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Die Ursachen

 
Bild: Allergien
 

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Die Inhaltsübersicht

- Die Gefahr kam mit dem Hauptgericht
-
Insektengift-Allergie immer noch zu selten behandelt
-
Weiterentwicklungen der spezifischen Immuntherapie lassen hoffen
- Allergiker aufgepasst: Höchste Birkenpollenkonzentration in Berlin gemessen
- Alter schützt nicht vor Allergien
Hohe Konzentration von Allergenen kann Allergie jederzeit hervorrufen
- Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Allergien: Jahreskonferenz des Europäischen Allergie- und Asthmanetzwerks "GA2LEN"
- Heuschnupfen ursächlich behandeln /
Geduld und Qualität zahlen sich bei Hyposensibilisierung aus
- Gräsertablette in Schweden zugelassen
- Tropfen statt Spritzen
Heuschnupfen: Neue Immuntherapie für zuhause möglich
- Nie wieder Heuschnupfen dank Homöopathie
- Millionen Deutsche leiden unter Allergien oder Asthma - mit Hilfe von Akupunktur können die Beschwerden deutlich gelindert werden und langfristig geheilt werden
- Alte Apfelsorten besser für Allergiker - Apfelmus ist ebenfalls eine Alternative für Überempfindliche
- Hilfe für Nahrungsmittelallergiker: Neues Qualitätssiegel aus der Charité
- Ehrlichere Etiketten - Neue Kennzeichnungspflicht bringt Allergikern mehr Sicherheit
- Milbenparadies Kuscheltier
Wie Eltern ihre Kinder vor Hausstaub-Allergie und Asthma schützen können

- Die unsichtbaren Quälgeister haben lange Saison - Pollenflug
- Burnout durch Hausstaub -
Schlafmediziner warnen: Hausstaub-Allergie kann gefährliches Erschöpfungs-Syndrom auslösen
- Hausstauballergie: Suchtest findet Milben - Vor Wohnungsrenovierung stark befallene Stellen suchen
- Kinder reagieren allergisch auf depressive Eltern -
Psychische Erkrankungen lösen bei Kindern Asthma und Heuschnupfen aus
- Pilz soll Erdnüsse weniger "allergisch" machen -
Geschmack bleibt erhalten
- Neue Studien belegen: Kaffee schützt vor Allergien und Karies
- 12 Gebote, wenn die Pollen fliegen
- Selbsthypnose verringert Heuschnupfensymptome
- Machen Sie Ihr Kind stark gegen Allergien
- Die Zeit der Tränen beginnt wieder!
- Deutlich mehr Männer von Allergien betroffen
- 12.000.000 Deutsche leiden unter Allergien oder Asthma - Akupunktur zeigt Wirkung
- Ganzheitliche Methode in der Milbenbekämpfung
- Automatische Pollenkontrolle soll Allergikern helfen
- Pollenallergie: Die Macht der Gewöhnung
- Risiko Hausstaub-Allergie - es kann jeden treffen
- Zusammenhang zwischen Allergien und Luftverschmutzung aufgeklärt
- Auch Älteren drochen Allergien
- Pollenallergie: Frühlingsanfang - echt zum Heulen?
- Allergiker im Nachteil: Hinweis "kann Spuren von Nüssen enthalten" nur begrenzt aussagefähig

- weitere Nachrichten -


Die Gefahr kam mit dem Hauptgericht

Wien - 14.06.200 6(ots) - Die Anaphylaxie, also die schwere lebensbedrohliche, generalisierte Überempfindlichkeitsreaktion, war ein Schwerpunkt auf dem 25. Kongress der European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI) in Wien. "Charakteristisch ist das plötzliche Auftreten schwerer Körpersymptome innerhalb von Minuten bis wenigen Stunden nach der Nahrungsaufnahme. Der anaphylaktische Schock verläuft bei rund fünf Prozent der Betroffenen tödlich"(1), sagt die Universitätsdozentin Dr. Karin Hoffmann-Sommergruber vom Zentrum für Physiologie der Medizinischen Universität in Wien.

Schon geringe Mengen einer allergieauslösenden Substanz (Allergen) können bei einigen allergiekranken Menschen eine Anaphylaxie auslösen. In der Mehrzahl der Studien zu diesem Thema stehen Nahrungsmittel an der Spitze der Auslöser. Dabei sind diese auslösenden Allergene, je nach den regionalen Essgewohnheiten, sehr unterschiedlich. In den USA und Großbritannien gehören Erd- und Baumnüsse zu den häufigsten Auslösern tödlich verlaufender Reaktionen (2, 3), während beispielsweise in Frankreich und Australien Hühnerei, Krustentiere und Fisch die hauptverantwortlichen Nahrungsmittel sind. In der Schweiz führt beispielsweise Sellerie häufig zu anaphylaktischen Reaktionen. (4) Auch ist das Spektrum der wichtigsten Allergene zwischen Kindern und Erwachsenen unterschiedlich. Bei Kindern - vor allem Kleinkindern - sind Milch, Ei und Nüsse (Erd- und Baumnüsse) gefolgt von Soja und Weizen die Hauptauslöser von Allergien. Mit zunehmendem Alter verschwinden diese Allergien bei einem Großteil der Erwachsenen wieder. Im Erwachsenenalter überwiegen dann Krustentiere, Fische, Nüsse und Sellerie als häufigste Verursacher schwerer allergischer Symptome.

Allergiekranke Menschen können nach dem Essen von Nahrungsmitteln mit für sie relevanten Allergenen zunächst einfache allergische Symptome wie Nesselsucht und allergischen Schnupfen entwickeln. In schweren Fällen kann es dann zur Verengung der Atemwege mit Luftnot, zu Durchfall und Erbrechen bis hin zu Blutdruckabfall und Schock kommen.

Kinder sind am häufigsten von anaphylaktischen Reaktionen betroffen. (3) Die meisten Patienten sterben jedoch nicht, weil sie von ihrer Nahrungsmittelallergie nichts wussten, sondern weil ihnen nicht klar war, dass die konsumierten Nahrungsmittel "ihr" Allergen enthielten. (3)

Eine neue EU-Richtlinie zur Nahrungsmittelkennzeichnung, die bereits seit November 2003 in Kraft ist, soll Allergiker vor diesen Gefahren schützen. "Leider geht die Umsetzung in nationales Recht, auch hier in Österreich, zum Teil nur schleppend voran. Ich wünschte mir, Allergiker hätten auch in einem Restaurant die Möglichkeit, einen genaueren Überblick über die verarbeiteten Zutaten zu erhalten", so die Mikrobiologin Hoffmann-Sommergruber auf dem diesjährigen EAACI-Kongress in Wien.

Sie empfiehlt Menschen mit einer Allergie auf Nahrungsmittel, stets alle Zutatenlisten genau zu prüfen und auch im Restaurant ausdrücklich auf die Allergie hinzuweisen. Nahrungsmittelallergiker müssen außerdem gut über die Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung allergischer Symptome aufgeklärt sein. Im Rahmen eines ausführlichen Aufklärungsprogramms konnte das Risiko anaphylaktischer Reaktionen deutlich verringert werden. (5) Da die Einnahme allergener Nahrungsmittel überwiegend unbeabsichtigt geschieht, ist im Notfall eine Selbstbehandlung erforderlich. Deshalb sollten Patienten mit einer Nahrungsmittelallergie mit einem Notfallset ausgerüstet sein, das ein Antihistaminikum, Adrenalin sowie ein Kortison-Präparat enthält.

(1) Burks WA, Sampson HA, Anaphylaxis and Food Allergy, in "Food Allergy and Adverse Reactions to Food and Food Additives" 3rd edition 2003, Blackwell publishing, D. Metcalfe, H Sampson, R Simon eds: 192- 205.

(2) Bock SA, Munoz-Furlong A, Sampson HA. Fatalities due to anaphylactic reactions to foods. J Allergy Clin Immunol 2001; 107: 191-193.

(3) Pumphrey RS, Stanworth SJ. The clinical spectrum of anaphylaxis in northwest England. Clin Exp Allergy 1996; 26: 1364-1370.

(4) Rohrer CL, Pichler WJ, Helbling A. Anaphylaxie: Klinik, Aethiologie und Verlauf bei 118 Patienten. Schweiz Med Wochenschr 1998; 128: 53-63.

(5) Ewan PW, Clark AT. Long-term prospective observational study of patients with peanut and nut allergy after participation in a managment plan. Lancet 2001; 357: 111-115.

Quelle: Allergie Kongress

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Insektengift-Allergie immer noch zu selten behandelt

13.06.2006 (ots) - Eine Insektengift-Allergie kann tödlich verlaufen. Aber sie ist auch eine gut behandelbare Erkrankung. Die Erfolgsaussicht einer kausalen Behandlung durch die spezifische Immuntherapie (SIT) liegt bei nahe 100 Prozent. "Trotz der nachweislich guten Verträglichkeit und Wirksamkeit wird eine SIT aber immer noch viel zu selten durchgeführt. Vermutlich ist die mangelnde Aufklärung der Patienten die Ursache." Dieses Fazit zog Franziska Ruëff, Expertin für Insektengift-Allergien an der dermatologischen Klinik der Ludwig Maximilians-Universität in München, anlässlich des 25. Kongresses der European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI) in Wien.

Wespe im Portrait
Bild: Photocase

Eine Allergie auf Insektengifte wird hervorgerufen durch die überschießende Reaktion des Immunsystems, meistens auf den Stich einer Wespe oder Biene. Die Folgen können Juckreiz und Hautausschlag an Handflächen und Fußsohlen, Atemnot, Schwindel und Übelkeit oder sogar ein lebensgefährlicher anaphylaktischer Schock sein. Bei schätzungsweise einem Viertel der europäischen Bevölkerung kann durch Bestimmung spezifischer IgE-Antikörper oder bei Hauttests eine Insektengift-Sensibilisierung nachgewiesen werden. Zu schwerwiegenden oder gar lebensgefährlichen Symptomen kommt es bei bis zu fünf Prozent der Bevölkerung. Europaweit schwanken die Angaben über die Häufigkeit von Insektengift-Allergien zwischen 0,34 und 7,5 Prozent.(1) Trotz möglicher lebensbedrohlicher Folgen wird aber nur jeder fünfte Patient mit einer spezifischen Immun¬therapie (SIT) behandelt.

Ruëff stellte auf dem Kongress eine internationale, multizentrisch angelegte Beobachtungsstudie über die Diagnose- und Therapiegewohnheiten einzelner europäischer Länder vor. Die Studie ergab sowohl regionale Unterschiede in der Verteilung von Wespen- und Bienengift-Allergien als auch Unterschiede in der Verträglichkeit der verwendeten Allergen-Präparate. Während in Deutschland Allergien gegenüber Wespengift häufiger waren, überwogen in Österreich und der Schweiz die Zahl allergischer Stichreaktionen durch Bienen. In der Studie zeigte sich auch, dass die Präparate zur SIT gegen eine Bienengift-Allergie weniger gut verträglich und weniger wirksam waren als die Präparate gegen eine Wespengift-Allergie. "Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der SIT wird in den europäischen Ländern unterschiedlich bewertet. Auch gibt es große Unterschiede in den Behandlungsverfahren. Dies könnte der Grund für die größere Zurückhaltung gegenüber der SIT in manchen Ländern, beispielsweise in der Schweiz oder Österreich, aber auch Süddeutschland sein", so Ruëff. Ein überraschendes Ergebnis der vorgestellten Studie war laut Ruëff die ausgesprochen schlechte Therapiebereitschaft auch von Patienten, die deutliche Risikofaktoren aufwiesen. "Im Rahmen unserer Untersuchungen waren nur 80 Prozent der Betroffenen bereit, die lebenswichtige Therapie durchzuführen. Eine bessere und umfangreichere Aufklärung über die Gefahren und die Behandlungsmöglichkeiten auch von Seiten der Hausärzte könnte hier Abhilfe schaffen", sagt Allergologin Franziska Ruëff von der Ludwig Maximilians-Universität in München.

