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Rauschgeräte - Noiser
Als Noiser bezeichnet man Rauschgeräte, die ein sogenanntes Weißes Rauschen erzeugen. Das von den Geräten produzierte Rauschen wird wegen seiner Gleichmäßigkeit nicht als störend empfunden. Es wirkt neutral und ist weder mit positiven noch negativen Gefühlen verknüpft. Bei der klassischen >Maskierung wurde versucht, das Ohrgeräusch mit einer entsprechend hohen Lautstärke des Maskers völlig zuzudecken. Beim Einsatz von Rauschgeräten wird die Lautstärke jedoch nur so hoch eingestellt, dass das Ohrgeräusch weiterhin noch wahrgenommen wird.

Recruitment
Geräuschempfindlichkeit bei Schwerhörigkeit und auf den Bereich der Schwerhörigkeit begrenzt, z.B. bei Hochtonschwerhörigkeit auf laute, hoch frequente Geräusche.

Reduktionsdiät: (lat. Reducere - Zurückführen, "Reduzieren") Kostform, die auf eine Verminderung des Körpergewichtes bei Übergewichtigen abzielt. Zwangsläufig ist eine Reduktionsdiät immer unterkalorisch, da eine Gewichtsabnahme nur dann erzielt werden kann, wenn Energiezufuhr überwiegt.

Reflektionsphotometer: Gerät zur Messung des Blutzuckers. Das Prinzip des Reflektionsphotometers beruht darauf, dass von einem Farbfeld reflektiertes (d. h. zurückgeworfenes) Licht gemessen wird. Die Menge des reflektierten Lichtes hängt ab von der jeweiligen Farbe auf die es trifft, d. h. Farbveränderungen führen zu unterschiedlichen Lichtreflektionen. Die Blutzuckermessung mittels Reflektionsphotometer nutzt dieses Phänomen aus: unterschiedliche Blut- zuckerwerte führen bekanntermaßen zu unterschiedlichen Verfärbungen der Farbfelde auf dem Teststreifen, woraus unterschiedliche Lichtreflektionen resultieren. Die Menge des reflektierten Lichtes wird vom Gerät gemessen und einem Blutzuckerwert zugeordnet.

Refraktionsanomalie: meist kurzfristig bestehende Sehstörung aufgrund unterschiedlicher Quellenzustände der Linse, z. B. im Rahmen einer Insulin-Therapie oder bei starken Blutzuckerschwankungen.

Regular-Insulin: angloamerikanische Bezeichnung für Altinsulin (auch Normalinsulin). Kurzwirkendes Insulin mit schnellem Wirkungseintritt und kurzer Wirkdauer.

RehabilitRetation: Im med. Sprachgebrauch Wiederherstellung, Wiedereingliederung nach schweren Krankheiten ins Alttags- und Berufsleben.

Remission: (lat. Remisso = gleich Nachlassen, Erholung) Unter Remission versteht man eine kurze Zeit nach dem Erstauftreten eines Diabetes mellitus Typ-1 zu beobachtende spontane Stoffwechselverbesserung. Typischerweise kommt es zu einer Verminderung des Insulinbedarfs bis hin zur völligen Insulinfreiheit.

Für die Annahme einer Remission wird gefordert, dass bei guter Blutzuckereinstellung de Insulinbedarf  unter 0,5 E/kg Körpergewicht täglich liegt. Dies wäre eine partielle Remission. Eine totale Remission liegt vor, wenn bei normalen Blutzuckerwerten (Normoglykämie) kein Insulin gespritzt werden muss, d. h. eine normale Insulinsekretion besteht. Die Häufigkeit einer Remission wird unterschiedlich angegeben. 6 Monate nach Erstauftreten eines Typ-1-Diabetes "geheilt" sein könnte, ist leider trügerisch. Warum es zu einer Remission kommt und warum sie nach einem überschaubaren Zeitraum wieder zu Ende geht, ist unklar. Günstig auf die Dauer der Remission wirkt sich eine von Anfang an aggressive Insulin-Therapie aus. Das Ende der Remission wird nicht selten von Infekten bzw. Infektionen angekündigt. Interrssant ist sicher, dass bei Patienten, die mit immunsuppressiver Therapie (z. B. Cyclosporin A) behandelt werden, die Remission im Schnitt länger dauert als bei nicht Behandelten. Imunsuppressiva sind Medikamente, die nach Organverpflanzungen durch Unterdrückung der körpereigenen Abwehrkräfte Absoßungs- reaktionen vermeiden helfen.

