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S

Saccharin: = künstlicher Süßstoff von sehr hoher Süßkraft. Bislang keine gesundheitliche Schäden durch Saccharin nachgewiesen. Nach einer Empfehlung der WHO sollte die Tagesdosis aber auf 175 mg beschränkt werden.
Saluretikum: = harntreibendes Medikament, das über eine verstärkte Natriumausscheidung Wasser ausschwemmt. Salukretika werden eingesetzt in der Behandlung des Bluthochdruckes, der Herzschwäche sowie zur Ausschwemmung von Wasser im Gewebe. (Ödembildung).
Scheuermannsche Rückgratverkrümmung: =Fehlstellung der Wirbelsäule.
Schlaganfall (neue Therapie kann bleibende Schäden vermeiden.)
Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 350000 Menschen einen Schlaganfall - etwa 30 Prozent sind Frauen. Erstmals ist jetzt eine wirksame Notfall-Therapie entwickelt worden, die Tausend von Menschen vor schweren bleibenden Schäden bewahren kann. Dies teilten US-Neurologen kürzlich in Los Angeles mit. Die Behandlung besteht aus der Injektion eines Enzyms namens "t-Pa" innerhalb der ersten 3 Stunden nach Eintritt des Schlaganfalls. Das gleiche Enzym wird auch zur Auflösung von Blutgerinnseln im Bereich des Herzens verwendet. In einer Studie wurden 624 Schlaganfall-Patienten beobachtet. Die Aussichten, nach einem Schlaganfall nur minimale oder gar keine bleibenden Schäden zu erleiden, waren bei den "t-Pa"-Patienten um ein Drittel größer als bei denen, die nur ein Placebo bekommen hatten. Hierbei handelt es sich um den ersten eindeutigen Beweis für eine effektive Behandlung des Schlaganfalls, erklärte der Neurologe Zach W. Hall, Direktor des Nationalen Instituts für Neurologische Störungen und Schlaganfall. Die Ergebnisse kündigen eine neue Ära in der Therapie an. Der Schlaganfall muß als akute Krankheit verstanden werden, die der Behandlung zugänglich ist. 84 % aller Schlaganfälle werden durch ein Blutgerinnsel verursacht., das ein Blutgefäß im Gehirn verstopft. Auf diese Gerinnsel zielt die "t-Pa"-Therapie ab. Andere Ursachen von Schlaganfällen sind brüchige Blutgefäße im Gehirn, durch deren Wände Blut austritt. Zur Behandlung dieser Schlaganfälle eignet sich die Therapie nicht. Der Hersteller des Medikaments - die Fa.Genentech in Sand Francisco - will das Enzym als Therapie für Schlaganfall-Patienten auf den Markt bringen. Da es für die Behandlung von Herzinfarkt-Patienten eingesetzt wird, können Ärzte es schon jetzt für die Schlaganfall-Therapie benutzen.
So schützen Sie sich vor dem gefährlichen Gewitter in Ihrem Kopf:
Schaganfälle - immer häufiger trifft´s jetzt auch jüngere Menschen. Ärzte sind alarmiert: Die Hälfte aller Erkrankten ist heute zwischen 20 und 45 Jahren. Weltweit ist das Leiden die zweithäufigste Todesursache. Deshalb sind Forscher jetzt der Frage nachgegangen, wie man sich vor dem lebensbedrohlichen Gewitter im Kopf schützen kann.
Entdeckung Nr. 1: Schuld am Schlaganfall sind in vielen Fällen Entzündungen in den Gefäßwänden. Mit einem neuen Test kann man deren Marker messen - und bei Bedarf behandeln. Experten wissen heute auch, warum Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) hilft: Die Substanz hat nachweislich entzündungshemmende Wirkungen, schützt so die Arterien.
Risikofaktor Nr. 2: Hohe Cholesterinwerte. Wer ständig ins Wurstbrötchen beißt, treibt die Blutfettwete bald in astronomische Höhen. Die Folge: Ablagerungen, die die Arterien verrengen. "Lassen Sie vom Arzt Ihr Risikoprofil und alle Cholesterinwerte ermitteln", rät Prof. Peter Schwandt (München). Den: jedes Milligramm Gesamtcholesterin, das man spart, reduziert das Schlaganfall-Risiko um 2 Prozent.