1. Biló BM, Ruëff F, et al. Diagnosis of Hymenoptera venom allergy. Allergy 2005: 60: 1339-1349

Quelle: Allergie Kongress

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Weiterentwicklungen der spezifischen Immuntherapie lassen hoffen

Wien, Österreich - 12.06.2006 (ots) - Jetzt im Juni hat die Gräserpollensaison in den meisten europäischen Ländern ihren Höhepunkt erreicht. Die Betroffenen niesen und husten und sind in ihrem täglichen Leben zudem durch Mattigkeit stark eingeschränkt. Neben symptomatischen Medikamenten wie Antihistaminika und kortisonhaltigen Nasensprays gehört die spezifische Immuntherapie (SIT) zum Standard der Behandlung von Pollenallergien. Weiterentwicklungen dieser langfristig wirksamen Allergiebehandlung sind ein Schwerpunkt auf dem 25. Kongress der European Academy of Allergology and Clinical Immunology (EAACI), der vom 10. bis 14. Juni 2006 in Wien stattfindet. "Die neuen Forschungsergebnisse im Bereich der spezifischen Immuntherapie können Allergikern sogar Hoffnung auf Heilung geben", sagte der Wiener Kongresspräsident Professor Rudolf Valenta heute.

Blühende Wiese
Bild: Photocase

Blühende Gräser produzieren sehr große Mengen an Pollen, mit denen das männliche Erbgut der Pflanzen verbreitet wird. Menschen mit einer Gräserpollenallergie leiden nach dem Einatmen der Pollenkörner an allergischem Schnupfen oder Asthma bronchiale. Sie müssen jedes Jahr im Frühling und Sommer mit monatelangen Beschwerden rechnen. Von Mai bis Juni blüht der sehr allergene Roggen und von Mai bis August die Wiesengräser wie Wiesenlieschgras, Ruchgras und Knäuelgras. Viele Betroffene reagieren sowohl auf Gräser als auch auf Getreide allergisch, da sich die Pollenallergene dieser Pflanzen aufgrund der botanischen Verwandtschaft ähneln.

Rekombinante Allergene erstmals klinisch getestet

Die SIT ist heute anerkannter Standard für die Behandlung von Pollenallergien. Dazu erhalten die Patienten in regelmäßigen Abständen Extrakte mit dem allergieauslösenden Allergen, bis sie eine Allergendosis tolerieren, wie sie normalerweise während der Pollensaison auftritt. Die heute für die SIT verwendeten Allergenextrakte werden aus biologischem Material hergestellt und enthalten ein Gemisch potenzieller Allergene. Sie werden aufwändig standardisiert, damit jede Charge die gleiche Menge der gewünschten Majorallergene enthält.

Eine österreichische Biotech-Firma hat vor einigen Jahren erstmals so genannte rekombinante Allergene entwickelt, die den natürlichen Allergenen gleichen, aber in reproduzierbar gleicher Qualität kostengünstig herstellbar sind. "Inzwischen liegen erste klinische Studien vor, in denen Pollenallergiker mit rekombinanten Gräser- oder Birkenallergenen behandelt wurden", so Professor Rudolf Valenta, der als Pathophysiologe an der Medizinischen Universität Wien tätig ist. Eine der Studien hat gezeigt, dass ein rekombinant hergestelltes Hauptallergen der Birke (Bet v 1) ebenso effektiv ist, wie gereinigtes natürliches Birkenallergen. Nach zweijähriger Therapie waren die Symptome und der Medikamentenbedarf um mehr als 50 bzw. 60 Prozent reduziert. "Möglicherweise sind Verunreinigungen oder eine falsche Dosierung die Gründe dafür, dass die Immuntherapie nicht bei jedem Patienten wirkt. Rekombinante Allergene von stets gleich bleibender Zusammensetzung und Qualität könnten die Behandlung erfolgreicher machen", sagte Valenta.

Grastablette bereits in Schweden zugelassen

Bei einer spezifischen Immuntherapie werden die Allergene üblicherweise injiziert. Allergologen wenden diese als subkutane Immuntherapie bezeichnete Methode seit über hundert Jahren erfolgreich an. Die Wirksamkeit ist inzwischen durch zahlreiche plazebokontrollierte und doppelblinde Studien gut dokumentiert. Seit etwas mehr als zehn Jahren gibt es die SIT auch als sublinguale Therapie. Dabei wird die Allergenlösung täglich unter die Zunge getropft.

In diesem Jahr hat eine Tablette für die spezifische Immuntherapie bereits die Hürden der klinischen Prüfungen genommen. Die Tablette erhielt im März 2006 in Schweden die Zulassung und wird Ende des Jahres in den ersten europäischen Ländern zur Verfügung stehen. Es handelt sich dabei um eine Gerüsttablette mit standardisierten Gräserallergenen. Patienten, die etwa zehn Wochen vor der Gräserblüte mit der Tabletten-Immun¬therapie begannen, hatten deutlich weniger Beschwerden als die Patienten einer Vergleichsgruppe. Die Grastablette führte zu einer Besserung der Allergiesymptome um 37 Prozent und einer Zunahme der beschwerdefreien Tage um mehr als das Doppelte.

Quelle: Allergie Kongress

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Wenn die Haut SOS funkt: Trockene Haut ist mehr als ein kosmetisches Problem

Bonn - 09.05.2006 (ots) - Für unsere Haut ist der Alltag purer Stress. Sonne und Umweltschadstoffe machen ihr ebenso zu schaffen wie tägliches Duschen oder Baden. Gerade die empfindliche, zur Trockenheit neigende Haut kann durch äußere Einflüsse sehr rasch aus der Balance geraten und höchst sensibel reagieren. Sie wird leicht rauh und spröde, und neigt zu Rissen, Rötungen und Entzündungen. Ist das Gleichgewicht der Haut gestört, wird zudem das Auftreten von Allergien oder Hautkrankheiten begünstigt.

Gesunde Haut bietet weit mehr als nur Schönheit: Sie schützt den Körper auch vor Strahlung, Krankheitserregern und Umweltgiften. Wer die Pflege vernachlässigt oder die Haut falsch behandelt, setzt daher nicht nur sein Aussehen aufs Spiel, sondern riskiert Hautirritationen und dauerhafte Schäden. Denn nur wenn die Haut gesund ist, hat sie eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegen schädigende Einflüsse.

Heutzutage ist es ganz normal, jeden Tag mindestens einmal zu duschen oder zu baden. Langer, häufiger Kontakt mit heißem Wasser trocknet die Haut jedoch aus, genauso wie ungeeignete Reinigungs- und Hautpflegeprodukte oder ausgedehnte Sonnenbäder. Immer mehr Menschen leiden daher unter trockener, spröder und zu Schuppen neigender Haut. Trockene Haut über einen längeren Zeitraum ist jedoch mehr als ein kosmetisches Problem: Sie gilt als ein erster und ernstzunehmender Hinweis für eine Schädigung der Hautbarriere. Sie kann ihre wichtigsten Aufgaben - Schutz vor Austrocknung und Barriere gegen schädliche Umwelteinflüsse und Krankheitserreger - nicht mehr effektiv erfüllen. Trockene Haut stellt daher spezielle Ansprüche an die tägliche Pflege, da sie mehr als andere Hauttypen zu Ekzemen und allergischen Reaktionen neigt.

Weniger ist mehr

Grundsätzlich kann man das Risiko von Hautreaktionen durch schonenden Umgang mit der Haut vermindern: nicht zu oft, zu heiß oder zu lange waschen, duschen und baden. In jedem Fall sollten Betroffene besonders milde Reinigungsprodukte verwenden und diese sparsam einsetzen. Nach dem Auftragen auf die nasse Haut empfiehlt sich gründliches Abspülen mit klarem Wasser. Hier gilt die Regel: Für das Abspülen ist die doppelte Zeit wie zum Reinigen notwendig. Eine Ausnahme bilden rückfettende Dusch- und Ölbäder, bei denen ein Verbleib auf der Haut erwünscht ist. Allerdings können auch rückfettende Hautreinigungsmittel den Pflegebedarf bei sehr trockener Haut nicht ausreichend decken. Nach jeder Reinigung sollte man die Haut daher reichlich eincremen. Wer zwei bis drei Stunden später schon wieder Spannungsgefühle bemerkt, sollte unbedingt auf eine reichhaltigere Creme umsteigen. Empfehlenswert sind Produkte auf Basis pflanzlicher Öle, da sie besser in die Haut eindringen und sie mit essenziellen Fettsäuren versorgen. Das stärkt die Barrierefunktion der Haut, erhöht ihre Feuchtigkeit und verbessert die Hautelastizität.
Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege trockener Haut erläutert die Broschüre "Basispflege trockener und empfindlicher Haut" der Deutschen Haut- und Allergiehilfe (DHA). Sie informiert über die Voraussetzungen für eine gesunde Haut und kann kostenlos bei der DHA, Gotenstraße 164 in 53175 Bonn bestellt oder im Internet unter www.dha-hautpflege.de angefordert werden.

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Allergiker aufgepasst: Höchste Birkenpollenkonzentration in Berlin gemessen

28.04.2006 - Momentan ist die Birkenpollen-Konzentration in Berlin so hoch wie nie zuvor: Nachdem Meteorologen der Freien Universität Berlin bereits am vergangenen Samstag, dem 22. April, mit etwa 8085 Birkenpollen pro Kubikmeter Luft den höchsten Wert seit dem 20-jährigen Bestehen des Polleninformationsdienstes gemessen haben, verzeichneten sie auch am Mittwoch mit 6890 Birkenpollen pro Kubikmeter Luft einen überdurchschnittlich hohen Wert. Während der durchschnittliche Wert bei 2000 Birkenpollen liegt, wurde der bislang höchste Wert von 6650 im Jahr 1995 gemessen.

Birkenwald
Bild: Pixelquelle

Die Auswertungen der zurückliegenden Jahre zeigen deutlich, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Intensität des Pollenfluges und dem herrschenden Wetter besteht, so dass die Anzahl der Pollen innerhalb der allgemeinen Blühphasen stark schwanken kann.

Das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin informiert täglich über den aktuellen Pollenflug. Jeweils montags, mittwochs und freitags werden ab 15.30 Uhr die Messwerte für einzelne Pollen aktualisiert.

Vor mehr als 20 Jahren wurde der Polleninformationsdienst Berlin gegründet. Seitdem laufen jedes Jahr zwischen Februar und September zwei Pollenfallen in Steglitz und Lichtenrade. Das Institut für Meteorologie der Freien Universität Berlin ermöglicht seit zehn Jahren den Betrieb der zwei Pollenfallen. Zusammen mit dem privaten Berliner Wetterdienst MC-Wetter veröffentlicht das Institut täglich aktuelle Polleninformationen. Das Pharmaunternehmen MSD Sharp&Dohme unterstützt den Betrieb der Fallen und die wissenschaftliche Auswertung der Messung finanziell. Der Kinderarzt und Allergologe Dr. med. Michael Silbermann betreut den Polleninformationsdienst an der Freien Universität Berlin fachlich.

Polleninformationen im Internet:
http://www.met.fu-berlin.de/de/wetter/service/pollenflugkalender


Quelle: FU Berlin

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Alter schützt nicht vor Allergien
Hohe Konzentration von Allergenen kann Allergie jederzeit hervorrufen

Wien/New York - 20.04.2006 - Allergien können in jedem Lebensalter auftreten, auch bei Erwachsenen, die bisher nicht zu leiden hatten, schreibt die New York Times in ihrer aktuellen Ausgabe. Meist wird angenommen, dass man Allergien in der Kindheit entwickelt und dann sein ganzes Leben darunter zu leiden hat, doch "man kann auch mit 70 noch neue Pollenallergien bekommen", meint Erika Jensen-Jarolim, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie http://www.oegai.org im pressetext Gespräch.


Erwachsene Allergiker, bei denen die Krankheit erstmals auftritt, haben oft schon in früher Kindheit eine Periode erlebt, in der die Allergie auftrat. Bei Kindern fallen Allergien jedoch manchmal nicht auf und vergehen mit der Zeit von selbst. Im Erwachsenenalter können diese jedoch überraschend wieder zum Ausbruch kommen. Einige erwachsene Allergiker litten jedoch nie zuvor unter ihrer Krankheit. Das ist wahrscheinlich darauf zurück zu führen, dass sie noch nie einer hohen Konzentration von Allergenen ausgesetzt waren. Durch ein neues Haustier oder einen Umzug kann die Allergie zum Ausbruch kommen. "Pollen im Stadtbereich sind gefährlicher als im Landbereich, da sie sich mit Dieselpartikeln verbinden", erklärt Jensen-Jarolim. Auch ein geschwächtes Immunsystem begünstigt die Entwicklung einer Allergie.

In Österreich leidet rund ein Viertel der Menschen unter einer Pollenallergie. Ein Anstieg der Allergien ist auch durch die Ausbreitung der Pflanze Ragweed zu erwarten, das ursprünglich aus den USA kommt. Einige Leute, die vorher noch gar keine Allergie hatten, könnten darauf allergisch reagieren, meint Jensen-Jarolim.


