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Tagesprofil: Blutzuckertagesprofil = Erfassung der Blutzuckerschwankungen im Tagesverlauf durch Bestimmung mehrerer Blutzuckerwerte zu unterschiedlichen Zeiten über den Tag verteilt.
Taubheit
Ertaubt ist der Begriff für Menschen, die nach dem Spracherwerb erst im Laufe ihres Lebens ertaubt sind.
Tendoperiositis/Tendinosis: = Weichteilrheumatismus (s. a. Rheumatismus)
Tetraspastik: = Erhöhung der Muskelspannung an allen 4 Extremitäten.
Tetraplegie: = Lähmung aller vier Gliedmaßen (s. a. Monoplegie, Diplegie, Hemiplegie) durch erhebliche Verletzung der Halswirbelsäule und des Rückenmarks im Halsbereich.
Teststreifen: = mit einem Testfeld präparierter Kunststoffstreifen zum schnellen Nachweis bzw. zur annähernden Größenbestimmung bestimmter Substanzen (z. B. Eiweiß Urin) ohne größeren apparativen Aufwand.
Thrombose: = unnatürliche Gerinnung des Blutes innerhalb der Blutgefäße mit Bildung von Gerinnseln (Thromben). Thormbosen entstehen meist in den Venen, seltener in Arterien. Ursache ist oft eine Verzögerung des Blutflusses (z. B. bei Bettlägerigkeit), ferner eine gesteigerte Gerinnungstendenz sowie eine Verminderung der Fließeigenschaft des Blutes durch Eindickung (z. B. bei mangelhafter Flüssigkeitszufuhr oder verstärktem Flüssigkeitsverlust). Als Folge der Thrombose ist der Rückfluss des Blutes erheblich verzögert, sodass z. B. bei Beinvenethrombose Schwellungen und Schmerzen auftreten. Gefährlich wird die Thrombose dadurch, dass sich Gerinnsel aus dem Gesamtverband lösen können, mit dem Blutstrom zum Herzen wandern und von dort in andere Organe gelangen. Diesen Vorgang nennt man Embolie.
Thymus
Thymus läßt die Haare wachsen. Gute Kunde für alle, die mit ihren Haaren Probleme haben: Auf einem Gynäkologen-Kongress berichteten Dozent Dr. Rabe und Prof. Köhler über erstaunliche Erfolge mit dem neuen Mittel"GKL-Thymu-Skin" (Apotheke). Frauen, bei denen Haarausfall besonders belastend ist, konnte allein mit diesem Mittel in 80 % aller Fälle geholfen werden., ohne die sonst üblichen Hormone. Bei chemotherapeutisch behandelten Krebspatienten konnte Haarausfall ebenfalls weitgehend verhindert werden. Das Mittel enthält als Wirkstoff Thymusextrakte.

TIA: Transitorisch ischämische Attacke. Neurologische Ausfallserscheinungen (Lähmungen, Sprachstörungen),die sich innerhalb von 24 Std. komplett zurückbilden. Nach einer TIA erleiden 35 % der Patienten innerhalb der nächsten 4 Jahre einen kompletten cerebralen Insult. Daher sollte bei einer TIA möglichst nach den Ursachen geforscht und diese soweit wie möglich behandelt oder beseitigt werden.
Tinnitus
(lat. = klingeln, klingen) Mit Tinnitus bezeichnet man Hörempfindungen unterschiedlicher Art, die nicht von einer Schallquelle ausserhalb des Menschen erzeugt werden und deshalb auch keine Signal- oder Informationsfunktion haben. Beim relativ seltenen "objektiven Tinnitus" liegt eine interne Schallquelle im Patienten vor. Die Geräsuche können beispielsweise mit einem Stethoskop gehört werden. Beim "subjektiven Tinnitus" kann außer dem Betroffenen niemand sonst die Geräusche hören.
Tinnitus-Retraining-Therapie
Audiologische Therapie aus den angelsächsischen Ländern (Großbritannien, USA), bei der mit akustischem Umgebungsrauschen und aufklärender Beratung und Begleitung Tinnitus-Patienten behandelt werden. In Deutschland sind Erfahrungen aus dieser Therapieform weiterentwickelt und in die hier schon traditionelle Hörtherapie integriert worden.
Tonaudiometrie
Prüfung des Gehörs mit Tönen. Die Prüftöne sind physikalisch reine Sinustöne und werden in einem Tongenerator erzeugt, der Teil von einem Audiometer ist. Die Prüftöne werden über Kopfhörer oder über einen Vibrator inter dem Ohr (Knochenleiter) auf ein Ohr gegeben und aus dem Unhörbaren allmählich verstärkt, bis der Patient sie gerade eben hören kann (Hörschwelle).