Was sonst noch schützt? Übergewicht abbauen - und Haferflocken essen. Kalifornische Forscher haben festgestellt, daß schon 50 g Haferflocken täglich die Cholesterinwerte deutlich senken. Die hätten Promis wie Günther Strack auch gut getan. Er pflegte einen risikoreichen Lebenswandel - viel Streß, falsche Ernährung und er hatte den Hang, "zu versumpfen". Und er hat den Fehler begangen, Warnsignale einfach zu mißachten. Denn Ärzte haben entdeckt: Wie ein Blitz aus heiterem Himmel schlägt der Anfall nur selten zu. Typische Vorboten wie Schwindel, Lähmungen oder Sprachstörungen sollte man deshalb ärztlich abklären lassen. Denn dahinter steckt oft schon ein "stiller" kleiner Schlaganfall.

Schulen: Allgemeine Schulen, Regelschulen: Allgemeine Schulen, Regelschulen werden eingerichtet für Kinder, die nach den Lehrplänen der Grundschule, Hauptschule usw. unterrichtet werden können. Normalerweise verfügen sie nicht über Möglichkeiten zusätzlicher sonderpädagogischer Förderung für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Heute besuchen zunehmend auch Kinder mit Behinderungen solche Schulen. Werden bei diesen Kindern besondere Förder- bedürfnisse festgestellt, können zusätzliche Förderstunden beantragt werden. Sie werden bewilligt, wenn der Schulträger dafür die entsprechenden Mittel hat. Eltern, deren behinderte Kinder Regelschulen besuchen, nennen häufig besondere Belastungen in diesem Zusammenhang. Meist müssen sie ihr Kind selbst zur Schule bringen und wieder abholen. Nicht selten werden Eltern behinderter Kinder auch zu Hilfeleistungen in der Schule herangezogen, wenn ihre Kinde persönliche Hilfe brauchen: auf der Toilette, im Schwimmbad, beim Sport, in der Pause, beim Unterrichtsgang. Integrationsklassen, Intergrationsschulen bestehen in vielen Bundesländern. Das Angebot ist aber nicht flächendeckend, Entsprechende Klassen oder Schulen sind nur für einen Teil betroffener Kinder erreichbar. Sie sind für die gemeinsame schulische Förderung behinderter und nichtbehinderter Kinder eingerichtet und ausgestattet. Integrationsklassen oder -schulen haben fast immer mehr Lehrerstunden für die Kinder als Regelschulen. Die Lehrkräfte haben Erfahrung mit der Integration. Kinder bekommen ggf. spezielle Hilfen in der Förderung. Integrationsklassen und -schulen bestehen vor allem im Bereich der Grundschule und der Gesamtschule.
Die Schule für Körperbehinderte ist ein Schule für Kinder mit Körperbehinderungen, die besondere Förderbedürfnisse haben. Sie können durch den Schweregrad der Bewegungsbehinderung bedingt sein oder durch Schwierigkeiten mit dem Sprechen und der Verständigung. Besondere Förderbedürfnisse können auftreten in Zusammenhang mit besonderen Belastungen in der Entwicklung oder durch Mehrfach- bzw. Schwerstbehinderungen. In der Schule für Körperbehinderte werden Kinder je nach Leistungsfähigkeit nach dem Lehrplan der Grundschule, der Hauptschule, der Schule für Lernbehinderte, der Schule für Geistigbehinderte gefördert. Schwerstbehinderte Schüler erhalten eine individuelle Entwicklungsförderung. In einigen Körperbehindertenschulen können Schüler auch Abschlüsse erreichen wie Mittlere Reife, Abitur, Abschluss der Handelsschule.
Zu den Mitarbeitern der Körperbehindertenschule gehören: Sonderschullehrer, erzieherische, therapeutische und pflegerische Fachkräfte. Körperbehindertenschule arbeiten mit Beförderungsunternehmen zusammen, die die Kinder zur Schule fahren und wieder nach Hause bringen. Körperbehindertenschulen sind überwiegend Ganztagsschulen. Einige haben angegliederte Internate. In einigen Bundesländern sind Körperbehindertenschulen mit Frühfördereinrichtungen und Kindergartengruppen verbunden.
