Pfeffer,
Melone, Gurke

Wer allergisch auf Gräser und Roggen ist, sollte auch meiden:

Sojamehl
Getreidemehl
Erdnüsse

Weitere Informationen enthalten die TK-Boschüre "Allergien" und
die Internetseite www.tk-online.de .

Quelle: TK Techniker Krankenkasse

Nach 120 Jahren Forschung: Nutzen der Allergiezellen entdeckt

25.11.2004 - Mehr als hundert Jahre lang rätselten die Forscher, wie beispielsweise auch Nobelpreisträger Paul Ehrlich, über den
Nutzen der im menschlichen Körper vorkommenden Allergiezellen
(Mastzellen), die an allen allergischen Erkrankungen beteiligt sind.
Nach sieben Jahren Forschung haben jetzt deutsche Wissenschaftler der
Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) in der Hautklinik
der Charité - Universitätsmedizin Berlin, sowie aus Mainz und
Hannover zusammen mit amerikanischen Forschern aus Stanford und
Harvard das Geheimnis gelüftet: Mastzellen bauen das körpereigene
Gift "Endothelin-1" (ET-1) ab, kontrollieren dessen tödliche Effekte
und haben damit eine lebensrettende Funktion. ET-1 wird bei fast
allen Entzündungsreaktionen im Körper produziert, so beispielsweise
bei einer bakteriellen Sepsis (Blutvergiftung). "Wir haben schon
lange vermutet, daß Mastzellen für die Erhaltung der Gesundheit
wichtig sind" erklärt Dr. Marcus Maurer, Sprecher der Forschergruppe
aus der Charité, "sonst wären die eigentlich so gefährlichen Zellen
nie von der Evolution verschont geblieben!".

Weiterführende Untersuchungen müssen nun zeigen, ob Mastzellen
oder auch Mastzellenprodukte in Zukunft bei der Therapie von schweren
Infektionen und anderen Entzündungserkrankungen eingesetzt werden
können.

 Über den Nutzen der Mastzelle, ihre gesundheitserhaltende sowie
lebensrettende Funktion wird in der aktuellen Ausgabe von "Nature" zu
lesen sein.

Quelle: Europäische Stiftung für Allergieforschung


Lichtblick für Allergiker: Ab heute genauere Inhaltsangaben bei Fertigprodukten

25.11.2004 - Ein wichtiges Datum für Lebensmittelallergiker: Am 25. November 2004 tritt die EU-Richtlinie 2003/89/EG in Kraft. Sie verpflichtet Lebensmittelhersteller dazu, auf den Produktverpackungen die Zutaten und bei zusammengesetzten Zutaten auch deren Bestandteile genauer und ausführlicher als bisher anzugeben. Laut Institut Fresenius, unter anderem spezialisiert auf Lebensmittelanalysen, wird damit die Sicherheit für Allergiker bei der Auswahl von Fertiglebensmitteln entscheidend verbessert. Sinnvoll werde die neue Richtlinie aber erst durch wirksame Kontrollen: „Mit empfindlichen analytischen Untersuchungsmethoden, die zum Teil noch entwickelt werden, kann man allergenen Bestandteilen auch in stark verarbeiteten Produkten auf die Spur kommen. Denn schon kleinste Mengen allergener Stoffe können für Allergiker riskant sein.“

Nahrungsmittelallergien sind Überempfindlichkeitsreaktionen betroffener Personen gegen ansonsten harmlose Lebensmittel oder deren Bestandteile. Es handelt sich dabei um eine falsche bzw. Überreaktion des körpereigenen Immunsystems gegen bestimmte Proteine in Lebensmitteln. Klinisch manifestierte Nahrungsmittelallergien lassen sich bei etwa 1–3% der Erwachsenen und 4–6% der Kinder und Jugendlichen finden. Trotz sorgfältiger Auswahl ihrer Nahrungsmittel erleiden viele Betroffene häufig allergische Reaktionen, da das Allergie-auslösende Lebensmittel oft nicht erkennbar ist. Allergene Lebensmittel können u. a. unbeabsichtigt verzehrt werden wegen unzureichender Angaben der Bestandteile von Lebensmitteln in Fertigpackungen, aber auch durch unbeabsichtigte und technisch unvermeidbare Kontaminierung während der Herstellung eigentlich unproblematischer Lebensmittel.

Künftig müssen folgende potenziell allergene Lebensmittelbestandteile im Zutatenverzeichnis angegeben werden, wenn sie als Zutaten bei der Herstellung von Lebensmitteln verwendet werden. Dies gilt auch für allergene Bestandteile von zusammengesetzten Lebensmitteln und alkoholischen Getränken:
Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel etc.) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse; Krebstiere und Krebstiererzeugnisse; Eier und Eiererzeugnisse; Fisch und Fischerzeugnisse; Erdnüsse und Erdnusserzeugnisse; Soja und Sojaerzeugnisse; Milch und Milcherzeugnisse (einschließlich Laktose); Schalenfrüchte (Mandel, Haselnuss, Walnuss, Kaschunuss, Pecannuss, Paranuss, Pistazie, Macadamianuss, Queenslandnuss) sowie daraus hergestellte Erzeugnisse; Sellerie und Sellerieerzeugnisse; Senf und Senferzeugnisse; Sesamsamen und Sesamsamenerzeugnisse; Schwefeldioxid und Sulfite von mehr als 10 mg/kg.

Für besonders wichtig halten die Analysefachleute von Institut Fresenius, dass durch die neue Richtlinie die so genannte „25- Prozent-Regel“ abgeschafft wird: „Diese Regel besagte, dass Bestandteile von zusammengesetzten Zutaten, die weniger als 25% des Gewichts des Enderzeugnisses ausmachen, nicht zwingend angegeben werden mussten. Beispiel: Enthält ein Eintopf Wurststücke, dann müssen die Inhaltsstoffe der Wurst künftig auch dann angegeben werden, wenn die Wurst insgesamt weniger als ein Viertel des Produktgewichts ausmacht. Außerdem wurden bisher manche Zutaten nur sehr grob mit Klassennamen angegeben. Da stand dann beispielsweise einfach nur „pflanzliches Öl“ auf dem Etikett. Wegen seiner allergenen Bestandteile muss jetzt z. B. Erdnussöl konkret genannt werden. Ähnliches gilt für Deklarationen wie „Früchte“, „Gewürze“, „Gemüse“ oder „natürlicher Aromastoff“. Die übergreifenden Klassennamen „Früchte“ und „Gemüse“ werden ganz abgeschafft. Die anderen allgemeinen Klassennamen wird man trotz einiger Ausnahmen wohl demnächst ebenfalls kaum noch finden. Lebensmittelallergiker können also jetzt mit viel mehr Sicherheit einkaufen.“

ots-Originaltext: Institut Fresenius Chemische und Biologische Laboratorien AG


Verbindung zwischen Allergie und Blutkrebs

04.11.2004 - Einige allergische Erkrankungen scheinen das Risiko für Blutkrebs zu erhöhen, hat eine schwedisch-amerikanische Forschergruppe ermittelt. Frühere Studien hatten dagegen vermuten lassen, dass Allergien einen gewissen Schutz vor Krebs bewirken können.

"Bei unserer Studie fanden wir, dass Personen mit Nesselsucht ein erhöhtes Leukämie-Risiko aufweisen", erläutert Karin Söderberg vom Karolinska Institutet in Stockholm. "Zudem berechneten wir ein erhöhtes Risiko für Non-Hodgkin-Lymphome bei jenen, die in der Kindheit Ekzeme aufgewiesen hatten." Für andere allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen ließ sich dagegen keine Verbindung mit dem Krebsrisiko herstellen, berichten die Medizinerin und ihre Kollegen im Fachblatt "BMC Public Health".

Die Gruppe verfolgte den Werdegang von 16,539 Zwillingen, die in den Jahren 1885 bis 1925 geboren und im Schwedischen Zwillingsregister erfasst worden waren. Alle hatten im Jahr 1967 in einem Fragebogen Auskunft zu allergischen Erkrankungen gegeben. Im Zeitraum 1969 bis 1999 erkrankten 324 von ihnen an Leukämie, einem Myelom oder einem Lymphom. Dabei war das Risiko für Leukämie bzw. Non-Hodgkin-Lymphom etwa verdoppelt, wenn die Personen an Nesselsucht bzw. in der Kindheit an Ekzemen gelitten hatten.

"Die Resultate unserer Studie stützen nicht die Hypothese der 'Immun-Kontrolle'", so Söderberg. Dieser Hypothese zufolge schützen allergische Erkrankungen gegen maligne Erkrankungen, indem sie Fähigkeit des Immunsystems steigern, entartete Zellen zu erkennen und zu eliminieren. Die Medizinerin und ihre Kollegen vermuten vielmehr, dass bei Allergikern die erhöhte Produktion weißer Blutkörperchen die Wahrscheinlichkeit für Mutationen und damit letztlich für Krebs erhöht.

Forschung: Karin C. Söderberg und Maria Feychting, Institutet för Miljömedicin, Karolinska Institutet, Stockholm; und andere

Veröffentlicht in BMC Public Health 2004, 4:51, DOI 10.1186/1471-2458-4-51


Quelle: Scienceticker



Schreckgespenst Umweltgifte - Selbsttests schaffen Gewissheit ohne großen Aufwand

27.10.2004 - Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Asthma, Neurodermitis und Migräne haben ihre Ursache oft in Umweltgiften. Mit Schadstoffen belastete Atemluft macht den Betroffenen das Leben schwer, nicht selten sind Kinder die Opfer. Mit den neuen, einfachen und erschwinglichen Einweg-Selbsttests von BIO-CONTROL-EUROPE kann sich der Endverbraucher nun ohne großen Aufwand Gewissheit verschaffen.

Immer wieder machen mit Umweltgiften belastete Wohnräume oder
Arbeitsplätze Schlagzeilen: Jahrelang leiden Familien oder
Arbeitnehmer unter mysteriösen Beschwerden, bis aufwändige
Messverfahren durch Gutachter und anschließende Laboranalysen endlich
die Ursache finden. Nicht jeder kann es sich aber leisten, auf einen
vagen Verdacht hin Umweltforscher für sich ermitteln zu lassen.
Schließlich geht es oft nur darum, Umweltbelastungen als mögliche
Ursache von Beschwerden auszuschließen. Sind die nämlich nicht die
Verursacher des Problems, bleibt der Geschädigte meistens auch noch
auf hohen Kosten sitzen!

Abhilfe schaffen hier einfache und erschwingliche Selbsttests der
Firma BIO-CONTROL-EUROPE ( http://www.bio-control.de ). Hergestellt
von der weltbekannten und renommierten Firma Dräger bieten diese
leicht auszuführenden Einweg-Tests in kürzester Zeit zuverlässig
Gewissheit. Sechs verschiedene Produkte decken die häufigsten im
Privatbereich oder an Arbeitsplätzen auftretenden Umweltbelastungen
ab: Formaldehyd, Hausstaubmilben, Lösungsmittel, PCP, Ozon und
Schimmelpilze.

Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse können Eltern, Häuslebauer
und Wohnungsbesitzer oder auch Arbeitgeber verantwortlich handeln!
Die Preisspanne der angebotenen Tests bewegt sich zwischen EUR 29,00
bis 139,00.

   Nähere Informationen und Bestellmöglichkeiten im Internet unter
www.bio-control.de

Quelle: ACE Handels- und Entwicklungs GmbH



Auch Allergikerinnen dürfen stillen - Allergenarme Ernährung in der Stillzeit nicht nötig

27.10.2004 - Auch für Babys von Allergikerinnen ist Stillen die optimale Nahrung und schützt die Säuglinge vor einer Allergie,
berichtet das Apothekenmagazin "BABY und die ersten Lebensjahre". Für
die Ernährung der Mutter ist Vielfalt angesagt, solange ihre eigene
Allergie nicht nahrungsbedingt ist. „Während Schwangerschaft und
Stillzeit ist nach bisherigen Erkenntnissen eine allergenarme
Ernährung der Mutter nicht nötig“, sagt die Allergieexpertin Dr.
Andrea von Berg, Leiterin des Forschungsinstituts zur Prävention von
Allergien und Atemwegserkrankungen im Kindesalter, Wesel. Eher
bestehe die Gefahr, dass Mutter und Baby durch einen einseitigen
Speiseplan unzureichend mit wichtigen Nährstoffen versorgt würden.


Neuer Ford Focus bekommt TÜV-Prüfsiegel "Allergie getesteter Innenraum" 22.10.2004 - Ford setzt seine Initiative zum Wohle der Autofahrer, die unter Allergien leiden, wie angekündigt fort: Nur ein halbes Jahr, nachdem die TÜV-Rheinland Group dem Kompakt-Van Ford Focus C-MAX das Prüfsiegel "Allergie getesteter Innenraum" verliehen hatte, bekam nun die neue Generation des Ford Focus (alle Ausstattungsvarianten) dieses Label. Dies bedeutet: Der neue Ford Focus ist nach dem Ford Focus C-MAX weltweit erst das zweite Fahrzeug, bei dem unabhängige externe Experten bestätigen: Für den Innenraum werden ausschließlich Materialien verwendet, die das Allergie-Risiko auf ein Minimum senken. Ford verlangt für diesen vorsorgenden Gesundheitsschutz keinen Aufpreis. Der neue Ford Focus kommt in Deutschland am 13. November 2004 auf den Markt.

Bild: Ford Focus C-Max
Quelle: Ford-Werke AG
Der neue Ford Focus ist nach dem Ford Focus C-MAX weltweit erst
das zweite Fahrzeug, bei dem unabhaengige externe Experten bestaetigen:
Fuer den Innenraum werden ausschliesslich Materialien verwendet, die
das Allergie-Risiko auf ein Minimum senken. Ford verlangt fuer diesen
vorsorgenden Gesundheitsschutz keinen Aufpreis.


Auch beim neuen Ford Focus waren umfangreiche und nachprüfbare
Testreihen nach den strengen und praxiserprobten TÜV-Prüfkriterien
vorausgegangen. Auf Initiative von Ford analysierte der TÜV über 100
verschiedene Materialien und Komponenten des neuen Ford Focus auf
etwaige allergieauslösende Reaktionen / Substanzen. Zusätzlich wurden alle Komponenten, mit denen Autofahrer in unmittelbaren und längeren Hautkontakt kommen könnten, dermatologisch getestet - so zum Beispiel Lenkradbezüge, Sitzbezüge, Fußmatten und Sitzgurte.
  
Bereits bei der Entwicklung des neuen Ford Focus, und damit bei der Materialauswahl für den Innenraum, verzichtete Ford konsequent auf Stoffe wie Latex, Chrom oder Nickel. Sie könnten bei entsprechend
sensibilisierten Menschen bei Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen. Darüber hinaus hat der neue Ford Focus auch einen serienmäßigen Hochleistungs-Pollenfilter, dessen Wirksamkeit der TÜV ebenfalls überprüft hat - wie beim Ford Focus C-MAX. Der Filter verhindert wirkungsvoll, dass die gerade von Allergikern gefürchteten Blütenpollen in den Fahrzeug-Innenraum eindringen können.

Bild: Ford Focus geprüft auf etwaige allergieauslösende Reaktionen und Substanzen.
Quelle: Ford-Werke AG
Analysiert wurden ueber 100 verschiedene Materialien und Komponenten
des neuen Ford Focus auf etwaige allergieausloesende Reaktionen/Substanzen.
Zusaetzlich wurden alle Komponenten, mit denen Autofahrer in unmittelbaren
und laengeren Hautkontakt kommen koennten, dermatologisch getestet -
so zum Beispiel Lenkradbezuege, Sitzbezuege, Fussmatten und Sitzgurte.

Aber auch für Nicht-Allergiker ist das TÜV-Prüfsiegel des neuen Ford Focus eine wichtige Orientierungshilfe. Denn auch bei diesem Fahrzeug war eine umfassende Analyse der Innenraumluftqualität ein zentraler Bestandteil der TÜV-Testreihen. Der TÜV prüfte dabei die Konzentration organischer Substanzen wie zum Beispiel Formaldehyd, Phenole, Phthalate oder Lösungsmittel. Auch hier war für die TÜV-Experten wieder alles "im grünen Bereich". Die Bewertungskriterien werden im Internet veröffentlicht ( www.tuv.com; ID-Nummer: 2311008300).
  