Als Grund für den allgemeinen Anstieg von Allergien in der Bevölkerung wird die Tatsache angenommen, dass sich unsere Immunsysteme nicht ausgewogen entwickeln, da wir im Kleinkindalter zu gut vor Krankheiten geschützt werden. Impfungen, Medikamente und sauberes Essen können daher die Entwicklung von Allergien fördern. Auch die steigende Umweltverschmutzung ist einer der Gründe für Allergien. Die Verschmutzung in Innenräumen stelle jedoch ein größeres Problem dar für Menschen in hoch entwickelten Ländern, die oft nur 10 Prozent ihrer Zeit im Freien verbringen, meint Andrea T. Borchers von der University of California im Interview mit der New York Times.

Quelle: pte
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Neue Erkenntnisse zur Entstehung von Allergien: Jahreskonferenz des Europäischen Allergie- und Asthmanetzwerks "GA2LEN"

Berlin - 31.03.2006 (ots) - Dem europäischen Allergie- und Asthmanetzwerk GA2LEN ist es jetzt erstmalig gelungen, verschiedene Datenbanken von Geburtskohorten zusammenzufügen und hieraus neue Erkenntnisse zur Entstehung von Allergien zu ziehen. Diese Ergebnisse wurden am 31. März während der Jahreskonferenz des Netzwerkes veröffentlicht:

Die Ergebnisse regelmäßiger, Querschnittsuntersuchungen bei tausenden von Kindern ab dem Neugeborenenalter aus ganz Europa sind erstmalig jetzt in einem Netzwerk zusammengefügt worden. Diese Daten bilden nun die Grundlage dafür, die Entwicklung der Allergien bereits ab dem Säuglingsalter verstehen zu können.

Allergien haben aber nicht nur Einfluß auf die Gesundheit, sondern auch auf das soziale und emotionale Leben der Betroffenen sowie auf das nationale Gesundheitsbudget. "Der volkswirtschaftliche Schaden durch Allergien ist enorm. So belaufen sich die entstehenden Kosten in der EU zur Zeit auf rund 25 Millionen Euro jährlich" sagt Dr. Christian Patermann von der Generaldirektion Forschung der EU in Brüssel. "Die Aktivitäten von GA2LEN sollen langfristig dazu führen, die Gesamtheit der Belastungen durch Allergien in der Gesellschaft zu verringen" so Patermann weiter. Die Europäische Kommission unterstützt dieses Modellprojekt von GA2LEN mit einem Betrag von rund 14 Millionen Euro aus dem Sechsten Rahmenforschungsprogramm der EU. Ein weiterer Schwerpunkt im Forschungsprogramm von GA2LEN liegt deshalb auf der Entwicklung von neuen Ansätzen zur Prävention und Behandlung von Allergien und Asthma. Damit soll zudem die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit von Europa als Forschungsstandort verbessert werden.

"Unser Forschungsnetzwerk ist seit seiner Gründung 2004 stetig gewachsen. Derzeit engagieren sich schon mehr als 60 europäische Forschergruppen im Kampf gegen Allergien für die öffentliche Gesundheit" freut sich der Koordinator von GA2LEN, Prof. Paul van Cauwenberge aus Brüssel.

GA2LEN ist ein Zusammenschluß von rund 60 führenden europäischen Forschergruppen aus 14 Ländern der EU, der Schweiz, Norwegen, dem europäischen Berufsverband der Allergologen (EAACI) und der europäischen Vereinigung der Patientenorganisationen (EFA). Die Namensgebung soll an den berühmten römischen Arzt Galenus erinnern, der als erster den Zusammenhang zwischen Nase und Lunge bei der Atmung verstand.

Quelle: European Centre for Allergy Research Foundation

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Heuschnupfen ursächlich behandeln /
Geduld und Qualität zahlen sich bei Hyposensibilisierung aus

Hamburg - 27.03.2006 (ots) - Für eine spezifische Immuntherapie zur Behandlung allergischer Erkrankungen sollten Präparate mit funktionell intakten Allergenen und eine ausreichend lange Aufdosierungsphase verwendet werden. Diese Empfehlung unterstützt eine neue Untersuchung, die Anfang März 2006 auf dem Kongress der Amerikanischen Akademie für Allergien, Asthma und Immunologie (AAAAI) in Miami vorgestellt wurde. Die regelmäßige Injektion der gereinigten und standardisierten Allergieauslöser lässt das Immunsystem allergiekranker Menschen wieder tolerant werden.

Für die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) werden funktionell intakte Allergene verwendet oder so genannte Allergoide mit chemisch veränderten Allergenen. Wie die in Miami vorgestellte Untersuchung zeigte, haben Allergoide jedoch eine geringere Wirkung auf das Immunsystem. Außerdem hat die Studie gezeigt, dass Allergoide genau wie natürliche Allergene eine allergische Reaktion in Gang setzten können.(1) Anscheinend beeinträchtigt die chemische Veränderung einerseits das Allergie auslösende Potenzial der Moleküle, hemmt aber auch gleichzeitig die erwünschte Wirkung auf das Immunsystem. Das Paul-Ehrlich-Institut in Deutschland hatte bereits 2001 festgestellt, dass Allergoide bezüglich der Verträglichkeit keinen Vorteil gegenüber funktionell intakten Allergenen bieten.(2)

Eine spezifische Immuntherapie ist laut Weltgesundheitsorganisation, WHO, die einzige ursächliche Behandlung gegen Allergien und kann eine Allergie auf Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Insekten langfristig bessern oder sogar heilen. Durch die regelmäßige Gabe standardisierter Allergen-Präparate wird das Immunsystem der Allergiekranken weniger sensibel gemacht - hyposensibilisiert. Auf dem AAAAI-Kongress wurde jetzt auch bestätigt, dass die Behandlung noch Jahre nach dem Therapieende vor Asthma schützt.(3)

Die Erfolgsraten der dreijährigen spezifischen Immuntherapie mit funktionell intakten Allergenen von standardisierter Qualität betragen bei Menschen mit Heuschnupfen bis zu 90 Prozent. Die Patienten erhalten das Allergen-Präparat zunächst über 11 bis 16 Wochen in steigender Dosierung. Anschließend wird über einen Zeitraum von etwa drei Jahren alle 4 bis 8 Wochen eine Erhaltungsdosis verabreicht. Die Geduld der Patienten bei dieser Behandlung zahlt sich aus, denn kürzere Therapiestrategien sind nach heutigen Erkenntnissen weniger wirksam.

Literatur:
(1) Lund L, Wurtzen PA, Lund G, Henmar H: Comparison of allergenicity of an intact allergen extract (Alutard SQ) and 4 commercially available products for birch pollen immunotherapy. Poster No. 850 - AAAAI-Kongress Miami 2006.

(2) Lüderitz-Püchel U, Keller-Stanislawski B, Haustein D: Neubewertung des Risikos von Test- und Therapieallergenen. Eine Analyse der UAW-Meldungen von 1991 bis 2000. Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz 2001; 44: 709-718. Paul-Ehrlich-Institut, Langen.

(3) Valovirta E, et al.: A 3-year course of subcutaneous specific immunotherapy results in long-term prevention of asthma in children. 10-year follow-up on the PAT study. J Allergy Clin Immunol (2006), 117, No 3: page 721

Quelle: ALK-SCHERAX Arzneimittel GmbH

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Gräsertablette in Schweden zugelassen

Hørsholm/Dänemark, 17. März 2006 - Die schwedische Arzneimittelbehörde hat die Gräsertablette, ALK-Abelló's Immuntherapie in Tablettenform, für die Behandlung von Gräserpollen-Allergikern genehmigt. ALK-Abelló wird nun die Zulassung in anderen europäischen Ländern einreichen, die das gegenseitige Anerkennungsverfahren anwenden.


Frühlingswiese
Bild: Photocase

ALK-Abelló's Immuntherapie in Tablettenform1 wurde von der schwedischen Arzneimittelbehörde für die Behandlung von Gräserpollen-Allergiker zugelassen. ALK-Abelló wird nun weitere Anträge in anderen europäischen Ländern über das gegenseitige Anerkennungsverfahren einreichen. ALK-Abelló geht weiterhin davon aus, dass die Gräsertablette Ende 2006 in den ersten europäischen Märkten gelauncht werden kann.

"Wir sind über die Entscheidung der schwedischen Arzneimittelbehörde sehr erfreut. Seit Jahren hat ALK Abelló hart gearbeitet, um dieses neue Behandlungskonzept einzuführen. Wir freuen uns jetzt darauf, mehr Patienten Zugang zu den Vorteilen der Immuntherapie zu ermöglichen, indem wir die Gräsertablette europaweit verfügbar machen", sagt Jens Bager, CEO von ALK-Abelló A/S.

Neues Behandlungskonzept
Die Gräsertablette ist eine Immuntherapie auf Tablettenbasis, die einmal täglich verabreicht wird. Sie stellt einen neuen Ansatz in der Behandlung von Gräserpollen-Allergien dar, da sie die zugrunde liegende Ursache der Allergie ins Visier nimmt, indem sie eine schützende Immunantwort auslöst, wobei allergische Reaktionen gegen Gräserpollen verringert und sogar ganz unterbunden werden. Die Gräsertablette ist eine anwenderfreundliche Behandlungsmethode: Die schnell lösliche Tablette wird einfach unter die Zunge gelegt, was die Patienten bequem von zuhause aus durchführen können.

Die WHO schätzt, dass mehr als 20% der industrialisierten Bevölkerung an einer Allergie leiden, schätzungsweise 50% von ihnen sind Gräserpollen-Allergiker. Die Prävalenz ist weiter im Steigen.

Verglichen mit traditionellen Symptom lindernden Medikamenten, ist die spezifische Immuntherapie (SIT) eine innovative Behandlung. Die WHO hat die SIT als einzigen Behandlungsansatz anerkannt, der die Ursache einer Allergie bekämpft und den natürlichen Verlauf der Erkrankung ändern kann. Bis jetzt wurde die Immuntherapie nur einer kleinen Anzahl von Patienten angeboten, traditionell als subkutane Injektion.

"Die Immuntherapie als eine einfach anwendbare sublinguale Tablette verfügbar zu machen, ist für Gräserpollen-Allergiker ein wichtiger Schritt nach vorn. Die Benefits der Gräsertablette wurden streng geprüft. Mit dieser Immuntherapie in Tablettenform kann viel mehr Patienten eine Behandlung angeboten werden, die die Ursache ihrer Allergie ins Visier nimmt", so Dr. Stehen Durham, Professor am Imperial College, Universität London und einer der weltweit führenden Allergologen.

Die Zulassung der Gräsertablette basiert auf den Resultaten des größten klinischen Studienprogramms, das je im Bereich der Immuntherapie durchgeführt wurde: Es umfasste sechs klinische Studien mit mehr als 1.700 Patienten.

Gemäß der Zulassung wird empfohlen, die Behandlung mit der Gräsertablette mindestens acht Wochen vor der Gräserpollensaison zu starten. Zu Beginn der Behandlung wird empfohlen, die erste Tablette unter ärztlicher Aufsicht einzunehmen. Wie erwartet, sollen die Patienten, die unter schwerem Asthma, einer systemischen Immunerkrankung oder einer Überempfindlichkeit gegenüber Zusätzen der Tablette leiden, nicht mit der neuen Gräsertablette behandelt werden.

Über die Gräsertablette
Die Gräsertablette verbindet die etablierten und gut dokumentierten Vorteile der spezifischen Immuntherapie mit einer anwenderfreundlichen Applikationsform. Die Tablette enthält einen standardisierten Allergen-Extrakt aus Gräserpollen in einer täglichen Dosierung von 75,000 SQ-T. Sie wird einmal pro Tag unter die Zunge gelegt, wo sie innerhalb von Sekunden schmilzt. Die Gräsertablette ist eine Basisbehandlung, die keine Aufdosierung verlangt und eine schützende Immunantwort auslöst, die allergische Reaktionen gegen Gräserpollen vermindert oder sogar stoppt.

Die Behandlung mit der Gräsertablette sollte mindestens acht Wochen vor der Pollensaison begonnen werden. Sie reduziert die Heuschnupfensymptome sowie den Bedarf an Symptom lindernden Medikamenten bereits in der ersten Pollenflugsaison nach Therapiebeginn. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, wird die Immuntherapie üblicherweise drei Jahre lang durchgeführt.