Schwangerschaft und Diabetes: Aufgrund der durch die Schwangerschaft bedingten hormonellen Veränderungen ist bei schwangeren Diabetikerinnen immer eine Beeinflussung der diabetischen Stoffwechsellage zu erwarten. Während im ersten Drittel der Schwangerschaft Unterzuckerungen gehäuft auftreten können (die Ursache hierfür ist noch nicht genau bekannt), kommt es im weiteren Verlauf zu einer Steigerung des Insulinbedarfs. Ursache ist ein schwangerschafts- bedingter Anstieg von Hormonen (Oestrogen, Progesteron usw.), die im Bezug auf das Blutzuckerverhalten als Insulin-Gegenspieler wirken. Dieser fordert eine ständige Anpassung der Insulindosis. Nach der Geburt fällt der Insulinbedarf rapide ab. Bezüglich der Qualität der Stoffwechseleinstellung während de Schwangerschaft gibt es klare Richtlinien: Blutzuckerwerte zwischen 60 und 120 mg/dl nüchtern, nach dem Essen nur gelegentlich bis 140 mg/dl. HbA1 unter 7%, HbA1c unter 6%. Diese optimale Stoffwechseleinstellung lässt sich in den allermeisten Fällen nur über eine ICT (=intensivierte conventionelle Insulintherapie) erreichen. Im Rahmen dieser Behandlung sind meist mehrere Insulininjektionen erforderlich, wobei die Insulindosis der jeweiligen Blut- zuckerhöhe angepasst wird.  Voraussetzung hierfür ist eine qualifizierte Schulung. Gelegentlich bietet sich auch eine Insulin-Pumpenbehandlung an. Eine Behandlung des Diabetes während der Schwangerschaft mit Tabletten ist nicht möglich, sogar fehlerhaft.
Bei geplanter Schwangerschaft empfiehlt es sich, schon vor der Empfängnis eine sehr gute Stoffwechseleinstellung zu erzielen. Durch eine optimale Diabetes- einstellung schon vor und während der Schwangerschaft, ist das Schwangerschaftsrisiko für die Diabetikerin (Gestose) und ihr Kind (Missbildungen, Riesen- baby, Fruchttod im Mutterleib) ganz entscheidend zu senken.
Schwangerschaftsdiabetes: Während der Schwangerschaft auftretende diabetische Stoffwechsellage, die nach der Entbindung (in den meisten Fällen) wieder verschwindet. Nicht wenige (etwa 50%) der Frauen mit einem Diabetes während der Schwangerschaft entwickeln in späteren Jahren einen dauerhaft bestehenden Diabetes.
Schweine-Insulin: Aus den Inseln von Schweinebauchspeicheldrüsen gewonnenes Insulin. Schweine-Insulin unterscheidet sich lediglich in einem Eiweiß- baustein (Aminosäure) vom menschlichen Insulin. Schweine-Insulin findet trotz der Einführung von Human-Insulin nach wie vor große Verwendung.
Schwindel
Schwindel hat vielfältige (bis zu 362 unterscheidbare) Gründe, die jedoch sehr oft ähnlich erlebt werden. Für die weitere Therapie ist es unerlässlich, den Menièrschen Schwindel von psychogenen Schwindelzuständen zu unterscheiden.
Sekundärversagen der Sulfonylharnstoffe (SH): Im Gegensatz zum Primärversagen, also der Wirkungslosigkeit von Anfang an, versteht man unter Sekundär- versagen ein Nachlassen der Sulfonylharnstoffwirkung nach zunächst erfolgreicher Behandlung über mindestens 1 Monat. Ein Sekundärversagen kann nach Monaten oder auch nach Jahren Behandlungsdauer auftreten und kündigt sich durch eine Verschlechterung der Stoffwechseleinstellung an. Ursache ist gelegentlich eine Zunahme des Körpergewichtes , in den allermeisten Fällen aber ein Nachlassen der Inselzellfunktion. Sollte dies  der Fall sein, wäre die Neueinstellung auf Insulin erforderlich. In diesem Fall ist es Unsinn, z. B. aus Angst vor der Spritze "es weiter mit der Tablette zu probieren". In Einzel- fällen kann die nachlassende Sulfonylharnstoffwirkung durch die Kombination mit Insulin aufgefangen werden. Der Sinn der Kombination liegt darin, dass durch die weitere Verwendung von Sulfonylharnstoffen Insulin eingespart werden kann.
SAKT-Therapie: (= Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie) Möglichkeit zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (Impotenz) als Folge diabetischer Nerven- oder Gefäßschädigungen. Ein Medikament (Wirkstoff: Prostaglandin E1) wird dabei vom Diabetiker in den weniger schmerzempfindlichen seitlichen Penisschaft gespritzt und ruft eine vorübergehende Versteifung des Gliedes hervor. Die SKAT-Therapie sollte nicht öfter als 2-3 mal pro Woche durchgeführt werden. Da die Zeitdauer der Versteifung von der gespritzten Medikamentenmenge abhängt und etwa 30 - 60 Minuten betragen sollte, ist eine exakte Dosierung des Wirkstoffs notwendig. Das kann am zuverlässigsten und bequemsten durch die Verwendung eines Pens erfolgen, in den das Medikament selbst aufgezogen werden kann.