Topinambur: Sonnenblumengewächs, dessen Knollen in Notzeiten zur Ernährung der Bevölkerung eingesetzt wurden. Topinambur wird fälschlicherweise eine blutzuckersenkende Wirkung nachgesagt. Tatsächlich führt es , wenn es als Gemüse genossen wird, nur zu einem geringen Blutzuckeranstieg, da der in der Knolle vorkommende Mehrfachzucker (Inulin) vom Menschen (abgesehen von der Aufschlüsselung kleiner Mengen im Darm) nur gering verstoffwechselt werden kann. Die vermeintliche Blutzuckersenkung durch Topinambur entspricht also in Wirklichkeit einem geringen Blutzuckeranstieg aufgrund der Unver- daulichkeit des Mehrfachzucker. Im commerziell erhältlichen Topinambursaft ist ein Teil dieses Mehrfachzuckers durch entsprechende Behandlung in die für den Menschen verstoffwechselbaren Zucker-Fruktose und Glukose im Verhältnis 5:1 umgewandelt.
transkraniell: durch den Schädelknochen hindurch
Triglyceride: = Unterfraktion der Fette. Triglyceride sind chemische Verbindungen des Glycerins, eines Alkohols mit Fettsäuren. Triglyceride spielen eine wichtige Rolle im Energiehaushalt: die Fette der natürlichen Nahrung bestehen überwiegend aus Triglyceriden, auch das Körperfett des Menschen, gedacht als Energiereserve, enthält zu 95% Triglyceride. Sie spielen ferner für die Diabetteseinstellung eine wichtige Rolle. Hohe Triglyceridspiegel, wie sie nach fettreichen Mahlzeiten zwangsläufig, vermindern u. U. die Insulinwirkung. Andrerseits können hohe Triglyceridspiegel auch Folge eines Insulinmangels sein: Für das Einschleusen von Glukose in die Zelle ist das Vorhandensein von Insulin erforderliche. Steht Insulin nicht in ausreichender Menge zur Verfügung so ist sowohl die Glukose wie auch die Aufnahme der Fettsäuren aus den Triglyceriden in die Zelle vermindert. Als Folge steigen sowohl die Blutzucker- wie auch die Triglyceridwerte im Blut an.
Tumore (Brust)
Sogar bei größeren Tumoren kann heute die Brust oft erhalten werden. Brustkrebs ist tückisch, denn er verursacht lange Zeit keine Beschwerden. Die Behandlung ist jedoch um so erfolgversprechender, je früher der Tumor erkannt wird. Gynäkologen raten deshalb dringend zu regelmäßigen Selbstuntersuchungen der Brust (am besten in der ersten Woche nach der Periode). Wenn der Brustkrebs diagnostiziert wurde, versuchen Ärzte heute, nach Möglichkeit die Brust zu erhalten und nur den Tumor zu entfernen. Dies war bislang nur erfolgreich, wenn der Krebsknoten noch sehr klein war.
Die sog. interstitielle Hyperthermie wird bei Brusttumoren angewendet, die bereits fünf Zentimeter oder mehr messen. Unter örtlicher Betäubung werden zwischen 10 und 20 Nadeln in das Krebsgewebe vorgeschoben, mit deren Hilfe der Tumor eine Stunde lang auf 43 bis 44 Grad Celsius erwärmt wird. Unmittelbar daran anschließend erfolgt eine radioaktive Bestrahlung mit Iridium. Ein 8-12 wöchiger chemotherapeutischer Behandlungszyklus schließt die Vorbereitung auf die Operation ab.
Bei etwa der Hälfte der Patientinnen bildet sich der Tumor durch diese Vorbehandlung so weit zurück, daß eine brusterhaltende Operation, die vorher unmöglich gewesen wäre, durchgeführt werden kann, berichtet der Leiter der Poliklinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie der Uni Düsseldorf, Prof. Dr. Gerd Schmitt. Nach Angaben des Experten ist die Hyperthermie für die betroffenen Frauen überhaupt nicht belastend. Sie kann in vielen Fällen sogar schon ambulant erfolgen.
Tumor (Schilddrüse)
Viele Menschen haben gutartige Tumoren in der Schilddrüse. Dänische Wissenschaftler der Universitätsklinik Odense haben festgestellt, daß man solche gutartigen Geschwülste in diesem Organ innerhalb eines Monats um fast die Hälfte verkleinern kann. Möglich machen dies Injektionen mit 96%-igem Alkohol. Die optimale Dosis und Therapie wird noch erforscht.