Die Gräsertablette wurde im größten Studienprogramm untersucht, das je im Bereich der Immuntherapie durchgeführt wurde: Es umfasste sechs klinische Studien mit mehr als 1.700 Patienten. Im Oktober 2005 gab ALK-Abelló die Ergebnisse der GT-08 Studie bekannt, die demonstrieren, dass die Gräsertablette eine patientenfreundliche, hochwirksame Therapie mit gutem Sicherheitsprofil ist. Die Studie bestätigt auch die optimale Dosis von 75,000 SQ-T.

Die GT-08 Studie zeigte, dass die Gräsertablette im Vergleich zu Placebo bereits während des ersten Behandlungszeitraums die Symptome der Rhinokonjunktivitis um 30% reduziert und gleichzeitig der Bedarf an Symptom lindernden Medikamenten um 38% gesenkt werden kann (Medianwerte sind 34 % bzw. 53 %).

Bei den Patienten, die mit der Gräsertablette behandelt wurden, verbesserte sich die Lebensqualität deutlich. In einer globalen Evaluierung, wie Allergiker die Wirksamkeit der Gräsertablette im Vergleich zu Pollensaisonen ohne Behandlung beurteilen, berichteten 82% der Patienten von einer Symptom-Verbesserung (sich "besser" oder "viel besser" fühlen). Das entspricht einer Zunahme von 49% gegenüber der Placebogruppe. Die Ergebnisse sind statistisch hochsignifikant (p<0.0001).


Quelle: pts
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Tropfen statt Spritzen
Heuschnupfen: Neue Immuntherapie für zuhause möglich

Baierbrunn/München - 08.03.2006 - Ein langfristiger Schutz gegen Heuschnupfen und bestimmte andere Allergien ("spezifische Immuntherapie", früher: "Hyposensibilisierung") ist auch mit Tropfen möglich. Bisher führen Ärzte die Behandlung überwiegend mit Spritzen durch, die regelmäßig über zwei bis drei Jahre verabreicht werden. Das Wirkprinzip beider Methoden besteht darin, den Körper langsam an steigende Mengen einer oder mehrerer allergieauslösender Stoffe zu gewöhnen. Die Tropfen muss sich der Patient selbst täglich oder alle zwei Tage unter die Zunge träufeln, erklärt Prof. Dr. med. Joachim Saloga, Allergologe an der Hautklinik der Universität Mainz im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Diese Therapieform ist in Deutschland noch nicht weit verbreitet, kann aber als Kassenleistung verordnet werden. Laut Saloga ist die Tropfen-Behandlung "sicherlich wirksam", ob sie so wirksam ist wie die Spritzen, müsse noch geklärt werden. Tropfen wie Spritzen müssen über mehrere Jahre angewandt werden.


Quelle: Wort und Bild Verlag
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Nie wieder Heuschnupfen dank Homöopathie

Hamburg (ots) - 06.02.2006 - Während der Frühling für die meisten von uns die schönste Jahreszeit ist, würden andere ihn am liebsten abschaffen. Zumindest seine Begleiterscheinungen. Denn bald beginnt es wieder, das große Niesen. Heuschnupfen: Jeder fünfte Deutsche kennt die Plage, wenn der Hals kratzt, die Nase läuft, die Augenlider schwellen. Diese und ähnliche Symptome werden von unzähligen Pollen ausgelöst, die in der Luft umherschwirren und zu einer Überreaktion des Immunsystems, einer Allergie führen.

Palmkätzchen am Zweig
Quelle: photocase

Dagegen lässt sich jedoch etwas tun: Neben chemischen Mitteln hilft auch das alternative Heilverfahren der Homöopathie. Wer die Arzneien (Kügelchen, so genannte "Globuli"; Tabletten oder Tropfen) richtig einsetzt, kann Beschwerden gezielt vorbeugen oder bessern. Die Frauenzeitschrift FÜR SIE zeigt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 7. Februar 2006, wie man sich auf diese Weise gegen die Pollen-Attacken wappnen kann.

Zur Vorbeugung und um den Heuschnupfen deutlich abzumildern, empfiehlt es sich beispielsweise, von individuell auszusuchenden Einzelmitteln einmal täglich fünf Globuli zu nehmen. Welche Wirkstoffe zum Einsatz kommen sollten, hängt von den Symptomen ab. Bei wem beispielsweise der Schnupfen stark ist, die Nase schnell wund wird, die Augen viel tränen und sich die Beschwerden in geheizten Räumen verschlimmern, sollte zum Mittel "Allium cepa D6" greifen. Für Patienten mit trockenen Schleimhäuten und starkem Reizhusten ist hingegen "Sticta D6" geeigneter. Es gibt aber auch Kombi-Präparate, bei denen verschiedene Wirkstoffe zusammengestellt sind, um dem Betroffenen ein möglichst großes Heilspektrum zu bieten.

Quelle: FÜR SIE

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Millionen Deutsche leiden unter Allergien oder Asthma - mit Hilfe von Akupunktur können die Beschwerden deutlich gelindert werden und langfristig geheilt werden

Düsseldorf (ots) - 30.01.2006 - Mehrere Millionen Mensch unterschiedlichen Alters leiden in Deutschland unter einer Allergie, sprich einer unerwünscht heftigen Abwehrreaktion des Immunsystems auf bestimmte Umweltstoffe. Eine Verstopfte Nase, Niesanfälle, Fließschnupfen oder entzündete Augen sind häufig die Symptome, die auf eine Allergie hinweisen. Bei fast der Hälfte der Allergiker kommt Asthma hinzu. Betroffen sind die Beteiligten in der Zeit von März bis Oktober und Pollenarten wie Hasel, Erle, Birke, Gräser, Roggen und Beifuss zumeist die Auslöser.

Die Forschungsgruppe Akupunktur FATCM e.V. setzt Akupunktur bei Allergien bereits seit Jahren erfolgreich ein und konnte zudem in den letztem Jahren nachweisen, dass die Symptome und die Lebensqualität nach einer Akupunkturbehandlung tatsächlich signifikant verbessert wurde, sprich die Anzahl symptomfreier Tage sich erhöhte. Die Erfahrungen der Ärztegemeinschaft für Akupunktur und Chinesische Medizin mit Sitz in Düsseldorf unterstützt diese Erkenntnisse. In einer der größten Schwerpunktpraxen Deutschlands wurden in den letzten 14 Jahren über 7000 Behandlungen mit einem speziell entwickelten Therapieprogramm durchgeführt, welches neben speziellen Akupunkturpunkten und Stimulationstechniken auch chinesische Arzneikräuter beinhaltet.

Dr. Gabriele Böwing, Gründerin der Ärztegemeinschaft für Akupunktur und Chinesische Medizin und Vorstand der Forschungsgruppe Akupunktur: "Bei unserer Behandlungsmethode zeigt sich eine gute Wirksamkeit bei Heuschnupfen und bei allergischem Asthma. Besonders lang anhaltende Therapieerfolge, häufig sogar Ausheilungen dieser chronischen Erkrankungen, können wir bei Kindern und jungen Erwachsenen erreichen. Allerdings steht und fällt der Therapieerfolg mit der Qualität der Behandlung. In der Regel sind 8 -15 Sitzungen erforderlich. Die beste Zeit für die Therapie ist jetzt - zu Beginn des Frühjahres. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter http:www.akupunktur.info

Quelle: Forschungsgruppe Akupunktur

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Alte Apfelsorten besser für Allergiker -
Apfelmus ist ebenfalls eine Alternative für Überempfindliche

Baierbrunn (ots) - 23.01.2006 - Wie stark ein Apfel-Allergiker auf das Obst reagiert, hängt auch von der Sorte ab, hat der Lebensmittelchemiker Professor Hans Steinhart von der Universität Hamburg herausgefunden.

Apfel fällt vom Zweig
Quelle: photocase

Wie das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" berichtet, sind alte Sorten wie der "Freiherr von Berlepsch" oder der "Weiße Klarapfel" für Überempfindliche besser verträglich. Menschen mit einer leichten Apfel-Allergie können sie roh essen. Allen anderen Betroffenen rät Steinhart: "Kochen Sie die Äpfel vor dem Verzehr zu Mus." Dadurch würden die für den allergischen Anfall verantwortlichen Eiweißbausteine in dem Obst zerstört.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Hilfe für Nahrungsmittelallergiker: Neues Qualitätssiegel aus der Charité

Berlin - 15.12.2005 (ots) - Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) der Hautklinik der Charité - Universitätsmedizin Berlin erleichtert Allergikern jetzt mit einem Qualitätssiegel für Nahrungsmittel die Auswahl ihrer Produkte.



Das ECARF-Siegel steht für geprüfte Qualitätssicherung im Bereich der Nahrungsmittelinhaltsstoffe, noch über die neue gesetzliche Norm hinausgehend. "Das Allergiesiegel überprüft damit nicht nur die gesetzlich geforderte Nennung von Inhaltsstoffen, sondern auch unbeabsichtigte Allergenspuren und eine zusätzliche Deklaration weiterer häufiger
Allergene, wenn sie in der Rezeptur des Nahrungsmittels verwendet wurden" sagt Prof. Torsten Zuberbier, Leiter von ECARF. Die regelmäßigen Kontrollen der Endprodukte übernimmt ein unabhängiges Institut. Das Siegel wird kostenfrei auf Antrag der Nahrungsmittelhersteller vergeben.

Seit dem 25. November diesen Jahres gilt die neue EU-Vorschrift für die Lebensmittelkennzeichnung. Hersteller sind seitdem verpflichtet, detaillierte Angaben über die Inhaltsstoffe ihrer Produkte zu machen, insgesamt betrifft dies aber nur 12 Produktgruppen. Unberücksichtigt bleiben genaue Angaben zu versteckten, nicht deklarierten Inhaltsstoffen in Nahrungsmitteln. Diese stellen für Allergiker ein großes Problem dar. Hochgradig allergische Patienten, die in der Vergangenheit zum Beispiel mit Kreislaufbeschwerden oder Luftnot reagiert haben, sollten sich unbedingt ausführlich beim Allergologen und Ernährungsfachberater über mögliche Gefahren durch versteckte Allergene, zum Beispiel durch Kontamination im Herstellungsprozess, informieren und die eigene Schwellendosis durch Provokationstestungen ermitteln lassen.

Auf der Internetseite www.allergy-foundation.info sind ausführliche Informationen über das ECARF-Qualitätssiegel für allergikerfreundliche Produkte hinterlegt.

Informationen über die Richtlinien hinsichtlich der Angabe der in Lebensmitteln enthaltenden Zutaten: Amtsblatt der Europäischen Union, http://europa.eu.int/

Quelle: European Centre for Allergy Research Foundation



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Ehrlichere Etiketten - Neue Kennzeichnungspflicht bringt Allergikern mehr Sicherheit

Baierbrunn - 05.12.2005 - Zwölf Substanzen, die häufig Allergien auslösen, müssen seit dem 25. November 2005 auf Verpackungen von Lebensmitteln in eindeutiger Form angegeben werden, berichtet das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Bisher konnten Allergiker nicht erkennen, ob etwa eine als „Gewürzmischung“ angegebene Zutat Milchzucker oder Sellerie enthielt.


Bild: Photocase

Diese Substanzen können bei einigen Allergikern schwere Anfälle auslösen. Zu dem „allergenen Dutzend“, das nun eindeutig deklariert werden muss, gehören unter anderem auch glutenhaltiges Getreide, Erdnüsse, weitere Schalenfrüchte und Schwefel. In einer Übergangszeit müssen Allergiker trotzdem vorsichtig sein: Restbestände darf der Handel noch nach altem Recht verkaufen.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Milbenparadies Kuscheltier
Wie Eltern ihre Kinder vor Hausstaub-Allergie und Asthma schützen können

Holzkirchen - 12.08.2005 - Kuscheltiere sind aus Kinderbetten nicht wegzudenken - die Kleinen lieben sie. Doch Vorsicht: Im Fell der Stofftiere wimmelt es von Hausstaub-Milben. Eine Gefahr, die ernsthafte Folgen für Gesundheit und Wohlbefinden haben kann. Denn die mikroskopisch kleinen Spinnentiere können Hauptauslöser von Hausstaub-Allergien, allergischem Asthma und Neurodermitis sein.

Bis zu zehn Millionen Milben können in einem Kinderbett leben - vor allem in Matratzen, Bettdecken und Stofftieren. Dies ist kein Zeichen mangelnder Hygiene. Ihre Nahrungsgrundlage bildet der Mensch selbst: Täglich verlieren Kinder wie Erwachsene bis zu zwei Gramm Hautschuppen und Haare. Genug, um rund 1,5 Millionen Spinnentiere zu ernähren. Ihr getrockneter eiweißhaltiger Kot kann besonders bei Säuglingen und Kindern allergische Reaktionen auslösen.