Das Prüfsiegel "Allergie getesteter Innenraum" nun auch für den neuen Ford Focus ist nicht zuletzt die Bestätigung des ausgereiften Ford-Materialmanagements durch unabhängige Experten. Seit 1984 nämlich gibt es für alle Ford-Modelle weltweit werksinterne Vorgaben, auch für die Zulieferer, welche Materialien und Komponenten aus Gründen des Gesundheitsschutzes in den Fahrzeug-Innenräumen nicht verwendet werden dürfen. Ford wird diese Initiative ausweiten. So sollen auch künftige Modellreihen gemäß den TÜV-Kriterien zertifiziert werden. Für die bereits auf dem Markt befindlichen Modelle wird Ford das TÜV-Prüfsiegel sukzessive einführen.
  
In Deutschland leiden über 20 Prozent der Bevölkerung an Allergien und immer mehr Menschen reagieren überempfindlich auf bestimmte Materialien und Stoffe.
  
ots Originaltext: Ford Werke AG


Heizperiode belebt Hausstaubmilben - Allergiker sollten jetzt besonders sorgfältig vorbeugen

Baierbrunn (ots) - Zu Beginn der Heizperiode verstärken sich oft die Beschwerden von Hausstauballergikern. Der Grund: Hausstaubmilben, deren Kot die Allergie auslöst, vermehren sich zu dieser Zeit besonders stark, und die Räume werden nicht mehr so intensiv gelüftet wie im Sommer. Das Apothekenmagazin "Gesundheit" rät Allergikern deshalb, um diese Zeit die Vorsorgemaßnahmen besonders sorgfältig zu handhaben. Wer für Milben undurchlässige Bettwäsche - sogenannte Encasings -
benutzt, soll diese öfter waschen. Ein Feinstaubfilter im Staubsauger hält den Kot im Gerät zurück. Sinnvoll ist auch eine Atemmaske beim Putzen. Milben mögen keine kalte, trockene Luft. Deshalb öfter lüften und keine Luftbefeuchter verwenden.


ots-Originaltext: Wort und Bild - Gesundheit


Allergisch aufs Essen: Wege zum Genuss ohne Reue   

Eschborn (ots) 16.08.2004 - Immer mehr Menschen leiden unter Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen. Dabei spielen Nahrungsfaktoren eine
wesentliche Rolle. Die große Frage der Betroffenen lautet immer »Was
kann ich nun essen, wie soll ich mich ernähren?«. Die Antworten
darauf gibt die »Neue Apotheken Illustrierte/Gesundheit« in ihrer
Ausgabe vom 15. August.
  
Für die allgemeine Zunahme von Allergien gibt es drei vorrangige
Ursachen: verschmutzte Luft, zu viel Hygiene und Wohnräume mit nur
geringem Luftaustausch und damit einer Ansammlung potenzieller
Allergene wie dem Kot von Hausstaubmilben. Speziell Allergien auf
Nahrungsmittel treten oft auch in Zusammenhang mit einer
Pollenallergie auf. Der Grund: Allergieauslösende Substanzen in
bestimmten Pollen haben Pendants in jeweils bestimmten
Nahrungsmitteln. Die bei Pollenallergikern oft hilfreiche
Hyposensibilisierung schlägt bei Nahrungsmittelallergikern kaum an.
Bei Kreuzallergien allerdings werden in der Hälfte der Fälle nach
einer Hyposensibilisierung auf Pollen auch Lebensmittel wieder besser
vertragen, so Professor Dr. Karl-Christian Bergmann, Bad Lippspringe,
in einem Interview gegenüber der »Neue Apotheken
Illustrierte/Gesundheit«.
  
Menschen, die schon einmal mit Atemnot oder gar Kreislaufversagen
auf den Genuss eines Nahrungsmittels reagiert haben, sollten immer
ein Notfallset bei sich haben. Saloga: »Es enthält ein
Antihistaminikum, ein Kortison-Präparat und eventuell ein Mittel mit
Adrenalin, das bei massivem Blutdruckabfall gespritzt werden muss.
Für Asthmatiker gehört noch ein die Bronchien erweiterndes Spray
dazu.«
  
ots Originaltext: Neue Apotheken Illustrierte/Gesundheit


Oft übersehen: Allergie durch Pilzsporen - Hinter einem Heuschnupfen stecken nicht immer Pollen

Baierbrunn (ots) 13.08.2004 - Wenn im Sommer die Augen jucken, die Nase trieft oder sogar Asthmaanfälle drohen, muss nicht immer eine
Allergie auf Pollen dahinter stecken. Auslöser können auch Sporen von
Schimmelpilzen – meist der Gattung „Alternaria“ – sein, sagt Dr. Ute
Rabe vom Ärzteverband Deutscher Allergologen im Apothekenmagazin
"Gesundheit". „Eine Alternaria-Allergie wird aber häufig nicht
erkannt“, warnt sie. Der Schimmelpilz wächst auf trockenen Pflanzen
und Getreidekörnern. Seine Sporen fliegen hauptsächlich im Juli und
August. Allergiker bekommen die Symptome bei Spaziergängen oder bei
der Gartenarbeit und tippen – wie viele Ärzte auch – fast immer auf
Pollen als Auslöser. Dr. Rabe empfiehlt auf Alternaria zu testen,
wenn bei Heuschnupfen-Patienten keine Pollen als Ursache gefunden
werden. Gegen die Schimmelsporen-Allergie ist als Behandlung eine
Hyposensibilisierung möglich.

Das Gesundheitsmagazin "Gesundheit" 8/2004 liegt in vielen Apotheken
aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Gesundheit


Selbsttest für Nickel- oder Duftstoff-Allergiker testen

Hautklinik der Universität Jena sucht weitere Teilnehmer für Studie Jena - 09.08.04 - Ein Selbsttest für Nickel- oder Duftstoff-Allergiker ist vor kurzem entwickelt worden. Seine Wirksamkeit wird derzeit in einer deutsch-österreichischen Studie getestet, an der auch die Klinik für Hautkrankheiten der Friedrich-Schiller-Universität Jena beteiligt ist. Die Jenaer Dermatologen suchen nun weitere Freiwillige, die an der Studie teilnehmen wollen.Gefragt sind volljährige Erwachsene, die glauben, an einer solchen Kontakt-Allergie zu leiden, aber bisher noch nicht darauf getestet wurden. Die Probanden müssen sich innerhalb einer Woche zwei- bis dreimal in der Jenaer Hautklinik melden, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Diese werden bei einem ersten Anruf geklärt. Interessierte wenden sich montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr unter den Telefonnummern 03641 / 937424 oder 937348 an Michaela Heitmann.

Für die Untersuchungen und den Test entstehen den Probanden keine Kosten. Aufwendungen (Fahrtkosten, Parkgebühren) werden in zumutbarem Rahmen erstattet.

Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena


Sublinguale Immuntherapie jetzt noch effektiver / Neue Chance für Patienten mit Heuschnupfen

Berlin (ots) 12.07.2004 - Mit der sublingualen Immuntherapie lassen sich
allergische Atemwegserkrankungen jetzt erfolgreich behandeln. Bei
dieser Behandlung werden die Allergenpräparate durch den Patienten
selbst unter die Zunge getropft. Dadurch gewöhnt sich das Immunsystem
an das Allergen und entwickelt Toleranz. Die sublinguale Immuntherapie hat ihre Wirksamkeit in zahlreichen gut dokumentierten Studien bewiesen und wird in der Fachwelt zunehmend anerkannt.
Kürzlich kamen Wissenschaftler der renommierten Cochrane Collaboration zu dem Schluss, dass diese Therapieform Heuschnupfen-Symptome deutlich lindert und die behandelten Patienten deutlich weniger antiallergische Medikamente benötigen.(1)

Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte die Wirksamkeit der sublingualen Immuntherapie. Der aktuelle Stand der Forschung zur
sublingualen Immuntherapie war am 10. Juli Thema des Symposiums
"Zukunft Allergologie" in Berlin, an dem etwa 200 Mediziner aus ganz
Deutschland teilnahmen.
  
Rasche Linderung und besserer Therapieerfolg
  
Dr. Hendrik Wolf, Leiter der klinischen Forschung bei ALK-SCHERAX
Arzneimittel GmbH ging in Berlin auf die Vorteile eines neuen
Arzneimittels für die sublinguale Immuntherapie ein. Wissenschaftlern
des Unternehmens ist es gelungen, die Anfangsphase der Behandlung,
während der die Dosis des Allergenpräparates allmählich gesteigert
wird, auf zehn Tage zu verkürzen und die Wirksamkeit weiter zu verbessern. Vorteil: Die Patienten können mit einer besonders raschen
Linderung ihrer Beschwerden rechnen und die Behandlung auch noch kurz
vor Start der Pollensaison beginnen. Bisher erfolgte die Dosissteigerung über einen Zeitraum von vier Wochen.

Bei dieser Neuentwicklung werden die Allergene täglich eingenommen und sind in gebrauchsfertigen Einzeldosen abgepackt. Das stellt die korrekte
Dosierung sicher und macht Konservierungsmittel überflüssig. Weiteres
Plus: Das Allergenpräparat kann bei Raumtemperatur bis 25 Grad Celsius gelagert werden. Somit entfällt in der Regel die Lagerung im Kühlschrank, so wie sie bei den bisherigen Präparaten erforderlich war. Dadurch lässt sich das Medikament problemlos mit auf Reisen oder zur Arbeit nehmen. Durch die einzelne Verpackung der Dosen kommen die Patienten mit dem neuen Präparat hervorragend zurecht.(2)

Wirkungsvolle und sichere Allergietherapie bei Kindern Ein weiterer
thematischer Schwerpunkt des Symposiums war der Einsatz der
sublingualen Immuntherapie bei allergiekranken Kindern. Wegen ihrer
hervorragenden Verträglichkeit und weil sie ohne Injektionen auskommt, gilt die sublinguale Immuntherapie als gute Behandlungsform für betroffene Jungen und Mädchen. Professor Carl-Peter Bauer von der Klinik für chronische Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter in Gaißach ging in seinem Vortag auf die Effekte der sublingualen Immuntherapie bei den jungen Patienten ein. Die besten Daten existieren seiner Ansicht nach für die Therapie von allergischem Schnupfen und allergischem Asthma aufgrund einer Überempfindlichkeit gegen Pollen. Hier belegt eine aktuelle deutsche Studie die Wirksamkeit.(3) Die Kinder benötigen nach einer sublingualen Immuntherapie weniger antiallergische Medikamente und die Beschwerden bessern sich. Dass die Therapieerfolge auch noch Jahre nach Ende der Behandlung anhalten, machen Ergebnisse einer italienischen Langzeitstudie mit Kinder deutlich, die an einer
Hausstaubmilben-Allergie erkrankt waren.(4) Es zeigte sich, dass der
Erfolg der über drei Jahre durchgeführten sublingualen Immuntherapie
über einen Zeitraum von zehn Jahren anhielt. Die Kinder litten seltener
und weniger schwer an Asthma als Kinder einer Vergleichsgruppe, die keine sublinguale Immuntherapie erhalten hatten.
  
Abwehrzellen der Mundschleimhaut vermitteln Wirkung der
sublingualen Immuntherapie

  
Auch dem Wirkmechanismus dieser kausalen Therapie ist die Wissenschaft mittlerweile auf der Spur. Auf der Berliner Veranstaltung präsentierte Professor Thomas Bieber von der Universität Bonn Ergebnisse aus der Grundlagenforschung. Sein Team wies an Immunzellen der Mundschleimhaut spezielle Eigenschaften nach, durch die die Entwicklung der Toleranz durch die sublinguale Immuntherapie plausibel erklärt werden kann.
  
(1) Wilson DR et al.: Sublingual immunotherapy for allergic
rhinitis (Cochrane Review). The Cochrane Library Issue 2, 2004

(2) Ojeda I et al.: Tolerance of sublingual immunotherapy of
grasses administered in disposable monodose vials. Abstract and
poster, EAACI 2003, Paris

(3) Rolinck-Werninghaus et al.: Allergy, in press

(4) Di Rienzo V et al.: Long-lasting effect of sublingual
immunotherapy in children with asthma due to house dust mite: a
10-year prospective study. Clin Exp Allergy 2003 (33): 206-210

ots Originaltext: ALK-Scherax


Kinder-Asthma: Schutz durch Schmutz?
Immer mehr Wissenschaftler sind überzeugt: Dreck macht stark gegen Allergien

01.07.04 - Haar (ots) - Vergessen Sie alles, was Sie bisher über die Vorbeugung gegen Allergien und Asthma gehört haben: Umlernen ist angesagt! Jahrelang haben die Experten gepredigt: Kinder müssen unbedingt vor Schmutz und Keimen, vor Tierhaaren und Pollen geschützt werden. Nur so bleiben sie gesund. Das Ergebnis: Heute gibt es mehr Allergien als jemals zuvor und zehn Prozent aller Kinder leiden hier zu Lande bereits unter asthmatischen Symptomen. Nun bläst die Wissenschaft zum Rückzug. Fachleute sind überzeugt, dass zu viel Schonung das
Immunsystem eher schwächt als stärkt.
  
Unter der provozierenden Überschrift "Esst mehr Dreck!" machte die Londoner Royal Free and University College Medical School radikal
Schluss mit den bisherigen "Schon-Theorien". Nach dem letzten Stand der Wissenschaft schützen nämlich unter anderem folgende Faktoren ein
Kind am ehesten davor, eine Allergie zu entwickeln:
  
    - Es hat mehrere Geschwister, vorzugsweise Brüder.
    - Es wäscht sich eher selten Hände und Gesicht.
    - Es macht Infektionen mit Darmkeimen durch.
    - Es lebt auf einem Bauernhof mit Tieren.
    - Es besitzt einen Hund.
    - Der Staub in der Wohnung ist mit Keimen durchsetzt.
  
In den ersten Lebensmonaten kann das Immunsystem unterschiedlich reagieren: Muss es sich vor allem mit Viren, Bakterien oder Parasiten
auseinandersetzen, richtet es sich mehr auf deren Bekämpfung aus. Fehlt ihm diese Anregung, reagiert es stärker auf allergisierende Substanzen und entwickelt allergische Reaktionen, die in Asthma
übergehen können.
  
Den Beweis lieferte die Multizentrische Allergiestudie MAS an 760 deutschen Kindern, deren allergisches Schicksal bereits seit zehn Jahren verfolgt wird. Babys, die im ersten Lebensjahr nur einmal oder
überhaupt nicht unter Schnupfen oder anderen Virusinfektionen gelitten haben, entwickelten im Laufe der nächsten sieben Jahre doppelt so häufig ein Asthma, als Kinder mit zwei oder mehr
Erkältungsepisoden am Anfang ihres Lebens.
  
Zum Glück gibt es auch bei der Behandlung asthmakranker Kinder Fortschritte. So steht seit kurzem das Asthma-Medikament Singulair
(Wirkstoff: Montelukast) auch als Granulat zur Verfügung. Diese speziell für die kleinen Asthma-Patienten ab sechs Monaten entwickelte Arzneiform lässt sich problemlos in weiche Babynahrung
mischen und erspart den Eltern viel Mühe bei der Verabreichung. Singulair ist ein kortisonfreies Medikament und muss nur einmal täglich eingenommen werden.
  
Fazit der Experten: Ein Haushalt mit Baby muss nicht porentief rein sein. Übertriebene Keimbekämpfung und Putzfimmel schaden offenbar mehr als sie nutzen.  
  
ots Originaltext: Stroebel Communications



 7. Krefelder Hautschutztag: Hautärzte sollen auch auf die Seele des Patienten schauen

22.06.2004 - Bei der Behandlung von Patienten mit Hautkrankheiten sollten Ärzte immer auch psychosoziale Aspekte miteinbeziehen, empfahl Dr. Jochen Wehrmann von der Abteilung für psychosomatische Dermatologie der Rothaarklinik Bad Berleburg am Dienstag anlässlich des 7. Krefelder Hautschutztages. Die Beachtung der Psyche des Patienten sei für die Therapie wichtig, da viele Betroffene sich durch die Sichtbarkeit ihrer Krankheit stigmatisiert fühlen. Die Folgen können Schlafstörungen oder andere depressive Symptome sein. Die Beachtung der Psyche sei aber ein schwieriges Unterfangen, gab Wehrmann zu: Zum einen fehle den Dermatologen häufig das psychotherapeutische Know-how, zum anderen erfordere der finanzielle Druck unter dem viele Ärzte stehen, eine effiziente Zeiteinteilung.

Allergien beeinträchtigen ein Leben lang

Vor der inflationären  Benutzung des Begriffs "Allergie" warnte Professor Dr. Sawko Wassilew, Chef der Dermatologischen Klinik des Klinikums Krefeld. Das Problem sei, dass es nur eine sehr unscharfe Definition der Allergie gebe, so der Hautarzt. Heute gelte häufig bereits eine Unverträglichkeit auf jede Art von Umweltfaktoren als Allergie. Dabei werde verkannt, dass eine Allergie eine schwere chronische Krankheit sei, die lebenslang bestehe und für die Betroffenen starke Einschränkungen mit sich bringe.