Der Einsatz der Immunsuppressiva  bei Diabetikern geht auf die Annahme zurück, dass es sich beim Typ-1-Diabetes um eine Erkrankung handelt, bei der der Körper sein eignes Gewebe (in diesem Falle seine Inselzellen) abstößt. Solche Erkrankungen nennt man auch Autoimmunerkrankungen. Da Immunsuppressive erhebliche Nebenwirkungen haben, ist ein routinemäßiger Einsatz bei neu entstandenem Typ-1-Diabetes nur dann sinnvoll, wenn der Nutzen dieser Be- handlung durch Studien belegt ist. Solche Studien laufen derzeit in mehreren Ländern.

Resistenz: Widerstands- bzw. Abwehrkraft: ein Organismus, der gegen bestimmte Erreger resistent ist, erkrankt nicht an der durch die Erreger ausgelösten Krankheit, bzw. die Krankheit verläuft in der Regel ohne schwerwiegende Folgen. Eine etwas andere Bedeutung hat das Wort in Verbindung mit Insulin. Unter einer Insulinresistenz versteht man eine Verminderung der Insulinwirkung auf verschiedene Gewebe. Diese Insulinresistenz beruht zum einen auf einer vermehrten Glucoseproduktion der Leber (Glukoneogenese) zum anderen auf einer Verminderung der Insulinrezeptoren in Geweben wie Muskeln und Fett.

Retinis Pigmentosa (RP): = eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen es auf bisher ungeklärte Weise zu einem allmählichen Absterben der Netzhaut, der lichtempfindlichen Schicht im Auge kommt. Beim "klassischen" Verlauf schränkt sich das Gesichtsfeld von RP-Betroffenen allmählich von den Außengrenzen her ein, bis nur ein kleiner, zentraler Sehrest übrig bleibt, üblicherweise als "Tunnelblick oder Röhrengesichtsfeld" bezeichnet. Mit diesem Röhrengesichtsfeld sieht der Betroffene nur diejenigen Gegenstände, welche er direkt anschaut, nicht aber die zur Orientierung ebenfalls wichtigen Objekte außerhalb der Blicklinie.

Retinopathia diabetica: = zu den Spätschäden des Diabetes mellitus zählende Veränderung der Netzhaut. Es handelt sich dabei um Veränderungen der kleinen Netzhautgefäße, deren Wände durch den Diabetes geschädigt wurden. Das Bild der diabetischen Retinopathie bzw. die dabei zu beobachtenden Vorgänge sind sehr vielschichtig. Es kommt zum Austritt von Fett und eiweißhaltigen Stoffen aus den Gefäßen (Exsudate); kleinen Gefäßausbuchtungen (Mikroaneurysmen), kleinen und größeren Blutungen, sowie Gefäßneubildungen (poliferierende Form der Retinopathie) und Ausbildung narbiger Netzhautschwarten. Letztendlich kommt es beim Fortschreiten dieser Veränderungen zur Erblindung. Die Retinopathie ist eine typische Spätkomplikation, die meist erst nach langer Diabetesdauer auftritt, dann aber in der Regel in ihrem Verlauf meist nur schwer beeinflussbar ist. Umso wichtiger ist daher das Vermeiden einer Retinopathie durch eine gute Diabeteseinstellung.Retronale Fibroplasie: = Sehschädigung, die durch Sauerstoff hervorgerufen wird, der frühgeborenen Babies in Inkubatoren verabreicht wird.

Retardierung: = Verzögerung des Entwicklungstempos.

Rezeptoren: (lat. Recipere = aufnehmen) = Bindungsstellen, über die Hormone ihre Wirkung entfalten. Auch die Wirkung des Insulins erfolgt über die Bindung an einen Rezeptor. Diese Rezeptoren sind in die Zellwände verschiedener Gewebe (z. B. Muskel- und Fettgewebe) eingelassen. Durch die Bindung des Insulins an den Rezeptor erhält die Zelle ein Signal, wodurch dann eine ganze Cascade von Stoffwechselvorgängen in Gang kommt. Bildhaft kann der Rezeptor mit einem Schloss verglichen werden, auf das nur ein bestimmter Schlüssel, nämlich das jeweilige Hormon passt. So wie ein Schlüssel ohne

Schloss wertlos ist, kann ein Hormon ohne Rezeptor nicht wirken. Eine Verminderung der Anzahl der Rezeptoren führt zwangsläufig zu einem Wirkverlust des jeweiligen Hormons. So wird eine Verminderung der Insulinrezeptoren (=Down-Regulation), wie sie bei einigen übergewichtigen Diabetikern beobachtet wird, als eine mögliche Ursache des Typ-2b-Diabetes angesehen.