Anders als bei Pollen-Allergien ist das Kind dem Aero-Allergen Milbenkot das ganze Jahr über ausgesetzt. Vor allem durch dessen ständigen Begleiter und Milben-Wirt "Teddybär". Der feine Kot im Bärenfell wird bei jedem Streicheln in sensible Organe wie Nase, Mund und Auge gewirbelt. Zirka 80 Prozent aller Asthmafälle bei Kindern sind auf eine Hausstaub-Allergie zurückzuführen.

Damit Kinder nicht auf Teddy und Co. verzichten müssen, sollten Eltern durch gezielte Maßnahmen die Menge an Allergenen in Stofftieren so gering wie möglich halten. Mit dem Absaugen der Tiere ist es allerdings nicht getan - zu sehr hängen die Milben im Textil fest. Am effektivsten ist ein Spray mit Niembaumsamenöl-Extrakt. Es lässt Milben verhungern und stoppt deren Vermehrung. Für Säuglinge und Kleinkinder ist das Milbenmittel völlig unbedenklich. Zur Erstbehandlung, Stofftier mit dem Niembaumspray benetzen, einige Tage einwirken lassen und bei mindestens 60 Grad Celsius waschen. So werden sämtliche Milben und Allergenreste gründlich entfernt. Für Langzeitwirkung das gereinigte Kuscheltier noch einmal mit Niembaumsamenöl-Extrakt behandeln - der anti-allergene Effekt schützt das Kind bis zu einem Jahr. Die Empfehlung, Kuscheltiere in die Gefriertruhe zu geben, ist nur bedingt hilfreich. Die Milben fallen lediglich in eine Kältestarre und überleben die Prozedur schadlos. Nach dem Auftauen produzieren sie weiterhin Allergene.

Weitere Informationen unter www.milbiol.de

Quelle: Hexal AG

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Die unsichtbaren Quälgeister haben lange Saison - Pollenflug


Foto: djd

22.06.2005 - Blühende Bäume, Schwimmbadwetter - was für die Einen die schönste Zeit des Jahres ist, bedeutet für Pollenallergiker eine echte Leidenszeit, die bis in den Herbst anhalten kann. Dann peinigt der berüchtigte Heuschnupfen viele Menschen mit heftigen Niesanfällen, einer laufenden Nase oder tränenden Augen. Durch das ständige Putzen wird die Nase schnell wund und gereizt. Hier hilft z.B. Bepanthen Augen- und Nasensalbe, die Nase wieder zu beruhigen. Sie enthält Dexpanthenol, ein Provitamin, das sich seit langem in der Wundheilung bewährt hat. Der Wirkstoff unterstützt den Heilungsprozess der Nasenschleimhaut besser als manches Nasenspray, weil er länger auf der Haut haftet und die Schleimhäute stärker befeuchtet. Da Bepanthen Augen- und Nasensalbe ohne Konservierungs-, Farb- und Duftstoffe auskommt, können auch Personen, die sonst allergisch auf diese Stoffe reagieren, die Salbe gut anwenden. Übrigens: Falls Bepanthen Augen- und Nasensalbe zuerst für die Nase verwendet wurde, darf diese Tube nicht am Auge angewendet werden. Aber auch Nichtallergiker sollten ganzjährig auf intakte Nasenschleimhäute größten Wert legen. Denn Klimaanlagen in Auto, Büro oder Ferienflieger trocknen die Schleimhäute aus - und Infekten ist Tür und Tor geöffnet.

Quelle: djd

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Burnout durch Hausstaub -
Schlafmediziner warnen: Hausstaub-Allergie kann gefährliches Erschöpfungs-Syndrom auslösen

Holzkirchen (ots) - 17.06.2005 - Niesreiz, Dauerschnupfen mit chronisch verstopfter Nase, asthmatischer Husten, Augenjucken und Halskratzen: Viele tippen auf Erkältung und Immunschwäche, es ist meistens eine Hausstaub-Allergie. Doch viel schwerwiegender sind oft die Probleme beim Ein- oder Durchschlafen. Wer das regelmäßig erlebt, weiß: Man brennt regelrecht aus, das Lebensgefühl geht völlig den Bach runter - die Folge: das gefürchtete Burnout-Syndrom.

Die Konsequenzen sind fatal. So stellt die Deutsche Gesellschaft für Schlafmedizin einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Allergie bedingten Schlafstörungen und Leistungsabfällen in Beruf und Alltag fest: "Dauermüdigkeit und Konzentrationsschwäche machen effektives Arbeiten nahezu unmöglich. Die natürliche Fähigkeit zur Stressbewältigung schwindet", so Prof. Dr. Thomas Penzel von der Universität Marburg. "Folgen der Hausstaub-Allergie können Depressionen und Erschöpfungszustände wie das so genannte Burnout-Syndrom sein. Der Betroffene fühlt sich leer und ausgebrannt."

Wenn eine Hausstaub-Allergie unbemerkt bleibt und längere Zeit nicht behandelt wird, gerät der Betroffene aufgrund der damit häufig ausgelösten Schlafstörungen in die typische Abwärtsspirale des körperlichen und seelischen Ausbrennens: Zuerst Abbau der Leistungsfähigkeit, dann ein Gefühl der Gleichgültigkeit, Rückzug aus dem sozialen Leben. Es folgen Entspannungsunfähigkeit und oft der Griff zu Alkohol und Drogen - zuletzt Verzweiflung bis hin zu klinischen Depressionen.

Eine weitere Gefahr: In der heutigen Leistungsgesellschaft steigt mit dem Schweregrad des Burnout-Syndroms auch das Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren.

Die volkswirtschaftlichen Folgen sind in jedem Fall enorm. Eine der wenigen Studien zum Thema kommt aus der Schweiz. Dort hat das Staatssekretariat für Wirtschaft hochgerechnet, dass der durch das Burnout-Syndrom verursachte Schaden durch Behandlungen und Produktionsausfälle jährlich 4,4 Milliarden Franken (rund 3 Milliarden Euro) oder 1,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts beträgt. Hochgerechnet auf Deutschland sind das zirka 26 Milliarden Euro pro Jahr. Nicht einbezogen sind soziale Folgekosten.

Hausstaub-Allergie kann jeden treffen: Denn Milben gehören zur natürlichen Umwelt des Menschen. Ihr Auftreten steht in keinem Zusammenhang mit mangelnder Hygiene. Die mikroskopisch kleinen Hausstaub-Milben befinden sich überall, bevorzugen jedoch feuchtwarme Umgebungen, vor allem Betten. Ihr getrockneter, eiweißhaltiger Kot vermischt sich mit alltäglichem Hausstaub und wird in sensible Organe wie Augen, Nase und Mund gewirbelt. Untersuchungen des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen belegen, dass rund acht bis zwölf Millionen Bundesbürger an Hausstaub-Allergie leiden. Eine Zahl, die sich nur durch die Bekämpfung der Ursache - also der Milben - verringern lässt.

Quelle: presseportal

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Hausstauballergie: Suchtest findet Milben -
Vor Wohnungsrenovierung stark befallene Stellen suchen

Baierbrunn (ots) - 15.06.2005 - Wer seine Wohnung wegen einer Haustauballergie staubarm renovieren will, kann vorweg mit einem Test untersuchen, wo sich Milben tatsächlich aufhalten, rät das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Der Kot der Milben ist ein stark Allergie auslösender Stoff. Die Milben sind überall verbreitet und kein Problem mangelnder Hygiene. Wohnen Allergiker im Haushalt, können erhebliche Veränderungen in der Wohnung angebracht sein. Bei Neuanschaffungen sind Ledermöbel Polstern vorzuziehen. Teppichböden sollten durch Holz, Fliesen oder Linoleum ersetzt werden, so dass öfter einmal feucht gewischt werden kann. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 55 Prozent ist vorteilhaft. Der Milben-Test ist in Apotheken erhältlich.

Quelle: Wort und Bild: Apotheken Umschau

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Kinder reagieren allergisch auf depressive Eltern -
Psychische Erkrankungen lösen bei Kindern Asthma und Heuschnupfen aus

New York (pte) - 10.06.2005 - Eltern, die unter Depressionen oder Panikattacken leiden, haben häufig Kinder, die an Asthma und Allergien erkranken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Columbia University http://www.columbia.edu/, die in der aktuellen Ausgabe der Psychosomatic Medicine http://www.psychosomaticmedicine.org publiziert wurde. "Wir führen diese Tendenz auf genetische Bedingungen zurück", erklärte Studienleiter Ramin Mojtabai.

Die US-amerikanischen Forscher analysierten das Datenmaterial von 9.240 Eltern und deren Kinder aus der US National Health Interview Survey http://www.cdc.gov/nchs/default.htm . Insgesamt waren 8.686 der Eltern-Kind-Paare biologisch verwandt, während 554 Kinder adoptiert waren. Die Forscher stellten fest, dass insgesamt 31 Prozent der Kinder und 19 Prozent der Eltern unter Allergien wie Heuschnupfen, Nahrungsallergien, allergischen Ekzemen, Atemstörungen und Asthma litten. Sechs Prozent der Eltern hatten schwere Depressionen, drei Prozent litten unter Panikattacken und drei Prozent unter Angstzuständen.

Einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen den Depressionen und Panikattacken der Eltern und den dadurch ausgelösten Allergien der Kinder konnten die Forscher nur bei den leiblichen Eltern feststellen. "Die Zusammenhänge wurden vor allem bei der Weitergabe durch die Mütter sichtbar", erklärte Mojtabi. Bei den adoptierten Kindern konnten die Experten zwar auch Allergien feststellen, jedoch werden diese nicht auf genetische, sondern auf andere Faktoren zurückgeführt.

Quelle: pte

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Pilz soll Erdnüsse weniger "allergisch" machen -
Geschmack bleibt erhalten

Greensboro (pte) - 07.06.2005 - Ein einfacher Pilz soll bei gerösteten Erdnüssen dafür sorgen, dass die Snacks auch für Allergiker nicht mehr so gefährlich sind. Wissenschaftler der North Carolina A&T University in Greensboro haben die zwei Allergene, die zu den Auslösern der Reaktionen gehören, mit Hilfe von Erdnussmehl ausgeschaltet. Die "Entschärfung" der Nüsse wird erst bei der Verarbeitung durchgeführt. Vorhergehende Versuche, die Pflanzen selbst zu verändern, waren gescheitert, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist http://www.newscientist.com.

"Die Methode ist einfach, sicher und darüber hinaus billig", so Mohamed Ahmedna, der gemeinsam mit Jianmei Yu am Projekt mitgearbeitet hat. Die Forscher hatten fermentiertem Erdnussmehl einen Pilz zugesetzt. Da die meisten Erdnüsse, die zu Snacks verarbeitet werden, ohnehin nicht ganz sind, hatten die Wissenschaftler das Mehl geröstet. In Untersuchungen stellten sie dann fest, dass die beiden Proteine Ara h1 und Ara h2, die als die größten Allergieauslöser gelten, extrem reduziert wurden. Genau ist den Forschern nicht bekannt, in welcher Art und Weise der Pilz diese Proteine degradiert. Offensichtlich wurde jedoch, dass Ara h1 um 70 Prozent und Ara h2 um 60 Prozent reduziert wurden.

In den USA leiden etwa geschätzte 1,1 Prozent der Bevölkerung an einer Erdnussallergie. Erdnüsse gelten als besonders gefährlich, da Allergien gegen diese schwere allergische Reaktionen zur Folge haben können. Schon winzige Mengen können bei empfindlichen Menschen einen allergischen Notfall verursachen. Jährlich sterben in den USA etwa 100 Menschen daran. Obwohl Lebensmittelkennzeichnungen gesetzlich vorgeschrieben sind, können diese Allergikern keine vollkommene Sicherheit bieten, da es zu produktionsbedingten Verunreinigungen kommen kann. So können etwa in Vollmilchschokolade Erdnussspuren vorhanden sein.

