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O

Obesitas: = Fettsucht = Vermehrung des Fettgewebes.

Oedem: = Ansammlung von aus den Gefäßen ausgetretener Flüssigkeit in die Gefäß-umgebenden Gewebe (z. B. Haut, Schleimhaut, Lunge). Die Krankheitsbilder, die zur Ödembildung führen können sind vielfältig: Herzschwäche, Venenerkrankung, Erkrankungen der Lymphbahnen, Eiweißmangel usw. Bei Herzerkrankungen führt eine Herzmuskelschwäche zu einer Verminderung der Pumpleistung des Herzens. Hieraus resultiert eine Verlangsamung des Blutstromes, wodurch es zu einem Austritt von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen kommt. Auch bei Krampfadern liegt letztlich eine Verlangsamung des Blutstromes der Ödembildung zu Grunde. Harmlose Ödemursachen sind hormonelle Schwankungen z. B. im normalen Regelzyklus der Frau. Auch Hitze, langes Stehen, langes Sitzen, kann zu Wasseraufnahme in den Beinen führen.

OGTT: = Oraler Glucosetoleranztest. Testablauf: Verabreichung von 75 g Traubenzucker. Blutzuckermessungen in 15-minütigen Abständen bis mindesten 2 Stunden (manchmal bis 4 Stunden) nach Testbeginn. Sinn der Untersuchung ist es, eine Verwertungsstörung für Traubenzucker (eine sog. Glucosetoleranzstörung) aufzu-decken. Diese ist anzunehmen, wenn der Blutzucker 2 Stunden nach Testbeginn höher als 140 mg/dl liegt. Liegt er über 200 mg/dl, handelt es sich bereits um einen manifesten Diabetes mellitus. Besteht von vornherein aufgrund erhöhter Nüchternblutzuckerwerte ausreichender Verdacht auf das Vorliegen eines Diabetes mellitus, so ist die Durchführung eines OGTT wenig sinnvoll, da ansonsten starke Blutzuckeranstiege resultieren können.

Open-Loop-System: wörtlich übersetzt: System der offenen Schleife. Der Begriff steht für die z. Zt. verwendeten handelsüblichen Insulinpumpensysteme. Diese sind nach entsprechender Programmierung in der Lage Insulin zu injizieren. Die Insulinabgabe erfolgt dabei entweder über einen längeren Zeitraum (Basalrate) oder als Stoß- Injektion (Bolus). Open-Loop-Systeme sind lediglich in der Lage, Insulin zu injizieren; die Fähigkeit Blutzuckermessungen durchzuführen, um die jeweilige Insulin- dosis angepasst festzulegen, besitzen sie nicht. die Blutzuckermessung wird außerhalb des Systems durch den Patienten vorgenommen. Somit sind die derzeitigen Insulinpumpensysteme offene Systeme, d. h. die zur Komplettierung notwendige Blutzuckermessung wird außerhalb des Systems sichergestellt. Geschlossene Systeme wären solche, bei denen eine (möglicherweise implantierte) Insulinpumpe über einen im Blut oder Gewebe liegenden Glucosefühler (Sensor) zur aktuellen Blutzuckerbestimmung befähigt ist. Diese vom Glukose-Sensor gemessenen Blutzuckerwerte würden dann vom System aufgenommen und mit dem Resultat einer selbständigen blutzuckerangepassten Insulinabgabe verwertet. Die Anwendung solcher geschlossener Systeme ist derzeit noch nicht möglich, da die Bereitstellung der erforderlichen Glukosefühler zu zuverlässigen Blutzuckermessung ein bislang technisch nicht lösbares Problem darstellt.

Optikusatrophie: = Schädigung der Sehnerven im Rahmen zahlreicher Erkrankungen (Hirntumoren, Gefäßverkalkungen, Infektionen). Die Optikusatrophie tritt beim Diabetes mellitus selten auf. Sie macht sich durch eine Verminderung der Sehschärfe bemerkbar.

Orale Antidiabetika: Medikamente zur Behandlung erhöhter BZ-Werte, die als Tablette oder in anderer Form geschluckt werden können. Bsp.: Sulfonylharnstoffe, Biguanide, Alpha-Glucosidasehemmer.

Orthopädie: = (Lehre von den Fehlbildungen und Erkrankungen der Bewegungsorgane): Sowohl die operativen wie auch die nichtoprativen (Schienenbehandlung, Korsette etc.) Maßnahmen bezwecken eine - im Idealfall vorübergehende - Hilfestellung für die Haltungs- und Bewegungsaufgaben des Alltags. Orthopäden mit Erfahrung in der Behandlung cerebraler Bewegungsstörungen machen den Eltern immer wieder klar, dass die Eingriffe und Maßnahmen nichts an der Bewegungsstörung selbst ändern, sondern nur die statomotorischen Voraussetzungen bessern sollen.

Orthoptik: = (ursprünglich nur Therapie des Schielens): In der Reihe "Gesundheitsberufe stellen sich vor" wird in einem Artikel mit dem Titel "Der Orthopist/die Orthopistin" (Quelle siehe unten) das Berufsbild der Orthopistin - auch Orthoptistin - skizziert.

Der Beruf der Orthopistin, zu dem es in Deutschland seit 1951 eine Ausbildung gibt, gehört zur Gruppe der Medizinischen Fachberufe im Gesundheitswesen. Er wird überwiegend von Frauen ausgeübt - derzeit sind ca. 1.600 Orthopistinnen berufstätig. Seit dem 01.01.1990 ist die Ausbildung bundesweit einheitlich geregelt; ihre Dauer beträgt 3 Jahre, sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht, einer praktischen Ausbildung und schließt mit der staatlichen Prüfung ab. Voraussetzung für den Zugang zur Ausbildung ist einmal die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes und, wie bei allen medizinischen Fachberufen, der Realschulabschluss oder eine gleichwertige Ausbildung. Die Ausbildung erfolgt an 13 Fachschulen, die Universitäts-Augenkliniken angegliedert sind.