UV-bedingter Hautkrebs sollte als Berufskrankheit anerkannt werden

UV-bedingter Hautkrebs sollte in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen werden, forderte der Hautarzt Dr. Wolfgang Wehrmann.
Berufstätige, die im Freien arbeiten, seien besonders gefährdet.
Wehrmann appellierte an die Ärzte, Fälle von beruflich bedingtem Hautkrebs der Berufsgenossenschaft zu melden und dazu beizutragen,
dass die Betoffenen entschädigt werden. Auch die Prävention, zum
Beispiel durch regelmäßige Untersuchungen, müsse eine größere Rolle
einnehmen.

Krefelder Hautschutzpreis an Professor Dr. Thomas L. Diepgen

Der mit 5.000 Euro dotierte "Krefelder Hautschutzpreis" geht in diesem Jahr an Professor Dr. Thomas L. Diepgen. Der Ärztliche Direktor der Abteilung Sozialmedizin des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin am Universitäts-Klinikum Heidelberg erhielt die Auszeichnung für seine Verdienste um den beruflichen Hautschutz.

Bereits zum siebten Mal trafen sich in Krefeld rund 600 Hautärzte,
Arbeitsmediziner, Wissenschaftler, Betriebsschutzbeauftragte,
Sicherheitsingenieure und Vertreter der Berufsgenossenschaften, um
sich über neue Entwicklungen im beruflichen Hautschutz sowie die
Verhütung von Berufsdermatosen zu informieren. Der Krefelder
Hautschutztag wird von der Dermatologischen Klinik des Klinikums Krefeld und der Degussa Tochter Stockhausen GmbH veranstaltet und ist
der größte internationale Fachkongress auf diesem Gebiet.

 www.krefelder-hautschutztag.de

ots Originaltext: Degussa/Stockhausen GmbH


Heiße Spur zu kühlen Nasen

15.06.2004 - An den Nasen ihrer Probanden können Hannoveraner Fraunhofer-Forscher ablesen, ob ein Allergiemittel gewirkt hat oder nicht. Zum Einsatz kommt dabei eine Infrarot-Kamera: Je kühler die Nasen nach einer gezielten Provokation bleiben, desto besser hat das Mittel angeschlagen.

Wenn die Pollen fliegen, mögen von Heuschnupfen Geplagte nicht mehr vor die Tür gehen. Abhilfe verspricht eine Reihe von Tropfen, Tabletten und Sprays, und laufend werden neue Medikamente entwickelt. Wie gut diese Mittel ein Anschwellen der Nasenschleimhaut unterdrücken können, ermittelt man beispielsweise durch Wiegen der Nasensekrete oder Messen des Luftstroms durch die Nase. Eine deutlich elegantere Methode nutzen Michael Larbig vom Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin und seine Kollegen.

Bilder: Fraunhofer-Gesellschaft

Bilder: Fraunhofer-Gesellschaft

Kommen Allergiker mit "ihrem" Allergen in Kontakt, schütten Abwehrzellen im Übermaß Histamin aus. Unter anderem erweitert das Hormon die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut. "Die Nase wird stärker durchblutet und strahlt dadurch mehr Wärme ab", erläutert Larbig. Mit Infrarot-Aufnahmen, per Thermographie, kann diese Erwärmung über Stunden und berührungslos verfolgt werden. Je geringer sie ausfällt, desto schwächer die allergische Reaktion.

In einer ersten Studie an Gesunden haben die Forscher nun die Wirkung zweier bereits zugelassener Antihistaminika verglichen. Dazu gaben sie den Probanden die empfohlene Einmaldosierung des jeweiligen Medikaments und ließen es zwei Stunden wirken. Anschließend simulierten sie einen allergischen Anfall, indem sie den Probanden Histamin in die Nase sprühten. Tatsächlich verringerte eines der beiden Produkte den Temperaturanstieg in der Nase, fanden die Forscher. Die Resultate dieser und weiterer Arbeiten stellen sie jetzt auf dem Kongress der europäischen Allergologenvereinigung EAACI in Amsterdam vor.

Forschung: Michael Larbig und andere, Fraunhofer-Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin, Hannover

Präsentation auf dem Kongress der European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI), Amsterdam

Quelle: Scienceticker

 



Heuschnupfen-Tablette erhöht Sicherheit am Steuer

Erfurt (ots) 24.05.2004 - Die Zeiten, in denen man nach Einnahme von
Allergiemedikamenten Einbußen in der Fahrtauglichkeit befürchten
musste, sind heute vorbei. Dies gilt zumindest für moderne
Antihistaminika der "zweiten Generation". Die neuen Wirkstoffe machen
nicht mehr müde und beeinträchtigen auch nicht die
Konzentrationsfähigkeit, die besonders bei längeren Autofahrten für
die Sicherheit am Steuer wichtig ist.
  
Mehr noch: ein konsequenter Einsatz von potenten Präparaten in der
Allergiesaison kann bei Pollenallergikern wesentlich zur Verbesserung
der Fahrtauglichkeit beitragen. Erleidet nämlich ein Patient eine
Niesattacke am Steuer, so legt er besonders bei hoher Geschwindigkeit
eine gefährlich lange Strecke sozusagen im Blindflug zurück. Die
rechtzeitige Einnahme moderner Antihistaminika kann dies verhindern.
  
Aber nicht nur die akute Symptomatik bereitet den Allergikern
Probleme. Prof. Dr. Ludger Klimek vom Zentrum für Rhinologie und
Allergologie in Wiesbaden warnt auch vor den bislang wenig beachteten
Folgen eines Heuschnupfens für den gesamten Alltag: "Die Erforschung
der Zusammenhänge von Lebensqualität und Allergiebeschwerden hat
gezeigt, dass vor allem die Beeinträchtigung im sozialen
Zusammenleben und die Reduktion der Schlafqualität den betroffenen
Patienten besonders zu schaffen macht." Zu den allergischen
Symptomen, die die Nachtruhe empfindlich stören, gehört laut Klimek
insbesondere eine blockierte Nase. Die Folgen sind mitunter
gravierend: "In eigenen Untersuchungen konnten wir zeigen, dass die
Vigilanz von unbehandelten Allergikern gegenüber einem
Vergleichskollektiv von Gesunden erheblich eingeschränkt ist." Dem
gegenüber könne eine erfolgreiche Antihistaminika-Therapie zum
Beispiel mit dem Wirkstoff Ebastin sowohl die Schlafqualität als auch
die Wachsamkeit am Tage deutlich verbessern.
  
Für einige Patienten mit besonders starken Symptomen kann es nach
Auskunft des Hals-Nasen-Ohren-Arztes durchaus sinnvoll sein, die
Dosis zu erhöhen: "Dadurch kann die Einnahme systemischer
Kortikosteroide unter Umständen vermieden werden". Aufgrund des
nachgewiesenen Sicherheitsprofils gebe es für Ebastin auch die
Zulassung einer Dosisverdoppelung von 10 auf 20mg. Eine
Beeinträchtigung der Fahrtauglichkeit und der Fähigkeit zum Bedienen
von Maschinen sei selbst unter der erhöhten Medikamentendosis nicht
zu befürchten, so der Mediziner.
     
ots Originaltext: wme




Auch allergische Kinder können in der Regel geimpft werden - Wenige Ausnahmen zu beachten

Bei bekannter Allergie z.B. gegen Neomycin oder Gelatine gilt Impfung als kontraindiziert

Mainz - 17.05.2004 - Immer wieder werden Kinder mit allergischen Erkrankungen aus Angst vor schwerwiegenden Reaktionen nicht geimpft. Daneben können Impfstoffe selbst auch eine allergische Reaktion, in sehr seltenen Fällen (1:1 Million) bis hin zu einem anaphylaktischen Schock, hervorrufen. Dies ist jedoch nach Auffassung der beiden Mediziner Dr. med. Markus Knuf und Dr. med. Pirmin Habermehl von der Kinderklinik und Kinderpoliklinik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz kein Grund, auf die empfohlenen Impfungen vollständig zu verzichten. Stattdessen sollten Kinderärzte bei vorliegender Allergie differenziert vorgehen und immer Maßnahmen zur Behandlung einer etwaigen allergischen Reaktion bereithalten. Impfstoffe enthalten verschiedene Substanzen, die unter Umständen schwere allergische Reaktionen auslösen können. Dazu gehören Hilfs- und Konservierungsstoffe, Reste von Kulturmedien, auf denen der Impfstoff gezüchtet wurde, aber auch die Antigene selbst. Eine Impfung sollte nach dem Rat von Knuf und Habermehl unterbleiben, wenn ein Kind nachweislich auf solche Inhaltsstoffe, wie z.B. das Antibiotikum Neomycin, allergisch reagiert. Auch Gelatine ist als Auslöser von Überempfindlichkeitsreaktionen bekannt, weshalb auch in diesem Fall bei einer bekannten Allergie gegen Gelatine von Impfungen abgeraten wird.Als wichtigste Gruppe von Allergenen in Impfstoffen gelten Reste von Kulturmedien, also Substrate wie etwa Hühnereiweiß, auf denen die unschädlichen Erreger für die Impfungen gezüchtet werden. Hühnereiweiß ist in Spuren im Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff enthalten sowie in FSME- und Tollwutvakzin. Außerdem findet sich die Substanz in Influenza-A-Impfstoffen und der Gelbfiebervakzine. Ob nun Kinder mit einer bekannten Allergie gegen Hühnereiweiß geimpft werden sollen oder nicht, wird von Gesundheitsbehörden und Impfstoffherstellern unterschiedlich beurteilt. Eine Reihe von Studien haben gezeigt, dass Kinder mit einer Hühnereiweißallergie problemlos gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft werden können. Die beiden Mainzer Mediziner empfehlen für die wichtige Masern-Mumps-Röteln-Impfung, Kinder mit einer Hühnereiweißallergie (HEA) stets unter stationären Bedingungen, d.h. in einer Einrichtung mit Reanimationsbereitschaft, zu impfen. Tests, um die Risikokinder für schwerste allergische Reaktionen vorab herauszufiltern, haben sich nicht bewährt und sind unter Umständen sogar gefährlich. Dagegen wird für die Influenzaimpfung bei einer HEA die Hauttestung vor der Impfung empfohlen. Eine Impfung gegen die virale Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die durch Zecken übertragen wird, ist nach Auffassung der beiden Impfexperten bei allergischen Kindern wegen der fehlenden Datenlage reiflich zu überlegen. Insbesondere sei das begrenzte Verbreitungsgebiet des FSME-Virus zu berücksichtigen sowie der meist schwächere Verlauf einer FSME-Virus-Infektion im Kindesalter. Noch fraglicher ist die Gelbfieberimpfung bei allergischen Kindern. Möglicherweise sei es im Einzelfall angeraten, ein Kind mit Hühnereiweißallergie gar nicht in ein Gelbfieberendemiegebiet reisen zu lassen. Generell sollte diese "Reiseimpfung" nur nach strenger Indikationsstellung von spezialisierten Zentren verabreicht werden.

Quelle: Johannes Gutenberg-Universität Mainz


Versorgung von chronisch Hautkranken und Allergikern in Gefahr / Scharfer Protest von Patienten- und Ärzteverbänden gegen Gesundheitsreform: Medikamente nicht aus eigener Tasche zahlen!

(30.04.04) Berlin (ots )

Patienten mit chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte sowie Allergien gehören zu den großen Verlierern der Gesundheitsreform. Sie müssen dringend benötigte Medikamente seit Jahresbeginn aus eigener Tasche zahlen. Für viele bedeutet dies eine jährliche finanzielle Zusatzbelastung im vierstelligen Euro-Bereich. "Das ist unzumutbar", protestieren medizinische Fachgesellschaften und Patientenverbände unisono. In einer gemeinsamen Resolution fordern sie die Bundesregierung auf, den leidgeprüften Patienten weiterhin eine medizinische Standardtherapie zu ermöglichen, die den wissenschaftlichen Leitlinien entsprechen.
  
Nicht verschreibungspflichtige Medikamente aus der Apotheke werden
seit dem 1. Januar nicht mehr von der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) erstattet. Weil diese Neuregelung auch die
Versorgung vieler Schwerkranker betrifft, hat der Gemeinsame
Bundesausschuss (GBA) am 16. März 2004 mit Wirkung zum 1. April eine
Liste mit Ausnahmeregelungen verabschiedet. Diese enthält jedoch
entgegen ersten Ankündigungen wichtige dermatologische oder
antiallergische Präparate nicht. "Wir wurden von der Entscheidung des
GBA völlig überrascht", erklärt Prof. Harald Gollnick, Präsident der
Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG). "Vor allem die
Tatsache, dass mit den Harnstoff-Präparaten und den Basistherapeutika
für schwere Verlaufsformen chronischer Dermatosen zwei Therapien
gestrichen wurden, die in der Entwurfsliste sogar noch verzeichnet
waren, können wir so nicht hinnehmen."
  
Übermäßige soziale Härte für Patienten
  
Die DDG und der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD)
sind federführend bei der Protestaktion gegen die Neuregelung, an der
sich auch Patientenorganisationen und weitere Ärztegesellschaften
beteiligen. "Im dermatologischen Bereich sind von dieser Regelung
über 50 Prozent aller Verordnungen betroffen. Für deren Kosten müssen
die Versicherten jetzt selbst aufkommen", beklagt BVDD-Präsident Dr.
Erich Schubert. Der Ausschluss aus der Erstattungsfähigkeit betrifft
praktisch sämtliche dermatologische Diagnosen und somit fast alle
hautkranken Patienten. Nach Schätzungen sind dies etwa 15 bis 20
Millionen Menschen in Deutschland. Besonders problematisch sei, dass
vergleichsweise risikoarme Medikamente von der Erstattung
ausgeschlossen wurden, während risikoträchtige und deswegen
rezeptpflichtige Präparate weiterhin erstattet werden. So müssten
Patienten mit Heuschnupfen die Behandlung mit bewährten
Antihistaminika selbst bezahlen, wohingegen die Therapie mit
Kortisonpräparaten trotz möglicher Nebenwirkungen von den Kassen
getragen wird. Dr. Schubert: "Dafür haben weder die Patienten noch
wir Ärzte Verständnis."
  
Welche finanziellen Belastungen auf die Patienten zukommen, zeigt
das Beispiel Schuppenflechte: Im ersten Quartal mussten
Psoriasis-Patienten einer Würzburger Hautarzt-Praxis zwischen 78 und
461,74 Euro für die von der Erstattung ausgeschlossenen Präparate
selbst zahlen. Der Freiburger Experte für Pharma-Ökonomie Priv.-Doz.
Dr. Matthias Augustin: "Nach unseren Berechnungen entsteht für
chronisch Hautkranke eine jährliche Zusatzbelastung im vierstelligen
Eurobereich. Diese zusätzlichen finanziellen Bürden müssen von den
Betroffenen ohne Obergrenze selbst aufgebracht werden, weil
rezeptfreie Arzneimittel nicht auf die sogenannte
1-Prozent-Chroniker-Regelung angerechnet werden dürfen." Angesichts
der Tatsache, dass z.B. Neurodermitispatienten bisher schon
durchschnittliche Kosten in Höhe von 1200,- Euro jährlich für
spezielle Pflegemittel, Ernährung und Zuzahlungen für Therapien
aufbringen mussten, bedeutet dies für viele eine nicht zu
bewältigende zusätzliche Belastung: "Diesen Patienten werden soziale
Härten auferlegt, wie sie bislang im bundesdeutschen Sozialsystem
beispiellos sind", bilanziert Augustin.
  
Therapieabbrüche drohen
  
Wegen der erheblichen Kostenbelastung drohen jetzt immer häufiger
Therapieabbrüche und Behandlungseinschränkungen, weil ein Teil der
chronisch Kranken die notwendigen Medikamente nicht mehr bezahlen
kann. "Dies führt unweigerlich zu einer erheblichen Verschlimmerung
des Krankheitsbildes und damit mittel- und langfristig zu deutlich
höheren Kosten in der medizinischen Versorgung", beklagt
DDG-Präsident Prof. Gollnick. "Damit werden alle Bestrebungen einer
pharmakoökonomischen Gestaltung der Therapie konterkariert."
  