Quelle: pressetext.austria

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Neue Studien belegen: Kaffee schützt vor Allergien und Karies

Hamburg (ots) 30.05.2005 - Kaffee ist besser als sein Ruf. Das meldet die Frauenzeitschrift FÜR SIE in ihrer aktuellen Ausgabe vom 17. Mai 2005. Das Magazin beruft sich dabei auf neuste wissenschaftliche Studien. Die wichtigsten Ergebnisse: Zwei bis fünf Tassen, am besten über den Tag verteilt, sollen präventiv vor Allergien, Darm- und Leberkrebs, Gallensteinen und Karies schützen. Das Risiko, an Parkinson oder Diabetes vom Typ II zu erkranken, wird um bis zu 25 Prozent gesenkt.


Bild: photocase

Wie Kaffee das schafft, wissen die Wissenschaftler allerdings noch nicht. Sie vermuten, dass bestimmte Bestandteile als Antioxidantien wirken und gefährliche Freie Radikale vernichten. Was es den Forschern so schwer macht: Bis heute existiert keine eindeutige Analyse der Kaffeebohne. Sie enthält mehr als 1.000 Substanzen.. Die wichtigsten sind Kohlehydrate, Fettstoffe, Wasser, pflanzliche Säuren, Aromastoffe sowie Mineralstoffe wie Eisen, Kalium und Magnesium.

Für die meisten Kurzzeit-Effekte ist das Koffein verantwortlich. Es trickst den Organismus aus: Bei Müdigkeit produziert der Körper Adenosin, einen Botenstoff, der entspannend wirkt. Koffein verhindert das und beschleunigt zudem den gesamten Stoffwechsel. Die Blutgefäße weiten sich, das Herz schlägt kräftiger und schneller, und die Durchblutung aller Organe wird optimiert.

Nur in höherer Dosis (mehr als zehn Tassen) hat Koffein negative Wirkungen. Dann kann es Zittrigkeit, Unruhe und Übelkeit verursachen. Herzkranke sollten generell ihren Arzt fragen, wie viel Kaffee für sie vertretbar ist. Und Schwangere beschränken ihren Konsum besser auf einen "Latte" am Tag, weil Föten ein Enzym in der Leber fehlt, mit dem das Koffein im Körper abgebaut wird.

Übrigens ist Kaffee das mit Abstand beliebteste Getränk der Deutschen: Sie trinken pro Kopf und Jahr fast 170 Liter, verteilt auf drei Tassen täglich. Das sind rund 50 Liter mehr Kaffee als Bier. Weltmeister im Kaffeeschlürfen sind allerdings die Finnen.

Quelle: Für Sie
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12 Gebote, wenn die Pollen fliegen

München (ots) - 09.05.2005 - Hier erfahren Sie von einem Experten, was Menschen mit Allergien und Asthma im Frühling beachten sollten. Eine Tablette kann gleichzeitig gegen zwei quälende Leiden helfen.
Bild: photocase.de

Ausgerechnet, wenn sich der Frühling von seiner schönsten Seite zeigt, mit grünen Wiesen und blühenden Bäumen, beginnt für rund zwölf Millionen Frauen und Männer hierzulande eine Zeit des Leidens. Statt draußen die strahlende Sonne zu genießen, ziehen sie sich in ihre vier Wände zurück, weil ein Aufenthalt im Freien ihnen Probleme bereitet. Ja, die frische Luft: Sie ist in diesen Tagen voller Pollen und Blütenstaub und wird dadurch für Asthmapatienten, die an einer "allergischen Rhinitis", zu Deutsch Heuschnupfen leiden, zu einer erheblichen Belastung.

Für viele der Pollenallergiker sind die Probleme nicht allein auf die Nase beschränkt. Nach aktuellen Erkenntnissen der Medizin sind nämlich Heuschnupfen und Asthma eng miteinander verwandt. Wie Professor Dr. Claus Bachert von der Universität Gent bei einem Allergiekongress in Aachen berichtete, gilt Heuschnupfen heute als wichtiger Risikofaktor für ein späteres Asthma: Ca. 30 Prozent der Menschen, die Heuschnupfen haben, entwickeln auch Asthmasymptome. Umgekehrt leidet die Mehrzahl der Patienten mit allergischem Asthma auch an Symptomen einer Rhinitis.

Bei vielen Patienten kann der Heuschnupfen die Asthmasymptome noch verstärken. Sie sollten sich am besten schon vorher auf die Pollensaison vorbereiten, empfiehlt Professor Dr. Wolfgang Petro, Medizinischer Direktor der Klinik Bad Reichenhall, einer Fachklinik für Erkrankungen der Atmungsorgane, Allergien und Orthopädie. Hier die Empfehlungen des renommierten Experten:

1. Warten Sie nicht solange, bis sich die ersten Niesattacken einstellen, sondern gehen Sie schon vorher zum Arzt und lassen Sie sich über eine geeignete Behandlung beraten. Für Patienten, die an Asthma und Heuschnupfen leiden, gibt es mehrere Behandlungsmöglichkeiten. Mit dem Wirkstoff Montelukast (Handelsname: Singulair) können nun bei Asthmapatienten über 15 Jahren gleichzeitig auch die Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis behandelt werden. Denn sowohl für Asthma als auch für Heuschnupfen sind bestimmte Botenstoffe, die so genannten Leukotriene, an der zugrunde liegenden Entzündung maßgeblich beteiligt. Montelukast ist der erste und einzige Wirkstoff, der diese Botenstoffe blockieren kann.

2. Wenn Sie Pollenallergiker sind, verzichten Sie im Frühjahr möglichst auf Spaziergänge unter blühenden Bäumen, insbesondere Erle, Hasel oder Birke. Meiden Sie im Sommer Wiesen, Getreidefelder und Heu und betreten Sie im Spätsommer kein Ödland, weil dort oft Kräuter, Beifuß und Wegerich blühen.

3. Halten Sie den Rasen in Ihrem Garten kurz, damit er nicht zum Blühen kommt. Auch Ihre Nachbarn sollten Sie darum bitten.

4. Genießen Sie die Regentage! Spaziergänge, Ausflüge und Radtouren sollten Sie am besten nach einem Regenguss unternehmen, in den frühen Morgenstunden oder am Abend, nicht jedoch am Vormittag und auch nicht an sonnigen und windigen Tagen.

5. Benutzen Sie nur Staubsauger, die intakte Filter haben. Sonst könnten die von draußen eingeschleppten Pollen auch in der Wohnung aufgewirbelt werden.

6. Lassen Sie den Rasen von jemand mähen, der auf Pollen nicht allergisch reagiert.

7. Wechseln Sie staubige Kleidung und Schuhe nie im Schlafzimmer.

8. Halten Sie die Fenster nachts unbedingt geschlossen.

9. Denken Sie beim Lüften der Wohnung daran: In ländlichen Gegenden ist die Pollenbelastung in den frühen Morgenstunden am stärksten, in Großstädten dagegen in den Abendstunden.

10. Halten Sie in Ihrem Auto Fenster und Schiebedach geschlossen und schalten Sie beim Fahren das Lüftungsgebläse nur dann ein, wenn es unbedingt nötig ist. Spezielle Pollenfilter oder eine Klimaanlage sind eine sinnvolle Anschaffung.

11. Beachten Sie die örtlichen Pollenfluginformationen in den Zeitungen und im Rundfunk.

12. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Urlaubsplanung den Pollenflugkalender und verbringen Sie ihre Ferien in pollenarmen Gegenden wie dem Hochgebirge oder an der See.

Quelle: presseportal

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Selbsthypnose verringert Heuschnupfensymptome

Basel - 27.04.2005 - Hypnose kann erfolgreich gegen Heuschnupfen eingesetzt werden. Wissenschafter der Universität Basel http://www.unibas.ch haben 66 Personen mit Heuschnupfen Hypnosetechniken beigebracht. Es zeigte sich, dass dadurch Symptome wie das Rinnen der Nase verringert werden konnten. Die Teilnehmer nahmen die verschriebenen Medikamente weiter ein. Die Hypnose schien jedoch eine zusätzliche positive Wirkung zu haben, um die benötigte Medikamentenmenge zu verringern. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin Psychotherapy and Psychosomatics veröffentlicht.


Bild: photoCase

Die Studie wurde im Zeitraum von zwei Jahren durchgeführt und umfasste zwei Heuschnupfenperioden. Während des ersten Jahres wurde ein Teil der Freiwilligen in Hypnosetechniken unterrichtet und ersucht sie regelmäßig anzuwenden sowie die normalen Medikamente weiter einzunehmen. Die Hypnoseschulung bestand aus einer zweistündigen Einheit mit einem erfahrenen Ausbilder. Die restlichen Teilnehmer blieben bei der Einnahme ihrer Medikamente. Nach einem Jahr zeigte sich, dass die Selbsthypnosegruppe in der Folge von geringeren Heuschnupfensymptomen berichtete. Während des zweiten Jahres wurde auch die zweite Gruppe in Hypnosetechniken unterrichtet. Auch diese Teilnehmer berichteten schließlich von einem Rückgang der Symptome.

Das Team um Wolf Langewitz testete die Auswirkungen der Hypnose auf den Körper zusätzlich im Labor. Es zeigte sich, dass die Hypnose den Luftstrom durch die Nase verbesserte. Dieser Effekt hielt an, auch wenn die Teilnehmer Heuschnupfen auslösenden Substanzen wie Pollen oder Gräsern ausgesetzt wurden. "Auch wenn unsere Ergebnisse noch keine genaue Antwort liefern, erscheint eine weitere Erforschung sinnvoll." Langewitz geht laut BBC davon aus, dass die Hypnose den Blutfluss verändert und so die bei Heuschupfen häufig auftretende Verstopfung der Nase verringert werden kann.

Quelle: pressetext.schweiz


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Machen Sie Ihr Kind stark gegen Allergien

Hamburg - 19.05.2005 (ots) - Viele Babys bekommen heute eine allergische Veranlagung mit in die Wiege gelegt. Neben der genetischen Disposition spielen bei der Entstehung von Allergien aber auch Umweltfaktoren eine maßgebliche Rolle. Die Zeitschrift ELTERN aus dem Verlag Gruner + Jahr informiert in der aktuellen Ausgabe 05/2005 (EVT 20. April 2005) umfassend über mögliche Ursachen von Allergien und gibt viele praktische Tipps, wie Eltern das Entstehungsrisiko von Unverträglichkeiten bei ihren Kindern reduzieren können.


Bild: photoCase

Bereits ihr noch ungeborenes Kind können Mütter wirksam schützen. Einer viel beachteten Studie zufolge kann beispielsweise die zusätzliche Einnahme eines bestimmten Milchsäurebakteriums im letzten Drittel der Schwangerschaft der Entstehung allergischer Hautausschläge vorbeugen. ELTERN klärt darüber auf, wann eine solche Behandlung sinnvoll ist.

Nach der Geburt spielt die Ernährung eine zentrale Rolle bei der Vorbeugung von Allergien. ELTERN informiert, wie wichtig in diesem Zusammenhang das Stillen von Säuglingen ist und welche Möglichkeiten Mütter haben, die nicht stillen können oder wollen. ELTERN sagt auch, welche Nahrungsmittel allergenarm und daher empfehlenswert sind und welche Gemüse- und Obstsorten man für den Babybrei besser nicht verwenden sollte. Weitere wichtige Faktoren, die das Allergierisiko beeinflussen, sind z.B. der Umgang mit Haustieren und die Verwendung von Baby-Pflegeprodukten.

Darüber hinaus informiert ELTERN über die zahlreichen Möglichkeiten, bereits vorhandene Allergien zu bekämpfen. Welche Therapie ist die richtige für mein Kind? Wie wirksam sind alternative Methoden und wann ist eine schulmedizinische Behandlung empfehlenswert? Können verschiedene Methoden wirkungsvoll miteinander kombiniert werden? ELTERN gibt einen kompakten Überblick über die vielfältigen Therapieangebote, ihre Anwendungsgebiete und Funktionsweisen sowie mögliche Vor- und Nachteile der einzelnen Behandlungsarten.

Im Experten-Interview erklärt Dr. Herbert Renz-Polster, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Spezialist für Allergien und Atemwegserkrankungen, wie sich Eltern im Dschungel der Therapie-Angebote zurechtfinden können und gibt Ratschläge zum positiven Umgang mit allergischen Erkrankungen von Kindern.

Quelle: Eltern

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Die Zeit der Tränen beginnt wieder!

15.04.2005 -Tränende Augen, gerötete Nase, geschwollene Schleimhäute und dicke Augenlider? Dahinter verbirgt sich nicht immer seelisches Leid. Bis zu 30% der Bundesbürger leiden unter allergischer Rhinitis und Rhinokonjuktivitis, der im Volksmund auch Heuschupfen genannte häufigste chronische Erkrankung in der Bevölkerung. Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass allergische Erkrankungen, vor allem der Heuschnupfen deutlich zunehmen.