Tympanometrie
Sie ist unverzichtbarer Bestandteil einer audiometrischen Untersuchung. Gibt Auskunft über die Schwingungsfähigkeit des Trommelfells und der Gehörknöchelchen, und sie dient zum Teil dem Nachweis der Hörfähigkeit und von Recruitment. Mit einer Schallsonde im Gehörgang wird der am Trommelfell reflektierte Schall gemessen.
Tympanoplastik
Ohroperation bei Missbildung oder chronischer Mittelohrentzündung mit dem Ziel, die chronische Entzündung zu beseitigen und das Hörvermögen so gut es geht wieder herzustellen.
Typ-1, Typ-2 Diabetes mellitus: = Von der WHO stammende Bezeichnung für den primären Diabetes. Bei primärem Diabetes entsteht die Zuckerkrankheit als eigenständige Erkrankung, im Gegensatz zu sekundärem Diabetes, bei dem eine andere Gesundheitsstörung (z. B. eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse) die Zuckerkrankheit hervorruft. Der Typ-1-Diabetes ist mit Ausnahme  der Remissionsphase absolut insulinbedürftig. Daher auch die Abkürzung IDDM (= Insulin dependent diabetes mellitus = insulinabhängiger Diabetes mellitus). Charakteristisch für den Typ-1-Diabetes ist das Auftreten der Erkrankung im jugendlichen Alter (aber auch ältere Erwachsene können an Typ-1-Diabetes erkranken), meist intensive Erstsymptome (starker Durst, Gewichtsabnahme), labile Stoffwechsellage mit schwankenden Blutzuckerwerten, Neigung zur Acetonausscheidung im Urin. Bezüglich seiner Entstehung spricht einiges dafür, dass es sich beim Typ-1-Diabetes um eine Autoimmunerkrankung handelt (möglicherweise ausgelöst durch einen vorangegangenen Virusinfekt). Bei Autoimmunerkrankungen bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen körpereigene Strukturen ( in diesem Fall die Inselzelle). Für die These der Autoimmunerkrankung beim Typ-1-Diabetes sprechen eine Reihe von Fakten, so z. B. der Nachweis von Antikörper gegen Inselstrukturen. Derzeit laufen Untersuchungen, bei denen Diabetiker mit frisch entdeckter Stoffwechselstörung mit sogenannten immunsuppressiven Medikamenten behandelt werden.
Diese Medikamente werden üblicherweise nach Organverpflanzungen zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen eingesetzt. Die Anwendung bei frisch entdecktem Diabetes zielt darauf ab, die weitere Zerstörung der Inselzelle durch körpereigene Antikörper zu bremsen. Die bisherigen Behandlungsergebnisse sind ermutigend (längeres Bewahren der noch vorhandenen Fähigkeit zur Insulinbildung). Die Therapie ist jedoch auch nebenwirkungsträchtig (Nieren- schädigung). Der Typ-2-Diabetes ist ein völlig anderes Krankheitsbild. Seine Entstehung ist recht unklar, vermutet werden mehrere Ursachen: Funktions- störung der Inselzelle, die auf den "Zuckerreiz" nur ungenügend reagiert, übermäßige Bildung von Insulin (Hyperinsulinismus) mit dem Ergebnis einer verminderten Insulinwirkung, Störung der Insulinrezeptoren. Eine wesentliche Rolle in der Entstehung des Typ-2-Diabetes spielen zweifellos Übergewicht und Überernährung- In Mangelzeiten (während der Weltkriege) waren Erkrankungen an Typ-2-Diabetes eine Rarität. Übergewicht zeigen auch weitaus die Mehrzahl von Patienten mit Typ-2-Diabetes. Erstes Therapiekonzept des Typ-2-Diabetes ist daher die Gewichtsnormalisierung. Damit erreicht man ein Absinken des krankhaft hohen Blutinsulinspiegels dieser Patienten mit der Folge einer erheblich verbesserten Insulinempfindlichkeit. Manche Übergewichtige "verlieren" nach Gewichtsreduktion ihren Diabetes. Auch von der klinischen Symptomatik besteht ein erheblicher Unterschied zum Typ-1-Diabetes. Der Typ-2-Diabetes beginnt meist im mittleren und höheren Lebensalter. Er macht sich anfangs kaum bemerkbar, (oft Zufallsdiagnose). Die Stoffwechsellage ist in der Regel stabil. Typische Spätkomplikationen des Typ-2-Diabetes ist die Makroangiopathie, die vorzeitige Arteriosklerose.

 

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