Gleiches Recht für alle Krankenversicherten
  
Die ab 1. April wirksame Ausgrenzung medizinisch notwendiger
Standardtherapeutika bei schwerwiegenden Hauterkrankungen und
Allergien aus dem Leistungskatalog der GKV stellt für drei Millionen
Neurodermitiker und Schuppenflechtekranke, mehrere Millionen an
Heuschnupfen, Asthma oder einem allergischen Kontaktekzem Leidende,
Menschen mit chronischen Wunden und viele andere schwer Hautkranke
eine erhebliche Diskriminierung gegenüber anderen gesetzlich
Krankenversicherten dar. Nach geltender höchst richterlicher
Rechtsprechung ist der GKV verpflichtet, die Kosten zu übernehmen,
wenn ohne die von einem Vertragsarzt verordnete fachgerechte
Behandlung "eine lebensbedrohliche Verschlimmerung der Erkrankung,
eine Verminderung der Lebenserwartung oder eine dauerhafte
Beeinträchtigung der Lebensqualität" zu erwarten ist. Diesem
Rechtsgrundsatz hat der GBA in der so genannten "Chronikerregelung"
vom Januar 2004 ausdrücklich Rechnung getragen und ihn auch bei der
Festlegung von Ausnahmen noch einmal bekräftigt. Tatsächlich aber
begrenzt die ab 1. April geltende Regelung Ausnahmen sachwidrig und
willkürlich auf 40 Wirkstoffe. Die damit verbundene Ausgrenzung von
Standardtherapeutika bei schweren Hauterkrankungen und Allergien ist
rechtswidrig.
  
Die Unterzeichner der Resolution fordern daher gleiches Recht für
alle Versicherten und eine Korrektur der GBA-Entscheidung.
  
    
ots Originaltext: Dialogpartner Öffentlichkeitsarbeit der Hautärzte
in Klinik und Praxis




Flucht in die Berge / Über 1500 Meter nur noch wenige Allergene in der Luft


Baierbrunn (ots) - 26.04.2004 -
Allergiker und Asthmakranke können im Hochgebirge starke Entlastung finden. In Höhenlagen über 1500 Metern kommen praktisch keine Pollen und Hausstaubmilben mehr vor. Deshalb kann ein Gebirgsaufenthalt im pollenreichen Frühjahr ein besonders attraktiver Ausweg sein. Wer aber schon unter starkem Asthma leidet, soll wegen der dünneren Luft nicht ohne ärztlichen Rat fahren, mahnt das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Unter entsprechender Betreuung aber bringt ein mehrwöchiger Gebirgsaufenthalt oft eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit über viele Monate. Dabei muss nicht einmal die ganze Zeit in der Höhe zugebracht werden. Im Luftkurort Garmisch-Partenkirchen werden Patienten per Seilbahn täglich für mindestens fünf bis sechs Stunden auf Höhen über 1700 Meter gebracht. Durch den ständigen Wechsel wird das Abwehrsystem zusätzlich positiv beeinflusst.

Das Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" 4/2004 B liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Ein unterschätztes Problem: Umweltbedingte Kontaktallergien
Über fünf Millionen Bürgerinnen und Bürger betroffen


Berlin, den 22.04.04 - Etwa 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland reagieren sensibel auf mindestens ein häufiger vorkommendes Kontakt-Allergen. Zu diesen gehören zum Beispiel Nickel – aus Modeschmuck – oder auch Duftstoffe, die in Kosmetika und vielen Produkten des täglichen Lebens enthalten sind. Rund sieben Prozent der Bevölkerung Deutschlands – das sind mehr als fünf Millionen Menschen – erkranken jährlich am allergischen Kontaktekzem.

Das Problem ist: Eine erworbene Sensibilisierung bleibt in der Regel ein Leben lang bestehen. Den Betroffenen bleibt nur, sich vor dem Kontakt mit dem allergenen Stoff zu schützen. Das geht aus einer neu veröffentlichten Studie der Zentrale des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK), Institut an der Universität Göttingen, hervor, die im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erarbeitet wurde. In der groß angelegten Studie wurden über 60.000 Patienten auf Kontaktallergien im privaten Bereich untersucht. Das allergische Kontaktekzem wird durch Hautkontakt mit allergenen Stoffen
hervorgerufen, nachdem es bei einem früheren Kontakt mit diesem Stoff bereits zu einer Sensibilisierung – einer anhaltenden Erhöhung der Empfindlichkeit – gekommen war. Das Problem ist: Eine erworbene Sensibilisierung bleibt in der Regel ein Leben lang bestehen. Den Betroffenen bleibt nur, sich vor dem Kontakt mit dem allergenen Stoff zu schützen. Voraussetzung dafür ist, die wichtigsten Kontakt-Allergene zu kennen.

Am häufigsten reagieren die Menschen auf Nickel. Vor allem Modeschmuck und Piercings führen gerade bei jungen Leuten zu Sensibilisierungen. Erste Erfolge einer Vermeidungsstrategie sind hier aber zu verzeichnen: Nachdem zunächst in Deutschland und später auch in der Europäische Union die Freisetzung von Nickel aus Produkten begrenzt wurde, ging zwischen 1992 und 2001 die Zahl der Sensibilisierungen zurück. Eine Zunahme von Allergie-Problemen durch die Einführung nickelhaltiger EURO-Münzen ist nicht nachzuweisen.

Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland reagiert empfindlich auf
Duftstoffe oder Duftstoff-Mischungen. Etwa 30.000 Duftstoffe sind bekannt. Zu den wichtigsten Allergenen gehören hier die Stoffe Eichenmoos (mit 6,8 Prozent positiver Reaktionen bei den Probanten) und Isoeugenol (4 Prozent). Bisher liegen noch keine Erkenntnisse vor, ob die Zahl der Duftstoff-Allergiker durch die zunehmende Verwendung von Duftstoffen in Innenräumen ansteigt. Hier sind weitere Untersuchungen erforderlich.

Ein weiterer Geruchsstoff mit allergenen Eigenschaften ist Perubalsam, ein
Wundsekret aus dem Perubalsam-Baum. Perubalsam wird zum Beispiel in
Kosmetika, Süßspeisen, Tabak und Getränken eingesetzt. Die Allergiequote steigt hier an, ältere Jahrgänge sind davon stärker betroffen.
Auch Konservierungsstoffe können Allergien auslösen. Sie werden in Kosmetika sowie in vielen anderen Produkten wie Dispersionsfarben und -klebern, Putz- und Reinigungsmitteln sowie in Klimaanlagen eingesetzt.
Durch die Anforderungen des Umweltzeichens „Blauer Engel“ – beispielsweise für Dispersionsfarben – wurde der Einsatz einiger Konservierungsstoffe reduziert. Als Folge ist ein Rückgang der Sensibilisierungsquoten eindeutig nachweisbar. Ähnlich positive Entwicklungen lassen sich als Folge von Maßnahmen gegen Formaldehyd
sowie auf Terpentinöl beobachten – ein Stoffgemisch, das Allergien gegen
verschiedene Terpen-Moleküle anzeigt, die in Naturprodukten enthalten sind.

Als weitere problematische Allergene fielen den Forscherinnen und Forschern auf: Verschiedene Kleiderfarbstoffe (insbesondere Dispers Blau 106/124); in Haarfarben verwendete Stoffe wie Phenylendiamin und para-Toluylendiamin sowie Epoxidharze, die in Lacken, Farben und Klebern oder in der Glasfaserkunststoffherstellung, zum Beispiel im Windrotorenbau, Anwendung finden. Im Untersuchungszeitraum von 1995 bis 2002 waren mehr als 60.000 Patienten mit Ekzemen in dem Forschungsprojekt des IVDK mit dem Epikutantest auf vorhandene Sensibilisierungen untersucht worden. Neben Informationen zur Person (wie Alter, Geschlecht und Beruf) wurden dabei auch mögliche Auslöser von Allergie-Erkrankungen – zum Beispiel Farben, Schmuck, Textilien oder Kosmetika – erfasst.

Die Studie „Untersuchung zur Verbreitung umweltbedingter Kontakt-allergien mit Schwerpunkt im privaten Bereich“ ist in der Reihe WaBoLu-Hefte des Umweltbundesamtes als Nr. 01/04 erschienen, umfasst 313 Seiten und kostet 10 Euro. Sie ist erhältlich bei
Werbung und Vertrieb
Wolframstraße 95-96
12105 Berlin
Telefon: 030/2 11 60 61
Fax: 2 18 13 79
e-Mail: berlin@wundv.com

Quelle: Umweltbundesamt


Mediziner schlagen Alarm: Allergien durch gefärbte Textilien

Hamburg (ots) 20.04.2004 - Immer häufiger lösen neue Textilien eine Allergie aus. Schuld sind nach Ansicht von Experten meist die darin
enthaltenen Farbstoffe. In der aktuellen FÜR SIE (Ausgabe 10/2004,
EVT 20.4.2004) sagt der Münchner Dermatologe Dr. Harald Bresser,
solche Unverträglichkeiten auf Textilfarbstoffe hätten in den letzten
Jahren zugenommen, weil "unsere Kleidung heute oft aus Asien kommt,
wo Qualitätsvorschriften schon mal lasch gehandhabt werden".

Wird beim Färben gepfuscht, können sich winzige Farbmoleküle lösen
und in die Haut eindringen. Die wehrt sich in Form von Ausschlägen,
Ekzemen und Entzündungen. Wer an einer Farbstoff-Allergie leidet,
sollte insbesondere synthetische Fasern meiden. Aber auch
Natur-Textilien aus Baumwolle oder Seide können laut Experte Bresser
Allergien hervorrufen, weil darin oftmals Kunstharze auf
Formaldehyd-Basis verarbeitet werden.

"Studien zeigen, dass bereits jedes dritte Kleidungsstück derart
behandelt ist", sagt der Hautarzt. "Und je höher der Tragekomfort,
desto wahrscheinlicher sind chemische Zusätze." Um das
Allergie-Risiko zu senken, empfiehlt der Hautarzt, neue
Kleidungsstücke vor dem ersten Tragen gründlich zu waschen. Dadurch
werde die chemische Belastung schon erheblich reduziert. Außerdem
sollte man direkt auf der Haut nur ungefärbte, weiße oder
pastellfarbene Textilien tragen.

Quelle: FÜR SIE

Allergien weiter auf dem Vormarsch

08.04.2004 - Für Allergiker hat die Saison der tropfenden Nase und tränenden Augen begonnen: „Immer früher im Jahr bei immer mehr Menschen“ scheint die Devise bei den Allergien zu lauten – und das schon seit längerem. Dass die Allergien immer früher im Jahr einsetzen, hängt mit den milderen Wintern in unseren Breiten zusammen. Da die Durchschnittstemperaturen gestiegen sind, können die Pollen von Frühblühern wie Erle und Haselnuss schon Ende Januar in der Luft sein. Aber warum leiden immer mehr Menschen unter Allergien? Die Krankheit hat in den vergangenen Jahren dramatisch zugenommen. Allergologen schätzen, dass mittlerweile jeder dritte Erwachsene in Deutschland damit zu tun hat. Allein von 1990 bis 1998 hat die Zahl der an Heuschnupfen erkrankten Menschen um 70 Prozent zugenommen. Warum das so ist, weiß bislang niemand so recht: Dieselabgase, Haustiere, unsere Essgewohnheiten, die Umweltverschmutzung oder neue Viren – sie alle sind als mögliche Bösewichte in der Diskussion. Sicher ist nur, dass die genetische Veranlagung und Umweltfaktoren gemeinsam zum Ausbruch der Krankheit beitragen.

Besonders dramatisch: Allergologen schätzen, dass fast drei Viertel aller Deutschen entweder gar nicht wissen, dass sie eine Allergie haben oder sie zumindest nicht ernst genug nehmen. Das kann böse Folge haben – Allergien haben nämlich die Tendenz, sich auszuweiten. Wer seinen Heuschnupfen nicht vernünftig behandeln lässt, läuft daher Gefahr, dass daraus ein gefährliches allergisches Asthma wird. „Heuschnupfen ist keine Bagatellerkrankung, sondern muss zielgerichtet behandelt werden“, erklärt Dr. Roland Stahl, Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Er empfiehlt, bei folgenden Hinweisen zum Arzt zu gehen:
· Schnupfen mit Juck- und Niesreiz ohne die anderen Zeichen einer Erkältung
· gerötete und juckende Augen
· Atemnot, Husten ohne die anderen Zeichen einer Erkältung
· rote und juckende Hautschwellungen (Quaddeln)
· regelmäßiges Auftreten dieser Symptome zu bestimmten Jahreszeiten.

Während der Heuschnupfenzeit empfiehlt Stahl den Allergikern:
· abends Haare waschen, damit keine Pollen mehr in den Haaren sind
· während der Pollenflugzeit Fenster geschlossen halten
· wenn man von draußen in die Wohnung geht, Kleider wechseln
· Jahresurlaub in der Hauptflugzeit des betreffenden Pollens buchen: Nordseeinseln oder Gebirge (über 1500 Meter) gelten als heuschnupfenfrei · Pollenfilter in die Lüftung des Autos einbauen lassen.

Häufig kann auch eine medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Die Betreffenden sollten ihren Arzt darauf ansprechen. Allergologen raten außerdem, möglichst früh prüfen zu lassen, ob die Allergie mit einer so genannten spezifischen Immuntherapie in den Griff zu bekommen ist – am besten schon bevor sich ein Heuschnupfen zu einem allergischen Asthma ausgeweitet hat. Bei dieser Behandlung bekommt der Patient in regelmäßigen Abständen die allergieauslösende Substanz unter die Haut gespritzt. Sein Immunsystem soll sich nach und nach daran gewöhnen und die Überempfindlichkeit gegen die entsprechende Substanz verlieren.

ots-Originaltext: KBV

Volkskrankheit Allergie - Jeder vierte Deutsche betroffen

Baierbrunn (ots) 02.04.2004 - Mehr als 16 Millionen Deutsche sind Allergiker. Die Hälfte davon leidet an Pollenallergie. Ihnen macht der Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern und Gräsern zu schaffen. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der "Apotheken Umschau" bei 2053 Bundesbürgern ab 14 Jahren. Jeder zwanzigste Deutsche gab an, auf Hausstaub bzw. Tierhaare allergisch zu reagieren. Bei vier von fünf Betroffenen bringt die Pollenallergie brennende, juckende Augen mit sich. Zwei Drittel aller Pollenallergiker schlagen sich mit laufender Nase und Niesreiz herum. Bei 1,2 Millionen kommt es mitunter zu bedrohlichen Asthmaanfällen, wenn sie mit Pollen in Kontakt kommen. Zwar wissen Mediziner nicht, wie viele Menschen die Symptome ignorieren und dennoch betroffen sind. Aber die Ärzte sind sich einig: Allergien sind ernst zu nehmen. Immerhin haben knapp zwei Drittel der Allergiker über einen Monat im Jahr unter den Symptomen zu leiden. Ein Gang zum Arzt oder in die Apotheke empfiehlt sich auf jeden Fall. Denn es stehen heute viele gut wirksame Medikamente zur Verfügung, mit denen sich Allergien – auch im Rahmen der Selbstmedikation – behandeln lassen.

Das Apothekenmagazin "Apotheken Umschau" 4/2004 A liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben.

ots-Originaltext: Wort und Bild - Apotheken Umschau


Allergie - Behandlung

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung
von Rita M. M. Lutz, Heilpraktikerin

Unser Abwehrsystem ist normalerweise in der Lage "Eindringlinge" - wie Bakterien, Viren, Pilze und andere schädliche körperfremde Substanzen- auszuschalten. Entgleist aber diese körpereigene Immunabwehr, produziert der Körper Abwehrkörper (=Antigene) gegen körperfremde Stoffe (=Allergene), und der Körper "sensibilisiert", das heißt er bereitet sich auf die Abwehr vor. Kommt es dann zu einem erneuten Kontakt mit dem Allergen, erfolgt die allergische Reaktion mit den uns bekannten Reaktionen: Niesen, Heuschnupfen (mit oder ohne Beteiligung der Augen), asthmatische Beschwerden, Hautausschläge, Verdauungsstörungen, bis hin zu allgemeinen Beschwerden wie Kopfschmerz, Müdigkeit und Unwohlsein.
Die Auslöser von Allergien sind Schimmelpilze (und andere Pilzarten), Hausstaubmilben, Nahrungsmittel, chemische Zusatzstoffe, Pollen, Arzneimittel, Haustiere, Wasch- und Pflegemittel, und andere toxische Stoffe. Die Vorraussetzungen für die allergischen Reaktionen sind familiäre Vorbelastungen, aber auch Stress und psychosomatische Komponenten.In meiner Praxis wird von mir ein ganzheitliches Therapiekonzept für die Behandlung von Allergien eingesetzt, mit dem ich die Kombination verschiedener Therapien nutze.Als erstes erfolgt die Testung der allergieauslösenden Stoffe, und die Beratung des alltäglichen Umgangs mit diesen Stoffen, damit Ihr Leben auch lebenswert bleibt. In meiner Praxis ist mir die Ausarbeitung eines individuellen Therapiekonzeptes und die Auswahl geeigneter Medikamente für Sie wichtig, da diese eine erste Unterstützung Ihres Immunsystemes darstellen, damit Ihr Körper wieder in der Lage ist, aus dem eigenen "Selbst" heraus zu arbeiten und eigene Stoffwechselprozesse wieder zu regulieren.