Nachdem der Pollenflug der Hasel und Erle, die vielen Betroffenen schon im Februar und März Beschwerden verursachen, dieses Jahr wegen der langen Kälteperiode wenig Beschwerden verursachten, wird in wenigen Tagen die Birkenpollenblüte beginnen und wieder unzählige Patienten leiden lassen. Landläufig herrscht die Meinung, dass der Heuschnupfen nur eine lästige Befindlichkeitsstörung darstellt. Dabei hat die Welt-Gesundheits-Organisation WHO in den letzten Jahren die allergische Rhinitis als ein weltweites Gesundheitsproblem für 5 bis 50 % der Bevölkerung definiert, dessen Verbreitung zunimmt. Obwohl es sich meist nicht um eine schwere Erkrankung handelt, so die WHO-Leitlinien, kann die Rhinitis soziale, schulische und berufliche Belange behindern und erhebliche Kosten für den Betroffenen, das Gesundheitswesen und die Gesellschaft verursachen. Deshalb formulierte die WHO Leitlinien, die die Lebensbedingungen der Betroffenen mit allergischer Rhinitis verbessern können. Darüber hinaus wird mittlerweile anerkannt, dass der Heuschnupfen nicht nur eine wesentliche chronische Erkrankung der Atemwege darstellt sondern auch der wichtigste Risikofaktor für ein Asthma darstellt.

Professor J. C. Virchow von der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Rostock weist darauf hin, dass die Chance besteht Asthma zu verhindern, wenn man den Heuschnupfen früh erkennt und richtig behandelt. "Wir empfehlen, diesen neuen Erkenntnissen der WHO folgend Heuschnupfen nicht mehr als lästige Bagatelle abzutun sondern beim Hausarzt und/oder Allergologen abzuklären und alle sinnvollen Therapiemöglichkeiten zu prüfen und auszuschöpfen. Diese beginnen, wenn möglich, mit Allergenmeidung, umfassen ferner medikamentöse Therapien und schließlich die Hyposensibilisierung, bei der übersteigerte Reaktion des Immunsystems, die den allergischen Erkrankungen zugrunde liegt durch Spritzen bekämpft werden." "Der Heuschnupfen beeinträchtigt nicht nur die Lebensqualität der Patienten sondern auch die Leistung in Schule und am Arbeitsplatz und senkt damit die Produktivität, wie verschiedene Untersuchungen gezeigt haben" sagt Virchow.

Quelle: Universität Rostock

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Deutlich mehr Männer von Allergien betroffen
Eine wissenschaftliche Erklärung fehlt derzeit

London - 15.04.2005 - Von den frühen 70er Jahren bis in die späten 90er Jahre ist die Anzahl der an Allergien erkrankten Männer um rund ein Zehntel gestiegen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Wolfson Institute of Preventive Medicine http://www.mds.qmw.ac.uk/wolfson gekommen. Die Wissenschafter haben derzeit keine Erklärung für diesen Anstieg. In der Vergangenheit konzentrierten sich Studien auf den Anstieg von Allergien bei Kindern. Erwachsene schienen weniger anfällig zu sein. Der leitende Wissenschafter Malcolm Law erklärte, dass Allergien aufgrund von Veränderungen beim Menschen häufiger würden. Die Empfindlichkeit steige. Das habe aber nichts damit zu tun, dass mehr Graspollen in der Luft seien. Die Studie wurde im British Medical Journal http://bmj.bmjjournals.com veröffentlicht.

Laut Law sind ältere Menschen weniger gefährdet. Das liege aber nicht daran, dass sie diese Veranlagung verloren hätten. Sie hätten sie einfach nie gehabt. Die Wissenschafter sammelten Blutproben von 513 Männern, die eine medizinische Einrichtung zwischen 1975 und 1998 zu drei verschiedenen Zeitpunkten besuchten. Das Blut wurde auf die Empfindlichkeit auf eine Mischung von elf Allergenen untersucht. Dazu gehörten laut BBC Graspollen, Schuppen der Haut von Haustieren und Hausstaubmilben. Die positiven Proben wurden zusätzlich auf Reaktionen auf eingeatmete Gras-, Baum- und Katzenallergene untersucht. Zu Beginn des Untersuchungszeitraumes wiesen 30 Prozent der Männer allergische Reaktionen auf. Am Ende des Untersuchungszeitraumes waren es bereits 42 Prozent. Die Teilnehmer reagierten sowohl auf Allergene im Haus als auch im Freien empfindlicher.


Quelle: pressetext.austria

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12.000.000 Deutsche leiden unter Allergien oder Asthma - Akupunktur zeigt Wirkung

Düsseldorf - 04.04.2005 (ots) - In Deutschland leiden rund 12 Millionen Menschen an einer Allergie. Die Symptome sind: Verstopfte Nase, Niesanfälle, Fließschnupfen oder entzündete Augen. Bei 40 Prozent der Allergiker kommt Asthma hinzu und sie leiden unter Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Dabei sind es lediglich sechs Pollenarten (Hasel, Erle, Birke, Gräser, Roggen und Beifuss), die bei 90 Prozent die Allergien auslösen. Betroffen sind die Beteiligten meist von März bis Oktober.


Bild: Pixelquelle

In zwei kontrollierten Studien in Hongkong und Deutschland, so berichtet die Forschungsgruppe Akupunktur FATCM e.V., wurde jetzt erstmalig nachgewiesen, dass die Symptome und die Lebensqualität nach einer Akupunkturbehandlung tatsächlich signifikant gebessert werden. Die Anzahl symptomfreier Tage erhöht sich. Dies bestätigen ebenso die Ergebnisse der großen Studie der Techniker Krankenkasse zur Allergie, wie auch neueste tierexperimentelle Ergebnisse - hier dämpfte die spezifische Akupunktur Entzündungsreaktionen an den Bronchien (Bronchitis).

Die Erfahrungen der Ärztegemeinschaft für Akupunktur und Chinesische Medizin mit Sitz in Düsseldorf unterstützen diese Erkenntnisse. In einer der größten Schwerpunktpraxen Deutschlands wurden in den letzten 14 Jahren über 7000 Behandlungen mit einem speziell entwickelten Therapieprogramm durchgeführt, welches neben speziellen Akupunkturpunkten und Stimulationstechniken auch chinesische Arzneikräuter beinhaltet.

"Bei unserer Behandlungsmethode zeigt sich eine gute Wirksamkeit bei Heuschnupfen und bei allergischem Asthma", so Dr. Gabriele Böwing, Gründerin der Ärztegemeinschaft für Akupunktur und Chinesische Medizin und Vorstand der Forschungsgruppe Akupunktur. "Besonders lang anhaltende Therapieerfolge, häufig sogar Ausheilungen dieser chronischen Erkrankungen, können wir bei Kindern und jungen Erwachsenen erreichen. Es konnten Medikamente, hierunter auch Dauermedikationen durch Cortison bei Kindern, eingespart werden oder gar ganz abgesetzt werden".

Allerdings steht und fällt der Therapieerfolg mit der Qualität der Behandlung. In der Regel sind 8 - 15 Sitzungen erforderlich. Die beste Zeit für die Therapie ist jetzt - zu Beginn des Frühjahres. Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter www.akupunktur.info

Quelle: gerac

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Ganzheitliche Methode in der Milbenbekämpfung

Leimen - 10.03.2005 (ots) - 4,5 Millionen Menschen sind wegen Hausstaubmilbenallergie stark in ihrer Gesundheit beeinträchtigt. Tendenz steigend.


Bild: photoCase

Während Bettwäsche regelmäßig gereinigt wird, erfährt die Matratze, auf der man jede Nacht schläft, oft keine entsprechende Pflege. Eine ideale Grundlage für Hausstaubmilben, Schimmel und Bakterien. Das hat überhaupt nichts mit Unsauberkeit zu tun. Diese unangenehmen Bewohner befinden sich in allen ungereinigten Matratzen. Die Folgen von ca. 4000 Milben in einem Gramm Bettstaub und deren Kotablagerungen sind nicht nur rote Augen, sondern auch Atemnot und Asthma, Niesattacken und verstopfte Nasen, chronische Migräne sowie Verschlimmerung von Neurodermitis.

Diesen chronisch Kranken kann nun geholfen werden. Das speziell gegen Milben, Schimmel und sonstige Umweltschädlinge entwickelte "Matrixan" hilft nicht nur Schlafräume und Matratzen sauber zu halten, sondern auch Teppichböden, Polstermöbel, Plüschtiere und vieles mehr. Das Produkt basiert auf rein mineralischer Basis und ist geruch- und geschmacklos, um Allergien durch Anwendung dieses Mittels vorzubeugen.

Das Antimilbenmittel wurde erfolgreich im Labor für Milbenforschung an der Universität Paderborn getestet. In der letzten Ausgabe 2004 des Allergo Journals war Matrixan das einzige Produkt, welches definitiv die Milbenpopulation stoppt. Ist die Matratze bereits benutzt worden, so empfiehlt sich vor dem Einsatz des Sprays eine gründliche Reinigung durch Fachleute der Milbenbekämpfung. Auf Wunsch kommt ein speziell ausgerüsteter LKW zum Kunden nach Hause. In diesem wird die Matratze in drei Phasen behandelt und durch Injektion des Antimilbenmittels imprägniert. Nur so ist eine Tiefenwirkung garantiert. Danach wird das Antimilbenspray als Oberflächenschutz alle 6 bis 8 Wochen aufgesprüht.

Im privaten Bereich sollte eine derartige Pflegemaßnahme so selbstverständlich werden wie die eigene Körperpflege oder das Reinigen der Wäsche. Anzustreben ist, daß alle, die Betten für wechselnde Benutzer zur Verfügung stellen, diese Hygienemaßnahme anwenden.


Quelle: holl products
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Automatische Pollenkontrolle soll Allergikern helfen


09.03.2005 - Wenn der Frühling sein blaues Band lässt flattern durch die Lüfte, beginnt für viele Allergiker eine Zeit verquollener Augen und verstopfter Nasen. Aktuelle Informationen über den momentanen Pollenflug soll ein Messsystem liefern, das Freiburger Fraunhofer-Forscher entwickeln. Ihr Pollenmonitor ermittelt automatisch, wie viele Pollen welcher Pflanzen die Luft enthält.

Schätzungsweise 12 Millionen Deutsche reagieren allergisch auf Pollen - der eine auf Birkenpollen, die andere auf Erle oder Hasel. Derzeitige Pollenflugvorhersagen beruhten auf der aufwändigen manuellen Auszählung der wenige Tausendstel Millimeter großen Pollen unter dem Mikroskop, erläutert Gerd Sulz vom Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik. "Tagesmittelwerte der Pollenkonzentration der Luft liegen in der Regel erst mit einer Verspätung von ein bis zwei Tagen vor", so der Forscher. "Oft spiegeln sie nicht mehr die aktuelle Pollenbelastung wider."

Fotos des Pollenmonitors und von  Pollen
Der Pollenmonitor und zwei Objekte auf seiner Fahndungsliste.
Fotos: Copyright Fraunhofer-Gesellschaft und Deutscher Wetterdienst


Abhilfe schaffen soll der automatische Pollenmonitor, den Sulz und sein Team gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst in Offenbach sowie weiteren Partnern aus Forschung und Industrie entwickeln. Das System saugt Umgebungsluft an, scheidet die darin enthaltenen Partikel auf einer Unterlage ab und bereitet sie auf die Untersuchung per Mikroskop vor. Die Pollen anhand ihrer Eigenfluoreszenz von Staubkörnchen unterscheidend, nimmt dann eine Kamera Schicht für Schicht hoch auflösende Bilder des Materials auf.

Diese Bilderstapel nutzt eine an Universität Freiburg entwickelte Software, um die Objekte anhand ihrer Form und inneren Struktur einzelnen allergenen Pollenarten zuzuordnen. Erste Freilandtests wollen Schulz und Kollegen im März vornehmen. "Wir planen ein kostengünstiges Gerät, mit dem wir in Zukunft ein dichtes Netz automatischer Messstationen aufbauen können", sagt Eckart Schultz vom Deutschen Wetterdienst. Ein derartiges Messnetz könne Ärzten und Allergikern stündlich aktualisierte Pollenflugdaten liefern, sodass Medikamentendosierung und Tagesplanung entsprechend abgestimmt werden könnten.

