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 Die Inhaltsübersicht

- zurück zu den aktuellen Nachrichten
-----------------------------------------
- Pfunde stören Pille
- Maßgeschneiderte Bewegung für übergewichtige Kinder
- Übergewicht macht Aterien steif
- Eltern übersehen Übergewicht ihrer Kinder
- Österreichische Studie rät zur Vermeidung von tiefgreifenden europäischen Vorschriften bei der Bekämpfung der Fettsucht
- Übergewicht verschleißt den Körper
- Wie Hunderttausende Übergewichtige betrogen werden
- Adipositas-Prävention: Schule macht nicht dick, aber schlau!
- Neue Studie bestätigt Vorteile von Rimonabant bei der Gewichtsreduzierung
- Wenig Chancen für dicke Kinder - Therapieangebote sind rar, heterogen und kaum evaluiert
- Auch Dicke haben eine Seele - Neuer Schulungsfilm zu Übergewicht
- Fettreiche Ernährung bei Übergewicht:
was meinen Experten ?
-
Fettabsaugung führt bei Übergewichtigen zu keiner
Besserung des Herz-Kreislauf-Risikos

- In Deutschland tickt die metabolische Bombe
- Künast: Kampf dem Übergewicht
Deutsche Regierung startet Kampagne für gesunde Ernährung
- Stichwort Motivation: Wie Abnehmen langfristig zum Erfolg führt
- Statistisches Bundesamt: Fast jede(r) Zweite in
Deutschland hat Übergewicht
- Kinder, Kilos, Karies
Fehlernährung bei Kindern nimmt zu
Auch die Industrie ist gefordert
- Fatburner lassen Fettpolster schmelzen?
- Therapiemaßnahmen für übergewichtige Kinder meist wirkungslos
- Adipositas: Risikofaktor Bewegungsmangel nimmt bereits
bei Kleinkindern zu
- Sackgasse Übergewicht:
Finanzspritze für Forschung nach Auswegen
- Ursache der Adipositas

 

Pfunde stören Pille

29.12.2004 - Die Wahrscheinlichkeit, trotz Pille schwanger zu werden, liegt bei übergewichtigen Frauen bis zu 70 Prozent höher als bei normalgewichtigen. Entsprechende Resultate präsentieren amerikanische Medizinerinnen im Fachblatt "Obstetrics & Gynecology". Denkbare Ursachen seien ein intensiverer Stoffwechsel oder die größere Masse an Körperfett.

"Unsere Resultate zeigen einen weiteren Faktor auf, der Übergewicht zu einem Gesundheitsrisiko macht", so Victoria Holt vom Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle, Washington. Die Epidemiologin schätzt, dass unter 100 Frauen, die die Pille nehmen, pro Jahr zwei bis vier unerwünschte Schwangerschaften auf Übergewicht zurückgehen. Für diese Frauen bestehe zudem ein erhöhtes Risiko von Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes, Anstieg des Blutdrucks und Notwendigkeit eines Kaiserschnitts.

Holt und Kolleginnen verglichen 248 Frauen, die trotz Hormonpille schwanger geworden waren, mit 533 gleichaltrigen Nicht-Schwangeren, die auf die gleiche Weise verhüteten. Die statistische Analyse zeigte, dass die Pille bei Frauen mit einem Body-Mass-Index (BMI) jenseits von 27,3 bzw. 32,2 Kilogramm pro Quadratmeter mit einer 60 bzw. 70 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit versagte. Die BMI-Werte entsprechen einer Masse von 79 bzw. 93 Kilogramm bei einer Körpergröße von 1,70 Metern.

Mehrere Faktoren könnten bei übergewichtigen oder gar fettleibigen Frauen die Zuverlässigkeit der oralen Verhütung reduzieren, erläutert Holt. "Je mehr eine Person wiegt, desto rascher arbeitet ihr Grundstoffwechsel, und dies kann die Wirkdauer eines Medikaments verkürzen." Denkbar sei, dass die Wirkstoffe bei Übergewichtigen durch Leberenzyme rascher aus dem Blut entfernt würden. Zudem gingen die Hauptwirkstoffe der Pille, Östrogen und Progesteron, in das Körperfett über. "Je mehr Fett eine Person aufweist, desto eher werden die Wirkstoffe darin abgelagert, statt im Blut zu zirkulieren."


Forschung: Victoria L. Holt, Public Health Sciences Division, Fred Hutchinson Cancer Research Center, und Department of Epidemiology, University of Washington, Seattle; und andere

Veröffentlichung in Obstetrics & Gynecology, Vol. 105(1), Januar 2005

Quelle: Scienceticker

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Maßgeschneiderte Bewegung für übergewichtige Kinder

Studie der Universität Leipzig sucht Antwort auf die Frage:
Hilft eine Extra-Sportstunde im Kampf gegen Adipositas bei Kindern?

08.12.2004 - Dass Bewegung im Kampf gegen Fettleibigkeit und damit gegen viele Zivilisationskrankheiten zu den wichtigsten Waffen zählt, ist ein alte Weisheit. Doch Antworten auf Fragen, die sich speziell dem übergewichtigen Kind im Grundschulalter widmen, gab es bisher wenige. Vor allem der tatsächliche Nutzen von zusätzlichem Sportunterricht war bisher noch nicht hinterfragt worden. Deshalb läuft am Institut für Rehabilitationssport, Sporttherapie und Behindertensport (IRSB) der Universität Leipzig derzeit eine entsprechende Studie. Sie bildet die Basis für die Dissertation von Diplom-Sportlehrerin Katja Warich; betreut wird sie von Prof. Dr. Jürgen Innenmoser, Direktor des IRSB an der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig.

Die Studie unter dem Titel "Außerunterrichtlicher Schulsport mit übergewichtigen/adipösen Kindern an ausgewählten Grund- und Förderschulen Leipzigs" begann schon lange, bevor die Mädchen und Jungen zum ersten Mal trainierten. Es galt, die alte Weisheit in konkrete Fragestellungen aufzugliedern. "Das ganz Spezielle an dieser Studie ist, dass wir die Aspekte einer gesunden Lebensweise in den Alltag der Kinder einbringen wollen", so Prof. Dr. Innenmoser. "Die herkömmlich - von Kassen wie Eltern problemlos anerkannte - sechswöchige Kur mit strenger Diät und jeder Menge Sport hält nämlich in den seltensten Fällen, was sie verspricht. Wieder in ihrer alten Umgebung, gilt auch für die Kinder der "Jo-Jo-Effekt, sie nehmen erneut zu. Es ist also dringend geboten, den anderen Weg zu testen. An dessen Ziel sollte die Bewegung nicht als der Ausnahmezustand der Kur, sondern als alltägliches Vergnügen stehen."

Aber dazu bedarf es wissenschaftlich untermauerter Konzepte. Und die wiederum basieren auf den richtigen Fragen. Katja Warich nennt einige von denen, nach deren Antworten sie sucht: "Braucht man spezielle Messverfahren um die körperliche Leistungsfähigkeit adipöser Kinder festzuhalten? Wie kann man die Kinder motivieren? Strahlt der Zusatzunterricht auf die Bewegungslust in der Freizeit aus? Zeigt eine einzige zusätzliche Stunde Sport pro Woche überhaupt Wirkung? Und wenn ja, wie sieht die aus? Es geht ja nicht nur um die Gewichtsreduktion, es geht ja auch darum, dass die Kinder bewusster mit ihrem Körper umgehen und psychisch stabil werden. Das alles, so hoffe ich beweisen zu können, kann schon mit einer Sportstunde ins Rollen gebracht werden."

Doch vor den Schweiß hatten die Götter das Organisieren gesetzt, denn die Projektverantwortlichen brauchten Verbündete: Verbündete an den Schulen, die den regelmäßigen Ablauf der zusätzlichen Sportstunde garantieren sollten; Verbündete in den Ministerein und Ämtern, die dazu ihren Segen geben mussten; und nicht zuletzt Verbündete bei den Krankenkassen, von denen sechs (AOK, BEK, BKK, IKK, TK, Bundesknappschaft) ebenso wie die "Aktion Mensch" Gelder locker machten.

Erst dann konnte der Startschuss fallen. Fünf Grund- und fünf Förderschulen der Stadt Leipzig suchten unter ihren Schülern jene heraus, die Übergewicht hatten und versuchten, sie und ihre Eltern für eine Sportstunde mehr pro Woche zu begeistern - möglichst mit nahtlosem Anschluss an den Unterricht, damit nicht erst Computer, Fernseher und Kühlschrank den Nachmittag einleiten. Danach folgte eine Messung der körperlichen Leistungsparameter der übergewichtigen Mädchen und Jungen. So sollten sie beispielsweise sechs Minuten ununterbrochen langsam laufen oder notfalls gehen oder aus dem Stand auf eine niedrige Stufe hinaufhüpfen. Die Ergebnisse waren teilweise erschreckend. Am Laufband wurde über die ein- und ausgeatmete Atemluft ermittelt, mit welcher Anstrengung die Kinder die Aufgabe absolvieren und wie sie diese Anstrengung subjektiv einschätzen. Als alle Messergebnisse vorlagen, begannen nach den Herbstferien die zusätzlichen Sportstunden. Angeleitet wurden die kleinen Sportler durch Absolventen des Diplom-Sportlehrer- und Magisterstudiums der Universität Leipzig und durch die Sportlehrerin einer Schule. Die Supervision des Unterrichts übernahm Katja Warich. "Von den rund 90 Kindern, die am Start waren, haben bisher die meisten durchgehalten", berichtet Katja Warich. "Das heißt doch, dass es ihnen Spaß macht und dass unsere Methoden der Motivierung stimmen." Damit wäre die Frage nach Lust und Unlust bei den "kleinen Dicken" bereits beantwortet. Erneute Messungen der Körperfunktionen werden sich vor den Osterferien und zum Abschluss der Projektes im Sommer anschließen.