Wesentlich sind hierbei auch die seelischen und die psychosomatischen Prozesse neben den körperlichen Funktionen, da diese bei den Allergien eine wichtige Rolle spielen. Es geht nicht so sehr darum, "gegen die Allergie zu kämpfen", sondern bewußter mit dem eigenen Leben, dem eigenen Körper leben und eine natürliche Balance zu finden.

Ouelle: www.naturheilpraxis-lutz.de

 


Therapien - Allergiebehandlung


Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von
Dr. W. Achenbach

Wie entsteht eine Allergie ?

Die Allergie (griech. gleichbedeutend mit "anders verarbeiten") ist eine überschiessende Antwort des Immunsystems als Antigen-Antikörper-Reaktion gegenüber körperfremden Stoffen. Voraus geht ein klinisch stummer Erstkontakt mit folgender Sensibilisierung auf das Allergen und in der Regel Entwicklung von IgE-Antikörpern (Allergie vom Soforttyp).

Allergien sind seit dem Altertum bekannt. Eine deutliche Zunahme vollzog sich in den letzten 30 Jahren, so dass heute fast jedes 3. Kind und jeder 5. Erwachsene betroffen sind. In den westlichen Ländern treten Allergien wesentlich häufiger auf als in der 2. und 3. Welt. Familien aus sozial schwächeren Schichten sind ebenfalls seltener betroffen.

Mögliche Ursachen
1. kurze oder fehlende Stillphase (Zeit der Darm- und Immunsystemreifung)
2. abgeschwächtes Immuntraining in der Kleinkindphase durch hohen     Hygienestand ("zu wenig Dreck im Mund")
3. vielschichtige Impfungen, dadurch geringe Auseinandersetzung mit Erregern
4. schnelle und wiederholte Antibiotikagabe bei Infekten     (Darmfloraschädigung)
5. früher und polyvalenter Kontakt mit Chemikalien, auch der     Lebensmittelveredelungsindustrie (Farb-,
    Konservierungs- und Aromastoffe, Spritzmittel)

Überforderung der Immunabwehr
Dadurch kommt es neben dem mangelnden Training des Darm-assoziierten Immunsystems gleichzeitig zu einer entzündlichen Schädigung der Darmbarriere (erhöhte Durchlässigkeit) und damit zu einer Überforderung der Immunabwehr, deren Aufgabe die Trennung körpergünstiger von schädlichen Substanzen ist.

Allergische Symptome
Es gibt zahlreiche allergische Symptome wie Rötung, Nies-/Juckreiz, Augentränen, Nasenlaufen, Migräne, Mittelohrentzündungen, Ausprägung von Asthma, Ekzemen, Neurodermitis bis hin zum Schock. Über die immunologische Vernetzung der Haut und Schleimhäute kann auch der Verdauungstrakt mit Krämpfen, Blähungen und Durchfällen reagieren. Die Beteiligung der serösen Gelenkhäute führt zu Rheuma. Psychische Symptome sind schnelle Erschöpfbarkeit, Depressionen aber auch Hyperaktivität und Aggressivität.

Diagnostik
Zur Diagnose werden diverse Allergiehauttests, inkl. Einatmung und Einnahme der Allergene, sowie Blutuntersuchungen auf spez. IgE-/IgG-Antikörper durchgeführt. Oft besteht eine Diskrepanz zwischen positivem Test und fehlender Symptomatik.

Allergien können sich im Laufe des Lebens abschwächen, verstärken oder auf andere Allergene verschieben. Deshalb ist nicht nur die Frage wichtig: "Auf was bin ich allergisch?" - sondern: "Warum reagiere ich allergisch?" "Gibt es auslösende Störungen?"

Therapie
Die Therapie besteht aus Nahrungsmittel- und Allergenvermeidung, der Schlafzimmersanierung, der Hyposensibilisierung, Cortison, DNCG und Antihistaminika.

Die Naturheilkunde beschäftigt sich mit den Ursachen der Allergie. Diese können durch Elektroakupunktur und Applied Kinesiology lokalisiert und therapiert werden. Eine Eigenbluttherapie regt ein Immuntraining mit körpereigenen Stoffen des Blutes an. Wesentlich ist auch die Stabilisierung der Darmbarriere (Symbioselenkung u.a.)

... mehr finden Sie unter Therapien
( bitte lesen Sie weiter auf der Homepage von Dr. W. Achenbach)

(Ablauf einer Therapie, Eigenbluttherapie, Immunsystem-Stärkung)

... mehr auch unter Diagnostik
(Applied Kinesiology, Elektroakupunktur nach Voll)


Quelle: www.dr-med-achenbach.de

 

Folgender Artikel ist zuerst in leicht gekürzter Fassung im Magazin ZeitenSchrift, Nr. 28, 4. Quartal 2000, erschienen (www.zeitenschrift.com)


Alle Allergien sind heilbar
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung
von Henning Müller-Burzler
Immer mehr Menschen haben Allergien. Davon sind jedoch nicht nur Babys und Kinder betroffen, sondern auch Erwachsene in allen Altersstufen gehören zum stetig wachsenden Kreis der Betroffenen. Nach dem Umweltrat in Berlin soll es bereits 24 bis 32 Millionen Allergiker in Deutschland geben. Ich persönlich bin sogar davon überzeugt, dass mittlerweile über zwei Drittel aller Bundesbürger, also mehr als 50 Millionen Deutsche eine oder mehr Allergien haben.

Will man dieser Situation Herr werden, müssen die Ursachen, die zu dieser Entwicklung geführt haben, erkannt und beseitigt werden. Aufgrund jahrelanger Erfahrung mit über 1000 Allergikern wissen wir, dass mindestens 98 % aller Allergien durch umweltschädliche Faktoren beziehungsweise durch Ablagerungen von giftigen Chemikalien und Schwermetallen im Körper verursacht werden.
Psyche und Allergien

Neben den umweltbedingten Allergien gibt es zwar auch noch einige andere körperliche, seelische und ernährungsbedingte Möglichkeiten Allergien zu bekommen, jedoch spielen diese bei der Allergieentstehung meistens nur eine sekundäre Rolle. Man bedenke, dass Allergien vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten zu einer Massenerscheinung in den Industrienationen geworden sind und dass es in diesen Ländern heute kaum noch einen Menschen gibt, der nicht bereits ein durch lebensfeindliche Umweltfaktoren belastetes oder geschwächtes Immunsystem aufweist.

Somit können psychische Faktoren, wie Stress, Ängste, Aversionen oder Antipathien, zwar an der Entstehung von Allergien beteiligt sein und auch zu einer vorübergehenden Verstärkung der allergischen Reaktionen führen, die primären Ursachen stellen sie hingegen nur äußerst selten dar. Wäre der Körper nicht bereits durch die abgelagerten Umweltgifte oder chemischen Medikamente geschwächt, würde er auf derartige seelischen Belastungen wenn überhaupt, dann nur in abgeschwächter Form mit allergischen Symptomen reagieren!
Sind Allergien vererbbar?

Die aus schulmedizinischen Kreisen stammende Behauptung, dass Allergien vererbbar sind, kann insofern eindeutig widerlegt werden, da alle Allergien heilbar sind. Allergien werden somit immer im Leben erworben, sogar die der Babys. Echte Erbkrankheiten sind hingegen gar nicht oder nur sehr schwer heilbar. Das einzige, was hingegen seit Jahrtausenden von einer Generation zur nächsten vererbt wird, sind die genetisch bedingten Schwachstellen (Krankheitsanlagen) des Körpers, die leichter als andere Körperbereiche erkranken und an denen sich die allergischen Reaktionen letztendlich äußern können. Zu diesen Schwachstellen kann natürlich auch das Immunsystem selbst gehören, so dass diese Menschen dann eher zu Allergien neigen oder eine immunologische Erkrankung bekommen als andere.
Wie entstehen Allergien?

Der wahre Grund für die rasante Zunahme von Allergien sind also die vielen verschiedenen Umweltgifte und die lebensfeindlichen Strahlungen (Mobilfunk, UV-Strahlung etc.), die unser Immunsystem derart schwächen können, dass es immer häufiger nicht mehr in der Lage ist, alle körperfremden oder giftigen Substanzen (Antigene), die wir über die Atemluft und den Verdauungstrakt aufnehmen, mit der normalen Immunabwehr zu vernichten.

Es ist dann gezwungen, zu einer Notlösung zu greifen, und bildet vermehrt Abwehrkörper, sogenannte Antikörper, die sich dann an die Antigene ankoppeln und diese so unschädlich machen. Findet beim nächsten Kontakt mit einem Antigen eine überschießenden Antikörperbildung statt, spricht man von einer Allergie. Die überschießende Bildung von Antikörpern geschieht dabei aus Sicherheitsgründen, denn der Körper weiß ja nicht, wie viele von den zu neutralisierenden Substanzen im Blut ankommen werden.

Die allergischen Symptome selbst werden dann vor allem vom gleichzeitig ausgeschütteten Hormon Histamin und von bestimmten Prostaglandinen (hormonähnliche Substanzen) ausgelöst.
Die häufigsten Allergiesymptome

Der Dreh- und Angelpunkt aller Allergien ist das Blut. Die allergischen Reaktionen finden hingegen immer an den genetisch bedingten Schwachstellen, den sogenannten allergischen Reaktionsorten statt, die jeder Mensch von seinen Eltern vererbt bekommt und die immer erst dann in Erscheinung treten, wenn Allergien vorhanden sind. Jeder Mensch hat also in der Regel einen oder mehrere allergische Reaktionsorte vererbt bekommen, die je nach der körperlichen oder seelischen Verfassung aktiviert werden. Das ist der Grund, warum viele Allergiker mit einer Vielzahl von Symptomen zu kämpfen haben, wohingegen manch anderer nicht weniger starke Allergiker keine oder kaum Beschwerden aufweist.

Zu den bekanntesten allergischen Reaktionen gehören zweifelsohne Neurodermitis, Kontaktallergien, Heuschnupfen und Asthma. Die allergischen Reaktionsorte sich dabei die Haut, die Schleimhäute der Nase und Augen sowie der Bronchien und Bronchiolen (das sind die kleinsten Atemwegsäste direkt vor den Lungenbläschen). Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine Menge weiterer allergische Reaktionsmöglichkeiten, die zum Teil völlig unbekannt sind (siehe weiter unten „Das unerkannte Allergie-Syndrom“). Besonders Kinder sind häufig von der allergisch bedingten Hyperaktivität betroffen.

Die allergischen Reaktionsorte sind hierbei der Nervus sympathicus und bestimmte Gehirnbereiche. Aber auch eine permanente Müdigkeit, Kopfschmerzen und Migräne, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufbeschwerden, nervale Störungen und Nervenschmerzen, Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe, Geschmacks-, Riech- und Hörstörungen, Ohrensausen und Schwindel, chronische Atemwegsbeschwerden, wie ständiger Schnupfen, permanentes Räuspern oder chronischer Husten, sowie chronische Beschwerden des Verdauungstraktes, der Blase oder Vaginalschleimhäute stehen immer häufiger mit Allergien in Verbindung.

Neben diesen körperlichen Beschwerden nehmen jedoch auch die psychischen Allergiesymptome immer mehr zu. Dazu gehören vor allem eine übersteigerte Sensibilität auf alle Außenreize, weshalb die Betroffenen oft gereizt sind oder zur Aggressivität neigen, unerklärliche Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit sowie eine starke seelische und körperliche Erschöpfung.
Heilung durch Ursachenbehandlung

Will man Allergien dauerhaft heilen, hat es nur wenig Sinn, das Immunsystem ausschließlich mit der Bioresonanztherapie, einer Eigenblutbehandlung, mit Phytotherapeutika, der Akupunktur oder der Rotationsdiät zu stärken oder den Versuch zu unternehmen, den Körper gegen bestimmte allergieauslösende Substanzen (Allergene) zu desensibilisieren. All diese Therapien können die Symptome zwar häufig verringern oder auch für eine bestimmte Zeit beseitigen, in der Regel sind die möglichen Therapieerfolge jedoch nie von Dauer.

Erst wenn die Ursachen, die zu den Allergien geführt haben, beseitigt werden, kann es zu einer nachhaltigen Allergiefreiheit kommen. Um Allergien daher ursächlich zu heilen, müssen alle allergieauslösenden Faktoren erkannt und behoben werden.
Die primären Ursachen der meisten Allergien habe ich ja bereits angesprochen. Das betrifft die vielen verschiedenen Umweltgifte, die über die Nahrung und die Luft aufgenommen und unter normalen Umständen teilweise im Körper abgelagert werden. Dazu gehören alle giftigen Industrie- und Autoemissionen, insbesondere die Verbrennungsprodukte der Müll- und Sondermüllverbrennungsanlagen, und natürlich die vielen Pestizide und Chemikalien, die in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz kommen.

Aber auch das Quecksilber aus den Amalgamfüllungen der Zähne und die vielen verschiedenen Raumgifte, wie zum Beispiel die Holzschutzmittel Lindan und Pentachlorphenol (PCP) oder giftige Lösungsmittel in Teppich- und Parkettklebern, sind häufig an der Entstehung von Allergien beteiligt.
Bei immer mehr Menschen wird das Immunsystem jedoch auch durch den stetig zunehmenden Konsum chemisch-pharmazeutischer Medikamente geschwächt, die ebenfalls teilweise im Körper und so auch in den abwehrzellbildenden Organen, wie den Lymphknoten, der Thymusdrüse und der Milz, abgelagert werden.

Wären diese Giftbelastungen des Körpers die einzigen Ursachen der Allergien, könnten sie mit den unten beschriebenen Entgiftungstherapien relativ schnell geheilt werden. Leider liegt vor allem bei den meisten stärkeren Allergikern noch ein weiterer Entstehungsgrund für die Allergien vor. Ebenso wie die Schilddrüse oder die Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke) gehört nämlich auch die Bauchspeicheldrüse zu denjenigen Organen, die bei immer mehr Menschen infolge der Giftablagerungen in Mitleidenschaft gezogen wird. Neben dem Insulin produziert sie eine Reihe von Verdauungsenzymen, die bei zunehmender Belastung der enzymbildenden Zellen mit Umweltgiften immer weniger gebildet werden. Die meisten stärkeren Allergiker weisen daher auch eine umweltbedingte Verdauungsschwäche zumeist der Eiweißverdauung auf, wodurch die allergische Gesamtsituation deutlich verschlechtert wird.

Eine erfolgreiche Allergietherapie muss daher bei derart betroffenen Allergikern auch die Regeneration einer geschwächten Verdauungskraft mit einschließen. Erst dann sind alle notwendigen Voraussetzungen für einen umfassenden und dauerhaften Therapieerfolg gewährleistet.
Allergien infolge einer Verdauungsschwäche

Bei einem Großteil aller Allergiker liegt also auch eine durch Giftablagerungen entstandene Funktionsschwäche der Bauchspeicheldrüse vor. Die Folge ist, dass die Nahrung nicht mehr richtig verdaut wird und vermehrt im Darm fault oder gärt. Daher leiden zunehmend mehr Menschen unter häufigen Blähungen, weichen Stühlen bis Durchfällen aber auch Verstopfung, permanenten Darmflorastörungen bis hin zu immer wiederkehrendem oder ständigem Pilzbefall des Darms. All diese Beschwerden entstehen vor allem dann, wenn mehr gegessen wird, als von den Verdauungssäften verdaut, das heißt zerlegt werden kann. Kleine Mahlzeiten werden bei derart betroffenen Menschen daher in der Regel deutlich besser vertragen als große.