Die Tätigkeitsbereiche der Orthopistin befinden sich überwiegend in den klinischen Abteilungen für Orthoptik/Pleoptik und Motilitätsstörungen, in den Augenarztpraxen, in der Neuroophthalmologie, der Neurologie, in Rehaeinrichtungen, Sonderschulen und in Einrichtungen für Sehbehinderte und Blinde.

Gesetzlich verankerte Aufgabe der Orthopistin ist vor allem die Mitwirkung bei der Prävention, Diagnose und Therapie von Störungen des Einzelauges und von Störungen im Zusammenwirken beider Augen, hervorgerufen durch Schielerkrankung, Sehschwäche und Augenzittern. Zunehmend erschließen sich für die Orthopistin jedoch auch Tätigkeitsfelder in der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Sehbehinderten. Je nach Ursache der Sehbehinderung und nach Alter des Betroffenen unterscheiden sich die in Frage kommenden Untersuchungs- und Behandlungsmethoden bzw. Rehabilitationsmaßnahmen. In einem kurzen Abriss informiert der Artikel über die jeweiligen Maßnahmen in - der Arbeit mit Sehbehinderten aller Altersgruppen (Low Vision) - der Diagnostik und Therapie von Kindern und Jugendlichen mit visuellen Leistungsstörungen - der Diagnostik und Therapie von Patienten mit zerebralen Sehstörungen.

Quelle:

Institut der deutschen Wirtschaft
Informationssystem - REHADAT Literatur

Autor: Lenk-Schäfer, M.
Herausgeber: Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.
Titel: Der Orthopist/die Orthopistin
Jahr: 1995
Zeitschrift: Ergotherapie & Rehabilitation
ISSN: 0942-8623
Jahr, Heft: 95.06
Verlag, Ort: Schulz-Kirchner, Idstein
Seite: S. 608 - 609
Bezug: Schulz-Kirchner Verlag GmbH, Postfach 9, 65510 Idstein

Osteoarthropathie, diabetische: = Verformung von Knochen des Fußes, in erster Linie verursacht durch Nervenschädigungen im Rahmen von diabetischen Spätschäden  (Neuropathie).

Osteogenesis imperfecta: = Störung der Knochenbildung. Die Störung der Knochenbildung kann zu abnormen Knochenbrücken, Minderwuchs oder völliges Fehlen von Gliedmaßen führen.

Osteoporose: = Verminderung der Knochensubstanz (= Knochenschwund) Tritt üblicherweise beim alten Menschen auf, in einigen Fällen bereits früher (z. B. in Folge Inaktivität sowie Hormonmangel, insbesondere bei der Frau). Osteoporose macht den Knochen brüchig und vermindert seine Belastbarkeit. So kann es bereits ohne große Gewalteinwirkung zu spontanen Knochenbrüchen kommen (Spontanfraktur) Osteoporose verläuft zumindest am Anfang meist ohne Beschwerden, im fortge- schrittenen Stadium stehen jedoch stärkste Knochenschmerzen im Vordergrund.

Otoakustische Emissionen (OAE)
Die äußeren Haarzellen im Innenohr können selbst Schallwellen erzeugen, die mit Hilfe feinster Mikrofone im Gehörgang aufgenommen und speziell diagnostiziert werden können.

 

Otoplastik
Verbindungsstück zwischen Hörgerät und Ohr, insbesondere zum Gehörgang. Die Otoplastik muss individuell für das Ohr des Schwerhörigen angefertigt werden. Dazu wird ein Abdruck vom Ohr genommen mit einer weichen, schnell härtenden Masse. Danach wird dann, meist in einem Speziallabor, die Otoplastik gefertigt.

Otosklerose
Versteifung der Fußplatte des Steigbügels , so dass sie nicht mehr schwingen und den Schall vom Mittelohr ins Innenohr weiterleiten kann. Dadurch entsteht eine Schallleitungsschwer-hörigkeit, später auch eine Innenohrschwerhörigkeit. Otosklerose kann zur Taubheit führen, wenn sie nicht operiert wird.

 

Ototoxische Medikamente
Als ototoxisch bezeichnet man Stoffe, die giftig auf das Ohr wirken und seine Funktionen vorübergehend oder dauernd schädigen. Ototoxische Substanzen gibt es auch unter Medikamenten, insbesondere unter den Antibiotika und unter den Diuretika (harntreibende Mittel), aber auch viele industrielle Wirkstoffe können Hörschäden verursachen, wenn sie in höherer Dosierung einwirken. Insgesamt ist die Giftigkeit der Substanzen abhängig von der Menge und von der Dauer der Einwirkung.

 

Ovulationshemmer: ("Anti-Baby-Pille") = Arzneimittel, die die Ausstoßung des reifen Eies aus der Eizelle in den Eileiter verhindern. Das an sich befruchtungsfähige Ei wird somit der Befruchtung entzogen. Ovulationshemmer sind Hormonpräparate, die ihre Wirkung durch eine Beeinflussung übergeordneter Zentren der Hormon- regulation erzielen. Die wichtigsten Nebenwirkungen der Präparate sind eine verstärkte Neigung zur Bildung von Blutgerinnsel (Thrombosen, Embolien).

 

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