Wenn ein Nutzen nachweisbar ist, könnten die durch das Projekt gewonnenen Erkenntnisse die flächendeckende Verbreitung des außerunterrichtlichen Schulsportes befördern. Gleichzeitig möchte die Studie Sportvereine anregen, sich dieser Kinder, mit denen man nirgendwo Siege erringen kann, intensiver anzunehmen.

Quelle: Universität Leipzig

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Übergewicht macht die Arterien steif

30.11.2004 - Bei übergewichtigen Menschen, die ansonsten gesund sind und bei denen keine Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten vorliegen, ist die Elastizität der Blutgefäße bereits deutlich verringert. Für diese Erkenntnis wurde die Arbeitsgruppe des Mediziners Frank Wiesmann von der Uni Würzburg ausgezeichnet. In einer Studie untersuchten die Forscher übergewichtige Probanden und gesunde Kontrollpersonen. Mittels Magnetresonanz-Bildgebung bestimmten sie die Elastizität der Aorta und die Herzfunktion. Obwohl sie an den Gefäßen der Übergewichtigen noch keine strukturellen Veränderungen feststellen konnten, war die Elastizität der Arterien schon deutlich geringer als normal. "Alleine das Übergewicht reicht also aus, um die Elastizität und damit die Funktion der Gefäße zu stören", so Wiesmann.

Damit haben die Wissenschaftler erstmals nachgewiesen, dass Übergewicht ein sehr starker und unabhängiger Faktor für die Entstehung von Gefäßfunktionsstörungen und Arteriosklerose ist. Das gilt auch dann, wenn die Betroffenen nicht an Begleiterkrankungen wie Diabetes, erhöhten Blutfettwerten oder Bluthochdruck leiden.

Derzeit gelten weltweit etwa 300 Millionen Menschen als übergewichtig. Etwa 30 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind betroffen. Aber auch Kinder entwickeln immer häufiger Übergewicht, bedingt durch eine falsche Ernährung.

Die jetzt preisgekrönte Arbeit entstand in einer Kooperation zwischen der Medizinischen Klinik der Uni Würzburg und der MR-Forschungsabteilung der Universität Oxford. Stellvertretend für die Arbeitsgruppe nahm Monique Robinson aus Oxford im November den "AHA Young Investigator Award" entgegen, einen von der "American Heart Association" (AHA) verliehenen Preis für Nachwuchsforscher.

Monique Robinson, Michaela Scheuermann-Freestone, Paul Leeson, Kieran Clarke, Frank Wiesmann: "Obesity predicts abnormal aortic mechanical function. A cardiovascular magnetic resonance imaging study", Circulation 2004, Vol. 110 (No. 17), III-821 (Suppl)

Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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Eltern übersehen Übergewicht ihrer Kinder

29.11.2004 - Viele Eltern bemerken gar nicht, dass ihre Kinder übergewichtig sind. Darauf deuten die Resultate einer Studie hin, die eine englische Forscherin und ihre Kollegen im "British Medical Journal" vorstellen. Selbst wenn die Söhne oder Töchter formell als fettleibig eingestuft werden mussten, fand etwa jedes zweite Elternteil sie "ganz in Ordnung".

Offenbar klaffe eine breite Lücke zwischen dem von Laien wahrgenommenen Durchschnittsgewicht und der klinischen Definition von Normalgewicht, schließen Alison Jeffery und ihre Kollegen von der Peninsula Medical School in Plymouth. Der Mangel an elterlicher Besorgtheit bedeute, "dass uns entscheidende Partner im Kampf gegen eine drohende Krise in der öffentlichen Gesundheit fehlen."

Die Forscher befragten die Eltern von 277 zufällig ausgewählten Kindern. Unter anderem sollten sie auf einer 5-Punkte-Skala angeben, wie sie das Gewicht ihrer Kinder einstuften und ob sie darüber besorgt waren. Dann wurden die Kinder und ihre Eltern gewogen. Erstere wurden als übergewichtig bzw. fettleibig eingestuft, wenn sie zu den schwersten 9 bzw. 2 Prozent ihres Alters zählten. Bei letzteren lagen die Schwellen bei einem Body-Mass-Index (BMI) von 25 bzw. 30 Kilogramm pro Quadratmeter.

Neunzehn Prozent der Kinder waren demnach mindestens übergewichtig und elf Prozent sogar fettleibig, berichten Jeffery und Kollegen in einem online veröffentlichten Artikel. Nur etwa die Hälfte der Eltern war sich dieser Tatsache auch bewusst und zeigte sich besorgt. Zwar waren auch 52 Prozent der Mütter und 72 Prozent der Väter übergewichtig. Zumindest bei den Müttern schien das eigene Gewicht jedoch keinen Einfluss auf die Einschätzung des Nachwuchses zu haben. Der sozio-ökonomische Status schien weder das Gewicht noch dessen Einschätzung zu beeinflussen.


Forschung: Alison N. Jeffery, EarlyBird Research Centre, Peninsula Medical School, University Medicine, Derriford Hospital, Plymouth; und andere


Online-Veröffentlichung British Medical Journal, DOI 10.1136/bmj.38315.451539.F7

Quelle: Scienceticker

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Österreichische Studie rät zur Vermeidung von tiefgreifenden europäischen Vorschriften bei der Bekämpfung der Fettsucht

25.11.2004 - Einer neuen Studie zufolge, die von österreichischen Forschern durchgeführt und heute in Brüssel vom European Enterprise Institute (EEI)veröffentlicht wurde, sollten europäische Aufsichtsbehörden
übermässige gesetzliche Vorschriften bei der Bekämpfung des
Übergewichts in der Bevölkerung vermeiden.

Der Bericht wurde auf einer EEI-Tagung mit dem Titel "Europe XXL -
How to deal with Obesity at a European level?" (Europa XXL -
Bekämpfung der Fettsucht auf europäischer Basis) von Dr. Kunze
vorgetragen. Auf dieser Tagung wurden einer ausgewählten Gruppe
europäischer Politikstrategen auch die Ansichten des schwedischen
Mitglieds des europäischen Parlaments, Christofer Fjellner, sowie von
europäischen Einzelhändlern, die durch Fons Schmid, dem Executive VP
des niederländischen Unternehmens Ahold vertreten wurden,
vorgetragen.

In der von Professor Dr. med. Michael Kunze verfassten Studie
"Obesity - epidemiology, pathogenesis, therapy and prevention"
(Fettsucht - Epidemiologie, Pathogenese, Therapie und Verhütung) wird
vorgeschlagen, dass Aufsichtsbehörden sich nicht auf bestimmte
Nahrungsmittel mit hohem Fett- oder Zuckergehalt konzentrieren
sollten. Dr. Kunze arbeitet am Zentrum für Public Health der
Medizinischen Universität Wien. Stattdessen sollte die Betonung auf
eine allgemeine Verringerung der Energieaufnahme durch gemässigte
Portionen, sowie auf eine abwechselungsreiche und gesunde Diät und
auf Leibesübungen gelegt werden.

Zur Bekämpfung der Fettsucht gibt es keine einfache Lösung. Der
einzig gesunde Weg zum Gewichtsverlust besteht in einer geringeren
Nahrungsaufnahme und in körperlicher Ertüchtigung. Nach Angaben von
Dr. Michael Kunze bringt die totale Vermeidung bestimmter
Nahrungsmittel nicht das gewünschte Ergebnis. Im Gegenteil kann dies
auf lange Sicht gesehen sogar ungesunde Auswirkungen haben.

Nach Angaben von Fons Schmid, der das Amt des Vorsitzenden des
"Food Policy & Consumers Committee" für Eurocommerce ausübte, haben
sowohl die Industrie als auch der Einzelhandel die Verantwortung,
zusammen mit den nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden ein
freiwilliges Aktionsprogramm voranzutreiben, wenn es darum geht,
Europäern bei der Gewichtsabnahme zu helfen. Herr Schmid äusserte
seine Überzeugung, dass ein solcher europäischer Konsens erreicht und
der direkte Einsatz von gesetzgeberischen Massnahmen verhindert
werden kann.

MEP Christofer Fjellner, ein Mitglied des Gesundheitskomitees des
Europäischen Parlaments, hob in seinen Ausführungen hervor, dass
kürzlich erschienene Filme wie "Supersize Me" nicht zu mehr
Vorschriften der europäischen Aufsichtsbehörden führen sollten.
Vielmehr sollte der Vorzug den erzieherischen Massnahmen gegeben
werden. MEP Fjellner fügte hinzu, dass man anstatt einer Ermutigung
zur allgemeinen Einstellung, dass dies "die Schuld von anderen" sei,
den Mitmenschen eine klare Wahl geben müsse - mit klaren
Beschriftungen und einer besseren Erziehung in Schulen und zu Hause.

Das European Enterprise Institute (EEI) ist ein in Brüssel
ansässiges Forschungsinstitut, das sich die Förderung des
Unternehmertums in den politischen Führungsgremien der Europäischen
Union sowie die Erstellung einer Plattform für die Ideen und die
Philosophie des Unternehmertums in ganz Europa zum Ziel gesetzt hat.
Das EEI versucht, das Netz gleich gesinnter Forschungsinstitute und
Meinungsführer zu stärken und den euro-atlantischen Dialog zu
fördern. Weitere Informationen erhalten Sie auf der folgenden
Website: http://www.eei-net.org

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Übergewicht verschleißt den Körper

22.11.2004 - Stark fettleibige Frauen benötigen zwölfmal häufiger künstliche Kniegelenke als normalgewichtige Geschlechtsgenossinnen. Das haben amerikanische Medizinerinnen bei einer groß angelegten Umfrage ermittelt. Bei fettleibigen Männern ist die Wahrscheinlichkeit auf das Achtfache erhöht.

Die Wahrscheinlichkeit für Diabetes ist ebenfalls auf das Zwölffache bzw. auf das Sechsfache erhöht, fanden Ruth Patterson und ihr Team vom Fred Hutchinson Cancer Research Center und der University of Washington, beide in Seattle. Für ihre Studie analysierten die Forscherinnen Fragebögen, in denen über 73.000 US-Amerikaner zwischen 50 und 76 Jahren über ihr Gewicht, ihre Körpergröße und ihre Gesundheit Auskunft gegeben hatten.