Ist die Darmflora längere Zeit erkrankt, verändert sich die Darmwand und wird großporiger, so dass noch nicht richtig verdaute größere Eiweißmoleküle und -bruchstücke vom Darm ins Blut übertreten können. Dort sind jedoch nur die kleinen Bausteine der Eiweiße, die sogenannten Aminosäuren, erwünscht, aus denen der Körper dann sein eigenes Eiweiß aufbaut. Ganze Eiweißmoleküle oder deren größere Bruchstücke sind hingegen hochgradig giftig im Blut und
müssen sofort vom Immunsystem vernichtet werden. Ist das Abwehrsystem bereits zu stark geschwächt oder wird es durch zu viele unverdaute Eiweiße überfordert, muss es die Notbremse ziehen und bildet vermehrt Antikörper.

Diese koppeln sich an die eingedrungenen Fremdeiweiße an und machen sie so unschädlich. In der Regel merkt sich der Körper diese erste Überbelastung und schüttet beim nächsten Kontakt mit demselben Eiweiß sicherheitshalber eine noch größere Menge an Antikörpern aus, denn er weiß ja nicht wie viel von dem unverdauten Eiweiß letztendlich im Blut ankommen wird. Gleichzeitig werden das Histamin und die Prostaglandine freigesetzt, die dann zusammen mit den Antigen-Antikörper-Komplexen für die allergischen Reaktionen verantwortlich sind. Eine solche Überreaktion nennt man dann eine verdauungskraftbedingte Nahrungsmittelallergie.
Zwei Gruppen umweltbedingter Allergiker

Grundsätzlich gibt es daher zwei Gruppen umweltbedingter Allergiker:
Die erste Gruppe hat ausschließlich ein durch giftige Substanzen geschwächtes Immunsystem, weshalb die Betroffenen je nach der individuellen Immunschwäche Allergien auf grundsätzlich alle körperfremden Substanzen entwickeln können. Das können Allergien auf Hausstaub (genauer: der Kot der Hausstaubmilben), Blütenpollen, Waschmittel, alle möglichen chemischen Substanzen, Metalle, Insektengifte oder Tierhaare aber auch auf Nahrungsmittel sein.

Bei der zweiten Gruppe liegt neben der allgemeinen Schwächung des Abwehrsystems auch eine Verdauungsschwäche zumeist der Bauchspeicheldrüse vor, wodurch die Nahrung nicht optimal verdaut werden kann. Verdauungskraftbedingte Darmbeschwerden und eine Verstärkung sowie Zunahme der Allergien sind die Folge.

Wollen wir Allergien daher ursächlich und dauerhaft heilen, muss der Körper einerseits entgiftet und andererseits eine möglicherweise geschwächte Verdauungskraft wieder aufgebaut werden. Wer das nicht tut, kann mit Hilfe rein symptomatischer Allergietherapien, die in der Regel nur für eine relativ kurze Zeit das Immunsystem stärken, zwar eine Linderung der Symptome jedoch nur selten eine Heilung erreichen.
Die Entstehung von Allergien bei Babys und Kleinkindern

Viele Eltern fragen sich heute, warum ihre Babys oder Kleinkinder zum Teil hochgradig allergisch reagieren, obwohl sie doch nur relativ kurze Zeit Kontakt zur Außenwelt gehabt hatten. Die Ursache für die Entstehung von Allergien bei Babys und Kleinkindern sind wiederum die vielen verschiedenen Umweltgifte und chemischen Medikamente. Denn in der Schwangerschaft löst sich unter dem Einfluss der Schwangerschaftshormone ein Teil dieser chemischen Substanzen und Schwermetalle neben den ganz normalen Stoffwechselablagerungen vermehrt aus dem Bindegewebe und den Organen und gelangt über die Plazenta in das heranwachsende Baby.

Die immer häufiger vorkommende Schwangerschaftsübelkeit lässt sich vor allem auf eine starke Leberbelastung durch diese Entgiftung zurückführen, wenn die Leber mehr entgiften muss, als sie kann. Dabei stauen sich die gelösten Gifte und Schlacken dann regelrecht vor der Leber im Blut. Und da der Magen, die Bauchspeicheldrüse und der Darm ihr Blut direkt der Leber zuführen, kann sich ein Rückstau natürlich primär in diesen Organen bemerkbar machen. Übelkeit, Erbrechen, vermehrte Blähungen, Stuhlbeschwerden, Hämorrhoiden und Venenstauungen in den Beinen bis hin zu stauungsbedingten Darmflorastörungen und Pilzerkrankungen sind daher häufige Symptome für dieses Leiden. Alle Maßnahmen, die den Leberstoffwechsel unterstützen, können diese Beschwerden lindern oder beseitigen. Aber auch wenn der Leberstau durch eine geeignete Lebertherapie kompensiert wird, befinden sich die Gifte im Blut und erreichen über die Plazenta den Embryo beziehungsweise Fötus. Beim nicht kompensierten Leberstau können das natürlich bedeutend mehr sein!

Das ungeborene Kind lagert nun diese Umweltgifte und chemischen Medikamente in seinem Bindegewebe und in den Organen ab. Je nach der Affinität der Gifte zu bestimmten Körperregionen und der genetischen Veranlagung können sie auch in die abwehrzellbildenden Organe (Lymphknoten, Thymusdrüse, Milz etc.) gelangen, wodurch das Immunsystem bereits im Mutterleib in Mitleidenschaft gezogen wird. Immer häufiger sind von diesen Giftablagerungen aber auch die Bauchspeicheldrüse oder der Magen betroffen, weshalb die Bildung der Verdauungssäfte schon ab der Geburt mehr oder weniger geschwächt sein kann. In den meisten Fällen liegt dann eine Eiweißverdauungsstörung vor.

Sustanzen

Das ist der Grund, warum in den letzten Jahren immer mehr Babys mit einem stark geschwächten Immunsystem und einer durch chemische Substanzen oder Schwermetalle bedingten Verdauungsschwäche geboren werden.

Manchmal weisen sie sogar nur ein Viertel oder Fünftel der normalen Verdauungskraft auf. Die Verdauungskraft ist dann so gering, dass diese Babys nicht einmal 200 ml Muttermilch mit nur 2,4 Gramm Eiweiß verdauen können. In weniger starken Fällen reagieren sie darauf mit Blähungen, leichten Bauchschmerzen, Durchfällen und Darmflorastörungen. In extremeren Fällen werden die sogenannten Drei-Monats-Koliken hingegen zu Sechs-Monats-Koliken oder enden überhaupt nicht mehr. Außerdem entstehen durch die vermehrte Eiweißfäulnis relativ häufig zusätzliche Pilzerkrankungen (Candidapilze etc.) im Darm, die auch als weißer Soor im Mund auftreten können. Und oft entwickeln sich schon in den ersten Tagen nach der Geburt Allergien auf das nicht verdaute Muttermilcheiweiß oder auf irgendwelche Inhaltsstoffe der adaptierten Flaschennahrung.

Eine ursächliche und dauerhafte Heilung von allen Allergien bei derart betroffenen Kindern ist nur möglich, wenn der Körper zumindest teilweise entgiftet wird und sich im Verlauf der Therapie auch die Verdauungskraft wieder normalisiert.
Die Rolle des Mobilfunks bei der Allergieentstehung

Dass wir besonders in den letzten Jahren eine deutliche Zunahmen von Allergien beobachten können, hängt nicht nur mit der gleichbleibenden Schadstoffbelastung unserer Umwelt zusammen, sondern steht auch mit der stetig intensiver werdenden Mobilfunkstrahlung in Verbindung. Dabei scheint es regelrecht zu einem Synergieeffekt zwischen den im Körper abgelagerten Chemikalien und Schwermetallen und der völlig unnatürlichen Mobilfunkstrahlung zu kommen. Würden wir uns ausschließlich an der Natur orientieren, dürften wir für den Mobilfunk nur ungepulste Gleichstromfrequenzen verwenden.

Bei der derzeitig angewandten Mobilfunktechnologie handelt es sich hingegen um völlig naturfremde gepulste Hochfrequenzen (periodisches Funken), die zudem noch auf Wechselstrom basiert. Diese Strahlung ist vergleichbar mit der Wirkung eines Bohrhammers, die bis ins Innerste unserer Körperzellen vordringen kann. Sie kann daher viel eher genetische Veränderungen im Zellkern hervorrufen als eine ungepulste Gleichstromstrahlung.

Auf jeden Fall führt sie jedoch zu einer flächendeckenden Schwächung des Immunsystems bei Mensch und Tier, wodurch nicht nur bereits vorhandene Allergien verstärkt werden, sondern auch neue Allergien leichter entstehen. Daneben werden aber auch viele andere Krankheiten und Symptome durch den Mobilfunk negativ beeinflusst oder verursacht (siehe den Mobilfunk-Report in der ZeitenSchrift Nr. 24/4. Quartal 1999).
Ursächliche Heilungswege für alle allergischen Erkrankungen

Viele Jahre hatte ich nach neuen Wegen und Mitteln gesucht, mit denen wir unser Immunsystem stärken, den ganzen Körper von allen Umweltgiften und Schlacken entgiften und eine möglicherweise geschwächte Verdauungskraft wieder aufbauen können. Nach zehnjähriger Forschungszeit stieß ich 1992 endlich auf eine an sich uralte Ernährungsweise, mit der all dies
möglich ist. In meinem Buch „Gesund und Allergiefrei“ habe ich sie ausführlich beschrieben.

Rohe Früchte, Nüsse und Ölsamen (Mandeln, Haselnüsse, Sonnenblumenkerne, Sesamsamen etc.) sowie das rohe angekeimte Getreide sind in der Lage, unseren gesamten Körper nicht nur von allen Umweltgiften, chemisch-pharmazeutischen Medikamenten und Stoffwechselschlacken zu befreien, sondern auch die gesamte Eiweiß-, Kohlenhydrat- und Fettverdauung zu regenerieren. Allerdings müssen diese Lebensmittel auf eine bestimmte Art kombiniert und zusätzlich gründlich gekaut, ja regelrecht verflüssigt werden. Durch diese Maßnahmen werden enorme Stoffwechselprozesse in Gang gesetzt, wodurch das Immunsystem auf unvergleichliche Weise gestärkt wird und alle Entgiftungsenzyme und die sogenannten Stoffwechselkatalysatoren um ein Vielfaches intensiver arbeiten als sonst.

Die Entgiftung des Bindegewebes und aller Organe ist mit dieser Methode stärker als bei jeder mir bekannten anderen Entgiftungstherapie, stärker sogar als beim Fasten. Sie ist so stark, dass man diese Anwendung anfangs mit nur kleinen Mengen von 10 bis 30 Gramm Nüssen oder Samen zwei- bis dreimal wöchentlich beginnen sollte. Ich selbst heilte mit dieser Methode in den Jahren 1992 und 1993 meine eigenen Allergien.

Heute empfehle ich sie jedoch nicht nur bei Allergien, sondern auch bei allen anderen umwelt- und stoffwechselbedingten Erkrankungen; denn es gibt kaum eine Krankheit, die nicht durch sie gelindert oder geheilt werden kann. Wer daher Spaß daran hat, sich gesund zu ernähren, und die Nahrung als Heilmittel nutzen möchte, kann mit dieser Methode wahre „Wunder“ erleben.
Neben dieser Ernährungstherapie habe ich in den letzten Jahren jedoch noch zwei weitere Heilmethoden entwickelt. So wenden wir in unserer Praxis zur Behandlung von allergischen sowie anderen chronischen und akuten Krankheiten bei Babys, Kindern und Erwachsenen eine völlig neue homöopathische Therapievariante an. Im Prinzip bekommen alle unsere Patienten individuell ausgesuchte Einzelmittel, mit denen der Körper dann ebenso entgiftet und regeneriert wird wie mit der Anwendung der Früchte, Nüsse und Samen.

Aber auch die dritte Heilmethode eignet sich hervorragend zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems und zur Therapie von allen allergischen Erkrankungen. Es handelt sich dabei um die Kombination folgender fünf Vitamine: C, D, E, Carotin und Coenzym Q10. Richtig angewandt wird dadurch ebenfalls der gesamte Körper von allen chemischen Substanzen, Schwermetallen und Stoffwechselschlacken entgiftet.

Mit einer zwei- bis dreimaligen Anwendung pro Woche lassen sich damit nicht nur umweltbedingte Allergien erfolgreich behandeln, sondern auch so manche andere Krankheit, die mit einem geschwächten Abwehrsystem einhergeht. Die wichtigste Voraussetzung für die Wirksamkeit dieser Methode ist jedoch, dass alle fünf Vitamine natürlichen Ursprungs sein müssen. Sie funktioniert daher nur, wenn ausschließlich reine Nahrungsextrakte oder -konzentrate beziehungsweise 100-prozentig pflanzliche oder tierische Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden.

Bei synthetischen Vitaminen in dieser Kombination konnte ich den Entgiftungseffekt nicht beobachten. Eine weitere Bedingung ist, dass alle Vitamine gleichzeitig zum Einsatz kommen müssen. Wie viel Sie oder Ihre Kinder von den einzelnen Vitaminen für diese Entgiftungstherapie benötigen, wo Sie die Vitamine beziehen können und was Sie sonst noch beachten müssen, habe ich ausführlich in meinen Buch „Das Handbuch für Allergiker“ beschrieben.

Schlusswort

Natürlich konnten in diesem Artikel nur die wichtigsten Punkte zu diesem umfassenden Thema angesprochen werden. Falls Sie daher mehr über psychische und ernährungsbedingte Allergieursachen, die Wirkung des raffinierten Zuckers als Allergieverstärker sowie das „10-Punkte-Ernährungsprogramm für Allergiker“, das Thema „Allergien durch Impfungen“, wichtige naturheilkundliche Erste-Hilfe-Maßnahmen und hilfreiche symptomatische Allergietherapien erfahren wollen, kann ich nur auf mein Buch „Das Handbuch für Allergiker“ verweisen.

Beenden möchte ich meine Ausführungen mit zwei Zitaten aus meinen Büchern, die mir sehr am Herzen liegen: „Die Natur wurde von unserem Schöpfer perfekt erschaffen und wir Menschen dürfen sie für uns nutzen und von ihr leben. Wir haben jedoch kein Recht dazu, sie auszubeuten oder zu zerstören. Denn wenn wir die Natur zerstören, zerstören wir uns selbst!“ – „Der einzig wahre Heilungsweg für uns und die Erde ist daher, dass wir damit aufhören, Gifte zu produzieren und endlich die Naturgesetze des Lebens beachten!“

Das unerkannte Allergie-Syndrom

Zunehmend mehr Menschen leiden unter anscheinend unerklärlichen körperlichen und seelischen Beschwerden, die mit keiner typischen Krankheit in Verbindung gebracht werden können oder häufig mit anderen Krankheiten verwechselt werden. Kaum bekannt ist daher, dass man auf Allergien auch mit ganz anderen körperlichen und seelischen Symptomen reagieren kann, als mit den allgemein bekannten Haut- oder Atemwegsbeschwerden, wie Neurodermitis, Asthma oder Heuschnupfen. Außerdem reagieren die meisten Betroffenen nicht nur mit einem Symptom auf Allergien, sondern mit mehreren, weshalb man heute vom Allergie-Syndrom spricht.
Aus der nachfolgenden Übersicht können Sie die häufigsten allergischen Erkrankungen und Symptome entnehmen.