Selen-Mangel
Selen-Mangel fördert die Aggressivität von Viren. Das Spurenelement Selen wird oftmals zur unterstützenden Therapie gegen Krebs eingesetzt. Jetzt entdeckte man in den USA: Ein Mangel daran kann dazu beitragen, daß gutartige Viren in krankheitsauslösende Viren umgewandelt werden. Die Forscher injizierten Tieren gutartige Keime, deren Aggressive Form an der Entstehung der Keshan-Krankheit beteiligt ist, die in Asien in Gegenden mit selenarmen Böden auftritt. Die ersten Symptome zeigten sich bereits nach dreiwöchiger Selen-Mangel-Ernährung.

Sensumotorik: = Zusammenspiel zwischen Muskelbewegung und Sinnesempfindungen.
Sigmatismus: = falsche Aussprache der Laute der S-Reihe.
Signaltransduktion: die Übertragung eines Signals in der Nervenzelle oder von einer Nervenzelle zur anderen
Skoliose: = s-förmige Verformung der Wirbelsäule (siehe auch Kyphose).
Soor: = Pilzerkrankung, hervorgerufen durch Candida. Ort des bevorzugten Auftretens ist die Mundhöhle, aber auch die Scheide.
Spastik: Je nach Ausprägung der Bewegungsstörung weisen bei der Spastik die betroffenen Körperpartien infolge der zentralnervösen Fehlsteuerung zu starke Muskelspannung auf. In schweren Fällen ist sie dauernd der Fall. In allen Fällen ist sie abhängig von körperlicher, seelischer, geistiger Anspannung positiver oder negativer Art. Nicht nur Wirkmuskeln, sondern auch Gegenwirkmuskeln (Agonisten/Antagonisten) sind betroffen. Dem Patienten gelingen daher bestimmte Bewegungsabläufe gar nicht oder nur mühsam und in "falscher" Form. Die heute kaum noch verwendete Bezeichnung "cerebrale Kinderlähmung" ist deshalb irreführend.
Spätkomplikationen: Erst nach langjähriger Diabetesdauer auftretenden Organschäden. Die typische Spätkomplikation des Typ-1-Diabetes ist die Mikro- angiopathie, mit deren verschiedenen organtypischen Spielarten (Nephropathie, Retinopathie und Neuropathie). Der typische Spätschaden des Typ-2- Diabetikers ist die Makroangiopathie. Es handelt sich dabei um eine gegenüber Nicht-Diabetikern vorzeitig und verstärkt eintretende Gefäßverkalkung.
Spina Bifida: = eine angeborene Behinderung, bei der ein Teil der Wirbelsäule gespalten ist. Je nach Ort dieses Spaltes können verschiedene Lähmungs- erscheinungen auftreten. Die Wirbelbögen haben sich nicht vollständig um den Rückenmarkskanal geschlossen, die Rückenmarkshäute und teilweise auch das Rückenmark selbst stülpen sich bruchsackartig aus, entweder überhäutet oder offen.
Sprachaudiometrie
Untersuchung des Sprachgehörs und des Sprachverständnisses. In einfachster Form als Abstandsprüfung mit Umgangssprache und mit Flüstersprache unter Benutzung von zwei-stelligen Zahlen für verschiedene Abstände zwischen Prüfer und Patient.
Spritz-Ess-Abstand: = Zeitlicher Abstand von Setzen der Insulinspritze bis zum Beginn der nachfolgenden Mahlzeit. Variationen des Spritz-Ess-Abstandes können zu einer Verbesserung der Diabeteseinstellung ohne Veränderung der Insulindosis genutzt werden. Eine Verlängerung des Ess-Spritz-Abstandes hat zur Folge, dass die zum Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme bereits einsetzende Insulinwirkung einen zu starken Blutzuckeranstieg verhindert. Diese Variante empfiehlt sich somit bei erhöhten Blutzuckerwerten vor der Mahlzeit. Demgegenüber kann die Verkürzung des Spritz-Ess-Abstandes zu einem Blutzuckeranstieg führen, da die Blutzuckerwirksamkeit der aufgenommenen Nahrung zeitlich vor der Insulinwirkung auftritt. Eine Verkürzung des Ess-Spritz- Abstandes empfiehlt sich somit bei niedrigen Blutzuckerwerten vor den Mahlzeiten.