Insgesamt stehen bei Frauen 37, bei Männern 29 von 41 betrachteten Leiden und Beschwerden mit Übergewicht in Verbindung, berichtet die Gruppe im "American Journal of Preventive Medicine". Mit steigendem Body-Mass-Index häufiger werden neben Knieproblemen und Diabetes auch Herz-Kreislauf-Leiden wie Bluthochdruck, Herzversagen oder Lungenembolie sowie Gallensteine, chronische Erschöpfungszustände und Schlaflosigkeit. Umgekehrt leiden Übergewichtige etwas seltener an Verstopfung und an Knochenbrüchen aufgrund von Osteoporose.

Angesichts der neuen Resultate müssten Hausärzte bei übergewichtigen Patienten eine Reihe möglicher Erkrankungen im Blick behalten, so Patterson. "Was wir dringend brauchen, sind effektive und praktikable Maßnahmen zur Vorbeugung von Übergewicht und zur Behandlung von Fettleibigkeit."

Forschung: Ruth E. Patterson, Laura L. Frank, Alan R. Kristal und Emily White, Cancer Prevention Research Program, Fred Hutchinson Cancer Research Center und Department of Epidemiology, School of Public Health and Community Medicine, University of Washington, Seattle

Veröffentlicht in American Journal of Preventive Medicine, Vol. 27(5), Dezember 2004, pp 385-90

Quelle: Scienceticker

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Wie Hunderttausende Übergewichtige betrogen werden
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. warnt vor freiverkäuflichem angeblichen Fettmagneten Chitosan

22.10.2004 - Was Ernährungsmediziner und Ernährungswissenschaftler schon lange vermuten, beweist jetzt eine wissenschaftliche Studie (1): das Schlankheitsmittel Chitosan, der angebliche Fettmagnet, ist scheinbar kaum wirksam, berichtet heute der Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Bad Aachen Sven-David Müller-Nothmann. Die Anbieter der Fettmagneten haben es mit ihrer Werbung erreicht, hunderttausenden Übergewichtigen vorzumachen, dass die aus Krabbenschalen gewonnene Substanz Chitosan große Mengen Fett binden könne und eine Hilfe beim Abnehmen sei, prangert Müller an.

Den jetzt in der renommiertesten Fachzeitschrift im Bereich Übergewicht, dem International Journal of Obesity, erschienenen Studienergebnissen zufolge, bewirkt Chitosan keinen klinisch signifikanten Gewichtsverlust im Vergleich zu einem Placebopräparat. Deshalb sollten Verbraucher lieber die Hände von diesem häufig als Fettmagnet beworbenem frei verkäuflichen Schlankheitsmittel lassen, empfiehlt Müller. Täglich kaufen viele tausend Übergewichtige über das Internet, in der Apotheke sowie TV Verkaufssendern soviel Chitosan, dass der Umsatz in diesem Jahr 50 Millionen überschreitet, schätzt Müller. Aus der Studie geht aber hervor, dass es keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich des Gewichtsverlustes und der Fettausscheidung über den Stuhlgang zwischen Chitosan- und Placebogruppe gibt, erläutert Müller.

Zu dem gleichen Ergebnis kommen auch die Autoren eines Übersichtsartikels zur Bewertung verschiedener Schlankheitsmittel in der anerkannten Fachzeitschrift Ernährung & Medizin (2). Nach Bewertung von Professor Dr. Andreas Hahn, Universität Hannover, fehlt den chitosanhaltigen Medizinprodukten ein wissenschaftlich fundierter Leistungsnachweis, so dass deren Rechtmäßigkeit in Frage gestellt werden müsse. Die beste Möglichkeit der Gewichtsreduktion ist reichlich Bewegung und eine moderate Kalorienreduktion, so Müller abschließend. Literatur ist auf Anfrage beim Verfasser erhältlich.
  
   ots Originaltext: diaita


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Erste Ergebnisse der TK-Studie zur Adipositas-Prävention: Schule macht nicht dick, aber schlau!

Hamburg (ots) 14.10.2004 - Gesundheitsunterricht in der Schule bringts: Wie erste Ergebnisse einer Studie der Techniker Krankenkasse (TK) in
Kooperation mit der Hochschule für  Angewandte Wissenschaften in
Hamburg (HAW) zeigt, greifen Grundschulkinder, die Gesundheit in der
Schule lernen, bei Kalorienbomben wie Schokolade, Pizza und Hamburger
seltener zu.

Wissenschaftler untersuchen zurzeit an 14 Grundschulen und bei
über 500 Grundschülern, ob Kinder, bei denen Gesundheit vom ersten
Schultag an auf dem Stundenplan steht, ein anderes
Gesundheitsverhalten zeigen als Kinder, die keinen
Gesundheitsunterricht haben.

Die Studie "Primakids" läuft insgesamt über vier Jahre und
begleitet einen Grundschuldurchlauf von der ersten bis zur vierten
Klasse. Nach dem ersten Schuljahr zeigt sich bereits, dass 30-40
Prozent der Kinder, die in den ersten beiden Schulhalbjahren im
Unterricht gelernt haben, wie man sich gesund ernährt, weniger häufig
zu Kalorienbomben greifen. In der Kontrollgruppe, deren Schüler
keinen Gesundheitsunterricht hatte, sind es nur 20 Prozent.

TK-Ernährungsexpertin Maike Schmidt zu den Ergebnissen: "Fast
jedes sechste Kind leidet bereits im Grundschulalter unter
Übergewicht (Adipositas), weil es das Falsche isst oder sich zu wenig
bewegt. Wenn wir diesen Kindern von Anfang an zeigen, wie man gesund
lebt, ersparen wir ihnen, sich später mühsam umgewöhnen zu müssen und
beugen Übergewicht und anderen Risiken wie Diabetes und
Gelenkbeschwerden vor.

Bereits im Juni diesen Jahres wurde auf Initiative von
Verbraucherministerin Renate Künast die "Plattform für Ernährung und
Bewegung e.V." gegründet, deren Ziel es ist, insbesondere Kinder und
Jugendliche zu einem gesunden Lebensstil anzuhalten.

"Die Fakten sind alarmierend. Bisher fehlt es aber an Studien, die
nachweisen, welche Konzepte wirklich greifen und wie man dem
Übergewicht bei Kindern wirksam vorbeugen kann. Unsere Studie liefert
die Grundlage dafür", erklärt Maike Schmidt das TK-Engagement.

Der Gesundheitsunterricht sorgt nicht nur dafür, dass die Kinder
mehr über gesunde Verhaltensweisen wissen und sich entsprechend
verhalten. "Wir haben gesehen, dass die Kinder großen Spass  an
gesunden Themen wie Ernährung und Bewegung haben, wenn sie
altersgerecht für sie aufbereitet sind", so Prof. Joachim Westenhöfer
von der HAW, der die Studie wissenschaftlich leitet.

ots Originaltext: Techniker Krankenkasse (TK)

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Neue Studie bestätigt Vorteile von Rimonabant bei der Gewichtsreduzierung, Reduzierung des Taillenumfangs und Verbesserung von Stoffwechsel-Risikofaktoren


  - Resultate des ersten Jahrs der RIO-Europe-Studie anlässlich des
Kongresses der European Society of Cardiology (ESC) 2004 vorgestellt

30.08.2004 - Die Resultate des ersten Jahrs der auf zwei Jahre angelegten Studie "Rimonabant in Obesity - Europe" (Rimonabant bei Adipositas) (RIO-Europe), einer klinischen Phase-III-Studie zum Vergleich von Plazebo und Rimonabant, dem ersten Agenzium einer neuen
Therapiekategorie mit der Bezeichnung selektive Cannabinoid-Blocker
des Typs 1 (CB1), zeigten, dass übergewichtige oder adipöse
Teilnehmer, die ein Mal täglich 20 mg Rimonabant nahmen, eine
signifikante Verringerung ihres Körpergewichts und ihres Taillenumfangs - eines Markers für abdominale Adipositas gefährlichen Ausmasses - und eine Verbesserung ihrer Lipid- und Glykämieprofile erzielten. Die Verbesserung in den Lipidwerten (HDL-Cholesterin und Triglyceride) erwies sich als teilweise unabhängig vom Gewichtsverlust. Dies deutet auf eine direkte Wirkung des Medikaments auf diese wichtigen kardiovaskulären Risikoparameter des Stoffwechsels hin. Die Resultate der Studie ergaben für die mit 20 mg Rimonabant täglich behandelte Gruppe auch einen signifikanten Rückgang im Anteil der Patienten mit Stoffwechselsyndrom (1) verglichen mit der Plazebogruppe. Diese neuen Resultate der
RIO-Europe-Studie bestätigen das Potential von Rimonabant, nicht nur
- wie dieses Jahr bereits nachgewiesen - bei der Aufgabe des Rauchens
hilfreich zu sein, sondern bei übergewichtigen/adipösen Patienten
auch als Instrument in der Reduzierung kardiovaskulärer
Risikofaktoren durch die Verringerung des Körpergewichts und die
Verbesserung von Parametern im Zusammenhang mit Stoffwechselsyndrom
eine wichtige Rolle zu spielen.

1) Der Begriff Stoffwechselsyndrom umfasst eine Reihe von
Gesundheitsrisiken oder Zuständen, welche die Wahrscheinlichkeit
erhöhen, dass eine Person Herzkrankheiten, Gehirnschlag oder Diabetes
entwickelt. Laut ATP-III-Definition spricht man von Stoffwechselsyndrom, wenn mindestens drei der folgenden Kriterien gegeben sind: Abdominale Adipositas - Taillenumfang von >102 cm bei Männern bzw. >88 cm bei Frauen, Bluthochdruck - Werte von grösser oder gleich 130/85 mmHg, Hypertriglyceridämie - Werte von grösser oder gleich 150 mg/dl, niedriges HDL-Cholesterin - Werte von <40 mg/dl bei Männern bzw. <50 mg/dl bei Frauen, abnormaler Nüchtern-Blutzucker - Werte von grösser oder gleich 110 mg/dl.