Allergiesymptome im Bereich von Haut, Schleimhäuten
und inneren Organen


• Neurodermitis, Nesselsucht (Urtikaria), Kontaktallergien
• Heuschnupfen, chronischer Schnupfen, häufiges Nasenbluten
• Asthma, chronischer Husten, Pseudokrupp
• chronische Schleimbildung im Bereich der Atemwege, ständiges Räuspern
• chronische Halsschmerzen, Schwellung der Gaumen- und Rachenmandeln   („Polypen“), Heiserkeit
• chronische Nasennebenhöhlenbeschwerden
• chronische Entzündung der Augenbindehäute, Augenlidschwellungen,   permanenter Tränenfluss
• Ohrensausen, Schwindel, Schwerhörigkeit
• chronische Mittelohrbeschwerden, chronische Entzündung der   Ohrtrompete
• Ohrekzeme
• chronische Beschwerden in Mund, Speiseröhre, Magen und Darm, wie   Schmerzen, Brennen, Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle und   Verstopfung
• chronische Harnwegsbeschwerden (Nierenbecken, Blase, Harnröhre)
• chronische Vaginalbeschwerden
Allergiesymptome im Bereich von Nerven, Gehirn und Muskeln

• Hyperaktivität, Nervosität, Schlaflosigkeit
• chronische Müdigkeit, Benommenheit, großes Schlafbedürfnis
• epileptische Anfälle
• Kopfschmerzen, Migräne
• Ohrensausen und andere Hörstörungen (Halleffekte, verstärktes Hören   etc.), Schwindel, Schwerhörigkeit
• Geschmacks-, Riech- und Sehstörungen
• Herzrhythmusstörungen
• Kreislaufbeschwerden, Blutdruckschwankungen
• Nervenschmerzen, Kribbeln und Ziehen in den Gliedmaßen
• nervale Reizungen von Mund, Speiseröhre, Magen und Darm
• Kälte- und Hitzeempfindlichkeit
• Druckgefühl im Prostatabereich
• Muskelzuckungen und Muskelkrämpfe
Psychische Allergiesymptome

• übersteigerte Sensibilität auf alle Außenreize
• innere Gereiztheit, Neigung zu Aggressivität
• Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen
• Unkonzentriertheit und Vergesslichkeit
• seelische und körperliche Erschöpfung
Fallbeispiele

Neurodermitis im Kopfbereich
Anfang Dezember 1993 konsultierte uns eine Mutter mit ihrem vier Monate alten Sohn, Franz M., der von Monat zu Monat immer schwerer an Neurodermitis im Kopfbereich erkrankt war, bis diese schließlich in ein eitriges Ekzem übergegangen ist. Er litt unter einer starken Schwäche der Eiweißverdauung, hatte Darmflorastörungen und Darmpilze und war auf Muttermilch allergisch. Da er ausschließlich gestillt wurde und die Mutter ebenfalls stärkere Darmflorastörungen und Darmpilze aufwies, übertrug sie diese mit der Muttermilch auf das Baby. Das Kopfekzem war letztendlich eine Mischung aus Neurodermitis, einer bakteriellen Hautentzündung (Strepto- und Staphylokokken) sowie einem starken Pilzbefall (Candida albicans und parapsilosis)

In der Therapie wurde die Muttermilchallergie mit der Bioresonanztherapie behandelt, die Darmflora regeneriert, die Verdauungskraft aufgebaut und der Körper von Umweltgiften entgiftet. Daneben kamen noch antibakterielle und pilzabbauende homöopathische Mittel zum Einsatz. Außerdem wurde die Darmflora der Mutter saniert, damit die Candidapilze nicht
mehr mit der Muttermilch auf das Baby übertragen wurden. Aufgrund der Schwere dieses Falls dauerte es knapp sechs Monate, bis das Ekzem langsam abheilte. Weitere zwei Monate später waren auch die letzten Neurodermitisstellen im Gesicht weitgehend verschwunden.

Was noch wichtig zu erwähnen wäre, ist, dass die betroffene Familie in der Nähe von Ingolstadt wohnt, umgeben von drei Erdölraffinerien und Deutschlands größter Sondermüllverbrennungsanlage. Außerdem führt nur wenige Kilometer vom Haus entfernt die sechsspurige Autobahn A9 von Nürnberg nach München vorbei.

Vielleicht fragen Sie sich, wie es denn den anderen Familienmitgliedern dieses Kindes in Bezug auf Allergien ging. Der mittlerweile sechsjährige Junge hat nämlich noch zwei Geschwister, die ebenso wie die Mutter vor der homöopathischen Aufbau- und Entgiftungstherapie starke Allergiker waren.
Starker Heuschnupfen

Im September 1997 suchte uns ein junger Mann (23 Jahre) aus Stammham bei Ingolstadt auf, der seit sechs Jahren unter starkem Heuschnupfen litt. Allergisch reagierte er vor allem im Bereich der Nasenschleimhäute und Augenbindehäute. Zu den Hauptallergenen gehörten folgende Blütenpollen: Kiefer, Fichte, Roggen, Wiesengräser und andere Gräser. Die Verdauungskraft und die Darmflora waren weitgehend gesund.

Mit einem individuell ausgesuchten homöopathischen Konstitutionsmittel wurde der Körper entgiftet und das Immunsystem gestärkt. Nach drei Monaten Therapiezeit konnten wir keine Allergien mehr nachweisen. Der Patient war natürlich gespannt, ob er wirklich allergiefrei war, da er seine Allergien ja im Winter verloren hatte. Das Frühjahr kam und die allergischen Reaktionen sind bis heute (April 2000) ausgeblieben. Dauerhaft wird er jedoch nur dann allergiefrei bleiben, wenn er seinen Körper in regelmäßigen Abständen von den neu aufgenommenen Umweltgiften befreit.

Allergische Hyperaktivität mit Hautrötungen

Dieser Fall ist ein klassisches Beispiel für die allergische Hyperaktivität, von der immer mehr Kinder aber auch Erwachsene betroffen sind. Ende Dezember 1997 behandelten wir einen neunjährigen Jungen aus Ingolstadt mit starker innerer Unruhe, Nervosität und Ängsten, starken Einschlafstörungen und innerer Hitze, sobald er im Bett lag, sowie allergisch bedingten Hautrötungen der Hände. Allergisch reagierte er vor allem auf alle tierischen Nahrungsmittel, wie Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier, aber auch auf Nüsse und Ölsamen und vor allem auf raffinierten Zucker. Die allergischen Reaktionsorte waren der Nervus sympathicus und die Haut.

In der Therapie wurde vor allem der Körper entgiftet und das Immunsystem gestärkt. Die Ängste behandelten wir zusätzlich mit individuell ausgetesteten Bachblüten. Anfang Februar 1998 schlief der Junge bereits wieder besser ein und im April 1998 ist er insgesamt schon deutlich ruhiger gewesen. Im Juni 1998 konnten keine Allergien mehr nachgewiesen werden und alle anfänglichen Symptome hatten sich normalisiert.


Quelle: www.mueller-burzler.de

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von
Herrn Dr. Andreas Wagner

Wie entsteht eine Allergie
So entwickelt sich eine Allergie
Tierhaltung und Allergie
Kreuzallergene Tabelle
Die Suche nach einer Lebensmittelallergie
Lebensmittel, die Sie dann meiden müssen


Wie entsteht eine Allergie?


Die Häufigkeit allergischer Erkrankungen hat in diesem Jahrhundert in beeindruckender Weise zugenommen.

Allergische Reaktionen spielen bei der Entstehung mancher Formen von Asthma eine große Rolle, 0ft sogar die entscheidende schlechthin. So gibt es im Körper eine ganze Armee von Zellen mit der Aufgabe, Feinde abzufangen und unschädlich zu machen. Notwendig ist dazu aber zunächst einmal die Identifizierung von Eindringlingen. Wichtig ist dabei vor allem die Entscheidung, ob ein Fremdstoff für den Körper etwa als Nahrung willkommen oder ob er als feindlich bewertet und bekämpft werden muss.
Stellt man sich vor, dass der Körper tagtäglich mit Milliarden von Fremdstoffen an seiner Oberfläche in Kontakt kommt, wird einem schnell klar, wie wichtig gerade dieser Erkennungsdienst des Körpers ist und welch gewaltige Aufgabe er in uns allen zu bewältigen hat.
Zunächst einmal sorgen unsere Haut und Schleimhäute für einen ziemlich guten Schutz gegen ungebetene Eindringlinge von außen. Diese Barriere kann für gewöhnlich in den Atemwegen nicht ohne weiteres überwunden werden. Durch Infekte, Einatmung schädigender Stoffe wie Zigarettenrauch u.ä. kann jedoch die Schleimhaut verletzt und durchlässig gemacht werden. Dringen nun Feinde ein, werden sie zunächst von Kripo-Zellen erfasst und erkennungsdienstlich behandelt. Es wird ein Steckbrief angefertigt, dann vervielfältigt und im Körper verteilt, dann werden die Eindringlinge von Fresszellen angegriffen und unschädlich gemacht.

Tauchen die gleichen Eindringlinge selbst Jahre später irgendwo im Körper wieder auf, können sie von den Streifenbeamten des Körpers anhand ihres Fahndungsbuchs identifiziert und sofort unschädlich gemacht werden. Im Prinzip passiert bei einer Allergie eigentlich auch nichts anderes.

So entwickelt sich eine Allergie

Das einzige Problem ist, dass sich die Abwehr des Körpers diesmal nicht gegen Feinde richtet, sondern gegen Stoffe, die dem Körper eigentlich völlig egal sein könnten. Eine Erklärung hierfür könnte sein, dass der Körper heutzutage nicht mehr so häufig und intensiv mit Krankheitserregern zu tun hat wie früher.
Wir leben in einer sauberen und hygienisch einwandfreien Umgebung, waschen uns laufend die Hände und bekämpfen die wenigen Bakterien oder Viren, die wirklich einmal in den Körper eindringen mit Antibiotika. Die Folge ist, dass das Abwehrsystem unterfordert wird, es bekommt sozusagen nicht mehr genug zu tun.

Das alleine wäre ja nicht weiter schlimm, es sei denn, man ist Allergiker. In diesem Fall nämlich kann es passieren. Dass einige besonders diensteifrige Kripo-Zellen irgendwann einmal durchdrehen und sich sozusagen ein Ersatzobjekt suchen. Sie werden immer unruhiger und nervöser.
Ja, und wenn dann da beispielsweise gerade ein paar Gräserpollen des Weges kommen, dann kann es bereits passiert sein. Eine Kripo-Zelle packt sich diese an sich ja völlig harmlose Passanten, erklärt sie zu Feinden und fertigt einen Steckbrief an. Und schon ist eine Allergie geboren. Die Steckbriefe werden hektisch vervielfältigt und im ganzen Körper verteilt. Jeder ,,Streifenbeamte" im Körper wird informiert - wir nennen das dann sensibilisiert - und kommt es irgendwann im Körper erneut zu einem Kontakt mit Gräserpollen, läuft eine entsprechende Abwehrreaktion ab, wie sie jeder Allergiker nur allzu gut kennt. In wenigen Minuten werden ganze Horden von Abwehrzellen herangeschafft, die Blutgefäße erweitern sich, im Gewebe kommt es zu einer Schwellung durch austretende Körperflüssigkeit und je nachdem, wo wir uns gerade befinden, ist die Folge ein Asthmaanfall, ein allergischer Ausschlag oder der berüchtigte Heuschnupfen. Außerdem, und das ist eine leider allzu oft übersehene weitere Folge dieser Reaktion, werden neue Fresszellen aus dem Blut angelockt und damit die Überempfindlichkeit der Schleimhaut gegenüber Reizen von außen immer weiter gesteigert. Deshalb ist es auch nicht ausreichend, immer nur dann Medikamente ZL, nehmen, wenn man Beschwerden verspürt. Dies kann nur dazu führen, dass zwar zunächst die auftretenden Beschwerde unterdrückt werden, letztendlich aber immer mehr Fresszellen in die Schleimhaut einwandern, aktiviert werden und das Asthma immer weiter, Schraubendrehung für Schraubendrehung, zunimmt.

Hierzu genügt es leider nicht, nur die wichtigsten Allergengruppen, wie Pollen oder die Milbe, im Auge zu haben, so wichtig diese auch sind. Allergisch können wir auf viele Dinge in unserer Umwelt werden, soweit sie organischer Herkunft sind; d.h. wenn sie von Pflanzen, Tieren oder Menschen stammen, bzw. Teile davon sind. Ein typisches Beispiel dafür ist die Tierhaarallergie.

Tierhaltung und Allergie

Die Haltung von Haustieren ist für die meisten Menschen problemlos möglich, für einen allergisch vorbelasteten Organismus allerdings kann ein Haustier sozusagen den Einstieg in das Krankheitsbild bedeuten. Der oft sehr enge Kontakt in einer typischen Stadtwohnung und die stark ausgeprägte Fähigkeit von manchen Tieren, Allergien auszulösen, stellt einen wesentlichen Faktor für die bedrohliche Zunahme allergischer Krankheitsbilder dar. Nicht alle Tiergruppen müssen hierbei als besonders problematisch gelten, wie das "Allegrometer" verdeutlichen soll. Je weiter oben eine Tierspezies positioniert ist, desto gefährlicher ist dieses Tier in einem Allergikerhaushalt.

Besonders problematisch ist hierbei die Haltung von Katzen und Kleintieren wie Kaninchen, Hamstern, Meerschweinchen, Mäusen und Ratten. Auch intensive Pferdekontakte führen nicht selten zu sehr unangenehmen Krankheitssymptomen.

Lebensmittel

Die Haltung von Hunden oder eine Allergie an sich richtet sich dann aber leider gegen eben diese natürlichen Stoffe, ja man muss sogar sagen, je naturbelassener sie sind, je besser also eine Übereinstimmung etwa zwischen einem Nahrungsmittel und dem dazugehörigen allergischen Steckbrief ist, desto schlimmer kann eine allergische Reaktion ausfallen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Allergie gegen Äpfel. Isst ein Apfel-Allergiker einen Apfel, kann es zu schweren allergischen Reaktionen bis hin zum allergischen Schock kommen.
Isst der gleiche Patient aber Apfelmus oder ein Stück Apfelkuchen, dann passiert nichts. Durch das Kochen eines Apfels werden seine Proteine verändert und das Abwehrsystem des Körpers erkennt sie nicht mehr, die allergische Reaktion bleibt aus. Interessanterweise hat diese Allergie nichts zu tun damit, ob der Apfel beispielsweise aus biologischem Anbau stammt, oder aus gespritztem Intensiv-Anbau stammt. Entscheidend für das Ausmaß der allergischen Reaktion ist vielmehr der Gehalt an bestimmten Eiweißstoffen, die für die Allergie verantwortlich sind. Dieser ist stark abhängig von der Apfelsorte und eben nicht von einer etwaigen Chemikalienbelastung - so problematisch diese im übrigen auch sein mag. Und im übrigen gilt: je frischer das Eiweiß, desto prägnanter der Allergie-Steckbrief und desto schlimmer ist im Zweifelsfall die allergische Reaktion.

Nun muss das keineswegs heißen, dass Allergiker grundsätzlich nur gekochte Nahrungsmittel essen dürfen. Im Gegenteil brauchen wir gerade auch hier eine möglichst ausgewogene, vitaminreiche und vollwertige Ernährung. Notwendig ist nur, dass man bedenkt, dass manche Nahrungsmittel (siehe Allegrometer) stärker als andere, Probleme machen können. Häufig treten Nahrungsmittel-Allergien zusammen mit anderen allergischen Reaktionen auf, die auf den ersten Blick wenig miteinander gemeinsam haben. Man nennt dies dann eine sogenannte Kreuzsensibilisierung.

In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Problemgruppen zusammengefasst

Hausstaubmilbe

(Dermatophagoldes pteronyssinus)
Mehlstaubmilbe (Dermatophagoides farinae)

 
Birkenpollen






Erlen-, Hasel-, Buchen- (Rotbuchen)-, Kastanienpollen, Frischobst, (Kern- und Steinobst wie Äpfel, Pfirsiche, Kirschen), Nüsse, besonders Haselnüsse auch in verarbeiteter Form (als Spurenrückstände fast in jeder Schokolade!), Karotten, rohe Tomaten
Gräserpollen

Erdnüsse (Hülsenfrüchte), Soja, rohe Kartoffel
Beifußpollen



Kräuter (auch nicht windbestäubte, Kamille), Gewürzmischungen, Sellerie, Karotten, Pfaffenhütchenholz
Fliederpollen


Ölbaumpollen, Eschenpollen (Mittelmeerurlaub!)
Ragtweedpollen
(überwiegend in USA)

Melone
Gelatine
(Gummibärchen)

modifizierte Gelatine (Volumenersatzmittel wie z.B. Haemaccel, Gelifundol)
Latex
(Gummihandschuhe, Kondome etc.)


Avocado, Banane, Birkenfeige (Ficus)

Ovalbumin
(Hautpflegendes Hühnerei)

Vogelfedern wie z.B. Daunenfedern etc

Sellerie

Karotten, Wassermelonen, Gurke, Kräuter


Leider muss man in diesem Punkt feststellen dass nicht alles, was biologisch wertvoll ist, alleine schon deshalb auch für einen Allergiker gut und geeignet sein muss.
Dies gilt im übrigen auch für andere Bereiche, wie Bekleidung oder Wohnmatenahen. Hier ist gezieltes und überlegtes Handeln für Sie erforderlich, um in Zukunft mit möglichst wenigen Medikamenten zu einer optimalen Befundbesserung zu kommen.

Sinnvoll kann bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie der Versuch sein, durch eine sogenannte Eliminationsdiät das Allergen zu identifizieren und zu beseitigen.


