Zielsetzung ist nicht nur die reine Gewichtsreduktion
Ziel der Behandlung bei Adipositas ist nicht nur der langfristige Gewichtsverlust. Gleichzeitig sollten auch die Begleiterkrankungen behandelt werden. Auch ist darauf zu achten, dass sich möglichst keine Nebenwirkungen durch die Gewichtsreduktion ergeben. Nicht selten kommt es beim Abnehmen zu einem Ausbruch unbewusster Ängste und zu Depressionen. Das Abnehmen wird als bedrohlich empfunden. Das Gefühl, körperlich und seelisch unversehrt zu sein, geht verloren. Starke Gewichtsreduktion kann u.a. auch zu Herzrhythmusstörungen und Gallensteinen führen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Verbesserung des Gesundheitsverhaltens der Betroffenen. Dazu gehört insbesondere eine vermehrte körperliche Bewegung.
Adipositas ist eine Erkrankung, die über Jahre therapiert werden muss
Diese Zielsetzungen lassen sich nicht durch das bloße Einhalten einer, wie auch immer gearteten, Diät erreichen. Zu einer erfolgreichen Behandlung gehört auch eine gezielte Verhaltenstherapie und eine Anleitung zur Steigerung der körperlichen Aktivität. Medikamente können eine Gewichtsreduktion unterstützen, sollten aber nur unter ärztlicher Aufsicht und Kontrolle und als Bestandteil einer umfassenden Therapie eingesetzt werden. In manchen Fällen kann bei einer extremen Adipositas auch eine operative Therapie sinnvoll sein. Dabei ist aber unbedingt zu berücksichtigen, dass Adipositas eine chronische Erkrankung ist, die durch eine Operation nicht heilbar ist. Auch in diesen Fällen ist eine langfristige, über Jahre aufgebaute Therapie die einzig erfolgversprechende Möglichkeit.