RIO-Europe, eine internationale, multizentrische, randomisierte,
doppelblinde, plazebokontrollierte Parallelgruppenstudie verglich
Rimonabant in Dosen von 20 mg bzw. 5 mg täglich mit Plazebo. An der
über zwei Jahre laufenden Studie nahmen an 60 Zentren in ganz Europa
(Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Schweden)
und den USA 1507 übergewichtige/adipöse Patienten
(Körpermasseindex/BMI von mindestens 30 kg/m2 bzw. mindestens 27
kg/m2 bei Vorliegen einer Komorbidität wie Dyslipidämie oder
Bluthochdruck) teil. Die Verlautbarung anlässlich des ESC 2004
bezieht sich auf Daten aus dem ersten Jahr der Studie. Ein Jahr lang
mit 20 mg Rimonabant täglich behandelte Patienten verloren im
Durchschnitt 8,6 kg Gewicht (p<0,001 vergl. mit Plazebo), verglichen
mit 4,8 kg bei mit 5 mg Rimonabant täglich behandelten Patienten und
3,6 kg in der Plazebogruppe. Fast 70 % der mit 20 mg Rimonabant
täglich behandelten Patienten verloren über 5 % ihres anfänglichen
Körpergewichts (p<0,001 vergl. mit Plazebo), verglichen mit 44,2 %
bei mit 5 mg Rimonabant täglich behandelten Patienten (p=0,002 vergl.
mit Plazebo) und 30,5 % in der Plazebogruppe. Darüber hinaus verloren
mehr als 39 % (p<0,001 vergl. mit Plazebo) der mit 20 mg Rimonabant
täglich behandelten Patienten über 10 % ihres anfänglichen
Körpergewichts, verglichen mit 15,3 % bei mit 5 mg Rimonabant täglich
behandelten Patienten und 12,4 % in der Plazebogruppe. Mit 20 mg
Rimonabant täglich behandelte Patienten konnten ihren Taillenumfang
im Durchschnitt weiter um 8,5 cm verringern (p<0,001), verglichen mit
5,3 cm bei mit 5 mg Rimonabant täglich behandelten Patienten (p=0,002
vergl. mit Plazebo) und 4,5 cm in der Plazebogruppe. Die Anzahl der
Patienten, bei denen an der Basislinie der Studie Stoffwechselsyndrom
diagnostiziert worden war (42,2 %), ging nach der Behandlung mit 20
mg Rimonabant um mehr als die Hälfte zurück (19,6 %) (p<0,001 vergl.
mit Plazebo). Neben dem Gewichtsverlust wurde bei 20 mg Rimonabant im
Vergleich zu Plazebo auch eine statistisch signifikante Verbesserung
der metabolischen Risikofaktoren beobachtet. Bei ein Jahr lang mit 20
mg Rimonabant täglich behandelten Patienten verbesserten sich die
HDL-Cholesterinwerte ("gutes Cholesterin") um 27,0 % (p<0,001 vergl.
mit Plazebo), verglichen mit 19 % bei mit 5 mg Rimonabant täglich
behandelten Patienten und 17,3 % in der Plazebogruppe. Der
Gewichtsverlust war nur für etwa die Hälfte dieser mit 20 mg
Rimonabant täglich im Vergleich zum Plazebo erzielten HDL-Verbesserung verantwortlich. Dies deutet auf eine signifikante direkte, vom Gewichtsverlust unabhängige Wirkung des Medikaments auf
den Fettstoffwechsel hin (p=0,005).

Bei ein Jahr lang mit 20 mg Rimonabant täglich behandelten
Patienten gingen Triglyceridwerte um 10,6 % zurück (p<0,001 vergl.
mit Plazebo), während sie bei mit 5 mg Rimonabant täglich behandelten
Patienten um 4,9 % und in der Plazebogruppe um 6,6 % anstiegen. Wie
bei den HDL-Werten war auch hier der Gewichtsverlust nur für etwa die
Hälfte dieser mit 20 mg Rimonabant täglich im Vergleich zum Plazebo
erzielten Verbesserung der Triglyceridwerte verantwortlich. Dies
deutet wiederum auf eine signifikante direkte, vom Gewichtsverlust
unabhängige Wirkung des Medikaments auf den Fettstoffwechsel hin
(p=0,005). Auch eine verbesserte Insulinreaktion wurde, dargestellt
am oralen Glukosetoleranztest, beobachtet. Während des zweistündigen
Tests mussten mit 20 mg Rimonabant behandelte Patienten im Vergleich
zur Plazebogruppe weniger Insulin produzieren, um ihre Glukose im
Stoffwechsel abzubauen (Verringerung um 11,0 microIU/ml gegenüber der
Basislinie, verglichen mit 2,3 microIU/ml in der Plazebogruppe;
p=0,019). "Die Ergebnisse der RIO-Europe-Studie entsprechen völlig
denen der RIO-Lipid-Studie, die dieses Jahr bereits anlässlich der
Tagung des American College of Cardiology bekannt gegeben worden
waren. Mit 20 mg Rimonabant täglich behandelte Patienten erfuhren
nicht nur signifikante Vorteile bezüglich ihres Gewichtsverlusts und
einer Reduzierung ihres Taillenumfangs, sondern auch beträchtliche
Verbesserungen ihrer Lipid- und Glykämieprofile. Noch interessanter
ist aber die vom Gewichtsverlust unabhängige Wirkung von 20 mg
Rimonabant auf kardiovaskuläre Risikofaktoren des Stoffwechsels",
kommentierte Dr. Luc Van Gaal, Professor für Diabetologie,
Stoffwechsel und klinische Ernährung am Universitätskrankenhaus
Antwerpen in Belgien, der leitende Forscher der RIO-Europe-Studie. Er
fügte hinzu: "Wir sehen den Ergebnissen der RIO-Europe-Studie nach
Abschluss der gesamten zwei Jahre der Studiendauer mit Spannung
entgegen um festzustellen, ob diese eindrucksvollen Resultate
aufrecht erhalten bleiben". Die Resultate der RIO-Europe-Studie
bestätigen auch das gute Sicherheitsprofil von Rimonabant.
Nebenwirkungen waren im Allgemeinen milder und vorübergehender Natur.
Sie beinhalteten zumeist Übelkeit (4,3 %, 5,1 % und 12,9 % für
Plazebo, 5 mg Rimonabant bzw. 20 mg Rimonabant), Durchfall (3,0 %,
6,0 % und 7,2 % für Plazebo, 5 mg Rimonabant bzw. 20 mg Rimonabant)
und Schwindelgefühle (4,9 %, 7,0 % und 8,7 % für Plazebo, 5 mg
Rimonabant bzw. 20 mg Rimonabant). Nur in sehr wenigen Fällen führten
diese Nebenwirkungen zu einem Absetzen des Medikaments.

In allen drei Gruppen schieden vergleichbar viele Teilnehmer aus
der Studie aus (41,6 % in der Plazebogruppe, verglichen mit 37,3 %
für 5 mg Rimonabant und 39,4 % für 20 mg Rimonabant). In den drei
Gruppen wurden bezüglich der Hospital Anxiety Depression Scale keine
Unterschiede festgestellt. Vor allem ergab sich für Rimonabant aber
auch ein gutes kardiovaskuläres Sicherheitsprofil Die
RIO-Europe-Studie ist eine von vier Phase-III-Studien im
RIO-Programm. Dieses Programm beurteilt die Wirksamkeit und
Sicherheit von Rimonabant in der Gewichtsreduzierung und Verbesserung
metabolischer Risikofaktoren an über 6600 übergewichtigen und
adipösen Patienten in aller Welt. Rimonabant wird im Rahmen des
STRATUS-Programms auch als Hilfsmittel bei der Aufgabe des
Nikotinkonsums untersucht. Die dieses Jahr bereits vorgestellten
Resultate der US-amerikanischen STRATUS-Studie zeigten, dass 20 mg
Rimonabant im Vergleich zum Plazebo die Wahrscheinlichkeit einer
Aufgabe des Nikotinkonsums ohne Gewichtszunahme verdoppelte
(p=0,002). Patienten verloren im Durchschnitt bei Behandlung mit 20
mg Rimonabant 0,3 kg, verglichen mit einer Gewichtszunahme von 1,1 kg
in der Plazebogruppe (p<0,001). Präklinische Studien haben die Rolle
des endocannabinoiden Systems (ECS) über den CB1-Rezeptor in der
zentralen und peripheren Regelung des Energiehaushalts sowie in der
Kontrolle der Nikotinabhängigkeit belegt. Rimonabant ist der erste
selektive CB1-Blocker, der für das Management kardiovaskulärer
Risikofaktoren, darunter Adipositas, Stoffwechselsyndrom,
Dyslipidämie, Diabetes Typ 2 und Nikotinabhängigkeit, entwickelt
wird. Mit Rimonabant beobachtete Verbesserungen der
Stoffwechselparameter gehen über aufgrund des Gewichtsverlusts zu
erwartende Verbesserungen hinaus. Die neuen klinischen Resultate der
RIO-Europe-Studie bestätigen, dass sich Rimonabant durch die
Reduzierung des Körpergewichts und die Verbesserung von
Stoffwechselparametern bei übergewichtigen/adipösen Patienten als
wichtiges Instrument in der Reduzierung kardiovaskulärer
Risikofaktoren erweisen kann.

ots Originaltext: University Hospital Antwerp


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Wenig Chancen für dicke Kinder - Therapieangebote sind rar, heterogen und kaum evaluiert

27.08.2004 - Obwohl bundesweit eine Million Kinder und Jugendliche krankhaft übergewichtig (adipös) sind, gibt es immer noch zu wenig qualifizierte Therapiemöglichkeiten. Damit Eltern der Betroffenen geeignete Hilfen in ihrer Nähe finden können, hat sich die Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) zur Aufgabe gemacht, ambulante wie stationäre Angebote für Kinder zentral zu erfassen.