Forschung: Gerd Sulz, Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik, Freiburg; Deutscher Wetterdienst, Offenbach; Hans Burkhardt, Lehrstuhl für Mustererkennung und Bildverarbeitung, Institut für Informatik, Universität Freiburg; und andere

Quelle: Scienceticker
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Pollenallergie: Die Macht der Gewöhnung - "Hyposensibilisierung" verbessert oft gesamte Allergieabwehr

Baierbrunn - 01.03.2005 (ots) - Die Gewöhnungsbehandlung ("Hyposensibilisierung") bei Pollenallergien ist bei vier von fünf Patienten erfolgreich. Dabei wird dem Allergiker drei Jahre lang monatlich eine Lösung mit den allergieauslösenden Stoffen in steigender Konzentration unter die Haut gespritzt. Indem sich der Körper langsam daran gewöhnt, kommt es in der Pollensaison nicht mehr zur Überreaktion.


Bild: photoCase

Eine erfolgreiche Therapie hat auch erfreuliche Nebeneffekte: "Studien haben gezeigt, dass die Gefahr einer Neusensibilisierung vermindert ist", sagt Prof. Thomas Werfel von der Medizinischen Hochschule Hannover im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau". Das bedeutet: Die Patienten entwickeln seltener Allergien auf andere Pollen. Aber auch "Kreuzallergien", zum Beispiel gegen Nahrungsbestandteile, bessern sich oft, sagt Prof. Werfel.

Quelle: Wort und Bild - Apotheken Umschau

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Risiko Hausstaub-Allergie - es kann jeden treffen

Holzkirchen - 25.02.2005 (ots) - Niesen, Husten, gerötete Augen - was nach einer relativ harmlosen Erkältung klingt kann weit schlimmere Ursachen haben. Die Hausstaub-Allergie gehört trotz ihrer Gefährlichkeit noch immer zu den am häufigsten unterschätzten Krankheiten. Von acht bis zwölf Millionen Betroffenen gehen wissenschaftliche Studien inzwischen aus. Der Ärzteverband deutscher Allergologen hält sogar eine noch höhere Dunkelziffer für wahrscheinlich.


Bild: photoCase
Rein statistisch entwickelt sich aus einer unbehandelten Haustaub-Allergie nach acht Jahren allergisches Asthma.

Denn in den meisten Fällen deuten lediglich "Allerwelts-Symptome", die sich nur langsam verstärken, auf eine Hausstaub-Allergie hin. Nur rund vier Millionen Deutsche wissen von ihrer Krankheit und nur ein Viertel davon ist in ärztlicher Behandlung. Hier liegt eine weitere Problematik dieser Allergie: Sie wird nicht ernst genommen, weil die Symptome außerhalb der mit Allergenen belasteten Zonen, vor allem dem Bett, schnell abklingen. Je früher die Krankheit erkannt wird, umso eher können Beschwerden gelindert und Spätfolgen, im schlimmsten Falle chronisches Asthma, verhindert werden.

Rein statistisch entwickelt sich aus einer unbehandelten Haustaub-Allergie nach acht Jahren allergisches Asthma. Ein kurzer aus fünf Fragen bestehender Test kann helfen, das persönliche Hausstaub-Allergie-Risiko einzuschätzen. Können nur zwei Fragen innerhalb dieses Tests mit "Ja" beantwortet werden, ist die Erkrankung an Hausstaub-Allergie sehr wahrscheinlich. Um sicher zu gehen, sollte man sich einem Allergietest bei einem Facharzt unterziehen. Diese Tests werden von der Krankenkasse nach Absprache bezahlt.

Der Test - fünf Fragen:

1. Treten morgens beim Aufwachen häufig Symptome wie Husten, Niesen, gerötete Augen, verstopfte oder laufende Nase bei Ihnen auf?
2. Wachen Sie manchmal nachts wegen oben genannter Symptome auf? 3. Verstärken sich diese Symptome während der Heizperiode?
4. Werden die Beschwerden besser, wenn Sie die Wohnung/das Haus verlassen haben?
5. Fühlen Sie sich unausgeruht, obwohl Sie eigentlich lange genug geschlafen haben?

Weitere Informationen unter www.hexal.de

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Zusammenhang zwischen Allergien und Luftverschmutzung aufgeklärt


21.02.2005 -
Allergische Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma oder Neurodermitis haben in den vergangenen Jahren auffallend zugenommen. Die Ursachen dafür sind bislang nicht eindeutig belegt. Mögliche Erklärungen liefern ungesunde Ernährung, übertriebene Hygiene und Umweltverschmutzung. Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass Allergien durch Schadstoffe in der Luft hervorgerufen werden, insbesondere durch Emissionen im Straßenverkehr. Ein Wissenschaftler-Team um Dr. Ulrich Pöschl und Dr. Michael Weller vom Lehrstuhl für Hydrogeologie, Hydrochemie und Umweltanalytik der TU München (Prof. Reinhard Nießner) bietet nun erstmals einen detaillierten molekularen Erklärungsansatz für den Zusammenhang zwischen Allergien und Umweltverschmutzung, wie die Fachzeitschrift Environmental Science and Technology und das Wissenschaftsmagazin Nature kürzlich berichteten.


Foto: Pixelquelle

Die TUM-Chemiker analysierten die Veränderung von Blütenpollen-Allergenen und anderen Proteinen, die gezielt Autoabgasen an einem Münchner Verkehrsknotenpunkt ausgesetzt wurden. Sie wiesen nach, dass natürliche Proteine durch Reaktion mit Stickoxiden und Ozon effizient nitriert werden. Dabei bilden sich Nitroproteine, die anstelle der natürlichen Aminosäure Tyrosin das chemisch modifizierte Derivat Nitrotyrosin enthalten. Bei Sommersmog, wenn Stickstoffdioxid (NO2), Ozon (O3) und Nitratradikale (NO3) in sehr hohen Konzentrationen vorhanden sind, läuft die Nitrierung besonders rasch ab. Nitroproteine fanden sich nicht nur in den Expositionsexperimenten mit verschmutzter städtischer Luft und synthetischen Gasgemischen, sondern auch in Straßen-, Fenster- und Luftstaub.

Immunologische Studien zeigen, dass nitrierte Proteine besonders starke Reaktionen des menschlichen Immunsystems hervorrufen. Durch das Einatmen von Nitroproteinen können demnach allergische Symptome, also eine Überreaktionen der körpereigenen Abwehrkräfte, ausgelöst oder verstärkt werden. Erste Ergebnisse gezielter biochemischer Experimente bestätigen diese Vermutung.

Sofern weitere Untersuchungen diesen Ansatz bestätigen, könnte durch eine Reduktion von Stickoxidemissionen und einer Verbesserung der Luftqualität auch die Zunahme von Allergien eingedämmt werden.


Quelle: Technische Universität München

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Auch Älteren drohen Allergien


Hamburg 15.02.2005 (ots) - Ältere Menschen sollten sich nicht darauf verlassen, dass sie vor Allergien geschützt sind. Die Aussage "Wer mit 50 keine Allergie hat, bekommt auch keine mehr" sei falsch, betont Dr. Hartwig Lauter vom Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) im Interview mit der Zeitschrift VITAL.

Untersuchungen des DAAB mit 5.000 Heuschnupfenpatienten hätten ergeben, dass die Zahl der Allergiker mit Krankheitsbeginn über 50 in den letzten zehn Jahren kontinuierlich zugenommen habe. Die genauen Ursachen sind bislang unklar. Allergien seien grundsätzlich nicht heilbar, betont der Experte. Behandlungsziel sei vielmehr, für die Patienten eine weitgehende Beschwerdefreiheit zu erreichen.

Neben der Hyposensibilisierung, die nach Angaben Lauters bei rund 80 Prozent der Heuschnupfen-Patienten erfolgreich ist, können auch Naturtherapien bei Allergien helfen. Dazu zählen Kneippsche Anwendungen, Entspannungsverfahren, Akupunktur, Homöopathie und die Phytotherapie. Möglicherweise gibt es für Allergiker bald neue Hilfe. Derzeit testen Wissenschaftler der Uni Mainz eine "Allergiebremse" für das Immunsystem. Dabei soll der körpereigene Botenstoff IL-10 die allergische Reaktionskette unterbrechen. Im Tierversuch war das Verfahren bereits erfolgreich.

Zugleich weist der Experte darauf hin, dass Diäten bei Allergien in der Regel nicht helfen. Bislang gebe es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass eine Anti-Allergie-Ernährung Erkrankungen vorbeugen oder sie heilen könne. Auch der "Sauberkeitswahn" in vielen Haushalten sei nicht hilfreich. Er verhindere nämlich, dass der Organismus im Kleinkindalter mit allen möglichen Krankheitserregern und Schadstoffen in Berührung komme und so sein Immunsystem trainiere, betont Lauter.

Quelle: Vital
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Pollenallergie: Frühlingsanfang - echt zum Heulen?

Berlin 04.02.2005 (ots) - Für Heuschnupfen-Geplagte ist das Frühlingserwachen kein Grund zur Freude. Zu den gesundheitlichen Beschwerden kommt ein erhöhtes Unfallrisiko.  

Eine Pollenallergie wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit ähnlich aus wie eine schwere Erkältung: Die Aufmerksamkeit sinkt, es passieren Fehler und damit auch Arbeitsunfälle. ARBEIT UND GESUNDHEIT, die Zeitschrift für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, berichtet in der Märzausgabe, was Betroffene tun können.


Foto: pixelquelle.de

Oft bringen schon minimale Änderungen im Verhalten oder kleine technische Verbesserungen Erleichterung: Beispielsweise sollten Allergiker ihre Autos nicht unter Bäumen parken und auf keinen Fall sofort beim Losfahren das Gebläse aufdrehen. Ein guter Mikrofilter im Auto oder im Staubsauger kann Wunder wirken. Doch sollten Betroffene auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, rät der Präsident der Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie, Professor Gerhard Schulze-Werning in ARBEIT UND GESUNDHEIT, denn Allergien und deren längerfristige Auswirkungen werden meist unterschätzt. Informationen und Links zum Thema Allergien stellt die Redaktion auch auf der Homepage www.arbeit-und-gesundheit.de zusammen.
Quelle: Universum Verlag GmbH & Co. KG
 

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Allergiker im Nachteil: Hinweis "kann Spuren von Nüssen enthalten" nur begrenzt aussagefähig

(aid) 11.01.2005 - Verpackungshinweise wie "kann Spuren von Erdnüssen enthalten" sollen Allergikern die Lebensmittelauswahl erleichtern. Doch für Verbraucherinnen und Verbraucher, die bestimmte Nahrungsmittel unbedingt vermeiden müssen, um Unverträglichkeitsreaktionen vorzubeugen, sind sie nicht zwingend eine Hilfe, denn manche Hersteller kennzeichnen offenbar vorsorglich.


Foto: pixelquelle.de

Wissenschaftler des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes in Freiburg untersuchten Getreideprodukte, Kekse und Süßwaren auf ihre Kennzeichnung und Erdnuss-Verunreinigungen. Dabei trug rund ein Viertel der 81 Proben den Hinweis, dass Spuren von Erdnüsse enthalten sein können. Aber nur jedes fünfte so gekennzeichnete Produkt enthielt tatsächlich Erdnussanteile. Eine vorsorgliche Kennzeichnung von Produkten ohne allergenes Potenzial bedeutet für Allergiker allerdings eine weitere Einschränkung der Wahlmöglichkeiten. Aber auch ein fehlender Hinweis auf Spuren von Nüssen ist keine Garantie für die Abwesenheit dieser Allergene: In fünf Prozent der Proben fanden die Kontrolleure nicht deklarierte Erdnuss-Anteile. Erdnuss-Allergien gehören zu den schwersten Nahrungsmittel-Allergien. Bereits 0,001 % Erdnuss im Lebensmittel können allergische Reaktionen auslösen.

Der Hinweis "kann Spuren von . enthalten" ist eine freiwillige Angabe der Hersteller. Es handelt sich hier um den Hinweis auf eine technologisch unbeabsichtigte oder unvermeidbare Kontamination mit allergenen Substanzen. Diese Angabe hat mit der neuen Allergenkennzeichnung, die ab 25. November 2005 verpflichtend wird, nichts zu tun. Die Allergenkennzeichnung bezieht sich auf die ausführliche Kennzeichnung von Zutaten und Hilfsstoffen. Eine vollständige Klarheit für betroffene Verbraucher ist damit also noch nicht gegeben. Im Zweifelsfall hilft nach wie vor nur die Nachfrage beim Hersteller.

Quelle: aid, Andrea Fenner, Gesa Maschkowski

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