Die Suche nach einer Nahrungsmittelallergie

Um diesen Verdacht zu überprüfen, bitten wir Sie für 14 Tage eine sogenannte ,,Allergenstandardisierte Kost" durchzuführen, die sich aus folgenden Zutaten zusammensetzen könnte:

  • FLEISCH/FISCH: alle Sorten, naturbelassen, keinerlei Fleischerzeugnisse    oder Wurstwaren, kein Geräuchertes
  • OBST: Bananen, Dunstaprikosen (Dose)
  • NÄHRMITTEL: Reis, Weizen und Produkte, z.B. Weizenmehl
  • BROT: eine Sorte, milchfrei
  • BROTAUFSTRICH: kalter Bratenaufschnitt (möglichst selbst zubereitet!)
  • GETRÄNKE: Kaffee, Tee (eine Sorte, keine Aufgussbeutel),    Mineralwasser
  • FETT: Butter
  • SONSTIGE: Zucker, Salz

    Alle anderen Nahrungs- und Genussmittel, Getränke, Gewürze und Zusatzstoffe sind verboten!!!

    Sinn der "Allergenstandardisierten Kost" ist es, dem Patienten für 14 Tage nur wenige, in ihrer Zusammensetzung genau bekannte Lebensmittel anzubieten, um so die große Anzahl der möglichen Nahrungsmittelallerogene auf eine überschaubare Menge zu reduzieren.

    Erfahrungsgemäß tritt unter Einhaltung dieser Kost eine Besserung des Krankheitsbildes ein. Dann sollten Sie nach 14 Tagen eine sogenannte "Such- oder Aufbaukost" anschließen, indem Sie unter Beibehaltung der "Allergenstandardisierten Kost" jeden oder jeden zweiten Tag ein weiteres Lebensmittel, Gewürz oder Getränk zu sich nehmen, beispielsweise

  • 15. Tag: ein Gewürz, z.B. Pfeffer,
  • 17. Tag: eine andere Obst- oder Gemüsesorte,
  • 19. Tag: eine Käsesorte.

    Testen Sie die verschiedenen Obst- und Gemüsesorten, Gewürze, Brot, Nährmittel, Getränke u. a. in beliebiger Reihenfolge solange aus, bis allmählich wieder der volle Speiseplan erreicht ist.

    Aber bitte nur eine Substanz pro Tag!!!

    Die entsprechenden Lebensmittel müssen Sie dann in Zukunft meiden!
  • Alles was Sie gut vertragen, dürfen Sie natürlich weiterhin essen. Führen Sie bitte während der gesamten Dauer der ,,allergenstandardisierten Kost" und anschließender ,,Aufbaukost" ein Tagebuch, in welchem sie sämtliche eingenommenen Nahrungsmittel und Getränke sowie eventuell auftretende Beschwerden, jeweils mit Angabe der Uhrzeit genau notieren. Beachten Sie bitte, dass die Durchführung dieser Diät zuvor mit uns, beziehungsweise dem behandelnden Hausarzt, besprochen werden sollte, um keine Schädigungen zu riskieren.

    Copyright Dr. med. Andreas Wagner


    Quelle: www.lungenpraxis-fellbach.de




    Hier erhalten Sie Informationen zur Photodermatologie

    Entstehung einer allergischen Reaktion


    Prinzipiell kann jeder Stoff in unserer Umwelt zum Auslöser einer Allergie werden. Bei den meisten Allergenen handelt es sich um Eiweißsubstanzen tierischer oder pflanzlicher Herkunft, beispielsweise von Blütenpollen, Milben und Schimmelpilzen.


    Prinzip
    Beim ersten Allergen-Kontakt werden vom Immunsystem die sog. IgE-Antikörper gebildet, die spezifisch für ein bestimmtes Antigen sind und in der Lage, dieses (und kein anderes) wieder zu erkennen. Es tritt jedoch zunächst noch keine Reaktion ein, da das Allergen erstmal noch neu ist. Diesen Vorgang nennt man "Sensibilisierung". Bei jedem nächsten Kontakt dann reagiert das Immunsystem mit vorhandenen spezifischen Antikörpern (IgE), die an der Oberfläche von sog. Mastzellen (bestimmten weißen Blutkörperchen) anlagern, z.B. gegen die Blütenpollen von Pflanzen. Antikörper und Allergen verbinden sich nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip, bilden einen Komplex und veranlassen die Mastzellen, Botenstoffe auszuschütten, die die allergische Reaktion im Körper weitervermitteln. Dabei wird beispielsweise das Histamin an den Schleimhäuten freigesetzt, ein Botenstoff, der in der Reaktionskette der Allergien eine entscheidende Rolle spielt. Histamin ist eine biologisch sehr aktive Substanz, die überall in unserem Körper vorkommt. Die Wirkung des Histamins hat z.B. jeder schon einmal gespürt, der eine Brennessel angefaßt hat.

    Histamin erweitert die kleinen Blutgefäße. Dadurch kommt es zu einer Rötung. Aus den Blutgefäßen tritt Flüssigkeit ins Gewebe aus und es entsteht eine Schwellung. An den sensiblen Nervenendungen bewirkt das Histamin eine Reizung (es juckt, es entsteht ein "Nießreiz"), an der Schleimhaut eine verstärkte Flüssigkeitsproduktion durch Anregung der Tätigkeit der Drüsen (die Nase läuft, die Augentränen, stärkere Verschleimung der Bronchien).



    Allergietests im Überblick

    Manche treibt es zur Verzweiflung: Sie stellen am eigenen Körper verdächtige Symptome fest, vermuten eine allergische Reaktion und wissen nicht, wo der Auslöser liegt. In der Tat: Die Eigendiagnose einer Allergie ist schwer möglich. Nur ein Arzt kann durch verschiedene Testmethoden den Allergie auslösenden Substanzen auf die Schliche kommen.

    Hauttests:
    Die verschiedenen Hauttest-Verfahren – Reibtest, Scratchtest, Pricktest, Intrakutantest und Epikutantest – sind zuverlässige Methoden, Allergien zu untersuchen und die Allergie auslösenden Substanzen herauszufinden. Bei sämtlichen Hauttests untersucht man die körperliche Reaktion auf Allergene, also die individuellen Allergie-Auslöser.


    Reibtest:
    Das Allergen wird auf die Innenseite des Unterarms gerieben.

    Scratchtest: Die Haut wird an der Innenseite des Unterarmes leicht angeritzt. Danach wird das Allergen auf die betreffende Hautstelle aufgetragen.

    Pricktest: Das Allergen wird als Tropfen auf den Unterarm aufgetragen. Mit einer Nadel wird durch den Tropfen oberflächlich in die Haut gestochen.

    Intrakutantest:
    Eine geringe Menge des Allergens wird direkt in die Haut gespritzt.


    Epikutantest:
    Bei dem Epikutantest, auch Läppchen- oder Pflastertest genannt, werden Pflaster mit Testsubstanzen für 48 Stunden auf den Rücken geklebt.
    Besteht eine Überempfindlichkeit gegen einen der Teststoffe, reagiert die Haut nach einem Zeitraum von 5 bis 20 Minuten mit Rötung und der Herausbildung von Quaddeln – kleinen juckenden Bläschen.

    Bluttest: Bei einem Bluttest wird das Blut des Patienten auf Antikörper, so genannte Immunglobuline untersucht. Bei allen allergischen Erkrankungen spielt das Immunglobulin E (IgE) eine wichtige Rolle.Mit dem so genannten RAST (Radio-Allergo-Sorbens-Test) - einem besonders genauen Bluttest - ist der Nachweis von IgE gegen ganz bestimmte Allergene im Blutserum möglich. Dieser Test ist jedoch sehr teuer und wird daher nur gezielt, zum Beispiel zur überprüfung unklarer Hauttestresultate, eingesetzt.

    Provokationstest:
    Bei einem Provokationstest werden gezielt die Reaktionen eines einzelnen Organs auf ein Allergen untersucht. Das Allergen wird hierfür auf die Nasenschleimhaut oder die Bindehaut des Auges aufgetragen. Es kann aber auch ein bronchialer Provokationstest durchgeführt werden, bei dem das Allergen inhaliert wird.
    Vorsicht: Ein Provokationstest kann zu heftigen allergischen Reaktionen, möglicherweise zum Allergischen Schock, führen. Er sollte daher nur stationär im Krankenhaus durchgeführt werden.

    Quelle: www.lifeline.de


    Heuschnupfen bei Partnern von Prof. Dr. Torsten SchäferEinleitung

    Die saisonale allergische Rhinokonjunktivitis gehört zu den häufigsten atopischen Erkrankungen im Erwachsenenalter und nimmt offenbar weiter an Häufigkeit zu. Zahlreiche Studien belegen eine starke genetische Disposition im Sinne einer familiären Häufung unter Blutsverwandten [1]. Da genetische Einflüsse den starken Anstieg nicht ausreichend erklären können, sind verschiedene Umweltfaktoren als mögliche beitragende Ursachen diskutiert worden [2]. Gemeinsame Lebensstilfaktoren könnten auch ein gemeinsames Auftreten der Erkrankung unter Partnern erklären. Diese Assoziation ist aber bislang kaum untersucht worden. Wir testeten daher in dieser epidemiologischen Studie die Hypothese eines gemeinsam gehäuften Auftretens von allergischer Rhinokonjunktivitis unter Lebenspartnern.

    Probanden und Methoden
    Die Daten wurden im Rahmen einer Querschnittstudie in der Region Augsburg erhoben (KOKA Survey 2000). Die Studienbasis stellten alle in Augsburg und zwei anliegenden Landkreisen gemeldeten Einwohner im Alter zwischen 25 und 75 Jahren dar. Eine nach Geschlecht und Alter geschichtete Zufallsstichprobe von 6.640 Probanden, die 1,5-2% der Basispopulation entspricht, wurde für die Studie ausgewählt. Nachdem 256 Personen ausgeschlossen wurden, die gestorben oder weggezogen waren, wurden 6.384 Personen eingeladen, von denen letztendlich 4.263 (67%) an der Studie im Zeitraum von September 1999 bis April 2001 teilnahmen. Es wurden standardisierte Computerunterstützte Interviews von zertifizierten Interviewern durchgeführt. Neben einer grundlegenden sozio-demographischen Charakterisierung wurden detaillierte Fragen zu Heuschnupfen gestellt. Diese beinhalteten die elterliche und Eigenanamnese, sowie die Anamnese des Partners bezüglich ärztlich diagnostizierten Heuschnupfens, das Manifestationsalter und die Dauer der Erkrankung. Als Anhalt für den sozio-ökonomischen Status wurde die Länge der Schulbildung in fünf Kategorien erfasst (Keine, Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Hochschule). Neben deskriptiven Parametern gaben wir p-Werte des XZ-Tests für Trend, Korrelationsparameter (k) und Odds ratios (OR) mit 95% Konfidenzintervallen (KI) als Assoziations- und Stabilitätsparameter sowohl bivariater als auch logistischer Regressionsanalysen an.

    Ergebnisse
    Entsprechend dem Studiendesign waren die Hälfte der teilnehmenden Probanden weiblich (50,9%) und die Teilnehmerpopulation hatte ein Durchschnittsalter von 50 Jahren. Jeder fünfte Teilnehmer (19,7%) berichtete über das Auftreten von Heuschnupfen in seinem bisherigen Leben und die Mehrzahl (63,9%) von ihnen bemerkte zum Zeitpunkt der Befragung immer noch Symptome. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer an Heuschnupfen betrug 13 Jahre. Das Durchschnittsalter der Erstmanifestation wurde mit 25,5 Jahre angegeben. Ein Viertel aller Heuschnupfen-Erkrankungen manifestierte sich nach dem 35. Lebensjahr.Bei 14,6% der Probanden wurde Heuschnupfen von einem Arzt diagnostiziert. Dies war häufiger bei Frauen der Fall (15,9%), als bei Männern (13,2%) (OR 1,24, 1,04-1,49). Eine positive Anamnese bezüglich ärztlich diagnostizierten Heuschnupfens bei den Eltern bestand in 7,9% der Fälle. Heuschnupfen war wesentlich häufiger bei den Probanden mit positiver elterlicher Disposition (44,7% vs. 12,8%, OR 5,52; 4,19-7,25). Wir beobachteten eine signifikante Assoziation zwischen der Heuschnupfen-Prävalenz und der Länge der Schulbildung. Probanden mit Hauptschul-Abschluss zeigten eine Prävalenz von 10,2% und jene mit Abitur eine Prävalenz von 18,6% (p-Trend 4,0001).Zum Zeitpunkt der Untersuchung lebte die Mehrzahl der Studienteilnehmer (76,9%) mit einem Partner, und dies seit durchschnittlich 23 Jahren, zusammen. Es bestand eine signifikante Korrelation zwischen der Länge der Schulbildung beider Partner (k 0,34, p4,0001). Ein ärztlich diagnostizierter Heuschnupfen lag bei 8,2% der Partner vor. Wir beobachteten eine signifikante positive Assoziation des Heuschnupfens von Studienteilnehmern und ihren Partnern. Wenn der Partner nicht an Heuschnupfen litt, waren 14% der Studienteilnehmer an Heuschnupfen erkrankt, wogegen 21,2% erkrankt waren, wenn der Partner auch an Heuschnupfen litt (OR 1,65, 1,24-2,19). Dieser Zusammenhang wurde in einem multiplen logistischen Regressionsmodell weiter überprüft. Dabei wurde, um den passenden Zeitverlauf zu sichern, die Analyse auf jene Fälle beschränkt, bei denen der Heuschnupfen zu einem Zeitpunkt auftrat, zu dem die Probanden bereits mit ihren Partnern zusammenlebten. Nach Adjustierung für Alter, Geschlecht, elterlichen Heuschnupfen und Schulbildung war das Erkrankungsrisiko für Heuschnupfen der Probanden signifikant erhöht, wenn der Partner der Probanden ebenfalls an Heuschnupfen erkrankt war (OR 2,01, 1,32-3,06).

    Diskussion

    Wir berichten hier über eine signifikante Assoziation im Auftreten von Heuschnupfen bei Partnern. Offensichtlich sind für diese Assoziation Faktoren verantwortlich, die nicht zu den genetischen Einflüssen gehören. Dabei zeigte sich eine stabile Assoziation nach Kontrolle für verschiedene Einflussfaktoren, insbesondere den Sozialstatus. Dennoch müssen diese vorläufigen Daten mit Vorsicht interpretiert werden. Aus methodischer Sicht kann bei einer Querschnittstudie ein systematischer Fehler im Sinne eines so genannten „Recall Bias“ nicht ausgeschlossen werden. Dies bedeutet, dass Personen, die selbst allergisch sind, diesbezüglich auch eine selektiv verstärkte Wahrnehmung gegenüber ihrem Partner haben können und entsprechend häufiger über diese Erkrankungen berichten. Wir haben uns deswegen in der Auswertung nur auf ärztlich bestätigte Heuschnupfen-Diagnosen beschränkt. Eine Ähnlichkeit bzw. Konvergenz phänotypischer Merkmale bei Partnern ist vielfach beobachtet worden. Umstritten ist dabei, ob es sich um einen Angleichungsprozess handelt oder ob die Ähnlichkeit a priori durch selektive Partnerwahl zustande kommt. Letzteres wird als eher wahrscheinlich angesehen [3]. Von einer echten Übertragung ist dagegen bei den unter Partnern gehäuft auftretenden Infektionen mit Helicobacter pylori auszugehen [4]. Auch für die Übertragung von genetischem Material gibt es Hinweise („Jumping Genes“) [5]. Ob diese Phänomene zur Erklärung der beobachteten Assoziation herangezogen werden können, oder ob Einflüsse eines gemeinsamen Lebensstils dafür verantwortlich sind, müssen zukünftige Studien zeigen.

    Literatur
    1. Wahn U, Wachmann H, Statistisches Bundesamt, Hrsg. Spezialbericht Allergien. Stuttgart: Metzler-Poeschel, 2000.

    2. Behrendt H, Friedrichs K, Krämer U, Hetzfeld B, Becker W, Ring J. The rote of indoor and outdoor air pollution in allergicdiseases. In: Johansson S, ed. Progress in Allergyand Clinical Immunology 11 1. Seattle: Hogrefe & Huber, 1995: 83-9.

    3. Caspi A, Herbener E. Marital assortment and phenotypic convergence: longitudinal evidence. Soc Biol 1993; 40: 48-60.
    4. Stone M, Taub N, Barnett D, Mayberry J. Increased risk of infection with Helicobacter pylori in spouses of infected subjects: observations in a general Population sample from the UK. Hepatogastroenterology 2000; 47:433-6 Schwartz R. Jumping genes. N Engl J Med 1995 332: 941-4

    © by Prof. Dr. Torsten Schäfer

    Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Siederstein, Technische Universität München, Biedersteiner Str. 29, D-80802 München

    Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TU München
    GSF Institut für Epidemiologie, Neuherberg


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