Mehr übergewichtige Kinder als Therapieplätze "Der Bedarf und das Angebot an Therapien für adipöse Kinder stehen in keinem Verhältnis zueinander. Von einer Million übergewichtiger Kinder in Deutschland, können aktuell jährlich weit weniger als 10.000 Kinder in 153 ambulanten und 96 stationären Einrichtungen behandelt werden", so Dr. Thomas Reinehr von der Vestischen Kinderklinik der Universität Witten - Herdecke. Therapie ist nicht gleich Therapie Von Expertengremien werden primär langfristige Therapiekonzepte
empfohlen, welche auf einer Kombination aus Ernährungs-, Verhaltens-
und Bewegungstherapie basieren. Doch die von Dr. Reinehr und
Professor Martin Wabitsch, Universitätskinderklinik Ulm, durchgeführte Erfassung der Therapieangebote für adipöse Kinder (1) brachte zu Tage, dass die Therapiekonzepte sehr unterschiedlich sind und 51 % der ambulanten sowie 27 % der stationären Behandlungsangebote nicht den Leitlinien der AGA entsprechen. Zudem wird in den wenigsten Einrichtungen eine Erfolgskontrolle
durchgeführt, so dass die Effektivität der Therapie kaum greifbar ist. "Das ist besonders bedauerlich, da Kinder prinzipiell gute Erfolgsaussichten haben. Essverhalten wird gelernt und Kinder lernen schneller als Erwachsene, aber sie brauchen die Unterstützung ihrer Eltern. Die finden jedoch selten auf Anhieb die richtige Hilfe und Beratung", fasst Dr. Reinehr die Situation zusammen. Unterstützung für Kinder und ihre Eltern Um Chancen übergewichtiger Kinder auf eine erfolgreiche Therapie zu verbessern, engagieren sich Institutionen wie die AGA, die Stiftung juvenile Adipositas oder Unternehmen wie Hoffmann-La Roche gemeinsam für bessere und neue Therapieoptionen. Weitere Informationen und eine Übersicht ambulanter und stationärer Einrichtungen sind auf der Internetseite der AGA zu finden: www.a-g-a.de (1) veröffentlicht in:
Monatsschrift Kinderheilkunde (7) 2003, 151: S. 757-761


ots Originaltext: Hoffmann-La Roche AG

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Auch Dicke haben eine Seele - Neuer Schulfilm zu Übergewicht bei Jugendlichen

Grenzach-Wyhlen (ots) 06.08.2004 - "Übergewichtige Jugendliche sind ein
großes gesellschaftliches Problem", so Dr. Wolfgang Siegfried, Leiter
des Adipositas Rehazentrums Insula im neuen Schulfilm der Stiftung
Juvenile Adipositas. Unter dem Titel "Auch Dicke haben eine Seele"
thematisiert Regisseur Jobst Thomas die Nöte und Sorgen
übergewichtiger Jugendlicher. Am Beispiel von Melanie, Nils und
George schildert der zwanzigminütige Film feinfühlig und ohne
erhobenen Zeigefinger was übergewichtige Jugendliche bewegt und wie
sie den täglichen seelischen Verletzungen durch ihre Umwelt begegnen.

Mit dem Aufklärungs- und Präventionsfilm will die Stiftung
Juvenile Adipositas Schüler und Schülerinnen emotionalisieren und für
das drängende Problem Übergewicht sensibilisieren. "Denn Übergewicht
ist die einzige gesellschaftlich akzeptierte Form der
Diskriminierung", so Dr. Wolfgang Siegfried vom Vorstand der
Stiftung. Dass das Konzept des Films aufgeht, zeigt die hohe
Resonanz. Bereits 100 Schulen haben den Film bestellt. Den Teufelskreis durchbrechen Viele übergewichte Jugendliche werden von Lehreren und
Klassenkameraden gehänselt und drangsaliert. Der Frust treibt sie zum
Kühlschrank. "Mein erster Blick zu Hause war der in den Kühlschrank,
dann habe ich mir was zu Essen geschnappt und mich vor den Fernseher
gehockt" erzählt George von dem Teufelskreis aus Frust,
unkontrolliertem Essen, Bewegungsmangel und Übergewicht. "Wir wollen
diesen Teufelskreis durchbrechen", formuliert Jobst Thomas das Ziel
des Films und der Stiftung Juvenile Adipositas. Bisher gelingt es 30
Prozent der Jugendlichen dauerhaft ihr Gewicht zu reduzieren. Dabei
stehen ihnen deutlich weniger Therapieoptionen als Erwachsenen zur
Verfügung.
Übergewicht kostet Wer bereits in jungen Jahren übergewichtig ist, entwickelt häufig
bereits frühzeitig schwere Folgeerkrankungen, wie z. B.
Bluthochdruck, Gelenkverschleiß oder Typ II Diabetes. "Allein in
Deutschland kostet die Behandlung dieser Folgeerkrankungen etwa 25
Milliarden Euro pro Jahr", verdeutlicht Dr. Siegfried. Die
volkswirtschaftliche Brisanz von Übergewicht. Schon heute leidet
jedes sechste Kind an Übergewicht. Tendenz steigend. Tatkräftiges Engagement Die Botschaft des Schulfilms lautet: Jeder kann etwas zu tun.
Dabei stehen vor allem die Verbesserung der Therapieoptionen für
Jugendliche und die Vorbeugung im Vordergrund. Bei Stiftungsgründer
Hoffmann-La Roche AG wird bereits intensiv an einer Verbesserung der
Behandlung von jugendlichem Übergewicht gearbeitet. Der Film kann von
Schulen und Bildungsstätten der beruflichen Bildung (Berufsschulen
etc.) im gesamten deutschen Sprachraum kostenlos als VHS oder DVD
über die Stiftung "Juvenile Adipositas", Strub, bezogen werden. Weitere Informationen zu der Stiftung und Möglichkeiten der
Unterstützung
finden sich im Internet unter:
www.adipositas-stiftung.de Bemerkung: Als juvenil adipös werden Kinder und Jugendliche
bezeichnet, deren BMI in den oberen drei Prozent der alters- und
geschlechtsspezifischen BMI-Verteilung liegt. Nähere Informationen
hierzu finden sich im Internet unter: www.mybmi.de

ots Originaltext: Hoffmann-La Roche AG

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Fettreiche Ernährung bei Übergewicht: was meinen Experten ?

Im Frühjahr 2003 erschienen im New England Journal of Medicine zwei Artikel, welche die Überlegenheit einer kohlenhydratarmen, fettreichen Ernährung im Vergleich zu einer kohlenhydratreichen Diät mit geringem Fettanteil hinsichtlich der Gewichtsabnahme zeigten. Auch einige Blutfette sowie die Insulinwirkung wurden bei einem geringen Konsum von Kohlenhydraten günstig beeinflusst. Die Ergebnisse überraschten auch Experten, zumindest was die Gewichtsabnahme betraf, beinhaltet doch eine kohlenhydratarme Kost viel Fett und auch viel Eiweiß. Seit Veröffentlichung dieser Studien wird daher auch in Deutschland eine zunehmende Verbreitung fettreicher Diäten zur Gewichtsreduktion beobachtet, was aus medizinischer Sicht jedoch sehr kritisch betrachtet werden muß. Die Interpretation der vorliegenden Daten wird dadurch eingeschränkt, dass die Behandlungsdauer nur 6 bzw. 12 Monate betrug und bisher keine Langzeitstudien vorliegen. Die verstärkte Gewichtsabnahme unter einer eiweiß- und fettreichen Kost ist zumindest teilweise erklärbar. Eiweiß hat von den Makronährstoffen die beste Sättigung und ein hoher Fettkonsum führt zu einer beschleunigten Fettoxidation mit der Anhäufung von Ketonkörpern im Blut (Ketonämie), was ebenfalls den Hunger bremst.

Untersucht wurden neben der Gewichtsabnahme auch kardiovaskuläre Risikofaktoren, nicht jedoch klinische Auswirkungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Karzinome oder die Sterblichkeit. Ein Hauptgrund zur Gewichtsabnahme ist jedoch die Vermeidung solcher Beleiterkrankungen des Übergewichts. Eine fettreiche Diät, z. B. in Form einer Atkins-Diät mit Nahrungsmitteln wie Fleisch, Käse und Speck, enthält sehr viel gesättigte Fettsäuren. In großen Kohortenstudien mit langjähriger Beobachtung, z. B. der Nurses' Health Study, wurde jedoch mit hoher wissenschaftlicher Evidenz nachgewiesen, dass ein hoher Anteil gesättigter Fettsäuren nicht nur Herzinfarkt und Schlaganfall begünstigt, sondern wahrscheinlich auch die Entstehung von Dickdarmkarzinomen.

Die Deutsche Adipositas Gesellschaft (DAG) empfiehlt daher aufgrund fehlender wissenschaftlicher Evidenz hinsichtlich positiver Gesundheitsaspekte derzeitig keine Kostform mit einem hohen Anteil an tierischen Fetten. Entsprechend den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaft zur Therapie der Adipositas (einzusehen unter http//:www.deutsche-adipositas-gesellschaft.de) sollten übergewichtige Patienten zur Gewichtsabnahme eine Kost mit einem hohen Anteil von komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, wie Obst, Gemüse, Getreideprodukte, Reis und Kartoffeln, zu sich nehmen. Der Konsum von fetthaltigen Nahrungsmitteln sollte bei 30% der Gesamtenergie liegen, wobei infolge ihres günstigeren Effekts auf das Gefäßsystem pflanzliche Fette mit einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren bevorzugt werden sollten.