Rezidiv: Wiederauftreten einer Krankheit nach einer Phase völliger Rückbildung.

Rheumatismus: = Mit Rheumatismus wird eine Gruppe von Krankheiten umschrieben, die den Bewegungsapparat befallen. In erster Linie erkranken die Gelenke und die Wirbelsäule, sehr häufig auch die Sehnen, das Bindegewebe und auch die Muskulatur: Siehe auch Arthritis, Periarthritis/Periarthrosis, Poloyarthritis, Spondylitits und Spondylarthrosis, Tendoperiositis, Tendinosis.

Der Kölner Radiologe Prof. Gynter Mödder führt bei Rheuma-Kranken eine nuklearmedizinische Behandlung durch. Die Therapie kommt bei allen entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Rheuma (chronische Polyarthritis), Gelenkverschleiß (Arthrose) und vielen Arten von Gelenkentzündung in Frage. Man sollte allerdings nicht so lange warten, bis die Gelenke schon zerstört und unbeweglich sind, so Prof. Mödder. Die Gelenkschleimhaut wuchert bei Rheuma-Kranken oft korallenförmig, zerstört den Knorpel, dringt in den Knochen ein, zerreißt Bänder und Sehnen und kann zu Gelenkzerstörungen führen. Prof. Mödder macht bei seinen Patienten zunächst unfangreiche Voruntersuchungen. Dazu gehört das Knochen-Szintigramm, das entzündliche Herde in den Gelenken sichtbar macht. Vor allem bei Kniegelenkerkrankungen wird eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Dadurch können wir z.B. einen Gelenkerguss und krankhafte Anschwellungen der Gelenkschleimhaut feststellen, erklärt Prof. Mödder. Nach diesen Vorsorgeunter-suchungen erhalten die Patienten einen neuen Termin für die eigentliche Behandlung. Und die läuft so ab: Nach einer örtlichen Betäubung spritzt Prof.Mödder einen radioaktiven Stoff in das kranke Gelenk. Diese sog. Betastrahlen haben nur eine Reichweite von wenigen Millimetern. Prof. Mödder: Auf dieser kleinen Strecke wirken sie aber zellzerstörend und es kommt zu einer Verschorfung der Schleimhautoberfläche. Dabei werden feinste Kanälchen verschlossen, aus denen Ergussflüssigkeit in das Gelenk drang. Auch die feinsten Nervenenden werden ausgeschaltet. Auf diese Weise wird der Schmerz vermindert. Oft verschwindet er sogar ganz.

Rheuma-Beschwerden
Salz hat bei rheumatischen Leiden eine heilende Wirkung, denn es steigert die Durchblutung und Wasser-ausscheidung der Nieren. Abbauprodukte werden so besser abtransportiert, Gelenke schwellen ab, und in der Folge lassen die Schmerzen nach.
Salzbäder sowie Solewickel gehören deshalb zum Standardangebot von Rheumabädern. Sie können aber auch leicht zu Hause durchgeführt werden. Notwendig ist lediglich eine Badewanne. Sie wird mit warmem Wasser (36 bis 37 Grad Celsius) gefüllt, in dem etwa 150 g Kochsalz aufgelöst werden. Baden Sie zunächst 10 Minuten, und steigern Sie die Badedauer langsam auf 20 Minuten. Erfahrungsgemäß stellen die meisten Rheumatiker schon nach einer vierwöchigen Kur mit zwei Salzbädern pro Woche eine deutliche Linderung fest.
Bei rheumatischen Gelenkbeschwerden wird ein in warmer Salzlösung getränktes Tuch um das schmerzende Gelenk gewickelt. Auch diese Maßnahme soll bei wöchentlich zwei Anwendungen einen Monat lang durchgeführt werden.


Rinderinsuline: Insuline, die aus den Bauchspeicheldrüsen von Rindern gewonnen werden. Rinderinsuline hatten früher mangels anderer Quellen einen hohen Marktanteil, der in den letzten Jahren (u. a. auch durch die Einführung des Humaninsulins) erheblich zurückgegangen ist. Rinderinsulin steht Schweine- und auch Humaninsulin in der blutzuckersenkenden Wirkung nicht nach. Sein Nachteil ist in der gegenüber menschlichen Insulinen in 3 Aminosäuren unterschiedliche Struktur zu sehen, sodass Rinderinsulin vom menschlichen Organismus stärker als Fremdkörper empfunden wird als z. B. Humaninsulin. Aus diesem Grund bewirkt Rinderinsulin verstärkt die Bildung von Abwehrstoffen (Antikörper). Es wird daher für Diabetes-Neueinstellungen nicht mehr verwendet.

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