Spondylitis deformans: = Sammelbezeichnung für alle Krankheiten, die zur Versteifung oder Verformung der Wirbelsäule führen (z. B. Morbus Bechterew).
Spurenelemente: Nur in geringen Mengen im Organismus vorkommende Substanzen, die für viele Stoffwechselvorgänge unentbehrlich sind. Zu den Spurenelementen zählen z. B. Kupfer, Eisen, Zink, Selen usw.
Stapedektomie
Operation bei Otosklerose, vielfach unter örtlicher Betäubung. Der angewachsene Steigbügel wird dabei meist teilweise entfernt und durch eine Prothese ersetzt. Somit ist die Schallübertragung vom Mittelohr zum Innenohr wieder störungsfrei möglich.
Stimmgabeltest: Test zur Prüfung der Vibrationswahrnehmung. Die Testung mit der neurologischen Stimmgabel stellt einen praktisch wichtigen Suchtest zur Früherfassung einer diabetischen Nervenschädigung dar. Untersucht wird, indem die schwingende Stimmgabel an verschiedenen Stellen des Fußes (Knöchel, Großzehengrundgelenk) und zum Vergleich am Handgelenk aufgesetzt wird. Der Untersuchte gibt an, wann er die Schwingung nicht mehr spürt. Auch bei spätschädenfreien Diabetikern sollte als Routineuntersuchung einmal pro Jahr de Stimmgabeltest durchgeführt werden.
Stoffwechselentgleisungen: = Verschlechterung der Stoffwechsellage mit Blutzuckeranstieg und u. U. Auftreten einer Übersäuerung des Blutes (Ketazidose). Ursache ist meist ein Insulinmangel (zu niedrige Dosis bei erhöhtem Bedarf, z. B. bei Fieber) oder auch Diätfehler.
Strabismus (Schielen): = Als Ergebnis eines Ungleichgewichts der Augenmuskeln werden die Augen nicht simultan auf ein Objekt gerichtet.
subdiagnostisch: unterhalb der diagnostischen Schwelle; d.h. nicht alle Krankheitsmerk-male treten auf, oder die Merkmale sind nicht ausgeprägt genug um eine Diagnose entsprechend den Richtlinien stellen zu können
Sulfonylharnstoffe: (SH) = Substanzen mit einer einheitlichen chemischen Gruppierung (Sulfonylstruktur) mit denen eine blutzuckersenkende Wirkung zu erreichen ist. Sulfonylharnstoffe können oral. d. h. als Tabletten eingenommen werden. Ihre Wirkung beruht in erster Linie in einer Stimulierung der Insulin- freisetzung aus den Inselzellen. Somit hat der Einsatz von Sulfonylharnstoffen nur Sinn, wenn weitgehend funktionsfähige Inseln vorhanden sind. Dies ist zumindest bei einem Teil der Typ-2-Diabetiker der Fall. Gänzlich sinnlos ist die Anwendung von Sulfonylharnstoffen bei Typ-1-Diabetikern, da hier davonauszugehen ist, dass funktionsfähige Inseln nicht mehr vorhanden sind. Noch umstritten und nicht eindeutig belegt ist die Wirkung de Sulfonylharnstoffen an Strukturen außerhalb der Inseln. Die wichtigste Beobachtung in diesem Zusammenhang wurde an Insulinrezeptoren, also den Insulinbindungsstellen gemacht. Hier scheint sich der Sulfonylharnstoff günstig auszuwirken. Allerdings ließ sich ein positiver Effekt nur bei Typ-2-Diabetikern erheben. Die derzeit wohl am häufigsten verwendete Substanz aus der Gruppe der Sulfonylharnstoff ist das Gilbenclamid, das in verschiedenen Präparaten (Egulucon N, Gilbenclamid ratiopharm) angeboten wird. Die Anwendung der Sulfonylharnstoffe beschränkt sich auf Typ-2-Diabetiker und zwar solche, die mit Diät alleine nicht ausreichend einzustellen sind. Keinesfalls sollten Tabletten als Diätersatz angesehen werden. Der wiederholte Nachweis von Aceton im Urin, der nicht auf Hungern zurückzuführen ist, deutet auf einen Insulinmangel hin und erfordert meist die Umstellung auf Insulin.
Symptom: = Zeichen einer Erkrankung. -So ist z. B. ein vermehrter Durst oft ein Symptom für einen schlecht eingestellten Diabetes.

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