Quelle: Deutsche Adipositas Gesellschaft

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Fettabsaugung führt bei Übergewichtigen zu keiner Besserung des Herz-Kreislauf-Risikos

07.07.2004 - Die Zahl von Patienten, die sich einer Fettabsaugung (Liposuktion) unterziehen, hat auch in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Zwar hat solch ein Eingriff zumeist vornehmlich kosmetische Gründe, jedoch erhoffen sich viele übergewichtige Patienten auch eine Verbesserung möglicher Begleiterkrankungen. In einer aktuellen Studie, die unlängst im New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde (Klein et al., N Engl J Med 350: 2549-57, 2004), ging man der Frage nach, ob die Absaugung von Fettgewebe im Abdominalbereich von übergewichtigen Patienten mit einem verbesserten Zuckerstoffwechsel oder einer Verminderung anderer Herz-Kreislauf-Risikofaktoren einhergeht. Das Ergebnis war jedoch durchgehend negativ: trotz Absaugung von ca. 10 kg Fett aus dem Unterhautfettgewebe im Bereich des Bauches fand sich keine Verbesserung der untersuchten Parameter.

Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft als zuständige wissenschaftliche Fachgesellschaft weist im Zusammenhang mit diesen aktuellen Daten darauf hin, dass Fettabsaugung nicht zu den empfohlenen Therapiemaßnahmen bei Übergewicht gehört. In den aktuellen Leitlinien zur Therapie der Adipositas (einzusehen unter http//:www.deutsche-adipositas-gesellschaft.de) wird ausdrücklich erwähnt, das dieses Verfahren der plastischen Chirurgie zwar zur lokalen Entfernung überschüssiger Fettdepots eingesetzt werden kann, aber zur Behandlung der Adipositas nicht geeignet ist. Ein Nutzen dieser Technik für die langfristige Gewichtssenkung ist nicht belegt, die Risiken dieses Eingriffs sind schlecht dokumentiert, aber nicht unerheblich. Auch über Todesfälle ist berichtet worden, so dass Patienten vor einem solchen Eingriff entsprechend sorgfältig aufgeklärt werden müssen.

Mit der jetzt publizierten Studie wurde gezeigt, dass begleitende Risikofaktoren der Adipositas sich durch Fettabsaugung nicht bessern. Insofern kann durch eine Gewichtsabnahme durch Fettabsaugung nicht der gleiche günstige Effekt erzielt werden, wie es über eine Gewichtsabnahme durch Änderung des Essverhaltens und vermehrte körperliche Bewegung erreicht werden kann. Ratschläge für sinnvolle Strategien zur Gewichtsreduktion können interessierte Ärzte und Patienten in den Leitlinien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft finden.

Quelle: Deutsche Adipositas Gesellschaft

Weitere Informationen finden Sie im WWW:
http://www.deutsche-adipositas-gesellschaft.de

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In Deutschland tickt die metabolische Bombe

01.07.04 - Bad Aachen (ots) - Das metabolische Syndrom oder "Tödliche Quartett" fordert täglich tausende Opfer und plündert das Gesundheitssystem, erklärt heute Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Im
Rahmen des Jahres der gesunden Ernährung der Gesellschaft steht die Aufklärung über das "Tödliche Quartett" im Vordergrund, so Müller.

Das metabolische Syndrom, umgangssprachlich wegen der Symptome Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker, erhöhte Blutfette sowie
bauchbetontes Übergewicht auch "Tödliches Quartett" genannt, ist Volkskrankheit Nr. 1.
Mögliche Folgen sind arteriosklerotische Gefäßerkrankungen und im weiteren Verlauf Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Im Jahre 2002 starben in Deutschland etwa 200.000 Menschen an den Folgen einer Gefäßverkalkung. Die verbreitete Überernährung in Kombination mit Bewegungsmangel und genetischer Prädisposition führt zu Übergewicht und Adipositas.

Hierdurch ist der Blutzuckerspiegel ständig auf hohem Niveau und die Ausschüttung von Insulin erhöht. Mögliche Folge ist die Entstehung von Diabetes mellitus Typ 2. Weiterhin ist die Natrium- und Wasserausscheidung bei Adipositas gehemmt und das Blutvolumen nimmt zu - der Blutdruck steigt. Die Fettzellen im Bauchbereich sind besonders anfällig für eine Insulinresistenz und die Blutfettwerte steigen bei wachsendem Körpergewicht immer weiter an und begünstigen die Entstehung des "Tödlichen Quartetts". Ein Drittel der Krankheitskosten, die den gesetzlichen Krankenkassen jährlich durch ernährungs(mit)-bedingte Erkrankungen entstehen, wären durch Präventionsprogramme vermeidbar. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik hat daher Broschüren zur Prävention des metabolischen Syndroms herausgegeben.

Die Broschüren "Abnehmen kann nur, wer satt is(s)t" und "Cholesterinspiegel schonend senken" können von der Homepage www.ernaehrungsmed.de heruntergeladen werden.
  
ots Originaltext: diaita

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Künast: Kampf dem Übergewicht
Deutsche Regierung startet Kampagne für gesunde Ernährung

Berlin (pte, 17. Jun 2004 16:44) - Die deutsche Verbraucherministerin Renate Künast hat heute, Donnerstag, zu einem Kampf gegen die zunehmende Verbreitung von Übergewicht und Fettleibigkeit aufgerufen. In ihrer Regierungserklärung mit dem Titel "Eine neue Ernährungsbewegung für Deutschland" sprach die Ministerin von "alarmierenden Zahlen". Neuesten Erhebungen zufolge seien etwa zwei Drittel der männlichen und rund die Hälfte der weiblichen Bevölkerung "leicht bis stark übergewichtig". Eine der Folgen: "Mindestens ein Drittel der gesamten Gesundheitskosten werden durch Krankheiten verursacht, die stark durch Fehlernährung, Bewegungsmangel und erhebliches Übergewicht mit beeinflusst werden", erklärte Künast. http://www.verbraucherministerium.de

Besonders erschreckend ist der negative Trend bei den Jüngsten der Gesellschaft: Laut Verbraucherministerium sind etwa ein Fünftel der Kinder und ein Drittel der Jugendlichen übergewichtig. Bei sieben bis acht Prozent der Kinder und Jugendlichen habe das Übergewicht das Ausmaß einer Krankheit erreicht. In diesem Zusammenhang zeigen Untersuchungen auf, dass Diabetes mellitus Typ II (Alterdiabetes) immer mehr junge Menschen betrifft.

Den Appell für den Kampf gegen Übergewicht richtete Künast an "die Eltern, die Schule, die öffentliche Hand, die Unternehmen und die Betroffenen". Prävention sei nicht nur die beste Alternative, sondern "das Gebot der Stunde". Sowohl Erwachsene als auch Kinder sollen sich nach den Vorstellungen der Ministerin über gesundere Ernährung informieren und ihren Lebensstil gesünder gestalten. "Fundiertes Wissen über Nahrung, Gesundheit und Ernährung muss zukünftig zum bildungspolitischen Standardwissen gehören", so Künast vor dem Bundestag. Senioren sind dabei ausdrücklich in die Zielgruppe eingeschlossen.

Die Bundesregierung habe in den vergangenen Jahren viel getan, um aufzuklären und das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung zu fördern. Offensichtlich nicht genug, sonst hätte das Verbraucherministerium nicht ein weiteres Maßnahmenpaket geschnürt. Unter anderem will Künast Ende Juni die Plattform "Ernährung und Bewegung" vorstellen. Damit sollen die Verbreitung von Informationen über gesunde Ernährung gefördert und Aktionen, die Kinder und Jugendliche zu mehr Bewegung motivieren, unterstützt werden.

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Stichwort Motivation: Wie Abnehmen langfristig zum Erfolg führt

02.06.2004 - Mal einige Pfunde abnehmen, das schaffen viele. Auch eine Crash-Diät zeigt manchmal schnell Erfolge.
Doch meist sind die Kilos ebenso schnell wieder drauf und nicht nur das:
Der JoJo-Effekt lässt das Gewicht höher steigen, als vor der Diät.
Eine effektive Gewichtsreduzierung gelingt am besten durch eine
langfristige und regelmäßige Betreuung. Das hat eine amerikanische
Studie am Obesity Research Center der Columbia University, New York
belegt.

Treffen mit Gleichgesinnten vs. Eigenregie
Es gibt heute eine enorme Vielfalt von Diäten und
Ernährungsratschlägen. Für Menschen, die abnehmen und auch schlank
bleiben möchten, sind Informationen über die Wirksamkeit der
verschiedenen Angebote unerlässlich. Das Weight Watchers Konzept ist
das einzige Programm mit Gruppenunterstützung mit wissenschaftlichem
Nachweis. Bei einer Studie unter der Leitung von Professor Dr.
Stanley Heshka wurden 360 Frauen und 65 Männer mit einem Body Mass
Index zwischen 27 und 40 untersucht. Eine Gruppe nahm regelmäßig an
Weight Watchers Treffen teil, die andere Gruppe wurde in zwei
20-minütigen Sitzungen mit einem Ernährungsberater geschult und
erhielt Infomaterial. Alle Teilnehmer wurden nach 3, 6, 18 und 24
Monaten zur Untersuchung gebeten, wobei neben dem Gewicht auch die
Blutwerte erfasst wurden. Das Ergebnis zeigte, dass die Weight
Watchers Teilnehmer signifikant bessere Erfolge erzielten.

Know-How plus Motivation

Die Weight Watchers Treffen sind ein zentraler Bestandteil des
Programms und wichtig für den Erfolg der Teilnehmer. Sie erhalten
dort alle Informationen, die sie benötigen, um ihre Ernährung im
Alltag umzustellen. Die Leiterinnen der Weight Watchers Treffen
erklären das erfolgreiche POINTS PLUS  Ernährungsprogramm, das von
der Stiftung Warentest als uneingeschränkt empfehlenswert getestet
wurde. In jedem der etwa 3.000 Treffen in Deutschland wird die
Vermittlung des wissenschaftlich fundierten Konzepts durch die
Leiterinnen garantiert. Oft haben diese selbst mit Weight Watchers
abgenommen und erfüllen so eine wichtige Vorbildfunktion. Darüber
hinaus wird Know-How in vielen Bereichen vermittelt, sei es zum Thema
Bewegung, Fitness und Verhaltensänderung oder die aktuellsten
Informationen zur gesunden Ernährung. Ein weiterer Vorteil der
Treffen lässt sich mit dem Stichwort Motivation beschreiben: Die
regelmäßige Teilnahme hilft dabei, auch wirklich am Ball zu bleiben.
Wichtig für den langfristigen Erfolg ist die Betreuung auch nach der
eigentlichen Abnahmephase. Weight Watchers bietet den Teilnehmern,
die ihr Zielgewicht erreicht und 6 Wochen gehalten haben, einen
besonderen Service an: Solange sie nicht mehr als 2 kg zunehmen,
werden sie Gold-Mitglied und können die Treffen kostenlos weiter
besuchen.

Die Studie kann in der Abteilung Unternehmenskommunikation unter
der Tel.-Nr. 0211/9686-254 angefordert werden.


ots Originaltext: Weight Watchers

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Statistisches Bundesamt: Fast jede(r) Zweite in Deutschland hat Übergewicht

(29.04.04) - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, hatten im Mai 2003 49% der erwachsenen Bevölkerung ab 18 Jahren Übergewicht, ein Prozentpunkt mehr als 1999. Das zeigen die Ergebnisse der Mikrozensus-Zusatzbefragung 2003, bei der alle vier Jahre knapp 0,5% der Bevölkerung (370 000 Personen) zu gesundheitsbezogenen Themen befragt werden.

Die erfragten Körpermaße zu Größe und Gewicht dienen als Grundlage zur Bestimmung des sog. Body-Mass-Index, mit dem Übergewicht festgestellt wird. Dieser Index wird errechnet, indem man das
Körpergewicht (in kg) durch die Körpergröße (in Metern, quadriert) teilt, Geschlecht und Alter bleiben unberücksichtigt. Die Weltgesundheits-organisation stuft Erwachsene mit einem
Body-Mass-Index über 25 als übergewichtig, mit einem Wert über 30 als stark übergewichtig ein. So gilt beispielsweise ein 1,80 m großer Erwachsener ab 81 kg als übergewichtig und ab 97 kg als stark
übergewichtig.

Nach dieser Einteilung hatten 13% der Bevölkerung starkes Übergewicht. In allen Altersgruppen waren Männer häufiger übergewichtig als Frauen. Insgesamt waren 58% der Männer ( 1999: 56%)
und 41% der Frauen übergewichtig (1999: 40%). Starkes Übergewicht lag bei 14% der Männer und bei 12% der Frauen vor.

Untergewicht, d.h. ein Body-Mass-Index von weniger als 18,5, ist in Deutschland weitaus weniger verbreitet als Übergewicht. Frauen waren 2003 wesentlich häufiger (4%) von Untergewicht betroffen als Männer (1%). Junge Frauen im Alter von 18 und 19 Jahren waren sogar zu 13% untergewichtig (1999: 16%).

Verheiratete und verwitwete Männer sind zu zwei Dritteln (66% bzw. 65%) übergewichtig, ledige Männer zu 38%. Verwitwete Frauen sind am
häufigsten von Übergewicht betroffen (54%), gefolgt von den Verheirateten mit 44%. Bei ledigen Frauen waren 23% übergewichtig, dagegen hatten 8% Untergewicht.

Fragen zu den Rauchgewohnheiten waren ebenfalls Bestandteil der Mikrozensus-Zusatzbefragung. Ehemalige Raucher - sowohl Männer als auch Frauen - waren deutlich häufiger übergewichtig als aktive
Raucher: Bei den ehemals rauchenden Männern hatten 70% einen Body-Mass-Index von mehr als 25, der Anteil bei den aktiven Rauchern betrug 51%. Ex-Raucherinnen waren zu 43% übergewichtig, Raucherinnen zu 32%.

Im Mai 2003 bekannten sich 27% der Bevölkerung im Alter von 15 und mehr Jahren zum Rauchen. Das waren nur geringfügig weniger als 1999 (28%). Der Anteil der Raucher betrug bei den Männern 33%, bei den Frauen nur 22%. In jeder Altersgruppe rauchten Frauen weniger häufig als Männer.

Insgesamt rauchten im Mai 2003 24% aller Befragten regelmäßig, 30% der Männer und 19% der Frauen. Für beide Geschlechter findet sich in der Altersgruppe der 20- bis unter 25-Jährigen der höchste Anteilswert mit 40% bzw. 30%. Ab dem Alter von 40 Jahren an verringert sich der Anteil der regelmäßigen Raucher kontinuierlich.

ots Originaltext: Statistisches Bundesamt


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Kinder, Kilos, Karies
Fehlernährung bei Kindern nimmt zu
Auch die Industrie ist gefordert

(27.04.04) Mannheim (ots ) -

Zum 7. Mal rief der Verband für Ernährung und
Diätetik am 26.04.04 den Tag der gesunden Ernährung in Deutschland
aus. In diesem Jahr fanden zahlreiche Aktionen und
Informationsveranstaltungen unter dem Motto "Kinder kontra Kilos"
statt. Neben Medizinern, Oecotrophologen und Pädagogen setzt sich
auch die Industrie mit diesem Thema auseinander.
  
In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der übergewichtigen
Kinder in Deutschland auf über 2 Millionen verdoppelt, ein Indiz für
weitverbreitete Fehlernährung und Bewegungsmangel. Die Folgen sind
ein stark erhöhtes Risiko von Erkrankungen wie Diabetes,
Herz-Kreislauf-Krankheiten und z.T. irreparablen Schäden am
Bewegungsapparat. Besonders gravierend für Kinder sind die mit dem
Übergewicht verbundenen psychischen Belastungen.
  
Einen großen Anteil der zugeführten Kalorien nehmen gerade Kinder
über Süßwaren, Snacks oder stark zuckerhaltige Nahrungsmittel zu
sich. Dadurch wird zusätzlich die Entstehung von Karies begünstigt:
Obwohl die Kariesrate sinkt, ist immer noch ein zu großer Teil der
Kinder im Schulalter davon betroffen.
  
Die Süßwarenindustrie hat viele kalorienreduzierte und
zahnfreundliche Produkte auf den Markt gebracht, welche die
Vorstellungen kleiner und großer Genießer hinsichtlich Geschmack voll
zufrieden stellen. Ermöglicht wird dies durch Zuckeraustauschstoffe,
die aus natürlichen Rohstoffen gewonnen werden. Isomalt, der einzige
aus reinem Rübenzucker, ist der Grundstoff der meisten zuckerfreien
Bonbons weltweit und ersetzt Zucker auch in Schokolade, Kaugummis,
Brotaufstrichen, Eiscreme, Desserts, Backwaren und
Frühstückscerealien. Gerade letztere enthalten häufig bis zu 40
Prozent Zucker. Auch typische "Kinderprodukte" wie Zuckerwatte,
Marshmallows und Lutscher können zuckerfrei angeboten werden - und
sind häufig vom Geschmack kaum von den zuckerhaltigen Pendants zu
unterscheiden.
  
Handlungsbedarf besteht noch im Snackbereich: Immer mehr
Familienmahlzeiten entfallen zugunsten des Imbiss zwischendurch. Hier
sind Produktkonzepte gefragt, die modernen Ernährungsbedürfnissen
entsprechen: Genuss, Gesundheit und Convenience.

ots Originaltext: Palatinit GmbH

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Fatburner lassen Fettpolster schmelzen?

DGE stellt die propagierten Wirkungen in Frage.
07.04.2004 (dge) Fatburner - dieser Begriff spricht jeden an, der sich Sorgen um seine Figur macht. Wäre es nicht schön, die überflüssigen Pfunde einfach zu verbrennen? Hormone, eiweißspaltende Enzyme, Mineralstoffe, Vitamine und andere Verbindungen, die im Stoffwechsel eine Rolle spielen, werden als Fatburner tituliert. Spezielle Lebensmittel wie Tee, Ananas oder Kaffee sollen den Fettabbau im Körper ebenfalls auf Touren bringen, dann schmelzen überschüssige Kalorien angeblich dahin. Für solche Aussagen gibt es jedoch keine wissenschaftliche Grundlage. Selbst bei den Mitteln, die etwas mit dem Energiestoffwechsel zu tun haben, wie z. B. Carnitin, fehlen jegliche Belege, dass mit ihrer Einnahme das Gewicht sinkt. Die simple Tatsache, dass sich der Energieverbrauch durch regelmäßige Bewegung und Sport erhöhen lässt, wird beim Lobpreisen der Fatburner meist verschwiegen. „Nur eine Diät, die auf längere Sicht eingehalten werden kann wie z. B. eine fettmoderate, stärkebetonte und ballaststoffreiche Ernährung, die ca. 500 bis 800 Kalorien pro Tag unter dem tatsächlichen Verbrauch liegt“, so die DGE "kann auf Dauer das Körpergewicht senken."Hintergrundinformationen: „Fatburner heißt die Wunderwaffe, die die Pfunde purzeln lässt“, „Essen Sie sich schlank in 14 Tagen“ - auch auf dem Büchermarkt tummeln sich zahlreiche Ernährungsratgeber und Diät-Bücher, aber auch Anleitungen für den optimalen Trainingsaufbau beim Sport, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Bei genauer Betrachtung entpuppen sich die meisten Empfehlungen der „Fatburner-Diäten“ als Ratgeber für eine fettarme, energiereduzierte Mischkost, wie sie auch die DGE zur Gewichtsreduktion empfiehlt. Für die Fatburner-Tipps werden allerdings einzelne biochemische Abläufe des Stoffwechsels herausgegriffen und versucht, diese in praktische Lebensmittelratschläge umzusetzen. So einfach ist es leider nicht.Wunderwaffe Hormone: Stress hilft gegen Bauchspeck? Fakt ist, dass die bei Stress vermehrt produzierten Hormone Adrenalin und Noradrenalin den Abbau von Fettsäuren im Fettgewebe steigern. Ähnlich wirken ACTH (adrenocorticotropes Hormon), TSH (Thyreoid stimulierendes Hormon), Wachstumshormon sowie Glukagon. Sie alle werden in den verschiedenen Ratgebern als Fatburner angepriesen. Ratschläge wie "Stress hilft gegen Bauchspeck" sind aber völlig ungeeignet, denn viele Übergewichtige reagieren auf Stress mit vermehrtem Essen, vorzugsweise mit fettem Essen oder Süßigkeiten wie Schokolade. Häufig erwähnt wird das Wachstumshormon. Bei Kindern mit Wachstumshormonmangel ist Übergewicht häufiger zu beobachten, ebenso bei einer Schilddrüsenunterfunktion. Doch dies sind Erkrankungen, die Ärzte mit entsprechenden Hormongaben behandeln müssen.Schlank werden mit Lapachotee, Mate, grünem Tee oder Pu-Erh-Tee? Als Gründe werden die verschiedensten Inhaltsstoffe von Koffein über Vitamin C, B-Vitamine, Mineralstoffe, Gerbsäuren, Bitterstoffe, Flavonoide bis hin zu Saponinen herangezogen. Eine gewichtssenkende Wirkung wurde lediglich für Substanzen gezeigt, die die Sympathikusaktivität steigern wie z. B. Koffein und weitere Methylxanthine in Kaffee und Tee. Diese Inhaltsstoffe aktivieren das sympathische Nervensystem und sollen so Speicherfett mobilisieren, sprich die Fettspaltung ankurbeln. Von drei bis vier Tassen Kaffee ist jedoch keine Verringerung des Körpergewichts zu erwarten. Vielmehr kommt es bei den Mengen, die für eine Wirkung auf das Körpergewicht benötigt würden, zu unerwünschten Begleiterscheinungen wie Schwitzen, Unruhe oder eine Beschleunigung des Puls. Dieser schwache Vorteil für das Gewicht (im Durchschnitt 1-2 kg) wird durch Nebenwirkungen erkauft, die medizinisch unerwünscht sind. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es daher keine hinreichenden Belege für die gewichtssenkenden Effekte solcher Mittel. Wenn überhaupt wirksam, dann sind diese Mittel keinesfalls unproblematisch.Papain, Chymopapain, Lysozym und Lipase aus der Papaya, das Enzym Bromelain aus der Ananas sowie Kiwi-Enzyme werden in einigen Ratgebern als Fatburner empfohlen. Der Gedanke, Enzyme aus Obst als "Fettkiller" einzusetzen, ist nicht neu, er stammt ursprünglich aus der so genannten "Hollywood-Diät". Allerdings sind Enzyme Eiweiße, die bereits im Magen gespalten werden. Sie kommen also in den seltensten Fällen intakt im Körper an und wirken deshalb nicht in der beschriebenen Form.

Quelle: 2004 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

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Therapiemaßnahmen für übergewichtige Kinder meist wirkungslos

Hamburg (ots) - 31.03.2004 - Starke Zweifel an den Therapien für übergewichtige Kinder in Deutschland hat Martin Wabitsch, Sprecher der AG Adipositas im Kindes- und Jugendalter. "Bei der Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen bewirken die Therapiemaßnahmen in Deutschland vermutlich nichts", sagt er der ZEIT. "Dauerhaft Gewicht zu verlieren ist furchtbar schwer." Die Basis einer erfolgreichen Therapie sollte "eine Kombination aus Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie sein." Für den Kinderarzt müssen erfolgreiche Programme langfristig angelegt sein: "Eine Verhaltensänderung kriegen sie nicht in wenigen Tagen hin, das braucht Monate oder sogar Jahre. Und - ganz wichtig - die Eltern müssen einbezogen werden. Wenn sie nicht mitmachen, hat ein Kind keine Chance." In den vergangenen 20 Jahren sind deutsche Schüler deutlich dicker geworden. "Jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche sind übergewichtig. Vier bis acht Prozent aller Schulkinder sind sogar adipös, also fettsüchtig, was mit Gesundheitsstörungen verbunden ist", sagt Martin Wabitsch, der in der Kinderklinik der Universität Ulm arbeitet. Für ihn sind die Lebensbedingungen schuld: "Kinder und Jugendliche bewegen sich deutlich weniger als vor 20 Jahren, sie sitzen länger vorm Fernseher und am Computer." Außerdem nehmen Kinder "einen Großteil ihrer Energie nicht mehr zu den Hauptmahlzeiten zu sich, sondern in Form von Snacks, zuckerreichen Limonaden und so genannten Kinderlebensmitteln wie Jogurts und anderen Süßspeisen", so Wabitsch.

ots Originaltext: DIE ZEIT

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Adipositas: Risikofaktor Bewegungsmangel nimmt bereits bei Kleinkindern zu

LONDON - 26.01.2004 - Untersuchungen von Kleinkindern in Schottland zufolge kann bereits bei Kindern im Alter von drei Jahren ein ausgeprägter Mangel an körperlicher Aktivität beobachtet werden (Lancet 2004; 363: 182; 211–212).Bewegungsmangel gilt in den Industrieländern als ein Risikofaktor für die Entwicklung von Adipositas. John J. Reilly et al. von der University of Glasgow and Yorkhill Hospital, Großbritannien, ermittelten bei 78 Kindern im Alter von drei Jahren den Gesamtenergieverbrauch, das Ausmaß an körperlicher Aktivität und das Bewegungsverhalten. 72 dieser Kinder wurden zwei Jahre später erneut untersucht. Der Gesamtenergieverbrauch lag bei den Kindern im Alter von drei und fünf Jahren um circa 200 Kalorien pro Tag niedriger als der für britische Kinder geschätzte mittlere Wert. Die Kinder waren am Tag üblicherweise nur etwa 20 bis 25 Minuten moderat bis stark körperlich aktiv, wenngleich derzeitigen Empfehlungen zufolge Kinder in dieser Altersstufe sich mindestens 60 Minuten pro Tag leicht bis stark körperlich betätigen sollten. Die Art der Aktivität zeigte häufig im Sitzen ausgeübte Beschäftigungen. Diese Ergebnisse weisen nach Ansicht der Autoren auf einen Bewegungsmangel bereits bei Kleinkindern hin, der das Risiko für die Entwicklung einer Adipositas erhöht. Sie plädieren für die Einführung von Gesundheitsprogrammen, um die körperliche Aktivität kleiner Kinder zu erhöhen und den steigenden Trend zur Adipositas zu stoppen.

Quelle: Deutsches Ärzteblatt

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Sackgasse Übergewicht: Finanzspritze für Forschung nach Auswegen11,7 Millionen Euro für Adipositasforschung in Europa

23.01.2004 - Übergewicht und seine Folgekrankheiten sind von der Weltgesundheitsorganisation mittlerweile zum Gesundheitsproblem Nummer 1 erklärt worden. Aus dem 6. Europäischen Rahmenprogramm (EC FP6) werden nun 11.7 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben. Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) ist eines der spezialisierten Zentren, das dieses Verbundprojekt geplant hat und ausführen wird. Die DIfE-Forscher wollen gemeinsam mit den anderen 24 europäischen Partnern innerhalb von fünf Jahren weitere Moleküle identifizieren, mit deren Hilfe neue Medikamente zur Behandlung von Adipositas, aber auch Typ-2-Diabetes, entwickelt werden können.Die Rolle des DIfE wird darin bestehen, Nahrungsaufnahme, Energieverbrauch und Aktivität bei übergewichtigen Versuchstieren exakt zu messen. Aber auch diesbezüglich relevante Botenstoffe und Rezeptoren im Gehirn sollen charakterisiert werden, um daraus neue Mechanismen zur Regulation der Körperfettmasse abzuleiten.Gewichtsprobleme sind nicht nur vom Willen abhängig. Die Steuerung von Hunger und Sättigung, aber auch die Anlage von Energiereserven in Form von Fettgewebe, sind bis heute nicht in allen Einzelheiten erforscht. Die Signalwege aus dem Verdauungstrakt oder dem Fettgewebe an das Gehirn und von dort wieder zurück unterliegen zahlreichen Einflüssen und bilden Regelkreise, deren Stellgrößen erst zum Teil verstanden sind. Neue Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass der menschliche Körper so programmiert ist, dass er einmal angesammelte Reserven nicht mehr hergeben will. Bei Übergewichtigen kommt es so zu einer Sollwertverstellung, die unter anderem den bei Diäten auftretenden Jo-Jo-Effekt erklären kann. Die Botenstoffe und Proteine, die dabei eine Rolle spielen, wollen die Wissenschaftler so weit erforschen, dass gezielte medikamentöse Hilfen zum Abnehmen entwickelt werden können. Gelingt es, neue Angriffspunkte und Medikamente zu finden, die in den komplizierten Regulationsmechanismus für das Körpergewicht effektiv, anhaltend und ohne unerwünschte Nebenwirkungen eingreifen, so wäre dies für die Behandlung von Übergewicht und seinen Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus ein Meilenstein.Weitere Informationen finden Sie auf der Website

http://www.physiology.gu.se/endo/additional/framework_6.htm

Quelle: Pressemitteilung DIfE

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Ursache der Adipositas können außer der erhöhten Nahrungszufuhr auch körperliche Erkrankungen, wie z. B. hormonelle Störungen sein. Auch genetische Faktoren spielen für die Entstehung von Adipositas eine bedeutende Rolle. Das haben Zwillings- und Familienforschungen nachgewiesen. Dabei spielt der erbliche Faktor nicht nur eine Rolle beim BMI. Auch die Gewichtszunahme durch Nahrung und die Fettmasse selbst wird durch genetische Faktoren mit bestimmt.


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